Elenor Amabilis - Mitwisser
von Zauberfeder
@Mabji: Danke für deinen Kommentar. Ja in den vier Wochen wird so Einiges passieren. Aber noch ist es nicht soweit. Und um meine Idee heinzubauen brauche ich diese "Trennungsspanne". Der Krach hat durch aus eine Bedeutung und wird später erst aufgelöst werden. So lange muss ich dich leider noch hinhalten. ;) Und warum keine Schutzzauber kann ich auch erst später beantworten. Alles berechtigte Fragen und ich hatte gehofft, dass es jemandem auffällt, aber ich kann noch nichts sagen, da würde ich viel zu viel verraten. Ich würde mich auch heute wieder über ein Kommentar von dir freuen. LG :)
@Anett: Dir auch Danke für deinen Kommentar und danke für das Lob. Ja ja unser finsterer Tränkemeister. Der ist gar nicht so abgebrüht und kalt, wie er immer tut. *grins* Und ob man das so offensichtlich noch von Elenor erfährt, warum sie so ist wie sie ist, eher nicht. Da muss man etwas zwischen den Zeilen lesen, im Moment. Aber vielleicht fällt mir dazu auch noch was ein. Das mit dem Schutzzauber, kann ich, wie gesagt, noch nicht auflösen. Da musst du dich zusammen mit Mabji noch etwas gedulden. :) Und auch dir kann ich das mit den Geräuschen noch nicht verraten. Aber ich hoffe, dass auch dir dieses Kapitel gefallen wird. LG :)
@severus87: Auch dir vielen Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass dir die Geschichte gefällt und wie gewünscht, kommt hier das nächste Kapitel. Viel Freude damit. LG :)
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@ALLE ANDEREN:
Ich habe 6 Abonnenten und im Moment melden sich
aktiv 2 zu Wort und
einer ist neu dazu gekommen,
was mich total freut.
Also an den Rest:
Schreibt doch auch mal einen Kommentar. Ich beiße nicht. :)
Ich fände es toll, mal zu wissen,
wer meine Geschichte so liest
und was ihr von ihr haltet. LG :)
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Kapitel 7 – Mitwisser
Sie lag mit ihrem Kopf an seinem Oberkörper und lauschte seinem Herzschlag. Dieser war ruhig und gleichmäßig. Er hatte seinen Arm um sie gelegt und atmete ihren Duft ein. Er sollte diesen für einen ganzen Monat nicht mehr um sich haben und so genoss er ihre Nähe nun mehr, als sonst schon.
„Darf ich noch ein Wenig bei dir bleiben?“, fragte Elenor ihn leise und blickte ihn dabei an. Hoffend, dass er sie nicht zurückweisen würde. Dies hatte er noch nie getan. Also waren diese Bedenken wohl unbegründet, dennoch hätte er auch jeder Zeit ‚Nein‘ sagen können. Diese Option hatte er auch jetzt.
„Du darfst wegen mir den ganzen Tag hier bleiben“, flüsterte er ihr zurück und als er ‚den ganzen Tag‘ aussprach dachte er für sich ‚für den Rest meines Lebens‘ und hielt sie dabei so fest er konnte, ohne diesen Gedanken laut zu äußern.
Bei diesen Worten schloss sie die Augen und kuschelte sich wieder an ihn.
„Hast du heute noch etwas Bestimmtes vor?“, fragte Severus sie, nach einer Weile.
„Ja, den ganzen Tag in deinen Armen liegen“, antwortete sie.
Daraufhin küsste er ihr Haar und lächelte, doch sie sah dies nicht, da sie noch immer an seiner Brust ruhte.
„Du?“, fragte sie ihn zurück.
„Außer Koffer packen, obwohl das mit einem Zauberstabwink schnell erledigt ist, habe ich nichts vor. Was hältst du von einem Sonntagsspaziergang durch den Wald? Das Wetter ist angenehm und den ganzen Tag hier unten rumsitzen wäre vergeudete Zeit. Was meinst du?“, fragte er. Dabei nahm er sanft ihr Gesicht in seine Hände und sah ihr liebevoll in ihre leuchtenden Augen.
„Und du meinst es ist unauffällig, wenn wir beide an einem Sonntag einfach so im Wald rumlaufen?“, fragte sie etwas provozierend zurück.
„Das beantwortet nicht meine Frage“, erwiderte Severus und rollte dabei ein Wenig mit seinen Augen. „Willst du?“, fragte er erneut.
„Ja, warum nicht“, antwortete sie. „Aber“, doch da waren seine Lippen auch schon auf ihren und ihr Gesicht lag dabei in seinen großen und weichen Händen.
„Aber“, wiederholte sie, als er sich von ihr löste. „Wenn man uns nun sieht.“
„Forschungsarbeit“, war das Einzige was er ihr daraufhin entgegen brachte. Seine Augenbraue zog er dabei nach oben und versuchte ein unschuldiges Gesicht zu machen.
„An einem Sonntag“, kam es schon fast prustend von Elenor zurück. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass uns das einer abnimmt, oder?“
„Doch, das glaube ich“, antwortete der große Mann mit den dunklen Augen, die sich nicht von ihr abwenden konnten. Elenor hatte das Gefühl, dass sie direkt in ihren Geist sehen können. Dass sie jeden noch so kleinen Gedanken in ihrem Kopf ausmachen können.
Wenn sie nur wüsste.
Und sie verlor sich erneut in der Tiefe seiner Blicke.
* - * - * - * - *
Elenor packte ein paar Kleinigkeiten zusammen. So jedenfalls war ihre Definition.
„Willst du noch jemanden einladen?“, fragte Severus, der sich an den Türrahmen gelehnt hatte und ihr zu sah, wie sie in seiner Küche herum wuselte. Er konnte sich bei seinen Worten ein Schmunzeln nicht verkneifen.
„Warum?“, fuhr sie zu ihm herum. „Das bisschen Obst“, antwortete sie und machte dabei eine Handbewegung, die anzeigte, dass das was sie da tat oder eher dass das was da im Korb lag eher eine Nichtigkeit zu sein schien und lächelte etwas verlegen.
Severus trat näher und sah sich das Ausmaß ihrer Überfürsorglichkeit an.
„Bisschen Obst“, wiederholte er und zog eine Augenbraue nach oben.
„Das da“, sprach er und zeigte in den Korb, „ist wohl eher mein ganzer Vorratsschrank. Nur hübsch verpackt in Döschen und zwischen Brotscheiben versteckt. Liebling“, sagte er teils amüsiert, teils zärtlich und nahm sie dabei in den Arm. „Wir gehen nur kurz vor die Tür. Bis zum Wald und wieder zurück. Bei dieser Strecke werden wir schon nicht gleich verhungern. Also, pack das Zeug in den Kühlschrank, wir essen das später“, dabei schaute er noch einmal von ihr weg, hin zum Korb. „Bis auf das Obst. Also, vor allem die Erdbeeren, die können wir mitnehmen“, und er lächelte sie wieder an.
In ihrem Kopf blieb nur ein Wort hängen und hallte, zusammen mit dem Ton seiner Stimme, nach: ‚Liebling‘.
Das hatte er noch nie zu ihr gesagt. Bis jetzt hatte er sie nur beim Namen genannt und bei dem Geräusch, welches dieses Wort zusammen mit seiner Stimme erzeugte, flogen auf einmal Schwärme von Schmetterlingen durch ihren Bauch und flatterten von dort aus durch ihren gesamten Körper. Ein sehr schönes Gefühl.
„Ja, gut“, war ihre leise Antwort und er küsste sie auf die Stirn. Sie schloss ihre Augen und genoss was er tat.
* - * - * - * - *
Wohin des Weges?“, rief ihnen fragend eine den Beiden wohl bekannte Stimme hinterher. Als sich beide umdrehten erblickten sie Professor Sprout und neben ihr die Schulleiterin, welche die Frage gestellt hatte.
„Forschungsarbeiten“, platzte es, nicht sehr überzeugend, aus Elenor heraus.
Der Mann neben ihr musste sich das Lachen verkneifen, denn sie klang eher wie ein ertappter Teenager und nicht wie eine erwachsene Frau. Sie schaute ihn mittlerweile hilfesuchend an. Er hatte, mal wieder, seinen leicht arroganten, finsteren Blick aufgesetzt, die linke Augenbraue nach oben gezogen, rollte, für alle ersichtlich, mit den Augen, holte demonstrativ tief Luft und sagte:
„Minerva, wir gehen in den Wald, um meine Vorräte aufzufüllen und um Zutaten zu finden, die wir in Elenors Büchern gefunden haben. Vielleicht erweisen sich die Informationen aus den alten Schriften ja noch als hilfreich. Also, es sind so zu sagen Forschungsarbeiten und darüber hinaus wohl so etwas wie eine Lehrstunde in Materialbeschaffung. Die frische Luft ist da nur noch willkommene Zugabe.“
Seine Stimme war betont ruhig und langsam.
„Sie arbeiten? An einem Sonntag?“ Nun war es Minerva, die eine Augenbraue nach oben zog und ihre Stimme klang am Ende jeder Frage sehr hoch, schon fast übertrieben hoch.
Elenor fühlte sich plötzlich unbehaglich und dachte, dass sie nun doch ertappt worden waren. Im Gegensatz zu Severus konnte sie nicht diese Maske aufsetzen. Man sah ihr jede Gefühlsregung sofort an.
Da blieb ihr Blick bei Pomona hängen. Diese zwinkerte ihr lächelnd zu und blickte schon beinahe etwas zu entzückt und wissend drein.
„Minerva“, beendete Elenor das kurze Schweigen. „Von Montag bis Freitag war dieses Vorhaben leider nicht umzusetzen. Wir hatten beide Unterricht und unsere Vorbereitungen dafür ließen nicht zu, dass wir einen gemeinsamen Termin ausmachen konnten. Samstag entschieden wir uns für eine Pause von der Woche. Also, blieb nur noch heute und dass es ausgerechnet ein Sonntag ist, haben wir uns nun auch nicht mit Absicht ausgesucht.“ Elenor klang dabei mehr als überzeugend. Minerva nickte nur:
„Nun dann, viel Erfolg bei der Arbeit.“
Pomona zwinkerte Elenor erneut zu und schaute beiden hinterher, als diese sehr schnell, den Weg nach draußen fanden. Auch Minerva schaute ihnen nach.
„Warum rechtfertigen sich die Beiden so ausführlich bei mir? Es war doch nur eine Frage“, dachte sich Minerva, drehte sich um und ging die Stufen nach oben.
* - * - * - * - *
„Kommst du?“, hörte Pomona Minerva fragen. „Ja, ja. Wie gut, dass es nicht gegen alles ein Kraut gibt“, sagte die kleine rundliche Frau und lächelte zufrieden.
„Was meinst du damit, Pomona?“, fragte die Schulleiterin leicht verwirrt, hielt inne und drehte sich zu ihrer Kollegin um.
„Minerva, bist du blind? Seid ihr alle blind? Forschungsarbeit. An einem Sonntag. Die Sonne scheint und da sammelt man Zutaten im Wald? Ich bitte dich. Es ist wohl eher ein Waldspaziergang. Ist dir nicht Severus‘ lässige Kleidung aufgefallen? Trotz Umhang war er nicht so hochgeschlossen angezogen wie sonst, also wenn es dienstlicher Natur war. Und ihr luftiges, wirklich hübsches Sommerkleidchen sah nun alles andere als nach Arbeit aus. Meinst du nicht auch?“
Minerva hörte Pomona aufmerksam zu, diese fuhr fort:
„Ein junger Mann, dem es gut steht wenn er lächelt und eine hübsche junge Frau, die ihn zum Lachen bringt. Merkst du nicht, dass sie immer nervös in seiner Nähe ist, wenn wir dabei sind oder es wird, wenn man von ihm spricht? Beobachtet man die Beiden mal aus der Ferne, dann ist da nichts von dieser Nervosität zu sehen. Und er kann doch kaum seine Augen von ihr lassen und seine Gesichtszüge werden dabei immer ganz weich. Das muss einem doch auffallen“, erklärte Professor Sprout fröhlich und freute sich und Minerva sah sie mit großen Augen an.
„Pomona, weißt du auch, was du da sagst?“, kam es leicht geschockt von Minerva.
„Durch aus“, nickte die gut gelaunte Frau. „Minerva, das Ministerium muss doch davon nichts wissen. Denn eigentlich wissen wir es auch nicht“, und zwinkerte dabei. Dieses Mal galt es der immer noch leicht verwirrten Schulleiterin.
„Komm schon. Wir sehen die Beiden nicht Hand in Hand durch die Gänge laufen oder andere Dinge, die das alles offensichtlich werden lassen würden. Lassen wir doch alle in dem Glauben, dass wir nichts wissen. Die Beiden sind doch so entzückend zusammen.“
„Entzückend?!“ Kam es etwas empört von Minerva. „Wenn das das Ministerium raus bekommt, dann wird die Angelegenheit, für uns alle, alles andere als entzückend.“
Dabei wandelte sich ihre ernste Miene in ein weiches Lächeln. Ihr Gesichtsausdruck wollte nicht so recht zu ihren Worten passen. Sie seufzte und sah dabei in zwei erwartungsvolle, immer noch fröhliche Kulleraugen.
„Ich gönne es ihm doch. Das ist wohl das Schönste, was ihm seit Jahrzehnten passieren konnte. Dennoch wird es mir schwer ums Herz, wenn ich daran denke, dass es ausdrücklich untersagt ist“, sagte Minerva nachdenklich.
„Aber noch wissen wir es doch nicht offiziell. Also lass uns einfach weiterhin ahnungslos sein. Es gibt Dinge Minerva, die Fragen nicht, ob es Regeln gibt oder nicht. Sie passieren einfach“, ergänzte Pomona heiter und bekam als Antwort ein zustimmendes, wenn auch besorgtes Nicken, gefolgt von einem leichten Lächeln.
Daraufhin verschwanden beide Frauen die Treppe hinauf.
Was sie jedoch nicht mitbekamen, war eine dunkle Gestalt, die alles gehört hatte. Sie trat aus der dunklen Ecke hervor, die ihr die ganze Zeit über als Versteck gedient hatte und entschwand nach draußen, in Richtung Stadt.
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Wir hatten es sehr, sehr gut als Kinder - wir bekamen massenhaft Bücher.
Joanne K. Rowling