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Fanfiction

Bat in my heart - Kapitel 9: Ein grausamer Befehl

von Dilli

Ich spürte Coles Lippen auf meinen. Sie fühlten sich weich und warm an und trotzdem wusste ich nicht, wie ich über diesen Kuss denken sollte. Einerseits war es wirklich ein gutes Gefühl wieder einmal von einem Mann geküsst zu werden, auch wenn Cole nur seinen Mund auf meinen gelegt hatte und keine Anstalten machte, diesen zu öffnen – wofür ich ihm ziemlich dankbar war. Ich spürte einfach in diesem Moment, wie sehr mich Cole wollte, dass er mich liebte und begehrte und dass er alles dafür geben würde, um mehr davon zu bekommen.
Aber andererseits überschlugen sich die Gedanken und Gefühle in meinem Inneren auch. War es richtig, mich von Cole küssen zu lassen? Immerhin hatte ich mir selbst geschworen, dass ich mich nie wieder einem Mann hingeben würde und es kam mir falsch vor, dass ich es jetzt doch tat. So war ich nicht mehr. Ich war nicht mehr das sechzehnjährige Mädchen, dass auf den Erstbesten herein fiel und sich ihm völlig auslieferte, nur um dann gewaltig auf der Fresse zu landen. Das hatte ich doch hinter mir gelassen, da ich diesen ganzen Schmerz und Kummer, den ich einst hatte durchleiden müssen, in meinem ganzen Leben nie wieder fühlen wollte.
„Mimi“, flüsterte Cole und legte nun seine rechte Hand in meinen Nacken um mich noch näher an sich zu ziehen.
Doch genau diese Kleinigkeit löste einen Flashback in mir aus. Ich wollte es eigentlich nicht, aber in diesem Moment, als Cole Taylors Lippen auf den meinen lagen, musste ich einfach an das letzte Mal denken, als ich die Lippen eines Mannes auf meinen gespürt hatte.

Severus brachte mich nach dem Mittagessen selbstverständlich noch zu Kräuterkunde. Er selbst hatte jetzt eine Freistunde. Unfair kann ich da nur sagen. Ich wollte auch so viel Freizeit haben wie er, aber nein, mein Stundenplan musste ja bis oben hin voll gebombt sein mit irgendwelchem Mist, den man im späteren Leben ohnehin nicht mehr brauchte. Wieso nur hatte ich zwei verdammte Wochen zu spät geboren werden müssen? Warum hatte meine Mutter nicht einfach einen geplanten Kaiserschnitt machen lassen oder so? Dann wäre ich Ende Juli auf die Welt gekommen und hätte somit auch schon ein Jahr früher in eine magische Schule gehen können. Dann wäre ich auch in der sechsten Klasse gewesen und hätte mit meinem Liebsten jetzt irgendwo eine wunderbare Nummer schieben können. Aber nöööö, man muss ja sein Kind unbedingt auf normale Art und Weise bekommen, weil man sonst mit einer fetten Narbe am Bauch herum läuft, die das Aussehen ruiniert. An mich hatte in diesem Moment wohl keiner gedacht.
Ja, ja, ist ja schon gut, ich wusste selbst, dass ich in diesem Moment nur wieder eine wahnsinnige Scheiße daher laberte, aber ich würde jetzt zu gerne mit meinem Schatz durch die Betten tollen, als mich von irgendwelchen fleischfressenden Pflanzen attackieren zu lassen.
„Ist alles in Ordnung, meine Kleine“, flüsterte Severus und strich mir mit der Hand über die Wange. Sein Daumen berührte dabei automatisch meine Lippen. Sofort stand mein Körper in Flammen.
„Ja, ich habe nur keine Lust auf Unterricht“, antwortete ich ihm und schmiegte meinen Körper an seinen.
Wir standen etwas versteckt neben dem Eingang zu den Gewächshäusern, damit uns auch ja keiner sah, denn das konnte mein Schatz ja nicht leiden. Ich hatte noch fünf Minuten, bis ich wirklich hinein musste um nicht zu spät zu kommen.
„Worauf hast Du dann Lust“, wollte Severus wissen.
„Oh, mir würde da schon das eine oder andere einfallen“, gab ich zurück und grinste dabei anzüglich.
„Ah, ich verstehe. Fräulein Nimmersatt, oder?“
„Immer doch.“
Ich liebte es, in Severus' Nähe zu sein und seine nackte Haut an meiner zu spüren. Das war einfach das beste, was es auf dieser Welt gab. Wenn er mich küsste, streichelte und mich an Stellen berührte, die außer ihm noch keiner angefasst hatte. Das setzte meinen ganzen Körper in Brand und nur Severus konnte diesen löschen.
„Später, meine Kleine. Jetzt musst Du erst einmal vier ganz tolle Schulstunden hinter Dich bringen. Wir sehen uns ja heute Abend im Raum der Wünsche.“
„Ich verstehe immer noch nicht, warum Du mich überraschen willst. Immerhin ist es doch Dein Geburtstag, da sollte ich irgendetwas tolles für Dich planen und nicht umgekehrt.“
„Ganz einfach, Mimi, weil es mir gefällt, Dir eine Freude zu bereiten.“
„Muss ich das verstehen?“
„Nein, musst Du nicht. Aber lass es mich bitte tun. Ich habe da wirklich eine tolle Idee.“
„Ja, ja, ist ja gut. Ich widerspreche ja schon gar nicht mehr.“
Immerhin liebte ich Severus' Überraschungen. Er konnte ja so was von romantisch sein. Das hatte ich ihm niemals zugetraut, aber man konnte sich ja auch gewaltig in einem Menschen täuschen. Unsere Beziehung war der beste Beweis dafür. Bei unserer ersten Begegnung auf dem Spielplatz hätte keiner gedacht, dass es einmal so kommen würde. Am allerwenigsten ich.
„Du musst jetzt langsam los, meine Kleine“, sagte mein Schatz zu mir und drückte mich noch einmal an mich. „Sonst kommst Du noch zu spät und ich möchte nicht, dass Du Ärger bekommst.“
„Ich will aber noch nicht gehen“, jammerte ich. Ich genoss einfach jede Sekunde mit ihm.
„Ich weiß, aber trotzdem. Ab mit Dir. Wir sehen uns doch später.“
„Jaah. Aber kriege ich denn zumindest noch einen Abschiedskuss?“
„Nichts lieber als das.“
Da zog er mich an sich und sofort war sein Mund auf meinem. Er zwang meine Lippen auseinander und strich mit seiner Zunge über die meine. Sofort stand mein Körper in Flammen und ich hätte alles darum gegeben, wenn ich jetzt einfach mit Severus abhauen könnte. Aber es ging ja nicht.
„Viel Spaß in Kräuterkunde, mein Kleines“, meinte er grinsend, als er sich von mir löste.
„Ha, ha, guter Witz.“
Kräuterkunde war neben Zaubertränke das Fach, das ich am wenigsten leiden konnte.
„Bis später, Mimi. Ich liebe Dich.“
„Und ich liebe Dich, Severus!“
Dann drehte er sich um und ging in Richtung Schloss davon, während ich mich schweren Herzens auf den Weg in die Gewächshäuser machte. Doch obwohl er mich nun nicht mehr küsste, spürte ich seine fordernden Lippen immer noch auf meinen.


Zurück im Hier und jetzt spürte ich wieder die Lippen eines Mannes auf den meinen, doch es waren nicht diejenigen, die ich in meiner Erinnerung gefühlt hatte. Doch nachdem ich mich an meinen letzten Kuss erinnert hatte, fühlte es sich erst recht falsch an, Cole zu küssen und ihm irgendetwas vor zu machen. Deswegen legte ich meine Hände an seine Brust und schob ihn von mir.
„Es tut mir leid“, brachte ich mühsam hervor und wagte es kaum ihn anzusehen.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen und wusste überhaupt nicht, wieso. Immerhin war ich 34 Jahre alt und konnte verdammt noch mal jeden Menschen auf diesen Planeten küssen, wenn ich wollte. Doch plötzlich hatte ich den seltsamen Gedanken im Kopf, dass ich damit meine erste große Liebe verraten würde. Hör auf damit, Mimi, sofort.
„Ist alles in Ordnung, Mimi“, wollte Cole wissen und sah mich fast traurig an. Oh nein, nicht so ein Blick. Das schaffe ich nicht. Da werde ich doch immer weich. „Hat es Dir denn nicht gefallen? Oder ist es Dir zu schnell gegangen? Ich wollte nichts falsch machen und Dich zu irgendetwas drängen. Vielleicht hätte ich das doch nicht tun sollen.“
Natürlich gab er wieder einmal sich selbst die Schuld an dem ganzen, dabei war ich es, die nicht ganz richtig im Kopf war. Jede Frau würde sich geehrt fühlen, von einem Mann wie Cole Taylor geküsst zu werden, aber ich musste ja wieder einmal einen auf frigide Kuh machen. Super Mimi, wirklich ganz toll. Das ist wirklich eine Glanzleistung von Dir.
„Ich...“, stotterte ich, doch ich wusste nicht, was ich sagen sollte. „Ich...“
Poch, poch, poch.
Ein Klopfen an der Tür rettete mich vor der Antwort. Normalerweise kam so spät niemand mehr zu mir nach oben, denn ich hasste das und hatte es den Bediensteten verboten. Aber jetzt war ich für diese Störung mehr als nur dankbar.
„Ja bitte“, rief ich in Richtung Tür ohne Cole anzusehen, doch ich hörte deutlich sein Seufzen.
Als die Tür aufflog und eine kleine graue Hauselfe herein stürmte, nutzte ich die Gelegenheit um ein kleines Stück von Cole abzurücken. Er war mir jetzt definitiv zu nah.
Nur kurz zur Zwischeninfo, bevor wieder irgendwelche Schutzorganisationen zum Schreien anfangen. Hier in Beauxbatons wurden nur diejenigen Hauselfen beschäftigt, die sich freiwillig gemeldet hatten. Es waren also keine Sklaven oder sonstiges. Sie trugen normale Kleidung, die sie zwar ziemlich strange kombinierten, aber was soll's. Sie erhielten Lohn, hatten zwei freie Tage im Monat und schliefen in Betten. Also möchte ich nichts von wegen Ausbeutung oder so hören.
„Mademoiselle Mimi, Mademoiselle Mimi“, japste die kleine mit der lilafarbenen Hose und dem grünen Pullover (AUA, Augenkrebs!). „Schnell... sie... sie.... Wichtig...“
Oje, wer sollte denn da noch mitkommen? Aber ich war trotzdem sofort alarmiert. Die Worte „Schnell“ und „Wichtig“ reichten bei mir aus, um mich in höchste Alarmbereitschaft zu versetzen.
„Ganz ruhig, Coco“, sagte ich bestimmt. „Was ist denn passiert? Brennt es irgendwo? Sind Einbrecher in der Schule? Hat sich irgendjemand verletzt?“
„Nein, nein, nein. Schnell, Mademoiselle. Wichtige Nachricht.“
Ging es denn auch ein klein wenig präziser?
„Eine wichtige Nachricht für mich? Von wem?“
„Madame Maxime, Mademoiselle.“
„Und was wollte sie? Jetzt sprich schon endlich, Coco und lass Dir nicht alles aus der Nase ziehen.“
Manchmal war das mit diesen Hauselfen echt zum Verzweifeln. Sie waren lieb und nett und alles, aber wenn sie einem eine Nachricht überbringen sollten, dann redeten sie immer um den heißen Brei herum. Das war zum aus der Haut fahren.
„Das weiß ich leider nicht, Mademoiselle. Madame wollte es mir nicht sagen. Aber sie wartet noch in ihrem Büro auf Sie.“
„Was soll das heißen, sie wartet? Die Schulleiterin ist doch in England.“
„Ja, Mademoiselle, aber sie wartet in dem Kamin. Sie möchte sofort mit Ihnen sprechen.“
Warum denn nicht gleich so? Gott, das hatte ja ewig gedauert um an diese Information zu kommen.
Aber es war schon seltsam. Warum wollte Olympe so dringend mit mir sprechen? Wollte sie mir nur einfach den Namen unseres Champions mitteilen oder was war da los? Immerhin war es schon mitten in der Nacht und das ganze hätte auch bis morgen beziehungsweise heute Früh Zeit gehabt. Nein, da musste mehr dahinter stecken. Olympe würde mich nicht aus dem Schlaf reißen (Wenn die wüsste), wenn es nicht wirklich wichtig wäre.
„Ich komme sofort“, sagte ich daher schnell und stand auf. Coco verließ den Raum und ich wandte mich schnell an Cole. „Hör zu, Cole, es tut mir leid, aber ich muss das schnell klären. Ich bin in ein paar Minuten wieder hier und dann reden wir über das, was eben geschehen ist, okay?“
„Okay“, gab er zurück und blickte dabei aber traurig drein. „Soll ich Dich nicht begleiten?“
„Nein, ich bin mir sicher, Olympe möchte alleine mit mir sprechen.“
„In Ordnung. Ich warte hier auf Dich, ja?“
„Ja, mach das.“
Ich drehte mich um und lief aus meinem Zimmer.


Ich rannte auf direktem Wege ins Schulleiterbüro. Ich trug immer noch mein Kostüm, aber das war mir jetzt egal. Ich war ohnehin nur als schwarze Gestalt gegangen – das heißt, schwarzer Rock, schwarze Bluse, Stiefel und dunkles Make-up – also würde es Olympe nicht großartig auffallen, da ich ohnehin sehr oft dunkle Sachen trug. Anders als früher, wo es mir gar nicht bunt genug sein konnte.
Ich löste die Schutzzauber von der Tür und stürmte in den Raum. Sofort sah ich das grünliche Licht im Kamin, das von den mit Flohpulver magisch veränderten Flammen kam.
Ich ging vor dem Kamin in die Knie, sodass ich und der gigantische Kopf von Olympe, der mitten im Feuer schwebte, auf Augenhöhe waren.
„Was ist passiert, Olympe“, fragte ich sie, denn ich konnte deutlich sehen, dass sie vor Wut tobte.
„Es ist so eine Unverschämtheit, Marie“, rief sie so laut, dass mir beinahe die Trommelfelle platzten. „Eine bodenlose Frechtheit. Ich bin so sauer, dass ich am liebsten alles hinschmeißen und dieses verdammte England verlassen würde.“
Ich verstand nur Bahnhof.
„Was ist denn passiert?“
„Wir sind betrogen worden, das ist passiert. Das ganze war mit Sicherheit ein abgekartetes Spiel um uns anderen Schulen so richtig schön in den Dreck zu ziehen.“
„Ich verstehe nicht, Olympe. Was ist los? Wer hat wen betrogen?“
„Dumbledore, dieser elende Hund. Er hat uns hinters Licht geführt.“
„Dumbledore? Bist Du Dir sicher, dass Du da richtig liegst, Olympe? Ich kenne Albus Dumbledore noch aus meiner Schulzeit und ich glaube kaum, dass er zu so etwas wie Betrug fähig ist. Inwiefern soll er denn...“
„Marie, wann lernst Du endlich, in den Menschen nicht nur das Gute zu sehen? Dumbledore ist genauso ein Lügner wie alle anderen auf dieser Welt. Ich weiß nicht, wie er es geschafft hat, aber plötzlich hat Hogwarts (IIIIIIH) für das Turnier zwei Champions, während Beauxbatons und Durmstrang nur einen Teilnehmer stellen dürfen.“
„Das ist mit Sicherheit nur ein Missverständnis, Olympe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dumbledore absichtlich betrogen hat. Aber das lässt sich doch ganz einfach regeln. Wählt doch einfach noch einen eigenen Champion aus.“
„Das geht nicht, Marie. Der Feuerkelch, der die Wettstreiter auslost, ist bereits für die nächsten fünf Jahre erloschen.“
„Na, dann wählt selbst einen aus. Oder einer von den beiden Hogwarts-Leuten soll darauf verzichten. So schwer kann das doch nicht sein.“
Also wirklich, ich fand, dass Olympe gerade aus einer Mücke einen Elefanten machte. Es gab doch sicher eine Lösung für diese ganze Geschichte. Ich glaube kaum, dass Dumbledore sich in dieser Angelegenheit querstellen würde. Man musste halt nur mit ihm reden.
„Das ist auch nicht möglich“, erklärte meine Vorgesetzte in meine Gedanken hinein. „Da macht uns das Ministerium für Zauberei einen Strich durch die Rechnung. Der zuständige Leiter der Abteilung für internationale magische Zusammenarbeit – sein Name ist Bartemius Crouch – meinte, dass man mit dem Feuerkelch einen bindenden magischen Vertrag eingeht, der sich erst wieder löst, wenn das Turnier beendet wird. Der vierzehnjährige Junge muss also teilnehmen.“
„Moment mal, vierzehn? Aber das ist doch überhaupt nicht zulässig.“
„Das weiß ich auch, Marie, aber Crouch sagt, dass Potter teilnehmen muss.“
„POTTER? Du meinst doch nicht etwa Harry Potter, oder?“
Bitte sag nein. Nicht Lillys und James Sohn. Er hatte doch schon so viel durch gemacht. Aber leider wurde ich enttäuscht.
„Doch, genau der. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie wütend ich bin, Marie. Ich bin wirklich kurz davor, das Turnier einfach sausen zu lassen. Sollen sie doch alleine ihre Spielchen veranstalten. Aber leider kann ich das nicht. Ich möchte das Fleur nicht antun.“
Ich stöhnte innerlich auf. Also war tatsächlich Fleur Delacour der Champion für Beauxbatons geworden? Wieso denn ausgerechnet sie, die arrogante Ziege? Das durfte doch jetzt wohl nicht wahr sein. Oh Gott, wie sich die anderen Schüler wohl fühlten, die mit nach England gereist waren. Philippe, Annie, Estelle, Lora und die anderen? Wie ging es ihnen jetzt? Sie waren sicher furchtbar enttäuscht und mussten den ganzen Trubel auch noch mitmachen und dabei zusehen, wie sich Fleur – Olympes Liebling – wieder einmal in den Vordergrund schob. Ihr würde mit Sicherheit der Hintern geküsst werden. Meine Schützlinge taten mir in diesem Moment ja so leid. Ich würde sie am liebsten alle in den Arm nehmen und ganz fest an mich drücken um sie zu trösten.
„Das tut mir wirklich leid, Olympe und ich kann Deinen Zorn auch verstehen“, sagte ich, nachdem ich eine Weile nachgedacht hatte. „Aber ich kann da überhaupt nichts machen.“
„Oh doch, das könntest Du, wenn ich ehrlich bin“, meinte Olympe und sah mich dabei ziemlich seltsam an.
„Was denn bitte“, wollte ich wissen. „Ich kann Dumbledore auch nicht davon überzeugen, einen seiner Schüler nicht am Turnier teilnehmen zu lassen. Ich kenne ihn auch nicht besser als Du. Ich war lediglich ein paar Monate lang eine Schülerin an seiner Schule und habe ihn danach auf diesem Seminar getroffen.“
„Das meine ich ja auch gar nicht, Marie.“
„Was kann ich denn dann tun, Olympe?“
„Du könntest hier her kommen.“
„WAAAAAAS?“
Das meinte sie nicht im Ernst, oder? Ich, noch einmal an diesen schrecklichen Ort, wo ich so viel Scheiße erlebt hatte, zurück kehren? Oh nein, das kam ja überhaupt nicht in Frage. NEIN, nur über meine Leiche. Lieber sterbe ich, als noch einmal einen Fuß in dieses verfickte Schloss zu setzen. Das konnte sich Olympe sonstwo hin schieben, meinetwegen auch in ihren riesenhaften Arsch, aber ich spielte da definitiv nicht mit. Ich hatte mir selbst geschworen, nie wieder dorthin zu gehen und daran würde ich mich auch halten. Ende, Aus, Schluss mit der Diskussion! Ha, ich und nach England reisen. Das war wirklich der Witz des Jahrtausends.
„Du hast schon richtig gehört, Marie“, meinte meine Vorgesetzte und schaute mich streng an. Plötzlich kam ich mir wieder so vor wie damals, als ich noch ihre Schülerin gewesen war. Oh oh, alle Mann in Deckung. „Ich möchte, dass Du hier her nach Hogwarts (BAH!) kommst und Dich um die übrig gebliebenen Schüler kümmerst.“
„Aber, Olympe, ich...“
„Ich möchte jetzt nur für Fleur da sein. Sie braucht jetzt meine volle Unterstützung. Da kann ich nicht auch noch ständig ein Auge auf die anderen haben, Marie. Außerdem muss ich meinen Pflichten als Kampfrichterin nachgehen, falls Du das vergessen haben solltest.“
Na toll, das hätte sie sich wirklich auch schon vorher überlegen können. Aber zuerst die Hippogreife scheu machen, damit ich Beauxbatons leitete. Ha, das war doch die Ausrede. Ich KONNTE gar nicht weg.
„Nein, das habe ich nicht“, erwiderte ich deshalb. „Aber was ist mit der Schule? Ich kann sie doch nicht einfach dicht machen oder so. Ich habe hier auch meine Pflichten. Ich muss die Schule leiten, Verwandlung, Alte Runen, Tanzen und Kickboxen unterrichten und ich...“
„Ich werde mich um einen Ersatz für Dich kümmern, Marie, da mache Dir mal keine Sorgen. Beim Zaubereiministerium in Paris kann ich jederzeit einen Ersatzlehrer anfordern. Und was die Leitung der Schule angeht, da kann sich Cole darum kümmern. Als ehemaliger Auror hat er immerhin genug Erfahrung und Autorität. Das dürfte ausreichen, um ein paar Monate lang Schulleiter zu spielen. Danach kommen wir ja schon wieder zurück.“
Olympe war verrückt geworden. DEFINITIV! Hatte sie vielleicht zu viel getrunken oder was? Sie kannte doch meine Geschichte und wusste, dass ich nie wieder zurück wollte an diesen, für mich so grausamen, Ort. Wahrscheinlich hatte sie es vergessen oder einfach nur zu viel um die Ohren wegen dieser ganzen Vierter-Champion-Sache. Also blieb mir nur eines übrig. Ich musste sie noch einmal freundlich darauf hinweisen.
„Olympe, bitte, ich kann nicht...“
„Was soll das heißen, Du kannst nicht? Natürlich kannst Du. Ich gebe Dir hiermit als Deine Vorgesetzte die Erlaubnis, die Schule aus beruflichen Gründen verlassen zu dürfen und mich hier in England zu unterstützen.“
„Nein, Du verstehst nicht. Es hat nichts mit der Schule zu tun. Es ist vielmehr privater Natur. Du weißt doch, was ich Dir erzählt habe, Olympe. Ich musste DORT, wo Du jetzt bist, so viel...“
„Marie, ich sage es Dir ja nicht gern, aber stell Dich nicht so an.“
„Wie bitte?“
Die hatte sie doch wirklich nicht mehr alle. Nach allem, was ich ihr über meine Vergangenheit erzählt hatte. Und sie hatte dabei so verständnisvoll gewirkt.
„Du hast mich schon richtig verstanden. Sei mir nicht böse, wenn ich Dir das jetzt so an den Kopf knalle, aber Du führst Dich auf wie ein Kleinkind. Das ganze ist jetzt wie lange her? Fast achtzehn Jahre. Irgendwann muss auch einmal Schluss sein. Du bist 34 Jahre alt, verdammt nochmal. Du musst über dieser ganzen Scheiße drüber stehen. Das ist doch längst ein alter Hut.“
Das war der Beweis, dass sie wirklich spinnte. Wie kam sie eigentlich auf die Idee, so mit mir zu reden? Ich führte mich nicht auf wie ein Kleinkind. Ich wurde dort zutiefst verletzt und deswegen graute es mir davor, diesen Ort noch einmal zu betreten. Das musste sie doch einsehen.
„Für Dich mag das vielleicht so aussehen, Olympe, aber für mich ist das anders“, gab ich deshalb ein klein wenig giftiger als beabsichtigt zurück. „Ich will nicht dorthin und diese ganzen Erinnerungen noch einmal durchleben müssen.“
„Ach papperlapapp. Führ Dich nicht so auf, Mimi. Man könnte wirklich meinen, dass Du Angst davor hast.“
„Das ist keine Angst, sondern ein Trauma.“
„Nenn es, wie Du willst. Ich möchte auf jeden Fall, dass Du hierher kommst. Und damit Ende der Diskussion.“
„Aber...“
„Kein Aber, Mimi. Wenn Du nicht freiwillig hierher kommst, dann werde ich Dich eben dazu zwingen.“
„Wie willst Du das denn anstellen?“
„Glaub mir, ich kann schneller hier sein, als Du 'Knallrümpfiger Kröter' sagen kannst.“
„Knall-was bitte?“
„Das wirst Du dann schon sehen, wenn Du erst einmal hier bist.“
„Muss ich das denn wirklich, Olympe? Kann denn nicht jemand anders...“
„Nein, das kann kein anderer. Die Kinder brauchen DICH und niemanden sonst. Du bist neben Deinen ganzen anderen Aufgaben auch noch Vertrauenslehrerin, vergiss das nicht.“
Das war ja so was von gemein von ihr. Musste sie denn ausgerechnet die Schüler vorschicken? Sie wusste doch ganz genau, dass ich dann immer einknickte. Grrr, das passte mir gar nicht. Aber was sollte ich denn anderes machen? Wenn ich 'Nein' sagte, dann würde das Olympe vielleicht in den falschen Hals bekommen und mich entlassen. Das wollte ich ganz und gar nicht, denn ich liebte meinen Job. Also blieb mir gar nichts anderes übrig, als wieder einmal klein bei zu geben. Ich war einfach ein Weichei geworden. Memo an mich selbst: Ich musste dringend einen Kurs zu dem Thema „Wie sage ich auch einmal Nein“ ausfindig machen und belegen.
„Na schön, Olympe, wenn es denn unbedingt sein muss“, seufzte ich und hätte mir dabei selbst in den Hintern treten können. Mimi, Du doofe Kuh.
„Du kommst also“, rief Olympe erstaunt. „Und ich dachte schon, dass ich wesentlich härtere Geschütze würde auffahren müssen.“
„Härtere als mich zu beschimpfen und mir quasi einen Befehl zu erteilen?“
Na, die hatte Nerven.
„Na ja, ich hätte auch nicht davor zurück geschreckt eine ganze Horde nackter Bergtrolle auf Dich los zu lassen.“
„Vielen Dank auch. Wann soll ich denn eigentlich aufschlagen? Muss ich gleich kommen oder darf ich noch ein paar Stunden schlafen?“
„Geh und leg Dich hin, meine Süße. Das hat bis morgen Zeit. Pack in Ruhe Deine Sachen und verabschiede Dich noch von allen. Zum Abendessen erwarte ich Dich aber hier.“
„In Ordnung, Olympe, dann sehen wir uns morgen.“
„Bis morgen, Marie. Ich freue mich.“
„Sei mir nicht böse, wenn ich das jetzt sage, aber ich mich nicht.“
Olympe stieß noch ein kehliges Lachen aus, dann zog sie den Kopf aus dem Kamin und war verschwunden. Ich blieb als kleines Häufchen Elend am Boden zurück und konnte nur eines denken: ICH WILL NICHT!!!


Nachdem ich noch einige Minuten am Boden gesessen und mich gefragt hatte, wie ich jetzt schon wieder in so eine scheiß Situation hatte geraten können, machte ich mich schließlich auf den Weg zurück in meine Räumlichkeiten.
Warum? Warum nur musste es immer mich treffen? Hatte ich denn irgendetwas verbrochen, dass ich so eine Scheiße immer wieder erleben musste? Ich war mir nämlich keiner Schuld bewusst. Ich hatte gedacht, mit meiner Flucht aus England wäre alles wieder im Reinen und ich hätte das ganze hinter mir gelassen, aber ein Scheißdreck war es. Jetzt musste ich wieder dorthin zurück und das nur, weil ich nicht Weibs genug war um einmal in meinem Leben Nein zu sagen. Ich war einfach zu gut für diese Welt. Verdammter Mist aber auch.
Als ich mein Büro betrat, hatte ich das Gefühl, als wäre es meine Todeszelle und ich würde heute meine letzte Nacht darin verbringen, bevor man mir morgen schließlich den Todesstoß versetzte.
„Hey, Mimi, ist alles in Ordnung“, erschreckte mich eine Stimme fast zu Tode.
Wieso nur musste es nur FAST sein? Heul.
Ich sah auf und sah Cole auf mich zueilen. Cole! So ein Mist. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass er hier auf mich warten wollte, nachdem er mich GEKÜSST hatte. Oh Gott, das hatte ich ja total vergessen (Oder verdrängt?). Da wartete ja auch noch ein Gespräch auf mich. Heilige Scheiße, das Ende dieses Tages hatte ich mir aber auch anders vorgestellt, vor allem nachdem die Halloweenparty so gigantisch gut gewesen war. War das wirklich erst ein paar Stunden her? Himmel, es kam mir vor wie eine Ewigkeit.
„Mimi, geht es Dir gut“, wollte Cole wissen. „Du siehst aus als hättest Du einen Geist gesehen.“
„Einen Geist nicht, sondern Olympe“, gab ich zurück.
„Was wollte sie denn von Dir?“
„Bevor ich Dir das erzähle, brauche ich erstmal eine Zigarette und einen Schnaps.“
„Einen Schnaps? So schlimm gleich?“
„Noch viel schlimmer.“
Ich ging zu meiner Bar hinüber und holte mir die große Flasche Feuerwhiskey hervor. Ich brauchte jetzt etwas starkes. Ich schenkte mir einen großen Schwenker voll, nahm ihn mit zur Couch hinüber und ließ mich fallen. Ich setzte das Glas an und leerte es in einem Zug. Der Schnaps brannte sich seinen Weg hinunter in meinen Magen. Aaah, tat das gut. Fehlte nur noch die Kippe. Mit zittrigen Fingern zündete ich sie an und nahm einen tiefen Zug. Ich überlegte kurz, ob ich nicht noch mehr Alkohol trinken sollte. Wenn ich mich weg beamen würde, würde sich morgen vielleicht alles als ein böser Traum entpuppen. Aber ich wusste, dass das keinen Sinn hatte. Es war Realität, dass ich nach England musste, ob ich wollte oder nicht.
„Was ist passiert, Mimi“, riss mich Cole aus meinen Gedanken. „Was hat Olympe zu Dir gesagt? Ist irgendetwas geschehen?“
„Mit den Schülern ist soweit alles in Ordnung“, antwortete ich ihm und nahm noch einen tiefen Zug. „Aber Olympe braucht meine Hilfe. Anscheinend hat es einen Fehler im Auswahlprozess der Champions gegeben und jetzt treten für England zwei Schüler an. Olympe ist richtig sauer deswegen.“
„Und was will sie dann von Dir? Wie sollst Du ihr da helfen können?“
„Sie hat mich nach England zitiert um mich um unsere nicht ausgewählten Schützlinge zu kümmern.“
Bah, allein schon wenn ich daran dachte, wurde mir schlecht.
„Ist nicht Dein Ernst“, schrie Cole beinahe.
„Darüber mache ich keine Witze, Cole. Nicht, was dieses Thema angeht.“
„Aber ich dachte, Du wolltest nie wieder dahin zurück.“
„Will ich auch nicht. Glaub mir, ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, aber Olympe hat mein Flehen einfach so abgeschmettert.“
„Du kannst doch aber gar nicht hier weg. Du hast die Schule zu leiten.“
„Auf die Schiene habe ich es auch versucht, aber Olympe meinte, sie fände für mich ganz schnell Ersatz, was den Unterricht angeht. Ach und bevor ich es vergesse: Du sollst Dich um die Schulleiteraufgaben kümmern.“
„ICH?“
„Jap.“
„Aber ich kann das nicht.“
„Hallo? Geht's noch? Wenn ich das schaffe, dann kannst Du das doch erst recht. Olympe hat schon recht, wenn sie sagt, dass Du über genug Autorität verfügst um eine Schule zu leiten.“
„Nein, Mimi, Du verstehst nicht. Ich kann nicht einen auf Schulleiter machen, weil ich Dich nämlich begleiten werde.“
„Du... WAAAS?“
„Glaubst Du denn etwa, ich lasse Dich alleine an den Ort zurück reisen, an dem Du so viel schreckliches erlebt hast? Nein, Mimi, das lasse ich nicht zu. Ich werde mit Dir kommen.“
„Aber das geht nicht, Cole. Wenn Du auch noch hier abhaust, dann geht die Schule den Bach runter. Dann fehlt nicht nur eine Lehrerin für Verwandlung und Alte Runen, sowie eine Schulleitung, sondern auch noch ein Professor für Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Du siehst also, dass das nicht geht. Du musst hierbleiben.“
„Aber ich will Dich das nicht alleine durchmachen lassen...“
„Ich werde das schon irgendwie schaffen.“
„Das weiß ich doch, aber ich will auch nicht ohne Dich sein.“
Ich konnte nicht anders, ich musste seufzen. Ich wusste, was er meinte. Der Kuss... wir hatten noch nicht darüber geredet und wenn ich ehrlich war, dann wollte ich das jetzt auch gar nicht. Ich musste mir erst selbst darüber im Klaren sein, was ich wollte, bevor ich Cole meine Entscheidung mitteilen konnte. Hmm, wer weiß, vielleicht ist diese Reise doch gar nicht mal so schlecht. Dann komme ich ein wenig von Cole los und kann mir in Ruhe meine Gedanken über unsere Zukunft machen.
„Mir wird es auch sehr schwer fallen, Dich nicht zu sehen“, sagte ich wahrheitsgemäß zu dem Mann, der mich vor etwa einer Stunde noch geküsst hatte. Denn es stimmte, er würde mir fehlen. „Aber es geht nun einmal nicht anders. Ich muss das tun, was Olympe mir aufträgt, ob ich will oder nicht. Und Du musst das auch tun, wenn Du Deinen Job nicht verlieren möchtest.“
„Du wirst mir aber doch so fehlen, Mimi.“
„Du mir doch auch. Ich habe mich in letzter Zeit ziemlich an Dich gewöhnt. Aber sei mir bitte nicht böse, ich muss jetzt dringend ins Bett.“
Ich war ziemlich müde, aber ich wollte auch aus einem anderen Grund alleine sein. Ich musste mich mental auf meine Reise in die Hölle vorbereiten.
„Aber wie soll es denn jetzt mit uns beiden weiter gehen? Wir haben noch gar nicht über...“
„Bitte, Cole, nicht. Ich kann das jetzt nicht. Ich verspreche Dir, dass ich mir, wenn ich weg bin, Gedanken über uns beide machen werde. Und wenn ich mich entschieden habe, dann bist Du der erste, der davon erfährt.“
„Dann ist es also kein Nein?“
Er klang doch ziemlich hoffnungsvoll. Verdammt, das war nicht gut. Ich würde ihm noch das Herz brechen, wenn ich die falsche Entscheidung traf.
„Nein, ist es nicht. Es ist aber auch kein Ja, das solltest Du wissen. Ich weiß nicht, wie...“
Doch weiter kam ich nicht, denn in diesem Moment packte mich Cole bei den Schultern und riss mich in eine stürmische Umarmung. Mein Kopf ruhte dabei auf seiner Brust, genau über dem Herzen. Es schlug aufgeregt und beinahe freudig.
„Kein Nein reicht mir schon einmal völlig, Mimi. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie glücklich ich wäre, wenn Du mit mir zusammen sein willst. Denke in Ruhe über alles nach. Ich werde auf Dich warten, meine Süße.“
„Danke“, flüsterte ich und sog einen letzten Mal seinen Duft ein.
Ich war ihm wirklich dankbar dafür, dass er mich zu nichts drängte. Ich brauchte diese Zeit einfach. Ich hatte so lange ohne Liebe gelebt, dass ich sie jetzt nicht so einfach mit offenen Armen wieder aufnehmen konnte. Aber so war eben Cole. Die reine Verständnis in Person.
„Dann werde ich jetzt mal gehen“, meinte er schließlich und hauchte mir einen Kuss auf den Kopf. „Aber wir sehen uns später schon noch, bevor Du abhaust, oder?“
„Natürlich“, gab ich zurück und löste die Umklammerung.
„Gut, sonst hätte ich jetzt nämlich die Nacht bei Dir verbringen müssen...“
Gaaah, was sollte das denn jetzt? So viel zu nicht drängen.
„War nur ein Witz, Mimi, keine Panik“, lachte Cole, nachdem er mein Gesicht gesehen hatte. „Du brauchst nicht gleich nervös zu werden. Ich habe Dir doch gesagt, dass ich Dich zu nichts zwinge.“
Ich atmete einmal tief durch. Das hatte mich doch ziemlich erschrocken.
„Ich lasse Dich jetzt schlafen, Mimi. Ich wünsche Dir eine gute Nacht.“
Er strich mir noch einmal mit den Fingerspitzen über die Wange. Das fühlte sich schon nicht schlecht an, das musste ich sagen.
„Wünsche ich Dir auch, Cole.“
Ich sah dabei zu, wie er sich vom Sofa erhob und zur Tür ging. Dort drehte er sich noch einmal um, schenkte mir eines dieser schiefen Lächeln, die ich so mochte und ließ mich dann alleine zurück.


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