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Fanfiction

The mess i made - Des Nachts

von bella_isa

Geschafft!!!! Dachte, dieses Kapitel würde nie mehr fertig werden! Aber jetzt ist es ja vorbei und ich hoffe echt, ich hab es nicht vermasselt und es gefällt euch. ich hab mich am Schluss wirklich richtig schwer getan...(lest selbst ;)) aber es gibt wieder tolle, musikalische Unterstützung.

Jetzt aber viel Spaß euch allen, (auch meinen Schwarzlesern ;) )

bussi, baba, bella_isa :)



„Da bist du ja endlich! Ich hab‘ schon auf dich gewartet.“ Narzissa Malfoy stand ungeduldig wartend im Salon. „Er erwartet dich bereits. Du bist der Letzte. Alle anderen sind schon da. Naja…außer Severus, aber du weißt ja…Sonderregelung…“

„Es ging nun mal nicht schneller Mutter.“

„Hier. Zieh das an.“ Narzissa reichte ihrem Sohn eine schwarze Samtrobe.

„Was ist das? Eine neue Uniform?“ fragte er spöttisch und nahm das schwere Gewand entgegen.

„Hör auf, Witze zu machen, dafür ist jetzt keine Zeit. Du musst dich beeilen, oder willst du, dass der dunkle Lord ungehalten wird? Es wäre nicht zu deinem Vorteil.“ Narcissa betrachtete besorgt ihren Sohn. „Du…hast nicht auf meine Briefe geantwortet…“

Draco zog eine Augenbraue hoch. „Ach und dafür ist jetzt Zeit?“ entgegnete er und wollte sich die Robe überziehen, doch seine Mutter hielt ihn davon ab.

„Ähm, nein. Der dunkle Lord wünscht darunter keine Kleidung. Es war ein ausdrücklicher Befehl, den alle folgeleisten müssen.“ Narzissa räusperte sich.

Der junge Mann starrte seine Mutter an. „Das…ist wirklich dein Ernst…“ er schüttelte den Kopf. „Na schön…“ damit ging er ins angrenzende Badezimmer und lehnte die Tür an. Es war einfach nur absurd. Gerade noch war er in Hogwarts gewesen, auf dem Ball, mit…Granger…er hatte getanzt, hatte alles um sich herum vergessen können. Und jetzt? Keine zehn Minuten später, stand er nun hier, im Malfoy Manor und befolgte die absurden Anweisungen seines…Herren…Es war zum Schreien. Am liebsten hätte er sich auf der Stelle in seinem Bett verkrochen. So, dass ihn keiner finden würde. Aber stattdessen entledigte er sich nun seine Kleider und zog die neue Robe über. Er atmete noch einmal tief durch und betrat dann erneut den Salon, wo seine Mutter immer noch am gleichen Fleck stand. Sie hatte sich keinen Zentimeter gerührt, doch jetzt kam sie langsam auf ihn zu und legte ihre Hände auf seine Schultern.

„Ich…hoffe, dass du alles gut überstehen wirst. Ich sagte doch…du wirst deine gesamten Kräfte brauchen. Es…ist überaus wichtige, das du genau das tust, was von dir verlangt wird. Hast du verstanden? Ohne wenn und aber OK?“

„Das weiß ich. Mutter. Es ist nicht nötig, mir das jedes Mal aufs Neue zu erklären.“

„Doch, das ist es. Du kannst dir keine Fehler erlauben Draco! Und deshalb musst du jetzt deinen Geist leeren.“ Narziss reichte ihrem Sohn ein kleines Fläschchen. „Gib alles rein, das er nicht sehen soll, auf keinen Fall sehen darf. Wirklich alles, für den Fall, dass er deine Gedanken und Erlebnisse kontrollieren will. Ich weiß, du hast deinen Geist im Griff und deinen Verstand aufgeräumt, aber…sicher ist sicher.“

Draco seufzte. Dann nahm er jedoch das Fläschchen und sperrte darin seine Gedankenstränge ein. Als er fertig war, nahm seine Mutter das verkorkte Fläschchen entgegen und steckte es in die Innentasche ihres Umhangs.

„Gut…und jetzt geh mein Sohn und…sei stark…irgendwann wirst du verstehen, wofür wir diese Strapazen auf uns nehmen, nämlich um eine bessere Welt zu erschaffen…geh jetzt.“

Draco sah seine Mutter fragend an. „Was ist mit dir? Kommst du nicht mit?“

„Nein…meine Aufgabe war es, dir die Robe zu überreichen. Aber…dein Vater wird bei der Versammlung anwesend sein, du bist also nicht allein…viel Glück.“ Narzissa gab ihrem Sohn einen Kuss auf die Wange und verließ dann den Salon.
Also war er doch auf sich allein gestellt. Musste da alleine durch. Aber je schneller er endlich den Saal betreten würde, desto eher hätte er es hinter sich. Außerdem wusste Draco auch gar nicht, was auf ihn zukommen würde. Vielleicht war es einfach eine stink normale Versammlung, in denen Pläne für weitere Anschläge geschmiedet wurden und abfällige Kommentare über Muggel geäußert wurden. Vielleicht würde er heute sogar glimpflich davonkommen. Also nahm er wie schon so oft seinen Mut zusammen und betrat den großen Festsaal.

Er wusste eigentlich schon vom ersten Moment an, als er den Saal betreten hatte, dass es nicht eine dieser üblichen Versammlungen war, dass er sich nicht in der großen Menge verstecken und so tun konnte, als wäre er unsichtbar, nein, es war offensichtlich, dass sie auf ihn gewartet hatten. Alles sprach dafür, wie sie so dastanden, im Kreis, mit einer Öffnung, so dass er sich in die Mitte stellen konnte und Lord Voldemord, der wie üblich auf seinem Podest , vor einem alten steinernen Altar (Gott weiß wozu dieser hier war) außerhalb des Kreises stand, sodass er über all die Köpfe hinweg sehen konnte, dass er alles im Auge behalten konnte. Und natürlich, dass er demonstrieren konnte, wer hier eigentlich das Sagen hatte. Aber wie sie so dastanden verhieß nichts Gutes. Das wusste er und alle hatten diese neuen Roben an, von denen er noch nicht wusste, welchen Zweck sie erfüllten und wieso sie darunter nichts anhaben durften.

„Draco, mein Junge. Du bist hier. Sag, wie geht es dem guten alten Dumbledore?“ Voldemord lachte spöttisch.

„Herr.“ Malfoy verbeugte sich vor dem Zauberer. „Ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte und verzeiht mir, dass ich der Letzte bin.“

Voldemord verließ sein Podest und ging langsam auf Draco zu. „Nun, angesichts dessen, dass du unter Dumbledores langer Nase hinweg verschwinden musst und du mich bis jetzt noch nicht enttäuscht hast, im Gegensatz sehr vielen anderen in diesem Raum…“ Voldemord ließ seinen Blick durch die Menge streifen, woraufhin alle ihre Köpfe senkten, „…wird sich daran heute niemand stören.“

Draco verbeugte sich erneut und kam sich dabei ziemlich dämlich vor. „Sehr freundlich, mein Lord.“

„Nun denn, da wir nun vollzählig sind, sollten wir uns nicht mehr mit höflichen Floskeln aufhalten, sondern zu Taten schreiten.“ Voldemord legte Draco den Arm um die Schultern und führte ihn nach oben auf das Podest, dann drehten sie sich dem Rest der Anwesenden zu. „Ich weiß, dass ihr alle schon lange darauf wartet und ich weiß auch, dass sich alles verzögert hat, aber heute ist es soweit, heute steht der Jahreswechsel an und heute werden wir unser Fest feiern, so wie es uns gebührt.“ Er schenkte seinen Anhängern ein verzehrtes Grinsen. „Nun denn, lasst das Fest beginnen.“

Draco fühlte sich ganz und gar nicht wohl. Was zum Teufel war hier los? Doch er konnte sich keine weiteren Gedanken darüber machen, denn er konnte nicht glauben, welches Bild ihm auf ein Mal geboten wurde. Jetzt wurde ihm auch langsam klar, warum sie die neuen Roben trugen. Ob Männer oder Frauen, es war ganz egal. Sie alle begannen sich gegenseitig auszuziehen. In Windeseile waren sie alle nackt, ganz so als könnten sie es nicht mehr länger erwarten. Es war so, als würden sie wie Tiere übereinander herfallen. Es war ekelhaft mit ansehen zu müssen, wie sie sich am Boden wälzten, als gäbe es keinen Morgen, wie sie sich gegenseitig befriedigten, auf jede erdenkliche Art, unabhängig des Geschlechts.

„Na? Gefällt dir, was du siehst? Da du nun vollends zu meinen Gefolgsleuten gehörst, dachte ich mir, es wäre an der Zeit dir zu verraten, was mein größter Plan ist, oder besser gesagt, wie ich meine Pläne noch besser umsetzen möchte.“ Der dunkle Lord legte seine kalten Hände auf Draco‘s Schultern. „Es kommt ja nicht von irgendwo her, dass nun Geburtenkontrollen eingeführt werden. Natürlich ist auch den Meisten klar, dass ich da meine Finger im Spiel habe…aber ich fragte mich, wie wir unseren Bestand erhalten sollten, wie wir es schaffen sollten, dass unsere Reinblütergeneration nicht ausstirbt…und da…kam mir die rettende Idee. Natürlich müssen WIR dafür Sorge tragen, dass uns diese Halb- und Schlammblüter nicht verdrängen. WIR müssen zusehen, dass wir wieder die Oberhand gewinnen. Und dazu ist es nötig, Harry Potter zu vernichten. Aber damit ist es noch lange nicht getan. Längerfristig müssen wir natürlich unser Überleben sichern.“

Draco hörte nur halb zu. Ihm war einfach nur schlecht, als er begriff, was gerade vor seinen Augen geschah und was ihm sein… Herr… gerade erzählte. Wo hatte er sich da nur hineinmanövriert? Konnte es möglich sein, dass sie alle das eigentliche Ziel aus den Augen verloren hatten? „Da…da habt Ihr ja alles durchdacht Herr. Natürlich ist es notwendig, unsere Art zu erhalten, denn sonst hat das alles doch keinen Sinn. Denn wir würden umsonst kämpfen, wenn danach kaum noch jemand da ist, der unseren Sieg feiern kann.“ Draco räusperte sich.

„Ich wusste natürlich, dass du meine Raffinesse erkennen würdest, mein Junge. Sobald der Sieg erreicht ist, müssen wir damit beginnen, uns zu erhalten und uns mit den anderen übriggebliebenen Reinblüter paaren. Und deswegen ist die Zeit gekommen, dass du einen aktiven Part bekommst, dass du von nun an auch hier und jetzt mitwirkst, denn wenn es soweit ist, musst du vorbereitet sein. Jetzt können wir es uns noch nicht erlauben, unsere Frauen zu schwängern, denn dann können sie nicht kämpfen, ohne meine Kinder in Gefahr zu bringen, aber wenn der Sieg des unseren ist, dann müssen wir alle vorbereitet sein. Dann ist es nötig, neues Leben in die gesäuberte Welt zu setzen um sie neu aufzubauen. Und heute feiern wir deine Aufnahme in unsere Reihen. Der Jahreswechsel eignet sich besonders dafür und du wirst die Ehre haben, von allen hier…verwöhnt zu werden, denn alle hier sind äußerst froh über deinen Beitritt und können es kaum noch erwarten. Normalerweise wäre es schon viel früher geschehen, aber dein Vater hat darauf bestanden, dass es heute passiert, damit es etwas Besonderes wird. Und da ich ihm erlaubte, eure Familientradition fortzuführen, kam es mir nur recht.“ Voldemord zog seinen Zauberstab und plötzlich verstummte das ächzen und Stöhnen im Saal. Sie hatten aufgehört, sich am Boden zu wälzen und standen nun wieder auf. Sie alle hatten nun den Blick auf ihren Meister gerichtet.

Draco hatte keinen Schimmer, worauf das hinauslaufen würde, was nun passieren würde, auch wusste er nicht, wohin er seinen Blick wenden sollte, aber eines wusste er mit Sicherheit. Das hier war mehr als nur verrückt, komisch oder ab normal. Das hier war…schlicht und einfach…krank…Draco sah noch, wie Voldemord seinen Zauberstab hob und dann, ganz plötzlich konnte er sich nicht mehr bewegen. Denn unsichtbare Seile schlangen sich mit einem Male um seinen Körper, fesselten ihn und zogen seine Arme und Beine weit auseinander. Ein weiterer schlenker mit dem Zauberstab und er war…nackt…nackt wie alle andern, ungeschützt und ausgeliefert. Sein Herz pochte wie wild, doch er unterdrückte den Drang panisch zu werden, unterdrückte den Drang, an seinen unsichtbaren Fesseln zu zerren, es würde nur noch schlimmer werden. Sein Atem ging schnell, als er zu schweben begann und dann auf dem Altar in eine liegende Position gebracht wurde. Das konnte auf keinen Fall etwas Gutes bedeuten. Nackt, gefesselt und liegend auf einem Altar, das würde sein Ende sein.

„Und wie es nun einmal Brauch ist, wird sich unser Neuling opfern, um euch glücklich zu machen.“ Voldemords Stimme jagte einen fürchterlichen Schauer über Dracos Körper. „Nun denn, das Fest ist eröffnet.“

Und als wäre er ein Magnet, liefen sie alle auf den Altar zu, auf ihn, auf Draco, der sich nicht wehren konnte, der nichts tun konnte, der hoffte, dass es bald vorbei sein würde.


HPHPHPHPHPHPHPHP

„Wo bist du denn gestern Nacht so schnell hin verschwunden? Die letzte Rakete war kaum geschossen und schon warst du weg!“

„Ach…ich war nur müde und wollte gleich ins Bett. Es…ich hatte ein paar anstrengende Tage hinter mir. Das ist alles.“

Ginny sah Hermione scharf an. „Na…wenn du das sagst. Aber du hast echt noch was verpasst. Die Party ging dann erst richtig los. Das kannst du mir glauben. Sobald die Jüngeren im Bett waren, wurde so richtig abgefeiert.“

Hermione lächelte nur. Natürlich wäre sie gerne länger auf dem Ball geblieben, aber nicht ohne Begleitung. Sie hatte auch so einen angenehmen und schönen Abend erlebt, kaum zu glauben eigentlich wenn sie überlegte, mit wem sie wirklich auf dem Ball war. Aber es war ein durchaus gelungener Ball und sie war froh darüber, überhaupt hingegangen zu sein. Da machte es ihr nichts aus, dass sie gleich nach Mitternacht die große Halle verließ. „Es freut mich, dass der Ball ein solcher Erfolg war, aber ich wollte wirklich nur noch ins Bett.“

Lavender blickte auf und schaltete sich in die Unterhaltung mit ein. „Also ich denke eher, es lag daran, dass dich deine Begleitung mitten auf der Tanzfläche hat stehen lassen. Das war ja ganz und gar nicht charmant und hat auch nicht schön ausgesehen.“

Ginny überdrehte die Augen. „Mit dir redet niemand Lavender!“

„Außerdem…hat er mich nicht…stehen lassen. Ich…Ich wusste, dass er früher weg musste…“ stotterte Hermione.

„Ach…“ Lavender zog eine Augenbraue hoch. „und wieso bist du ihm dann hinterhergelaufen? Hat so ausgesehen, als wolltest du ihn davon abhalten, dass er dich zum Gespött der ganzen Schule macht. Wohin musste er den überhaupt? In die Bibliothek? Lernen? Das würde ja passen oder?“

Ginny packte Hermiones und ihren eigenen Teller die noch halb voll mit Frühstück waren und stand auf. „Komm schon Hermione, wir suchen uns einen stilleren Platz.“ Und so spazierten die Beiden an den Rand des Tisches wo niemand saß um ungestört reden zu können. „Aber…jetzt ernsthaft. Warum ist er abgehauen?“

„Naja…ich…weiß nicht so recht. Wir haben getanzt und ganz plötzlich meinte er, er müsse gehen Irgendwie kann ich mir denken, wohin er musste, aber ich bin mir nicht sicher. Und dann…ich bin ihm nach, weil ich mich von ihm verabschieden wollte, mich bedanken wollte und ich war auch ganz knapp hinter ihm aber er war plötzlich verschwunden, als hätte er sich in Luft aufgelöst.“ Hermione seufzte. Der ganze Abend hatte sich so surreal angefühlt, als wäre er nicht echt, nie passiert. Und Malfoy war auch die ganze Nacht nicht zurückgekommen, weshalb sie ahnte, dass er wirklich gerufen worden war. Aber wie war er aus dem Schloss gekommen? Sie hätte es gesehen, wenn er Richtung Turm zum Kamin gelaufen wäre, sie war ja nur ein paar Meter hinter ihm und im Schnee waren keinerlei Spuren zu sehen. Warum war aber das Portal ein Stück geöffnet?

„Ich finde das merkwürdig, dass er einfach abgehauen ist.“ Ginny schüttelte den Kopf. „So etwas macht man doch nicht. Und wieso hast du mir nicht erzählt, dass du ein Date hast?“

„Es war…kurzfristig. Man könnte sagen, auf den letzten Drücker. Jedenfalls…es war ein schöner Abend.“

„Werdet ihr euch wieder sehen? Ich meine…es hat echt toll ausgesehen, so wie ihr getanzt habt.“

„Ähm…ich…ich weiß es nicht…aber ich glaube, dass war eher...freundschaftlich, eine Notlösung.“ Hermione legte die Gabel weg. „Wo sind Ron und Harry?“

„Ginny grinste. „Fragst du das ernsthaft? Die bekommst du in den Ferien doch nie vor Mittag aus dem Bett…naja, außer wenn du sie weckst. Da trauen sie sich nicht, weiter in den Federn zu bleiben. Vielleicht sehen wir sie auch erst zum Abendessen.“

„Ja, vermutlich.“ Hermione ließ ihren Blick durch die Halle schweifen. Dafür, dass die meisten Schüler sehr lange gefeiert hatten, waren viele schon früh auf den Beinen um zu frühstücken. Unauffällig blickte sie zum Tisch der Schlangen und erblickte Zabini, der mit ein paar anderen am Ende des Tisches saß. Also schlief Malfoy noch, oder und daran glaubte Hermione eher, er war noch nicht zurück in Hogwarts.

„Ähm…Ginny, was ich dich eigentlich noch fragen wollte…wie…geht es Harry? Hat er noch diese schrecklichen Alpträume?“

„Ja…die hat er noch aber nicht mehr so häufig. Seit er euch davon erzählt hat, geht es ihm glaube ich…besser. Er wirkt entspannter. Und…er taut auf, wenn du verstehst was ich meine.“ Die Rothaarige grinste.

„Du…du meinst…oh Ginny! Ihr seid jetzt wirklich zusammen?“ Hermione strahlte.

„Ja. Er hat mich gestern nach dem Feuerwerk geküsst. Hinten im Garten, wo ihr diesen Wärmezauber gesprochen habt. Es war echt romantisch. Und…naja, ich denke mal, jetzt sind wir zusammen und ich glaube er traut sich jetzt nicht runter!“

„Oder Ron hat ihn schon umgebracht, darauf tippe ich.“ Meinte Hermione und leerte ihre Tasse Tee.

Ginny lachte. „Ja, vermutlich. Aber ich glaube er weiß es noch gar nicht. Er war gestern viel zu sehr mit Lavender beschäftigt, als dass er etwas mitbekommen hätte können. Und ich denke nicht, dass Harry so lebensmüde ist und es Ron erzählt. Da könnte er sich doch gleich du-weißt-schon-wem höchst persönlich ausliefern.“

„Ron wird das schon verkraften denke ich. Er ist bestimmt froh darüber, dass es nicht jemand anders ist.“

„Hm…vielleicht hast du recht, aber…ich denke, wir werden trotzdem noch warten.“

HPHPHPHPHPHPHPHP

Seit zwei Tagen war Malfoy nun schon verschwunden. Hermione hatte ihn nirgendwo angetroffen und das schien ihr doch recht merkwürdig. Zwar hatte sie nicht wirklich nach ihm gesucht, aber sie hatte ihn auch nicht im Turm, in der Bibliothek oder bei den Essen in der großen Halle gesehen. Und auch seine Zimmertür war ständig einen Spalt breit offen. So sah sie jedes Mal, wenn sie daran vorbei lief, dass es leer und unbenutzt war. Malfoy war mehr oder weniger wie vom Erdboden verschluckt. Eigentlich sollte ihr das doch egal sein, aber das war es nicht. Sie fühlte sich eigenartig deswegen. Ganz so, als würde sie sich Sorgen machen, aber das wollte sie sich noch nicht so ganz eingestehen. Es waren schließlich immer noch Ferien und vielleicht hatte er sich einfach nur dazu entschlossen, die letzten Tage zu Hause zu verbringen…wobei…wenn sie wieder an seine begonnenen Briefe dachte, dann hielt sie das doch nicht so ganz für möglich. Aber man wusste ja nie. Man schrieb oder sagte im Zorn immer Dinge, die man eigentlich nicht so meinte.

Hermione war gerade auf den Weg zurück in ihren Turm. Sie hatte den kompletten Tag mit ihren Freunden verbracht, weil sie einfach nicht alleine im Turm sein wollte. Es fühlte sich da so leer an, auch wenn sie, wenn Malfoy da war kaum mit ihm redete und sie sich meistens in ihrem Zimmer aufhielt. Und trotzdem fehlte nun etwas.

„Granger!“

Hermione war gerade am Eingang zu ihrem Turm angekommen. Sie drehte sich um und erblickte Zabini, der auf sie zugerannt kam.

„Granger! Gut, dass ich dich erwische.“

„Zabini. Was ist denn los?“

„Ich suche dich schon seit Ewigkeiten.“ Zabini schnaufte. Scheinbar war er ein großes Stück gerannt.

„Komm doch erst mal mit rein.“ Hermione sagte dem Portrait das Passwort und die beiden traten ein. „Los, setz dich und sag, was los ist. Warum suchst du mich?“

„Eigentlich…suche ich Draco. Ist er hier?“

„Nein. Ich habe ihn seit…seit Silvester nicht mehr gesehen. Ich weiß nicht wo er ist.“

Zabini ließ sich stöhnend auf die Couch fallen. „Na toll…Ich dachte, er würde sich einfach nur hier verschanzen, aber…wenn er nicht hier ist…“

„Was…ist denn los? Es ist merkwürdig, dass er so lange weg ist…meinst du nicht? Eigentlich hab ich mich auch schon gefragt, wo er so lange ist.“ Hermione nahm Zabini schräg gegenüber in einem Ohrensessel Platz.“

„Ach…ähm….nichts, ich dachte einfach, er wäre hier…Ich...“
„Zabini…ich…bin darüber informiert…du weißt schon…also…ich weiß, dass…“ Hermione holte tief Luft. Sollte sie ihm wirklich sagen, dass sie es wusste? Was wäre, wenn auch er ein Todesser wäre? Dann würde sie Malfoy bestimmt in Gefahr bringen…andererseits war Zabini doch sein bester Freund…würde er ihn wirklich verraten? „…dass er einer von ihnen ist.“ Sie war immer leiser geworden und hoffte, dass sie keinen Fehler gemacht hatte.

Zabini sah sie nur an. War das ihr Ernst? Es schien so. Er seufzte. „Ich mache mir wirklich Sorgen um ihn…vor allem seit…du weißt schon…seit dieser Nacht. Das war kein schöner Anblick. Ich hoffe ihm ist nichts passiert.“

„Ihm geht es bestimmt gut. Und er wird sicher bald wieder auftauchen. Bestimmt wird er es dich sofort wissen lassen und…sollte er hier auftauchen, dann gebe ich dir Bescheid.“

Zabini nickte. „Na gut…aber…sag ihm nicht, dass…“

„…dass du ihn gesucht hast?“

„Nein, dass ich…mir Sorgen gemacht habe…weißt du…auch wenn es nicht so scheint, er…steckt in einem ziemlichen Schlamassel…und…ich hoffe ich kann ihn da irgendwie rausbekommen.“ Zabini stand auf.

„Das…habe ich mitbekommen aber ich glaube…er muss da selbst rauskommen, denn…er ist nicht ganz unschuldig, dass er in diesem Schlamassel steckt.“

„Da muss ich dir, so ungerne ich das auch tue, recht geben. Na gut…ich werde dann mal gehen, und…“

„Wenn er auftaucht, schicke ich dir einen Patronus.“

Wieder nickte Zabini. „Gute Nacht.“ Dann verschwand er ohne ein weiteres Wort aus dem Turm und ließ Hermione alleine mit ihren Gedanken zurück. Sie fragte sich, warum sie sich ständig Gedanken über Malfoy machen musste, warum sie sich so sehr sorgte und sie fragte sich, ob es ihm gut ging. Ja, sie konnte ihn noch nie leiden, eigentlich hatte sie ihn immer gehasst, ihn als eine Art Feind angesehen, so wie Harry und Ron, aber dieses Gefühl der Feindseligkeit war nach und nach verschwunden und plötzlich war es gar nicht mehr da. Plötzlich dachte sie ganz anders über ihn. Sie hatte ihn besser kennen gelernt, wenn auch nicht gut, aber diese vier Monate mit ihm und dann der Ball hatten ausgereich um ihr zu zeigen, dass er noch nicht ganz verloren, noch nicht ganz so bösartig und verkorkst war.

Hermione seufzte und erhob sich. Es brachte ihr nichts hier rum zu sitzen und sich den Kopf zu zerbrechen. Stattdessen würde sie ins Bett gehen. Vielleicht würde morgen alles schon ganz anders aussehen. Ein langer Erholungsschlaf würde ihr sicher gut tun.

HPHPHPHPHPHPHPHP


http://www.youtube.com/watch?v=Vg-0DFNTBm0 (Ludovico Einaudi, Le onde)

Sie hatte kaum ein Auge zugetan. Viel zu aufgewühlt war sie dafür und die Gedanken wollten einfach nicht aus ihrem Kopf verschwinden. Es war tief in der Nacht und es wäre stock finster gewesen, wenn nicht das wunderschöne „Nachtlicht“ auf ihrer Kommode das Zimmer in ein sanftes goldenes Licht tauchen würde. Gerade so hell, dass sie schlafen konnte aber auch gleichzeitig etwas sehen konnte, sobald sie ihre Augen öffnete. Und deshalb wusste sie auch gleich, dass nicht das Licht es war, das sie geweckt hatte. Nein, es war etwas anderes, etwas wovon sie sehr gerne aufwachte. Langsam setzte sie sich auf und streckte sich. Sollte sie es dieses eine Mal wagen, ihrer unbändigen Neugierde nachzugehen? Sie hatte doch nichts zu verlieren. Würde man sie erwischen, würde sie einfach sagen, sie hätte Krach gehört. Immerhin war sie Schulsprecherin. Kurz entschlossen stand sie auf und zog sich einen Pullover über. Heute Nacht würde sie herausfinden, wer ihr diese wunderschönen Melodien schenkte und sie zum Träumen brachte.

Sie seufzte kurz auf. Gerade jetzt wäre es von Vorteil gewesen, im Gryffindor Turm zu schlafen, denn dann hätte sie sich den Tarnumhang und die Karte der Rumtreiber von Harry borgen können. Doch es musste auch so gehen. Schnell schlüpfte sie noch in ihre Schuhe und schlich dann leise aus dem Turm.

Hier konnte sie die Melodie noch etwas lauter vernehmen. Kurz blieb sie stehen um ausmachen zu können aus welcher Richtung das Klavier drang, dann ging sie die Treppen hinab, immer darauf bedacht keine Geräusche von sich zu geben, denn sie wollte auf keinen Fall von Mrs.Norris oder Filch erwischt werden. Schnell bog sie um die Ecke und wusste, dass sie richtig war. Doch sie wunderte sich auch, denn in diesem Teil des Schlosses gab es keine Klassenzimmer. Sie ging weiter und blieb an einer Wand stehen. An der Wand im dritten Stock, die so unscheinbar aussah, doch genau durch sie hindurch drang die Melodie, der Hermione folgte. So oft war sie schon hier gewesen, so oft war sie an dieser Mauer schon vorbeigegangen. Immer mit der Absicht, sich mit Ron und Harry oder auch mit der DA zu verstecken. Und jetzt stand sie da und wusste nicht, wie sie hindurch konnte. Sie wusste nicht, wie der Raum dahinter aussehen würde, was sie sich wünschen musste, doch sie wollte unbedingt durch diese Wand hindurch. Also schloss sie ihre Augen. Sie musste es nur versuchen. Sie stellte sich einen leeren Raum vor, mit nur einem Piano darin. Sie musste es einfach versuchen. Sie ging drei Mal an der Wand vorbei und dann erschien ihr die bekannte Tür. Leicht zögerlich öffnete sie die Tür und erblickte genau das, was sie sich gewünscht hatte, doch sie war enttäuscht, denn es befand sich niemand in diesem Raum. Sie hatte den Falschen gewählt. Sie schloss die Tür wieder und dachte fieberhaft nach. Und dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Natürlich. Dieser geheimnisvolle Pianist wollte sich doch bestimmt verstecken. Wieder schloss sie die Augen.

„Ich brauche einen Raum um mich zu verstecken. Ich brauche einen Raum, in dem alles versteckt ist. Den Raum in dem alles versteckt ist.“

Als Hermione erneut die Augen öffnete, war die Tür wieder da. Die Hexe atmete tief durch und betrat den Raum. Sofort wusste sie, dass sie richtig gewählt hatte, denn die Musik wurde lauter. Doch sie hatte keine Ahnung, wohin sie gehen musste. Der Raum bestand aus einem Labyrinth, gebaut mit den erdenklichsten Gegenständen, die Schüler anscheinend versteckt hatten. Doch sie wollte sich nicht entmutigen lassen. Also schloss sie die Tür und bahnte sich einen Weg durch den Raum in der Hoffnung, der Musik richtig zu folgen. Und dann blieb sie stehen. Denn sie hatte gefunden was sie suchte. In der Mitte des Raumes stand ein großer schwarzer Flügel, an dem niemand anders als Draco Malfoy saß, ganz vertieft in sein Tun.

Hermione blieb wo sie war und beobachtete, wie er diese liebliche Melodie spielte, beobachtete, wie er scheinbar die Welt um sich herum vergaß. Sie wollte ihn auf keinen Fall unterbrechen, zu gerne lauschte sie seiner Musik. Sie blickte sich um und entdeckte neben sich einen alten Stuhl auf dem sie sich setzen wollte, doch wie es so kommen musste, hatte sie einen Stapel Bücher übersehen, den sie nun mit einem lauten Krach umwarf. Die Musik stoppte abrupt und Malfoy blickte auf.

„Was..machst du hier?“

„I…ich…tut mir leid, ich wollte dich nicht unterbrechen…“ Hermione knetete ihre Hände. Es war ihr äußerst unangenehm, dass er sie erwischt hatte. Sie hatte doch vorgehabt, sich nicht zu erkennen zu geben. Und als sie dann sah, dass es Malfoy war, der sie so oft mit dieser wunderschönen Musik verzaubert hatte, wollte sie erst Recht nicht, dass er sie sah. Naja…das konnte sie jetzt vergessen. „Du…spielst wundervoll…“ Sie machte ein paar Schritte auf ihn zu.

„Wie…bist du hier reingekommen?“ fragte Malfoy.

„Ich…ich hab dich so oft spielen hören und…naja ich bin nun mal neugierig…und…die Musik hat mich hergeführt…du bist nicht der Einzige, der diesen Raum kennt…und weiß, wie er funktioniert.“ Hermione war nun ganz bei ihm angekommen und sah nun deutlich, wie müde er aussah. Sie würde fast wetten, dass er kaum Schlaf bekommen hatte und nun war sie sich auch sicher, dass er gerufen worden war. „Würdest du…noch etwas für mich spielen?“ äußerte sie zaghaft ihre Bitte, eigentlich schon darauf eingestellt, dass er ablehnen würde.

„Ich…spiele nicht so gerne vor Publikum.“

Hermione lächelte leicht. „Als…ich noch nicht wusste, dass ich eine Hexe bin, da…wollte ich unbedingt Pianistin werden. Ich…hab geübt und geübt…aber…ich besitze kaum Talent dafür. Ich musste mich regelrecht abmühen um ein Stück zu lernen und irgendwann hat es mir dann auch keinen Spaß mehr gemacht. Also hab ich es aufgegeben.“

Draco zog leicht belustigt die Augenbrauen hoch. „Es gibt wirklich etwas, dass du nicht kannst? Ich glaube, das muss ich in meinem Kalender eintragen…jetzt kann ich glücklich sterben!“

„Lach du nur! Aber ein einziges Lied konnte ich beibehalten…naja…zwar kann ich es nur mit der rechten Hand aber…immerhin.“ Sie zögerte, doch dann nahm sie an Malfoys rechter Seite Platz. „Es ist mein Lieblingslied und…das darf ich doch nicht ganz verlernen.“

„Das wäre zu schade.“

Hermione nickte, dann legte sie ihre Finger auf die Tasten und begann das Lied zu spielen. Das Lied, das sie über alles liebte. Etwas unsicher, aber wunderschön.

http://www.youtube.com/watch?v=9X6sGu8oTiQ (Ludovico Einaudi, Earth Prelude)

Es war auch eines von Malfoys liebsten Liedern. Er selbst hatte es Stunden lang gespielt. Und so stimmte er mit ein. Sie spielten gemeinsam.

Hermione blickte ihn kurz an und deutete ein Lächeln an. Und wieder kam ihr diese Situation so unreal vor. So, als würde es nicht existieren, als wäre das einfach nur einer ihrer Träume. Doch die Tasten unter ihren Fingern fühlten sich so unglaublich echt an und auch die Wärme die von Malfoy ausging, konnte sie spüren. War das nicht ein Beweis dafür, dass dies doch real war? Und trotzdem war es so unwirklich. Sie dachte wieder an Dumbledores Bitte und in solchen Momenten schien diese leicht zu erfüllen. Es schien leicht zu sein, ihn auf ihre Seite zu ziehen, es schien einfach, ihn zu überzeugen, dass er gerade das Falsche tat und es schien leicht, ihn zu überzeugen, dass er sich für die andere Seite entscheiden sollte. Doch das war es nicht, das war es keines Wegs. Hermione wusste nicht, ob es ihr jemals gelingen würde. Denn sie wusste nicht, wie sie ihn mit ihrer Euphorie, ihrer positiven Denkweise anstecken sollte. Sie hatte keine Ahnung. Und wusste sie auch nicht, ob Malfoy überhaupt dafür bereit war. Bereit dafür, seinem jetzigen Leben den Rücken zuzukehren, bereit dafür, neu anzufangen, bereit dafür, seine Familie zu verraten, bereit dafür, gegen sie zu kämpfen. Und tief in ihr wusste sie, dass sie es verstehen könnte. Dass sie es verstehen könnte, wenn er sich dagegen entscheiden würde.

Die Melodie hallte wunderschön durch den Raum, sogar durch kleine Teile des Schlosses. Es hörte sich so einfach, so leicht an. Friedlich. Und würde man dastehen und die Zwei beobachten, man würde im Traum nicht daran denken, dass hier, zwei Feinde miteinander Klavier spielten. Sanft und friedlich. Man würde nicht annehmen, dass sie sich eigentlich nicht ausstehen konnten.

Sie sahen sich kurz an, nur einen Augenblick, dann wandten sie ihre Blicke wieder ab. Es war ein eigenartiges Gefühl und trotzdem entspannte sich Draco immer mehr. Immer wieder, wenn er sich nicht wohl fühlte, wenn er Ruhe und Entspannung brauchte, kam er hier her. Er wusste, dass kaum ein Schüler das Geheimnis dieses Raumes kannte. Und so konnte er sich immer wieder zurückziehen. Und im Moment fühlte er sich ganz und gar nicht gut. Deshalb war er auch heute Nacht hier her gekommen, mit der Absicht alleine zu sein, alleine für sich, mit der Absicht von Niemandem gestört zu werden. Und so erstaunte es ihn umso mehr, dass er nicht wütend war, dass es ihm nicht einmal störte, dass Grager hier aufgetaucht war. Irgendwie war er sogar ganz…froh? Froh darüber, dass er doch nicht alleine hier war? Er wusste es nicht genau, aber es machte ihm nichts aus nun mit ihr hier zu sein. Jahre lang hatte er ein ganz anderes Bild von ihr in seinem Kopf. Eigentlich hatte er immer noch dieses Bild von ihr, aber er musste zugeben, dass es sich nach und nach verändert hatte, dass er sich nun doch immer wieder die Frage stellte, ob ihm dieses Bild nicht doch auch von seinem Vater eingepflanzt wurde. Natürlich, er hatte sie nie leiden können. Aber aus anderen Gründen, als dass sie…eine Muggelgeborene war. Und nun, da er sie jetzt doch etwas besser kannte, wenn auch nicht gut, musste er doch zugeben, dass sie kein ganz so unausstehlicher Mensch war. Er wusste nicht warum, aber scheinbar sorgte sie sich um ihn…und…so etwas kannte er kaum. Es fühlte sich gut an, zu wissen, dass es doch jemanden gab, dem er nicht ganz egal war, auch wenn es eine Person war, auf die er früher auch hätte verzichten können.

Jetzt und hier, schien es, als würde er alles vergessen können, als könnte er sein wer er sein wollte, leben, wie er leben wollte. Nur das Hier und Jetzt war wichtig. Die letzten Töne erklangen, hallten durch den Raum, in dem er sich eigentlich vor allem und Jedem verstecken wollte. Sie Beide spürten diese Spannung, die sich immer mehr auflud, sie war zum Greifen nahe. Und dann, berührten sich sanft ihre Hände. Es durchzuckte sie wie ein Stromschlag und Draco blickte zu Hermione, sie sahen sich in die Augen und die Welt schien still zu stehen.

Und dann, ganz plötzlich, spürte Hermione Dracos Lippen sanft auf ihren, spürte seine weichen Lippen, seinen Atem auf ihrer Haut, roch seinen unbeschreiblichen Duft, der sie ganz weich werden ließ. Und so erwiderte sie den zögerlichen Kuss und schloss ihre Augen. Ihr Herz klopfte wie verrückt als sie plötzlich seine Finger in ihren Haaren spürte und sie somit noch etwas näher gezogen wurde. Damit war ihr Kopf vollends ausgeschaltet und sie legte ihre Hand auf seine warme Brust, intensivierte den Kuss ein wenig und überlegte gar nicht, von wem sie da gerade geküsst wurde. Denn es spielte keine Rolle. Es fühlte sich gut an und es sollte nie mehr aufhören. Sie wollte, dass die Zeit einfach still stand, wollte dieses wunderbare Gefühl beibehalten, denn sie, wie auch Draco wussten, dass die Kälte wieder zurückkehren würde, sobald sie sich voneinander lösen würden. Und so klammerte Draco sich verzweifelt an diesen überaus sinnlichen Kuss, versuchte, diese warmen Gefühle aufzusaugen.

Und so plötzlich, wie alles angefangen hatte, lösten sie sich auch wieder voneinander, blickten sich an, nicht wissend, wie der jeweilige andere nun darauf reagieren würde, nicht wissend, wie sie selbst nun reagieren sollten. Denn so schön dieser Moment auch war, er war nicht echt. Genauso wie es auch der Silvesterabend nicht war. Es war eine Illusion, die sie sich hingegeben hatten, eine Illusion, die sie jedoch niemals würden aufrecht erhalten. Und so ließen sie sich wieder los.

„Es…tut mir leid…ich hätte nicht…“ Draco war mehr als verwirrt. Und so schien ihm das einzig Logische, wegzulaufen. „Ich…sollte jetzt gehen.“

„OK…“

„…Gute Nacht.“ Und so erhob Draco sich um schnellstmöglich verschwinden zu können, um schnellstmöglich in seinen Schlafsaal zu gelangen. Ganz in seinen wirren Gedanken versunken bekam er auch nicht mit, wie ein silbrig-glitzernder Otter an ihm vorbei in Richtung Kerker rauschte.

HPHPHPHPHPHPHPHP


Jaaaaa, das wars wieder von mir und nun bin ich aber wirklich mal gespannt, was ihr mir zu sagen habt. Ich hoffe wirklich, dass es euch gefallen hat und dass ich die Kussszene (wie cool, drei s!!! XD) nicht vermasselt habe... schreibt mir, was ihr denkt.

Ich werde mich wieder beeilen, damit ihr nicht zuuuu lange warten müsst!

bussi, bella_isa!!! :)


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Es gibt einen Grund dafür, warum alle großen Fantasy- und Science-Fiction-Filme im Gedächtnis der Leute geblieben sind. Sie haben eine große Tiefe und nicht nur eine oberflächliche Handlung. Und deswegen werden wir in 50 oder 100 Jahren auch immer noch die Harry-Potter-Bücher lesen und hoffentlich die Filme anschauen.
Michael Goldenberg