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Fanfiction

The mess i made - Die Nacht der Nächte

von bella_isa

Sooooo da bin ich wieder, mit einem extra laaaaangem Kapitel, mich hat irgendwie die Schreibwut gepackt XD Hoffe ihr freut euch!

@Bellazissa Black:Vielen vielen Dank für dein extra langes fb! Hab mich total gefreut! Also ich wähle meistens Musik, die ich selbst am Klavier spielen kann, denn da kann man sich dann am besten hineinversetzen :) Also wegen der Schreibweise Hermine/Hermione, ich ahb mir das mit Hermione so angewöhnt, weil ich auch viele ffs auf englisch lese und mir auch die Filme auf englisch angeschaut habe und da ist es dann so hengen geblieben. :) Ich hoffe dieses Kapitel gefällt dir auch wieder und erhöht die Spannung :) Bussi

Aber jetzt viel spaß mit dem nächsten Kapitel!

Bussi bella_isa :)



Der Oktober brachte noch einmal eine milde Wärme mit sich, sodass es möglich war, wichtige Hausaufgaben auch auf dem Schlossgelände, nahe des Sees zu erledigen und somit die letzten Sonnenstrahlen des Jahres einzufangen. Allmählich hatten sich die Schüler wieder an den Schulalltag, welcher doch nun schon seit längerer Zeit nicht mehr vorhanden war gewöhnt und genossen teilweise die damit einhergehende Routine. Halloween war nicht mehr weit und das war auch nicht zu übersehen, schon seit Tagen wurde das Schloss für das große Fest der Hexen und Zauberer dekoriert, um natürlich eine angemessene Atmosphäre zu schaffen.

Und genau das wurde unter Hermiones strengen Augen beaufsichtigt. Sie wollte auf keinen Fall, dass es ihre Schuld war, wenn das Fest nicht reibungslos verlief, schließlich war es doch eines der wichtigsten Feste des Jahres. Malfoy hatte sie andere Dinge zugeteilt, organisatorische Dinge, denn sie wollte unter gar keinen Umständen mehr mit ihm zu tun haben, als unbedingt nötig und ihm war das auch ganz recht. So musste er sich nicht mit sogenanntem „Mädchenkram“ herumschlagen und konnte auch den freiwilligen Schüler, welche sich angeboten hatten, bei der Dekoration zu helfen, fernbleiben. Aber wie zu erwarten, bereuten es jene freiwilligen Helfer auch schon wieder, sich gemeldet zu haben, denn die Schulsprecherin kannte kein pardon. Und so schnauften auch Harry und Ron, als sie angewiesen wurden, die Girlanden zum X-ten mal abzunehmen, um sie neu, besser zu platzieren.

„Mensch Hermione. Du schaffst es wirklich, mir die Vorfreude auf Halloween zu vermiesen. Ich frage mich wirklich, warum ich mich eigentlich bereiterklärt habe, dir zu helfen.“ Raunzte Ron und versuchte die Girlande mithilfe eines Schwebezaubers an die richtige Stelle zu bekommen, das erwies sich jedoch als sehr problematisch, denn die flatternde Girlande wollte einfach nicht an der Decke hängenbleiben. „Die anderen Schüler können jetzt alle draußen in der Sonne liegen und wir müssen ackern. Das ist nicht fair.“

„Ach komm schon Ron. So schlimm ist es doch gar nicht und außerdem haben wir es doch bald geschafft. Oder etwa nicht Harry?“ Hermione sah ihre beiden besten Freunde fragend an, wobei Ron nur eine Grimasse schnitt und widerwillig doch die Leiter hinaufkletterte, um die Dekoration per Hand zu befestigen. Harry hingegen hatte den Zauber längst heraus und konnte so, alles in der Gegend herumschwirren lassen.

„Nun…ich könnte mir auch schöneres vorstellen. Hagrid besuchen zum Beispiel. Seit wir wieder hier sind, hatten wir dafür noch gar keine Zeit. Schule, Hausaufgaben, Quiddich, lernen, und jetzt auch noch das!“

„Mann. Ihr könnt auch nichts anderes als jammern.“ Hermione schüttelte den Kopf und packte übriggebliebene Schleifen, Spinnweben, Spinnen und co zurück in die alten verstaubten Schachteln. „Aber falls es euch etwas aufheitert, Hagrid müsste jeden Augenblick hier sein. Er meinte er hat eine Überraschung für uns.“

„Hagrid? Und Überraschungen? Das kann doch nichts Gutes bedeuten! Ernsthaft. Bestimmt jagt er die gesamte Schule samt seiner eigenen Hütte in die Luft.“

Harry sah zu Hermione. „Da könnte Ron Recht haben! Seine Überraschungen waren noch nie harmlos…“

„Nun...“ Hermione blickte zum Eingang. „Da ist er ja auch schon!“ Hermione winkte dem Halbriesen zu, um ihn auf sich aufmerksam zu machen. Und schon stapfte Hagrid gut gelaunt zu den dreien.

„Ähm…Hagrid…was trägst du den da…unter den Armen?“ Harry deutete mit seinem Finger auf zwei gigantische orange Bälle…oder eher unförmige Bälle…

„Oh, das! Is‘ für die Feier natürlich. Dacht‘ mir, `s würd ganz hübsch aussehen!“ Hagrid gluckste. „Sin‘ Monsterkürbisse! Von mir selbst gezüchtet. Bin echt stolz drauf. Bekommt nich‘ jeder so hin. Seht sie euch doch an!“ Hagrid legte die riesigen Kürbisse auf den Boden und Harry, Ron und Hermione begutachteten die Dinger.

„Sieht aus, als würden sie aufplatzen, wenn man mit `ner Nadel reinsticht!“ Ron stupste einen der Kürbisse mit seinem Finger an, welcher sofort ordentlich zu wabbeln begann, ganz so, als wäre er mit einer zähen Flüssigkeit gefüllt. Dabei schmatzte und grunzte das Gebilde vor sich hin.

„Pass auf Ron! Die hab’n echt scharfe Zähne. Will doch nicht, dass’d nen Finger verlierst. Und das mit der Nadel…versucht es lieber nicht aus.“

Hermione sah den Wildhüter skeptisch an. „Und…du bist ganz sicher, dass wir die hier aufstellen sollten? Ist das nicht…nun…gefährlich?“

„Gefährlich? Die zwei lieben Kürbisse? Niemals. Macht euch da mal keine Gedanken.“

„Ähm… also schön, dann…stell sie doch am besten…vor dem Lehrertisch ab. Ich glaube, da kommen sie am besten zur Geltung!“ Ja, Hermione wollte diese Dinger so schnell wie möglich aus ihrer Reichweite haben.

„Geht klar Frau Schulsprecherin Hermione!“ Hagrid grinste und nah seine Zuchtkürbisse erneut unter die Arme um sie nach vorne zu tragen. „ Wird `n tolles Fest werd’n. Ein tolles Fest.“ Und so verschwand Hagrid nach vorne.

„Wenn das mal gut geht…es ist meine Schuld, wenn diese blöden Dinger platzen…“ Hermione fuhr sich durch die Haare.

„Naja…dieses Fest wird dann so schnell keiner mehr vergessen.“ Grinste Harry und befestigte die letzte Spinne an einem riesigen Spinnennetz. „Ich glaube, das dürfte jetzt reichen. Was meinst du Hermione?

Hermione blickte sich in der großen Halle um und schien recht zufrieden. Das Schloss hatte sich wirklich in ein Halloweentaugliches Spukschloss verwandelt. Das Fest konnte also kommen. „Ja, das war gute Arbeit von euch. Vielen Dank!“ Mit einem schlenker ihres Zauberstabes waren die restlichen Kisten und ungebrauchten Girlanden verschwunden und sämtliche Schüler atmeten erleichtert auf, denn nun konnten auch sie die letzten Sonnenstrahlen genießen, ehe der Winter einbrach.

„Los Harry, lass uns noch ne Runde Quiddich spielen. Fred, George und Ginny sind auch unten und liefern sich eine richtig heiße Partie! Vielleicht haben wir glück und sie spielen noch!“

„Na dann, worauf warten wir dann noch? Hermione? Kommst du mit? Du kannst doch einen der Schulbesen nehmen!“

„Nein danke Harry. Lass mal, ich hab noch ein paar Dinge zu erledigen und dann muss ich wohl oder übel noch überprüfen, ob Malfoy seine Aufgaben erledigt hat. Seit mir nicht böse.“

„Ok, wir sehen uns beim Abendessen.“ Und schon waren Harry und Ron losgelaufen um ihre Besen aus dem Schlafsaal zu holen und sich auf dem Quiddichfeld auszutoben. Hermione jedoch machte noch einen kurzen Rundgang in der großen Halle, bedankte sich bei einzelnen Schülern für ihre Mithilfe und kontrollierte noch einmal die gesamte Dekoration. Sie wollte, dass alles perfekt war.

HPHPHPHPHPHPHPHP


„Du hast uns noch immer nicht erzählt, was du so geheimnisvolles mit Malfoy planen musst. Warum sagst du es uns einfach nicht?“ Ron schaufelte sich eine große Portion Reis auf den Teller. Das
Quiddichtraining hatte ihn völlig ausgehungert…naja, eigentlich war er immer ausgehungert. Es war wirklich ein Wunder, dass er bei solchen Essensmassen kein Gramm zunahm.

„Ihr erfährt es doch bald. Gemeinsam mit allen anderen Schülern. Wäre doch unfair, wenn ihr es als erster wüsstet.“

„Ach komm schon Hermione! Das Frettchen hat es den Schlangen bestimmt auch schon verraten! DAS ist unfair. Du weißt doch wie er ist.“

Ginny kicherte. Verrate ihm doch eine Kleinigkeit. Ich und Fred haben ihn heute auf dem Feld richtig fertig gemacht. Das verkraftet er nicht so gut. Du weißt schon, Mädchen und Sport!“

„Was? Es war fast unentschieden!“ Ron funkelte seine kleine Schwester an.

„Naja, wenn du 45 Punkte unterschied ein fast Unentschieden nennen willst?“

„Halt die Klappe Georg!“

Hermione schüttelte nur den Kopf. „Na schön, meinet wegen, aber ihr müsst mir versprechen, dass ihr es für euch behaltet. OK?“

„Versprochen!“ antworteten Ron, Harry, Ginny, Fred als auch George im Chor.

„Es wird in diesem Jahr wieder einen Ball geben. So wie im vierten Jahr, beim Trimagischen Turnier. Das Motto müssen wir uns noch überlegen.

„Noch ein Ball? Na toll, jetzt ist meine Laune wirklich am Nullpunkt angelangt.“ Grummelte Ron und steckte sich hastig einen großen Bissen Koteletts in den Mund.

„Du hast doch nur angst, dass du wieder wegen deinem blöden Festumhang gehänselt wirst…du weißt schon dein schönes braunes Kleid, mit den hübschen Rüschen. Es riecht nach Tante Tessi!“ stichelte Ginny und erntete dabei Gelächter von Harry, Fred und George.

„Ich kann doch nichts dafür und ich finde es auch total unfair, dass Mum dir ein neues Kleid gekauft hat.“

„Weil ich das einzige Mädchen bin. Ist doch ganz klar. Und ich bin NETT!“ Dabei streckte die Rothaarige ihrem Bruder die Zunge raus.

„Na gut, ich werde mich mal auf den Weg in meinen Turm machen. Ich bin fix und fertig.“ Hermione erhob sich.

„Jetzt schon? Wir wollten dich doch noch über den Ball ausfragen, bis du sauer bist!“ Harry grinste.

„Das könnt ihr auch noch morgen tun. Es war heute echt ein langer Tag. Gute Nacht!“ Die Hexe nahm ihre Tasche und verließ die große Halle. Sie war wirklich müde und wollte sich nur noch vor den Kamin setzten und dabei ein Buch lesen. Sie hoffte, dass sie Malfoy nicht begegnen würde und dass sie ihre Ruhe würde haben. Doch weit gefehlt, als sie den Gemeinschaftsraum betrat, fand sie den blonden Jungend vor ihrem geliebten Kamin vor, jedoch schlafend. Sie konnte sich jedoch nicht erklären, wovon er so müde war. Sie hatte doch die anstrengenden Arbeiten übernommen.

Sie legte ihre Sachen ab und starrte ihren Mitbewohner an. Sollte sie ihn wecken? Lieber nicht, bestimmt würde er sie ankeifen und bestimmt wäre er auch nicht begeistert sie zu sehen. Es wäre am besten ihn zu ignorieren und einfach ins Bett zu gehen. Sie wollte sich gerade umdrehen, als sie den Wirrwarr an Pergamentblättern am Boden entdeckte. Natürlich wusste sie, dass er es auf keinen Fall gutheißen würde, wenn er rausfinden würde, dass sie in seinen Sachen herumgeschnüffelt hatte. Andererseits wollte sie wissen, ob er sich endlich Gedanken über den Ball gemacht hatte und seine Aufgaben erledigt hatte und zweifellos lag die Antwort am Boden vor dem Kamin.

Leise und vorsichtig näherte sich die Hexe dem schlafenden Slytherin, überprüfte genau, ob er wirklich schlief und ließ sich dann langsam auf den Boden sinken um sich die Pergamentblätter ansehen zu können. Und tatsächlich, Hermione fand Notizen, die sich um den bevorstehenden Ball drehten. Doch das Interesse daran war augenblicklich verflogen, als sie einen Brief fand. Es war eine ihrer größten Stärken und Schwächen zugleich. Ihre Neugierde. Ihre Neugierde spornte sie immer wieder dazu an noch mehr zu lernen und noch mehr zu lesen, aber war sie durchaus auch schuld daran, sie in brenzlige Situationen zu bringen. Nichts desto trotz nahm sie sich den Brief und entfaltete ihn, sorgfältig darauf bedacht kein Geräusch zu machen.

Mein liebster Draco,

nun ist es bald soweit und wir werden uns wieder sehen. Mittlerweile ist auch schon alles, für die Nacht der Nächte vorbereitet, in der sich zeigen wird, ob du dem allen gewachsen bist.
Vielleicht hilft es dir zu wissen, dass wir alle einst durch diese, doch etwas erschreckende Zeremonie mussten und das über viele Wochen, wenn nicht sogar Monate hinweg.
Bereite dich bestmöglich darauf vor, um IHN und deinen Vater nicht zu enttäuschen und dir dadurch selbst keinen Schaden zu verursachen.
Leider ist es mir strickt untersagt, dir auch nur im entferntesten mitzuteilen, was in den nächsten Wochen und vor allem in der Nacht der Nächte auf dich zukommen wird, jedoch möchte ich dir sagen, dass es auf keinen Fall einfach werden wird. Schütze deinen Geist und stärke deine Willenskraft. Dies ist der einzige Rat, den ich dir als Mutter erteilen kann.
Ich hoffe inständig, dass du deine auferlegte Aufgabe bereits erfüllt hast, denn du kannst es dir auf keinen Fall erlauben zu versagen und IHN dabei wütend zu machen. Das würde für dich kein gutes Ende nehmen.
Severus hat mir versichert, dass er, obwohl er dem ganzen nicht beiwohnen kann, (es währe zu auffällig) er dich danach sicher ins Schloss zurückbringen wird.
Ich hoffe meine Worte beruhigen dich ein wenig und du kannst einen kühlen Kopf bewahren, denn den wirst du gewiss brauchen.
Bald ist alles vorbei und dann wirst du mit Stolz zurückdenken und vielleicht auch einst deinen Kindern davon erzählen.

In der Hoffnung, dass du wohl auf bist, verbleibe ich mit den besten Wünschen,

deine Mutter

Narcissa


Hermione schluckte. So etwas hatte sie nun nicht erwartet. Sie überflog den Brief noch einmal um zu verstehen, was sie soeben gelesen hatte. Malfoy musste einer Zeremonie beiwohnen und hatte eine Aufgabe zu erledigen. Das konnte nichts gutes heißen. Sollte sie Jemandem davon erzählen? Dumbledore vielleicht? Würde er nun einsehen, dass Malfoy gefährlich war? Die Hexe verstand jedoch nicht, was es mit dieser Zeremonie auf sich hatte, hatte Malfoy das dunkle Mal doch schon. War es eine Art Aufnahmeritual?

Hermione drehte das Blatt um und entdeckte sechs Wörter in einer anderen, Malfoys Handschrift.

Ich brauche keine Hilfe von Snape

Leicht zitternd legte sie den Brief zurück an seinen Platz. Bestimmt würde Malfoy ihn morgen abschicken. Tief durchatmend und darauf achtend, keine zu lauten Bewegungen zu machen, zog sie weitere Blätter aus dem Haufen hervor. Dabei sprangen ihr, alte Runen in die Augen. Was wollte Malfoy mit diesen Runen? Sie waren nur zum Teil übersetzt worden.

„Donec et luctus, vanescet ad locum istum…Zauber und Banne, verschwindet von diesem Ort.“ flüssterte sie. Was wollte Malfoy damit? Welche Banne wollte er aufheben? War er auf der Suche nach etwas, dass dem Stein der Weisen glich? Wollte Voldemord weiterhin die Unsterblichkeit und Malfoy musste das für ihn erledigen? Musste er die Schutzzauber umgehen, die diesen Gegenstand schützten?
Hermione griff nach einem neuen Blatt Pergament, Feder und Tinte. Es juckt sie in den Fingern, den Rest zu übersetzten. Vielleicht konnte sie so mehr herausfinden. Die Hexe besah sich die alten Zeichen und schrieb fieberhaft die Übersetzung nieder. So würde sie vielleicht doch noch einen Beweis haben, der bezeugte, dass Malfoy etwas Schreckliches im Schilde führte. Sie würde es Dumbledore zeigen können und ihm würde nichts anderes übrigbleiben, als Malfoy von der Schule zu werfen.

Wieder atmete Hermione tief durch. Sie hatte es geschafft.
„Donec, et luctus, vanescet ad loctum istum. Dimitte ut transeam omni tempore…Zauber und Banne, verschwindet von diesem Ort. Lasst mich hindurch, zu jeder Tageszeit.“ Und dann viel es ihr wie Schuppen von den Augen. Hatte sie ihn nicht in der Bibliothek gesehen? Als er sämtliche Bücher durchwälzte? Und hatte sie ihm nicht auch noch Tipps gegeben? Aber was hatte er vor? Wozu brauchte er das? War das seine Aufgabe? Oder ein Teil davon? Doch weiter kam sie mit ihren Überlegungen nicht, denn Malfoy regte sich plötzlich.

Wie von der Tarantel gestochen sprang Hermione auf und lief aus Malfoys Sichtfeld. Dieser erwachte gerade. Sie wollte sich nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte er sie dabei erwischt, wie sie eifrig die Runen übersetze. Schnell und leise lief sie in ihren Schlafsaal und schloss vorsichtig die Türe hinter sich. Geschafft. Er würde niemals etwas davon erfahren. Alles war gutgegangen, doch sie schwor sich, nicht mehr so neugierig zu sein. Doch dann durchfuhr es sie wie ein Blitz. Das durfte nicht wahr sein. Sie war davongekommen und dann war ihr ein großer Fehler unterlaufen. Sie hatte das Pergamentblatt nicht mitgenommen. Es lag am Boden vor dem Kamin und gleich würde Malfoy es entdecken.

HPHPHPHPHPHPHPHP


„Was ist denn nur los mit dir? Seit Tagen bist du schon so durch den Wind. Total zappelig und nervös. Man könnte meinen du hättest etwas ausgefressen.“

„Es ist nichts Ginny. Ich…keine Ahnung. Hab nicht viel geschlafen, das ist alles.“ Hermione stand von ihrem bequemen Ohrensessel auf.
„Wollen wir nicht…etwas raus gehen? Es ist noch so schön draußen…“

„Es ist doch schon viel zu kalt und außerdem beginnt doch sowieso bald das Fest! Mann ich hab schon so einen Hunger. Ich hoffe die Hauselfen haben sich mal so richtig ins Zeug gelegt.“ Ginny streckte sich und besah sich ihre Freundin. „Du fühlst dich hier gerade überhaupt nicht wohl richtig? Obwohl dein Turm fast einem Paradies gleicht. Was ist los?“

„Können wir nicht einfach…wo anders hingehen? Bitte!“

„Also schön, aber dann erzählst du mir auch was los ist.“ Die zwei Freundinnen nahmen ihre dicken Umhänge und verließen das Schloss um eine kleine Runde am See zu drehen.

„Also? Was ist los? Warum bist du so komisch drauf?“

„Ich glaube…da spielen einige Dinge mit…“ Doch eigentlich beschäftigte sie immer noch, dass Malfoy sie nicht zur Rede gestellt hatte. Er musste doch ahnen, dass sie es gewesen war, der die Runen übersetzt hatte und folglich würde er auch ahnen, dass sie den Brief gelesen hatte, doch er hatte kein Wort erwähnt und sich auch nicht anders als sonst verhalten. Ahnte er vielleicht doch nichts? Grübelte er vielleicht noch immer darüber nach, wer es gewesen sein könnte?

„Nun gut. Bestimmt macht es dir zu schaffen, dass du gezwungen bist, mit Malfoy zu arbeiten und mit ihm in einem Turm zu leben. Richtig?“ Ginny wollte unbedingt herausfinden, was ihre Freundin belastete.

„Nun…eigentlich habe ich mich so ziemlich damit abgefunden. Ich kann es ja sowieso nicht ändern.“ Die Beiden schlugen den Weg Richtung Waldlichtung ein.

„Und…du machst dir…vielleicht auch Sorgen um Harry, um den bevorstehenden Krieg…richtig?“

„Na klar mache ich mir Sorgen. Aber bestimmt nicht viel mehr als du…oder Ron…“ Hermione zog ihren Umhang enger um sich.

„Und da haben wir schon den nächsten Punkt“ Ginny lächelte leicht, beim genaueren hinsehen könnte man fast feststellen, dass es ein leicht trauriges Lächeln war.

„Was…meinst du damit?“

„Na…Ron. Du weißt nicht, was da wirklich zwischen euch ist. Mal knistert es, mal geht er dir auf die Nerven und dann ist er wieder nett und zuvorkommend…Du magst ihn und das vielleicht sogar etwas mehr als du zugeben willst und…es macht dir zu schaffen, dass er beschlossen hat, sich auch mal…anderweitig umzusehen…“ Ginny sah ihre Freundin prüfend an und bemerkte, dass sie einen riesen Fehler begangen hatte.

„An…Anderweitig? Du meinst…Hat er eine Freundin? Warum…spricht er nicht mit mir? Ich…“

„Nein…Gott nein Hermione. Er hat keine Freundin! Tut mir leid ich dachte du wüsstest davon…es ist nur so, dass er sich…eben umsieht…man kann es ihm ja auch nicht verdenken.“

„Wer? Wer ist es?“ Hermione wusste nicht was sie davon halten sollte. Natürlich mochte sie Ron, aber sie wusste nicht wie sehr genau.

„…Lavender…“

Hermione schwieg.

„Ach komm schon Hermione. Kopf hoch. Das wird schon alles. Du wirst schon sehen.“ Ginny legte ihren Arm um die Braunhaarige. „Er wird sich schon noch eingestehen, was er für dich empfindet!“

„Mir geht es gut Ginny! Ich…freue mich für ihn. Ehrlich. Aber jetzt sag doch mal…wie läuft es denn bei dir?“

„Tja…du weißt schon…unser BLITZkneisser!“

Hermione musste bei diesem Wortspiel laut lachen. „Oh man…du tust mir leid!“


HPHPHPHPHPHPHPHP



Die letzten Sonnenstrahlen des Tages verschwanden langsam aber sicher hinter den Wipfeln des verbotenen Waldes. Mann konnte hören, wie sämtliche Schüler lachend und laut schwatzend sich ihren Weg in die große Halle bahnten um dort gemeinsam Halloween zu feiern. Es war eines der bedeutendsten Feste für Hexen und Zauberer, denn man erzählte sich, dass in der besagten Nacht der Nächte, alles passieren konnte, dass Wahrsagerinnen in diesen Stunden die meisten und bedeutsamsten Prophezeiungen hervorbrachten und dass Magie in dieser Nacht noch stärker war als sonst.

Doch er würde heute diesem Feste nicht beiwohnen. Es war eigentlich sein Lieblingsfest, er mochte es als kleines Kind besonders gerne, wenn die geschnitzten Kürbisse flackernde Schatten an die Wände warfen und dem ganzen eine mystische Aura verlieh. Aber jetzt stand er am Fenster und sah dabei zu, wie es draußen immer dunkler und unheimlicher wurde. Die Tiere im Wald schienen aufgekratzt, unruhig, waren sie doch lauter als sonst. Aber das störte ihn nicht. Er stand einfach da und genoss seine letzten ruhigen Minuten.
Draco merkte erst jetzt, dass sein Herz schon seit einigen Minuten schneller schlug als es sonst üblich war und seine Hände waren Eis kalt, fühlten sich schwitzig an. Er musste seinen Körper so schnell wie möglich in den Griff bekommen, denn so konnte er dort nicht aufkreuzen. Tief durchatmend griff er nach dem leeren Fläschchen, welches neben ihm auf dem Fenstersims stand. Natürlich war er ein hervorragender Okklumentiker, aber sicher war sicher und so zog er seinen Zauberstab und setzte ihn an seine rechte Schläfe. Erst jetzt fiel ihm das Zittern seiner Hand auf. Noch etwas, das er noch kontrollieren musste.

Langsam zog er den Zauberstab wieder weg und mit ihm kam ein langer silberner Faden zum Vorschein. Er würde alle Erinnerungen und Gedanken, welche ihm gefährlich waren, würde Voldemort sie zu Gesicht bekommen, in das leere Fläschchen sperren und sie sicher verwahren. Dabei dachte er an die Briefe und Gespräche seiner Mutter, an die Tränke, die sie ihm geschickt hatte, an zweifelnde Gedanken die er hegte aber auch daran, dass nicht er allein es war, der die Runen übersetzt hatte, sondern dass er Hilfe hatte. Immer wieder flackerten Bilder auf, die er sofort eliminierte. Gespräche mit Blaise, seine Abstecher in die Kerker des Manors, sein Lauschen an der Tür, bei wichtigen Versammlungen. Das alles musste aus seinem Kopf verschwinden.

Als der Faden riss, fühlte er sich freier, besser, doch die Übelkeit in seinem Magen konnte nicht verdrängt werden. Langsam ließ er den Gedankenfaden in das Fläschchen gleiten und verkorkte es sorgfältig.
Das Fest war bereits in vollem Gange und er wusste dass es nur noch eine Frage von Minuten war, bis seine Schonfrist um war. Schnell versteckte er das Fläschchen, damit nur er es finden konnte und atmete noch einmal tief durch. Er war froh keinen Spiegel vor sich zu haben, denn dann würde er sehen wie grün er im Gesicht war und bestimmt müsse er sich dann übergeben. Und dann, ohne jegliche Vorwarnung, schoss ihm ein stechender und brennender Schmerz durch den Unterarm und er bemerkte, wie sich das dunkle Mal bewegte.

Draco zog die Luft durch seine Zähne und gab einen zischenden Laut von sich. „Gott…“ Ihm war klar gewesen, dass das Mal brennen würde, aber auf so einen intensiven Schmerz war er nicht vorbereitet gewesen. Doch ihm blieb keine Zeit weiter darüber nach zu denken, sein Herr rief ihn und er musste Folge leisten. Auf der Stelle.

HPHPHPHPHPHPHPHP


Es war ein berauschendes Fest. Die geschnitzten Kürbisse, die Fackeln an den Wänden und natürlich die silbrig glitzernden Geister, verzauberten das Schloss in ein mit Schatten überfülltes und gespenstisches Geisterschloss, in welchem sich manch Muggel wohl sehr fürchten würden. Doch die Schüler von Hogwarts fanden es grandios und betrachteten das vollendete Werk. Auch die Hauselfen der Schule hatten sich so richtig ins Zeug gelegt. Die Tische in der großen Halle ächzten nur so unter den Lasten von köstlichen Speisen und kühlen Getränken. Es war ein richtiges Festmahl, welches nicht so schnell vergessen werden würde.

„Mann! Ich liebe Halloween. So viel zum Essen und die ganzen Süßigkeiten! So viele Süßigkeiten wie heute werde ich das ganze Jahr nicht mehr essen!“ Ron freute sich wie ein kleiner Junge, beim Anblick der bunten Bonbons und all den anderen Desserts.

„Pass auch dass du dich nicht zu Tode isst Ron!“

Ron blickte zu Hermione. „Tod durch Süßigkeiten! Haha, das wäre es!“

„Da wundert es mich umso mehr, dass Malfoy sich immer noch nicht blicken lassen hat! So etwas lasst er sich doch nie entgehen!“ Harry blickte sich weiter in der großen Halle um. Er war immer noch der Ansicht, dass Malfoy etwas im Schilde führte, wusste aber immer noch nicht, was.

„Ach komm schon Harry! Nur weil er nicht hier ist, bedeutet es noch lange nicht, dass die gesamte Menschheit in Gefahr ist.“ Hermione blickte Harry tadelnd an.

„Das habe ich damit auch nicht sagen wollen. Fakt ist aber, dass er etwas plant und bestimmt hilft er Voldemord bei Anschlägen und schlimmen Plänen. Wieso willst du das nicht einsehen Hermione? Es ist doch offensichtlich!“

„Was denn? Was ist offensichtlich?“ Hermione legte ihre Gabel weg. Sie war es leid, ständig über das Thema streiten, ob Malfoy nun ein Todesser war oder nicht…vor allem konnte sie Harry auch nicht Recht geben, denn dann würden ihre beiden Freunde wohl möglich ahnen, dass sie mehr wusste als sie zugab.

„Na dass Malfoy ein du weist schon was ist!“

„Ich muss Harry Recht geben!“ Ron ergriff natürlich sofort für Harry Partei.

„Ach und ihr wisst das natürlich sooo genau! Warum müssen wir ständig über dieses Thema re…“ doch Harry ließ sie nicht aussprechen sondern unterbrach sie etwas hitzig.

„…weil ich es weiß…ich hab da so ein paar Sachen mitbekommen.“

„Wie meinst du das? Und komm mir jetzt nicht wieder mit: Er verhält sich merkwürdig, er ist böse, seine ganze Familie steckt da drin…“

„Das hatte ich auch nicht vor. Aber wenn du mich vielleicht ausreden lassen würdest? Wie ich bereits sagte, habe ich einiges mitbekommen. Als ich…dort war.“

Ron und Hermione blickten Harry interessiert an. „Im Manor? Warum hast du das nicht gleich gesagt? Hast du es gesehen? Wie er das mal bekam? Die Zeremonie? Musste er jemanden töten?“

„Mensch Ron, rede doch etwas leiser. Jeder kann dich hören!“ Hermione seufzte genervt auf.

Harry nickte. „Ja, im Manor, da hab ich so etwas mitbekommen.“

Hermione schob entnervt ihren Teller weg. Ihr war der Hunger vergangen. „Das ist doch bei den Haaren herangezogen Harry! Du warst ein Gefangener. Eingesperrt! Und da sollst du so etwas mitbekommen haben? Eine Todesserzeremonie? Du hast bestimmt phantasiert!“

„Ach und du weißt das so genau? Warst du dabei?“ Harry schäumte vor Wut. Das durfte doch echt nicht wahr sein. Seine aller beste Freundin glaubte ihm nicht.

„Nein, aber woher sollen wir bitte wissen, was wirklich passiert ist? Du redest ja nicht darüber. Und wenn doch, dann können wir uns alles zusammenreimen. Und aus deinen bisherigen Erzählungen schließe ich, dass sie dich so sehr zugesetzt haben, dass du vielleicht Realität und Traum nicht mehr genau trennen konntest!“ Hermione atmete tief durch. Sie wusste, dass sie zu weit gegangen war aber sie hatte sich von ihrer Wut mitreißen lassen, hatte nicht darüber nachgedacht, was sie sagte. „Tut…tut mir leid Harry. So…so hab ich das nicht gemeint, aber…“ sie sah Harry entschuldigend an.

„Doch, das hast du…aber…du hast Recht. Aber…ich weiß dass das was ich gehört habe wahr ist. Es war zu Beginn.“

„OK. Und was…hast du gehört?“ fragte Hermione und strich sich die Haare aus dem Gesicht.

„Sie gingen an mir vorbei, waren unvorsichtig, sie dachten bestimmt dass ich es nicht mitbekommen würde. Und sie haben darüber geredet.“

„Wer denn?“ fragte Ron.

„Lucius, ich hab ihn an seiner Stimme erkannt und noch ein männlicher Todesser. Der Unbekannte meinte, dass es langsam zeit sei ihn darauf vorzubereiten, ihn zu trainieren, damit er den dunklen Lord nicht enttäuschen würde und Lucius sagte daraufhin, dass er sich keine Sorgen machen müsse, denn er hätte ihn schon von Kindesbeinen an trainiert und hart gemacht und dass es nun endlich Früchte tragen würde.“ Harry schenkte sich Kürbissaft in den Kelch.
„Das ist doch offensichtlich oder? Sie haben über Draco Malfoy gesprochen!“

„Mit Sicherheit Mann. Und deswegen ist er heute nicht hier, weil wieder mal ein Anschlag geplant ist. Und heute fällt es am wenigsten auf, wenn er nicht da ist. Bei all den Schülern. Und wer achtet schon auf ihn? Ist doch die Perfekte Gelegenheit oder?“ Ron klang sehr überzeugend, doch Hermione schüttelte abermals den Kopf.

„Das ist alles schön und gut, aber es beweist trotzdem nichts! Nichts davon würde Dumbledore ernst nehmen. Das was du gehört hast Harry, könnte rein Theoretisch auch auf viele andere zutreffen. Vielleicht war etwas komplett anderes gemeint. Und Ron, es könnte tausende von Gründen geben, wieso Malfoy heute nicht hier ist.“

„Hermione, wann siehst du es endlich ein?“

„Wenn ich es mit eigenen Augen gesehen habe Ron. Und jetzt bitte ich euch, lasst uns doch einfach das Fest genießen, bevor wir erneut zum Streiten beginnen. Es gibt auch noch andere Tage um uns zu zanken.“

Harry und Ron seufzten. „Na schön.“

„Aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!“ doch grinste Ron dabei und widmete sich wieder seinen Süßigkeiten.


HPHPHPHPHPHPHPHP


Es war weit nach Mitternacht, als Hermione müde aber zufrieden den Turm betrat. Das Fest war alles in allem ein voller Erfolg gewesen und auch die kleine interne Party im Gryffindor Gemeinschaftsraum war toll gewesen. Doch sie hatten morgen Früh wieder Unterricht und Hermione brauchte unbedingt noch ein paar Stunden Schlaf. Die letzten Tage und vor allem die Vorbereitung für das Fest hatten sie ausgelaugt und so freute sie sich auf ihr warmes und weiches Bett. Als sie die Stufen zu ihrem Schlafsaal emporstieg, hörte sie jedoch eigenartige Geräusche aus dem Badezimmer kommen. Sie konnte diese Geräusche nicht genau zuordnen, obwohl die Tür zum Badezimmer, einen Spalt breit offen stand. Langsam zog sie ihren Zauberstab. Natürlich war es schwachsinnig, wer zum Teufel würde sie schon hier in Hogwarts angreifen? Hogwarts war Best möglich gesichert. Und trotzdem fühlte sie sich mit ihrem Zauberstab sicherer, denn dachte man auch Sirius Black würde es niemals gelingen in Hogwarts einzubrechen. Langsam drückte sie mit ihrer linken Hand die Türe zum Badezimmer auf um hineinsehen zu können und erblickte Malfoy, der sich herzhaft über der Kloschüssel erbrach.

Sein weises Hemd klebte ihm am Rücken und sein silberblondes Haar, lag flach auf seinen Kopf gedrückt. Er sah richtig krank aus, denn sein Gesicht könnte man mit dem eines Geistes verwechseln. Malfoy hatte Hermione noch nicht bemerkt und so machte sie ihn auf sich aufmerksam.

„…Malfoy…alles…OK?“…sie war so dumm. Natürlich war nicht alles OK, sonst würde der Slytherinprinz sich hier nicht sie Seele aus dem Leib kotzen. Hermione schallte sich selbst dafür.

Erschrocken blickte der blonde Junge auf. Seinen Gesichtsausdruck konnte man beim Besten Willen nicht deuten. War es Ärger? Wut? Hilflosigkeit? Erschrockenheit? Hermione wusste beim Besten Willen nicht was sie nun tun sollte, doch etwas musste sie unternehmen und so betrat sie kurz entschlossen das Badezimmer und durchwühlte ihren Schrank, während Malfoy sich erneut laut hustend erbrach.

„Du solltest am besten ganz schnell zu Mad. Pomfrey. Dann geht es dir in ein paar Minuten wieder gut.“

„Lass…mich…in Ruhe.“ Es waren nur hervorgepresste Laute, aber Hermione konnte sie verstehen. Doch war es ihr herzlich egal. Als sie die drei Fläschchen gefunden hatte, näherte sie sich langsam ihrem Mitbewohner, welcher sogleich die Spülung ziehen wollte, doch Hermione ließ sofort alles mit einem Reinigungszauber verschwinden. Sie kniete sich mit etwas abstand zu ihm. Sie wollte nicht Gefahr laufen, dass er sie verfluchte.

„Hier…versuch das…vielleicht hilft es. Gipleywurz und Drachenknolle. Schont den Magen und ist gut für den Kreislauf…“ langsam reicht sie ihm ein Fläschchen mit bläulichem Inhalt, welches er leicht zittrig entgegennahm. Erst jetzt vielen Hermione seine schwarzen Augenringe und seine eingefallenen Gesichtszüge auf.

Malfoy schluckte den Inhalt und stellte das Fläschchen dann beiseite. Doch die Wirkung ließ auf sich warten. Zwar hatte er nicht mehr den Drang sich zu übergeben, aber die Übelkeit war immer noch da.
„Etwas besser?“ fragte Hermione schüchtern und mit leiser Stimme.

„…ein wenig…“

„OK…dann solltest du auch noch das hier nehmen, gegen Virale Infekte.“ Sie hielt ihm ein Fläschchen mit dunkelroter Flüssigkeit hin. Es ähnelte etwas zu flüssiger Tomatensuppe. Doch Malfoy musste sogleich würgen und sein restlicher Mageninhalt kam zum Vorschein.

„OK,…falsche Wahl,…hier…“ Sie drückte ihm das dritte Fläschchen, mit grünem Inhalt in die Hand. „Versuch es damit. Dann müsste es aufhören…“

Erneut trank Malfoy das Fläschchen aus und stellte es beiseite, in der Hoffnung, dass diesmal Besserung eintreten würde. Er atmete zweimal tief durch und trocknete sein Gesicht mit einem danebenliegenden Handtuch. Warum musste Granger gerade jetzt hier reinplatzten? Ihm war es ausgesprochen peinlich, dass sie ihn in dieser Situation erwischt hatte, doch jetzt war es nun mal so.

„Fühlst du dich jetzt besser?...“

Malfoy wartete und tatsächlich, das flaue Gefühl im Magen nahm etwas ab. Ganz wohl war ihm immer noch nicht, aber es war schon wesentlich besser, also nickte er leicht.

„In…meinem Schrank sind…noch zwei Fläschchen davon…sollte es…wieder schlimmer werden, dann…nimm sie…“ Hermione stand auf und stellte die leeren Fläschchen zurück. Dann blickte sie Malfoy nochmal kurz an und verließ dann das Badezimmer um endlich schlafen zu gehen. Sie würde sich morgen über alles Gedanken machen. Heute Nacht war sie dazu nicht mehr in der Lage.

HPHPHPHPHPHPHPHP



Naaa? Was sagt/schreibt ihr dazu? Und was ist da bloß mit unserem Draco los???? Ich warte auf Vorschläge :) Und ja, ich weiß, ihr wollt alle wissen, was da bei der Zeremonie abgelaufen ist, aber da braucht ihr noch etwas Gedult :) Hoffe es hat euch gefallen, bis zum Nächsten Mal!

Bussi bella_isa


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Damit die Schüler nicht so einförmig aussehen, boten wir jedem eine Auswahl an: Unterhemden, Pullis, Strickjacken und andere Uniform-Varianten.
Jany Temime, Kostümbildnerin