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Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 22. Kapitel

von marie29

Der heilige Mann betrachtete sie aufmerksam, schien in ihr direkt in die Seele zu sehen. Er wies auf einen Gang, der tief ins Innere der Höhle führte, schloss die Augen und streifte mit beiden Händen über die Stirn, als schleudere er seine Gedanken von sich. Marie nickte. Langsam tastete sie sich durch die Dunkelheit, konzentrierte sich voll und ganz darauf, nicht zu fallen.
Allmählich beruhigte sich ihr aufgewühlter Geist und eine tiefe Ruhe überkam sie. Bald war alles überstanden. Sie sehnte sich so sehr nach ihrem Zuhause, ihrer eigenen Höhle, die ihr stets Schutz und Unterschlupf zugleich gewesen war. Sie musste nicht weitergehen, hatte ihr Ziel erreicht. Sie sank zu Boden und lehnte sich an den kalten Fels. Unzählige glückliche Bilder der letzten 16 Jahre zogen an ihr vorbei und sie genoss jede einzelne Erinnerung, saugte Kraft aus ihnen, stärkte ihren Geist. Es würde wieder so sein, irgendwann. Die Hoffnung breitete sich in ihr aus wie ein junger Spross, der sich in ihrem Herzen festsetzte. Seine Wurzeln durchzogen ihre Adern, ihr warmes Blut ließ ihn groß und kräftig werden, unzerstörbar.
Sie fühlte sich wohl, wie lange nicht. Jetzt war sie stark genug, auch den Rest noch zu sehen. Wieder schloss ihre Faust sich um Dracos Haar, fühlte die Verbindung wachsen und war dann dort, wo sie ihn zuvor verlassen hatte. So tief war sein Schmerz, den er selbst für Hass hielt, dass ihr Herz sich vor Mitleid verkrampfte. Der arme Junge, sie verstand ihn so gut. Wie sehr hatte sie selbst sich einst nach Severus gesehnt, nie zu hoffen gewagte, er könne ihre Gefühle erwidern und doch tat er es. Dieses Wissen verlieh ihr unendlich viel Kraft. Seine Liebe war da, auch wenn er sie im Moment nicht fühlte.
Sie folgte Draco hinab in die Küche. Sein Verstand arbeitete auf Hochtouren. Es war soweit, er musste Lucius holen, seine hämische Kritik ertragen, alles nach dessen Wünschen vorbereiten, bis sie endlich am Ziel waren. Es kam wie er befürchtet hatte. Sein Vater geizte nicht mit Hohn und spottendem Gelächter und er senkte den Kopf und ertrug es schweigend. "Ich muss es testen, denkst du vielleicht, ich traue ausgerechnet dir?" Sein Gelächter, so abfällig, er genoss es so sehr, ihn zu demütigen, wohl wissend, dass er am längeren Hebel saß.
Also suchte Draco ein Mädchen und fand sie. So leicht war es, niemand beobachtete ihr Verschwinden, aber Lucius war zornig, hatte sich so sehr auf reine, weiße Haut gefreut, wollte keine stinkende Rothaut. Doch Draco verschwand, ließ ihn mit dem Balg allein zurück. Und Marie wusste, er hatte seine heiße Wut an dem unschuldigen Wesen gekühlt. Draco beobachtete indessen die Ankunft der sehnsüchtig erwarteten Reisenden. Ihre Aufregung entlockte dem hübschen Kater ein genussvolles Schnurren.
Viel zu nah wagte er sich an das Mädchen heran, konnte seine Neugier nicht unterdrücken. Wie ähnlich sie IHM war. Stolz und aufrecht stand sie da, betrachtete den Trubel um sich herum und lächelte amüsiert. Dieses Lächeln war es, dass ihn jede Vorsicht vergessen ließ. Unfähig zu flüchten, starrte er in ihr Gesicht, hätte fast zugelassen, dass sie ihn berührte, bevor er mit seinen Krallen nach ihr schlug. Sie hatte ihn verhext. Er musste hier weg!
So sehr hatte die kurze Begegnung ihn aufgewühlt, ihn verunsichert. Er brauchte Ablenkung, es gab nur einen Weg. Marie drängte ihren Geist vorbei an den nächsten Erinnerungen, wollte Dracos Erregung nicht noch einmal fühlen. Erst als er Tage später nach Hause zurückkehrte, hielt sie kurz inne. Nein, auch das wollte sie nicht sehen - das Mädchen war tot. Weg hier, schnell!
Auch Draco wollte fliehen, der lächelnde Mund verfolgte ihn bis in die Träume, raubte ihm die Kraft, die er doch jetzt so dringend brauchte. Seine Zaubertränke stärkten ihn, vertrieben die Vision. Die letzten Vorkehrungen mussten getroffen werden. Der einsame Ort war auf keiner Karte verzeichnet und doch lenkte die alte Frau den verhexten Wagen so, wie Draco es wollte. Sie kamen näher. Es eilte nicht, er wusste, nichts konnte sie aufhalten.
Er genoss die Vorfreude an dem Platz, der so einladend und friedlich wirkte. Nichts würde sie warnen, alles war perfekt. Das Geheul der Wölfe entlockte ihm ein Lächeln, er liebte diese scheuen, geschickten Jäger, zu gern hätte er diese Gestalt für die Verwandlung gewählt, doch das hätte für zuviel Aufsehen gesorgt. Es musste ein ansprechendes Tier sein, dem man sofort vertraute. Vor allem die Mädchen liebten den schönen Kater, auch wenn er selbst ihre Finger in seinem Fell kaum ertrug.
Wieder erklang das Heulen, schreckte ihn aus seinen Gedanken. Schaurig klang es, wie ein menschliches Klagen, fuhr ihm durch Mark und Bein. Was gäbe er dafür, mit ebensolchen Lauten seine Wut, seinen Zorn, seinen Hass herauszuschreien, doch er konnte es nicht, verschloss alle Gefühle tief in seinem Herzen, gab sich ihnen nur in den seltenen Momenten höchster Ekstase vollständig hin, lautlos, nur seine Seele schrie vor Lust und Enttäuschung. Unerträglich erschien ihm die Qual an manchen Tagen, aber bald war es vorbei. Snapes Schreie würden ihn erlösen, sein Bitten und Flehen die Jahres des Leidens auslöschen, ihm den Triumph bescheren, den er so nötig brauchte, um endlich vergessen zu können, frei zu sein.
Die plötzliche Stille war es, die ihn jäh ins Jetzt zurück holte. Etwas hatte die Wölfe erschreckt. Er lauschte. Ja, das langsam lauter werdende Geräusch der Räder im Kies, die der ansonsten völlig lautlos dahinrollende Wagen verursachte, verriet es - sie kamen! Das Mädchen, natürlich konnte sie ihr Temperament nicht zügeln, sprang aus dem noch fahrenden Auto, rannte zum Fluss und drehte sich rasend schnell mit weit vorgestreckten Armen im Kreis, bis sie vor lauter Schwindel benommen zu Boden sank, in den blauen Himmel starrte und so glücklich zu lachen begann, wie Draco es noch niemals zuvor vernommen hatte.
Diese Unbeschwertheit, wie sehr er sie darum beneidete, bis ihm einfiel, warum sie hier war und er erschauderte beim Gedanken an die Brutalität seines Vaters. Mittlerweile stand sie am Flussufer, ließ das klare Wasser durch ihre Finger rinnen und schlüpfte aus den Schuhen. Der Junge und die alte Hexe standen lachend neben ihr. "Teddy, schau mal, die vielen Fische! Oh Mann, ist das herrlich hier." Wieder drehte sie sich um ihre eigene Achse, bis der Junge sie festhielt. "He, hör auf! Du denkst, wenn dir schlecht ist, kannst du dich ums Auspacken drücken, aber so läuft das nicht, verstanden!" Sie kicherte, seine harschen Worte perlten wie das Wasser an ihr ab, wusste sie doch genau, sie waren nicht ernst gemeint.
"Seht mal - dieser herrliche Wald, der würde Marie und Hagrid gefallen." Die alte Hexe kam langsam über die Wiese zu den Bäumen herüber. Zeit zu verschwinden! Fast ärgerlich folgte Marie Draco zurück ins Haus. Wie gern wäre sie noch bei den Dreien geblieben, doch Draco konnte den Anblick nicht mehr ertragen. Soviel Freude, er wollte die aufwallende Sehnsucht nicht fühlen, die sich in sein Herz schlich.
Zurück in der kleinen Kammer, die für das Mädchen gedacht war, klärte sich sein Verstand. Sie grenzte an sein Labor, war wohl früher fürs Gesinde gedacht gewesen, nah bei den Tieren, wie es üblich war. Pferde und Rinder galt es zu hegen und pflegen, sie waren der kostbarste Besitz der Farmer, wurden besser behandelt als Mägde oder Knechte.
Leer war der Raum, nur ein paar Kissen und Decken auf der Matratze am Boden, das war alles, mehr brauchte sie nicht, sie war ja nicht zum Vergnügen hier. Ein böses Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, plötzlich sehnte er sich danach, dieses Wesen schreien zu hören. Nichts sollte bleiben von ihrem Glück! Er schloss die Tür, prüfte nochmals die vollkommene Dunkelheit. Kein Lichtstrahl drang durch das geschwärzte Fenster herein. Er betastete das Glas, fühlte die Magie, die es vor dem Zerbrechen schützte und nickte zufrieden. Auch die Tür ließ sich von innen ohne Zauber nicht öffnen, war verschwunden, sobald sie geschlossen wurde.
Vier Mauern, wie die Wände eines Sargs, so sollte es sein, denn einen Sarg würde sie nicht bekommen. Auch ihren Körper würde er den Wölfen zum Fraß vorwerfen, wenn es soweit war und ihr Vater sollte dabei zusehen, wie sie ihn in Stücke rissen. Ein Gefühl stieg in ihm auf, so lang schon schmerzlich vermisst - Glück! Er wollte es festhalten für alle Zeit. Er tastete sich zum Lager, ließ sich darauf sinken und genoss die Wärme, die ihn durchströmte, hieß die Müdigkeit willkommen, die seine Glieder schwer werden ließ und gab sich dem erholsamen Schlaf vollkommen hin.
Sein Geist weigerte sich zu erwachen, wollte den tiefen Frieden noch länger genießen, doch Lucius Stimme hatte ihn unwiederbringlich vertrieben. "Hier steckst du also!" Die Helligkeit, die durch die aufgerissene Tür fiel, blendete ihn und er kniff die Augen zusammen, doch Lucius hämisches Grinsen sah er trotzdem. "Hätte ich mir ja denken können, dass du den widerlichen Gestank der Indianerbraut genießt, abartig wie du bist."
Seit es seinem Vater vor ein paar Jahren gelungen war, Dracos Zauber zu durchbrechen, mit denen dieser seine eigenen Räume in ihrem russischen Landhaus schützte, um wenigstens zeitweise vor Lucius Launen flüchten zu können und sich den zärtlichen Händen der jungen Männer hinzugeben, die er durch den Kamin unbemerkt herein- und hinausschleuste, um sie vor seinem Vater zu verbergen, kannte dieser die Schwäche seines Sohnes und weidete sich unsäglich daran, ihn mit abfälligen Bemerkungen über seine zutiefst unmännlichen Neigungen zu quälen. Nach dem ersten Schrecken jedoch, war es Draco gelungen, die Worte seines Vaters an sich abprallen zu lassen, wie an einem stählernen Panzer, doch gerade jetzt war er verletzbar wie nie zuvor, ohne den Grund dafür zu kennen.
Das boshafte Gelächter trieb Draco das Blut ins Gesicht und Lucius schlug sich auf die Schenkel vor Freude. "Hab ich dich gestört, bei deinem kümmerlichen Vergnügen?" Dracos rasende Wut, die er doch nicht zeigen durfte, strömte wie Lava durch seine Adern, verbrannte ihm fast den Verstand, doch er zwang sich zu einem abfälligen Lächeln. Ruhig und gelassen klang seine Stimme und seine Worte ließen seinen Vater verstummen. "Sie sind da!"


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