The mess i made - Silvester
von bella_isa
Halloooo meine Lieben! Da ich endlich mit meinen Seminararbeiten fertig bin und nun auf meine Abschlussarbeit hinsteuer, dachte ich mir, ich schreibe euch schnell ein kurzes Kapitel, als kleines Leckerli XD....tja und sieh an, es ist elends lang geworden! XD hoffe ihr freut euch darauf!
@ PotterProfi: Vielen vielen Dank für dein Kommi und ich freue mich wirklich, dass es dir so gut gefällt. Ich weiß, momentan stehen noch viele Fragen im Raum, aber ich verspreche, nach und nach wird alles gelüftet :) nUnd jaaaa.....die lieben lieben Rechtschreibfehler XD passiert leider, wenn man nachts um halb 1 schreibt...sorry. Hoffe, ist nicht all zu schlimm :)
Aber jetzt geht es weiter, viel spaß!!!!!!!
bussi baba bella_isa
Mein liebster Draco,
du hast dich seit Tagen nicht mehr gemeldet und ich mache mit wirklich Sorgen um dich. Es stimmt mich traurig, dass du beschlossen hast, Weihnachten nicht zu Hause zu verbringen, hast du dich doch immer so gefreut, mal aus dem Schloss zu kommen.
Aber angesichts der momentanen Umstände, ist es für mich doch nachvollziehbar, dass du dieses Jahr nicht hier bist. Vielleicht tut dir etwas Abstand auch ganz gut.
Wie du dir vorstellen kannst, ist dein Vater ganz und gar nicht begeistert, aber du weißt ja, wie er ist. Er hätte am liebsten das ganze Haus in Schutt und Asche gelegt, er neigt eben zur Übertreibung. Aber mittlerweile hat er sich wieder beruhigt.
Das Fest war eigentlich ganz gut. Leider konnten wir nicht im kleinen Kreise feiern, aber das macht nichts.
Ich hoffe es geht dir gut mein Sohn. Ich wünschte, ich könnte dich bald wieder sehen und auch dein Vater freut sich, wenn er dich wieder sehen kann. Aber ich weiß selbst, dass du dort wo du bist, momentan besser aufgehoben bist. Aber wenn es soweit ist, wirst du all deine Kräfte zusammennehmen müssen, die dir zur Verfügung stehen, um unseren guten Ruf in Ehren zutragen. Aber ich weiß, dass du diese Stärke besitzt.
In Liebe
Deine Mutter Narzissa
Der Brief lag zerknüllt in einer Ecke des Turms, zusammen mit Pergamentfetzen. Er war…so verdammt wütend…ja, wütend traf es am Besten. Anders könnte er es nicht ausdrücken. Sie wusste doch was passiert war. Sie wusste es ganz genau…das dachte er zumindest und sie hatte nichts unternommen um es zu verhindern. Und jetzt beklagte sie sich darüber, dass er nicht zu Hause war, nicht bei ihr war. Und nun sollte er auch noch auf ihre Briefe antworten. Drei Stück in vier Tagen hatte sie ihm geschrieben, in der Hoffnung auf eine Antwort, einem Lebenszeichen ihres Sohnes.
Nun hatte er sich endlich dazu durchgerungen, ihr zu antworten, aber er wusste nicht, was er ihr hätte schreiben sollen. Etliche angefangene Briefe lagen zerrissen oder zerknüllt am Boden zerstreut.
Liebste Mutter……
Hallo Mutter,
du weißt bestimmt, warum ich dieses Jahr nicht nach Hause gekommen bin…
Mutter,
du glaubst, du weißt, warum ich hier geblieben bin? Das weißt du mit Sicherheit nicht. Es geht dabei nicht um…die Versammlungen oder ähnliches, es geht dabei um…
Mutter,
du weißt was passiert ist und ich finde es enttäuschend, dass du die Augen davor verschließt, dass du so tust, als wäre nichts geschehen. Du warst doch da, hast gewusst, was passieren würde, aber wieder mal hast du dir von deinem Mann den Mund verbieten lassen.
Du hast nichts getan, um es zu unterbinden. Insgeheim wolltest du vielleicht selbst, dass diese Tradition fortgeführt wird. Weil du doch so stolz darauf bist. So stolz darauf, dass Lucius dieses Ritual durchführen durfte und nicht ER. Dass ER es Lucius erlaubt hat. Du bist einfach verschwunden und ich war wieder allein.
Ich dachte immer, Eltern sind dazu da, ihre Kinder zu beschützen, aber da habe ich mich wohl getäuscht…du hast mich enttäuscht. Ja ich weiß, so redet man nicht mit seinen Eltern, aber es ist, wie es ist. Du hast es zugelassen, dass diese Tradition, von der du ganz bestimmt weißt, fortgeführt wurde.
„Ich bin so verdammt stolz auf dich mein Sohn“ hat er danach gesagt. „Auch du wirst eines Tages, wenn die Zeit reif ist, deinen Sohn oder deine Tochter damit vertraut machen.“ Das werde ich nicht. Selbst wenn ich dafür über Leichen gehen muss. Diese „Tradition“ wird enden. Wird gebrochen werden, das kannst du ihm ausrichten.
Wir sehen uns, wenn er mich ruft,
dein Sohn
Draco legte die Feder weg und betrachtete den Brief, sah, wie die schwarze Tinte zu trocknen begann. Und dann, ganz plötzlich schnappte er sich den Brief, zerriss ihn in Fetzen und warf diesen, zusammen mit dem Brief seiner Mutter und den Schreibversuchen, die er erreichen konnte in den Kamin, in der noch Glut etwas Wärme abgab. Es war eine Genugtuung zuzusehen, wie die Pergamentblätter langsam schwarz wurden und sich in Asche verwandelten.
„Alles…in Ordnung?“
Draco schloss für einen Moment genervt die Augen. Natürlich. War doch klar. Granger musste mal wieder hier herumschleichen. Und natürlich hatte sie nichts Besseres zu tun, als sich in Angelegenheiten anderer einzumischen.
„Es geht mir blendend Granger. Sieht man doch.“ Sagte er in einem Tonfall, der nur so vor Sarkasmus tropfte.
„Aber…“
„Ach fick dich Granger!“ damit sprang Draco auf und verschwand aus dem Gemeinschaftsraum.
Hermione seufzte auf. Warum war es ihr eigentlich so wichtig, immer wieder mit Malfoy in Kontakt zu treten? Warum konnte sie ihn nicht einfach ignorieren? Sie legte ihre Tasche ab und setzte sich müde auf die Couch. Sie hatte den ganzen Tag gelernt um sämtlichen Stoff aufzuholen und auch noch ein paar Kapitel durchzugehen, die noch nicht behandelt wurden. Sie wollte vorbereitet sein, wenn nach den Ferien der Unterricht wieder losgehen würde. Und natürlich musste sie sich auch auf die bevorstehenden Prüfungen vorbereiten.
Es herrschte ein ziemliches Durcheinander im Gemeinschaftsraum. Überall lagen Pergamentplätter, teilweise sogar vollgekritzelt. Selbst Feder und Tinte lagen noch auf dem Tisch vor ihr und es sah so aus, als wäre die Feder gerade benutzt worden. Und im Kamin lagen verkohlte Pergamentreste.
Hermione hob ein Blatt vom Boden auf. Ein paar Zeilen waren darauf zu lesen, teilweise durchgestrichen.
Liebste Mutter,
ich muss mich über meinen Verbleib nicht rechtfertigen…
Mutter,
warum hast du nicht…
Auf allen Zetteln waren angefangene Briefe an Malfoys Mutter zu lesen, doch kein einziger war zu Ende geschrieben worden. Doch ein Brief war länger und dieser erweckte Hermiones Aufmerksamkeit.
Hallo Mutter,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Es ist schwer, das alles in Worte zu fassen, vor allem, wenn man im Grunde keine Ahnung hat, wie man sich eigentlich fühlt. Ihr habt es mir nie beigebracht…Gefühle…ein eigenartiges Wort, dessen Bedeutung ich nicht ganz verstehe. Körperlicher Schmerz…ja, das fühle ich…
Du bist enttäuscht? Enttäuscht weil ich dich alleine lasse? Dann muss ich dir sagen, dass auch ich enttäuscht bin. Enttäuscht von dir, dass du nichts unternommen hast, dass du gegangen bist und mich alleine gelassen hast. Du wusstest davon. Du wusstest was passieren würde, aber du hast nichts dagegen unternommen. Vermutlich wolltest auch du, dass diese Tradition fortgesetzt wird. Vermutlich dachtest du dir, dass es eine große Ehre ist, dass dein Mann es tun darf, dass ER es ihm erlaubt hat. Aber hast du einen Moment daran gedacht, wie es mir dabei gehen würde? Ich denke nicht, denn dann wärst du nicht einfach gegangen und hättest damit mein Schicksal besiegelt. Du wärst bei mir geblieben und hättest deinem Mann das erste Mal in deinem Leben gegenübergestanden und hättest ihm gesagt, dass du damit nicht einverstanden bist.
Weißt du was er mir sagte, als das Ritual vollzogen war? Er sagte, er hätte so lange darauf gewartet, hätte so lange davon geträumt. Es sei eine Ehre, dass er dies vollziehen durfte und dass ich auch eines Tages so weit wäre, diese Rolle zu übernehmen. Aber du kannst deinem geliebten Ehemann ausrichten, dass ich das nicht tun werde. Denn diese Tradition wird mit mir sterben. Das kannst du ihm sagen. Denn ich würde nie im Leben
„Was zum Teufel fällt dir ein?“
Hermione schreckte hoch und ließ dabei den Brief, den sie gerade gelesen hatte fallen. „Malfoy..ich…“ Sie sah blanke Wut in seinem Gesicht. Warum in Gottes Namen musste sie auch immer so verdammt neugierig sein? Warum konnte sie sich nicht ein einziges Mal aus Angelegenheiten anderer raushalten? „Ich…hab nicht…“
„Du hast WAS nicht? Hat man dich nicht gelehrt, dass man nichts anfasst, das einem nicht gehört?“ Malfoy bebte vor Zorn.
„Ich…ich hab nicht…“ doch weiter kam Hermione mit ihren Erklärungen nicht, denn im nächsten Moment hatte Malfoy sie, wie schon so oft an die nächste Wand gedrückt. Doch dieses Mal verspürte sie große Angst. Denn sie spürte, wie sich Malfoys Zauberstab fest gegen ihren Hals drückte. „Hör…hör auf…bitte…“flüsterte sie zittrig.
„Ich hab die Schnauze voll von dir Granger.“ Er drückte den Zauberstab tief in ihr Fleisch. Am liebsten hätte er ihr einen Fluch aufgehalst, waber er wusste, dass er dann Schwierigkeiten bekommen würde. „Ich will, dass du dich von mir fernhältst. Verstanden, ansonsten kann ich für nichts garantieren. Du widerst mich an Granger. Du deine kleinen Freunde. Steckt eure Nasen in Angelegenheiten, die euch nichts angehen. Aber nicht mit mir. Mann sollte dir mal Benehmen beibringen!“
„Hör…hör mir zu! Bitte!“ Hermione versuchte krampfhaft ihre Tränen zu unterdrücken. „Ich…ich wollte bloß…bloß aufräumen…“ sie schluckte hart. Es viel ihr schwer, überhaupt einen Ton herauszubekommen, denn Malfoy presste ihr die Luft aus dem Körper und sie konnte kaum atmen. „Ich wollte nicht…“
„Darüber denkt man nach, bevor man in die Privatsphäre eines anderen eindringt!“ schrie Malfoy und warf sie kraftvoll zu Boden. Dabei immer noch den Zauberstab auf sie gerichtet.
Hermione konnte sich gerade noch mit ihren Händen abfangen. Sie hört, wie Malfy einen Fluch auf sie zuschoss und konnte sich gerade noch rechtzeitig hinter einen Ohrensessel retten. Er war wahnsinnig geworden. Schnell zückte Hermione ihren eigenen Zauberstab. „Malfoy! Hör auf damit! Ich wollte nicht…“ Doch neben ihr zersprang eine Vase. „Stupor!“ schrie sie, doch der Zauber verfehlte Malfoy. Deshalb blieb sie weiterhin geduckt, dort wo sie war. „Malfoy, das ist doch lächerlich. Ich…Es tut mir leid Ok? Ich weiß dass ich manchmal zu neugierig bin, aber…ich…ich schwöre, ich habe nichts gelesen, dass du…wohlmöglich vor…vor jemanden verbergen würdest…“
„UND DAS KANNST DU BEURTEILEN? WER GIBT DIR DAS RECHT, DAS ZU BEURTEILEN?“Malfoy schrie. Er hatte seine Wut nicht mehr unter Kontrolle und schleuderte erneut einen Fluch nach Hermone. Diese konnte ihn mit einem Protego gekonnt abwehren. Sie stürmte auf die Treppe zu. Sie hatte wahnsinnige Angst. Malfoy war schon immer unberechenbar, wenn er wütend wurde. Sie schoss erneut einen Schockzauber auf Malfoy, ohne dabei nach hinten zu sehen und wusste so auch nicht, ob sie ihn getroffen hatte…hatte sie nicht…
„Sektum sempra!“
Ein gewaltiger schneidenter Schmerz breitete sich seitlich an ihrem Hals aus und Hermione stürzet erneut zu Boden. Dabei fiel ihr der Zauberstab aus der Hand. Doch sie wäre ohnehin nicht mehr in der Lage gewesen, sich weiter zu verteidigen, denn das Blut schoss in Strömen aus der klaffenden Wunde hervor und durchtränkte ihre Bluse. Sie bekam kaum noch Luft und konnte auch nicht mehr klar denken. Sie musste unter einer Art Schock stehen. Ihre Hand tastete nach ihrem schmerzenden Hals und fühlte etwas Feuchtes und klebriges.
„Scheiße…nein…“ Malfoy stürmte auf sie zu. „Granger? Kannst du mich hören? Hey!“ Erst jetzt konnte er das Ausmaß der Verletzung, die durch ihn verursacht wurde sehen…und es sah nicht gut aus. Der Schnitt klaffte weit auseinander. Schnell drückte er seine Hand auf ihren Hals, doch das Blut sickerte einfach durch seine Finger hindurch und rann an seinem Handgelenk entlang. „Nein, nein, nein!“ Sein Herz rast wie verrückt. Was hatte er nur angerichtet?
Hermione schrie vor Schmerzen auf. Es fiel ihr schwer, die Augen offen zu behalten. Der Schmerz hatte sich über ihren gesamten Hals ausgebreitet und pochte wie wild. Als sie aufsah, blickte sie in verzweifelte silberne Augen.
„Ich…hab das gleich wieder…Ok?“ Malfoys Stimme zitterte. In Windeseile zog er sich sein Hemd aus und drückte es auf Hermiones Hals. Und das so, dass ihr Nacken von seinem Arm gestützt wurde. Dann legte er seinen anderen Arm unter ihre Beine, hob sie hoch und stürmte die Treppen hoch ins Badezimmer, wo er sie behutsam am Boden ablegte. Dann sprang er auf und durchwühlte seinen Schrank. „Nicht einschlafen Granger! Erzähl mir etwas. Na los.“
„W…was?“ krächzte Hermione.
„Welche Zutaten gehören in einen Schlaftrank?“ hektisch schob Malfoy Fläschchen beiseite.
„Zu…Zutaten? Ich…bin so müde…“ der enorme Blutverlust machte sie benebelt wie es schien und so konnte sie auch kaum noch einen klaren Gedanken fassen.
„Welche Zutaten Granger?“
Hermone schnappte nach Luft. Sie war so verdammt müde, wollte sich nicht anstrengen, doch Malfoy gab keine Ruhe. „Wer…Wermut und…Schrumpelfeigen…Aal…Aalaugen…und…“
„Sehr gut Granger!“ Malfoy hatte sich wieder auf den Boden gekniet und entfernte sein Hemd von ihrer Wunde, welches sich schon vollgesogen hatte. Dann ließ er drei Tropfen einer Gelben Flüssigkeit auf ihre Wunde tropfen um die Blutung zu stoppen. „Hier, trink das. Blutbildender Zaubertrank.“ Er entkorkte das Fläschchen und steckte es ihr in den Mund, damit sie den Inhalt trinken konnte.
Die Wirkung trat augenblicklich ein. Hermione bemerkte, wie ihr Kreislauf wieder angekurbelt wurde und sich eine wohlige Wärme in ihrem Körper ausbreitete. Doch das atmen fiel ihr immer noch schwer.
Malfoy derweilen legte seinen Zauberstab an die Wunde und begann damit, sie zu verschließen. Das ging nur sehr langsam von statten, denn seine Hand zitterte wie verrückt. Auch er stand unter Schock und begriff immer noch nicht, was gerade passiert war. Was er eigentlich angerichtet hatte. „Es ist gleich vorbei. OK? Es wird auch keine Narbe zurückbleiben. Wie…wie fühlst du dich?“
„Besser…“ antwortete Hermione matt. Der Schmerz wurde weniger und langsam verflog auch die Müdigkeit, die sie Sekunden zuvor noch fast übermannt hätte.
Malfoy beträufelte noch ein Tuch mit Murtlap Essenz und fuhr damit über die geschlossene Wunde um damit auch noch den übriggebliebenen roten Strich verschwinden zu lassen. Dann ließ er erleichtert von ihr ab.
Hermione setzte sich langsam auf und tastete zitternd nach ihrem Hals. Die Wunde war wirklich komplett verschwunden. Sie fühlte einzig und allein ihre glatte Haut unter ihren Fingern. Dann blickte sie zu Malfoy. Sie wollte ihn anschreien, wollte auf ihn losgehen, ihn verprügeln, doch sie tat nichts davon. Sie saß einfach nur da und starrte ihn an, das Häufchen Elend, das vor ihr saß. Mit nacktem Oberkörper und verschmiert mit ihrem Blut. Mit ihrem…wie er sagen würde, dreckigen, unreinen Blut. Sie wusste nicht, was sie tun sollte, was sie sagen sollte, konnte immer noch nicht begreifen, wie es so weit kommen konnte. Eigentlich hatte sie das alles ausgelöst. Sie wusste, wie wankelmütig und reizbar er war und trotzdem hatte sie ihn reizen müssen. Sie bemerkte, dass Malfoy etwas sagen wollte, doch er bekam keinen Ton heraus. Er war bleich. Bleicher als sie ihn je gesehen hatte, denn er wusste, dass er das nicht wieder gut machen konnte. Und er wusste auch, dass ihm der Schulrauswurf und vielleicht sogar Askaban drohte.
„Du…du musst dazu nichts sagen, aber…sag mir nur eines…was…was war das für ein Fluch?“ fragte Hermione.
Der Blonde betrachtete seine zitternden Hände, die immer noch blutrot waren. „Sektum sempra…“ flüsterte er.
„Und…wusstest du…was er bewirken würde?“ Hermione betrachtete ihr Gegenüber. Er antwortete nicht, doch dann blickte er langsam auf und nickte fast unmerklich. Hermione schluckte.
„Ich…ich wusste es, aber…ich wollte bloß…ich wollte dich nicht…am Hals treffen. Am Arm hätte er kaum Schaden angerichtet. Das…Das musst du mir glauben...ich…ich war so…“
„…wütend…ich weiß…und…es tut mir aufrichtig leid, dass ich diesen Brief gelesen habe. Es stand mir nicht zu und das tut mir…wirklich leid.“
„Und…“ Malfoy schluckte. „Sollen wir gleich…zu Dumbledore gehen? Oder…willst du…“
„Ich weiß nicht wovon du sprichst.“ Unterbrach Hermione ihn.
„Was?“
„Ich…weiß nicht wieso…ich das tue aber…ich glaube im Moment…machst du genug durch…“ ihr Blick fiel auf das dunkle Mal, dass sich deutlich von Malfoys weißer Haut abzeichnete. Und sofort fühlte Malfoy sich unwohl, würde es am liebsten verstecken. Doch das konnte er nicht.
„Und…nein, ich…werde diesen…Vorfall nicht melden, aber…Malfoy, ich schwöre bei Gott, solltest du mich noch einmal mit deinem Zauberstab bedrohen…“
„Das werde ich nicht. Das schwöre ich dir!“
Hermione nickte, dann verfielen beide in Schweigen. Sie war noch zu schwach um aufzustehen und Malfoy war immer noch in seiner Schockstarre gefangen.
„Das…das ist ein schrecklicher Zauber.“ Flüsterte Hermione, die Augen immer noch auf Malfoys linken Arm gerichtet. Malfoy nickte nur. Denn er merkte diesen schrecklichen Klos in seinem Hals. Diesen schrecklichen schmerzenden Klos. Hätte er noch einen Ton von sich gegeben, er wäre unter Umständen in Tränen ausgebrochen. Seine Hände waren blutverklebt, genauso wie Hermiones Haare und Hals. Selbst ihre Bluse hatte sich damit vollgesogen. Noch immer etwas zittrig ergriff er seinen Zauberstab und sog damit das gesamte Blut auf, reinigte so, sich und Hermione, den Fußboden und sein Hemd. Nichts verwies mehr darauf hin, was soeben passiert war.
Hermione holte Luft. „Am…besten…wir vergessen ganz schnell, was heute passiert ist…“sagte sie leise, ohne ihm dabei in die Augen zu blicken. Stattdessen betrachtete sie seinen nackten Oberkörper. Ihr war nie aufgefallen, dass er einen sehr muskulösen Körper hatte, aber das war auch schwer zu erkennen unter all den Roben. Auch hier war seine Haut fast so weiß wie Schnee und sie sah weich aus.
„Das…kannst du?“ fragte Malfoy leise, ohne sie anzusehen.
„Ja.“ Hermione nickte leicht, dann stand sie langsam auf. „Ja das kann ich. Aber…ich bin schockiert… was für Flüche dir beigebracht werden und…du solltest einmal darüber nachdenken ob es richtig ist, sie anzuwenden.“ Damit drehte sie sich um, verschwand aus dem Badezimmer und ließ somit Malfoy alleine zurück. Alleine mit seinen Gedanken und schrecklichen wie auch unbekannten Gewissensbissen. Er konnte sich nicht daran erinnern, sich jemals in seinem Leben so schlecht gefühlt zu haben und es kotzte ihn an. Wenn es hieß, als guter Mensch ständig damit konfrontiert zu werden, dann wollte er vielleicht kein guter Mensch sein. Aber er wusste auch, dass er sich nun entscheiden musste. Entscheiden musste, welchen Weg er gehen wollte. Es war nun die Zeit gekommen, es war unvermeidlich.
HPHPHPHPHPHPHPHP
„Und…hattest du angenehme Ferien? Was hast du so getrieben?“ Ginny warf sich auf die Couch. Eben waren die Schüler, die am Silvesterball teilnehmen wollten zurückgekehrt und so hatte Hermione ihre Freunde wieder. Natürlich hatte sie die drei am Bahnhof in Hogsmead abgeholt, da sie es nicht mehr erwarten konnte und danach hatten sie gleich zusammen zu Abend gegessen. Nun war sie mit Ginny in ihrem Turm, Harry und Ron hatten sich strickt geweigert ihn zu betreten. Sie wollten auf keinen Fall auf das Frettchen stoßen.
„Oh nun…sie waren ganz in Ordnung. Es hat ein kleines Fest in der großen Halle gegeben. Und ich hatte endlich wieder Zeit, den Stoff aufzuholen. Ich glaube, ich bin jetzt wieder ganz gut in Form.“
Ginny lächelte. „Das finde ich schön. Und du siehst auch um einiges besser aus.“
„Ja…mir geht es auch um einiges besser.“ Es stimmte, Hermione fühlte sich wirklich besser, trotz des Vorfalls mit Malfoy. Sie hatte einen ganzen Tag lang gebraucht, um wieder richtig zu sich zu kommen. Aber im Endeffekt hatte sie das alles gut weggesteckt. Nun gingen sich Hermione und Malfoy noch akribischer aus dem Weg als sonst und Hermione bezweifelte, je Dumbledores Bitte erfüllen zu können. Es war ja auch ein hartes Stück Arbeit, was er da von ihr verlangte. Aber dann dachte sie wieder an das wundervolle Geschenk und dann bekam sie wieder ein schlechtes Gewissen, wenn sie daran dachte nicht alles zu geben um Malfoy vielleicht doch noch helfen zu können.
Hermione blickte Ginny an. „Komm mit, ich will dir da etwas zeigen!“ und so betraten die zwei Hermiones Schlafzimmer.
„Jetzt mach es doch nicht so spannend! Was ist los?“ die Rothaarige hasste es, wenn sich Überraschungen in die Länge zogen und ließ sich aufs Bett fallen.
„Du wirst nicht glauben, was man mir zu Weihnachten geschenkt hat…ich konnte es doch nicht einmal selbst glauben!“ Hermione öffnete ihren Nachtschrank und holte das Einmachglas mit dem wunderschönen, goldig funkelnden Sternenstaub und reichte es Ginny, der die Augen fast aus dem Kopf fielen.
„Ist…ist es das wofür ich es halte?“ fragte sie und nahm das Glas in die Hand. Dabei wurde der goldene Nebel aufgewirbelt und zog wunderschöne Schlieren durch die Luft.
„Das kommt ganz darauf an, wofür du es hältst!“ antwortete Hermione und setzte sich neben ihre Freundin.
„Ist…es wirklich Sternenstaub?“ fragte Ginny ungläubig, worauf Hermione nickte. „Aber…aber…woher hast du es? Wer hat dir das geschenkt? Mann! Der muss vielleicht Kohle haben…Oh mein Gott! Es war dein heimlicher Verehrer. Hab ich recht?“ Ginny war plötzlich total aus dem Häuschen aber Hermione verneinte.
„Keines Wegs Ginny. Du wirst niemals erraten von wem ich es habe…ich…also…es hat mit Malfoy geschenkt.“
Fast hätte Ginny das Glas fallen lassen und somit den gesamten kostbaren Inhalt auf dem Fußboden verstreut, doch sie fasste sich sofort wieder. „Was? Du…du machst Witze hab ich Recht? Malfoy? Aber…Sei mir nicht böse, aber er würde in seinem ganzen Leben nicht, DIR etwas schenken! Und dann noch so etwas kostbares?“
„Tja…das dachte ich mir auch. Ich hielt es eigentlich für einen schlechten Scherz aber…“ und damit reichte sie Ginny den beigelegten Brief. „Das ist seine Handschrift.“
Ginny nahm den Zettel entgegen und las ihn. „Du…du meine Güte…ich kann es nicht fassen…Das mit den Zaubertränken…konnte ich schon nicht fassen und jetzt auch noch das? Tja…gut erzogen ist er alle male…“
„Ja…da dürftest du Recht haben. Jedenfalls…hatte ich vor, es ihm zurückzugeben…aber er wollte es nicht. Er fand das sogar unhöflich. Kannst du dir das vorstellen? Es war echt skurril…“ Hermione nahm wieder das Einmachglas und stellte es auf ihren Nachttisch. Dort würde es als Nachtlicht dienen. Sie fand es nachts noch viel schöner und starrte es oft an, wenn sie nicht schlafen konnte.
„Mum hat mit zu Weihnachten ein Ballkleid gekauft. Das heißt also, dass wir uns morgen ganz und gar auf die konzentrieren können.“ Ginny strahlte. Sie liebte es, shoppen zu gehen, auch wenn sie sich oft nichts leisten konnte.
„Oh ähm…als darüber wollte ich auch noch mit dir sprechen…hast du jemandem davon erzählt?“
„Was meinst du?“
„Na…dass ich kein Kleid habe…hast du es weiter erzählt?“
„Das…ich weiß nicht…es könnte durchaus möglich sein, dass ich es nebenbei mal erwähnt habe…also dass wir shoppen gehen um uns Kleider zu besorgen…Aber wenn, dann wissen es nur Harry und Ron. Das schwöre ich dir…und Neville und Luna vielleicht…oh ich glaube Parvati könnte es auch gehört haben…Aber was ist daran so schlimm?“ Ginny runzelte die Stirn. Es war doch nichts dabei, Freunden zu erzählen, dass sie shoppen gehen würden.
Hermione seufzte auf. „Na toll…bestimmt haben es auch noch ein paar andere gehört…naja jedenfalls…dieses Problem hat sich erledigt…man hat mir ein Kleid zukommen lassen und ich hab keine Ahnung von wem es ist. Und ich hoffe wirklich, dass es nicht von Harry ist. Ich möchte nicht, dass er mir so etwas Teures kauft…eigentlich möchte ich von niemanden etwas so teures geschenkt bekommen…“
„Wie bitte?“ Ginny riss die Augen auf. „Du hast auch noch ein Kleid bekommen? Mann du wirst ja immer beliebter…also…ich denke nicht, dass es Harry war…er war doch die ganze Zeit über bei uns und da hätte ich doch was mitbekommen…oder nicht?“
„Ich…denke schon. Aber man kann nie wissen.“
„Vielleicht waren es Fred und George! Die verdienen doch echt nicht schlecht mit ihren Scherzartikeln. Die könnten sich bestimmt ein Kleid für dich leisten.“
„Was? Die wissen es auch? ...Naja…ich hoffe, ich finde es noch heraus. Ich möchte mich bei ihm oder ihr bedanken!“
„Tja…das war‘s dann wohl mit shoppen, was? …zeigst du es mir?“
„Oh nein! Du wirst warten müssen“ antwortete Hermione, worauf Ginny beleidigt eine Schnute zog.
HPHPHPHPHPHPHPHP
Hermione stand am Fenster und betrachtete den Schnee, der in Massen vom Himmel viel. Heute war es soweit, der Silvesterball, für den sie sich aufgeopfert hatte, für den sie fast ihre gesamte Freizeit gegeben hatte, stand vor der Tür. Bald würde das neue Jahr beginnen und sie erhoffte sich, dass das neue Jahr um einiges besser laufen würde. Nicht mehr so viel Stress, nicht mehr so viele Streitereien und nicht mehr so viel Aufregung. Aber gleichzeitig wusste sie auch, dass sich dieser Wunsch nicht erfüllen würde, denn es herrschte Krieg. Auch wenn man noch nicht viel davon mitbekam, er war da und bald würde dieser richtig über sie hereinbrechen. Sie würden im neuen Jahr, die DA wieder aufleben lassen und auch versuchen, neue Mitglieder zu bekommen. Mann konnte nie genug Mitglieder haben, wenn man im wahrsten Sinne des Wortes versuchte, eine Armee aufzustellen.
Es war bereits dunkel geworden und der Schnee glitzerte im Mondlicht. Es war eine perfekte Nacht für den Ball, nur würde sie nicht daran teilnehmen. Sie wollte sich auf keinen Fall die Blamage geben, alleine dort aufzukreuzen. Niemals würde sie sich das antun. Ginny hatte ihr angeboten, dass sie doch mit ihr und Harry dort hingehen könnte, aber sie hatte dankend abgelehnt. Sie wäre bloß das dritte Rad am Wagen, würde Harry und Ginny, die gerade dabei waren sich etwas anzunähern stören und natürlich würde sie das Gespött der ganzen Schule werden. Da hielt sie es für besser, einfach nicht auf den Ball zu gehen. Es würde gar nicht auffallen. Niemand würde darauf achten ob sie auf dem Ball war oder nicht. Na gut, Harry Ron und Ginny vielleicht, aber nach ein paar Minuten der Verwunderung würden sie sich wieder ihren Dates widmen und sie wäre vollkommen vergessen. So hielt es Hermione für das Sinnvollste, einfach hier zu bleiben und sich das Feuerwerk vom Fenster aus anzusehen. Wer brauchte schon ein romantisches Dinner und Musik?
Sie hörte hinter sich ein rascheln und drehte sich um. Malfoy war gerade die Treppe heruntergekommen. Er trug einen sehr teuer aussehenden schwarzen Festumhang, mit silbernen Knöpfen, ein dazu passendes schwarzes Hemd, silberne Manschettenknöpfe und eine feine silberne Krawatte, die sich ein wenig hervorhob. Hermione deutete ein schüchternes Lächeln an und drehte sich dann wieder zum Fenster. Er sollte nicht mitbekommen, wie traurig sie über die Tatsache war, ihren eigens entworfenen Ball zu verpassen.
„Du…bist noch gar nicht fertig? Oder ist es seit neuestem der letzte Schrei, mit Muggelkleidung auf einen Ball zu gehen?“ versuchte Malfoy die Stimmung aufzulockern. Seit dem Vorfall hatten sie kein Wort mehr miteinander gewechselt und er musste wohl oder übel zugeben, dass sich das eigenartig anfühlte.
„Ich werde nicht auf den Ball gehen Malfoy. Ich bleibe hier.“
„Da wird deine Begleitung aber sehr gekränkt sein. Es ist für einen jungen Mann wirklich armselig, alleine auf einem Ball aufzutauchen. Er wird nicht sehr erfreut sein. Wohlmöglich taucht er noch hier auf und schleift dich nach unten. Wäre bestimmt sehr amüsant.“
Hermione übertrete die Augen. „Schön, wenn dich das amüsieren würde, aber dahingehend muss ich dich wohl oder übel enttäuschen. Denn…wie es aussieht, habe ich nämlich keine Begleitung für den Ball.“
„Doch die hast du.“
„Was meinst du damit?“ fragte Hermione und drehte sich wieder zu ihm um.
„Ich meine damit, dass wenn du es möchtest, hast du eine Begleitung für den Ball.“ Meinte der Blonde nur und starrte sie an.
„Aber…mich hat niemand gefragt…“
„Aber du hast soeben ein Angebot bekommen. Oder etwa nicht?“
Hermione blickte ihr Gegenüber an. War das etwa eine Einladung? War das eine Einladung von Draco Malfoy? Hatte er sie wirklich gerade zum Ball eingeladen? „Du meinst…ist das dein Ernst? Oder verarscht du mich gerade? Und…du glaubst ich…ich würde…“
„Du hast keine Begleitung und ich ebenso wenig, wobei ich jedoch anmerken möchte, dass ich sehr wohl dutzende an Einladungen erhalten habe…es war nur nichts interessantes dabei…“
„Und ich bin interessant, oder wie darf ich mir das vorstellen?“ Hermione zog ihre Augenbraue hoch.
„Du trägst nie roten Lippenstift und ziehst dich in deiner Freizeit nicht an wie eine Prostituierte, also…ja, du bist bei weitem interessanter.“
„Wie schmeichelhaft!“ jedoch musste sie kurz grinsen.
„Also?“ fragte Malfoy und sah sie fragend an. „Und…es wird keine Menschenseele davon erfahren…“er hielt seine schwarze Augenmaske hoch. „ich werde sie verzaubern, damit niemand weiß, dass ich es bin. Außer dir natürlich.“
Hermione überlegte. Sollte sie es wirklich riskieren, mit ihm auf den Ball zu gehen? Was wenn die anderen es doch herausfinden würden? Dann aber räusperte sie sich.
„Ok…ich…ja“
„Dann beeil dich. Ich gebe dir…fünfzehn Minuten? Reicht das?“
Hermione lächelte. „Ja, das reicht…aber…geh besser schon mal vor, dann…musst du nicht alleine warten, falls es doch länger dauert.“
Diesmal war Malfoy daran, die Augen zu verdrehen. „Ok. In zwanzig Minuten vor der großen Halle. Ich hoffe, ich bereue es nicht.“
„Ich bereue es jetzt schon.“ Konterte Hermione und raste die Treppen hoch ins Badezimmer.
Zwanzig Minuten später, hatte sie ihr Werk vollbracht. Ihr Haar hatte sie mit Hilfe von diversen Zaubern gebändigt und ihnen einen sanften Glanz verliehen. Noch dazu hatte sie sie an einer Seite mit Spangen zurückgesteckt, damit sie ihr nicht ins Gesicht hingen. Nun fielen sanfte Locken über ihre Schultern und umspielten ihr Gesicht. Das silberne Kleid mit der feinen schwarzen Spitze passte wie angegossen, noch dazu hatte sie nun passende schwarze Schuhe dazu an und die Maske in der Hand. Auf Schmuck wollte sie gänzlich verzichten, denn sie hielt es für zu übertrieben.
Hermione atmete tief durch. Sie war sehr nervös, dabei wusste sie nicht einmal wieso. Niemand würde wissen, dass Malfoy ihr Begleiter war und bestimmt würden alle damit beschäftigt sein zu tanzen und zu feiern, dass ihr niemand Beachtung schenken würde. Also prüfte sie noch einmal ihr Spiegelbild, trug etwas Lipgloss auf um es gleich danach wieder abzuwaschen, überprüfte noch einmal ihr dezentes Makeup und verließ dann den Turm in Richtung große Halle. Doch ein kleiner Teil von ihr befürchtete, dass das alles nur ein schlechter Scherz war, dass Malfoy sich nur einen Spaß daraus machte und dass sie nun doch alleine dastehen würde, ohne Begleitung. Sie wäre ein gefundenes Fressen.
Doch ihre Zweifel lösten sich plötzlich in Luft auf, als sie Malfoy verkleidet mit der Maske am Ende der Treppe sah. Er wartete wirklich auf sie, denn sein Blick war auf sie gerichtet. Aber auch alle anderen starrten plötzlich Hermione an und deuteten mit dem Finger auf sie. Sie fühlte sich nicht ganz wohl dabei, obwohl sie sich vielleicht geschmeichelt fühlen sollte.
„Mit wem sie wohl auf den Ball geht?“ fragte Ron Harry und blickte nach oben zur Treppe. „Ich dachte, sie hätte diesmal wirklich keinen gefunden!“
„Ja…ja, das hat sie mir erzählt!“ meinte Ginny. „Sie…hat sogar geweint und als ich sie gestern noch einmal fragte, sagte sie, dass sie nicht auf den Ball gehen würde.“
„Anscheinend hat sie doch jemanden gefunden. Wer es wohl ist?“ fragte Harry und blickte sich um.
Hermione ging langsam die Treppe hinab, auf ihren Begleiter zu, der ihr seinen Arm reichte. Sie fühlte sich komisch dabei, sich bei ihm unterzuhaken, aber sie lächelte dabei. Sie war einfach nur froh, auf den Ball gehen zu können.
„Wer ist das?“ zischte Ron.
„Ist doch egal Won Won. Lass uns endlich reingehen!“
Lavender zog bereits an seinem Arm, doch Ginny hielt ihn noch kurz auf. „Ron, ich warne dich. Mach auf keinen Fall wieder so einen Aufstand, wie beim Weihnachtball. Ansonsten kann ich für nichts garantieren!“ Und schon wurde Ron in die große Halle gezerrt.
„Wow…es ist schöner geworden, als ich dachte!“ staunte Hermione, als sie mit ihrer Begleitung die große Halle betrat. Überall standen kleine Tische, jeweils mit einem hübschen runden Glas, in dem gelblich leuchtende Scherlingskäfer schwirrten und so angenehmes Licht spendeten. In der Mitte der großen Halle war eine große Tanzfläche und statt der schwebenden Kerzen übernahmen glitzernde Feen das erleuchten des Saals. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie die große Halle betraten um sich einen Platz zu suchen. Überall glitzerte und funkelte es und an den Wänden waren Bars aufgebaut worden, an dem man sich kühle Getränke holen konnte. „Die Hauselfen haben tolle Arbeit geleistet!“
Hermione ließ sich von Malfoy an einen der Tische, etwas abgelegen führen und staunte nicht schlecht, als er ihr den Stuhl zurechtrückte. Anscheinend wollte er sich von seiner besten Seite zeigen, warum auch immer. „Ähm…danke schön…“ Hermione setzte sich und Malfoy nahm ihr gegenüber Platz. Es standen bereits Kelche mit kaltem Kürbissaft auf dem Tisch und für jeden eine Speisekarte. „Da…bin ich ja wirklich…gespannt, was für Speisen du für heute ausgewählt hast…“
„Erwarte dir nicht zu viel. Ich wollte ja, dass du dir den Plan durchliest, aber da du nicht wolltest, darfst du dich heute nicht beschweren.“ Antwortete Malfoy und griff nach einer der Speisekarten, worauf Hermione es ihm gleichtat.
„Das werde ich nicht…vorausgesetzt, es ist etwas dabei, das mir schmeckt. Ansonsten kann ich für nichts garantieren.“ Scherzte die Hexe und begann dann die Speisekarte zu studieren. Sie staunte nicht schlecht, als sie die Menüauswahl sah. Malfoy hatte sich dazu entschlossen, den Hauselfen sehr exquisite Speisen zubereiten zu lassen.
„Wenn..ich dir etwas empfehlen dürfte?“ fragte Malfoy mit der höflichsten Stimme, die Hermione je gehört hatte.
„Ähm…natürlich. Ich glaube ich könnte mich ohnehin nicht entscheiden…“
„Versuch doch einfach das Pilzrisotto an Safransauce.“
Hermione lächelte und legte die Speisekarte beiseite. „Na gut, auf deine Verantwortung hin.“ Und schon füllte sich ihr Teller mit dem köstlich duftenden Gericht. Es sah wirklich vorzüglich aus. Auch Malfoys Teller füllte sich mit dem gewünschten Gericht. Er griff nach seiner Stoffserviette und legte sie auf seinen Schoß, worauf hin Hermione es ihm gleich tat. Sie merkte sofort, dass sie keinesfalls mit seinen Manieren mithalten konnte und so dachte sie, wäre es am besten, einfach alles von ihm abzuschauen. Sie wollte sich doch nicht vor ihm blamieren. Sie war erstaunt darüber, was für perfekte Tischmanieren Malfoy an den Tag legte. So etwas hätte sie bei Merlin nicht erwartet.
„Ok, es war eine gute Entscheidung. Du hast nichts zu befürchten.“
Die große Halle war nun gefüllte mit Schülern, die nun zu Abend aßen. Hermione fühlte sich irgendwie eigenartig, hatte sie doch keine Ahnung, worüber sie nun mit ihrer Begleitung reden sollte. „Also…warum…hast du niemandem aus deinem Haus gefragt, ob sie mit dir auf den Ball geht? Ich meine…wie ich das so mitbekommen habe, stehen doch fast alle Schlange bei dir.“
„Sie…langweilen mich eben.“ Antwortete Malfoy knapp.
„Sie langweilen dich? Und du findest es…besser mit mir hier her zu kommen? Ich kann es nicht glauben. Draco Malfoy zieht Hermione Granger als Ballbegleitung vor„ sie lachte. Es klang wirklich absurd.
„Bilde dir bloß nicht zu viel darauf ein. Aber wo wir schon einmal dabei sind…Dich hat wirklich keiner gefragt? Ich dachte das Wiesel würde schon seit Jahren auf dich abfahren. Und jetzt hat er sich die nervigste Person NACH dir von der ganzen Schule ausgesucht.“
Hermione musste schmunzeln. Dann aber musste sie ein Seufzen unterdrücken. „Nein…abgesehen von einem Erstklässler, der unbedingt auf den Ball wollte und seine Gelegenheit bei mir sah,…hat mich wirklich keiner gefragt, aber wie du eben sagtest, dass liegt bestimmt daran, dass ich die nervigste Person auf der ganzen Schule bin.“
Malfoy lachte…Malfoy lachte wirklich…“Dich hat ein Erstklässler gefragt? Oh ja, du hast ihm bestimmt das Herz gebrochen, als du nein gesagt hast!“
„Ja, das hab‘ ich wohl. Er wird schon darüber hinwegkommen…nein ernsthaft…“Hermiones Stimme wurde leiser. „…warum mit mir? Es wäre ganz und gar nicht armselig gewesen, wenn du alleine hier aufgetaucht wärst…das hätte einzig und allein gezeigt, dass niemand hier gut genug für dich ist. Und…alle wären sie Schlange gestanden, um wenigstens einen Tanz mit dir abzukommen…noch dazu erkennt dich nun durch deine verzauberte Maske niemand, nicht einmal deine Freunde…also warum?“
Malfoy legte sein Besteck auf den leeren Teller und tupfte sich seinen Mund mit der Serviette ab. Dann blickte er Hermione längere Zeit an, ohne etwas zu sagen. „Weil…ich wollte ein einziges Mal…einen Abend lang nicht…Ich sein. Und…als ich dann mitbekam, dass du keinen Partner hast…war das die Möglichkeit für mich denn…“ doch er redete nicht weiter.
„…denn?“ fragte Hermoine leise nach.
„naja…denn egal was…ich anrichte, was ich sage…du...gibst mir nie das Gefühl ein schlechter Mensch zu sein…auch…wenn ich es bin…für dich ist es nicht wichtig.“
„Und…die anderen tun es? Deine Freunde? Sie geben dir das Gefühl, ein schlechter Mensch zu sein?“
„Nein…sie WOLLEN es. Sie wollen, dass ich boshaft bin. Hinterhältig, gemein…Sie erwarten es von mir, weil ich ein Malfoy bin. Und sie warten doch nur darauf, dass ich herausposaune, dass ich ein…du weißt schon…Aber im Grunde…im Grunde weiß ich nicht, was ich bin…wer ich bin…nun ja, Boshaftigkeit, hinterhältig…das liegt mir nun mal im Blut.“
Hermione nickte sanft. „Ich..verstehe…“ die Teller leerten sich und sofort erschien der Nachtisch. Heißer Schokoladekuchen mit köstlichem Vanilleeis. Hermione liebte diese Kombination. „Aber…jetzt sag mir doch…Woher hast du diese verdammten Tischmanieren? Ich muss mich richtig anstrengen, nichts falsch zu machen, denn …ich bin es nicht gewohnt. Ich glaube Harry und Ron wissen nicht einmal, wie „Tischmanieren“ buchstabiert wird.“ Sie musste lachen.
„Die Antwort darauf passt auf sehr viele Fragen.“
„Und die wäre?“
Malfoy musste schmunzeln. „Ich bin ein Malfoy. Das ist die Antwort.“
„Das ist die Antwort darauf? Das ist doch keine vernünftige Antwort“ sagte Hermione.
„Doch natürlich. Als Malfoy wird man dazu gezwungen, Dinge zu lernen die einem wirklich langweilen…naja…wenn man noch ein Kind ist. Aber irgendwann kommt es einem zu Gute. Zum Beispiel wenn man beginnt, mit Frauen auszugehen. Die stehen auf Manieren.“
„Da könntest du Recht haben.“ Hermione musste daran denken, wie es wäre, mit Ron auszugehen. Es würde bestimmt eine mittlere Katastrophe werde, aber sie musste sich zum Glück nicht damit rumschlagen, sondern Lavender. Sie ließ ihren Blick durch den Saal schweifen und entdeckte am anderen Ende Harry und Ginny. Sie wirkten sehr glücklich und verliebt. Sie hatte schon immer gewusst, dass die Beiden füreinander geschaffen waren. Leider brauchte Harry viel zu lange, um das zu begreifen. Hermione freute sich für die Beiden, freute sich, dass sie nun endlich zueinander gefunden hatten. Auch Luna und Neville waren sich etwas näher gekommen. Auch wenn sie kein Paar waren, waren sie doch gute Freunde geworden. Und das war in dieser dunklen Zeit wichtig. Ihr Blick wanderte weiter und sie entdeckte Ron und Lavender. Natürlich führte sich Lavender wieder kindisch und klammernd auf. Hermione fragte sich, was Ron an ihr fand. Klar, sie war ein nettes und hilfsbereites Mädchen, aber auch ein Klatschmaul und irgendwie dümmlich.
Hermione war ganz in Gedanken versunken, dass sie nicht mitbekam, wie die Tische abgedeckt wurden und die Musik zu spielen begann. Die Silvesterparty war somit eröffnet worden und würde bis mindestens Mitternacht dauern. Sie hatte nicht einmal bemerkt, wie Malfoy sie ansprach.
„Oh..tut mir leid...was hast du gesagt?“
„Ich fragte, ob du das mit dem Feuerwerk geregelt hast?“
„Oh, ja natürlich. Fred und George waren ganz aus dem Häuschen, als ich sie beauftragt habe, aber keine Sorge, sie haben eine Liste von mir bekommen, an die sie sich zu halten haben.“
Malfoy nickte. „Ähm…wie wäre es mit…einer kleinen Erfrischung? An der Bar?“
„Ok..gerne.“ Die Beiden erhoben sich und drängten sich durch die Schülerscharen, die bereits angefangen hatten zu tanzen, um an eine der Bars zu kommen.
„Hermione! Hier seid ihr ja!“ Ginny winkte Hermione zu und so bahnten sie sich einen Weg zu Ginny, Harry, Lavender und Ron. „Mann, ich muss schon sagen, der Ball ist richtig toll geworden! Und das Essen erst. Gut ausgewählt Hermione.“
„Oh ähm…danke, aber…Malfoy hat das Essen ausgewählt, damit habe ich nichts zu tun.“
Ron öffnete bereit s den Mund, um einen abfälligen Kommentar über Malfoy zu äußern, doch so schnell konnte keiner schauen, hatte Ginny ihn schon am Ohr erwischt und zog kräftig daran. „Oh NEIN Ron. WAS hab ich dir gesagt? Du wirst dich heute zusammenreißen und dich von deiner besten Seite zeigen. HAST DU MICH VERSTANDEN?“
„Au au AU! Ginny! Hör auf!“ Ron versuchte sich vom Griff seiner Schwester zu befreien und machte so den Schmerz an seinem Ohr nur noch schlimmer.
„Ich fragte, ob du mich verstanden hast!!!“
„JA! Ist ja schon gut!“ brüllte Ron und wurde dabei rot im Gesicht. Man sah ihm an, dass es ihm extrem peinlich war, von seiner Schwester so gedemütigt zu werden, aber Ginny kannte kein Pardon, hatte sie wohl von ihrer Mutter geerbt.
Malfoy versuchte ein Lachen zu unterdrücken, was ihm jedoch nicht sonderlich gut gelang und kassierte so einen strafenden Blick von dem Rotschopf. „Und du bist?“ blaffte Ron Malfoy an. Dieser hatte gerade Getränke geholt und drückte Hermione Erdbeerbowle in die Hand.
„Ron! Sei doch nicht so unhöflich.“ Meinte Harry, worauf Ron nur die Augen verdrehte und etwas zu Lavender flüsterte.“
„Aber ja. Wer ist dein Date Hermione? Du hast ihn uns noch gar nicht vorgestellt.“ Meinte Ginny neugierig.
„Oh…hab‘ ich das nicht? Tut…tut mir leid. Ähm…das ist…das ist…Ryan. Wir…Wir kennen uns eigentlich schon…seit längerem. Er ist in…Ravenclaw.“ Stammelte Hermione und hoffe, dass sie diese Lüge schlucken würden.
„Sehr erfreut.“ Sagte Ginny und reichte Malfoy ihre Hand, der sie schüttelte.
„Die Freude ist ganz meinerseits.“
Hermione versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Sie betete einfach, dass niemand Fragen stellen würde, die sie nicht beantworten konnte. Sie bemerkte auch, dass Ron immer noch grimmig dreinschaute, aber er traute sich nicht, auch nur ein einziges Wort von sich zu geben, denn dann hätte er sofort wieder Ginny am Hals gehabt. Aber auch Harry betrachtete ihre Begleitung misstrauisch und sie bemerkte, dass Malfoy sich ganz und gar nicht wohl fühlte. Aber da nahm er ihr auch schon das Glas aus der Hand, stellte es beiseite und beugte sich von hinten zu ihr herunter.
„Würdest du mir die Ehre erweisen und mit mir tanzen?“ flüsterte Malfoy, sodass nur Hermione seine Worte verstehen konnte. Diese drehte sich zu ihm um und blickte ihn an. Meinte er das ernst?
„Ist…das dein Ernst?“ doch statt ihr zu antworten, hielt ihr der Blonde Mann seine Hand hin, die sie leicht zögernd ergriff. Sie wusste, dass sie gerade von ihren Freunden angestarrt wurde, aber es war ihr egal. Malfoy hatte sie wirklich zum Tanzen aufgefordert und er führte sie in diesem Augenblick auf die Tanzfläche. Sie konnte es selbst kaum fassen. „Ähm…ich…ich kann aber eigentlich nicht wirklich…tanzen…“
„Mit mir kann jede Frau tanzen.“ Entgegnete Malfoy und legte eine Hand auf ihre Hüfte. Dann begann er sich mit ihr zu drehen, schwebte mit ihr über die Tanzfläche. Es war wirklich ganz leicht. Leichter als mit Krumm, der ihr das eine oder andere mal auf die Füße getreten war. Leichter, als mit irgendjemand anders. Doch nach ein paar Takten war das Lied zuende und ein neues erklang.
http://www.youtube.com/watch?v=E0q2iXlsKNA
(Biffy Clyro, Machines, live at Wembley)
http://www.songtexte.com/uebersetzung/biffy-clyro/machines-deutsch-53d68771.html
(übersetzung deutsch)
Es war ein schönes und langsames Lied, zu dem sie sich nun bewegten und Hermione wurde näher, viel näher gezogen, so dass sie ihre Arme um seinen Nacken schlingen konnte.
I would dig a thousand holes to lay next to you. I would dig a thousand more if I needed to.
Sie konnte seinen Herzschlag spüren und fühlte seinen Atem auf ihrer Haut. Sie bewegten sich weiter im Takt der Musik, schmiegten sich fast aneinander. Sie blickte über seine Schulter und sah, dass viele Pärchen so eng miteinander tanzten.
I look around the grave for an escape route of old routines. There doesn’t seem to be any other way.
Und dann, plötzlich, stieg ihr wieder dieser Duft in die Nase. Dieser unbeschreibliche Duft, der sie fast um den Verstand brachte. Doch dieses Mal wusste sie, wo sie ihn schon einmal gerochen hatte. Nicht nur im Badezimmer, damals, als Malfoy ihr so einen Schrecken eingejagt hatte, nein, sie hatte ihn auch schon mal davor gerochen. In einem Klassenzimmer. Es war die erste Zaubertrankstunde in diesem Jahr gewesen und dieser wunderbare Duft strömte aus dem Kessel mit dem Liebestrank.
Vorsichtig lehnte sie ihren Kopf an seine Schulter. Sie wusste nicht, wie er reagieren würde, doch er tanzte einfach weiter, mit seinen Händen auf ihrem Rücken. Natürlich anständig positioniert, nicht einmal in der Nähe ihres Hinterns. Und so drückte er sie noch etwas näher zu sich.
Cause I’ve started falling apart I’m not savouring life. I’ve forgotten how good it could be to feel alive
„Weißt du…du bist kein so schlechter Mensch…und…du hast dich…sehr verändert. Hättest du dir vor einigen Monaten oder Jahren vorstellen können, dass du eines Tages…hier tanzen würdest? Mit…mir?“
„Ich…weiß nicht ob du das so…beurteilen kannst. Ich…hab‘ sehr viele Dummheiten gemacht und bin gerade dabei…noch mehr zu begehen…“ sagte Malfoy leise.
Crazy as it sounds you wont feel as low as you feel right now. At least that’s what I've been told by everyone
„Aber…das kannst du doch ändern…wenn du es willst. Auch wenn du…dabei Angst verspürst.“ Hermione hob ihren Kopf und blickte in seine silbernen Augen. Irgendwie hatte dieser Tanz, dieser Abend etwas magisches, aber sie wusste auch, dass dieser Zauber morgen wieder verschwunden sein würde. Alles würde beim Alten bleiben. Aber sie hoffte, ihn einfach etwas zum Nachdenken zu bewegen.
I whisper empty sounds in your ear and hope that you won’t let go. Take the pieces and build them skywards
„Mir...gefällt dieser Ball.“ Meinte Malfoy plötzlich. „Es würde mir nicht stören, wenn er nie mehr enden würde… denn…ich fühle mich plötzlich…so frei...und ich finde keinen Ausweg…aus meinem jetzigen Leben…“
Cause I've started falling apart I’m not savouring life. I've forgotten how good it could be to feel alive
„Doch. Den wirst du finden. Ich weiß, dass es dir momentan überhaupt…nicht gut geht. Bestimmt fühlt es sich so an, als würde deine Welt…von einer Sekunde auf die ander auseinanderbrechen…aber…du solltest wieder anfangen, dein Leben zu genießen, die Dinge zu tun, die du gerne machst.“
I've started falling apart I'm not savouring life. Take the pieces and build them skywards. I've forgotten how good it could be to feel alive. Take the pieces and build them skywards
Malfoy schmunzelte. „Na…dann sind wir hier ganz richtig!“
„Was? Du tanzt gerne? So…richtig gerne?“ fragte Hermione amüsiert.
„Ja. Ja das tue ich. Wirklich.“
Hermione legte wieder ihren Kopf an seine Schulter. „Warum…bist du heute…so überaus…freundlich zu mir?“ fragte sie leise.
I've started falling apart I'm not savouring life. Take the pieces and build them skywards. I've forgotten how good it could be to feel alive. Take the pieces and build them skywards
„Du bist doch meine Ballbegleitung…und man sollte niemals unhöflich sein, wenn man den Abend mit einem Mädchen verbringen will. Oder etwa nicht?“
„Da…könntest du allerdings Recht haben.“ Antwortete Hermione, verstand es jedoch immer noch nicht. Das Lied war noch nicht ganz zu Ende, doch plötzlich blieb Malfoy stehen. „Was…ist los?“ Sie dachte sie wäre zu weit gegangen, hätte etwas Falsches gesagt und ihn somit erneut verärgert.
„Ich…ich muss gehen…jetzt gleich…“
„Was? Aber…“
Malfoy ließ sie los. „Ich hoffe du hattest Spaß, aber…ich kann nicht hier bleiben.“ Und damit drehte er sich um und verließ die Tanzfläche. Hermiones Mitschüler drehten sich nach ihr um und sahen sie an…etwas Mitleidiges lag in ihren Blicken und Hermione war ihnen hilflos ausgeliefert. Ein schmerzender Klos bildete sich in ihrem Hals. Es fühlte sich überhaupt nicht gut an, einfach so stehen gelassen zu werden. Sie musste ihn unbedingt aufhalten und fragen was sie getan hatte. Also rannte sie los, bahnte sich in Windeseile einen Weg durch die Menge. Sie sah, wie Malfoy durch das Portal verschwand und keine zwei Sekunden später schlüpfte auch sie hindurch. „Malfoy!“ doch er war nicht mehr zu sehen.
I've started falling apart I'm not savouring life. Take the pieces and build them skywards. I've forgotten how good it could be to feel alive. Take the pieces and build them skywards
Das große Portal war geöffnet worden und kalte Winterluft strömte hinein. Schnell schlüpfte sie hindurch, in der Hoffnung, ihn zu finden, doch sie konnte keine einzigen Fußspuren im frischen Schnee entdecken. Es war so, als hätte Malfoy sich in Luft aufgelöst. Und dann gab es einen heftigen Knall und die erste Silvesterrakete explodierte in allen Farben am Himmel über ihrem Kopf. Es war ein wunderbarer Anblick, wie die Raketen hinauf in den Himmel flogen um sich dort mit einem wahnsinnigen Knall und wunderschönen Farben zu verabschieden. Sie wünschte, sie könnte all ihre Sorgen damit nach oben schicken, aber noch mehr wünschte sie sich, sie müsste sich dieses Feuerwerk nicht alleine betrachten. Und als ob ihr Wunsch erhört worden wäre, gesellten sich Harry und Ginny zu ihr. Und auch andere Schüler drängten nach draußen, um sich das Spektakel der Zwillinge anzusehen.
„Alles in Ordnung?“ fragte Harry seine beste Freundin.
„Ja. Es ist alles in Ordnung.“
Take the pieces and build them skywards and. Take the pieces and build them skywards and. Take the pieces and build them up to the sky.
HPHPHPHPHPHPHPHP
jaaaaa das wars wieder, ich hoffe ich komme bald wieder zum Schreiben, mich juckt es gewaltig in den Fingern, aber die liebe liebe Zeit.............ich schaff das schon ;)
hoffe es hat euch den Tag versüßt, versüßt mir doch auch meinen Tag un schreibt mir was :)
bussi baba bella_isa
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Es ist wunderbar, wie furchtlos und entschlossen Dan sich jeder Aufgabe stellt. Manchmal drehten wir eine Szenenwiederholung nach der anderen, und jedes Mal spürte ich seine Entschlossenheit, es bei der nächsten Wiederholung des Takes noch besser zu machen. Das schätze ich so sehr an ihm: Er setzt wirklich alles daran, um seine beste Leistung zu zeigen.
David Yates über Daniel Radcliffe