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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Einsicht

von Alex2303

۩ ۞ ۩


„Smith ?“, wiederholte Harry. Draco aber schnaubte weiter. „Dieses dreckige Aas hat sie angegriffen und mehrmals geschlagen !“, erklärte Draco, worauf Ginny japste. „Er hat WAS ?“ Draco nickte allerdings nur, sodass sich der Blick der Freunde auf der Hexe verlor, der Ginny dann auch gleich ein wenig über die blasse Wange und durch die wirren Haare strich.
„Warum sollte er das tun ? Und überhaupt. Was fällt dir ein, so eine Magie auf Hermione anzuwenden !? Du hättest sie verletzten können. Mentalmagie ist schließlich aus gutem Grund verboten !“, schimpfte Harry immer aufgebrachter, den Draco nun gefährlich taxierte und sich letztlich vor dem Helden aufbaute, der dummerweise etwas kleiner war als der Blonde, zu dem er sauer aufblickte.
„Jetzt krieg dich mal wieder ein, Potter. Erstens weiß ich was ich mache und zweitens, zu deiner Beruhigung, bin ich selbst kein Freund dieser Magie. Ich beherrsche diese Zauber, ja. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich sie auch anwende ! Jetzt hier, das war das erste Mal, dass ich es getan habe !“, erklärte er sich wütend, wo ihm dann aber einfiel, dass das so nicht ganz stimmte, was er Harry dann auch noch sarkastisch unter die Nase rieb.
„Wobei. Stimmt nicht ganz. Das zweite Mal. Als ich es das erste Mal getan habe, hat es ihr das Leben gerettet !“, fauchte er und deutete auf Hermione, wo nun Harry und Ginny etwas zuckten und kleiner wurden, als Draco auch noch weiter schimpfte.
„Es reizt mich, okay ? Das geb ich zu. Mich reizt die Vorstellung und vor allem die Möglichkeit, zu wissen, was manchmal in ihrem störrischen Schädel vor sich geht. Aber ich mache es nicht. Dazu hab ich kein Recht, mich einfach in ihren Geist und ihre Gedanken zu stehlen. Das wäre so, als würde ich sie auf mentaler Ebene vergewaltigen. Das jetzt war mir schon zu viel. Ihre Gedanken und Erinnerungen gehören einzig und allein ihr, und nur sie selbst sollte bestimmen, wem sie was anvertraut.“ „Entschuldige“, nuschelte Harry schließlich einsichtig, sah dann jedoch wieder auf Hermione, die sich nur schwer wieder beruhigte.
„Aber was hat er jetzt mit ihr gemacht ? Hat er sie verzaubert ?“, fragte Ginny. Draco schüttelte allerdings mit dem Kopf. „Nein.“ „Aber warum ist sie dann so mitgenommen ? Ich mein. . . Hermione lässt sich doch sonst nicht so schnell durch irgendwen unterkriegen“, verstand Ginny nicht, was auch die anderen beiden irritierte. Draco sah indes nochmal auf die Hexe, die gerade extrem zerbrechlich auf ihn wirkte. So zerbrechlich, wie damals im März.
„Ich denke, es ist weniger das, was Smith getan hat, sondern mehr das, was er mit seinen Worten und Handlungen losgetreten hat.“ „Was meinst du ?“, verstanden die Freunde auch weiter nicht, worauf Draco seufzte und wieder ganz an das Bett heran trat, wo sich seine Hand erneut in Hermiones Schopf verlor, durch den er behutsam strich.
„Ihre Gedanken waren ziemlich wirr. Und da. . . Es war nicht wirklich die Sache mit Smith, die ich gesehen habe, sondern das, was im März im Manor passiert ist. Bellatrix’ Treiben“, erklärte er knapp, worauf sich Ginny und Harry irritiert ansahen.
„Aber was . . . was hat das jetzt mit Smith zu tun ? Warum greift der Idiot sie an ?“ „Weil er genau das ist. Ein hirnloser Vollidiot ! Er hat sie unseretwegen angegriffen“, sah er zu Charlie, um ihn mit einzubeziehen. „Wegen der Verbindung, die sie zu Blaise, Charlie und mir hat. Hauptsächlich wohl aber zu mir“, meinte er dann noch leicht gedrückt.
„Der hat doch einen Schaden !“, fauchte Ginny. Charlie daneben nickte, während Harry fassungslos mit dem Kopf schüttelte. „Das darf doch echt nicht wahr sein“, murmelte er dann nur noch für sich, bevor er wieder auf Dracos eigentliche Aussage zurückkam.
„Wie hängt das jetzt aber zusammen ? Ich mein. . . Was hat er noch mit ihr gemacht ? Was fehlt ihr ?“ „Smith hat ihr in seinem Wahn den Verband abgefetzt. Wenn ich das richtig verstanden habe, dachte der Schwachkopf wohl, dass sie dort irgendetwas Verbotenes versteckt. Irgendetwas, was mit einem Zauber zu tun hat.“ „Der spinnt doch völlig !“, schimpfte nun auch Harry lautstark, sah dann aber zurück auf Hermione.
„Aber was fehlt ihr jetzt genau ?“ „Kannst du dir das nicht denken ?“, fragte Draco zweifelnd. Harry jedoch, sah ihn auch weiter ahnungslos an, was Draco noch mehr an Harrys gesundem Menschenverstand zweifeln ließ. „Merlin nochmal“, stöhnte Draco und klärte den etwas Empathie unempfänglichen Helden auf.
„Es sind in erster Linie jetzt nicht wirklich die körperlichen Verletzungen, die ihr so zugesetzt haben, sondern mehr das Psychische. Was denkst du, warum sie ständig den Verband trägt ? Weil es ihr gefällt ?“, schnarrte Draco leicht bissig, worunter Harry bereits etwas kleiner wurde.
„Sie will diese Scheiß Narbe nicht sehen, weil das zwangsläufig die Erinnerungen an das Vergangene weckt.. An diesen ganzen Wahnsinn. Es ist eine verdammte Brandmarkung, die einen immer an diese Dinge erinnert, an die man sich nicht erinnern will ! Als Smith sie angegriffen, geschlagen und beschimpft hat, als Verräterin und Hure, hat er diese Erinnerungen begonnen loszutreten. Dass er ihr am Ende dann auch den Schutz genommen hat, den sie sich mit dem Verband geschaffen hat, hat ihr den Rest gegeben. In ihrer Panik und der Angst, hat sich dann sogar ihre Magie entladen. Deswegen war der Gang dunkel und die Fenster zerschlagen.“ „Sie hat spontan gezaubert ?“, fiel Charlie ihm etwas entsetzt ins Wort. Draco wiederum sah zu ihm und nickte leicht fertig.
„Das war das Letzte, was ich mitgekriegt hab.“ „Das ist nicht gut“, murmelte Charlie vor sich hin und sah Draco schließlich eindringlich an. Es war ja schon schlimm genug, dass es Draco ständig aufs Neue passierte. Wenn das bei Hermione jetzt auch noch anfing, hatten sie noch mehr Probleme, als ohnehin schon.
Harry und Ginny waren indes damit beschäftigt, das Erzählte zu verarbeiten, wo gerade Harry länger über das was Hermione passiert war nachdachte. Letztlich richtete er sich mit dieser Frage an Draco, denn er musste es wissen, immerhin war das alles in seinem Haus passiert.
„Was haben sie wirklich noch mit ihr gemacht ?“ „Was ?“ „Die Todesser. Als die Greifer sie zu euch verschleppt haben. Was haben sie ihr angetan ? Du weißt was, oder ?“ „Zum Großteil, ja. Leider.“ „Also ?“, bohrte Harry. Draco schüttelte aber mit dem Kopf. „Ich werd dir dazu nichts sagen. Dazu hab ich kein Recht !“, setzte er gleich noch nach, als Harry leicht empört etwas erwidern wollte.
„Hermione ist unsere Freundin und. . .“ „Und hat sie dir, Ginny oder sonst einem von euch je irgendetwas gesagt, was diese Dinge betrifft ?“, unterbrach Draco ihn wissend, worauf sich die beiden Löwen kurz ansahen und schließlich mit dem Kopf schüttelten, sodass er weiter sprach.
„Wenn sie nicht von sich aus dazu bereit ist mit euch darüber zu sprechen und euch etwas von diesen Dingen anzuvertrauen, dann hab ich noch weniger das Recht dazu, diese Dinge breit zu tratschen. Und da spielt es keine Rolle, ob es die besten Freunde sind. Es gibt Dinge, Erlebnisse, über die kann oder will man einfach nicht reden. Auch nicht mit Freunden. Davon mal abgesehen, könnt ihr euch ja wohl an einem Finger abzählen, dass es für sie die Hölle war !“, zischte Draco wieder leicht, worauf die Beiden schwiegen.
Charlie wiederum dachte sich etwas seinen Teil, denn Draco sprach hier nicht allein nur von Hermiones Erlebnissen, sondern auch von seinen eigenen. Davon, dass er selbst noch tiefdunkle Dinge in seinem Innersten versteckt hielt, über die er bis jetzt auch nicht mit ihm oder Blaise gesprochen hatte.
Was diese Dinge betraf, so konnte sich Draco sehr gut in Hermiones emotionale Gefühlslage hineinversetzen, weswegen er bestimmte Dinge, die er wusste, auch mit ins Grab nehmen würde, weil sie für niemand anderen bestimmt waren.
„Lassen wir das“, unterbrach Charlie diese Unterhaltung am Ende und damit auch das Schweigen, was kurzzeitig unter den Vier eingekehrt war. Stattdessen griff er ihr eigentliches Problem wieder auf.
„Wir sollten Tonks und McGonagall wegen der Sache Bescheid geben. Zumal es nicht das erste Mal war, dass Smith Hermione angegriffen hat.“ „Was ?“, sah der Rest ein wenig geschockt zu dem Brünetten. Charlie erklärte die Sache dann aber.
„Er und die Jones haben sie ein paar Tage vor ihrem Geburtstag schon einmal in die Enge getrieben. Theo und Astoria sind damals dazwischen und haben sie zu mir in die Kerker runter gebracht. Es schien nichts weiter gewesen zu sein, zumindest hat Hermione es so gesagt. Allerdings wissen wir alle, dass sie Dinge gerne herunter spielt, die mit ihr zu tun haben“, meinte Charlie, bevor er weiter sprach.
„Wenn man diese Sache noch dazu zählt, dann hätte McGonagall noch einen Grund mehr, Smith von der Schule zu schmeißen.“ „Wo du gerade dabei bist. . .“, begann Ginny. „Ernie meinte gestern auch noch zu Blaise und mir, dass Smith dich. . .“, sah sie zu Draco. „. . . während des Spiels absichtlich angegriffen hat. Er hat den Klatscher mutwillig in deine Richtung geschlagen.“ „Ich denke, das ist mehr als genug, um den Penner dranzukriegen“, meinte Charlie und deutete Harry und Ginny ihm zu folgen. Als Draco ebenfalls Anstalten machte, sie zu begleiten, hielt Ginny ihn jedoch zurück.
„Du solltest hier bleiben. Wenn Hermione das alles wirklich so stark aufgewühlt hat, wie du sagst, ist es besser, sie ist nicht allein, wenn sie aufwacht. Und. . . ich denke auch, du bist dann vermutlich der Einzige, den sie sehen will“, lächelte Ginny ein wenig und rieb ihm schließlich aufmunternd über den Oberarm.
„Sie braucht dich“, meinte sie dann noch und wollte gehen. Draco pfiff sie allerdings noch einmal kurz zurück. „Warte mal.“ „Was denn ?“, hielt Ginny inne. Draco sah da aber nochmal kurz auf die blasse Gryffindor, bevor er sich ganz zu Ginny drehte. Unsicher.
„Weißt du wer es ist ?“ „Wer was ist ?“ Daraufhin kaute er etwas auf seiner Unterlippe herum. Eigentlich wollte er es ja nicht wissen, weil er sonst nur Dummheiten machen würde. Er kannte sich und seine Spielchen schließlich gut genug. Er würde irgendetwas Blödes machen. Irgendwie, ohne es am Ende zu wollen. Er würde Mist bauen, das wusste er. Ginnys Aussage gerade machte ihn aber nachdenklich.
„Der, den Hermione . . . den sie liebt. Kennst du den Typen ?“ Daraufhin seufzte Ginny und sah Draco traurig an, bevor sie mit dem Kopf schüttelte. „Nur flüchtig.“ „Verstehe“, murmelte Draco. War vielleicht auch gut so, dass Ginny ihm keine Antwort geben konnte, denn Hermione würde er nicht nach einem Namen fragen, so viel war mal klar. Diese Blöße und die daraus sicherlich resultierenden Spannungen, wollte er sich nicht antun. Zumal sie gerade auch erst wieder begannen, ein normales Verhältnis untereinander aufzubauen. Es tat nicht Not, dass dieses Fundament durch seine Neugier wieder Risse bekam und erschüttert wurde.
Letztlich wandte er sich von Ginny ab und wieder dem Bett mit der Gryffindor zu, auf die er ein wenig deprimiert sah. Ginny indes, musterte ihn auch weiter traurig und trat schließlich wieder zu ihm, wo sie ihm tröstend die Hände auf die hängenden Schultern legte.
„Hermione empfindet etwas für dich. Und zwar sehr viel mehr, als sie im Moment bereit ist zuzulassen. Das weiß ich und. . . Ich hab auch schon mehrmals versucht mit ihr darüber zu reden. Eben auch, was die Geschichte mit ihrem Freund angeht. Das ist allerdings ein bisschen kompliziert und. . .“, seufzte Ginny und sah Draco schließlich wieder versucht aufmunternd an.
„Sie hängt im Augenblick noch viel zu sehr an dieser Sache. Und das vermutlich auf einer tieferen, emotionalen Ebene. Na ja, und nachdem, was du vorhin gesagt hast, da. . . Ich glaube, sie klammert sich da nur noch an einen soliden, sicheren Punkt ihres Lebens, als wirklich an diese Beziehung, und. . . Was ich damit eigentlich sagen will ist, dass du noch nicht aufgeben solltest, auch wenn das alles gerade ziemlich scheiße läuft. Hermione weiß, was sie an dir. Sie hat Gefühle für dich und das nicht wenig, glaub mir. Sie fand euren Kuss nämlich, ich zitiere: absolut berauschend“, grinste Ginny ein wenig dreckig, was ihm ein schwaches, leicht gequältes Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Gib ihr noch ein bisschen Zeit, um alles richtig zu erkennen. Früher oder später wird sie sehen und verstehen, dass sie das, was sie sich wünscht, direkt vor der Nase hat.“ „Und ihr Freund ?“ „Das lass mal meine Sorge sein. Sobald es Hermione besser geht, rede ich nochmal mit ihr wegen dieser Geschichte und. . .“ „Ich will das nicht erzwingen. Wenn sie den liebt, dann hab ich das zu akzeptieren und. . .“ „Jetzt sag mir nicht, du gibst dich kampflos geschlagen ?“, empörte sich Ginny leicht. „Da hab ich ganz andere Sachen von dir gehört !“ „So ?“, grinste Draco schwach, schüttelte dann aber den Kopf bevor er Ginny erklärte.
„Normalerweise würde ich das auch nicht, nur. . .“, seufzte er und ließ sich am Fußende des Bettes nieder, wo er sich mit dem Rücken an eine der dicken Holzverstrebungen des Himmelbettes lehnte. Sein Blick wiederum, legte sich schwermütig auf Hermione.
„Sie hat in diesem Krieg so viel mitmachen und ertragen müssen. Kämpfen müssen, da. . . Ich will einfach nur, dass sie glücklich ist. Dass sie das Leben bekommt, was sie sich wünscht. Mit wem sie es sich wünscht. Zwar hab ich mir gewünscht dieser Jemand zu sein, und auch lange die Hoffnung gehabt, diesen Platz einnehmen zu können, aber allein nach meinen Wünschen und Vorstellungen geht es nicht. Vor allem nicht, wenn diese sie letztlich unglücklich machen. Das will ich nicht. Wenn sie mit diesem Typen glücklich ist, dann soll sie glücklich sein. Ich werd ihr das nicht kaputt machen, nur weil ich sie für mich will“, wurde er immer leiser, während sich sein Blick ein wenig in der Leere des Raumes verlor, was Ginny recht nachdenklich stimmte. Schließlich trat sie wieder etwas zu ihm und legte ihm erneut eine Hand auf die Schulter, die sie sanft drückte.
„Sie liebt dich“, gab sie ihm leise zu verstehen, worauf er matt lächelte. „Ja. Wie einen Bruder“, gab er Hermiones Erklärung wieder, was Ginny auch weiterhin anders sah und ihm sanft widersprach. „Nein. Mehr. Sehr viel mehr. Das kann man sehen und auch spüren. Du bist was sie will und was sie braucht. Das hab ich vorhin erst wieder gesehen. Sie sucht deine Nähe. Nicht meine, nicht die von Harry oder sonst wem, sondern deine. Und das hat auch seine Gründe. Also lass den Kopf nicht hängen. Wir kriegen das schon irgendwie hin“, versicherte sie ihm und hauchte ihm letztlich einen kleinen Kuss auf die Wange.
„Pass mir jetzt nur gut auf sie auf, alles andere klären wir später“, lächelte Ginny zwinkernd, bevor sie ihm nochmal etwas über die Wange streichelte. „Sei auch weiter für sie da, dann wird sie irgendwann für dich da sein.“ Mit diesen Worten verließ sie die Räumlichkeiten ihrer Freundin und damit auch den Schulsprecherturm.

۩ ۞ ۩


In der Zwischenzeit hatten sich Charlie und Harry auf den Weg in Richtung Direktorenbüro gemacht. Und das beide ein wenig in ihre Gedanken versunken. So grübelte Charlie darüber, was sie machen sollten, wenn dieser magische Ausbruch, von dem Draco gesprochen hatte, bei Hermione ebenso wiederkehrte, wie schon bei Draco ?
Harry wiederum, hatte andere Gedanken. Gedanken, die sich hauptsächlich um die Dinge drehten, die Draco grob angerissen hatte. Die Dinge, die Hermione während ihrer Gefangenschaft widerfahren waren. Dass es die Hölle war, wie Draco gesagt hatte, war nachvollziehbar. Dass diese Dinge Hermione am Ende aber dennoch so stark mitgenommen hatten, hatte er gar nicht weiter in Erwägung gezogen, denn sie war wie immer gewesen. Sie hatte nie etwas gesagt, was er dann auch etwas ratlos leise vor sich hin murmelte.
„Warum hat sie nichts gesagt ?“ „Was ?“, stutzte Charlie, sodass Harry zu ihm sah. „Hermione ! Ich versteh nicht, warum sie nie etwas gesagt hat. Dass es ihr nicht gut geht und sie Probleme wegen all dem hat. Ich mein. . . Nach diesem Krieg ist das doch normal ! Wir hatten schließlich alle mit uns zu tun.“ „Und damit hast du dir deine Frage gerade selbst beantwortet“, meinte Charlie ein wenig zynisch, zu dem Harry etwas verwirrt sah.
„Was meinst du ?“ „Was wohl ? Das ganze letzte Jahr war für jeden von uns eine einzige Katastrophe. Besonders für dich und Hermione. Ihr habt euch das ganze Jahr über auf dieser gefährlichen, kraft- und nervenzehrenden Flucht befunden, um diese komischen Siegel zu zerstören. Angst, Stress und auch sonst enorme psychische Belastungen, waren da doch an der Tagesordnung. Von der Schlacht an sich und allem, was in dieser passiert ist, fang ich gar nicht erst an. Jeder von euch hatte irgendwo mit sich und seinen Problemen, seinen Erlebnissen zu kämpfen. Der eine mehr, der andere vielleicht weniger. Und genau das ist der Punkt ! Hermione wusste, dass ihr alle eure eigenen Sorgen und Probleme habt. Und weil sie so ist, wie sie ist, wollte sie euch nicht auch noch mit ihren Problemen belasten. Stattdessen hat sie das gemacht, was sie immer macht, wenn sie Probleme hat, mit denen sie sich an niemanden wenden will. Sie stürzt sich in Arbeit, um sich abzulenken. Und das hat sie auch jetzt im Sommer wieder gemacht. Sie hat sich, wofür ich ihr aus tiefstem Herzen unendlich dankbar bin, so energisch und verbissen auf die Sache mit Draco gestürzt, um ihm zu helfen. Das wohl aber auch, um sich selbst von ihren Gedanken, Sorgen und Problemen abzulenken. Dass es nur bedingt geklappt hat, haben Blaise, Draco und ich immer wieder gesehen. Sie war ständig total übermüdet und erschöpft. Physisch wie psychisch. Um das nicht zu bemerken, musste man schon blind sein“, resümierte Charlie und schoss damit bewusst diese vorwurfsvolle Spitze in Harrys Richtung, da es leider nicht das erste Mal war, dass er und der Rest von Hermiones Freunden viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt waren, um zu bemerken, dass es ihrer Freundin nur zu offensichtlich schlecht ging. Die Sache jetzt hier durch den Krieg, war eine Ausnahmesituation, entschuldigte aber nicht die vielen anderen Male zuvor.
„Sie hat uns gegenüber dann irgendwann zwar zugegeben, dass sie etwas schlecht schläft, was die Untertreibung des Jahrhunderts war, so wie sie aussah. Sie hat in der Zeit ja auch stark abgenommen. Wirklich helfen lassen, hat sie sich von uns aber auch nicht. Im Gegenteil. Sie hat dann ja auch noch versucht, uns was vorzuspielen, weshalb ich auch verstehen kann, dass Draco jetzt zu dieser vielleicht etwas rabiaten Methode gegriffen hat. Sie hätte garantiert wieder nichts gesagt, um uns keine Sorgen zu machen. Sie würde alles wieder runter spielen, wie schon im Sommer. Aber wenn sie so weitermacht, frisst sie das alles irgendwann auf und sie zerbricht“, endete Charlie. Harry derweil, versank in seinen Gedanken über das, was Charlie ihm eben mitgeteilt hatte.
Er hatte so noch nie weiter über alles nachgedacht, jetzt aber. . . Ihm wurde jetzt erst klar, dass sie ihre Freundin zurück und damit auch irgendwo im Stich gelassen hatten. Sie hatten Hermione allein gelassen mit all den Dingen, die eben auch für ihn, Ginny, Ron und die anderen belastend waren. Sie aber hatten sich. Sie waren nicht allein. Ginny und Ron hatten ihre Familie, zu der auch Harry gehörte.
Gerade in der ersten Zeit nach der Schlacht, hatten sie sehr viel zusammen gesessen und über alles geredet. Sie hatten versucht, die Erlebnisse zu verarbeiten und die Weasleys eben auch den Tod von Fred. Niemand war zu der Zeit allein gewesen. Niemand außer Hermione. Sie war erst allein im Mungos und dann in ihrem leeren Elternhaus. Sie hatte niemanden weiter, an den sie sich wenden konnte.
Und von ihnen war auch nie jemand wirklich auf Hermione zugegangen, weil sie alle wie selbstverständlich davon ausgegangen waren, dass alles gut war, obwohl nichts gut sein konnte. Gerade für Hermione. Hinzu kam noch, dass er ihr dann sogar noch Vorwürfe gemacht hatte, sie würde sich nicht genug um Ron kümmern, weil sie viel zu sehr auf Draco fixiert war.
Sie hatten sie in der Tat allein gelassen. Er und Ginny dann sogar noch mehr, da er mit ihr nach Frankreich verschwunden war, einfach um etwas Abstand von allem zu haben. Um Ruhe zu haben und sich selbst wieder mehr zu finden. In der Zeit waren sie sich zwar sehr nahe gewesen, dass aber da schon mehr auf der Basis von Geschwistern, die einander einfach nur Wärme und Halt gaben.
Aber sie waren nicht für Hermione da. Keine Sekunde lang. Nicht einmal direkt nach der Schlacht, entsann sich Harry nun auch wieder. Als sie bei den Mädchen waren, hatten er und Ron sich sofort auf Ginny gestürzt. Auf Hermione hatten sie in keinster Weise geachtet, obwohl sie ein paar Monate zuvor noch, ohne nachzudenken, bereitwillig für ihn und Ron in den Tod gegangen wäre, als sie sie vor den Greifern versteckt und sich damit selbst ans Messer geliefert hatte.
Sie waren nicht da gewesen. Ihre angeblich besten Freunde waren nicht für sie da gewesen. Zu keiner Zeit. Stattdessen hatten sich die Schlangen um sie gekümmert. Erst Draco, der sie in Sicherheit gebracht und sich um sie bemüht hatte, bevor auch noch Blaise und Charlie dazu gekommen waren. Während der Schlacht und auch danach, waren sie die Einzigen, die sich nicht von Hermiones Schauspiel hatten blenden lassen. Sie hatten bemerkt, dass es ihrer Freundin in Wirklichkeit schlecht ging und zumindest versucht, ihr zu helfen. Bei Hermiones Dickkopf war das allerdings alles andere als leicht, wie Harry wusste.
„Und sie hat euch auch nichts weiter gesagt ?“, fragte Harry schließlich wieder leise, als sie den Wasserspeier erreichten. Charlie schüttelte mit dem Kopf. „Nichts. Sie hat sogar noch versucht abzublocken, als es selbst für Blinde offensichtlich war.“ „Inwiefern ?“ „Draco hatte Blaise und mich an einem Nachmittag mal geimpft, dass ich ihr einen starken Trank besorgen soll, damit sie nachts zur Ruhe kommt und Blaise dann eben auf sie aufpasst. Als er sie unter Protest nach Hause geschleppt hat, hat sich dann noch gezeigt, warum sie zusätzlich nicht wollte, dass Blaise sie begleitet. Das war ein paar Tage nach dem Lügenartikel der Kimmkorn, von wegen du und Hermione würdet von Todessern erpresst, und dass Blaise sie entführt hätte. Auf jeden Fall schien jemand der Ansicht zu sein, Hermione zeigen zu müssen, was man von ihrem Engagement für Draco hält.“ „Was meinst du ?“, horchte Harry auf, in dessen Innern sich ein mulmiges Gefühl breit machte.
„Hat sie irgendjemand angegriffen oder verletzt ?“ „Nein, das nicht. Zumindest nicht direkt. Irgendjemand muss sich aber magisch Zutritt zu ihrem Elternhaus verschafft haben und hat das dann total verwüstet. Unter anderem waren auch die Wände beschmiert mit Sprüchen wie: Slytherin Hure, Verräterin, Schlangen Schlampe und was weiß ich noch“, seufzte Charlie, während er die Treppen emporstieg. Harry indes, war kalkweiß geworden und sah Charlie dementsprechend entsetzt an.
„Wieso habt ihr nicht. . . Hermione. . .Warum hat sie nicht. . .“ „Nichts gesagt ? Aus dem gleichen Grund, wie schon zuvor. Sie hat es in einer stillen Resignation einfach so hingenommen. Sie wollte nicht, dass jemand etwas davon erfährt. Vermutlich auch, damit sie sich nicht mit jemandem deswegen auseinandersetzen und erklären muss. Draco weiß es zum Beispiel auch nicht.“ „Warum nicht ?“ „Weil sie es nicht wollte. Draco hat zu der Zeit ja schon geahnt, um nicht zu sagen gewusst, dass es für Hermione ziemlich hässlich werden würde, wenn sie ihm hilft. Er hat ja auch versucht, es ihr auszureden. Merlin sei Dank, ohne Erfolg. In jedem Fall aber, wollte Hermione ihn nicht mit diesen Dingen belasten. Mit der Tatsache, dass sich seine Vermutung bestätigt hat. Zu der Zeit ging’s ihm ohnehin schon scheiße genug, was sie nicht noch mit etwaigen Schuldgefühlen verschlimmern wollte.“ „Merlin nochmal“, stöhnte Harry und fuhr sich kurz durch die Haare, die er sich letztlich leicht raufte.
„Wieso muss sie immer. . . Wozu hat man denn Freunde, wenn man dann doch alles allein machen will ?“, schimpfte er etwas. Charlie nahm es mit einem schwachen Lächeln zur Kenntnis. „Es geht nicht darum, dass sie alles allein bewerkstelligen will. Ich schätze, sie kann einfach nicht anders. Sie hat es doch auch nie anders gelernt. Zumal. . . Mit dir als Freund, da durfte sie sich keine Schwächen und Fehler erlauben, so oft, wie ihr euch in irgendwelche halsbrecherischen Situationen gestürzt habt. Hermione war doch immer diejenige, die einen kühlen Kopf bewahren musste, damit ihr den Kopf wieder aus der Schlinge bekommt. Sie gibt sich keine Blöße. Vor niemandem. Sie hat nie gelernt loszulassen und die Kontrolle einem anderen zu geben. Ich denke auch, dass sie Angst davor hat, dann gänzlich den Halt zu verlieren. Sie lässt sich nicht fallen, aus Angst, nicht mehr auf die Beine zu kommen.“ „Dann müssen wir ihr eben wieder auf die Beine helfen. Dafür hat sie uns doch, oder ?“, schmunzelte Harry nun wieder ein wenig, was Charlie mit einem schiefen Grinsen quittierte, nickte und schließlich die Tür zu McGonagalls Büro öffnete.
Sie würden jetzt hier damit anfangen und dafür sorgen, dass Smith erstens kein Wort über das für Hermione so schmerzliche, belastende kleine Geheimnis verlor. Genauso, dass dieser Typ seine gerechte Strafe für das bekam, was er ihrer Freundin angetan hatte.

۩ ۞ ۩


Er konnte es nicht fassen ! Diese blöde Kuh war tatsächlich zu McGonagall gerannt und hatte sich ausgeheult. Aber das würde sie noch bereuen. Sobald er bei McGonagall wieder raus war, würde er dafür sorgen, dass ihr kleines Geheimnis in der ganzen Schule verbreitet wurde. Dummerweise konnte er es jetzt noch niemandem weiter mitteilen, da Sprout ihn sofort am Wickel hatte und, trotz der bereits herrschenden Sperrstunde, nun zu McGonagall schleppte. Dabei wurde die alte Kräuterhexe nicht müde, auf ihn und sein ach so widerliches Verhalten zu schimpfen. Pah !
Zacharias ignorierte ihr Gemecker, genauso wie er das von McGonagall ignorieren würde. Was sollte sie schon groß machen ? Ihm Punkte abziehen ? War ihm egal. Nachsitzen. Das wäre zwar nervig, aber damit konnte er leben. Allen voran bei dem Gedanken, dass Granger es mit jedem Tag mehr bereuen würde, dass sie ihr vorlautes Schandmaul nicht gehalten hatte. Ohhh, er würde sie triezen, wann immer er dazu kam. Er würde dafür sorgen, dass sie von ihrem hohen Ross gnadenlos auf die Schnauze fiel.
So betrat er schließlich recht gelassen, um nicht zu sagen gelangweilt, das Schulleiterbüro, in dem, anders als er vermutet hatte, nicht nur die alte McGonagall war, sondern auch Dippet und diese komische Aurorin, die wohl wegen Malfoy noch hier war. Zumindest hatte Justin so etwas gemeint.
An ihr blieb Zacharias’ Blick dann auch länger hängen, denn sie sah so aus, als ob sie sich jede Sekunde auf ihn stürzen und ihm den Hals umdrehen wollte. Ihre Haare schimmerten dabei in einem tiefen Feuerrot und wirkten so, als ob sie bereits brennen würden. Es war nur zu offensichtlich, dass sie stinksauer war. Dippets Blick wiederum, spiegelte pure Verachtung und Verständnislosigkeit wieder.
Merlin, da hatte Granger offensichtlich gehörig auf die Tränendrüse gedrückt und rumgejammert, wenn ihm so ein Aufgebot entgegen schlug. Aber das war ja klar. Ihr mit ihrem Gutmensch-Image, als Haustier der Profs, Streberin Nr. 1 und Schulsprecherin, glaubte man alles und hätschelte sie. Aber den Zahn würde er ihr noch ziehen.
„Setzen !“, fauchte McGonagall indes, die nur so bebte vor Zorn. Zacharias aber, ließ sich vollkommen unbekümmert und scheinbar ahnungslos über sein Hiersein, auf dem Stuhl nieder, während Sprout sich kopfschüttelnd schlich. Ja, die Olle war enttäuscht von ihm. Sollte sie. War ihm egal.
„Was denken Sie sich eigentlich !?“, donnerte McGonagall da aber auch schon und schlug lautstark ihre Hände auf den Tisch, sodass Zacharias doch kurz etwas zusammenzuckte, da der alte Drachen bereits begann Feuer zu spucken. Na ja, Granger war, neben Potter, ja auch immer einer ihrer Lieblinge.
„Tut mir leid, Professor. Um was geht es denn überhaupt ?“ „Tun Sie nicht so, als ob Sie nicht wüssten warum Sie hier sind !“, schimpfte McGonagall weiter. Zacharias aber hielt an seiner Strategie fest, sich dumm zu stellen. Immerhin hatte niemand seine Auseinandersetzung mit der Löwin gesehen. Ergo stand Aussage gegen Aussage. Sie konnten ihm nichts nachweisen. Und darauf würde er weiter setzen.
„Für Ihr widerliches Verhalten müsste ich Sie von der Schule werfen !“ Whuo. Was ? So weit kam es noch ! „Wieso bitteschön ?“, fragte er patzig. „Sie haben wirklich noch die Dreistigkeit, nach dem Warum zu fragen ?“, ereiferte sich McGonagall. „Ja ! Weil ich ehrlich gesagt nicht verstehe, was ich hier soll !“, tat er weiter ahnungslos, was Tonks noch mehr zur Weißglut trieb, die ohnehin schon kurz vorm platzen war. Allan versuchte sie dann auch gleich mit ein paar beruhigenden Gesten, erstmal zur Ruhe zu bewegen. Mit eher mäßigem Erfolg.
„Dann will ich Ihrem Gedächtnis mal etwas auf die Sprünge helfen, Mr. Smith. Von der Tatsache einmal abgesehen, dass Sie bereits seit längerem unter Ihren Hauskameraden Unruhe gegen das Haus Slytherin stiften, vor wenigen Wochen handgreiflich gegenüber Miss Lovegood geworden sind und gestern während des Spieles auch noch mutwillig den Klatscher in Mr. Malfoys Richtung geschlagen haben, um ihn wohl gewaltsam vom Besen zu werfen, wurde uns nun auch noch zugetragen, dass Sie tätlich gegenüber Miss Granger geworden sind. Zum wiederholten Male !“ „Sagt wer ?“, konterte Zacharias. „Granger ? Die will mir doch bloß eins reinwürgen, weil ich Malfoy versehentlich mit dem Klatscher getroffen habe ! Beim Quidditch passiert sowas nun mal. Wenn er das nicht ab kann, sollte er nicht spielen !“, verteidigte er sich und versuchte so auch die Sache aus dem Spiel zu entschärfen. McGonagall aber schnaubte gefährlich.
„Sie sind an Dreistigkeit wirklich kaum zu übertreffen, wissen Sie das ?“, echauffierte sich McGonagall. Zacharias musterte sie gelassen. „Ich hab Granger nichts getan. Sie lügt.“ „Also das ist doch. . .“, empörte sich McGonagall, kam aber nicht zu mehr, da bei Tonks endgültig eine Sicherung durchbrannte. Mit einem Satz war sie vorn und packte Zacharias grob am Hemdkragen, über den sie ihn zu sich zog und zornig anfunkelte.
„Jetzt hör mir mal gut zu, du mieses kleines Arschloch. Vor ein paar Wochen haben Theo und Astoria ganz genau gesehen, wie du und deine gestörte kleine Freundin Hermione angegriffen und zu Boden gebracht habt. Und die Sache von heute Abend können wir dir genauso nachweisen, also hör auf zu lügen, oder du lernst mich richtig kennen, du. . .“ „Tonks“, mahnte Dippet sie schließlich an und zog sie etwas zu sich, da sie Zacharias unwissentlich bereits leicht im Würgegriff hatte, denn der röchelte ein wenig.
„Sind Sie noch ganz dicht ?!“, zeterte er, während er sich mit der Hand etwas über den Hals rieb. Die Drei ließ es kalt. Stattdessen zog McGonagall die Aufmerksamkeit des Hufflepuffs wieder ganz auf sich.
„Mrs. Lupin hat ganz Recht. Wir haben Belege für Ihre schändlichen Handlungen vom heutigen Abend. Miss Granger wurde von ihren Freuden verletzt, wie auch stark benommen, im zweiten Stock im Ostflügel aufgefunden, wo sie letztlich noch das Bewusstsein verloren hat ! Seither ist sie noch nicht wieder ansprechbar gewesen“, setzte McGonagall nach und beobachtete im Kommenden sehr genau Zacharias’ Züge, in denen es kurz etwas verräterisch zuckte.
Granger bewusstlos ? Wieso ? Er hatte doch gar nichts weiter gemacht. Gut, er hatte ihr eine gelangt, weil sie ihm in die Eier getreten hatte, aber sonst hatte er ihr nichts weiter getan. Er wollte sie einschüchtern und ein bisschen fertig machen. Er wollte wissen, was sie vor allen anderen die ganze Zeit verheimlichte. Im Endeffekt hatte er ihr aber nichts weiter Schlimmes getan, weswegen sie zusammenklappen könnte.
„Ich war das nicht ! Nur weil Granger das behauptet. . .“ „Wir haben diese Information nicht von Miss Granger. Haben Sie mir eben nicht zugehört ? Sie ist nicht ansprechbar !“ „Und weshalb beschuldigen Sie dann mich ?!“, fauchte Zacharias, wo sich Tonks nun wieder zu Wort meldete und ihn zusammenstauchte. Dabei kam sie ihm erneut gefährlich nahe.
„Weil es genug magische Mittel und Wege gibt, um das herauszufinden ! Schon mal was vom Somnia Aucupe gehört ? Nein ? In einer abgewandelten Form des Traumfängers, können sich in der Mentalmagie geübte Zauberer und Hexen einen Einblick in die Gedanken und auch Erinnerungen schlafender Personen verschaffen. Was glaubst du, was wir bei Hermione sehen mussten ?“, lehnte sich Tonks gefährlich zu ihm vor und wedelte ihm schließlich mit einer kleinen Phiole, in der sich eine silbern schimmernde Flüssigkeit befand, vor der Nase rum, worauf er schluckte. Das war schlecht. Ganz schlecht.
„Du hast sie in die Enge getrieben, vollgepöbelt, ihr den Zauberstab aus der Hand geflucht, sie bedroht und schließlich gegen eine der Wände gedrückt. Als du sie weiter bedrängt hast, hat sie sich nicht anders zu helfen gewusst, als dir ihr Knie in die Eier zu jagen“, grinste Tonks kurz bösartig aber auch zufrieden. Zacharias indes schluckte. Er saß in der Scheiße. Mächtig in der Scheiße, was ihm noch stärker bewusst wurde, als sich der Blick der Aurorin aufs Neue gefährlich verdunkelte und einmal mehr tief bedrohlich wurde, als sie weiter sprach und ihm energisch mit dem Finger vor die Brust tippte, sodass es schmerzte.
„Anstatt sie dann einfach gehen zu lassen, hast du ihr nicht bloß einen, sondern gleich zwei Flüche hinterher geschleudert. Du hast sie zu Boden geworfen und blutig geschlagen ! Und als ob das nicht schon genug wäre, hast du ihr das Handgelenk gebrochen und sie mit einem Fesselbann auf dem Boden fixiert !“, piekte Tonks ihn nicht mehr nur, sondern stieß ihn nun so heftig mit der flachen Hand vor die Brust, dass er vor Schreck vom Stuhl fiel und auf seinem Hintern landete. Die Aurorin war jedoch noch immer nicht fertig und baute sich bedrohlich vor Zacharias auf, der unter ihrem Blick immer kleiner wurde.
„Das alles war dir dann aber noch immer nicht genug, nein. Stattdessen bist du auch weiter handgreiflich geworden und hast dir an ihrer Kriegsverletzung zu schaffen gemacht ! WIESO ?“, brüllte Tonks und funkelte Zacharias mörderisch an, der noch immer auf dem Fußboden saß und Tonks ziemlich ertappt ansah, aufgrund all der Details, die sie gerade genannt hatte. Es weiter abzustreiten war da wohl zwecklos.
„Was geht in deinem blöden Schädel vor sich, dass du ernsthaft glaubst, Hermione könnte irgendwelche krummen Dinger drehen ? Merlin, sie hat sich neben Harry für das Wohl und den Frieden der magischen Bevölkerung eingesetzt und an erster Front gekämpft ! Sie hat sich für diesen Frieden aufgeopfert ! Wie dämlich kann ein Mensch sein, zu glauben, dass sie dann in irgendeiner Art und Weise Böses im Sinn hätte ?!“ „Wenn’s nicht an dem ist, was soll dann diese ganze Scheiße mit Malfoy ?!“, polterte Zacharias wütend und verplapperte sich so versehentlich etwas.
„Freundschaft. Schon mal was davon gehört ? Vermutlich nicht“, schnarrte Tonks. Zacharias indes schnaubte und stand nun auch wieder. „Erzählen Sie mir nichts von Freundschaft ! Die Beiden waren all die Jahre wie Feuer und Eis. Das weiß jeder ! Das stinkt doch alles zum Himmel, was die abziehen ! Davon mal abgesehen, gehört Malfoy zu diesem Dreckspack, was den Krieg und all die Opfer, überhaupt erst zu verschulden hatte ! Und dank dem Miststück Granger, darf der auch weiter frei herumlaufen, sein Unwesen treiben und anderen schaden ! Dafür gehört die mit dem eingebuchtet und. . .“ „Jetzt reicht es mir aber !“, donnerte McGonagall ihm erbost dazwischen, zu der Zacharias leicht verhasst sah und sie böse anfunkelte, was sie ihm gleich tat.
„Draco mag in den vergangenen Jahren sicher einige Fehler gemacht haben, aber wie sich letztlich deutlich gezeigt hat, ist er nicht dieser schlechte Mensch, als den ihn alle gesehen haben und offensichtlich auch noch immer sehen. Er hat während der Schlacht nur zu deutlich seine eigentliche Stellung gezeigt, die Hermione zu Recht verteidigt hat ! Draco hat niemandem ein Leid getan. Er. . .“ „Klar hat der Penner das !“, unterbrach Zacharias die Direktorin und brauste so auch wieder mehr auf, indem er energisch mit den Händen auf ihren Schreibtisch schlug und sich gefährlich in ihre Richtung lehnte.
„Es ist ganz allein seine schuld, dass sie Meg weggebracht und in die Klapse gesteckt haben ! Der Arsch hat irgendwas mit ihr gemacht. Sie verflucht oder sonst wie verhext, damit sie von der Bildfläche verschwindet und er weiter seine krummen Dinger drehen kann. Wahrscheinlich hat sie irgendwas über ihn rausgefunden, was ihm gefährlich werden könnte, deshalb musste sie verschwinden ! Er hat. . . ARGH !“, keuchte er auf, als sich Tonks erneut auf ihn stürzte und ihn am Kragen nun wirklich grob zu sich zog.
„Du hältst jetzt die Schnauze und hörst mir gut zu, Freundchen“, knurrte sie gefährlich mit dunklen Augen, in denen ein tiefdunkles, verzehrendes Feuer zu lodern schien, dass es Zacharias kurz kalt den Rücken runter lief. Zu seinem Glück zog Dippet die wütende Aurorin wieder von ihm weg, die ihn dennoch zur Sau machte.
„Du hast keine Ahnung von nichts und redest einen Haufen Müll ! Megan wurde ins Mungos zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen, weil sie kaltschnäuzig versucht hat Draco zu ermorden, als der nach einem Attentat schwer verletzt und bewusstlos im Krankenflügel lag ! Normalerweise hätte sie dafür nach Askaban gehört. Das Mädchen ist psychisch total gestört und stellt eine Gefahr für andere dar, nicht Draco ! Sie ist vollkommen übergeschnappt und bildet sich irgendwelchen Mist ein. Sie kann ohnehin von Glück reden, dass sie nach ihrem miesen Angriff, während Dracos Verhandlung auf Hermione, nicht schon nach Askaban gebracht wurde. Die Anwendung der Unverzeihlichen steht unter Haftstrafe. Nach wie vor ! Sie hatte es allein Hermiones Gutmütigkeit und Verständnis zu verdanken, dass sie keine Strafanzeige erstattet hat und auch so Megans Handlungsweise sogar noch gerechtfertigt hat, aufgrund ihrer Verluste und dem Schmerz, den das mit sich gebracht hat. Irgendwann aber ist Schluss ! Merlin nochmal. Hermione hat während des Krieges mehr als genug gelitten. Sie. . .“ „Und was ist mit Meg ?!“, unterbrach Zacharias Tonks nun wieder wütend, den es gerade herzlich wenig kümmerte, was der Gryffindor angeblich passiert war.
„Diese Bastarde haben Meg ihre Familie weggenommen. Sie haben sie im letzten Jahr gejagt, weil sie nur in erster Linie ein Halbblut war. Weil ihre Eltern beide Muggelstämmige waren. Ich hab sie gefunden und mich um sie gekümmert, als sie verletzt in der Gosse gelegen hat, nachdem diese Typen sich einen Spaß daraus gemacht haben, sie zu quälen. Abschaum, der ohne jegliche Strafe jetzt hier in der SCHULE RUMLÄUFT !“, brüllte Zacharias den Rest raus und verfiel so auch in eine schwere Keuchatmung, da er sich mehr und mehr hochgeschaukelt hatte und vor Anspannung zitterte.
Auf sein Gebrüll hin kehrte dann auch kurzzeitig Schweigen unter den vier Personen ein, die sich alle erst einmal wieder versuchten zu beruhigen, denn es war nicht nur Zacharias’ Gemüt, was so stark erhitzt war. Tonks kochte noch immer innerlich, begann jetzt aber wenigstens etwas einen kleinen Kontext für alles zu sehen, wie auch Minerva. Am Ende war es Albus, der sich behutsam in die Unterhaltung einmischte.
„Ich kann Ihren Zorn durchaus nachempfinden, Mr. Smith. Aber das Eine hat nach wie vor nichts mit dem Anderen zu tun. Was man Ihrer Freundin angetan hat, ist unentschuldbar. Da gebe ich Ihnen Recht. Jedoch sollten Sie sich bewusst machen, dass Ihre Anschuldigungen, ihre Wut und ihr Zorn, die gänzlich Falschen treffen. Weder Draco noch Hermione hatten etwas mit diesen Dingen zu tun !“, wurde Albus kurz etwas lauter und auch leicht warnend, als Zacharias empört den Mund aufmachte, um zu widersprechen. Nur war sein ehemaliger Schulleiter schneller, der ihn eingehend über seine Halbmondgläser hinweg taxierte und so wieder zum Schweigen brachte.
„Mir ist klar, uns allen. . .“, zog er die Anwesenden im Raum mit in seine Aussage ein. „. . . dass Sie nach Verantwortlichen suchen. Sie suchen sie jedoch in den falschen Personen. Der Krieg war für uns alle schrecklich. Und es gibt viele schlimme Geschichten, die dieser Krieg hervorgebracht hat. Das sollten Sie sich, bei aller Liebe, ebenso vor Augen halten. Ich möchte Ihre Erlebnisse und vor allem die von Miss Jones, keineswegs als unbedeutend und dergleichen abtun, aber auch anderen Menschen, Mitschülern und deren Familien, ist sehr großes Leid widerfahren. Auch unserer lieben Hermione, wie Nymphadora bereits erwähnte.“ „TONKS !“, schrie diese, da sie noch immer sichtlich geladen war und sich schließlich wieder an Zacharias richtete.
„Megan ist bei Merlin nicht die Einzige, die den Todessern schutzlos ausgeliefert war. Die Greifer haben Hermione, als sie mit Harry und Ron unterwegs war, um diesem ganzen Wahnsinn ein Ende zu bereiten, aufgespürt, weil Harry einen ziemlich dummen Fehler gemacht hat. Aber anstatt zu fliehen, hat sie Harry und Ron den Rücken freigehalten, damit die Beiden den Todessern nicht in die Hände fallen. Wenn sie Harry bekommen hätten, wäre die Chance auf ein Ende nämlich vorbei gewesen !“, funkelte Tonks ihn kurz bedrohlich an, bevor sie weiter sprach.
„Stattdessen haben sie nur Hermione in die Finger gekriegt und sie verschleppt. Sie war dort in der Hölle. Sie war diesen Bastarden hilflos ausgesetzt. Bellatrix, Greyback und letztlich Voldemort selbst, um nur ein paar zu nennen.“ „Was ?“, stutzte Zacharias nun doch mal, als er das hörte. Allen voran den Namen dieses weißen Monsters. Tonks aber nickte und tourte nun ein wenig runter.
„Die Verletzung, die du dir ja unbedingt ansehen musstest. . .“, zischelte Tonks giftig, worauf er ein wenig schluckte. „. . . hat Bellatrix ihr zugefügt, während sie sie unablässig gefoltert hat. Sie haben versucht irgendetwas aus ihr über Harry herauszubekommen. Ihre Pläne und Vorhaben. Hermione hat aber geschwiegen. Sie hat ihnen nichts verraten. Nicht ein Sterbenswörtchen. Nicht einmal, als Voldemort selbst sich an ihr zu schaffen gemacht hat. Sie hätten sie umgebracht. Sie war mehr tot als lebendig, als Draco sie dort raus und in Sicherheit gebracht hat. Er hat sie uns zurückgebracht und sich um sie gekümmert, da noch ein tief schwarz magischer Fluch von Voldemort selbst auf ihr lag. Er hat Harry gesagt, was er zu tun hat. Wie er stärker an Voldemort herankommt. Wie er ihn letztlich vernichten kann. Er hat uns während der Schlacht unterstützt. Er hat MIR und vielen anderen in dieser Nacht das Leben gerettet und will nach allem einfach nur noch seinen Frieden, wie auch Hermione. Und Merlin ist mein Zeuge, ich werde nicht zulassen, dass ihm, Hermione oder sonst einem der Freunde, nach allem noch irgendein Leid zugefügt wird !“, endete Tonks noch immer leicht brodelnd. Zacharias indes war auf ihre Erläuterungen recht still geworden.
Zwar hatte er all das während der Verhandlung auch schon gehört, aber zum Großteil als Lüge abgetan. Nur konnten so viele Menschen lügen und das Falsche sehen ? Katie und die anderen ? Er hatte sich damals ja nur Meg zuliebe zu dieser Aussage überreden lassen, von wegen Malfoy hätte ihn angegriffen. Nur, dass er Granger da gehörig auf den Leim gegangen war. Aber die Vorstellung war einfach zu verrückt, dass er, die Schlange schlechthin, ein gezeichneter Todesser, tatsächlich auf der Seite von Harry und den anderen stand.
Vielleicht war er am Ende wirklich zu blind für alles geworden. Vielleicht hatte er sich wirklich zu sehr von Megs Hass anstecken lassen. Aber er hatte ihr doch helfen wollen. Er hatte für sie da sein wollen.. Er hatte gedacht, gehofft, dass es ihr dann besser gehen würde, wenn Malfoy bestraft wurde. Dass sie dann wieder wie früher wurde, wenn sie hatte, was sie wollte.
„Sagen Sie. . .“, begann Dippet nach ein paar Minuten des Schweigens nachdenklich, zu dem sich alle Drei schließlich drehten. „Woher wissen Sie eigentlich, dass Miss Jones in das St. Mungos eingewiesen wurde ? Es wurden keinerlei Informationen darüber hinausgegeben. Lediglich das Kollegium war darüber im Bilde. Hat Professor Sprout es Ihnen gesagt ?“ „Nein. Ich weiß es von. . .“, stockte Zacharias, als er einen Namen nennen wollte. Nur wollte ihm keiner einfallen, als er versuchte sich zu erinnern. Es kam nichts. Hatte er die Profs mal darüber sprechen hören ? Nicht wirklich. Aber woher. . .
„Mr. Smith ? Woher haben Sie diese Information ?“, bohrte nun auch McGonagall verwundert und sah den Hufflepuff forschend an, in dessen Hirn sichtlich die Zahnräder ratterten. Am Ende aber musste er passen.
„Ich weiß es nicht mehr.“ „Wie, Sie wissen es nicht ?“ „Ich erinner mich nicht. Ich weiß nicht mehr, wer es mir gesagt hat“, erklärte er und meinte dann noch: „Ist das wichtig ?“, worauf sich Tonks und Allan rege verwundert anschauten, bevor sich Allan nochmal an Zacharias richtete.
„Ja. Also. Seit wann wissen Sie davon ?“ „Letzten Samstag“, gab Zacharias ihnen sicher zurück und überlegte zeitgleich wieder, was er am Samstag gemacht hatte. Mit wem er gesprochen hatte. Wo er das aufgeschnappt hatte. Das Ergebnis dessen war aber, dass er den Tag auch nicht komplett rekonstruieren konnte. Da war eine Lücke, wie ein Blackout.
„Ich bin runter nach Hogsmeade, aber wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich gar nicht mehr, was ich eigentlich dort wollte.“ „Als Sie in das Dorf gegangen sind, wussten Sie da schon über den momentanen Aufenthalt von Miss Jones Bescheid ?“ „Nein. Ich. . . Ich bin runter weil ich . . . ich. . . Ich weiß nicht mehr, was ich dann gemacht habe. Als ich zurück ins Schloss bin, war die Info einfach da.“ „Hm. Und damit vielleicht auch der Gedanke, es Mr. Malfoy und Miss Granger irgendwie heimzuzahlen, weil man Ihre Freundin im St. Mungos in Gewahrsam genommen hat ?“, spann Dippet seine Vermutung weiter, worauf Zacharias nickte. Er konnte sich noch richtig gut an den brennenden Wunsch erinnern, Malfoy das Genick zu brechen.
„Ich hatte das Gefühl Meg rächen zu müssen und Malfoy. . .“, brach er dann aber schlagartig ab und biss sich gehörig auf die Zunge. Merlin, er würde in Teufels Küche kommen, wenn er zugab, dass er Malfoy tot sehen wollte. Allerdings hatte er bereits zu viel gesagt, wie er an den Zügen der Professoren erkannte, die ihn durchdringend taxierten.
„Was ? Was war wegen Draco ?“, bohrte Tonks lauernd, während Allan den Rest seiner Vermutung anbrachte. „Hatten Sie den Drang Mr. Malfoy und Miss Granger etwas anzutun ? Ihnen zu Schaden ? Sie zu töten ?“, schlug Allan eine Schneise in die Richtung, unter der Zacharias ertappt zusammenzuckte. Er steckte definitiv bis zum Hals in der Scheiße und drohte noch weiter in dieser zu versinken, weshalb er beschloss, gar nichts mehr zu sagen. Die beiden Professoren und Tonks sahen sich dann auch schon misstrauisch an.
„Ich denke wir sind uns einig, dass hier irgendetwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht ?“, hakte Allan nach, worauf die beiden Frauen nickten und sich die Drei am Ende wieder ganz auf Zacharias konzentrierten.
„Woran erinnern Sie sich noch ?“, begann McGonagall. „N. . . nichts. Wirklich. Ich weiß nicht mehr, was ich dort unten wollte. Ist doch aber auch egal.“ „Nein, ist es nicht !“, wurde Tonks bereits wieder leicht aufgebracht, denn immerhin ging es hier um die Sicherheit von Draco und Hermione. Allan aber nahm sie etwas zu sich, da ihr Temperament noch immer kreuzgefährlich war und sie hier gerade etwas Fingerspitzengefühl brauchten.
„Hören Sie, Mr. Smith. Da Sie sich nicht erinnern, habe ich die starke Vermutung, dass Sie jemand manipuliert und auch Ihr Gedächtnis beeinflusst hat, um bewusst diese Erinnerung der Information verschwinden zu lassen. Eine Information, die wir brauchen, weil. . .“, stockte Allan, da er etwas unsicher war, ob er ihm von dieser Sache erzählen sollte. Andererseits hatte Tonks es vorhin in ihrer Schimpfkanonade ohnehin schon erwähnt.
„Mrs. Lupin hat es vorhin schon gesagt. Mr. Malfoy war vor einiger Zeit Opfer eines recht blutigen Attentates, genauso wie Miss Granger. Wir wissen aber nicht wer. Wenn Ihnen nun aber jemand den Gedanken einsuggeriert hat, den Beiden massiv zu schaden. . . Sie im schlimmsten Fall zu töten, müssen wir das wissen. Also denken Sie nach !“, drängte Allan ihn. Zacharias aber schwieg, sodass sich McGonagall nochmal dazwischen schaltete.
„Hören Sie. Wir werden Ihnen, was diese Sache anbelangt, keinen Ärger machen, da Sie ganz offensichtlich für die Zwecke anderer benutzt wurden. Wir müssen aber wissen was da passiert ist !“, drängte nun auch die Direktorin darauf.
„Ich weiß es aber echt nicht mehr. Ich kann mich nicht daran erinnern, was ich dort unten gemacht habe. Es verschwimmt alles, wenn ich es versuche !“, jammerte er etwas, bevor ihm doch noch eine Sache einfiel. Und eben diese Sache war es, an die er sich nicht erinnern konnte, sollte es wirklich an dem gewesen sein.
„Ich weiß nicht was war, aber. . . Macmillan hat mich wohl in Hogsmeade gesehen. Er hat gemeint, er hätte mich mit Umbridge im Tänzelnden Einhorn gesehen. Aber daran kann ich mich nicht erinnern“, erklärte er, worauf sich die Drei wieder ansahen und Tonks erneut wütend wurde.
„Diese widerliche Kröte“, knurrte sie. Allan derweil meinte: „Ein seltsam großer Zufall, findet ihr nicht ?“ „Sehr groß“, stimmte McGonagall ihm zu, bevor sie sich an Tonks richtete. „Vielleicht solltest du mal mit Remus darüber reden, was die Dame mit unseren Schülern zu schaffen hat.“ „Ich denke, wir sollten Mr. Macmillan auch dazu befragen. Unter Umständen hat er nicht nur etwas gesehen, sondern auch gehört, was Sie wohl nicht mehr wissen sollen“, sah Dippet zu Zacharias, der dem ganzen Gespräch der Drei nur noch schlecht folgen konnte.
„Keine Ahnung. Vielleicht. Abbott war wohl auch noch mit da.“ „Dann würde ich sagen, nehmen wir das morgen in Angriff. Und Sie. . .“, sah McGonagall wieder streng zu Zacharias, der bereits schluckte, denn so wie die alte Hexe kuckte, bekam er jetzt doch noch sein Fett weg.
„Ich werde dieses Mal noch davon absehen, Sie für ihre Taten der Schule zu verweisen, da hier ganz offensichtlich noch andere Dinge eine Rolle spielen. Ich werde mich aber dennoch mit Professor Sprout in Verbindung setzen, damit sie Ihnen entsprechende Strafarbeiten zuweist. Genauso bekommen Sie für Ihre vorangegangen Handlungen einen Verweis. Sollte mir in Zukunft aber nur noch ein einziges Mal in irgendeiner Form zu Ohren kommen, dass Sie sich aggressiv gegenüber Ihren Mitschülern verhalten, insbesondere Miss Granger und Mr. Malfoy, dann werden Sie die vollen Konsequenzen Ihres Handelns zu spüren bekommen. Habe ich mich klar ausgedrückt ?“ „Natürlich Professor. Kann ich dann jetzt gehen ?“ „Nein“, meinte Tonks und sah ihn wieder mit funkelnden Augen an, als sie etwas zu ihm trat.
„Du hältst die Klappe, hast du mich verstanden ? Du erzählst niemandem etwas von den Dingen, die du hier gehört hast. Nichts von dem, was Draco passiert ist und nichts von dem, was Hermione passiert ist. Das können wir nicht gebrauchen. Genauso wirst du Hermiones kleines Geheimnis mit ins Grab nehmen, verstanden ? Wenn das mit ihrer Verletzung irgendwie die Runde macht, lernst du mich richtig kennen, das schwör ich dir“, drohte sie ihm offen, worauf er schluckte und nickte.
„Kein Wort. Ich schwöre.“ „Dann können Sie gehen“, wies McGonagall ihn hinaus, allerdings blieb er an der Tür dann doch nochmal kurz stehen. „Ist noch etwas ?“, fragte die Direktorin harsch. „Ähm. . . Ja. Ich. . . Also. . . Da ich ja jetzt weiß wo Meg ist . . . also. . . Wäre es möglich, dass ich sie vielleicht mal am Wochenende besuchen darf und mit ihr reden kann ?“, erkundigte er sich, worauf sich die Drei kurz ansahen, nicht ganz sicher, ob das eine gute Idee war. Am Ende aber klinkte sich nochmal Albus dazwischen.
„Ich bin mir sicher, dass sich das einrichten lässt, Mr. Smith. Vorausgesetzt, Sie halten sich an all das, was Professor McGonagall und Mrs. Lupin Ihnen gesagt haben. Verstanden ?“, sah Albus ihn erneut mahnend über seine Halbmondgläser hinweg an, worauf er wieder hastig nickte, dann aber doch nochmal zu McGonagall schaute, die zwar schnaubte, am Ende aber ebenso nickte, sodass er endlich verschwinden konnte.
„Hältst du das für eine gute Idee ?“, zweifelte Tonks die Sache an und sah so auch zu dem ehemaligen Schulleiter auf. Dieser lächelte milde. „Nun, ich denke Mr. Smith könnte die junge Dame mit den neuen Ansichten, die er aus eurer Unterhaltung gewonnen hat, vielleicht auch wieder etwas mehr zur Vernunft bringen und von ihrem Hass befreien.“

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