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Fanfiction

When Hermione Fights - Sehr dunkle Magie!

von queenie

Sehr dunkle Magie!


Ich hatte mir eine Stunde nach dieser neuen Katastrophe genommen um wieder zu mir zu finden und lümmelte noch immer in dem Gartenstuhl.

Ich brauchte diese Entspannung, ich musste meine innere Ruhe und mein Gleichgewicht wiederfinden, schielte unsicher auf das Gartenhäuschen und nippte an meinem Eistee, da ich nach dem Schock etwas Süßes gebraucht hatte.

Unglaublich, aber war, ich hatte für Snape wieder die Hure gegeben, lasst uns ehrlich sein und das war ich ja immer zu mir, ich hatte mir mit dem Kuss und der körperlichen Nähe Zeit erkauft. Ich hatte wieder mich und meinen Körper eingesetzt, um bei Snape weiterzukommen, was war ich doch für eine Schlampe, meldete sich mein Gewissen?

Ich setzte wohl alle Mittel ein um meinen Willen zu bekommen. Was wohl Draco dazu sagen würde, ob Snape es ihm erzählte?

Gierig trank ich die kühle Flüssigkeit und spürte, wie sie meine ausgedörrte Kehle hinab rann und diese schön kühlte, an diesem sommerlichen Nachmittag, an dem ich alles verlieren sollte und der gleich sehr dunkel werden würde. Ich schloss seufzend die Augen und schüttelte über mich selbst schockiert den Kopf. Ich war über mich selbst ratlos, dass ich es so selbstverständlich getan hatte… obwohl er mich seit jener Nacht, nicht auch nur einmal nett berührt hatte, jedes Mal war es eher ein brutaler Stoß gewesen, der mich irgendwo hin befördert hatte und so einen Mann küsste ich innig und fühlte mich noch nicht mal abgestoßen. Ich ließ den Kopf in meinen Nacken fallen, oh Göttin.

Schon so bald sollte ich ins Manor und Lucius gegenübertreten, daran wollte ich gar nicht denken, was erwarteten oder erhofften Draco und Snape sich davon, mich ihm auf dem Silbertablett zu servieren?

Keine Ahnung und ich würde wahrscheinlich nur Kopfschmerzen bekommen, wenn ich versuchte, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen, ich sollte das auf mich zukommen lassen, nur eins wusste ich felsenfest, schön würde es nicht für mich werden… oh ja, ganz bestimmt nicht!

Snape hatte mir gezeigt, dass ich bald auch den Fidelius auf das Haus sprechen sollte, er hatte gewusst, solange er mich berührte, konnte er, trotz des Blutschutzes, auch ohne meine Einladung das Haus betreten. Es war wirklich zu ärgerlich, aber leider war es mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, dies zu tun, da es mir zu viel Kraft abverlangen würde, es würde mich zu sehr schwächen und ich brauchte jedes Quäntchen meiner magischen Reserven, für das Kommende.

Die Flüche, die ich heute schon verwendet hatte, waren auch nicht ohne gewesen, aber wer hatte gesagt, es wäre leicht? Nun gut, ich sollte in die Gänge kommen, genug ausgeruht!

Ich konnte wirklich sehr froh sein, dass Snape wieder abgezogen war und nun hieß es, Beine zusammen und Brust raus, der Tag war noch lang und die Nacht noch länger, mein Schauspiel musste perfekt sein. Die Masken mussten sitzen, aber so was von!

So stand ich entschlossen auf, ich war schließlich kein Kleinkind, das heulend in einer Ecke saß und schritt resolut und wild entschlossen auf die Tür des Gartenhäuschens zu.

Als ich die Tür öffnete und bestimmt eintrat, überzog mich, dank der Kälte, die hier herrschte, eine eisige Gänsehaut, ich konnte mitverfolgen, wie mein heißer Atem sichtbar in kleinen weißen Wölkchen vor mir aufstieg, brrrrr… Die Knospen meiner Brüste verhärteten sich und eine unbestimmte Erregung über das Kommende ergriff von mir Besitz, aber ich schluckte den Kloß des Unwohlseins entschlossen hinunter, das musste jetzt sein, Aus, Ende, Amen!

Ich konnte meine Unsicherheit über das ungewisse Kommende fühlen, aber ich verbot es mir, darauf einzugehen und versuchte, das Zittern zu unterdrücken.

Und so bückte ich mich zu meinem Diebesgut und schlug die Plastikplane gleichgültig bis zur Brust der beiden leblosen Männer zurück und blickte auf die Toten, sie hatten sich nicht verändert, was gut war, sehr gut, sie waren noch genauso mausetot, wie gestern!

Ich sank vor dem Drogenopfer auf die Knie. Ich konnte nicht sein verseuchtes Blut im Körper belassen und so sprach ich über seinen Leib einen Zauber, fuhr dabei mit meinem Stab über seinem gesamten Körper auf und ab und intonierte hier ein schwieriges Reinigungsritual, das die Schadstoffe aus dem Blut waschen sollte. Purgatio de Saguis, was so viel hieß wie Reinigung des Blutes.

Ich fühlte, wie die schwarze Magie gierig nach mir griff und sich der Schweiß auf meiner Oberlippe sammelte, trotz der hier herrschenden Eiseskälte, als ich die Schadstoffe absorbierte, sie aus seinem unreinen Blut wusch, es war als würde man in eine Trance versinken.

Puh… plumpste ich nach hinten auf meinen Po, als sich die Verbindung unterbrach, da es nichts mehr zu reinigen gab und holte erstmals schnappend Luft.

Uff… war das anstrengend, hätte ich nicht gedacht, warum war es so einfach, den Geist einer Person zu beherrschen, aber so aufwendig, das Blut eines Menschen zu reinigen? Vielleicht sollte ich darüber mal eine Abhandlung verfassen, wenn dieser ganze scheiß Krieg vorbei war!

Zurück zur Sache, ich rappelte mich noch leicht atemlos auf und krabbelte zu dem Junkie, starrte kurz angeekelt auf sein vor mir liegendes, totenbleiches Gesicht und konnte beobachten, wie meine Hände zu seinem Antlitz wanderten, zielstrebig seinen Mund ansteuerten und ich versuchte, die von der Totenstarre kalten und fast unbeweglichen Lippen zu teilen.

Wähhh… die Haut fühlte sich so elastisch und eisigkalt an, nicht angenehm unter meinen lebenden, warmen Fingern, ich kämpfte schwer darum, die Lippen zu teilen, was Aufgrund der Gegebenheiten, da er tot war, echt nicht leicht war. Und so begnügte ich mich damit, leicht angeekelt von mir selbst, seine leblosen Lippen schwer mit meinen Fingern zu öffnen und ihm die Phiole mit dem Blut meiner Mutter einzuflößen. Er musste es nicht schlucken, es musste nur langsam seine Kehle herablaufen und als ich dies geschafft hatte, schnaufte ich glücklich auf. War nicht schön, einem Toten was einzuflößen, aber es lief wie am Schnürchen und so wandte ich mich mit einem grausigen Lächeln Nr. 2 zu.

Bei ihm genügte ein Lautus und mit einem Recuro heilte und reinigte ich seine Strangulationsmale auf ewig. Danach begann derselbe Akt, mit dem Blut meines Vaters, wie bei dem Junkie und auch hier schaffte ich es, mit einem großen, körperlichen Einsatz von mir, ihm das Blut einzuflößen. Ich konnte mich gerade noch davon abhalten, mir durch das verschwitzte Gesicht zu wischen und schalt mich selbst, dass ich mich bestimmt nicht berühren würde, solange ich nicht meine Hände gewaschen hatte.

Ich patschte gerade an zwei Tage alten Leichen herum, igitt, da würde ich mich nicht anfassen.

Aber ich war ja noch lange nicht fertig, ich erhob mich keuchend und stellte mich in die Mitte des Betonbodens ,holte tief Luft, besann mich und zückte meinen Zauberstab, nun begann das richtige, das echte Ritual und zeichnete ein magisches Pentagramm.

Die Konturen des fünfzackigen Sterns brannten sich zischend in den Beton und leuchteten feuerrot auf. Ich positionierte eine Leiche im Süden, die andere im Norden, bevor ich nochmal schluckte und die spannungsgeladene Atmosphäre selbst kaum noch aushielt, das wäre nun eine lebensweisende Entscheidung, niemand ging leichtfertig diesen Weg, den ich hier wählte!

Es war soweit, das finstere und böse Unterfangen begann.

Ich schloss hochkonzentriert die Augen und versuchte, alle Gefühle, die mir ein schlechtes Gewissen machen konnten, grob zu unterdrücken und erstickte meine innere, mich anflehende Stimme, es mir noch einmal zu überlegen, im Keim, es gab kein Zurück mehr und ich fing stoisch an, den ellenlangen Zauber zu rezitieren. Ich repetierte den von mir auswendig gelernten Zauber, intonierte die Beschwörung und schwang meinen Stab in den vorgesehen, beschwörenden, rhythmischen Bewegungen. Ich fühlte, wie meine pulsierende Magie aus mir floss, kein angenehmes Gefühl.

Dieser stetige Fluss, es war als würde ich einen Teil von mir verlieren und sich dieser in dem kleinen Raum stauen. Ich fühlte, dass mir aus jeder Pore der Schweiß lief, da ich so gebannt und gefesselt bei der Sache war. Ich presste fest die alten, gälischen Worte aus meinem Mund und zischte sie nun fast lethargisch, da es immer anstrengender wurde, den Zauber aufrechtzuerhalten und ich nicht mehr so tief Luft holen konnte, als würde die angestaute Magie im Raum sich schwer auf meine Lungen legen und mir die Luft aus meiner Brust pressen.

Aber ich durfte jetzt nicht abbrechen, das hätte fatale Folgen, einen schwarzmagischen Ritus abzubrechen würde fürchterliche, unabsehbare Nachwirkungen haben, man spielte nicht mit der dunklen Magie. Wenn man ihr nicht gewachsen war und sie nicht beherrschte, dann zahlte man einen Preis und wenn man dann Glück hatte, zahlte man nur mit dem Leben und so presste ich fest die Zähne zusammen, bis es knirschte und gab nicht auf. Mein Leib zitterte und bebte unter der Anstrengung, aber ich hielt stand und machte stur weiter.

Ich fühlte, wie mir zum Ende hin leicht schwindelte, als ich am Rande meines Bewusstseins wahrnahm, wie die bis zum Bersten aufgestaute Magie wie ein kleiner Lufthauch in der Hütte in Bewegung geriet und kühl über mein verschwitztes Gesicht strich und dann zuckte ich doch leicht, als es Zeit wurde, den Dolch zu ziehen, was ich ohne Zögern tat und schnitt auch mir, wie in der Nacht bei meinen Eltern, über die Hand und verspürte keinen Schmerz. Das tat ich zu oft, ich beobachtete, wie mein roter Lebenssaft frisch aus meiner Wunde trat und verteilte ihn großzügig, indem ich mit der blutenden Hand durch die Luft wedelte und einzelne Tropfen durch die Gegend flogen und auf den Leichen und dem Pentagramm landeten. Es war, als wäre mein Blut Säure, da es laut zischend versickerte, wo es aufkam.

Wie gebannt verfolgte ich dieses Schauspiel. Dann riss ich mich zusammen und sprach noch den letzten Teil der rituellen Beschwörung, auf dass mein Werk vollbracht wäre:

„Inferius!“, rief ich inbrünstig, kaum waren meine so schicksalhaften Worte verklungen, konnte ich ein furchtsames Zusammenzucken nicht unterdrücken, da sich aus meinem Stab ein nachtschwarzer Strahl löste und sich auf einmal ein wabernder, tiefschwarzer Nebel in der Hütte ausbreitete und alles verschluckte.

Es war finster, als sich die Plastikplanen plötzlich raschelnd und knisternd zu rühren begannen, wie ich aus der Schwärze vernehmen konnte. Oh Göttin, war das unheimlich, ich sah die Hand kaum vor Augen und erschauerte vor Unbehagen, ich wusste, wer die Geräusche von sich gab… und so sprach ich eilig und sehr atemlos einen Zauber, der den schwarzen Rauch wirkungsvoll vertrieb.

Ich stellte mich der nun vor mir stehenden Wahrheit und blickte auf die noch am Boden liegenden Inferi, meine Schöpfungen.

Die Augen der toten Männer klappten wie auf Kommando auf und sahen erschreckend kalt und so nichts sehend durch die Gegend, als sie auch schon anfingen, mit beängstigenden, abgehackten Bewegungen auf die Füße zu kommen. Es war wie in einem dieser schrecklichen Horrorfilme, in denen Zombies rumliefen, nur dass ich mit den beiden Untoten zusammen in einer kleinen Gartenhütte stand, aber ich beobachtete all dies, mit einer gewissen makaberen Faszination, konnte mich von dem grotesken Schauspiel gar nicht lösen, als sie ihre Gliedmaßen so steif und ungelenk bewegten. Fehlte nur noch, dass ihr Mund hungrig aufklappte, während sie so drohend auf mich zumarschierten, es wirkte abstrus, dachte ich ironisch und musste die Lippen fest zusammenbeißen, um nicht laut und hysterisch zu lachen.

Oh Himmel, war das unheimlich!

Als sie in ihrer ganzen nackten Pracht vor mir standen, wäre mir wohl das beschämte Rot in die Wangen geschossen, wenn ich nicht schon ein so schlechtes Gewissen darüber hätte, dass ich hier die abartigste, schrecklichste Art der Leichenschändung beging.

Ich hoffte, die Seelen der Verstorbenen könnten mir vergeben, ich würde daran wohl noch einige Zeit zu knabbern haben.

Sie begannen nun, mit ihren verzerrt wirkenden Bewegungen auf mich zuzusteuern und ich rief „Stopp!“, was sie sofort wie meine Marionetten anhalten ließ, es funktionierte, sie hörten auf mich, gut, das war gut, dachte ich doch irgendwie erleichtert.

Sie sahen gar nicht so furchterregend aus, das kam bei Inferi immer erst, wenn der Verwesungsprozess einsetzte, solange sie schön frisch waren, waren sie nur unheimlich in ihrer Art der Fortbewegung, aber es ging, für das was ich plante reichte es aus, man würde nicht viel von den beiden sehen.

Ich registrierte die eingefallenen, bleichen, toten Gesichter der beiden Männer und zückte nun zwei Phiolen und streckte je einem eine auffordernd entgegen.

„Hier, trinkt das!“, befahl ich ungerührt, als sie mir so nahe kamen, aber wie sagte man so schön, alles hört auf mein Kommando und das würden meine zwei toten Sklaven hier für mich tun. Sie tranken brav das ekelige Gebräu und reagierten völlig anders, als es lebende, menschliche Wesen taten, diese verzogen ihre Mimik und machten angeekelte, würgende Laute, aber diese beiden Inferi ließen die Verwandlung ohne sichtbare unwillige Bekundungen über sich ergehen, es war ein skurriles Bild, während sich ihre Leiber verformten.

Nun starrte ich meinen nackten Eltern ins ausdruckslose Antlitz.

„Wunderbar, dass es so schön klappt!“, gab ich laut kund, ich war mir nur zu 90 Prozent sicher gewesen, dass sich die Inferi umwandeln würden, aber so war es süperb. Ich beschwor aus dem Haus Unterwäsche, Kleidung und Schuhe und wies meine Zombies an, sich rasch anzukleiden, was sie auch taten, zwar etwas unsicher und linkisch, aber ich war geduldig.

Ich sprach in dieser Zeit einen Episkey und einen starken Ratzeputz auf mich und schüttelte mich ob der Kälte in diesem kleinen Häuschen, in dem ich viel Schreckliches getan hatte, ich denke, ich werde diese Hütte abreißen, wenn ich wieder kam, um den Fidelus zu sprechen, das versprach ich mir im Stillen.

Ich hatte sehr dunkle Magie angewandt, ach, was sagte ich, die schwärzeste Magie überhaupt!

Ich mochte bezweifeln, dass Snape schon einen Inferi erschaffen hatte, aber ich sagte ja, ich war gut darin, Grenzen zu übertreten, aber niemand sollte denken, meine Eltern könnten noch leben. Nein, nach heute Nacht wären Mr. und Mrs. Granger für immer Geschichte.

„Mum, Dad, habt ihr es?“, fragte ich süffisant meine beiden Zombies, wie ich sie geistig nannte, und trat zu ihnen. „Haltet euch an mir fest!“, befahl ich grob und apparierte umgehend mit ihnen an den verabredeten Waldrand und als wir uns materialisierten löste ich mich schnell von den so starren, kalten und toten Händen der Inferi. Ich schüttelte mich leicht, es war erst 19 Uhr und somit schimmerten noch einige Sonnenstrahlen durch das Geäst des Waldes, was meinen beiden Begleitern nicht so recht behagte, aber nun, da mussten sie durch, bald würde sie die Sonne nie mehr stören.

Ich löste mit einem Wisch eventuelle Zauber und verfolgte, wie der BMW meiner Eltern vor meinen Augen sichtbar wurde, sehr schlau von ihnen, ihn mit einem Zauber versteckt zu halten, bis ich kam und ihn entfernen würde. Die Kobolde waren schon intelligente, verschlagene, kleine Zeitgenossen, darum verstand ich mich wohl auch so gut mit Rangok, wir waren in dieser Beziehung verwandte Seelen, grinste ich erheitert.

Ich öffnete die Türen, deutete auf meinen „Vater“ und sagte:

„Du fährst und du setzt dich neben ihn, verstanden?“, ging ich auf die Rückbank und hoffte, dass die Leiche es schaffte, den Wagen zu steuern und uns nicht zu töten, war dieser Gedanke nicht sarkastisch? Aber erstaunlich, wie ein Roboter machte er, oder eher es, seine Sache erstaunlich gut.

So fuhren wir zügig zu dem gebuchten Hotel und steuerten nach relativ kurzer Fahrt das „The Marquis Inn“ an, fuhren die schwarze Teerauffahrt hinauf und hielten vor dem weißgetünchten, einstöckigen, typisch englischen Landhaus mit dem dunklen Dach, das zu einem fünf Sterne Hotel umfunktioniert worden war. Es beherbergte zusätzlich ein hervorragendes Restaurant. Der Schriftzug des Hotels war an einer Seite der weißen Fassade angebracht worden, hübsch und pittoresk, wie es dort so stand.

Da eilte auch schon ein hilfsbereiter Junge, etwas älter als ich, mit honigfarbenem Haar herbei.

„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte er mich höflich, als ich aus der Hintertür stieg.

„Ja, bitte, im Kofferraum ist unser Gepäck, wir haben auf Granger reserviert!“, war ich ausgesucht nett und laut sprach ich weiter:

„So Mum, Dad, ich checke dann mal ein und ihr macht euch einen schönen Abend, genießt eure Fahrt zu den Kreidefelsen, ich weiß, wie sehr ihr sie liebt! Ich sehe euch dann… tschüss!“, flötete ich und sie setzten sich, nachdem wir alle Türen des Fahrzeuges geschlossen hatten, wie verabredet in Bewegung und fuhren ab.

Perfekt, nun hieß es schnell sein und ich ging mit den Pagen zur kleinen Rezeption.

„Ihre Eltern wollen zu den Klippen?“, fragte er neugierig, aber wohl auch um höflich zu sein und ein Gespräch zu beginnen.

„Ja, sie haben ihre Flitterwochen in Dover verbracht und sie genießen immer mal wieder den Sonnenuntergang bei den Felsen, sie sind fast schon zu spät dran und da sie geplant haben, nach Südafrika auszuwandern, wollten sie das noch ein letztes Mal in der alten Heimat genießen und sind wir ehrlich… ich würde da nur stören!“, kicherte ich dümmlich a la Lav, man solle nicht sagen, man könne von der nichts lernen.

„Südafrika… wie schön… da möchte ich auch mal hin! Gehen Sie mit, wenn Sie die Frage gestatten?“, wollte er interessiert wissen.

„Nein, ich besuche das ganze Jahr über ein Internat in Schottland, es sind nur noch zwei Jahre, aber dann werde ich nachkommen!“, antwortete ich leutselig.

„Das verstehe ich, aber ist in Schottland nicht noch schlechteres Wetter als bei uns?“, meinte er kopfschüttelnd und ich lachte auf, die Rezeptionistin, die unserem Gespräch rege gelauscht hatte, begrüßte mich euphorisch, da wir ja die Suite gebucht hatten. Ich hinterlegte die Kreditkarte meines Vaters und wurde von dem Jungen zu unseren Zimmern geführt.

„Ich hoffe, es gefällt Ihnen?“, dabei öffnete er die Tür und führte mich stolz in die Suite.

„Ja, sehr gut, danke, ich denke, ich ruhe mich dann ein bisschen aus!“ Ich drückte ihm 5 Pfund in die Hand und verschloss, nachdem er gegangen war, die Tür.

Ich überlegte gar nicht lange und apparierte sofort in die Seitenstraße zu meinen Zombies, die brav in dem Wagen mit dem laufenden Motor saßen. Selbst auf mich wirkten sie mit ihren starren, unbewegten Gesichtern, wie ferngesteuerte Puppen und ich zauberte mich noch schnell unsichtbar, bevor ich auf den Rücksitz stieg und sie zu den Felsen lotste.

Ich ließ sie auf und ab fahren und als es kurz nach 20 Uhr war, stieg ich aus und befahl ihnen, beim Aussichtspunkt, der noch gut besucht war, die Klippen hinabzufahren und schön laut zu kreischen, dies hatte ich meiner „Mutter“ explizit aufgetragen!

Es sollte wie ein Unglück aussehen.

Ich stand unsichtbar in der Nähe und beobachtete, wie Dad und Mum, wie von mir angeordnet, wild gestikulierend und lautstark um Hilfe rufend in schnellem Tempo auf die Klippen zurasten. Ich hörte hysterisches Geschrei von ihnen, als der Wagen ungebremst, mit hohem Tempo über die Klippen schoss, fiel und schließlich mit einem lauten Schlag auf den Felsen zerschellte.

Ich sah, das sich verbiegende Metall des Fonds, als der Wagen mit ungeheurer Wucht auf die spitzen Felsen traf.

Bumm… technischer Defekt der Bremsen, nicht zu erklären, konnte passieren… na gut, ein kleiner Zauber zur rechten Zeit, aber „Dad“ hatte ja brav auf den Abgrund zugehalten, dank meiner Recherchen hätte ich auch nun die Ausbildung zu einem Mechaniker machen können, mein Perfektionismus nahm durchaus krankhafte Züge an.

Ich stand auf dem Aussichtspunkt und besah das Chaos, welches die wild umherlaufenden, schockiert wirkenden Zuschauer des tödlichen Unglücks veranstalteten.

Kurz darauf schwang ich ungesehen meinen Stab und löste die Verbindung zu den Inferi, übergab sie wieder der Hölle und dem Totenreich, kappte ihre unnatürlich erhaltende Lebensdauer mit einem gälischen Todesgesang, der in den ohrenbetäubenden, tosenden Fluten, dem Lärm der Sirenen und dem Kreischen der Menschen unterging. Die beschworenen Worte perlen über meine Lippen und ich fühlte richtig, wie eine schwere Last von meiner Brust fiel, die bisher erdrückend auf ihr gelegen hatte, ich konnte wieder freier und leichter Atmen. Währenddessen ließ ich die lebenden Leichen wieder tote Leichen werden.

Es war erstaunlich, wie leicht mir dies von der Hand ging.

Ich hatte, dank des Blutes meiner Eltern und mir sowie dem Vielsafttrank, dem ich auch noch jeweils einen Tropfen Blut einverleibt hatte, dafür gesorgt, dass sich die Inferi selbst im endgültigen Tod nicht mehr zurückverwandelten.

Sie würden das Aussehen von Mum und Dad auch im Tode noch behalten, das Ganze hatte ich auch wieder einem genialen Einfall zu verdanken, aber ich wusste, es war so. Diese beiden Männer würden auch als Leichen noch meine Eltern sein, es war makaber und sehr unheimlich, aber genau das was ich brauchte, oder?

Aber nun flott zurück, ich wandte dem unglücklichen Geschehen den Rücken!

Sobald ich im Hotelzimmer ankam, bestellte ich in aller Seelenruhe beim Zimmerservice den teuren Wein und ein paar Canapés und ging danach schnell unter die Dusche, in der ich mir fast die Haut von den Knochen schrubbte. Ich genoss das warme Wasser, das in Strömen an meinem Körper hinablief.

Ich wollte die Inferi vergessen, sie waren so unwirklich und kalt gewesen, dass ich daraus meine Eltern gemacht hatte ließ selbst mich schaudern, wie durchweg ekelig. Aber vor allem war die Erkenntnis widerwärtig, die Herrin über diese Wesen, diese magischen Kreaturen gewesen zu sein, es hatte mich innerlich sehr berührt, auch wenn ich es nicht in Worte fassen konnte und doch war es der beste, der pragmatischste Plan gewesen.

Warum war ich immer so rational?

Allerdings sollte ich wirklich darauf achten, dass dies keiner mitbekam, niemand in der magischen Welt war der nekromantischen Magie zugetan, selbst die Death Eater und schwarzen Magier standen dieser sehr verpönten Sparte der Magie ablehnend gegenüber und ich hatte mal wieder diese Grenze souverän überschritten.

Nun saß ich wartend auf der Couch und nippte immer wieder an dem wohlschmeckenden, schweren Wein und sah immer wieder die Bilder des Tages vor meinen Augen ablaufen, es war wahrlich wie ein Film, ein schlechter Film. Ich fühlte mich erschöpft, müde und ausgelaugt, magisch war es teuflisch anstrengend gewesen und auch das zerschellende Auto, wie sich das Metall spielend leicht an den steinernen Felsen verformt hatte und der laute Knall… all dies kam mir so unwirklich vor, wie einem Drehbuch entsprungen.

Ich kuschelte mich auf der weichen Couch in mein seidenes Gewand und mein noch handtuchfeuchtes Haar kitzelte mich an den Schultern, als die kurze Ruhepause schon vorbei war und es laut an der Zimmertür klopfte, bevor ich mich mit einem resignierten Seufzen erhob, tada, das Schauspiel begann.

„Mum, Dad, nur nicht so ungeduldig, ihr kommt eh spät!“, rief ich durch die noch geschlossene Tür und riss sie daraufhin freudestrahlend auf, in der gespielten Erwartung, meine Eltern zu sehen.

„Was?“, fragte ich peinlich berührt, da ich nur meine Nachtwäsche trug und zauberte gekonnt eine verschämte Röte in meine Wangen.

„Miss Granger?“, fragte ein Mann harsch, der ein dunkelblaues Jackett trug und mit einer Glatze gesegnet war. Ich schätzte ihn auf Mitte 50 und die neben ihm stehende rothaarige, einen Bob tragende Frau sah auch so aus wie eine Mittfünfzigerin. Ich runzelte unwillig die Stirn und nickte.

„Jaaaa?“, kam es misstrauisch von mir.

„Möchten Sie sich nicht einen Morgenrock anziehen?“, fragte die Frau einfühlsam und ich kam mir vor als würden wir von Anfang an guter Cop, böser Cop spielen.

„Ähm, ja…“, natürlich wollte ich die zwei währenddessen nicht einlassen, „warten Sie bitte!“, nach diesen Worten schloss ich bestimmt die Tür und rannte ins Bad, zog den hoteleigenen, flauschigen, weißen Baumwollbademantel über und ging wieder zur Tür.

„Ähm, bitte, was kann ich für sie tun?“, schaute ich die beiden nun unsicher und besorgt an, ließ sie aber schließlich in das Wohnzimmer der Suite.

„Miss Granger, wir sind beide von der Polizei!“, erklärte die Frau fürsorglich, derweil der Mann sich suchend umsah, den Wein registrierte, das Gebäck und dessen Blick letztlich zur Musikanlage glitt. „Ich bin Detective Steel und das ist Inspector Erwin!“, stellte sie sich vor.

„Was… und was möchten sie von mir?“, meinte ich mit unsicherer Stimme.

„Bitte, Miss Granger, setzen Sie sich…!“, klang die Frau fürsorglich und besorgt und ich zeigte mich noch hektischer in meinen Bewegungen.

„Warum…? Sagen Sie mir, was sie von mir wollen!“, beharrte ich nervös und wurde noch unruhiger, hektischer und ein beunruhigtes Timbre lag in meiner Stimme.

„Miss Granger, bleiben Sie ganz ruhig!“, bat der Mann.

„Sagen Sie mir endlich, was los ist, Sie verunsichern mich!“, zischte ich aufgebracht und fuhr fahrig mit meinen Händen durch die Luft.

„Wie Sie wünschen, Miss… Ihre Eltern hatten heute einen tragischen Unfall, wie es aussieht, sie sind…!“, begann der Detective unwohl und blickte zu ihrem Kollegen.

„Was ist mit meinen Eltern?“, fauchte ich aufgebracht, zeigte aber große, erkennbare Sorge in meinen weitaufgerissenen Augen und ballte meine Hände furchtsam zu Fäusten.

„Sie hatten einen Autounfall, sie sind auf der Stelle tot gewesen!“, bekannte die Frau mit ruhiger, jetzt monotoner Stimme und ich sackte wie geschlagen auf den Sessel vor dem kleinen Sekretär, als würde alles Leben aus mir weichen und blickte ausdruckslos und geschockt durch die Gegend.

„Meine Eltern sind was…?“, wisperte ich nach einiger Zeit wie betäubt und begann, leicht auf der Sitzfläche des Stuhls vor und zurück zu schaukeln. „Nein, nein… nein, das kann nicht sein!“, spielte ich die verwaiste Tochter wahrlich gut.

„So leid es uns tut, Miss Granger, Ihre Eltern sind leider verstorben! Geht es, Miss Granger?“, kam es wieder sehr besorgt von der Frau.

Auf diese Weise ging das noch hin und her und wie gesagt, hier verdiente ich ehrlich eine Auszeichnung. Ich kaufte mir selbst die trauernde Tochter mit dem Schock ab. Ich ließ ganz tapfer keine Tränen zu, nur schwammen meine Augen glasig in ungeweinten Tränen, es war herzerschütternd.

Sie fragten mich aus und ich antwortete wie ferngesteuert und stockend, obwohl ich wusste, dass ich das nicht hätte tun müssen, oder einen Anwalt hätte hinzuziehen sollen, aber warum? Wenn ich zu kalt oder gefasst auftrat, würde das Fragen nach sich ziehen.

Nichts deutete auf mich hin und seien wir ehrlich, ich hatte zwei Leichen getötet? Das war nicht so schlimm, hätte ich fast zynisch gelächelt.

Die beiden erklärten mir, dass das Wrack noch heute Nacht geborgen werden würde und dass sie mich morgen in der Früh zur Bestätigung abholen würden, ob diese beiden Personen tatsächlich meine Eltern wären. Ich sollte sie identifizieren und ich blinzelte ihnen ängstlich ins Gesicht, da wagte die Frau, zu fragen, wie alt ich sei, ob sie jemanden hinzuziehen sollten, der alles für mich machen sollte und ich stand kurz vor einem Lachanfall.

Aber bitte, so setzte ich stockend an, zu erklären, dass ich seit zweit Tagen 18 Jahre alt wäre und wir keine weiteren Familienangehörigen mehr hätten, ich nun alleine wäre, da hätte sie beinahe mit mir angefangen zu heulen, es war herrlich.

Ich fragte, ob ich nicht nach Hause, nach Chelsea, konnte und beide sagten, sie würden für mich morgen, nachdem ich im Leichenschauhaus war, schon wieder, wie ich nur zynisch dachte, einen Rücktransport für mich veranlassen und fragten, ob sie mich nun alleine lassen könnten.

Als die zwei Trottel der Muggelpolizei ihre Hintern aus dem Zimmer entfernt hatten, kam ich nicht umhin zu denken, dass es da keinen wirklich sichtbaren Unterschied zu den Auroren gab, anscheinend suchte sich immer derselbe Menschenschlag dieselbe Arbeit, egal in welcher Welt.

Ich schmiss mich auf das weiche, breite Doppelbett, rief mit einem Accio den Wein zu mir und trank ihn entspannt weiter, es war gut, dass das so schnell lief, das hieße, ich würde mich wohl an mein Versprechen Snape gegenüber halten können und wirklich übermorgen im Cottage sein.

Zum Glück hatte ich trotz all der Strapazen eine wirklich erholsame Nacht, die Erschöpfung hatte mir einen tiefen, traumlosen, fast komatösen Schlaf beschert und auch die Erleichterung, dass die Geschichte mit meinen Eltern fast ausgestanden war und die beiden sicher in ihrem Flugzeug gen Australien saßen. Waren sie schon gelandet?

Keine Ahnung, dies war von Anfang an in den Händen der Kobolde gewesen!

Als ich so im Bett lag, rollte ich mich zu einer kleinen Kugel zusammen, doch dann kamen gleich wieder die unerwünschten Gedanken, die durch mein Hirn waberten und mir so sichtbar vor Augen führten, was ich doch für ein verdorbenes Miststück war. Was hatte ich nicht alles getan, einen Imperio gegen meine Eltern, das Problem war gewesen, dass es sich um ein hochoffizielles, amtliches Dokument gehandelt hatte, das ich nicht fälschen konnte und so war mir nichts anderes übriggeblieben als meine Eltern zu manipulieren, um ihre Unterschriften zu erhalten.

Machte es das besser? Wie sollte ich Harry nur erklären, dass ich inzwischen sagen konnte, alle drei verbotenen Flüche zu beherrschen? Puh… am besten gar nicht, der Obliviate, gut mit dem hatte ich mich schon abgefunden, dieser war nötig, Punkt!

Was mich mehr beschäftigte war, dass ich meine Finger wahrlich tief in die Nekromantie gesteckt hatte und das war ein sehr verpöntes Gebiet, da die Totenbeschwörung und -erweckung selbst unter den Schwarzmagiern als dreckig galt, wer spielte schon mit Leichen? Da der Verwesungsprozess nicht aufgehalten werden konnte, war es wahrlich eine ekelhafte Geschichte. Deshalb nahmen selbst sehr dunkle Gesellen davon Abstand und was hatte ich getan? Genau, darauf geschissen! Ich sollte davon wirklich besser niemandem etwas erzählen, ja genau.

Aber gut, genug in diesen nicht wirklich erhellenden Gedanken geschwelgt, ich entrollte mich aus meiner schützenden Kugel, heute Nacht hätte ich mir Dracos warmen und starken Körper gewünscht, der mich in seinen Armen hätte halten können, leider bekam man nicht immer alles was man sich wünschte, ich sollte froh sein, dass alles mit der Nekromantie bisher so problemlos geklappt hatte und keine der Probleme, der Schwierigkeiten oder Widrigkeiten aufgetreten waren, die sonst angeblich mit der Totenbeschwörung einhergingen.

Ganz ehrlich, da fand ich so manche Zauber schwieriger, ich verstand gar nicht, warum die Bücher so einen Hype um diese Sachen machten!

Genug davon, ich kleidete mich heute sehr bewusst in einem dunkelbraunen, dezenten Wickelkleid. Ich wollte nicht zu dick auftragen und mich in Schwarz verhüllen, wer hatte denn im Urlaub nur schwarze Klamotten bei, so gestand ich den Todesumständen meiner Eltern nur ein dunkelbraun zu, musste unter den Faktoren reichen und würde noch meine Hoffnung demonstrieren.

Denn so schnell konnte ich mich doch nicht mit ihrem Dahinscheiden abfinden. Ich rief mir auch ins Gedächtnis, in der Gegenwart der Polizei nie die Vergangenheitsform für meine Eltern zu verwenden, sondern immer in der Gegenwart von ihnen zu sprechen, sonst würde es wirken als hätte ich die Tatsache von ihrem Tod schon akzeptiert und das ging ja nicht so schnell, trichterte ich mir ein.

Ich steckte meine Haare locker hoch, um mir ein erwachseneres Aussehen zu geben und packte die Koffer. Ich hatte mich absichtlich nicht geschminkt und sah deshalb recht blass und mitgenommen aus, aber das war gut, sehr gut, der schwere, rote Wein war nicht spurlos an mir vorbeigegangen, ich war eher Whiskey gewöhnt. Ich hatte auch sehr dekorative Augenränder, die von mir gewirkte Magie hatte arg an meinen Kräften gezehrt, es war sehr hohe Magie gewesen, der Blutschutz sollte auch nicht vergessen werden und so sah ich wahrlich nicht aus als wäre ich auf der Höhe.

Als ich mit meinen Koffern in die Empfangshalle trat, eilte schon der Junge von gestern auf mich zu, um mir damit behilflich zu sein und sah mich an, als würde er gleich in Tränen ausbrechen, sagte aber nichts, wofür ich dankbar war.

Die zwei zivilen Polizisten von gestern holten mich ab und brachten mich schweigend ins Leichenschauhaus, nachdem sie meines leidgeprüften und traurigen Äußeren ansichtig wurden.

Meine Schritte hallten diesmal laut klackernd auf den Fliesen der Halle wider, es wirkte hier ganz anders als das gediegene Krematorium in London, bei dem die Geschichte in den Ecken gehaust hatte. Hier waren wir in einem billigen 70´er Jahre Bau, der einfach schrecklich deprimierend wirkte. Hier musste ich gar nicht meine schlechte Laune spielen, die kam fast von ganz allein!

Der Geruch war grausam, wie es schien versuchte man hier, mit einem starken Orangenreiniger, des Leichengeruchs Herr zu werden, aber dieser leicht süßliche Duft des Obstes erinnerte mehr an eine süßlich verwesende Leiche, als es bei allen anderen verfügbaren Düften möglich gewesen wäre. Schauerlich, da bekam ich eine Gänsehaut und ich versuchte hektisch, nur noch über meinen Mund zu atmen, was ich die beiden Polizisten auch mitbekommen ließ, sie sollten ruhig erkennen, dass ich ein sanftes Gemüt hatte, das nicht zu schwer belastet werden sollte.

Ich rieb mir mit meinen Händen über meine Oberarme, da, wie an jedem Ort, an dem Tote aufbewahrt wurden, eine eisige Kälte herrschte, was mir einen sehr verlorenen Eindruck verlieh und die beiden Polizisten registrierten dies sehr wohl, wie ich an ihren abwägenden, mitfühlenden Blicken bemerkte, gut, sehr gut!

Sie blieben vor einer Eisentür stehen und warteten auf mich, bevor sie mir mit viel Blabla erklärten, was nun auf mich zukam… blabla…

Dann sah ich „Mum“ und „Dad“ vor mir liegen, sie waren sehr auf die Pietät bedacht und zeigten mir nur einen kleinen Teil ihrer noch intakten Gesichter und wenn man mich nun intensiv betrachtet hätte, hätte man einen sehr befriedigten Ausdruck in meinen Augen wahrnehmen können. Meine beiden schnuckeligen Zombies hatten sich nicht zurückverwandelt. Ich war halt doch ein Genie, perfekt, Mr. & Mrs. Granger konnten nun in die Annalen der Geschichte eingehen!

Lasst es mich so sagen, es wurde ein sehr tränenreicher Abschied, Inspector Erwin konnte ein neues, nicht nasses Jackett anziehen, da er mich leicht überfordert tröstete und ich aufgelöst mit den Polizisten vereinbarte, dass alles weitere über meinen Anwalt geregelt werden sollte. Ich gab ihnen die Adresse von meinem Interessenvertreter, dies war ein Muggelgeborener, magischer Anwalt, der in beiden Welten zuhause war und der sich um alles kümmern sollte, eine Empfehlung, mit freundlichen Grüßen von Rangok.

Ich erklärte der Polizei, dass ich mich zurückziehen würde, nachdem ich meine Sachen weggebracht hatte, ich zu Freunden wollte, die mir helfen wollten, mit dem Verlust klarzukommen, dabei log ich das Blaue vom Himmel und sie erlaubten es und wünschten mir alles Gute.

Rangok hatte Anweisung, meinen Brief, den ich schon vorgefertigt hatte, heute Nachmittag an meinen Anwalt zu überstellen. Dieser sollte alles veranlassen, wie die Beerdigung, aber er sollte auch die Lebensversicherung einfordern, Sollten die Muggelbehörden etwas von mir wollen, sollte er mich über die Eulenpost kontaktieren, so lauteten meine Anweisungen.

Ein uniformierter Beamter brachte mich nach London, bis nach Hause, was für ein Service. Die Polizei, dein Freund und Helfer!

Als erstes lag ich in einer wohlduftenden Badewanne, der Schaum warf Blasen und ich versuchte, meine Haut aufzuweichen, da ich die letzten beiden Tage aus mir herauswaschen wollte. Ich fand immer noch, ich stank zum Himmel, aber nun gut, danach cremte ich mich mit der teuren Lotion intensiv ein und zog mich leger an. Eine dreiviertel Hose in dunklem Silber und ein luftiges Twinset in fast derselben Farbe, meine Haare ließ ich offen, es war mir ein tiefes Bedürfnis, gut auszusehen.

So gekleidet packte ich fröhlich meine Sachen, alles was ich brauchte, ich war glücklich, dass alles so reibungslos verlief, dann verriegelte und versiegelte das Haus. Es war gut, dass ich so gefragt und beschäftigt war, ich kam kaum zum Luftholen und somit kamen auch keine unwillkommenen Gedanken, ich hatte einen Plan und an den hielt ich mich und so apparierte ich zum Cottage.


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