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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Ein schmutziges, kleines Geheimnis

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Inzwischen war es weit nach Mittag. Draco kam aber noch immer nicht so richtig hoch, denn der Whiskey forderte nun doch verstärkt seinen Tribut. Er lag auf der Couch im Wohnzimmer, und das mit mächtigen Kopfschmerzen.
Auf Hermiones Vorschlag, nochmal zu Madam Pomfrey zu gehen, murrte er nur, denn die Schwester würde ihn für seine hirnrissige Aktion runderneuern. Nein, da quälte er sich lieber mit den Kopfschmerzen rum, was sich Hermione irgendwann nicht mehr mit ansehen konnte und kopfschüttelnd aufstand, um ihm etwas zu holen. Allerdings suchte sie nicht Madam Pomfrey auf, sondern Charlie, den sie, etwas frustriert, im Gemeinschaftsraum im dritten Stock entdeckte, wo sich auch der Rest ihrer Freunde befand. Genauso wie ein kleiner, bunt gemischter Teil der übrigen Schüler.
Es freute Hermione, dass der neue Gemeinschaftsraum, nach anfänglicher Skepsis, nach und nach nun doch zu einem gewissen Anlaufziel wurde, wenngleich ihre Freunde sich einmal mehr den besten Platz am Kamin gesichert hatten. Das Vorrecht der Älteren, wie auch das von Harry Potter.
Er genoss unter den Anderen, als der Held, der er für alle war, auch weiter unangefochten ein überaus hohes Ansehen, obwohl er selbst nicht wirklich Wert darauf legte, oder diese Art der Bewunderung wollte. Was er wollte war das gleiche wie sie. Nämlich Ruhe und für den Rest ihres Daseins ein einfaches, normales Leben. Ohne Ärger oder sonstiges Aufsehen.
Diese Stellung, die er unter den Anderen hatte, kam ihnen in einem Punkt dennoch sehr zugute, denn die übrigen Schüler schätzten seine Meinung und Ansicht. Sie begannen fast alle immer stärker ihre Vorurteile und den alten Hass beizulegen. Das war etwas, was Hermione mit jedem weiteren Tag, bei immer mehr Schülern beobachten konnte. Erst gestern hatte sie es bei Ernie und Hannah gesehen, wobei die Beiden zuvor schon allem verhältnismäßig neutral gegenübergestanden hatten. Dennoch hatte die Feier und Blaise’ Einladung dafür gesorgt, dass sie einen Schritt mehr auf die Slytherins zugegangen waren und damit den Weg zu einem Wir gefunden hatten.
Auch die Sache letzte Woche, als sich Draco dank Rons dummem Gerede selbst ausgeknockt hatte, zeigte einen Wandel. Zwar hatte sie es nur am Rande registriert, aber es war dennoch deutlich zu erkennen gewesen. Anthony hatte, ob nun bewusst oder unbewusst, Stellung bezogen und damit einen Schritt in die Richtung des Wir gemacht. Er hatte sich mit seinem kleinen Wutausbruch irgendwie zu Draco gestellt und so gezeigt, was er von alldem hielt. Kaum vorstellbar, dachte sie ein halbes Jahr zurück, als er ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte, nachdem sie ihm, wie auch Katie und den anderen zuvor, versucht hatte zu vermitteln, dass Draco auf ihrer Seite gekämpft hatte. Als sie ihn darum bat, vor dem Gamot irgendwie zu äußern, dass Draco ihm während der Kampfwirren geholfen hatte. Dank Katie hatte er sich am Ende ja überraschend doch noch zu diesen Dingen geäußert, wie auch die anderen.
Zwar dauerte alles seine Zeit, der Wandel aber, den sie sich erhofft und gewünscht hatte, begann langsam aber sicher einzutreten und so auch allmählich die ersten Früchte zu tragen. Mit noch etwas mehr Zeit würde eins zum anderen kommen. Sie konnten und würden hier in Hogwarts einen neuen Grundstein für alle folgenden Schüler und damit Generationen legen, die die übrige magische Gesellschaft ebenfalls neu formen und gestalten würden.
Für den Moment aber war das noch ferne Zukunftsmusik. Jetzt hatte sie primär nur einen Gedanken, mit dem sie schließlich zu Charlie schlich, der ganz offensichtlich schlechte Laune hatte, denn er kuckte ziemlich angefressen. Sein Blick lag teils auch dunkel auf Blaise und Ginny, die in einem der Schlafsäle im Augenblick wesentlich besser aufgehoben wären, als in der Mitte ihrer Mitschüler.
„Hat Blaise irgendetwas angestellt, oder warum durchbohrst du die Beiden mit Blicken ?“, scherzte Hermione und ließ sich bei ihm nieder. Charlie aber sah kurz fragend zu ihr auf, bis er verstand was sie meinte und schließlich mit dem Kopf schüttelte.
„Nein. Es ist nicht Blaise, ich . . . ich hab Stress mit Daphne“, seufzte er. „Weswegen ?“, erkundigte sich Hermione, worauf Charlie „Parkinson !“ schnaubte, was Hermione nur noch mehr irritierte. „Die ist doch aber gar nicht hier ?“ „Nein, Daphne hat allerdings noch immer recht engen Kontakt zu ihr.“ „Und das schmeckt dir nicht ?“, vermutete Hermione weiter. „Nein.“ „Warum ? Ich mein. . . Wo ist das Problem ?“, verstand Hermione nicht, sodass Charlie ihr seine Ansichten erklärte und auch was passiert war. Hermione nahm es aber ähnlich ruhig zur Kenntnis wie Harry.
„Denkst du nicht, dass du die Sache zu eng siehst ? Wie gesagt, Parkinson ist erstens nicht hier und zweitens, meines Erachtens nach zu dumm, um irgendwie Ärger zu machen.“ „Dumm ja. Dumm genug um Ärger zu machen. Sie ist und bleibt trotz allem eine Schlange. Es würde mich nicht wundern, wenn sie versucht Daphne mit ihren Gedanken zu vergiften und gegen uns aufzuhetzen.“ „Schätzt du Daphne wirklich so ein, dass sie sich derart leicht manipulieren lässt ?“ „Im Normalfall nicht, aber wir reden hier von Parkinson. Die Beiden sind seit der ersten Klasse eng miteinander befreundet. Sie waren es ja schon vor Hogwarts. Ich hatte früher schon ständig Streit mit Daphne, wenn ich mich über Parkinson ausgelassen habe. Daphne lässt nichts auf dieses hohle Huhn kommen“, seufzte Charlie und sank noch etwas mehr in seinem Sessel in sich zusammen, bevor sein Blick wieder auf Hermione fiel.
„Wolltest du eigentlich etwas von mir ?“ „Was ? Ach ja. Ich wollte fragen, ob du etwas gegen einen Kater und Kopfschmerzen hast ?“ „Hast du einen ?“, grinste Charlie leicht. „Ich nicht. Draco aber. Und zwar einen dicken.“ „So viel hat er doch gar nicht getrunken“, wunderte sich Charlie. Hermione wiederum zog skeptisch eine Augenbraue hoch.
„Also ich würde schon sagen, dass über eine Flasche Feuerwhiskey in Verbindung mit seinem kaputten Schädel sehr viel ist.“ „Oh.“ „Ja. Hast du etwas ? Er wollte nicht zu Madam Pomfrey gehen.“ „Kann ich mir vorstellen“, grinste Charlie und erhob sich. „Die würde ihm in den Arsch treten“, meinte er weiter und deutete Hermione, ihm zu folgen.
Auf dem Weg runter in die Kerker riet Hermione Charlie das Gleiche, wie schon Harry zuvor. Dass er einfach nochmal in Ruhe mit Daphne reden und ihr seine Ansichten und Befürchtungen mitteilen sollte. Immerhin waren sie alle erwachsen und sollten vernünftig miteinander umgehen können. Nur hatte Charlie es nach dem verspäteten Frühstück bereits auf diesem Weg versucht und es hatte einmal mehr im Streit geendet.
Daphne hatte ihn dazu aufgefordert toleranter zu sein und ihrer Freundin genauso eine Chance zu geben, wie sie alle sie von den anderen bekommen hatten. Sie war sich sicher, dass sich Pansy genauso mit den anderen verstehen und einfügen könnte, wenn man sie denn ließ. Dass gerade Charlie, einer ihres eigenen Hauses, ihr nicht einmal eine solche Chance einräumen wollte, kränkte Daphne. Noch dazu, da Charlie nicht gewillt war, von seiner Meinung abzuweichen.
Genauso stur war und blieb auch Daphne, was Charlies Anschuldigungen und Vermutungen in Bezug auf ihre Freundin betraf. Diese prallten komplett von ihr ab. Stattdessen hatte sie Charlie eine kleine Szene gemacht und war schließlich mit ihrem Brief in Richtung Eulerei abgerauscht. Seither hatte er die Blonde nicht mehr gesehen, was für den Moment vielleicht auch besser war, damit sich ihr Temperament abkühlen konnte.
Hermione hatte ihn getröstet, dass es schon wieder wurde und sie zur Not ja auch mal mit Daphne reden konnte, was Charlie dankend abgelehnt hatte. Stattdessen hatte er zu einem kleinen, miesen Seitenhieb ausgeholt, dass sie sich lieber erst einmal um ihr eigenes Beziehungschaos kümmern und sich ihrer Gefühle klar werden sollte. Als er dann auch noch etwas hatte nachsetzen wollen, hatte sie sich mit einem „Bis später“ fürs Erste in die Gänge des Schlosses geflüchtet, zurück in den Schulsprecherturm.
Dort fand sie Draco auch weiter leidend auf der Couch vor. Auf seinem Bauch zusammengerollt, Krummbein. Hermione empfand es in dem Moment als ganz lustige Ironie. Draco lag wegen seines Katers flach, während es sich ihr dicker Kater auf dem Blonden bequem gemacht hatte. Schließlich aber trat sie an das Rückteil der Couch und sah über dieses auf ihre Schlange.
„Was macht der Kopf ?“ „Die Hippogreife tanzen noch immer Samba“, gab er ihr murmelnd zurück und blinzelte sie schließlich ein wenig wehleidig an. „Wenn Männer krank sind. . .“, philosophierte sie nur und hielt ihm schließlich die kleine Phiole hin. Als er sich daraufhin aufrichten wollte, gab Krummbein allerdings ein protestierendes Knurren von sich. Kurz darauf funkelte er den Blonden böse mit den gelbgrünen Augen an. Am Ende fuhr der Kater dann auch noch die Krallen gefährlich aus, als Draco erneut Anstalten machte, aufzustehen.
„Whuo. Langsam Kumpel. Lass die Rasiermesser drin“, gab er dem Kater zu verstehen, was sich Hermione auch weiter schmunzelnd besah. „Ich glaube er will, dass du liegen bleibst und dich weiter ausruhst. Nicht wahr mein Dicker ?“, sah sie zu dem Kater und strich ihm kurz über den runden Kopf. Der Kniesel-Mischling schnurrte dann auch gleich wie zur Zustimmung und zog die Krallen ein, als sich Draco zurück in seine Kissen fallen ließ.
„Hast du den irgendwie abgerichtet ?“ „Kniesel lassen sich nicht abrichten. Er will einfach nur das Beste für die Menschen, die er mag.“ „Ist das so ?“, sah Draco nun zu dem Fellknäuel, der ein wenig mehr aufrückte und etwas mit Dracos Hand schmuste, um ihm zu zeigen, dass Hermione ganz Recht mit ihren Worten hatte.
„Na gut, dann bleib ich eben liegen. Und du lässt deine Klauen drin. Deal ?“, sah er den Kater wieder an, der ein deutliches, lautes Miauen von sich gab, worauf Hermione lachte. „So leicht kann man dich zur Vernunft bringen ? Indem dir Krummbein mit seinen Krallen droht ?“ „Hast du dir die Dinger mal näher angesehen ? Damit könnte der Dicke Kröter zerfleischen.“ „Wenn sie auf dem Rücken liegen, hätte er sicher gute Chancen“, lachte Hermione noch immer etwas, während Dracos Blick zurück auf die Phiole fiel, die sie noch in der Hand hatte.
„Was ist das ?“ „Was ? Oh. Ich war gerade bei Charlie. Ich dachte mir, damit du wenigstens den Kater in deinem Kopf los wirst.“ „Das rettet mir das Leben. Danke“, meinte er erleichtert und nahm sich rasch das kleine Gläschen. Nur eine Sekunde später hatte er den Inhalt geschluckt, noch bevor Hermione weiter etwas dazu sagen konnte. Kurz darauf verzog er auch schon angewidert das Gesicht.
„Schmeckt’s ?“ „Grandios“, würgte er noch kurz und ließ sich schließlich wieder ganz in sein Kissen fallen. Die Augen behielt er so auch kurz zu, während das Mittel zu wirken begann. Allerdings verschwand der hämmernde Kopfschmerz nicht so wie sonst, sondern ging in ein seltsames Schwindelgefühl über, was fast noch schlimmer war. Draco stöhnte dann auch gleich leise auf, bevor er fluchend die Augen zusammenkniff.
„Scheiße, was ist das denn ?“, murmelte er für sich und fasste sich an den schwindelnden Schädel, der sich begann von selbst in Watte einzupacken. Hermione besah es sich ruhig und nahm schließlich etwas auf der Kante der Couch Platz. Sie schob ihre Hand etwas zwischen seine, sodass sie nur einen Moment später auf seiner Stirn ruhte, bevor sie in den zerwühlten Haaren verschwand.
„Charlie meinte, dass die Wirkung des Trankes durch die Gehirnerschütterung ein leichtes Schwindelgefühl auslösen kann.“ „Leicht ? Wieso hast du mich nicht vorgewarnt ?“ „Hätte ich ja, wenn du den Trank nicht gleich hintergestürzt hättest“, tadelte sie ihn ruhig, strich ihm nebenbei aber auch weiter durch die Haare, bevor sie wieder fürsorglich meinte: „Ruh dich noch ein bisschen aus. Versuch zu schlafen. Das wird am Meisten helfen.“ „Schlafen ist keine gute Idee“, murmelte er matt und starrte schließlich etwas ausdruckslos vor sich hin.
Hermione war sofort klar, was er damit meinte, nur ließ sich im Moment dagegen kaum etwas ausrichten. Es war keinesfalls ein Zustand für die Ewigkeit, dass diese dunklen Dämonen der Vergangenheit auch weiter so einen wahnsinnigen Einfluss auf seinen Geist und sein Bewusstsein hatten, dass er sämtliche Kontrolle über sich verlor. Über seinen Willen. Über sein magisches Erbe, dass dadurch auch weiterhin machte, was es wollte.
Zwar ließen sich diese Ausbrüche in der Nacht teils abfedern, wenn er nicht alleine war. Wenn sie bei ihm war. Was sie auch weiter sein würde, wenn er das wollte. Wenn es ihm half. Sie hatte kein Problem damit, die Nacht bei ihm zu verbringen. Nicht zuletzt war es ihr ja auch ein kleiner Segen, wenn sie selbst nicht allein sein musste. Nur bekamen sie so nicht die spontanen Ausbrüche am Tag in den Griff, die er nach wie vor hatte, wenn seine Emotionen mit ihm durchgingen.
Zwar würde sie es vor niemandem zugeben, dennoch sah Hermione die Gefahr gegeben, dass Draco durch diese wilden Ausbrüche irgendwann unbeabsichtigt doch noch jemand anderen verletzte. Und wenn das passierte hatten sie, Draco vorn weg, ein riesengroßes Problem. Selbst wenn es nur ein Unfall war, würde es ihn in Teufelsküche bringen, sollten die falschen Personen Wind davon bekommen. Und das galt es mit allen Mitteln zu verhindern. Sie würde nicht zulassen, dass ihm irgendwer noch mehr Leid antat, weshalb sie sich nochmal kurz an ihn richtete.
„Kann ich dich für eine Weile allein lassen ? Ich will nochmal kurz runter in die Bibliothek was nachsehen.“ „Sicher. Nur zu“, murmelte er ein wenig fertig mit geschlossenen Augen und versuchte auch weiter dieses blöde Schwindelgefühl niederzuringen. Hermione besah es sich dennoch besorgt, stand auf und verschwand kurz ins Kitchenette, einen kalten Umschlag holen, den sie ihm auf die Stirn legte. Daraufhin blinzelte er sie wieder an.
„Bleib einfach liegen, dann gibt sich das sicher recht schnell wieder. Du solltest dich heute ohnehin noch etwas ausruhen, damit deine Gehirnerschütterung nicht doch wieder schlimmer wird. Verstanden ?“ „Verstanden. Ich rühr mich nicht von der Stelle. Kann ich ja ohnehin nicht, sonst zerfleischt mich dein Kater“, sah er auf Krummbein und strich ihm über den großen Kopf, mit dem der Kater ihm etwas entgegen kam. Hermione beobachtete es schmunzelnd, sah dann aber wieder zu Draco.
„Ich beeil mich“, meinte sie dann nur noch und suchte sich die Bücher zusammen, die sie bereits durchgearbeitet hatte, um sie zurückzubringen. Zwar hatte Hermione nicht viel Hoffnung, dass sie beim zweiten Anlauf vielleicht noch ein brauchbares Buch fand, aber es war besser als nichts zu machen und die Hände in den Schoß zu legen.
Entgegen ihres guten Vorsatzes, blieb sie am Ende nicht nur ein paar Minuten in der Bibliothek, sondern eher ein paar Stunden. Und das mit einem recht resignierenden Ergebnis, mit dem sie das gefühlt hundertste Buch zuschlug und zurück an seinen Platz schweben ließ.
Die Informationen, die sie gewonnen hatte, waren auch weiterhin eher dürftig und halfen ihr zudem auch nicht so richtig weiter. Zwei Bücher hatte sie noch, die sie durchsehen wollte. An einen wirklichen Durchbruch glaubte sie jedoch nicht, was sie schon ein wenig frustrierte. Dass ihr ihre Bücher jetzt und hier nicht weiterhelfen wollten. Stattdessen kam sie immer mehr zu dem ernüchternden Schluss, dass Snape mit seinem Hinweis Recht behielt. Draco brauchte professionelle Hilfe in dieser Sache. Hilfe, die sie allein ihm nicht geben konnte. Hilfe, die sie eben auch nicht in ihren Büchern fand. Sie hatte keine wirkliche Erfahrung mit diesem Phänomen. Dippet unter Umständen aber.
Es hatte sie ja angenehm überrascht, dass er nach Dracos letzter kleiner Eskapade mit Ron nichts weiter zu allem gesagt und sich, so war ihr Eindruck, dann wohl doch auch irgendwie seine Gedanken um Draco gemacht hatte. Auch wenn Draco ihn nach wie vor nicht mochte, so könnte sie sich dennoch den einen oder anderen Rat von ihrem Professor holen, weswegen sie nicht gleich zurück in den Schulsprecherturm verschwand, sondern einen kleinen Umweg über das Treppenhaus in den Ostflügel einschlug.

۩ ۞ ۩


„. . . Ich muss sagen, ich bin sehr enttäuscht von Ihnen, Mr. Smith !“, verlieh Pomona ihrem Unmut über ihren Zögling Worte. Zacharias schnaubte allerdings nur. Dämlicher Macmillan, dachte er sich. Was musste der Penner ihn auch gleich bei Sprout anschwärzen ?
„Nicht nur, dass Sie sich mehr als unsportlich verhalten haben, um nicht zu sagen grob fahrlässig. Sie fallen zudem wiederholt aggressiv und negativ auf. Erst werden sie handgreiflich gegenüber der guten Miss Lovegood, dann musste ich auch schon mehrfach hören, dass Sie zusammen mit Mr. Finch-Fletchley Ihre Mitschüler gegen das Haus Slytherin aufwiegeln und nun diese Sache während des Spiels !“, brauste die sonst so gutmütige Pomona noch etwas mehr auf und funkelte Zacharias ungehalten an.
„Ich erwarte von Ihnen, dass Sie ihre feindselige Haltung gegen Ihre Mitschüler umgehend einstellen und aufhören Konflikte zu schüren ! Das ist das Allerletzte, was diese Schule und unsere Schüler nach dieser schrecklichen Zeit brauchen. Neuen Hass und Probleme. Wir wollen ein friedliches Miteinander schaffen. Von Ihnen erwarte ich, dass Sie genug Reife an den Tag legen, dieses Miteinander nicht weiter zu stören oder gar zu torpedieren, indem sie unter Ihren Mitschüler Hass säen. Ich verlange nicht von Ihnen, dass Sie mit jedem Freundschaft schließen, jedoch dass sie Ihre Mitschüler akzeptieren und respektieren wie sie sind. Ich wünsche, dass Sie sich in Zukunft zivilisiert benehmen, haben wir uns verstanden ? Ihre Mitschüler aus Slytherin sind nicht der Feind und sie sind ganz sicher auch nicht von Grund auf schlecht, sondern verdienen es, dass man ihnen eine Chance gibt. Jedem von ihnen ! Auch wenn Sie das vielleicht nicht sehen oder verstehen wollen, aufgrund frühkindlicher Kränkungen und dergleichen, aber in ihren Mitschülern steckt sehr viel Gutes, was sie Ihnen auch zeigen könnten und würden, wenn Sie sie lassen würden.“ „Ja, klar“, zischelte Zacharias kaum hörbar vor sich hin. Pomona hatte es dennoch zur Kenntnis genommen und taxierte Zacharias eindringlich.
„Ich sage es Ihnen nur noch einmal im Guten, Mr. Smith. Ändern Sie etwas an Ihrem Verhalten und Ihrer Einstellung. Andernfalls werde ich Konsequenzen ziehen. Sie können gehen !“, entließ Pomona ihren Schüler jedoch alles andere als zufrieden, denn sie konnte deutlich sehen, dass Smith uneinsichtig blieb. Mehr aber konnte sie im Augenblick nicht tun, als ihn zu verwarnen und auf sein Fehlverhalten hinzuweisen. Entweder er nahm es sich an, oder nicht. In letzterem Fall, würde sie die Sache zu Minerva weiter eskalieren lassen, sollte es zu neuen, gravierenden Vorfällen kommen. In dem Fall würde es den ersten Verweis geben. Zwar war Pomona kein Freund derartig harter Methoden, manche Schüler aber waren offensichtlich nur fähig aus Schmerzen zu lernen, was sich ja bei Finch-Fletchley und seinen Freunden gezeigt hatte, die nun recht kleinlaut geworden waren.
Zacharias derweil rauschte stinkig durch die Gänge, aufgrund des Anschisses. Das hatte Macmillan echt gut hinbekommen, der Arsch. Offensichtlich hatte er sich gestern Abend mit Abbott zu gut bei den Schlangen amüsiert und war nun wohl auch noch zu denen übergelaufen. Nicht zuletzt hatten er und Abbott den anderen ihre neugierigen Fragen freudig beantwortet, wie es bei den Schlangen wohl zuging und dass sie angeblich alle super nett und lustig und freundlich waren. Humbug !
Schlangen und nett, das waren zwei Sachen, die genauso wenig zusammenpassten wie Schlangen und Muggelstämmige. Als sich ihm dieser Vergleich auftat, schnaubte er sauer, denn die Kombination gab es ja tatsächlich in Form von Granger. Diese blöde Kuh. Es war ihm noch immer ein Rätsel, wie diese beiden Sachen zusammen kommen konnten ? Wieso Granger auf einmal mit dem Frettchen beste Freunde spielte ? Gerade die Beiden waren all die Jahre doch immer wie Feuer und Eis gewesen. Aber was das anging, da schien Megan letztlich Recht zu behalten, dass dieses verlogene Miststück mit dem unter einer Decke steckte. Dass sie Malfoy und den anderen Schlangen die Hure machte. Diese scheinheilige Schlampe.
Da spielte sie sich die ganzen Jahre als ach so braves und super gutes, hochintelligentes Mädchen auf, um von ihren eigentlichen Zusammenschlüssen abzulenken. Das hatte sie ja sogar während Malfoys Verhandlung zugegeben, dass sie seit Jahren schon engen Kontakt zu Zabini und Harper hatte und damit ganz sicher auch irgendwie mit Malfoy. Aber wie sagte man nicht auch immer ? Stille Wasser waren tief und in Grangers Fall obendrein auch noch so schmutzig, wie die gesammelten Abwässer der Schule. Sie. . . RUMS
„Scheiße !“, zischte Zacharias und stolperte etwas zurück, da er mit jemandem zusammengestoßen war, den er in seiner Wut nicht weiter zur Kenntnis genommen hatte. Sein Gegenüber hatte dann auch noch weniger Glück und landete auf dem Hintern.
„Mist“, hörte er das Mädchen fluchen, was er dann auch gleich noch anfuhr. „Kannst du nicht aufpassen du blöde. . . Ach nee“, schnarrte er abfällig, als er nun sah, wer gerade seinen Weg gekreuzt hatte. Das passte ja. Zufall, oder ein Wink des Schicksals ? Was auch immer es war, ihm brannte es gewaltig unter den Nägeln diesem scheinheiligen Miststück zu zeigen, was er von ihr hielt. Die Position, in der sie war, fand er ja schon mal trefflich. Nämlich am Boden, wo er dann auch gleich noch seinen Fuß auf einem ihrer geliebten Bücher platzierte, nach welchem sie greifen wollte. Als sie es nicht mehr konnte, sah sie wie erwartet empört auf und bemerkte jetzt erst, zu wessen Füßen sie kniete.
„Gryffindors Schlangen Schlampe“, warf er ihr abfällig entgegen und grinste dreckig, worauf sie schnaubte. „Nimm deine Drecksquanten von dem Buch runter !“, fauchte sie, was sein Grinsen aber nur noch etwas mehrte.
Ja, ihre geheiligten Bücher. Wenn man sie schon nicht weiter mit verbalen Dingen verletzen konnte, über ihre Bücher konnte man es immer, was er dann auch tat, indem er den Druck verstärkte und seinen Fuß hin und her bewegte, sodass der Einband und einige Seiten bereits Risse bekamen.
„Spinnst du ? Merlin, hör auf !“, fauchte sie weiter und versuchte seinen Fuß beiseite zu schieben. Mit eher geringfügigem Erfolg, weshalb sie ihren Zauberstab zu Hilfe nehmen wollte. Zacharias aber ahnte ihre Handlung voraus und zog seinen Stab, mit dem er ihr ihren rasch aus der Hand fluchte. Nur einen Moment später verschwand das mächtige Stück Holz klappernd irgendwo hinter ihr in den Schatten des Ganges.
„Wer wird denn gleich so aggressiv werden ?“, verhöhnte Zacharias sie weiter und deutete schließlich fies grinsend auf Hermiones Gesicht, die noch immer vor ihm auf dem Boden kniete und ihn von dort wütend anfunkelte.
„Wenn du nicht sofort den Zauberstab weg und deinen scheiß Fuß von dem Buch runter nimmst, zieh ich dir Punkte ab !“, drohte sie ihm. Zacharias aber lachte nur abfällig „Da hab ich aber Angst“, bevor er den Kopf etwas zur Seite neigte und sie schließlich wieder verhasst ansah.
„Dieser ganze Hauspunkte Quatsch interessiert mich einen Scheißdreck. Wir sind ohnehin immer die Letzten. Von mir aus kannst du mir alle Punkte abziehen“, gab er ihr kalt zu verstehen und deutete auch weiter bedrohlich auf ihr Gesicht, in das er gerade am liebsten geschlagen hätte.
Hermione funkelte ihn aber auch weiter warnend an, erhob sich dann jedoch erst einmal, um wieder mehr mit ihm auf Augenhöhe zu sein. Allerdings war Zacharias, wie fast alle Jungs, ein gutes Stück größer als sie, weshalb sie auch weiter zu ihm aufblicken musste, was er ein wenig selbstzufrieden in sich aufnahm.
„Was willst du ?“, zischte sie bedrohlich, in den Augen auch weiter ein warnendes Funkeln. Zacharias aber ließ es gänzlich kalt. Immerhin hatte sie keinen Zauberstab, was einen reizvollen Gedanken in seinem Geist weckte. Er könnte sie jetzt hier wie eine Made zerquetschen und richtig fertigmachen. Es war ein Gedanke, eine Vorstellung, die er, je länger er sie ansah, in dieses scheinheilige Gesicht sah, immer stärker in die Tat umsetzen wollte.
„Du bist so ein verlogenes, heuchlerisches Miststück, weißt du das ?“, gab er ihr abschätzig zu verstehen. Die Hexe schnaubte daraufhin aber nur. „War’s das ?“, fragte sie. Und das völlig unbeeindruckt von seiner Beleidigung. Aber das wusste er ja schon, dass er sie damit nicht treffen konnte. Nicht verletzen konnte. Doch genau das war es, was er immer mehr wollte.
Er wollte ihr weh tun. Richtig weh tun. Er wollte ihr zeigen, was er von ihr hielt. Was für Abschaum sie in seinen Augen war, denn sie trug seiner Meinung nach genauso schuld an dieser Sache. Schließlich war Malfoy nur ihretwegen wieder auf freiem Fuß und konnte dadurch weiter seinen bösartigen Trieben nachgehen. Er konnte tun und lassen was er wollte, während andere wegen dem Penner weggesperrt waren. Grundlos ! Als er diese Tatsache wieder so deutlich vor Augen hatte, züngelte die Wut noch stärker als ohnehin schon in ihm auf, die er Granger spüren lassen wollte.
Dummerweise machte sie einen Schritt zur Seite, wie auch ein wenig zurück und versuchte letztlich an ihm vorbei zu huschen, um zu verschwinden. Sie versuchte sich ihm und seiner Gegenwart zu entziehen, da sie ganz genau wusste, dass sie ihm gerade nicht gewachsen war und am Ende als Verliererin aus ihrer Konfrontation hervorgehen würde. Das war auch etwas, was sie nicht ab konnte. Verlieren, was auch auf Zacharias zutraf, weshalb er rasch herumwirbelte und sie ruppig am Oberarm ergriff.
„Hier geblieben, du Drecksstück !“, zischte er, riss sie ganz herum und stieß sie letztlich grob gegen eine der kalten Steinwände, wo sie hart mit dem Rücken dagegen prallte. Sie kniff kurz die Augen zusammen, als sie auch noch mit dem Hinterkopf gegen das Gemäuer schlug. Als sie die Augen wieder öffnete, stand Zacharias direkt vor ihr und keilte sie zwischen sich und der Wand ein.
„Verdammt, hau ab !“, fauchte sie und holte aus, um ihn zu schlagen. Zacharias aber sah den Schlag kommen und fing ihre Hand ab. „Lass … LOS !“, fauchte Hermione erneut und versuchte sich aus seinem Griff zu winden. Allerdings verlor sie nach kurzem Gerangel gegen den kräftigen Hufflepuff, der sie bei den Handgelenken zu fassen bekam und ihr diese brachial gegen den kalten Stein drückte, sodass sie überhaupt nicht mehr weg kam.
„Nimm sofort deine Drecksgriffel von mir“, zischte sie und funkelte ihn unheilvoll an, was für ihn, in Anbetracht ihrer Situation, etwas recht Amüsantes hatte.
„Ich denke, du bist nicht wirklich in der Position etwas zu verlangen, Granger“, gab er ihr genüsslich, mit einem selbstzufriedenen Grinsen zu verstehen, worauf sie schnaubte. „Was willst du ?“ In ihren Augen wiederum funkelte es immer stärker, die jedoch kurz umher ruckten und über den Gang spähten, der auch weiter verlassen war. Zacharias nahm es jedoch nicht weiter zur Kenntnis. Genauso wenig das seichte Zittern, was ihr durch den Körper ging. Stattdessen baute er sich noch etwas mehr vor ihr auf und legte den Kopf schief.
„Du kotzt mich an, Granger. Du und dein scheiß Getue, was du hier mit den Schlangen abziehst. Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich schon gar nicht mehr wen ich mehr hasse. Dich oder das räudige Frettchen“, gab er ihr bedrohlich zu verstehen, während sich sein Blick immer mehr verdunkelte, aufgrund der Dinge die waren. Dinge, für die Malfoy und Granger verantwortlich waren.
„Du bist genauso schuld an allem“, raunte er ihr verhasst entgegen und presste sie noch mehr an die Wand. „Du spinnst doch !“, zischte Hermione auf seine Worte, bevor sie sich erneut versuchte, aus seinem Griff zu winden. Vergebens.
„Wenn du mich nicht auf der Stelle loslässt, dann. . .“ „Was dann ?“, unterbrach er sie höhnisch. In den Augen auch weiter ein boshaftes, selbstgefälliges Funkeln. „Rennst du dann zu den Profs, wie ein dummes, kleines Haustier und heulst dich aus ?“, höhnte er weiter. Hermione aber funkelte ihn ihrerseits dunkel an. „Nein“, raunte sie und riss schließlich ohne Vorwarnung das Knie hoch, welches sich in seinen Weichteilen versenkte.
Zacharias blieb auf das Attentat augenblicklich die Luft weg. Nur einen Moment später sackte er zusammen und presste die Hände japsend gegen seine zermatschten Kronjuwelen.
„Du … verfluchte … Schlampe !“, zischte er unter Schmerzen und krümmte sich noch etwas mehr zusammen. Die Hexe jedoch, sah nur noch kurz klopfenden Herzens auf das wimmernde Bündel zu ihren Füßen, bevor sie die Beine in die Hand nahm und tiefer in den Gang stürzte.
„So nicht“, presste Zacharias noch immer keuchend hervor und jagte der flüchtenden Gryffindor einen Schleuderfluch hinterher, der sie an der Schulter traf und von den Füßen riss. Sie schlug der Länge nach hin und blieb einen Moment liegen, bevor sie sich panisch versuchte wieder aufzurappeln.
Inzwischen aber ebbte die erste Schmerzwelle ab, sodass Zacharias ihr voller Zorn einen zweiten Fluch hinterher warf, als sie es gerade geschafft hatte auf Hände und Knie zu kommen. Mit dem nachfolgenden Angriff verlor sie jedoch erneut den Halt und wurde zudem stärker gegen die Wand geworfen, wo sie nun wirklich benommen liegen blieb.
Zacharias nutzte diese Zeit und rappelte sich noch immer leicht stöhnend auf. „… räudiges … Miststück“, presste er zwischen den Zähnen hervor und trat mit gezücktem Zauberstab, etwas wankend auf die Löwin zu, die sich schwach auf die Seite rollte. Kurz darauf war er ganz bei ihr und deutete, vor Zorn bebend auf ihr Gesicht, mit dem sie ihn angsterfüllt ansah.
„Was willst du ?“, kam es ihr zittrig über die Lippen, während sie zeitgleich versuchte, noch ein Stück nach hinten wegzukriechen. Allerdings hatte sie nach knapp einem Meter die Wand gänzlich im Rücken und zuckte verschreckt zusammen. Den zornigen Hufflepuff ließ sie allerdings keine Sekunde aus den Augen, der wie ein Stier schnaubte.
„Na, was machst du jetzt, häh ?“, fragte er gehässig. „Jetzt bist du nicht mehr so großkotzig und überheblich.“ „Du kriegst Ärger, wenn du mir was tust“, hielt sie ihm vor Augen. Zacharias kümmerte es jedoch herzlich wenig.
„So viel wie Malfoy für seine ganzen Schandtaten gekriegt hat ?“, schnaubte er. „Da lach ich doch drüber !“ „Draco hat nichts. . .“ „Halt’s Maul !“, fuhr er ihr harsch über den Mund, als sie den Blonden mal wieder verteidigen wollte. Seine Worte wusste Zacharias dann auch noch mit einem kleinen Fluch zu unterstreichen, der einer heftigen Ohrfeige gleich kam.
Die Hexe warf es daraufhin zur Seite, was er mit einer leisen Genugtuung in sich aufnahm. Diese wuchs dann gleich nochmal und wurde zu einer gehässigen Zufriedenheit, als sie den Blick zitternd, die linke Hand an der Wange liegend, wieder auf ihn richtete. Nur einem Moment später bemerkte auch Hermione, was ihn so zufrieden stimmte, denn sie blutete aus der Nase, wie sie mit einem kurzen, verstörten Blick auf ihre blutigen Fingerspitzen erkannte. Im Anschluss sah sie ihn nun wirklich entsetzt an. Zacharias aber grinste auch weiter selbstzufrieden.
„Nett. Ein kleiner Ausgleich für deinen miesen Tritt“, raunte er. Nebenher streifte sein Blick erneut ihre Hand, die sie noch immer zitternd, leicht an der Wange liegen hatte. Dabei fiel ihm dann aber noch etwas anders ins Auge, was neben dem Rot tief-weiß, unter dem Ärmel ihres weiten Pullovers, hervor blitzte. Als er richtig erkannte was es war, verdunkelte sich sein Blick gefährlich. Kurz darauf ergriff er sie grob am Handgelenk, worauf der Hexe ein Zischen entwich, als er ihr das Gelenk auch noch schmerzhaft verdrehte.
„Was versteckst du hier ?“, fragte er barsch und funkelte sie unheilvoll an. Hermione holte indes mit der freien Hand aus, um ihn zu schlagen und sich aus seinem Griff zu befreien. Doch sie war erneut zu langsam und vor allem zu schwach gegen den kräftigen Quidditchspieler. Zacharias blockte ihre rechte Hand ab und rangelte etwas mit der Löwin, die er schließlich gänzlich zu Boden drückte und ihr kurzerhand die Handgelenke auf diesem festhexte, damit sie nicht mehr um sich schlagen konnte.
„Mach mich LOS !“, schrie sie ihn leicht hysterisch an und wand sich wie eine Irre unter der Magie des Fluches. Gegen den Bann kam sie jedoch nicht an, was sich Zacharias mehr als zufrieden besah. Dass sie so aufgelöst vor ihm lag. Verletzt, genauso wie er sich vor knapp einer Viertelstunde noch vorgestellt und gewünscht hatte. Seiner Meinung nach geschah es ihr ganz Recht. Wer mit den Schlangen paktierte, verdiente es nicht anders.
Auf den Gedanken fiel sein Blick dann auch wieder auf ihren linken Arm, der auch jetzt von einem weißen Verband umhüllt war, wie schon vor ein paar Wochen. Was auch immer sie dort hatte, eine Verletzung konnte es unmöglich sein, denn die wäre längst verheilt. Nein, es musste etwas anderes sein. Sie schien dort etwas zu verstecken, wie auch das Frettchen. Sollte Meg am Ende tatsächlich Recht behalten ?
Dass es das Dunkle Mal war, was sie dort verbarg, glaubte er zwar nicht. Das wäre dann doch zu paradox. Aber vielleicht etwas anderes ? Irgendetwas, was zum Beispiel einen Pakt mit den Schlangen besiegelte ? Mit Malfoy ? Etwas, was sie an ihn band oder umgekehrt ? Wundern würde es ihn bei dieser Gryffindor nicht wirklich, denn sie war generell recht kreativ was Banne und Flüche anging. Malfoy das Gleiche.
Er erinnerte sich so auch noch lebhaft an sein viertes Jahr, als er der Neugierde halber der DA beigetreten war, um zu sehen, was sie da trieben und alles. Da hatte die Hexe ja auch einen Bann über sie alle gelegt, indem sie jeden dazu verdonnert hatte, dieses Pergament zu unterschreiben. Soweit er wusste, war die Edgecombe ihre hässlichen Pickel im Gesicht bis heute nicht vollkommen losgeworden, die sie als Petze verschrien.
Mittlerweile dürfte die Gryffindor unter ihm noch ganz andere Flüche und dergleichen draufhaben, dessen war er sich sicher. Genauso sicher war er sich, dass das, was sie verbarg, etwas Verbotenes war. Wenn nicht, hätte sie schließlich keinen Grund es so akribisch versteckt zu halten, womit er wieder auf ihren Arm sah.
„Was ist es ? Was versteckst du die ganze Zeit hier drunter ?!“, fragte er und riss ihr den Ärmel des Pullovers hoch. „Nichts ! Verdammt, hör auf ! Lass mich LOS !“, schrie sie wieder. Zacharias aber grinste spöttisch.
„Für wie bescheuert hältst du mich ? Nichts. Das ich nicht lache !“, spöttelte er weiter und begann an dem Verband herumzureißen. Dabei ging er alles andere als behutsam vor und fügte der Löwin die ersten Kratzer am Arm zu, die dann auch schon wieder schrie.
„Hör auf ! Lass das ! HILFE !“, schrie sie nun wirklich laut und panisch in den Gang, wofür sie sich diesmal eine richtige, saftige Ohrfeige von Zacharias einfing, mit der ihr die Unterlippe aufplatzte. „Halt’s Maul !“, zischte er und funkelte die Löwin verhasst an, die verstärkt zu wimmern und schluchzen begann.
„Hör auf. Lass mich los, bitte“, weinte sie verzweifelt. Zacharias aber achtete nicht darauf und bemerkte so auch nicht, wie die Fackeln an den Wänden begannen, gefährlich wild zu flackern. Genauso wenig sah er, dass sich in den Augen der verletzten Gryffindor allmählich immer stärker der blanke Terror breit machte, der diese verklärte und in einem scheinbar dunklen Nebel verschlang.
Doch selbst wenn er es bemerkt hätte, was für Höllenqualen er ihr mit seiner Handlung gerade bereitete, wäre es ihm genauso egal gewesen. Im Gegenteil. Er wollte ihr nach wie vor wehtun. Er wollte ihr nur zu offensichtlich dunkles Geheimnis lüften, um allen zu zeigen, was sie wirklich war. Wie Verlogen und Falsch sie war. Er wollte zeigen und beweisen, dass sie irgendwelche krummen Dinger mit der Schlange drehte. Er wollte ihr auf dem Weg das Genick brechen. Nicht nur ihr, sondern allem voran dem Frettchen. Wenn er beweisen konnte, dass alle einer Lüge erlegen waren, in Bezug auf Malfoy und Granger, dann konnte er seiner Freundin helfen. Er wusste, es würde ihr helfen, wenn er beweisen konnte, dass Malfoy nach wie vor dieses verlogene Arschloch war, was er ohnehin all die Jahre über gewesen war. Der Penner gehörte lebenslang nach Askaban. Und Granger gleich mit, dafür, dass sie versuchte, seine Schandtaten zu vertuschen und schön zureden. Überhaupt für alles, was sie mit dem Frettchen zu schaffen hatte. Das war durch nichts zu entschuldigen. Durch NICHTS !
„Ich weiß, dass du Dreck am Stecken hast, Granger. Dass du irgendwas verheimlichst und das werde ich den anderen beweisen !“, knurrte er und riss noch mehr an dem Verband herum, während das hilflose Mädchen unter ihm verzweifelt weinte, wimmerte und schluchzte. Es kümmerte ihn nicht im Geringsten, denn er war schier besessen davon, dieses Geheimnis zu lüften. Ein schmutziges Geheimnis, das stand für ihn außer Frage. Denn nur so eines, würde sie versuchen zu verstecken. Was er dann aber unter den schützenden, weißen Stoffen entdeckte, ließ ihn kurz aus seinen vor Wut vernebelten Sinnen auftauchen, denn es war definitiv nicht das, was er erwartet hatte. Absolut nicht.
„Was . . . soll das ?“, murmelte er irritiert für sich und betrachtete das vernarbte Wort mit gerunzelter Stirn. „Bist du jetzt zufrieden ?“, schluchzte die Hexe ihm leicht heiser entgegen. Die Stimme durchzogen von blankem Schmerz, Verzweiflung und Bitterkeit. Als er daraufhin wieder in ihr Gesicht sah, sah er nicht mehr das in seinen Augen so verlogene, hinterhältige, falsche Miststück, was mit Malfoy paktierte und dadurch seiner Meinung nach eine erhebliche Mitschuld an den Ereignissen, die waren, trug. Stattdessen sah er ein verletztes, blutig geschlagenes, hilfloses Mädchen unter sich, das bitterlich weinte und ihn mit Augen ansah, die eine blanke Höllenqual wiederspiegelten.
„Ich. . .“, begann er, wusste dann aber nicht weiter und sah zurück auf ihren Arm. Auf das Wort, was sie zeichnete. Brandmarkte. Ein Wort, was ihr ausschließlich die Schlangen, allen voran Malfoy, Jahr für Jahr an den Kopf gehauen hatten. Es war ein Wort, was ihn maßlos verwirrte und so auch seine Gedanken gewaltig ins holpern brachte.
„Woher hast du. . . Wer. . . War das Malfoy ? Hat er. . .“ „Hör auf. . .“, schluchzte sie ihm völlig fertig dazwischen und bäumte sich schwach mit dem Oberkörper auf, kam aber auch weiter zu keiner wirklichen Regung, da der Fesselbann noch immer auf ihr lag. Und selbst wenn nicht, saß Zacharias zudem auf ihren Hüften, was die ganze Situation für die Hexe noch schlimmer machte, die immer stärker in eine schwere Keuchatmung verfiel.
„Mach mich los. . . Mach mich endlich los. . .“, wimmerte sie und wand sich erneut schwach unter ihm. Zacharias sah aber auch weiter etwas überfordert auf die Hexe, bevor sein Blick zurück auf ihren Arm fiel, nach dem er dann auch die Hand ausstreckte und mit den Fingern beinahe andächtig über die alte Verletzung strich.
„Das ist wirklich echt“, murmelte er noch immer überrascht vor sich hin, während die Hexe noch hektischer atmete. „Lass das. . .“, weinte sie zittrig. Zacharias war aber auch weiter viel zu sehr von dem gebannt, was er hier sah. Er fragte sich unweigerlich woher sie das hatte ? Ob eine der Schlangen für diese Wunde verantwortlich war ? Wenn ja, warum gab sie sich dann mit denen ab ? Oder war es vielleicht irgendwie Teil eines Rituals ? Oder eines Zaubers ? Teil eines Paktes ? Würde sie echt so weit gehen, sich selbst für irgendetwas oder jemand anderen zu verstümmeln ? Vielleicht.
„Was ist das ? Von wem hast du das ? War das Malfoy oder eine der anderen Schlangen ? Was hat das zu bedeuten ? Ist das Teil eines Zaubers oder so ?“, bombardierte er sie schließlich mit seinen Fragen und wurde auch so wieder etwas grob.
„Spuck’s aus ! Was ist das !?“, fauchte er und packte sie schließlich fest am Arm, was zu viel für die Hexe war. „LASS LOS !“, schrie sie aus Leibeskräften. Nur den Bruchteil einer Sekunde später spürte Zacharias einen dumpfen Schlag vor den Brustkorb, der ihn gewaltvoll von der Hexe herunter warf und an die gegenüberliegende Wand schleuderte. Noch als das geschah, zerbarsten die vier Fenster auf dem Gang in Abermillionen winzig kleine Teile. Die kurz zuvor noch wild flackernden Flammen der Fackeln züngelten gefährlich einen Meter hoch, bevor das Feuer in sich zusammenbrach und erstickte, sodass der Gang schlagartig in einem zwielichtigen Halbdunkel lag, in dem man nur noch schwach das Wimmern und Weinen der Gryffindor hörte.
„Merlin“, stöhnte Zacharias leicht benommen und rollte sich zur Seite. „Was war das denn ?“, murmelte er für sich und sah sich schließlich verunsichert in dem nun halbdunklen Gang um, um seinen Angreifer ausfindig zu machen. Nur entdeckte er niemanden. Er war auch weiter mit der Hexe allein, die noch immer wimmernd und schluchzend ihm gegenüber auf dem kalten Steinboden lag, auf dem sie sich zu einem Ball zusammenrollte.
Scheinbar für Stunden starrte er auf das Häufchen Elend vor sich, dem er sich letztlich auch wieder unsicher näherte. Die Hexe weinte und schluchzte allerdings ohne Unterlass und schien darüber hinaus immer wieder vergessen Luft zu holen.
„Granger ?“, fragte er vorsichtig, wie auch leise und streckte etwas die Hand nach ihr aus. Er war noch immer unschlüssig, was er jetzt tun sollte ? Überhaupt. Ihm war diese Sache, die gerade passiert war, mehr als unheimlich, weshalb sein Blick erneut durch den leeren Nebengang streifte. Dieser war nach wie vor verlassen. Niemand schien etwas von ihrer Auseinandersetzung und damit seiner Handlungsweise mitbekommen zu haben, weswegen er am Ende wieder von ihr wich.
Er sammelte hastig seinen Zauberstab ein und verschwand schließlich mit dem Gedanken, dass, wenn niemand ihn gesehen hatte, ihm auch niemand etwas nachweisen konnte. Die Gryffindor würde garantiert nichts sagen. Falls doch, stand noch immer Aussage gegen Aussage. Davon abgesehen hatte er den Eindruck gewonnen, dass sie nicht wollte, dass jemand diese Verunstaltung sah. Davon erfuhr.
Was auch immer es damit auf sich hatte, sie schien sehr erpicht darauf, es geheim zu halten. Sollte sie ihn dennoch versuchen anzuschwärzen, konnte und würde er ihr kleines Geheimnis preisgeben. So hatte er am Ende tatsächlich etwas für sie Belastendes gegen sie in der Hand, was ihn wieder ein wenig zuversichtlicher stimmte.

۩ ۞ ۩


Es dauerte seine Zeit, aber nach einer guten halben Stunde bewirkte Charlies Mittelchen endlich das, was es sollte. Der blöde Schwindel in Dracos Kopf war weg, wie auch der Kater seiner Feuerwhiskey Orgie. Der einzige Kater, der jetzt noch auf ihm lastete, war der dicke Rote von Hermione, denn Krummbein machte auch weiter keine Anstalten, seinen Platz zu räumen. War aber auch nicht so verkehrt, denn er gab ein gutes Kissen ab. Zudem wirkte das Schnurren sehr beruhigend, weshalb Draco auch keinen wirklichen Anlass sah, seine Position irgendwie zu verlagern.
Mit dem Wink seines Zauberstabes dirigierte er sich nur noch eines der Bücher aus dem Regal herbei, um die Zeit etwas mit lesen totzuschlagen. Zu schlafen traute er sich nicht. Er war sich ziemlich sicher, dass das nur wieder in einer Katastrophe endete. Die Frage, wie sich das diese Nacht gestalten sollte, begann er sich mit der Zeit auch immer wieder aufs Neue zu stellen.
Ob Hermione ihm den kleinen Gefallen erneut tun würde ? Ob sie wieder bei ihm bleiben würde ? Nicht nur heute Abend, sondern generell, bis er sein kleines, magisches Problem irgendwie in den Griff bekam ? Genauso seine Albträume, denn die waren ja das Kernproblem. Wenn er die in seinem Kopf weggeschlossen bekam, konnte er ruhig schlafen, was wiederum hieß, dass dieses magische Chaos ausbleiben würde.
Auf der einen Seite wollte er das schnellstmöglich in den Griff bekommen, auf der anderen am liebsten nie, denn dann hatte er einen mehr als guten Grund, dieses selbstzerstörerische, egoistische Arrangement mit ihr aufrechtzuerhalten. Wie hatte Blaise noch zu ihm gesagt ? Er war Masochist in Sachen Hermione Jean Granger.
Schließlich aber wurde es später, weshalb Dracos Blick immer öfter auf der Uhr landete. Inzwischen war es schon weit nach 18:00 Uhr. Die Hexe war bereits seit gut drei Stunden weg. Sollte ihn das wundern ? Nein. Wenn Hermione sagte, sie würde nur kurz in die Bibliothek verschwinden, konnten aus dem kurz schon einmal kurze zwei, drei, vier oder sogar fünf Stunden werden. Nichtsdestotrotz stieg immer stärker eine leise Unruhe in ihm auf, je später es wurde. Mittlerweile war es auch langsam Zeit zum Abendessen, weshalb er sich Krummbein schnappte.
„Sorry, Dicker. Aber du musst dir erstmal ein anderes Kissen suchen“, erklärte er dem Kniesel, der ihn aber nur kurz etwas dümmlich anschaute, bevor er den Sessel ins Visier nahm und sich stattdessen dort zusammenrollte. Draco nahm es grinsend zur Kenntnis und suchte sich schließlich seinen Weg runter. Dabei legte er einen kurzen Zwischenstopp in der Bibliothek ein, um Hermione von ihren geliebten Büchern wegzuholen. Regelmäßige Mahlzeiten waren schließlich wichtig. Predigte sie ihm zumindest immer. Zu seiner Überraschung teilte Madam Pince ihm jedoch mit, dass Hermione wohl schon vor einer ganzen Weile gegangen war.
Draco nahm es etwas verwundert, aber auch ein ganz klein wenig geknickt zur Kenntnis, dass sie offensichtlich bereits ohne ihn zum Essen gegangen war. Vielleicht aber, war sie auch nochmal zu den Löwen in den Turm verschwunden, weswegen er sich nun auch ohne weitere Umwege runter in die Große Halle begab. Dort hatte sich ihr Tisch bereits gefüllt.
„Was macht der Kopf ?“, grinste Charlie ein wenig feist, kaum dass Draco aufschlug. „Besser. Wobei ich auf den Schwindelanfall hätte verzichten können.“ „Dann merk dir für die Zukunft, dass sich ein kaputter Schädel nicht mit so einer Menge Alkohol verträgt.“ „Ja, ja“, nölte Draco und sah kurz in die Runde. Dabei blieb sein Blick an den Löwen, vornehmlich Harry, hängen. Bei Ginny war er sich sicher, dass die ihre Zeit mehr mit Blaise verbracht hatte. Und bei den funkelnden Blicken, die sich die Beiden zuwarfen, wollte Draco auch gar keine Details erfahren. Blaise’ Grinsen sprach da bereits Bände.
„Hast du Hermione zufällig gesehen ?“, erkundigte sich Draco. „Nein. Warum ? Ich dachte, sie ist oben bei dir ?“, gab ihm Harry etwas verwirrt zurück, worauf Draco kopfschüttelnd Platz nahm. „Sie wollte nochmal in die Bibliothek.“ „Na dann wird sie vermutlich immer noch dort sein“, grinste Ginny, bevor sie sich wieder etwas mehr Blaise widmete und unter dem Tisch recht unverfroren mit ihm füßelte.
„Stell dir vor, von dort komm ich gerade. Sie muss schon länger weg sein, meinte Madam Pince.“ „Wahrscheinlich habt ihr euch irgendwo im Treppenhaus verpasst“, warf Astoria ein, worauf er nickte „Scheint so“ und sich etwas zu Essen zusammen suchte. Ihm hing der Magen ja schon irgendwo in den Kniekehlen, da er das Frühstück verschlafen und sich an das Mittagessen nicht wirklich herangetraut hatte, dank seines Katers. Jetzt aber. . . Merlin, er starb fast vor Hunger.
So verlief das Abendessen unter den Freunden recht ruhig. Wer während des gesamten Abendessens allerdings nicht auftauchte, das war Hermione, was Draco mit der Zeit dann doch etwas vermehrt aufs Gemüt schlug und zudem wieder stärker die Unruhe in ihm weckte. Und das sah man ihm auch an.
„Was ist ?“, erkundigte sich Charlie. Draco zuckte aber nur leicht mit den Schultern. „Keine Ahnung. Irgendwie ein blödes Gefühl.“ „Was ? Weil Hermione noch nicht da ist ?“, hakte Harry nach. Draco zuckte aber nur wieder mit den Schultern.
„Sehnsucht ?“, stichelte Theo leicht grinsend, in seiner Unwissenheit. Dracos mörderischer Blick machte ihm dann aber deutlich, dass er gerade mit vollem Anlauf in einen ganzen Pool aus Fett gesprungen war. Auf den Anblick biss er sich gehörig auf die Zunge und stopfte sich schnell wieder etwas von seinem Braten in den Mund.
„Wer weiß wo sie steckt“, meinte Harry auch weiter gelassen. Dracos Unruhe aber blieb. „Das passt nicht zu ihr“, murmelte er leise vor sich hin und stand schließlich auf, dem die anderen irritiert mit Blicken folgten. „Willst du sie suchen ?“, fragte Charlie, worauf Draco nickte und die Große Halle verlassen wollte. Harry hielt ihn allerdings zurück.
„Draco, jetzt warte mal.“ „Was denn ?“ „Das Schloss ist viel zu groß, um sie allein zu suchen. Und wenn sie nicht in der Bibliothek ist, kann sie sonst wo sein.“ „Also soll ich deiner Meinung nach abwarten ?“, zischelte Draco leicht gereizt. Harry schüttelte aber mit dem Kopf.
„Wenn du noch zehn Minuten Zeit hast, kann ich dir ganz genau sagen wo sie ist.“ „Stimmt. Du hast ja diese komische Karte“, entsann sich Blaise. Harry nickte. „Sie liegt in meinem Schlafsaal.“ „Und was machen wir dann noch hier ?“, drängelte Draco, dem sich der Rest ergab.
Vor der Halle trennten sich die Freunde dann aber, da die Schlangen, vornehmlich Blaise, noch ihre Hausaufgaben zu machen hatten. So schlich sich Draco mit den Löwen zu deren Turm, den er dann auch recht ungeniert hinter Harry betrat. Kurz darauf fanden sich fast sämtliche Blicke teils überrascht, teils verwundert bei ihm wieder, was er zu ignorieren wusste und stattdessen Harry weiter hinterher stiefelte bis. . .

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Sooo, damit lass ich euch vorerst allein. Am nächsten Chap. bin ich zwar schon dran, aber wie gesagt muss ich auch arbeiten. Und das nun leider auf eine Art und Weise, die meine Freizeit jetzt auch noch arg einschneidet. Mal schauen wie ich es schaffe. Nur so viel, im nächsten Chap. darf Lucius mit seiner Truppe auch mal wieder mitspielen. ;)


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Als Voldemort jagt uns Ralph wirklich Angst ein. Man spürt, dass er wahnsinnig ist – seine Augen verraten das. Wenn er auf der Leinwand erscheint, bin ich jedes Mal starr vor Schreck.
Mike Newell über Ralph Fiennes