The mess i made - Unheilvolle Enthüllung
von bella_isa
Soooooo......ich war ein bisschen fleißig und dachte mir, da ihr sonst immer sooo lang warten müsst, stell ich gleich heute noch einen Teil rein :) Hofe ihr freut euch!!!
Vielen vielen Dank an Bellazissa Black (dich knuddel) :)
Und natürlich ein Danke an _Miss_Malfoy_ :)
Genug geredet, jetzt geh es los. Viel spaß, bussi bella_isa
Die schemenhaften Gestalten im Denkarium wirbelten immer schneller umher. Es konnte einem richtig schlecht davon werden.
„Und…da sollen wir nun alle unsere Köpfe hinein stecken? Also ich weiß nicht…“ Ron besah sich skeptisch das Denkarium. Natürlich hatte er so etwas noch nie ausprobiert, aber er konnte sich angenehmeres vorstellen.
„Naja…es ist schon etwas unangenehm, wenn man da so ins Nichts hineinfällt.“ Harry kratzte sich am Kopf. Auch er war nicht wirklich erpicht darauf.
„Nun…dann holen wir die Erinnerung einfach so hervor.“ Und schon hatte Hermione ihren Zauberstab gezückt und vollführte kreisende Bewegungen über dem Denkarium. „Bereit?“
Die beiden Jungs die ihr gegenüber saßen nickten und schon begann sich aus dem Becken ein durchsichtiger Schleier zu erheben. Er wirbelte unaufhaltsam um seine eigene Achse. Veränderte seine Form und breitete sich aus. Langsam war die weiße Gestalt von Professor Trelawney zu erkennen, welche jedoch noch etwas jünger wirkte.
„Der Eine mit der Macht, den dunklen Lord zu besiegen, naht heran…jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt…und der dunkle Lord wird Ihn als sich ebenbürtig kennzeichnen, aber er wird eine Macht besitzen, die der dunkle Lord nicht kennt…und der Eine muss von der Hand des Anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt…Es wird eine Zeit kommen, in der Opfer gebracht werden müssen und Vertrauen wird gesetzt. Tief Verbunden mit dem Feind, werden die Drei kämpfen. Und Er wird kämpfen bis zum letzten Atemzug, denn dann und nur dann ist es möglich Frieden zu bringen… Und kaum einer es für möglich hält, der verbündete Feind sich opfert, um sie zu retten… Der Junge der lebt, eines Tages sterben muss, denn Teile der dunklen Macht in ihm stecken… der dunkle Lord für immer besiegt, gilt der Dank an das goldene Trio. Der eine mit der Macht, den dunklen Lord zu besiegen, wird geboren wenn der siebte Mond stirbt…“
Es war gespenstisch still, als sich die weiße Gestalt abermals zu drehen begann und dann langsam wieder ins Becken glitt und dort wieder zu einer flüssigen silbernen Substanz wurde. Niemand traute sich etwas zu sagen, keiner wusste was zu sagen und sie mussten das gehörte erst mal sacken lasse…alle bis auf Harry. Er hatte sich schon Monate lang darüber den Kopf zerbrochen. Für ihn war es nichts mehr Neues und somit konnte es ihn auch nicht mehr so sehr erschüttern…egal wie schrecklich es war. Ein gewisser Teil von ihm hatte damit abgeschlossen, ein anderer Teil verdrängte es und tat so, als würde es diese schreckliche Prophezeiung nicht geben. Und das natürlich aus reinem Selbstschutz. Denn so konnte er wenigstens normal weiter leben…naja…normal war sein Leben eigentlich nicht…
„Was…was hat das zu bedeuten?“ Ron war der Erste, der seine Sprache wieder fand. „Ich meine…das ist doch wirres Gerede…nichts Handfestes, nicht Greifbares…“
„Nun…“Harry setzte sich etwas aufrechter hin. Nun musste er ihnen so viel erklären wie er wusste und das würde nicht einfach werden. „Ich hab euch ja schon erzählt, dass es auch hätte Neville sein können und dass er mich ausgesucht hat, weil…“
„Warte. Harry, stopp!“ Hermione atmete tief durch. „Also…das war die komplette Prophezeiung? Die aus der Mysteriumsabteilung?“ ihre Stimme zitterte leicht.
„So ist es…Dumbledore hatte sie selbst gehört, also…von Professor Trelawney…und mir seine Erinnerung gezeigt.“
„…sie…klingt erschreckend…ich…was bedeutet es? ...wir sollten alles nacheinander besprechen, damit wir wissen was auf uns zukommt, um uns vorzubereiten…“ sie wischte sich zittrig eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Du…weißt doch bereits was das zu bedeuten hat…richtig?“ Harry sah seine beste Freundin fragend an.
„…Ja…“ es war nur ein Hauchen, doch Harry hatte es verstanden. Er hatte gewusst, dass Hermione sofort wissen würde was los war, dass sie sofort verstehen würde, welche Bedeutung hinter den Worten liegen würde.
„Was? ...wovon redet ihr? ...ich meine…Sie sagt doch, dass Harry ihn umbringen muss. Richtig? Aber…irgendwie hatten wir doch alle schon eine Ahnung, dass es so enden würde, dass Harry ihn wird töten müssen. Oder?“ Ron sah sichtlich verwirrt aus und blickte zwischen Harry und Hermione hin und her.
„Nun…so einfach ist das nicht Ron…Ok…fangen wir von vorne an.“ Hermione zückte erneut ihren Zauberstab und ließ Trelawney erneut aus dem Denkarium schweben.
„Der Eine mit der Macht, den dunklen Lord zu besiegen, naht heran…jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt…“
Hermione ließ die Erinnerung verstummen. „Gut, das bist du.“
„Ja, aber wie gesagt, es hätte auch Neville sein könne. Er hat am gleichen Tag Geburtstag und seine Eltern haben Voldemort genauso drei Mal die Stirn geboten.“
Ron zuckte bei dem Namen sofort zusammen. „Gott. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen.“
Harry ignorierte ihn und sprach einfach weiter. „Aber er hat mich ausgewählt und mich mit der Narbe als ebenbürtig gekennzeichnet. Dumbledore meint, dass er mich gewählt hat, weil ich ein Halbblut bin. Genauso wie er."
„Ok, soweit ist doch alles klar.“ Hermione ließ der Gestalt den nächsten wichtigen Satz sprechen.
„…aber er wird eine Macht besitzen, die der dunkle Lord nicht kennt…und der Eine muss von der Hand des Anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt…“
Harry begann sofort wieder mit seinen Erklärungen. „Voldemort kennt nur einen Bruchteil der Prophezeiung. Den Ersten Teil. Ab hier tappt er völlig im dunklen. Denn er weiß nicht, dass ich diese angebliche Macht besitze…tja…Dumbledore nennt diese Macht Liebe…und er meint, hätte Voldemort die komplette Prophezeiung gehört, hätte er mich niemals angegriffen…Und dass er mich oder ich ihn umbringen muss, weiß er auch nicht…aber das macht keinen all zu großen Unterschied.“
„Keiner kann leben, während der Andere Überlebt…weil ihr euch gegenseitig jagt…oder jagen werdet…“
„Genau Ron…so sehe ich das auch.“
„Aber wie schon gesagt…ich glaube wir alle wussten, dass es so kommen würde…“ Hermione erhob erneut ihren Zauberstab.
„…Es wird eine Zeit kommen, in der Opfer gebracht werden müssen und Vertrauen wird gesetzt. Tief Verbunden mit dem Feind, werden die Drei kämpfen…“
„Hier haben wir wieder das, was der sprechende Hut gesagt hat. Verbunden mit dem Feind… Das Opfer im Krieg gebracht werden erscheint mir leider logisch…aber der Feind könnte alles und jeder sein. Fast jeden Tag wechseln weiße Zauberer auf die schwarze Seite und umgekehrt…“ Hermione seufzte. „Wie sollen wir da wissen, wer gemeint ist?“
„Hermione…wir werden ganz bestimmt erfahren, von wem die Rede ist. Ich denke alles zu seiner Zeit.“
„Und die Drei? ...sind das…etwa wir?“ fragte Ron.
„Dumbledore nimmt das jedenfalls an und ich glaube das auch. Wer sonst sollte gemeint sein?“ Harry sah Ron fragend an.
„Naja…ich frage mich, wie ich dabei helfen sollte?“
„Mit deinem Mut! Deiner Entschlossenheit! Du hast so viel vorzuweisen Ron!“ Hermione lächelte ihn an, bevor sie abermals den Zauberstab schwang.
„…Und Er wird kämpfen bis zum letzten Atemzug, denn dann und nur dann ist es möglich Frieden zu bringen… Und kaum einer es für möglich hält, der verbündete Feind sich opfert, um sie zu retten…“
Ron schluckte. „Heißt es, dass…dass…“
„Es heißt gar nichts!“ Hermione stieß scharf die Luft aus.
„Vielleicht…vielleicht ist damit einfach gemeint, dass Harry so lange kämpfen wird, bis er Voldemort besiegt hat. Egal wie lange es dauern mag…“ doch Hermione klang selbst nicht sehr überzeugt, sie räusperte sich um den Schmerz in ihrem Hals los zu werden. „Naja…eine Prophezeiung kann auch geändert werden. Je nachdem wie sich ein Mensch entscheidet.“
„Ja…aber Voldemort wird sich niemals dazu entscheiden, mich doch nicht umbringen zu wollen. Also hilft uns diese Erkenntnis nichts.“
„Doch natürlich Harry! Es geht einzig und allein darum wie DU handelst! Oder…eben WIR…“
Harry atmete laut auf, doch er beschloss, lieber nicht eine Diskussion mit Hermione anzufangen. „Nun…Dumbledore ist sich selbst nicht sicher, was genau damit gemeint ist, also mit der Aussage, dass der Feind sich opfert, um sie zu retten…“
„Es…könnte eine bestimmte Frau sein…dessen Mutter, Schwester, oder Freundin…aber es könnte auch eine Gruppe von Menschen gemeint sein. Vielleicht alle, die in diesem Krieg für das gut kämpfen…“ Ron zuckte mit den Schultern. „Aber das werden wir auch erst…rausfinden…wenn es soweit ist.“
„…Der Junge der lebt, eines Tages sterben muss, denn Teile der dunklen Macht in ihm stecken… der dunkle Lord für immer besiegt, gilt der Dank an das goldene Trio…“
„Hier…taucht es wieder auf…“ der Rothaarige sah betreten zu Boden.
„Aber…auch das ist…auch das sagt nicht aus, dass…“
„Dass ich sterben muss Hermione. Sprich es doch aus… Ich…Es gab Tage, in denen…in denen hatte ich so eine Ahnung…dass etwas Böses…in mir ist…“
„Harry! Um Gottes willen, jetzt rede dir doch nicht so etwas ein! Das ist doch völliger Schwachsinn und das weißt du auch. Gleich morgen setzte ich mich in die Bibliothek und schlage alles über…nun ja Seelenstücke, keine Ahnung…nach! Denn hier gibt es leider nur Bücher über Erinnerungen und Träume…und Prophezeiungen…“
„Jedenfalls…das war die Prophezeiung und wie ich schon sagte, es ist nicht ganz leicht sie zu interpretieren.“ „Harry zückte seinen Zauberstab und sammelte damit seinen Gedankenfaden auf, um ihn zurück in seinen Kopf pflanzen zu können.
„Danke…dass du sie uns gezeigt hast…“ Hermione lächelte Harry schüchtern an.
„Naja…ich dachte mir, da ihr meine besten Freunde seid und sie euch genauso betrifft, wäre es nur fair.“
„Und…vertraust du uns auch soweit, dass du uns erzählst…was da passiert ist? Wie du entkommen konntest? Aus dem Verlies? ...“ die Hexe nagte an ihrer Lippe.
„Ein…andern Mal. Ich glaube das…reicht für heute.“
„Da…hast du Recht Mann.“ Ron erhob sich und gemeinsam verließen die drei den Raum der Wünsche.
HPHPHPHPHPHPHPHP
„Oh…mein Gott! Was ist denn hier passiert? Sind wir hier richtig?“ Harry staunte nicht schlecht, als die Drei den Kerker zu ihrer ersten Zaubertrankstunde dieses Jahres betraten. Das Klassenzimmer war kaum wieder zu erkennen. Fenster gab es zwar immer noch keine, doch das machte nichts. Denn an den Wänden gab es mehr Fackeln als früher, womit der Raum auch gleich freundlicher wirkte. Und…es war aufgeräumt. Kein Staub ließ sich finden. Die Düsternis des Zimmers war Vergangenheit.
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, Snape ist…verliebt…und zwar richtig! ...“ witzelte Ron, als sie sich Plätze in der letzten Reihe schnappten. Es war zu einer Angewohnheit geworden die Zaubertrankstunden in den hintersten Reihen zu verbringen. So hatte man eine (wenn auch nur geringe) Chance von Snape nicht gesehen, beziehungsweiße ignoriert zu werden.
„Die armen Hauselfen. Das war bestimmt eine Mords Arbeit.“ Hermione schnappte sich ihr Zaubertrankbuch aus der Tasche und ließ es mit einem dumpfen Schlag auf den Tisch fallen.
„Warum nochmal hab ich Zaubertränke doch gewählt?“ Harry raufte sich die Haare. Er wollte sich nicht vorstellen, dass höchst wahrscheinlich in fünfzehn bis zwanzig Minuten sein Kessel in die Luft fliegen würde und er von Snape ein T einheimsen würde. „Ich hätte es Neville gleichtun sollen…“
„Weil du Auror werden willst Harry! Deswegen! Also streng dich lieber an, sonst schmeißt Snape dich noch raus und dann kannst du deinen Berufswunsch vergessen. Und du auch Ron.“
„Na klasse. Das hat uns gerade noch gefehlt.“ Ron verzog sein Gesicht. „Zaubertränke mal wieder mit den Schlangen. Warum muss Dumbledore uns nur so quälen? Was haben wir ihm bitte schön getan?“
Hermione verdrehte nur die Augen, als die Kerkertür erneut aufging.
„Ich wünsche euch allen einen schönen guten Morgen! Ich hoffe ihr seid ausgeschlafen und freut euch auf eine ereignisreiche und interessante Zaubertrankstunde.“
Die drei Freunde oder wohl eher die gesamte Klasse riss die Augen auf. Das war bestimmt nur ein schlechter Scherz.
Ran beugte sich zu Harry und flüsterte: „Träume ich? Oder siehst du das gleiche wie ich?“
„Nun…Ich weiß ja nicht was du siehst, aber…wenn es ein neuer Zaubertranklehrer ist…dann träumen wir bestimmt beide…“
„Shhht Jungs!“ Hermione stieß Ron mit ihrem Ellbogen in die Seite um ihn zu Ruhe zu bringen.
Der neue Professor schenkte der Klasse ein strahlendes Lächeln. „Oho, ich nehme einmal an, ihr habt jemand anders erwartet? Nun…Dieses Jahr werde ich das Vergnügen haben, euch zu unterrichten. Wir werden bestimmt viel Spaß miteinander haben. Mein Name ist Professor Horace Slughorn. Eigentlich bin ich schon seit einiger Zeit im Ruhestand. Ich hab hier schon früher mal unterrichtet, aber aufgrund von Lehrermangel, hat Professor Dumbledore mich wieder eingestellt.“
„Sir!“ Ein Mädchen aus Slytherin mit schwarzen Haaren hatte die Hand gehoben. „Aber welches Fach unterrichtet jetzt Professor Snape?“
„Na Verteidigung gegen die dunklen Künste natürlich. Er ist darin bestens ausgebildet und ich hab davon weniger Ahnung. Also lasst euch gesagt sein, dies wird ein aufregendes, aber auch anstrengendes Jahr werden. Wollen wir nun beginnen?“
„Was??? Das darf ja wohl nicht wahr sein. Jetzt wird mein Lieblingsfach auch noch zu ner Folterstunde!“
„Sieh es positiv Harry! Ende des Jahres, ist Snape weg. Verschwunden, gestorben, im Wald verschollen, was auch immer. Die Position ist doch verflucht!“ Ron hatte ein freudiges Grinsen im Gesicht, als er daran dachte, Snape könnte sich für immer in Luft auflösen.
Professor Slughorn hatte die Klasse nach vorne gebeten und so standen die Schüler schließlich auf und umkreisten das Pult ihres neuen Lehrers.
„Ich habe hier für euch etwas sehr interessantes aufgebaut. Wer von euch kann mir sagen, was das hier ist?“ Slughorn deutete mit seinem Finger auf einen kleinen Kessel, in dem eine helle orange Flüssigkeit köchelte.
„Oh!“ Hermione hatte sofort die Hand gehoben…als einzige. „Das ist ein Trank für einen traumlosen Schlaf. Mann erkennt ihn gut durch seinen hellblauen Dampf.“
„Sehr gut Miss…“
„…Granger Sir.“
„Beeindruckend. 10 Punkte für Gryffindor. Und erkennt auch jemand den nächsten Trank?“
Harry blickte in den Kessel, in dem sich eine durchsichtige Flüssigkeit befand, welche leicht schäumend köchelte. Immer wieder spritzten goldene Funken daraus hervor, welche sofort an der Luft verpufften.
„Dieser Trank ermöglicht Jemandem, die Erinnerungen eines Anderen zu sehen Sir.“ Hermione hatte abermals wie ein Pfeil die Hand erhoben.
„Das ist vollkommen richtig Miss Granger. Beide beteiligten Personen, müssen diesen Trank einnehmen. Doch muss man dem einen, welcher von der Person getrunken wird, dessen Erinnerungen hervorgeholt werden sollen, ein Blütenblatt einer gelben Rose hinzufügen. Trinkt man diesen Trank, verfällt man in einen schlafähnlichen zustand und man begibt sich auf eine aufregende Reise. Je aufgeräumter der Verstand eines Menschen ist, desto leichter wird es sein bestimmte Erinnerungen hervorzuholen…Nun Miss Granger, wissen Sie auch welch ein Trank der letzte ist?“
Draco war neugierig geworden. Er beugte sich leicht über den dampfenden Kessel um besser hineinsehen zu können. Der Trank wechselte in gewissen Zeitabschnitten die Farbe. Er wurde von einem dunklen Purpur zu Violett, zu Rosa, zu Blau und so weiter. Und dann stieg ihm ein unglaublicher Duft in die Nase…oder besser gesagt die verschiedensten Düfte. Orangenblüte, Vanille, selbst ein leichter Geruch an Feuerwhiskey und Honig waren dabei. Noch nie in seinem Leben, hatte er etwas betörenderes gerochen.
Hermione ging ganz nah an den Kessel heran und lugte hinein. „Das…ist das ein Liebesserum? Professor?“
„In der Tat Miss Granger. Woran haben Sie das erkannt?“
„An…verschiedenen Komponenten. Als erstes natürlich an den wechselnden Farben und der Dampf…er steigt spiralförmig auf. Das gibt es sonst bei keinem Trank. Und dann…das Liebesserum riecht für jeden Menschen anders. Er nimmt die Düfte an, die einem betören…so…riecht er für mich…nach…frisch gemähtem Gras…ein…Blatt Pergament…Pfeffermint Zahnpasta…und…nach…ich kann es nicht…beschreiben…“ leicht erschrocken, dies alles erzählt zu haben, machte sie einen großen Schritt weg von dem Kessel.
„Wunderbar Miss Granger!“ Horace Slughorn klatschte in die Hände. „Nochmal 30 Punkte für Gryffindor. Professor Snape ist bestimmt stolz auf Sie! So eine begabte Schülerin. Nun gut, in diesem Jahr, werden Sie alle auch in den anderen Unterrichtsfächern über Gedanken, Träume, Erinnerungen und…Liebe lernen, denn dies ist ein großer Teil Ihrer Abschlussprüfungen. Legilimentik, Okklumentik, dass alles erwartet Sie in diesem spannenden Jahr. Aber jetzt an die Arbeit, ich möchte, dass Sie mir einen Trank des lebenden Todes brauen. Er steht im Buch auf der Seite 399. Dafür haben Sie 2 Stunden.“
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„Das war doch gar nicht so schlecht Harry! Also du warst auch viel entspannter als bei Snape. Vielleicht bist du gar nicht so ein hoffnungsloser Fall wie wir alle dachten.“ Hermione zog eine große Schüssel mit Kartoffeln zu sich.
„Und ich dachte mir würde es auch besser ergehen. Aber nein, war wohl nichts.“ Ron schmollte und hatte keine Lust auch nur einen Bissen zu essen. „Du musst mir bei den Hausaufgaben helfen Hermione. Sonst flieg ich durch.“
„Muss? Ich muss?“
„Ja natürlich! Sonst falle ich durch und Mum macht mir das Leben zur Hölle. Ich würde für diesen Aufsatz über den Trank des lebenden Todes 2 Tage brauchen, du bist bestimmt in einer Stunde fertig, da kannst du wohl noch eine Stunde für mich opfern!“
„Und für mich noch eine halbe! Meiner muss nicht so toll sein.“ Fiel Harry Ron dazwischen.
„Ohhhhh! Da habt ihr euch aber gewaltig geschnitten. Das sind EURE Hausaufgaben, also werdet auch IHR sie machen. Nicht ich! Und außerdem hab ich noch genug andere Dinge zu tun. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich mehr Kurse gewählt als ihr, noch dazu…“
„…wir haben Quiddich Training! Das zählt für mindestens 3 zusätzliche Kurse!“ jetzt bekam der Rothaarige doch Hunger und belud seinen Teller.
„Lass mich ausreden Ron!“ Noch dazu habe ich noch Verpflichtungen als Schulsprecherin. Da hab ich nicht besonders viel Zeit mich um eure Aufgaben zu kümmern. Ich würde mich bereiterklären, für euch einen Lernplan zu erstellen. Mir hilft so etwas immer.“
„Einen Lernplan?“ Harry sah seine Freundin skeptisch an.
„Ja. Einen Lernplan. Und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr kommen. Aber ihr macht eure Aufgaben selber.“
„ist ja schon gut. Reg dich nicht so auf Hermione.“
Hermione funkelte Ron böse an. Wenn das so weiter geht, würde sie wohl gezwungen sein, alle Hausaufgaben in der Bibliothek zu machen, damit sie ihre Ruhe hatte.
„…ja wohl nicht wahr sein!“
„…dieser Scheißkerl…!“
„…am besten sofort vom Astronomie Turm werfen…“
„Was ist denn euch zwei über die Leber gelaufen?“ Ron sah seine Zwillingsbrüder fragend an.
„Feuerwhiskey bestimmt nicht.“ Scherzte Harry. „Anstrengenden Unterricht erlebt? Musstet ihr etwa lernen?“
„Snape!“ sagte Fred.
„Der ist uns über die Leber gelaufen.“ George schüttelte nur den Kopf. „glaubt wohl allen ernstes,…“
„…er müsse unseren gesamten Vorrat…“
„…an Nasblutnougat einheimsen!“
Harry erstaunte es jedes Mal aufs Neue, wenn der eine die Sätze des anderen beendete.
„Aber da hat er sich mit den falschen angelegt.“ Fred setzte sofort ein diebisches Grinsen auf. „Der wird noch sein blaues Wunder erleben. Na los George, wir haben noch einiges zu erledigen.“
Die Beiden hoben die Hand zum Gruß und schon waren sie wieder verschwunden.
„Zum Glück müssen wir uns heute nicht mit Snape rumplagen.“ Ron sah Hermione an. Können wir die Hausaufgaben gleich jetzt erledigen?“
„Das denke ich nicht, denn ich werde jetzt erst mal in die Bibliothek gehen. Und da du ja eine Allergie gegen Bücher hast, wäre es nicht ratsam mir zu folgen. Wir wollen ja nicht, dass du tot umfällst.“ Damit hatte sie ihre Tasche gepackt und stakste eilends davon.
„Mann…sie wird immer gruseliger. Findest du nicht Harry?“
„Ich denke eher…du solltest anders mit ihr reden, wenn da wirklich mehr werden soll.
Ron grummelte nur, hielt aber den Mund und beendete sein Mittagessen.
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„Mann. Das war vielleicht ne Stunde. Dieser Trank war echt nicht einfach. Hast du ihn hinbekommen?“
„Draco blickte von seinem Teller auf. „Sieh an, er redet wider. Lang hast du ja nicht durchgehalte. Aber das hatte ich auch erwartet. Wer hört sonst freiwillig deinem nerv tötenden Gequassel zu?“
„Ohhh! Er ist gut drauf! Er kann ja Witze reißen! Deine Wochenbettdepression überwunden? Wie schön, dann können wir nachher ja ne Runde Quiddich spielen. Harper ist auch dabei.“
„Haha lustig. Ne, ich kann nicht. Ein andern Mal.“
„Jetzt komm schon. Was ist denn wichtiger als Quiddich? Bist du krank? Hast du Fieber?“
„Mir geht es bestens Blaise. Wie ich schon sagte, ich hab keine Zeit dafür. Wenn du mich entschuldigen würdest? Ich muss noch in die Bibliothek.“ Schnell schnappte sich Draco seine Tasche und machte sich auf den Weg.
„Mann! Kann das nicht bis heut Abend warten? Oder morgen? Morgen ist auch noch ein Tag! Oder am Wochenende? HEY! Hörst du mir überhaupt zu?“ Blaise schüttelte nur den Kopf und füllte seinen Becher mit frischem Kürbissaft. „Ich würd zu gern wissen, was mit ihm los ist.“
Draco hatte keine Lust, weiter von Blaise gelöchert zu werden. Und somit entschloss er das einzig Sinnvolle zu tun, nämlich zu recherchieren um seine Aufgabe lösen zu können. Snape hatte da ja was angedeutet, doch war er bis jetzt noch nicht dahintergekommen, was genau er damit meinte…Er warf seine Tasche auf einen Tisch im hintersten Eck und begann dann nach möglich brauchbaren Büchern zu suchen. Eigentlich wusste er noch nicht recht wonach er eigentlich genau suchte, also entschloss er mit Büchern über das Apparieren anzufangen. Denn das war schließlich die schnellste Methode von hier weg zu kommen…wären da nicht diese Schutzbanne.
(http://www.youtube.com/watch?v=y909t4hilUo)
Mit einem Stapel Bücher ließ er sich auf einen Stuhl nieder und begann die Bücher zu durchforsten. Apparieren wäre die beste Möglichkeit, doch das war innerhalb von Hogwarts nicht möglich. Aber Snape hatte es angedeutet…Schwachstellen…Vielleicht gab es ja doch eine Möglichkeit…Er musste nur das richtige Buch in die Hände bekommen. Wahllos schnappte er sich einen dicken Wälzer. Doch er konnte sich nicht konzentrieren. Deshalb holte er den Brief hervor, welchen er heute Morgen zusammen mit einem Paket bekommen hatte. Er hatte bis jetzt gewartet, weil er Angst hatte. Angst vor dem Inhalt des Briefes, welchen ihn seine Mutter geschrieben hatte. Doch es half nichts. Vorsichtig zerbrach er das Siegel und entfaltete das Blatt Pergament.
Mein Liebster Draco,
es sind erst ein paar Tage vergangen seit du dich auf den Weg gemacht hast, aber ich kahm nicht umhin, dir deinem Paket welches ich dir schicke, auch einen persönlichen Brief beizulegen.
Da ich noch nichts Gegenteiliges gehört habe, gehe ich bestimmt Recht in der Annahme, dass du wohlbehalten angekommen bist. Das hoffe ich zumindest.
Nun…hier zu Hause hat sich noch nicht sehr viel getan, bis auf die Kleinigkeit, dass in Hochtouren geplant und gearbeitet wird, um alles rechtzeitig hin zu bekommen. Dein Vater ist natürlich mit vollem Eifer dabei, doch glaube ich manchmal, dass er dem Ganzen mehr Wichtigkeit beimisst als er sollte. Aber natürlich weißt du ja wie er sein kann.
Dass du bis jetzt noch nicht hier warst, ist denke ich, ein gutes Zeichen und es sollte noch etwas länger so bleiben. Am liebsten wäre es mir, dich erst in den Ferien wieder zu sehen, denn dann wüsste ich, dass es dir bis dorthin einigermaßen gut geht.
In dem Parket wirst du allerhand nützliche Tränke und Tinkturen finden, die in deinem Koffer keinen Platz mehr fanden. Scheu‘ dich nicht, nach mehr zu fragen, solltest du sie brauchen.
Dein Vater hat mich des Nachts erwischt, als ich die letzten Fläschchen verkorkte. Aber ich denke er hat es mir geglaubt, als ich sagte die Tränke wären für eine alte, kranke Freundin…du weißt ja wie er zu Stärkungstränken und Dergleichen steht…
Sei vorsichtig, wenn du mir schreiben möchtest, denn man kann nie wissen, wem dieser Brief in die Hände fällt.
Und mein lieber Sohn, mach dir keine all zu große Sorge. Ich weiß, dass alles gut werden wird.
In der Hoffnung, dass du wohl auf bist,
verbleibe ich mit den besten Wünschen
deine Mutter
Narzissa
Er war frustriert. Auch hier handelte es sich lediglich um seine Aufgabe, um die Zeremonie…Er hatte es sowas von satt. Er war gerade mal Volljährig und es wurde von ihm erwartet eine Meisterleistung zu vollbringen…für Draco schien das geradezu unmöglich.
Wütend fegte er die Bücher vom Tisch und ließ seine Stirn auf die Tischplatte knallen, fuhr jedoch sofort erschrocken hoch, als er einen Schrei hörte.
„Bist du wahnsinnig? Mich so zu erschrecken!“ Hermione war gerade am Regal vorbeigekommen und wurde somit von einem der Bücher erwischt. „Ich weiß ja nicht was dir den Zauberstab verknotet hat, aber lass es nicht an Anderen aus!“
„Verzieh dich gefälligst“ zischte Draco. Er war absolut nicht in der Stimmung, sich mit Granger anzulegen.
Doch Hermione verdrehte nur die Augen und hob die Bücher vom Boden auf. Dabei las sie interessiert die Titel. „Wonach suchst du?“
„Ich wüsste nicht, was dich das angeht.“ Er war aufgestanden, ohne es zu merken. Er war gereizt, zornig und wusste eigentlich gar nicht warum. Es brauchte normal mehreres um ihn auf die Palme zu bringen, doch das Fass lief jetzt schon über. „Neugierige Menschen sterben früh. Du solltest also vorsichtig sein.“ Zischte Draco. Er musste ein Zittern unterdrucken. Seit wann verlor er so schnell die Beherrschung? Das konnte doch nicht sein. Müsste er jetzt nicht eine abfällige Bemerkung machen?
Hermione legte die Bücher auf den Tisch. „Wenn du etwas über Zauberbanne und Apparierschutz suchst, solltest du es vielleicht mal mit der Biographie von Carol Wood versuchen. Oder das Lexikon von Harald Smith. Ist sehr aufschlussreich.“
„Verzieh dich endlich, bevor ich dich nach draußen fliegen lassen. Ich schwöre, das wird nicht sehr angenehm für dich.“
Das ließ sich Hermione nicht zwei Mal sagen. Sie wollte seine Geduld ganz sicher nicht auf die Probe stellen. Also verschwand sie, um endlich ihre Hausaufgaben erledigen zu können.
Draco atmete tief durch. Dann schnappte er sich den Brief seiner Mutter und seine Feder, um die besagten Autoren auf die Rückseite des Pergaments zu notieren. Nein…dankbar für ihre Hilfe war er nicht…er war immer noch genervt und wütend und erleichtert…erleichtert weil er wusste, dass Hermione Granger wenn es um Bücher geht immer Recht behielt.
HPHPHPHPHPHPHPHP
Soooo, das wars wieder und ich glaub ich hab mir schon ein paar Kommis verdient....oder??? :)
Hoffe es hat euch gefallen, bussi Bella_isa :)
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Ich schreibe über Gut und Böse und habe die Verantwortung, das ordentlich zu machen. So einfach ist es nicht, - das Gute gewinnt nicht immer.
Joanne K. Rowling