
von Dilli
Ich brachte Fucking Bat so schnell es ging nach unten in sein Schlafzimmer. Ich wollte so schnell wie möglich wieder weg, damit ich nicht noch auf irgendwelche dumme Gedanken kam. Dass ich in Minervas Büro gedacht hatte, dass ich gerne seinen Schwanz sehen würde, hatte mich doch ziemlich verunsichert. Ich durfte nicht so denken und ich wollte es auch gar nicht. Er war für mich gestorben, das hatte ich doch schon so oft mit meiner inneren Stimme geklärt. Es war das einzig logische und auch das einzig richtige. Er hatte mir so weh getan, dass ich ihm das einfach nicht verzeihen konnte. Ich hatte so sehr gelitten und das nur seinetwegen, aber trotzdem hatte mich sein Anblick irgendwie doch durcheinander gebracht. Es hatte mich einfach an die alten, glücklichen Zeiten erinnert. Ich würde mich selbst belügen, wenn ich sagen würde, dass ich es seiner Zeit nicht genossen hätte, mit der Fledermaus zusammen zu sein. Es war mehr als nur schön gewesen. Aber das war jetzt nicht mehr so und ich musste meine Gefühle einfach in den Griff kriegen, ob ich wollte oder nicht.
Wir betraten sein Schlafgemach – wobei er flog – und es sah genauso aus, wie ich erwartet hatte. Düster, dunkel, wie eine Höhle. Das Holz der Möbel war fast schwarz und auch die Accessoires, die er dazu ausgewählt hatte, waren natürlich in der gleichen Farbe. Oh Mann, kein Wunder, dass er immer so grantig war. Diese Dunkelheit drückte doch auf die Stimmung. Er bräuchte wirklich dringend einen Innenausstatter, aber das war ja nicht mein Problem. Es war sein Leben und da mischte ich mich nicht ein.
Ich ging zu dem großen Himmelbett, das an der linken Wand stand und zog die Bettdecke zurück, damit ich den Schluckspecht hinein legen konnte. Doch da fiel mir plötzlich etwas auf. Etwas silbernes lag auf dem schwarzen Stoff des Bettlakens. Es sah so aus wie ein Bilderrahmen. Da ich natürlich ÜBERHAUPT NICHT neugierig war – nein, wo kommen wir denn da hin – nahm ich den Rahmen an mich und schaute ihn mir genauer an. Als ich ihn umdrehte, hätte ich ihn beinahe fallen gelassen, denn ich selbst lächelte darin und winkte mir entgegen.
Das war.... ich... Er... Die Fledermaus hatte immer noch das Bild von mir, das ich ihm damals zu Weihnachten geschenkt hatte. Aber wieso? Hatte er etwa tatsächlich nicht gelogen, als er gesagt hatte, dass er mich immer noch liebte? Aber warum? Es war doch schon so lange her, dass ich mich von ihm getrennt hatte. Am 09. Januar würden es achtzehn Jahre werden. Ich hatte immer gedacht, dass er mich längst vergessen und sich mit Sicherheit anderen Dingen zugewandt hatte. Aber das schien nicht so zu sein. Er schlief sogar mit meinem Foto von mir im Bett. Ich konnte es mir bildlich vorstellen, wie er abends da lag und sich das Foto an sein Herz presste. Oh Gott, das war ja so was von süß. Nach all der Zeit...
Mimi, komm endlich wieder zu Dir. Der Kerl hat mit Deiner Freundin gefickt, an seinem Geburtstag, den er eigentlich mit Dir hatte feiern wollen. Und Du sitzt einfach so seelenruhig da und findest es süß, dass er noch ein Bild von Dir hat? Ui, toll, das ist wirklich eine ganz große Leistung. Falls ich Dich daran erinnern darf, dann hast Du in Frankreich auch noch das ein oder andere Foto von diesem Schwachmaten. Das ist noch lange kein Grund, gleich auszuflippen. Jetzt lege dieses Arschloch einfach in sein Bett und hau ab. Er hat Deine Zuneigung nicht verdient.
Ich wusste, dass meine innere Stimme wieder einmal recht hatte, doch trotzdem fiel es mir irgendwie schwer, in diesem Moment so hart zu bleiben, wie ich es mir antrainiert hatte. Die Tatsache, dass er mich immer noch liebte, hatte mich ein kleines bisschen weich werden lassen. Aber nur ein minifutzi etwas und nur für diesen Abend. Wenn ich diesen Raum verließ, dann würde alles genauso sein wie zuvor. Das versprach ich mir in diesem Moment selbst, denn ich wusste, dass es das einzig richtige war, um mich nicht selbst zu verletzen.
Ich stellte das Bild auf seinen Nachttisch, wobei es mich schon interessierte, was passieren würde, wenn ich es einfach so mitnehmen würde. Würde er dann schreiend durch das Schloss laufen und überall danach suchen? Vielleicht noch in seinem halbnackten Zustand? Oh, das würde ein Spaß beim Frühstück werden. Ich sah es bereits bildlich vor mir: Die Fledermaus nur mit einer schwarzen Boxershort bekleidet, wie er durch die Große Halle rannte und laut schrie: „Wer zum Teufel hat mein Foto geklaut?“ Für diesen Anblick würde ich tausende Galleonen zahlen.
Ich schüttelte den Kopf. Meine Fantasie ging wieder einmal mit mir durch. Das lag sicher daran, weil ich einfach übermüdet war und ein bisschen von diesem Likör getrunken hatte. Ich brauchte dringend eine Mütze voll Schlaf. Danach würde die Welt wieder ganz anders aussehen. Morgen würde alles wieder seinen gewohnten Gang laufen.
Ich schwang meinen Zauberstab und ließ Snape (Ich glaube, diesen Namen darf ich laut meiner inneren Stimme schon aussprechen. Zumindest hält sie gerade die Klappe.) auf das schwarze Satinlaken schweben. Er lag auf dem Rücken und sah so friedlich im Schlaf aus, als wäre er immer noch der Junge, den ich von früher her kannte. Er hatte sich wirklich kaum verändert, zumindest im Schlaf nicht. Nur seine Haare waren etwas länger und er war natürlich älter geworden, aber trotzdem... Er war immer noch irgendwie der Gleiche.
Ich schnappte mir die Bettdecke und breitete sie über ihm aus, sodass er in der Nacht nicht fror. Ich wusste nämlich selbst, wie kalt es in diesen Kerkern werden konnte. Und er war ja halbnackt. Da bestand die Gefahr, dass er sich eine fette Erkältung holte und das musste ja wirklich nicht sein.
Doch als ich ihm die Decke über seine Brust legte, fiel mir noch etwas ins Auge. Es war wieder silbern und es glänzte in dem Licht der Nachttischlampe, die ich eingeschaltet hatte. Es war eine Kette. Ich wusste, dass die Fledermaus von Haus aus der Typ war, der Schmuck nicht sonderlich leiden konnte, bis auf ein Teil. Ich beugte mich über ihn, um die Halskette genauer zu betrachten. Dabei haute es mich fast aus den Schuhen. Es war das Gegenstück zu meiner eigenen, die ich seit heute Morgen wieder trug. Der Herzanhänger funkelte und das Wort „Dein“ sprang mir ins Auge. Der magische Stimmungsstein war schwarz wie die Nacht, wie mein eigener.
Das gibt es doch nicht. Ich hatte nie geglaubt, dass Snape dieses Ding immer noch tragen würde. Aber anscheinend hatte ich mich getäuscht. Er hatte sie noch immer um den Hals, hatte sie vielleicht sogar nie abgelegt. Ich musste hart schlucken, um den Kloß in meinem Hals los zu werden, der sich dort gebildet hatte. Ich war ausnahmsweise einmal sprachlos. Er liebte mich wahrscheinlich immer noch und damit brachte er es zum Ausdruck. Automatisch fasste ich an mein eigenes Exemplar, dass sich auf einmal tonnenschwer anfühlte.
Jetzt musste ich es aber genau wissen. Ich ging zu dem Stuhl hinüber, auf dem ich Snapes Klamotten abgelegt hatte und nahm mir den schwarzen Umhang, den er heute im Unterricht und auch beim Abendessen getragen hatte. Ich musste ihn mir genauer anschauen, auch wenn es noch so weh tat. Doch ich war mir plötzlich sicher, dass ich das einfach tun musste. Ich brauchte die Gewissheit.
Ich nahm nahm den schwarzen Stoff in die Hände und schaute mir das Teil an. Doch ich brauchte es nicht einer genauen Untersuchung zu unterziehen, denn ich erkannte den Stoff und den Schnitt auch so sofort. Ich selbst hatte dieses Kleidungsstück für ihn entworfen. Es war mein zweites Weihnachtsgeschenk an Fucking Bat gewesen. Damals... Als wir noch glücklich gewesen waren. Er trug ihn also immer noch. Vermutlich jeden Tag.
Ich legte den Umhang so schnell wieder hin, dass man meinen könnte, ich hätte mich daran verbrannt. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Das war zu viel auf einmal. Es tat richtig weh, zu sehen, dass er meine Erinnerungsstücke an ihn immer noch hatte und hegte und pflegte. Gott, was sollte ich denn jetzt tun? Ich wusste nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen sollte. Die Fledermaus schien mich tatsächlich noch zu lieben. Sonst hätte er ja nicht diese ganzen Sachen in seinem nahen Umfeld.
Ich kann Dir sagen, was Du jetzt zu tun hast, Mimi. (Hurra, meine innere Stimme war wieder da und nicht so geschockt wie ich.) Dreh Dich um, verlasse dieses Zimmer und denke gar nicht mehr daran. Er ist es nicht wert und außerdem ist er selbst Schuld an dieser Situation. Wenn er nicht...
Ja, ja, ja. Das hatten wir doch alles schon, aber ich wusste selbst nicht, wie ich jetzt denken sollte. Es tat einfach weh, zu sehen, dass er all diese Stücke noch besaß. Anscheinend hatte er mich niemals aufgegeben. Kein Wunder also, dass er so biestig war. Er war genauso verzweifelt wie ich, nur dass ich mit dieser Lage besser umzugehen wusste als er. Ich war nun einmal eine Frau und die können so etwas bekanntlich besser.
Ich sah Snape an, wie er auf dem Bett lag und fast friedlich schlummerte. Was hatte ich ihm nur angetan? War es meine Schuld, dass er so ein Wrack war? Dass er sich ständig betrank bis zum geht nicht mehr? Oder war das heute nur eine Ausnahme gewesen? Und wenn es meine Schuld war, was sollte ich dann tun? Mich mit ihm aussprechen? Das hatte ich doch eigentlich vermeiden wollen.
Ich konnte diese Fragen nicht beantworten. Ich musste gehen und wieder einen klaren Kopf bekommen. Ich musste über diese ganze Scheiße nachdenken, denn plötzlich wusste ich nicht mehr, ob es richtig war, ihn so zu ignorieren. Vielleicht wäre ein klärendes Gespräch doch eine gute Sache. Dann konnten wir dieses Thema endlich abhaken und uns wieder unserem Leben und unserem Alltag zuwenden.
Ich drehte mich zur Tür um, um den Raum zu verlassen und in meine Gemächer zu gehen. Ich brauchte jetzt einfach Zeit zum Nachdenken.
„Mimi“, flüsterte da hinter mir eine Stimme, wenn auch so leise, dass ich sie mit Sicherheit nicht gehört hätte, wenn ich nicht über ein supergutes Gehör verfügen würde. „Mimi!“
Ich musste mich einfach umdrehen, auch wenn ich es eigentlich gar nicht wollte. Ich musste einfach, Punkt, Ende, Aus und dafür würde ich mich auch definitiv nicht rechtfertigen.
„Mimi“, sagte er noch einmal, doch ich war mir nicht sicher, ob er überhaupt wach war, denn seine Augen waren immer noch geschlossen.
Doch ich tat einfach das, was mir in den Sinn kam. Ich ging die drei Schritte zum Bett zurück und stellte mich daneben hin. Ich hätte mich zwar setzen können, doch das wäre mir dann doch zu nah gewesen.
„Bisch Du nosch da, Mimi“, fragte er mich nun.
Sollte ich denn überhaupt darauf antworten? Eigentlich sollte ich ja nicht, aber irgendwie war mir jetzt danach. Und was sollte schon groß passieren? Morgen würde sich die Fledermaus ohnehin nicht daran erinnern bei dem Rausch, den er hatte. Da war ein Filmriss vorprogrammiert.
Deswegen räusperte ich mich kurz und setzte schließlich zu einer Antwort an.
„Ja“, hauchte ich. „Ich bin noch da. Aber ich muss jetzt gehen.“
„Nein, bitte“, sagte er leise und hatte noch immer die Augen geschlossen. „Bitte, geh nischt.“
„Ich muss aber.“
„Lass misch nischt alleine, Mimi. Ich brausche Disch. Bitte, bleib.“
Ich seufzte. Was sollte ich denn jetzt machen? Ich wollte nicht hier bleiben, aber andererseits...
„Ein bisschen bleibe ich noch“, antwortete ich daher, auch wenn ich gar nicht sicher war, ob er mich überhaupt noch hörte. Es sah nämlich so aus, als würde er wieder schlafen. Sein Atem ging nämlich wieder total regelmäßig.
Also nutzte ich die Gelegenheit, um ihn noch ein bisschen genauer zu betrachten. Ich ließ meinen Blick über sein Gesicht und seinen Körper wandern. Das schlimmste daran waren eigentlich seine Haare, aber das war nichts, was man nicht mit einem guten Shampoo wieder hin brachte. Auch die Länge gefiel mir irgendwie. Daraus lässt sich sicher etwas machen. Sein Gesichtsausdruck war immer noch der gleiche wie früher beim Schlafen und sein Oberkörper sah wirklich noch genauso gut aus.
„Mimi“, ertönte es da wieder vom Bett und Snape tastete mit seiner Hand umher, als würde er die meine suchen.
Hmmm, sollte ich oder nicht? Eigentlich hatte ich mir ja geschworen, ihn nie wieder zu berühren, aber da hatte ich ja noch nicht wissen können, dass er die ganze Sache wirklich so sehr bereute. Also nahm ich kurzerhand seine Hand in meine. Seine Haut fühlte sich ein klein wenig rauer an als früher, aber das war eine Lehrerkrankheit. Das kam vom Kreidestaub. Meine würden sich auch nicht anders anfühlen, wenn ich sie nicht jeden Tag mehrmals mit einer pflegenden Handcreme eincremen würde.
Snape atmete einmal tief durch und auch mir stockte der Atem. Das ganze fühlte sich ziemlich vertraut an. Fast zu vertraut. Mein Herz begann zu rasen und mein ganzer Körper prickelte auf einmal so komisch. Heilige Scheiße, was war das? Das hatte ich ja lange nicht mehr verspürt. Das letzte Mal war es vor ca. 17 Jahren und 10 Monaten gewesen. Es war ein seltsames Gefühl und doch wollte ich es im Moment nicht missen. Doch ich wusste, dass es spätestens jetzt am besten wäre zu gehen, damit ich wieder zur Vernunft kam. Ich würde mich nicht noch einmal in diesen Volltrottel verlieben. Nie wieder würde ich mir so etwas antun lassen wie damals.
„Mimi“, flüsterte die Fledermaus auf einmal. „Ich liebe Dich!“
Mein ganzer Körper wurde stocksteif. Oh Gott, was sollte ich denn jetzt tun? Das war das erste Mal nach so langer Zeit, dass ich diese drei magischen Wörter hörte. Cole hatte sie mir zwar durch die Blume gesagt, aber nicht so direkt wie Snape. Und was soll ich sagen, sie gingen mir runter wie Öl.
Mimi, wach endlich auf und lass diesen Mist. Du bist doch nicht mehr ganz dicht. Das ist der Wichser, der Dein ganzes Liebesleben versaut hat und Du stehst einfach so da, hältst sein Händchen und fühlst Dich geehrt, weil er Dir gesagt hat, dass er Dich liebt. Du hast doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Warte nur, bis wir zwei alleine sind, junges Fräulein, dann kannst Du was erleben, bis Dir Hören und Sehen vergeht.
Oje, meine innere Stimme war wieder in Hochform. Ich wusste ja, dass sie recht hatte, aber trotzdem fiel es mir schwer, ihr zu zu stimmen. Zumindest im Moment.
Aber trotzdem war mir bewusst, dass es Zeit war zu gehen. Ich konnte nicht die ganze Nacht hier stehen bleiben und Snapes Hand halten. Nein, so war es am besten. Dann wusste er auch nicht, dass ich hier bei ihm gewesen war. Es musste sein, wenn ich nicht wieder verletzt werden wollte. Ich hatte mir einen Moment der Schwäche erlaubt, das war es aber auch schon. Ich würde nicht mich selbst verraten, nur weil es ihm dann besser ging. Das war falsch und ich würde meine ganze Lebensweise über den Haufen werfen. Nein, nein und nochmal nein!
Doch eine Sache musste ich noch tun, bevor ich ging. Nur eine Kleinigkeit, die ich zwar hinterher bereuen würde, aber was soll's. Das war immerhin meine Sache und wenn ich hinterher deswegen die halbe Nacht wach lag, dann war es auch egal. Es tat ohnehin schon weh genug, da kam es auf das auch nicht mehr an.
Ich beugte mich über das Bett und strich zuerst mit der freien Hand über Snapes Wange. Ich fühlte seine sanfte Haut unter meinen kühlen Fingerspitzen. Oh Gott, das fühlte sich ja so weich und sanft an und mein Herz blieb dabei fast stehen. Das brachte mich auf eine andere Idee. Ich wusste, dass mein Herz dafür bluten würde, aber ich wollte es tun, unbedingt.
Doch noch zögerte ich kurz. Snapes Atem ging regelmäßig und seine Augen blieben geschlossen, sodass ich mir sicher sein konnte, dass er schlief. Es würde also mein Geheimnis bleiben und das würde ich mit mir ins Grab nehmen. Niemand würde es je erfahren.
Ich lehnte mich noch weiter vor und flüsterte ihm leise „Schlaf gut, Severus“ zu, auch wenn er es nicht hörte. Dann hauchte ich ihm ein kleines Küsschen auf die Stirn.
Nun war es definitiv Zeit zu gehen. Ich entzog Snape meine Hand, warf noch einen letzten Blick auf meine erste große Liebe und verließ dann mit einem kribbelnden Gefühl in der Bauchgegend das Schlafzimmer.
In meinem Büro angekommen, ließ ich mich erst einmal auf mein Sofa fallen und angelte mir meine Zigaretten vom Couchtisch. Genau das brauchte ich jetzt. Zu viel war heute passiert, zu viel, was ich verarbeiten oder sogar verdrängen musste. Gehen wir die ganze Scheiße doch einmal durch:
1. Ich war wieder an diesen schrecklichen Ort zurück gekehrt, an dem so viele Erinnerungen – glückliche, aber auch furchtbare – auf mich einstürmten.
2. Meine Begegnung mit Fucking Bat am Nachmittag.
3. Das Abendessen, bei dem ich doch tatsächlich neben diesem Arschloch sitzen musste.
4. Eine strippende Fledermaus in Minervas Büro, wobei ich nichts besseres zu tun gehabt hatte, als mir zu wünschen, seinen Schwanz zu sehen.
5. Ich hatte diesen Wichser ins Bett gebracht, war in seinem Schlafzimmer auf Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit gestoßen und hatte dann auch noch seine Hand gehalten und ihm ein Küsschen auf die Stirn gegeben.
Welcher Teufel hatte mich da nur geritten? Wieso hatte ich das getan? Gott, ich hatte ja gleich gewusst, dass ich das hinterher bereuen würde und jetzt hatte ich den Salat. Doch irgendwie schaltete sich mein Gehirn ab, wenn ich in der Nähe dieses Arschlochs war und meine Hormone übernahmen die Kontrolle über meinen Körper. Das durfte ich nicht mehr zulassen. Sonst bekomme ich noch irgendwann ein tierisches Problem.
Eine Zigarette reichte mir nicht, ich brauchte eine zweite. In meinem Inneren tobte so ein Gefühlssturm, dass ich ihn nicht mehr beruhigen konnte. Ich wusste selbst nicht mehr, was ich denken oder fühlen sollte.
„Mimi“, riss mich da auf einmal eine Stimme aus meinen Grübeleien.
Ich war gerade dabei gewesen, mir die neue Kippe anzuzünden und ließ vor Schreck das Feuerzeug fallen. Verdammter Mist aber auch! Wer stört mich denn jetzt schon wieder? Konnte man denn nicht einmal seine wohlverdiente Ruhe haben? Irgendwie war das in den letzten Monaten ständig so. Kaum hatte ich mal fünf Minuten Zeit für mich, da brannte es schon wieder irgendwo lichterloh und jemand schrie „Mimi“ oder „Marie“. Gab es denn nicht jemand anders, der mal helfen konnte?
Ich drehte mich in Richtung Kamin und sah Coles Kopf in den Flammen. Natürlich, wer denn auch sonst? Der Störenfried Nummer 1. Also versteht mich jetzt nicht falsch. Ich mochte Cole, gar keine Frage, aber trotzdem war er derjenige, der mir am wenigstens meine Ruhe ließ.
„Da bist Du ja endlich“, meinte er und schenkte mir eines seiner bezaubernden Lächeln, das mich jetzt aber irgendwie kalt ließ. „Ich habe mir schon Sorgen gemacht, weil ich nun schon ein paar Mal nachgeschaut habe, aber Du nie hier warst.“
„Entschuldige, Cole“, gab ich zurück und beugte mich nach vorne, um das Feuerzeug vom Boden auf zu heben. „Aber ich kann mich ja nicht ständig nur in einem Raum verschanzen.“
Ich wusste auch nicht, warum ich so pissig war, doch auf einmal war ich so genervt, dass ich am liebsten auf irgendetwas eingeschlagen hätte. Mir war schon klar, dass Cole keine Schuld an dieser ganzen Scheiße hatte, die heute auf mich eingeprasselt war, aber ich ließ einfach am Erstbesten meinen Frust raus. Und wenn er mich schon störte...
„Hey, was ist denn mit Dir los“, wollte er erstaunt wissen.
„Es ist nichts“, erwiderte ich und zündete mir endlich meine Kippe an. „Muss denn immer gleich was sein?“
„Du wirkst so gestresst und wütend.“
„Man kann schließlich nicht immer einen auf eitel Sonnenschein machen. Es gibt auch mal Tage, da ist sieben Tage Regenwetter und absolute Scheißlaune angesagt. Und so ein Tag ist bei mir eben heute.“
„Das merke ich. Was ist denn passiert? Heute Morgen war doch noch alles ganz normal.“
„Diese Schule ist passiert.“
„So schlimm?“
„Noch viel schlimmer!“
„Erzähl es mir.“
Gaaah, was sollte ich denn jetzt machen? Ich konnte Cole doch wohl schlecht sagen, das mir mein Exfreund hier über den Weg gelaufen war, weil er rein zufällig hier unterrichtete. Und auch, dass er mich undbedingt um den Finger wickeln wollte, musste ich verschweigen. Genauso, dass ich ihn ins Bett gebracht, seine Hand gehalten und ihm ein Küsschen auf die Stirn gegeben hatte. Oh Gott, Cole würde ausrasten. Er würde rasen vor Eifersucht. Wahrscheinlich würde er mit wehenden Fahnen hier her gestürmt kommen und Snape die Fresse polieren, dass ihm Hören und Sehen verging und ich glaubte, da hatte die Fledermaus eindeutig schlechte Karten. Immerhin war Cole ein ehemaliger Auror und ich glaube kaum, dass er sich einfach so besiegen lassen würde. Außerdem sollten die ja gar nicht streiten. Bei aller Liebe, Hass oder was weiß ich was. Ich wollte einfach nicht, dass die beiden sich an die Gurgel gingen und das nur meinetwegen. Wieder mal. Immerhin war ich heute schon Schuld daran gewesen, dass eine Diskussion zwischen Minerva und der Fledermaus entbrannt war. Noch eine konnte ich definitiv nicht gebrauchen. Dann würde ich ja noch irgendwann zum roten Tuch für Jedermann mutieren.
Deshalb beschloss ich, Snape einfach tot zu schweigen. Immerhin hatte ich ja für mich selbst beschlossen, dass er gar nicht existierte, also brauchte ich ihn Cole gegenüber auch gar nicht zu erwähnen. Was Cole nicht weiß, macht Cole nicht heiß und den Rest schaffte ich schon irgendwie. Wäre doch gelacht, wenn ich mit der Fledermaus nicht klar kommen würde.
„Es ist eigentlich nichts besonderes“, meinte ich deswegen und wagte es nicht, Cole direkt anzusehen. „Nur das Schloss an sich. Hier sind so viele Erinnerungen, an die ich eigentlich nie wieder hatte denken wollen. Das ist ziemlich schwer für mich.“
„Das kann ich mir durchaus vorstellen. Aber versuche doch einfach, Dir etwas schönes vorzustellen. Geh zum Beispiel an den Ort, wo wir uns kennen gelernt haben.“
„Was soll ich denn im Klassenzimmer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste?“
Ich verstand nur Bahnhof.
„Na ja, ich dachte, Du könntest dabei an mich denken...“
Oh nein, jetzt fing er auch noch mit dieser Liebesscheiße an. Warum kommen die denn alle auf einmal damit? Ich meine, in den letzten siebzehn Jahren hat sich auch kein Mann so sehr für mich interessiert oder eben anders herum und jetzt könnte ich gleich zwei haben, wenn ich wollen würde. Aber ich wollte ja gar nicht. Ich wollte einfach nur meinen Frieden haben und den heutigen Tag vergessen.
„Das nächste Mal dann, okay“, redete ich mich deshalb heraus.
Ich wollte Cole ja nicht verletzen, dafür war er mir zu wichtig, aber nur als Freund eben. So fühlte es sich zumindest im Moment an.
„Hast Du eigentlich schon“, begann er, doch er beendete den Satz nicht, da er selbst bemerkte, wie lächerlich das doch war. Immerhin war ich erst heute Morgen aus Frankreich abgereist.
Doch trotzdem antwortete ich.
„Nein, ich habe mir noch keine Gedanken über unsere Zukunft gemacht. Ich bin immerhin erst knappe 12 Stunden weg. Außerdem hattest Du mir doch versprochen, mich nicht zu drängen.“
„Ja, ich weiß, ich wollte nur sicher gehen, dass Du es nicht vergisst.“
„Für wie blöd hältst Du mich denn eigentlich?“
Das war genau das falsche, was er hatte sagen können. Ich und etwas vergessen? Hatte er, der liebe Mister Taylor, etwa VERGESSEN, wen er vor sich hatte? Ich war Marie Lucie Duchesse, wandelnder Terminkalender und Lexikon in einer Person. ICH vergesse NIE etwas. Nicht einmal die kleinste Kleinigkeit. Früher hatte ich so etwas vielleicht mal ab und zu fertig gebracht, aber was das anging, hatte ich mich extrem verändert. Das brachte der Beruf einfach so mit sich.
Deswegen war ich jetzt auch tierisch sauer auf Cole. Er hatte doch genau gemerkt, dass ich heute schlechte Laune hatte und jetzt beleidigte er mich auch noch. Wenn auch indirekt, aber trotzdem. So etwas ließ ich mir nicht gefallen, von einem Mann schon gleich dreimal nicht.
Doch anscheinend hatte er schon bemerkt, dass er etwas falsch gemacht hatte, denn er ruderte sofort zurück.
„Es tut mir leid, Mimi“, meinte er schnell. „So war das gar nicht gemeint.“
„Wie war es denn dann gemeint“, giftete ich zurück.
„Keine Ahnung. Ich... ich... Nicht so. Ich meinte doch nur, dass Du... Ich will einfach nur, dass Du mich nicht vergisst, während Du weg bist.“
„Da, Du tust es schon wieder. Ich vergesse meine Sachen nicht und Menschen erst recht nicht. Das wüsstest Du, wenn Du mich richtig kennen würdest, Cole!“
Ich war so sauer. Ich wusste nicht wirklich warum, aber es war ja auch egal. Cole hatte soeben Scheiße erzählt und dass musste er jetzt ausbaden. Und wie war ich, wenn ich beleidigt war? Ganz genau, richtig verletzend.
„Mimi, bitte ich...“, versuchte es Cole noch einmal, aber ich unterbrach ihn sofort.
„Ich will jetzt nicht mehr mit Dir sprechen, Cole. Das, was Du mir gerade an den Kopf geworfen hast, das war zu viel des Guten. Ich bin nicht blöd, hörst Du? Und jetzt brauche ich einfach meine Ruhe vor Dir, Du... Affenarsch!“
Und ohne eine Antwort abzuwarten, erhob ich mich vom Sofa und ging in das angrenzende Schlafzimmer.
„Mimi“, rief Cole hinterher, doch ich ignorierte ihn eiskalt.
Männer, also wirklich. Alles das gleiche elende Pack!
Im Bett schmiss ich mich von einer Seite auf die andere und fand einfach keinen Schlaf. Es lag nicht an der Matratze oder so, sondern meine Gedanken spielten wieder einmal verrückt. Sie waren nicht in Beauxbatons, wo sie vielleicht sein sollten, sondern sie waren in den Kerkern dieses Schlosses. Und dort gehörten sie eigentlich überhaupt nicht hin. Ich wollte nicht an Snape denken, aber trotzdem schienen alle Wege zu ihm zu führen.
Ich musste mich ständig fragen, warum er sich so gehen gelassen hatte. Machte er das ständig oder war das heute nur eine absolute Ausnahme gewesen, weil ich plötzlich aufgetaucht war? Und wenn er es öfter tat, wie tief reichte dann seine Sucht? Gab es etwas, was ich dagegen tun konnte oder sollte ich ihn einfach sich selbst überlassen? Konnte ich so kaltherzig sein?
Fragen über Fragen und ich wusste keine Antwort darauf. Ich machte mir irgendwie Vorwürfe, dass ich Schuld war an seinem Problem. Deswegen konnte ich auch lange nicht einschlafen, weil ich ständig daran denken musste.
Doch irgendwann musste ich es doch geschafft haben, denn plötzlich war alles um mich herum stockfinster. Aber das lag nur an der Augenbinde, die ich auf einmal auf hatte. Nanu, wo kam die denn her? Ich schlief doch sonst nie mit Maske, warum also heute?
Automatisch versuchte ich sie mir herunter zu ziehen, doch sofort wurde ich bei den Handgelenken gepackt und aufgehalten. Ich stieß einen kleinen, spitzen Schrei aus, da ich auf einmal Angst hatte, dass man mir etwas schreckliches antun wollte.
„Pscht, meine Kleine“, sagte da auf einmal eine tiefe männliche Stimme. „Ganz ruhig. Ich will Dir doch nur etwas gutes tun.“
Da spürte ich warme, weiche Lippen an meinem Hals, die meine empfindliche Haut liebkosten. Sofort stand mein Körper in Flammen. Das war genau die Stelle, die in direkter Verbindung mit meinem Unterleib stand, dort war ich einfach so empfindsam. Zwischen meinen Beinen fing es sofort an zu ziehen und ich spürte bereits, wie ich feucht wurde.
Ich stöhnte auf, als seine Lippen meinen Hals nach unten wanderten und nun mein Schlüsselbein küssten. Auch seine Hände gingen auf Wanderschaft. Er streichelte mich zuerst an weniger intimen Stellen, an den Wangen, am Bauch, an der Taille. Und alles über den Klamotten, aber trotzdem stellen sich mir am ganzen Körper die Härchen auf.
Ich streckte meine Hände nach ihm aus und bekam seine starken Schultern zu fassen. Ich krallte mich hinein, als seine Hand meine linke Brust streifte und keuchte erneut auf. Oh Gott, wie konnte sich etwas nur so gut anfühlen? Ich hatte ja gar nicht mehr gewusst, wie es sein konnte. Die pure Lust pumpte durch meine Adern und direkt nach unten in meine Vagina. Ich wollte mehr, auf der Stelle, jetzt, sofort, gleich.
Da waren die Schultern auf einmal verschwunden. Er hatte sich aufgesetzt und begann nun Knopf für Knopf meine Bluse zu öffnen. Er zog mich kurz in eine sitzenden Position, streifte mir mein Oberteil von den Schultern und zog mir dann gleich noch den BH aus.
So sanft wie es nur irgendwie ging, legte er mich zurück auf die weiche Matratze und folgte mir. Er legte sich auf mich und ich spürte seine nackte, heiße Haut an meiner. Es fühlte sich so unbeschreiblich gut an. Er küsste meine Lippen, wanderte dann ein Stück nach unten und begann, meine Brüste zu liebkosen. Er streichelte sie mit beiden Händen und begann, sie zärtlich zu massieren. Mit seiner Zunge umspielte er meine Brustwarzen, saugte und knabberte leicht daran. Ich schrie auf, so gut fühlte sich das an.
„Oh Gott“, stöhnte ich laut und krallte mich mit den Fingern in das Bettlaken. „Bitte!“
Ich war so heiß, dass ich glaubte zu explodieren. Ich wollte mehr, wollte gefickt werden und in einem gewaltigen Orgasmus zerbersten. Ich hatte gar nicht gewusst, wie sehr sich die Lust in mir angestaut hatte, in diesen verdammten 18 Jahren. Ich war so heiß, dass ich... es gar nicht beschreiben konnte. Ich hatte die Kontrolle über mich selbst und über meinen Körper verloren. Meine Muskeln spannten sich bereits in freudiger Erwartung zusammen und zuckten teilweise wie verrückt.
„Was möchtest Du, meine Schöne“, wollte er wissen und neckte mich weiterhin. „Sag es mir!“
„Dich, bitte“, rief ich laut und wusste gar nicht mehr, wo ich war.
„Das ist aber keine sehr klare Aussage.“
„Bitte, schlaf mit mir.“
„Hmm, das ließe sich vielleicht arrangieren.“
Und ehe ich es mich versah, öffnete er mir den Kopf meiner Hose und streifte mir diese von Beinen. Jetzt lag ich nur noch in einem Spitzentanga vor ihm. Er streichelte mir über den Bauch, über die Innenseiten meiner Oberschenkel und erreichte dann sein Ziel. Zärtlich strich er über den hauchdünnen Stoff des Strings. Ich stöhnte laut auf und krallte mich noch heftiger in die Laken.
„Du bist so wunderschön, Mimi“, flüsterte er und begann wieder, meinen ganzen Körper mit Küssen zu bedecken.
Ich verlor beinahe den Verstand. Ich war so heiß, dass ich das Gefühl hatte, jede Sekunde dahin schmelzen zu können. Ich stand in Flammen und nur er könnte sie löschen. Da schob er seine Finger unter den Bund meines Höschens und streifte auch das von mir. Jaaa, gleich würden wir es tun, da war ich mir sicher.
„Bist Du auch wirklich bereit für mich“, wollte er wissen.
Ja, Du blöder Hammel. Bereiter kann eine Frau wohl kaum sein. Ich war schon so feucht, dass ich meinte, dass mir mein eigener Saft gleich über die Schenkel laufen würde.
Da fühlte ich auf einmal seine Finger an meiner Möse. Er streichelte sanft darüber, fuhr über meinen Kitzler und durch meinen Spalt. Beinahe wäre ich gekommen und das nur durch diese flüchtige Berührung. Da ließ er auch schon ganz langsam zwei Finger in mich hinein gleiten und es fühlte sich so gut an, dass ich aufschrie und mich ihm meine Hüften entgegen streckte, um ihn noch tiefer in mir zu spüren. Er begann sich in mir zu bewegen und ich passte mich automatisch seinem Rhythmus an. Doch ich wollte mehr, wollte seinen Schwanz endlich in mir spüren. Das war es, was ich brauchte. Ich wollte, das er in mich stieß und mich dorthin brachte, wohin ich wollte: dem Höhepunkt entgegen.
„Oh bitte“, stöhnte ich auf, als ich es kaum mehr aushielt.
„Bitte was, Mimi?“
„Bitte, schlaf mit mir!“
„Du willst es also wirklich?“
„JAAA!“
So blöd konnte doch nur ein Mann fragen. Fick mich endlich, Du geiles Etwas, bevor ich noch verbrenne.
Und da war es endlich soweit. Er legte sich auf mich und ich spürte seine harte, große Erektion zwischen meinen Beinen. Er setzte seine Eichel an meinen Eingang und hielt dann noch einmal inne, um sich auch wirklich sicher zu gehen, dass ich es wollte. Doch bevor ich wieder zu schimpfen anfing, griff ich einfach nach unten und legte meine Hände auf seinen Hintern. Er fühlte sich fest, prall und durchtrainiert unter meinen Fingern an. Oh ja, genauso mochte ich es.
Ich drückte leicht dagegen und schon schob er sich die ersten Zentimeter in mich hinein. Oh ja, das fühlte sich unbeschreiblich gut an. Ich wollte mehr davon, jetzt.
Und da stieß er zu und berührte mit seinem mächtigen Penis sofort meinen G-Punkt. Auch wenn ich mich gewehrt hätte, ich hätte es nicht mehr aufhalten können. Ich explodierte in einem Wahnsinnsorgasmus, der mich die Welt um uns herum vergessen ließ. Wow, das war schnell gegangen.
Doch natürlich war mein Partner noch nicht befriedigt und ich auch nicht, um ehrlich zu sein. Er begann, schnell in mich hinein zu stoßen und es fühlte sich so an, als wären wir füreinander geschaffen. Wir passten einfach perfekt zueinander. Ich war der Topf und er mein Deckel.
Während er mich bis zur Besinnungslosigkeit vögelte, presste er seine Lippen auf meine und schmiegte seinen heißen Körper an mich. Wir waren eine Einheit, er und ich, ich und er. Ich wünschte mir, ich könnte die Zeit anhalten und für immer so weiter machen. Ich wollte ihn nie wieder los lassen und wollte für immer eins mit ihm sein. Er war mein Lebenselixier, dass mich wieder an die Liebe glauben ließ, die ich für so lange Zeit in mein Innerstes weg gesperrt hatte. Doch genau das – dieser leidenschaftliche Sex mit IHM – zeigte mir, dass es sich durchaus lohnte, sein Herz an einen Mann zu verschenken. Allein schon für dieses unbeschreibliche Gefühl, geliebt zu werden. Ich wollte es nicht mehr missen.
Da zogen sich die Muskeln in meinem Unterleib erneut zusammen und ich spürte, wie ich erneut kurz davor war, zu kommen. Ja, bitte, mach weiter, hör niemals damit auf.
„Komm für mich, Mimi“, hauchte er mir ins Ohr und ich ließ los.
Ich zersprang erneut in eine Millionen Stück und schrie meine Erregung laut heraus. Ich krallte meine Fingernägel in seinen Rücken. Ja, das war es, das pure Glück auf Erden, eins mit dem Mann zu sein, den man über alles liebt.
Nun war es auch für ihn Zeit, sich zu befriedigen. Er pumpte noch ein paar Mal in mich hinein und kam dann selbst mit einem fast animalischen Brüllen.
„Mimi“, schrie er laut und sackte auf mir zusammen.
Es dauerte ein paar Minuten, bis wir uns beide erholt hatten und wieder zu Atem gekommen waren. Er hatte seine Stirn an meine gelegt und ich spürte seinen Schweiß auf der Haut. Doch das störte mich nicht. Im Gegenteil. Ich wusste, dass er nur wegen MIR in diesem Zustand völliger Befriedigung und Erschöpfung war und das machte mich irgendwie glücklich.
„Ich liebe Dich“, sagte er und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen.
Ich wollte gerade sagen, dass ich ihn auch liebte, als er mir die Augenbinde herunter zog. Ich musste zuerst gegen das helle Licht anblinzeln, bevor ich überhaupt wahrnehmen konnte, wer mir da gerade so eine Lust bereitet hatte.
„Willkommen zurück in meiner Welt, meine Kleine“, sagte er und lächelte mich an.
Ich musste erst einmal tief Luft holen, denn ich war geschockt ohne Ende. Über mir war kein geringerer als Severus Snape, Fucking Bat höchstpersönlich und sein Schwanz, mit der er mich gerade so leidenschaftlich geliebt hatte ruhte noch immer in mir.
Mit einem lauten Schrei wachte ich auf. Mein ganzer Körper prickelte, meine Brustwarzen hatten sich aufgerichtet und zwischen den Beinen war ich feucht ohne Ende. Heilge Scheiße, was war das? Und warum war ich so erregt? Das durfte doch alles nicht wahr sein.
Ich durfte nicht mehr auf Snape stehen. Ich durfte mich nicht mehr von ihm angezogen fühlen. Er hatte mir so unendlich weh getan. Und doch lag ich hier in meinem Bett, mit den Gedanken bei ihm und geil ohne Ende. Scheiße, was sollte ich denn jetzt machen?
Ich fragte meine innere Stimme um Rat, doch auch sie wusste keinen. Das war ja wieder mal typisch, wenn man einmal ihre Hilfe brauchte, dann kam nicht mehr als ein „Schlafen“ dabei raus. So ein Mist aber auch.
Ich kuschelte mich wieder in die Kissen und versuchte, wieder ein zu schlafen, doch es wollte mir bis in die frühen Morgenstunden nicht gelingen.
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Ich träumte, ein Engel würde bei mir am Bett stehen. Er hielt meine Hand, gab mir Kraft und Stärke und als er mich schließlich meiner Liebe überließ, da hauchte er mir einen Kuss auf die Stirn. Dieser Engel hatte Mimis Gesicht und er roch auch genauso gut wie sie. Ich wollte sie niemals gehen lassen. Sie musste bei mir bleiben, für immer.
Und als ich da so lag und an meine große Liebe dachte, da wusste ich, dass ich sie mir zurück holen würde. Koste es, was es wolle.
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