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Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 25. Kapitel

von marie29

"Draco!" Es war soweit! Sein Entschluss stand fest. Diese Sicherheit verlieh ihm die nötige Kraft. Ohne zu zögern, stieg er hinter seinem Vater hinab in den Keller, blieb im Schatten, damit die beiden Männer sein Gesicht nicht sahen. Seine Stimme verriet nichts, war fest und gleichgültig. Willig befolgte er Lucius Befehl, verschwand, um das Mädchen zu holen. Das Wichtigste war, sie nicht zu stark zu betäuben. Nur ein Schlaftropfen diesmal und ein Zauber, der seine Wirkung in eben dem Augenblick verlor, in dem sein eigenes Leben erlosch.
Sie war klug und mutig, das hatte er in ihren Erinnerungen gesehen. Sie würde Lucius überrumpeln, sein Zauberstab würde ihr dabei helfen, ihren eigenen hatte sein Vater zerbrochen. Er wandte sich dem Wolf zu, legte seine Hände fest an dessen Schläfen, prägte ihm die wichtigen Worte so tief in seinen Geist, bis er sicher war, den Willen des Tieres vollkommen bezwungen zu haben, dann erst griff er dem Mädchen ins Haar, nickte zufrieden, als der Trank sich violett verfärbte und schluckte ihn.
Wie seltsam es sich anfühlte, einen weiblichen Körper zu haben. Er hatte die Stärke des Vielsafttrankes so gewählt, dass die Wirkung noch über den Tod hinaus anhielt, zumindest ein paar Minuten, das sollte reichen, wenn alles nach Plan lief. Seine Kleidung, fast hätte er vergessen, wie er aussah. Ein Schwenk mit dem Zauberstab und er trug ihr altes Kleid, sie selber war nackt. Nein, das war unmöglich, würde sie zu sehr irritieren. Das Kleid der Indianerin kam ihm in den Sinn, ja, das passte.
Er legte seinen Zauberstab gut sichtbar neben sie, ihren eigenen hatte sein Vater zerbrochen, nahm einen Schluck von den Schmerztropfen und stellte das Fläschchen daneben. Sein Vater würde seine Wut an Severus auslassen, das war sicher. Ein letzter Blick, ein sanftes Streicheln über den Kopf des Tieres. Der Wolf folgte ihm bis zur Kellertreppe, dort setzte er sich und spitzte die Ohren. Draco rief: "Daddy, Daddy, wo bist du?" und Severus antwortete.

Marie wollte fliehen, das Grauen, das nun folgte, nicht noch einmal erleben, Severus schreckliches Leid nicht zum zweiten Mal sehen und konnte sich doch nicht abwenden. Was hatte Draco empfunden? Hatten die Tropfen seine Schmerzen gelindert? Wie eigenartig es war, Draco zu spüren und Ari dabei zu sehen. Lucius Imperiusfluch traf ihn sofort, als er den Keller betrat. Seine Gedanken waren das Einzige, was ihm noch gehorchte und seine Augen und die weiteten sich vor Entsetzen, als er Lucius lüsternen Blick erkannte.
Was hatte er denn erwartet? Er wusste doch, wozu sein Vater die Mädchen benutzte. Trotzdem lösten die kalten knochigen Finger auf seiner Haut eine schier grenzenlose Panik in ihm aus. Sein angsterfüllter Blick traf Severus und plötzlich war alles andere vergessen. Er saugte dessen Gefühle in sich auf. Liebe für ihn, Angst um ihn! Beides wäre ihm niemals zuteil geworden, wäre er er selbst gewesen, er wusste es und doch schlug sein Herz bis zum Hals, zwang seinen Verstand in die Knie, erlaubte es seinem Körper die grenzenlose Wärme in vollen Zügen zu genießen, die ihn plötzlich durchströmte.
Er achtete nicht auf die Worte seines Vaters, befolgte willig Severus Befehl. Legte sich auf die Scherben und war nicht gefasst auf die grausamen Schmerzen, als die scharfen Zacken sich in Rücken und Schenkel bohrten. Sein Wimmern wurde zum Schrei als ihm klar wurde, dass die Tropfen nur vorhandene Schmerzen linderten, keine nachträglich erlittenen.
Nein, Marie konnte es nicht ertragen, es war Aris Stimme, die ihr beinahe das Herz zerriss. Aber sie musste wissen, ob ihre Vermutung zutraf. Rasend schnell drängte sie ihren Geist vorbei an Malfoys bestialischen Befehlen, hörte Severus erleichtertes, ja dankbares Schluchzen, als er die Wunden endlich heilte und glaubte förmlich vor Hass zu bersten, als das höhnische: "Na, zufrieden?" erklang. Oh, wie recht ihm jeder einzelne Schmerz geschah, den er augenblicklich erdulden musste, wie gerecht diese Strafe war!
Dracos Geist zitterte immer noch, was kam als Nächstes? Wie nur sollte es ihm gelingen, einen Cruciatusfluch heraufzubeschwören, nur mit den Augen? Was war das für ein idiotischer Gedanke gewesen? Er vernahm Severus Würgen, den angeekelten Aufschrei seines Vaters und die Worte: "Das hat Folgen, mein Lieber!" und alles in ihm erstarrte vor Angst. Sein willenloser Leib befolgte Lucius Befehl. Er stand vor ihm und musste die brutalen Hände ertragen.
Marie wandte sich ab, weg, nur weg, es war zuviel, zu real, einzig der Gedanke an das Ende hielt sie zurück. Und plötzlich fühlte sie es, fühlte, wie Dracos Angst sich wandelte in ungläubige Hoffnung, als Lucius widerlicher Befehl die Erfüllung all seiner Träume in greifbare Nähe rückte, ihm die vollkommene Verheißung versprach, indem er die Worte aussprach, die Severus Geist zermürbten, es ihm unmöglich machten, sich selbst zu verzeihen, was danach geschah.
Und Draco konnte sein Glück kaum fassen. Seine Hand zögerte nicht. Der Geruch, der Geschmack, nichts existierte mehr, außer dem Wunsch, den Mann, den er liebte zu fühlen, zu riechen, zu schmecken. Belanglos war der Schmerz, den Lucius ihm zufügte. Severus lustvolles Stöhnen im Augenblick höchster Erfüllung erregte Draco fast noch mehr als die Köstlichkeit, die sich gleichzeitig in seinen Mund ergoss. Und im selben Moment schien sein eigener Körper zu explodieren, wollte zerspringen, bersten unter der ungeheuren Intensität des Gefühls, das ihn überrollte, durchflutete, verbrannte.
Keiner der beiden Männer bemerkte es, Severus war erstarrt vor Entsetzen über sich selbst und Lucius fühlte nur sein eigenes Verlangen, dass sich ganz langsam dem Höhepunkt näherte. Nichts liebte er mehr, als die letzten herrlichen Sekunden davor. Die Welt hätte um ihn herum versinken können, er hätte es nicht bemerkt. Währendessen jubelte Dracos Herz und seine Augen strahlten Severus an. Alle Liebe, deren er fähig war, lag in diesem Blick. Wie elektrische Spannung sprang das Gefühl auf Severus über, verband sie für alle Ewigkeit.
Nichts konnte Draco jetzt noch etwas anhaben. Lucius flammender Zorn als er, begierig die Abscheu im Gesicht des Mädchens zu sehen, den Ekel vor dem eigenen Vater, neben Severus trat und stattdessen eben das erblickte, was er für immer zerstören wollte, erreichte ihn nicht mehr. Der wütende Aufschrei: "Hassen sollst du ihn!", prallte ebenso an ihm ab, wie der Fußtritt, der ihn von Severus fortschleuderte. Die abgrundtiefe Verzweiflung in Severus Augen, als sein Mund gehorsam den Fluch aussprach, der Ariana für immer brechen sollte, ihre Liebe vertreiben, so dass nur eine seelenlose Hülle zurückblieb, an der Lucius erneut seine Gelüste befriedigen konnte, war das Letzte, was Draco sah, bevor sein Körper sich aufbäumte, wand und krümmte vor unerträglicher Qual.
Doch selbst der Cruciatusfluch war nicht mächtig genug, das tiefe Glück aus Dracos Herz zu vertreiben. Mit diesem Gefühl zu sterben, das war alles, was er sich wünschte und dieses eine Mal wurde sein Traum Realität.
Lucius ergötzte sich so sehr an Severus Leid, dass er den grauen Schatten nicht bemerkte, der sich vollkommen lautlos dem gefolterten Leib näherte. Die unmenschlichen Schmerzensschreie, die aus der wunden Kehle drangen, wiesen ihm den Weg. Der Wolf fuhr mit seiner rauen Zunge sanft über das entstellte Gesicht, bevor er seine Zähne in den schmalen Hals grub und mit einem gewaltigen Ruck Dracos Leiden beendete. Die Schreie verstummten und Malfoys Kopf schnellte herum. Ein wütender Aufschrei entfuhr ihm und sein Todesfluch verfehlte den flüchtenden Wolf nur um Haaresbreite.
Draco sah nur Severus. Mit jedem Schwall purpurnen Blutes, der aus der aufgerissenen Halsschlagader quoll, entspannte sich sein geschundenen Körper mehr und mehr und sein Geist kam zurück, während das Leben unaufhaltsam aus ihm wich. Im Angesicht des Todes verlor der Imperiusfluch seine Wirkung und er flüsterte mit letzter Kraft: "Ich liebe dich!" Die blutigen verschwollenen Lippen lächelten Severus an, bevor Aris Augen brachen und der Tod nach Draco griff.

Die Schwärze trieb Marie in ihren eigenen Körper zurück, doch Dracos Empfindungen kamen mit ihr, würden sie nie wieder verlassen. Was ihre eigenen anging, war sie unsicher wie nie zuvor. War sie nun erleichtert oder doch eher wütend. Hatte er es verdient, im Augenblick seines Todes so glücklich zu sein? Alles, was ihnen widerfahren war, war seine Schuld, sie konnte ihm nicht so einfach verzeihen. Und die Mädchen …, Rhana!
Schlagartig kam Marie wieder zu sich. Sie musste zu den ihren zurück - sofort. Musste an Severus Seite sein und Ari trösten, wenn der Körper des Mädchens in Flammen aufging, ihre Seele gen Himmel flog, erlöst und gerächt. Alles andere konnte warten bis später - oder bis in alle Ewigkeit. Nun, da sie die ganze Wahrheit kannte, war sie nicht sicher, ob sie je wieder auch nur einen Gedanken an Draco Malfoy verschwenden wollte.
Es war vorbei, er war tot und das war gut so und sein Vater hoffentlich auch! Allerdings war der sicher nicht glücklich gewesen. Das böse Lächeln tat Maries Geist gut, heilte die Wunden der letzten schrecklichen Tage. Nur ein paar Narben auf der Seele blieben zurück, doch damit konnte sie leben. Narben waren ihr ja nicht fremd. Jetzt war es nur noch Severus, der zählte. Würde es ihm helfen, Dracos Gefühle zu kennen oder würde es seine Schuldgefühle eher noch verstärken? Sie wusste es nicht. Wenn sie nur endlich zu Hause wären!

Tiponi hatte Recht behalten, es war eine sehr beeindruckende Zeremonie. Tonks, Remus und Teddy hatten sich entschlossen, Grandma Tonks Seele ebenfalls hier zu befreien. Seelen war es sicher egal, was mit ihrem Körper geschah. Die sterbliche Hülle hatte nach dem Tod keine Bedeutung mehr und ihre Bestimmung fanden die Geister sicher auch von diesem Ort aus. Sie waren ja zu zweit.
Marie fand diesen Gedanken so wunderbar, dass alle Traurigkeit von ihr abfiel. Es war ja nicht das Ende, es war der Anfang von etwas Neuem, Unbekannten, das jeder von ihnen eines Tages erleben würde. Wie gerne hätte sie sich jetzt an Severus gekuschelt, sowie Ari an Teddy, mit ihm gemeinsam hinauf in den Himmel geblickt, aber seine Abwehr gegen jede Art der Berührung hatte sich eher noch verstärkt. Wie lange würden die Wunden seines Geistes brauchen, um zu vernarben, nicht mehr allzu sehr zu schmerzen? Niemand konnte es sagen, auch sie nicht, aber sie würde für ihn da sein - immer!


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Sie ist eindeutig der Wolf im Schafspelz, also überhaupt nicht so 'pink', wie sie aussieht.
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