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Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 14. Kapitel

von marie29

Kaum hatten sie den Schatten der Bäume hinter sich gelassen, als auch schon Ari auf sie zugestürmt kam. Severus fing an zu zittern. Die Wirkung des Hypericums verflog. Ari stand vor ihm, blickte ihn zärtlich an. Ihre Finger streichelten seine Wangen, ihre Lippen küssten die seinen und er brach zusammen.
Die Bilder, die Stimme, er ertrug es nicht. Er krümmte sich vor Qual, wimmerte, schluchzte, drückte die Daumen so fest auf die Augen, als wolle er sich selbst blenden.
Wie durch Watte hörte er Aris panische Stimme. "Mummy hilf ihm!", fühlte das Fläschchen an seinen Lippen und schluckte. Schlagartig war alles vorbei. Jedes Gefühl verschwunden, das Bild, die Stimme - fort! Aris erleichtertes Schluchzen drang in sein Ohr, nicht in sein Herz. Doch sein Verstand war klar, wusste, alle hier liebten ihn, sorgten sich um ihn. Er war ihnen eine Erklärung schuldig, Er setzte sich auf. "Ich weiß, ihr alle wollt mir helfen, aber ich bitte euch, fasst mich nicht an. Jede Berührung reißt die Wunden wieder auf, quält mich so sehr, dass ich mir wünsche zu sterben. Lasst mir Zeit!"
Ari starrte entsetzt auf ihre Hände, versteckte sie in den Ärmeln ihres Umhangs. Dabei berührte sie Dracos Zauberstab. Ihr Vater durfte niemals erfahren, dass sie wusste, wozu Malfoy ihn gezwungen hatte, aber sie musste es loswerden. Ihr schlechtes Gewissen lastete zentnerschwer auf ihrer Seele. Marie zog sie an sich, fühlte deutlich, dass Ari mit etwas kämpfte. Das Glück, dass sie erfüllte, als sie den warmen Körper ihrer Tochter in den Armen hielt, brachte schlagartig die Trauer um Teddy zurück.
Der Wolf stand zwischen Tonks und Remus. Ihre Hände kraulten sein Fell, versuchten ihren Sohn in ihm zu spüren. Die Frage lag plötzlich in der Luft. Ron war es, der sie aussprach. "Wie ist der Wolf zu dir gekommen, Ari?" Alle blickten das Mädchen an. Sie löste sich von Marie, froh über den Aufschub. "Können wir uns aufwärmen und was essen, dann erzähl ich euch alles, was ich weiß."
Sie saßen ums Feuer, starrten in die tanzenden Flammen und lauschten dem Knistern und Knacken. Severus saß neben Marie, nur eine Handbreit entfernt und doch fühlte es sich an, als wäre er meilenweit entfernt. Hermines Fläschchen steckte in seiner Hosentasche. Er hatte sie darum gebeten. Wie hätte sie es ihm verweigern können? Es half ihm so sehr, keiner wusste das besser, als sie selbst.
Aris Stimme erklang. Noch am Fleisch des Hasen kauend, begann sie zu erzählen. "Wir waren schon drei Tage hier, als es geschah. Eigentlich wollten wir längst weiter, aber es ist so schön hier, so friedlich, also sind wir geblieben. Und dann kam Grandma Tonks vom Pilze sammeln nicht zurück. Teddy hat gefischt, mit nem Stock, wie ein Indianer. Man war der stolz, als er den ersten erwischt hat."
Ari lachte laut auf beim Gedanken daran, doch dann fiel ihr Blick auf Tonks schmerzverzerrtes Gesicht und sie sah beschämt zu Boden. "Entschuldige!", murmelte sie leise, aber Remus ergriff ihre Hand. "Es tut so gut, zu wissen, wie glücklich er hier war. Erzähl weiter!" Sie schniefte kurz, bevor sie wieder sprach.
"Wir haben sie gefunden, ein paar Meter tief im Wald. Es sah aus, als wäre sie gestürzt und hätte sich den Kopf angeschlagen. Wir warn total geschockt. Wir konnten sie doch nicht dort liegen lassen! Also haben wir sie mit nem Schwebezauber zurück ins Zelt gebracht. Teddy hat Lucinda gerufen. Wie warn grade dabei, die Nachricht zu schreiben, als uns ein Schockzauber traf, alle drei gleichzeitig." Sie schüttelte sich. "Es war ganz seltsam. Unsere Körper waren gelähmt, aber denken konnten wir noch ganz normal." Sie stockte und kuschelte sich eng an Marie. Ihre Mutter drückte sie fest an sich, strich ihr über das kurze struppige Haar und sprach dann an Aris Stelle weiter.
"Was dann geschah wissen wir alle, du musst dich nicht damit quälen, Schätzchen. Bis zu eurer Ankunft in der Küche, konnte ich alles sehen. Aber was geschah danach?" Severus sah sie fragend an. "In dem Päckchen war Aris Zopf und ...," sie biss sich auf die Lippen, "ein Haar von Lucius." Für einen Moment schien es, als wolle seine Hand nach ihr greifen, sie an seine Brust drücken, doch dann verschwand sie in der Hosentasche und umklammerte stattdessen das Fläschchen.
Die Enttäuschung war so heftig, dass Marie die Tränen in die Augen schossen. Energisch wischte sie sie weg. "Zuerst dachte ich, du hättest es geschafft, es in deinem Zopf zu verstecken." Ari schüttelte den Kopf. "Das wollte ich, aber sobald wir die Küche erreicht hatten, konnte ich nur noch tun, was die beiden mir befahlen. Mein Körper gehorchte mir nicht mehr." Sie vermied es, ihren Vater bei diesen Worten anzusehen. Zu deutlich klangen Malfoys Worte in ihrem Ohr. "Ich hab ihn gezwungen, dich zu foltern."
"Und dann hat Draco meinen Zopf abgeschnitten." Sie schüttelte nachdenklich den Kopf. "Ich begreif es immer noch nicht. Warum hat er dir Lucius Haar geschickt? Er muss gesehen haben, wie ich´s im Ärmel versteckt hab, aber er wusste doch, dass du die Erinnerungen darin sehen kannst. Auch Lucius war total überrascht, aber dann hat er gelacht, so heftig, dass ich geglaubt hab, er hört nie wieder auf."
"Dieser Teufel!" Severus Stimme, hasserfüllt, bevor ein unmenschliches Stöhnen aus seiner Kehle drang. Aris blutender zuckender Leib, als er die Säure auf ihre Wunden strich, das Zischen, mit dem sie sich tief in ihr Fleisch fraß, die weißen Knochen. "Sieh dir gut an, was du getan hast!" Um ihn herum wurde es schwarz. Marie hatte ihn betäubt, gleichzeitig träufelte sie drei Tropfen Hypericum in seinen Mund. Dann zog sie ihn an sich, wiegte ihn in ihren Armen wie ein kleines Kind, während ihre Tränen auf sein Gesicht tropften.
Tonks hielt die schluchzende Ari im Arm, streichelte ihren Rücken. Die anderen saßen da wie erstarrt. "Wird er das jemals überwinden können?", flüsterte Hermine schockiert und lehnte sich an Ron. Der Wolf leckte über Aris nasses Gesicht und winselte kläglich. Sie setzte sich auf, schlang ihm die Arme um den Hals, dann blickte sie zu ihrer Mutter hinüber.
"Mum, hast du gesehen, was Malfoy ihm angetan hat?" Marie konnte nur nicken, doch plötzlich weiteten sich ihre Augen vor Schreck. "Du weißt es?" Entsetzt starrte sie ihrer Tochter in die Augen. "Nicht genau", flüsterte Ari zitternd, sie presste sich ganz eng an den Wolf. "Wir wussten nicht, wie wir Dads Fesseln aufbekommen konnten. Da ist ihm die Idee mit dem Veritaserum gekommen. Ich wusste, dass Draco hier im Haus ein Labor hatte und bin los, um es zu suchen." Ari schluckte heftig.
"Aber als ich die Treppe rauf bin, hab ich ihn schreien gehört. Er rief meinen Namen, so panisch, da bin ich zurück. Er konnte es nicht ertragen, mich gehen zu lassen. Als er sich beruhigt hatte, hab ich ihn gefragt, ob er Malfoy nicht zwingen kann, die Fesseln zu lösen - mit dem Imperiusfluch!" Sie schluchzte jetzt so laut, dass ihre Worte kaum zu verstehen waren. "Das war doch sehr vernünftig.", versuchte Harry sie zu trösten.
Sie fuhr in die Höhe, starrte ihn an, als habe er den Verstand verloren, dann sank sie in sich zusammen und schlug die Hände vors Gesicht. "Das war das Schlimmste, was ich hätte sagen können." Die anderen starrten sie verständnislos an. Marie ließ Severus regungslosen Körper sanft zu Boden gleiten, kniete sich neben Ari und drückte sie ganz fest an sich. "Du konntest es nicht wissen, Ari. Du hast nichts Falsches getan." "Hab ich schon!" Aris Verzweiflung war so gewaltig, dass Marie zutiefst erschrak.

Hermine stand auf, deutete auf die Kutsche und sah die anderen auffordernd an. Das hier ging nur Mutter und Tochter etwas an.
Ron hieb so wütend mit der Faust auf den Tisch, dass alle zusammenzuckten. "Was hat dieser Teufel nur mit Severus gemacht?" Seine Augen loderten vor Zorn, fuchsteufelswild sah er aus, direkt zum Fürchten. Hermine warf sich aufs Sofa, rollte sich ein wie ein verängstigtes Kind und flüsterte: "Weißt du nicht mehr, was Marie gesagt hat? Severus eigene Hand soll es tun! Er hat ihn gezwungen, Ari zu foltern."
Sie zitterte am ganzen Leib und schluchzte leise. Jeder dachte an sein eigenes Kind. Nichts Grausameres konnte es geben. Aber... "Aber es war gar nicht Ari, ihr ist nichts passiert!" "Das wird ihm nicht helfen!" Rons Erleichterung platzte wie eine Seifenblase. "Diese Bilder wird er nie wieder los, ihr kennt ihn doch."
Ja, sie alle kannten Severus nur zu gut. Jeder wusste, wie sehr er Ari liebte, wie sehr schon ihr aufgeschlagenes Knie ihn erschüttert hatte, obwohl sie selbst nur darüber lachte. All die kleinen Verletzungen, die ihr Leichtsinn und ihr Temperament ihr eingebracht hatten, hatten ihren Vater viel mehr geschmerzt als sie selbst. Die Vorstellung, was er dabei empfunden haben musste, seiner geliebten Tochter Schmerzen zuzufügen, raubte ihnen schier den Verstand. Nein, dass es Draco gewesen war, half ihm gar nichts.

Minutenlang streichelte Marie beruhigend Aris Rücken. Der Schmerz ihrer Tochter traf sie bis ins Mark, Was hatte sie nur getan? Fast war sie versucht, in Aris Erinnerungen einzudringen, hielt sich gerade noch zurück. Nein, Ari musste darüber sprechen, sonst würde der Kummer sie auffressen. "Erzähl es mir, Liebes!" Ihr Blick fiel auf Severus und sie ergriff Aris Hand. "Komm!"
Gemeinsam setzten sie sich neben ihn. Marie bettete seinen Kopf in ihren Schoss und zog Ari fest an sich. Das Mädchen blickte auf das im Schlaf so entspannt wirkende Gesicht ihres Vaters hinab und begann wieder zu weinen. "Er wird mich nie mehr ansehen können, ohne daran zu denken." Wie gern hätte Marie ihr widersprochen, gesagt: "Das ist Unsinn, Kind!", aber sie wusste, wie recht Ari hatte. Sie hatte es gesehen, alles! Und sie hatte keine Ahnung, wie Severus es schaffen sollte, damit zu leben. Das Ari nichts geschehen war, änderte nichts. Ihr blutender Körper war es, der vor ihm gelegen hatte, seine Hand hatte ihr unerträgliche Qualen bereitet, ihr Mund war es, in den er ...
Sie ertrug es nicht, daran zu denken. Wie sehr er sich dafür hassen würde. Obwohl er doch ebenso Opfer war wie Ari. Nein, nicht ebenso, noch viel, viel mehr! Auch ihre Augen füllten sich mit Tränen, sie drängte sie zurück. Ari brauchte ihren Trost. "Das Wichtigste ist, dass ihr beide lebt. Dein Vater ist stark, mit der Zeit wird es ihm gelingen, diese Erinnerungen zu verarbeiten, mit ihnen zu leben. Wir müssen Geduld haben, Ari und alles tun, um ihm dabei zu helfen." Ari klammerte sich ebenso an diese Worte wie Marie selbst. Sie nickte unmerklich.
"Ich hab Daddy betäubt, Mum." Marie sah sie verständnislos an. "Du hast was? Wann?" "Als ich das mit dem Imperiusfluch gesagt hab, hat er ..., ich weiß nicht genau, ich glaub es war ein Schock. Er hat sich nicht mehr gerührt, saß da wie erstarrt. Aber wir mussten doch wissen, wie wir die Fesseln aufkriegen. Also hab ich gedacht, ich probiers selber. Aber vorher hab ich Daddy betäubt, so wie du es immer mit den verletzten Tieren machst."
Marie starrte sie völlig fassungslos an. "Das war’s also. Ich dachte, er sei ohnmächtig geworden, als plötzlich alles schwarz wurde." Ari schüttelte schluchzend den Kopf. "Schon gut, Kleines. Das war das Beste in dieser Situation. Du hast ihm damit nur geholfen." "Echt?" Ari sah Marie ungläubig an, "meinst du das ernst?" "Natürlich Schatz, sonst hätte ich es doch jetzt nicht auch getan."


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Das, was Harry so liebenswert macht, sind, glaube ich, seine charakterlichen Stärken, die wir selbst gerne hätten, und es sind auch seine Schwächen, die wir nur allzu gut verstehen.
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