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Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 15. Kapitel

von marie29

Sanft strich sie über Severus bleiches Gesicht und lächelte Ari aufmunternd an. "Aber da ist noch mehr, hab ich recht?" Ari kaute auf ihrer Unterlippe, dann setzte sie sich aufrecht hin und sah ihrer Mutter direkt in die Augen. "Ja!" Sie zog Dracos Zauberstab aus ihrem Umhang und drehte ihn zwischen den Fingern. "Der hat Draco gehört. Er hat neben mir gelegen, als ich aufgewacht bin. Damit hab ich Malfoy geschockt, als er Daddy getreten hat." Marie zog sie fest an ihre Brust. "Mein tapferes Mädchen. Ich bin so stolz auf dich. Er hätte ihn umbringen können, weißt du. Viel hat nicht mehr gefehlt. Eine gebrochene Rippe in Herz- oder Lungennähe hätte gereicht, um ihn zu töten."
Ari erschauderte, dann löste sie sich von Marie. "Ja, das war gut. Aber das andere, das hätt ich nicht tun sollen." Sie schloss für einen Moment die Augen, bevor sie weitersprach. "Ich hab Lucius mit dem Imperiusfluch belegt, damit er mir verrät, wie ich die Fesseln lösen kann. Das hat gut funktioniert, er hat es mir sofort verraten. Dann hab ich nach den Schutzzaubern gefragt. Die kannte er nicht."
Marie nickte. "Ja, Draco hat alles Wichtige für sich behalten, sonst hätte Lucius Haar es mir verraten. Du hast tatsächlich eine Imperiusfluch zustande gebracht?" "Er war so gemein, ich hab es wirklich gewollt!" Marie nickte wieder. "Das versteh ich nur zu gut. Aber was soll daran schlecht gewesen sein?" "Bevor ich ihn wieder geschockt hab, wollt ich wissen, was er Daddy angetan hat. Er war ganz wild darauf, es mir zu erzählen."
Sie presste ihr Gesicht an Maries Brust. Marie keuchte auf. "Was?" "Dass er Daddy gezwungen hat, mich zu foltern. Ich hab’s grade noch geschafft, ihn wieder zu schocken, bevor er´s genauer schildern konnte." Marie dankte Merlin im Stillen dafür, doch Ari sprach weiter. "Aber ich hab´s gesehen." Sie zitterte jetzt derart, dass Marie sie kaum verstand. "Was hast du gesehen, Ari?"
Ari wollte es nicht sagen, wollte nicht wissen und doch konnte sie die Worte nicht mehr zurückhalten. "Das Blut ...," flüsterte sie, "das Blut zwischen meinen Beinen, die Quetschungen an meinen Brüsten. Er hat Daddy befohlen, mich ..." "Nein!" Maries Schrei schnitt ihr das Wort ab. Sie umklammerte Aris Schultern, schüttelte sie, zwang sie, ihr in die Augen zu sehen. "Nein, Ari! Das war nicht Severus. Er musste dabei zusehen, wie Lucius deinen Körper vergewaltigte. Er hat es nicht getan!"
Die unbändige Erleichterung in Aris Augen ließ Marie deutlich erkennen, dass ihre Tochter niemals erfahren durfte, wozu Malfoy Severus stattdessen gezwungen hatte. Doch Ari war nicht dumm. "Aber da waren sonst keine Verletzungen, außer denen im Gesicht. Aber die sahen eher aus, als wäre es Malfoys Stiefel gewesen." "War es auch!", murmelte Marie abwesend. Was sollte sie Ari sagen - die Wahrheit? Ihre Tochter war kein Kind mehr, sie hatte sehr wohl begriffen, dass diese Tat gründlich geplant worden war. Sie seufzte tief.
"Ari, was ich dir jetzt erzählen werde, ist unfassbar grausam, aber ich denke, du musst es wissen." Ari sah sie ängstlich an, die schwarzen Augen weit aufgerissen. Während Marie sprach, streichelten ihre Finger unbewusst Severus Wangen, als müsse sie ihn vor dem Schrecken schützen, den ihre Worte in Aris Seele auslösen würden.
"Draco hat seit vielen Jahren auf eine Gelegenheit gewartet, dich oder Katie zu entführen. Grandma Tonks kam nicht von allein auf die Idee, dich mitzunehmen. Draco hat ihr diesen Gedanken unbemerkt eingepflanzt. Du warst so glücklich, dass Severus gar nicht anders konnte, als es zu erlauben." Ari sah sie schockiert an. "Und Lucius ...", jetzt zögerte Marie, wollte Ari vor diesen grauenvollen Bildern, die sich in ihren eigenen Geist eingebrannt hatten, schützen.
"Und Lucius?", fragte Ari kaum hörbar. Marie schloss die Augen. "Er hat gelernt zu heilen. Die schrecklichsten Verletzungen einfach verschwinden zu lassen, als hätten sie nie existiert." Ari schwieg so lange, dass Marie hoffte, diese Worte würden genügen, um die Unversehrtheit ihrer eigenen Leiche zu erklären. Aber natürlich war dem nicht so. Aris Stimme klang seltsam fremd, als sie fragte: "Er hat das gelernt? Wie? An wem?"
Marie presste die Hand auf den Mund, um nicht aufzuschluchzen, dachte an die schrecklichen Qualen der armen Geschöpfe und Ari kannte die Antwort. "Mädchen!" Marie konnte nur nicken. Sie griff nach Aris eiskalten Fingern, drückte sie fest. Dann zog sie Severus Hände zu sich heran, legte Aris darauf und umschloss sie mit ihren eigenen. "Mehr werde ich nicht sagen, Ari. Dass wir drei wieder vereint sind, ist ein Wunder."
Lange Zeit saßen sie schweigend so da. Marie fühlte das Grauen, das ihre Worte in Aris Geist gebracht hatten. Wäre es besser gewesen zu schweigen? Aris Frage riss sie aus ihren Grübeleien. "Warum hat Draco das getan?" "Du meinst, warum er sich geopfert hat?" "Ja, das auch. Aber warum hat er Daddy so gehasst?" Ari sah verwundert die Tränen in Maries Augen, verstand ihre Mutter kaum, als diese flüsterte: "Es war Liebe, Ari - kein Hass!"
Dracos letzte Worte, sein Blick! Ja, Marie war sich sicher. Am Ende hatte er Severus wieder geliebt. So sehr, dass er für ihn gestorben war. Aber wie hatte er wissen können, dass der Wolf seine Seele retten würde? Dass die deutliche Zurschaustellung seiner Gefühle Lucius Zorn in schwindelnde Höhen treiben würde, war ihm sicher klar gewesen. Er hatte den Cruciatusfluch herausgefordert, war aber nicht bereit gewesen, seinen Geist zu verlieren. Das Tier, es hatte Dracos Willen erfüllt. Aber weshalb?
"Ari, wo kam der Wolf her?" Bevor sie antworten konnte, legte ihr Marie die Hand auf die Schulter. "Nein, warte! Ich wecke Severus auf und wir gehen zu den anderen. Remus und Tonks sollen auch hören, was du weißt." Ari war noch völlig geschockt von Maries eigenartiger Antwort auf ihre Frage nach Dracos Motiven. Sie nickte nur. Severus Augen waren so kalt und gefühllos, dass beide nur mit Mühe die Tränen zurückhalten konnten. "Tu das nie wieder!", sagte er zu Marie, Aris Blick wich er aus, stand auf und fragte: "Zur Kutsche?" Marie ergriff Aris Hand und drückte sie fest, bevor sie nickte. Er ging voraus.
"Das sind die Tropfen, Ari. Er ist nicht er selbst. Sie betäuben alle Gefühle, auch die guten. Aber sie helfen ihm, dieses Grauen zu ertragen. Wir werden damit leben müssen. Zumindest in nächster Zeit, für ihn, Ari - schaffst du das?" Aris Lächeln sah so traurig aus, dass Maries Herz schmerzte. Ihr ging es ja ebenso. Sie wollte ihn an sich ziehen und festhalten, nie wieder loslassen. Aber das konnte er nicht ertragen. Er verabscheute seinen Körper, für das, was er getan hatte. Niemand sollte ihn berühren, am allerwenigsten sie selbst, das hatte sie jetzt begriffen. Durch ihr Wissen wurde sie zu seinem Feind. Ari hatte es genau erkannt. Ihr Anblick hinderte ihn daran, jemals zu vergessen. Sie wusste es, Ari wusste es und Severus wusste es auch.

Die Nacht löste die Dämmerung ab, warmes, gemütliches Licht drang aus der geöffneten Kutschentür, doch die Stille, die im Innern herrschte, war alles andere als einladend. Es schien, als wäre jedes Gespräch erstorben, als Severus die Kutsche betrat. Alle fürchteten ein falsches Wort. Erleichtert sahen sie Marie und Ari an, doch deren Anspannung konnte niemanden beruhigen.
Hermine versuchte, die Atmosphäre zu lockern. Sie goss Tee in drei Becher, reichte einen Severus, Marie und Ari griffen nach den anderen. "Erzählst du uns nun von dem Wolf, Ari?", fragte Remus leise. Der hatte sich bei Aris Erscheinen von seinem Platz zwischen Remus und Tonks erhoben. Geschickt wich er jedem Hindernis aus und begrüßte sie freudig. "Eigentlich merkt man gar nicht, dass er blind ist. Der scheint ein Radar zu haben, wie Fledermäuse."
Hagrids Bemerkung vertrieb Aris trübe Gedanken. Sie lächelte, als sie sich auf den Teppich sinken ließ, den Becher vorsichtig in der Hand. "Ja, das hab ich auch erst bemerkt, als ich seine Augen sah. Als Draco ihn in meine Zelle brachte, gleich in der ersten Nacht, war ich vor Angst wie gelähmt. Es war so dunkel, nur Dracos Zauberstab leuchtete ein wenig. Aber ich hab deutlich gesehen, wie er den Wolf gestreichelt hat, bevor er ging und den Riegel vorschob.
Es war so unheimlich. Ich konnte ihn nicht hören. Da war nur mein eigener Atem. Und plötzlich lag seine Schnauze auf meiner Hand. Ich wollte schreien und sie wegziehen, aber dann hab ich an Mum gedacht und an dich, Hagrid. Ganz still und nich rühren! Und dann hab ich´s zum ersten Mal gespürt, diese vertraute Gefühl, als würde Teddy mich berühren, meine Hand halten und mir Mut zusprechen. All meine Angst war wie weggeblasen. Teddy war bei mir! Der Wolf war nicht Dracos Freund, sondern meiner."
"Was hat Draco mit dir gemacht?" Severus unbeteiligte Stimme ließ alle zusammenzucken. Ari starrte ihn an, kämpfte wieder mit den Tränen. Ihre Hand krallte sich unbewusst fester in Teddys Fell, hielt sich an ihm fest, um nicht die Fassung zu verlieren und sagte dann so ruhig, dass Maries Brust vor lauter Stolz auf dieses tapfere, starke Mädchen, anschwoll, als wolle sie bersten.
"Ich weiß es nicht, Daddy. Er hat mir zweimal am Tag was zu Essen gebracht. Beim ersten Mal - gleich nach unserer Ankunft - hab ich mich geweigert, da hat er mich mit ... einem Fluch dazu gezwungen. Da war immer ein Schlafmittel drin. Was er getan hat, als ich geschlafen hab, kann ich nicht sagen. Aber er hat mich nicht verletzt. Beim Aufwachen hab ich mich dann so seltsam gefühlt, als hätte ich was Schönes geträumt, aber ich konnte mich nicht daran erinnern."
Sie sah ihrem Vater immer noch direkt in die Augen. "Draco hat nie mit mir gesprochen, kein Wort. Ich hab geschrien, getobt, geweint. Er hat nur dagestanden wie eine Statue und darauf gewartet, dass ich esse. Aber heute, da war’s anders. Seine Hand hat gezittert und seine Augen ..., ich glaub, er hat geweint."
Auch Severus Hand zitterte, so heftig, dass er den Pfropfen des Hypericumfläschchens nicht aufbekam. Hermine nahm es ihm aus der Hand, öffnete es, gab fünf Tropfen auf einen Löffel und flösste sie Severus ein. Gerade noch rechzeitig. Die panische Angst in seinen Augen erlosch und sein Atem beruhigte sich. Er nickte Hermine zu, sah wieder Ari an, die immer noch am Boden saß und den Wolf wie einen rettenden Anker umklammerte. "Sprich weiter!"
Einen kurzen Moment sah es aus, als würde sie doch noch die Fassung verlieren. Der Wolf leckte über ihr Gesicht und sie riss sich zusammen. "Da hat er zum ersten Mal etwas gesagt: "Trink das, dann bring ich dich zu deinem Vater!" Seine Stimme klang schrecklich, so heiser und rau. Noch während ich trank, wurde mit schwarz vor Augen.
Als ich wieder zu mir kam, weil Teddy wie wild an mir zerrte, lag Dracos Zauberstab neben mir und das Fläschchen mit dem Schmerztrank. Ich hatte dieses Kleid an und die Tür war offen. Lucius Gebrüll hab ich bis in meine Zelle gehört. Ich hab meinen Umhang gepackt, das Fläschchen und den Zauberstab und bin die Treppe runter in den Keller. Malfoy war wie von Sinnen, er hat mich nicht gesehen. Mein Schockzauber traf ihn in den Rücken. Und du, du hast dich nicht mehr bewegt." Sie wollte zu ihm stürzen, sich in seine Arme werfen, aber sein Blick hielt sie zurück.
Er war ein Fremder.


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