Was im Verborgenen liegt - Die Tücken der Wahrheit
von Alex2303
۩ ۞ ۩
„Guten Morgen, Prinzessin“, säuselte Draco Hermione neckisch ins Ohr, als er merkte, dass die Löwin allmählich wach wurde. Das lag nicht zuletzt auch daran, dass er sich nicht sonderlich beherrschen konnte, und irgendwann begonnen hatte, federleichte Küsse auf ihrem Nacken zu verteilen.
Die Hexe nahm diese liebevolle Geste mit einem müden, wohligen Lächeln zur Kenntnis, neigte den Kopf ein wenig nach hinten und blinzelte ihren blonden Schatz mit kleinen Augen an.
„Guten Morgen“, meinte sie und streckte sich ausgiebig in seinen Armen, ehe sie sich richtig zu ihm drehte und an seine warme Brust kuschelte.
„Könnt ich mich glatt dran gewöhnen, so geweckt zu werden. Viel besser, als der blöde Wecker“, murmelte sie noch im Halbschlaf, worauf Draco leise lachte und mit seiner speziellen Streicheleinheit fortfuhr, was der Hexe stellenweise ein dezentes Kichern entlockte.
„Das kitzelt.“ „Gut zu wissen“, summte Draco und prägte sich diese Stellen ein, bevor er ihr einen Kuss auf die Stirn hauchte und in die noch immer kleinen Augen sah.
„Dürfen Monsieur fragen, wie Mylady geschlafen haben?“ „Mylady haben traumhaft geschlafen, mit Monsieur an ihrer Seite“, kokettierte Hermione schmunzelnd, streckte sich und gab ihrem Slytherin einen Kuss. Im Anschluss kuschelte sie sich wieder dicht an seine Brust und schloss die Augen, um sein wildes Aroma ein wenig stärker in sich aufzunehmen.
„Noch müde?“, fragte Draco nach einer kleinen Weile, die sie still beieinander lagen. Inzwischen war er dazu übergegangen seiner Löwin den Hinterkopf zu kraulen, die es mit wohligen Seufzern quittierte, aber nicht wirklich antwortete, sodass er bereits dachte, sie wäre wieder eingeschlafen.
„Mione?“ „Nicht aufhören“, murmelte sie, als er kurz innehielt. Daraufhin fuhr Draco schmunzelnd mit der kleinen Kopfmassage fort, was sie abermals seufzen ließ. Diese Geräusche wurden mit der Zeit allerdings durch ein Brummeln und Glucksen unterbrochen, bei dem Hermione das Gesicht verzog. Draco grinste.
„Mir scheint, Mylady haben Hunger?“ „Etwas. Wie spät ist es denn?“, sah Hermione zu Draco, der einen raschen Blick auf seinen Wecker warf.
„Viel zu früh. Gerade mal halb zehn.“ „Schon?“, stutzte sie. „Schon? Wir sind gegen 3 erst ins Bett. Das sind nicht mal sieben Stunden.“ „Sagt mir der, der mich mit Küssen wach gemacht hat“, neckte sie ihn.
„Okay. Punkt für dich“, grinste er und kuschelte sich in ihre Löwenmähne, bis ein neues Brummeln ertönte, was ihn noch mehr grinsen ließ. Im Anschluss sah er sie wieder an.
„Ich schätze, wir kommen nicht drum herum, erstmal frühstücken zu gehen. Bevor du mir verhungerst.“ „So schnell geht das auch nicht. Aber so, wie du mich gestern Abend beansprucht hast. . .“ „Hat dir doch auch Spaß gemacht.“ „Nur, dass ich jetzt sicher wieder Blasen an den Füße habe. Du und Blaise, ihr könnt auch nicht anders, als euch gegenseitig anzustacheln, was?“, schmunzelte sie, was sein Grinsen nochmal mehrte.
„Die Frage, wer besser tanzen kann, steht noch immer im Raum. Immerhin hatten wir gestern keine richtige Jury. Aber um Mylady zu versöhnen, würde ich ihr eine ausgiebige Fußmassage nach dem Frühstück anbieten.“ „Dem wäre ich durchaus zugeneigt.“ „Aber erstmal Frühstück“, erinnerte er sie schmunzelnd, als es wieder in Hermiones Innern rumorte.
Gut eine halbe Stunde später waren sie auf dem Weg nach unten. Auf der Treppe trafen sie auf Ginny und Blaise. Letzterer gähnte herzhaft und streckte sich nochmal genüsslich.
„Seid ihr jetzt auch erst aus dem Bett gefallen?“, erkundigte sich Hermione bei Ginny. „Gezwungener Maßen.“ „Lass mich raten. Der Müllschlucker hatte Hunger?“, mutmaßte Draco mit einem stichelnden Blick in Richtung Blaise. Der quittierte es mit einem Brummen.
„Wenn man nachts so einen Haufen Energie verbrennt, muss halt Nachschub her.“ „Erspar mir irgendwelche Details.“ „Die sind auch für niemanden gedacht“, mischte sich Ginny grinsend dazwischen, ehe sie spitz zu Hermione schaute.
„Ich hoffe, dein Schatz hat dich nicht auch allzu sehr beansprucht. Oder vielleicht doch?“, grinste sie dreckig, worauf in Dracos Augen etwas Warnendes aufblitzte, bevor er bedrohlich zu Blaise sah. Der hatte auch so verstanden und versuchte schnell ein anderes Thema anzuschneiden.
„Was mir gerade einfällt, ich hatte mit Charlie gestern noch gequatscht, ob wir heute nach Hogsmeade gehen? Das Wetter spielt bis jetzt ja mit.“ „Davon hast du mir gar nichts erzählt!“, beschwerte sich Ginny.
„Ja, wie gesagt. Fiel mir eben ein“, kratzte sich Blaise verlegen am Hinterkopf und rettete sich in ein entschuldigendes Lächeln. Ginny war nun jedoch etwas verstimmt und brummte.
„Da kann ich ja gar nicht mit.“ „Du kannst dir doch von Harry den Umhang leihen“, schlug Blaise ihr beschwichtigend vor, als sie die Halle erreichten und ihren Tisch ansteuerten. Der Rest war bereits anwesend, schien aber auch noch nicht sonderlich lange wach zu sein. Allen voran Harry, der mal wieder so aussah, als wäre er gerade erst aus dem Bett gefallen. Zudem zierten seine Züge ein paar unschöne Augenringe.
„Was ist denn mit dir passiert?“, erkundigte sich Hermione besorgt, als sie ihren Freund sah. „Ron!“, meinte Harry nur angefressen und nippte an seinem Assam Tee, den er sich extra stark angesetzt hatte. Hermione rollte daraufhin mit den Augen.
„Hat er dich die Nacht überfallen?“, witzelte Draco. „Könnte man sagen“, knirschte Harry mit den Zähnen. „Er muss sich gestern restlos die Kante gegeben haben. Auf alle Fälle hat er nicht nur abartig laut geschnarcht, was im Normalfall schon kaum zu ertragen ist. Er hat dann auch noch die halbe Nacht rumgeknurrt und im Schlaf irgendwelches Zeug gebrüllt. Keine Ahnung was. Auf alle Fälle hab ich kaum geschlafen. Dean und Seamus auch nicht. Wobei Seamus noch so schlau war, und sich im Gemeinschaftsraum auf die Couch gehauen hat.“ „Warum habt ihr den Idioten nicht einfach aus dem Schlafsaal geschmissen?“, bohrte Draco, dem Blaise mit einem eifrigen Nicken zustimmte.
„Hätten wir nicht lange gefackelt“, meinte er und deutete auf sich und Charlie, der gediegen an seinem Tee nippte und ebenfalls zustimmend nickte.
„Ron wiegt ‘ne Tonne!“ „Schon mal was Wingardium Le-vi-o-sa gehört?“, stichelte Draco und sah frech zu Hermione, die ihn mit einem bösen Blick bedachte, da er sie aufzog. Zudem trat sie ihm etwas auf den Fuß, was ihn nur noch mehr grinsen ließ, ehe er ihr zur Versöhnung einen kleinen Kuss gab.
„Ich merk’s mir für das nächste Mal“, murrte Harry. „Oder du belegst dein Bett einfach mit einem entsprechenden Dämmzauber. Ich hab dir letztes Jahr doch erklärt, wie der geht“, erinnerte Hermione Harry, da Rons Geschnarche in der Tat an Körperverletzung grenzte, was sie ebenfalls hatte lernen müssen.
„Alternativ könntest du zur Not auch zu uns umziehen. Platz ist genug“, meinte Charlie schmunzelnd, als drei Eulen durch die hohen Fenster schwebten und Hermione, Draco und Charlie ihren Daily Prophet brachten.
Als Hermione diesen ein wenig durchblätterte, in der Hoffnung noch etwas zu finden, was nochmal deutlich machte, dass Umbridges Aussagen gegen Draco nichts mehr als Lügen waren, verschlug es ihr auf Seite sieben regelrecht den Atem.
„WAS?“, brüllte sie und wurde kalkweiß, bevor eine unbändige Wut in ihr hochkochte, die ihre Wangen fleckig rot färbte. Die Freunde besahen sich ihren Wutausbruch verwundert, bevor Draco und Harry Hermione über die Schulter linsten, um zu sehen, was sie gerade so erzürnte.
Als Harry den Aufhänger sah, verschluckte er sich prompt an seinem Brötchen, während Draco drauf und dran war, Hermione die Zeitung aus der Hand zu reißen.
„Haben die jetzt völlig den Verstand verloren?!“, ereiferte er sich, sodass Charlie seine Zeitung nach einem blöden Artikel durchsah, während Blaise sich kurzerhand die von Draco nahm.
Beide Slytherins wurden schnell fündig, denn auf Seite sieben, allgemein für Klatsch und Tratsch berüchtigt, prangte über beide Seiten ein riesiger Fotoartikel. Und zwar über die Freunde und ihre Beziehungen. Die Bilder, die sie zeigten, waren nur zu offensichtlich gestern Abend auf der Feier entstanden und unterstrichen die Paarbildungen deutlich. Betitelt wurde das Ganze unter anderem mit:
*Harry Potter und Ginevra Weasley, das Traumpaar der magischen Welt geht getrennte Wege!*
*Ginevra Weasley, das nächste Opfer des Zabini-Fluchs?*
*Astoria Greengrass, die neue Liebe Harry Potters oder eine billige Hochstaplerin, die ihm ebenfalls das Herz brechen wird?*
*Hermione Granger, warum sie tatsächlich für den Death Eater, Draco Malfoy, einstand!*
Unter diesen Schlagzeilen zog der Daily Prophet einmal mehr mit ungeheuerlichen und vor allem zweideutigen Mutmaßungen, die angeblich auf glaubwürdigen Quellen beruhten, über alles her.
Das begann mit der tragischen Trennung von Harry und Ginny. Schuld daran wäre der ruchlose Slytherin Blaise Zabini, der Ginny verführt und damit die Trennung der Beiden mittels Intrigen initiiert hätte. Am Ende blieb die Frage offen, wie lange es dauern würde, bis Ginny dem schwarzen Witwer zum Opfer fiel, wie sonst die Männer an der Seite von Blaise’ Mutter.
Des Weiteren zog der Artikel Astoria ordentlich durch den Dreck. Angefangen damit, dass die Slytherin die Trauer und Einsamkeit des ohnehin schon seit Jahren gebeutelten Helden, aufgrund der hässlichen Trennung, für sich ausgenutzt hatte, um sich durch seinen Ruhm und dergleichen positiv in den Vordergrund zu stellen. Genauso wurde vermutet, dass hier Liebestrank im Spiel war und sie Harry doch nur benutzte.
Als Astoria die bösen Mutmaßungen las, kamen ihr unweigerlich die Tränen, bevor ihr Blick halb verzweifelt auf Harry fiel, der vor Wut schäumte und dem Anblick nach, die Zeitung in Hermiones Händen am liebsten in 1’000 Stücke zerfetzt hätte. Der Gryffindor selbst ging es nicht viel anders, denn nebst ihren Freunden, lästerte man auch über sie und Draco. Dieser Bericht war zudem der Längste und Verlogenste.
So unterstellte man Draco, ähnlich wie Blaise, dass er die einfältige Löwin verführt hatte, die zudem ja eine Schwäche für bekannte Persönlichkeiten hatte, wie sich während des Trimagischen Turniers gezeigt hatte. Darüber hinaus hätte man auch aus sicherer Quelle erfahren, dass die Hexe der Schlange wohl schon seit zwei Jahren hoffnungslos verfallen war und eine Liaison mit ihm unterhielt, was letztlich auch ihr Engagement für den Junior Death Eater, während seiner Verhandlung, erklärte.
Über die verurteilende Bezeichnung Dracos, schäumte Hermione noch mehr, als ohnehin schon. Und es wurde nicht besser, je mehr sie von dem Artikel las. So wurde in diesem auch die Vermutung in den Raum geworfen, dass hinter den äußerst fragwürdigen Zusammenschlüssen der Freunde, eine Verschwörung seitens der Slytherins steckte. Denn es konnte doch unmöglich sein, dass Gryffindor und Slytherin Hand in Hand gingen!
„ARGH!“, brüllte Hermione und zerfetzte die Zeitung in einem Anfall blinder Wut schließlich halb in der Luft. Dabei gingen einige, nicht gerade wenige Papierschnipsel unbeabsichtigt in Flammen auf.
„Ich glaub das nicht! Wie kommen diese räudigen Bastarde dazu, so einen Schund zu schreiben?!“, zeterte sie, bevor ihr Blick mörderisch auf Blaise fiel, dem es mulmig wurde.
Hermione hatte es jedoch auf die Zeitung in seinen Händen abgesehen, da ihr Exemplar nicht mehr existierte. Ihr Blick fiel im Kommenden auf die letzten Zeilen des Artikels, nur fand sie nicht, was sie suchte. Nämlich den Namen des verantwortlichen Kolumnisten.
Würde sie nicht mit 100%iger Sicherheit wissen, dass Skeeter ihre Strafe bereits absaß, würde sie Stein und Bein darauf schwören, dass dieser verlogene Artikel ihrer Feder entsprungen war. Aber wenn nicht sie, wer dann? Es musste jemand gewesen sein, der gestern ebenfalls auf der Feier war, denn das bewiesen die Bilder.
„Habt ihr mitbekommen, dass uns jemand fotografiert hat?“, erkundigte sie sich bei ihren Freunden, die alle den Kopf schüttelten. Astoria noch immer total aufgelöst, die Harry inzwischen in die Arme genommen hatte und tröstete. Die Slytherin vermochte sich aber kaum beruhigen.
„Komm, ist doch alles gut.“ Astoria schüttelte jedoch den Kopf und sah ihn verweint an. „Nein. Mein Vater. Ich. . . Meine Eltern wissen nicht, dass ich. . . Ich hab ihnen nichts von uns gesagt und . . . und. . .“, hickste sie leicht, sodass Harry sie wieder fester in die Arme nahm. Daphne trat auf den Anblick gleich zu ihrer kleinen Schwester und legte ihr ebenso beruhigend die Arme um.
„Vater wird nichts sagen. Ganz bestimmt nicht. Er hat doch auch nichts gegen Charlie.“ „Aber Charlie ist trotzdem noch ein Reinblut und. . .“, brach sie ab und sah halb verzweifelt zu Harry. Daphne wusste sie aber auch weiter zu beruhigen.
„Das spielt doch gar keine Rolle. Glaub mir. Vater war am Ende trotz allem nie so engstirnig und verbissen, wie all die anderen. Und Mutter wird sich sicherlich für dich freuen. Wir schreiben ihnen am besten einen ausführlichen Brief, in Ordnung? Oder wir fragen Professor Slughorn, ob wir ein Kamingespräch führen können. Dann lässt sich. . .“ „Slughorn!“, fiel Hermione Daphne aufgebracht ins Wort, zu der die Freunde verwundert sahen.
„Was ist mit ihm?“, erkundigte sich Ginny. Hermione beachtete sie aber nicht, sondern sah zu Harry. „Du weißt noch, dieser Typ, den Slughorn uns vorgestellt hat?“ „Der Quidittchspieler?“ „Genau der! Weißt du noch, was Slughorn uns noch von dem gesagt hat?“ „Ähm . . . nein.“ „Dass er Sportkorrespondent ist!“ „Und?“, verstand Harry nicht, den Hermione am liebsten geschüttelt hätte, nur, um sich anschließend für eigene Dummheit selbst zu Ohrfeigen.
„Sportkorrespondent! Das ist nichts anderes, als ein Sport Reporter! Garantiert hat der Daily Prophet ihn darauf angesetzt uns auszuhorchen! Hat er ja auch versucht, weißt du noch?“ „Du hast Recht!“, fiel es Harry wie Schuppen von den Augen.
„Aber wie kommt der dazu, so etwas Gemeines über euch zu schreiben?“, fragte Luna. „Diese ganzen Unterstellungen sind doch nichts als Lügen.“ „Kümmert den Daily Prophet doch nicht“, mahlte Hermione mit den Zähnen und warf nochmal einen Blick auf die ganze Fotostory. Dabei vertiefte sie sich besonders in den Artikel über sie und Draco, der ihr ja unterstellte, schon länger ein Verhältnis zu Draco zu haben, womit sie die nächste Erkenntnis traf.
„Ich glaub das nicht“, murmelte sie, schnappte sich die Zeitung und machte sich auf den Weg zu Slughorn, um den Dicken zur Rede zu stellen. Sie fand ihn in seinem Büro, in das sie ohne zu klopfen stürmte.
„Wie konnten Sie!“, begann sie zutiefst vorwurfsvoll. Dass Draco ihr gefolgt war, hatte sie nicht einmal bemerkt. Ihr Zaubertränke Professor zuckte auf ihren Ton auch gleich zusammen und sah verlegen zu der Hexe, die noch immer vor Wut schnaubte.
„Hermione, meine Liebe. Was kann ich für Sie tun?“ „Fragen Sie lieber, was Sie getan haben!“, fauchte sie und knallte ihm die Zeitung auf den Schreibtisch, auf die er kurz verschämt sah und schließlich schuldig zu der Gryffindor blickte.
„Ich. . .“ „Dieser Baggins, den Sie Harry und mir vorgestellt haben. . . Dieser verlogene Bericht stammt doch garantiert von dem, nicht wahr?!“, funkelte die Löwin Slughorn todbringend an. Dieser sah sich sichtlich um eine Antwort verlegen.
„Ich hatte keine Ahnung davon, das müssen Sie mir glauben. Er hatte mich vor Kurzem lediglich angeschrieben und geäußert, dass er Sie und Harry gern kennenlernen würde. Ich hatte hinter seiner Bitte nichts Böses vermutet“, entschuldigte sich Slughorn reumütig. Hermione mahlte aber nur noch mehr mit den Zähnen.
„Das erklärt noch lange nicht, wie dieser Bastard dazu kommt, zu behaupten, Draco und ich hätten schon seit zwei Jahren ein Verhältnis!“, funkelte Hermione Slughorn an, der ertappt zuckte.
„Sie! Sie haben diesem Typen also wirklich etwas von der Sache vor zwei Jahren erzählt?!“, wurde Hermione immer lauter, je kleiner Slughorn wurde, der entschuldigend meinte: „Wir kamen ins plaudern. Er hatte gesehen, wie nah Sie und Draco sich stehen und sich erkundigt. Da. . .“ „Das war PRIVAT!“, brüllte Hermione den Rest und bewirkte damit, dass dutzende von Slughorns Einleggläsern, mit den ganzen Trankzutaten, zersprangen. Die Gryffindor kümmerte sich nicht darum, sondern durchbohrte Horace förmlich mit Blicken, den sie gerade am liebsten erwürgt hätte.
„Was fällt Ihnen ein, einem Wildfremden das brühwarm zu erzählen?! Außer Harry und Ginny wissen noch nicht einmal unsere Freunde davon! Ist Ihnen eigentlich klar, was Sie damit angerichtet haben?!“ „Es tut mir leid. Ich habe Liam wirklich nur Gutes von Ihnen berichtet“, sah Slughorn über Hermione hinweg zu Draco, der mit unheilvollem Blick in der Tür stand.
„Ich wollte doch nur etwas positive Publicity betreiben“, sah er von Draco zu Hermione. „Und was hätte besser bewiesen, dass all die Dinge, die man Ihnen zuschreibt. . .“, fiel sein Blick erneut auf Draco. „. . . nicht der Wahrheit entsprechen, als die Tatsache, dass Sie bereits vor zwei Jahren aufrichtiges Interesse an unserer lieben Hermione hatten? Ich hatte Liam extra noch gesagt, dass Sie die ganze Zeit gegen die Death Eater agiert haben. Dass nur niemand von uns etwas davon wusste, weil es niemand wissen durfte. Ich wollte wirklich nur helfen. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass Liam so etwas Widerliches tun würde. Es tut mir leid, bitte glauben Sie mir“, sah er abwechselnd zutiefst schuldig zwischen Hermione und Draco hin und her. Die Hexe schäumte allerdings weiter, was im Kommenden nicht besser wurde.
„Ich hab dir gleich gesagt, du stocherst in einem Wespennest rum!“, meckerte Draco leicht, sodass Hermione noch stärker mit den Zähnen knirschte. Am Ende resignierte sie jedoch, da sie im Grunde den gleichen Gedanken hatte, wie Slughorn. Nämlich Draco irgendwie in den Augen der Gesellschaft positiver darzustellen. Sie hatte auf Slughorns Kontakte gehofft. Nur war der Schuss achtkantig nach hinten losgegangen. Der Daily Prophet hatte es einmal mehr geschafft, die ganze Wahrheit mit seinen zweideutigen Vermutungen ins Negative zu verkehren.
„Ich werde das klären. Ich werde mich nochmal mit Liam in Verbindung setzen und ihn zur Rede stellen! Dass dieser Unsinn nicht geht! Ich. . .“ „Das werden Sie nicht!“, unterbrach Hermione Slughorn böse.
„Wenn diese verfluchte Redaktion unbedingt Krieg mit mir will, soll sie ihn haben! Ich habe Skeeter in Grund und Boden gestampft und wenn es sein muss, brenne ich den kompletten Daily Prophet nieder, sodass nie wieder einer dieser Bastarde auf die Beine kommt! Ich werde nicht zulassen, dass diese verlogenen Schmierfinken unser aller Leben kaputtmachen, nur um sich selbst zu profilieren und mehr Geld zu verdienen!“
Mit diesen Worten drehte sie sich um und verschwand in den Gängen, auf der Suche nach Tonks. Draco folgte ihr nach einem kurzen Moment, sodass Slughorn fertig mit sich und dem kleinen Chaos in seinem Büro zurückblieb. Dass dem Streit noch jemand gelauscht hatte, hatte keiner der Drei mitbekommen.
Auf dem Weg nach oben, kamen Draco und Hermione dann auch schon Blaise, Charlie und die Schwestern entgegen. Astoria wirkte noch immer ziemlich mitgenommen und wurde gleich von Daphne weiter in Richtung ihres Gemeinschaftsraums geführt. Blaise schaute auch noch recht angefressen und sah schließlich zu Draco.
„Kommst du dann mit?“ „Wohin?“ „Quidditchfeld. Ein paar Runden drehen, zum Dampf ablassen. Ginny und Harry sind nur ihre Besen holen.“ „Gute Idee. Wir sehen uns später, okay?“, richtete sich Draco halb an Hermione, bevor er mit Blaise verschwand, sodass die Hexe mit Charlie allein zurückblieb.
„Habt ihr Slughorn am Leben gelassen?“ „Dem geht’s gut, keine Sorge“, knurrte sie. „Um ihn mache ich mir auch keine Gedanken, sondern um dich und Draco. Immerhin habt ihr beide nach wie vor ein kleines magisches Problem“, erinnerte Charlie sie, bevor er aufmunternd meinte: „Lasst das nicht so an euch ran. Der Daily Prophet wird irgendwann auch noch auf die Schnauze fliegen.“ „Dafür werde ich sorgen“, brummte Hermione.
„Brauchst du dabei Hilfe?“ „Du wirst lachen, aber ja. Ich wollte deswegen jetzt auch erstmal mit Tonks reden.“ „Na dann. . .“, wies Charlie ihr diebisch lächelnd auf den Gang, in dem sie mit dem Slytherin verschwand.
۩ ۞ ۩
Keine halbe Stunde später war Blaise mit Draco auf dem Weg zum Quidditch Stadion. Harry und Ginny hatten sie am großen Hauptportal aufgelesen, die dann aber unfreiwillig etwas hinter den beiden Schlangen zurückfielen, denn Hagrid hatte sie erspäht.
„Sagt mal, was war’n heut morgn bei euch los? Was hatte Mionchen denn?“ „Hast du den Daily Prophet nicht gelesen?“, erkundigte sich Ginny noch immer mit einer dumpfen Wut im Bauch, worauf der Halbriese mit dem Kopf schüttelte.
„Schreibn doch eh nur Lügen.“ „Und genau deshalb ist Hermione explodiert.“ „Oh! Was ham’se denn schlechtes über Mione geschrieben?“ „Es war nicht nur Hermione“, grummelte Harry, sodass Hagrid zu ihm sah.
„Malfoy?“ „Auch.“ „Sie haben uns alle in den Dreck gezogen“, knurrte Ginny und gab die Schilderungen des Daily Prophet knapp wieder. Hagrid konnte daraufhin nur mit dem Kopf schütteln.
„Ham die noch alle Kessel im Schrank? So’n Unsinn! Wie komm’n. . .“ „Kommt ihr endlich?“, schallte es da aber von Blaise zu ihnen rüber, der mit Draco beinahe am Stadion war.
„Gleich!“, rief Ginny zurück und sah entschuldigend zu Hagrid. „Tut mir leid, aber wir wollten ein paar Runden drehen.“ „Wut abbauen?“, mutmaßte Hagrid, worauf sich die beiden Löwen kurz ansahen, bevor sie nickten.
„Hm, kann euch verstehn. Dann macht mal. Können später ja noch ‘nen Tee trinken, wenn’er wollt? Hab euch ja schon länger nich mehr zu sehn bekomm.“ „War viel Stress in letzter Zeit“, entschuldigte sich Harry halb.
„Wie gesagt, würd mich freun, wenn’er mal wieder zum Tee vorbei schaut. Und denkt an Mionchen, ja?“ „Machen wir. Bis später“, verabschiedete sich Harry mit Ginny und eilte runter zum Stadion, wo die beiden Slytherins bereits auf sie warteten.
Hagrid beobachtete das Treiben der ehemaligen Hausfeinde noch kurz kopfschüttelnd, bevor er schmunzelnd in Richtung seines Kürbisfelds verschwand, nach seinen kleinen Monsterchen schauen.
۩ ۞ ۩
„Damit wäre die Sache endgültig klar!“, schnauzte Goyle Sr. und warf den Daily Prophet angefressen auf den Tisch. Aufgeschlagen war Seite sieben.
„Diese dreckige, kleine Kakerlake! Es ist echt unfassbar, dass du davon nichts mitgekriegt hast!“, schnauzte Crabbe Sr. und packte Lucius energisch am Kragen, der sich seit längerem wieder etwas in der Bredouille sah, denn auch der Rest warf ihm mörderische Blicke zu. So fiel seine Konzentration kurz nochmal auf das Bild, das seine Brut mit dem Schlammblut zeigte. Und das nur zu deutlich bis über beide Ohren verliebt. Widerlich!
„Wenn ich dich daran erinnern darf, ich war zu dem Zeitpunkt wie du in Azkaban. Wie hätte ich da etwas mitbekommen oder gar dagegen ausrichten sollen?“, wand sich Lucius aus dem Griff des fetten Crabbe, nur um stattdessen in Jugsons Klauen zu landen, der ihn energisch gegen die Wand presste und halb die Luft abdrückte.
„Und wessen Unfähigkeit hatten wir es zu verdanken, dass wir dort gelandet sind? DEINER! DU warst für die Sache im Ministerium verantwortlich und hast dich von ein paar räudigen Fünftklässlern übertölpeln lassen!“, schnauzte er, dem Lucius erst widersprechen wollte, immerhin war er damals nicht allein gewesen. Allerdings zog er es aufgrund der mörderischen Blicke seiner Mitstreiter vor, in dieser Sache zu schweigen.
„Selbst wenn. Unsere Jungs haben sich deswegen auch nicht das Hirn von so einer Missgeburt verdrehen lassen!“, motzte Goyle und ließ die Fäuste knacken, sodass es Lucius mulmig wurde.
„Jetzt hört schon auf!“, mischte sich Antonin dann aber mit ein und zog die Aufmerksamkeit der Übrigen auf sich.
„Es bringt uns nichts, diese alten Geschichten immer wieder aufzuwärmen. Wir haben einen Job zu erledigen. Schon vergessen? Und wenn das alles klappt, kriegt der kleine Verräter auch noch, was er verdient. Also? Wie weit bist du mit dem Trank?“, richtete sich Antonin zum Schluss an Lucius, der sich daraufhin gerade Ohrfeigen wollte. An den blöden Vielsafttrank hatte er gar nicht mehr gedacht.
„Ich konnte leider noch nicht beginnen, da. . .“ „WIE BITTE?!“, brauste Antonin auf und schnappte sich anstelle Jugsons Lucius, der rege um eine Erklärung bemüht war.
„Ich hatte noch nicht alle Zutaten beisammen! Borgin hatte wohl doch etwas Probleme diese zu beschaffen. Vermutlich hat das Ministerium ihn stärker im Auge. Mit der nächsten richtigen Mondphase werde ich aber mit dem Brauen beginnen“, versicherte er Antonin, der mörderisch knurrte.
„Wann? Wann wird der Trank fertig sein?“ „Ich . . . ich. . . Lass mich kurz nach den Mondphasen sehen“, bat Lucius und nahm sich den Daily Prophet. Auf der letzten Seite waren, neben dem Wetter, die aktuellen Mondphasen verzeichnet, ebenso, wann der nächste Voll- und Neumond sein würde.
„Am 29. 11. haben wir wieder Neumond. Dann kann ich erst beginnen und. . .“ „Wann?“, knurrte Antonin gefährlich, sodass Lucius die Sache schnell durchrechnete.
„Voraussichtlich gegen Ende Dezember.“ „Weihnachten?“ „Nein. Erst die Woche danach.“ „Das ist doch. . .“, fauchte Antonin und trat in blinder Wut gegen einen der Stühle, der gegen den Kamin schlug und so halb im Feuer landete.
„Weihnachten! Unser Plan hätte in dem Zeitraum die größte Wirkung gehabt!“, schnauzte er in Lucius’ Richtung, der sich äußerst bedauernd gab.
„Wie gesagt, mir fehlten leider bisher alle Zutaten. Ich konnte nicht auf gut Glück mit dem Brauen beginnen“, rechtfertigte er sich. Antonin durchbohrte ihn aber weiter mit Blicken, was dem Blonden nicht ganz geheuer war.
„Ich warne dich Malfoy! Komm ja nicht auf dumme Gedanken. Du hast, wie wir alle, einen Schwur geleistet. Es würde dir schlecht bekommen, wenn du unseren Plan sabotierst“, erinnerte Dolohov ihn, was Lucius doch ein wenig Bauchschmerzen bereitete. Allen voran, da er nach wie vor nicht wusste, wer hinter allem steckte, auch wenn er eine Ahnung hatte. Nichtsdestotrotz musste er vorsichtig sein, denn er spielte in der Tat mit dem Feuer.
„Wie käme ich dazu? Ich hänge schließlich an meinem Leben. Wenn ihr erlaubt, ziehe ich mich zurück und spreche noch einmal mit unserer Kontaktperson. Vielleicht hat sich bei ihr etwas Neues ergeben.“ Mit diesen Worten verschwand er aus dem Salon und apparierte in das inzwischen leerstehende Herrenhaus der Parkinsons. Dort hatte er seine Ruhe, denn dort konnte von den Anderen niemand hin.
Er verschwand in das Arbeitszimmer des toten Hausherrn und nahm sich seine Notizen wieder heran, um dem Geheimnis seines kleinen Schätzchens noch etwas näher zu kommen.
۩ ۞ ۩
Später am Nachmittag schlug Draco völlig ausgepowert, aber angenehm befreit, wieder im Schulsprecherturm auf und wollte sich gleich bäuchlings auf die Couch werfen, um zu schlafen. Allerdings saß Hermione dort, und das umringt von einem Chaos aus Pergamenten.
„Was machst du denn schon wieder?“, fragte er und massierte sich nebenher die rechte Schulter, die ihn noch immer leicht schmerzte.
„Was? Oh, du bist schon zurück?“ „Schon? Wir waren jetzt fast fünf Stunden auf dem Quidditchfeld.“ „Wirklich?“, stutzte Hermione und sah auf die Standuhr.
„Oh!“, entwich es ihr bei dem Anblick nur, was Draco zum Grinsen brachte. Kurz darauf ließ er sich neben sie sinken.
„Hat Madam wieder die Zeit vergessen?“ „Scheint so.“ „Was ist das eigentlich alles?“, besah er sich ihre Aufzeichnungen interessiert, die sie schließlich etwas ordnete und zusammenpackte.
„Unter anderem Unterlassungsklagen und dergleichen. Ich habe mich wegen der Artikel nochmal ausgiebig mit Tonks und Remus unterhalten, um dem Daily Prophet das Maul zu stopfen. Was sie sich hier geleistet haben, ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und obendrein erneut Rufschädigung vom Feinsten.“ „Aha“, meinte Draco nur und rollte seine Schulter auf und ab, sodass es deutlich im Gelenk knackte. Hermione besah es sich verwundert.
„Was hast du denn gemacht?“ „Hm? Nichts eigentlich. Wahrscheinlich bloß was gezerrt oder so.“ „Wart ihr wirklich die ganze Zeit im Stadion?“ „Sicher. Blaise und Ginny sind Manöver geflogen und haben sich gegenseitig ständig den Quaffel abgejagt und. . .“ „Und du und Harry habt euch mit dem Goldbällchen beschäftigt?“, mutmaßte Hermione schmunzelnd.
„So in etwa.“ „Und? Wer hat ihn gefangen?“, stichelte sie leicht, was Draco brummen ließ. „Keiner. Blaise und Ginny sind uns in die Quere gekommen, als wir gerade dabei waren.“ „Und dann habt ihr ihn aus den Augen verloren?“ „Nachdem Harry in mich reingekracht ist schon.“ „Was?“, schrak Hermione auf und sah gleich eingehender nach Draco.
„Hast du dich verletzt? Hast du. . .“ „Ganz ruhig, alles gut“, beruhigte der Blonde sie sofort wieder und zog sie in eine kleine Umarmung.
„Ich bin weich auf Harry gelandet.“ „Ah ja. Und Harry?“, fragte sie nun doch mal nach ihrem Freund. „Dem geht’s auch gut. Nur dürfte er ähnlich platt sein wie ich.“ „Nach fünf Stunden kein Wunder. Ich versteh echt nicht, wie ihr das so lange auf dem blöden Besen aushaltet?“ „Jedem sein Hobby. Du vergisst über deinen Büchern schließlich auch alles“, schmunzelte er.
„Da sitze ich aber weitaus bequemer.“ „So schlimm wie du denkst, ist es nicht. Mit der Zeit nur anstrengend“, meinte er und rollte wieder mit der Schulter, sodass es erneut knackte.
„Klingt ja gefährlich.“ „Scheint so, als hätte ich mir doch ein bisschen mehr gezerrt.“ „Was hältst du dann von einer schönen Massage? Vielleicht bekomme ich die Verspannung weg“, lächelte sie.
„Da sag ich nicht nein.“ „Dann mach’s dir oben schon mal bequem. Ich schau mal, ob ich eine geeignete Lotion finde.“ Mit diesen Worten verschwand Hermione auf der Treppe in ihrem Zimmer, während Draco sich in seins begab und das Hemd samt Shirt ablegte. Keine zehn Minuten später tauchte Hermione auf und verwies ihn aufs Bett.
„So gefällt mir das“, grinste er frech und fing sich dafür einen verspielten Klaps auf den Hinterkopf ein. Kurz darauf kuschelte er mit seinem Kissen, während sich Hermione halb auf seinen Hüften platzierte, um die Sache optimal angehen zu können. Dracos noch immer spitzes Grinsen ignorierte sie und nahm sich stattdessen die Lotion, mit der sie ihn erstmal ein wenig einrieb, bevor sie sich ganz seiner Schulter- und Nackenmuskulatur widmete. Und die war hart wie Stein. Erst nach gut einer halben Stunden begannen sich die ersten Verspannungen zu lösen, was Draco mit einem wohligen Seufzen quittierte.
„Bei dir reiht sich wirklich ein Knubbel an den nächsten.“ „Was für Nubbel?“, murmelte er dösig. „Knubbel. Diese kleinen harten Stellen. Wie der hier“, drückte sie etwas auf einen Punkt unterhalb seiner linken Schulter und begann den verhärteten Muskel schließlich in kreisenden Bewegungen mit dem Daumen auszustreichen.
„Weg“, murmelte Draco zufrieden. „Ich glaube, hier muss ich noch ein paar Mal ran, damit das alles richtig verschwindet.“ „Hab ich nichts dagegen.“ „Kann ich mir vorstellen“, grinste Hermione und platzierte einen Kuss auf dem sternförmigen, weißen Fleck auf seiner linken Schulter, was ihn noch mehr schmunzeln ließ.
„Die Massage wird immer besser“, summte er zufrieden, was Hermione ebenfalls zum Schmunzeln brachte. Schließlich wanderte sie mit ihren Lippen in kleinen Etappen nach oben, küsste ihn am Hals und letztlich auf die Wange. Als er den Kopf grinsend zu ihr neigte, nahm sie seine Lippen in Beschlag. Kurz darauf drehte er sich auf den Rücken, um aktiver mitzuspielen.
Hermione nahm es freudig zur Kenntnis und ließ sich von ihm in einen heißen Kuss verwickeln. Dabei wanderten Dracos Hände an ihrer Gestalt herab, bis zu ihrer Hüfte, an der er sie ohne Vorwarnung fester packte und sich letztlich mit ihr herumwarf, sodass sie unter ihm lag.
Ihr entwich daraufhin ein kurzer, spitzer Schrei, der sich halb in einem Lachen verlor, als Draco sie neckisch am Hals küsste und ihr dabei einmal mehr einen kleinen Liebesbiss verpasste.
„Ey, nicht! Dann muss ich wieder Rollkragen tragen“, lachte sie. „Du musst gar nichts. Am allerwenigsten irgendwas verstecken“, säuselte er, bevor er sich wieder ganz ihren Lippen widmete und sie einmal mehr in einen feurigen Kuss verwickelte. Hermione konnte ihre Hände dann auch nicht mehr stillhalten und vergrub sie im Schopf des Blonden, den sie ungestüm zerwühlte.
Draco zwickte sie auf diese Handlung leicht in die Seite, sodass sie in ihrem Kuss halb grinste. Er nutzte die kleine Lücke sofort und glitt mit seiner Zunge in ihre Mundhöhle, um mit der frechen Zunge der Hexe ausgiebig zu spielen.
Seine Hände wanderten dabei erneut an ihr herab und verschwanden schließlich halb unter ihrem Pullover, den er ihr kurzerhand auszog. Hermione ließ es geschehen und ihre Finger im Kommenden über seine heiße Brust gleiten. Eine ihrer Hände huschte dabei wieder hinauf in seinen Nacken, über den sie ihn stärker zu sich zog, um den Kuss auch weiter zu vertiefen. Draco hatte jedoch anderes vor und kniff seiner Hexe leicht in den Hintern, was genügte, um sie kurz abzulenken.
Sie holte tiefer Luft, als sie wollte und verlor dadurch die Bindung mit seinen Lippen, mit denen er sie stattdessen wieder am Hals und dem Nacken küsste, was ihr wohlige Seufzer entlockte und ein angenehmes Kribbeln in ihrem Innern schürte.
„Draco. . .“, entwich es ihr in einem heiseren Stöhnen, mit dem sie sich ihm leicht entgegen reckte, als er an ihrem Schlüsselbein angelangt war. Von dort wanderte er mit den Lippen in kleinen, feinen Schritten weiter in Richtung ihrer Brüste. Als er das tat, öffnete er mit flinken Fingern geschickt einen Knopf nach dem anderen und schlug die roten Stoffe ihrer Bluse beiseite. Darunter kam ein ebenso roter BH mit schwarzer Spitze zum Vorschein, was ihn unweigerlich noch mehr in Fahrt brachte.
Er spürte deutlich, wie sein Blut in Wallung geriet und sich in tieferen Regionen sammelte. Allerdings mahnte er sich zur Beherrschung, als er hauchzarte Küsse zwischen ihren kleinen Brüsten platzierte und so die unsichtbare Linie in Richtung ihres Bauchnabels in Angriff nahm.
Er wollte das genießen, mehr noch wollte er, dass es seiner Löwin gefiel und sie sich wohl dabei fühlte. Doch je weiter er sich mit seinen Küssen nach unten voran tastete, umso mehr verschwand das wohlige Kribbeln im Innern der Hexe. Stattdessen machte sich ein dumpfes Gefühl der Unruhe und des Unwohlseins in ihr breit. Mit diesem verlor sich das eben noch so heiß lodernde Feuer, welches durch eine immer stärker aufkommende Kälte, die die Angst mit sich brachte, erstickte.
„Draco. . .“, rief sie ihn zunehmend nervös und besah sich mit immer mehr Herzrasen sein Tun, was er zudem nicht einstellte, denn er hatte ihren schwachen Laut nicht vernommen.
„Nicht. . . Hör auf. . .“, wurde sie deutlicher, nur trug ihre Stimme kaum, die allmählich zitterte. Ihr stiegen die Tränen in die Augen, mit denen sie kurz getrieben auf den dunklen Betthimmel blickte, der sie zu verschlingen drohte. Als sie die Lider für einen Moment schloss, verlor sich die Umgebung des Turms gänzlich und sie fiel in ein dunkles, kaltes Loch, in dem ihre schwärzesten Albträume auf sie lauerten, die schließlich die verzerrten Fratzen von Crabbe und Goyle annahmen.
„Lasst mich!“, entwich es ihr in einem panischen, halb ersticktem Schrei, als sie sich unter dem vermeintlichen Schatten aufbäumte und diesen energisch von sich stieß. Es polterte kurz dumpf, als Draco rücklings vom Bett rutschte, was sie in keiner Weise bemerkte.
Sie rappelte sich auf, zog die offene Bluse zu und stolperte reichlich benommen aus dem Zimmer, dem Draco für einen Moment verdutzt mit Blicken folgte. Nur einen Augenblick später dämmerte ihm, was seine Hexe eben gestochen hatte.
„Scheiße. Hermione!“, rief er, rappelte sich auf und eilte ihr nach. Er bekam sie im Flur geradeso noch am Arm zu fassen, bevor sie ganz in ihrem Zimmer verschwinden und dieses verrammeln konnte.
„Lass mich los! Nimm die Hände weg!“, zeterte sie in einem Anflug von Panik und wand sich in seinem Griff. Draco gab sie jedoch nicht frei, sodass sie immer mehr die Angst überkam und sie mit ihren kleinen Fäusten unkoordiniert auf ihn einschlug.
„Lass mich los! Lass mich los!“, keuchte sie immer stärker, als er sie in einem beherzten Ruck richtig zu sich zog und ihr entschlossen die Arme umlegte, damit sie nicht mehr ausholen konnte. Eine Hand legte er ihr an den Kopf und drückte diesen mit sanftem Druck an seine Brust.
„Es tut mir leid, Süße. Es tut mir leid“, gab er ihr schließlich sanft zu verstehen und ließ seine Finger beruhigend durch ihren Schopf gleiten.
„Sch. Ganz ruhig. Ich werd dir nicht wehtun. Du musst keine Angst haben“, meinte er weiter und hauchte ihr noch einen zärtlichen Kuss auf die Schläfe, worauf sie kurz zuckte und schließlich in seiner Umarmung erschlaffte.
„Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht so sehr bedrängen“, wiederholte er nochmal und rieb tröstend über den Rücken. Dabei spürte er deutlich ihr Zittern, während ihre heißen Tränen seine nackte Brust benetzten.
„Verzeih mir bitte, mein Engel“, hauchte er, womit die kalte Mauer, die sich mit der Panik um die Hexe herum aufgebaut hatte, wie ein Kartenhaus zusammenfiel.
Sie schlang ihm ihrerseits die Arme um, und hielt sich so energisch an ihm fest, dass sie ihm mit den Fingern etwas den Rücken zerkratzte. Draco ignorierte es. Er war für den Moment einfach nur wahnsinnig erleichtert, dass er mit seiner forschen Handlung ihr Vertrauen in ihn nicht kaputtgemacht hatte.
„Es wird alles gut“, gab er ihr sanft zu verstehen und rieb ihr weiter tröstend über den Rücken. Sie zitterte aber weiter und weinte ihm leise in die Schulter, sodass er sich behutsam an sie richtete.
„Lass uns ins Wohnzimmer gehen. Ich mach dir einen schönen Tee, okay?“ „Es tut mir leid“, murmelte sie allerdings aus heiterem Himmel gegen seine Brust und kuschelte sich wieder stärker an ihn.
„Ich hab keine Ahnung, was da eben mit mir los war. Ich hatte auf einmal nur. . .“ „Ist schon gut“, unterbrach Draco sie ruhig, da er nicht wollte, dass sie sich in irgendeiner Art Vorwürfe machte und damit noch schlechter fühlte.
„Du musst mir nichts erklären. Ich weiß auch so, was los war.“ Auf die Anmerkung sah sie ihn gequält, mit einem Anflug von Angst an.
„Bitte sei nicht böse. Ich wollte dich nicht wegschubsen und . . . und schlagen. Ich. . .“ „Sch“, hauchte er daraufhin wieder und drückte ihren Kopf erneut sanft an seine Brust.
„Ist schon gut. Mach dir keine Gedanken deswegen. Setz dich jetzt erstmal. Du zitterst immer noch“, merkte er an, dem sie sich widerstandslos ergab und von ihm zur Couch führen ließ. Kaum dass sie saß, legte er ihr die kuschlige Decke über und gab ihr noch einen kleinen Kuss auf die Wange, bevor er im Kitchenette verschwand, Wasser ansetzen.
Hermione folgte ihm kurz mit den Augen, bevor sie in eine Ecke der Couch rückte und die Beine zu sich heranzog. Dabei fiel ihr jetzt erst auf, dass ihre Bluse noch offen war, die sie rasch zuknöpfte. Als sie damit beschäftigt war, kamen ihr erneut stärker die Tränen. Und das diesmal aus Verzweiflung.
Sie verstand sich selbst nicht mehr. Sie verstand nicht, wie sie bei Draco eine derartige Panikattacke haben konnte? Sie wusste, er war der allerletzte Mensch auf der Welt, der ihr irgendwie wehtun würde. Am allerwenigsten so! Das hatte sich Anfang September bereits gezeigt, als sie sturzbesoffen und damit für Jedermann leichte Beute gewesen war. Nicht zuletzt auch, da sie es in dem Zustand irgendwie gewollt hatte. Trotzdem war Draco anständig geblieben und hatte sie am Ende vor ihrer eigenen Unzurechnungsfähigkeit beschützt. Und jetzt?
Sie hatte gewollt und es hatte sich anfangs auch toll angefühlt. Seine Küsse hatten sie auf eine aufregende Art und Weise regelrecht verbrannt, aber dann. . . Sie konnte es nicht wirklich greifen, aber es war, als hätte jemand eine kleine Tür aufgemacht, durch die die Dämonen, mit Namen Crabbe und Goyle, in ihren Geist eingedrungen waren.
Warum? Verdammt, Draco war ihr Freund! Sie sollte diese Angst nicht vor ihm haben, zumal er die ganze Zeit so lieb zu ihr war. Das war falsch. Das war alles einfach nur falsch, dennoch war es so, was sie an den Rand der Verzweiflung trieb. Ihr kamen damit wieder stärker die Tränen, die sie unvermittelt Schluchzen ließen.
„Hey, nicht. Ist doch alles gut“, vernahm sie Draco tröstend, der mit zwei Tassen Tee inzwischen an der Couch war, diese allerdings beiseite stellte und sich stattdessen seiner Freundin annahm. Mittlerweile trug er auch wieder sein Hemd, an dem sie sich entschieden festhielt und ihm leise in dieses weinte.
„’s tut mir leid“, murmelte sie irgendwann bitter gegen seine Brust. „Sch. Dir muss gar nichts leidtun, hörst du?“ „Aber du bist mein Freund und trotzdem . . . trotzdem ist da diese Angst und. . .“ „Sch. Nicht. Quäl dich nicht“, hauchte er und zog ihr die Decke etwas mehr über die Schultern, bevor er sie beruhigend in seinen Armen wiegte.
„Ich versteh’s nicht. Warum . . . warum passiert das auch bei dir? Ich hab . . . ich. . .“, hickste sie halb in ihren Tränen, die Draco ihr behutsam wegstrich und so ihren Blick auf sich lenkte.
„Ich denke, das hat nicht wirklich etwas mit mir zu tun“, gab er ihr nach einer Weile ruhig wie auch nachdenklich zurück, da er meinte, eine Ahnung zu haben. Auf seine Worte sah sie ihn noch immer leicht verweint an. Fragend, hoffend auf eine helfende Antwort.
„Ich will das Ganze jetzt nicht weiter aufreißen, aber ich vermute, dass du vor diesem Übergriff noch keine . . . Erfahrung weiter hattest?“, wusste er nicht, wie er sich am schonendsten ausdrücken sollte. Hermiones Kopf sank auf den Hinweis dann auch wieder geschlagen auf seine Schulter, bevor sie kaum hörbar „Nein“ wisperte. Draco nickte nur knapp und strich ihr beruhigend durch den Schopf, ehe er weitersprach.
„Das ist das eine. Das andere ist, dass sie dir mit den ganzen Flüchen noch zusätzlich massiv zugesetzt haben, was die Sache ja noch schlimmer machte und. . . Ich denke, dass du allgemein, tief im Unterbewusstsein vielleicht, einfach Angst vor einem Mann als solchen hast. Dass da die Angst ist, dich ihm auf diese Art . . . auszusetzen. Wenn du vorher vielleicht, ich weiß nicht, mit Krum oder so, deine ersten Erfahrungen gemacht hättest, wäre die Belastung für dich jetzt vielleicht nicht ganz so . . . heftig“, versuchte er ihr zu erklären. Hermione schwieg daraufhin und ließ seine Worte etwas sacken, die es für sie am Ende kaum besser machten, denn ihr kamen wieder stärker die Tränen.
„Hey, komm. Das wird mit der Zeit schon und. . .“ „Wie denn, wenn ich selbst bei dir Panik bekomme?“, geißelte sie sich, dem er gleich etwas entgegensetzen wollte, als sie noch bitter meinte: „Außerdem willst du doch auch gerne.“ „Sicher. Das Wie ist für mich aber bedeutend wichtiger, als das Wann.“ „Was meinst du?“, brachte sie dünn an. Draco lächelte.
„Für mich ist es wichtig, dass du dich wohl fühlst und es selbst auch willst. Dass du deinen Spaß dabei hast und voll auf deine Kosten kommst, denn nur dann würde ich das auch. Ich will das zusammen mit dir genießen. Ich will dich gern richtig ausgiebig verwöhnen und auf eine kleine Reise schicken. Das kann ich aber nur, wenn du dich wohl und sicher fühlst. Deshalb hab ich auch kein Problem damit zu warten, bis du soweit bist, also mach dir deswegen keine Gedanken und vor allem keinen Druck. Für mich ist das wirklich vollkommen in Ordnung“, lächelte er warm, allerdings blieb sie sichtlich unschlüssig.
„Sieh mal, wenn es mir nur um Sex ginge, denkst du, ich hätte dich dann über drei Jahre im Stillen beobachtet und darauf gehofft, irgendwann mal normal mit dir reden zu können? Dein Freund sein zu können, um mit dir zu kuscheln und dich zu küssen?“, lächelte er immer mehr, da die Blässe auf ihren Zügen einem zarten Rosa wich, was ihn dazu verleitete, ihr einen sanften Kuss auf die Wange zu hauchen.
„Sex ist ein angenehmer Nebenaspekt, für mich aber bei weitem nicht der Grund, warum ich dich wollte und liebe. Ich kann wirklich warten. Wenn es sein muss, nochmal drei Jahre oder mehr. Ich komm damit klar. Und wenn es dich beruhigt, ich hatte seit Ende des Fünften keinen Sex mehr“, grinste er, da sie ihn auf sein Geständnis mit tellergroßen Augen ansah.
„Mylady scheinen mir schockiert aufgrund dieser Enthüllung.“ „Du hattest. . .“ „Seit reichlich 2 ½ Jahren keinen wilden Bettentanz mehr. Wobei ich sagen muss, das letzte Mal war für mich auch nur ein notwendiges Übel, um den ganzen Schein aufrecht zu erhalten. Mit Spaß hatte das nichts zu tun. Alles, was danach an Gerüchten durch die Schule ging, war auch nicht mehr als das. Gerüchte.“ „Das ist. . .“ „Unglaublich aber wahr“, schmunzelte er und strich ihr ein paar wirre Haarsträhnen aus der Stirn.
„Ich sag doch, es ist für mich kein Problem zu warten, also mach dir deshalb keine Gedanken und setz dich nicht unter Druck“, erklärte er ihr nochmal, worauf sie den Kopf wieder gegen seine Schulter sinken ließ und all dem ein wenig nachhing. Draco besah es sich ruhig und ließ ihr weiter kleine Streicheleinheiten zukommen, damit der Schmerz und Trübsinn wich.
„Ich würde ja schon gern . . . mit dir. . .“, vernahm er sie nach einer Weile recht leise. Als er auf sie blickte, wirkte sie noch immer etwas weggedämmert. Zudem spielte sie geistesabwesend mit seinen Hemdknöpfen.
„Ich möchte auch gern wissen, wie das . . . wie. . . Ginny und die Anderen schwärmen immer alle so, wie schön das wäre und. . . Sogar Sally hat mit Theo wohl schon, und. . .“ „Es ist kein Wettbewerb.“ „Ich weiß. Es ist nur. . . Alle erzählen immer, wie toll und erfüllend es ist und das sie ihren Spaß haben.“ „Du würdest gern mitreden?“, vermutete er und war doch überrascht, als sie mit dem Kopf schüttelte.
„Nein. Ich finde, diese Dinge sollten privat bleiben. Es ist nur. . . Ich kann das alles, wovon sie sprechen, nicht einmal ansatzweise nachvollziehen. Dass sie am liebsten mit ihren Männern den ganzen Tag im Bett bleiben würden und alles. Ich mein. . . Ich kuschel ja auch wahnsinnig gerne mit dir“, sah sie ihn an und bekam dafür ein liebevolles Lächeln geschenkt.
„Aber das ist noch was ganz anderes, als . . . als. . .“, brach sie ab und senkte gequält den Kopf, sodass Draco ihr erneut durch die Haare strich.
„Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das schön sein kann. Für mich ist es einfach nur . . . Horror“, murmelte sie kaum hörbar, mit frischen Tränen in den Augen, die sie verzweifelt versuchte niederzuringen.
„Du hast keinen positiven Bezug dazu. Noch nicht einmal einen neutralen, so wie sonst die meisten Frauen. Es ist normal, dass es dir da schwerfällt, solchen Erzählungen zu glauben.“ „Es ist ja nicht nur das“, meinte sie weiter leise, mit einem dumpfen Schmerz in der Stimme. Am Ende kullerten ihr doch noch die Tränen aus den Augen.
„Ich . . . ich schäme mich für meinen Körper. Ich. . . Es ekelt mich an, mich nach dem Duschen im Spiegel zu sehen und. . .“ „Du fühlst dich schmutzig?“, mutmaßte Draco ruhig, da das Thema vor einer Weile schon einmal zur Sprache kam. Hermione zuckte auf seine Worte auch gleich zusammen, bevor sie wieder stärker weinte und nickte.
„Ja.“ „Das bist du nicht. Und das wird dir auch jeder andere Mensch, den du kennst, bestätigen. Dass du dich wegen dieser Erlebnisse so fühlst, verstehe ich, aber es ist nicht so. Diese Bastarde haben dir vielleicht dein erstes Mal weggenommen. Was dir aber niemand je wegnehmen kann, solange du es nicht zulässt, ist dein Stolz, deine Würde und allen voran die Reinheit in deinem Herzen. Das gehört alles ganz allein dir und macht dich zu einer wundervollen, wunderschönen, starken, selbstbewussten und intelligenten jungen Frau, die ich nie mehr hergeben werde“, säuselte er und unterstrich seine Worte noch mit einem sanften, liebevollen Kuss, den er ihr auf die Stirn hauchte.
„Ich liebe dich und zusammen bekommen wir das hin, glaub mir. Wenn du reden willst oder sonst etwas brauchst, dann sag es bitte. Nur friss das nicht länger in dich rein. Lass nicht zu, dass das alles auch weiter so eine Macht über dich hat und dich am Ende vielleicht kaputtmacht. Ich bin für dich da, wenn du mich brauchst. Egal wie, wo und wann. Versprochen“, hauchte er und gab ihr noch einen zärtlichen Kuss. Am Ende schmiegte sie sich wieder richtig an ihn.
„Ich hab dich nicht verdient“, murmelte sie in seine Schulter, was ihn leicht grinsen ließ, als er ihr die Arme gänzlich umlegte, um sie zu halten, zu beruhigen und zu wärmen.
„Das Thema hatten wir gestern Abend schon“, hielt er ihr keck schmunzelnd entgegen und gab ihr noch einen kleinen Kuss. Hoffend, dass ihr dieses Gespräch ein wenig geholfen hatte und sie damit langsam einen Weg aus dem dunklen Tal fand.
„Kuscheln?“, fragte er dann nur noch, was ihr auch wieder ein kleines Lächeln auf die Lippen zauberte, als sie sich noch etwas mehr in seine Arme schmiegte.
„Ja.“
۩ ۞ ۩
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel
Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Selbst Muggel wie wir sollten diesen freudigen, freudigen Tag feiern! Jenen nämlich, da sich der Londoner Verlag Bloomsbury entschloss, die Manuskripte der britischen Autorin Joanne K. Rowling zum Druck anzunehmen und sie der breiten, nichtmagischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Susanne Gaschke, Die Zeit