
von Nerventod
Hi ihr lieben…
Es tut mir wahnsinnig leid, dass ihr so lange warten musstet, aber ich hatte letzte woche gar keine zeit (nicht mal zum lesen *seufz*) aber ich habe mich angestrengt und auch mein betali Snapes_Wife hat das gemacht und schon habt ihr ein neues chap…
Ich danke euch allen für die tollen kommis, aber da ich jetzt ins bett muss, weil ich sonst morgen früh nicht rauskomme, höre ich jetzt auf zu labern…
Ich drück euch mal alle ganz dolle…
knuddels
nerventod
Als Harry zur Heulenden Hütte zurückkam, wartete Snape bereits auf ihn. Der Tränkemeister war sein Rückhalt gewesen, falls Dumbledore irgendeinen krummen Zug gemacht hätte, aber es war alles in allem so gelaufen, wie Harry es sich gedacht hatte. Es war auf eine seltsame Weise beruhigend, dass er gerade in dem Büro des Direktors die Situation so hatte kontrollieren können, doch gleichzeitig versetzte es ihm einen Stich. Sein Leben war einfach so zerstört worden, nur… Nein, daran wollte er im Moment nicht denken.
„Ist alles nach Plan gelaufen?“, fragte Snape ruhig, als Harry aus dem Geheimgang kroch.
„Ja, es lief alles so, wie wir es erwartet hatten“, antwortete Harry. „Aber wir müssen trotzdem sehr vorsichtig sein. Wir wissen nicht, wie genau Dumbledore nun wirklich auf das Ganze reagieren wird.“
Snape nickte stumm. „Wir sollten gehen“, sagte er dann.
„Nein, ich kann noch nicht zurückgehen. Ich kann Remus jetzt nicht gegenübertreten. Das alles hat die ganze Situation noch schwieriger gemacht“, entgegnete Harry leise. „Ich fühle mich furchtbar. Warum hat er das gemacht? Ich meine, er war einer der besten Freunde meines Vaters und… Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll.“ Resigniert ließ Harry seinen Kopf sinken. „Für Sie muss die ganze Sache noch schwerer sein.“
Snapes Gesichtszüge verhärteten sich. „Machen Sie sich keine Sorgen, Potter. Ich komme damit klar“, sagte er knapp.
„Sind Sie sicher?“, fragte Harry noch einmal nach. Snape nickte erneut. „Ich weiß nicht, wer von uns beiden mehr verletzt sein sollte und ich weiß, dass grundsätzlich Sie es sein sollten, aber nachdem, was er vorhin erzählt hat, fühle ich mich so, als hätte man mit eine Keule über den Schädel geschlagen. Ich vertraue nur noch so wenigen Menschen und von den ganzen Menschen aus meiner Vergangenheit, war er derjenige, dem ich vertrauen wollte. Was machen wir jetzt mit ihm. Ich gebe zu, dass wir ihn gebrauchen könnten, aber ich weiß nicht, ob wir ihm vertrauen können.“
Snape sagte nichts dazu und schwieg. Harry konnte es ihm nicht verĂĽbeln. Mit flauem GefĂĽhl im Magen dachte er daran, was er vor nur wenigen Stunden erfahren hatte.
Flashback
Harry sah Remus, der nervös vor ihm und Snape auf- und ablief, fragend an. Vor etwa zehn Minuten hatte der Werwolf sie beide darum gebeten, mit ihnen reden zu dürfen. Harry hatte am Gesichtsausdruck des Mannes erkannt, dass es ihm sehr wichtig zu sein schien und so hatte er zugestimmt und seinen täglichen Spaziergang auf später verschoben. Remus hatte sie daraufhin in die Bibliothek geführt und schien nun schon seit ein paar Minuten nach den richtigen Worten zu suchen.
Langsam machte Harry sich Sorgen, was seinen ehemaligen Lehrer so zu schaffen machte und allmählich begann er daran zu zweifeln, hören zu wollen, was der Mann zu sagen hatte. Snape war im Gegensatz zu ihm nicht so geduldig. „Vielleicht solltest du uns erzählen, weshalb du mit uns reden wolltest“, schlug er mit hochgezogener Augenbraue vor.
Remus blieb stehen und wandte sich ihnen zu, dann atmete er zweimal tief durch. „Was ich euch zu erzählen habe, ist nicht einfach und deshalb möchte ich euch bitten, mir zuzuhören und es mich erklären zu lassen“, sagte er dann. Harry war verwirrt. Die Worte des Werwolfes machten ihn noch nervöser und er bekam das Gefühl, dass er ganz sicher nicht mögen würde, was immer der Mann auch zu sagen hatte. Trotzdem nickte er unsicher und er konnte aus den Augenwinkeln sehen, dass Snape dasselbe tat.
Remus atmete ein weiteres Mal tief durch. „Dumbledore hat dir von der Prophezeiung erzählt, nicht wahr?“, fragte er Harry, der daraufhin nickte. „Wie viel von ihr kennst du?“, fragte er weiter.
„Ich kenne die ganze Prophezeiung. Dumbledore hat mir nach der Sache im Ministerium davon erzählt, nachdem… Sirius...“ Harry konnte nicht weiterreden, zu sehr schmerzte ihn noch immer der Tod seines Paten. Kurz sammelte er sich, ehe er mit fester Stimme weitersprach. „Der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, naht heran ... jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt ... und der Dunkle Lord wird ihn als sich Ebenbürtigen kennzeichnen, aber Er wird eine Macht besitzen, die der Dunkle Lord nicht kennt... und der Eine muss von der Hand des Anderen sterben, denn keiner kann leben, während der Andere überlebt ... der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, wird geboren werden, wenn der siebte Monat stirbt ...“
„Ich wusste nicht, dass Sie die Prophezeiung kennen, Potter“, sagte Snape überrascht.
„Ich habe keinen Grund gesehen, es Sie wissen zu lassen, als Dumbledore mir von ihr berichtet hat. Und ich musste nicht einmal an irgendwelchen Türen lauschen, um sie zu hören“, entgegnete Harry kühl, was ihm einen überraschten Blick des Tränkemeisters einbrachte, ehe er den jungen Mann wütend anfunkelte.
„Die Wahrheit ist, dass das nicht die gesamte Prophezeiung ist“, sagte Remus leise, was die beiden anderen Männer dazu brachte, ihn geschockt anzuschauen.
„Was meinst du damit, es ist nicht die gesamte Prophezeiung?“, fragte Harry, nachdem er seine Stimme wiedergefunden hatte.
„Ich meine damit, dass Dumbledore dir nicht die gesamte Prophezeiung gezeigt hat. Es gibt noch einen zweiten Teil“, antwortete Remus. „Der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, wird geboren werden, wenn der siebte Monat stirbt ... doch er wird dieses Los nicht alleine tragen können … er wird die Hilfe des Mannes benötigen, der der Feind seines Vaters war … betrogen von seinen Freunden wird der Auserwählte den Mut finden, dem Dunklen Lord entgegenzutreten und das Schicksal der Welt zu ändern …“
Harry starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. „Wieso weiß ich nichts davon?“, fragte er. „Und was noch viel wichtiger ist, wieso weißt du davon. Dumbledore hatte mir damals erzählt, dass niemand sonst von der Prophezeiung weiß.“
„Das ist der eigentliche Grund, warum ich mit euch reden wollte“, seufzte Remus. „Harry, nach der Sache im Ministerium waren wir alle geschockt, dass du tatsächlich einen Unverzeihlichen einsetzen wolltest, besonders für mich. Ich habe James und Lily, wie du weißt, sehr gut gekannt. Deine Eltern haben den Einsatz der Unverzeihlichen Flüche immer verabscheut. Selbst wenn sie in noch so großer Gefahr waren, haben sie nie einen dieser Flüche eingesetzt. Es war für sie eine Sache des Prinzips. Zu erfahren, dass ihr Sohn einfach so den Cruciatus einsetzt, hat mich wirklich schockiert.“
„Vielleicht wären sie damals nicht gestorben, wenn sie sich mit den richtigen Flüchen verteidigt hätten“, sagte Harry emotionslos. Auf seinem Gesicht war keine Regung zu erkennen. Snape hatte das dringende Bedürfnis, etwas dazu zu sagen, hielt sich aber zurück, als Remus fortfuhr.
„Ich weiß nicht, ob du damit Recht hast“, sagte er. „Damals sind viele Menschen gestorben und wir alle haben die Auswirkungen der Flüche gesehen. Deine Eltern haben sich bewusst dazu entschieden, mit anderen Mitteln zu kämpfen. Ich möchte allerdings auch nicht verhehlen, dass ich deine Beweggründe verstanden habe und als ich erfahren hatte, dass du deswegen vor das Zaubergamot solltest, war ich sofort bereit dir zu helfen.“
„Was hat dich dann davon abgehalten?“, fragte Harry ruhig. Seine Augen fixierten die des Werwolfes, um jede Regung in ihnen erkennen zu können. Merkwürdigerweise war seine Nervosität plötzlich verschwunden und ermöglichte ihm so, dem Gespräch mit der Aufmerksamkeit zu folgen, die erforderlich war.
„Ich ging damals zu Dumbledore. Ich war überzeugt, dass er es ebenso sehen würde, wie ich. Er war damals sehr besorgt über die ganze Situation und er hat mit mir seine Bedenken geteilt. Harry, du musst verstehen, hätte ich damals schon all die Zusammenhänge gesehen, ich hätte ihm nicht geglaubt und alles wäre vielleicht anders gekommen“, flehte der Werwolf beinahe. „Ich schäme mich heute dafür, dass er mich so leicht überzeugen konnte.“
„Was genau hat er gesagt“, knurrte Harry und stellte damit die Frage, die auch Snape durch den Kopf gegangen war.
„Er…“, begann Remus, konnte aber nicht weitersprechen. Man konnte ihm ansehen, wie schwer ihm dies hier fiel, doch Harry wollte darauf jetzt keine Rücksicht nehmen.
„Sag es, Remus“, verlangte er nachdrücklich.
Der braunhaarige Mann atmete noch einmal tief durch, ehe er seinen Kopf abwendete und leise zu sprechen begann. „Dumbledore war der Meinung, dass er dir offensichtlich nicht klar genug gemacht hatte, wie gefährlich der Einsatz der Unverzeihlichen war. Er hat außerdem gesagt, dass du dich das ganze zurückliegende Schuljahr sehr merkwürdig verhalten hättest und am Ende sogar in seinem Büro herumgewütet und seine Sachen zerstört hast. Er erzählte mir davon, dass der-dessen-Namen-nicht-genannt-werden-darf damals Teile seiner Kräfte auf dich übertragen hätte und dass er befürchtete, dass diese sich langsam bemerkbar machen würden.“
Remus machte eine Pause und schaute auf, um zu sehen, wie Harry diese Dinge aufnahm, doch dessen Gesichtsausdruck war ausdruckslos. Mit seinen grünen Augen fixierte Harry den Werwolf und wartete darauf, dass er weitererzählte.
„Dumbledore war der Meinung, dass diese Charakterzüge an dir gefährlich wären und dass die Gefahr bestünde, dass du dich eines Tages ganz auf die dunkle Seite begeben würdest. Er war der Meinung, dass der Einsatz des Unverzeihlichen ein erster Beweis dafür sei und dass es daher notwendig wäre, dir zu zeigen, dass dies nicht der richtige Weg ist. Deshalb wollte er dir nicht helfen“, endete Remus.
„Und du hast ihm geglaubt“, sagte Harry. Es war keine Frage, die er stellte und das allein brachte Remus dazu, betroffen seinen Kopf zu senken. „Das erklärt, warum niemand für mich eingetreten ist; ihr habt ihm alle geglaubt, dass ich der nächste Dunkle Lord werden wollte.“
„Ja“, sagte Remus leise. „Ich bin heute nicht stolz darauf, aber es hat sich alles so logisch angehört und… es war immerhin Dumbledore, der diese Sorgen geäußert hat.“
Harry atmete tief durch und stand dann auf, um zu dem Fenster an der gegenüberliegenden Seite des Raumes zu gehen. Er wollte wütend auf Remus sein, wollte ihm ins Gesicht schreien und ihn anklagen, warum er so etwas hatte glauben können, doch irgendetwas in ihm hielt ihn zurück. Dumbledore hatte Remus von seinen angeblichen Sorgen erzählt. Wie hätte er selbst reagiert? Hatte er dem Direktor und dessen Ansichten nicht auch immer vertraut? Hätte er Dumbledore in Frage gestellt, wenn der ihm so etwas von einer anderen Person erzählt hätte? Was wäre gewesen, wenn nicht er den Unverzeihlichen gesprochen hatte, sondern Ron? Konnte er mit Gewissheit sagen, dass er diesem alten Mann nicht geglaubt hätte? Sicher, er hätte Zweifel gehabt, doch auch bei ihm hätte es immer diese Stimme gegeben, die ihm zugeflüstert hätte: Dumbledore ist der Meinung, er ist gefährlich.
Harry ließ seinen Kopf sinken und kämpfte die Tränen, die bei diesen Gedanken aufkamen, zurück. Er fühlte sich verraten und verkauft und auch wenn er Remus nicht wirklich dafür verantwortlich machen konnte, so schmerzte diese Erkenntnis doch.
„Harry, ich weiß, dass ich dir damit wehgetan habe. Glaube mir, wenn ich es ungeschehen machen könnte, würde ich es tun. Aber ich erkenne erst jetzt, wo du wieder da bist, was wir dir angetan haben und was Dumbledore wirklich damit bezweckt hatte“, sagte Remus.
Harry drehte sich langsam zu ihm. „Was meinst du?“, fragte er.
„Die Prophezeiung, Harry. Erinnere dich daran, was der zweite Teil besagt. ?Betrogen von seinen Freunden wird der Auserwählte den Mut finden, dem Dunklen Lord entgegenzutreten und das Schicksal der Welt zu ändern`. Verstehst du es. Dumbledore hat uns absichtlich überzeugt, damit wir uns von dir abwenden. Vielleicht wäre es auch so früher oder später passiert, aber er wollte es beschleunigen und hat deshalb deinen Freunden erzählt, dass du mit der dunklen Seite liebäugelst. Wir hatten alle das Gefühl, dass wir dir helfen würden, diese Lektion zu lernen, aber in Wahrheit haben wir dich betrogen.“
„Du meinst also, dass Dumbledore nur wegen der Prophezeiung dafür gesorgt hat, dass ich nach Azkaban komme? Ich habe diesen ganzen Dreck durchmachen müssen, weil er der Meinung war, alles so hinzubiegen, dass sie auf mich zutrifft?“, fragte Harry wütend.
„Ich denke schon“, gab Remus leise zu. „Es tut mir wirklich Leid, dass ich das erst jetzt erkannt habe. Bitte, Harry, du musst mir glauben.“
„Dann beantworte mir eine Frage. Wenn es tatsächlich so ist, dass du erst jetzt zu dieser Erkenntnis gekommen bist, warum hast du dich dann von Dumbledore und dem Orden abgewandt?“, fragte der ehemalige Gryffindor.
Remus ließ erneut den Kopf sinken und schwieg. Harry hatte schon den Eindruck, dass er gar nicht mehr antworten würde, als er plötzlich die leise, kaum hörbare Stimme des Werwolfes vernahm. „Das habe ich nie“, sagte er.
„Was soll das heißen; das hast du nie?“, fuhr Snape aufgebracht aus seinem Stuhl hoch.
„Ich bin damals nicht wirklich abgestürzt. Dumbledore wollte, dass jemand ein Auge auf dich hat, Severus. Er wusste davon, dass wir in unserem siebten Jahr kurz zusammen waren und war sich sicher, dass du noch immer etwas für mich empfindest. Du solltest mich so finden und mich dann bei dir aufnehmen“, sagte Remus erstickt.
„Wieso?“, knurrte Snape gefährlich und funkelte den Werwolf wütend an.
„Die Prophezeiung. ?Er wird die Hilfe des Mannes benötigen, der der Feind seines Vaters war`. Dumbledore ist sich sicher, dass du dieser Mann bist. Deshalb hat er dich damals mit offenen Armen empfangen, als du zu ihm gekommen bist und seine Hilfe erbeten hast. Deshalb sollte ich hier her. Dumbledore wollte es wissen, wenn Harry bei dir auftaucht und er war sich sicher, dass er kommen würde, wenn ich hier wäre“, erklärte Remus, nun den Tränen nah.
„Du hast mir also alles nur vorgespielt und mich für die Pläne des Direktors benutzt“, sagte Snape aufgebracht. Auch Harry schaute Remus entsetzt an. „Hat es dich sehr viel Überwindung gekostet, mit mir ins Bett zu gehen, oder war dir das die ganze Sache wert. Der große Plan des allwissenden Dumbledore ist alles, worauf es ankommt, ist es nicht so?“
„Severus, nein!“, versuchte es Remus. „So ist es nicht, wirklich. Meine Gefühle sind echt, glaub mir.“
Doch Severus rauschte bereits aus dem Zimmer und schlug die Tür hinter sich zu. Die Stille, die sich daraufhin in dem Raum ausbreitete, war gespenstisch. Hatte Harry vorhin nicht auf den Werwolf wütend sein können, so war er es jetzt umso mehr. Erschreckend war, dass er nicht nur deshalb vor Wut kochte, dass Remus bei einem solchen Plan mitgemacht hatte, sondern auch die Tatsache, dass es ihm unheimlich Leid tat, was Snape jetzt durchmachen musste. Und es war sicher nicht nur diese Tatsache, die dem verschlossenen Tränkemeister zu schaffen machte, sondern auch die, dass der Direktor seine Gefühle einfach zu seinen Gunsten ausgenutzt hatte. Jeder würde sich furchtbar fühlen und jeder würde an einer Beziehung zweifeln, die durch solch eine Lüge errichtet worden war.
Harry schaute zu Remus. Der Mann saß auf der Couch und hatte sein Gesicht in seinen Händen verborgen. Er schien lautlos zu schluchzen, doch Harry konnte in diesem Moment einfach kein Mitleid für den einstigen Freund seines Vaters aufbringen.
Im nächsten Moment wurde die Tür aufgerissen und wieder lautstrak geschlossen und Snape ging in schnellen Schritten auf den Werwolf zu. Der blickte erschrocken, aber auch hoffnungsvoll hinauf zu ihm, doch die eisige Miene des Tränkemeisters ließ die Hoffnung sofort wieder verschwinden. Remus entdeckte die Phiole, die Snape ihm hinhielt und nahm sie zögerlich aus dessen Händen, ehe er sich ein paar Tropfen des darin befindlichen Trankes auf in seinen Mund träufelte. Harry erkannte die Flüssigkeit sofort; Veritaserum. Snape schwang seinen Zauberstab und legte einen Stillezauber um sich und den Werwolf und Harry konnte sehen, wie die beiden sich kurz unterhielten, ehe er den Zauber wieder aufhob und zu Harry herüberkam.
„Ich denke, es ist Zeit zum Handeln, Potter“, sagte er ruhig. Harry bewunderte die Stärke des Mannes. Nichts in seinem Gesichtsausdruck wies darauf hin, was er erst kurz zuvor erfahren hatte. Sie berieten sich noch ein paar Minuten leise miteinander, ehe Harry verschwand und Snape sich erneut Remus zuwandte.
Flashback Ende
„Was halten Sie von einem kleinen Spaziergang? Ich muss meinen Kopf frei bekommen, ehe ich zurückgehe“, fragte Harry den Tränkemeister mit einem Seufzen.
„Einverstanden“, erwiderte Snape. „Ach, und Potter, ich denke, in Anbetracht der Umstände sollten wir uns beim Vornamen nennen. Wir werden in den nächsten Wochen sehr eng zusammenarbeiten.“
Harry, von dem Angebot überrascht, konnte nur Nicken, ehe Snape ihn bei der Schulter packte und sie beide in einem Wäldchen, etwa 5 Kilometer entfernt von Snapes Anwesen apparierte.
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