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Fanfiction

Mein ist die Rache - Schreckliches Erwachen

von Nerventod

ich entschuldige mich für die lange wartezeit, aber die hat ja nun ein ende *grins*
danke für die kommis, ihr lieben und ein dankeschön an meine beta Snapes_Wife
knuddels an alle
nerventod



Lucius wusste noch immer nicht, was gerade vor ihm vor sich ging. Narzissa, Severus und Harry waren jetzt schon seit einer guten Stunde miteinander verbunden. Severus hatte bereits kurz nach dem Beginn der Prozedur angefangen zu schwitzen. Das Haar des Tränkemeisters klebte feucht an seiner Stirn und sein Atem ging stoßweise. Ähnlich ging es Narzissa und daher hoffte Lucius, dass sie es bald geschafft hatten, was auch immer sie taten.

Er war schrecklich durcheinander. Noch immer konnte er nicht fassen, was Harry seinem Sohn beinahe angetan hatte. Narzissa hatte gesagt, dass in dem jungen Mann eine riesige Wut herrschte. Die Frage war nur, woher kam sie? Was, wenn die Zeit in Azkaban Harry doch mehr verändert hatte, als sie alle geglaubt hatten? Was, wenn das hier jetzt die unmittelbaren Auswirkungen waren, die erst zum Vorschein kommen konnten, nachdem Harry zur Ruhe gekommen war? War es richtig gewesen, zuzulassen, dass Draco und Harry zusammenkamen, trotz all der Dinge, die geschehen waren?

Zweifelnd schaute er zu dem Schwarzhaarigen. Die Wut war noch immer in seinen Augen zu erkennen. Lucius fragte sich, was er tun sollte, könnten seine Frau und Severus Harry nicht helfen. Sie mussten ihn verlassen. Die Sicherheit seiner Familie ging eindeutig vor. Aber hatte er Harry nicht gesagt, er wäre wie ein Sohn für ihn? Was würde das über ihn aussagen, wenn er ihn einfach im Stich lassen würde?

Vielleicht wäre es ja das Beste, Draco und Narzissa wegzuschicken und allein hier bei Harry zu bleiben. Bei dessen jetzigen Verhalten war das zwar gefährlich, aber immerhin hatte er ihm versprochen, für ihn da zu sein. Die Frage war nur, ob dieses Versprechen in solch einer Situation noch angemessen war. Was wäre, wenn er nie zu seiner Familie zurückkehren würde? Das wäre Narzissa und Draco gegenüber nicht fair.

Es war zum Verrückt werden. Er sollte aufhören, sich jetzt darüber Gedanken zu machen. Vielleicht waren all diese Gedanken überflüssig. Narzissa würde bestimmt herausfinden, was mit Harry los war und es in Ordnung bringen. Sie hatte bereits so viel erreicht. Lucius` Blick fiel erneut auf Harry und was er sah, ließ seine Hoffnungen wachsen. Harrys Augen zeigten nicht mehr die Wut, die er gerade eben noch darin gesehen hatte. Es gab also noch Hoffnung.

Gebannt beobachtete er jetzt Harry und langsam aber sicher machte die Wut scheinbar einer Verwirrung platz. Narzissa musste bei was auch immer sie da gerade tat, Erfolg gehabt haben.

Keine fünf Minuten später kam Severus wieder in das hier und jetzt zurück. Lucius konnte sehen, wie er damit zu kämpfen hatte, hinter Harry hervorzukommen. Er sah sehr erschöpft aus und so eilte Lucius schnell zu ihm, um ihm zu helfen. Severus musste wirklich stark geschwächt sein, denn er akzeptierte die Hilfe seines blonden Freundes ohne Widerworte. Lucius brachte ihn zu einem der bequemen Sessel und beeilte sich dann, ein paar Stärkungstränke aus dem Labor des Tränkemeisters zu holen.

Severus schien dankbar zu sein, als ihm ein entkorktes Fläschchen entgegengehalten wurde und griff sofort danach. Es ging ihm scheinbar wesentlich besser, nachdem er den Inhalt der Phiole heruntergeschluckt hatte. „Habt ihr etwas herausgefunden?“, konnte Lucius es nicht abwarten zu fragen.

Severus nickte. „Scheinbar war Potter wirklich nicht für das verantwortlich, was passiert ist“, sagte er. Auf Lucius` fragenden Blick, fügte er hinzu: „Der Dunkle Lord hat ihn durch ihre Verbindung mit seinen Gefühlen vergiftet.“

Beide schwiegen eine Weile, ehe Severus erneut sprach. „Wir waren unvorsichtig, Lucius“, sagte er. „Beim ersten Anzeichen der Veränderung hätten wir aufmerksam werden müssen. Wir sind ebenso für das verantwortlich, wie Potter selbst. Potter hatte keine Chance, sich gegen die einströmenden Gefühle zur Wehr zu setzen. Wir haben uns alle in Gefahr gebracht.“

„Glaubst du, der Dunkle Lord weiß, dass Harry hier ist und vor allem, mit wem er hier zusammen ist?“, fragte Lucius zögerlich. Severus hatte Recht gehabt. Sie hätten eher einschreiten müssen.

„Ich denke nicht“, beantwortete Severus seine Frage. „Wenn das der Fall wäre, hätte er uns längst angegriffen. Trotzdem sollten wir mit unserem Plan jetzt noch vorsichtiger sein.“

„Was ist mit Narzissa?“, fragte Lucius plötzlich. „Warum sind sie und Harry noch miteinander verbunden.“

„Sie denkt, das ist der geeignetste Weg, Potter klar zu machen, was passiert ist“, erwiderte Severus. Lucius` Augen wanderten wieder zu seiner Frau und Harry und er fragte sich, was bei den beiden gerade vor sich ging.

~o~o~o~o~o~o~o~o~o~o~

Harry saß im Schneidersitz in den weißen, leeren Raum, den er schon aus den Therapiesitzungen mit Narzissa kannte. Er atmete ruhig und versuchte seine Atemübungen zu machen, doch es fiel ihm sehr schwer. Er war einfach zu aufgewühlt. Nur dunkel konnte er sich an die letzten Tage erinnern und er hatte ein schlechtes Gefühl im Magen, das irgendetwas Schlimmes passiert war. Alles was er wusste war, dass es etwas mit Draco zu tun hatte, doch er wusste einfach nicht, was und das machte ihn fast wahnsinnig.

Narzissa hatte ihm nichts sagen wollen, sondern darauf bestanden, dass er sich zunächst beruhigen sollte. Das war leichter gesagt als getan. Er wollte im Moment nichts anderes, als zu Draco, damit er nachsehen konnte, ob alles in Ordnung war. Das Einzige, was ihm im Moment ein wenig Ruhe geben konnte, war die Tatsache, dass Narzissa keine drei Meter von ihm entfernt war und ebenfalls leise ihre Atemübungen machte. Sie hatte sehr erschöpft ausgesehen, als Harry ihr vorhin gegenübergestanden hatte und schien diese Pause mehr zu brauchen, als er.

„Harry, bitte konzentriere dich“, hörte er die blonde Frau sagen. Der Schwarzhaarige seufzte laut und versuchte erneut, sich zu konzentrieren. Es war immer noch unglaublich schwer doch langsam merkte er, wie die ruhige Atmung ihn selbst auch ruhiger machte. Er versuchte alles aus seinen Gedanken zu verdrängen, doch seine Sorge um Draco blieb präsent.

Weitere Minuten verstrichen, ehe Harry hörte, wie Narzissa sich erhob. Er öffnete die Augen und sah zu ihr hinauf. Im Gegensatz zu sonst, lächelte Narzissa ihn nicht an, sie schaute sie aber auch nicht feindselig an. Ihr Gesicht war ausdruckslos, etwas, was er von der blonden Frau so nicht kannte. Harry seufzte und stand ebenso auf.

„Was ist passiert?“, fragte er ruhiger, als er sich fühlte.

„Wie fühlst du dich?“, stellte Narzissa die Gegenfrage, ohne ihm eine Antwort zu geben.

„Ich weiß nicht“, zuckte Harry mit den Achseln. „Irgendwie so, als wäre ich aus einem Alptraum aufgewacht. Ist das der Grund, warum wir hier sind?“

„Nein, Harry“, erwiderte Narzissa. „Ist dir in den letzten Wochen etwas Merkwürdiges aufgefallen?“

„Na ja, ich war ein wenig leicht reizbar“, antwortete der Schwarzhaarige ehrlich. „Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hatte ich oft Kopfschmerzen und dann wollte ich einfach meine Ruhe haben.“

„Du hattest oft Kopfschmerzen?“, fragte Narzissa, die auf diese Antwort hin hellhörig geworden war. Harry nickte. „Warum hast du niemandem davon erzählt?“

Betreten senkte Harry den Kopf. „Ich hatte keine Lust deswegen zu Snape zu gehen“, gab er leise zu. „Ich meine, es ist ja nichts Schlimmes dabei, wenn man mal Kopfschmerzen hat. Wegen sowas muss man ja nicht gleich einen Trank nehmen.“

„Ach Harry“, seufzte Narzissa und lief ein paar Schritte vor ihm auf und ab. „Ist dir den nie in den Sinn gekommen, dass diese Kopfschmerzen keines natürlichen Ursprungs waren?“

Harry hob seinen Kopf und schaute die Frau vor sich nun mit aufgerissenen Augen an. Keines natürlichen Ursprungs? Aber wie…? Er keuchte auf. Voldemort. „Aber… aber, das kann nicht sein“, brachte er hervor. Doch Narzissas Nicken bestätigte ihm seinen Verdacht. „Es hat sich doch aber so vollkommen anders angefühlt, als sonst“, wimmerte er.

„Das war so, weil der Dunkle Lord nicht in deinen Geist eingedrungen ist, sondern dir über seine Verbindung zu dir Gefühle geschickt hat“, erklärte Narzissa. „Seine Wut und sein Hass haben die Kontrolle über dich übernommen.“

„Oh mein Gott“, keuchte Harry. Er zitterte jetzt stark. Seine Gedanken wanderten wieder zu Draco. Und plötzlich erinnerte er sich an den Blonden, wie der unter ihm gelegen hatte, gefesselt, und wie er Harry angefleht hatte, aufzuhören. Er taumelte leicht zurück und schüttelte immer wieder mit seinem Kopf. Was hatte er nur getan?

Narzissa, die sofort erkannte, dass Harry kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, ging schnell auf ihn zu und packte ihn an den Schultern. „Harry, schau mich an!“, befahl sie und nur langsam kam Harry dieser Aufforderung nach. „Es ist nichts passiert, Harry, hörst du? Ja, du hast Draco einen riesigen Schrecken eingejagt, aber du hast es nicht zu Ende gebracht.“

Harry schaute sie aus schreckgeweiteten Augen an und Narzissa war sich nicht sicher, ob er verstanden hatte, was sie gesagt hatte. Sie umfasste seine Schultern noch etwas fester. „Harry, hast du mich verstanden? Draco geht es gut.“

„A-a-aber ich hätte beinahe…“, stammelte der Schwarzhaarige und Tränen begannen sich in seinen Augen zu sammeln.

„Ja, ich weiß, aber du warst nicht dafür verantwortlich. Die Gefühle des Dunklen Lords haben dich beherrscht und nachdem, was ich weiß, hast du es selbst geschafft, dich davon abzuhalten, es zu tun“, sagte Narzissa eindringlich. Sie fühlte sich noch immer sehr erschöpft, wusste aber, dass sie Harry jetzt nicht allein lassen durfte. Hoffentlich konnte sie dem jungen Mann helfen.

„Aber ich… Oh Gott… Ich weiß doch, wie schrecklich das ist und trotzdem… Wie konnte ich es trotzdem… Oh Gott…“

„Draco wird es verstehen“, versuchte Narzissa ihn zu beruhigen.

„Er wird es-- Wie soll er dass denn verstehen?“, fragte Harry aufgebracht und schien damit endlich wieder im Hier und Jetzt zu sein. „Wie könnte er das je verstehen? Und was sagt das alles überhaupt über mich aus? Ich habe ihm etwas antun wollen, was mich selbst kaputt gemacht hat. Selbst wenn Voldemort mich mit diesen Gefühlen beeinflusst hat, hätte ich doch nicht versuchen sollen das zu tun.“

„Ich will dich nicht anlügen, Harry“, begann Narzissa. „Du hast Recht. Du hättest das nicht tun sollen, aber du warst wirklich nicht mehr Herr deiner Sinne.“

„Woher willst du das wissen?“, fragte Harry verärgert. Wieso versuchte Narzissa eine Entschuldigung für sein Verhalten zu finden? Das hatte er garantiert nicht verdient.

„Severus und ich haben versucht herauszufinden, was mit dir los war. Ich habe in deinem Geist nach der Ursache für dein Verhalten gesucht und deshalb weiß ich auch, dass allein die Gefühle des Dunklen Lords dafür verantwortlich waren“, erklärte Narzissa. „Die Gefühle waren… so intensiv, das keiner sich dagegen hätte wehren können.“ Sie erschauderte, als sie an die Welle der Wut dachte, die ihr beim ersten Eindringen in Harrys Geist entgegengeschlagen war.

„Heiß das, so etwas wie das kann jederzeit wieder passieren?“, fragte Harry entsetzt.

„Nein“, antwortete Narzissa. „Ich habe dafür gesorgt, dass die Gefühle, dich zunächst erst einmal nicht mehr beeinflussen können. Ich habe eine Barriere errichtet, die sie von dir fernhält, aber um ehrlich zu sein, kann ich nicht genau sagen, wie lange sie standhalten wird.“

„Ich bin also weiterhin eine Gefahr, weil diese Barriere jederzeit zusammenbrechen kann?“, wollte der Schwarzhaarige wissen.

„Nein. Sie wird zumindest für eine Weile halten“, verneinte Narzissa. „Aber… Du wirst mir oder jemand anderem sofort Bescheid sagen, wenn du wieder Kopfschmerzen bekommst, ist das klar?“ Harry nickte traurig. „Ich mache dir keinen Vorwurf. Glaub mir, niemand hätte es geschafft, sich gegen diese Gefühle zu wehren.“

„Das ist doch alles Quatsch“, sagte Harry und begann nun seinerseits auf- und abzugehen. „Ich bin dafür verantwortlich. Ich habe es getan.“

„Weißt du, wofür du verantwortlich bist, Harry?“, fragte Narzissa nun ganz ruhig, gab ihm aber keine Gelegenheit, darauf zu antworten. „Du bist dafür verantwortlich, dass es letztendlich nicht so weit gekommen bist. Deine Erfahrungen aus Azkaban haben dir dabei geholfen, rechtzeitig zur Besinnung zu kommen. Du allein bist rechtzeitig zur Besinnung gekommen.“

„Bitte hör auf“, entgegnete Harry. „Ich… ich brauche jetzt ein wenig Zeit. Bitte, können wir aufhören?“

„Du wirst nichts Dummes tun?“, fragte die Blonde und betrachtete Harry kritisch.

„Nein, ich brauche einfach nur Zeit zum nachdenken“, erwiderte der Schwarzhaarige.

Narzissa sagte nichts weiter. Mehr konnte sie an diesem Punkt nicht mehr tun. Wahrscheinlich war es jetzt die beste Sache, wenn Harry ein wenig Zeit für sich hatte. Sie war wirklich erschöpft und wollte jetzt nur noch ins Bett. Im nächsten Moment schon fand Harry sich in seinem Bett liegen. Narzissa ließ seine Hände los und stand langsam auf. Sie ging auf Lucius zu, der mittlerweile, auf dem Sessel sitzend, eingeschlafen war. Sanft berührte sie ihn an der Schulter und lächelte ihn an, als er die Augen aufschlug. „Lass uns schlafen gehen, Lucius“, sagte sie und Harry sah beiden hinterher, wie sie sein Zimmer verließen.

Er bemerkte nicht den dunklen Schatten, der sich in seinem Zimmer versteckt hielt, um über ihn zu wachen. Severus Snape wusste, dass man den jungen Mann jetzt keinesfalls allein lassen sollte. Zumindest sollte einer von ihnen auf ihn aufpassen, wenn es auch nur war, um sicherzustellen, dass Narzissas Barriere wirklich hielt.


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Es gibt einen Grund dafür, warum alle großen Fantasy- und Science-Fiction-Filme im Gedächtnis der Leute geblieben sind. Sie haben eine große Tiefe und nicht nur eine oberflächliche Handlung. Und deswegen werden wir in 50 oder 100 Jahren auch immer noch die Harry-Potter-Bücher lesen und hoffentlich die Filme anschauen.
Michael Goldenberg