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Fanfiction

The mess i made - Xibalbá

von bella_isa

Hallo meine Lieben! ich melde mich mit einem neuen Kapitel zurück! Ich brauchte etwas Abstand von meinen Seminararbeiten und da dachte ich mir, damit ihr nicht noch länger warten müsst, schreib ich schnell ein neues Kapitel!
Ich hoffe, dass es euch gefällt!!

@Bellazissa Black:Ich hab dich soooo lieb!!!! Danke, dass du immer noch da bist :)

@PotterProfi:Ein herzliches Willkommen! Also ich freue mich wahnsinnig über dein Kommi und das du dazu gestoßen bist. Und ich fühle micht WIRKLICH seeeehhhhr geehert! Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll! Freu mich natürlich, dass du meine ff wirklich so toll findest und ich bemühe mich, deine Anforderungen weiter zu erfüllen ;) Bei Anregungen und Kritik, melde dich sofort! :D

Aber jetzt möchte ich euch nicht mehr warten lassen! Weiter gehts. Viel Spaß, bussi, bella_isa




Als der erste Ferienmorgen anbrach, fühlte Hermione sich wie gerädert. Selbst eine heiße Dusche hatte nicht helfen können, ihre verspannten Muskeln zu lockern, geschweige denn, sie aufzuwecken. Sie hatte kaum mehr als zwei Stunden geschlafen, denn sie hatte sich nicht getraut, Malfoy wieder alleine zu lassen. Und so war sie bis kurz nach sieben Uhr morgens in seinem Zimmer geblieben, sitzend in seinem weichen Ohrensessel. An Schlaf war da unmöglich zu denken, denn Hermione wollte ihren Mitbewohner etwas im Auge behalten und sie hielt es für das Beste zu verschwinden, bevor er wach werden würde. Und das war ihr dann auch gelungen.

Nun war sie wieder in ihr Zimmer zurückgekehrt um sich ihre Freizeitklamotten für das Frühstück anzuziehen. Natürlich hätte sie auch hierbleiben können, um endlich ihr Schlafdefizit aufholen zu können, doch die Hexe dachte gar nicht daran. Sie wollte sich unbedingt von ihren Freunden verabschieden und ihnen schöne Ferien wünschen. Waren es doch die ersten Ferien seit Jahren, die sie nicht mit ihnen im Fuchsbau verbringen würde…oder mit ihren Eltern…stattdessen würde sie in Hogwarts bleiben. Sie würde es nicht ertragen Weihnachten zu feiern und das ohne ihre Eltern.

Seufzend blickte Hermione aus dem Fenster. Das Schneetreiben hatte wieder zugenommen und die Bäume des verbotenen Waldes ächzten unter der schweren Last, die sie zu tragen hatten. Ja, manchmal konnte man sich das Leben eben nicht aussuchen. Man musste es nehmen, wie es kam. Selten hatte Hermione so einen bitter kalten Winter erlebt. Aber sie liebte den Winter, den glitzernden Schnee, wie er sämtliche Ländereien Hogwart’s bedeckte.

Hermione holte sich aus ihren Gedanken zurück und machte sich endlich fertig für das Frühstück. Sie musste sich beeilen, wenn sie es nicht verpassen wollte. Und das wollte sie auf keinem Fall, denn der Hogwartsexpress würde in exakt zwei Stunden den Bahnhof verlassen und so viel Zeit blieb ihr nun, sich von allen zu verabschieden.

Schnell schnappte sie sich einen dicken Pullover den sie sich auch sogleich überzog um sich vor der Kälte zu schützen und verließ eiligst das Schlafzimmer. Dabei stieß sie mit Blaise Zabini zusammen, der gerade die Treppe hochkam.

„Oh! Zabini…guten Morgen…“

„Ähm…Hey…ist Draco schon wach?“

„Oh ich…weiß nicht aber ich denke eher nicht. Du wirst ihn wohl wecken müssen.“ Abtwortete Hermione und strich sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht, welche sich aus ihrem Zopf gelöst hatten.

„OK. Und…hast du ihm noch…irgendwelche Tränke gegeben?“

„Nein…er wollte nicht.“

„OK, dann werde ich ihn mal wecken.“ Und somit machte sich Zabini auf den Weg zu Dracos Schlafzimmer.

Hermione schloss ihre Zimmertür und verließ den Turm um in die große Halle zu gehen. Sie verspürte plötzlich einen Mords Hunger, was jedoch auch kein Wunder war. Seit Tagen war sie zu beschäftigt um genügend zu essen, aber das sollte sich in den Ferien endlich ändern.

Die große Halle war bereits gut gefüllt. Für gewöhnlich ließen sich an Wochenenden ound Ferientagen nicht so viele Schüler blicken, doch heute Morgen war das anders, denn der Hogwartsexpress würde mehr als die Hälfte der Schüler nach Hause bringen. Hermione sah sich um und sogleich erblickte sie ihre beiden besten Freunde samt Ginny, Luna, Neville und…Lavender. Wieder einmal hing Lavender an Ron wie eine Klette und es war deutlich zu sehen, dass Ron das ganz und gar nicht passte. Doch das hatte er sich ganz und gar selbst zuzuschreiben. Hermione empfand nicht die Spur von Mitleid, ganz im Gegenteil. Eigentlich verspürte die Hexe eine gewisse Art von Genugtuung.

„Hey ihr! Hätte nicht gedacht, dass ich euch mal so früh hier unten erwische!“ scherzte Hermione und quetschte sich zwischen Ron und Harry, die auch sofort für sie Platz machten. Ganz zum Leidwesen Lavenders, die jetzt nur noch ein Drittel ihres bisherigen Platzes in Anspruch nehmen konnte und sich so auch schwer tat, sich zwischen Ron und Seamus zu bewegen.

„Tja,…“ grunzte Ron. „Wenn’s nach mir gehen würde, würde ich auch noch im Bett liegen und Träumen. Es sind Ferien Mann. Und wir müssen so früh aufstehen!“

„Guten Morgen Hermione.“ Grüßte sie Neville. „Ich hab‘ gehört du fährst heute nicht mit uns?“

Hermione nickte. „So ist es. Ich bleibe über Weihnachten hier.“

„Das Angebot steht aber noch.“ Meinte Ron. „Du kannst mit uns in den Fuchsbau kommen. So wie sonst auch. Du warst die Ferien über doch immer bei uns…naja nach den Feiertagen…Mum und Dad würden sich tierisch freuen und Ginny hat ja noch Platz in ihrem Zimmer.“

„Das…ist sehr nett Ron, aber ich werde hier bleiben. Außerdem gibt es noch so viel zu tun und in fünf Tagen seid ihr doch sowieso wieder hier.“

Harry sah seine beste Freundin an, die gerade an einem Buttertoast knabberte. „Bist du dir wirklich sicher? Planen kannst du doch auch im Fuchsbau!“

„Ja, Harry hat Recht!“ sagte Ginny. „Und außerdem können wir dir dort ja auch helfen.“

„Das ist ja alles sehr nett von euch, aber ich sagte do…Fred! George!“ Sie winkte den Zwillingen zu, die auch sofort auf Hermione zukamen. „Ich hab‘ die Liste für euch fertig und Freunde! Ich möchte, dass ihr euch daran hält. Klar? Ich will keine bösen Überraschungen erleben, weil das dann auf meine Kappe geht. Also, ihr tut nichts, das nicht vorher mit mir abgesprochen wurde.“ Hermione reichte Fred die Liste, welcher sie grinsend entgegennahm.

„Geht klar Chef!“ meinte George. „Wir wollen doch nicht…“

„…dass etwas schief geht!“ vervollständigte Fred seinen Bruder.

„Chef? Liste? Was geht denn hier ab? Hermione, machst du etwa Geschäfte mit…DENEN??“ doch Hermione achtete gar nicht auf Ron.

„Ich vertrau‘ euch Jungs, also enttäuscht mich nicht.“ Meinte Hermione, jedoch mit einem Grinsen.

„Kein Grund zur Sorge. Alles läuft nach Plan, du wirst sehen!“ und die Zwillinge zogen wieder ab.

Hermione wandte sich wieder ihrem Essen zu. Dabei bemerkte sie, dass sie von allen Seiten angestarrt wurde. „Was…ist?“

„Was war das?“ fragte Ron.

„Na…ich hab ihnen eine Liste gegeben. Hast du doch gesehen!“

„Wofür? Was steht da drauf?“ fragte Harry neugierig.

Hermione lächelte. „Das werdet ihr noch früh genug erfahren.“

„Aber wieso verratest du es uns nicht jetzt? Ich kann doch nicht einfach in die Ferien fahren, ohne zu wissen, was da mit dir und meinen Brüdern abgeht!“

„Ron, bitte. Es ist eine Überraschung und du wirst davon erfahren. Gleichzeitig mit allen anderen.“

Ron schnaubte. „Aber meine Brüder wissen auch schon davon. Warum ich nicht?“

Hermione war genervt, sie wollte ihm antworten, doch da fiel ihr Blick auf eine Traube von Schülern. Sie alle hatten schon ihre gepackten Koffer bei sich, damit sie nach dem Frühstück gleich einen Platz im Hogwartsexpress suchen konnten. Hermione schaute ihnen wehmütig hinterher und ihr Appetit war mit einem Male verflogen. Natürlich würde sie wahnsinnig gerne mit in den Fuchsbau kommen. Doch sie hielt es nicht für richtig, Weihnachten zu feiern, jetzt wo sie gerade mehr oder weniger ihre Eltern verloren hatte.

„…ich rede mit dir Hermione!“ Hermione schreckte aus ihren Gedanken, als Ron sie anstupste.

„Ron…bitte. Warum musst du immer so ungeduldig sein? Du wirst noch früh genug erfahren, was…“ doch sie wurde von Ron unterbrochen.

„Was? Nein, das meinte ich doch gar nicht, ich…sagte, Mum wird sicher enttäuscht sein, dass du nicht mitkommst.“

„Oh…ich…ach so. Naja…es tut mir ja leid, aber es geht nicht. Aber ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest.“

„Dir auch Hermione.“ Antwortete Harry.

„Ähm…Hermione? Kann ich dich kurz sprechen?“

„Klar Ginny. Was gibt’s?“

„Nicht hier. Komm mit.“ Und schon war die Rothaarige aufgestanden und zog eine etwas verwirrte Hermione hinter sich aus der großen Halle und hinein in eine etwas verborgenen Fensterniege.

„Und jetzt sag Hermione. Was ist los? Geht es dir gut? Du siehst furchtbar aus!“


HPHPHPHPHPHPHPHP


„Draco? Bist du wach?“ Blaise klopfte an die Tür, bekam jedoch keine Antwort. Erneut klopfte er und versuchte somit seinen Freund zu wecken. „Draco?“ Doch nichts regte sich im Zimmer und so beschloss der Zauberer einfach einzutreten und öffnete die Tür.

Es war dunkel im Zimmer. Die schwarzen Vorhänge waren immer noch zugezogen. Er selbst hatte sie am Vortag geschlossen, bevor er das Zimmer verlassen hatte. Einzig und allein der Sternenstaub spendete silbernes Licht. Vor ihm stand das Bett, in welchem Draco lag, fest in die Decke gewickelt und immer noch schlafend.

„Los! Steh schon auf. Es sind Ferien. Du verpasst noch das Frühstück.“ Blaise zog die Vorhänge beiseite, um Tageslicht in das Zimmer zu lassen. Dabei hörte er hinter sich etwas rascheln und verschlafenes Murren.

„…‘s willst du?“ Draco zog die Decke noch ein Stück höher um ganz verschwinden zu können und seine Augen vor dem Licht zu schützen. Er hatte überhaupt keine Lust, jetzt aufzustehen, geschweige denn, den Turm zu verlassen um zu Frühstücken. Er hatte keinen Hunger, eigentlich war ihm schlecht…irgendwie…er fühlte sich überhaupt nicht gut. Stattdessen wollte er einfach hier liegen bleiben. Wenn nötig auch den ganzen Tag. Er wollte den ganzen Tag im Bett verbringen und niemand sollte ihn dabei stören. Doch sein Freund machte ihm da einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.

„Na dich zum Frühstück holen. Ich weiß ja, dass du ansonsten den ganzen Tag im Bett verbringen würdest, aber nichts da mein Freund.“ Und schon hatte Blaise die warme Decke vom Körper seines Freunds gezogen.

„Mann Blaise! Hast du sie noch alle?! Mit einem Satz saß Draco in seinem Bett. Er konnte es überhaupt nicht leiden, wenn ihm jemand die Decke einfach so wegzog. Er hasste dieses Gefühl der plötzlich eintretenden Kälte…und der Schutzlosigkeit. Es war nichts mehr da, worunter er sich verstecken könnte.

Blaise betrachtete Draco nachdenklich. Er hatte gleich gewusst, dass es schwer werden würde, ihn aus dem Bett zu bekommen, dass es ihm auf keinen Fall gut gehen würde, aber genau deswegen wollte er, dass er aufstand. Er wollte nicht, dass er alleine war. „Na los, spring schnell unter die Dusche und dann gehen wir frühstücken. Du willst dich doch bestimmt von ein paar Leuten verabschieden. Sie fahren in zwei Stunden.“

„Ach komm schon. Das ist mir doch völlig egal.“ Draco ließ sich wieder zurück in seine Kissen sinken und fuhr sich mit seinen Händen müde über sein Gesicht. Er fühlte sich wie gerädert. Als hätte ihn ein Hypogreif niedergetrampelt.

„Wie…wär‘s damit?“ Blaise ließ sich aufs Bett fallen und lehnte sich an einen der Bettpfosten. „Du…machst den halben Tag lang das, was ich will und…ab…sagen wir mal 17:00 verschwinde ich kurz in meinem Schlafsaal und hole für uns die beste Flasche Feuerwhiskey die ich besitze. Deal?“

Draco blickte den schwarzen Zauberer an. „Und…was heißt das genau? Das tun, was du willst?“

„Nun ja…du gehst jetzt duschen, dann gehen wir in die große Halle um nachzusehen, was an Frühstück noch übrig ist. Du verschanzt dich nicht hier in deinem Zimmer sondern bleibst unter Leuten. Kommst in unseren Turm.“

Draco seufzte auf. Er wusste ganz genau, dass er Blaise niemals würde loswerden, wenn er nicht das tat, was er sagte. Klar, er könnte ihn einfach rauswerfen, aber dazu fehlte ihm Momentan einfach die Kraft. Aber vielleicht würde ihm ein wenig Ablenkung wirklich ganz gut tun. Einen versuch war es doch wert. Es war doch wirklich besser etwas Zeit mit Blaise und vielleicht ein paar anderen Slytherins zu verbringen, als den ganzen Tag hier zu vergammeln. Wieder seufzend setzte sich der blonde Zauberer auf. „Na schön…wie du willst. Ich hoffe dieser Feuerwhiskey schmeckt einmalig.“

„Darauf kannst du Gift nehmen.“ Grinste Blaise und sah zu, wie sich Draco aus dem Bett schleppte. Gut sah dieser wirklich nicht aus. Ablenkung würde ihm vielleicht gar nicht so schlecht bekommen. „Also beeil dich.“

Zwanzig Minuten später, waren sie bereits in der großen Halle angekommen. Immer noch herrschte reges Treiben, was auch kein Wunder war, angesichts dessen, dass viele Hexen und Zauberer heute nach Hause fahren würden. Blaise und Draco suchten sich einen Platz ganz am Ende des Tisches um nicht unnötig gestört oder belauscht zu werden. Und trotzdem fühlte sich Draco ganz und gar nicht wohl. Viel zu viele Leute wuselten um ihn rum, verabschiedeten sich lautstark von Freunden und schleppten ihre Koffer in der Gegend herum. Doch Draco versuchte sich so wenig wie möglich anmerken zu lassen.

„Weiß deine Mutter eigentlich…dass du dieses Jahr…nicht nach Hause fährst?“ fragte Blaise und schenkte sich und Draco starken Kaffee ein.
„Ich denke nicht…ich weiß nicht, jedenfalls…hab ich es ihr nicht gesagt. Es wird sie ganz und gar nicht freuen.“

„Vielleicht solltest du sie vorwarnen? Nicht dass sie am Bahnhof auf dich wartet.“

„Meine Mutter?“ Draco zog eine Augenbraue hoch. „Vater würde niemals zulassen, dass sie mich alleine vom Bahnhof abholt. Sie wird es schon bemerken, wenn er sich nicht auf den Weg nach Kings Cross macht.“

Blaise zuckte nur mit den Schultern. „Na gut, wie du meinst.“ Er überlegte fieberhaft, womit er sich mit Draco unterhalten könnte, wie er ihn auf andere Gedanken bringen könnte. „Und…hast du schon eine Verabredung für den Ball? Zoey soll ganz scharf darauf sein mit dir da hin zu gehen. Mich wundert es sowieso, dass du sie noch nicht gefragt hast. Wirst du sie noch fragen?“

Draco blickte auf. Er hatte zwar geholfen, denn bevorstehenden Ball auf die Beine zu stellen, doch er hatte sich nie darüber Gedanken gemacht. Wen er mitnehmen würde, wen er wirklich fragen sollte.
„Ähm…nein ich hab noch niemanden für den Ball…“

„Na dann wird es doch langsam Zeit, meinst du nicht?“

„Mit wem gehst du denn?“ fragte Draco und kaute lustlos an seinem Bagel.

Blaise begann zu grinsen. „Michelle Walker!“

Draco starrte ihn an. „Ist das…ist das dein…“

„Und ob das mein Ernst ist. So eine Schönheit darf man nicht aus den Augen lassen.“

„Du gehst wirklich mit…mit Walker? Sie ist doch eine…“

„…eine Ravenclaw, ganz genau!“

„Du…gehst wirklich mit einem Mädchen aus einem anderen Haus auf den Ball? Denkst du nicht, dass die anderen…“

„Draco, mir ist egal, was die anderen denken oder sagen. Und das solltest du langsam wissen. Sie ist sehr nett, hübsch und ich mag sie. Also gehe ich auch mit ihr auf den Ball.“

„Und…sie hat wirklich ja gesagt? Ich meine…versteh das nicht falsch, aber du…bist ein Slytherin. Niemand geht mit einem Slytherin zum Ball…außer ein Slytherin natürlich.“

„Tja…da siehst du, dass es doch nicht so ist.“ Blaise griff nach der Platte mit Rührei und tat sich und Draco eine große Portion auf. „Du solltest anständig essen.“

Draco seufzte. Er konnte diese Bemutterung nicht ausstehen, auch wenn er wusste, dass es nur gut gemeint war. Trotzdem hasste er es. Er griff nach der Gabel, doch er verspürte keinen Hunger. Ganz im Gegenteil, eigentlich war ihm übel und er fühlte sich mit einem Male überhaupt nicht mehr wohl. Es kam ihm so vor, als wären plötzlich viel zu viele Leute in der großen Halle. Er fühlte sich beengt, als würde er keine Luft mehr bekommen. Ihm war kalt und heiß gleichzeitig und ein unangenehmes Kribbeln breitete sich in seinen Beinen aus. Ein Kribbeln, dass ihm sagte: Lauf weg!

„Hey Blaise…ich…kann das nicht…ich meine ich fühle mich echt nicht gut. Ich hätte nicht aufstehen sollen. Am besten, ich leg mich nochmal hin…“ Draco legte die Gabel beiseite und stand auf. „Bis später.“ Und bevor Blaise noch etwas sagen konnte, war er auch schon Richtung Ausgang unterwegs. Er wollte so schnell wie möglich weg von hier. Zurück in sein Bett, unter seine sichere und warme Decke. Es war eine blöde Idee gewesen, aufzustehen.

Schnell stieg er die Treppen Richtung Turm hoch. Er wollte so schnell wie nur irgendwie möglich alleine sein.

„…geht es dir gut? Du siehst furchtbar aus!“

Das war doch die Stimme von Weasley. Draco blieb stehen und versteckte sich hinter einer Säule, als er auch Grangers Stimme vernahm.

„Ich…weiß nicht was du meinst Ginny. Mir…geht es gut. Wirklich.“

„Langsam nehm ich dir das wirklich nicht mehr ab. Du siehst so aus, als hättest du kaum mehr als…vier Stunden geschlafen!??“

„Es…waren wohl eher zwei…“ Granger klang irgendwie eigenartig. Müde, vielleicht?

„Zwei Stunden? Mensch Hermione. Was ist denn los mit dir? Was ist passiert?“

„Das…das kann ich dir nicht sagen, ich…es ist halb so wild, bitte glaub mir. Ich…brauch einfach etwas Schlaf, Ruhe…ich muss mich wirklich mal ausruhen. Aber…wenn der Ball vorbei…“

„Jetzt scheiß doch mal auf den Ball. Um Himmels Willen, es geht um deine Gesundheit!...Hermione?...“

Und dann hörte Draco etwas, dass er nie geglaubt hatte von Granger zu hören. Sie weinte. Hermione Granger weinte.

„Hermione…Nicht doch. Erzähl mir, was los ist.“

Hermione schniefte. „Einfach…einfach alles ist los…ich…bin müde, ausgelaugt…Weißt du ich…hatte noch kein einziges Mal zeit, für die Prüfungen zu lernen. Ich glaube das Amt der Schulsprecherin ist…mir einfach zu viel…ich…schaff das alles nicht mehr…“

„Was redest du da? Natürlich schaffst du das. Es kommt dir momentan alles so viel vor, weil du einfach übermüdet bist. Aber wenn du wieder klar denken kannst, dann siehst du das alles anders.“

„…und weißt du was? Ich dachte es würde mir nichts ausmachen. Ich dachte es wäre mir egal, aber das ist es nicht. Es ist mir nicht egal, dass Ron nicht mich gefragt hat.“ Wieder schluchzte Granger auf. „Ich bin nicht in ihn verliebt. Aber…ich dachte wir würden zusammen auf den Ball gehen…als Freunde…Warum hat er sich doch anders entschieden?“

„Weil mein Bruder ein absoluter Blödmann ist. Ein dummer Idiot. Das weißt du doch.“ Draco musste der Rothaarigen ausnahmsweise mal Recht geben. „Aber du wirst jemanden finden, der mit dir da hin geht!“

„Und wenn nicht? Ginny, der Ball ist in knapp einer Woche. Wie soll ich da jemanden finden? Es hat mich niemand gefragt. Und ich habe noch immer kein Kleid. Was wenn wir in Hogsmead nichts finden? Ich hab‘ kaum noch Geld und…Ich kann mir auf keinen Fall erlauben, alleine aufzukreuzen. Nicht als Schulsprecherin!“

„Hermione. Hör mir zu. Hör auf zu weinen und atme tief durch! ...Gut…Du wirst auf alle Fälle jemanden finden. Jemand der so hübsch und klug wie du ist, wird auf keinen Fall alleine auf einen Ball gehen. Und wegen dem Kleid mach dir keine Sorgen. Wir finden etwas. Das verspreche ich dir. So…und jetzt sagst du mir, was dir wirklich auf dem Herzen liegt, denn das was du mir gerade erzählt hast, reicht noch lange nicht um bei Hermione Granger einen Nervenzusammenbruch zu verursachen. Oder?“

„Nein…nein du hast Recht.“ Granger schniefte erneut auf, schien sich aber etwas beruhigt zu haben. „Aber…ich kann dir nicht sagen, was los ist.“

„Versuch es doch einfach…vielleicht geht es dir dann besser. Fang doch am besten da an, warum du so wenig geschlafen hast!“

„OK…OK gut…“

Dracos Herz begann wild zu klopfen. Sie würde doch nicht…das konnte sie doch nicht machen. Sollte er an ihnen vorbeigehen? Vielleicht würde Granger das einschüchtern und sie würde die Klappe halten.

„Gestern Nacht…gab es einen Vorfall…ich…Jemand brauchte meine Hilfe…und…es hat viel Zeit in Anspruch genommen, weswegen ich kaum geschlafen habe. Ich…hatte angst, dass…wenn ich ins Bett gehen würde, denjenigen alleine lassen würde…würde es wieder beginnen…dieser Vorfall…und deshalb war ich die ganze Nacht lang wach…hab‘…aufgepasst.“

„Und…was genau…ist da passiert?“ fragte Weasley.

„Das weiß ich selbst nicht. Und wenn, ich könnte, dürfte es dir nicht verraten…“

„OK…schon gut. Aber…das erklärt nur, wieso du heute so müde bist, nicht aber deine Gereiztheit, schlechte Laune und Übermüdung der letzten Wochen…“

Granger seufzte laut. „Ich…ich hatte nie im Leben gedacht, dass…es wirklich so…so anstrengend sein würde…mit Malfoy zusammenzuwohnen…ich meine…ich dachte er würde mich ununterbrochen beleidigen, mir das Leben schwer machen, du…weißt schon aber…das tut er nicht…“

„Aber…das ist doch gut oder? Wir sind doch mittlerweile fast erwachsen. Auch er wird eingesehen haben, dass er mal von seinem hohen Ross runtersteigen sollte…“

„Aber…das ist es nicht…weißt du…ich…hab in letzter Zeit sehr viel mitbekommen und…“ Granger seufzte erneut. „Ich weiß gar nicht, wie ich dir das erklären soll…“

„Das…musst du nicht Hermione. Ich glaube, ich weiß so ungefähr was du sagen willst. Er…hat bestimmt kein leichtes Leben, wenn ich mir seinen Vater so ansehe. Und bestimmt wird er selbst schon gemerkt haben, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Ich kann mir schon vorstellen, dass er…verwirrt ist…nicht weiß wo er hingehört…“

„Aber…Ginny…ist es normal, dass ich…dass ich mir…Sorgen mache? Dass es mir schlecht geht, weil es…ihm schlecht geht?“ Granger war immer leiser geworden und trotzdem konnte Draco alles verstehen, was sie sagte.

„Natürlich ist das normal, Hermione. Es wäre nicht normal, wenn du dir keine Sorgen machen würdest. Dafür sind wir Gryffindor doch bekannt. Mitgefühl! Selbst wenn du ihn nicht leiden kannst ist es normal so zu fühlen…ich meine du…lebst mit ihm zusammen. Ich möchte jemanden sehen der mit ihm zusammenwohnt und es ihm trotzdem egal ist.“

„Tja…da könnte ich dir einige nennen. Ron steht da an erster Stelle. Dicht gefolgt von Harry. Und Fred und George streiten sich um Platz drei und vier.“

Weasley musste lachen. „Da könntest du vielleicht sogar Recht haben. Aber…hör zu…du brauchst jetzt erst mal Schlaf. Und zwar ganz dringend. Und du wirst so viel zu Mittag essen, wie du nur kannst. Ich sag Dobby, dass er ein Auge auf dich werfen soll. Das wird schon alles wieder. Vertrau mir.“

„Ja. Du hast ja recht…ist nur nicht schön, wenn…alles zusammenkommt…“

Draco fühlte sich…eigenartig…er wusste nicht genau, wie er beschreiben sollte, wie er sich fühlte, aber eines wusste er. Dieses Gefühl mochte er ganz und gar nicht. War es…Mitleid? Nein, das kannte er doch nicht…warum beschäftigte es ihn? Warum war es ihm nicht egal, dass Granger so fertig war? Machte er sich etwa…Vorwürfe? Noch nie in seinem Leben hatte er sich Vorwürfe gemacht. Er hatte auch gar nicht gewusst, wie sich so etwas anfühlte…bis heute. Aber vielleicht war er auch einfach nur verwirrt. Verwirrt von allem was passiert war. Und vielleicht würde er bald wieder der Alte sein. So wie früher. Vielleicht würde ihn dann das alles nicht mehr kümmern.

„Du wirst sehen Hermione, alles wird gut. Mach dir nicht so viele Sorgen. Ich weiß, dass der Ball großartig werden wird. Und sobald dieser vorbei ist, wirst du auch genug Zeit haben, für deine Prüfungen zu lernen. Ich…hab‘ auch noch nicht angefangen und ich muss dieses Jahr meinen ZAG’s ablegen. Und…was Malfoy betrifft…vielleicht solltest du einfach etwas auf Abstand gehen. Ich meine…klar, das ist schwer wenn man sich einen Turm teilen muss, aber…geh ihm einfach eine Zeit lang aus dem Weg. Vielleicht geht es dir dann wieder besser.“

„Ja Ginny. Ich…wird’s versuchen. Und…jetzt sollte ich mich von den anderen verabschieden.“

„Das hast du doch schon. Sie sind dir bestimmt nicht böse, wenn du jetzt gleich ins Bett gehst.“

Er hörte Granger seufzen. „Wahrscheinlich hast du auch in diesem Punkt Recht.“

„Also dann. Ich hoffe du hast schöne Ferien. Erhol dich gut.“

„Das werde ich.“

„Also gut, wir sehen uns Hermione.“

Und dann hörte Draco die Rothaarige Hexe verschwinden. Draco wagte es nicht, sich zu bewegen. Granger war immer noch da. Wohlmöglich wischte sie sich ihre Tränen weg, damit niemand sehen würde, dass sie geweint hatte. Und so blieb er weiter hinter der steinernen Säule versteckt und dachte über das gesagte nach. Er war zum größten Teil Schuld an Grangers Nervenzusammenbruch. Und allem Anschein nach hatte sie seinetwegen nicht geschlafen. Aber weshalb? Sie hatte doch nur kurz nach ihm gesehen…oder etwa nicht? War sie länger bei ihm geblieben? Er hoffte es nicht. Ihm war unwohl zumut, wenn er daran dachte, sie könnte die ganze Nacht bei ihm genblieben sein. Wieso hatte er sie nicht weg geschickt? Bestimmt hatten ihn die Zaubertränke benebelt und er konnte nicht klar denken. Aber jetzt war es ohnehin zu spät noch etwas zu ändern.
Als Draco sicher war, dass Granger gegangen war, kam er aus seinem Versteck hervor und vergewisserte sich, dass sie auch wirklich gegangen war. Dann machte er sich selbst auf den Weg in den Turm. Er wollte nur noch in sein Zimmer und alleine sein. Alleine mit sich und seinen Gedanken.

HPHPHPHPHPHPHPHP


Hermione hatte den Rat von Ginny befolgt und war Malfoy zwei Tage lang erfolgreich aus dem Weg gegangen. Gestern Abend war zwar Weihnachten und es gab eine kleine Feier in der großen Halle, für alle Schüler die hier geblieben waren, aber diese Begegnung mit Malfoy zählte sie nicht. Sie hatte ja nicht einmal mit ihm geredet.
Stattdessen wurde sie von Parvati und Padma Patil über die neuesten Umhänge für Hexen, die es unbedingt zu kaufen galt zu getextet. Aber das war ihr immer noch lieber, als Weihnachten alleine in ihrem Turm zu verbringen. Die vier Haustische waren an diesem Abend verschwunden, es würde ja auch lächerlich aussehen, wenn an jedem Tisch nur eine Hand voll Schüler sitzen würden. Stattdessen gab es einen großen Tisch für alle, in der Mitte des Saals der reichlich gedeckt war, mit Köstlichkeiten, die man sich kaum vorstellen konnte. Da hatten die Hauselfen mal wieder tolle Arbeit geleistet. Hermione wurde etwas schwermütig, als sie daran dachte, dass die Hauselfen selbst an Weihnachten nicht frei bekamen und schwer arbeiten mussten.

Hermione streckte sich ausgiebig in ihrem Bett und blinzelte der Sonne entgegen. Immer wieder hallte eine Frage in ihrem Kopf. Eine Frage, auf die sie noch keine Antwort wusste. Und das machte sie Wahnsinnig. Sie wusste doch immer die Antworten auf alle Fragen. Warum wollte ihr jetzt keine einfallen? Wie zum Teufel nochmal sollte sie Dumbledors Bitte erfüllen, wenn sie Malfoy aus dem Weg ging? Wie sollte sie ihn da zum Nachdenken bewegen? Vielleicht war es doch keine so gute Idee gewesen, ihn völlig zu ignorieren und vielleicht sollte sie sich wieder so verhalten, wie sonst auch.

Die Hexe streckte sich erneut und setzte sich auf. Dabei fiel ihr Blick auf einen Haufen mit Genschenke am Ende des Bettes. Das bunte Papier mit den hübschen Schleifen glitzerte in rot, gold, blau, silber und blau. Das Sonnenlicht ließ es nur so funkeln. Also schnappte sie sich das oberste Päckchen, ein Geschenk von Molly und Arthur Weasley und wickelte es langsam aus. Mrs. Weasley hatte eine neue Mütze und einen dazu passenden Schal für sie gestrickt. So wie jedes Jahr hatte sie auch noch ein paar köstliche Pasteten und selbstgemachte Bonbons dazugelegt. Und wie jedes Jahr, freute sich Hermione über dieses Geschenk. Auch Harry, Ron und Ginny hatten ihr Geschenke geschickt, mit je einen Brief in dem sie zwar über ihren Aufenthalt im Fuchsbau berichteten, aber Hermione merkte schnell, dass sie sich abgesprochen hatten, was sie ihr schreiben würden. Und natürlich hatten sie auch aufgepasst, es nicht all zu lustig klingen zu lassen, mit dem Wissen, dass sie, Hermione nicht so tolle Ferien hatte. Nichts desto trotz freute sie sich, von ihren Freunden zu hören.

Ihr Blick fiel auf das letzte Geschenk, das in wunderschönes silbernes Papier gewickelt war, verziert mit einer goldenen Schleife. Hermione konnte nicht erahnen, von wem dieses Geschenk hätte sein können, denn sie hatte bereits alle Geschenke von den Menschen geöffnet, denen sie ebenfalls etwas für Weihnachten besorgt hatte. Langsam zog sie das Paket zu sich, es war schwerer als sie gedacht hatte und begann es vorsichtig auszuwickeln. Sie grübelte, ob sie vielleicht jemanden vergessen hatte, doch das hatte sie nicht. Sie hatte sogar an Fred und George gedacht. Als Dankeschön dafür, dass sie ihr in einer wichtigen Angelegenheit halfen, hatte sie den Beiden Schildlausblut, eine wichtige Zutat für ihre nasch und schwänz Leckereien geschenkt. Und sie selbst bekam etwas aus deren Sortiment. Wer also könnte ihr dieses Paket geschickt haben?
Sie hatte das Papier entfernt und zum Vorschein kam eine einfache Schachtel. Neugierig hob sie den Deckel an und erblickte buntes Seidenpapier, das etwas umhüllte und darauf lag ein Umschlag mit ihrem Namen. Ein Zucken durchfuhr Hermiones Körper. Sie kannte diese Schrift. Sie hatte diese fein säuberliche Handschrift schon öfter gesehen, doch ihr wollte nicht einfallen, wo. Langsam strich sie das Seidenpapier zur Seite und brachte somit den gesamten Inhalt der Schachtel ans Tageslicht.

„Du…du meine Güte!“ brachte Hermione atemlos hervor, als sie den Inhalt behutsam hervorholte und bewunderte. Das konnte doch nicht wahr sein. Sie war sprachlos. Und dann fiel ihr wieder ein, wer diese Handschrift besaß. Es war Draco Malfoy’s. Aber…warum in Merlins Namen sollte er ihr ein solch kostbares Geschenk machen? Sie musste sich irren. Schnell schnappte sie sich den Brief und öffnete ihn.
Als Wiedergutmachung für letzten Freitag. Ich dachte mir, Weihnachten würde dazu eine gute Gelegenheit bieten.

Da du eine kluge Hexe bist, wirst du bestimmt wissen, was du da in den Händen hältst. Er nennt sich Xibalbá. Nur sehr wenige Zauberer besitzen Teile davon. Vielleicht hast du schon einmal von diesem sterbenden Stern gehört, in Muggelmythen. Die Maya nannten so ihre Unterwelt, den Ort, an dem ihre Seelen wiedergeboren werden. Und dieser Stern ist von einem goldenen Nebel umgeben. Sie hatten eigentlich gar nicht so unrecht mit ihrem Glauben, denn dadurch, dass Xibalbá stirbt, werden tausende neue Sterne geboren und das ununterbrochen. Was nur möglich ist, weil der Nebel verhindert, dass Xibalbá ganz auseinanderfällt.

D.M.


Immer noch nicht konnte Hermione fassen, was sie da in den Händen hielt. Es war ein Einmachglas. Ganz so, wie sie es in Malfoys Schlafzimmer gesehen hatte, nur dass statt dem silbernen Sternenstaub in seinem Glas, goldener in ihrem war. Wunderschön funkelnd schwebte dieser, gepaart mit dem Nebel dahin und zog so kunstvolle Schlieren durch die Luft.

Hermione atmete tief durch. Sie war überwältigt von dessen Anblick, war sich aber auch bewusst, dass sie in ihrem ganzen Leben niemals so viel verdienen würde um sich so etwas selbst kaufen zu können. Und genau deswegen konnte sie es auch nicht behalten. Sie musste es zurückgeben, auch wenn es die Höflichkeit eigentlich verlangte, Geschenke zu behalten, sie konnte es einfach nicht annehmen. Sie würde sich nicht wohl dabei fühlen.

Entschlossen stand sie auf, mit dem Glas in der Hand und verließ ihr Zimmer. Sobald sie Malfoy über den Weg laufen würde, würde sie es ihm zurückgeben. Diese Gelegenheit bot sich auch sogleich, denn der Blonde saß bereits im Gemeinschaftsraum mit einem Buch in der Hand und blickte auf, als sie eintrat. Sofort war ihr alles entfallen, was sie ihm sagen wollte und begann zu stammeln.

„Ähm…h…hey…ich…“ So würde das nie etwas werden. Also räusperte sie sich und setzte von neuem an. „Ich…Malfoy das kann ich nicht annehmen. Wenn ich nur halb so klug bin wie die Meisten sagen, dann weiß ich, dass das hier…“ sie hielt das Glas etwas höher.
„…mehr als nur ein Vermögen gekostet hat und…und…“ wieder geriet sie ins stocken.

„Es…ist unhöflich, ein genschenk zurückzugeben.“ Antwortete Malfoy ruhig.

„Das…das weiß ich und es…fällt mir auch gerade unheimlich schwer, weil es doch…so wunderschön ist…aber…“ doch sie wurde von dem Zauberer unterbrochen.

„Dann lass es doch.“

Dann lass es doch? Das war‘s? Sie konnte doch nicht einfach dieses wertvolle Geschenk einfach so behalten…oder etwa doch?...“Ich…danke dir!“ sagte sie leise, worauf hin Malfoy wieder sein Buch hob. Begriffen hatte Hermione das jedoch immer noch nicht. Und so betrachtete sie noch einmal den wunderschönen Sternenstaub, war mehr als nur beeindruckt und fühlte eine innere Wärme. Dass dieser Tag noch mehr Überraschungen in sich barg, wusste sie zu dieser Zeit noch nicht.

HPHPHPHPHPHPHPHP



Hermione war der Tag viel zu lange vorgekommen. Daran lag der Nachteil an Ferien in Hogwarts, wenn kaum Schüler hier waren. Ihre Freunde und fast alle anderen Personen mit denen sie ab und an gerne redete waren nach hause gefahren. Das einzig Positive daran war, dass sie nun endlich fertig war, mit der Planung des Balls und dass ihr nun endlich wieder Zeit blieb, in die Bibliothek zu gehen um zu lernen. Aber so hatte sie auch wieder mehr Zeit, nachzudenken und sich Sorgen zu machen. Sie hatte natürlich versucht, Ginnys Rat umzusetzen und sich nicht mehr so viele Sorgen zu machen, aber es war einfach unmöglich. Wie konnte sie sich nicht ständig über Malfoy, den Todessern und den Krieg nachdenken? Den Krieg, der unmittelbar bevorstand?

Hermione hatte begonnen, eine Liste zu schreiben. Ja, sie liebte Listen, aber sie halfen ihr auch dabei, ihre Gedanken und Pläne zu sortieren. Und das musste sie ganz dringend. Nach den Ferien wollten sie die DA wieder ins Leben rufen um sich bestmöglich auf den Krieg vorzubereiten. Dabei sollten sie diesmal jedoch nicht nur Zauber lernen und üben, sondern sie mussten lernen, sich richtig zu duellieren, zu kämpfen. Und dafür galt es, einen guten Trainingsplan zu entwickeln. Sie mussten ihre Reflexe und Reaktionen trainieren und das war nicht so einfach. Aber Hermione war sich sicher, der Raum der Wünsche würde auch dafür einen perfekten Platz auf die Beine stellen.

Trotz diesen ganzen Überlegungen und der Arbeit, wollte die Zeit einfach nicht vergehen. Hermione war froh, dass Harry, Ron und Ginny in zwei Tagen wieder zurückkamen. Das Abendessen war gerade beendet worden und Hermione war auf dem Weg zurück in ihren Turm. Immer noch gab es nur einen Tisch in der großen Halle und dabei versuchten Slytherins und Gryffindors so weit wie möglich voneinander entfernt zu sitzen. So war auch sie wieder so weit wie möglich von Malfoy weg gesessen. Solange sie nicht wusste, wie sie Dumbledores Bitte erfüllen sollte, dachte sie, wäre es besser, nicht zu nah an ihm dran zu sein. Denn sie war so oder so noch immer genug von ihm umgeben. Aber vielleicht war das gar nicht so schlecht.
Vielleicht würde sie so rausfinden können, was er vorhatte. Denn sie wusste ganz genau, dass er etwas vorhatte. Sie hatte ihn drei Mal dabei gesehen, wie er aus dem verbotenen Wald kam. Aber bis jetzt konnte sie sich nicht erklären, was er darin tat.

Die Hexe hatte endlich ihr Zimmer erreicht. Es war zwar noch nicht spät, aber sie war geschafft. Jetzt wollte sie nur noch duschen und dann ein Buch lesen, dass nichts mit Krigen, Kampf und Zaubersprüchen zu tun hatte. Auch von Schulbüchern hatte sie für heute die Nase voll. Etwas klassische Muggelliteratur würde ihr bestimmt guttun. Sie schloss die Tür hinter sich und legte ihren Umhang ab. Die Hauselfen hatten bereits ein behaglichesFeuer im Kamin entfacht, sodass sich eine wohlige Wärme in ihrem Zimmer ausbreitete. Und dann fiel ihr Blick auf das Bett und sie erstarrte einen Augenblick. Denn sie konnte ihren Augen nicht trauen. Lag da wirklich das, was sie glaubte zu sehen? Hermione ging auf ihr Bett zu und wirklich, da lag das schönste Kleid, dass sie je gesehen hatte. Es bestand aus kostbarer silberner Seide und schwarzer Spitze.
Wunderschön lag es da und dazu eine passende schwarze venezianische Maske mit silberner Verzierung.

„Das…darf doch nicht wahr sein…“ Vielleicht war es ein verspätetes Weihnachtsgeschenk? Aber es war keine Karte dabei und überhaupt,…wer wusste, dass sie ein Kleid brauchte? Hatte Ginny es wohlmöglich ausgeplaudert? Vielleicht hatte ihr heimlicher Verehrer Wind davon bekommen.

Hermione schüttelte den Kopf und musste lächeln. Sie fragte sich, wann sich ihr Verehrer zu erkennen geben würde. Sie hoffte, noch vor dem Ball.



HPHPHPHPHPHPHPHP



Jaaa.....das wars wieder und nächstes Mal kommt dann der lang ersehnte Ball!!!! ;) Freue mich natürlich wieder über jedes Kommi und ich hoffe ich finde bald wieder Zeit, ein neues Kapitel zu schreiben!

Bussi bella_isa!!! :)


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