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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Vom Ende zum Anfang

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Im Dunkel der anbrechenden Nacht, stahl sich Lucius ein weiteres Mal zu dem alten Herrenhaus, dessen Schutzmaßnahmen dieses naive Gör noch immer nicht verbessert hatte. So wie es schien, würde er sich selbst darum kümmern müssen. Zwar konnte ihm herzlich egal sein, wenn ihr irgendetwas passierte, allerdings brauchte er für sich selbst einen passablen Rückzugsort und Schutz. Das Manor wäre ihm zwar das Liebste, kam im Augenblick aber absolut nicht in Frage, wie auch sonst einer der übrigen Landsitze. Solange das Ministerium ein Auge auf diese hatte, wäre es absolut fahrlässig und dumm sich dort aufzuhalten. Nein, er brauchte andere Möglichkeiten. Und an dieses Gör schien noch keiner weiter gedacht zu haben. Etwas, was auch so bleiben sollte, weswegen er sich bei Gelegenheit einigen Verschleierungszaubern widmen würde. Vorher aber galt es noch andere Dinge zu regeln.
So schritt er, wie schon das vorangegangene Mal, wie selbstverständlich auf die hohe Tür zu und ließ sich von der verschüchterten Hauselfe hereinführen, der er achtlos seinen Mantel und Umhang entgegen warf, bevor er sich in den Salon begab. Dort entdeckte er die Hexe, die etwas auf der Couch lümmelte und in der Witch Weekly las. Er war ja erstaunt, dass sie tatsächlich lesen konnte, wobei Bilder ansehen mehr auf dieses Magazin zutraf, als dass es geschriebene Worte beinhaltete. Sie hatte ihn noch immer nicht bemerkt, weswegen er kurz an den Türrahmen klopfte. Daraufhin ruckte ihr Kopf allerdings hoch und sie begann zu strahlen.
„Luci Schatz !“, rief sie erfreut, wofür er sie am liebsten einen Kopf kürzer gemacht hätte. Was dachte sie eigentlich wer sie war, dass sie ihn und seinen stattlichen Namen so verhunzte und ins Lächerliche zog ? Derartige Dreistigkeiten hatte nicht einmal Narcissa an den Tag gelegt. Weder war er eine Frau, noch ein kleines dummes Kind, sondern ein erwachsener Mann ! Eine stattliche Persönlichkeit. Nun gut, im Moment vielleicht nicht ganz so stattlich und imposant wie früher, dennoch aber eine erhabene Persönlichkeit, der man einen gewissen Respekt zollen sollte. Auch sie.
„Liebes“, begann er und trat schließlich auf sie zu. „Ich würde es äußerst begrüßen, wenn du mich weder Luci noch Schatz nennen würdest. Es ist für einen Mann nicht gerade . . . erregend, wie ein kleines Kind angesprochen zu werden“, erklärte er ihr, worauf sie einen Schmollmund zog, was Lucius innerlich bereits mit den Augen rollen ließ, allerdings nickte sie dann. Wenigstens etwas.
Damit ließ er sich bei ihr nieder, wo sie dummerweise dann auch schon zu ihm gekrochen kam. Zwar hatte sie durchaus ihre Reize, auf irgendwelche Schmuseattacken und dergleichen, legte er aber absolut keinen Wert. Auf dieses ganze Vor- und Nachspiel. In seinen Augen unnötige Zeitverschwendung. Eine ordentliche Frau hatte die Bedürfnisse des Mannes zu befriedigen, indem sie die Beine breit machte, wenn es diesem genehm war und nach dem Fick wortlos wieder verschwand.
Dummerweise konnte er diese Devise hier nicht ausleben, geschweige denn durchsetzen, denn es galt, dieses dumme Gör bei Laune zu halten. Mit dem Imperius wäre es zwar kein Problem, aber klar im Kopf war sie für ihn letztlich dennoch nützlicher, weswegen er sich dieser Zudringlichkeit hingab. Diese brachte sie noch zusätzlich dadurch zum Ausdruck, indem sie begann, ihn im Nacken zu küssen, was er dann aber doch erstmal zu unterbinden wusste. Zur Belohnung bekam er wieder den Schmollmund zu sehen. Ob er ihr sagen sollte, dass sie wie eine Ente aussah, wenn sie das Gesicht und vor allem die Lippen so verzog ? Aber das wäre vermutlich kontraproduktiv.
„So gerne ich mich anderen Freuden mit dir widmen würde, so müssen wir vorher noch etwas durchsprechen.“ „Ach ja ? Und was ?“, schmollte sie bockig und verschränkte die Arme trotzig vor der Brust.
„Unser Rachefeldzug führt sich leider nicht von allein. Wie ich dir letztens schon sagte, müssen wir diverse Vorbereitungen treffen.“ „Soll heißen, ich soll die Drecksarbeit für euch machen ?“, mutmaßte sie, worauf Lucius sie zu beschwichtigen wusste.
„Na na, so etwas würde ich dich nie tun lassen. Keine Sorge. Allerdings brauche ich vorerst ein paar spezielle Dinge, die du mir aus der Knockturn besorgen müsstest. Die Liste“, reichte er ihr ein Stück Pergament, was sie entfaltete und skeptisch die Zutaten las.
„Herzfaser eines Thestrales, Nachtschattenblut, Feuersalamanderschuppen, Acromantula-Gift ? Weißt du wie teuer das ist ? Ein Fläschchen kostet derzeit 100 Galleonen !“ „Das ist mir durchaus bewusst“, gab Lucius gedehnt von sich, während sie weiter meinte: „Genauso das Nachtschattenblut. Das Zeug ist zudem illegal und verboten, wie auch die Thestralherzfaser.“ „Liebes, willst du, dass wir uns unseren rechtmäßigen Platz in der Gesellschaft zurückerobern oder nicht ?“, fragte er wissend, worauf sie verbissen das Gesicht verzog, aber schwieg.
„Ein paar illegale Trankzutaten sollten uns nun wirklich nicht an unserem Vorhaben hindern. Die Beschaffung dieser, sollte zudem auch nicht das Problem sein. Ich denke, der gute Borgin wird alles auf der Liste zusammenbekommen. Als Bezahlung gib ihm das“, reichte Lucius ihr eine nachtblaue samtene Schatulle, die sie sich interessiert nahm und so auch neugierig öffnete. Als sie den Inhalt dessen, ein üppig besetztes, silbernes Diamantcollier, sah, schnappte sie auch gleich nach Luft und sah Lucius im Kommenden mit großen, leuchtenden Augen an.
„Das willst du doch nicht wirklich in die schmuddeligen Hände dieses Typen geben ?“, säuselte sie. „Mir bleibt leider nichts anderes übrig. Du wirst sicher verstehen, dass ich nicht einfach bei Gringotts hineinspazieren kann, um mir etwas Gold aus meinen Verliesen zu holen ?“ „Wo hast du das eigentlich her ?“, betrachtete sie nun wieder fasziniert das edel verarbeitete Collier und ließ ihre manikürten Finger beinahe andächtig über das funkelnde Schmuckstück wandern. Lucius nahm es süffisant grinsend zur Kenntnis. Sie war so einfach und durchschaubar gestrickt.
„Es ist Teil einer versteckten Rücklage. Für sehr schlechte Zeiten“, meinte er und griff noch einmal in seine Tasche, aus der er scheinbar beiläufig nun einen Brief und eine weitere, kleine Samtschatulle holte. Den Brief beachtete sie nur kurz, bevor ihr Blick neugierig auf das Samtetui fiel, in der sich aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls etwas Schmuck befand.
„Diesen Brief gib ihm noch. Um alles weitere wird er sich dann kümmern.“ „Natürlich. Uhm. . . Was hast du denn noch da ? Noch mehr als Bezahlung ?“, deutete sie verspielt lächelnd auf das Etui und klimperte übertrieben mit ihren falschen Wimpern. Lucius tat gespielt verwundert.
„Das ?“, deutete er auf das Etui, bevor er lächelnd mit dem Kopf schüttelte. „Nein, ich denke, das Collier sollte mehr als ausreichend als Bezahlung sein. Das, meine Teure, ist einzig und allein für dich“, überreichte er ihr formell das Etui, was sie sich gespielt zurückhaltend nahm, sofern man von so etwas wie Zurückhaltung sprechen konnte, nahm man sich die so deutlich schimmernde Gier in ihren Augen.
„Oh, das wäre doch nicht nötig gewesen, Lucilein“, flötete sie scheinbar bescheiden, was ihn innerlich tausend Flüche auf sie sprechen ließ. Er fragte sich bereits jetzt, wie Draco es all die Jahre mit dieser impertinenten Person ausgehalten hatte, ohne sie zu lynchen ? Aber eine gute Tarnung brachte man nun mal nicht um, sondern hielt sie stattdessen bei Laune, was dem kleinen Bastard bis zum Schluss, mehr oder weniger, ja auch gelungen war. Ärgerlich, äußerst ärgerlich.
Ihr überraschtes Keuchen holte ihn dann aber wieder aus seinen Gedanken. Gerade noch rechtzeitig, denn sie fiel ihm überschwänglich um den Hals. Noch etwas, was er nicht leiden konnte. Allerdings würde ihm diese mickrige Kleinigkeit, wie auch das Collier und diverser anderer Schmuck, um den er ein paar dumme Muggeljuweliere erleichtert hatte, die nächste Zeit gut über Wasser halten und vor allem in diversen Angelegenheiten Handlungsspielraum verschaffen. Bei entsprechenden Unterhändlern wie Borgin, aber auch bei ihr. Kleine Gefälligkeiten waren immer ganz hilfreich und erhielten zudem den Schein aufrecht.
Wie nicht anders zu erwarten, legte sie sich dann auch schon gedankenlos das Saphirbesetzte Silberarmband ums Handgelenk, um es an sich zu betrachten. Lucius indes grinste innerlich zufrieden vor sich hin. Dumm, naiv und gierig. Sie hatte in der Tat nichts dazugelernt und schien darüber hinaus nicht einmal ansatzweise in Betracht zu ziehen, dass er das Armband verhext haben könnte. Gut für ihn.
Der Zauber auf dem Armband würde ihm einiges erleichtern, denn es war eine Kombination aus dem Imperius und der Legilimentik. Im Grunde war der Zauber nur eine kleine Spielerei, an der er in den vergangenen Jahren etwas gearbeitet hatte. Dieser war zudem auch noch längst nicht perfekt. Dennoch würde er sich mit Hilfe des Zaubers zeitweise in ihren Geist stehlen können. Er würde mit ihren Augen sehen und mit ihren Ohren hören können. Und wenn er Glück hatte, wovon er ausging, dann war ihr Geist zudem so schwach gegen magische Einflüsse, dass es ihm stellenweise sicherlich auch möglich sein würde, ihre ganze Handlungsweise so zu beeinflussen, dass sie tat was er wollte. Sie würde ihm gehorchen ohne zu wissen, dass sie das tat. Sie würde denken, dass es ihre eigenen Entscheidungen waren, die sie traf. Ihr freier Wille. Und das war besser als der Imperius, denn eine vollkommen geistlose Marionette, war trotz allem am Ende weniger hilfreich, denn als solche würde sie Aufsehen erregen.
„Bevor ich es vergesse. Es gibt da noch eine kleine Sache, um die ich dich bitten muss.“ „Was denn ?“, flötete sie noch immer beglückt aufgrund des Geschenks, was sie auch noch immer betrachtete. „Wir brauchen Einblicke in die Dinge, die in Hogwarts vor sich gehen. Vielleicht könntest du deine Kontakte etwas spielen lassen ? Ein paar deiner ehemaligen Mitschüler sind ja wieder im Schloss.“ „Oh, ich könnte Daphne schreiben“, säuselte sie, was ihn zufrieden stimmte, bevor dann noch meinte: „Vielleicht triffst du dich auch mal mit ihr ? So könnt ihr euch besser über alte Zeiten austauschen ?“, schlug er ihr vor, worauf sie nickte und den Blick nun wieder auf ihn legte.
„Was soll ich sie fragen ?“ „Allgemein wie sich die Dinge verhalten. Wir brauchen zu allererst einen groben Überblick über alles. Dir wird schon das Richtige einfallen“, versicherte er ihr und strich ihr durch die schwarzen Haare. Mit seinen kalten, grauen Augen wiederum begann er ihre dunkelbraunen zu taxierten und schlug sich so ungehindert eine Schneise in ihren Geist, der ihm so offen dar lag wie ein Buch.
„Lass uns jetzt aber nicht mehr darüber reden. Du willst doch eigentlich etwas ganz anderes, nicht wahr ?“, säuselte er und begann sie im Nacken zu küssen, was ihr wohlige Seufzer entlockte.
Ja, du willst etwas anderes. Du sehnst dich nach einer tiefen Befriedigung. Du willst, dass ich dich richtig hart rannehme, suggerierte er ihr ein, obwohl er sie zweifelsfrei auch ohne magischen Einfluss dazu bekommen würde. Allerdings hatte er keine Lust auf dieses dämliche Vorspiel und zum anderen wollte er die Wirkung des Zaubers etwas ausloten, da er ihn zuvor nur sukzessiv an Narcissa ausprobiert hatte. Ihr Geist aber war um einiges stärker und ihm nicht selten gänzlich verschlossen geblieben. Die Black Schwestern schienen alle auf diesem Gebiet der mentalen Zauber, von ihrer Familie geschult worden zu sein. Bellatrix war da ja auch ein Buch mit sieben Siegeln, wobei er nie auch nur ansatzweise die Ambitionen verspürt hatte, in ihren kranken Geist vorzudringen.
Bei Narcissa hatte es ihn seinerzeit geärgert, dass sie seine mentalen Angriffsversuche abblocken konnte, allerdings hatte er damals keinen direkten Anlass gesehen, sie zu beeinflussen und gefügig zu machen, auch wenn sie ihren ehelichen Pflichten nur mäßig, um nicht zu sagen, so gut wie nie nachgekommen war. Ihm war es vergleichsweise egal gewesen, schließlich gab es genug jüngere, attraktive Dinger, die sich ihm gerne etwas geöffnet hatten. Ein kleiner Obliviate im Anschluss, hatte dann auch noch sein Übriges getan, damit sein Ruf und das Image keinen Schaden nahm. Er hatte immerhin einen Namen zu wahren. Er war schließlich ein Malfoy ! Und als solcher nahm er sich, was ihm gebührte.
So legte er seine ganze Konzentration nun wieder auf die Hexe, die ihm ein wohliges „Jaah“ entgegen hauchte und ihn mit leicht verklärten Augen betrachtete. Ihre Lippen wiederum waren einen Spaltbreit geöffnet und luden zum Küssen ein. Lucius aber kam ein ganz anderer Gedanke.
Er fragte sich auf den Anblick unweigerlich, ob sie mit ihrem Schmollmund nicht vielleicht auch noch andere Dinge tun konnte ? Intensivere, erregendere Dinge, die spezifisch seiner unteren Region eine tiefe Befriedigung verschaffen würden.
Ich weiß was du gerne tun würdest. . .

۩ ۞ ۩


Als Draco am nächsten Morgen aufwachte, fühlte er sich noch zerstörter als tags zuvor. Zwar hatte er durch die Tränke länger geschlafen, wobei geschlafen das völlig falsche Wort für diesen grässlichen Zustand war, in dem er die Nacht über verweilt hatte. Etwas, was ihm erneut der so desaströse Zustand seines Zimmers deutlich machte, als er fertig zwischen seinen Kissen hervor linste, in denen er sich am liebsten wieder vergraben hätte.
„Dobby !“, rief er frustriert nach dem Elf, der wie gewohnt nach einer Sekunde erschien. „Zur Stelle. Was kann Dobby. . . Oh !“, entwich es dem Elf, als er aufs Neue das Desaster erkannte und schließlich zu Draco ans Bett tapste, der den Kopf noch immer unter den Kissen vergraben hatte.
„Ist . . . ist alles in Ordnung ? Kann Dobby etwas tun ?“ „Ja. Aufräumen. Ich hab keinen Nerv dazu.“ „Sicher. Aber. . . Kann Dobby noch etwas anderes für Master Draco tun ? Kann Dobby irgendwie helfen ?“, erkundigte sich der Elf zunehmend besorgt, sodass sich Draco doch mal die Mühe machte und zu dem kleinen Geschöpf sah, welches ihn mit den tellergroßen Augen anblickte.
„Nein“, meinte Draco einfach nur und starrte stumpfsinnig etwas aus dem Fenster. Draußen regnete und stürmte es mal wieder. Der Herbst gab sich also richtig Mühe, sich von seiner ekligsten Seite zu zeigen. Es würde ihn ja nicht wundern, wenn in ein bis zwei Wochen der erste Schnee fiel und zudem auch noch liegen blieb. Sei’s drum.
Schließlich quälte er sich hoch und ging seinem allmorgendlichen Prozedere nach, das noch zusätzlich die Einnahme eines Kopfschmerztrankes beinhaltete, denn dieser erschien ihm mal wieder zu klein, für alles, was sich in diesem befand.
Als er sein Zimmer verließ, wäre er beinahe über Krummbein gestolpert, der direkt vor seiner Tür lag und ein Nickerchen hielt. Mit dem Klack der Tür aber, blickte der Kater auf und taxierte Draco kurz mit seinen Augen, bevor er sich erhob und ihm um die Beine strich. Draco nahm es mit einem matten Lächeln zur Kenntnis und ließ sich zu dem Fellknäuel in die Hocke sinken. Krummbein nutzte die Gelegenheit dann auch gleich und sprang auf die Knie des Blonden, wo er nun direkt mit ihm zu schmusen begann.
„Was ist ? Hm ? Wolltest du zu mir ?“, fragte Draco den Kater und nahm ihn richtig hoch, bevor er die Treppen runter ins Wohnzimmer schlich. „Ich bin im Moment nicht unbedingt die angenehmste und vor allem sicherste Gesellschaft zum Schlafen, glaub mir“, erklärte er dem Kniesel gedrückt und setzte ihn letztlich im Kitchenette ab, um ihm was zu futtern zu geben. Allerdings war der Napf des Katers voll, was so viel hieß, dass Hermione dem bereits nachgegangen war. Vermutlich war sie bereits weg. Kein Wunder, denn es war doch schon etwas spät, sodass er das Frühstück sausen ließ und direkt zu Flitwick verschwand. Dort musste er dann auch nicht sonderlich lange warten, bis der Rest seiner Freunde auftauchte. Als Blaise und Charlie ihn sahen, nahmen sie ihn auch sofort wieder in Beschlag.
„Wo warst du ?“, begann Blaise ohne Umschweife, als sie im Zimmer verschwanden. „Oben. Ich bin vor 20 Minuten erst wach geworden.“ „Du siehst aber nicht so aus, als ob du geschlafen hättest“, warf Charlie skeptisch ein. „Ich würde es auch nicht unbedingt als schlafen bezeichnen“, murmelte Draco leicht gepresst und massierte sich etwas die linke Schläfe, die ihm schon wieder zu hämmern begann. Charlie besah es sich besorgt.
„Wirken die neuen Tränke auch nicht ?“ „Nicht wirklich“, gab ihm Draco resigniert zurück und suchte sich schließlich seine Unterlagen zusammen. Hermione, nur einen Tisch vor ihnen, hatte die Unterhaltung der Jungs recht deutlich vernommen und starrte aufgrund dessen bedrückt auf ihre eigenen Unterlagen, bevor sie den Blick zur Seite neigte. Dort traf sie im Fenster auf ihr Spiegelbild, wie auch das Dracos. Sie konnte selbst in dieser einfachen Spiegelung sehen, dass er wieder schlechter aussah, als noch gestern. Warum das so war, hatte sie zudem eben auch gehört.
Das ging unmöglich so weiter. Diese Sache mit den Albträumen und seine Magieausbrüche machten ihn kaputt. Das eine psychisch, das andere körperlich. Er würde deswegen wieder zusammenbrechen. Dessen war sie sich sicher. Doch was konnte sie dagegen tun ? Wie konnte sie ihm helfen ? Die einzige Methode, die bis jetzt wirklich gegen seine Albträume geholfen hatte, schien im Augenblick nicht durchsetzbar, da er sie bewusst mied. Sie konnte im Moment kaum etwas dagegen tun. Allerdings könnte sie sich nochmal wegen dieser Spontanzauber versuchen schlau zu machen. Irgendwo stand garantiert etwas darüber. Oder eben über kindliche Magieausbrüche, denn etwas anderes war es in dem Sinne ja nicht. Unkontrollierte Ausbrüche, wie bei Kindern. Nur eine ganze Ecke schärfer und wilder.
Damit verschwand sie nach ihrer letzten Stunde Verteidigung gegen die Dunklen Künste in Richtung Bibliothek, um etwas nachzuschlagen. Draco wiederum wollte sich wieder in sein Zimmer verkrümeln, hatte aber kein Glück, da Dippet ihn zurück rief, kaum dass er an der Tür war.
„Mr. Malfoy, warten Sie bitte einen Moment.“ Genervt stöhnte der Blonde auf, rollte mit den Augen und sah schließlich missgünstig zu seinem Professor. „Was gibt es denn ?“, fragte er kalt. „Ich würde gerne noch kurz etwas mit Ihnen besprechen.“ „Jetzt ?“ „Jetzt, ja. So viel ich weiß, hatten Sie bei mir für heute Ihre letzte Stunde. Es würde nicht lange dauern. Bitte“, deutete Dippet ihm lächelnd mit der Hand zurück in das Klassenzimmer, in welches er unwillig trat. Dort lehnte er sich rücklings an einen der Tische, verschränkte die Arme abwehrend vor der Brust und starrte stur geradeaus auf die Tafel. Allan derweil, schloss die Tür, damit sie gänzlich ungestört waren, denn das, was er mit dem Blonden besprechen wollte, musste kein Dritter mithören. Schließlich aber wandte er sich Draco zu, der seinen Professor auch weiter skeptisch, wie auch aufs höchste misstrauisch beäugte. Etwas, was Allan nicht verborgen blieb. Er sah und fühlte die Anspannungen schon regelrecht, die von Draco ausgingen. Warum, konnte er sich denken. Sein Schüler war ganz offensichtlich noch immer sauer wegen der Geschichte gleich zu Anfang des Jahres.
„Setzen Sie sich doch.“ „Danke, ich steh lieber“, murrte Draco auf die freundliche Einladung zurück, sodass Allan in sich hinein seufzte und sich seinerseits schließlich halb an sein Pult lehnte, halb auf dieses setzte.
„Was wollen Sie von mir ? Ich wüsste nicht, dass ich irgendetwas getan habe, was es zu besprechen gilt“, blieb Draco feindselig. Allan wiederum lächelte knapp. „Das ist sicherlich Ansichtssache“, meinte Dippet leise, worauf Draco die Augen zu Schlitzen verengte. „Was wollen Sie ? Mich wieder verfluchen ?“ „Ich hatte nie derartige Absichten.“ „Natürlich nicht“, schnalzte der Blonde sarkastisch. Allan indes sah ihn mit leicht schräg gehaltenem Kopf an.
„Sie sollten selbst am besten wissen, dass dieser Fluch nur unter bestimmten Voraussetzungen diese zerstörerische Kraft entfaltet.“ „Soll heißen, dass ich ein kaltschnäuziger, skrupelloser, gewissenloser Mörder bin, weil ich ihn während der Schlacht angewandt habe ?“, schnarrte Draco auch weiter bissig zurück. Allan wiederum seufzte. Irgendwie ging das Gespräch gerade in eine Richtung, die er in keinster Weise beabsichtigt hatte einzuschlagen.
„Das habe ich nie gesagt. Ich. . .“ „Aber gedacht !“, warf Draco ihm vor und setzte auf das Seufzen des Professors noch nach: „Genauso wie sonst auch alle. Merlin, Sie haben doch keine Ahnung, wie gestört die alle waren ! Vor allem Greyback und Bellatrix. Es wäre absolut fahrlässig gewesen, die nicht richtig kaltzustellen.“ „Ein Stupor hätte auch. . .“ „Wie blöd sind Sie ?“, unterbrach Draco ihn wieder und schaukelte sich so ungewollt immer mehr hoch.
„Die hatten keine Skrupel. Absolut keine. Es hat ihnen Spaß gemacht, Unschuldige wie Vieh abzuschlachten. Solchen begegnet man nicht mit diesen scheiß Kindergarten Verteidigungsmethoden, die ein anderer problemlos hätte wieder aufheben können, sondern mit Angriff. Töte sie oder sie töten dich, wenn man ihnen nur den Hauch einer Chance lässt ! Dass ich Bellatrix nicht gleich richtig getroffen und erledigt habe, hat sich im Nachhinein ja dann noch gerecht, als dieses kranke Miststück mit Greyback auf Hermione und Ginny losgegangen ist. Die Beiden hätten die Mädchen zu Tode gequält, oder in Greybacks Falle, lebendig zerfleischt ! Hätte ich sie nicht erledigt, hätten sie weiter gemacht !“ „Draco. . .“, mahnte Allan ruhig, als ihm aus den Augenwinkeln ein paar seiner Artefakte auffielen, die begannen, sich selbstständig zu machen.
„Ich wüsste nicht, dass ich Ihnen das Du angeboten habe !“, fauchte der Blonde aber nur, sodass sein Professor nickte, aber dennoch versuchte, ihn wieder ein wenig zu beschwichtigen, bevor er sich noch mehr in Rage redete und damit die Sache gänzlich eskalierte.
„Natürlich nicht. Es tut mir leid. Ich wollte Ihnen Ihre Handlungsweise von damals jetzt in keinster Weise zum Vorwurf machen oder sonst wie andeuten, dass Sie in irgendeiner Art und Weise ein Mörder sind. Der Krieg an sich, die Schlacht in Hogwarts, war eine absolute Ausnahmesituation, in der sich so junge Menschen wie Sie und Ihre Freunde, Schüler, nie hätten wiederfinden sollen. Auch verstehe ich, dass Sie noch einen ganz anderen Einblick auf diese dunklen Dinge hatten, als sonst wer. Dass Sie so sicherlich auch viele schlimme Dinge gesehen, gehört und auch erlebt haben. Sie. . .“ „Gar nichts verstehen Sie ! Sie haben nicht mit diesem Psychopathenpack unter einem Dach leben müssen ! Sie haben nicht Tag und Nacht diese Schreie hören müssen. Sie haben nicht zusehen müssen, wie sie aus Spaß töten. . . Wie sie Unschuldige zu Tode quälen und abschlachten. Wie Greyback seinen Vorlieben frönt. Sie haben nicht zwei Jahre lang in absoluter Angst leben müssen, dass die irgendwann einen Menschen in ihre Fänge kriegen, den Sie kennen. Schlimmer noch, der Ihnen etwas bedeutet !“, spie Draco, dessen Erinnerungen ihn gerade gewaltvoll überrannten und seinen Geist einzunehmen begannen.
„Sie haben sie nicht schreien gehört. Sie haben sie nicht in ihrem Blut liegen sehen. Sie haben nicht gesehen, wie die sie foltern und quälen und misshandeln !“, schrie er, womit die Spannungen in seinem Innern erneut zu viel wurden und sich nach außen hin zersprengten. Es gab einen Hieb, der die Einrichtung an die Wände krachen ließ, sofern sie nicht vorher schon durch die enorme, magische Spannung, die wie die blanke Elektrizität in der Luft lag, von innen heraus zerfetzt wurde. Dabei riss es auch Allan und Draco von den Füßen, die hart auf dem Boden aufschlugen und kurz benommen liegen blieben.
„Merlin nochmal“, stöhnte Allan und hielt sich den Hinterkopf, mit dem er irgendwo gegengeschlagen war. Kurz darauf sah er zu Draco, der selbst geschockt und mit rasendem Herzen am Fuße eines der umgekippten Tische lag. Die Augen vor Schreck weit aufgerissen, schien er noch immer nicht so richtig realisiert zu haben, was gerade passiert war.
„Draco ?“, rief Allan erst nach ihm und ließ sich schließlich neben ihm in die Hocke sinken, als er nicht gleich reagierte. „Es ist alles in Ordnung“, meinte der Professor ruhig und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter, was ihn jedoch zurück holte. Er schrak wie geschlagen zusammen und wich dann auch gleich panisch vor seinem Professor weg, den er jetzt erst wieder erkannte.
„Ganz ruhig“, meinte Allan nochmal. Draco schüttelte aber nur getrieben mit dem Kopf. In der nächsten Sekunde, war er auf den noch immer wackligen Beinen und rannte aus dem Zimmer, noch bevor Allan etwas zu allem sagen konnte. Stattdessen stürzte der Blonde blindlings durch die Gänge des Schlosses. Weder hörte er den Ruf des Professors, noch bemerkte er sonst etwas um sich herum.
Allan wiederum, blieb ratlos zurück und sah dem Slytherin hilflos nach. So hatte er sich das Ganze nicht vorgestellt. Absolut nicht. Eigentlich hatte er mit Draco über diese Spontanzauber sprechen wollen. Er hatte ihm Hilfe in dieser Sache anbieten wollen. Nur hätte er wissen müssen, ahnen müssen, dass Draco ihm auch weiter misstraute und mit Argwohn gegenüber trat. Allerdings hatte auch er nicht vorhersehen können, dass sich das Gespräch in eine derartige Richtung entwickeln würde. Dass der Junge, aufgrund der Dinge die waren, da aber so heftig reagierte, konnte er inzwischen um einiges besser nachvollziehen. Nicht zuletzt auch wegen der Dinge, die ihm Tonks vor kurzem erzählt hatte.
Allan war sich dadurch leider ziemlich sicher, dass Draco zum Schluss nicht von irgendeinem wahllosen Opfer der Todesser gesprochen hatte, sondern von einem Menschen, der, wie er sagte, ihm etwas bedeutete. Sehr viel bedeutete.

۩ ۞ ۩


Er rannte. Rannte als wäre der Teufel hinter ihm her. Vollkommen kopflos stürzte Draco durch die Gänge, die Treppen runter, raus aus dem Schloss auf den Vorhof, wie auch über diesen hinweg. Dabei peitschte ihm der eisig kalte Regen ins Gesicht, während der heulende Herbstwind an seinen Kleidern zerrte und diese binnen weniger Sekunden vollkommen durchweichte.
Draco bemerkte es nicht. Stattdessen rannte er weiter, obwohl er den Dingen, die waren, dennoch nicht entfliehen konnte, denn sie waren tief in seinem Geist verankert, der ihn gerade drohte in den Wahnsinn zu treiben. All diese Bilder und Gefühle ließen seine Magie auch weiter kochen und pulsieren. Diese jagte durch seine Venen, die drohten in dem heißen Feuer dessen zu verbrennen. Zu zerfließen, als wäre es Lava, hatte er das Gefühl. Und das so sehr, dass nicht einmal der Eisregen über ihm dieses Feuer zu löschen imstande war.
Schließlich kam er stolpernd unten am See an, dessen dunkle Wassermassen sich durch den Sturm gefährlich aufbäumten. Auf diese starrte er auch weiter getrieben und brüllte sich schließlich die Lunge aus dem Leib. Es war ein verzweifelter Schrei, der vom Wind hinfort gerissen wurde, noch bevor jemand diesem lauschen konnte. Kurz darauf brach er vollkommen ausgelaugt auf Hände und Knie zusammen und rang schwer nach Atem. Seine Lungen aber brannten auch weiter, als stünden sie in Flammen, wie auch der Rest seines Körpers. Aus diesem wich nun aber auch noch das letzte bisschen Kraft, sodass er gänzlich zur Seite wegklappte und sich auf dem Kies am Seeufer schwer atmend auf den Rücken drehte. Den Blick kurz matt in den dunklen Himmel gerichtet, der für eine erneute Apokalypse zu proben schien. Kurz darauf schloss er vollkommen fertig die schweren Lider.
Merlin, er konnte nicht mehr. Seine Albträume, diese scheiß Ausbrüche. . . Das alles würde ihn noch umbringen, da er keine Ahnung hatte, wie er das je in den Griff kriegen sollte, denn es wurde nicht besser, sondern im Gegenteil nur schlimmer. Je stärker ihn die Dinge der Vergangenheit heimzusuchen begannen, umso heftiger kochte seine Magie hoch. Gleich so, als wolle sie gegen all das rebellieren. Sich zur Wehr setzen. Nur dass das nicht ging. Man konnte die Geister der Vergangenheit nicht bekämpfen. Man konnte sie nur akzeptieren. Aber wie ? Wie ?
Wie sollte er das machen, wenn sie ihn zeitgleich immer wieder aufs Neue drohten aufzufressen ? Zu verschlingen ? Wie konnte er mit ihnen leben ? Was sollte das dann überhaupt für ein Leben sein ? Eines in Angst, Schmerz und Einsamkeit ? Dunkelheit ? Auf so ein Leben konnte er verzichten, immerhin wusste er, was das für ein Leben war. Er hatte diese Dinge bereits zu lange, zu intensiv in seinem bisherigen Dasein gehabt. Er legte absolut keinen Wert darauf, auch weiter mit diesen Dingen leben zu müssen. Existieren zu müssen. Vielleicht sollte er einfach. . .
„Komm ja nicht auf die Idee, das auch nur zu denken !“, wurde er aus heiterem Himmel von einem Kinderstimmchen böse gewarnt, was ihn stöhnen ließ, denn er wusste wer, oder besser gesagt was ihn da erneut nervte, um nicht zu sagen heimsuchte. Als er die Augen wieder öffnete und den Kopf schwach zur Seite drehte, sah er sich seine Befürchtungen bestätigt, denn er sah den kleinen Quälgeist, der ihn schon zweimal besucht hatte. Nämlich einmal damals in Askaban, als er all seine Hoffnungen verloren geglaubt hatte, wie auch jetzt am Sonntag erst auf dem Astronomieturm, als er sich, nach dem bitteren Gespräch mit Hermione vom Vorabend, wie in Trance auf diesen begeben hatte. Auch dort war ihm der Kleine irgendwann erschienen, als ihn nach und nach die Dunkelheit in seinem Innern gedroht hatte gänzlich aufzufressen. An dieses Gespräch konnte er sich jedoch nur schwach erinnern, da er geistig irgendwie überhaupt nicht richtig bei sich war. Nur so viel wusste er noch, dass der Kleine ihn letztlich dazu bewegt hatte, ins Schloss zurück zu gehen. Weg von der so verführerischen Brüstung, die ihm ihrerseits verheißungsvoll zugeflüstert hatte. Jetzt und hier war es nur der Wind, der heulte und den Eisregen ungezähmt umher peitschte.
„Merlin, was bist du ? So was wie mein Gewissen ?“, fragte Draco die unwirkliche Erscheinung leicht genervt, aber auch wahnsinnig erschöpft. Diese stand ihm erneut in der Gestalt seines 5-Jährigen Ichs gegenüber. Gehüllt war er in eine dunkelblaue Jeans und einen tiefgrünen Kapuzenpullover, über den der Kleine noch einen schwarzen Mantel trug. In der Hand hatte der Zwerg zudem auch einen grünen Regenschirm, den er sicher nicht gebraucht hätte, immerhin war dieses Ding nicht echt. Zwar konnte Draco nicht sagen was es war, allerdings war er sich ziemlich sicher, dass diese Erscheinung aufgrund dessen zustande kam, dass in seinem Oberstübchen doch nicht mehr alles rund lief. Aufgrund dieses Gedankens rollte der kleine Draco mit den Augen, bevor er sein Gegenüber süffisant ansah.
„Ich bin nicht dein Gewissen. Und ich hab dir auch schon mal gesagt, dass du nicht verrückt bist. Wobei, ein bisschen vielleicht. Aber nicht so wie du denkst“, grinste die Erscheinung breit und reckte provokant die Nase in die Luft.
„Reizend. Danke.“ „Man, hast du wieder schlechte Laune“, meckerte der Kleine. „Dann verschwinde. Ich hab dich nicht gerufen“, muffelte Draco matt und drehte den Kopf auf die andere Seite. Natürlich spielte die Erscheinung nicht mit und trat direkt an sein Kopfende, wo sich der Geist, oder was auch immer, vor ihn hockte und damit auch den Schirm über sein Gesicht hielt, sodass der kalte Regen dieses nicht mehr benetzte.
„Warum machst du es dir selbst immer so schwer ?“, fragte er nachdenklich und stützte den Kopf etwas auf der Handfläche ab. „Hau ab.“ „Nein. Erst wenn du aufhörst schon wieder diesen Blödsinn zu denken.“ „Ich denke was ich will. Und jetzt lass mich endlich in Ruhe. Verschwinde !“ „Nein.“ „Du nervst !“, stöhnte Draco, was den Kleinen dreckig grinsen ließ. „Von wem ich das wohl habe ?“ Wieder stöhnte Draco und sah zurück auf das Kind. Das Kind in ihm vielleicht ?
„Netter Gedanke. Allerdings nicht ganz richtig. Aber fast.“ „Dann erleuchte mich. Was bist du und warum kannst mich nicht einfach in Ruhe lassen ?“ „Was ich bin ist eher schwer zu beantworten von daher nehm ich die zweite Frage. Ich lass dich nicht in Ruhe, weil ich nicht will, dass du dich kaputt machst und aufgibst.“ „Soll ich jetzt Danke sagen ?“ „Oh, so viel erwarte ich nicht von dir“, grinste der Kleine wieder breit, worauf Draco mit den Augen rollte.
„Weißt du, ich versteh dich ja“, begann die Erscheinung dann aber wieder ruhig, wie auch einfühlsam, sodass der kindliche Eindruck, diese Unbefangenheit, ein wenig verschwand und dafür etwas sehr viel reiferem den Platz überließ. Etwas, was Draco recht deutlich anhand der Kinderaugen erkannte, die gar nicht mehr so richtig an die Augen eines Kindes erinnerten. Sie wirkten reifer. Ernster. Erwachsener.
„Tatsächlich ?“, fragte Draco daraufhin müde und starrte leicht unfokussiert vor sich hin. Der Kleine nickte und strich ihm schließlich ein paar der klatschnassen Haarsträhnen aus der Stirn, bevor die kleine Hand etwas über seine blass-kalte Wange streichelte. Dabei hinterließ die Erscheinung eine angenehme, beruhigende Wärme.
„Ich verstehe, dass dich das alles auffrisst. Diese Schatten. Die Dinge, die waren, genauso die Dinge, die sind. Was du gesehen und durchlebt hast, ist nichts, was man so ohne weiteres wegsteckt. So etwas hinterlässt Spuren und tiefe Wunden. Aber du bist damit nicht alleine. Du hast Freunde, wahre Freunde, die versuchen dir zu helfen. Nur musst du ihnen auch die Möglichkeit dazu lassen“, appellierte der Kleine.
„Rede mit ihnen. Gib ihnen die Möglichkeit diese kalten Schatten aus deinem Innern zu vertreiben und es wieder zu wärmen. Es ist keine Schande die Hilfe eines Freundes anzunehmen. Man kann nicht immer alles allein stemmen. Niemand kann das. Denk mal an Harry. Hätte er seine Freunde nicht gehabt, wäre er genauso unter all dem zerbrochen was war. Er hätte nicht geschafft, was er am Ende geschafft hat. Jeder hat Schwächen und schwache Momente. Das ist ganz natürlich. Vergiss, was Lucius dir diesbezüglich eingebläut hat. Du hast doch sonst auch nichts weiter auf die Dinge gegeben, die er dir immer gepredigt und vorgehalten hat. Schwach ist nur der, der allein bleibt. Und du bist nicht allein. Du hast mehr Menschen um dich, die dir helfen wollen, als du glaubst. Vergraul sie dir nicht. Allen voran Hermione.“ Auf die namentliche Nennung der Hexe verklärte sich Dracos Blick jedoch wieder stärker, den er zudem recht bitter zur Seite neigte. Weg von der Erscheinung, die ihn etwas bekümmert ansah, dann aber beruhigend weiter sprach.
„Ich weiß, dass es weh tut. Glaub mir, ich verstehe deinen Schmerz“, murmelte der Kleine mit einem Schlag traurig, dem sich nun auch ein paar vereinzelte Tränen in die Augen stahlen, die er in einem Schniefen aber rasch weg strich und sich wieder ganz auf Draco konzentrierte.
„Aber Hermione ist auch weiterhin bei dir. Sie sorgt sich um dich. Sie will dir helfen. Sie will für dich da sein. Und du willst doch auch weiter bei ihr sein. Also mach es euch nicht noch schwerer, als es ohnehin schon ist. Sie liebt dich auf ihre ganz spezielle Art und will dich darüber hinaus nicht verlieren. Und du sie doch auch nicht“, erinnerte ihn der Kleine, was letztlich dafür sorgte, dass Draco selbst eine einsame Träne aus den Augenwinkeln rann.
„Gib nicht auf, was du hast und gib dich vor allem selbst nicht auf. Auch wenn es dich gerade so sehr schmerzt, dass du denkst, nicht mehr frei atmen zu können. Dass du denkst ein Messer im Herzen zu haben. Das hört wieder auf. Es wird wieder besser. Vertrau mir. Nimm die Hand, die sie dir reicht, du wirst es nicht bereuen“, versprach der Kleine und lächelte zudem zuversichtlich.
„Geh zurück ins Schloss. Ruh dich aus. Komm wieder zu Kräften und dann lass dir von deinen Freunden helfen. Sie können es“, meinte der Kleine Draco weiter, zu dem der Große dann auch wieder mit einer leichten Verzweiflung sah.
„Warum tust du das ?“ „Tu ich was ?“ „Warum kommst du immer dann zu mir, wenn ich . . . ich. . .“ „Das hab ich dir doch gesagt. Ich will dir helfen. Ich will nicht, dass du dich kaputt machst. Dass du das Leben aufgibst. Warum du dich, gerade jetzt in letzter Zeit, so stark in all dem verlierst, verstehe ich. Du bist unter einem ziemlich schlechten Stern geboren, der es einem auf den ersten Blick unmöglich erscheinen lässt Glück zu finden. Wahres Glück. Liebe. Aber dem ist nicht so, auch wenn dir durch deine Familie von Geburt an so viele scharfkantige Steine in den Weg gelegt wurden, die dich immer wieder verletzt haben und auch noch immer verletzen. Aber ist dieser Weg stellenweise nicht schon besser geworden ? Leichter ? Hat man dir nicht geholfen über einige dieser scheinbar unüberwindbaren Mauern hinwegzukommen ? Schluchten zu überwinden, die sich dir aufgetan haben ? Ich weiß, dass du dich gerade wieder in einer dieser Schluchten verloren glaubst. Dass dir gerade das mit Hermione so sehr den Boden unter den Füßen weggerissen hat. Aber Hermione ist nicht aus der Welt. Sie will dir helfen wieder auf die Füße zu kommen. Sie will dir aus dieser dunklen Schlucht helfen, also lass dir helfen. Um deinetwillen, aber auch für die Menschen denen du wichtig bist. Die dich lieben und die dich in ihr Herz geschlossen haben. Jeder auf seine Art. Stürz sie nicht in Kummer. Denn dieser würde einige von ihnen auffressen. Unter anderem auch Hermione. Und das willst du nicht, hab ich Recht ?“, lächelte der Kleine wissend und bekam kurz darauf die gewünschte Bestätigung.
„Nein.“ „Dann sieh zu, dass du hoch kommst, bevor du dir hier wirklich noch den Tod holst. In dem Fall nerve ich dich bis in alle Ewigkeit. Willst du das ?“, fragte der Kleine provokant, worauf Draco nun schwach grinste und kurz ergeben die Augen schloss. „Lieber nicht.“ Als er sie wieder öffnete war der kleine Quälgeist verschwunden. Gleich so, als wäre er nie da gewesen. Als hätte er nur geträumt. Vielleicht hatte er das auch, denn mit dem Verschwinden der Erscheinung, hatte sich auch die beruhigende Wärme im Nichts verloren, die der kleine Geist mit sich gebracht hatte. Draco merkte es jetzt erst wirklich, aber ihm war arschkalt.
Das Feuer, welches nach seinem magischen Problem scheinbar unbarmherzig in seinen Venen gebrannt hatte, war wieder erloschen. Seine Magie hatte sich wieder beruhigt. Da war lediglich dieses sanfte Pulsieren, was er immer mal spürte.
„Scheiße“, stieß er noch immer fertig aus und rappelte sich schließlich etwas umständlich auf, sodass er erstmal wieder saß. Irgendwie aber drehte es ihm noch immer ordentlich im Kopf, sodass er noch etwas ausruhte und zurück auf die tosende Oberfläche des Sees blickte, der mit dem dunklen Himmel zu verschmelzen schien.
Täuschte er sich, oder war es noch dunkler geworden ? Wobei. . . Wirklich hell war es den ganzen Tag, aufgrund des Unwetters, nicht gewesen. Dennoch fragte er sich, wie lange er hier unten gelegen hatte ? Auf alle Fälle zu lange, was ihm seine zitternden Muskeln nur zu deutlich vermittelten. Er brauchte eine heiße Dusche, oder besser noch ein heißes Bad.
Mit diesem Gedanken quälte er sich ganz hoch, stützte sich dann aber auch noch ein paar Minuten an einem der Felsen ab, da sich seine Beine zu weich, zu schwach anfühlten, als dass sie seinen Körper lange genug tragen konnten. Dennoch setzte er sich nach ein paar Minuten schlurfend in Bewegung.
Sobald er oben im Innenhof war, konnte er Dobby um Hilfe in Form einer Apparierabkürzung bitten, denn die ganzen Treppen kam er nie und nimmer hoch.

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Wirklich viel war es nicht, was Hermione über die Spontanzauber gefunden hatte. Nicht zuletzt auch, da sich diese Beschreibungen auf die unkontrollierte Zauberei kleiner Kinder beschränkte. Nirgends aber fand sich ein Absatz darüber, wie man die sehr viel gewaltvolleren Spontanzauber eines jungen Erwachsenen, wie auch sehr geübten Zauberers, wieder bändigte. Es konnte doch nicht sein, dass Draco der erste Zauberer war, dem so etwas passierte ? Der die Kontrolle über seine Magie verlor ? Ein leises plopp riss sie dann jedoch unerwartet aus ihren Gedanken. Als sie über ihr Buch hinweg blickte, bekam sie unweigerlich große Augen, als sie Draco klatschnass, mit Dobby an der Hand, entdeckte.
„Merlin, was ist passiert ?“, erkundigte sie sich sofort und trat zu den Beiden. Draco sah sie aber nur kurz an, bevor er wieder zu Dobby blickte, der ihn seinerseits besorgt mit den tellergroßen Augen musterte.
„Du kannst gehen“, murmelte er dem Elf dann nur zu, der sich verbeugte und in einem ebenso leisen plopp wieder verschwand. Hermione wiederum ließ er links liegen und schlurfte in Richtung Treppe. Der Gryffindor aber war es nicht geheuer, denn ihr Mitbewohner war zudem furchtbar blass.
„Draco !“, rief sie ihn und hielt ihn letztlich auch am Arm fest, sodass er gezwungen war stehen zu bleiben und kurz mit ihr zu reden. „Was ist los ? Du bist ganz blass und . . . nass.“ „Nichts. Ich . . . ich leg mich hin. Kopfschmerzen“, murmelte er ausweichend und machte sich schließlich los. Hermione nahm es bedrückt zur Kenntnis, dass er auch weiter dicht machte und sie mied. Zwar hatte er ihr gesagt warum und alles, das bittere Gefühl in ihr verschwand deswegen dennoch nicht.
Nichtsdestotrotz ließ sie ihn jetzt erst einmal ziehen. Was hätte sie auch sonst weiter tun sollen, außer ihm besorgt nachzusehen, wie er in seinem Zimmer verschwand und die Tür leise hinter sich zuzog ? Was Draco jedoch nicht bemerkte war, dass seine Tür nicht richtig ins Schloss fiel, als er erneut begann diverse Zauber über diese zu murmeln, damit seine Magie auch in seinem Zimmer blieb, da sie selbst mit den neuen Mitteln nicht zu bändigen war. Zwar ließen ihn die Tränke nun durchschlafen, nur war das kein Schlaf, sondern eine Tortur, da sein Körper dennoch nicht zur Ruhe kam.
Morgen nach dem Spiel würde er sich richtig die Kante geben, vielleicht half das. Und wenn nicht, hatte er den ganzen Sonntag Zeit vor sich hinzusiechen. Jetzt aber würde er erstmal unter die Dusche verschwinden. Ein heißes Bad wäre ihm zwar lieber, allerdings würde er die Hexe dann nochmal zu Gesicht bekommen. Im Moment aber ging es noch nicht. Auch wenn die Miniausgabe von ihm anderer Ansicht war. Ihre Nähe war für ihn jedoch noch immer schwerer zu ertragen, als die kalte Einsamkeit, der er sich nach der heißen Dusche erneut stellen musste. Zuvor aber kippte er sich noch diverse Tränke hinter, in der minimalistischen Hoffnung, dass sein Geist heute vielleicht Erbarmen mit ihm hatte, denn für das Spiel morgen musste er fit sein.

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Hermione arbeitete noch eine Weile an den restlichen Festvorbereitungen, da Minerva die Listen morgen haben wollte. Merlin sei Dank war es nicht mehr viel. Allerdings hatte sie von der Buffetplanung weniger Ahnung als Draco. Das, was er bis jetzt aber aufgelistet hatte, klang für sie eigentlich schon perfekt. Sie wusste nicht, was sie dem noch hinzufügen könnte. Blaise und vor allem Draco, würde sicher noch etwas dazu ein- oder auffallen, was nicht perfekt war. Aber da waren die Beiden vermutlich die Einzigen, die noch etwas zu mäkeln und kritteln hätten.
Schließlich beendete sie ihre Arbeit und machte sich bettfertig. Wollte es zumindest, allerdings hielt sie inne, als ihr Blick auf Dracos Tür fiel. Diese war einen winzigen Spaltbreit offen, sodass sie nicht widerstehen konnte und kurz leise klopfte.
„Draco ?“, rief sie ebenso leise, bekam aber keine Antwort, sodass sie ihren Gryffindor Mut zusammen nahm und die Tür noch ein Stück weit aufschob, um kurz nach ihm zu sehen. Was sie dann aber vor Augen hatte, tat ihr sofort wieder im Herzen weh.
Draco lag zwar im Bett, das allerdings alles andere als ruhig. Hinzu kam, dass sich bereits wieder die ersten leichteren Gegenstände durch den Raum bewegten. Auch glaubte sie eine seltsame Spannung in der Luft zu spüren, von der sie vermutete, dass sie magischen Ursprunges war.
Seine Magie brodelte bereits wieder und es war sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis es erneut zerstörerische Ausmaße annahm. Und diese waren in jedem Fall schädlich für ihn, weshalb sie jetzt ganz zu ihm ans Bett trat und sich auf dem Rand dessen nieder ließ, um ihn zu wecken. Nur gestaltete sich das zunehmend schwierig, denn er reagierte weder auf ihre Rufe, noch auf das sanfte Rütteln oder aber die immer stärker werdenden Schläge auf die Wange. So fest konnte er doch unmöglich schlafen, oder ?
Hermione verunsicherte es maßlos, als sie aus den Augenwinkeln heraus dann noch etwas erfasste, was ihre Konzentration kurz etwas stärker einnahm. Es waren vier kleine Phiolen, die auf dem Beistelltisch lagen. Und alle vier waren leer. Merlin, er hatte doch nicht etwa alle. . .
Geschockt aufgrund dessen, sah sie zurück auf den Blonden, dessen Züge schmerzverzerrt waren. Auch murmelte er sehr leise, wie auch brüchig vor sich hin, sodass Hermione erneut versuchte ihn mit Worten und Gesten zu wecken.
„Es ist alles gut. Draco, wach auf. Es ist nur ein blöder Traum. Es ist nicht echt. Es. . .“ „. . . nein . . . nicht. . . ‘erms . . . hör auf . . . lass sie gehen . . . bitte. . .“, vernahm sie unter seinem brüchigen Gemurmel nun etwas deutlicher und kam nicht umhin, ihn auf die wenigen Worte aus großen Augen anzusehen. Insbesondere aufgrund dieser einen, verlorenen Silbe, die sie bereits ein paar Mal von ihm gehört hatte und von der sie wusste, dass es ein Teil ihres Namens war. So wie es schien, tauchte sie in seinen Albträumen auf die gleiche Art und Weise auf, wie er häufig in ihren. Nämlich in Gefahr durch die Todesser. Und nach allem, was in den letzten Tagen passiert war, nach seinem Geständnis von Samstag, da. . .
Hermione kamen unweigerlich die Tränen, als ihr klar wurde, dass er mehrfach ihretwegen durch die Hölle ging. Im wachen Zustand, wenn er sie sah, da sie ihm seinen Wunsch nicht erfüllen konnte und dann auch noch nachts, wenn ihn diese Dämonen heimsuchten, die er anscheinend vergeblich versuchte zu bekämpfen, damit sie ihr nicht schadeten.
„Oh, Draco“, seufzte sie und ließ sich zu ihm herab. Sie streifte sich die Schuhe ab und legte sich gänzlich neben ihn, wo sie den Blonden in die Arme schloss und fest in diesen hielt. Sein Gesicht nah bei dem ihren, sodass sie nicht anders konnte, als ihm einen kleinen, beruhigenden Kuss auf Wange und Stirn zu hauchen, bevor sie ihm zuflüsterte: „Es ist alles gut. Ich bin hier. Ich bin hier bei dir. Es geht mir gut. Es sind nur Illusionen, hörst du ? Es ist alles gut. Wir sind in Hogwarts. In Sicherheit. Der Krieg und das Todesser-Regime sind vorbei. Niemandem passiert mehr etwas. Und ich. . . Ich pass auf dich auf. Ich bin für dich da. Ich bin bei dir“, hauchte sie ihre letzten Worte und küsste ihn nochmal auf die Stirn, bevor sie seinen Kopf etwas an ihre Brust, in die Halsbeuge drückte und ihm beruhigend durch die Haare strich.
„Sch. Es ist alles gut. Alles gut“, säuselte sie auch weiter beruhigend, hielt ihn fest und strich ihm über den Rücken, was nach und nach, wie sie gehofft hatte, ein wenig seine Wirkung zu tun begann. Er wurde mit der Zeit ruhiger und damit auch seine Magie.
Die Spannungen, die im Raum vorherrschten, lösten sich auf, sodass vollkommene Ruhe einkehrte. Aber auch dann blieb sie bei ihrer Schlange, damit er endlich einmal wieder richtig seinen Frieden fand. Damit er einfach nur schlafen konnte und aus diesem Schlaf vor allem auch Kraft schöpfen konnte.
So kroch sie letztlich ganz zu ihm unter die Decke, den Blonden auch weiter fest in den Armen, und ließ sich ihrerseits vom Schlaf gefangen nehmen.

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Akribisch studierte Dolores die Todesanzeigen im Tagespropheten, fand jedoch wieder nicht was sie suchte. Wen sie suchte, was ja nur heißen konnte, dass der kleine Dummkopf seinen Job noch immer nicht erledigt hatte. Merlin, was war denn so schwer daran, jemanden vielleicht die Treppe runter zu stoßen ? Durch die ganzen Trickstufen und alles, wäre es ja nicht einmal so abwegig, dass da jemand stürzte und sich unglücklicherweise dabei das Genick brach. Oder eben beim Quidditch. Immerhin trainierten die Schüler doch mindestens einmal die Woche. Ein verhexter Besen würde auch sein übriges tun. Wer den Besen verhext hatte, konnte man im Nachhinein nicht mehr wirklich feststellen, also warum tat der Dummkopf nicht, was sie ihm einsuggeriert hatte ? Anscheinend kniff er, wie schon zu Malfoys Verhandlung.
Zwar hatte sie gedacht, dass ihr kleines Druckmittel helfen würde, denn so hatte er sich ja auch für die Verhandlung ködern lassen. Offensichtlich aber war sein Interesse an der Hexe letztlich doch nicht groß genug, als dass er bereit war, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Ob sie ihn nochmal kontaktieren sollte ? Viel würde es allerdings nicht bringen nach ihrem Gedächtniszauber. Zumal sie keinen Wert darauf legte, doch noch irgendwie gesehen zu werden oder überhaupt weiter selbst in Aktion treten zu müssen.
So wie es aussah, blieb ihr am Ende aber dennoch nichts anderes übrig, als sich selbst um das Malfoy Problem zu kümmern. Zwar schien Blondie bis jetzt noch nicht geplappert zu haben, andernfalls stünden bereits die Auroren bei ihr auf der Matte. Dennoch wollte sie nicht das Risiko eingehen, dass es irgendwann dazu kam und ihm ihre Berichte wieder in den Sinn kamen.
Sie hatte zu hart auf alles hingearbeitet, als dass sie sich das jetzt von dem kleinen Malfoy nehmen lassen würde. Soweit kam es noch ! Nein, nein. Risiken gehörten ausgemerzt. Das war schon immer ihre Devise. Nur wie bekam sie dieses Risiko beseitigt ? Nicht nur ihn, sondern sicherheitshalber auch die Hexe, denn die würde zweifellos rumschnüffeln. Soweit durfte sie es nicht kommen lassen. Also ? Wie bekam sie die Beiden am effektivsten und unauffälligsten entsorgt ?
Sie selbst kam nicht ins Schloss und irgendjemanden aus diesem, konnte sie auch nur bedingt einspannen. Wie sehr sie sich letztlich auf diesen Dummkopf verlassen konnte, sah sie ja. Zumal dann noch immer das Problem mit der Gryffindor blieb. An dieses verfluchte Mädchen heranzukommen war noch schwerer, als an den Juniortodesser. Hogsmeade war zudem der einzige Angriffspunkt, der ihr derzeit zur Verfügung stand. Nur konnte sie sich schlecht unentwegt im Dorf aufhalten und darauf hoffen, dass die Beiden in diesem auftauchten. Allerdings gab es bestimmte Lokalitäten, die die Schüler an den Wochenenden eigentlich immer aufsuchten.
Vielleicht . . . ja, vielleicht sollte sie es dem kleinen Malfoy einfach gleich tun und jemanden mittels Imperius dazu bringen, ihr Bericht zu erstatten. Dann wäre sie im Bilde, wenn sich ihr eine Möglichkeit dazu bot, ihm den Garaus zumachen. Dazu aber galt es allerdings noch ein paar Vorbereitungen zu treffen. Schließlich wollte sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

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Hier zur Abwechslung mal wieder etwas vom Zeichenbrett.
Eins meiner Lieblingsbilder von der wundervollen CaptBexx.
Ich kann jedem HP und Draco Fan ihre Galerie nur wärmstens ans Herz legen.

http://captbexx.deviantart.com/art/Sleeping-Dramione-405077089


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