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Fanfiction

Der Schattenpakt - Der Rabe

von Valkyr

« Der Schattenpakt »


2. Kapitel - Der Rabe


Schnurrend schlich der rötliche Kater Krummbein ihr um die Beine, während sie auf der Veranda stand, sich aufs Geländer stützte und nur wenig Notiz von dem Tier nahm, als sie den gepflegten Garten betrachtete. An der Hauswand entlang zog sich blühender Efeu, an welchem sich ebenso die Blätter von Rosen festhielten, um sprießend in die Höhe zu wachsen und ihre Schönheit vollends zu entfalten. Hermine schmunzelte. Ihre Mutter hatte schon immer einen grünen Daumen gehabt. Wenn es nach ihr ginge, würde sie ein Gewächshaus besitzen, um die Botanik weiter zu erforschen und ihrer Vorliebe für Pflanzen nachzugehen. In gewisser Weise war Hermine ganz froh, dass sie nicht so veranlagt war.


Blumen vertrockneten bei ihr nur elendig und seit sie von einer Alraune im Unterricht mit einer merkwürdigen Substanz bespuckt wurde, hielt sie sich von jeglichem Grünzeug fern, da es sie irgendwie anwiderte. Bloß in diesem Moment fand sie Gefallen an dem Anblick der bunten Blüten, die sich vom Wind sanft streicheln ließen und umher tanzten. Zeiten wie diese, in denen die Dunkelheit sich murrend anbahnte, verdienten es, dass man die kleinen Dinge schätzte, so wie die Schönheit, die in allem Inne wohnte.


Eine Brise streichelte über Hermines Wange und sie sah auf. Wieder fiel ihr der Rabe in den Blick, der sich nun auf dem Geländer nieder gelassen hatte und die junge Hexe aufmerksam musterte. Diese zog die Brauen zusammen und legte den Kopf leicht schräg. "Du schon wieder...", murmelte sie, strich ihm dennoch sanft übers Gefieder. "Weißt wohl auch nicht mehr, wohin mit dir, hm?" Das Tier ahmte nun Hermines Kopfbewegung nach, den Blick nahezu eindringlich auf die rehbraunen Augen gerichtet. "Eigentlich müsste dir die Situation gefallen... Raben sind doch meistens mehr auf die Dunkelheit bezogen. Oder bist du eine Ausnahme, mein Hübscher?", fuhr sie fort, ihn weiter streichelnd. Der Rabe krächzte, als wäre er belustigt.


Mittlerweile war es sicherlich acht Uhr morgens und die Gryffindor grübelte darüber nach, wie sie die Zeit am Besten totschlagen könnte. In die Stadt zu gehen wäre zu gefährlich, zumal bekannt war, dass sie und Harry Potter sich sehr nah standen. Ungern wollte sie das Risiko herausfordern und schlussendlich noch einem Todesser in die Arme laufen. Da ihre Eltern außer Haus waren, kam auch etwas Smalltalk nicht in Frage. Krummbein hatte sich mittlerweile beleidigt und wohl eifersüchtig auf den Raben verzogen, so bot sich nicht einmal die Möglichkeit, diesen ein wenig zu beschäftigen. Um ehrlich zu sein, war er ohnehin schon immer viel zu faul gewesen und sprang auf umher rollende Klingelbälle sowieso nicht an. Sie könnte ja ein Buch lesen.


Als sie genauer mit diesem Gedanken spielte, musste sie sich eingestehen, dass ihr auch danach nicht zumute war. Alles in Allem hatte sie so oder so nicht wirklich die Lust, um irgendetwas zu tun und so leistete sie dem Raben weiterhin Gesellschaft, streichelte seine tiefschwarzen Federn und klagte ihm einfach ihr Leid. So erzählte sie von dem Tod Dumbledores, von den Zuständen in Hogwarts und den Todessern. Auch vertraute sie ihm ihre Gefühle gegenüber Ronald Weasley an, dem besten Freund von Harry. Umso mehr sie erzählte, desto mehr hatte sie den Eindruck, als würde das Tier ihr aufmerksam und gebannt zuhören. Schlauer Vogel.


Ein wenig Zeit strich ins Land und als die Glocken der Kirche, welche sich bloß zwei Häuserblocks weiter befand, anfingen zu läuten, musste sie feststellen, dass es nun früh am Mittag war. Ihr war es längst nicht so lange vorgekommen, doch im Rückblick kam das hin. Viel hatte sie dem Federvieh erklärt, bis ins kleinste Detail. Manchmal waren sogar Tränen geflossen und sie hatte das Gesicht in den Händen vergraben, woraufhin er sie sanft in die Finger gezwickt und gekrächzt hatte. Diese Gestik brachte Hermine zum schmunzeln und sie belohnte ihn mit Rosinen, die sie zwischenzeitig aus der Küche geholt hatte, für seinen Trost.


"Warum muss es immer Krieg geben?", stellte sie verzweifelt ihre letzte an den Raben gerichtete Frage. Er wiegte den Kopf hin und her, ganz so, als wollte er ihr seine Ahnungslosigkeit verdeutlichen. Vorsichtig strich sie über sein glattes Köpfchen, dann ließ sie von ihm ab und ging ins Haus zurück, wobei die Tür weiterhin offen stand. Der Rabe nutzte die Gelegenheit und folgte ihr in einem gleitenden Flug, bis er nah genug an ihr dran war und sich auf ihrer linken Schulter nieder ließ.


Hermine verzog das Gesicht. Sie mochte Vögel eigentlich nicht besonders und schon gar nicht wollte sie einen auf sich sitzen haben. Aufgrund der Tatsache allerdings, dass er der einzige war, der so eben für sie da gewesen war, duldete sie es und schritt weiter mit dem Tier auf der Schulter durch das Haus.


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Zitat
Zwischen Harry, Ron und Hermine gibt es Unterschiede, zum Beispiel im Vokabular. Ron ist der britische "lad", etwas bildungsfern, wie wir hier sagen würden, jedenfalls der Welt der Theorie und Metaphysik nicht sonderlich zugetan. Sein Vokabular ist etwas gröber und eingeschränkter als das Hermines, die mehr die Intellektuelle ist und sehr elaboriert sprechen kann, jedenfalls wenn sie in Laune ist. Harry liegt dazwischen, mit Sympathien für Ron, wenn es darum geht, vermeintlich hochgestochenes Gerede zu verulken. Aber keiner spricht wirklich lax oder fehlerhaft.
Klaus Fritz