
von Lord Marijo
Einige Minuten später wachten Jake und Mike wieder auf, sie saßen neben Mister Cragg, Mrs. Cragg und Dan. Tante und jüngerer Bruder, der Jeff hieß, saßen weiter weg. Die Seelen lachten laut auf und bewachten die neuen Opfer. Ihre Zauberstäbe waren beim großen Kerl mit dem Riesenhammer. Sie sahen wie Menschen aus, doch trotzdem waren es nur Seelen die Sklaven eines Tyrannen waren. Plötzlich hörte man Geräusche einer Schlange, die Seelen wussten wer kam, ihr Gebieter. Als Jack Nighy den Trümmerhaufen betrat, sah er sich in Ruhe um, sein linker Schlangenarm war unruhig, es wollte fressen.
Er kam von der Seite, wo Mister Craggs Tante saß, gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder, Jeff. Er sah sich die beiden an und grinste leicht.
„Ich kann eure Angst riechen, und die stinkt!“ sagte er offen und ehrlich.
Er schüttelte den Kopf, der Schlangenarm sah währenddessen zu Mike und Jake. Die Tante zitterte, sie begann zu weinen und laut aufzuschreien. Sie fürchtete sich, sie wollte noch nicht sterben.
Nighy zuckte mit den Schultern und zog sein langes Schwert, er durchbohrte ihr Herz und steckte sein Schwert zurück in die Scheide. Dan weinte weiter, er musste sehen wie ein Familienmitglied getötet wurde.
„Für so etwas habe ich keine Verwendung“ sagte Nighy zu seinen Seelen, die nur auf und ab nickten.
Er ging nun zu Jeff, er war schwer verletzt, allerdings brauchbar.
„Ich bin der Herrscher aller Seelen, ich entscheide was mit euch passiert. Einige von euch werden auf der Stelle vernichtet, da sie zu nichts zu gebrauchen sind. Die anderen werden mir dienen und andere Seelen einsammeln“ erklärte Jack Nighy mit lauter Stimme.
Plötzlich fiel Jeff auf den Boden, seine Seele stand auf und sah sich geschockt um. Seine Seele wurde auf die Dead Sea gebracht. Nun waren die Eltern dran, Sünder, sie hatten die Regeln gebrochen, sie mussten ihren Körper aufgeben.
„Mister Cragg, Sie haben die Regeln gebrochen. Vor 24 Tagen haben sie ihren Mitarbeiter umgebracht. Man nahm an, es wäre Selbstmord gewesen. Zur Strafe werden Sie mir nun für 36 Jahre dienen, ebenso Ihre Ehefrau, die für 4 Jahre unter meinem Dienst stehen wird“ sagte Jack Nighy wütend und sah nun zu Dan, der immer noch weinte, allerdings beruhigte er sich, als er seinen wütenden Blick sah.
Er ging nu zum Jungen und grinste leicht, sein Schlangenarm steckte die Zunge raus.
„Er ist viel zu jung“ sagte Jack Nighy und zog erneut sein Schwert, er enthauptete Dan, sein Körper fiel auf den Boden, Jake und Mike schrieen.
„NEIN!“
Nighy drehte sich zu den beiden, sein Schwert immer noch in seiner rechten Hand.
„Und wer seid ihr? Ihr gehört nicht zu dieser Familie“ bemerkte er, sein Blick blieb bei Mike stehen, nun lachte er laut auf.
„Mister Charlston, ich habe mich schon gefragt, wann Sie auftauchen würden. Euer Vater war so nett und erzählte mir, was Sie vor haben“ sagte er lachend, sein Schwert steckte er wieder in seine Scheide zurück.
Mike sah zum Körper des Jungen, er war wütend. Er könnte ihn nun angreifen, doch Nighy würde ihn nur töten. Jake zitterte, er lernte einer der mächtigsten Zauberer kennen.
„Nun, sprecht endlich!“ verlangte Nighy wütend und sah hin und her.
Jack Nighy war dafür bekannt die Gedanken zu lesen, so hatte er immer einen großen Vorteil im Kampf.
Chris Randel!
Nighy drehte sich um, er sah zum großen Kerl mit dem Riesenhammer.
„Macht das Schiff bereit, wir fliegen zu diesem Hügel!“ sagte er und zeigte mit seiner rechten Hand auf einen Hügel, wo sich Chris befand.
Nun habe ich endlich die Seelen, die ich immer schon haben wollte, dachte sich Nighy und grinste teuflisch.
Chris saß auf der Wiese, er wartete immer noch auf das Zeichen. Hoffentlich passierte ihnen nichts. Als er aufstand, standen plötzlich mehr als 20 Seelen auf der wiese, sie kicherten und richteten ihre Zauberstäbe auf Chris. Er zuckte zusammen, als Nighys Schlangenarm vor seinem Gesicht auftauchte.
„Mister Randel, ich habe Sie bereits erwartet“ sagte Nighy kichernd.
Chris drehte sich um, er hatte Angst. Jake und Mike wurden bereits auf die Dead Sea gebracht, dort wurden sie eingewiesen.
„Jack Nighy.“
Die Seelen lachten laut auf, ihr Gebieter war mächtig, niemand konnte ihm die Stirn bieten, nicht mal der große Chris Randel. In den letzten 499 Jahren führte Nighy große Schlachten, der Sieger stand bereits am Anfang der Schlacht fest.
„Nun, Mister Randel. Ich habe Ihren Cousin und Mister Charlston auf mein schiff gebracht. Allerdings werde ich Sie jetzt nicht auf mein Schiff bringen, da Sie für mich etwas erledigen müssen“ erklärte Nighy und spazierte auf und ab.
Chris verstand nicht ganz. Er wusste, dass man seine Seele haben wollte, doch den genauen Grund kannte er nicht.
„Meine Seele ist für dich wohl wichtig“ bemerkte Chris.
Nighy fletschte seine zähne, sein Schlangenarm wurde wütend, da sie es als eine Beleidigung ansah.
„Ihre Familie ist verflucht. Mörder, das seid ihr. Jede Seele eurer Familie gehört mir.“
Chris schüttelte den Kopf und schritt zurück.
„NEIN! Meine Seele gehört niemanden. Und einer wie du, kontrolliert das Reich der Seelen? Das ist lächerlich!“ sagte Chris mit erhobener Stimme.
Jack Nighy zuckte mit seinem Kopf.
„Wenn Sie ihre Freunde wieder sehen wollen, dann bringen Sie mir Maximilian und Maria Randel. Ich tausche gerne Gefangene gegen ein paar mächtige Seelen aus.“
Chris schüttelte erneut den Kopf.
„Das werde ich nicht machen.“
Die Seelen wurden nun ruhig. Noch niemand wagte es, Jack Nighy zu widersprechen oder ein Angebot abzuschlagen.
Jack nickte dem Riesen zu, er brachte Jake her, der immer noch zitterte. Chris wollte ihm helfen, doch die Seelen hielten ihm zurück.
„Wie Sie wollen“ sagte Nighy, zog erneut sein Schwert und stich Jack in die linke Schulter.
„Nein, Jake!“ schrie Chris, er wollte ihm helfen, doch er wurde zurückgedrängt.
„Sie haben keine andere Wahl. Beim nächsten Mal bringe ich beide um. Außerdem werden meine Seelen die Zauberwelt vernichten. Entscheiden Sie sich!“ verlangte Nighy und spazierte erneut auf und ab.
Chris nickte, er nahm das Angebot an, auch, wenn er seine Familie nicht opfern wollte.
„Perfekt. Nächste Woche, um diese Zeit, erwarte ich Sie genau hier. Sollten sie nicht auftauchen, wird die Zauberwelt leiden“ sagte Nighy, lachte laut auf und löste sich in Luft auf. Die Seelen kehrten zum Schiff zurück, Jake nahmen sie mit.
Chris blieb zurück, er setzte sich hin, Tränen flossen die Wange hinunter. Er musste seine Freunde retten, doch wie?
Nighy war ein mächtiger Gegner, alleine würde er niemals eine Chance haben.
Leona betrat ein altes Dorf, nur wenige lebten hier, die Bewohner waren Muggel. Leona gab bereits die Hoffnung auf, sie würde Mike und Chris nicht mehr finden. Sie hatte keine Ahnung wo sie hier war, doch als sie über eine Person stolperte schrie sie ihn an.
„Spinnst du jetzt total?“ fragte sie ihn, doch als er sich umdrehte, erkannte sie das Gesicht.
Es war ihr Bruder, den sie Jahre lang nicht mehr sah. Sie brach in Tränen aus und umarmte ihn.
„David? Oh mein Gott, du hier. Ich kann es immer noch nicht glauben“ sagte sie, er lächelte leicht und umarmte sie weiter, er hatte seine Schwester wieder, seine wunderbare Schwester.
„Leona, du schaust wunderbar aus, aber wieso bist du hier?“ fragte er sie, erneut umarmte sie ihn.
Die Geschwister waren endlich wieder zusammen. Man nahm an, dass David starb, doch er lebte, ja, er lebte tatsächlich.
„Es ist eine lange Geschichte. Meine Güte, ich habe dir so viel zu erzählen, David“ sagte sie aufgeregt.
Er nickte.
„Dann erzähle mir alles“ sagte er und gingen die Straße entlang.
Vor einigen Jahren machte David einen Fehler, so wurde er vom Zaubereiministerium verbannt. Er stand auf der falschen Seite, er verteidigte Albus Dumbledore, so brachte man ihn weg, er musste in der Muggelwelt leben.
Seine Eltern gaben die Hoffnung auf, man dachte er wäre bereits tot. Auch er war ein Vampirjäger, doch er wollte für das Ministerium arbeiten, auch hier traf er die falsche Entscheidung.
Er würde jede Chance ausnutzen, um wieder beim Ministerium arbeiten zu dürfen. Er würde alles und jeden opfern, sogar seine Schwester...
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