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Fanfiction

Verführung einer Zauberin - Den Vorteil aus der Situation ziehen

von Dumbledoria

Den Vorteil aus der Situation ziehen

Hermine kniete zwischen Harrys Beinen vor dem Sofa und wiegte seinen Kopf an ihrer Brust. Es war das erste Mal, dass er richtig weinte, aber es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es aus ihm heraus brach. Die Nachricht, die sie eben erfahren hatten, traf alle hart, doch niemanden so hart wie Harry. „Sshh“, beruhigte sie ihn. „Alles wird gut Harry. Irgendwie. Ich verspreche es dir.” Mit seinen Armen umschlang er sie und wiegte sich mit ihr vor und zurück.
„Mine, er ist weg. Ich kann es nicht glauben”, schluchzte Harry erstickt. Die Verzweiflung in seiner Stimme brachte Hermine wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und sie erlaubte ihren Tränen sich mit seinen zu vermischen. Ein anderes Paar Arme umschlang die Beiden und noch mehr Tränen der Verzweiflung flossen. „Ron, er ist weg“, murmelte Harry rau.
„Ich weiß mein Freund, ich weiß”, war Rons sanfte Antwort. „Der Orden ist jetzt da. Wir müssen gehen.“
”Warum er?”
„Weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war”, wisperte er.
„Snape, waren Sie da?”, schnappte Harry ärgerlich.
Verärgert schüttelte Professor Snape seinen Kopf und seine Augenbraue hob sich. „Wie immer ein Balg, nicht wahr Potter?”
„Jetzt ist nicht die Zeit dafür Harry”, sagte Dumbledore sanft. „Später werden deine Sachen, zusammen mit denen von den anderen, hergebracht. Ron, du wirst mit deinem Vater und Bill gehen. Harry, du wirst mit mir kommen. Hermine, du mit Severus, und Ginny wird mit Molly und Moody gehen. Die anderen werden die Lockvögel spielen. Wir müssen schnell aufbrechen und werden uns morgen in Hogwarts treffen, bevor der Rest der Schüler mit dem Zug eintrifft. Nehmt nur das mit, was ihr für eine Nacht braucht.“

Geschockt schnappte Hermine nach Luft. Sie würde mit Professor Snape irgendwo übernachten. Warum? Jeder andere schien zu zweit mit seiner Begleitperson zu sein. Gedankenlos ergriff sie die Hand, die sich ihr entgegenstreckte, stand schnell auf und löste sich damit von Harry und Ron. „Ich vertraue darauf, dass Sie in der Lage sein werden, wirklich nur das mitzunehmen, was Sie für einen Nacht benötigen?“, fragte Professor Snape und sah sie besorgt an.
Sie nickte und ging so schnell sie konnte auf ihr Zimmer. Auch Ginny war dort und packte einige Dinge in eine kleine Tasche ein. „Warum kann ich nicht mit dir mitgehen?“, fragte Hermine, als auch sie einige Dinge in ihre Tasche verstaute, ohne darauf zu achten, was sie überhaupt einpackte.
„Es wurde gelost. Mum sagte, sie komme mit mir, egal was passieren würde und als Moody meinen Namen gezogen hatte, hat sie ihm das sofort verklickert. Als Bill Rons Namen gezogen hatte, wollte Dad mit. Natürlich hat Dumbledore Harry gezogen. Wer hätte das gedacht?“, sagte sie bitter. „Wen hast du bekommen?”
„Professor Snape”, flüsterte sie.
„Besser mit ihm, als mit Tonks. Sie ist eine wandelnde Bedrohung“, sagte Ginny säuerlich.
Seit die Sommerferien begonnen hatten, wusste Hermine, dass Ginny Tonks plötzlich nicht mehr leiden konnte. Sie fragte sich, ob es etwas damit zu tun hatte, weil Remus und Tonks ein Paar geworden waren. Wie es aussah, hatte Ginny eine „Beziehung“ zu dem Werwolf aufgebaut, nachdem sie ihren Freund im letzten Jahr verloren hatte. Obwohl er nie die Grenzen zu ihr überschritten hatte, war sie eifersüchtig auf Tonks, da sie gehofft hatte, er würde Single bleiben bis sie volljährig war.
„Wie wahr. Ich bin fertig, sei vorsichtig”, sagte sie, bemüht, sich nicht zu streiten.
„Das werden wir. Du auch auf dich.”
Hermine verließ ihr Zimmer und fand Professor Snape wartend an der Tür. „Wir werden das Gebäude durch die Hintertür verlassen, schnell zum Bach gehen und ich werde uns dorthin apparieren, wo wir hin müssen. Es wird nicht gesprochen, haben Sie verstanden?“
„Ja, Sir.”
„Sehr gut”, sagte er und packte sie am Oberarm. „Los jetzt.” Sie hatte keine Wahl und musste ihm folgen. Als sie an den anderen vorbeigingen, die ebenfalls dabei waren das Haus zu verlassen, bemerkte sie, dass Tonks ihre Haare ähnlich wie sie frisiert hatte. „Lockvogel“, sagte der Professor, als er ihr Starren bemerkte.
In diesem Moment stürmten Millionen Dinge auf Hermine ein. Wo würde er sie hinbringen? Warum mussten sie paarweise das Haus verlassen und Lockvögel einsetzten? War das Hauptquartier unsicher? Gerade als sie die Hintertür erreichten konnte sie „Mine“ hören und drehte sich herum. Es war Ron, der auf sie zu rannte. Sie befreite sich aus dem Griff von Snape und umarmte ihn heftig. „Sei vorsichtig. Ich liebe dich“, sagte er emotional.
„Das werde ich. Ich liebe dich“, wisperte sie.
„Das reicht”, schnappte Professor Snape, zog sie zu sich zurück und schritt Richtung Tür. „Sagen Sie Lebewohl.“

Sie winkte Ron noch einmal zu, bevor sie sich umdrehte und mit dem dunklen Mann mitging.
Sobald die Nachtluft sie verschluckte, fröstelte sie. Es war nicht wirklich kalt. Irgendetwas lag in der Luft, etwas unheimliches, etwas falsches. Als sie stehen blieben, legte der Zaubertrankmeister ihre Arme um seinen Körper. „Halten Sie sich an mir fest“, befahl er. Sie tat wie befohlen. Einige Momente später apparierten sie in eine dunkle Allee. „Seien Sie still”, sagte er streng und sie wagte es nicht, auch nur einen Muskel zu bewegen. Ihr Gesicht war fest in seine Robe und an seiner Brust vergraben. Ein wohlriechender Duft von Aftershave zog sie an wie ein Magnet. Ohne eine Vorwarnung apparierten sie erneut. Dieses Mal landeten sie in einem kleinen Raum, der nicht größer als die Küche im Grimmauld Platz 12 war. Es gab keine Couch und kein Bett. Sie fragte sich, ob sie beabsichtigten hier zu übernachten oder nur Halt machten, um sicher zu gehen, dass ihnen niemand folgte. „Noch einmal Miss Granger“, sagte er sanft. Knall. Wieder waren sie in einem Raum, aber hier gab es, in der Nähe des Kamins, eine Matratze auf dem Boden und eine Toilette, die von einem Vorhang teilweise verdeckt wurde.
Angeekelt sah sich Snape um und löste sich von ihr. „Sicher ist es nicht das, wo er uns vermuten würde”, murmelte er ungläubig. „Gütiger Merlin“, seufzte er und zuckte mit den Schultern. „Machen Sie sich bettfertig Miss Granger.“
Für einen Moment weiteten sich ihre Augen. Wo sollte sie sich umziehen? Ihre Augen wanderten zu dem kleinen, behelfsmäßigem Klo. „Ok“, murmelte sie. Als sie dort drin war, versuchte sie den Vorhang so zu zuziehen, damit er sie komplett verbarg. Sie reparierte ein großes Loch im Material, bevor sie sich das Gesicht wusch, die Zähne putze und ihr Haar kämmte.
Anstatt ein Bad zu nehmen, entschied sie sich dafür, sich mit einem Lappen zu waschen. Schließlich hatte sie erst im Laufe des Tages eins genommen. Außerdem fühlte sie sich nicht wohl bei dem Gedanken, mit Snape in einem Raum zu sein, was nicht bedeuten sollte, sie würde ihm nicht trauen, aber komisch war es trotzdem. Schnell legte sie ihre Kleider ab und warf sie in der Nähe der Badewanne zu einem Haufen zusammen. Zügig wusch sie sich und beendete ihre Toilette in Rekordzeit. Sie schlüpfte in ihr Höschen und in ihr unvorteilhaftes Nachthemd und wünschte sich, sie hätte mehr darauf geachtet, was sie eingepackt hatte, aber sie war so in ihren Emotionen verstrickt gewesen, dass sie keinen Gedanken daran verschwendet hatte. Endlich schlüpfte sie hinaus und setzte sich auf die Matratze.

Professor Snape saß, mit seinem Mantel an die Wand gelehnt, seinen Kopf in der einen Hand haltend, während er in der anderen eine bernsteinfarbene Flüssigkeit hielt. Als eine große Spinne über den Boden krabbelte, quietschte Hermine auf und sicherte sich damit die Aufmerksamkeit des Mannes. „Spinne“, sagte sie erklärend. Plötzlich begann sie zu weinen, stumme Tränen tropfen auf die Matratze, als sie unter die frischen Laken, die er hingelegt haben musste, krabbelte. „Miss Granger, ich wusste gar nicht, dass Sie an Spinnenphobie leiden.
„Tue ich nicht”, sagte sie leise, wischte sich die Tränen weg und wandte sich mit dem Gesicht zu ihm. „Ron tut es“. Leise lachte sie. „Ich habe nur kurz daran gedacht, wie Hagrid versucht hätte sich mit ihr anzufreunden.” Diese Worte hatten wieder einen Tränenausbruch zur Folge. Nicht sehr begeistert sah der Mann sie an, setzte sich neben sie, berührte sie nicht, sah sie jedoch intensiv an.
„Aus diesem Grund sind er und sein Bruder gestorben. Es war seine Wahl. Hagrid hätte alles getan um den Schulleiter zu schützen und in dem er sein Leben gab, tat er es.“
Sich die letzten Tränen von Gesicht wischend, lächelte und nickte sie. „Genau das wird Harry brechen, Vol-.“
„Sprechen Sie nicht seinen Namen aus”, herrschte er sie streng an.
„Der Dunkle Lord wusste wahrscheinlich, dass das passieren würde. Er wollte es vermutlich auch so”, sagte sie traurig.
Für einen Moment wandte er den Blick von ihr ab. Sie wusste gar nicht, wie richtig sie lag. Sein Lord hatte ihn zu sich gerufen, kurz nachdem Hagrid und sein Bruder getötet worden waren. Natürlich wollte er diese Neuigkeit seinen Anhängern persönlich mitteilen und prahlte damit, was das wohl für ein Verlust für Potter und Dumbledore sein würde. Und er hatte Recht.
Der Schulleiter war fast genauso geschockt wie Potter gewesen, aber Severus fragte sich, ob er selbst zur Verschlechterung der Dinge beitrug, denn er fühlte sich schlecht. Hagrid war immer freundlich zu ihm gewesen, selbst als er noch Schüler in Hogwarts war. Der große Mann hatte immer versucht ihm das Gefühl zu vermitteln, willkommen zu sein. Leise seufzte er.
Würde der Dunkle Lord impulsiv handeln? Die letzten Tage zeigten, dass ein Feuer in Dumbledore erwacht war und Severus war sicher, dass Potter mehr denn je entschlossen war den Krieg zu gewinnen. „Versuchen Sie zu schlafen“, sagte er und sah auf das Mädchen hinab, welches neben ihm lag. Ihr nervöser Blick blieb nicht unbemerkt. „Mit mir sind Sie sicher Miss Granger. Ich werde die Nacht über wach bleiben. Schlafen Sie.”
„Sir, die Matratze ist groß genug. Ich glaube, Sie können auf der anderen Seite schlafen, ohne m-mich zu stören”, bot sie schüchtern an.
Er lächelte leicht. „Ich werde darüber nachdenken.” Während er seine Beine ausstreckte und sich weiter gegen die Matratze lehnte, starrte er ins Feuer. Severus traute sich selbst nicht, um neben ihr zu liegen, nicht jetzt. Als sie hinter dem Vorhang verschwunden war, hatte das Kerzenlicht ihre Silhouette durch den Vorhang schimmern lassen.
Er hatte ihr Profil im Schatten gesehen, als sie sich nackt ausgezogen hatte, um sich zu waschen und in ihre Schlafsachen zu schlüpfen. Sicher hatte sie sich nicht vorgestellt, neben ihm zu nächtigen, als sie schnell ihre Sachen gepackt hatte, sonst würde sie nicht dieses unpassende Ding tragen. Schamlos beäugte er ihren Aufzug und wusste, dass sie keinen BH darunter trug. Das einzige, was er tun konnte, war seine Augen auf ihr Gesicht zu heften, aber er stellte sie vor wie es war, nahe genug zu sein, um den Umriss und die Farbe ihrer Nippel zu sehen.

“Ja, ich werde in meiner Hose und in meinem Shirt schlafen. Ich werde mich nicht ausziehen und so schlafen, wie ich es sonst immer tue, sie würde sonst nicht sicher vor mir sein. Das ist die Zeit, ihr Vertrauen in mich zu wecken“. Es war ein leichtes gewesen ihren Namen zu ziehen. Er wollte auf keinen Fall einen der Weasleys aufs Auge gedrückt bekommen oder jemanden anderen der Gören beschützen.
Ihr gleichmäßiger Atem signalisierte ihm, dass er jetzt das Risiko eingehen konnte, seine Blase im behelfsmäßigen Badezimmer zu entleeren. Er hatte nicht vor gehabt, ihr seine Silhouette hinter dem Vorhang zu zeigen. So ging er zu der Toilette, erleichterte sich schnell, spülte sich den Mund aus und wollte das Badezimmer wieder verlassen. Eine kleine Schnur erregte seine Aufmerksamkeit. Severus bückte sich um den Kleiderhaufen auf dem Boden zu inspizieren. „Verflucht!“
Tatsächlich, oben auf dem Stapel lag ihr abgelegter Schlüpfer. Er schnappte ihn sich und blickte sehnsüchtig auf ihn herab. Seine Hexe hatte diese getragen, doch er würde es nicht wagen, ihn zu behalten. Es würde ihn anmachen und er sollte es so zurücklegen, wie er ihn gefunden hatte und hinausgehen.
„Verdammt”, murmelte er dunkel und versuchte sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. Er hob das kleine Stückchen Stoff hoch und inhalierte tief. „Ja“, zischte er zu sich selbst, als ihr lieblicher Geruch in seine Seele sickerte. Sein Glied versuchte Aufmerksamkeit zu erregen, doch die Enge seiner Hose verhinderte das schmerzlich. Er wollte sie.
Noch einmal inhalierte er tief, und schob den Stoff in eine geheime Tasche seiner Hose. Keiner, außer ihm, würde ihn hier finden. Er schritt Richtung Matratze, auf der Hermine lag und schlief. Sich die Schuhe von den Füßen kickend, begann er, seinen Gehrock aufzuknöpfen. Als er auch das ausgezogen hatte, erlaubte er sich einen Blick auf die schlafende Hexe zu werfen. Ein Knie stand angewinkelt während das andere Bein seitlich ausstreckt war. Das Shirt war hoch gerutscht und gab so einen Blick auf ihren Pfirsichfarbenen Schlüpfer frei. Verzweifelt begann er sein Hemd aufzuknöpfen. Er könnte sie haben und keiner würde davon erfahren. Es wäre ein Leichtes, ihr Gedächtnis zu verändern.

Nein. Das konnte er nicht mir ihr machen. Dazu war sie zu clever. Sie würde wissen, dass etwas nicht in Ordnung war und jedes Vertrauen, das er in dieser Nacht zu ihr aufgebaut hatte, würde verloren gehen und seine Pläne gefährden. „Reiß dich zusammen“, wisperte er und schob seine dunkle Seite von sich. Auf diesem Weg wollte er es nicht mir ihr tun. Ganz gleich welche Seite diesen Krieg gewinnen würde, sie würde sicher sein. Dafür würde er persönlich sorgen und dann würde sie sein werden. Diese Nacht könnte die Grundlage für ihre Beziehung werden. Langsam würde er sie in seine Falle locken und wenn sie erst mal sein Besitz war, würde sie ihm bis ans Ende der Welt folgen. Auch wenn er die Seite des Dunklen Lords wählen sollte. Darauf bedacht sie nicht zu berühren, legte er sich an den Rand der Matratze und sah ihr einfach beim Schlafen zu. Er hatte nicht gelogen, er würde die ganze Nacht wach bleiben, wenigstens die meiste Zeit. Es war unwahrscheinlich, dass die Todesser kommen würden um Potters Freundin zu ergreifen.
Momentan waren sie nicht einmal auf der Suche nach Potter, soviel wusste er. Der Dunkle Lord hatte Pläne mit Potter, aber diese würden bis zum Ende des Jahres nicht fertig sein. Dem Direktor gegenüber hatte er das erwähnt, doch der Mann hatte „nur“ Schutzmaßnahmen ergriffen. Wer war er um zu urteilen? Er selbst lag mit Hermine Granger im Bett. Nachdem er ihr nahezu zwei Stunden beim Atmen, dem Heben und Senken seiner Brust zugesehen hatte, erlag auch er dem Schlaf.

Hermines Augen öffneten sich nur so weit, um zu sehen, dass das Feuer erloschen war. Der Raum war komplett in Dunkelheit gehüllt. Um sich zu orientieren, bewegte sie den Kopf hin und her. Sie war nicht in ihrem Bett am Grimmauld Platz, sie war….Verdammt! Jetzt erinnerte sie sich wieder. Hagrids und Grawps Tod, die Aufteilung, um jeden schützen zu können und Professor Snape. Jetzt erst spürte sie, dass etwas nicht in Ordnung war. Eine Hand lag Besitz ergreifend auf ihrem Geschlecht. Ihr Schlüpfer war heruntergezogen und ein Finger hatte sich zu einer schmerzhaften Erkundung in ihr vertieft. „Oh“, schnappte sie und versuchte wegzurutschen. Eine Hand legte sich auf ihren Mund um ihre Schreie zu ersticken.
In dem Moment, als sie spürte, wie sich Zähne in ihrer Schulter versenkten, schrie sie leise auf und saß aufrecht.
Das Feuer brannte noch. Professor Snape lag, voll bekleidet, am anderen Ende der Matratze. Es war nur ein Traum gewesen. Ihr Schrei hatte ihn mit dem Zauberstab in der Hand aufschrecken lassen. „Was ist los? Eine Spinne?“, fragte er verschlafen.
„Alptraum”, keuchte sie. „Entschuldigung Sir.” Murmelnd legte er sich wieder hin. Sie bemerkte, wie er sich langsam ein wenig näher an sie heran schob und auch sie rückte ein wenig näher. Sie wollte sich sicher fühlen. Der Stress und die Ängste des Krieges waren zuviel. Nie würde Professor Snape so etwas mit ihr tun. Sie konnte ihm vertrauen. „Sir?“
„Hmm?”
„Ich habe Angst.”
„Brauchen Sie nicht. Wenn sie uns bist jetzt nicht gefunden haben, werden sie es auch nicht. Schlafen Sie wieder Hermine“, grummelte er.
Sie starrte ihn solange an, bis er leicht zu schnarchen anfing. Er hatte sie bei ihrem Vornamen genannt, immer war sie die Granger oder Miss Granger gewesen. Hermine lächelte schwach, es klang toll. Wenn er sie damit beruhigen wollte, so funktionierte es. Sofort wusste sie, dass das der Mann war, der alles riskierte, um sie zu schützen und für sie zu spionieren. Niemals würde er einen von ihnen verletzten.

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„Was für eine beschissene Art unser letztes Jahr zu beginnen”, sagte Ron und warf einen großen Stein in den See. „Ich meine, Hagrid ist tot. Das kann nicht gut sein. Wie ein Omen oder irgend so etwas.”
„Du hast Trelawneys Unterricht zu viel Beachtung geschenkt mein Freund”, sagte Harry feierlich. „Aber ich bin deiner Meinung. Die Dinge könnten besser stehen. Was zur Hölle hat Hagrid und Grawp dazu gebracht sich offen zu zeigen? Warum erzählen sie uns nichts?”
Ron nickte. „Ich habe versucht mit Dad und Bill zu sprechen, aber sie haben kein Wort gesagt. Er umarmte Hermine fester. „Was ist mit Snape? Hat die Fledermaus irgendetwas gesagt?”
„Nur, dass Hagrid für etwas gestorben ist, woran er geglaubt hat. Es hat sich so angehört, als sei er für Dumbledores Schutz gestorben“, sagte sie weich. „Hat Ginny etwas gehört?
„Nein. Sie hat versucht an der Tür zu lauschen, aber sie sagte, Moody hätte sie mit seinem verdammten Auge gesehen.”
„Oh. Ich denke wir sollten froh sein, weil momentan alles in Ordnung ist. Ich meine…die anderen sind alle sicher“, antwortete Hermine.
„Aber für wie lange?”, sagte Harry bitter. „Ich wünschte, ich wüsste, was uns erwartet.“ Ein lautes Heulen durchschnitt die Luft und die Vögel flatterten davon. „Fang!“ Er deutete zu den Länderein, wo ein lahmender Hund auf sie zu kam und das Trio lief ihm entgegen. „Du lebst. Du hast es geschafft, alleine nach Hause zu kommen.”
„Gerade noch so. Los, wir bringen ihm zu Raue-Pritsche”, drängte Ron.
“Ich werde gehen. Bleibt bei ihm”, sagte Hermine schnell und rannte so schnell sie konnte zum Schloss, ihr Ziel war das Lehrerzimmer, der einzige Ort, wo sie die Frau vermutete. Sie klopfte an die Tür und es dauerte einen Moment bevor sie geöffnet wurde. „Professor Snape. Ist Professor Raue-Pritsche da? Fang ist wieder da und er hatte schon bessere Tage gesehen.”
Er schritt zur Seite und bedeutete ihr einzutreten. Die Hexe, nach der sie suchte, rauchte eine Pfeife und unterhielt sich mit Madame Hooch. „Wilhemina? Miss Granger fragt nach deiner Hilfe. Wie es aussieht, hat Hagrids Hund den Weg zurück gefunden, aber braucht eine Behandlung.”

Die Hexe nickte, legte ihre Pfeife nieder und sagte: „Zeig ihn mir.” Schnell brachte sie Hermine dorthin, wo sie die Jungs zurückgelassen hatte. Fang heulte immer noch leise. Die Professorin zog ihren Zauberstab um Fang einer magischen Untersuchung zu unterziehen. „Na gut. Er wird eine Weile bei mir bleiben müssen, aber er wird bald wieder ganz der Alte werden.“
„Wo leben Sie?”, frage Harry plötzlich.
„Wo Sie es nicht vermuten”, sagte sie knapp. „Ich denke Sie gehen besser zurück zum Schloss und ziehen sich um. Bald werden die Schüler ankommen. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.”
Sie beobachten die Hexe, die mit einem hinter sich schwebenden Fang davon hing. „Was zur Hölle sollte das?“, fragte Ron skeptisch. „Ich wette, sie bekommt Hagrids Hütte. Er ist kaum kalt und sie ist hier um alles zu übernehmen.“
„Ron, einer muss seine Klassen übernehmen. Es ist nicht ihre Schuld”, sagte Hermine weich.
„Mag sein, aber sie wirkte selbstzufrieden oder? Diese Schachtel”, erwiderte er hitzig. „Ich sehe euch zwei später.”
Nachdem er gegangen war, beugte sich Harry hinüber und ergriff ihre Hand. „Er wird schon klarkommen.”
„Das hoffe ich”. Kurz drückte sie seine Hand und machten sich auf dem Weg zurück ins Schloss.

Aus der Ferne hatte Severus diesen kurzen Austausch beobachtet. Was fühlte Potter für sie? Es war das zweite Mal in zwei Tagen, dass der Junge sie zur Beruhigung berührte. Der Dunkle Lord würde das sehr interessant finden, oder? Es wäre unklug, ihn das wissen zu lassen, denn er könnte sonst andere Pläne für Hermine Granger schmieden. Nein, für den Moment würde er Stillschweigen bewahren. Nicht weil er glaubte, Potter sei in sie verliebt, aber sie fühlten sich einander verbunden, da war er sich sicher. Es würde ihn tatsächlich zerreißen sie zu verlieren. Ein süffisantes Lächeln umspielte Severus´ Lippen. „Zu spät Potter.“

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Hermine siedelte in ihr neue Unterkunft über und war erfreut, als Schulsprecherin einen privaten Raum für sich alleine zu haben. Eine Tür führte in den Korridor und die andere in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Falls sie die Jungs oder das unsinnige Geschnatter der Mädchen mal nicht ertragen konnte, konnte sie durch die andere Tür schnell hineinschlüpfen und hinausschlüpfen. Sie liebte es. Sie war erleichtert, als sie gehört hatte, dass Ernie Macmillan zum Schulsprecher auserwählt worden war, denn sie hatte befürchtet, es könnte Draco Malfoy werden. Wöchentliche Pflichten gemeinsam mit ihm zu erledigen war etwas, was nicht tun wollte. Ernie und sie waren gute Freunde geworden und die Aussicht mit ihm zu arbeiten war etwas, worauf sie sich freuen konnte. Harry war viel beschäftigt und Ron schien seltsam distanziert.
Seit seine Mutter sie beide vor unpassendem Benehmen gewarnt hatte, hatten sich seine Absichten geändert. Er nahm sie wirklich ernst. Als sie angekommen waren, hatten sie ein paar Minuten für sich gehabt und er hatte sie lediglich umarmt. Keine Versuche sie zu betatschen oder zu befummeln. Er hatte sie nicht einmal geküsste. Das brachte sie etwas durcheinander. Einerseits war sie froh, weil er sie nicht bedrängte, aber andererseits war sie auch beleidigt. Wollte er sie nicht mehr? Sie wollte ihn nicht verlieren, nicht nach all dem was geschehen war. Sie brauchte ihn. Vielleicht sollte sie Ernie um Rat fragen. Er und Hannah schienen prima zu recht zu kommen. Ihre Gedanken beiseite schiebend schlüpfte sie ins Bett. Rons Arme, die sich um sie schlangen, das brauchte sie. Es war verwirrend alleine zu schlafen. Sogar Professor Snape würde reichen.
„Severus Snape”, sagte sie mit einem Kichern. Er war ein Gentleman. Den Abend zuvor hatte er kein Unbehagen in ihr ausgelöst. Dieser Mann war komplett anders, wenn er nicht in Hogwarts war. Davon konnte sich Ron eine Scheibe abschneiden. Wäre Ron die ganze Nacht so still dagelegen? Natürlich nicht! Die ganze Zeit wäre er auf ihr gelegen und hätte versucht sich seinen Weg durch ihren Schlüpfer zu bahnen, aber Professor Snape war in dieser Hinsicht nicht an ihr interessiert.
Wie es sich wohl anfühlen würde, von einem Mann, einem richtigen Mann, gewollt zu werden? Das stürzte sie kurz in Verwirrung. Er hatte zu Ron gesagt, er hätte nie irgendeine Art von Beziehungen mit einem „Mädchen“ gehabt, an dem Tag, als er am Grimmauld Platz war. Dachte er so über sie? Sie vermutete, es wäre so, was auch gut war. Es war nicht so, als würde irgendwann etwas zwischen ihnen laufen. Sie war außerdem in Ron verliebt. Es würde besser werden. Bevor sie in den Schlaf abdriftete, fragte sie sich, was aus ihrer Unterwäsche geworden war. Sie bildete sich ein, sie unter die Badewanne gelegt zu haben, aber als sie sonderbare Geräusche drunter gehört hatte, suchte sie nicht weiter nach ihnen. „Die Kreatur, die dort lebt, kann sie behalten!“

In den nächsten Wochen kehrte jeder zu seiner Routine zurück. Die Professoren Snape und Flitwick hatten die Pläne für die Patrouillengänge ausgearbeitet. Es war die Nacht vor ihrem 18ten Geburtstag, als sie durch das Erdgeschoss des Schlosses Wache ging. Professor Snape, Ron, Pansy und sie selbst hatten in dieser Nacht Dienst. Sie hatte ihre Runde bereits schon früher gedreht, aber als sie nicht schlafen konnte, entschied sie noch einmal nach dem Rechten zu sehen. Als sie den angrenzenden Korridor erreichte stoppte sie. Irgendjemand stöhnte leise. Sie zog ihren Zauberstab und schlich sich vorwärts. Eine Hand legte sich von hinten auf ihren Mund.
„Shhh”, der Atem von jemandem strich ihr übers Ohr und sie verstummte völlig. Es war Professor Snape. Er musste wohl auch etwas bemerkt oder gehört haben, und wollte derjenige sein, der herausfand, was das war und es beenden. Sie nickte und versicherte so, dass sie sich ruhig verhalten würde und erlaubte ihm, vor zu gehen
Die Reaktion in seinem Gesicht, als er die Szene vor sich sah, verwirrte sie. Er sah geschockt und entsetzt zur gleichen Zeit aus. „Was soll das hier werden?”, brüllte er laut. Sie hörte zwei Stimmen panisch quieken. Für einen Moment trafen seine Augen auf Hermines und sie sah, dass er enttäuscht schien. „Sie dürfen gehen.“
„Was ist denn los?”, fragte sie sanft.
Und da hörte sie es. “Oh nein.” Ron. Es war seine Stimme. Sie lief um Professor Snape herum und sah, dass ihr Freund versuchte, seine Hose hochzuziehen. Pansy war auch dort und versuchte hastig ihre Bluse zu schließen.
”Was tust du da?”, fragte Hermine.
„Mine, es ist nicht das, wonach es aussieht.”
„Tatsächlich”, knurrte Professor Snape. „Parkinson, 30 Punkte Abzug von Slytherin, eine Woche nachsitzen bei Filch und ich werde Ihren Eltern schreiben. Des Weiteren werde ich dem Direktor nahe legen Ihnen das Privileg als Vertrauensschülerin abzusprechen. Gehen Sie mir aus den Augen“. Leise weinend rannte das Mädchen weg, um in ihre Räume zu gelangen. „Weasley, ich fange an, mich über Sie zu wundern. Das ist das dritte Mal, dass ich Sie in einer Situation wie dieser finde. 50 Punkte Abzug von Gryffindor und weil ich Sie bereits gewarnt hatte, Nachsitzen bei Filch für zwei Wochen und ich werde Ihre Mutter unverzüglich wissen lassen, was mit Parkinson vorgefallen ist und ich denke, das war’s für Sie als Vertrauensschüler.“

„Dreimal?”, fragte Hermine murmelnd. Ihr Ron hatte etwas mit Pansy. Sie war sich nicht sicher, ob sie Sex gehabt hatten, aber so wie es aussah, waren sie dabei gewesen. „Wie konntest du mir das antun Ron? Ich dachte, du liebst mich.“
„Ich bin nicht derjenige, der Ihre Frage zu beantworten hat Miss Granger, aber ausnahmsweise sollte ich das. Einige Nächte zuvor fand ich Mister Weasley in einer ähnlich kompromittierenden Situation. Ich warnte ihn und zog ihm Punkte ab. Das ist absolut unakzeptabel“, sagte Professor Snape.
„Aber das war nur zweimal”, erwiderte Hermine leise.
„Nun, das dritte mal war im Hauptquartier”, sagte er steif. „Ich weiß, Sie werden viel zu bereden haben, doch ich würde Sie bitten mit mir zu kommen Miss Granger.“ Sie nickte. „Weasley, Sie gehen in Ihren Schlafraum und ich werde Sie und Parkinson morgen früh in mein Büro zitieren.“
Ron nickte. „Mine sieh, ich weiß nicht was-“
„Das reicht, Weasley. Sparen Sie sich Ihre mitleidigen Entschuldigen für später auf”, sagte Professor Snape knapp. Ron verschwand eilig und warf Hermine noch einen letzten entschuldigenden Blick zu. „Kommen Sie Miss Granger.“
Den kurzen Weg zu seinem Büro folgte sie ihrem Zaubertrankmeister den Gang hinab.
Drinnen, schloss er die Tür und geleitete sie zu dem Stuhl vor seinem Schreibtisch. Er selbst ging in einen kleinen Raum, bevor er zu ihr zurückkehrte und ihre eine Tasse Tee reichte. Er setzte sich auf einen Stuhl neben sie, seine eigene Tasse in der Hand haltend. Hermine schwenkte den Tee in ihrer Tasse. Was versuchte er? Warum hatte er sie hergebracht? “Sir, ich weiß das zu schätzen, aber” Was könnte sie sagen ohne ihn zu beleidigen?
„Das, bei dem Sie gerade Zeuge geworden sind, war ein Schock für Sie und ich bin sicher, es hat sich noch nicht richtig bei Ihnen gesetzt. Ihr Freund, Miss Granger, war im Begriff sich mit einer anderen zu vergnügen. Das kann nicht leicht für Sie sein. Ich dachte mir einfach, dass Sie mit jemanden reden wollen und etwas Raum und Zeit brauchen bevor einer von Ihnen auf das zu sprechen kommt, was passiert ist.“ Er lächelte leicht. „Ein klarer Kopf schadet nicht. Ich denke, es ist vernünftig mindestens bis morgen zu warten, nachdem Sie genug Zeit hatten, über alles nachzudenken.“
„Ich dachte nicht, dass es Sie interessiert“, murmelte sie.
„Um ehrlich zu sein, tut es nicht”, sagte er und lehnte sich nach vorne. „Ich selbst habe schon so eine ähnliche Situation erlebt und habe nicht klug gehandelt, müssen Sie wissen. Auch weiß ich, dass Potter der Zweite ihrer engen Freunde ist. Wir alle wissen, wie beschäftigt er manchmal ist. Miss Weasley ist die Schwester ihres Freundes. Das ist auch nicht gut und ich weiß nicht, ob Sie mit Minerva darüber sprechen können, ohne sich unbehaglich zu fühlen. Ich dachte, da ich bereits und unglücklicherweise die intimen Dinge zwischen Ihnen beiden mitbekommen habe, könnten Sie eine tröstende Unterhaltung mit mir führen.“
Das ergab einen Sinn für sie, und aus irgendeinem Grund wurde ihr eine Last von den Schultern genommen. „Ich weiß das wirklich zu schätzen Professor. Ich wüsste nicht, wohin ich mich wenden sollte. Ich dache er liebt nicht“, sagte sie mit einem Wispern. „Ich vermute nicht.“
„Sex ist nicht immer Liebe Miss Granger. Darf ich Sie Hermine nennen?”
„Natürlich Professor.”
„Hermine, manchmal gibt es andere Dinge, die einen Mann zu einer Frau treiben. Einer dieser Dinge, kann Lust sein. Es ist absolut nachvollziehbar, dass Mister Weasley Sie lieben wollte und Sie, vor all den anderen, für eine ernsthafte Beziehung wählen würde, auch wenn er bei Miss Parkinson in Versuchung gerät. Es ist nicht sehr ehrenhaft, aber es passierte vielen anderen Männern auch schon…genauso wie Frauen.“ Er nahm einen Schluck Tee. „Warum er eine andere Frau haben will, wenn er ein kluges, vernünftiges und reizvolles Mädchen, wie Sie es sind hat, ist mir unbegreiflich.“
Sie war geschockt. Er hatte ihr ein Kompliment gemacht. Bedeutete es, wenn er sie hätte, würde er keine andere Frau wollen? Sie hatte das Gefühl etwas klären zu müssen. „Sir, Ron und ich, wir haben nie, was Sie da an dem Tag gesehen haben…“ Sie konnte es nicht aussprechen.
„War das, das Weiteteste, was ihr getan habt?” Sie nickte und war dankbar, weil er es für sie ausgesprochen hatte. „Ich verstehe.“
„Sie verstehen?”
„Nun, das erklärt alles. Jungen in diesem Alter sind sehr ungeduldig. Sie neigen dazu fremdgehen als Erfahrung zu sehen. Ich weiß nicht, was für eine Entschuldigung er Ihnen geben wird, aber ich meine, Sie sollten genau darüber nachdenken, bevor Sie es akzeptieren. Ich fürchte, er hat Ihnen mit dieser Sache keinen Respekt gezeigt.“ Wieder trank er einen Schluck und sah sie intensiv an.
Ihr Blick schweifte ab und sie sah in ihre Tasse. „Sie sagen, Sie hätten ihn gewarnt. Was meinten Sie damit? Haben die Beiden..?”
„Er war alleine. Es war spät und ich erwischte ihn mit…heruntergelassenen Hosen.“ Severus nahm einen großen Schluck. „Ich weiß nicht, ob sie sich schon vorher getroffen haben, und ich legte ihm nahe die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.“ Er lachte, als sie rot wurde. „Bitte Hermine, seien Sie nicht pikiert. Ich beantworte nur ehrlich Ihre Fragen.“
„Nein, Sir. Ich bin pikiert. Wirklich. Ich bin nur schockiert und sehr enttäuscht. Vielleicht hätte ich tun sollen, was er verlangte, dann wäre das wahrscheinlich nie passiert.”
Professor Snape stellte seine Tasse beiseite, nahm ihr ihre ab und stellte sie ebenfalls weg. Dann nahm er ihre Hände in seine und so musste sie ansehen. „Hermine, verkaufen Sie sich nie unter Wert. Wenn Sie nicht bereit sind, was Sie an dem Tag klar gemacht hatten, dann hätte er den Anstand haben müssen, um auf Sie zu warten. Es gibt wichtigere Dinge in einer Beziehung als Sex.“ Er drückte ihre Hände. „Ich habe mir die Freiheit genommen, Ihnen einen Beruhigungstrank in den Tee zu tun. Ich bin sicher, dass ist der einzige Grund, warum Sie so ruhig mit mir reden. Ich bin immer da, wenn Sie jemanden zum Reden brauchen, aber ich würde es vorziehen, wenn das unter uns bleiben würde. Haben Sie verstanden?“
„Ja, Professor.” Als er ihre Hände los ließ lächelte sie. „Sir, was würden Sie tun?“
Einen momentlang sah er gedankenvoll drein. „Könnten Sie ihm noch mal vertrauen?”
„Ich weiß es nicht.”
„Wenn Sie jetzt unsicher sind, wird es lange dauern, ihre Beziehung wieder aufzubauen. Überlegen Sie, warum Sie nicht bereit waren, mit ihm sexuell zu werden. Vielleicht sagt Ihnen Ihr Kopf und Ihr Körper etwas, was Ihr Herz nicht hören will.“ Sanft tätschelte er ihre Schulter. „Ich würde es beenden.“ Tränen sammelten sich in ihren Augen und Hermine sah hinab. Sie hatte versagt, sie hatte ihn nicht glücklich machen können. „Sie haben nichts Falsches getan Hermine. Ich würde sagen die Schuld liegt bei Mister Weasley.“
Mit ihrem Handrücken wischte sie eine Träne weg. „Das letzte Mal, als Ron böse mit mir war, brachte er auch Harry gegen mich auf. Es endete damit, dass ich die meiste Zeit bei Hagrid und Fang war, weil ich nicht viele andere Freunde habe. Er hörte mir zu und bemerkte meine Tränen nicht. Was soll ich tun, wenn das wieder geschieht? Ich habe niemanden.”
„Das sagte ich Ihnen bereits. Ich werde für Sie da sein, solange Sie es für sich behalten.“
„Aber warum Sir? Sie mögen mich nicht mal.”
„Ich mag Sie Hermine, aber ich kann das nicht zeigen, solange der Dunkle Lord am Leben ist. Er würde es nicht gut heißen, wenn ich eine Gryffindor mögen würde, die mit Potter befreundet ist. Verstehen Sie mich?“ Sie nickte. „Sie erinnern mich an mich selbst“, sagte er einfach. „Auch ich bin immer zu Hagrid gegangen, als ich während meiner Schulzeit alleine war. Er war immer gut zu mir, sogar, nachdem ich mich dem Dunklen Lord zuwandte. Ich betraure seinen Tod auch.“


„Armer Professor Snape. Er braucht meine Freundschaft, genauso wie ich seine. Kein Wunder, dass er eine Freundschaft aufbauen möchte. Wir haben wirklich viel gemeinsam.“

„Danke Sir. Ich werde bald wieder zu Ihnen kommen, wenn Sie nichts dagegen haben.“
„Nein, durchaus nicht. Ich werde Sie zu Ihren Räumen begleiten.” Er stand auf und bot ihr seine Hand an. Schweigend liefen sie bis zum Portrait einer jungen Hexe, die ein Buch las. „Wird es Ihnen auch gut gehen?“, fragte er seidig.
„Nun. ich habe viel, worüber ich nachdenken muss”, sagte sie. „Sir? Ich… danke.”
„Kein Problem.” Als sie das Passwort Lord Byron murmelte und hineinging, stand er neben ihr. „Interessant.“ Ein selbstzufriedenes Lächeln umspielte seine Lippen, als er zurück in seine Räume ging. Alles verlief perfekt. Er hoffte, sein kleiner Plan würde funktionieren und sie würden ihren Weg als Paar finden. Tatsächlich war es das vierte Mal gewesen, dass er sie zusammen gesehen hatte. Heute Nacht, so sah es aus, hätten sie einen Schritt weiter gehen wollen. Es war das reinste Genie, was Hermine veranlasst hatte, die Pflicht zu fühlen, noch einmal Patrouille zu gehen. Als er sie hatte näher kommen sehen, so wie er es geplant hatte, wusste er, dass der Sieg auf seiner Seite war. Früh genug, würde Ronald Weasley aus dem Weg sein, und sie würde sich ihm zu wenden.

Sie schien erfreut und geehrt, weil er ihr persönliche Dinge erzählt und ihr einen erwachsenen Rat gegeben hatte. Dieser Akt der Freundlichkeit würde nicht unbeantwortet bleiben und er wusste, sie würde ihr Arrangement wie ein Geheimnis hüten. Er würde ihr helfen, langsam über ihre Liebe zu diesem Weasley Trottel hinweg zu kommen und ihr zeigen, und er würde ihr langsam zeigen, was Weasley alles falsch gemacht hatte. Das Bild, welches er ihr von einem Mann während einer Beziehung gezeichnet hatte, würde sie neugierig machen. Hermine war so gut wie sein. „Es beginnt.“ Er beschloss herauszufinden, wer dieser Lord Byron war. Warum hatte sie diesen Namen als ihr Passwort gewählt?

TBC


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