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Fanfiction

The mess i made - Was, wenn es dich traurig macht

von bella_isa

Hallo meine Lieben, zurĂĽck bin ich und hab euch auch etwas mitgebracht :) Puhhh...das war echt schwer...dieses Kapitel hat mich echt mitgenommen... aber ich glaube, es ist ganz gut geworden...hoffe ich...

@PotterProfi: hm..da ist glaube ich nicht viel zu sagen, als DANKE DANKE dafür, dass du mir die Stange hältst XD Hoffe es geht sich aus, dass du dieses Kapitel zu deinem Geburtstag lesen kannst und es dir den Tag versüßt :)

@Emma Lovegood: kurzes Kommi besser al gar kein Kommi XD

Aber jetzt viel SpaĂź! Bussi, baba, bella_isa!





BelĂĽgen kannst Du den Verstand,
wenn Dich die Wahrheit ĂĽbermannt.
BelĂĽgen kannst Du Deine Augen,
was Du siehst willst Du glauben.



Belügen kannst Du, was Du hörst,
auch wenn Du etwas anderes spĂĽrst.
BelĂĽgen kannst Du nicht Dein Herz,
denn es fĂĽhlt den wahren Schmerz.

(unbekannt)


Es war nichts mehr so, wie noch vor einigen Wochen oder Monaten. Schleichend hatten die Veränderungen eingesetzt und brachten nun alles durcheinander. Nicht nur der bevorstehende Krieg und die daraus resultierenden Ängste hatten Hermione nachdenklich gemacht, nein, all die Gespräche…wenn man sie alle so nennen konnte, die die Hexe mit Malfoy geführt hatte, all seine Verletzungen und seine Verzweiflung hatten sie zum Nachdenken gebracht, hatten sie dazu gebracht die Welt mit anderen Augen zu sehen. Niemals hätte sie gedacht, dass sie von ihrer Ansicht über die Dinge abrücken würde, doch es war passiert…schleichend.

Sie war verwirrt, wusste nicht, wie sie mit der neuen Situation umgehen sollte, was noch alles kommen würde und wohin das alles führen würde. Seit kurzem dachte sie nicht mehr darüber nach ob es ratsam wäre in ihren Turm zu gehen, sie tat es einfach und war auch nicht mehr genervt oder gar verängstigt, wenn sie dort auf ihren Mitbewohner traf. Seit der Nacht vor zwei Wochen, in der sie Malfoy völlig aufgelöst im Gemeinschaftsraum vorgefunden hatte, hatte auch er sich verändert. Er ignorierte sie nicht mehr…funkelte sie nicht mehr wütend an und kein böses Wort fiel mehr von seinen Lippen. Sie brachten es fertig, gemeinsam ihre Hausaufgaben zu machen, stillschweigend und nebeneinander…friedlich…ohne Streit. Manchmal hatten sie auch eine nette Begrüßung füreinander übrig, ein leichtes, kaum merkliches Lächeln…aber Hermione wusste, dass es Malfoy nicht gut ging. Seit ihrem letzten Gespräch, hatte Malfoy das Schloss nicht mehr verlassen. Hermione wusste nicht, ob er sich entschieden hatte, oder ob er einfach nicht gerufen worden war, aber sie konnte deutlich die Angst des jungen Zauberers spüren. Die Angst, dass der stechende Schmerz durch seinen Unterarm schießen würde um ihm zu befehlen, das Schloss zu verlassen. Und sie wusste, dass er womöglich nicht standhalten würde. So sehr sie sich auch wünschte, dass er den Todessern den Rücken zukehren würde, so wusste sie auch, dass das nicht so einfach gehen würde. Sie würden ihn jagen…so lange, bis er tot wäre. Und dann war da noch seine Familie…die ihn verletzte…statt ihn zu schützen.

Immer öfter hatten Hermione und Malfoy ihre Mahlzeiten in den Turm verlagert und oftmals kam Dobby schon von selbst und fragte, ob er das Essen bringen durfte. Fast immer hatte Hermione diese Frage bejaht, da sie wusste, wie ungern Malfoy in der großen Halle war und nicht nur einmal hatte sie ihm im Turm Gesellschaft geleistet. Sie selbst hatte mitbekommen, wie über ihn geredet wurde…die Schüler waren ihm gegenüber misstrauisch…misstrauischer als früher und sie hoffte nur, dass Ron und Harry nichts damit zu tun hatten. Sie hatten es ihr versprochen, dass sie niemandem davon erzählen würden und eigentlich hielten sie ihre Versprechen ihr gegenüber immer…doch im Punkt Malfoy war sie sich dessen nicht sicher.

Hermione betrat den Gemeinschaftsraum der Gryffindors und blickte sich suchend um. Sie musste auf der Stelle mit Ron und Harry reden und ihnen ihre neueste Entdeckung zeigen. Doch nirgendwo konnte sie ihre beiden besten Freunde entdecken, also ging sie schleunigst auf Ginny zu, die vor dem Kamin saĂź.

„Ginny! Hast du Ron und Harry gesehen? Ich muss dringend mit ihnen sprechen."

Die Rothaarige blickte auf und legte ihr Buch beiseite. „Nein…keine Ahnung wo die sind. Bestimmt schleichen sie mal wieder im Schloss herum…keine Ahnung. Ist mir auch egal." Murmelte Ginny und wirkte nicht gerade glücklich.

„Alles in Ordnung mit dir?" fragte Hermione und ließ sich neben Ginny in einen der weichen Sessel fallen. „Oder…mit dir und Harry? Hattet ihr Streit?"

„Nein…Streit kann man das nicht nennen. Ich wäre froh, wenn es einen Streit gegeben hätte. Dann hätte er wenigstens mal mit mir geredet."

„Wie meinst du das?" vergessen war die Dringlichkeit, Harry und Ron ihre neueste Entdeckung zu zeigen…das konnte warten. Außerdem wusste sie auch nicht, wo die Beiden steckten, also konnte sie auch hier auf sie warten und in der Zwischenzeit Ginny beistehen.

„Naja…du weißt doch, wie er ist. Ruhig, verschlossen, geheimnisvoll, aber…langsam reicht es. Er erzählt mir nichts. Gar nichts und ich weiß, dass irgendetwas nicht stimmt. Warum will er alles von mir fernhalten?" fragte Ginny und zog ihre Beine an sich.

Hermione blickte sich um, um sicher zu gehen, dass niemand anderes auf sie achtete. „Naja…weißt du…ich glaube, er will das alles vor die fern halten, um dich nicht zu beunruhigen."

Ginny schnaubte. „Aber ich denke nicht, dass das Sinn und Zweck einer Beziehung ist. Mann…sollte sich doch erzählen können, was einen belastet. Oder etwa nicht? Und ich weiß, dass das alles mit dieser verdammten Prophezeiung zu tun hat."

„Ich…es tut mir leid, aber…es steht mir nicht zu, mit dir über die Prophezeiung zu sprechen…und das liegt weniger an Harry, als an Professor Dumbledore. Es war seine Bitte, dass sonst niemand davon erfährt. Weil…es zu gefährlich ist."

„Du…wirst ihm doch…helfen. Oder?" fragte Ginny leise und starrte ins Feuer.

„Wa…ja…natürlich Ginny. Deshalb bin ich auch gerade hier…weil…ich etwas Neues herausgefunden habe. Und jetzt muss ich nur noch warten, bis die Beiden zurückkommen."

Ginny nickte und für kurze Zeit schwiegen die beiden Hexen, bis sich Ginny räusperte. „Aber…kannst du mir vielleicht erklären, was das alles…mit Malfoy zu tun hat?"

Hermione runzelte die Stirn. „Was?"

„Was ist da los Hermione? Harry und Ron verhalten sich merkwürdig, sprechen ständig über ihn und sobald ich in Hörweite bin, verstummen sie. Ich weiß, dass sie versuchen herauszufinden, was er vor hat und…die Gerüchte werden lauter…"

Hermione schluckte. Die Gerüchte wurden wirklich immer lauter. Hatten etwa wirklich Ron und Harry etwas damit zu tun? „Haben…Ron und Harry…" doch Hermione wurde von Ginny unterbrochen.

„Nein…ich denke nicht. Aber…es war doch von vornherein klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Schüler zu tuscheln beginnen." Ginny griff nach einer Decke und hüllte sich darin ein. „Darf…ich dir eine Frage stellen?"

„…natürlich…"

„Weißt du, ob…er…einer von ihnen…ist?"

Hermione atmete laut auf und griff dann nach ihrem Zauberstab. Sie hatte keine Lust, dass jemand hier ihr Gespräch belauschte. „Muffilato" murmelte sie und schirmte somit Ginny und sich von dem Rest der Schüler ab. „Ich…ja, ich weiß...es." murmelte Hermione leise und blickte die Rothaarige dabei an.

„Und…ist er…einer? Ist er ein Todesser?"

Hermione wusste, nicht, ob sie wirklich darauf antworten sollte. Ihre Antwort würde noch mehr Fragen aufwerfen. Konnte sie Ginny wirklich alles erzählen? Sie wusste, dass sie der Hexe vertrauen konnte…warum also nicht? Malfoy würde es nicht erfahren…also gab es auch keinen Grund, Ginny das alles zu verheimlichen. Und außerdem…wollte sie endlich jemanden alles erzählen…die ganze verdammte Geschichte. Alles, was sich bisher zugetragen hatte…Ginny musste ihr nur schwören, dass sie keiner Menschenseele oder irgendeiner anderen Kreatur etwas davon verraten würde. Langsam nickte Hermione, um auf die ihr gestellte Frage zu antworten und war überrascht, dass Ginny nicht genauso überrascht oder erschrocken war.

„Das…ich habe es mir schon länger…gedacht. Vor allem, da Harry und Ron momentan noch abgedrehter sind als sonst, ich…wollte nur Gewissheit…und…willst du mir vielleicht…alles erzählen?"

„A…alles?" Hermione lehnte sich weiter in den Sessel und machte es sich bequem.

„Ja…ich meine…du hast damals von…ihm gesprochen. Oder etwa nicht? Vor den Weihnachtsferien. Du…hast von ihm gesprochen, als du sagtest, dass jemand deine Hilfe brauchte." Ginny blickte Hermione fragend an, wartete auf Bestätigung.

„Ähm…ja, das…habe ich." Hermione strich sich ihre Haare aus dem Gesicht und beugte sich dann nah an Ginny heran. „Ginny, du musst mir schwören, dass du das alles für dich behältst, dass du Niemandem und ich meine wirklich niemandem davon erzählst. OK?"

„Natürlich Hermione. Ist doch klar. Ich verspreche es dir."

„Ok…Ok gut." Hermione atmete tief durch, bevor sie zu sprechen begann. Sie war froh darüber, dass Ginny sie kein einziges Mal unterbrach, als sie ihr erzählte, wie sie herausgefunden hatte, dass Malfoy ein Todesser geworden war, oder als sie von Dumbledores Bitte erfuhr. Hermione erzählte ihr alles, was sie auch Harry und Ron erzählt hatte…und mehr. Sie erzählte Ginny, wie sie sich gestritten hatten, wie Malfoy auf sie losgegangen war, sie schwer verletzt hatte und wie sie selbst Malfoy das eine oder andere mal verletzt gefunden hatte, ihm geholfen hatte. Es tat gut, das alles los zu werden, sich all das von der Seele zu reden. Sie hatte gar nicht gemerkt, wie sehr sie das wirklich belastet hatte. Doch jetzt kam es ihr so vor, als würde eine schwere Last von ihren Schultern fallen und sie fühlte sich ein wenig besser…befreit.

„Wow…das…wow. Das ist schrecklich…" murmelte Ginny, als Hermione mit ihren Erzählungen geendet hatte. „Und trotzdem…es ist irgendwie schwer sich vorzustellen, dass Malfoy…da unschuldig hineingeraten ist…ich…weiß auch nicht."

„Dumbledore ist überzeugt davon und…nach allem, was ich erlebt habe…zweifle ich…nicht mehr…daran…" Hermione räusperte sich, unsicher, ob sie Ginny auch den Rest erzählen sollte.

„Und…was wenn das alles geplant war…ist? Wenn das alles…einfach dazu dient…an dich und somit auch an…Harry heranzukommen? Was wenn das alles…gar nicht echt ist?" fragte Ginny.

Hermione seufzte. „Dazu werde ich dir die gleiche Antwort geben wie Harry und Ron. Wenn…es so sein sollte, dann…werde ich es noch früh genug herausfinden und…mit den Konsequenzen leben müssen." Murmelte Hermione und starrte ins Feuer. Seit längerem hatte sie nun nicht mehr darüber nachgedacht, ob das vielleicht nicht doch eine Falle ist, ein ausgeklügeltes Spiel, um ihr Vertrauen zu gewinnen…aber…es war alles so echt…

„Ich will nur nicht…dass du verletzt wirst oder…so ähnlich."

„Ich weiß Ginny, aber ich…bin mir sicher, dass das nicht passieren wird." Hermione räusperte sich. „Und…wieso…ist er mit mir dann zum…Silvesterball…gegangen?" fragte sie leise.

„Wa…WAS? Das…das war ER? Er hat dich eingeladen? Ich meine…so richtig…eingeladen?" stotterte Ginny und schien ganz aus dem Häuschen. Und doch konnte sie es nicht so richtig glauben. Hermione nickte.

„Ja…ich…ich keine Ahnung wieso er das tat, er…wusste, dass ich kein Date hatte und…er hat mich…sozusagen…eingeladen. Eine halbe Stunde, bevor der Ball losging…"

„A…aber…aber…wieso haben wir ihn nicht erkannt?"

„Ein Zauber." Murmelte Hermione und zupfte an ihren Haaren.

„Das…das ist…Wow, ich weiß nicht, was ich sagen soll…"

Lange Zeit herrschte wieder Schweigen zwischen Hermione und Ginny und nur das leise Gemurmel der anderen Schüler war im Gemeinschaftsraum zu hören, doch Hermione hielt es nicht mehr aus. Sie musste einfach mit jemanden darüber reden…und jetzt hatte sie die Gelegenheit dazu.

„Da…ist noch mehr." Murmelte Hermione leise und spielte etwas nervös mit ihren Fingern.

„Was ist los?"

„Ich ähm…ich weiß nicht, wie ich dir das sagen soll, es…ich…" Hermione schluckte und atmete laut ein. „Weißt du noch, als ich zu spät zu unserem zweiten DA Treffen kam?"

„Ähm…ja klar. Du sagtest, du würdest mir ein andern Mal erzählen, was passiert ist und dass du momentan viel zu verwirrt seist."

Hermione wunderte sich nicht, dass sich Ginny so gut an ihren Wortlaut erinnerte. Wenn es jemanden gab, der sich etwas aus Klatsch und Tratsch machte, dann Ginny. Und trotzdem konnte Hermione darauf vertrauen, dass die rothaarige Hexe nichts weitererzählen würde.

„Das…das ist richtig. Ähm weißt du, an diesem Tag hatten wir doch Zaubertränke und…wir mussten einen Liebestrank brauen. Hast du…schon mal einen zu Gesicht bekommen, oder…ähm seinen Duft gerochen?" fragte Hermione und knetete nun fest ihre Finger.

„Ähm ja… Fred und George haben mir mal einen unter die Nase gehalten. Ich sag dir… diese Dämpfe hätten mich fast umgehauen…aber jetzt wo du es sagst…an diesem Tag ward ihr alle nicht ganz bei Sinnen was?" schmunzelte Ginny und musste an Harry denken, der ständig was von Sommerblumen faselte.

„Das…das ist richtig. Naja…ich hab eine volle Ladung abbekommen und…und…ich glaube ich wusste nicht, was ich tat, ich…"

„Sag es doch einfach, Hermione!"

Hermione räusperte sich und senkte dann ihre Stimme. „Ich…ich habe mit…ihm…geschlafen."

„Mit wem?"

„…Malfoy…"

„W…Was? Du…was?" Ginny hatte die Augen aufgerissen und starrte ihre beste Freundin an. „Du hast tatsächlich…er hat tatsächlich mit…ich…"

„I…ich weiß nicht…wie das pass..."

„Wie war's?" fragte Ginny aufgeregt und lehnt sich nach vor, um ja kein Wort zu verpassen.

„Was?"

„Na…wie war es? Wie..war er? Ich…bin neugierig!" Ginny brannte darauf, alles zu erfahren.

Hermione kaute auf ihrer Unterlippe herum, wusste nicht, wie sie es genau beschreiben sollte. „Es…ich weiß nicht…irgendwie ist das verrückt. Wirklich! Ginny…glaubst du mir, wenn ich dir sage, dass…das nie und nimmer Malfoy…war? Er…war so anders…eine andere Person…ich…hätte nie gedacht, dass er…dass er vorsichtig…sein kann." Hermione fuhr sich durch die Haare. Ihr war es irgendwie peinlich darüber zu reden, doch sie hatte es einfach loswerden müssen.

„Und…und habt ihr darüber geredet?"

Hermione schüttelte den Kopf. „Wir…sind uns aus dem…Weg gegangen…fürs erste, aber…ich wollte natürlich darüber reden und…wusste nur nicht, wie ich anfangen sollte, also…habe ich…zuerst ein anderes Thema gewählt und…und…eines führte zum Andern und…und…dann, naja…"

„Was? Nochmal? Wirklich?"

Hermione nickte und hoffte, dass sie nicht rot geworden war.

„Oh man, Hermione! Worin hast du dich da bitte hinein manövriert?"

„Ich…hab keine Ahnung, ich…weiß es wirklich nicht Ginny. Oh…Gott! Wenn das irgendjemand herausfindet, das…das...wäre eine Katastrophe!"

Ginny legte beruhigend ihre Hand auf Hermiones Unterarm. „Es wird keiner herausfinden. Glaub mir. Ich erzähle es nicht weiter und…glaub mir, Malfoy tut das bestimmt auch nicht."

Hermione schluckte. „Ich hoffe, du hast Recht."

„Aber…er…war wirklich…wie soll ich sagen? …nett? Er war…nett zu dir?"

Hermione konnte sich nicht helfen und musste leicht schmunzeln. „Ja. Das war er. Vielleicht…weil er wusste, dass…naja du weißt schon, dass ich vorher noch nicht…" die Hexe gestikulierte etwas mit ihrer Hand, um es nicht aussprechen zu müssen. „Jedenfalls…hat er mich dann nicht…gleich aus dem Bett gestoßen."

„Ich kann es nicht glauben. Wer hätte das gedacht? Es kursieren ja die wildesten Geschichten über Malfoy hier im Schloss und scheinbar ist keine davon sehr nah drann…naja…außer die Todessergeschichte natürlich."

„Ja…da könntest du vielleicht Recht haben." Hermione blickte wieder ins Feuer. Zu viele Gedanken wanderten in ihrem Kopf umher. Sie bereute es nicht, dass sie ein zweites Mal mit Malfoy geschlafen hatte, auch wenn es…etwas anders war. Nicht dass er aufdringlich oder gar grob war, nein…im Gegenteil, doch eines hatte ihr danach gefehlt. Malfoy hatte sie nicht in den Arm genommen. Sie beide waren danach ziemlich schnell in ihre Schlafsäle verschwunden…aber sie war sich ohnehin schon davor sicher gewesen, dass er sie damals nur im Arm hielt, weil es nun mal…ihr erstes Mal war…

Hermione war plötzlich müde und wollte einfach nur noch in ihren Turm zurückkehren, als das Portrait zur Seite schwang und Harry und Ron den Gemeinschaftsraum betraten. Sofort entfernte Hermione den Muffilatozauber und winkte ihnen zu.

„Hermione! Was hat dich hier her verschlagen? Nervt das Frettchen?" Ron lachte und ließ sich Hermione gegenüber in einen Sessel fallen.

„Nein Ron, alles bestens. Darf ich nicht etwas Zeit mit euch verbringen? Außerdem…hab ich da was, das euch bestimmt interessieren wird." Meinte Hermione und holte ein dickes schwarzes Buch hervor, das so aussah, als würde es bald auseinanderfallen. „Harry, komm her!"

Der Schwarzhaarige entledigte sich seiner Tasche, schritt auf Ginny zu und küsste sie kurz, woraufhin Ron nur grunzte. „Was ist los Hermione?" fragte Harry und platzierte sich neben Ginny.

„Ich habe in der Mittagspause etwas gefunden, das uns weiterhelfen könnte…mit der Prophezeiung."

Harry bekam große Augen. „Ist das dein Ernst? Wird es uns wirklich helfen?"

„Ja, das nehme ich an. Ich habe bereits die wichtigsten Kapitel gelesen und du glaubst gar nicht, wie erleichtert ich bin. Wir haben eine Chance Harry!"

„Was steht drin' Hermione!" fragte Ron und wirkte hibbelig. Er konnte es kaum erwarten.

„Es ist schon öfter vorgekommen, dass Prophezeiungen gemacht wurden, die jedoch nicht erfüllt wurden. Und da dachte ich mir, dass es doch auch möglich sein muss, von sich aus sie zu veränd…" Hermione verstummte, als sie plötzlich einen kleinen goldenen Papiervogel entdeckte, der durch die Lüfte schwirrte und sich dann langsam in Hermiones Schoß gleiten ließ. „Was zum…"

„Was ist das denn? Fragte Ron und wollte nach dem Vogel greifen, doch Ginny hielt ihn davon ab.

„Das geht dich nichts an Ron! Sei nicht immer so neugierig." zischte die Rothaarige.

Hermione runzelte die Stirn, als sich der kleine Papiervogel langsam entfaltete und eine kurze Nachricht zum Vorschein kam. Sie tauschte einen kurzen Blick mit Ginny und hob den Zettel dann an, um die Botschaft zu lesen.

Es tut mir leid.

Manche Entscheidungen lassen sich umsetzen.

Andere nicht.


„Nein! Nein…nein…das…" Hermione sprang auf, den Zettel immer noch in der Hand.

„Hermione! Was ist los? Ist alles in Ordnung?" fragte Harry. Er sah besorgt aus und wollte wissen, was Hermione so aus der Fassung gebracht hatte. „Was steht da?"

„Ich…muss weg. Harry…tut mir leid. Hier!" sie gab ihm das Buch, dass sie aus der verbotenen Abteilung in der Bibliothek gefunden hatte und gab es Harry. „Die wichtigen Kapitel habe ich bereits markiert. Lies es und dann reden wir, aber ich muss jetzt gehen."

„Was? Aber…" setzte Ron an, wurde jedoch von Hermione unterbrochen.

„Es ist alles in Ordnung, nichts ist passiert, aber ich muss gehen!" eilig sammelte sie ihre Sachen zusammen. Sie hoffte, sie würde schnell genug in ihrem Turm sein, um…um…was wollte sie eigentlich tun? Wollte sie Malfoy aufhalten? Wie sollte ihr das gelingen? Und…hieß diese Botschaft wirklich, dass er gerade gerufen worden war? Vielleicht hatte das alles eine ganz andere Bedeutung… „Wir sehen uns. Ja?" sie wartete keine Antwort ab, sondern stürmte aus dem Portraitloch, Richtung Schulsprecherturm. Sie musste es wenigstens versuchen, ihn aufzuhalten.

So schnell wie noch nie rannte sie die Gänge des Schlosses entlang und stürzte dann durch das Portraitloch in den Gemeinschaftsraum…nur um zu sehen, dass die letzten grünen Flammen gerade erloschen. „Nein!" Sie ließ ihre Tasche fallen und ließ sich langsam auf die Couch sinken, ohne den Blick vom Kamin abzuwenden. „Wieso?" flüsterte sie leise und verbarg ihr Gesicht in ihren Händen. Sie stieß einen zittrigen Seufzer aus und versuchte den schmerzenden Klos in ihrem Hals zu ignorieren. Vielleicht…war das alles ein Missverständnis. Vielleicht zog sie die falschen Schlüsse aus der Nachricht…vielleicht war er nicht gerufen worden, aber…wieso dann hatte Malfoy das Schloss verlassen?

Hermione versuchte sich zu beruhigen. Die Müdigkeit, die sie vor nicht einmal dreißig Minuten erfasst hatte, war völlig verflogen. Einzig und allein Unruhe und…Angst konnte sie in ihrem Körper spüren und alles was sie tun konnte, war hier zu sitzen und auf Malfoys Rückkehr zu warten…um von ihm bestätigt zu bekommen, dass er nicht dort war. Dass er dem Ruf nicht gefolgt war, dass er sich entschieden hatte, damit aufzuhören…dass er standgehalten hatte… … …

Hermione schreckte hoch, als sie ein Zischen war nahm. Es war bereits dunkel und nur der Kamin spendete etwas Licht im Gemeinschaftsraum. Schnell blickte sie sich um, konnte jedoch nichts erkennen, als sich plötzlich die Flammen erneut grün verfärbten. Verschlafen rieb sich Hermione über ihr Gesicht und starrte in den Kamin. Malfoy würde jeden Augenblick zurückkehren und ihr sagen, dass alles gut war. Er würde ihr sagen, dass nichts passiert war…ganz sicher.

Sie konnte sehen, wie die Flamen anfingen herumzuwirbeln und langsam aber sicher materialisierte sich ihr Mitbewohner vor ihr und stieg dann aus dem Kamin…und mit einem Male waren all ihre Hoffnungen zerstört und sie fühlte, wie sie innerlich zerriss, als sie in Malfoys Gesicht sah, als sie seine Gestalt vor ihr sah…gebrochen, mit leeren Augen, als sie seine Gestalt sah, in Blut getränkt. Sie hatte nicht bemerkt, dass sie aufgestanden war, sie fühlte das Zittern in ihrem Körper, als sie Malfoy betrachtete, immer noch seinen Zauberstab in der Hand. „Nein…" flüsterte sie und begann ihren Kopf zu schütteln. „Nein…nein…"

[url=watch?v=vn54P4-cQeI]watch?v=vn54P4-cQeI[/url] (What if by Safetysuit)

(What if by Safetysuit)

What if it makes you sad at me
And what if it makes you laugh now but you cry as you fall asleep
And what if it takes your breath and you can't hardly breathe
And what if it makes the last sound be the very best sound


Malfoy machte einen Schritt auf die Hexe zu, wollte etwas sagen und konnte es doch nicht. Kein Wort wollte seiner Kehle entrinnen, als er die Hexe vor sich sah. Er hatte nicht damit gerechnet, sie hier vorzufinden…er war nicht darauf vorbereitet.

„Nein!" ihre Stimme war lauter als zuvor. „Bleib…bleib weg von mir!" sie kämpfte um ihre Stimme, kämpfte um ihre Kraft und versagte, als ihr ein Schluchzer über die Lippen kam. Sie wusste es. Sie wusste was passiert war, sie konnte es sehen. In seinem Gesicht…in seine leeren toten Augen. „Du…du hast…Wieso? Du…ha..hast du?" sie fühlte, wie die ersten Tränen über ihre Wangen rollten, konnte nichts dagegen tun, der Schmerz war viel zu groß. Sie hatte Angst vor der Wahrheit und musste es trotzdem wissen.

What if what I want makes you sad at me
And is it all my fault or can I fix it please
Cause you know that I'm always all for you
Cause you know that I'm always all for you


„Ich…ich…" mit einem lauten Klonk ließ Malfoy seinen Zauberstab fallen. Viel zu sehr zitterten seine Hände, als dass er ihn noch länger hätte festhalten können. „Ich hab…ich..." Langsam setzten sich die Ereignisse dieser Nacht in seinem Kopf fest. Er registrierte, was geschehen war. Malfoy ließ sich zu Boden gleiten, erschöpft…gebrochen. Was hatte er bloß getan? Er spürte seinen Hals schmerzen und wusste, dass er dieses Mal keinen Trost bekomme würde…von niemandem…niemals… „Es…es tut mir…leid…" schluchzte er heißer und verbarg sein Gesicht in seinen Händen.

What if it makes you lose faith in me
And what if makes you question every moment you cannot see
And what if it makes you crash, and you can't find the key
And what if it makes you ask how you could let it all go


„Nein! NEIN! Hör auf!" schluchzte Hermione und versuchte ihre Tränen zu stoppen. „Das…DAS kannst du nicht mehr gutmache Malfoy! Niemals kannst du das…wieder gut machen!" sie atmete laut auf. Wollte es nicht wahrhaben, wollte nicht glauben, dass sie sich so sehr in ihn getäuscht hatte. Wie hatte sie ihm jemals so etwas wie Vertrauen entgegenbringen können? Die Wahrheit schmerzte…mehr als sie gedacht hatte. Sie war sich sicher, darauf vorbereitet zu sein, doch das war sie nicht. Niemals hätte sie gedacht, dass es so sehr schmerzen würde…dass er ihr Vertrauen missbraucht hatte, dass er…

What if what I want makes you sad at me
And is it all my fault or can I fix it please
Cause you know that I'm always all for you
Cause you know that I'm always all for you


„Lass es…lass es mich versuchen! Bitte!" flehte Malfoy und suchte ihren Blick. „Ich kann…"

„Nein! Bleib…bleib bloß weg von mir!" Hermione trat ein paar Schritte zurück und blickte traurig und zerbrochen auf das kleine Häufchen Elend vor ihr. „Auch wenn ich dachte…dass du es…wert bist…ich habe mich wohl…getäuscht. Du bist um nichts besser…als die anderen. Du bist…ein verdammter Mörder und…ich will nichts mit Mördern zu tun haben." Sie schluchzte erneut auf, als Malfoy es nicht einmal bestritt, als er nicht einmal versuchte, es ihr zu erklären…sie konnte es sehen. Die Wahrheit…in seinen Augen. „Das…wirst du niemals wieder gut machen können." Sie drehte sich um, rannte in ihren Schlafsaal und war erschrocken, als Malfoy ihr folgte, versuchte, sie aufzuhalten.

„Nein! Warte, bitte! Ich…" doch ihm wurde dir Tür vor der Nase die Tür zugeschlagen. Ergeben ließ er sich erneut zu Boden gleiten und lehnte seinen Kopf an Hermiones Tür, schloss die Augen. „E…es…tut mir…leid…so…leid…" schluchzte er. „Bitte…Hermione…"

And if this be our last conversation
If this be the last time that we speak for a while
Don't lose hope and don't let go
Cause you should know


Sie lag in ihrem Bett. Weinend. Es schmerzte so sehr…so sehr…die Wahrheit…die verdammte Wahrheit, die sie einfach nicht sehen wollte, nie sehen wollte…sie war so dumm gewesen. Wie hatte sie annehmen können, sie könnte ihn zu einem besseren Menschen machen…es war genau das Gegenteil passiert…es war schlimmer geworden…

If it makes you sad
If it makes you sad at me
Then it's all my fault and let me fix it please
Cause you know that I'm always all for you
Cause you know that I'm always all for you

„Es tut mir leid…ich kann es nicht…wieder gut machen…" murmelte Malfoy for sich hin, wissend, dass Hermione ihn hören würde, wissend, dass nichts, was er sagen würde, helfen würde, wissend, dass er nichts tun konnte…niemals. Es war vorbei. Er hatte es vermasselt…hatte ihr Vertrauen missbraucht, sie traurig gemacht, hatte nur an sich gedacht, nur daran, sich zu retten…und nicht daran, das richtige zu tun…so wie er es eigentlich wollte…eigentlich sollte…

Es gab nur eins, was er noch tun konnte. Es war ein verzweifelter Versuch, aber es blieb ihm nichts anderes mehr übrig. Er musste diesen Schritt gehen, ob er wollte oder nicht. Vielleicht würde er so ein paar Scherben aufsammeln können…

What if what I want makes you sad at me
And if it's all my fault then let me fix it please
Cause you know that I'm always all for you
Cause you know that I'm always all for you


(What if by Safetysuit)

Sie hatte versucht, sich zu beruhigen, doch die Tränen wollten nicht trocknen, ihr Körper nicht aufhören, zu zittern. Immer wieder musste sie daran denken, was geschehen war, was Malfoy getan hatte und schlimme Bilder setzten sich in ihrem Kopf fest, Bilder, die sie nicht sehen wollte, Bilder, die sie erneut zum Weinen brachten. Warum war sie so blind gewesen? Sie konnte es nicht verstehen.

Langsam atmete sie tief durch und setzte sich auf. Entschlossen, ihre Sachen zu packen und den Turm zu verlassen. Sie konnte keine Minute länger mehr hier bleiben, wissend, dass ER…hier war, wissend, dass er ein Mörder war…Lange Zeit blickte sie zu dem Sternenstaub, der sie in so manchen Nächten getröstet hatte, nicht wissend, was sie damit anstellen sollte, als sich vor ihren Augen plötzlich ein Fläschchen Zaubertrank und ein gelbes Rosenblütenblatt materialisierten…war es möglich? Hatte er das wirklich vor? Hermione wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht, trocknete ihre Tränen und hob dann das Fläschchen an, um es zu inspizieren, um sicher zu gehen, dass es das war, wofür sie es hielt.

Oh Gott...ich hoffe es hat euch gefallen und es ist gut rĂĽber gekommen...GefĂĽhle etc... lasst es mich wissen, und...was glaubt ihr, wie es weiter geht??? Naaa? Habt ihr gut aufgepasst? ;) bussi baba bella_isa!


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