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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Quidditch: Slytherin vs. Hufflepuff

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Als Hermione am nächsten Tag aufwachte, fand sie sich plötzlich ihrerseits in Dracos Armen wieder, die sich fest um ihre Taille schlangen. Das Gesicht hatte er noch immer etwas in ihrer Halsbeuge vergraben, was sie ein wenig wehmütig lächeln ließ, bevor sie den Blick über seinen verwuschelten Schopf auf den Wecker legte.
Hermione traf fast der Schlag als sie sah, dass es bereits weit nach 10:30 Uhr war. Allem Anschein nach aber, hatte nicht nur Draco nachhaltig Ruhe gebraucht, sondern auch sie selbst. Und was das anging . . . nun. . . Es war die erste Nacht seit dem Desaster der vergangenen Woche, in der sie selbst albtraumfrei hatte schlafen können. Und, bei Merlin, sie wusste warum das so war. Sie wusste, dass es die Nähe zu Draco war, die ihr so sehr half. Die sie so tief beruhigte, womit sie wieder zu ihm sah und ihm ein wenig durch die Haare strich. Kurz darauf kuschelte sie sich selbst etwas in seinen Schopf. Und das recht bedrückt.
Sie würde sonst was dafür geben, dass sie wieder normal miteinander umgehen konnten. Dass ihr Verhältnis wieder so wurde, wie es vor seinem Geständnis war. Es war so viel besser für sie beide, auch wenn es Draco im Moment noch schwer fiel, ihr wieder gegenüberzutreten. Warum verstand sie. Keine Frage. Und sie wollte ihn jetzt auch nicht irgendwie in die Ecke drängen oder dergleichen, weswegen sie sich letztlich behutsam von ihm löste.
Auch wenn er sie im Unterbewusstsein bei sich haben wollte, hieß das noch lange nicht, dass er im wachen Zustand glücklich darüber war, sie in seinem Bett vorzufinden. So rappelte sie sich gänzlich auf, ließ ihren Blick dann aber nochmal etwas über seine Züge wandern, die auch wieder etwas mehr Farbe bekommen hatten.
Am Ende konnte sie dem leisen Reiz auch nicht widerstehen und hauchte dem Blonden noch einen kleinen Kuss auf die Stirn. Bevor sie endgültig ging, behob sie nur noch rasch das kleine Durcheinander, welches seine Magie am Abend bereits angerichtet hatte. Bis auf ein paar Bücher und Pergamentrollen, war soweit aber alles in Ordnung. Fast. Sie entdeckte das Bild, ihr Bild, auf dem Boden neben dem Nachttisch, was sie zur Hand nahm und kurz traurig betrachtete, bevor sie es zurück an seinen Platz stellte und lautlos sein Zimmer verließ.
Gut eine halbe Stunde später regten sich dann aber auch bei dem Blonden wieder verstärkt die Lebensgeister, der dennoch etwas müde vor sich hin blinzelte und recht erschlagen auf den Betthimmel über sich starrte. Er konnte nicht sagen, ob ihn diese komische Erscheinung, die er unten am See erneut getroffen hatte, noch zusätzlich ärgern oder ihn in eine bestimmte Richtung schubsen wollte. Vielleicht beides.
So hatte er diese Nacht nur anfangs von den Dingen geträumt, die er so lange so sehr gefürchtet hatte und stellenweise trotz allem auch noch immer fürchtete. Dass Lucius von allem erfuhr, die Gryffindor in die Hände bekam und ihr grauenvolles antat. Dass er dem tatenlos zusehen musste. Unfähig ihr irgendwie zu helfen. Sie zu schützen. Es war grauenvoll.
Diese Ängste und Vorstellungen aber hatten sich irgendwann, irgendwie aufgelöst. Stattdessen hatte er von der Hexe geträumt, wie er zusammen mit ihr auf dem Ball tanzte. Nicht nur als Schulsprecherpaar, sondern eben richtig als Paar. Er hatte sie geküsst und sie hatte seinen Kuss lächelnd erwidert, bevor sie sich verstärkt an ihn geschmiegt hatte. Sie hatten den ganzen Abend so getanzt, bis sie später, sehr viel später, die Feier verlassen hatten. Hermione war von allem dann schon so erschöpft gewesen, dass er sie das letzte Stück bis in ihren Turm getragen hatte, wo sie sich auch weiter an ihn gekuschelt und seinen Hals und Nacken mit zärtlichen Küssen bedeckt hatte. Er war dann mit ihr in seinem Zimmer verschwunden, hatte sie hin- und sich dann zu ihr gelegt, wo er sie schlussendlich fest in die Arme genommen hatte, um sie nie mehr gehen zu lassen.
Es war ihm so real, dass er sogar jetzt noch glaubte ihren Duft in seinen Kissen wahrzunehmen, über die er wehmütig strich. Aber das würde auch in Zukunft nur noch eine Wunschillusion bleiben. Sie würde nicht mehr zu ihm kommen, selbst wenn sie wieder zu einer normalen Basis zurückfanden. Sie würde sich dann dennoch nicht zu einem Typen legen, der mehr wollte als sie gewillt war ihm zu geben. Sie würde sich unwohl dabei fühlen, wenn er sie dann vielleicht in die Arme nahm, um einfach nur mit ihr zu kuscheln, dessen war er sich sicher. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sie das nach seinem blöden Geständnis wollen würde. Davon aber mal abgesehen, bekam er es im Augenblick ja noch nicht mal hin, ihr auch nur für fünf Sekunden in die Augen zu sehen, ohne, dass er innerlich vor Schmerz zerging.
Was diese Sache betraf, dass musste er allmählich irgendwie wieder in den Griff kriegen. Was das anging, da hatte der kleine Teufel von gestern Recht, wie ja auch Blaise und Charlie. Das war kein Zustand für die Ewigkeit. Er musste da irgendwie einen Kompromiss finden und sich zusammenreißen, auch wenn es schwer war. Alles aber wollte er nicht verlieren. Er wollte sie nicht gänzlich verlieren. Die Verbindung zu ihr, womit er sich aufrappelte, um zu duschen. Dabei huschte sein Blick kurz über das Bild auf seinem Nachttisch. Hatte er das nicht in seinem Schieber verstaut ?
Vermutlich aber hatte es durch seine Magie den Weg zurück ins Freie gefunden und Dobby hatte es beim allmorgendlichen Aufräumen einfach nur an seinen ursprünglichen Platz gestellt. Er überlegte so dann auch kurz, es wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen, damit er es nicht sah. Nicht sah, was er nicht mehr hatte, entschied sich dann aber dagegen.
Er musste lernen die Dinge zu akzeptieren wie sie waren und sie nicht wegzuschließen. Das Gleiche galt irgendwo sicherlich auch für seine Ängste, die sein magisches Erbe über die Maßen beherrschten. Ihn beherrschten. Dem galt es genauso einen Riegel vorzuschieben. Die Frage war hier nur nach wie vor wie ?
Vielleicht sollte er sich doch mal mit Blaise und Charlie zusammensetzen. Irgendwie. Damit verschwand er unter der Dusche, um sich für den Tag fertigzumachen und für das Spiel einzustimmen. Eines, was richtig unangenehm werden würde, nahm er sich allein das Wetter was draußen herrschte. Der Himmel war mal wieder mit dicken, tiefdunklen Wolken verhangen, die im Laufe des Tages sicher noch ihre Schleusen öffnen würden.
Unten im Wohnzimmer traf er dann überraschend auf Hermione, die es sich im Sessel gemütlich gemacht hatte und in einem Buch las. Dachte er zumindest. Wirklich auf den Inhalt aber konnte sie sich nicht konzentrieren, da ihr Draco auch weiter verstärkt im Kopf herumgeisterte. Zu dem Blonden sah sie dann auch, als sie ihn hörte.
„Hey“, meinte sie einfach nur, was er matt erwiderte. „Hey.“ „Wollen wir essen gehen ?“, erkundigte sie sich, kaum dass sie ihr Buch beiseite gelegt hatte. Draco aber nickte nur stumpfsinnig und folgte ihr runter in die Große Halle. Dort saßen ihre Freunde bereits beisammen. Ginny extra demonstrativ in den Slytherinfarben. Sehr zu Blaise’ Freude, der ihr zudem auch seinen Schal überlassen hatte. Als der Dunkelhäutige seinen Freund sah, grinste er durchtrieben.
„Ich hoffe du bist in Siegerlaune ? Für die Party steht schon alles bereit. Auch was zum Anstoßen“, grinste Blaise und handelte sich dafür einen warnenden Blick von Hermione ein. „Ich hoffe mal du sprichst ausschließlich von Butterbier.“ „Immer doch“, grinste er nun die Löwin an, die es mit einem leicht angesäuerten Blick hinnahm, dass er vermutlich wieder Merlin wusste wie viele Flaschen Whiskey ins Schloss geschmuggelt hatte. Sie fragte sich manchmal echt, wo die Schlangen das Zeug ständig herbekamen ? Blaise musste doch einen geheimen Lieferanten haben. Vermutlich einen, der in der Küche arbeitete, ein Geschirrtuch trug, große Ohren und große Augen hatte.
„Gut zu wissen“, murmelte Draco wiederum und stellte sich etwas zu Essen zusammen. Nach dem Mittag kassierte Blaise Draco dann auch gleich ein, da er noch eine Teambesprechung abhalten wollte. Zeit, die Ginny nutzte und sich bei Hermione unterhakte, die erstmal wieder in ihren Turm schlich, um sich etwas Wärmeres zum Anziehen zu suchen, da es draußen bereits verstärkt zu winden und leicht zu regnen begonnen hatte. Im Zimmer der Löwin warf sich Ginny auf die Couch und hatte zudem ein Auge auf die Kleiderwahl ihrer Freundin.
„Hast du dich jetzt mal mit Draco ausgesprochen ?“, erkundigte sie sich nebenher, als ihr mal wieder die beiden Blumensträuße des Blonden ins Auge fielen, die noch immer nicht verblüht waren. Eindeutig verzaubert. Hermione wiederum kam mit einem ebenfalls grünen Pullover und ihrem schwarzen Mantel, den sie noch rasch wasserabweisend hexte, wieder zum Vorschein.
„Etwas. Er hat mir gesagt, wie er sich fühlt und alles. Dass er etwas Zeit braucht, wie du gesagt hast, was ich ja auch verstehe. Es ist nur. . .“, hob sie ergeben die Hände und ließ sich letztlich resigniert auf ihrem Bett nieder. „Die ganze Situation wird deswegen trotzdem nicht besser. Ich finde es furchtbar, dass er mir so aus dem Weg geht“, murmelte sie bedrückt und sah auf ihren Pullover, an dem sie gedankenverloren ein paar Fussel abzupfte. Ginny indes erhob sich und nahm stattdessen neben ihr Platz, wo sie Hermione tröstend über den Rücken strich.
„Ich will nicht, dass es ihm schlecht geht. Ich mein. . . Er hat so schon mehr als genug durchgemacht und zudem auch noch mit den Dingen, die erst kürzlich waren zu kämpfen. Mit seinen Albträumen und alles und jetzt noch das“, warf sich Hermione bitter vor, worauf Ginny sie etwas mehr zu sich in die Arme nahm. Ihr Blick fiel zwischenzeitlich auf die Blumen, wo die weiße Rose, in ihrem welken Zustand, im Moment noch verlorener, noch deplatzierter wirkte, als ohnehin schon, was Ginny dann auch mal behutsam zur Sprache brachte.
„Hermione, hör mal. Ich versteh ja, dass du das mit Ben nicht aufgeben willst. Wirklich. Aber so wie es scheint. . . Na ja, offensichtlich verliert der Zauber seine Wirkung. Warum auch immer und. . . Vielleicht solltest du ihn loslassen und aufhören einem vermutlich nicht mehr existierenden. . .“ „Hör auf“, schniefte Hermione ihr jedoch dazwischen. Kurz darauf machte sie sich los und sah Ginny den Tränen nahe an.
„Er lebt noch. Das weiß ich.“ „Mione. . .“ „Nein. Ich will das nicht hören. Ich will mir nicht noch verstärkt um ihn Gedanken machen müssen. Das mit Draco ist schon schlimm genug.“ „Das mein ich doch. Dir tut das mit Draco doch schon so weh. Ihr seid deswegen beide unglücklich und leidet beide darunter und. . . Willst du dir das nicht doch nochmal überlegen ? Du empfindest etwas für Draco. Etwas Spezielles. Das weißt du genauso gut wie ich. Und wenn du nochmal mit ihm darüber redest, ich bin mir sicher, er würde dich nach wie vor wollen und fest in die Arme nehmen“, versuchte Ginny ihr gut zuzureden und Mut zu machen. Hermione aber schüttelte bitter mit dem Kopf und sah etwas ausdruckslos vor sich hin.
„Hör auf dich selbst unglücklich zu machen“, appellierte Ginny weiter, worauf die Löwin ein wenig gequält zu ihr sah. „Findest du das nicht ein bisschen schäbig ?“ „Was meinst du ?“ „Erst verletze ich Dracos Gefühle und stoße ihn vor den Kopf, weil ich auf einen anderen warte. Und jetzt, wo ich meinen Prinzen nicht bekomme, nehme ich Draco als zweite Wahl ? Denkst du nicht, dass das noch mieser ist ? Dass ich ihn damit noch mehr kränke, als ohnehin schon ?“ „Ach Mione“, seufzte Ginny, die das Dilemma ein wenig verstand, dennoch blieb sie dabei.
„Draco hätte dafür sicher Verständnis. Und es muss doch nicht sein, dass ihr beide unglücklich bleibt, wegen etwas verletztem Stolz. Sei es nun deiner oder der von Draco. Hermione, bitte. Tu euch das nicht noch länger an wegen . . . wegen nichts ! Wegen etwas, jemand, den es nicht mehr gibt !“, sprach sie die schlimmste Möglichkeit nun deutlich aus, was Hermione doch noch die Tränen aus den Augen trieb, bevor ihr Blick auf die Rose fiel, die nur noch vor sich hinzuvegetieren schien.
„Du irrst dich. Er lebt noch. Ich weiß es“, murmelte sie, worauf Ginny seufzte und sich schließlich erhob. „Lass uns runter gehen. Das Spiel fängt in einer halben Stunde an“, meinte sie matt. Geschlagen. Hermione wiederum nickte und zog sich ihren Pullover und Mantel über. Im Anschluss verpasste sie ihrem Gryffindorschal noch eine kleine grün-silberne Färbung, bevor sie sich mit Ginny auf den Weg zum Quidditchfeld machte, um die Schlangen gegen den Rest der Schule anzufeuern.
Auf ihrem Weg dahin begegneten sie Harry, Luna, wie auch Sally, die ihre Schals ebenfalls farblich etwas auf Slytherin getrimmt hatten. Begleitet wurden sie zudem von Neville und Dean, die sich neutral hielten. Unten am Haupteingang vergrößerte sich die Truppe noch um Astoria, die lächelnd zu Harry trat, der ein wenig schüchtern ihre Hand nahm, wie auch Theodore, Tracey und Charlie. Zusammen begaben sie sich, mit den jüngeren Slytherins, die nur ein paar Schritte hinter ihnen blieben, runter zum Stadion. Dort verschwand Luna in der Kommentatorenkabine, machte aber keine Anstalten ihren Schal abzulegen. Minerva nahm es mit einem kleinen Schmunzeln zur Kenntnis, wenngleich sie innerlich ein kurzes Stoßgebet losschickte, dass die Ravenclaw das Spiel diesmal reifer kommentierte, als vor zwei Jahren.
Die Freunde wiederum fanden sich in der Slytherinkurve ein, die sehr, sehr leer war, was kein Wunder war, da ja ohnehin nur noch an die 30 Slytherin Schüler in Hogwarts waren. Und von denen standen ja auch noch sieben unten auf dem Spielfeld. Ein ziemlich deprimierender Anblick, wenn man sich im Gegenzug die, trotz des nasskalten Wetters, übervollen Ränge der anderen drei Häuser besah. Diese hatten sich zum Großteil komplett auf Gelb eingeschossen und so schon entsprechende Transparente aufgehängt, über die sie ihre Schlachtrufe verlauten ließen, um Hufflepuff anzufeuern.
Harry besah es sich missmutig, zumal einige der Spruchbänder mehr als grenzwertig waren, wie zum Beispiel: GO Hufflepuff ! Haut das dreckige Schlangenpack von den Besen, und ähnliches. „Das wird richtig hässlich werden“, murmelte Harry, zu dem Ginny kurz sah, bevor ihr Blick verstärkt durch das Stadion glitt und sie wütend die Augen zusammen kniff, als auch sie einige der fiesen Spruchbänder las. Schließlich zückte sie ihren Zauberstab und trat an die Balustrade, die sie so zu verhexen begann, dass sich dort ebenfalls ein paar grüne Transparente, mit silbernem Schriftzug entrollten. Slytherin, wir wollen euch siegen sehen !!! 100 Punkte für Slytherin !!! und was ihr nicht noch alles auf die Schnelle einfiel.
Schließlich aber öffneten sich die Katakomben und die beiden Teams traten, mit Madam Hooch an ihrer Spitze, auf das aufgeweichte, vom Dauerregen bereits völlig verschlammte, Spielfeld. Kurz darauf trafen sich die Kapitäne in der Mitte.
„Auf ein faires Spiel. Möge das bessere Team gewinnen“, meinte Madam Hooch, worauf sich die beiden Kapitäne die Hand gaben. Smith allerdings konnte es nicht lassen und drückte Blaise’ Hand mit aller Kraft, die er hatte zusammen. Blaise ließ es jedoch vollkommen kalt, weshalb Zacharias noch meinte: „Ich hoffe, ihr habt schon einen Trauerflor bestellt. Wir werden euch nämlich unangespitzt in den Boden rammen.“ „Träum weiter“, erwiderte Blaise und drückte nun seinerseits bestialisch zu, sodass sich Smiths Gesichtszüge kurz schmerzlich verzogen, was Blaise ein gehässiges Grinsen entlockte.
„So macht man das“, meinte er nur noch und erntete ein Schnauben, bevor sich Smith angepisst los riss und Blaise anfauchte: „Dein überhebliches Gegrinse wird dir noch vergehen. Euch allen, wenn wir euch platt gemacht haben !“ „Hast du gerade was gesagt ? Irgendwie kam nur heiße Luft bei mir an“, höhnte Blaise weiter, bevor er sich umdrehte und zu den anderen schlich. Hinter sich hörte er Smith zwar noch keifen, allerdings ging es in Lunas erstem Kommentar gänzlich unter.
„Da scheint es bereits die ersten Reibereien noch vor dem Anpfiff zu geben. Zabini bleibt jedoch vollkommen gelassen und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Vorbildlich“, lobte sie Blaise und wurde dafür vom Rest des Stadions ausgepfiffen. Luna aber ignorierte es genauso, wie Blaise die Anfeindungen von Smith.
Schließlich gab Madam Hooch die Bälle frei, sodass bereits nach wenigen Minuten ein rasantes Spiel in der Luft tobte. Und in diesem sahen die Dachse von der ersten Sekunde an keinen Stich. Blaise, Daphne und Malcolm spielten sie grandios aus und bekamen dabei von Preston und Channing rigoros den Rücken freigehalten.
„. . . und wieder Zabini mit dem Quaffel, spielt sich geschickt frei und lässt damit Finch-Fletchley und Robertson erneut alt aussehen. Kurzer Pass zu Greengras, die den rechten Ring im Visier hat, wirft und. . . Hah ! Bluff. Linker Ring. Wieder 10 Punkte für Slytherin. Damit steht es nach 15 Minuten 80 zu 0 für die Schlangen !“, kommentierte Luna begeistert, während es im restlichen Stadion, von der kleinen Slytherinkurve abgesehen, nach den ersten Buhrufen, immer ruhiger wurde.
„LOS BLAISE ! ZEIGT ES IHNEN !“, brüllte Ginny mit Feuereifer durchs Stadion, sodass sie hinterher vermutlich heiser war, während Harry, mehr als überrascht, den Spielzügen der Schlangen folgte. Da würde noch gehörig was auf ihn und sein Team zukommen, wenn sie ihr Spiel gegen die Schlangen hatten. Zwar war das noch nie einfach gewesen, allerdings waren die Schlangen in ihrer Spielweise früher immer vorhersehbar gewesen. Kalkulierbar. Das jetzt war etwas völlig anderes, als die letzten Jahre. Den Pokal würden sie sich nicht so einfach sichern können. Er würde den Schnatz so schnell wie möglich fangen müssen, damit sie mit diesen Punkten gewannen. Nur hieß es dafür Draco auszutricksen. Hatte in all den Jahren zwar immer geklappt, allerdings war es im Dritten und Fünften auch nicht gerade ein Spaziergang gewesen. Der Blonde hatte mit jedem Spiel aus seinen vorherigen Fehlern gelernt. Allen voran aus seiner Überheblichkeit aus dem Zweiten.
So legte Harry den Blick nun auch nach oben, als es von Luna triumphierend tönte: „. . . und Zabini macht die 100 voll ! Hufflepuff findet nicht wirklich ins Spiel und sieht den Slytherinjägern auch weiterhin hilflos, wie auch völlig planlos hinterher. . .“ „Irre“, vernahm Harry dann noch Neville neben sich, der fasziniert dem Spiel folgte und schließlich zu Harry sah.
„Hast du dafür ein Rezept ?“, deutete er ihm auf die neue Angriffsformation, die Blaise gerade mit Daphne und Malcolm flog. „Im Moment nicht wirklich. Und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich erleichtert oder beunruhigt sein soll, dass wir unser letztes Spiel gegen die Schlangen haben. Wenn Blaise die Sache noch weiter hoch dreht, könnten wir ziemlich alt aussehen. Wir. . .“ „. . . böses Foul von Robertson !“, unterbrach Lunas Stimme dann aber Harry, der sich damit wieder auf das Spiel konzentrierte und so noch sah, wie Daphne gefährlich ins taumeln geriet und Mühe hatte, sich auf dem Besen zu halten. Blaise war dann aber gleich da und gab ihr eine kurze Stütze, sodass sie wieder richtig Halt fand. In der Zeit aber hatten sich die gegnerischen Jäger den Quaffel geschnappt und rasten auf Alvena zu, die mit ihrem Besen im Zickzack vor ihren Ringen hin und her flog. Den Blick hochkonzentriert auf die Angreifer gerichtet, die einen Doppelpass versuchten. Alvena aber ahnte die richtige Ecke und pfefferte den Quaffel mit dem Besenschweif zurück ins vordere Spielfeld.
„. . . Glanzparade von Teagan, die nach knapp einer halben Stunde auch mal aktiv am Spiel teilnehmen darf. Baddock fängt den Quaffel und setzt mit Greengras und Zabini zu einem erneuten Angriff an. Sind das die nächsten 10 Punkte für Slytherin ?“, mutmaßte Luna, bei der man das breite Grinsen auf ihren Zügen recht deutlich heraushörte.
„LOS ! LOS ! LOS !!!“, brüllte Ginny wieder, die noch immer ganz vorn an der Brüstung stand und inzwischen klatschnass war, denn der leichte Nieselregen hatte zugenommen und entwickelte sich immer mehr zu einem Wolkenbruch. Die Gryffindor aber störte sich nicht daran, als das Slytherin Dreiergespann direkt an ihrer Kurve vorbei donnerte und ihr dadurch die nassen Haare ins Gesicht klatschten.
„BLAISE !“, schrie sie ihrem Freund nach, der tatsächlich noch die Zeit fand, ihr einen schnellen, feist grinsenden Blick zuzuwerfen, bevor die drei Jäger in einem raschen Kombinationsspiel den Quaffel unter sich hin und her warfen, sodass die Angreifer immer den Falschen anpeilten und letztlich erneut zurückfielen, womit Luna Recht behielt und es die nächsten 10 Punkte hagelte.
Von all dem bekam Hermione nicht wirklich etwas mit, da ihr Blick eisern an dem Blonden klebte, der noch immer ruhelos, zusammen mit dem Hufflepuff Sucher, Duncan, seine Kreise hoch über dem Stadion zog. Keiner von Beiden hatte den Schnatz bis jetzt aber entdeckt, was bei dem Wetter nicht weiter verwunderlich war. Wie sollte man in der grauen Pampe auch ein walnussgroßes Goldbällchen ausmachen ?
Hermione hoffte inständig, dass das Spiel bald ein Ende fand. Nicht wegen des Wetters oder weil sie es langweilte. Nein, sie hatte einfach ein viel zu flaues Gefühl im Magen. Unruhe. Ihr behagte es nicht, dass Draco so weit oben flog. So weit vom sicheren Boden entfernt. Als Sucher musste er das zwar, aber nach allem, was die letzten Wochen passiert war, nicht zuletzt eben auch der Angriff auf Blaise, als die Jungs ihr Training hatten, verunsicherte sie maßlos. Da half ihr auch der Gedanke nicht, dass Tonks mit Dippet und Remus, der jetzt am Wochenende frei hatte, die Gänge und Tribünen ablief und sich nach Verdächtigen umsah, die das Spiel stören könnten.
In Hermiones Augen waren diese Maßnahmen ein Witz, in Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen hier waren. Wie viele Zauberstäbe auf Draco gerichtet sein könnten, um ihn vielleicht vom Besen zu holen, weswegen Hermione ihren eigenen die ganze Zeit fest bei der Hand hatte, um notfalls sofort reagieren zu können, da es schlichtweg unmöglich war, einen Angreifer frühzeitig auszumachen. Im ersten Jahr hatten sie sich ja auch völlig vertan, als sie dachten Snape hätte Harrys Besen verhext. Derweil war es Quirrell.
„. . . wieder Foul. Diesmal von Finch-Fletchley, der äußerst brutal in den Zweikampf mit Baddock ging. Nun gibt es auch ermahnende Worte von Madam Hooch, das Spiel sauber zu halten. Fletchleys Gesichtsausdruck nach scheint es ihm egal zu sein“, meckerte Luna, als auf einmal Draco im Sturzflug an ihrer Kabine vorbei schoss, dem kurz darauf, etwas verdutzt, Duncan folgte.
„. . . Whuo ! Was für ein Sturzflug. Offensichtlich hat Malfoy den begehrten Schnatz entdeckt. Ich seh ihn leider nicht, was anscheinend auch auf den gegnerischen Sucher Duncan zutrifft, der etwas ziellos die Verfolgung Malfoys aufgenommen hat und. . . Wieder Foul !“, unterbrach sich Luna selbst, als sie aus den Augenwinkeln sah, das Robertson und Miller Daphne gefährlich einkeilten, die gerade den Quaffel bei der Hand hatte, durch den Druck der beiden Jäger, diesen aber loslassen musste, da sie sonst Gefahr gelaufen wäre vom Besen zu segeln.
„Das darf doch nicht wahr sein !“, schimpfte Charlie, der inzwischen, wie Ginny und Hermione, die bei Dracos Sturzflug vorgeprescht war, an der Balustrade ihrer Kurve stand. „Die werden immer brutaler !“, empörte sich Ginny, während Charlie angesäuert mit dem Kopf schüttelte.
„Verzweiflung. Sie wissen sich nicht mehr anders zu helfen“, vermutete er, was auch Luna durch den Kopf ging, die dementsprechend auch noch ihren Senf dazu gab. „. . . Hufflepuff spielt immer kopfloser und geht zudem zu ziemlich rauen Methoden über. Offensichtlich sehen sie kein anderes Mittel mehr, als ihren überlegenen Gegner mit miesen Fouls zu attackieren. Slytherin aber stellt sich wacker den feigen Angriffen. . .“
„LOS, DRACO ! MACH DEN SACK ZU !“, brüllte Ginny derweil dem Blonden nach, der, wie zuvor Blaise, in einer scharfen Kurve an ihr, Hermione und Charlie vorbei schoss. Gut sieben Meter hinter ihm, Duncan, der es nicht schaffte auf Draco aufzuschließen, an dem Hermiones Blick nun wieder klebte, während das Spiel auch weiter von Blaise und seiner Truppe überragend dominiert wurde, die sich zudem die nächsten Punkte holten.
„. . . 130 zu 0 !“, tönte Lunas Stimme beim nächsten Treffer begeistert durchs Stadion, welches beinahe komplett verstummt war, ließ man den kleinen Pulk in der Slytherinkurve, allen voran Ginny, außer Acht. Die brüllte sich auch weiter die Seele aus dem Leib und lehnte sich in ihrem Übermut zudem gefährlich über die Brüstung, von der Charlie sie einmal rasch zurückziehen musste.
„Hoppla“, krächzte sie bereits etwas heiser und grinste Charlie verlegen, aber auch dankbar an, der nur mit dem Kopf schüttelte, ihr dann aber auch ein schiefes Grinsen zukommen ließ. Ginny war und blieb eben Quidditchverrückt. Kurz darauf widmete sie sich dann auch wieder komplett dem Spiel und verfolgte, wie schon Hermione die ganze Zeit, nun auch Draco erneut, der knapp fünf Meter über dem Boden hinweg schoss und sich noch stärker auf seinen Besen drückte, um noch mehr Speed aus diesem herauszuholen.
„Ich seh ihn !“, quiekte Ginny vergnügt, als sie nun auch den Schnatz erblickte, der kaum zwei Meter vor Draco flog. Der Blonde kam diesem dann auch immer näher. „HOL IHN DIR, DRACO !“, schrie sie dem Blonden hinterher und schlug wie eine Blöde mit der flachen Hand auf die Balustrade, als ob sie ihm so zu noch mehr Geschwindigkeit verhelfen konnte.
„LOS, LOS, LOS !!!“ „. . . Wieder 10 Punkte. 140 zu 0 !“, donnerte dann auch Lunas Stimme abermals durchs Stadion, während sich ein Großteil der Aufmerksamkeit aller auf den Blonden legte, der kurz davor war das Spiel mit den abschließenden, zusätzlichen 150 Punkten zu beenden.
Was niemand ahnte oder gar sah, Draco am allerwenigsten, der bis auf den Schnatz alles um sich herum ausgeblendet hatte, war der Klatscher, der scheinbar aus dem Nichts auf ihn zuschoss und den Blonden wie eine Abrissbirne von hinten ins Kreuz traf, gerade als er die Hand nach dem kleinen Goldball ausstreckte. Zeitgleich machte Blaise den fünfzehnten Treffer, den Luna gerade noch kommentieren wollte, dann aber fast an ihren Worten erstickte, als sie sah, was sich auf dem anderen Teil des Spielfeldes abspielte.
„. . . und das sind die Hundertfünf- . . . DRACO !“, schrie sie geschockt, als der Blonde getroffen mit seinem Besen ins Trudeln geriet und letztendlich drei Meter über dem Boden gänzlich abstürzte. Durch den Schwung, den er von seinem Flug noch drauf hatte, überschlug er sich mehrmals, bevor er regungslos auf dem verschlammten Boden liegen blieb. Zeitgleich bildete sich nicht nur auf einem Gesicht im Stadion ein hämisches, zufriedenes Grinsen.
„NEIN !“, schrie Hermione, mit schreckensgeweiteten Augen, während Ginny sich geschockt die Hände über den Mund schlug. Charlie wiederum stürzte, dicht gefolgt von Hermione, von den Tribünen runter aufs Feld. Blaise bemerkte den Sturz seines Freundes nur eine Sekunde später, als er noch halb im euphorischen Freudentaumel, über seinen erneuten Treffer war.
„Scheiße, nein. DRACO !“, brüllte auch er und setzte seinerseits zum Sturzflug an, sodass der Rest der Schlangen ebenfalls inne hielt und auf den Boden starrte. Die Jäger Hufflepuffs wiederum starteten einen neuen Angriff auf die Torringe der Schlangen, als Madam Hooch endlich das Spiel unterbrach, wo Fletchley tatsächlich noch die Dreistigkeit hatte, über die Unterbrechung zu meckern. Oben in der Kommentatorenkabine starrte Luna noch kurz unter Schock auf das sich ihr bietende Bild, bevor auch sie aus der Kabine stürzte.
„Miss Love-. . . LUNA !“, rief McGonagall ihr zwar noch nach, doch die Blonde hörte nicht, sondern suchte sich, wie auch der Rest der Freunde, eiligst einen Weg nach unten, wo Blaise als erster bei Draco aufschlug. Kurz darauf folgte Madam Hooch, die ihn harsch anfuhr: „Nicht bewegen !“, worauf Blaise zusammenzuckte, denn er hatte seinen Freund gerade auf den Rücken drehen wollen. Auf die Warnung aber zog er die Hände rasch zurück und sah panisch auf die drahtige Hexe, die sich neben seinem Freund in den Schlamm kniete, um nach ihm zu sehen.
„Jemand muss Poppy holen“, sah sie kurz darauf zu Blaise, der sich sofort seinen Besen schnappte und davon zischte. Kaum dass er weg war, schlugen auch schon Charlie und Hermione unten auf, die auf dem morastigen Untergrund nur wankend voran kamen, sich dann aber dennoch erfolgreich zu Draco vorkämpften. Charlie bereits mit seinen Stab in der Hand, den Madam Hooch noch zurückhalten wollte, die er aber anfauchte: „Ich weiß was ich tue !“ und sich im Kommenden ganz auf seine Zauber konzentrierte. Hermione kniete neben ihm und blickte angsterfüllt auf die reglosen Züge des Blonden, dem sie mit zitternden Fingern ein paar der klatschnassen Haare aus den Augen strich.
„Draco ? Wach auf. Mach die Augen auf. Bitte, mach die Augen auf“, begann sie verzweifelt zu schluchzen, als Daphne hinter ihr landete und sich zu ihr sinken ließ. „Sch“, hauchte sie nur und zog die Löwin zu sich. „Charlie macht das schon“, flüsterte sie beruhigend, worauf Hermione den Kopf zitternd kurz zu ihr neigte. Daphne aber zwang sich ein Lächeln auf die Lippen, was ihre eigene Verunsicherung jedoch nicht kaschieren konnte. Hermione sah es in ihren Augen. Sorge, gleichermaßen wie Angst, worauf sie selbst wieder auf ihren Freund blickte, dem sie sehr, sehr vorsichtig über die Wange und damit den Dreck etwas beiseite strich.
Zwischenzeitlich erschienen immer mehr Personen unten auf dem Spielfeld. Neben den Freunden und Blaise’ Team, kamen dann auch noch Minerva, Tonks, Remus und Allan dazu, die dem aufkommenden Trubel versuchten Herr zu werden. Mittendrin ploppte es dann einmal kurz und Madam Pomfrey erschien mit Dobby an der Hand zwischen den Freunden. Allerdings verschwendete sie keine Zeit auf die Anwesenden, sondern tat wozu sie da war und ging Charlie zur Hand. Nur etwas später hatten sie Draco sicher auf einer Trage liegen, mit dem Dobby als erstes verschwand, bevor er nur Sekunden später zurück kam, um Madam Pomfrey und Charlie zu holen.
Mit dem Verschwinden der Drei, machten sich dann auch die Freunde rasch auf den Weg zurück ins Schloss in den Krankenflügel. Das Spiel war für sie vergessen, wenngleich Madam Hooch dennoch das Ergebnis dessen mitteilte, bevor sie ebenfalls den Platz verließ.

۩ ۞ ۩


Geschlagen und frustriert begaben sich die Dachse nach und nach wieder ins Schloss. Etwas abgeschlagen das Team der Hufflepuffs, die noch eine Weile gleichermaßen fassungslos, wie auch wütend in ihrer Kabine verweilt hatten.
So hatten sie sich das Spiel echt nicht vorgestellt. Es war für sie noch immer unbegreiflich, wie die Schlangen ihr Team so hatten ausspielen und vorführen können ? Bis auf Zabini und Malfoy, waren es immerhin alles Frischlinge, die sie da im Team hatten und trotzdem hatten sie so gespielt, als würde diese Zusammenstellung seit der ersten Klasse bestehen. Unfassbar !
Für einen war die Sache sogar noch etwas ärgerlicher, denn so wie es schien, hatte der Sturz Malfoy nicht den gewünschten Rest gegeben. Auch wenn es im ersten Moment so ausgesehen hatte, schien es am Ende dennoch nicht an dem zu sein. Er hätte ihn von weitaus höher vom Besen holen müssen, aber während des gesamten Spieles hatte sich ihm keine wirklich gute Möglichkeit geboten. Und jetzt da. . .
„Verrätst du mir mal was der Scheiß sollte ?“, unterbrach eine kalte Stimme seine Gedanken, worauf er aufblickte und in das leicht wütende Gesicht von Ernie Macmillan sah, der allein hinter ihm im Gang stand.
„Was willst du Macmillan ? Ich bin echt nicht in Stimmung“, knurrte Zacharias angefressen und versuchte sich wieder seinem Unmut, über den misslungenen Unfall und das verlorene Spiel, hinzugeben. Ernie aber packte ihn ruppig am Oberarm und zwang ihn damit wieder zu sich herum.
„Was sollte das miese Manöver mit dem Klatscher ? Ich hab gesehen, dass du ihn direkt in Malfoys Richtung geschmettert hast. Du weißt ganz genau, dass es verboten ist die Sucher anzugreifen !“ „Kann ich was dafür, wenn der Idiot mir im Weg rumfliegt ?“, knurrte Zacharias und machte sich nebenher aus Ernies Griff los, dessen Blick sich gefährlich verdunkelte.
„Er ist am anderen Ende des Stadions geflogen. Das war Absicht !“, unterstellte Ernie ihm, worauf Zacharias schnaubte. „Und wenn schon. Was interessiert dich die scheiß Schlange überhaupt ?“ „Ich mag kein unfaires Verhalten“, gab ihm Ernie kalt zurück, bevor er noch weiter meinte: „Und das war nicht nur unsportlich, wie überhaupt euer ganzes Spiel, das war gemeingefährlich. Er hätte sich sonst was brechen können.“ „Wen juckt’s ? Eine Schlange und vor allem ein dreckiger Todesser weniger ! Dass der überhaupt wieder frei rumläuft und nicht in Askaban verrottet, ist ohnehin der größte Skandal !“, motzte Zacharias, worauf Ernie etwas die Wut packte und er seinen Hauskameraden energisch vor die Brust stieß, sodass der Jüngere rücklings gegen die kalte Steinwand stolperte.
„Hackt’s ? Was ist dein scheiß Problem, Macmillan ?“, keifte Zacharias daraufhin. „Du ! Du bist gerade mein Problem. Merlin, hörst du dich selbst eigentlich reden ? Du sprichst von einem Menschenleben, als wäre es Dreck !“ „Malfoy ist Dreck ! Er ist weniger als Dreck. Er ist ein Todesser und kaltblütiger Mörder !“, spie er, worauf Ernie ihm den Vogel zeigte.
„Du hast echt einen Schaden, weißt du das ? Malfoy mag früher vielleicht den einen oder anderen Fehler gemacht haben, aber er ist kein Mörder !“ „Natürlich nicht“, schnalzte Zacharias sarkastisch, worauf Ernie nur mit dem Kopf schütteln konnte, bevor er diesen schief legte und Zacharias misstrauisch musterte.
„Betreibt Umbridge jetzt wieder so eine Lügenpropaganda ? Hast du dich schon wieder von der bequatschen lassen ?“ „Wie kommst du jetzt auf die Schrulle ?“, fragte Zacharias ehrlich verwirrt. Ernie derweil trat näher und behielt den Jüngeren zudem gefährlich im Auge.
„Sag du es mir. Du hast dich doch letzten Samstag mit der getroffen. Hannah und ich haben euch im Tänzelnden Einhorn gesehen und vor allem gehört. Was hast du mit der zu schaffen ?“ „Gar nichts. Merlin, du spinnst doch. Ich hab mich ganz bestimmt nicht mit der getroffen. Und selbst wenn, würde dich das ja wohl einen Scheißdreck angehen !“, zischte Zacharias und wollte verschwinden. Ernie bekam ihn allerdings erneut am Oberarm zu fassen, aus dem sich Smith abermals wand und Ernie sauer anfunkelte. Dieser tat es ihm mit einem warnenden Blick gleich.
„Was auch immer du vorhast, lass es. Die rosa Kröte hat damals in Hogwarts und das ganze letzte Jahr über, schon nur für Ärger gesorgt. Sie ist verlogen und vor allem falsch. Und wo wir gerade bei falsch sind, halt dich mit solchen Aussagen gefälligst zurück. Du bist mit deiner Falschaussage zu Malfoys Verhandlung vor dem Gamot schon auf die Schnauze geflogen. Und ich glaube kaum, dass McGonagall so etwas jetzt hier gut heißen würde. Du machst dir damit keine Freunde. Malfoy hat niemanden ermordet. Außer vielleicht während der Schlacht diverse Todesser, wofür man ihm eher noch danken sollte.“ „Du bist doch genauso bescheuert wie Granger, mit ihrer Schlangen-sind-Freunde Manie. Weißt du was ? Geh doch mit den Schlangen spielen. Mal sehen wann sie dich mit ihren Giftzähnen hinterrücks beißen !“, schnaubte Zacharias und machte sich schließlich auf den Weg zu ihrem Gemeinschaftsraum. Ernie wiederum sah ihm wütend hinterher, bevor er einen anderen Weg, zu einem anderen Gang in den Kerkern einschlug.

۩ ۞ ۩


Mit einem wahnsinnig dicken Schädel und einem Stöhnen auf den Lippen, kam Draco wieder zu sich und blinzelte matt. Über sich hatte er eine hohe, weiße Decke, die augenblicklich aber in den Hintergrund rückte, da sich auf einmal mehrere Gesichter in sein Blickfeld schoben. Seine Freunde, die ihn mit unverhohlener Sorge musterten.
„Alter, was machst du denn für einen Scheiß ?“, schimpfte Blaise leicht, dem noch immer etwas der Schrecken in den Gliedern saß. Draco jedoch blinzelte abermals und kniff schließlich die Augen fest zusammen, als es in seinem Kopf zu dröhnen begann, an den er sich dann auch gleich fasste.
„Merlin, was’ passiert ?“, nuschelte er brüchig und schielte mit einem Auge zurück zu Blaise, bekam dann aber von Charlie Antwort. „Du hast einen Klatscher ins Kreuz gekriegt und bist abgeschmiert.“ „Großartig !“, stöhnte Draco genervt und kniff wieder die Augen zusammen, als ihn eine neue Schmerzwelle überrollte.
„Scheiße“, knurrte er, worauf sich Charlie mit einem gemurmelten: „Ich hol mal die Pomfrey“ schlich. „Du hast uns echt einen riesen Schrecken eingejagt“, meinte dann auch Ginny, noch immer etwas kratzig, die stattdessen etwas vorrückte. Draco blinzelte dann auch gleich in ihre Richtung. „Jetzt sag mir nicht, du hast dir Sorgen gemacht ?“, grinste er leicht, was nicht so gut für seinen Kopf war. Ginny empörte sich dann auch gleich.
„Natürlich hab ich das ! Wir alle. Du hast dich vier- fünfmal überschlagen !“ „Sechs“, korrigierte Harry sie, zu dem sie kurz sah und zustimmend nickte, bevor sie Draco wieder vermehrt in Augenschein nahm. „Das hätte echt böse ausgehen können.“ „Miss Weasley hat Recht“, hörten sie dann auch noch Madam Pomfrey, die zu den Freunden trat und sich im Kommenden auf Draco konzentrierte.
„Sie scheinen mehr als einen Schutzengel gehabt zu haben. Sie können wirklich von Glück reden, dass der Stadionboden so stark aufgeweicht war, sodass Ihr Sturz abgemildert wurde. Andernfalls hätten Sie sich womöglich das Genick und nicht nur ein paar Knochen gebrochen“, erklärte sie und sah im Anschluss näher nach ihm.
„Wie fühlen Sie sich denn jetzt ?“, erkundigte sie sich nun ruhig. „Gut soweit. Mir brummt bloß der Schädel.“ „Das wird heute und morgen vermutlich noch etwas so bleiben. Sie haben sich auch eine Gehirnerschütterung zugezogen. Ich würde Ihnen empfehlen, sich heute und morgen noch etwas zu schonen und den Trank zu nehmen“, reichte Madam Pomfrey ihm noch eine Phiole, die er auch gleich schluckte.
„Wenn Sie mir das versprechen, können Sie dann auch gerne gehen“, lächelte die Dame in weiß etwas, worauf er nickte. Das musste sie ihm nicht zweimal sagen, allerdings konzentrierte er sich dann doch nochmal auf Blaise.
„Wie ist jetzt eigentlich das Spiel ausgegangen ? Bitte sag mir nicht, dass wir gegen die Idioten verloren haben ?“ „Ist das deine einzige Sorge ?“, meldete sich Hermione nun auch zu Wort, die ihn die ganze Zeit nur still betrachtet hatte. Zu der Brünetten sah er dann auch kurz, die noch immer recht blass um die Nase war und leicht verquollene, gerötete Augen hatte.
„Im Augenblick, ja. Also ?“, sah er wieder zu Blaise und bemerkte so nicht, dass Hermione die Lippen verbittert aufeinander presste und die Hände zu Fäusten ballte. Blaise derweil kramte in seiner Hosentasche und warf Draco schließlich etwas Kleines zu, was er reflexartig fing.
„Ich denke, das sollte deine Frage beantworten“, grinste er. Als Draco die Faust wieder öffnete, begann er selbst zu grinsen, da der Schnatz seine Flügel entfaltete. „300 zu 0“, gab Blaise ihm dann noch mehr als zufrieden den offiziellen Endstand zu verstehen. „Gegen Ravenclaw lässt sich das sicher noch toppen. Nicht übel nehmen, okay ?“, wandte er sich dann noch an Luna, die aber mit dem Kopf schüttelte und lächelte.
„Mir macht es nichts, wenn ihr da auch gewinnen würdet. Ich habe Gryffindor auch immer mehr die Daumen gedrückt, als meinem Haus. Meine Freunde zu unterstützen ist mir wichtiger.“ „Oh, das freut einen“, grinste Blaise und sah schließlich in die Runde.
„Dann würde ich sagen, starten wir 18:00 Uhr die erste Siegesfeier des Jahres !“, verkündete er und sah im Anschluss zu Harry und Neville. Und das feist grinsend. „Traut ihr Zwei euch diesmal runter oder kneift ihr wieder ?“, stichelte Blaise, worauf sich Harry und Neville kurz ansahen, bevor Harry meinte: „Wenn du uns sagst wie wir zu eurem Gemeinschaftsraum finden ?“ „Solltest du doch wissen“, warf Draco dazwischen, zu dem Harry, aber auch die anderen, etwas fragend sahen.
„Woher denn ?“ „Doch so vergesslich ? Du und Weasley, ihr habt euch im Zweiten doch zu uns runter geschlichen.“ „Wo. . .“, wollte Harry fragen, als ihm einfiel, was Draco meinte, der dann auch schon durchtrieben zu grinsen begann.
„Hast du echt gedacht, ich hab das nicht mitgekriegt, als der Vielsafttrank aufgehört hat zu wirken ? Davon mal abgesehen war euer Schauspiel echt miserabel.“ „Äh. . .“, sah sich Harry schlagartig verlegen, während Blaise zu lachen begann und schließlich meinte: „Na dann lasst euch mal von Ginny und Luna an die Hand nehmen. Nicht, dass ihr uns verloren geht ! Passwort ist Cordis Conversio“, erklärte er noch, womit sich die Truppe nach und nach erstmal in ihre eigenen Räumlichkeiten trollte.
Draco tat sich jedoch etwas schwer damit, da sein Kopf, wie Madam Pomfrey bereits gesagt hatte, noch nicht wirklich wieder in seiner besten Verfassung war, was Hermione oben im Turm auch nochmal zur Sprache brachte, als abzusehen war, dass er sich die Party nicht entgehen lassen würde.
„Du solltest dich hinlegen. Madam Pomfrey hat gesagt, du sollst dich heute und morgen noch ausruhen.“ „Mir fehlt nichts weiter“, murrte er leicht und verschwand in seinem Zimmer, sich duschen und umziehen. Hermione nahm es verbissen, aber auch gekränkt zur Kenntnis. Verdammt, sie machte sich doch bloß Sorgen um ihn. Warum wollte er das nicht verstehen ? Nicht sehen ? Nicht glauben ?
Weil du ihn verletzt und gekränkt hast, flüsterte ihr inneres Stimmchen. Er hat dir sein Innerstes, sein Herz, schutzlos dargeboten und du hast es eiskalt zerfetzt, erinnerte sie die Stimme weiter. Warum sollte er da glauben, dass du dich wirklich für ihn interessierst oder um ihn sorgst ?
Aber genau das tat sie. Es war nicht geheuchelt. Sie machte sich genauso ihre Gedanken um ihn, wie zuvor auch. Sie wollte, dass er wieder lachte. Sie wollte, dass er glücklich war. Dass es ihm gut ging. Sie wollte diesen Schmerz nicht mehr in seinen Augen sehen, wenn sich ihre Blicke doch mal kurz begegneten. Sie wollte den Kummer aus seinem Herzen vertreiben und das Eis wieder schmelzen, welches sich erneut zu bilden begann. Nur wie ? Sie konnte ihm nicht geben was er wollte, auch wenn Ginny vielleicht irgendwo etwas Recht hatte, dass da in ihr selbst schon etwas war.
Nur erschienen ihr ihre eigenen Gefühle zu halbherzig. Zu wenig. Er verdiente jemanden, der ihm sein ganzes Herz schenkte und nicht nur einen Teil davon. Wie so etwas endete, hatte sie ja mit Ron gesehen. Nein, das wollte sie nicht. Nicht nochmal. Entweder alles oder gar nichts. Auch wenn es bitter war. Gleichermaßen für sie wie für ihn. Sie selbst hatte es zwar nicht anders verdient, unter der Situation zu leiden, er aber nicht. Er hatte nichts falsch gemacht. Ganz und gar nicht. Einen Menschen zu lieben sollte nicht so bestraft werden. Und dennoch war es so, womit auch sie sich in ihr Zimmer begab, um sich umzuziehen.
Sie würde ihn nach unten begleiten und ein Auge auf ihn haben, falls ihm sein Kopf verstärkt Probleme machte. Aber auch so. Sie wollte ihn nicht alleine im Schloss herumlaufen lassen. Nicht, solange Tonks seine Angreifer noch nicht dingfest gemacht hatte. Vermutlich warteten die noch immer auf eine neue Gelegenheit. Es war ein Gedanke, der ihr einen kalten Schauer über den Rücken jagte.
Schließlich aber wurde es Zeit zu gehen, wo Draco dann auch aus seinem Zimmer kam, wie Hermione resigniert feststellte. Irgendwo in sich hatte sie dennoch gehofft, dass er doch noch zur Vernunft kam und sich etwas hinlegte. In manchen Belangen schien die Vernunft bei Kerlen aber gänzlich auf der Strecke zu bleiben. Ganz besonders, wenn es um ihre eigene Gesundheit ging.
„Du kommst mit ?“, fragte Draco doch etwas überrascht, als er sie unten im Wohnzimmer erblickte. Und zwar in einem knielangen, eisblauen Chiffonkleid, über das sie sich noch einen weißen Bolero gezogen hatte. „Darf ich nicht ?“, erkundigte sie sich ein wenig bitter und sah ihm in die Augen, dem er aber auswich. „Doch. Natürlich. Blaise freut sich sicher.“ Und du ?, lag ihr die Frage schwer auf der Zunge, doch sie schwieg und machte sich auch weiter stillschweigend mit ihm auf den Weg nach unten.
Kaum am Zugang zu den Kerkern angelangt, wurden sie dann auch schon freudig von Blaise begrüßt, auf den sich Ginny vermutlich stürzen würde, sobald sie ihn in die Finger bekam, denn er hatte sich mal wieder ordentlich herausgeputzt und sah einfach nur zum Anbeißen aus. Die Kerker derweil waren ähnlich hergerichtet, wie zuletzt auch, als die Jungs ihre kleine Privatfeier abgehalten hatten. Der einzige Unterschied war nur der, dass diesmal deutlich die Hausfarben durchschimmerten. Die Tische waren nicht in beige, sondern in lindgrüne Tücher mit silbernen Schlaufen eingeschlagen, die sich auch an den Wänden wiederfanden und so den kalten Stein dahinter verbargen.
Drinnen herrschte auch schon recht ausgelassene Stimmung. Die Schlangen waren bereits am Feiern und Tanzen. Allen voran Charlie mit Daphne, die ihr Können demonstrierten. Vom Rest wurde die Löwin dann auch gleich freundlich begrüßt, was sie ein wenig lächeln ließ. Sie freute sich, dass die Schlangen nach und nach wirklich aufgetaut waren und warm wurden. Lebten. Richtig lebten, auch wenn es gerade leider nicht auf alle zutraf, wie ihr mit einem etwas traurigen Blick auf Draco nochmal bitterlich bewusst wurde. Der schlich sich nämlich direkt an die Bar, wo er kein Butterbier hervor holte, sondern gleich zu den harten Sachen griff. Sie sollte ihn wirklich im Auge behalten.
Blaise derweil, wollte sich gerade wieder nach drinnen begeben, als er aus den Augenwinkeln Ginny mit dem Rest der Löwenbagage entdeckte. Er staunte nicht schlecht, als er neben Harry und Neville, auch Dean und Sally kommen sah. Kurz darauf grinste er ein wenig dreckig. Da war McGonagalls Aktion mit den Partnerarbeiten doch etwas zum Blühen gekommen. Hatte er ja während des Spiels schon bemerkt, dass die Beiden auch auf ihrer Tribüne gewesen waren und sie angefeuert hatten. Wurde doch langsam.
„Na, den Weg gefunden ?“, stänkerte er dennoch und schnappte sich dann auch gleich Ginny, die ihn verrucht ansah und die Arme um den Nacken schlang. Mit den Fingerspitzen strich sie ihm ein wenig darüber.
„Gut, siehst du aus“, hauchte sie tief. „Das Kompliment kann ich nur zurückgeben“, raunte er dunkel und ließ seinen Blick recht anzüglich über ihre Erscheinung wandern, die diesmal in einem hautengen, schwarzen Minikleid steckte, welches knapp über ihrem Hintern endete.
„Wobei Gut die Untertreibung des Jahrhunderts ist. Ich könnte dich auffressen“, flüsterte er ihr das letzte ins Ohr und ließ seine Hände frivol über den Körper der Rothaarigen wandern, wo er schließlich an ihrem Hintern ankam und sie über diesen noch mehr zu sich zog.
„Chrm. . .“, hörte man Harry sich ein wenig peinlich räuspern, der im vorbeigehen meinte: „Wir gehen dann schon mal rein.“ Blaise bekam es nicht wirklich mit. Auch nicht, dass Dean ihn und Ginny unverhohlen anglotzte, den Harry letztlich am Kragen packte und hinter sich her in den Gemeinschaftsraum der Schlangen zog.
Das junge Paar war viel zu sehr damit beschäftigt, sich gegenseitig mit Blicken auszuziehen, wo Blaise dann auch dazu überging, seinen Rotfuchs ganz fest an sich zu ziehen und ihr einen heißen Kuss zu rauben, den sich Ginny noch im gleichen Moment versuchte zurückzuerobern. Blaise aber knurrte nur gegen ihre Lippen und ehe sie sich versah, hatte sie die kalte Steinwand im Rücken, gegen die der Slytherin sie presste, damit sie ihm bloß nicht davon lief.
„Vielleicht überspringen wir die Party ?“, schlug Blaise ihr verheißungsvoll vor und sah sie auch weiter hungrig mit seinen dunklen Augen an. Ginnys Antwort war ein ebenso hungriger Kuss, mit dem sich die Beiden nach drinnen in einen der leeren Schlafsäle schleichen wollten, dann aber noch jemanden auf dem Gang entdeckten, der auf die Beiden blickte.

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