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Fanfiction

Der Schattenpakt - Crucio!

von Valkyr

« Der Schattenpakt »

4. Kapitel - Crucio!

Ron rieb sich den Hinterkopf. „Was ist passiert?“, fragte er nuschelnd und sah zu Harry auf, welcher neben ihm auf der Couch saß. „Du bist gestürzt und bewusstlos geworden.“ Der Rotschopf verzog das Gesicht. „Wieso bin ich gestürzt?“ Einen kurzen Moment lang herrschte Stille, in der Harry das Geschehen scheinbar Revue passieren ließ. „Ähm...“, grübelnd zog er die Brauen zusammen, „du wurdest von einer Sekunde auf die Nächste panisch, hast was von Hermine gesagt, dass sie in Gefahr wäre... Dann wolltest du nach unten rennen, bis gestolpert und die Treppe runter gefallen.“

Rons Gesichtsausdruck verriet deutlich, dass er diese Geschichte als lächerlich erachtete. „Wer zum Teufel ist denn bitte Hermine?!“ Als er diese Worte ausgesprochen hatte, machte sich ein ungutes Gefühl in Harry breit. „Das ist nicht dein Ernst oder?“, hakte er unsicher nach, in der Hoffnung, Ron würde bloß scherzen. Dieser aber schüttelte den Kopf. „Nein“, meinte er, „Ich weiß wirklich nicht, wen du meinst.“ Harry schloss kurzzeitig die Augen und atmete tief durch. Ihm war nicht danach zumute, Ron zu erklären, dass er gerade seine beste Freundin vergessen hatte, daher beließ er es dabei und tat es damit ab, dass es eine Kurzamnesie wäre und Ron sich schnell erinnern würde, obwohl es verwunderlich war, dass er Harry scheinbar erkannte.

„Schon gut... Ruh' dich aus, ich mach' dich wach, wenn das Abendbrot fertig ist.“ Dem stimmte Ron mit einem Nicken zu, dann ließ er sich in sein Kissen zurück fallen und begann kurz darauf auch schon leise zu schnarchen. Langsam erhob sich Harry und ging hinunter in die Küche, wo Molly und Arthur Weasley am Tisch saßen und sich unterhielten. Als Harry rein kam, sahen sie auf. „Und?“, ertönte Arthurs Stimme. Harry dachte kurz nach. Sollte er ihnen davon erzählen? Er wollte sie nicht beunruhigen und gab ein schlichtes: „Alles gut. Er schläft erstmal weiter.“ Molly nickte leicht, als Zeichen, dass sie wohl beruhigter war und schenkte ihm ein vages Lächeln.

~

Zur selben Zeit im Elternhaus von Hermine, stand diese noch immer gegenüber von der blutrünstigen Bellatrix, die ihren Zauberstab mittlerweile an den Hals der Gryffindor gelegt hatte. Schweigend sahen sie sich an - Hermine hasserfüllt, Bellatrix grinsend und voller Genugtuung. Tief atmete die Jüngere durch. „Was wollen Sie von mir?“, stellte sie ein weiteres Mal die Frage, diesmal aber ruhiger. Die Todesserin schürzte die Lippen und ihr Blick schweifte ab, so als würde sie nachdenken. Dann zuckte sie mit den Schultern. „Spielen.“

Diese Antwort kam so unpassend, dass Hermine aufgelacht hätte, wäre die Situation eine andere gewesen. „Spielen?“, wiederholte sie etwas atemlos. Die schwarzen Augen von Bellatrix blitzten auf und sie ging auf Abstand, um dann in einer fließenden Handbewegung ihren Zauberstab auf Hermine zu richten und den Cruciatusfluch auf sie abfeuerte. Sie brach zusammen, während ein schmerzerfülltes Schreien über ihre Lippen kam. Ihr ganzer Körper schien zusammengepresst zu werden, wie eine leere Blechdose. Die Sehnen überdehnten sich, die Muskelfasern schienen zu reißen und jedes Organ stand unter einer Geschosssalve. So schnell der Fluch sie getroffen hatte, endete er auch schon wieder, doch blieb der Schmerz, der sie erzittern ließ.

Bellatrix lachte auf, als sie sah, wie Tränen, die durch den leichten Lichteinfall der Sonne zu glitzern begannen, an Hermines Wange entlang rannen und sie schluchzte. „Was hast du erwartet? Dass ich mit Engelszungen auf dich einrede und wir uns gegenseitig Freundschaftsbändchen basteln, oder was?“ Der Sarkasmus in diesen Worten war genauso deutlich zu spüren, wie die Schmerzen, die Hermine nicht aufstehen lassen wollten. „Ich hatte erwartet...“, begann Hermine mit zusammen gepressten Zähnen und sah hasserfüllt zu Bellatrix auf, „ ... dass es einen Grund... für all das gibt. Ich hatte...“, sie keuchte auf, „... ich hatte erwartet, ruhige Ferien zu verbringen... und erwartet zu wissen, was wirklich mit meinen Eltern geschehen ist. Sie können nicht tot sein!“

Die Todesserin wiegte ihren Kopf zur Seite und ein hämisches Grinsen zierte ihre Lippen. „Dramatischer ging's jetzt nicht, oder?“ Langsam sammelten sich die letzten Ressourcen Kraft in Hermine und es gelang ihr, wenn auch langsam, wieder aufzustehen. „Das müssen SIE gerade sagen“, giftete sie zurück. „Also... was verdammt nochmal wollen Sie von mir, damit ich meine Eltern wiedersehen kann?“ Irgendetwas veränderte sich in Bellatrix Gesichtsausdruck, man konnte keine bestimmten Emotionen heraus lesen, doch schien sie angespannter, als vorher zu sein. „Setz' dein Hirn ein, Mädchen. Glaubst du wirklich, ich würde Abschaum wie deine Eltern am Leben lassen?“

„Was würden sie denn bringen, wenn sie tot wären?“, Hermine schnaubte kurz auf. „Aber vielleicht sollte ich aufhören, bei Leuten wie Ihnen einen Sinn zu sehen.“ Ihr war bewusst, dass solche Worte nicht ungestraft bleiben würden, vor allem bei Bellatrix nicht. So kam der Gedanke an ihren Zauberstab, der in der Innentasche ihres Mantels verborgen war. Bevor sie ihn zücken könnte, hätte die Andere sie doch schon entwaffnet, so wartete sie vorerst ab. Zu ihrer Verwunderung geschah eine kurze Zeit lang gar nichts. Dann stützte sich Bellatrix mit einer Hand auf dem Tisch ab, die andere stemmte sie in die Hüfte. „Das Leben deiner Eltern war noch viel sinnloser, als meins. Sie waren Muggel... Abschaum und eine Schande für die Menschheit. Dreck wie sie gehört beseitigt. Also kannst du dir sicher sein, dass sie tot sind, Schätzchen.“ Noch während sie sprach, neigte sie ihren Kopf leicht in den Nacken und sah nun aus halb geöffneten Augen auf Hermine herab.

Diese ließ den Schmerz zu, der sie mit einem Male überkam. Den Hass, der sich in ihr aufstaute, wollte sie gezielt entladen. Sie konnte ihn nicht bändigen und plötzlich griff sie in die Tasche ihres Mantels. „Stupor!“, schrie sie, den Zauberstab gezogen. Bellatrix wich dem Zauber aus, der daraufhin sein Ziel in der Küchenzeile fand und Teile davon durch die Luft schossen. Leicht grinste Bellatrix und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Na los... Mach's nochmal“, hauchte sie provokant. Hermines Zauberstab zitterte - oder vielmehr ihre Hand tat es.

Sie hätte es besser wissen sollen. Bellatrix hatte natürlich damit gerechnet, schließlich duellierte sie schon einige Zeit länger, als sie. „Dann bleiben Sie stehen, damit ich besser zielen kann“, fauchte Hermine zurück. Das irre Lachen der Todesserin ertönte, wobei ihre Zähne mehrmals aufblitzten. Mit einem amüsierten Grinsen blickte sie dann zu Hermine. „Wirklich entzückend. Also los. Zeig, was du drauf hast.“ So steckte sie ihren Zauberstab weg und verschränkte die Arme vor der Brust. Aus weiterhin halb geöffneten Augen heraus, sah sie Hermine an.

Das hatte sie nun wirklich nicht erwartet - und sie hatte bei der anderen Hexe mit einigem gerechnet. Sie durchsuchte ihr Gehirn. Was würde sie tun? Was tat man mit einer Hexe, die einem gerade voller Stolz ins Gesicht gesagt hatte, dass sie ihre Eltern umgebracht hatte? Im Grunde gab es doch nur eins: Rache. Aber Hermine zauderte. War sie nicht ihr Leben lang dafür gewesen, auf Rache zu verzichten? Dass es einen friedlichen Weg geben musste? „Nein. Ich werde nicht so werden, wie Sie. Ich werde Sie nicht foltern. Gehen Sie einfach. Verschwinden Sie von hier! WEG!“, schrie sie plötzlich. Bellatrix' linkes Augenlid schien kurzzeitig ein bisschen zu zucken, als sie Hermines Worte vernommen hatte.

Sie wiegte den Kopf von einer Seite auf die andere. „Ernsthaft? Das ist alles?“ Wieder grinste sie und kam Hermine nun sehr nah. „Wie schwach du doch bist... Kannst nicht einmal der Mörderin deiner Eltern etwas zuleide tun...“ Sachte strich sie mit dem langen Nagel ihres Zeigefingers an Hermines Brustkorb entlang, beugte sich vor und flüsterte ihr direkt ins Ohr: „Willst du mich nicht so schreien hören, wie es deine Eltern zuvor taten? Winselnd, wimmernd... bettelnd um ihr Leben... Wünscht du dir nicht das selbe Schicksal für mich?“ In ihrer Stimme barg sich etwas Dreckiges, etwas Verruchtes, nahezu, als würde der bloße Gedanke daran, selbst Schmerzen zu erleiden, sie genauso erregen, wie anderen Qualen zuzufügen. Hermine musste sich wirklich mühsam beherrschen nicht zurück zu weichen oder doch noch unabsichtlich einen Fluch auf die dunkelhaarige Hexe abzufeuern.

Vor allem die Nähe zu der anderen konnte sie kaum ertragen. Dieses Rohe, Erregte, Gewaltvolle - das wofür die Figur Bellatrix Lestrange stand - ekelte sie einfach nur an. Standhaft sah sie der anderen Hexe in die Augen und versuchte das bisschen Mageninhalt, das sie zurzeit intus hatte, in sich zu behalten. Das fiel ihr immer schwerer, je mehr Bellatrix sprach. Hermine spürte, wie sie begann, rot zu sehen. Gewalt war keine Lösung ja... aber ein vorübergehend gutes Mittel. Sie wollte doch nur, dass die andere aufhörte zu reden, dass sie aufhörte sie zu berühren. „Crucio“, flüsterte die Gryffindor, so schwer ihr auch die Worte über die Lippen kamen.

Der Blick von Bellatrix erstarrte und das Grinsen verschwand augenblicklich. Erstickte Laute kamen über ihre Lippen, unklar jedoch, ob es Worte waren. Schließlich begann sie zu zittern, was immer mehr zunahm, bis sie zusammen sackte und sich noch gerade so mit den Händen abstützen konnte. Ihre langen Fingernägel kratzten über den Boden und hinterließen flüchtige Spuren. Hermine merkte sofort, dass die Todesserin sich zurück hielt und sich anstrengte, keine Schwäche zu zeigen.

Mit ungläubigen Blick wurde die Frau am Boden, die sich unter stummen Qualen hin und her wandte, angesehen, ehe Hermine auf ihren Zauberstab schaute. Niemals hätte sie gedacht, dass sie dazu in der Lage war. Sie selbst wusste, welche Schmerzen dieser Fluch brachte, wie er einem das Herz in der Brust zerriss und einen mit weiteren Krämpfen bloß verspottete. Augenblicklich löste sie den Zauber. „Verschwinden Sie von hier!“, wiederholte sie und versuchte ihrer Stimme so viel Autorität wie möglich zu verleihen, als sie zeitgleich auf die Hexe hinunter blickte. Sie war auch nur ein Mensch, das erkannte Hermine mit einem Mal. Ein durch und durch böser - ja, aber immer noch auch nur ein Mensch.

Bellatrix keuchte auf, als der Fluch sich von ihr gelöst hatte. Alles, aber damit hatte sie nicht gerechnet, es nicht für möglich gehalten. Einige Strähnen hingen ihr wirr ins Gesicht und fielen schließlich zur Seite, als sie ihr Haupt anhob und Hermine mit einem fast schon stolzen Ausdruck ansah. „Sieh mal einer an... “Zittrig stand sie auf, wobei sie sich jedoch an der Tischkante hochziehen musste. „...Wer hätte gedacht, dass eine so zarte Rose doch so spitze Dornen haben kann?“ Die Worte wurden widerlich betont, so dass Hermine erneut ihr Gesicht verzog. „Poesie steht Ihnen nicht. Und jetzt gehen Sie endlich!“

Allmählich verzweifelte Hermine. Sie wollte doch nur in Ruhe gelassen werden, doch das war ganz und gar nicht im Sinne der Todesserin. „Da muss ich dich enttäuschen, Liebchen. So einfach wirst du mich nicht los.“ Die letzten Worte hatte sie belustigt geflüstert und sie sah ihrer Stimmlage angepasst drein. So schnell wie Hermines Mitleid gekommen war, so war es auch wieder vorbei. Man musste dieser Frau nur ins Gesicht sehen, um zu wissen, warum niemand sie ausstehen konnte. Alleine die Arroganz, welche die Hexe ausstrahlte. Trotz dessen, dass ihre Schönheit langsam verblühte, dass ihr Verstand zerfressen von einer Ideologie war und ihr Leben durch Askaban vernichtet, trug sie einen Stolz mit sich, als wären die letzten Jahre nie passiert.

„Dann werde ich zusehen, dass ich eben hier wegkomme.“ Bellatrix lachte höhnisch auf. „Und wo willst du kleines, naives Schlammblut bitte hin? Denk daran... Jetzt, wo du den Cruciatus angewandt hast, stehst du längst schon im Register. Das bisschen, was von den ach so kompetenten Auroren noch übrig ist, wird jeden jagen, der die drei Unverzeihlichen ausspricht. Und somit auch dich... Du tätest gut daran, dich nirgendwo blicken zu lassen.“ Hermines Augen weiteten sich mit jedem Wort mehr und mehr.

Tatsächlich hatte sie das völlig vergessen... Die Vorsichtsmaßnahmen und Kontrollen des Ministeriums waren strenger, als je zuvor und sie musste der Todesserin wohl oder übel Glauben schenken. „Und was soll ich Ihrer Meinung nach tun? Was soll das ganze Theater hier überhaupt?!“ Die Augen von Bellatrix erhielten einen bedrohlichen Schimmer, gleich eines Blitzes, dessen Donnergrollen auf sich warten ließ. „Willst du das wirklich wissen?“ Noch immer war Hermine der endgültigen Verzweiflung nah, doch hatte sie keine Geduld mehr, um sich weiterhin gegen Bellatrix zu wehren. So gab sie dem nach... „Ja... das würde ich gerne.“

Bellatrix hob eine Braue und wieder umspielte ein fieses Lächeln ihre Lippen. Mit eleganten, langsamen Schritten näherte sie sich der Schülerin und sah ihr so tief in die Augen, dass sie wohl jeden Gedanken von ihr hätte lesen können, wenn diese es zuließ. Bellatrix neigte den Kopf leicht nach hinten. Ihre Gesichtszüge waren hart und arrogant, selbstgefällig und unnachgiebig. Nicht einmal ein zaghaftes Lächeln könnte dieser Mimik eine anziehende Schönheit verleihen, so dachte Hermine zumindest. Wieder beugte Bellatrix sich vor. „Ich will dir zeigen, was das Ganze hier soll...“ Sie ergriff die Hand der Jüngeren und noch bevor diese sich hätte wehren können, waren sie disappariert.


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Die Entschlüsselung der Namen ist gut und schön, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass dem zuviel Bedeutung beigemessen wird. Überspitzt gesagt, könnte Malfoy auch Müller-Lüdenscheid heißen, er würde aber dieselbe finstere Figur bleiben.
Klaus Fritz