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Fanfiction

Hermine Granger und die Lorelayen - Die Ritter kommen

von Thaniell

Einige Zeit später waren sie auch schon auf dem Weg nach Hogsmead. Es war kühl und ein fescher Herbstwind wehte dann und wann ein paar verirrte Regentropfen herbei. Eingehüllt in ihren wehenden Umhängen liefen die drei recht zügig, bis Ihnen der Wind ein paar Stimmen zuwehte. Nicht weit vor ihnen schien eine andere Gruppe von Schülern zu laufen. Aber die drei hielten lieber genug Abstand, um außer Sichtweite zu bleiben. Nicht jeder musste mitbekommen, was sie zu bereden hatten, zumal Hermine einmal glaubte das leicht mit einem Grunzlaut verwechselbare Lachen von Crabbe vernommen zu haben. Auf halbem Weg jedoch schien in der Gruppe vor ihnen ein Streit ausgebrochen zu sein.
„Irgendwer scheint da keine Lust auf Hogsmead zu haben.“, mutmaßte Harry spöttisch.

Damit lag er offenbar richtig, denn kurz darauf schallte es deutlich zu Ihnen, „Und nein! […] komme nicht […] Madam Puddifoot’s Cafe!“

„Kann man gut verstehen den Mann, ist ja auch völlig kitschig da.“, meinte Ron dazu und wollte fortfahren, „also ich -“
„Pssst!“, fauchte Hermine ihn an.
Sie war stehen geblieben und lauschte gespannt den Stimmen.
„Was ist? Also es ist doch wirklich verdammt kitschig da Hermine.“, meinte Ron und fügte hastig hinzu, „Haben mir zumindest Fred und George erzählt.“
Das Trio stand nun vor einem seichten Grashügel und während Ron die Geschichten von rosa Plüsch und Spitzdeckchen, die Fred und George ihm aufgetischt hatten zum Besten gab, konnte Hermine nur bruchstückhaft aufschnappen, was vor ihnen auf der anderen Seite des Hügels passierte.

„… hab nein gesagt und Schluß…. wichtigeres …
….Ach, tust doch sowieso was dein…“

Die Stimme kannte Hermine, aber sie konnte sie einfach nicht zuordnen.
Plötzlich klang es als hätte ein Treiber einem Klatscher neue Fahrt gegeben.
„Sag das nicht!“, hörten sie eine andere, ihnen nur allzu bekannte, Stimme schreien, „Halt…“.

Der Rest des Satzes ging in einem Gurgellaut unter. Man konnte kein klares Wort mehr verstehen. Es schallte nur noch ein Knäuel an Wutgeschrei, Beleidigungen und Teilen von Flüchen herüber. Kurz darauf war allerdings auch schon wieder völlige Ruhe, irgendjemand musste für Ordnung gesorgt haben.

„Kommt wir sehen mal nach was da los ist.“, rief Harry aufgeregt und bereit loszulaufen.

„Ja, bestimmt hat sich der Mistkerl wieder ein neues Opfer gesucht!“, setzte Ron

Hermine jedoch zögerte. Sie dachte wie immer lieber zuerst nach und handelte dann. Nun fiel ihr auch endlich wieder ein Gesicht zu der Stimme ein „Ich glaube ich weiß mit wem Draco sich da in den Haaren liegt, aber…“, setzte sie an. Doch Harry unterbrach sie und deutete stumm nach vorn. Da kam eine einzelne Person eingemummt in einem grauen Umhang und mit grün silbernen Schal über den Hügel. Er hatte zwar die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, doch der Wind hob sie immer wieder an, so dass das Gesicht kurz zu erkennen war.

„Hey, das ist doch ähm … also ich glaube der heißt Babini oder so.“ sagte Ron.

Hermine korrigierte ihn sofort, „Zabini, Blaise Zabini heißt er Ron.“

„Sag ich ja!“, erwiderte Ron direkt.

Blaise Zabini schaute kurz in ihre Richtung und stapfte dann im Bogen um sie herum in Richtung Hogwarts. Er war sichtlich nicht an einem Zusammentreffen geschweige denn einer Unterredung interessiert. Trotzig stierte er vor sich auf den Boden und marschierte eilig weiter.

„Dem scheint wirklich die Lust auf Hogsmead vergangen zu sein. Was schleift der auch seine Schultasche mit? Selbst Hermine käme nicht auf die Idee in Hogsmead zu lernen.“, feixte Harry.

Hermine verkniff sich zu erwähnen, dass sie durchaus gelegentlich Notizzettel mit sich herumtrug, um zwischendurch gewisse Themen gedanklich zu wiederholen, wenn die beiden Jungs gerade wieder minutenlang in Quidditch- Diskussionen verfielen.

„Vielleicht hat er auch Malfoy den Kopf abgeschlagen und will jetzt einen Schrumpfkopf daraus machen? Ich hab gehört, seine Mum ist eine Voodoo-Hexe. Da weiß er bestimmt wie das geht.“, setzte Ron nach.

„Ach Ron, du kaufst deinen Brüdern doch auch jeden Blödsinn ab den sie so erfinden.“, sagte Hermine abfällig.

„Manches davon funktioniert doch auch wunderbar“, scherzte Ron

Als er merkte, dass keiner seinen Wortwitz verstehen wollte, fügte er mit enttäuschtem Gesichtsausdruck hinzu „Naja Malfoy hat bestimmt wieder Crabbe und Goyle dabei, die werden dafür gesorgt haben, dass Zabini sich verzieht, wenn er stunk mit Malfoy hatte.“.

„Aber warum die beiden sich wohl eigentlich gezofft haben?“, dachte Hermine laut.

„Ach, was schert es uns wenn sich die Slytherins gegenseitig umbringen wollen? Umso besser, dann lassen sie den Rest in Frieden.“, meinte Harry dazu nur.

Hermine, von Natur aus neugierig, hätte dennoch gern gewusst worüber sich die beiden Slytherins gestritten hatten. Und bis zu den ersten Häusern von Hogsmeade blieb sie tief in Gedanken versunken.





Später saßen die drei zusammen an einem Tisch im Eberkopf. Ron hatte gerade die Hoffnung aufgegeben endlich einmal einen Feuerwhiskey zu probieren, als die Tür rabiat aufgestoßen wurde. Hermine und Ron starrten sichtlich überrascht zur Tür. Harry der mit dem Rücken zur Tür saß, drehte hastig den Kopf. Zwei große Männer traten mit gezogenen Zauberstäben ein. Ihre Umhänge trugen Insignien des Ministeriums, ihre Arme füllten die Hemdsärmel voll aus und die Konturen ihrer breiten muskulösen Schultern zeichneten sich deutlich unter ihren Umhängen ab. Einer der beiden war ein kahlköpfiger schwarzer Zauberer. Hermine erkannte ihn sofort.

„Das ist doch Kingsley Shaklebolt aus dem Or… na ihr wisst schon.“ flüsterte sie den anderen beiden zu.

Harry nickte nur und starrte den beiden nach.

„Der andere ist auch ein Auror. Oder zumindest - nein, ich glaube das Wappen auf seinem Umhang bedeutet, dass er in der Ausbildung ist.“, flüsterte Ron fachkundig.

Hermine achtete nicht weiter auf das Wappen. Sie fand allerdings, dass der Ministeriumsumhang des Aurors in Ausbildung farblich so gar nicht mit seiner sonstigen Kleidung zusammenpasste. Und sie war nun wirklich niemand der darauf besonders achtete.
Aber die angenehm dunkle Stimme von Shacklebolt riss sie aus ihren Gedanken.

„Mal herhören bitte.“ sagte er laut und deutlich. Dabei drehte er sich langsam um die eigene Achse um den ganzen Raum zu überblicken.
Hermine sah dass Harry sichtlich aufgeregt war und die Hand auf seinen Zauberstab gelegt hatte.
„Ob er befürchtete Umbridge hatte die Auroren geschickt? Das würde sie doch nicht machen, … oder doch?“, dachte sie, und auch ihr Puls schien sich rasant zu beschleunigen. Sie war ganz Ohr, was Shaklebolt zu sagen hatte.
Der nickte jedoch nur seinem jüngeren Kollegen zu und meinte leise, „Mr. Berrclear, nun los!“.

Der jüngere Aurorenanwärter erschien neben dem dunkelhäutigen Shacklebolt geradezu leichenblass. Seine dunkelbraunen ruhigen Augen ließen ihn auch nicht gerade lebendiger wirken. Er blätterte hastig in seinem Notizblock und fragte schließlich mit brüchiger Stimme, „Hat hier jemand eine Dame in Begleitung eines ähm Kobolds gesehen? Oder einen von beiden? Oder ähm jedenfalls…“
Er schaute erneut auf seinen Notizblock und fügte hinzu, „ so etwas das aussah wie ein Kobold?“

Keiner der Anwesenden reagierte auf die Frage. Im Gegenteil, dem vermummten Mann, der am Tresen stand, schien die Anwesenheit der Auroren gänzlich zu entgehen. Er deutet nur auf sein leeres Glas und erhielt dann auch vom Wirt eine neue Füllung.

Als niemand antwortete setzte Berrclear noch unsicher hinzu, „…und ähm elegant gekleidet. Also ähm die Frau.“

Nach einer Weile peinlichen Schweigens, wandte sich Kingsley Shacklebolt an den Wirt, „Wie schaut’s, ist dir jemand aufgefallen?“

Der Wirt antwortete wortkarg, „Ham ne Menge ungewöhnliche Gäste.“
Hermine meinte fast, er hätte bei den Worten zu ihnen herübergeschielt.
„Kobold war heut keiner da. Aufgetakelte Tussie hatten wir schon heut. Ist wieder weg. Wohin, keine Ahnung.“, führte er mürrisch aus.

Shacklebolt schien kurz nachzudenken, dann sagte er, „Gut, dann danke und auf Wiedersehen.“, und wandte sich um Richtung Ausgang.
Der junge Auror in Ausbildung hatte seine langen dunklen Haare zu einem Zopf zusammengebunden. Er drehte sich jetzt so akkurat abrupt auf seinem Absatz um, dass er Kingsley den Zopf beinahe ins Gesicht geschlagen hätte. Als ihm der Tisch mit Hermine, Ron und Harry ins Auge fiel, wandte er sich noch einmal um und flüsterte Shacklebolt etwas zu.

„Neuer Paragraph zum Schutz Minderjähriger? Ach das geht schon in Ordnung Berrclear, Butterbier ist ja jedem gestattet.“ Antwortete er so laut, dass sie es auch hören konnten. Im vorbeigehen, zwinkerte er ihnen noch zu. Dann waren die beiden Auroren wieder verschwunden.

„Was glaubt ihr wen die gesucht haben und warum?“, fragte Harry.

„Na eine hübsche Braut und einen fiesen kleinen Kobold, wie mir scheint.“, meinte Ron prompt. Er mutmaßte, „Bestimmt hat der Kobold ein völlig unschuldiges Fräulein entführt oder mit dem Imperius Fluch belegt.“.

Hermine starrte Ron ungläubig an, und mit jedem Wort aus Rons Mund steigerte sich das feurige Funkeln in ihren Augen.

Ron meinte an Harry gewandt weiter, „Wir sollten Ihnen suchen helfen. Wir kennen uns hier doch viel besser aus als Shacklebolt. Und mit so einem garstigen grünen Kobold werden wir doch fertig!“

Das war Hermine nun wirklich zu viel. „Wo holst du nur all die Vorurteile her, Ron?! Wer sagt denn dass der Kobold überhaupt irgendwas angestellt hat?! Wäre hier jemand entführt worden, hätten die doch mehr als 2 Auroren geschickt. Aber wahrscheinlich hat dein Prinzesschen den armen Kobold entführt! Und nebenbei, Kobolde sind in der Regel eben nicht grün, aber das solltest du eigentlich wissen! Außerdem können wir doch jetzt nicht einfach weg, die Anderen müssen jeden Moment auftauchen.“, fauchte sie ihn an.

Ron jedoch wollte sich nicht beirren lassen, „Und wenn es nun ein hilfloses Mädchen aus Hogwarts ist, dass der Kobold erwischt hat? Umbridge würde doch nie öffentlich zugeben, wenn jemand vermisst wird.“

„Aber Ron, jetzt benutz doch mal deinen Verstand! Die beiden haben doch rein gar nichts von einer Entführung gesagt und außerdem suchen sie irgendeine Frau und nicht… Aschenputtel!“, meinte Hermine verzweifelt.

„Aschen… was??“, fragte Ron verwirrt.

Mit einem verzweifelten „Grarr“ vergrub Hermine ihren Wuschelkopf in ihren Armen auf dem Tisch und brummte nur noch, „Nein, nein, wie kann man nur so…“.

„Aschenputtel, das ist eine Märchenprinzessin aus einem Muggelmärchen.“, erklärte Harry.

„So und da kommen Kobolde vor oder was?“, fragte Ron.

„Ähm, nun, nein nicht wirklich, ist auch nicht so wichtig. Aber Hermine hat Recht. Sie suchen bestimmt keine Schülerin, wenn sie nach einer ‚eleganten Dame’ fragen. Und von einer Entführung haben sie auch nichts gesagt.“, antwortete Harry.

Ron hatte sich offensichtlich mehr Unterstützung von seinem besten Freund erhofft, denn er antwortete zerknirscht, „Na wenn ihr beiden Experten das so meint, dann muss es wohl so sein, oder? Aber dann frage ich mich wieso sie von Auroren gesucht wird. Aber das wisst ihr bestimmt auch schon, was?“

Hermine hatte den Kopf nun wieder ausgegraben und meinte besänftigend, „Hör mal Ron, ich weiß auch nicht wen und warum die beiden Auroren suchen. Eigentlich bin ich schon froh, dass sie nicht wegen uns hier waren. Jedenfalls die einzige Person in Hogwarts die man unter Umständen als elegante Dame bezeichnen könnte wäre wohl McGonagall.“

Dazu meinte Harry prompt, „Der ging es vorhin aber noch gut und sie ist sowieso alles andere als hilflos. Vielleicht wollten sie die Frau oder den Kobold auch nur wegen irgendwas befragen.“

„Na schön, na schön. Ich seh’s ein. Wir bleiben hier und warten auf die Anderen.“, gab Ron endlich nach.

„Wahrscheinlich wird einer von beiden nur wegen irgendeiner kleinen Gaunerei gesucht. Besonders gründlich waren sie ja auch nicht.“, bemerkte Hermine noch.

Aber Ron hatte das Thema nun satt und Harry wurmte das bevorstehende Treffen im Moment wesentlich mehr.

„Also, wer, habt ihr gesagt, will sich hier mit uns treffen?“, fragte Harry, riss
den rostigen Deckel seines Butterbiers auf und nahm einen Schluck.

Schon während Hermine antwortete kamen die Ersten. Die weitere Diskussion um Voldemorts Rückkehr und den Unterricht in Verteidigung gegen die dunklen Künste bei Harry verdrängte die Gedanken an die beiden Auroren.


Eine ganze Weile später, nachdem alle mir ihrer Unterschrift zugestimmt hatten sich von Harry unterrichten zu lassen und das Treffen beendet war, trotteten Harry, Hermine und Ron gemütlich zum Honigtopf, um sich noch mit Naschereien einzudecken. Ron überlegte sich unentwegt ob er nun zwei Schokofrösche, vier Zimtzauberstäbe oder lieber eine Packung Berti Botts Bohnen kaufen sollte. Als sie schließlich vor dem Honigtopf ankamen, stürzte Ron dann auch entschieden als erster durch die Tür. Hermine wollte ihm gerade durch die Tür folgen, als sie Mr Berrclear, den jungen Auroranwärter, ein paar Häuser weiter sah. Er versuchte scheinbar einen aufgebrachten älteren Zauberer mit nur noch wenigen aber schmierigen Haaren zu beruhigen. Der Alte stand mit dem Rücken zu Hermine, doch irgendwie kam er ihr bekannt vor.

„Ob die immer noch nach der Frau suchen?“, dachte Hermine laut nach.

Harry war mit seinen Gedanken offenbar ganz woanders. Er ging an Hermine vorbei in den Honigtopf. Hermine hätte zu gern gewusst, was der Auror in Ausbildung und der alte Mann so hitzig diskutierten, aber das Gespräch schallte nicht deutlich genug zu ihr herüber. So ging sie den beiden Jungs nach. Harry war fasziniert vor einem Lebkuchenherz stehen geblieben. Das Herz sagte immer wieder ‚Sie liebt mich, sie liebt mich nicht’. Ron dagegen war schon zu dem Stapel mit Schokofröschen gelaufen. Er nahm einen nach dem anderen und schüttelte die Packung kräftig. Danach beobachtete er den Schokofrosch ausgiebig.

„Was machst du da Ron?“, wollte Hermine wissen.

„Na ich versuche rauszubekommen, ob ich die Zaubererkarte die da drin ist, schon habe!“, antwortete Ron.

„Und das siehst du nachdem du ihn einmal durchschüttelst?“, fragte sie argwöhnisch.

„Naja also manchmal hört man die Leute in der Karte fluchen, wenn sie mit durchgeschüttelt wurden.“, meinte Ron.

„Ach das ist doch Blödsinn.“, winkte Hermine ab.

Nachdem Ron sich schließlich für 2 Schokofrösche entschieden und Hermine einen süßen rosa Lolli entdeckt hatte, rissen sie Harry von dem Lebkuchenherz los und gingen zur Kasse.
Vor Ambrosius Flume war gerade dabei einem älteren Mädchen aus Hufflepuff den Berg Schokolade, den sie gekauft hatte einzupacken. Hermine kannte sie nicht, aber die Schülerin aus Hufflepuff hatte scheinbar vor sich für das restliche Jahr vollauf von Schokolade zu ernähren.
„Vielleicht will sie sich auch an Goyle oder Crabbe ranmachen“, dachte Hermine belustigt.

Ambrosius Flume war gerade fertig mit einpacken und hielt der Hufflepuff Schülerin die Taschen hin, als plötzlich von draußen lautes Geschrei erklang. Alle schauten überrascht und neugierig durch die große Ladenvitrine hinaus. Sie konnten aber nicht sehen woher das Geschrei kam. Dafür konnten sie nun eine dunkle Stimme aus dem Rest heraushören und deutlich verstehen.

„Stehenbleiben! Sofort!“, hörten sie. Und kurz darauf „Stupor!“

Das Hufflepuff Schokomädchen hatte inzwischen verschüchtert seine Taschen genommen. Ambrosius Flume ging langsam zur Tür und schaute vorsichtig hinaus. Hermine und die anderen folgten ihm. Schließlich standen sie alle vor dem Laden, Herr Flume, das Mädchen aus Hufflepuff voll beladen mit ihren Taschen, und Hermine, Ron und Harry mit gezogenen Zauberstäben. Ein paar Häuser weiter, mitten auf der Straße, half gerade Berrclear einer Frau auf die Beine. Sie schien noch sichtlich benommen. Auf einen Wink Shacklebolts mit dem Zauberstab schlangen sich Seile um ihre Hand- und Fußgelenke und fesselten sie jeweils aneinander. Die Frau starrte völlig gleichgültig wie es schien die Straße hinunter, an Hermine und dem Rest der Gruppe vorbei. Auch wenn ihr Kleid an einigen Stellen ziemlich verdreckt war, fand Hermine es wunderschön. Es war glänzend und farbenfroh. Nur war es hier im dörflichen Hogsmead eigentlich völlig fehl am Platze, es hätte zu einem noblen Ball gepasst. Während Shacklebolt offensichtlich auf die gefesselte Dame einredete, kamen zwei weitere Auroren aus einer Seitenstraße hinzu. Mittlerweile hatten sich auch noch mehr Interessierte rundherum eingefunden. Shacklebolt wandte sich an die Schaulustigen um ihn herum.

„Vielen Dank für ihre Kooperation. Es besteht keineswegs eine weitere Gefahr, Sie können beruhigt sein. Wir werden nun die Verdächtige zum Ministerium begleiten. Einen schönen Tag noch.“, brüllte er mit seiner kräftigen dunklen Stimme in die Runde.

Dann fasste jeder der vier Auroren ein Ende der Seile mit denen die Frau gefesselt war und kurz drauf verschwanden sie alle spurlos.

„Soviel zur Prinzessin“, meinte Hermine als sich die Leute wieder regten.
Ron kommentierte das nur mit einem ‚Hmpf’.

Harry setzte grinsend hinzu, „So jung war Sie ja auch nicht mehr Ron, also kein großer Verlust.“

„Was soll das denn heißen?“, brauste Ron auf.
Und er stammelte weiter, „Ich, also …äh ihr glaubt doch nicht ich?! Also im Ernst mir ging es doch die ganze Zeit nur darum ihr zu helfen wegen dem Kobold und … ach vergessen wir’s, ja?!“.

Hermine und Harry grinsten sich nur an und nickten. Zusammen mit Herrn Flume gingen sie wieder in den Laden, um ihre Sachen zu bezahlen. Ron hatte seine Münzen schon passend abgezählt.

„Dennoch wüsste ich eigentlich gern, wer das war und warum sie verhaftet wurde.“, meinte Hermine, „glaubst du es war ein Todesser?“ fragte sie leise Harry, damit der Ladenbesitzer sie nicht hörte.
„Ich weiß nicht.“, meinte Harry, „Wie ein Todesser sah sie nicht aus. Also jedenfalls kam sie mir nicht bekannt vor.“

Herr Flume hatte natürlich mitbekommen worüber sie redeten. Während er Hermines Wechselgeld zusammensuchte, meinte er, „Also ich habe heute Mittag gehört, die Auroren würden eine gefährliche Person suchen, die einen Anschlag auf dem Zaubereiminister geplant hatte. Vielleicht noch so ein alter Anhänger von Ihr-wißt-schon-wem, die zieht es ja scheinbar hier her. Sirius Black soll angeblich ja auch hier aufgetaucht sein, als er aus Askaban entkam. Oder einfach nur eine Verrückte. Ihr habt ja gesehen wie die angezogen war.“

„Aber würden sie einen Todesser nicht direkt nach Askaban schicken? Sha- der Auror sagte doch sie bringen sie zum Ministerium“, fragte Hermine, und sie war erleichtert dass der Ladenbesitzer offensichtlich nicht mitbekommen hatte, dass sie beinahe Shacklebolts Namen genannt hatte.

„Nun vielleicht fehlen ihnen die Beweise oder sie soll noch vor dem Gamot angehört werden.“, meinte Flume.
„Aber nun seht mal lieber zu, dass ihr zurück zur Schule kommt. Es ist schon spät und ich glaube es gibt bald Regen.“, sagte er und hielt Hermine ihr Rückgeld hin.

Nachdem nun alle gezahlt hatten, machten sie sich auf den Rückweg. Kurz bevor sie das Ende von Hogsmead erreichten, trafen sie George, Fred und Dean.

„Hey, habt ihr auch von der verhafteten Voodoo Hexe gehört?“, fragte George munter.

„Nein, wir waren live dabei!“, meinte Ron stolz, „Aber - Voodoo Hexe?“

„Oh, na dann müsstet ihr doch wissen, dass sie eine hinterhältige Voodoo Hexe war, und verhaftet wurde, weil sie sich eine Schar verhexter Männer als Liebes- und Haushaltssklaven hielt!“, sagte Fred und zwinkerte George dabei zu.

George stimmte ein, „Ja genau, sie hat sie in Pubs verführt, dann daheim verhext und solange ‚benutzt’ wie sie ihren Spaß mit ihnen hatte. Wer ihr nicht gefiel, den hat sie in die Folterkammer gesteckt oder zu niederer Hausarbeit verdonnert.“
„Echt?“, Ron schaute seine beiden Brüder leicht erschrocken und doch etwas misstrauisch an.
Seine Ohren waren sichtlich rot angelaufen.

Die beiden grinsten zurück, doch bevor sie antworten konnten, meinte Hermine, “Ach Ron, lass dich doch von den beiden nicht so verarschen.“

„Ach Hermine, lass uns doch den Spaß. Aber im Ernst, wir haben im Pub gehört, dass sie ihren Mann ermordet haben soll.“, sagte George.

„Genau, und sie soll auf der Flucht einige von diesen Muggelblitzisten und einen Auror außer Gefecht gesetzt haben.“, fügte Dean hinzu.

„Polizisten. Und George, ihr hattet heut morgen genug Spaß. Übrigens, wir haben im Honigtopf etwas anderes gehört.“, sagte Hermine.

Und Ron erklärte, „Ja laut dem Besitzer vom Honigtopf, hatte sie einen Anschlag auf den Minister geplant. Fast schon schade, dass sie das verhindert haben.“

„Vielleicht wollte sie den als nächstes heiraten.“, feixte Fred.

„Naja, also weiß man im Endeffekt rein gar nichts genaues, alles nur Gerüchte. Dann bleib ich doch lieber bei meiner eigenen Voodoo-Hexen Version, die gefällt mir besser und ich weiß woher ich sie hab und ob sie wahr ist.“, meinte George grinsend.

„Vermutlich steht dann morgen im Tagesprophet noch mal was ganz anderes. Letztenendes hat sie vermutlich nur den Minister beleidigt, indem sie was gesagt hat, das er nicht wahr haben wollte.“, meinte Harry missmutig.


Was den Wetterbericht anging, schien Ambrosius Flume allerdings recht zu behalten. Gerade als sie Hogsmead verließen, traf Hermine ein erster Regentropfen. Es wurde rasch windig und die Wolken kamen so richtig in Fahrt. Hermine und die anderen stapften also mit übergezogenen Kapuzen möglichst rasch den langsam schlammiger werdenden Pfad entlang. Auf halbem Weg, blieb Ron plötzlich vor einem Hügel stehen.

„Seht mal da. Da liegt was, das glitzert.“, sagte er und deutete schräg nach vorne an den Fuß des Hügels. Mitten in der nassen Wiese schienen dort wirklich einige Punkte recht stark zu reflektieren. Es war fast so als würden dort Glühwürmchen auf der Wiese sitzen.
„Kommt wir sehen mal nach. Vielleicht, ähm liegen da Geldmünzen oder öhm Edelsteine… oder so.“, meinte er und lief auf die glitzernden Stellen zu.

„Edelsteine? Mitten auf der Wiese?“, fragte Hermine skeptisch. Aber dennoch war sie neugierig und lief Ron hinterher.
Ron war als erstes bei einem der leuchtenden Flecken. Er beugte sich auf den Boden, hob das glitzernde Etwas auf und begutachtete es ausführlich. Es war zwar gleichmäßig breit und lang, jedoch sehr flach und am Rand zwar nicht glatt, jedoch seltsam gleichmäßig geformt.
„Also ein natürlicher Stein oder so was scheint es nicht zu sein. Aber ich habe keine Ahnung was genau es ist“, meinte er.

„Lebt es?“, fragte Hermine.

„Nein, ich glaube nicht, jedenfalls regt es sich nicht. Es glitzert einfach, deswegen kann ich auf der Oberfläche gar nichts erkennen.“, antwortete Ron.

Harry und die anderen hatten gar nichts von alledem mitbekommen. Ron und Hermine waren als letzte gelaufen und Harry war mit seinen Gedanken sowieso ganz woanders. Als sie mitbekamen dass die beiden sich absetzten blieben sie aber stehen und warteten.
„Hey was treibt ihr denn da?“, rief Harry.

„Ron wir sollten zusehen, dass wir zum Schloss kommen, wir werden noch völlig durchnässt hier.“, sagte Hermine zu Ron gewandt, und Harry rief sie zu „Wir kommen gleich!“

„Ja, aber lass uns diese Dinger hier mitnehmen. Es liegen ja nur ein paar hier herum.“, sagte Ron und fing an die restlichen Teile einzusammeln. Hermine half ihm und sie stopften sich beide je eine handvoll glitzernder Plättchen in die Taschen. Inzwischen zogen noch dunklere Wolken auf. Als sie alle hatten und zurückliefen, sahen sie in der Ferne einen Blitz und kurz darauf lautes Donnergrollen. Die anderen waren schon ungeduldig.

„Was war denn da?“ fragte Harry.

„Ach Ron hat da was gefunden, aber lasst uns jetzt erstmal zusehen dass wir nach Hogwarts kommen.“, antwortete Hermine, die als erste die Gruppe erreichte.

Im nächsten Moment legte das Gewitter auch richtig los. Von da an liefen sie so schnell es eben ging. Bis sie in Hogwarts waren, war es durch die Gewitterwolken schon dunkel und sie waren alle völlig durchnässt. Eigentlich genoss Hermine das irgendwie. Im Regen hatte sie sich irgendwie besonders lebendig gefühlt bei jedem Regentropfen der sie traf. Und nun spürte sie die nasse schwere Kleidung an jeder Stelle auf ihrer Haut. Sie mochte dieses Gefühl dass der ganz sanfte Druck überall am Körper auslöste. Aber allmählich wurde es doch ein bisschen kalt und sie bekam Gänsehaut. Madam Pomfrey entdeckte sie zufällig als sie ins Schloß kamen. Mit großem Gejammer, dass sie ja alle krank werden würden, zauberte sie jeden wieder trocken. Danach sahen alle aus, als hätten sie den Kopf erst in eine Waschmaschine gesteckt und dann zum trocknen einen Finger in die Steckdose. Aber das war ihnen für den Abend erst einmal egal.

„Und jetzt ab ins Bett, der Spruch macht zwar trocken aber auch müde. Und trinkt noch etwas bevor ihr schlafen geht, manchmal trocknet dieser Zauberspruch etwas zuviel aus. Am besten präventiv einen warmen Tee mit Honig vorm zu Bett gehen.“, meinte Madam Pomfrey und scheuchte sie in Richtung des Gemeinschaftsraums.

Sie gingen noch in der Küche vorbei und besorgten sich ein kleines Abendessen mit warmem Tee. Anschließend wanderten sie alle erschöpft direkt in ihren Schlafsaal. Hermine verlor auch keinen Gedanken mehr an die Glitzerteile die sich in ihren Taschen befanden. Sie streifte den Umhang ab, zog ihr Nachtkleid an und fiel erschöpft in ihr Bett. Noch eine Weile drehten sich ihre Gedanken um die verhaftete Frau. Dann glitt sie irgendwann in einen sanften Schlaf hinab.


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