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Fanfiction

The mess i made - Erkenntnis

von bella_isa

Oh Gott. jetzt ist es wirklich schon einen Monat her....Ich glaube dafür gibt es keine Entschuldigung, außer ein langes neues Kapitel...Verzeiht ihr mir? Bitte??? :(

@PotterProfi: Hier ist dein verspätetes Weihnachtsgeschenk! Bitte VERZEIH mir!!!! Vielen Dank für dein wundervolle Review, ich hab mich so wahnsinnig gefreut und ich hoffe, du bist noch da und verfolgst die ff weiter! bussi

Auch ein herzliches Danke und ein TUT MIR LEID an Emma Lovegood und Rose-trix ich Danke euch, dass ihr so treue Fans seid und mich unterstützt!

Und jetzt viel Spaß!!!!! bussi baba bella_isa!




Schon seit einer Weile lagen sie einfach nur da. In dem weichen Bett, welches von silbrig scheinenden Vorhängen umgeben war und hingen ihren Gedanken nach. Keiner traute sich, sich zu bewegen, geschweige denn zu sprechen. Zu verwirrend schien die Situation, in der sie sich befanden, zu verwirrend waren ihre Gedanken über das gerade Geschehene. Sie waren eng umschlungen und ihre erhitzten Körper pressten sich aneinander.

Hermione strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und bemerkte, dass ihre Hand zittrig war. Noch nie in ihrem Leben hatte sie etwas vergleichbareres erlebt, etwas, dass ihren Körper so in Wallung brachte, sie so erzittern ließ, ihre Haut elektrisierte und dann diese Entspannung…ausgelöst durch seine Hände, seine sanften Finger, durch seine Lippen und Berührungen…es war unbeschreiblich. Und nun, nun lagen sie da und Hermione spürte immer noch seine Finger, die federleichte Kreise auf ihrer Haut zogen und eine sanfte Gänsehaut hinterließen. Er, Draco Malfoy lag immer noch neben ihr, hielt sie in den Armen…unvorstellbar. Auch jetzt noch, da die berauschende Wirkung der Dämpfe in den Kerkern endlich nachgelassen hatte. Und trotzdem wollte sich keiner der Beiden voneinander lösen. Hermione konnte seinen immer noch etwas erhöhten Herzschlag hören, der durch seine Brust an ihr Ohr drang. Was sollte sie nun tun? Warten dass er etwas sagte? Dass er aufstand? Sollte sie vielleicht jetzt gleich sein Zimmer verlassen? Sie hatte keine Ahnung, wie man sich danach verhielt, vor allem, wenn es ein one night stand war…was tat man danach?

Die Hexe wollte sich langsam aufsetzen, als sie eine Regung seitens Malfoy wahrnahm, und dann spürte sie seine Lippen auf ihrem Kopf, ihrer Schläfe. Sie wurde herumgedreht und Malfoy platzierte sanfte Küsse auf ihrer Wange, ihrem Hals, ihren Lippen. Immer noch hielt er sie fest umschlungen, dachte gar nicht daran, sie los zu lassen, denn einen kurzen Moment noch wollte er der Wirklichkeit entfliehen, wollte nicht darüber nachdenken müssen, was nun auf ihn zukommen würde.

Hermione wusste nicht, wie lange sie schon so dalagen, in den Armen des jeweiligen anderen und immer noch schien ihr diese Situation grotesk, surreal. Aber…hatte sie nicht auch gedacht, Malfoy würde gleich verschwinden, als sie ihn vor Wochen mit diesem Mädchen in den Gewächshäusern gesehen hatte? Und lag sie nicht falsch? Hatte er dem Mädchen nicht einen schon fast liebevollen Kuss gegeben, bevor SIE verschwunden war? Vielleicht hatte sie ihn komplett falsch eingeschätzt. Vielleicht zollte er so den Mädchen mit denen er schlief ein gewisses Maß an Respekt. Oder sie bildete sich das alles nur ein…und trotzdem konnte sie nicht verleugnen, dass Malfoy sehr…vorsichtig mit ihr umgegangen war…als wäre er ein anderer Mensch geworden…

Sanft ließ sie ihre Finger durch sein Haar gleiten, strich über seinen Kopf, der nun an ihrer Schulter ruhte und schloss die Augen. Warum sollte sie es nicht einfach genießen? Warum musste sie immer alles in Frage stellen und somit alles kaputt machen? Nur ein einziges Mal wollte sie sich über nichts Gedanken machen und genießen, auch wenn es nicht lange anhalten würde. Das wusste sie. Als sie wieder ihre Augen öffnete, ließ sie ihren Blick durch das Zimmer schweifen und blieb an dem Stundenglas hängen. Das durfte doch nicht wahr sein. Mit einem Ruck saß sie in einer aufrechten Position und hatte Malfoy so von sich geschüttelt. Sie würde zu spät kommen wenn sie sich nicht beeilte.

„Oh nein!" stieß sie aus und kletterte mit dem Laken um ihrem Körper aus dem Bett. Es war ihr ganz egal, was Malfoy nun von ihr denken würde, aber sie durfte auf keinen Fall zu spät zum DA Treffen kommen. Das würde nur Fragen aufwerfen, Fragen die sie nicht würde beantworten können, ohne zu lügen. Eilig hob sie ihre Schuhe und Zauberstab auf und ließ die restlichen Klamotten am Boden. Sie hatte keine Zeit, sie aufzusammeln. „Ich bin viel zu spät!" schimpfte sie und eilte aus dem Zimmer und ins angrenzende Bad, ohne dem Blonden noch einen Blick zuzuwerfen. Glücklich darüber, dass sie eine Hexe war, schnippte sie mit dem Zauberstab und war sofort fix und fertig angezogen. Sie riss ihren Badezimmerschrank auf und durchstöberte ihn hektisch, bis sie gefunden hatte, wonach sie suchte. Ein kleines Fläschchen, mit bläulich schimmerndem Inhalt, welches sie mit einem Zug leerte. Sogleich darauf bemerkte sie ein warmes Kribbeln in ihrem Bauch, welches in dem Rezept beschrieben stand, das sie bei der Zubereitung verwendet hatte. Sie atmete erleichtert durch, denn sie wusste, dass der Verhütungstrank wirken würde.

Als sie fertig war und sicher, dass sie nichts vergessen hatte, stürmte sie aus dem Portraitloch und Richtung Raum der Wünsche. Wissend, dass sie es nicht mehr rechtzeitig schaffen würde.


HPHPHPHPHPHPHPHP


Er hatte sich aufgesetzt, als Granger eiligst sein Schlafzimmer verlassen hatte, doch jetzt ließ er sich wieder nach hinten, in die Kissen fallen und starrte an die Decke. Sie hatte wohl ganz plötzlich eine Panikattacke bekommen…aber er konnte es ihr auch nicht verübeln. Er selbst wusste ja nicht einmal, was zum Teufel ihn geritten hatte, mit ihr zu schlafen. Was war bloß mit ihm los gewesen? Die ganze Zeit schon seit Zaubertränke, hatte er sich so eigenartig gefühlt und als er dann diese Dämpfe ins Gesicht bekam, war es um ihn geschehen. Er hatte sich abkühlen müssen und es war ihm auch gelungen, wieder runter zu kommen, seine Gedanken zu sortieren. Aber dann, als sie vor ihm stand und ihn diese Düfte erneut trafen, konnte er sich nicht mehr an sich halten…das war alles die Schuld von diesem blöden Zaubertrank. Aber wie dem auch sein…er glaubte nicht dass er es bereute…noch nicht. So hatte er wenigstens abschalten können, was ihm schon sehr lange nicht mehr gelungen war und er hatte sich eine Zeit lang nicht so alleine gefühlt. Und jetzt, wo sie weg war, hinterließ sie eine eigenartige Kälte.

Seufzend fuhr er sich mit seinen Händen über sein Gesicht. Ob es wirklich eine gute Idee war, das zu tun? Niemals dürfte irgendjemand etwas davon mitbekommen. Kein Schüler, kein Lehrer, nicht seine Eltern und kein Todesser. Er wäre erledigt, das stand fest. Und trotzdem…er konnte nicht sagen, dass er wünschte, er könnte es rückgängig machen, denn für einen Augenblick hatte er sich wie ein anderer Mensch gefühlt, wie ein Mensch, der es wert war geliebt zu werden, der keine Fehler im Leben gemacht hatte…für einen Moment hatte er sich wohl gefühlt, aber wie immer, gingen diese Momente viel zu schnell vorbei.

Hastig sprang er aus dem Bett und zog sich an. Er wollte nicht länger hier herumliegen und das alleine. Also zog er sich eiligst an, angelte sich seinen Zauberstab und verließ den Turm. Er brauchte Gesellschaft, jemanden zum Reden, um so von seiner Grübelei abgehalten zu werden. Er brauchte Blaise und zwar auf der Stelle.

Er eilte die langen Flure entlang, bis hinunter in die Kerker, die für ihn die letzten Jahre ein zu Hause gewesen waren. Er wusste, dass er seinen Freund hier unten finden würde. Er sprach das Passwort und betrat den großen Gemeinschaftsraum. Lange war er schon nicht mehr hier gewesen, deshalb verwunderte es ihn auch nicht, dass viele Schüler ihm fragende Blicke zuwarfen, diesen aber sofort wieder senkten, aus Angst von ihm angeblafft zu werden. Mit großen Schritten durchquerte er den Raum und blieb am Kamin stehen.

„Draco!" Blaise blickte verwundert auf. „Du wieder mal hier? Ist…alles in Ordnung?" fragte er leise und legte das Buch, in dem er gerade gelesen hatte beiseite.

„Ich…bin mir nicht sicher…" Draco wusste plötzlich nicht mehr, warum er eigentlich hier war, was er Blaise erzählen sollte…konnte… Er sah, wie sein bester Freund sich seinen Umhang schnappte und aufstand.

„Komm. Lass uns zum Quiddichfeld hinunter gehen… Dort ist es bestimmt nicht so überfüllt, wie hier."

Draco nickte und gemeinsam verließen sie das Schloss, fest in ihre Umhänge gehüllt und schlenderten über die menschenleeren Ländereien von Hogwarts, hinunter zum Quiddichfeld.

„Hast du mit ihm geredet? Ihn um Hilfe gebeten?" fragte Blaise und warf Draco einen besorgten Blick zu.

„Sagen wir es so…ich habe es versucht aber…es ist nicht gerade so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe." Draco ließ sich auf eine der Bänke auf der Tribüne fallen und lehnte sich zurück, die Hände tief in seinen Taschen vergraben um sie so vor der Kälte zu schützen.

„Was meinst du damit? Was hat Snape gesagt? Wird er dir helfen?" Blaise konnte die Spannung kaum ertragen. Er hoffte so sehr für seinen Freund, dass Professor Snape ihm seine Hilfe nicht verweigern würde, dass er alles tun würde, um ihm zu helfen.

„Er sagt, es gibt keinen Ausweg Blaise. Und eigentlich wusste ich das auch schon vorher…ich habe keine Wahl.

„Doch! Verdammt Draco! Die hast du verdammt noch mal. Wir haben doch darüber gesprochen. Immer und immer wieder. Es IST ganz alleine deine Entscheidung, was du tun wirst." Blaise klang verärgert. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Draco wieder einen Rückzieher machen würde, aber er konnte sich eigentlich auch gar nicht vorstellen, in welcher Situation sein Freund überhaupt steckte. Er wollte es sich nicht ausmalen. „Aber egal ob mit Snapes Hilfe oder nicht, du warst doch dazu entschlossen. Was hat sich verändert?"

Draco seufzte und fuhr sich durch seine Haare. „Snape hat Recht. Man… kann nicht einfach aussteigen…er hat mir den Rat gegeben, weiter zu machen…ganz egal auf welcher Seite ich stehe, denn…erst in der Schlacht würde sich entscheiden, wer für wen kämpft."

Blaise schnappte nach Luft. „D…Das hat er gesagt? Ist das sein Ernst? Das kann er doch nicht ernst meinen…"

„Es ist wie es ist Blaise und…er hat Recht. Ich würde keine zwei Tage überleben. Das Beste ist, wenn ich…mich ruhig verhalte, kein Aufsehen errege und…wichtige Informationen sammle…"

„Du weißt, dass das dein Todesurteil wird…sollte jemand davon Wind bekommen." Blaise schluckte. Immer noch nicht konnte er fassen, wozu Draco sich entschieden hatte. Er hielt es für ein Himmelfahrtskommando. Das konnte niemals gutgehen. Niemals.

Doch Draco lachte verbittert auf. „Du weißt, dass es kaum einen Unterschied macht. Ich habe mein Todesurteil bereits im Sommer unterzeichnet. Aber…so habe ich vielleicht die Chance, etwas länger zu leben."

Blaise seufzte auf und lehnte sich zurück. „Und trotzdem hoffe ich, dass du dich doch noch anders entscheiden wirst."

Eine Weile saßen sie da und blickten in die Ferne. Draco hatte noch keine Lust, zurück ins Schloss zu gehen und so blieben sie auf der Tribüne und schwiegen eine Zeit lang. Draco hatte sich nicht getraut, Blaise zu erzählen, was heute passiert war, was er getan hatte und langsam kamen ihm Zweifel, ob es wirklich klug war, mit Hermione Granger zu schlafen. Es würde nun alles noch komplizierter werden.

„Gehen wir zurück?" fragte Blaise und stand auf. Es war dunkel geworden und ein eisiger Wind fegte über die Tribüne. Draco nickte und stand auf, hielt dann aber innen.

„Ach…verdammte Schieße!" fluchte er und trat mit voller Wucht gegen eine der Sitzbänke. Das durfte doch nicht wahr sein. Warum jetzt? Warum schon wieder?

„Draco? Was…"

„Du hast mich nicht gesehen Blaise." Dracos Stimme war plötzlich verändert. Tief und viel rauer als sonst und eine steinerne Maske zog sich plötzlich über sein Gesicht. Nichts konnte man mehr darin lesen. Keine Emotionen…gar nichts. Er drängte sich an Blaise vorbei und sprang von der Tribüne in den Schnee. Er hörte Blaise hinter sich, der versuchte ihn aufzuhalten, der nach ihm rief, aber er achtete nicht darauf, blendete ihn komplett aus, denn er hatte nicht viel Zeit. Er musste so schnell wie möglich seine Gedanken zurechtrücken und alles verschließen.

HPHPHPHPHPHPHPHP


„Hermione. Alles in Ordnung mit dir?" fragte Ginny, als sie den Raum der Wünsche verließen. Es war bereits nach Mitternacht. Die Zeit war so schnell vergangen, dass kaum einer bemerkt hatte, wie spät es bereits war. So hatten sich nach und nach kleine Grüppchen aus dem Raum geschlichen und waren in ihre Häuser verschwunden um von Filch nicht erwischt zu werden.

„Ähm..ja, natürlich." Antwortete Hermione und wandte ihren Blick ab. Manchmal verfluchte sie Ginnys Gabe, ständig zu bemerken, wenn etwas nicht stimmte.

„Warum bist du zu spät gekommen?"

„Ich…naja ich hatte die Zeit übersehen. Du weißt doch wie ich bin, wenn mich die Bibliothek gefangen nimmt."

Ginny blickte ihre Freundin forschend an. „Du warst nicht in der Bibliothek. Ich war nämlich da, bis das Treffen losging." Ginny und Hermione ließen einen etwas größeren Abstand zu Harry und Ron. Sie hatten keine Lust von ihnen gehört zu werden. Sie würden Hermione nur wieder mit Fragen bombardieren.

„Du weißt, dass du mir alles erzählen kannst?"

„Ja…ich weiß Ginny aber…jetzt noch nicht. Ich…bin selbst noch viel zu...verwirrt denke ich." Verwirrt…das traf es wirklich gut.

„Bleib doch heute bei uns. Was hältst du davon?" Ginny lächelte. „Du bist ohnehin viel zu selten da."

Hermione nickte. Es war bestimmt eine gute Idee, etwas Abstand zu Malfoy zu bekommen. Sie hatte Angst, auf ihn zu treffen, denn sie wusste nicht, was passieren würde. „Ja, du hast Recht. Ich bin wirklich viel zu selten bei euch und das tut mir leid, nur…ich hab so wahnsinnig viel zu tun."

„Das wissen wir doch. Und natürlich macht es auch nicht besser, dass du dich ständig mit Malfoy herumschlagen musst…Harry und Ron sind seit neuestem noch schlechter auf ihn zu sprechen, als sonst. Ist…etwas vorgefallen?" flüsterte Ginny und warf einen Blick auf die zwei Jungs vor ihnen.

„Ja…so kann man es nennen. Harry…hat dir nichts erzählt?"

Ginny schüttelte den Kopf. „Nein. Gar nichts, aber ich habe mitbekomme, dass etwas ganz und gar nicht stimmt."

„Ich…werde dir davon erzählen, aber…nicht heute. Es ist viel zu spät. OK?" Hermione hoffte, dass Ginny nicht weiter nachfragen würde und war erleichtert, dass diese nickte und lächelte. Sie war wirklich geschlaucht und wollte einfach nur noch ins Bett. Sie war äußerst froh darüber, dass Ginny sie mit in den Gemeinschaftsraum nahm, denn sie wollte einfach nicht zurück in den Schulsprecherturm. Und da Ginny sie gebeten hatte, würde auch niemand auf die Idee kommen, dass Hermione Malfoy aus dem Weg ging, dass etwas vorgefallen war.

Am nächsten Tag blieb Hermione bis kurz vor dem Mittagessen im Gryffindor Gemeinschaftsraum. Es war Samstag und sie wollte es so lange wie möglich hinauszögern, zurück in ihren Turm zu gehen. Doch nun blieb ihr keine andere Wahl mehr, wenn sie nicht einen der Hauselfen Arbeit aufhalsen wollte. Sie brauchte frische Klamotten um zum Mittagessen gehen zu können und sie hatte einen Mords Hunger. Das Frühstück hatte sie verpasst, zu lange war sie in ihrem Bett gelegen, aus Müdigkeit.

Sie verabschiedete sich von ihren Freunden und hoffte, Malfoy nicht anzutreffen. Sie hoffte, dass er bereits in der großen Halle war, denn dann hätte sie die Gelegenheit, ihre Klamotten aus seinem Zimmer zu holen und sein Laken zurückzulegen…ohne dass es peinlich wurde. Doch je näher sie dem Turm kam, desto nervöser wurde sie. Aber es half nichts, sie musste es riskieren.

Es war Mucksmäuschen still, als sie den Gemeinschaftsraum betrat und Erleichterung durchflutete die Hexe. Er war wirklich nicht da. Schnell lief sie ins Badezimmer um sich frisch zu machen und erstarrte, als ihr Blick auf ihre Kommode neben dem Waschbecken fiel. Ihre Klamotten…da lagen sie. Sorgfältig gefaltet und gestapelt. Malfoy…er musste das gewesen sein. Oder vielleicht ein Hauself? Aber dann hätte sie ihre Sachen doch in ihrem Zimmer gefunden…Besaß Malfoy wirklich so viel Anstand, ihre Sachen zurückzubringen und dabei nicht ihr Zimmer zu betreten? Um ihre Privatsphäre zu achten? Konnte das wirklich sein?

Sie schüttelte den Kopf um sich aus ihren Gedanken zu holen und begann mit einer schnellen Wäsche. Sie wollte nicht auch noch das Mittagessen verpassen. Als sie fertig angezogen war, holte sie das Laken aus ihrem Zimmer und faltete es genauso sorgfältig, wie Malfoy es anscheinend getan hatte und legte es dann auf seine Kommode, als sie plötzlich ein Zische hörte. War es das Flohnetzwerk?

Schnell verließ sie das Badezimmer und eilte die steinernen Treppen hinunter in den Gemeinschaftsraum. Sie hatte sich nicht getäuscht, denn Malfoy war soeben aus dem Kamin getreten. Warum musste sie nur das Badezimmer verlassen? Sie wusste doch eigentlich, dass es sich nur um Malfoy handeln konnte, der soeben gekommen war. Laut seiner Aussage, war kein andere in der Lage, diesen Kamin zu nutzen. Doch es war zu spät, er hatte sie bereits gesehen.

Er sah nicht gut aus. Viel zu bleich und müde. Erschöpft ließ er sich in den nächstbesten Sessel fallen und schloss die Augen. Hermione wusste, dass er gerufen worden war und somit bestimmt auch nicht geschlafen hatte. Sie wollte sich nicht vorstellen, was in der Nacht passiert war. Ein weiterer Anschlag? Auf Muggel? Oder auf Muggelgeborene? Wurden weitere Kinder entführt? War er zu einer Versammlung gerufen worden?

„Dobby?" rief die Hexe leise, ohne ihren Blick von Malfoy abzuwenden. Es gab einen Knall und schon stand der Elf mit den viel zu großen Ohren vor Hermione.

„Miss Hermione Granger! Wie kann ich helfen?" aufgeregt flatterte er mit seinen Ohren und konnte es kaum erwarten, seinen Auftrag entgegenzunehmen.

„Es…tut mir leid, dass ich dich schon wieder gerufen habe Dobby, ich weiß du bist frei, aber…"

„Kein Problem Miss! Dobby will helfen. Dobby hilft seinen Freunden gerne!"

„Ich danke dir Dobby. Wäre es möglich uns das Mittagessen hierherzuschicken? Du würdest uns damit wirklich helfen."

Der Elf lächelte und nickte. „Nichts leichter als das." Und schon war er verschwunden.

„Danke!" rief Hermione ihm hinterher und wusste, dass er sie hören konnte. Dann ging sie langsam auf den Kamin zu und setzte sich gegenüber von Malfoy. „Du…siehst schrecklich aus…geht es dir gut?" fragte sie leise und kaute auf ihrer Unterlippe herum. Welch dumme Frage. Sie sah doch, dass es ihm ganz und gar nicht gut ging.

Malfoy öffnete langsam die Augen, antwortete ihr jedoch nicht, sie hatte es eigentlich auch nicht erwartet. Stattdessen streifte er sich seinen Umhang von den Schultern und warf ihn über die Couch. Es ertönte erneut ein Knall und sofort war der kleine Tisch mit dem besten Mal gefüllt. Hermione griff sofort danach und begann einen Teller mit Champion-Cremesuppe zu füllen. Dann stellte sie diesen vor Malfoy. „Hier…du solltest vielleicht etwas essen…" Sie reichte ihm einen Löffel, den er ihr langsam aus der Hand nahm. Irgendetwas stimmte wirklich nicht mit ihm, so wie er dasaß, sich bewegte. Sie versuchte ihn unauffällig zu mustern um vielleicht erkennen zu können, ob er verletzt war, doch sie konnte sich nicht sicher sein. Sie griff nach einem weiteren Teller, als sie etwas Metallisches aufschlagen hörte und Malfoy hochsprang. Er hatte den Löffel fallen lassen und war zur Treppe gestürzt, doch er kam nicht weit genug, denn plötzlich erbrach er sich in den Papierkorb.

„Malfoy?" Hermione war aufgestanden, die Augen weit aufgerissen. Sie ging ein paar Schritte auf ihn zu, doch er stürmte die Treppe hinauf, Richtung Badezimmer. Hermione folgte ihm automatisch ohne darüber nachzudenken und konnte schon von draußen hören, wie Malfoy sich ein weiteres Mal heftig über der Kloschüssel erbrach. Was um Merlins Willen war mit ihm los? Was für furchtbare Sachen stellten sie bloß mit ihm an, wenn es ihm jedes Mal, wenn er zurückkam so dreckig ging?

Sie betrat das Badezimmer und konnte sehen, wie der Blonde sich hektisch seinen Pullover über den Kopf riss, sein Atem ging wahnsinnig schnell, ganz so, als würde er zu wenig Luft bekommen. Er sah schrecklich aus. Schnell ging sie auf ihn zu, nicht wissend, was sie nun tun sollte. Mit viel zu zittrigen Fingern, riss Malfoy an seiner Krawatte und schaffte es nicht sie zu lockern. Viel zu laut ging seine Atem. Schnell ließ sich Hermione neben ihm zu Boden gleiten und griff nach seiner Krawatte.

„Ganz ruhig!" flüsterte sie. „Ich hab's gleich." So schnell wie möglich löste sie den Knoten seiner Krawatte und warf sie zu Boden, doch sein Atem beruhigte sich nicht. Immer wieder schnappte er nach Luft und das Zittern nahm zu.

„Tief durchatmen Malfoy." Zögerlich griff sie nach dem Kragen seines Hemdes und öffnete dann die ersten drei Knöpfe, um ihm so das Gefühl der Enge etwas zu nehmen. Dabei streifte sie seine Haut, die glühte und von eiskaltem Schweiß bedeckt war. Gerade rechtzeitig nahm sie die Hände wieder von ihm, als er sich nach vor beugte und sich wieder übergab. Es war eine grauenhafter Anblick, ihn so zu sehen. Schwer atmend, zitternd, schwach…es war brutal. Hermione streckte erneut ihre Hand nach ihm aus und strich dann langsam und beruhigend über seinen Rücken, bis er sich etwas beruhigt hatte. Mit der anderen Hand schwang sie einige Male ihren Zauberstab. Sofort sprangen die Fenster auf und frische kühle Luft strömte in den Raum. Handtücher und Fläschchen flogen wild durch die Gegend und kaltes Wasser floss aus dem silbernen Hahn. Hermione hob ihre Hand und begann die Gegenstände aufzufangen. Sie griff nach dem nassen Handtuch und legte es Malfoy in den Nacken. Dieser zuckte aufgrund der Kälte zusammen, entspannte sich dann aber nach und nach.

„Hier…trink das…" Hermione entkorkte das Fläschchen und hielt es Malfoy entgegen. Dieser sah sie nur an, ohne das Fläschchen zu nehmen.

„Es ist das Richtige…es wird dir helfen." Diesmal hatte sie gleich gewusst, welchen Zaubertrank Malfoy benötigte, welcher Zaubertrank ihm Linderung verschaffen würde. Zitternd griff er danach und trank den Inhalt des kleinen Fläschchens. Er schloss die Augen und sofort entspannte er sich noch mehr, als die Wirkung fast augenblicklich eintrat.

In der Zwischenzeit hatte Hermione alles gesäubert und der Blonde ließ sich langsam auf den Fußboden sinken. Er wollte nur noch schlafen. Schlafen und alles andere vergessen. Nichts sehnlicher wünschte er sich in diesem Moment.

„Vielleicht…solltest du doch zu…Madame Pom…" doch sofort schüttelte er den Kopf. Sie würde ihn mit fragen löchern, würde genau wissen wollen, was los war, woher das kam. Er kniff die Augen zusammen, als sein Magen wieder zu rebellieren begann, anscheinend war er noch nicht leer. Hermione seufzte. Wie sollte sie ihn in diesem Zustand ins Bett bringen…es gab nur eine Möglichkeit.

„Dobby…" sagte sie leise und sofort stand der kleine Elf neben ihr.

„Alles in Ordnung Miss hermione?" fragte er und erblickte erst dann Malfoy.

„Nein…ich…Dobby, schaffst du es, ihn ins Bett zu bringen? Bitte!"

Der Elf nickte und schnippte mit seinen Fingern. Sofort war der Platz, an dem Malfoy eben noch gelegen hatte leer. „Schon geschehen Miss Hermione Granger. Was kann ich noch tun?"

Doch Hermione schüttelte den Kopf. „Danke Dobby, das war alles."

„Sie…tun Master Draco schlimme Dinge an." Flüsterte der Elf und Hermione blickte ihn fragend an.

„Was weißt du darüber Dobby?"

„Nicht viel Miss, aber…ich habe so viele schreien hören. Betteln, flehen, so viele die neu dazugekommen sind…so viele haben es nicht überlebt…"

Hermione schluckte und versuchte zu lächeln. „Danke für deine Hilfe Dobby."

Der Elf verbeugte sich und verschwand dann. Die Hexe verweilte noch einige Zeit im Badezimmer, dann rappelte sie sich hoch und lief ins Wohnzimmer um Tee zu kochen. Ihr war mulmig zumute, als sie an die Worte des Elfen dachte. Was genau meinte er nur damit? Was geschah in Malfoy Manor?"

Als der Kamillentee fertig war, schlich sie sich so leise wie möglich in Malfoys Zimmer, doch völlig umsonst. Er lag wach in seinem Bett und hatte sein Gesicht halb in seinem Kissen vergraben. Langsam näherte die Hexe sich seinem Bett und stellte dann die Tasse auf seine kleine Kommode. Dann räusperte sie sich leicht. „Du…kannst mich…rufen, wenn du etwas brauchst…OK?" doch Malfoy reagierte nicht. Sie kniete sich neben ihn auf dem Boden und griff langsam nach der Decke, zog sie hoch und warf sie sanft über Malfoys Körper. Sie hätte aufstehen und gehen sollen, doch sie kam nicht umhin, ihre Finger über sein weiches Haar gleiten zu lassen. „Was…tun die dir nur an?" flüsterte sie leise, nicht wissend, ob er sie überhaupt gehört hatte, doch das hatte er und…so gerne hätte er ihr davon erzählt. So gerne hätte er sich all den Kummer von der Seele geredet, doch…es ging nicht…er konnte es nicht.

HPHPHPHPHPHPHPHP


Sooo, ich hoffe das war eine kleine Entschädigung für euch und ich hoffe, ihr schreibt mir trotzdem noch weiter kommis. Hab euch lieb, eure bella_isa!


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Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz