
von Shakes
Kapitel 1
„Also Dean und ich wollten euch etwas sagen“, begann Seamus.
Sie waren seid ungefähr einer Stunde unterwegs und kurz nachdem Ron und Hermine von den Vertrauensschülern zurückgekommen waren, waren Dean und Seamus hereingeschneit, mit der Ankündigung einer Neuigkeit.
Sie hatten gesagt, dass sie ihnen etwas gestehen müssten und nun warteten Harry, Ron, Hermine, Neville, Ginny und Loona neugierig darauf, dass sie endlich weiterredeten.
„Jaaaa, also…“ begann Seamus stotternd, „Also,… wir… und…“ Seamus gestikulierte verzweifelt. Er stockte erneut, als Dean plötzlich damit herausplatzte „Wir sind zusammen und schwul!“. Er atmete auf, offensichtlich erleichtert, dass endlich losgeworden zu sein.
Eine Stille folgte. Sechs Augenpaare starrten die beiden an.
Die erste Reaktion kam, allerdings überraschend, von Ron.
Er sprang mit angewidertem Gesichtsausdruck auf und rief „Ihr seid abartig! Widerlich! Ich glaube, ich muss kotzen!“ mit diesen Worten stürmte er an Seamus und Dean vorbei, raus aus dem Abteil.
Erneut diese Stille, Harry konnte sehe, wie sehr Rons Ausbruch und vor allem jetzt diese Stille an ihnen nagte.
Seamus, der von vorneherein nervöser gewirkt hatte, als Dean, war den Tränen nahe.
Dean nahm ihn in den Arm und strich ihm über den Rücken.
Harry taten die beiden unendlich leid, aber er wusste einfach nicht, was er sagen sollte.
Gerade wegen den Gefühlen, derer sich Harry selber nicht sicher war.
Rons Ausbruch hatte alle schockiert.
Ginny brach das Schweigen. „Wisst ihr, um Ron macht euch mal keine Sorgen, das Riesenbaby hat ein Problem mit schwulen, seit Mom Fred und George vor einem Jahr inflagranti erwischt hat.“
Fred und George hatten sich vor einem Jahr geoutet, zeitgleich, seitdem brodelte natürlich die Gerüchteküche. Aber keiner war absolut sicher gewesen.
In ihrem Schlafsaal hatte es einen Jungen wie Ron gegeben, Dennis. Er hatte sich beschwert, nicht mit zwei „Schwuchteln“ in einem Schlafsaal zusammen zu schlafen.
Also waren sie umgezogen. Es gab in jedem Haus einen Schlafsaal, der unbenutzt war, bis so ein Fall eintrat.
In diesem Schlafsaal schliefen homosexuelle Schüler, vor allem die, die in ihrem Schlafsaal nicht akzeptiert wurden. Es gab auch Fälle, in denen keiner ein Problem mit der Homosexualität der Mitschüler hatte, leider gab es das nicht oft.
So schliefen Fred und George bereits seit einem Jahr in diesem Schlafsaal.
Nachdem Ginny das Eis gebrochen hatte, stimmten die anderen mit ein, keiner hatte ein Problem mit der Beziehung der beiden. Im Gegenteil, sie freuten sich für die beiden. Jeder, der die beiden sah, wusste sofort, dass sie glücklich miteinander waren.
Sie konnten kaum die Augen voneinander lassen, sie hielten sich an den Händen.
Selbst Ron hatte doch sehen müssen, dass sich die beiden liebten!
Seamus du Dean schienen erleichtert, vor allem, so sagten sie hatten sie Angst vor der Reaktion von Harry.
„Wenn du dich gegen uns gestellt hättest, dann hätten wir nicht gewusst, was wir hätten machen sollen.“, gestand Dean.
„Bei mir braucht ihr euch keine Sorgen machen, allerdings solltet ihr euch überlegen, ob ihr nicht zu Fred und George zieht. Ihr wisst wie Ron sein kann.“
„Wie ein Terrier“ stimmte Hermine zu und alle lachten. Die Spannung war endgültig weg.
Als sie gerade über Slughhorn sprachen, Harry hatte ihnen erzählt, dass er der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste sein würde kamen auf einmal Fred und George ins Abteil.
„Was hören wir da?“ sagte Fred, oder war es George?
„Wir bekommen Zuwachs in unserem Schlafsaal“ sagte der andere. Die beiden setzten sich bei Dean und Seamus auf den Schoß.
„Ja, wir dachten uns, dass wir es nicht auf eine Konfrontation mit Ron ankommen lassen wollen, vielleicht entspannt sich die Situation dann.“ Seamus nickte bestätigend.
„Schade, dann müssen wir wohl ab sofort auf unsere nackten Sonntage verzichten.“ Sagte Fred mit einem zwinkern zu Dean und Seamus.
„NACKTE SONNTAGE!?!“ rief Hermine entsetzt.
„Ach, kommt schon, als hätte unsere süße, kleine Schwester nicht bei euch geoutet.“ Grinste George.
Sie mussten sich erst alle noch von dem nackten-Sonntage-Schock erholen als Fred sagte:
„Jetzt aber ehrlich, macht euch mit Ron mal lieber nicht zu viele Hoffungen, seit es bei uns raus ist, redet er nicht mehr mit uns. Mom und Dad haben alles versucht, alle haben uns akzeptiert, nur er nicht.“
Seamus blickte traurig, war aber gefasst.
Fred und George bleiben noch eine Weile bei ihnen, es ging lustig zu, wie immer, ob Fred und George überhaupt ernst seien konnten, Harry nahm es an, das Leben konnte ja nicht nur aus jux und dollerei bestehen.
Auch wenn er ehrlich zugeben musste, dass, wenn man Probleme hatte tat die Gesellschaft von Fred und George einfach gut.
„Unsere diesjährige Party wird der Hammer! Wir haben schon ein Konzept, es wird etwas noch nie da Gewesenes! Ihr werdet Auge machen!“ verriet ihnen George.
Die Partys von Fred und George waren legendär. Nur für die Oberstufen und super exklusiv. Jedes Jahr veranstalteten Fred und George eine Party, manchmal auch zwei.
„Wir müssten fast da sein, es wird schon dunkel.“ Gab Ginny zu bedenken.
„Na dann machen wir uns mal, wir sehen uns…“
„…heute Abend!“ flötete George, Freds Satz beendend und zwinkerte Dean und Seamus zu.
Und schon waren sie verschwunden.
So, ohne Fred und George wurde es schnell ruhig.
Sie zogen sich um, begleitet von gelegentlichen Gesprächen über die Sommerferien.
So erfuhren sie, dass Dean die erste Hälfte der Ferien ausschließlich bei Seamus verbracht hatte. Da waren sie auch zusammengekommen.
Am letzten Tag hatten sie sich dann vor Seamus Eltern geoutet. Diese waren zuerst geschockt gewesen. Es gab eine riesige Diskussion, vor allem Seamus Vater war sehr gegen die Beziehung.
Dadurch mussten sie den Plan, dass Seamus und Dean die zweite hälfte bei Dean verbringen wollen ändern.
Doch nach einer Woche hatte selbst Seamus´s Vater eingesehen, dass er nichts tun konnte, Seamus durfte zu Dean.
Dann kamen sie auch schon am Bahnhof an. Sie waren noch nicht durch die Tür, da hörten sie schon Hagrid:
„Erstklässler zu mir! Erstklässler!“
Wie immer überragte Hagrid alle um das doppelte. Bei fast allen Erstklässlern sah man Angst im Gesicht. Harry erinnerte sich noch gut an sein erstes Jahr, wenn er Hagrid nicht gekannt hätte, hätte er wahrscheinlich auch Angst gehabt.
„Hallo Hagrid!“ rief Harry über den Bahnsteig und winkte.
„Harry! Hermine!“ rief Hagrid glücklich zurück, er grinste über das ganze Gesicht. Hagrid freute sich immer, die drei zu sehen, auch wenn man sah, dass er die Stirn runzelte, da Ron nicht bei ihnen stand.
Als eine der letzten bestiegen sie eine Kutsche.
Über die Testrale wunderte sich Harry nicht mehr.
Sie kamen in die große Halle, welche schon gut gefüllt war. Harry sah sich um, suchte Ron, ob sich die Diva schon beruhigt hatte?
„Wollen wir uns zu Ron oder zu Dean und Seamus setzen?“, fragte Harry Hermine.
Sie überlegte.
„Also ich finde, wir sollten uns zu Dean und Seamus setzen, warum sollten wir sie verstoßen, sie haben nichts gemacht, Ron hat das Problem, nicht die beiden.“
Harry stimmte zu und wollte sich gerade setzen, als hinter ihm eine Stimme seinen Namen rief.
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