Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Der Schattenpakt - Bellatrix' Residenz

von Valkyr

« Der Schattenpakt »

6. Kapitel - Bellatrix' Residenz

Die ganze Nacht hatte sie keinen Schlaf gefunden. Zu viele Gedanken spukten in ihrem Kopf herum und eine enorme Erschöpfung wuchs von Minute zu Minute in ihr. Es war so viel geschehen, was stark an ihren Nerven zerrte... Erst der Tod ihrer Eltern, dann die Tatsache, dass sie eine Gesetzlose war und nun den Todessern angehörte. In ihren kühnsten Träumen hätte sie sich so etwas nicht ausmalen können. Das alles war doch ein schlechter Scherz!

Viele Tränen hatte sie vergossen, hatte auf die Wände eingeschlagen, geschrien, war zusammengebrochen und kratzte sich mehrmals über das Dunkle Mal. Hin und wieder waren vereinzelte Bluttropfen hervor gequollen, dann waren die Wunden einfach verschwunden. Die Enttäuschung darüber, dass es immer wieder verheilte, ließ sie den Vorgang ständig wiederholen. Es sollte verschwinden, es sollte ihren Arm nicht verunstalten, doch half weder ein Zauber noch das Kratzen. Ihre Haut regenerierte sich sofort wieder und allmählich begann sie zu verzweifeln.

Was konnte sie nur tun, um sich davon zu befreien?

Dunkle Ränder umrahmten ihre Augen, welche bereits blutunterlaufen und leicht geschwollen waren. Obwohl sie müde war, fand sie keine Ruhe. In ihrem Kopf manifestierten sich tausende Fragen, von denen eine ganz besonders ihren Verstand zerbrach: Warum hatte sie den Raben ins Haus gelassen?

Tief in Gedanken versunken saß sie da, nahm ihre Umwelt für einen Moment lang nicht mehr wahr und sie schien wie in Trance zu sein. Auch dann, als die Gittertür aufschwang, zeigte sie keine Reaktion. Bellatrix hob eine Braue. „Sonst geht's dir gut oder?“ Das war eine rhetorische Frage gewesen, doch ob rhetorisch oder nicht, Hermine gab keine Antwort von sich. Gedehnt seufzte Bellatrix und verdrehte die Augen, ehe sie an die junge Hexe heran trat, vor ihr in die Hocke ging und ihr rechts und links eine Ohrfeige verpasste. Hermine fuhr zusammen und sah nun aufgeweckt zu der Todesserin auf.

„Was willst du?“, kam es im gereizten Ton zwischen ihren trockenen und aufgerissenen Lippen hervor, was die Todesserin zu nerven schien. „Sitz' hier nicht so blöd rum. Steh' auf und komm' mit“, forderte sie sie auf, doch das war wohl nicht ganz in Hermines Interesse. „Warum sollte ich? Hier habe ich wenigstens meine Ruhe.“

„Jetzt hör auf zu spinnen und beweg' deinen Arsch, bevor ich dich an den Haaren hier raus schleifen muss!“ Brummend suchte Hermine nach einer Fuge im Gemäuer und zog sich daran hoch. Zwar verdrehte die eingefleischte Todesserin wieder die Augen, bot sich jedoch als Hilfe an und stützte sie, in dem sie einen Arm um sie legte. Hermine wehrte sich nicht, dafür hatte sie keine Kraft mehr. So ging sie neben Bellatrix her und aus dem recht großen Grabgewölbe hinaus. Die Augen der ehemaligen Gryffindor hatten sich an das dumpfe Flammenlicht gewöhnt und so hielt sie sich hastig eine Hand vors Gesicht, als das Tageslicht sie blendete. Die frische Luft ließ ihre Lungen im ersten Moment fast kollabieren und sie hustete, bis sie sich fast übergeben musste.

Erst nachdem Bellatrix ihr einen kräftigen Schlag auf den Rücken verpasst hatte, konnte sie durchatmen. Tief sog sie die Luft ein, die nach frischem Sommerregen duftete. Ihr Brustkorb schwoll stark an, bis sie wieder ausatmete. „Jetzt mach's nicht wieder dramatisch“, murmelte Bellatrix, ergriff Hermines Hand und zog sie ruckartig hinter sich her. Sie hatte Mühe mit der düsteren Hexe mitzuhalten, denn wurden ihre Beine durch die wachsende Erschöpfung immer schwerer und sie knickte mehrmals ein. Würde Bellatrix nicht ihre Hand halten, läge sie längst am Boden. Da noch immer dichter Nebel die Umgebung einhüllte, konnte sie nicht erkennen, wohin sie liefen oder wo sie sein könnten. Letztendlich war sie jedoch auch viel zu müde, um sich ihrem Aufenthaltsort zu widmen und so ging oder eher stolperte sie stumm weiter.

Nur wenige Minuten später kamen sie an einem Haus an, das von außen einer Ruine glich. Im Gemäuer waren Löcher, das Dach war zerfallen und es wirkte ganz so, als wäre es einem Brand ausgesetzt gewesen. Als Bellatrix mit ihr jedoch durch die ebenso dürftig aussehende Tür ging, befand sie sich auf einmal in einem edlen und nahezu monströsen Anwesen. Die Zimmerdecke des Salons war zur Mitte hin gewölbt und mit aufwendigen Zeichnungen verziert, die alle hin zum Kronleuchter verliefen, der allein vom Umfang zirka drei Meter maß. Schwarze Kerzen, die niemals abbrannten, waren in die einzelnen Halterungen gesteckt und erleuchteten mit dumpfem Schein das Empfangszimmer.

Etwa zehn Meter gegenüber von der Haustür entfernt, war ein ebenso teurer Kamin, bestückt mit Verzierungen feinster Handwerkskunst. Hermine war plötzlich hellwach. Sie war erstaunt darüber, wo sie sich gerade befand und zudem verwundert, dass Bellatrix ihr die Zeit gab, das alles einen Moment sacken zu lassen. Dann allerdings zog sie sie weiter in den Flur, der durch eine zweiteilige Holztür mit ausdrucksstarken Schnitzereien vom Salon getrennt wurde. Sie gingen rechts um die Ecke und stiegen eine Treppe hinauf, die in den Westflügel des Anwesens führte. „Wem gehört das hier?“, fragte Hermine neugierig und wünschte sich mindestens zwei Augenpaare mehr, so viel, wie es hier zu sehen gab. Die edle Aufmachung, die Verzierungen, die Portraits...

Es glich einem Gebäude aus der Renaissance oder dem Ende der Barockzeit. „Mir“, war die knappe Antwort von Bellatrix. Der Korridor kam Hermine kilometerweit vor, bis sie wieder rechts und in den Nordflügel abbogen, in dessen Mitte sich abermals eine zweiteilige Tür befand. Bellatrix blieb vor dieser stehen und kramte einen Schlüssel aus ihrem Dekolleté hervor. In dem Moment stellte Hermine sich die Frage, was sie da denn noch alles drin verstauen würde, und ob dies ein eher verzaubertes Inventar war, sonst würde man doch wohl was davon sehen! Bellatrix schloss die Tür auf.

„Komm“, meinte sie und ging hinein, gefolgt von Hermine. Dieser Raum übertraf alle Vorstellungen: Er war sechseckig geschnitten und an den schrägen Wänden befanden sich große Fenster, deren innere Banken sogar eine gemütliche Sitzmöglichkeit boten. Schwarze Samtvorhänge verbargen diese allerdings, wenn auch nur spärlich. Gegenüber der Zimmertür und damit an der mitunter längsten Wand, stand ein Himmelbett aus Mahagoni. In die Eckbalken, welche den Überwurf festhielten, waren ebenso Verzierungen hinein geschnitzt worden. Auch der nahezu königliche Schlafplatz wurde von Vorhängen aus schwarzem Samt umhüllt. Nur der Überwurf spiegelte einen Sternenhimmel wieder und verlieh dem ganzen eine beruhigende Atmosphäre. Sofort fiel Hermine auf, dass alles symmetrisch angeordnet war:

Die Kerzenhalter an der Wand hatten die gleichen Abstände, dieselben Schränke standen an den sich gegenüber liegenden Wänden. Der einzige Unterschied war, dass links der Tür eine große Ledercouch stand und rechts ein Tisch mit einem silberumrahmten Spiegel. „Was ist das hier?“, hakte Hermine erneut nach. „Mein Schlafzimmer. Wenn irgendwas ist, kannst du dich vor die Tür legen und warten, bis ich rauskomme.“ Hermine hörte zwar keinen Sarkasmus raus, wusste aber nicht so recht, ob das nicht eher scherzhaft gemeint war. „Und wo schlafe ich?“ Die Todesserin sah sie an und hob eine Braue. „Ist dir die Gruft nicht schäbig genug oder was?“

Da war er! Der typische Sarkasmus von Bellatrix Lestrange. Leicht musste Hermine schmunzeln, da packte Bellatrix sie unsanft am Handgelenk und ging mit ihr aus dem Raum, schloss ihn ab und verstaute den Schlüssel da, wo er zuvor schon versteckt gewesen war. In Hermines Gedanken festigte sich ein Bild, was wohl alles Mögliche zu Boden krachen würde, wenn Bellatrix sich umzog. Ein Lachen verkniff sie sich aber und viel zu neugierig folgte sie der Hexe weiter durch den Flügel. „Wo hast du eigentlich gelernt, dich in einen Raben zu verwandeln?“, brach sie die Stille, die sonst nur von den schnellen Schritten erfüllt wurde. „Erstens: Für dich immer noch Sie. Und zweitens: Bei 'nem Lehrer für Animagi.“ Hermine ging auf die unfreundliche Bemerkung nicht weiter ein und stellte eine Frage nach der Nächsten.

„Und warum ein Rabe?“ Bellatrix verdrehte ungesehen die Augen. „Weil 'n Rabe fliegen kann.“

Diese Aussage weckte Hermines Wissensdurst nur noch mehr. „Und wozu müssen Sie fliegen?“ Nun folgte ein genervtes Seufzen. „Darum.“ Wieder siegte das Schweigen und so gingen sie stumm nebeneinander her, bis sie erneut abbogen und in den Ostflügel gelangten. Insgesamt hatte Hermine schon über dreißig Türen gezählt. Ob sie irgendwann erfahren würde, was sich in den ganzen Räumen befand? Die Fantasien, die sie sich diesbezüglich ausmalte, wurden unterbrochen, als sie erneut durch eine Tür traten. Ein einfaches Zimmer, nur spärlich eingeräumt: Ein Kleiderschrank, ein Doppelbett und ein Tisch.

„Das sollte ja reichen. Ein kleines Badezimmer ist am Ende des Ganges. Wenn du anspruchsvoller bist, kannst du meinetwegen das im Nordflügel benutzen, so lange du mich nicht störst, wenn ich drin bin.“ Hermine nickte. „In Ordnung. Und...“ - sie kam gar nicht dazu, ihre Frage zu stellen, da beantwortete Bellatrix diese schon: „Du kannst dich frei im Anwesen bewegen. In jedem Flügel ist ein Badezimmer. Du bist ja schlau genug, dass ich denke, dass dir die vielen Zimmer aufgefallen sind. Abgeschlossene Türen brauchst du gar nicht erst versuchen zu öffnen, alle anderen Räume kannst du meinetwegen betreten. Unten sind die Küche und der Festsaal, aber der ist so oder so langweilig, wenn man alleine ist.“ Kurz hielt sie Inne und vergewisserte sich, dass Hermine alles bisher verstanden hatte, dann fuhr sie fort: „Wohnzimmer und eine Bibliothek findest du mittig dieser Etage vor. Wo du dich letztendlich aufhältst, ist mir ziemlich egal. Ach ja, eines wäre da noch...“

Hermine sah aufmerksam auf. „Es gibt noch ein weiteres Stockwerk, den Turm. Die Treppe wirst du nicht finden, und wenn, dann erinnere dich immer an das zurück, was ich dir jetzt sage...“ Sollte sie neugierig oder eher ängstlich sein? Es war wohl eine Mischung aus beidem. „Gehst du jemals in den Turm, dann erlebst du Höllenqualen, bei denen du dir wünschen würdest, tot zu sein! Verstanden?“ Eifrig nickte sie, wenn sie auch überlegte, was da wohl sein könnte. Vielleicht der Privatbesitz von Bellatrix? Reichtümer? Geheimnisse? Pläne?

„Alles ist hier übrigens vollkommen sicher, so dass keiner hier hinein kommt. Sollte es doch einer schaffen, ist es bloß die grottige Ruine, wie sie es von außen auch ist. Und du kannst dir gut denken... wenn hier keiner rein kommt, dann kommt man auch nicht raus. Nur, wenn ich das genehmige. Also spar die die Zeit und die Energie und mach irgendetwas anderes, als dich mit Fluchtplänen zu befassen.“ Wieder nickte sie, auch wenn es diesmal langsamer war. Schließlich wandte Bellatrix sich von ihr ab und verschwand wieder im Nordflügel. Das Anwesen war so riesig, genauso wie die Neugier, dass Hermine gar nicht wusste, wo sie zuerst hingehen sollte.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Weil ich ein riesiger Fan von Gary Oldman bin, war ich bei unserem ersten Treffen völlig eingeschüchtert. Dabei ist er echt ein cooler Typ und ich habe mich in seiner Gegenwart sofort sehr wohl gefühlt.
Daniel Radcliffe