
von bella_isa
Hey! Da bin ich wieder, mit dem ersten Teil meiner ff. Zwar noch mit etwas wenig Handlung, aber das ändert sich natürlich bald :) Ich hoffe es gefällt euch und ich würde mich natürlich auch wieder über kommis freuen.
@ Bellazissa Black: Vielen Dank für dein Kommentar! Hab mich echt gefreut. Und ich hoffe, dass ich meinen Schreibstil beibehalten kann! Bussi
Und jetzt gehts weiter. Viel Spaß
Eine wahre Familie
„Harry! Harry wach auf!“ Hermione hatte ihn etwas unsanft gepackt und schüttelte, was das Zeug hielt.
„Komm schon, es ist nur ein Traum!“
Harry schlug die Augen auf und sofort verstummten seine Schreie. Doch nicht für lange, denn er hatte keine Ahnung wo er war.
„Hermione? Was…wie…ich…Wo bin ich? Autsch!“ Harry hatte sich aufgesetzt und verspürte plötzlich einen Stechenden Schmerz an der Seite sowie in seinem Kopf.
„Beruhig dich Harry! Ich geh und wecke Mrs. Weasley! Rühr dich nicht vom Fleck!“
„Aber…“ doch Hermione war bereits zur Tür hinaus.
Harry blickte sich um. Ja er war im Fuchsbau. Aber wie war er hier hergekommen? Der Dunkelheit nach zu urteilen war es ca. 6 Uhr morgens und er lag allein in Rons Zimmer. Langsam versuchte er sich wieder in eine etwas aufrechtere Position zu setzen doch bei den stechenden Schmerzen sackte er gleich wieder zusammen.
„Harry mein Lieber!! Du bist wach!“ und schon hatte sich Molly Weasly auf ihn gestürzt, drückte ihn leicht an sich und drückte ihm dicke Schmatzer auf die Wangen.
„Du glaubst ja gar nicht was wir uns für Sorgen um dich gemacht haben! Normalerweise rede ich ja nicht so, aber diesen Muggeln gehört wirklich mal ein Fluch aufgehalst! Ich …ich kann es immer noch nicht glauben…“
„Ähm…Mrs. Weasley…ich verstehe nur Bahnhof…ich…wie bin ich hergekommen? Was ist passiert?“ fragte Harry verdutzt. Das einzige woran sich Harry noch erinnern konnte, war sein Bett in das er geschlüpft ist um sich schlafen zu legen.
„Du kannst dich nicht mehr erinnern?“ fragte Hermine etwas besorgt und wechselte einen Blick mit Mrs. Weasley.
„Mitglieder des Ordens haben dich die ganze Zeit natürlich überwacht. Und…dann haben sie einen reißen Krach gehört…Ich weiß selbst nicht genau… Remus sagt, Todesser seien in der Nähe gewesen und wollten dich ausfindig machen. Da ist dein Onkel ausgerastet und wollte dich ihnen ausliefern. Geschrien hat er :Da ist er den ihr sucht! Er wollte natürlich nur seinen eigenen Hintern retten. Angeblich habt ihr miteinander gerungen. Dadurch bist du dann die Treppe runtergestürzt…ja…sie haben dich danach sofort hergebracht obwohl Dumbledore es ja vorgesehen hatte, dass du dort bleibst. Molly hat dich dann zusammengeflickt und du hast 3 Tage am Stück geschlafen.“
„Du hast dir ziemlich heftig den Kopf gestoßen und hast dir 3 Rippen gebrochen, die sind aber gerade dabei wieder zusammen zu wachsen. In ein bis zwei Tagen solltest du wieder fit sein.“ Schloss Mrs. Weasely.
Harrys Kopf war voller Informationen und somit konnte der schwarzhaarige nur ein schwaches: „Danke“ hervormurmeln.
„Der Schlaftrank den ich dir gegeben habe war anscheinend sehr stark. Ruh dich doch noch etwas aus. In einer Stunde komme ich und hole dich zum Frühstück. Du musst schnell wieder aufgepäppelt werden. Man könnte ja meinen du bekommst bei den Muggel gar nichts mehr zu essen.“ Schimpfte sie und verließ das Zimmer nicht ohne Harry noch einen Kuss auf die Stirn gegeben zu haben.
Hermione setzte sich langsam auf Harrys Bett.
„Wie …fühlst du dich?“ fragte sie behutsam.
„Ich…keine Ahnung…Ich glaub ich kann froh sein, dass ich mich an nichts erinnere.“
„Ja…Ach Harry wir hatten ja solche Angst um dich! Wir wollten mehr Kontakt zu dir und dich sehen, aber es war einfach nicht möglich! Jegliche Eulen werden abgefangen und kontrolliert! Keiner traut sich vor die Tür seit… du weißt schon…und…ach wir wissen noch nicht einmal wann Hogwarts wieder geöffnet wird! Dumbledore will uns einfach nichts sagen und noch ein Jahr ohne Hogwarts halte ich nicht aus!“ Hermione seufzte und nahm seine Hand.
Nein. Noch ein Jahr ohne Hogwarts würde auch er nicht mehr aushalten. Harry murmelte etwas von wegen noch etwas ausruhen, doch in Wirklichkeit waren seine Gedanken schon längst abgeschweift.
Seit jeder wusste, dass Voldemord zurück an der Macht war, trauten sich niemand mehr seine Kinder in die Schulen zu schicken. Somit war Dumbledore gezwungen Hogwarts bis auf weiteres zu schließen. 1 Jahr war nun vergangen, in dem Harry abgeschirmt von der restlichen Welt im Ligusterweg Nr. 4 vor sich hingammelte. Einzig die kurzen Besuche und die Briefe von seinen Freunden und den Weasleys hielten ihm am Leben. Ohne sie, da war er sich sicher, hätte er es nicht geschafft.
Harrys Gedanken überschlugen sich. Die Prophezeiung wollte ihm einfach nicht aus dem Kopf gehen. Immer und immer wieder hallte sie durch seinen Kopf um ihn auch ja schön daran zu erinnern welch eine Last auf ihn gelegt wurde. Er hatte noch nicht einmal die Kraft Ron und Hermine davon zu erzählen, geschweige denn, was letzten Sommer passierte.
Der letzte Sommer…Nein! Er durfte sich jetzt nicht daran erinnern! Nicht jetzt! Harry wurde unruhig, sein Herz fing an zu pochen und sein Atem ging schneller. Aber es half nichts. Die Bilder waren wieder da. Vermischt mit jenen aus seinem Traum.
Harry kniff die Augen zusammen. Versuchte die Bilder zu vertreiben und sie durch ein anderes zu ersetzen. Durch ein ganz bestimmtes…doch es half nichts. Alles war wieder da. Voldemort, die Todesser, selbst Sirius schlich sich in seinen Kopf, nur um jedes Mal wieder durch den Schleier zu fallen.
Der Schwarzhaarige war so in Gedanken versunken, dass er nicht merkte wie langsam die Tür aufging und leise jemand auf sein Bett zukam.
Ginny Weasley kniete sich vor seinem Bett auf den Boden und nahm langsam seine Hand.
„Harry?“ fragte sie behutsam und holte Harry somit aus seinen erschreckenden Gedanken. Harry zuckte leicht als er aus seinem Tagtraum gerissen wurde und blickte Ginny leicht erschrocken an.
„Oh ich wollte dich nicht erschrecken…“ sagte Ginny und blickte ihn liebevoll an.
Harry bemerkte einen sanften Druck an seiner Hand und so umschloss er Ginnys mit seiner.
„Nein…das…ist schon ok…“ erwiderte Harry leise.
„Ich bin froh dass du endlich wieder hier bist…Mum hat mir gerade verboten herein zu kommen. Sie sagte du solltest dich noch etwas ausruhen…Aber…ich dachte vielleicht möchtest du etwas Gesellschaft haben?“
Harry versuchte sich erneut aufzusetzen, ließ es jedoch gleich wieder bleiben als eine neue Schmerzenswelle ihn durchströmte. Er merkte nicht einmal, dass er noch gar nichts gesagt hatte.
„Oh…ok dann werde ich mal wieder gehen...“ Ginny wollte seine Hand loslassen, doch Harry hielt sie zurück.
„Nein! Nicht…ich meine…das musst du nicht, ich…hätte gern etwas Gesellschaft“
Ginny lächelte und machte es sich auf dem Boden etwas bequemer.
„Du siehst immer noch müde aus“ sagte sie. „Versuch doch noch etwas zu schlafen…wenn du etwas brauchst dann…bin ich da. Ich wecke dich wenn es Frühstück gibt.“
„In Ordnung“ murmelte Harry. Seine Augen waren längst wieder geschlossen. Doch jetzt wo er nicht mehr allein war, blieben die schrecklichen Bilder fern.
„Schön dass du wieder da bist.“ Flüsterte Ginny erneut. Und genau das mochte Harry so an ihr. Nicht dass sie es schön fand dass er hier war, sondern dass sie keine Fragen stellte und auch niemals wie viele andere sagte dass es ihr so schrecklich leid tät was ihm passiert war. Mit diesem Gedanken schlief er wieder ein, jedoch nicht ohne zu bemerken, dass Ginny ihm über sein Haar streichelte.
„Oh Harry! Du bist wach! Na los setz dich. Und schön aufessen!“ und schon wurde Harry von Mrs. Weasley auf einen Stuhl, direkt vor einem Berg Pfannkuchen gedrückt.
Hermione und Ginny waren gerade dabei ihre riesigen Portion zu verdrücken als Ron, Fred und Georg sich zu ihnen gesellten.
„Na seht mal an wer wieder unter uns weilt!“ sagte Georg.
„Er ist von den Toten auferstanden! Welch` Wunder!“ fügte Fred hinzu worauf hin die Beiden einen strafenden Blick ihrer Mutter kassierten.
„Es ist auch schön euch wieder zu sehen!“ antwortete Harry und kippte etwas Ahornsirup über sein Frühstück.
„Hey Kumpel! Schön dass du dich wieder mal blicken lässt!“ Ron klopfte Harry auf die Schulter und ließ sich dann neben ihm auf einen Stuhl falle, wo er sofort einen Teller Frühstück serviert bekam.
„Wir dachten schon wir würden dich nie mehr wieder sehen!“
„So schnell werdet ihr mich nicht los Ron. Keine Sorge!“ antwortete er und begann langsam zu essen.
Mrs. Weasley ließ ihren Zauberstab schnippen und im nu erstrahlte die Küche im neuen Glanze.
„Hört mal alle her bitte!“ sagte sie und ließ sich auf einen freien Stuhl neben Hermine nieder. „Wenn ihr zu Ende gefrühstückt habt, möchte ich, dass ihr alle nach oben geht und erst wieder runter kommt, wenn ich euch hole!“
„Aber Mum!“ unterbrach sie Ron mit vollem Mund. „Warum dürfen wir bei den Treffen noch immer nicht dabei sein? Wir sind bereits Volljährig, bis auf Ginny natürlich und wir haben doch auch ein Recht zu erfahren, was los ist!“ Grimmig stopfte er sich gleich noch eine Gabel hinterher.
„Ich weiß Schatz, aber…Dumbledore hat mich gebeten dafür zu sorgen, dass ihr außer Hörweite seid! Er…hat Neuigkeiten und… will sie zuerst mit uns besprechen bevor ihr sie erfährt!“
„Wenn wir sie sowieso erfahren, dann können wir doch gleich hier bleiben!“ erwiderte Ginny, auch wenn sie wusste dass es keinen Zweck hatte. Molly Weasley konnte man nicht so einfach umstimmen.
„Ach mach dir nichts draus Ginny.“ Sagte Fred. „Wir werden sowieso alles erfahren!“ und er zwinkerte.
„Keine Langziehohren!“ polterte Mrs. Weasley los und strafte Fred mit einem vernichtenden Blick.
„Hatten wir doch gar nicht vor!“ riefen die Zwillinge, mussten sich aber ein Grinsen verkneifen.
„Keine Langziehohren, keine Spionageschnüre, Spürnasenwanzen, Mikrofonzauber und keine Aufnehmbleistifte!“
„Ist klar Mum!“ sagten die Zwillinge im Chor.
„Und KEIN Lauschen an der Tür!!!
„Ach Mum! Jetzt hast du uns erwischt!“ schmollte Fred. „Toll, jetzt müssen wir uns was anderes einfallen lassen.“
„Da glaubt man mal ohne Magie weiter zu kommen und was ist? Nichts da, schon wieder erwischt!“ murmelte Fred, worauf alle anderen lachen mussten. Selbst Hermine fand es irgendwie komisch.
„Ist doch halb so schlimm, wenn wir etwas länger warten müssen.“ Meinte Hermione. „Besser spät als nie.“
„Und außerdem war es doch sowieso von vornherein klar, dass Dumbledore mal wieder alles verheimlicht.“ Grummelte Harry und legte seine Gabel weg wobei er versehentlich Ginnys Hand berührte. Schnell zog er sie weg, spürte jedoch ein leichtes Kribbeln an der Stelle an der er sie berührt hatte. „Ok? Was war das?“ fragte er sich im stillen. Er wagte es nicht seinen Kopf zu Ginny zu drehen und schaute deshalb zu Ron.
„Zauberschach als Zeitvertreib?“ fragte Harry seinen besten Freund.
„Klar!“
Nach dem Frühstück verschwanden Hermione, Harry und die 4 Weasleys sofort nach oben, um keine Diskussion mit Mrs. Weasley führen zu müssen. Fred und Georg verschanzten sich in ihrem Zimmer und keine 3 Sekunden später begann es daraus heftig zu knallen, als würde das gesamte Haus in die Luft fliegen. Die Zwillinge waren immer noch der Meinung in so dunklen Zeiten könnten die Leute Lacher gut vertragen. Zwar gingen sie nicht mehr in den Laden da es viel zu gefährlich wäre, aber das hielt sie nicht davon ab ihre Waren an Kunden zu verschicken.
„Ich finde es irgendwie toll, dass Fred und Georg ihr Sortiment immer weiter vergrößern!“ fing Hermione an. „Nein Ehrlich!“ fügte sie hinzu, als Ron sie skeptisch ansah.
„Und seit wann denkst du so darüber? Ich dachte es sei für dich Zeitverschwendung Scherzartikel herzustellen!“
„Also…eigentlich…eigentlich finde ich es bemerkenswert…ich meine es steckt so viel Arbeit dahinter…und…so etwas ist bestimmt nicht einfach!“
Harry, Ginny und Hermione ließen sich auf die Betten fallen während Ron sein Schachbrett hervorkramte.
„Was glaubt ihr wie lange es dauern wird, bis wir wieder nach unten können?“ fragte Ginny die gerade gelangweilt zusah, wie sich eine Spinne von der Decke abseilte.
„Schwer zu sagen“ erwiderte Harry. Dumbledore neigt dazu seine Erklärungen ziemlich ausschweifen zu lassen…also…ich rechne mit…2 Stunden?“
„Na dann lass uns die Zeit mit Schach vertreiben“ erwiderte Ron und baute das alte Schachbrett zwischen sich und Harry aus.
Während Ron und Harry sich ein brutales Schachspiel lieferten, hatte Hermione ihre Nase in ein dickes Buch gesteckt und blickte nicht einmal auf, als Harrys Figuren schreiend vom Platz gezogen wurden. Plötzlich klappte sie mit einem lauten Seufzer das Buch zu und ließ es neben sich auf das Bett fallen, woraufhin sie alle erwartungsvoll ansahen.
„Das darf doch nicht wahr sein! Wieder nichts! Man könnte meinen alle wichtigen Bücher darüber wurden vernichtet um ja alle Beweise aus dem Weg zu räumen!“
„Worauf willst du hinaus?“ fragten Ron und Harry gleichzeitig.
„Na ich meine die Prophezeiung, was denn sonst? Seit einem verdammten Jahr recherchiere ich darüber und was bringe ich in Erfahrung? Nichts! Ich hab alle Bücher durch. Angefangen von Wahrsagerei, bis hin zu „Prophezeiungen zum selber machen“. Ich hab selbst die Bücher von Trelawney durch und das soll schon was heißen!“
Ron, Harry und Ginny starrten sie an.
„Du recherchierst seit einem ganzen Jahr schon?“ fragte Harry entsetzt. Insgeheim war er doch sehr froh, dass Hermione, die schlaueste Hexe die er je kennengelernt hatte nichts herausfinden konnte.
„Aber natürlich! Wir müssen vorbereitet sein! Ich meine…der ganze Orden hat von dieser Waffe gesprochen. Selbst Sirius und…ich bin mir sicher, dass wenn wir dieses Rätsel gelöst haben, wir auch wissen womit wir es zu tun bekommen werden. Harry…du musst doch irgendetwas wissen, das uns weiterhelfen könnte. Selbst der kleinste Anhaltspunkt kann nützlich sein.“
„Ich…nein ich…hab doch schon gesagt, dass ich es selbst nicht weiß! Ihr kennt doch Dumbledore…er…und seine Geheimnisse…“ versuchte Harry sich rauszureden, konnte dabei aber niemanden länger in die Augen blicken. Doch glücklicherweise schien es keinem der drei aufzufallen.
„Vielleicht ist Dumbledore deswegen hier… Vielleicht meint er es ist endlich an der Zeit alles über diese Prophezeiung preiszugeben…“ jedoch klang Ginny nicht recht überzeugt.
Ron wollte gerade etwas einwerfen, als Mrs. Weasley nach Harry rief.
„Na dann wollen wir mal“ sagte dieser und stand auf, was ihm die drei anderen gleich taten. Hermine und Ron waren gerade aus dem Zimmer gegangen, als Ginny Harry zurückhielt.
„Du weißt doch was…richtig? Über diese Prophezeiung“ Ginny sah ihn fragend an und bei diesen Augen konnte er einfach nicht lügen.
„Ich…also...“ er brach ab.
„Ich werde ihnen nichts sagen. Keine Angst!“ erwiderte Ginny und zog ihn dann hinaus aus dem Zimmer und die Treppe runter.
Als die 4 die Küche betraten, sahen sie, dass sich viele Mitglieder des Ordens versammelt hatten. Nicht nur Molly und Arthur Weasley waren da, sondern auch Tonks, Remus, Harid und Professor McGonagall. Und natürlich, nicht zu vergessen, Albus Dumbledore saß am Ende des langen Tisches. Alle begrüßten sich herzlich, doch Harry merkte recht schnell, dass alle angespannt wirkten. Hagrid zupfte nervös an seinem Bart, Professor McGonagall rieb sich die Augen und Molly Weasley hatte ihren Mund zu einer dünnen Linie zusammengepresst. Selbst Mr. Weasley sah nicht gerade glücklich aus. Als sich die Neuankömmlinge gesetzt hatten, begann Albus Dumbledore zu sprechen.
„Harry…Ich finde es schön zu sehen, dass es dir wieder besser geht!“
„Ja ähm… Mrs. Weasley hat mich wieder zusammengeflickt…“ sagte er. Aus irgendeinem undefinierbaren Grund war er sehr nervös. Vielleicht lag es daran, dass sämtliche Ordensmitglieder grimmig dreinblickten? Harry konnte es sich nicht erklären, jedoch wusste er eins. Lieber wäre er in Rons Zimmer geblieben.
Dumbledore nickte leicht, dann setzte er fort: „Du weißt ja, dass seit du 17 bist sämtliche Schutzzauber im Ligusterweg zusammengebrochen sind?“
„Ja sir..“ Harry konnte noch immer nicht erahnen worum genau es ging.
„Jedenfalls hat der Orden beschlossen, dass wir sämtliche Schutzzauber erneuern werden. Natürlich werden sie nicht so stabil sein, wie die alten, doch es wird trotzdem helfen, Lord Voldemord davon fernzuhalten.“
„Soll das heißen, die Dursleys sind weiterhin geschützt?“ fragte Harry und blickte seinen Schulleiter weiterhin an.
„Ja Harry. Deine Verwandten und du, ihr werdet dort weiterhin geschützt sein.
„Wa…i…ich versteh nicht Sir…“
„Der Orden hat beschlossen, dass du zurück zu deinen Verwandten musst. Nur dort bist du wirklich sicher.“ Schloss Dumbledore.
Harry konnte nichts sagen, hatte das eben gehörte noch nicht einmal richtig verdaut, da waren auch schon Hermione, Ginny und Ron von ihren Plätzen hochgesprungen und schrien: „Nein! Niemals, das lassen wir nicht zu!“
Jetzt wusste Harry, warum alle so angespannt waren. Nicht der Orden hatte das beschlossen, Dumbledore alleine war es, der es für das Beste hielt, ihn zu seinen verhassten Verwandten zurück zu schicken.
„Es ist doch nur zu seinem besten!“ erwiderte Dumbledore.
„Voldemord wird dort die Schutzzauber nicht brechen können, wenn er hier bleibt, seid ihr alle in Gefahr!“
„Und wer beschützt ihn im Ligusterweg? Wer hilft ihm wenn er sich doch verteidigen muss? Bis wir dort ankommen, könnte es längst zu spät sein!“ rief Mrs. Weasley und ihre Stimme zitterte.
Plötzlich sprang Harry auf und starrte seinen Schulleiter wutentbrannt an. „Ach Sie sind also der Meinung, dass ich dort sicher bin? So wie ich auch letzten Sommer ach so sicher war? Oder haben Sie das schon vergessen? Er hat es voriges Jahr geschafft sämtliche Zauber fallen zu lassen und er wird es wieder schaffen. Das kann ich Ihnen garantieren!“ Schrie Harry.
„Du hattest dich zu weit vom Haus wegbewegt! Nur deshalb konnten sie dich erwischen! Doch diesmal werden in der ganzen Straße Mitglieder des Ordens patrouillieren um sicher zu gehen dass so etwas nicht nochmal passiert!“ erwiderte Dumbeldore jetzt nicht mehr so freundlich wie zuvor.
Harry wusste nicht mehr was er sagen sollte, ihm wurde richtig schlecht bei dem Gedanken zurückkehren zu müssen, zurück in den Ligusterweg. Er konnte nichts mehr erwidern.
„Wenn du hier bleibst, werden alle in Gefahr sein.“ Sagte Dumbledore jetzt ruhig.
Harry sah sich um. Er bemerkte, dass niemand einverstanden war Harry wieder weg zu schicken. Niemand wollte ihm das antun und doch, als er auf die Weaslyes blickte, wusste er was zu tun war. Er durfte sie nicht in Gefahr bringen. Das war sein Kampf gegen Voldemord, den er alleine gewinnen oder verlieren musste. Langsam ließ er sich wieder auf seinen Platz fallen und atmete tief durch.
„OK.“ Sagte er leise. „Ich geh zu…“ doch weiter kam er nicht, denn jetzt war Mrs. Weasley aufgesprungen und wetterte los.
„Ich werde es nicht zulassen, dass Harry den Fuchsbau verlässt! Ich werde ihn nicht in den sicheren Tod Schicken. Sie wissen ganz genau wozu V…Volde…mord fähig ist und ich werde meinem…meinem Sohn nicht einer solchen Gefahr aussetzen!“ schloss sie und ihre Stimme erlaubte keinerlei Gegenargumente.
„Sohn…sie hatte Sohn gesagt…“ schoss es Harry durch den Kopf und ohne es richtig zu merken, war er wieder aufgesprungen und hatte sich Molly Weasley um den Hals geworfen. Diese drückte ihn fest an sich.
„Du bist doch mein Lieber Junge!“ sagte sie und wollte ihn gar nicht mehr loslassen.
Harry war es ganz gleich wie viele Leute gerade zusahen, es war ihm noch nicht einmal unangenehm.
„Danke…“ sagte er leise, bevor sie sich wieder voneinander trennten.
„Harry bleibt hier!“ sagte Mr. Weasley und starrte Dumbledore an.
„Wir lassen kein Familienmitglied im Stich.
„Ja…er bleibt hier!“ schloss Ron, der unendlich froh war, dass Dumbledore nichts mehr dazu sagte.
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