
von Lord Marijo
Es war ein dunkler Raum, ein kleines Fenster hatte man in der Ecke eingebaut, damit das Licht des Mondes leicht hineinscheinen konnte. Allerdings konnte man kaum etwas sehen, sich selbst konnte man nicht sehen. Hinten öffnete sich eine kleine braune Tür, die Person ging weiter, verließ den Raum und kam nun in einer Grabkammer an. Die Person sah sich langsam um, nichts war ihm hier fremd gewesen. Plötzlich explodierte der Sarg, der direkt vor ihm lag und eine Riesenfledermaus sprang heraus. Nein, es war keine Fledermaus, es war ein Vampir, der mächtigste Vampirfürst in der Zauberwelt: Marcus.
Die Person fiel nach hinten. Marcus streckte seinen rechten Arm nach ihm aus.
„DU GEHÖRST MIR!“ schrie Marcus laut auf, alles war nun verschwommen, dunkel...
Marko sprang auf, sein ganzer Körper war nass. Er sah nach links, zum anderen Bett, wo sein bester Freund, James, lag. Er konnte diese laute Stimme immer noch in seinem Kopf hören. Er wusste nicht, ob es die Realität war, oder nur ein Albtraum, doch es fühlte sich so an, als wäre er richtig dabei gewesen.
Lady Red spazierte durch die Gänge des Zaubereiministeriums, sie öffnete eine Tür und ging auf den Zaubereiminister zu. Einige Minuten später verließ sie wieder das Büro, und gleich danach das Ministerium. Sie verwandelte sich in eine Fledermaus und flog quer über das Land. Es war eine lange Reise gewesen, doch sie erreichte am Abend endlich ihr Ziel. Sie verwandelte sich zurück in einen Menschen und betrat Marcus Grabkammer, wo sie auch Alexander Sarajevo und Lady Death entdeckte. Beide sprachen miteinander, sie erzählten sich alte Geschichten, doch Lady Red unterbrach sie.
„Wir haben bereits Mitte Oktober, es wird Zeit unseren Plan fortzusetzen“ sagte sie mit ihrer kalten Stimme, Lady Death nickte leicht auf und ab, ballte ihre Hände zu Fäusten und konnte es kaum noch erwarten, Chris Randel zu töten.
Lady Red konnte ihren Hass deutlich spüren. Sie selbst lebte schließlich mit chris in einem Haus, sie war seine Ehefrau, die Mutter seiner Tochter und Mutter seines Stiefsohnes. Ja, sie hatte es geschafft in sein Leben einzudringen und so zu tun, als wäre sie eine wunderbare gute Ehefrau, doch sie war böse. Lady Red, Katarina Randel, war ein Vampir gewesen, die nur für Marcus arbeitete. Sie wollte ihn wieder erwecken und mit ihm die Zauberwelt beherrschen. Alexander klopfte ihr an die Schultern, sie verzog das Gesicht und sah ihn fragend an.
„Nun, jetzt seid ihr zwei im Ministerium. Trotzdem verstehe ich noch immer nicht, wie das Randel vernichten soll.“
Lady Red und Lady Death lächelten leicht.
„Ich werde in den nächsten Tagen nach Hogwarts gehen. Das Schloss werde ich mir anschauen, und sollte ich etwas entdecken, dass den Schülern schaden könnte, dann lass ich die Schule schließen“ erklärte Lady Death, nun fuhr Lady Red mit dem Plan fort.
„sobald die Schule geschossen wurde, werde ich dafür sorgen, dass sein privates Leben untergeht. Als erstes werde ich ihn betrügen, mich scheiden lassen, ihm die Kinder wegnehmen und zu guter letzt,“
„werde ich ihn töten“ beendete Lady Death den Satz.
Alexander grinste teuflisch, er wusste, dass die Frauen richtige Monster waren. Er kannte sie bereits sehr gut und hoffte natürlich, dass alles schief ging. Denn er selbst wollte mehr als nur ein Diener von Marcus sein. Er wollte selbst alles kontrollieren. Doch zuerst müsste er Marcus aus dem Weg räumen, allerdings musste er noch warten. Marcus war noch sehr schwach, selbst nach seiner Rückkehr würde er ein leichter Gegner sein.
„Nicht mehr lange und er ist wieder da. Dann wird sich alles verändern, alles wird wieder so, wie früher“ sagte Lady Red und lachte laut auf.
Tage später begann es erneut zu regnen, diesmal hielt der Regen lange an.
Sirius kam endlich am Boden an, die Rutsche war lang gewesen und dreckig. Er sah sich ein wenig um, überall lagen große Felsen, nach der Beschreibung seines Vaters, passte das ganz und gar nicht. Vieles hatte sich hier verändert. Doch das sollte ihm nicht kümmern.
Sirius wartete noch auf seinen neuen besten Freund- ja, Joel wurde für Sirius ein guter Freund. Während Sirius wartete, räumte er zwischendurch auch die großen Felsen weg, damit sie sofort weiter gehen konnten. Nun kam auch endlich Joel an, er landete etwas unsanft, stand auf und sah sich um. Er war noch nie zuvor hier gewesen. Er ging zu Sirius und blieb neben ihm stehen. Er fragte sich ständig, was nun geschehen würde. Sirius sah ihn an.
„Komm“ sagte Sirius, Joel folgte ihm durch etwas, das wie eine Kanalisation aussah.
Der Weg war dreckig gewesen, es befanden sich sogar seltsame Schleimspuren am Boden, die Sirius noch nie zuvor gesehen hatte. Als sie dann weiter gingen, an den Schleimspuren vorbei, leuchteten zwei große rote Punkte im Schleim, die aber dann sofort wieder verschwanden.
Beide kamen nun bei einer Tür an, an der viele Schlangen abgebildet waren. Sirius zischte, die Tür öffnete sich, er ging hindurch und Joel folgte ihm weiterhin still.
Als sie weiter hineingingen, befanden sie sich in einem großen Raum, wo eine große Statue war, von Salazar Slytherin. Sirius und Joel betrachteten die Statue, schließlich brach Sirius Godric Riddle die Stille.
„Wie du dir vielleicht schon gedacht hast, ist das hier die Kammer des Schreckens. Der Fluch wurde aufgehoben, so konnte ich hier wieder rein gehen, es ist jetzt mein Hauptquartier. Komm.“
Joel hörte Sirius interessiert zu.
Sirius ging weiter zur Statue, wo ein Tisch mit bequemen Sesseln war, und ein Kessel. Eine silberne Flüssigkeit schwamm im Kessel, Sirius sah Joel an.
„Veritaserum.“
Joel sah sich die Flüssigkeit an, er nickte leicht.
Nun gingen beide weiter, kamen dann bei einer großen Tür an, blieben dort eine Weile stehen. Joel war beeindruckt, er hatte in seiner Kindheit öfters an die Kammer des Schreckens gedacht. Er stellte sich öfters vor, dass die Kammer ein Ort der Folter war. Aber niemals hätte er gedacht, dass er diese Kammer eines Tages betreten würde. Natürlich dachte er immer, dass sich hier gefährliche Schlangen und Fledermäuse befanden, die, die Schüler Hogwarts hier töten. Auch hatte er sich vorgestellt, dass die alten Todesser hier, ihren Frieden fanden.
Zwei dunkle Gestalten näherten sich den beiden, und knieten vor Sirius nieder. Sirius nickte beiden zu, sofort erhoben sie sich wieder und sahen ihren Gebieter an.
„Joel, das hier sind Todesser, für besondere Zwecke. Ihre Namen darf ich dir nicht verraten, aus Sicherheitsgründen. Sie werden uns helfen, die Schule zu reinigen“ sagte Sirius mit seiner kühlen Stimme, Joel nickte und sah die Todesser an.
Nun setzte sich Sirius hin, zauberte einen langen Tisch hervor, die Todesser setzten sich hin.
Natürlich hatte Joel gehört, dass die Todesser vor einigen Jahren beinahe komplett ausgelöscht worden sind. Schließlich folgten sie einem mächtigen Zauberer, der es beinahe schaffte die Zauberwelt zu reinigen. Aber sie wurden am Ende verraten, wurden Opfer von den Zauberern und mussten sich wieder zurückziehen, bis ihr neuer Gebieter bereit war, um sie zu führen.
Joels Vater hatte ihm auch vieles über die Anhänger Voldemorts erzählt, aber für die Vampire in Otopia waren sie gar nichts, nichts weiter, als Sklaven. Joel war beeindruckt, er hatte niemals zuvor einen Todesser sehen können.
Langsam setzte auch er sich hin und sah zu Sirius.
„Nun Joel, wir müssen einiges bereden. So, über dich, Tom und die Professoren haben wir genug Informationen, aber was ist mir dieser Watson oder mit dieser irren Noir?“ fragte Sirius und sah Joel, den kleinen halben Vampir an.
Er überlegte eine Weile und antwortete schließlich.
„Über Kathlee.. Ich meinte, über Watson habe ich keine Informationen, aber ich konnte in ihren Augen lesen, dass sie ebenfalls Parsel kann. Aber vielleicht habe ich mich da nur getäuscht, und nun zu Noir.“
Joels linke Hand zitterte leicht, denn er wollte nicht über Kathleen sprechen, schließlich mochte er sie, auch, wenn er das nicht durfte. In der Vergangenheit kam es öfters zu solchen Fällen, doch ein Slytherin durfte nie jemanden aus Gryffindor mögen.
In den letzten Wochen hatte sich so einiges getan in Hogwarts. Es stellte sich heraus, dass Noir du lac eine Krankheit hatte, die man nicht heilen konnte. Außerdem kümmerte sich Eli Strobolz um sie, er hatte sie lieb gewonnen.
Und Joel und Kathleen wurden zu Freunden...
„Über Noir weiß ich nicht viel, ich weiß so viel, wie du. Ich könnte zwar in das Büro des Schulleiters gehen, natürlich hineinschleichen und einiges herausfinden“ meinte Joel und sah Sirius an, er wartete nun auf seine Reaktion.
„Nenn sie ruhig Kathleen“ sagte Sirius, Joel nickte leicht und schwitzte.
„Noir muss mehr sein, als eine kleine Verrückte, die in der Schule herumspaziert. Warum würde Randel sie denn hier haben wollen?“ fragte er Joel, die anderen zwei Todesser sahen auf die Tischplatte und verhielten sich ruhig.
Joel Brown zuckte mit den Achseln, er selbst wusste es nicht und es war ein Rätsel für ihm.
„Nun, ich habe vor einigen Tagen gehört, dass Strobolz sie in sein Zimmer brachte. Vielleicht tut sie ja nur so, als wäre sie verrückt? Ich meine, sie ist nicht umsonst in Slytherin“ meinte Joel.
„Nun, dann finde mal heraus, was mit ihr los ist. Ich muss für einige Tage das Schloss verlassen, das heißt, du musst das Gerücht verbreiten, dass ich eine Krankheit habe die mal nicht mit einer normalen Medizin heilen kann“ sagte Sirius Godric Riddle, er sah kurz hinüber zu den Todessern, dann wieder zu Joel.
Joel nickte leicht, natürlich würde er alles für Sirius machen.
Sirius erklärte den Todessern noch, ihre Aufgabe, denn nun mussten sie Joel überwachen, damit ihm nichts passieren konnte. Sirius und Joel verließen wieder die Kammer des Schreckens.
Da Sirius nun einige Tage nicht da war, entschloss sich Joel, in der Nacht in das Büro des Schulleiters einzubrechen. Er suchte nach den Akten von David Fire, Kathleen Watson und Noir du lac.
Nachdem er die Akten gefunden hat, nahm er sie mit in den Gemeinschaftsraum der Slytherins und wartete bis Sirius wieder zurückkehrte. Natürlich hatte er sich das Schulleben anders vorgestellt, doch das war ihm nun egal, denn er hatte einen guten Freund gewonnen und eine sehr gute Freundin.
Am nächsten morgen saß Chris Randel in seinem Büro, er hatte nicht mitbekommen, dass die Akten von drei Schülern verschwunden waren. Er ging einige Formulare durch, die er vom Zaubereiministerium bekam. Plötzlich klopfte es an der Tür, die Tür öffnete sich und eine wunderschöne junge Frau stand beim Eingang. Chris konnte den Mund nicht mehr schließen, er zitterte am ganzen Körper.
„Hallo, Chris“ sagte die junge Frau und trat ein, sie schloss hinter sich die Tür und ging zum Schreibtisch.
Er hatte sie seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen, ihre Schönheit hat er allerdings nicht vergessen. Er hätte niemals gedacht, dass sie jemals wieder zurückkehren würde, doch nun stand sie da: Lady Death.
Lady Death setzte sich hin und sah ihren Traummann an, nein, ihre einzige und große Liebe.
„Guten Morgen, Mister Randel. Das Ministerium hat mich her geschickt, um die Schule zu durchsuchen, der Minister hat Ihnen bestimmt schon einige Informationen gegeben“ begann sie zu sprechen, doch Chris sagte noch immer nichts, er saß still da und sah sie mit ernster Miene an.
„Was willst du hier.“
Lady Death lächelte breit, natürlich wusste sie, dass er geschockt sein würde, und das erfreute sie nur.
„Vor Jahren hätte ich dich töten sollen, und ich hatte auch die Gelegenheit dazu, aber ich habe gewartet. Denn ich wollte dich leiden sehen. Du hast mein Leben zerstört, und nun werde ich dein Leben zerstören“ sagte sie, in ihren Augen füllten sich die Tränen, doch sie war zornig.
Lady Death verließ wieder das Büro, nachdem sie ihm die nötigen Informationen gab. Er las sich alles durch und musste sofort etwas unternehmen, aber was nur? Er konnte sie nicht aus der Schule schmeißen, da sie im Auftrag des Ministers hier war. Diesen Tag hätte er kommen sehen sollen, aber er hat es nicht.
Lady Death spazierte den Gang entlang, sie sah die Schüler herumrennen, einige lachten, einige anderen lästerten über einen anderen Schüler, doch ein Schüler fiel ihr sofort ins Auge: Joel Brown.
Natürlich kannte sie sein Geheimnis, und sie würde sogar versuchen ihn zu töten, so, wie es ihr Meister verlangte.
Eine neue dunkle Zeit hat begonnen....
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel