
von Thorrus
Change of Heart
Harry ging durch die verlassenen Hallen von Hogwarts hinunter in die Küche, um das verdammte Sandwich zu bekommen. Sein Magen knurrte laut und Harrys Körper schüttelte sich leicht vor Hunger. Harry dachte über seine neu gewonnenen Freiheiten ohne Reue nach.
"Ich kann ohne die ganze dumme emotionale Sache töten", murmelte Harry vor sich hin. "Das ist ein Plus. Auch fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, Voldemort zu töten. Voldie hat vielleicht recht ? Liebe ist nur eine Schwäche."
Harry erreichte die Küche und kitzelte sofort die Birne im Porträt. Als er eintrat, wurde er von kleinen, quietschenden Hauselfen überfallen, die ihn fragten, was er essen wollte. Er hob die Augenbrauen und bestellte ein Schinken-Sandwich. Sofort rannten die Hauselfen los, um es zu zubereiten, und ein ihm besonders vertrauter Hauself, begrüßte ihn.
"Dobby ist so froh, den größten Zauberer der Welt zu sehen!", quiekte er mit Bewunderung in der Stimme. Harry rollte fast mit den Augen, aber aus unbekannten Gründen verzichtete er darauf.
"Es ist auch akzeptabel, dich zu sehen, Dobby", sagte Harry und der Hauselfen spitzte die Ohren.
"Master Harry, stimmt etwas nicht?", fragte die kleine Kreatur voller Sorge.
Harry spürte einen Anflug von Ärger. "Nein, Dobby. Es ist alles völlig in Ordnung."
Dobby runzelte die Stirn, nickte aber trotzdem. "Wenn, Harry Potter Sir, es so sagt ?"
In diesem Moment wurden sie, von einem anderen Elfen an Harrys Fuß, der mit einem Sandwich in der Hand da stand, unterbrochen. Nach einem Dank an den Elfen. 'Diener tun ihr Bestes, wenn sie glücklich sind', dachte Harry. Dobby folgte Harry leise aus der Küche.
"Wenn Dobby fragen darf", begann der Elf. "Warum ist Harry Potter Sirs Aura so seltsam?"
Harry hielt plötzlich inne, was Dobby, der dies nicht erwartet hatte, in eine Rüstung laufen ließ. Harry wirbelte herum, um Dobbys Gesicht zu sehen. "Woher weißt du das?"
Dobby betrachtete seine Zehen und sah niedergeschlagen aus. "Wir Elfen haben eine spezielle Sicht. Wir sehen Magie, Sir."
Harry nickte und nahm die Erklärung einfach hin. "Es ist so, weil ich von einem dunklen Fluch, der mir die Fähigkeit zu lieben genommen hat, betroffen bin." Dobby sah entsetzt aus und Harry beeilte sich, es ihm näher zu erklären. "und ich bevorzuge es . Es macht mein Leben so viel einfacher."
Dumbledores Stimme hallte in seinem Kopf und sandte Schauer über Harrys Rücken. "Wir haben die Wahl zwischen dem, was richtig und was einfach ist ?" Er stellte sich Dumbledores funkelnde Augen vor und für eine Sekunde würde er schwören, fühlte er sich ... beschämt.
Wie ein in der Luft schwebender Löwenzahnsamen, war das Gefühl verschwunden. So schnell gegangen, wie es kam. Harry schüttelte seinen Kopf und fuhr fort. "Selbst wenn ich es rückgängig machen könnte, würde ich es nicht tun."
Dobby Augen weiteten sich. "Aber die größte Kraft des großen Harry Potter ist die Liebe", plädierte der Elf aufgeregt. Aber sein Betteln war ohne Erfolg. Harry hatte seine Meinung zu dem Thema gefasst.
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Die ICW war erneut in Aufruhr. Großbritannien war, ohne Provokation und Vorankündigung in Österreich einmarschiert und der österreichische Botschafter bat den ICW um Hilfe.
"Verehrte Botschafter, ich bitte euch, bitte." plädierte Botschafterin Althaus vom Zentrum des Podiums. "Bitte schicken Sie Hilfe. Britannien hat bereits unsere Verteidigung überrannt. Zivilisten kämpfen an der Seite unserer Kräfte auf der Straße. Sie haben uns unserer Nahrungszufuhr abgeschnitten." Ihre Augen weiteten sich, und sie ließ sich auf die Knie fallen. "Bitte."
Archer starrte wütend die auf britische Vertretung. "Abgelehnt. Britannien, erklären Sie sich."
Umbridge stand auf, ein böses Lächeln streckte ihr aufgedunsenes Gesicht. Sie schritt lässig auf das Podium und wartete darauf, dass es emporschwebte. "Verehrte Botschafter, ich bin von unserem großen und weisen Minister gesandt worden, um ihnen eine Nachricht zu überbringen." Sie pausierte einige Sekunden und wartete, bis das böse Murmeln verstummte. "Wenn man Österreich in irgendeiner Weise unterstützt, wird Großbritannien euch vernichten."
Botschafter Lavern stand auf und rief zornig seinen Unmut heraus. "Supreme Mugwump, ich erhebe Einspruch! Sie bedroht jedes Mitglied dieses Rates!"
Polens Botschafter, Luke Farrow, stand auch auf. "Ich schließe mich dem Einwand an und möchte hinzufügen, dass Botschafter Umbridge nicht Britanniens Handlungen erklärt."
Supreme Mugwump Archer nickte wütend. "Einspruch stattgegeben. Botschafter, erklären Sie sich."
Umbridge spottete. "Ich brauche dir nichts erklären, Schlammblut."
Kollektives Keuchen hallte durch die Kammer. Mehrere Botschafter zogen ihre Zauberstäbe, um den Richter zu beschützen.
"Nimm das zurück, du miese wehleidige Schlampe!", schrie James Lavern wütend, während er mit seinem Zauberstab direkt auf Umbridges Kopf zielte.
Archer schien nicht auf diese Beleidigung zu reagieren und rief nur zur Ordnung. "Botschafter Umbridge, sie werden aus diesen Kammern entlassen. Sollte Britannien jemanden Zuständigen senden wollen, sind sie herzlich willkommen. Allerdings, wenn Großbritannien sich nicht erklären wird oder sich von selbst aus Österreich zurückziehen wird, dann wird dieses Gericht gezwungen sein, ihnen den Krieg zu erklären. So soll es sein", sagte Archer und schlug mit seinem Hammer auf den Tisch, um es rechtskräftig zu machen. Die gelbe Bindungsmagie schoss zu dem hohen, gewölbten Dach hinauf und verschwand. Zwei rot uniformierte Wachen kamen und jeder packte einen von Umbridges Armen. Sie kämpfte nicht, sondern warf lediglich den Kopf zurück und gackerte, während die ICW-Wachen sie durch die großen Holztüren zerrten.
"Endlich sind wir sie los", murmelte Archer.
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Dobby der Hauself, wanderte mit großen, herabhängenden Schlappohren durch die Hallen. Er kickte wütend einen Stein weg und beobachte, wie eine verschreckte Kakerlake davon krabbelte. Er ging an der langen Brücke entlang, die das Schloss mit den Zinnen verband und beobachtete, wie der Kiesel unter ihm in das weiche Gras fiel. Dobbys Herz sehnte sich danach, dem Verhängnis des Kiesels zu folgen, aber Dobby weigerte sich, sich selbst zu schaden. Es war letzte Befehl seines Meisters Harry gewesen, bevor ihm dieser Horror zugefügt wurde.
Dobby starrte verwirrt auf das Silber gefärbte Kopfsteinpflaster. Er spürte, dass die Magie über der Flüssigkeit von Harry war, aber er wusste, das war unmöglich. Die silbrige Substanz erinnerte vage an Blut und so weit, wie Dobby wusste, hatte kein Mensch solches Blut in seinen Adern.
Dobby eilte los, um der Blutspur, mehr und mehr verwirrt, zu folgen, als er Flocken von Onyx in der blutigen Umgebung fand. Er stoppte abrupt, als er Bolt zusammengerollt auf den Zinnen sah. Aus seinem Bein spritzte noch immer die silberne Substanz. Dobbys Augen wanderten über die geschädigte Wolfsform und seine Augen wurden größer, als er die smaragdgrünen Augen seines Meisters erkannte.
"Master Harry Potter Sir!", rief Dobby freudig. Bolt versuchte, aufrecht zu stehen, aber er brach unter der Belastung zusammen.
"Peace, Dobby. Ich bin nicht unser Herr", sagte Bolt amüsiert.
Dobby sah verwirrt aus. "Und was bist du?"
Bolt schüttelte seinen Kopf und Flocken von Stein regneten aus seiner Kopfhaut. "Es wird zu lange dauern, um zu erklären, Junge."
"Meister Harry ist krank.", sagte Dobby unter tränen. Bolt versuchte wieder einmal zu stehen, allerdings nur mit dem Erfolg, dass sein Bein weiter verletzt wurde.
"Wie krank ist er?"
Dobbys große Augen glitzerten vor Tränen und er sah den Wolf traurig an. "Meister Harry kann keine Liebe mehr fühlen."
Bolt runzelte die Stirn, weitere Risse bildeten sich an seiner Außenschale und ein glühender Innenraum, kam zum Vorschein. Sanfte Impulse von grünem Licht flossen aus Bolts Kopfwunde, aber er fühlte keine Schmerzen. "Mit deiner Erlaubnis werde ich deinen Geist durchsuchen, um die ganze Wahrheit zu kennen."
Dobby nickte und Bolt tauchte in seinen Geist ein. Innerhalb von Sekunden hustete Bolt schwach. "Ich kann ihm helfen, aber nur sie kann den Kontakt aufbauen", sagte Bolt geheimnisvoll.
Dobbys Augen leuchteten sofort auf. "Was kann der niedere Dobby tun, um großem Meister zu helfen?"
Bolt lächelte schwach. "Es ist einfach, Dobby. Ich werde meine Seele herausreißen."
Dobby schüttelte den Kopf wie ein verängstigtes Kind. "Warum?"
"Weil es der einzige Weg ist, um Harry zu retten!", donnerte Bolt. "Wenn meine Seele aus meinem Körper herausgerissen wurde, habe ich nur Sekunden, um meine Arbeit zu beenden. Es ist deine Aufgabe, Dobby, das Harry die Essenz trinkt, die aus der Seele erstellt wird."
Dobby sah in Bolts smaragdgrüne Augen voller Leidenschaft. "Es wird geschehen."
Bolt schloss fest seine Augen und begann, eine komplexe Reihe von lateinischen Wörtern zu murmeln. Die Worte selbst waren unschuldig, aber gemeinsam erschufen sie ein wunderschönes Meisterwerk der Finsternis. Der grüne Schein unter Bolts Haut, begann zu verblassen, pulsierte sekündlich langsamer und langsamer, mit immer geringerer Intensität. Schließlich war die Glut, wie die, eines sterbenden Feuers und Bolt hielt inne. Ein silbriger Ball flog, begleitet von glockenartigen Tönen, aus seinem Mund. Mit seinem letzten Atemzug wirkte er seinen letzten Zauber. "Sigillum Anima."
Aus seinem Maul schoss ein schwacher Strahl aus goldenem Licht zu der silbernen kugel. Der Ball wurde kleiner, bis er nicht größer als ein Staubkorn war. Dobby konnte die immense magische Kraft, die der Ball ausstrahlte, fühlen und trat zurück. Ein silbernes Fläschchen materialisierte sich gerade noch rechtzeitig unter dem Ball, um die Menge der silbrigen Flüssigkeit aufzufangen.
Dobby fing die Flasche auf, bevor sie die Chance hatte zu fallen und verkorkte sie schnell. Leise den Verlust des anderen Dieners seines Herren beweinend, verließ Dobby den steinernen Wolf, der sein Leben gab, um das seines Herren zu retten.
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Harry wanderte wie Dobby durch die Hallen und starrte neugierig auf die Gemälde. "Wie können sie sich bewegen?", fragte er ein Bild von einer Frau, die ein blaurotes Kleid trug entzückt. Ihr silbernes Haar war nur schwach durch eine winzige Öffnung in ihrem Gefängnis beleuchtet. Stangen säumten die Rückseite des Gemäldes, sperrten sie in den Raum für die Ewigkeit. Es gab keine Tür. Ein rostiges lackiertes Rot bedeckte die Kanten des geschweißten Metalls, und es sah erschreckend nach Blut aus.
"Nun", begann die Dame, "es ist ein Zauberspruch, um Dinge zu animieren, wissen Sie."
Harry hob eine Augenbraue, sehr Spock like. "Faszinierend. Ich bin mir dessen bewusst, dass dies sicher ein schwieriger Zauber ist."
"Die menschliche Version von mir", ihre Stimme wurde von Ekel für ihr Pendant überlagert, "musste das Porträt animieren und ihm ihre Persönlichkeit geben. Und hier bin ich", deutete sie mit ihrem Arm verbittert schauend auf die graue Zelle, um sie herum, "eingesperrt für die Ewigkeit. Ich werde nie sterben. Ich habe nicht dieses Privileg", sagte die Dame und eine Träne lief ihr ins Gesicht.
Harry beobachtete sie kühl. "Der Tod ist kein Privileg", spottete Harry. "Der Tod muss besiegt werden."
Die Frau sah ihn geschockt an. "Würden sie für ewig in einer Zelle leben wollen, nur um alle paar Jahrhunderte ein paar Worte mit einem umher streunenden Schüler zu wechseln?"
Harry starrte sie an. "Ich würde mich in erster Linie nicht gefangen nehmen lassen."
Die Augen der Dame füllten sich mit Tränen. Sie stürzte aus den Rahmen des Porträts und ihr Schluchzen schwebte deutlich aus dem geschnitzten Holzrahmen. Harry spürte einen Schimmer von Reue, aber es wurde schnell unterdrückt.
Er schlenderte lässig fort von der verzweifelten Frau und nahm einen Bissen von seinem Sandwich. Er grinste, ohne Emotion, seine smaragdgrünen Augen waren glasig und matt.
Harry wirbelte bei dem Klang der Elfen Apparation herum. Da stand Dobby mit einem silbernen Fläschchen in der Hand. Er war so überrascht, dass er den schlauen Blick der List auf seinem Gesicht bei Dobbys erscheinen verpasste.
Dobby lächelte Harry an, einen geschulten Blick der Anbetung im Gesicht. Im Inneren verdrehten sich seine Eingeweide bei den Gedanken an das Monster, das sein Meister derzeit war. Er selbst beruhigte sich schnell, da alles bald vorbei war. "Meister Harry, Dobby hörte, dass der gute Harry Potter Sir, niemals sterben möchte!", quiekte er in seiner überzeugendsten liebenswerten Stimme.
Harry nickte vorsichtig. "Das ist richtig, Elf. Warum?", fragte er mit Misstrauen in seiner Stimme.
Dobby sprang auf und ab. Innerlich erbrach er allerdings aufgrund der Art und Weise, wie Harry ihn ansprach. "Meister Harry, Schulleiter Dumbly hat geheimen unsterblich Saft in seinem Büro! Dobby hat es sich für seinen guten Meister gestohlen!"
Harrys Augen leuchteten vor Gier und erschreckten Dobby. "Das Elixier des Lebens ", flüsterte er ehrfürchtig.
Dobby nickte eifrig, nicht wissend, was das Elixier war. "Ja, Meister Harry!"
Harry streckte seine Hand wütend aus. "Gib es mir, Elf!"
Dobby wedelte mit dem Finger und versuchte überzeugend zu sein. "Meister Harry muss versprechen, versuchen zu lieben."
Harry verdrehte innerlich die Augen. Er würde dieses Versprechen in Sekunden brechen. "Natürlich, Dobby", sagte er fast liebevoll.
Dobby lächelte und änderte plötzlich seine Haltung. Er reichte Harry langsam das Fläschchen und betete zu den Göttern der Elfen, dass es funktionieren möge. Harry hielt das Fläschchen, mit einem wahnsinnigen Grinsen auf seinem Gesicht, gegen das Licht. Ohne einen weiteren Moment nachzudenken, entkorkte er das Fläschchen und trank es aus.
Unmittelbar darauf weiteten sich seine Augen vor Schreck. "Was hast du getan, Elf!", rief er. Fixierte Dobby mit seinem Blick und hielt seinen Bauch.
Dobby disapparierte direkt hinter Harry. Harry lag zuckend auf dem Boden und eine schwarze teerähnliche Substanz, sickerte aus seiner Narbe. Ein unmenschlicher Schrei kam aus Harrys Kiefer. Kreischend und vor Schmerz knirschend, wälzte er sich auf dem Steinboden. Ein gespenstisches Licht flog aus seinem offenen Kiefer. Das Licht war in seiner Intensität wie ein helles Silber. Impulse jagten durch das Schloss, zerbröckelten Steine und zerrissen Gemälde.
Im Krankenflügel stand Dumbledore gerade vom Boden auf. Er erkannte die magische Signatur, und er begann zu lächeln. "Harry ist zurück!", rief er freudig. "Harry ist geheilt!"
Im Korridor öffnete Harry seine Augen und es bot sich ihm ein gruseliger Anblick. Dobby stand über ihm und pikste ihn mit einem Stock. "Was tust du da, Dobby?", fragte er amüsiert.
Dobbys Augen füllten sich mit Tränen. "Großer Harry Potter ist wieder er selbst, Sir!"
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