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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Begegnungen in Hogsmeade

von Alex2303

Hallo ihr Liebe,

es ist Donnerstag und es hat mal wieder bei mir geklappt.
*mirstolzaufdieschulterklopf*


Kurz eine kleine Info an euch, weil mir das die letzten Tage wieder etwas auf die FĂŒĂŸe gefallen ist. Als ich das Chap editieren wollte, ging mal wieder nix. Konnte mich nicht anmelden usw. Einige wissen es, fĂŒr andere, die es interessiert, falls mal wieder verstĂ€rkt Probleme bei X-perts auftreten sollten, findet ihr mich auch hier:

http://www.fanfiktion.de/u/Alex2303

Danke an Elli fĂŒr deine Mail, sowie an dramaqueen1997 und Mirja-Hailey fĂŒr eure beiden Kommis. :) Ich freue mich nach wie vor ĂŒber jedes einzelne und bin schon gespannt, was ihr von dem hier haltet.

Liebe GrĂŒĂŸe und schon mal ein schönes Wochenende,

*Nachteule* Alex






۩ ۞ ۩


Zufrieden mit ihrer Ausbeute verließen Hermione und Ginny das GeschĂ€ft, wenngleich Ginny noch immer auf Parkinson schimpfte.
„Dass die sich hierher traut und dann auch noch das Maul so aufreißt“, knurrte sie und schimpfe auch ein wenig auf Daphne. „Wie kann Daphne sich noch mit der abgeben?“ „Sie waren die ganzen Jahre wohl eng miteinander befreundet. Daphne hat da doch keinen Grund, sie zu meiden oder zu verachten, so wie wir. Charlie schmeckt es zwar auch nicht, aber es ist ihre Sache, wenn sie sich weiter mit ihr trifft.“ „Wenn sie sich nach der Aktion nochmal mit der trifft, frag ich mich echt, wo Daphnes PrioritĂ€ten liegen?!“, schimpfte Ginny, worauf Hermione seufzte und auch ein etwas verletztes Gesicht machte, sodass Ginny sie beruhigend bei der Hand nahm, da sie ahnte, dass diese Beschimpfung ihre Freundin sehr viel mehr getroffen hatte, als sie bereit wĂ€re zuzugeben.
„Die blöde Kuh kriegt auch noch was sie verdient. Aber wer weiß? Vielleicht Ă€rgert sie sich jetzt zu Tode, weil Draco dich will“, grinste Ginny diebisch und stellte sich die Szenerie zudem bildlich vor, wie Parkinson fluchte, zeterte und blutrot anlief, bis ihr schließlich der Kopf explodierte. Ob dort ĂŒberhaupt etwas drin war, außer Stroh?
Hermione bemerkte das teuflische Grinsen auf den ZĂŒgen ihrer Freundin, was nicht unbedingt etwas Gutes verhieß, weswegen sie Ginny zum Herrenausstatter lotste, um nach den Jungs zu sehen. Blaise wĂŒrde ihr GemĂŒt sicher schnell abzukĂŒhlen wissen, und sie vor allem von ihren unheilvollen Gedanken ablenken.
Zu ihrer großen Überraschung entdeckten sie Katie und Marcus, die gerade aus der kleinen Apotheke kamen und, Ginny mochte es kaum glauben, sich kĂŒssten. Wobei. . . KĂŒssen war nicht ganz die richtige Bezeichnung, denn Katie hatte ihm lediglich einen Kuss auf die Wange gehaucht, lĂ€chelte nun aber und sprach ihm scheinbar ermutigend zu. Marcus selbst machte auch einen recht zufriedenen Eindruck.
„Kneif mich mal“, bat Ginny, der noch immer etwas der Mund offen stand. Parkinson war damit vergessen. Hermione grinste indes, tat ihr aber den Gefallen „AU!“, bevor sie auf die beiden Älteren zutrat, die sich gerade, hĂ€ndchenhaltend, auf den Weg machen wollten.
„Katie!“, rief Hermione die ehemalige Gryffindor, die sofort innehielt und sich der Stimme zuwandte. Als sie Hermione und Ginny sah, die noch immer etwas vom Donner gerĂŒhrt dastand und Marcus anglotzte, blieb sie ebenfalls stehen und lĂ€chelte den beiden MĂ€dchen herzlich zu.
„Hey! Was macht ihr denn hier?“, schloss sie Hermione als erstes in die Arme, die Katie ihre EinkĂ€ufe zeigte. „Shoppen fĂŒr den Halloweenball.“ „Nein. Wirklich? Hat sich die Schulleitung wieder zu einem entschlossen?“, hakte Katie erstaunt nach. Hermione nickte, und meinte dann noch: „Genauso zu einem Weihnachts- und FrĂŒhlingsball“, bevor sie zu Marcus sah, der ein wenig hinter Katie stand und offensichtlich gerade nicht so richtig wusste, was er machen sollte.
„Hallo Marcus“, begrĂŒßte Hermione auch ihn mit einem LĂ€cheln und reichte ihm die Hand, die er schließlich ergriff. „So schnell sieht man sich wieder“, meinte er. „Kann man wohl sagen. Gut siehst du aus“, entgegnete sie ihm, da er recht formell gekleidet war. Schwarze Hose, hellblaues Hemd mit dunkelblauer Krawatte und einem schwarzen Sakko, samt passendem Umhang.
„BewerbungsgesprĂ€ch“, erklĂ€rte Katie und deutete auf die Apotheke. „Oh! Und?“, erkundigte sich Hermione gleich interessiert, worauf Marcus wieder zufrieden grinste. „Sieht gut aus.“ „Sehr gut“, bestĂ€tigte Katie und sah zurĂŒck zu Hermione. Mittlerweile war auch Ginny etwas nĂ€her getreten.
„Hey“, brachte sie etwas steif hervor. Zwar wusste sie durch Tonks, dass Flint Hermione und Draco vor einer Weile mit diesem komischen Typen hier in Hogsmeade geholfen hatte, dennoch schaffte sie es nicht ganz so unbefangen an ihn heranzutreten, da sie ihn ja auch kaum kannte.
„Ginny, hey. Wie geht's dir?“ „Gut.“ „Seid ihr allein hier?“, sah Katie fragend zu Hermione, die mit dem Kopf schĂŒttelte und auf den Herrenausstatter deutete. „Die Jungs mussten sich auch noch ein paar AnzĂŒge und UmhĂ€nge besorgen. Wir wollten mal schauen, wo sie bleiben.“ „Wie geht's dem kleinen Drachen? Hat sich das Ministerium nochmal irgendwie gezuckt?“, bohrte Marcus vorsichtig und begann sich nebenher die Krawatte zu lockern. Die Dinger hatte er schon in der Schule gehasst.
Am Ende zog er sie ganz auf und steckte sie in die Hosentasche. Zumindest versuchte er es. Katie nahm sie ihm aber gleich ab und ließ sie in ihrer Handtasche verschwinden, wĂ€hrend sich Marcus noch die obersten zwei Knöpfe aufmachte. So fĂŒhlte er sich wesentlich wohler.
„Wer?“, fragte Ginny auf den Kosenamen, obwohl ihr bereits der entsprechende Gedanke kam, den ihr Hermione bestĂ€tigte. „Draco. Und nein, es blieb, Merlin sei Dank, alles ruhig. Er ist mit Blaise, Charlie und Harry vermutlich noch da drin“, deutete sie mit dem Kopf nochmal in Richtung des Herrenausstatters. Auf die ErwĂ€hnung Harrys, blinzelte Marcus kurz.
„Potter?“ „Kennst du noch einen?“, schmunzelte Hermione. „Nein. Jetzt sag mir noch die vertragen sich?“ Marcus war ĂŒber diese ErklĂ€rung doch ein wenig ĂŒberrascht, wusste er doch, wie sehr sich die Beiden ĂŒber die Jahre bekriegt hatten. Wobei. . . Das hatte Draco auch mit der Hexe vor seiner Nase getan und jetzt?
„Ob du's glaubst oder nicht, aber ja. Sie haben sich vertragen und helfen Harry mit dem Anzug.“ „Ich sollte mich eigentlich ĂŒber nichts mehr wundern, oder?“ „Nein“, grinste Hermione. Nur einen Moment spĂ€ter öffnete sich die TĂŒr und ein ziemlich fertiger Harry trat nicht nur aus dieser, sondern flĂŒchtete schon fast.
„Mione! Oh Merlin, ich sag dir, lieber geh ich in Zukunft mit einer Frau Klamotten kaufen, als nochmal mit den Dreien. Sie. . .“, hielt Harry inne, als er neben Katie auch noch Marcus erkannte und ebenfalls recht perplex blinzelte.
„Flint?“ „Potter“, meinte Marcus nur, und das auch ein wenig distanziert, worauf Hermione die Augen verdrehte. MĂ€nner! „Er heißt Marcus, Harry“, belehrte sie ihren langjĂ€hrigen Freund, der nun Hermione ĂŒberrascht ansah. Diese richtete sich dann aber an Marcus.
„Und er heißt nicht Potter, sondern Harry“, machte sie auch ihm klar, als es aus dem GeschĂ€ft schon fast wĂŒtend „POTTER!“ donnerte. Marcus konnte auf den Ausruf nicht anders, als schadenfroh zu grinsen, wĂ€hrend Harry zusammenzuckte und sich hinter Hermione etwas kleiner machte.
„Hilf mir!“, flehte er halb, als Draco, doch ein wenig sauer, aus dem GeschĂ€ft trat. Blaise und Charlie hinter ihm, wobei Blaise bereits gehĂ€ssig grinste. Hermione wollte auf den Anblick nicht wissen, was die Vier getrieben hatten. Da sie aber wusste, wie pedantisch die Schlangen in manchen Bereichen waren, allen voran Draco, da war Harry jetzt gerade wirklich nicht zu beneiden.
„Wir sind noch nicht fertig!“, meckerte Draco weiter und wollte den Helden bereits am Kragen packen, als er auch noch den Rest bemerkte. Allen voran Katie und Marcus.
„Was machst du denn hier?“ „Ich hatte einen Termin. Und ihr habt, wie ich sehe, noch immer Spaß daran Gryffindors Helden zu quĂ€len“, stellte Marcus ein wenig gehĂ€ssig fest, worauf Blaise noch breiter grinste „Oh ja“, wĂ€hrend Draco unheilvoll zurĂŒck zu Harry sah.
„Ich brauch nicht auch noch neue Schuhe!“, jammerte Harry schon fast, traf bei Draco damit aber einen richtig fiesen Nerv. „Du rennst nicht mit irgendwelchen abgelatschten Tretern auf der Feier rum!“ „Genau!“, stimmte Blaise mit ein. „Du begleitest schließlich eine unserer Ladies. Da hast du vernĂŒnftig auszusehen.“ „Nicht zu vergessen, dass du bis dahin wenigstens ein paar Tanzgrundschritte drauf haben solltest!“, meckerte Draco weiter, und hatte Harry nun doch noch am Wickel, der erneut hilfesuchend zu Hermione schaute. Die sah ihn aber entschuldigend an.
„Tut mir leid Harry, aber sie haben Recht. Das sollte optisch schon alles stimmig sein. Genauso mit dem Tanzen. Wenn du Astoria so auf den FĂŒßen herumtrampelst, wie mir gestern, macht das keinen guten Eindruck.“ „Aber. . .“, wollte er noch protestieren, doch Draco ließ ihm keine Chance zu flĂŒchten. Sein Blick fand sich dann allerdings nochmal bei Katie ein, die auf das Bild nicht nur amĂŒsiert schmunzelte, sondern schon hinter vorgehaltener Hand leise lachte.
„Hast du dann noch was vor?“ „Eigentlich nicht, oder?“, sah sie zu Marcus, der mit dem Kopf schĂŒttelte, sodass sie sich wieder zu Draco drehte. „Warum?“ „Ich bin dir noch ein Butterbier schuldig. Dir genauso“, sah er zu Marcus, der kurz ĂŒberlegte, was er meinte, bevor er abwinkte.
„Vielleicht lass ich zu, dass die einen von uns einbuchten. Soweit kommt's noch!“, schimpfte Marcus, bevor er sich weiter erkundigte: „Was ist eigentlich mit diesem komischen Typen geworden, der euch damals angegriffen hat? FĂŒr den Fluch hĂ€tten sie den einbuchten mĂŒssen!“, meckerte er. Draco zuckte aber nur mit den Schultern, bevor er meinte: „Keine Ahnung. Vermutlich sind sie dem nicht weiter nachgegangen. Immerhin bin ich hier der böse Todesser“, schnalzte Draco sarkastisch, wĂ€hrend Hermione mit den Augen rollte, sich dann aber auch wieder auf Katie und Marcus konzentrierte.
„Kommt ihr noch mit in die Drei Besen? Dann können wir uns diesmal in Ruhe noch ein bisschen unterhalten. Schuhe kaufen sollte ja nicht so lange dauern, oder?“, sah sie ein wenig fragend zu den drei Schlangen, die schon wieder durchtrieben grinsten. Dracos Blick wiederum fiel ein wenig unheilvoll auf Harry.
„Kommt ganz darauf an, wie zickig sich Potter dabei hat.“ „FĂŒr mich sieht halt eins wie das andere aus!“, verteidigte sich Harry. „Was mal wieder beweist, dass du keine Ahnung in Sachen Stil hast. Mionchen hat wirklich gut daran getan, dich in unsere fachmĂ€nnische Obhut zu geben“, meinte Blaise und grinste wieder etwas feist, bevor sein Blick auf die EinkĂ€ufe der MĂ€dchen fiel.
„Und ihr? Habt ihr etwas Schönes bekommen?“ „Mehr als schön“, gab Ginny ihm verschwörerisch zurĂŒck, sodass er Anstalten machte, sich ihre EinkĂ€ufe nĂ€her zu besehen. Ginny entzog ihm diese allerdings.
„Nicht so voreilig, mein Lieber. Das gibt's erst zu Halloween zu sehen“, neckte sie ihn. „Verrat mir wenigstens die Farbe.“ „Nein.“ „Lang oder kurz? Schön eng oder weit ausfallend?“ „Nein“, blieb Ginny dabei und tĂ€tschelte ihm tröstend die Wange. „Ich verrat dir nur so viel, dass es dir gefallen wird.“ „Auch das drunter?“, grinste er feist.
„Blaise!“, schimpfte Hermione. Der Slytherin grinste aber auch weiter, in was Ginny letztlich einstimmte und sich ihre Schlange kurz etwas ran zog, der sie ins Ohr flĂŒsterte. Hermione musste es nicht hören, um zu wissen, dass es etwas ziemlich Dreckiges war, denn Blaise' Grinsen sagte alles. Der schaute dann auch gleich wieder auf Ginny.
„Damit wĂ€re ich in der Tat einverstanden.“ „Dacht ich mir“, grinste Ginny auch weiter. Im nĂ€chsten Moment flankierte Blaise Harry auf der anderen Seite, um ihn am FlĂŒchten zu hindern. „Dann lasst und mal schnell noch die passenden Schuhe fĂŒr dich besorgen.“ Mit diesen Worten machten die drei Schlangen mit ihrem Opfer kehrt, um nochmal in dem GeschĂ€ft zu verschwinden. Die MĂ€dchen nahmen es kopfschĂŒttelnd zur Kenntnis, bevor sie sich auf den Weg zu den Drei Besen begaben. Marcus ein wenig ĂŒberrascht, denn so wie es schien, hatte Blaise ganz offensichtlich was mit dem Miniwiesel. Eine, wie er fand, recht seltsame Konstellation, andererseits war er inzwischen ja auch irgendwie bei einer Löwin gelandet. Und so, wie er Draco vor ein paar Wochen mit der Gryffindor erlebt hatte, dann schien sich der Kleine auch in der Richtung orientiert zu haben.
Schließlich kamen sie an der Schenke an und verschwanden im Innern, wo sie zeitnah Neville und Luna entdeckten, die bereits einen der größeren Tische, in einer der Nischen, in Beschlag genommen hatten. Nur wĂŒrde der nicht reichen, wenn der Rest noch kam, weswegen sie sich gleich ein paar StĂŒhle heranholten. Als Neville die beiden zusĂ€tzlichen Personen bemerkte, war er doch etwas ĂŒberrascht. Katie erkannte er und schloss die ehemalige Löwin in eine kurze Umarmung.
„Katie. Das ist ja eine Überraschung. Mit dir hĂ€tte ich jetzt gar nicht gerechnet. Was machst du denn hier?“, fragte auch er, wo sie auf Marcus verwies. „Wir hatten einen Termin. Hermione und Ginny haben uns vorhin zufĂ€llig auf der Hauptstraße aufgegabelt.“ „Verstehe. Und wer ist dein Freund?“, sah Neville freundlich zu Marcus, den er noch immer nicht weiter erkannt hatte.
„Marcus Flint“, lĂ€chelte Katie. Neville nickte so auch kurz verstĂ€ndig, bis er den Namen richtig verinnerlicht hatte. Er stockte und sah den ehemaligen Slytherin perplex aus großen Augen an. „Flint?“, wiederholte er ĂŒberrascht. Marcus verzog auf Nevilles Ausdrucksweise allerdings ein wenig sĂ€uerlich das Gesicht.
„Zuletzt hieß ich noch so. Hast du irgendein Problem damit?“, entwich es ihm leicht angriffslustig. Katie legte ihm aber gleich beschwichtigend die HĂ€nde auf die Schulter, da sie wusste, dass er noch immer arg mit den dunklen Schatten der Vergangenheit und der allgemein schlechten Meinung der Menschen, ĂŒber alle Slytherins, zu kĂ€mpfen hatte. In der Richtung war er ziemlich schnell reizbar, wie schon frĂŒher. Neville hatte die plötzliche Spannung allerdings auch registriert und lenkte rasch ein.
„Nein. Nein, ganz und gar nicht. Ich war nur ĂŒberrascht“, beschwichtigte er Marcus, sah aber doch mal kurz verwundert zu Hermione, die kaum merklich lĂ€chelnd nickte, sodass er den Slytherin wieder ganz in Augenschein nahm und sich an einem LĂ€cheln versuchte.
„Wollt ihr auch etwas trinken? Ich hab gerade erst bei Madam Rosmerta bestellt. Da geh ich die Bestellung noch schnell etwas erweitern.“ „Zwei Butterbier, oder?“, sah Katie fragend zu Marcus, der noch immer etwas feindselig guckte, dann aber nickte. „Mach drei draus“, meinte Ginny, was Hermione mit einem „Vier“ schloss. Damit verschwand Neville an den Tresen, wĂ€hrend die Vier Platz nahmen und etwas auf der Eckbank zusammen rutschten. Dabei fiel Marcus' Blick auf Luna.
„Und wer bist du, wenn man fragen darf?“ „Luna Lovegood“, entgegnete sie ihm lĂ€chelnd. „Luna ist in meinem Jahrgang und Ravenclaw“, erklĂ€rte Ginny ihm kurz genauer, worauf er nickte. Sein Blick fiel dann allerdings wieder auf Katie. Unsicher.
Wirklich wohl fĂŒhlte er sich unter der Horde Löwen im Moment nicht gerade. Und das fiel nicht nur Katie, sondern auch Hermione auf, die schließlich versuchte, ein GesprĂ€ch anzuzetteln, damit die Anspannung von dem Slytherin abfiel, bevor der Rest eintrudelte. Sie war sich sicher, dass er sich eher entspannte, wenn noch ein paar Schlangen mit am Tisch saßen.
„Auf was fĂŒr eine Stelle hast du dich denn beworben?“, erkundigte sich Hermione. „Eine Ausbildung zum Apotheker und TrĂ€nkebrauer.“ „Ausbildung?“, stutzte Ginny. „Du bist doch aber schon seit drei Jahren aus der Schule raus.“ „Ja!“, gab Marcus ihr etwas bissig zurĂŒck.
„Dummerweise hab ich meine erste Ausbildung nach einem Jahr abbrechen mĂŒssen, weil der Laden wegen der ganzen Scheiße, die kam, dicht gemacht hat. Danach hab ich nichts mehr gefunden und es auch vorgezogen, erstmal aus England zu verschwinden!“, zischelte er, sodass Katie ihm wieder beruhigend die Hand auflegte, wĂ€hrend Ginny etwas kleiner wurde.
„Es sieht jetzt doch aber richtig gut aus. Onkel Louis' Freund war doch recht angetan von deinen Fertigkeiten“, beschwichtigte Katie ihren Freund, der ein wenig brummelnd nickte. Auf der einen Seite war Marcus ganz froh, dass er durch Katies Hilfe und gewissermaßen auch die Kontakte ihrer Familie, endlich die Möglichkeit bekam, wieder richtig Fuß zu fassen. Auf der anderen Seite verletzte es doch mĂ€chtig seinen Stolz und sein Ego, dass er auf eine derartige Hilfe seitens der Löwin angewiesen war. Nach all den Vorkommnissen der letzten beiden Jahre, war es allerdings im Moment wirklich die einzige Option, die ihm blieb.
„Die Leute werden sich mit der Zeit auch wieder beruhigen und ihre dumme Einstellung zu den HĂ€usern beilegen. Man kann einen Menschen schließlich nicht allein darĂŒber beurteilen. Das ist Blödsinn“, meinte auch Hermione, zu der Marcus dennoch etwas angesĂ€uert sah. „Trotzdem ist es so!“ „WĂŒrde ich nicht behaupten“, schmunzelte die Gryffindor und bekam freudig UnterstĂŒtzung von Luna.
„Ich habe sehr viel nettere Menschen aus Slytherin kennengelernt, als in meinem Haus. Es macht Spaß mit Blaise und den anderen. Und du bist doch auch gerne mit Katie zusammen, oder?“, bohrte die Ravenclaw, wo Marcus kurz eine peinliche Röte in die Wangen schoss, die aber binnen eines Augenblickes wieder verschwand.
„Wie habt ihr euch eigentlich wieder gesehen?“, erkundigte sich schließlich Neville interessiert. Zwischenzeitlich servierte Madam Rosmerta die ersten GetrĂ€nke und erkundigte sich nach den EssenswĂŒnschen.
„Wir warten noch auf die Anderen“, entgegnete Hermione ihr. „Wie viele Personen kommen denn noch?“ „Mindestens sechs. Vielleicht auch noch zwei mehr. Habt ihr Theo gesehen?“, richtete sich Hermione an Neville. Der schĂŒttelte mit dem Kopf. „Nicht wirklich. Vielleicht ist er mit Sally auch woanders hin.“ „Möglich“, murmelte Hermione und richtete sich wieder an die Wirtin.
„Der Rest kommt sicherlich auch bald. Solange warten wir noch.“ Die Blonde nickte daraufhin nur und verschwand wieder hinter dem Tresen, sodass sich die Freunde erneut ihren GesprĂ€chen widmen konnten, wo nun vornehmlich Katie und Marcus im Fokus standen.
„Also, wo habt ihr euch wieder getroffen?“, setzte Neville seine Frage von eben nochmal an. „Oh, na ja. Im Ministerium, als wir nochmal unsere Aussagen gemacht haben. Marcus hat mich im Anschluss gefragt, ob ich mutig genug bin und es wage, mit ihm einen Tee trinken zu gehen. Und was eine echte Löwin ist, die begibt sich auch in eine Schlangengrube“, schmunzelte Katie keck und warf allen voran Hermione einen gewieften Blick zu, bevor sie kurz zu Marcus sah und sich letztlich weiter erklĂ€rte.
„Wir haben anfangs eigentlich nur ĂŒber Quidditch geredet, weil wir sonst kein richtiges Thema hatten, bevor wir dann etwas mehr auf euch zu sprechen gekommen sind“, sah sie zu Hermione. „Wie uns?“ „Dich, Draco. Allgemein die Vorkommnisse halt. Auch, dass du und Ginny euch wohl schon lĂ€nger mit Blaise und Charlie getroffen habt. Wir haben, aufgrund dessen, dann auch mal ein etwas nĂŒchternes ResĂŒmee fĂŒr uns gezogen, was unsere Ansichten und auch diese HĂ€userfeindschaft angeht. Die Fehde zwischen unseren HĂ€usern existiert ja schon seit der SchulgrĂŒndung. Wir haben sie weitergefĂŒhrt, obwohl die Leute, die sie begonnen haben, schon lange nicht mehr leben und wir gar nichts mit diesen Menschen gemein haben. DarĂŒber hinaus hat sich keines der beiden HĂ€user je die MĂŒhe gemacht, die Menschen in diesen ĂŒberhaupt erstmal nĂ€her kennenzulernen. Stattdessen haben wir sie von vornherein verachtet. Beide Seiten haben, was das angeht, Fehler gemacht. Das war es, was uns dann auch klar geworden ist, als wir etwas ĂŒber euch nachgedacht haben. Du hast damals zu Dracos Verhandlung ja auch noch gesagt, dass man einen Menschen nicht einfach in eine Schublade stecken kann, nur weil andere es aus Bequemlichkeit und Dummheit machen. Dass man jedem eine ehrliche Chance geben soll. Tja, und das haben wir dann auch gemacht und uns, unabhĂ€ngig von unseren HĂ€usern, neu kennengelernt.“ „Und es hat euch gefallen, richtig?“, schloss Luna mit einem LĂ€cheln, worauf die Beiden nickten.
Schließlich ging die TĂŒr auf, in der die vier Jungs auftauchten. Harry sichtlich mit den Nerven am Ende, wĂ€hrend die drei Schlangen, allen voran Blaise und Draco, diebisch grinsten. Kurz darauf hatten sie in der Ecke ihre Freunde ausgemacht und gesellten sich zu ihnen.
„Nie wieder“, stöhnte Harry, als er sich fertig auf einen der StĂŒhle fallen ließ und in dem noch etwas zusammensank. „Was habt ihr denn mit Harry gemacht?“, wunderte sich Neville. „Nur einkaufen“, antwortete Blaise gelassen und lehnte sich lĂ€ssig in seinem Stuhl zurĂŒck, nachdem er sich einen Kuss von Ginny geholt hatte. Harry derweil fuhr hoch.
NUR? Ihr drei. . .“, deutete er anklagend auf die Schlangen. „. . . seid echte Terroristen. Ihr habt mich mit den ganzen AnzĂŒgen und allem gefoltert!“, schimpfte Harry, wĂ€hrend die MĂ€dchen grinsten. „Nun sei nicht so zimperlich“, lachte Ginny, wĂ€hrend sich Hermione an die Schlangen richtete. „Hat er jetzt wenigstens alles?“ „Alles perfekt“, meinte Blaise. Die Ansicht konnte Draco jedoch nicht ganz teilen.
„Hast du gestern noch etwas geĂŒbt?“ „Äh. . .“ „Ich warne dich, Potter. Wenn du Astoria auch nur einmal auf die FĂŒße trittst, dann zeig ich dir, was ein echter Terrorist ist!“, drohte er ihm, worauf er schluckte und hilfesuchend zu Hermione sah. Der fiel auf Dracos Drohung aber noch eine andere kleine Sache ein.
„Hast du inzwischen mit ihr gesprochen?“, bohrte sie und musste mit ansehen, wie Harry etwas ertappt zusammenzuckte, sodass Hermione nun leicht empört nach Luft schnappte. „Harry James Potter! Du holst das dann endlich nach!“ „Was?“ bohrte Blaise, der interessiert zwischen Hermione und Harry hin und her sah.
„Ich bin . . . bin noch nicht dazu gekommen und. . .“ „Keine Ausreden mehr!“, schimpfte Hermione leicht, bevor sie ihn mit schrĂ€g gehaltenem Kopf ansah. „Oder willst du nicht mehr?“ „Doch! NatĂŒrlich will ich!“, platzte es energisch aus Harry heraus, was Hermione zufrieden nicken ließ, bevor sie sich wieder auf ihre Schlangen konzentrierte.
„Könnt ihr Harry noch ein bisschen was in Sachen Etikette beibringen?“ „Etikette?“ „Ja. Er ist sich in manchen Bereichen unsicher, wie er sich auf der Feier angemessen zu verhalten hat.“ „Hermione!“, jammerte Harry, da sie es vor den anderen ansprach. „Du redest von so etwas wie Tischmanieren?“, hakte Charlie nach. Hermione nickte.
„Unter anderem. HauptsĂ€chlich aber, wie er sich zu der Feier Astoria gegenĂŒber formell zu verhalten hat.“ „Angefangen damit, dass du ihr nicht auf den FĂŒßen rumtrampelst“, begann Draco. „Hol sie vor den Kerkern ab“, machte Blaise weiter. „Ein kleines Blumengesteck fĂŒr das Handgelenk macht sich auch ganz nett. Bei der Gelegenheit kannst du ihr auch einen Handkuss geben. Das zeugt von Stil und vor allem von deinem Interesse“, erlĂ€uterte Charlie weiter, dem Harry nun doch etwas interessierter lauschte.
„Achte auf ihre BedĂŒrfnisse. Wenn sie tanzen möchte, tanz mit ihr.“ „Hör ihr zu, wenn sie dir etwas sagt und lass dich nicht ablenken.“ „Zeig ihr, dass sie die einzige Person ist, fĂŒr die du dich interessierst und die deine Aufmerksamkeit genießt.“ „Wenn möglich, lies ihr ihre WĂŒnsche von den Augen ab, oder frag sie zumindest hin und wieder, ob sie etwas trinken möchte oder dergleichen.“ „Essen! Ganz wichtig. Gerade sitzen und nicht schlingen.“ „Nicht mit vollem Mund reden und dich vor allem nicht bekleckern. Es sei denn, du willst sie vergraulen.“ „Nach dem Essen Pfefferminzdrops nicht vergessen, wenn du noch einen besonderen Leckerbissen haben willst“, grinste Blaise und wackelte mit den Augenbrauen, wĂ€hrend Harry nickte.
„Habt ihr noch mehr?“ „HĂ€ttet ihr ihm nicht schon frĂŒher solche Tipps geben können?“, maulte Ginny ein wenig, der sich Blaise gleich wieder mit vollem Herzblut widmete. „Neidisch? Du weißt, dass ich alles fĂŒr dich tun wĂŒrde, meine kleine FĂŒchsin.“ „Ich will `nen Kuss.“ „Nur einen?“, grinste Blaise feist und erfĂŒllte ihr schließlich ihren Wunsch, worauf der Rest am Tisch grinste. Marcus noch immer angenehm ĂŒberrascht, wĂ€hrend Katie schmunzelnd zu Hermione sah.
„Weißt du, ich wĂŒrde nur zur gern mal etwas MĂ€uschen in Hogwarts spielen, wenn ich euch so sehe.“ „Wir können McGonagall ja fragen, ob wir ein paar GĂ€ste zu der Feier einladen dĂŒrfen!“, sprudelte es spontan aus Blaise heraus. „So ein paar Ehemalige, die zusammengefunden haben. . . Wie kam es eigentlich?“, fragte auch er, sodass Katie den Übrigen die Geschichte nochmal erzĂ€hlte. Als sie fertig war, grinste Blaise.
„Was doch alles Gutes dabei herauskommt, wenn Schlangen und Löwen zusammenarbeiten. Ein Glas Elfenwein darauf!“, rief er und orderte gleich entsprechendes bei Madam Rosmerta. Als diese die GlĂ€ser unter den zehn jungen Leuten verteilt hatte, erhob sich Blaise mit seinem Glas.
„Auf uns, wĂŒrde ich sagen, und die neuen ZusammenschlĂŒssen unter Slytherin und Gryffindor“, prostete er in Katies und Marcus' Richtung, was Katie eine leichte Röte auf die Wange zauberte, die allerdings mit einem zufriedenen LĂ€cheln verbunden war.
„Möge es ewig wĂ€hren“, meinte Blaise noch ergĂ€nzend und stieß schließlich mit den anderen an, die sich den guten Wein schmecken ließen. Nur einen Moment spĂ€ter war Madam Rosmerta wieder da und erkundigte sich erneut nach den EssenswĂŒnschen, die die Freunde diesmal abgaben, da eigentlich nur noch die Greengras Schwestern fehlten.
Die Meute verfiel dann auch in angeregte GesprĂ€che, die sich bei den Jungs und Ginny irgendwann verstĂ€rkt um Quidditch drehten und so zu einer angeregten Debatte wurden. Über die unterschiedlichen Teams, aber auch ĂŒber die nĂ€chste Ausrichtung der Weltmeisterschaft in Bulgarien im kommenden Jahr, da es in diesem Jahr aufgrund der Vorkommnisse nicht tragbar war.
Katie nahm es schmunzelnd auf, da Marcus bei diesen GesprĂ€chen verstĂ€rkt begann aufzutauen und einmal doch tatsĂ€chlich Harry zustimmte. Sie freute sich fĂŒr ihn, dass er mal richtig abschalten und vergessen konnte, was war. Dass er jetzt hier, einfach er selbst sein konnte, so wie sie ihn in den letzten Wochen mehr und mehr gesehen hatte. Frei von irgendwelchen ZwĂ€ngen und vorgefertigten Meinungen. Das positive GesprĂ€ch mit Mr. Mullpepper hatte ihm heute noch zusĂ€tzlich etwas Auftrieb verliehen. Ja, heute war in der Tat ein guter Tag.
Letztlich sah sie zu Hermione, die ebenfalls mit einem LÀcheln die angeregte Debatte unter den jungen MÀnnern verfolgte. Dabei fiel Katie auf, dass Hermione vornehmlich Draco im Blick hatte, und ihr LÀcheln nicht einfach nur zufrieden, aufgrund der harmonischen Situation zwischen Löwen und Schlangen war. Da war mehr. Sehr viel mehr. Katie mochte es nicht ganz greifen, aber es hatte etwas von Lunas sonst so vertrÀumten Blick. Ganz offensichtlich war die Löwin gerade etwas in ihrer eigenen kleinen Welt, in der Draco höchstwahrscheinlich eine tragende Rolle spielte. Wie tragend, interessierte Katie, weshalb sie Hermione etwas aus ihren Gedanken riss.
„Sag mal. . .“ „Hm?“ „Du und Draco. Kann es sein, dass da inzwischen mehr ist, als nur Freundschaft?“, begann Katie vorsichtig und bekam eine recht deutliche Antwort, denn Hermione wurde zart rot. „Was. . . Wie . . . wie kommst du denn jetzt darauf?“, fragte sie und sah kurz etwas unsicher zu den Jungs, die Katies Frage jedoch nicht registriert hatten, sondern weiter quatschten. Katie sah es und deutete Hermione, mit ihr an den Tresen zu gehen, wofĂŒr sie dankbar war.
„Da ist etwas. Hab ich Recht?“ „Ja“, meinte Hermione leise und sah etwas matt zu den Jungs, wo Blaise gerade halb auf Harry hing und mit ganzem Körpereinsatz irgendwelche Manöver erklĂ€rte. Marcus gab dann auch noch seinen Senf dazu, wĂ€hrend Ginny heftig zustimmend nickte. Draco grinste ĂŒber beide Ohren und verfiel schließlich in ein herzhaftes Lachen, wie auch die Anderen, als Blaise das Gleichgewicht verlor und beinahe einen Abflug gen Boden gemacht hĂ€tte. Marcus und Harry hatten ihn allerdings geradeso noch festhalten können.
„Will er nicht mehr zwischen euch?“ „Was?“ „Draco? Ich hatte zuletzt eigentlich den Eindruck, dass du ihm. . .“ „Das ist es nicht“, unterbrach Hermione Katie, die nicht ganz verstand, sodass Hermione es ihr etwas wehmĂŒtig erklĂ€rte. Den Blick auf den Blonden gerichtet, der schon LachtrĂ€nen in den Augen hatte.
„Draco hat mir vor einer Weile gesagt, dass er mich liebt.“ „Wirklich?“, staunte Katie. Mit so einer Direktheit seitens des Slytherin, hĂ€tte sie jetzt nicht gerechnet. Hermione nickte und sah wieder etwas bekĂŒmmert zu ihrem Freund, was Katie noch weniger verstand.
„Was ist passiert? Hat es nicht . . . geklappt?“ „So weit kam es gar nicht. Ich hab. . . Ich hab ihm Nein gesagt“, gestand sie der ehemaligen Löwin, die verwirrt die Augenbrauen krauszog. „Warum? Also. . . Ich hĂ€tte gedacht, du magst ihn inzwischen und. . . Na ja, du. . .“, wusste Katie nicht, wie sie es sagen sollte. Hermione seufzte.
„Das tu ich auch. Ich hab ihn furchtbar lieb und ich bin auch wahnsinnig gern in seiner NĂ€he. Wenn ich ehrlich sein soll, kann ich mir inzwischen schon gar nicht mehr vorstellen, wie es wĂ€re, wenn ich ihn plötzlich nicht mehr um mich hĂ€tte. Ich weiß, dass mir etwas gewaltig fehlen wĂŒrde.“ „Aber?“, hakte Katie nach, denn das alles klang gehörig nach einem Aber. Hermione seufzte dann auch schon und sah nun direkt zu der Älteren.
„Du weißt sicherlich noch, dass ich vor zwei Jahren von jemandem all diese Briefe bekommen habe.“ „Ja sicher. Das hatte sich ja im ganzen Turm herumgesprochen. Du hast dich doch dann auch auf dem Ball mit dem getroffen?“ „Genau. Und er hat mir damals versprochen, zu mir zurĂŒckzukommen, wenn das Dunkel verschwindet. Ich weiß durch einen Zauber, dass er noch lebt und dass er mich nicht vergessen hat. Dass da noch immer Liebe ist, aber er meldet sich nicht“, wurde Hermione wieder etwas bekĂŒmmert und spielte gedankenverloren mit ihrer Kette, die ihr, wenn sie ĂŒber alles, was seither war, nachdachte, immer auf eine gewisse Art und Weise GlĂŒck gebracht hatte. UnverschĂ€mtes GlĂŒck, welches meist in der Form ihrer Freunde gekommen war. Angefangen bei Draco. Sie war sich sicher, dass sie ohne dieses kleine, magische SchmuckstĂŒck den Krieg nicht ĂŒberlebt hĂ€tte, was fĂŒr sie ja auch noch ein Grund gewesen war, zu warten, wenngleich die Magie der Kette ihr offensichtlich nicht das GlĂŒck bescheren wollte, Ben wiederzusehen.
„Oh“, entwich es Katie aufgrund der ErklĂ€rung. „Das heißt, du wartest auf ein Zeichen von ihm?“ „Irgendwie sowas, ja. Allerdings. . . In den letzten Wochen ist so viel passiert. Auch zwischen Draco und mir. Er hat mir vor zwei Wochen gesagt, dass er mich liebt und ich hab . . . ich hab ihn furchtbar verletzt und wehgetan, weil ich auf Ben gehofft habe. Die Tage danach waren grĂ€sslich und. . . Ich weiß nicht, mir ist in der Zeit aber klar geworden, dass ich Draco nicht verlieren will. Dass er mir wichtiger ist, als ich gedacht habe. Dass da auch diese Art der GefĂŒhle fĂŒr ihn sind. Und das nicht zu wenig.“ „Und du weißt jetzt nicht, ob du es ihm sagen sollst oder. . .“ „Ja. Nein. Es. . . Ich hab GefĂŒhle fĂŒr Draco. Aber eben nicht nur fĂŒr Draco. Da ist auch noch etwas fĂŒr Ben. Ich hab fĂŒr beide starke GefĂŒhle und da. . . Ich fĂŒhl mich innerlich irgendwie ein bisschen wie zwischen zwei StĂŒhlen. Auf der einen Seite ĂŒberkommt es mich immer mehr, dass ich gerne mit Draco zusammen sein will, auf der anderen fĂŒhl ich mich dann aber schlecht, wegen Ben. Ich weiß, dass ich nicht beide haben kann. Im Moment kann ich aber keine klare Entscheidung fĂŒr mich treffen, weswegen ich auch ganz froh bin, dass Draco mich soweit mit diesen Dingen in Ruhe lĂ€sst. Ich weiß, dass er noch nicht aufgegeben hat. Meinte auch Ginny, weil Blaise wohl irgendwelche skurrilen VerkupplungsplĂ€ne schmiedet, keine Ahnung was“, seufzte Hermione und stĂŒtzte den Kopf auf der linken Hand ab, wĂ€hrend Katie diese ErklĂ€rung sacken ließ und nochmal zu dem Blonden sah, den sie sehr lange musterte, bevor sie sich wieder auf Hermione konzentrierte.
„Ich denke, ich versteh dich, aber. . . Ich glaube, du machst einen Fehler, wenn du weiter auf diesen Jungen warten willst. Ich hab das damals zwar alles nicht so ganz mitbekommen, aber du hast diesen Jungen doch nur an Halloween gesehen, oder?“ „Ja. Leider.“ „Dann. . . Versteh mich nicht falsch, aber ich denke, du solltest mehr die realen Dinge im Leben ernst nehmen als einen . . . Traum. Was ich meine ist, dass Draco wirklich da ist. Er hat dich vor ein paar Wochen vor diesem verrĂŒckten Typen beschĂŒtzt, was ihn ja gehörig in Schwierigkeiten gebracht hat. Genauso wĂ€hrend der Schlacht und dann diese Fluchgeschichte, von der du mir damals erzĂ€hlt hast. Und wenn er dir gesagt hat, dass er dich liebt, da. . . Mehr kannst du von einem Menschen doch kaum bekommen“, meinte Katie ruhig, worauf Hermione nickte und zu dem Blonden sah, der noch immer ĂŒber irgendetwas grinste, ihren Blick diesmal aber bemerkte. Nur einen Moment spĂ€ter, wurde aus dem amĂŒsierten Grinsen ein furchtbar warmes, liebevolles LĂ€cheln, was sich auch in seinen Augen wiederspiegelte und dem sich Hermione nicht verwehren konnte, denn sie erwiderte es. Katie sah es und zog die Aufmerksamkeit der Hexe kurz darauf zurĂŒck auf sich.
„Du solltest mit ihm darĂŒber reden“, mahnte Katie sie, worauf Hermione nickte. „Das werde ich auch. Allerdings erst nach Halloween.“ „Warum?“ „Ich will einen klaren Schlussstrich unter die Geschichte von vor zwei Jahren ziehen. Ich hab mich deshalb dazu entschlossen, den Abend abzuwarten und zu sehen, wie er verlĂ€uft. Falls Ben wieder auftaucht, dann . . . uhm. . .“ „Dann wĂ€hlst du ihn?“, fragte Katie etwas skeptisch und sah Hermione auch dementsprechend an. Die Gryffindor wich ihrem Blick allerdings aus und begann zudem auf ihrer Unterlippe herumzukauen.
So war eigentlich ihr ursprĂŒnglicher, rationaler Plan gewesen. Halloween abwarten und darauf hoffen, dass Ben sie nochmal auf der Feier ĂŒberraschte, damit sie mit ihm glĂŒcklich sein konnte. Nur wollte ihr Plan nicht mehr so richtig aufgehen, denn sie wusste bereits jetzt, dass sie, sollte das der Fall sein, dennoch nicht so klar entscheiden könnte. Der Grund war, dass sich bereits jetzt ein kleiner Teil in ihrem Innern breit gemacht hatte, der ganz gemein darauf hoffte, dass Ben nicht zurĂŒckkam, sodass ihr die Qual einer Entscheidung zwischen den beiden jungen MĂ€nnern erspart blieb.
Sie hĂ€tte dann zwei Jahre auf ihn gewartet, was in der Tat recht lang war, in Anbetracht der Tatsache, dass sie ihn nur einmal in Persona gesehen hatte und zudem nach wie vor nicht wusste, wer er wirklich war. Ganz anders Draco, von dem sie inzwischen so viele Facetten zu Gesicht bekommen hatte und mit dem sie sich inzwischen sogar stĂ€rker vorstellen konnte, gemĂŒtlich Weihnachten zu verbringen.
„WĂŒrdest du nicht“, vermutete Katie auf ihr Schweigen und die leicht gequĂ€lte Mimik, sodass Hermione sie wieder ansah. „Ich weiß es nicht. Ich hab mir diese Frist jetzt aber gesetzt und werde dann sehen, was wird. Sollte Ben zurĂŒckkommen, dann. . . Ich muss mich deswegen ja nicht gleich entscheiden. Immerhin hab ich ihn zwei Jahre nicht gesehen und vielleicht. . . Ich weiß nicht. Entweder der Zauber von damals ist noch vorhanden, oder er ist es nicht. Und ich. . .“ „Du machst bereits Abstriche“, stellte Katie ein wenig zufrieden fest, da Hermione sich sichtlich um dieses Thema wand.
„Das kannst du nicht so pauschal sagen. Ich hab keine Ahnung, wie es dann wĂ€re. Was dann wĂ€re. Ich werd einfach abwarten und . . . weitersehen.“ „Ich hoffe wirklich fĂŒr dich, dass du dann die richtige Entscheidung triffst“, meinte Katie leicht mahnend, worauf Hermione nickte „Das hoffe ich auch“ und wieder zu dem jungen Mann sah, der sich klammheimlich, wie auch recht frech, ohne ihre Erlaubnis, tief in ihr Herz gestohlen hatte, was er mit jedem Tag ein kleines bisschen mehr fĂŒr sich beanspruchte und wĂ€rmte.
Schließlich begaben sich die Beiden zurĂŒck zu den Anderen, die bester Laune waren. Nur einen Moment spĂ€ter kam Madam Rosmerta, mit zehn Tellern im Schlepptau, die von selbst ihr Ziel vor der richtigen Person fanden.
„Sieht lecker aus“, freute sich Blaise und rieb sich bereits die HĂ€nde. Charlie wiederum sah einmal mehr auf die TĂŒr des Lokals, die sich in der letzten halben Stunde mehrmals geöffnet hatte. Allerdings war in dieser nie Daphne zu sehen gewesen. Auch Astoria war noch nicht aufgetaucht, was ihm doch etwas Bauchschmerzen bereitete.
Er wusste, dass sich Daphne mit dieser Ziege treffen wollte, hatte aber nichts mehr weiter dazu gesagt, außer, dass es ihm nicht gefiel, da er nicht schon wieder einen Streit vom Zaun brechen wollte. Nicht so kurz vor der Feier. So weit kam es noch, dass er sich den Ball von dem hohlen Sumpfhuhn verderben ließ, wo die Ziege noch nicht einmal in der Schule war! Dennoch richtete er sich dann mal an Hermione und Ginny.
„Sagt mal. Habt ihr Daphne zufĂ€llig bei Madam Malkins gesehen?“ „Ja“, knurrte Ginny, die auf die Frage schlagartig auf Krawall gebĂŒrstet war, da Charlie unbewusst das Thema ansprach. „Rate mal, wer bei ihr war?“, zischelte sie sauer. Charlie verdrehte auf die Frage auch gleich die Augen und hĂ€tte am liebsten den Kopf auf den Tisch geschlagen.
„Brauchst gar nicht weiter reden“, bat er. Ginny ließ sich den Mund aber nicht verbieten. Vor allem, da sich der Rest sehr wohl fĂŒr dieses Thema zu interessieren begann. „Was war denn?“, wunderte sich Harry, zu dem Ginny prompt sah.
„Parkinson! Das war“, murrte sie. Blaise verschluckte sich auf die Aussage prompt etwas an seinen Rosmarinkartoffeln, dem Luna kurz krĂ€ftig auf den RĂŒcken schlug. „Was will die denn hier?“, krĂ€chzte er nur etwas spĂ€ter. „Das solltest du Daphne fragen“, gab Ginny ihm sĂŒffisant zu verstehen und köpfte ihre Forelle mit einem energischen Schlag. Blaise und Draco sahen dann aber zu Charlie.
„Ich denk, du hast nochmal mit ihr wegen der Ziege geredet?“, murrte Blaise. „Hab ich doch! Aber was soll ich machen, wenn sie nicht auf mich hört? Ich kann sie ja schlecht im Gemeinschaftsraum einsperren. Davon mal abgesehen, hab ich keine Lust, mich schon wieder mit Daphne wegen der blöden Kuh zu streiten“, muffelte Charlie und rammte seine Gabel energisch in den Braten.
„Ist denn irgendwas Schlimmes passiert?“, erkundigte sich Neville, der dem ganzen Aufriss nicht so recht folgen konnte. Ginny wurde dann aber endlich mal deutlich. „Dieses MiststĂŒck Parkinson hat Hermione aufs Übelste beleidigt!“, zischte sie, dem Hermione versuchte entgegenzuwirken, da diese Sache begann, die Stimmung ein wenig zu ruinieren.
„Jetzt lass. Parkinson hat schon immer nur dummes Zeug von sich gegeben. Kein Grund, sich deswegen aufzuregen und. . .“ „Die regt mich aber auf! Erst wollte sie Harry ausliefern und jetzt fĂ€llt der noch immer nichts Besseres ein, als dich bei der erstbesten Gelegenheit zu beschimpfen! Dass die sich ĂŒberhaupt noch auf die Straße traut!“ „Dummheit ist grenzenlos“, merkte Charlie trocken an.
„Der gehört das Maul gestopft!“, schimpfte Ginny weiter und schlug energisch mit der Faust auf den Tisch. Dabei erwischte sie irgendwie die Zinken ihrer Gabel, die dadurch im hohen Bogen ĂŒber den Tisch katapultiert wurde und letztlich mit einem gerĂ€uschvollen platsch, in Nevilles Suppe landete. Dabei bekam der Löwe einen Großteil seines Mittagessens ab, das sich auch gleich auf seinem Gesicht und dem Hemd verteilte.
„Treffer, versenkt“, bemerkte Marcus trocken, mit einem leichten Grinsen, wĂ€hrend Ginny knallrot anlief. „Entschuldige“, rĂ€umte sie sofort kleinlaut ein, wĂ€hrend Neville versuchte, sich mit der Serviette das Gröbste vom Gesicht und Hemd zu wischen. Dabei rieb er die Flecken aber nur noch mehr ein.
„Ich glaub, ich geh das erstmal sauber machen“, entschuldigte er sich und zwĂ€ngte sich schließlich aus der Ecke, um in den WaschrĂ€umen zu verschwinden. „Du bist echt gemeingefĂ€hrlich, weißt du das?“, meinte Marcus noch immer recht amĂŒsiert. „Nur, wenn man mich reizt.“ „Muss ich mir Sorgen um dich machen?“, sah Marcus im Kommenden zu Blaise, der sich seine aufgebrachte Löwin etwas mehr ran zog. „Nah! Ich mag es, wenn sie richtig wild ist. Da macht es erst richtig Spaß.“ „Du stehst ja auch auf Schmerzen“, kommentierte Charlie nĂŒchtern und widmete sich wieder mehr seinem Braten. „Nur von bestimmten Personen!“ „Auch noch wĂ€hlerisch?“, grinste Katie, der sich eine dumpfe Ahnung auftat. Blaise indes nickte, wĂ€hrend Madam Rosmerta nochmal mit frischen GetrĂ€nken rum kam.
„Immer! Allen voran, wenn es sich um heißblĂŒtige Löwinnen handelt. Wer kann da schon Nein sagen, nicht wahr?“, sah Blaise provokant zu Marcus, der sich nun seinerseits kurz an seinem Essen verschluckte. „Ich weiß nicht, was du meinst“, krĂ€chzte er noch etwas. Blaise grinste nur feist. „NatĂŒrlich nicht“, frohlockte er und grinste die Beiden vielsagend an.
Hermione nahm es mit einem kleinen Schmunzeln auf, froh darĂŒber, dass das Thema Parkinson wieder vom Tisch war. Sie war sich nicht ganz sicher, hatte aber die leise Ahnung, dass Blaise deshalb gerade so sehr die Aufmerksamkeit aller auf sich und seine SpĂ€ße zog, damit die Stimmung wieder stieg und keiner weiter in der Richtung bohrte. Mit seiner Taktik hatte er soweit auch Erfolg. Parkinson schien in der Tat vergessen zu sein. Nur leider nicht bei allen, wie sie bemerkte, als sie Dracos Blick streifte. Dieser lag ungebrochen auf ihr und spiegelte eine dumpfe Wut wieder.
Hermione fiel es auch jetzt erst auf, aber er hatte vorhin keinen Ton gesagt, sie allerdings die ganze Zeit im Blick gehabt. Und je lĂ€nger sie ihn jetzt ansah, umso mehr glaubte sie, die unterdrĂŒckte Wut in seinen Augen aufzĂŒngeln zu sehen. Warum, war nicht weiter schwer zu erahnen, da er sich an einem Finger abzĂ€hlen konnte, was genau Parkinson abgelassen hatte.
Es rĂŒhrte sie, dass er sich einmal mehr Gedanken um sie machte. Auf der anderen Seite wollte sie nicht, dass ihn seine Wut so sehr aufzufressen begann, denn das konnte verdammt gefĂ€hrlich werden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie staunte ja, dass bis jetzt nichts passiert war. Und damit das so blieb, streckte sie ihre linke Hand ĂŒber den gut gefĂŒllten Tisch etwas nach ihm aus, wo er ihr auch gleich entgegen kam und seine Hand beruhigend auf ihre legte, bevor sie ihre Finger etwas zaghaft mit seinen verflocht. Von den anderen bemerkte es niemand weiter, da Blaise auch weiter gewitzt den ganzen Tisch unterhielt, sodass sie mit Draco etwas in ihrer kleinen Seifenblase verweilte, in der es keine Worte brauchte.
Mittlerweile war auch Neville zurĂŒck. Die Flecken der Suppe hatte er allerdings nicht ganz aus dem Hemd bekommen. Aber da konnten ihm spĂ€ter die Hauselfen behilflich sein. FĂŒr den Moment war er mehr daran interessiert, sein restliches Mittagessen in den Magen zu bekommen, zu dem er sich dann auch versuchte durchzukĂ€mpfen. Nur schien heute absolut nicht sein Tag zu sein.
Diesmal war es Blaise, der in seiner gestenreichen ErklĂ€rung zu weit ausholte und so auch mit seinem Stuhl etwas zurĂŒcksetzte. Neville geriet dadurch ins Stolpern und stieß so heftig gegen den Tisch, an dem er sich abstĂŒtzen wollte, wodurch er die HĂ€lfte der GetrĂ€nkebecher zum Umsturz brachte, deren Inhalt sich dann auch gleich in einem regelrechten Fluss ĂŒber dem Tisch und teils auch dem Essen verteilte. Dabei traf es hauptsĂ€chlich Draco und Hermione, die am Rand des Tisches saßen und ordentlich mit dem Butterbier bekleckert wurden. Hermione hatte das klebrige Zeug auf der Hose, Draco auf dem Arm.
„Scheiße!“, zischte er und sprang von seinem Stuhl auf, um sich nicht noch mehr vollzusauen, wĂ€hrend Hermione auf der Bank in trockene Gefilde rĂŒckte. „Oh, verdammt. Tut mir leid!“, entschuldigte sich Neville prompt, der peinlich rot anlief.
„Du weißt, was das bedeutet? Die nĂ€chste Runde geht auf. . .“ „FUCK!“, wurde Marcus lautstark von Draco unterbrochen, der sich plötzlich zischend krĂŒmmte und den Arm fest an den Körper drĂŒckte. „Was ist los?“, hakte Charlie nach und sah zu seinem Freund.
„Mein Arm“, brachte Draco nur keuchend unter Schmerzen hervor, bei dem Charlie nun war. Als er dem Blonden allerdings ins Gesicht sah, wich Charlie selbst etwas die Farbe aus seinem, denn Draco war mit einem Schlag kalkweiß geworden.
„Merlin, was. . .“ „Ahhh!“, stöhnte Hermione plötzlich schmerzvoll auf. Als Charlie zu der Hexe sah, krĂŒmmte sie sich auf der Bank zusammen, wĂ€hrend sie die HĂ€nde energisch auf die feuchte, schmerzende Stelle ihrer Jeans drĂŒckte. Jedoch nur kurz, bis sie die HĂ€nde zischend wieder weg nahm und mit diesen dann auch gar nicht mehr wusste wohin, denn sie brannten wie Feuer. Charlie erkannte nur einen Moment spĂ€ter warum, denn ihre HandflĂ€chen waren mit einem Schlag feuerrot und wirkten wie verĂ€tzt.
„Scheiße“, zischte er und sah wieder auf Draco, dem inzwischen der kalte Schweiß auf dem bleichen Gesicht stand. Auf den Anblick fetzte er Draco den versauten HemdĂ€rmel mit einem Zauber auf, wo er sich seinen ersten Verdacht bestĂ€tigt sah. Dracos ganzer Unterarm schimmerte feuerrot, wĂ€hrend die Haut begann Blasen zu schlagen.
„Merlin, was ist hier los? Was habt ihr?“, stieß Ginny erschrocken aus und eilte zu ihrer Freundin, die unter Schmerzen wimmerte, sich krĂŒmmte und wand. „Mione. . .“, brachte Ginny zitternd hervor, bevor sie die Hand nach ihr ausstreckte, um ihr zu helfen.
„NICHT ANFASSEN!“, fauchte Charlie sie hektisch an, als er es aus den Augenwinkeln sah. Ginny zog auf den Aufruf auch gleich hastig die Hand zurĂŒck, bevor sie verstört zu dem BrĂŒnetten sah. „Aber. . .“ „Blaise, hilf mir!“, rief er nach seinem Freund, der sofort ĂŒber den Stuhl stolperte, aber keine Ahnung hatte, was er machen sollte.
„Aguamenti. Wasch die VerĂ€tzung aus!“, wies Charlie ihn hektisch an, sodass er sich Draco ran nahm, der sich allerdings etwas unter Blaise’ Griff wand. „Komm, ganz ruhig“, meinte er und tat, was Charlie ihm gesagt hatte. Der hatte Ginny mittlerweile beiseite geschoben, wies ihr aber die gleiche Aufgabe zu, wie Blaise „SpĂŒl ihr die HĂ€nde richtig mit dem Aguamenti aus!“, bevor er der Hexe ebenfalls mit einem Schlenker seines Zauberstabes die Jeans am Oberschenkel aufriss. Inzwischen schimmerte da nĂ€mlich nicht mehr nur ein feuchter, sondern bereits blutig roter Fleck, der zudem ein wenig zu dampfen begann.
„Merlin, was ist das?“, entwich es Harry geschockt, der inzwischen, wie die anderen, bei seinen Freunden stand und entsetzt auf das Geschehen vor sich sah. Mittlerweile waren auch die ĂŒbrigen GĂ€ste auf alles aufmerksam geworden, sodass sich eine immer grĂ¶ĂŸere Traube um die SchĂŒler bildete.
„Ich weiß es nicht“, gab Charlie Harry auf seine Frage zurĂŒck, wĂ€hrend er seinerseits versuchte, dieses was-auch-immer mit dem Aguamenti von Hermiones Oberschenkel zu waschen, bevor er den Tergeo und letztlich den Episkey versuchte. Doch der Heilzauber wirkte nicht, was er beinahe befĂŒrchtet hatte. Was auch immer das fĂŒr ein Zeug war, es war viel zu aggressiv und fraß sich obendrein noch stĂ€rker in die Wunde.
„Scheiße“, stieß Charlie auf den Anblick aus und sah nochmal kurz zu Draco, bei dem Blaise nicht wirklich Erfolg hatte. Zudem hing der Blonde inzwischen zitternd und schwer keuchend in den Armen seines Freundes. Hermione sah wiederum so aus, als ob sie kurz davor war, das Bewusstsein zu verlieren.
„Weg“, murrte er Ginny an, die ihn nur aus großen Augen ansah, unfĂ€hig etwas zu sagen oder sonst wie zu tun. Charlie reagierte auch nicht weiter auf sie, sondern umschloss Hermione vorsichtig, sehr darauf bedacht nicht mit diesem Zeug in Kontakt zu kommen.
„Blaise! Mungos“, warf er seinem Freund nur noch zu. In der nĂ€chsten Sekunde war er mit Hermione in einem leisen plopp verschwunden, dem Blaise nur einen Augenblick spĂ€ter folgte, kaum dass er sich Dracos heilen Arm um Schulter und Nacken gelegt hatte, um seinen Freund zu stĂŒtzen, denn der schien keine Kraft mehr zu haben. ZurĂŒck blieben Ginny, Harry, Neville, Luna, Katie und Marcus. Und das sichtlich geschockt von dem, was sich gerade in den letzten drei Minuten abgespielt hatte.

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Wer gebeten wird, in einem Harry-Potter-Film mitzumachen, wĂŒrde niemals ablehnen. Und mir hat die Rolle Spaß gemacht. Bellatrix’ Persönlichkeit ist offenbar ernsthaft gestört. Sie findet es richtig toll, besonders böse zu sein. Wahrscheinlich ist sie in Lord Voldemort verliebt; immerhin hat sie fĂŒr ihn 14 Jahre im GefĂ€ngnis gesessen. Jetzt ist sie wieder draußen und noch fanatischer als je zuvor.
Helena Bonham Carter