Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Severus Snape - Die Rache der Malfoys - 27. Kapitel

von marie29

Nichts traf ihn härter, als die Arme, die sich um ihn schlangen, ihn festhielten und an Remus Brust drückten. "Lass mich, ich bin es nicht wert!" Er wollte sich befreien, den Freund wegstoßen, doch dessen Griff war zu fest. "Und weil du dich selbst dafür hasst, sollen auch wir dich nicht mehr lieben? Ist es das, was du willst? Dich verkriechen wie ein sterbendes Tier und niemanden teilhaben lassen an deinem Elend?"
Soviel Anteilnahme und Verständnis lag in Remus Stimme, dass die Hoffnung sich wie eine aufkeimende Pflanze in Severus Geist schlich, versuchte, ihre Wurzeln dort zu verankern und groß und stark zu werden. Für einen kurzen Moment vertrieb sie die Ängste und Schuldgefühle, drängte sie zurück ins hinterste Eck seines Hirns, so dass er sie beinahe nicht mehr fühlte.
Er gab allen Widerstand auf, lehnte sich an Remus und genoss den Trost des Freundes. "Was immer du dort unten getan hast war Malfoys Wille, nicht dein eigener. Lass nicht zu, dass er am Ende doch noch gewinnt. Stell dich deiner Angst, verdräng sie nicht. Nur so kannst du sie am Ende besiegen. Marie wird dir dabei zur Seite stehen, ihre Stärke mit dir teilen. Lass dir von ihr helfen, Severus! Nichts wünscht sie sich mehr."
Noch lange saßen sie so da, schweigend, jeder mit den eigenen Gedanken beschäftigt. Remus fühlte, dass Severus sich entspannte, einen Entschluss fasste und er hoffte, es würde der Richtige sein. Sie erhoben sich beide, Severus lächelte leicht. "Ich glaube, für heute, hast du genug gute Taten vollbracht, mein Freund. Ich danke Merlin dafür, dass es dich gibt."
Noch einmal ergriff Remus seine Hände und drückte sie fest. "Du wirst es schaffen!" Ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. "Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche." Er zwinkerte Severus zu und lief zum Schloss zurück, schnell wie ein Wolf.

Er saß im Schaukelstuhl und betrachtete Marie. Sie schlummerte selig wie ein kleines Kind, die Knie angezogen, eine Hand unter dem Kopf, die andere auf der Decke. Immer wieder streckten die Finger sich suchend, als vermissten sie etwas. Die Sehnsucht, die diese kleine Geste in ihm weckte, war kaum zu ertragen. Er wollte sie spüren, ihren warmen Körper an seine pressen, sich ganz in ihr verlieren. Er fühlte die Erregung, die ihn erfasste, wartete angsterfüllt auf die verhasste Stimme in seinem Kopf, die ihn hämisch auslachte, jede glückliche Regung im Keim erstickte.
Doch da war nur Stille - friedlich, beruhigend. Kein Bild, das ihn schreckte, nur Maries Gesicht, sorglos und entspannt im Schlaf. Langsam schloss er die Augen. Das Bild blieb das Gleiche. Ein erleichtertes Seufzen entfuhr ihm, weckte Marie. Ganz still blieb sie liegen, betrachtete sein Gesicht. Tiefe Liebe durchflutete ihr ganzes Wesen, vertrieb jedes andere Gefühl. Wenn sie ihm doch nur helfen könnte, wenn er sie nur an sich heran ließe. So stark war der Wunsch, ihn zu berühren, dass es beinahe unerträglich schmerzte und doch wagte sie es nicht, scheute seine Zurückweisung.
Severus fühlte ihren Blick, wusste, er musste sich ihr stellen, zögerte den Augenblick hinaus, genoss die Ruhe in sich, die er solange vermisst hatte. Und dann sah er sie an. So plötzlich öffneten sich seine Augen, dass sie es nicht mehr schaffte, sich schlafend zu stellen. Ihre Blicke trafen sich. Unsicher, ängstlich fast, sahen sie einander an, bemüht keinen Fehler zu machen, wie bei einem ersten Rendevouz. Zaghaft lächelten sie sich an.
"Du bist früh dran heute." Vorsichtig setzte sie sich auf, als fürchte sie, eine hektische Bewegung könne ihn vertreiben. "Ja!" Zögernd fügte er hinzu, "ich hab Remus getroffen, am See." Das Entsetzen in ihren Augen, als sie begriff, was er ihr zu sagen versuchte, übertraf seine schlimmsten Befürchtungen. Jegliche Farbe wich aus ihrem Gesicht, ihre Finger krallten sich in die Kissen und dann schien ihr Körper zu erstarren, als wäre ihr Geist geflohen. Wie eine Puppe saß sie da, völlig apathisch, die Augen blicklos und leer.
Er kannte diesen Zustand nur zu gut. Nie hätte er geglaubt, sie mit seinem Geständnis derart zu erschüttern. Was sollte er jetzt tun? So hilflos kam er sich vor. Die kleine Elfe kam angetrippelt. "Missy krank?", fragte sie besorgt. Severus nickte mühsam. "Tapsy bringt Medizin, Master Missy zudecken!" Natürlich, wie unbeholfen er doch war, völlig überfordert mit Maries Schwäche. Vorsichtig löste er ihre verkrampften Finger, bettete sie aufs Sofa und deckte sie behutsam zu.
Tapsy kam zurück, reichte Severus ein Glas Feuerwhiskey und ein Fläschchen mit Alraunensaft. Dann klopfte sie energisch neben Marie aufs Kanapee. "Master hinsetzten!" Folgsam ließ er sich in die weichen Kissen sinken. Tapsy sah ihn mit ihren großen Augen aufmerksam an. Plötzlich ergriff sie seine Hand und legte sie auf Maries Brust. "Missy hier krank, vor Kummer."
Er konnte nicht sprechen, ein gewaltiger Kloß saß in seinem Hals. Immer noch waren die Elfenaugen auf ihn gerichtet, dann schüttelte sie traurig den Kopf. "Einfach festhalten, was is daran so schwer?", murmelte sie vor sich hin, während sie zurück in die Küche schlurfte und dabei laut schniefte. Ja, verdammt! Was war daran so schwer?
Er träufelte Marie den Alraunensaft in den Mund, legte sich neben sie und zog sie fest in seine Arme. Die Wärme, die ihn plötzlich durchströmte tat so unsagbar gut. Noch enger presste er sie an sich, drückte sie so fest er konnte an seine Brust. Er fühlte, wie sie zu sich kam, sich erinnerte und vor Schreck wieder erstarrte. Ihr Körper schien zu schrumpfen, zog sich zusammen. Sie schämte sich so sehr für ihre Selbstsucht, ihren grenzenlosen Egoismus. Und er begriff, es war die Wahrheit, sie hasste sich dafür.
Er fuhr in die Höhe, packte sie grob, schüttelte sie. "Hör auf damit, Marie. Hör sofort auf!" "Ich kann nicht!" Ihre Augen blickten starr geradeaus, weigerten sich, in anzusehen. "Du begreifst es nicht. Weißt nicht, was das Schlimmste daran ist." Immer noch umklammerten seine Hände ihre Schultern. "Sag es mir!" Sie sah so elend aus, als sie sich zwang, den Kopf zu wenden, ihm ins Gesicht zu sehen, in seine Augen, seine Seele.
"Das Schlimmste ist, dass ich so genau weiß, was du empfindest. Wie sehr du dich selbst verabscheust, für dieses Gefühl, dass doch Malfoys Wille dir aufgezwungen hat. Wie sehr du deinen Körper dafür hasst. Wie viel Angst du vor meinen Berührungen hast, wie verletzt dein Geist ist." Sie zitterte jetzt am ganzen Körper. "Und trotzdem sehn ich mich so sehr danach, dich zu spüren, deine Hände, deine Lippen, deine nackte Haut an meiner."
Jetzt war er es, der zitterte, bebte. Da war es wieder, dieses schreckliche Bild. Aris Kopf zwischen seinen Beinen, ihre sanften Finger, ihre Lippen, ihre Zunge und er selbst! Sein lustvolles Keuchen, seine Erregung, die tiefe Befriedigung, als er sich in ihren Mund ergoss. "Wundervoll, gibs doch zu!" Er presste die Fäuste an seine Stirn, wollte sein Gehirn zerquetschen, nichts mehr sehen, nichts mehr hören, nichts mehr fühlen.
Maries Hand schob sich in seinen Nacken, er fühlte das Fläschchen an seinem Mund. Nur ein Schluck und er wäre erlöste. Doch seine Lippen pressten sich aufeinander, wollten sich nicht öffnen. "Bitte, Severus," Marie schluchzte jetzt, "bitte, nimm es. Du musst das nicht ertragen, nicht meinetwegen. Ich werde mir das niemals verzeihen!" Diese Qual, dieses tiefe Leid - soviel erduldete Marie für ihn.
Seine Hand fuhr in die Höhe, schlug ihr das Fläschchen aus der Hand, umschlang sie, zog sie an sich. "Hilf du mir, Marie! Halt mich fest!" Sie presste ihn an sich, so fest es ihr möglich war, fühlte sein Zittern, das Grauen in seinem Kopf. Sie musste es vertreiben! Aber wie nur, wie? Da - ein Bild! So plötzlich erschien es vor ihren Augen. Severus glücklich, so stolz. Katie auf seinen Schultern, juchzend vor Freude. "Slytherin, ich bin eine Slytherin!" Sie packte seine Hände, drückte sie schmerzhaft fest an ihre Schläfen, zwang das Bild in seinen Geist, hoffend, dass es stark genug sein möge, alles andere zu verscheuchen.
"Bitte, bitte, bitte, bitte!" Sie flehte zu allen Geistern und Göttern um Hilfe und sie gewährten sie. Sein Seufzer, so voller Erleichterung, dass sie glaubte, vor Glück zu zerspringen. Die zwei Worte, geflüstert nur und doch so intensiv. "Danke, Prinzessin!" Noch lang verharrten sie so, einander umschlingend, doch voller Ruhe jetzt, erfüllt von Hoffnung. Beide genossen in vollen Zügen die Wärme des anderen, wollten sich nicht voneinander lösen, bis Maries Neugier siegte.
"Wie hat Remus reagiert, als er dich gesehen hat?" Er sah ihr tief in die Augen, prüfend. "Ich werd mich nicht aufregen, versprochen!" Er nickte, dann erhellte ein schelmisches Grinsen sein Gesicht. Wie sehr sie diesen Ausdruck vermisst hatte, sah er in ihren glückseligen Augen, aber sie sagte nur. "Aha!" "Tja, sagen wir mal, er war, gelinde gesagt, begeistert." "Dieser Schuft!"
Ihr lächelnder Mund, die entzückenden Grübchen, die strahlenden Augen - sie war so wunderschön! Die weißen Strähnen in ihrer lockigen Mähne, die kleinen Krähenfüße um Augen und Mund. Ja, sie war älter geworden, natürlich, das waren sie alle, aber es stand ihr unglaublich gut.
"Ich hab ihm ganz schön viel zugemutet, unserem Freund." Tiefes Bedauern lag in ihrer Stimme. Er verstand sie nur zu gut. "Nicht soviel wie ich!" Er sah sie nicht an, blickte betreten zu Boden. "Du?" Ihre Hände legten sich auf seine Wangen, drehten seinen Kopf sanft zu ihr. "Du hast endlich darüber geredet? Was hast du gefühlt?" "Angst - schreckliche Angst, er würde mich dafür verachten, sowie ..."
Ihre Daumen streichelten zärtlich über sein Gesicht. "Sowie du dich selbst? Aber das hat er nicht, natürlich nicht." "Nein." Severus holte tief Luft, horchte in sich hinein, doch die Stimme schwieg, wartete auf seine eigenen Worte. Er musste aussprechen, was ihm so schwer auf der Seele lastete. "Aber du, Marie. Du hast es gesehen. Hast gesehen, wie ich es genossen habe. Wie sehr musst du mich verachten!"


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz