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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Wahrheitssuche

von Alex2303

Hallo ihr Lieben,

heute hab ich euch wieder etwas mitgebracht.
:) Ich hoffe, es gefällt euch.

Vielen lieben Dank an Elli, Maria und Jessica, für eure wundervollen E-Mails, wie auch an Lacrima, KatyWakemwood, Mirja-Hailey und dramaqueen. Ihr macht mir damit immer wieder aufs Neue eine große Freude.

Liebe Grüße und schon mal ein schönes Wochenende,

*Nachteule* Alex






۩ ۞ ۩


„Merlin, was . . . was geht hier ab? Was war das?“, stammelte Harry noch immer fassungslos, während Luna etwas auffiel, was keiner der Anderen bis eben zur Kenntnis genommen hatte, da sie viel zu sehr auf ihre Freunde fixiert waren. Jetzt aber. . .
„Der Boden. . .“, wies die Blonde die Anderen erschrocken auf diesen hin, denn er dampfte plötzlich und begann zudem Blasen zu schlagen. Ähnlich der Tisch, dort, wo die Flüssigkeit sich auf dem Holz ausgebreitet hatte. Marcus folgte dem Verlauf etwas mit den Augen, der seinen Ursprung scheinbar an zwei der Trinkbecher hatte.
Mit einem Schlenker seines Zauberstabes holte er sich seine Krawatte aus Katies Tasche, die er noch schnell so verhexte, dass sie zu einem größeren Baumwolltuch wurde, bevor er sich mit diesem vorsichtig einen der Becher nahm und zaghaft daran schnupperte. In der nächsten Sekunde wich er mit dem Kopf schnaufend zurück und zog die Nase kraus.
„Pumilio“, meinte er nur. „Was?“, sahen die Anderen verwirrt zu ihm. „Pumilio. Ein wahnsinnig starkes Gift“ „Gift?“, quietschte Ginny zwei Oktaven höher. Marcus nickte nur und besah sich den Becher nochmal etwas genauer, bei dem ihm auf den zweiten Blick eine Glaslegierung im Innenbereich auffiel, die bei den anderen acht fehlte.
„Zwei“, murmelte er für sich und besah sich die Position der einzelnen Becher, die am Ende nur einen Schluss zuließen. „Das waren ihre“, murmelte er wieder und zog die Aufmerksamkeit der Anderen dadurch ganz auf sich. „Was meinst du? Woher weißt du überhaupt, was das für ein Zeug war?“, wollte Harry wissen. Marcus schnaubte.
„Erstens riecht man das, Potter, und zweitens hab ich schon eine halbe Ausbildung zum Tränkebrauer hinter mir. Das beinhaltet auch sowas. Offensichtlich wollte jemand die Beiden vergiften.“ „Hermione und Draco?“, fragte Katie irritiert. Marcus nickte, während bei Harry und Ginny die Alarmglocken schrillten. Kurz darauf sahen sie sich mit einer leichten Panik an.
„Ruf Tonks“, flüsterte Ginny, dem Harry sofort nachkam und seinen Patroni ins Schloss schickte. „Warum sollte jemand das tun?“, verstand Katie nicht, worauf sich die Freunde unsicher ansahen, bevor Ginny leise meinte: „Irgendjemand hat schon mal versucht Draco umzubringen.“ „Was? Wer? Wieso?“, hakte Marcus sofort aufgebracht nach und auch Katie sah geschockt auf die Anderen.
„Wissen wir nicht. Vermutlich wollte sich jemand an ihm rächen, wegen der Todesser Sache.“ „Aber warum dann auch Hermione?“, warf Neville ein und sah zu Marcus. „Du hast von beiden gesprochen.“ Marcus nickte und deutete den Freunden nochmal auf die Becher.
„Die hier sind innen mit irgendwas imprägniert. Sieht aus wie Glas. Vermutlich damit das Gift da bleibt wo es ist, bis es auf organische Stoffe trifft.“ „Merlin, wenn sie das getrunken hätten. . .“, flüsterte Ginny unter einem leichten Schock, der es ein wenig die Kehle zuschnürte. Marcus nickte.
„Dann wäre es das für sie gewesen. Das Zeug wirkt binnen weniger Sekunden tödlich, wenn man es schluckt. Da wollte jemand ganz auf Nummer Sicher gehen.“ „Warum?“, fragte Luna, die es noch immer nicht verstand.
„Du solltest auch ins Mungos apparieren“, drängte Ginny Marcus dann aber, der sie fragend ansah. „Warum?“ „Weil Charlie auf die Schnelle nicht wissen wird, was das für ein Zeug war. Und das sollten sie wissen.“ „Ginny hat Recht“, stimmte Katie der Jüngeren zu, sodass Marcus mit einem der verseuchten Becher ebenfalls verschwand.
„Was machen wir jetzt?“, richtete sich Neville an Harry, der sich wirsch mit der Hand durch die strubbligen Haare fuhr. „Ich hab keine Ahnung. Tonks müsste aber bald hier aufschlagen. Sie wird am ehesten wissen, was zu tun ist.“ „Hoffentlich geht's Hermione und Draco gut“, murmelte Ginny, die dann auch schon begann, nervös auf ihrer Unterlippe herumzukauen, bevor ihr Blick nochmal auf die verseuchte Stelle am Boden fiel, die auch Harry betrachtete. Kurz darauf glitt sein Blick durch die Gaststube, wo neben ihnen auch noch ein paar der anderen Gäste anwesend waren, die angeregt über den Vorfall redeten und tuschelten. Wen er, trotz des ganzen Tumultes der letzten Minuten nicht sah, war Madam Rosmerta.
„Wo ist sie?“ „Wer?“, fragte Luna. „Madam Rosmerta. Sie ist nicht hier!“, wurde Harry wütend, denn so unglaublich er seine Gedanken gerade auch fand, so machten sie leider Sinn. Madam Rosmerta hatte ihnen die Getränke gebracht. Sie hatte die präparierten Becher Draco und Hermione gereicht. Von ihr war dieser Giftcocktail gekommen!
„Harry?“, fragte Ginny unsicher, da sich seine Mimik gefährlich verfinsterte und er zudem seinen Zauberstab gezogen hatte. „Was hast du vor?“ „Madam Rosmerta zur Rede stellen. Sie hat Hermione und Draco das Zeug schließlich vorgesetzt.“ „Du denkst, sie wollte sie. . .“, murmelte Luna und machte immer größere Augen.
„Keine Ahnung. Aber es sieht im Moment für mich sehr danach aus.“ Mit diesen Worten verschwand er hinter dem Tresen durch eine Tür, die ihn in die Küche führte. Von der Wirtin war aber nichts zu sehen. Auch draußen entdeckte Harry sie nirgends, sodass ihn die Vermutung beschlich, dass sich die Wirtin bereits aus dem Staub gemacht hatte. Zeit genug hatte sie dafür ja. Aus den Augenwinkeln gewahrte er dann aber eine Bewegung an einem der Fenster im Obergeschoss. Schnell verschwand er wieder nach drinnen und die Treppen rauf, wo er sich kurz orientierte, zu welchem Zimmer wohl das Fenster gehört hatte.
„Harry!“, hörte er Ginny überraschend hinter sich, die ihn kurz zuvor noch gesehen hatte, wie er die Treppen hoch ging. „Was machst du hier?“ „Dir Deckung geben“, gab sie ihm ernst zurück, worauf er mit den Augen rollte, was Ginny böse stimmte.
„Was ist, wenn sie nicht allein ist? Die, die Draco damals angegriffen haben, waren sicherlich auch mindestens zu zweit!“ „Ja, schon gut“, murrte Harry und deutete ihr auf die Tür, hinter der er die Wirtin vermutete und legte den Zeigefinger über die Lippen. Letztlich tauschte er nur noch kurz einen Blick mit Ginny aus und deutete ihr, dass sie auf drei angreifen würden.
So zählte Harry lautlos mit den Fingern nach unten, bevor er die Tür aufriss und als erstes „Expelliarmus“ rief, um die Wirtin notfalls zu entwaffnen. Nur war das nicht nötig, denn die Frau lag zuckend, mit Schaum um den Mund, am Boden. Neben ihr lag eine kleine Phiole, deren Inhalt sie offensichtlich geschluckt hatte.
„Scheiße!“, stieß Harry geschockt aus und stürzte rasch zu der Wirtin. „Was machen wir jetzt?“, fragte Ginny panisch beim Anblick der Frau, die die Augen bereits so weit nach oben verdreht hatte, dass man nur noch das Weiße sehen konnte.
„Scheiße, scheiße, scheiße“, fluchte Harry, dem auf die Schnelle nichts anderes einfiel, als ebenfalls mit der Wirtin ins Mungos zu apparieren. Als er sie jedoch stärker umfasste, gab sie ein röchelndes, halb ersticktes Geräusch von sich, was damit endete, dass ihr Kopf kraftlos zur Seite rollte und die ohnehin verdrehten Augen gänzlich ins Leere gingen.
„Ma. . . Madam Rosmerta?“, flüsterte Ginny zittrig, als sich die Wirtin plötzlich nicht mehr rührte. „Nein“, stammelte Harry geschockt, bevor er hastig am Hals der Hexe nach deren Puls suchte, obwohl er sah, dass sie nicht mehr atmete.
„Nein, nein, nein, nein. Verdammte scheiße, NEIN!“, schrie er aufgebracht und hätte am liebsten etwas zerschlagen. Stattdessen rannte er wie ein Tiger im Käfig in dem kleinen Raum auf und ab und trat letztlich gegen eine der Truhen „FUCK!“, worunter Ginny etwas zusammenschrak. Kurz darauf sah sie wieder bitter auf die tote Wirtin, der sie zitternd die Lider nach unten schob, bevor sie etwas von dem leblosen Körper wegrückte. Als sie zurück zu Harry sah, lehnte der sich gerade fertig an eine der Wände, an der er sich zu Boden gleiten ließ und die Haare raufte.
„Warum . . . warum hat sie das getan?“, richtete sich Ginny nach ein paar Minuten mit belegter Stimme an Harry, der sich über diese Frage bereits das Hirn zermarterte. Warum hatte sie versucht, Draco und Hermione zu vergiften? Warum hatte sie sich am Ende selbst vergiftet? Um sich einem Zugriff durch die Auroren zu entziehen? Möglich. Nur erklärte das noch lange nicht, warum sie ihre Freunde überhaupt töten wollte? Das ergab doch alles gar keinen Sinn!
„Argh! Das ist doch verrückt!“, fluchte Harry und schlug mit der Faust gegen die Wand, sodass Ginny erneut zusammenzuckte. „Denkst du. . . Sollten wir nicht lieber runter gehen und auf Tonks warten? Ich meine, ich . . . sie. . .“, sah Ginny mit einem mulmigen Gefühl auf die Tote. Harry nickte.
„Wahrscheinlich hast du Recht“, murmelte er mit einem Schlag furchtbar müde, wobei sein Blick nochmal kurz die Blonde in einer stillen Resignation streifte, bevor er sich hochquälte. Als er mit Ginny den Raum verlassen wollte, trat ihm Tonks jedoch ein wenig gehetzt in den Weg, da sie von Katie, Neville und Luna nur grob gesagt bekommen hatte, dass Harry die Wirtin suchen und zur Rede stellen wollte.
„Hier seid ihr!“, entwich es Tonks erleichtert, als sie die Beiden unverletzt vorfand. Nur eine Sekunde später wurde sie etwas böse und begann über Harry und seinen Leichtsinn zu meckern.
„Du kannst doch nicht einfach irgendwelchen Leuten nachstellen! Merlin, das ist mein Job. Du. . .“ „Tonks“, unterbrach Ginny sie unsicher, zu der die Aurorin im Anschluss sah. Ginny sagte aber nichts, sondern schaute zu Madam Rosmerta, die Tonks jetzt erst auf dem Boden liegen sah.
„Was ist passiert? Was habt ihr gemacht?!“, sah sie die beiden Löwen geschockt an, bevor sie auf den reglosen Körper zutrat und sich selbst Gewissheit darüber verschaffte, dass die Frau nicht mehr lebte.
„Nichts. Als wir sie gefunden haben, hat sich schon am Boden gelegen. Sie muss den Inhalt der Phiole geschluckt haben“, deutete Harry Tonks auf den kleinen Flakon, in dem noch ein paar Tropfen eines blutroten Trankes hängen geblieben waren. Tonks nahm sich den Flakon dann auch gleich, verschloss ihn und ließ ihn in einem kleinen Tütchen verschwinden, während Harry weiter erklärte.
„Sie hat noch gelebt, als wir . . . wir. . . Ich wollte gerade noch mit ihr ins Mungos apparieren, aber dann . . . da. . .“ „Verstehe“, murmelte Tonks und sah zurück zu Harry. „War sonst jemand hier?“ „Wir haben niemanden gesehen.“ „Dann erklär mir jetzt endlich, was zuvor überhaupt passiert ist!“, forderte Tonks, sodass Harry die Geschehnisse der letzten halben Stunde wiedergab. Sein Blick verlor sich dabei aber ständig aufs Neue auf der toten Wirtin, über die Tonks letztlich ein weißes Laken legte, um ihre Erscheinung etwas zu verhüllen. Als Harry geendet hatte, schickte sie einen Patroni zu Remus, denn hier hatte sich direkt die Aurorenabteilung darum zu kümmern.
Am Ende verschwand sie mit Harry und Ginny wieder nach unten und scheuchte alles und jeden aus dem Lokal, der meinte seine Neugier befriedigen zu müssen, denn der Tumult um die Freunde hatte bereits verstärkt die Runde gemacht.
„Habt ihr sie gefunden?“, erkundigte sich Katie, kaum dass sie mit Tonks allein in dem Lokal waren. Auf ihre Frage brachte Harry nur ein tonloses „Hm“ zustande. „Und? Hat sie was dazu gesagt? Hat sie gewusst, dass da was in den Getränken war? Hat sie. . .“ „Neville. . .“, unterbrach Tonks seinen Fragenschwall, sodass die Drei zu der Aurorin sahen. Harry wiederum kaute auf seiner Unterlippe herum, als Tonks meinte: „Sie ist tot.“ „Was?“, entwich es Katie geschockt, die wie Neville und Luna bleich wurde.
„Ja aber . . . aber. . .“, stammelte Neville und sah letztlich zu Harry. „Hast du. . .“ „Sie hat sich vergiftet. Ich wollte noch mit ihr ins Mungos apparieren, aber da war es schon zu spät.“ „Warum? Warum passiert das?“, fragte Luna in die scheinbare Leere des Raumes, in dem sich auch ihr Blick verlor. „Ich weiß es nicht“, seufzte Tonks und sah zurück auf die Freunde.
„Ich denke es ist besser, wenn ihr erstmal ins Schloss zurück geht. Ich bleib hier und kümmer mich um alles Weitere.“ „Was ist mit Hermione und Draco? Können wir nicht ins Mungos, nach ihnen sehen?“, bat Ginny. Tonks schüttelte aber mit dem Kopf.
„Ihr geht erstmal ins Schloss hoch und gebt vielleicht auch Minerva Bescheid. Sobald ich mit den Kollegen alles besprochen habe, werde ich ins Mungos apparieren und nach den Beiden sehen.“ „Aber. . .“ „Kein aber. Ich denke, wir hatten heute schon Ärger genug“, seufzte Tonks mit einem Blick nach oben. Keine Minute später waren die Fünf vor dem Lokal, was Tonks vorsorglich von innen verschloss, damit keine Beweise zerstört wurden. Die anwesenden Schüler tummelten sich dadurch aber nur noch mehr rege interessiert vor der beliebten Schenke, versuchten ins Innere zu sehen oder Harry ein paar Informationen zu entlocken. Die Fünf schwiegen jedoch und entfernten sich zudem von dem Gebäude, als ein kurzer Pfiff ertönte. Als sie sich dem Geräusch zuwandten, entdeckten sie Marcus in einer Seitengasse in den Schatten. Die Freunde sahen sich nur kurz an, bevor sie zu ihm eilten und ihn mit Fragen überhäuften.
„Wie geht's Hermione und Draco?“ „Haben die Heiler etwas gesagt?“ „Hast du mit ihnen gesprochen?“ „Whuo, langsam“, unterbrach Marcus die Löwen, die kurz darauf die Klappe hielten, sodass er erzählen konnte.
„Ich lag mit meiner Vermutung richtig. Es war wirklich Pumilio. Und zwar richtig hochkonzentriert.“ „Geht es ihnen gut?“ „Ich weiß es nicht. Als ich raus bin, hat sich Charlies Vater noch um sie gekümmert. Ich hab dann noch kurz mit Blaise und Charlie gesprochen. Sie scheinen mit ein paar Bezoaren die Vergiftung zum Großteil abgeblockt zu haben, aber die Verätzungen sahen wirklich übel aus.“ „Kann ihnen das noch weiter Schaden?“, hakte Ginny besorgt nach.
„Keine Ahnung. Ich bin kein Heiler. Aber sie werden sich schon vernünftig um sie kümmern. Charlies Vater ist als Heiler doch eine echte Koryphäe“, meinte Marcus aufmunternd, wollte dann aber auch mal wissen, ob es hier etwas Neues gab. Als Harry ihm vom Tod der Wirtin berichtete, schluckte er ordentlich.
„Sie hat sich selbst vergiftet?“ „Ja.“ „Wieso? Also, ich mein. . . Sie hätte doch Zeit genug gehabt einfach abzuhauen. Das macht doch keinen Sinn. Warum sollte sie sich umbringen? Warum sollte sie Draco und Hermione umbringen?“ „Darüber zerbrech ich mir auch schon die ganze Zeit den Kopf. Madam Rosmerta war. . . Sie war sonst immer so . . . gut. Sie hat nie etwas Schlechtes getan oder über jemanden etwas Schlechtes gedacht oder gesagt.“ „Sie hat zwar nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenn ihr etwas nicht gefallen hat, aber sie hätte nie jemandem etwas Böses gewollt. Erst recht nicht jemanden ermordet“, schauerte Katie ein wenig und rieb sich über die Oberarme. Marcus legte ihr auf den Anblick gleich seinen Arm um und zog sie beruhigend mehr zu sich.
„Und jetzt? Was wollen sie jetzt machen?“, erkundigte er sich bei Harry, der mit den Schultern zuckte. „Tonks wollte das Aurorenbüro verständigen. Die werden sich dann soweit um alles kümmern.“ „Trotzdem bleibt die Frage, was das sollte?“, murmelte Ginny. „Tja, die Antwort darauf, hat Madam Rosmerta nun ja mit sich ins Grab genommen“, meinte Marcus leise, worauf Harrys Kopf hoch schoss.
„Was hast du gerade gesagt?“ „Ähm. . . Dass sie ihr Geheimnis mit ins Grab genommen hat“, wiederholte Marcus etwas unsicher. Harry wiederum riss den Kopf nach hinten zu dem Lokal, vor dem gerade Remus mit ein paar seiner Kollegen auftauchte, um sich den Tatort zu besehen.
„Harry?“, rief Ginny ihn leise, doch er winkte ab. „Geht schon mal vor, ich will noch kurz mit Remus reden“, murmelte er und lief zu seinem alten Professor, der gerade das Lokal betreten wollte. „Remus!“, rief Harry, worauf sein ehemaliger Mentor inne hielt.
„Was machst du denn noch hier?“, fragte er. Harry aber meinte: „Mir ist gerade etwas eingefallen, als wir nochmal . . . geredet haben“, sah Harry kurz zu seinen Freunden, die noch immer etwas ahnungslos am Zugang der Seitengasse standen. Kurz darauf konzentrierte er sich wieder auf Remus.
„Ich hab eine Vermutung, was gewesen sein könnte“, erklärte er und sah Remus eindringlich an, sodass er ihn fürs Erste nochmal mit in die Räumlichkeiten des Lokals nahm, wo Tonks auch gleich nach Luft schnappte.
„Hab ich dir nicht gesagt, du sollst ins Schloss zurückgehen?“ „Später. Ich . . . wir. . . Ich weiß nicht, aber kann es sein, dass Madam Rosmerta unter irgendeinem Zauber gestanden hat? Dass sie gar nicht gewusst hat, was sie tut?“ „Imperius?“, murmelte Remus und sah zu Tonks, die Harry wiederum nachdenklich musterte.
„Wie kommst du darauf?“ „Weil ich absolut keinen Grund sehe, warum Madam Rosmerta Draco und Hermione etwas antun sollte. Draco könnte ich irgendwo minimal noch nachvollziehen, wegen der Sache aus dem Sechsten, aber selbst das ist total verrückt und unwahrscheinlich. Noch verrückter ist es, dass sie auch Hermione vergiften wollte. Marcus meinte gerade aber noch, dass er nicht versteht, warum Madam Rosmerta sich selbst vergiftet hat. Sie hätte mehr als genug Zeit gehabt, nach ihrer Tat einfach zu verschwinden. Sie hätte sich nicht selbst töten müssen. So hat sie die Antwort auf die Frage nach dem Warum aber mit sich ins Grab genommen. Wir können sie nicht mehr fragen, was vielleicht der ganze Sinn war. Warum sie Draco und Hermione dieses Gift untergejubelt hat. Versteht ihr was ich meine? Was, wenn sie jemand einfach nur dafür benutzt und im Anschluss gleich beseitigt hat?“, mutmaßte Harry, worauf Remus und Tonks einen ernsten Blick miteinander tauschten.
„Das Gleiche wie bei Smith.“ „Smith?“, stutzte Harry, den Tonks rasch über die ganze Geschichte aufklärte. „Umbridge hat ihn manipuliert?“, griff Harry auf, als Tonks geendet hatte. „Das ist es, was wir vermuten. Smith selbst konnte sich wohl nicht mehr daran erinnern, sich mit ihr getroffen zu haben. Ernie und Hannah haben ihn aber eindeutig mit ihr gesehen. Außerdem hatte er nach dem vermeintlichen Treffen plötzlich Informationen, die er nicht hätte haben dürfen. Woher er die hatte, wusste er allerdings auch nicht mehr.“ „Aber warum? Warum sollte die Alte die Beiden umbringen wollen? Hermione wäre in dem Fall zwar noch logisch, aber Draco nicht wirklich.“ „Ich weiß“, seufzte Tonks, bevor sie weiter meinte: „Und das bereitet mir Kopfschmerzen. Ich seh keinen greifbaren Sinn dahinter. Wenn sie aber tatsächlich etwas mit dieser Sache hier zu tun hat und wir ihr das nachweisen können, kriegen wir sie wegen Mord und versuchtem Doppelmord dran.“ „Und wenn nicht? Wenn es doch jemand anderes war?“ „Dann stehen wir wieder komplett bei null, zumal uns bei Umbridge auch mögliche Beweise und greifbare Motive fehlen. Es ist nach wie vor nur eine. . .“ „Vermutung“, schloss Remus, worauf Tonks geschlagen nickte.
„Wir haben nichts in der Hand. Gar nichts. Nur unsere Mutmaßungen und den Hinweis, dass sie sich mit Smith getroffen hat. Aber da er nicht mehr klar sagen kann, über was sie wirklich gesprochen haben, ist uns das auch keine Hilfe“, seufzte Tonks. „Hast du inzwischen mal mit Draco wegen der Frau gesprochen?“, erkundigte sich Remus. „Nein, noch nicht. Es ergab sich in den letzten Tagen leider noch nicht.“ „Dann hol das endlich nach! Vielleicht kann sich Draco irgendwie einen Reim auf alles machen. Oder Hermione“, mahnte Remus und verschwand schließlich nach oben, um sich den Tatort zu besehen.
„Und du gehst jetzt.“ „Aber. . .“ „Harry! Ich werde nicht mit dir diskutieren. Geh mit den anderen zurück ins Schloss. Ihr könnt hier jetzt ohnehin nichts weiter machen. Wenn sich irgendwas ergibt, sag ich euch Bescheid. Aber jetzt geh!“, wies sie ihn schon fast aus dem Lokal, worauf er angesäuert das Gesicht verzog.
Merlin, er war kein Kleinkind mehr, das man so einfach auf sein Zimmer schicken konnte! Er war erwachsen. Er hatte gegen Voldemort gekämpft und ihn besiegt! Das war es, was er ihr jetzt am liebsten an den Kopf geworfen hätte, nur würde das vermutlich nichts ändern, weswegen er kehrt machte und zu den anderen trat. Katie und Marcus waren inzwischen verschwunden.
„Katie und Marcus sind weg?“, sprach er das Offensichtliche an. Ginny nickte. „Wir sollen sie aber auf dem Laufenden halten. Auch was Hermione und Draco angeht. Was hast du Remus jetzt eigentlich noch gesagt?“ „Das ich glaube, dass jemand Madam Rosmerta nur benutzt und manipuliert hat.“ „Mit dem Imperius?“, warf Neville vorsichtig ein. „Vermutlich.“ „Die Arme“, entwich es Luna, die eine ungeheure Welle des Mitgefühls und Mitleides für die immer so fröhliche und freundliche Frau überkam, die höchstwahrscheinlich das Opfer eines perfiden, hinterhältigen Planes geworden war. Das zumindest erschien allen um einiges wahrscheinlicher, als dass sie tatsächlich willentlich Hermione und Draco töten wollte.
„Wer tut so etwas?“, murmelte Ginny für sich, wo es Harry auf der Zunge lag, Tonks Vermutung auszusprechen, doch er behielt es vorerst für sich. Wenn die rosa Pest tatsächlich ihre Finger im Spiel hatte, würde es nicht leicht werden, ihr etwas nachzuweisen. Sie brauchten handfeste Beweise, wie Remus gesagt hatte. Und die würde die Alte ihnen kaum auf dem Silbertablett präsentieren. Das Beste würde wirklich sein, er ging später alles einmal mit Hermione und Draco durch. Den Beiden würde am ehesten etwas einfallen. Harry hoffte jetzt nur, dass es ihnen gut ging und diese Sache keine gesundheitlichen Folgen nach sich zog.

۩ ۞ ۩


Zum frühen Nachmittag traf Zacharias im Mungos ein. McGonagall hatte ihr Versprechen gehalten und ihm ihren Kamin geöffnet, über den er direkt ins Mungos gelangt war. 1 ½ Stunde hatte sie ihm zugesprochen, was auch mehr als genug war. Nur wusste er jetzt erstmal nicht wohin. Er hatte keine Ahnung, wo genau Megan untergebracht war, weshalb er sich an den Empfang begab. Dort bekam er recht schnell Auskunft und wollte auf die entsprechende Station verschwinden, hielt dann aber noch kurz an einem der Blumenstände inne. Meg hatte mal erwähnt, dass sie Schwertlilien mochte. Er überlegte dann auch gar nicht lange und ließ sich einen entsprechenden Strauß fertig machen. Mit diesem verschwand er in der entsprechenden Abteilung.
Er wusste nicht, was er erwartet hatte. Irgendwelche geschlossenen, sterilen weißen Räume, mit Gittern vor den Fenstern oder so. Der Gang, der sich ihm dann aber öffnete, war nichts dergleichen. Die Wände waren in hellen, freundlichen Tönen gehalten, an denen Bilder mit neutralen Motiven hingen. Blumen, Sonnenuntergänge, Landschaftsbilder und ähnliches. Hier und da standen gepolsterte Bänke und auch ein paar Pflanzen.
Auf seinem Weg kam er dann auch an einem Raum vorbei, der ihn an ihren Gemeinschaftsraum in Hogwarts erinnerte. Dort befanden sich einige Personen, die Schach spielten, oder es zumindest versuchten. Andere debattierten angeregt, während wieder ein anderer, der sich anscheinend für einen Professor hielt, versuchte, ein paar seiner Mitanwesenden etwas an einer Tafel zu erklären, auf der komische Symbole und Formeln abgebildet waren. Und dann. . . Zacharias musste zweimal hinsehen, um es wirklich zu glauben. Aber mittendrin saß Lockhart und verteilte fleißig Autogramme, die offensichtlich keiner haben wollte, denn die Leute tauschten diese immer wieder.
Dass dieser seltsame Vogel nicht alle Reißige im Besen hatte, hatte Zacharias damals in seinem ersten Jahr bereits mitbekommen, als der Typ ihr Professor für Verteidigung gegen die dunklen Künste war. Der Mann hatte von dem Fach so viel Ahnung gehabt, wie ein Fisch vom Fliegen. Auch hatte er nie verstanden, was seine Mitschülerinnen alle an dem so toll gefunden hatten? Ob sie ihn jetzt noch immer so anschmachten würden? Zacharias bezweifelte es.
Schließlich ging er weiter und kam schlussendlich an Zimmer Nr. 1192 an. Vor diesem holte er nochmal kurz Luft und versuchte sich zu sammeln, bevor er leise klopfte. Antwort erhielt er allerdings keine, sodass er es nochmal versuchte und schließlich auch nach der Hexe rief.
„Meg? Ich bin es, Zacharias. Darf ich reinkommen?“, fragte er und wartete einen Moment auf Antwort. Als er wieder keine bekam, öffnete er behutsam die Tür und steckte seinen Kopf durch den Spalt. Als er das Zimmer sah, war er auch hier angenehm über die Einrichtung überrascht. Zwar war es nicht groß, hatte aber alles was man brauchte.
In der Ecke stand ein Bett, diesem gegenüber ein kleiner Schreibtisch samt Stuhl, dem sich ein Zweisitzer samt Couchtisch anschloss. An der Wand neben der Tür war eine Kommode über der ein Spiegel hing, während an der Wand noch eine Tür abging. Zacharias vermutete, dass sie zu einem Bad gehörte. Ob Meg vielleicht gerade dort drin war?
Unsicher trat er auch an diese Tür, klopfte und rief nochmal, bekam wie zuvor aber auch jetzt keine Antwort, sodass er es wagte die Tür zu öffnen. Als er durch den Spalt linste, zeigte sich ihm das Gleiche wie auch im Wohnraum. Keine Megan. Ob er sich vielleicht doch im Zimmer geirrt hatte? Zu seiner Rettung öffnete sich die Tür zum Gang, in der eine der zuständigen Assistenzheilerinnen erschien.
„Wer bist du denn?“, fragte sie auf seinen Anblick verwundert. „Was? Oh. Ähm. . . Zacharias. Smith. Ich . . . äh. . . Ich suche eigentlich Meg. Also, Megan Jones. Man sagte mir, das wäre ihr Zimmer“, erklärte er, worauf die Hexe nickte. „Ist sie schon wieder nicht hier?“ „Wenn sie sich nicht irgendwo versteckt hat, dann nicht“, erklärte er. Die Hexe rollte mit den Augen.
„Merlin, dieses Mädchen schafft mich. Sie weiß ganz genau, dass sie um 15:00 Uhr bei Heiler Thompsen sein soll.“ „Heiler?“, stutzte Zacharias. Die Hexe nickte. „Er therapiert sie. Zumindest versucht er es. Sie macht aber kein bisschen mit“, schimpfte die Heilerin etwas. „Inwiefern?“ „Sie sträubt sich gegen jede Art der Gespräche und Behandlung. Sie scheint nicht zu verstehen, dass wir versuchen ihr zu helfen. Wenn sie sich allerdings weiter so stur verschließt, können wir das nicht mehr und sie wird in eine andere Abteilung verlegt. Und dort wird sie, aufgrund ihrer Handlungen, kaum mehr herauskommen“, erklärte die Heilerin, worauf er schluckte, da er durch Tonks mittlerweile wusste, was für Handlungen das waren. Das wollte er unter gar keinen Umständen.
„Wissen Sie vielleicht wo sie ist? Vielleicht. . . Ich weiß nicht, vielleicht hört sie mir zu.“ „Du bist ihr Freund?“, vermutete die Heilerin, worauf er nickte. „Professor McGonagall hat mir die Erlaubnis gegeben, sie zu besuchen.“ „Verstehe. Nun vielleicht hast du mehr Glück als wir. Dann lass sie uns mal suchen.“ Mit diesen Worten verschwand die Hexe mit Zacharias auf dem Gang und suchte die verschiedenen Räume ab.
Neben dem Gemeinschaftsraum verbarg sich auch eine kleine Bibliothek in dem Trakt des Gebäudes, eine Gemeinschaftsküche, wo einige der Angestellten des Mungos mit den Patienten gerade ein paar Kekse und andere Leckereien zubereiteten. Als effektives Arbeiten konnte man das zwar nicht bezeichnen, allerdings schienen die Patienten Freude dabei zu haben, was Teil der Behandlung war, wie ihm die Heilerin an seiner Seite erklärte. Genauso, das sehr viele der hier auf dieser Station untergebrachten Hexen und Zauberer stark durch den Krieg und die Dinge, die sie gesehen und teils auch am eigenen Leib erlebt hatten, traumatisiert waren. Einige, nicht gerade wenige, hatten sich sogar selbst eingewiesen, um diese Erlebnisse richtig verarbeiten zu können, da sie mit ihrem Leben nach allem völlig überfordert waren und nicht selten unter massiven Angstzuständen, wie auch Panikattacken litten. Einige hatten sogar Verfolgungswahn entwickelt und glaubten hinter jeder Person Gefahr zu sehen.
Letzteres kam Zacharias bekannt vor, denn das war auch irgendwie bei Meg der Fall. Nur dass sie sich spezifisch auf Malfoy eingeschossen, und einen krankhaften Hass auf ihn entwickelt hatte. Granger ähnlich, wobei das vermutlich mehr nur dadurch kam, da die Gryffindor dem Slytherin geholfen hatte.
Schließlich erreichten die Beiden einen weiteren Raum, über den Zacharias am meisten staunte, denn es war ein englischer Garten. Wie in Hogwarts, war auch hier die Decke verzaubert, sodass man den Himmel sehen konnte. Anders als oben in den schottischen Highlands, schien das Wetter hier in London aber mal etwas besser zu sein. Der Himmel war zwar bewölkt, dazwischen machte sich allerdings immer mal die Sonne verstärkt breit. Die angenehmen Temperaturen, die hier im Raum herrschten, gaukelten einem zudem noch mehr den Eindruck vor, dass es Frühling und nicht Herbst war.
„Hätte ich mir auch denken können“, hörte Zacharias die Heilerin neben sich leise, die mittlerweile stehengeblieben war. Ihr Blick verlor sich auf einem kleinen Pavillon, der von Kletterrosen umsäumt war. Ein paar Schritte von diesem entfernt, stand ein Springbrunnen, in dem sich ein paar Goldfische tummelten. Rings um diesen waren vier Bänke angeordnet, die von einer Hexe und einem Zauberer in Anspruch genommen wurden, die offensichtlich die hier herrschende Ruhe und den Frieden genossen, denn sie hatten die Köpfe entspannt nach hinten geneigt und schienen ihren Geist von den friedvollen Geräuschen vereinnahmen zu lassen. Zwar sah Zacharias keine Vögel, hörte diese aber dennoch zwitschern. Vermutlich ein Zauber. Was genau, war ihm letztlich egal, denn sie hatten Megan gefunden. Sie saß auf einer der Bänke im Pavillon und starrte mit verhärteter Miene auf den Springbrunnen, gleich so, als ob sie diesen mit ihrem Blick sprengen könnte.
„Versuch dein Glück. Mach ihr klar, dass wir ihr nicht helfen können, wenn sie sich weiter verschließt. Sie schadet sich damit nur selbst“, bat die Heilerin, worauf er nickte und sich etwas zögerlich zu der Ravenclaw begab, die ihn noch immer nicht bemerkt hatte, obwohl sie ihn gesehen haben musste, als er den Pavillon betrat.
„Meg?“, rief er sie leise und hatte Glück. Sie hob den Kopf, sah ihn aber mit kalten Augen an. „Was machst du hier?“, fragte sie ohne ein Wort der Begrüßung, bevor ihr Blick etwas an ihm vorbei glitt und sie die Heilerin in einigem Abstand erkannte, die direkt in ihre Richtung sah.
„Haben sie dich geschickt?“ „Wer?“, fragte Zacharias. Megan deutete ihm mit dem Kopf aber nur säuerlich in die Richtung der Heilerin, dem er kurz folgte. Als sich sein Blick mit dem der Heilerin nochmal kreuzte, nickte diese kaum merklich und verschwand letztlich. Zacharias konzentrierte sich dann auch gleich wieder auf Megan.
„Nein. McGonagall hat mich freigestellt, damit ich dich besuchen kann und. . . Die sind für dich“, hielt er ihr die Schwertlilien hin, auf die sie aber nur kurz schnaubend sah, bevor sie den Kopf bockig wegdrehte. Zacharias wusste auf die Regung auch nicht gleich, was er tun sollte.
„Schwertlilien mochtest du doch und. . .“ „Was willst du?“, überging sie seine Aussage jedoch und sah ihn erneut unheilvoll an. „Ich wollte nach dir sehen. Wissen, wie es dir geht“, erklärte er, worauf sie wieder schnaubte. „Wie soll's mir gehen? Ich bin hier eingesperrt!“ „Das bist du nicht. Du. . .“ „Ich habe keinen Zauberstab und kann nicht gehen wohin ich will! Sowas nennt man eingesperrt!“, zischte sie ihn an, worauf er nicht gleich etwas zu erwidern wusste, da es ja schon irgendwo stimmte. Auf der anderen Seite könnte sie auch ganz woanders sein, wo es weniger angenehm war. Wo niemand zu ihr konnte. Ein Ort, den sie dann so schnell nicht mehr verlassen würde. Nur wollte er ihr nicht mit dieser Keule kommen. Er. . .
„Hast du deinen Zauberstab dabei?“, unterbrach sie ihn dann in seinen Gedanken und taxierte ihn durchdringend. „Was? Nein. Den musste ich vorne abgeben. Warum?“ „Weil du mich sonst hättest hier rausbringen können“, schnaubte sie, lehnte sich wieder zurück und verschränkte abweisend die Arme vor der Brust. Zacharias besah es sich mit Wehmut.
„Sie versuchen dir doch nur zu helfen und. . .“ „Verschwinde!“ „Meg, komm schon. Ich. . .“ „Was? Du hast mir damals gesagt, du würdest mir helfen, egal was ist und kommt! Und dann lässt du mich hier hängen!“, fauchte sie und funkelte ihn böse an, worauf er schluckte.
„Ich wusste bis vor ein paar Tagen nicht, dass du hier bist. Die Profs haben niemandem etwas gesagt. Aber jetzt bin ich hier und. . . Ich will dir ja helfen. Wirklich. Aber nicht so wie bisher. Das war alles . . . falsch. Das hab ich inzwischen eingesehen.“ „Was?“ „Die Sache mit Malfoy und Granger. Die Falschaussagen und. . .“ „Er war es!“, fuhr sie ihn an und stand mit einem Mal. Und das bebend vor Zorn. Zacharias sah sie versucht ruhig an und nahm sich vorsichtig eine ihrer Hände, die sie zur Faust geballt hatte.
„Du weißt ganz genau, dass das nicht stimmt. Er. . .“ „Er hat meinen Vater auf dem Gewissen! Er. . .“ „Das hat er nicht, also hör auf das zu behaupten und dir selber einzureden. Du hast ihn doch noch nicht einmal gesehen“, versuchte Zacharias ihr klarzumachen, doch sie blieb auch weiter stur.
„Natürlich hab ich das! Ich. . .“ „Warum bist du zu Malfoys Verhandlung dann nicht auf Grangers Vorschlag eingegangen? Warum hast du dem Gamot nicht deine Erinnerungen an den Abend gegeben, wenn du ihn doch gesehen hast?“ Daraufhin funkelte sie ihn zornig an und schrie: „Auf wessen Seite stehst du jetzt eigentlich?!“, anstatt ihm seine Frage zu beantworten, was wiederum eine sehr deutliche Antwort war.
„Auf deiner, deswegen sag ich dir das jetzt auch nochmal. Du hast dich da in irgendwas verrannt und. . .“ „Das hab ich nicht! Malfoy ist an allem Schuld. Er. . .“ „Merlin, hör auf! Man Meg, du schaufelst dir dein eigenes Grab, wenn du so weitermachst. Ist ja schon schlimm genug, dass du Granger während der Verhandlung mit dem Unverzeihlichen angegriffen hast. Allein dafür hätten sie dich schon in Askaban einbuchten können. Und dann gehst du wirklich noch soweit und versuchst Malfoy abzumurksen, der. . .“ „Er hat es nicht anders verdient!“, fauchte sie und riss sich schließlich von ihm los. Zacharias biss sich auf ihre Worte sofort auf die Zunge und sah sich hektisch um, ob man sie belauscht hatte. Doch niemand schenkte ihnen in irgendeiner Art und Weise Beachtung, sodass er sich Megan nun etwas ran zog und sie beschwörerisch ansah.
„Merlin, Meg. Lass das hier ja niemanden hören. Sie. . .“ „Für wie blöd hältst du mich?“ „Dumm genug, dass du das überhaupt getan hast! Mensch Meg, Malfoy hatte nichts mit dem Angriff auf dich und deine Familie zu tun. Weder war er dabei, noch hat er im Hintergrund irgendwelche Fäden gezogen. Er war für du-weißt-schon-wen doch auch nur einer von vielen. Er hatte bei den Todessern absolut nichts zu melden gehabt. Im Gegenteil. Er. . .“ „Hör auf! Ich will diesen Mist nicht hören. Offensichtlich haben sie dich inzwischen auch schon soweit bequatscht, dass du diese Lügen glaubst!“ „Lügen? Meg, so viele Leute können doch nicht lügen. Malfoy ist ein Arschloch, ja. Aber während der Verhandlung haben noch jede Menge Leute für ihn ausgesagt. Du hast das dann ja nicht mehr mitgekriegt, aber da war Bell, die Malfoy eigentlich belasten sollte, weil sie wegen dieser verfluchten Halskette fast gestorben wäre. Sie hat dann aber das genaue Gegenteil gemacht. Sie meinte, es war ein unglücklicher Unfall und das Malfoy es gar nicht auf sie abgesehen hatte. Dann hat sie auch noch gesagt, dass er ihr während der Schlacht wohl das Leben gerettet hat. Als Umbridge es so hinstellen wollte, dass Bell bloß Glück gehabt hätte, haben sich noch andere im Saal gemeldet, denen er genauso geholfen hat. Er war gegen die. Potter kam dann auch noch und. . .“ „Sei still!“, zischte sie auf all das und wand sich in seinem Griff.
„Malfoy ist ein elender Lügner und dreckiger Heuchler. Der hat doch alle gekauft! Er. . .“ „Das ist absoluter Blödsinn. Als ob sich Potter, Bell oder sonst einer von ihm hätten kaufen lassen. Verdammt Meg, mach die Augen auf! Wenn du so weiter machst, werden sie dich richtig wegsperren. Willst du das?“, mahnte er sie eindringlich, worauf sie nichts erwiderte, sondern ihn verbissen ansah, während Zacharias auch weiter versuchte, zu ihr durchzudringen.
„Hör zu, ich versteh doch, dass dir das alles nachhängt, was passiert ist. Erst das mit deiner Familie, dann die ganze Zeit während des Kriegs und vor allem das im April. Aber du schadest dir am Ende doch nur selbst, wenn du dich weiter dieser Vorstellung hingibst, dass Malfoy für alles verantwortlich ist. Dieser Krieg wäre auch gekommen, wenn er nicht gewesen wäre. Wenn diese Sache in der Schule mit den Todessern nicht gewesen wäre. Und. . . Auch wenn das jetzt hart klingt, aber du bist nicht die Einzige, der Schlimmes passiert ist. Du. . .“ „ICH HAB MEINE GANZE FAMILIE WEGEN DENEN VERLOREN!“, schrie sie ihn halb hysterisch an, worauf er nickte und sie erneut versuchte, mehr zu sich zu nehmen, da sie sich aus seinem Griff gelöst hatte und nun drauf und dran war, zu verschwinden.
„Meg, warte!“, rief er und hatte sie rasch wieder ein. „LASS MICH!“, zeterte sie weiter, doch er ließ nicht locker. Diesmal nicht. Er wollte Antworten. Er wollte die Wahrheit. Und er wollte, dass sie diese Wahrheit genauso sah und damit endlich aus ihrer manischen Vorstellung aufwachte.
„Nein. Ich will dir helfen. Und zwar diesmal richtig. Also hör auf mich anzulügen und vor der Wahrheit wegzulaufen. Wenn Malfoy dir wirklich etwas getan hat, dann sag es!“, forderte er etwas harsch, worunter sie wie geschlagen zusammenzuckte. Nur einen Moment später kamen ihr die ersten Tränen, mit denen sie sich erneut versuchte, von ihm abzuwenden.
„Jetzt bleib hier. Bitte. Sag mir was passiert ist. Was hat er dir wirklich getan?“, erkundigte sich Zacharias nochmal ruhig, erreichte damit aber nur, dass sie sich mehr und mehr in seinem Griff wand.
„Lass mich los.“ „Erst wenn du mir sagst, was er getan hat.“ „Er ist ein mieser Heuchler und Lügner!“ „Und weiter?“, bohrte Zacharias, da das ja wohl kaum der Grund für ihren frenetischen Hass sein konnte. Mehr bekam er aber nicht zu hören. Stattdessen weinte sie immer stärker „Lass mich gehen!“, und versuchte sich erneut aus seinem Griff zu winden.
„Verdammt Meg, rede mit mir. Was hat er getan? Was hat er dir so schreckliches getan, dass du sogar versuchst ihn umzubringen?“, bohrte Zacharias, erreichte damit aber nur, dass sie immer mehr in sich zusammenbrach und zusammenhangloses Zeug vor sich hin wimmerte, von wegen Schuld und Hilfe, was er nicht wirklich verstand. Allerdings beschlich ihn auf all das immer mehr der Gedanke, dass sich Megan tatsächlich, in ihrer Wut und der Verzweiflung, in eine Sackgasse verrannt hatte, denn. . . Hätte Malfoy ihr wirklich in irgendeiner Art und Weise persönlich massiv geschadet, warum sagte sie es dann nicht einfach, sondern warf mit irgendwelchen Lügen um sich?
„Meg? Komm, es wird alles wieder gut. Ich werd dir helfen. Ich bin für dich da.“ „Ich will nach Hause“, schluchzte sie ihm daraufhin verzweifelt in die Schulter, was ihn an ein kleines, verletztes Mädchen erinnerte, das nach der heimischen, elterlichen Geborgenheit flehte.
„Dann lass dir helfen und rede mit den Heilern. Sie wollen dir doch auch nur helfen“, hielt er sie ruhig dazu an und auch weiter beruhigend in seinen Armen, in die sie mehr und mehr haltlos schluchzte und weinte.

۩ ۞ ۩


Wütend suchte sich Lucius später am Abend seinen Weg in das kleine Herrenhaus, um zu sehen, was dieses dumme Gör letztlich angerichtet hatte. Ob sie sich noch aus der Sache herausgewunden hatte, oder ob sie, wie er fürchtete, ihre Pläne bereits im Ansatz ruiniert hatte?
Merlin, was war bitte so schwer, etwas die Füße stillzuhalten? Die Aussage des Wieselmädchens kam ja nun auch nicht so überraschend. Offensichtlich hatte diese hohle Nuss aber doch nicht so richtig damit gerechnet. Sei's drum. Er würde seine Antworten aus ihr herausbekommen. So oder so.
Für den Moment straffte er sich, um sich nicht gleich seinen Zorn anmerken zu lassen. Vielleicht machte er sich auch unnötig Gedanken und alles war gut gelaufen. Als er den kleinen Salon jedoch betrat und sich mit einem kurzen Gruß bemerkbar machte, konnte er deutlich an ihrem verschreckten Zucken erkennen, dass sie es vergeigt hatte.
„Lucius. Du bist schon da?“, spielte sie die Überraschte und setzte ein strahlendes Lächeln auf, während sie etwas an ihrem Kleidchen herum zuppelte. Sie hatte sich zurechtgemacht, stellte er fest. Vermutlich, um ihn auf spezielle Art abzulenken oder zu besänftigen, denn das körperbetonte, kurze Kleid schrie geradezu danach, von ihrem Körper gerissen zu werden. Hinzu kam noch ihr aufreizendes Make-up. Es war wirklich verblüffend wie naiv dieses Gör war, dass sie tatsächlich annahm, dass sie ihn mit so etwas Subtilem wie Sex, irgendwie beeinflussen konnte. Hielt sie ihn wirklich für so leicht gestrickt? Offensichtlich.
„Nun, du wirst sicher verstehen, dass es mich brennend interessiert, wie dein Nachmittag war?“, setzte er ihr sofort das Messer auf die Brust und fragte gleich weiter: „Wie verlief denn das Treffen mit deiner alten Freundin?“ „Ganz gut“, meinte sie und verschwand an einen kleinen Beistelltisch, auf dem eine Flasche des guten Dalmore Trinitas stand. Den hatte sie also auch besorgt. Noch ein Indiz mehr dafür, dass die Sache richtig katastrophal verlaufen war. Wie katastrophal, versuchte er nur einen Moment später zu ergründen, als sie mit dem Whiskey beschäftigt war und nicht näher auf ihn achtete.
„Tatsächlich? Nun, hat sie dir denn etwas Interessantes erzählen können?“ „Na ja, nicht direkt. Ich konnte ja schlecht mit der Tür ins Haus fallen.“ „Natürlich. Worüber habt ihr denn gesprochen?“, bohrte Lucius, dem sie das Glas mit dem guten Whiskey reichte, bevor sie es sich mit ihrem Weinglas auf der Couch gemütlich machte und die Beine übereinander schlug, sodass ihr Kleid noch ein Stückchen mehr nach oben rutschte.
„Wir haben uns hauptsächlich über den Ball unterhalten. Ein anderes Thema konnte ich da gar nicht richtig aufgreifen. Ich hab ihr mit ihrem Kleid geholfen und dann waren wir noch einen Tee trinken. Sie hat noch ein bisschen was über die Schule erzählt, vom Quidditch, und mir von ihrer Beziehung mit Harper vorgeschwärmt, wie glücklich sie ist, und so etwas halt. Wie gesagt, es ergab sich leider nicht wirklich, etwas Spezielles zu fragen. Daphne hätte sich darüber nur gewundert. Aber ich denke, wenn ich mich das nächste Mal mit ihr treffe, bekomme ich eher etwas aus ihr heraus“, versicherte sie ihm und nippte kurz an ihrem Rotwein, nichts ahnend, dass Lucius während ihrer kleinen Lüge ihren Geist nach den tatsächlichen Begebenheiten durchforstet hatte. Was er in diesem gesehen und vor allem gehört hatte, stimmte ihn alles andere als zufrieden.
„Das ist äußerst bedauerlich“, gab er ihr unterkühlt zu verstehen und musterte sie zudem kalt, was ihr nicht ganz behagte, denn sie sah ihn ihrerseits ein wenig verunsichert über den Rand ihres Glases hinweg an, von dem sie noch einen Schluck nahm, um diese Unsicherheit zu überspielen.
„Nächstes Mal wird es besser laufen“, versprach sie ihm letztlich mit einem zuversichtlichen Lächeln und stellte schließlich das Glas weg. Kurz darauf begann sie sich etwas lasziv auf der Couch zu räkeln, um ihn zu locken und damit von dem leidigen Thema des Gespräches abzulenken. So leicht würde er sie jedoch nicht davonkommen lassen. Seinen Zorn über ihre Dummheit und Dreistigkeit, hielt er jedoch noch einen Moment zurück. Stattdessen trat er zu ihr, um auf ihr billiges Angebot einzugehen.
Pansy nahm diese Regung erleichtert auf und begann ihn schließlich etwas im Nacken zu küssen, während ihre Hände über seine Brust glitten, bevor sie die Knöpfe seiner Weste öffnete, um an das Hemd darunter zu gelangen.
„Daphne hat sich immer auf meine Seite gestellt, wenn Harper mir blöd kam. Sie wird es immer wieder tun“, säuselte sie, was Lucius ein abfälliges Schnauben entlockte. Pansy irritierte es ein wenig, weshalb sie ihn wieder ansah. Seine Augen waren in dem Augenblick so hart wie Stahl und kalt wie Eis.
„Für wie einfältig hältst du mich?“, raunte er unheilvoll. Nur einen Moment später, noch bevor Pansy seine Frage ganz verinnerlicht hatte, schoss seine Hand vor und legte sich unbarmherzig um ihren Hals, sodass ihr schlagartig die Luft weg blieb.
„Denkst du allen Ernstes, ich merke nicht, wenn man mich belügt?“, gab er ihr kalt zu verstehen, während sie verzweifelt versuchte, seine Hand zu lösen. Lucius schnürte ihr aber nur noch mehr die Luft ab und drückte sie tiefer in die Polster.
„Du hattest eine einfache Aufgabe. Dich mit Greengras treffen und ihr die liebe, geläuterte Freundin vorspielen. WAS hast du daran nicht verstanden?“, knurrte er gefährlich, bekam aber keine Antwort, da sich die Hexe unter ihm nach Atem ringend wand. Es war zu dumm, dass er sie noch für seine Botengänge und sonstige Drecksarbeiten benötigte, denn er hatte gut Lust, sie jetzt hier auf der Stelle, für ihr jämmerliches Versagen zu töten. Stattdessen zerrte er sie gewaltsam von der Couch hoch und warf sie auf den Boden, wo sie sich hustend an die Kehle fasste. Als sie wieder etwas besser Luft bekam, sah sie verstört zu ihm auf. Inzwischen hatte Lucius seinen Zauberstab gezogen, der gefährlich auf ihr Gesicht gerichtet war.
„Was . . . was hast du vor?“, fragte sie zittrig und versuchte etwas nach hinten wegzukriechen. Auf die kleinste Regung warf Lucius ihr jedoch einen Schleuderfluch entgegen. Sie wurde vom Boden hoch in eine der Glasvitrinen geworfen, die unter lautem Gescherbel zerbarst und der Hexe dutzende Schnittwunden am Gesicht und dem Körper zufügte. Sie wimmerte schmerzlich, als sie den Blick hob und verängstigt zu dem Todesser sah, der erneut den Zauberstab auf sie gerichtet hatte.
„Ich werde dich lehren, was es heißt mich zu belügen und meinen Anweisungen nicht zu folgen“, raunte er düster und taxierte sie mehr und mehr mit den kalten Augen, in denen etwas Tödliches lag. Pansy wurde in dem Moment, als er den Crucio auf sie sprach, klar, dass sie sich den Teufel bereitwillig ins Haus geholt hatte. Doch was sollte ihr das jetzt noch nützen?
Sie schrie und wand sich wie wahnsinnig unter der Wirkung des Fluches, den Lucius solange an ihr ausübte, bis sich ihr Bewusstsein ausklinkte und sie in dunkle Untiefen fiel. Erst dann ließ er seinen Zauberstab sinken und sah verächtlich auf die Schwarzhaarige, die leicht verrenkt in ihrem eigenen Blut lag und extrem flach atmete.
Zehn Minuten. Länger hatte sie die Wirkung des Fluches nicht ausgehalten. Ein echtes Armutszeugnis und seiner Ansicht nach noch zu wenig Bestrafung, in Anbetracht der Tatsache, dass sie eine so lukrative Möglichkeit, um an Informationen aus erster Hand zu kommen, derartig leicht verspielt hatte, nur wegen ihrer blinden Eifersucht und dem Hass auf das Schlammblut. Zumal sie zuvor noch darüber gesprochen hatten, dass Draco nicht nur Gefühle für diese Hexe hatte, sondern sie, warum auch immer, zu lieben schien.
Lucius stieß diese Tatsache nach wie vor sauer auf, wenngleich er inzwischen nicht umhin kam zugeben zu müssen, dass das Schlammblut durchaus eine starke Persönlichkeit und einen noch stärkeren Willen hatte, dachte er an ihre Gefangenschaft in seinem Haus zurück. Darüber hinaus, hatte diese Hexe gewisse Talente und Fähigkeiten, an die so mancher Reinblüter selbst in 100 Jahren nicht herankommen würde. Ihm fiel da spontan das ganze Wieselpack ein, sowie diese nutzlose Hexe zu seinen Füßen. Genauso Crabbe und Goyle.
So gesehen, hatte sich Draco in der Tat eine mehr als passable Hexe als potenzielle Partnerin gesucht, die zudem auch ganz ansehnlich sein konnte, wenn sie wollte. Im Grunde gab es ja keine wirklich hässlichen Frauen, da diese es stets verstanden, sich hinter einer hübschen Maske zu verbergen. Als Mann, sollte man da die Fähigkeit besitzen, hinter diese Maske sehen zu können, wollte man nicht gefahrlaufen, am nächsten Morgen neben einer Vogelscheuche aufzuwachen.
All das änderte aber nichts daran, dass sie ein minderwertiges Schlammblut war und auf ewig blieb. Das hatte Pansy durchaus richtig formuliert. Dennoch war sie als solches nicht zu unterschätzen. Genauso Draco. Lucius wusste nur zu gut um die Fähigkeiten und das Wissen des Verräters. All die Dinge, die er selbst ihm eingebläut und antrainiert hatte. Hinzu kam noch das übrige Gryffindor Pack. Ganz vorne Potter, aber auch der trottelige Longbottom war nicht zu unterschätzen, wie sich während der Schlacht damals gezeigt hatte. Und dank der Unfähigkeit dieser dummen Hexe, durfte er sich nun etwas anderes einfallen lassen, wie er möglichst unauffällig an Draco und das Schlammblut herankam. Wobei es genügte, wenn er sich das Schlammblut schnappte. Mit ihr würde er Draco und sicherlich auch Potter ködern können. Draco auf alle Fälle, dessen war er sich sicher. Und wenn er ihn hatte, dann. . .
Lucius grinste vorfreudig bei dem Gedanken daran und trat an das kleine Tischchen mit dem guten Whiskey, von dem er sich noch ein Gläschen genehmigte.
Er würde diesen kleinen Bastard zerstören. Angefangen damit, dass er ihn 1000 Tode sterben ließ, bevor er zum zweiten Akt überging.

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