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Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 2. Kapitel

von marie29

Kerzengerade saß sie vor ihnen und ihre Stimme klang vollkommen teilnahmslos, als sie sagte: "Es ist Lucius Malfoy. Draco ist bei ihm. Es geht ihnen ausschließlich um Severus. Grandma Tonks ist tot. Sie haben es wie einen Unfall aussehen lassen, damit die beiden anderen keinen Verdacht schöpften. Teddy hat Lucinda gerufen, um uns zu benachrichtigen." Ihre Augen blickten völlig starr geradeaus. Tonks Tränen berührten sie nicht. Es war gruselig.
"Darauf hatte Lucius nur gewartet. Sie griffen an. Draco belegte Lucinda mit dem Imperiusfluch. Lucius hat Teddy gefoltert, solange bis Ari ihnen verriet, wie der Schutzzauber der Insel zu durchbrechen ist. Dann sind sie mit Ari und Lucinda appariert. Teddy haben sie blutend liegen lassen, um die Wölfe anzulocken. Der erste hatte ihn schon gepackt, bevor sie weg waren."
Tonks grauenvoller Schrei unterbrach sie nur kurz. "Lucius fand es überaus amüsant, den Sohn eines Werwolfes von Wölfen töten zu lassen. Er hat immerzu gelacht. Ari hatte er sich über die Schulter geworfen, da hat sie ihm das Haar ausgerissen, ohne dass er es bemerkt hat. Ab da konnte ich nichts mehr sehen."
Das Entsetzen, das alle ergriffen hatte, lag fast greifbar im Raum. Tonks und Remus hielten sich umklammert, das Grauen in ihren Gesichtern löste keinerlei Regung in Marie aus. Sie sprach weiter.
"Die Malfoys hatten diese Tat seit Jahren geplant. Sie verfolgten die Geschichte von Hogwarts, sammelten sämtliche Berichte und Bilder. Ihr Hass auf Severus ist grenzenlos. Dann erfuhren sie von Grandma Tonks Amerikareise, es wurde im Tagespropheten erwähnt, in einer Serie über Abenteuerreisen. Draco kam nach England zurück und drang ins Tonksche Anwesen ein. Unbemerkt pflanzte er Grandma Tonks die Idee ein, Ari mitzunehmen. Blieb nur noch zu hoffen, dass Severus es erlaubte und das hat er."
Die Wirkung von Hermines Tropfen ließ so plötzlich nach, dass keiner darauf gefasst war. Marie sackte zu Boden wie ein Stein. Ihr gepeinigtes Schluchzen traf alle ins Herz. Fast unverständlich war ihr letzter Satz. "Er will Ari ganz langsam zu Tode foltern und Severus eigene Hand soll es tun!" Dann schwanden ihr erneut die Sinne. Aber nur für eine Sekunde. Als Hermines Hand ihren Kopf hob, schnellte sie in die Höhe und schrie: "Tu das Zeug weg! Wag es ja nicht, mich noch einmal zu betäuben!" Hermine erstarrte vor Schreck.
Marie kroch zu Tonks hinüber, die wie versteinert da saß. Remus Arme umklammerten sie. "Verzeiht mir! Bitte - verzeiht mir!" Keiner der beiden sah sie an, doch dann nickte Remus leicht und sagte mit schrecklich heiserer Stimme: "Wölfe töten wenigstens schnell!" Tonks griff schluchzend nach Maries Hand und zog sie zu sich heran.
Die schreckliche Qual dieser drei Menschen, die ihnen allen soviel bedeuteten und der Gedanke an die vier, die fehlten, war unerträglich für Harry, Ron, Hermine und Hagrid. Sie waren vor Schock wie erstarrt. Harry kam als erster wieder zu sich. Er blickte in die verzweifelten Gesichter um sich herum und sprang plötzlich auf und brüllte: "Verdammt, hört auf - hört sofort auf damit!"
Alle schreckten zusammen. "Die Zeit läuft uns davon und was tun wir?" Marie schüttelte sich, wie um den Kummer von sich zu schleudern und stand auf. "Harry hat recht. Hagrid spann die Pferde ein. Wir müssen los! Hermine, hast du alles, um …, um Verletzungen zu heilen?" Die nickte und griff nach ihrer Tasche. "Ron, Harry, seht euch noch mal überall um, nehmt alles mit, was nützlich sein könnte."
Marie kniete sich vor Remus und Tonks. "Ich denke, ich kann den Ort finden, an dem sie überfallen wurden. Aris Erinnerungen werden mir den Weg weisen." Tonks hob den Kopf. Sie war um Jahre gealtert. "Ich will es sehen! Nimm mich mit Marie, bitte!" Remus Hände zitterten, als er sie Tonks entgegen streckte, um ihr aufzuhelfen. Marie zog die beiden wortlos an sich, hielt sie fest, bis Hagrids Stimme erklang. "`S kann losgehen!"

xxx

Severus Knie gaben nach und er sank zu Boden. Die langen Taue hinderten ihn nicht daran. Sein ganzer Körper zitterte und ein Stöhnen wie von einem gequälten Tier entrang sich seiner Kehle. Lucius Malfoy, derjenige von Voldemorts Todessern, dem es schon damals die größte Freude bereitete, Unschuldige aufs Grausamste zu foltern, der nichts mehr genoss, als andere leiden zu sehen - er hatte seine Tochter! Ari, seine kleine Ari. Ihr Leben zog in bunten Bildern an ihm vorbei. Das winzige Köpfchen, das sich an seine Brust schmiegte, ihre Finger, die fest seinen Daumen umklammerten, das erste Lächeln.
"Hilfe!" Er schrie das Wort so laut heraus, dass er glaubte, die ganze Welt müsse es hören, aber niemand antwortete ihm. Nur die jungen Ratten, die - keinen Meter von ihm entfernt - damit beschäftigt waren, ein blutiges Stück Fleisch in Stücke zu reißen, damit jede einen Teil abbekam, hielten kurz inne und starrten ihn boshaft an, bevor sie ihre Zähne wieder in die warme Köstlichkeit gruben. Nein, niemand würde ihm helfen. Keiner der anderen würde Malfoys Versteck ausfindig machen können, dafür hatte dieser Teufel mit Sicherheit gesorgt.
Marie! Die Vorstellung ihrer grauenhaften Angst peinigte Severus so sehr, dass er für einen kurzen Moment seine eigene schreckliche Lage vergaß. Was war wohl in dem Päckchen gewesen? Kalter Schweiß trat ihm auf die Stirn, als er daran dachte. Zum Glück waren ihre Freunde bei ihr, aber er war vollkommen allein, nur auf sich selbst gestellt. Dieser Gedanke brachte ihn wieder zu Besinnung. Er musste sich wehren!
Seine Augen hatten sich mittlerweile an die Dunkelheit gewöhnt und er konnte die Umrisse des Raumes erkennen. Es schien sich um einen unterirdischen Lagerraum zu handeln. Die Wände waren mit bis zur Decke reichenden Regalen bestückt. Gläser, Dosen und Kisten stapelten sich darauf. Glas! Eine Scherbe würde genügen, die Fesseln zu durchtrennen. Jähe Hoffnung keimte in ihm auf. Mit aller Macht konzentrierte er sich darauf, eines der Gläser mit purer Willenskraft zu bewegen. Es gelang! Ganz langsam schwebte es auf ihn zu, bis es an eine unsichtbare Wand prallte, zu Boden fiel und zerbrach. Eine Barriere - natürlich hatte der Teufel an alles gedacht.
Die Verzweiflung schmetterte ihn nieder, wie ein Schlag ins Gesicht. Wieder tauchte Aris Bild vor ihm auf, strahlte ihn an und küsste ihn voller Liebe. Er konnte ihre Lippen beinahe spüren, so deutlich war die Erinnerung. Wie glücklich war sie gewesen! Er riss an den Fesseln, warf sich mit aller Kraft in die Seile, doch einzig die Riemen schlossen sich enger um seine Gelenke, nichts gab nach!
Der schneeweiße, langmähnige Kater, der das Geschehen von der kleinen Kellerluke aus interessiert verfolgt hatte, glitt in einem geschmeidigen, anmutigen Satz zu Boden, schnappte sich eine der Ratten, spielte ein wenig mit ihr und begann dann, sie zu verspeisen. Währenddessen beobachteten seine grauen klugen Augen den Menschen, der da verzweifelt an seinen Fesseln riss, lauschte den immer heiserer werdenden Schreien, die ungehört verhallten und leckte genüsslich die letzten Tropfen Blut auf, die noch von der Existenz des kleinen Nagers zeugten, bevor er in einem eleganten Satz aufs höchste der Regalbretter sprang, sich gesättigt und über alle Maßen zufrieden zusammen rollte und laut zu schnurren begann.
Da - ein Geräusch! Wie das Heulen eines Wolfes klang es, weit entfernt oder gedämpft durch dicke Mauern. So abrupt endete es, als hielte ihm jemand die Schnauze zu. "Ari!" Er schrie ihren Namen wieder und wieder, bis seine Stimme versagte und nur noch ein Krächzen über seine Lippen kam.

"Schluss jetzt! Schon deine Stimmbänder!" Da war er wieder, dieser Fluch, der seine Körper in etwas Fremdes, Heimtückisches verwandelte, das nur das tat, was Malfoy ihm befahl. Er begehrte dagegen auf, kämpfte mit aller Kraft, doch sein Geist war schwächer - verlor.
Licht erhellte den Raum, blendete ihn für einen Moment, ehe Lucius vor ihn trat und seinen Kopf nach oben riss, bis er ihm in die Augen sehen musste. "Nun, sollen wir beginnen?" So heftig nickte Severus Kopf auf und ab, dass sein Rückgrat zu brechen drohte und einen Augenblick hoffte er fast, es würde geschehen, dann wäre Ari vielleicht gerettet. Doch das Schicksal missgönnte ihm diesen Gefallen. "Aber, aber, wer wird denn so ungeduldig sein?" Lucius lächelte sanft.
"Leider muss ich dich enttäuschen, mein Lieber. Zu meinem eigenen Bedauern müssen wir euer Wiedersehen noch etwas aufschieben." Die unsägliche Erleichterung in Severus Augen wandelte sich durch Malfoys nächsten Satz in stummes Entsetzen. "Draco ist noch nicht fertig mit ihr."


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