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Fanfiction

Verführung einer Zauberin - Raffinierte Strategie

von Dumbledoria

3. Raffinierte Strategie

Hermine öffnete die Tür und seufzte. „Es zu früh dafür, Ronald.” Sie sah über ihn hinweg in den Gemeinschaftsraum und konnte sehen, dass er verlassen war. „Nein, ist es nicht. Ich möchte wirklich mit dir reden Hermine. Bitte, lass mich rein”, sagte er hoffnungsvoll. Sie ging zurück in ihr Zimmer, um sich auf ihr Bett zu legen. „Ich bin gerade erst ins Bett gegangen. Ich brauche wirklich etwas Schlaf.“
„Wenn es dich glücklich macht, ich war die ganze Nacht wach und habe darüber nachgedacht, was ich dir sagen will”, sagte er sanft, setzte sich neben die gelockte Gestalt. „Jetzt bin ich da und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.“
„Vielleicht am Anfang“, schlug sie sarkastisch vor.
„Richtig, nun denn“, murmelte er. „Darf ich?“, und deutete auf ihr Bett. Sie nickte und rutschte hinüber. Wie schon viele Male vorher, legte er sich für dieses lange Gespräch neben sie und sah zum Baldachin hinauf. „Ich liebe dich Hermine. Das tue ich wirklich. Ich habe keine Entschuldigung für das, was ich getan habe. Die ganze Nacht habe mir gute Gründe überlegt, doch keiner erklärt das. Es gibt nichts, was ich sagen kann, damit du dich besser fühlst.“
„Ich war schockiert, als ich begriffen hatte, was du da getan hast und ich war sehr verletzt. Dann habe ich angefangen, mich zu fragen, was ich hätte tun können, um die Dinge zu ändern, und damit du nur mich liebst“, wisperte sie.
„Mine, ich liebe nur dich. Pansy, nun, es passierte kurz nachdem wir unsere gemeinsame Runden gegangen waren. Wir haben geredet und sie schien an dem interessiert zu sein, was ich zu sagen hatte. Sie hat mich zuerst geküsst Hermine und ich weiß, das ist unakzeptabel - “
„Ja, absolut“, sagte sie und rückte von ihm ab. „Warum?“
„Am Anfang habe ich versucht ihr aus dem Weg zu gehen, aber dann hat sie gesagt, wie sehr sie jemanden wie mich haben wolle. Ich kümmere mich nicht um Namen und Ansehen, das fand sie toll. Ich bin nur ich und akzeptiere die Leute so wie sie sind und ich habe sie zuvor nie wirklich leiden können, was ich ihr aber gesagt habe“, erklärte er mit traurigem Lachen. „Sie meinte, deswegen würde sie mich noch mehr wollen und sie sagte noch soviel mehr, wie: Ich würde gut küssen, ich würde wissen wie ich sie anzufassen hätte. Das alles hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“
Hermine schniefte vernehmlich. „Und ich habe mich immer beklagt du wärst zu rau und wüsstest nicht was du tust. So, du willst mir also sagen, ein paar schmeichelnde Worte seien mehr als das, was wir geteilt haben?“
„Niemals Hermine. Ich habe ihr gesagt, dass ich dich nie verlassen würde. Ich wollte nur wissen, wie es ist. Es tut mir leid. Ich weiß nicht, was ich sonst noch sagen kann. Ich wünschte, es wäre nie passiert.” Er versuchte sie in den Arm zu nehmen. „Ich dachte lediglich sie könnte mir zeigen, wie es geht und dann würdest du mich wollen. Ich schwöre, ich liebe sie nicht.“
„Wie würdest du dich fühlen, wenn du mich und einen anderen Jungen kaum bekleidet gesehen hättest?” Langsam flossen ihre Tränen und ihr Herz schmerzte. Die Liebe ihres Lebens hatte sie betrogen.
„Ehrlich? Wahrscheinlich hatte ich den Kerl getötet, dich angeschrieen und davon gestürmt. Die Wahrheit ist Hermine, dass ich mir wünsche, du hättest so reagiert, mich getreten, mich angeschrieben und wärst nicht so gewesen, wie du warst. Du hast so….gebrochen ausgesehen. Ich bin schuld daran und es tut weh das zu wissen.“ Als er ihr einen Kuss auf den Kopf drückte, entzog sie sich ihm. „Was sollen wir nur tun?“
„Ich weiß es nicht.”
„Mine, ich würde alles tun.”
„Ich hätte dir natürlich am liebsten einen Schlag verpasst, nachdem ich wieder hier war und Zeit hatte darüber nachzudenken. Ich wollte dir sagen, wie sehr ich dich hasse, für das, was du mir, hinter meinem Rücken, angetan hast. Ich liebe dich immer noch“, schniefte sie.
„Wir schaffen das”, sagte Ron schnell, doch sie schüttelte ihren Kopf.
„Wann hat das mit Pansy angefangen? Erzähl mir alles.“
„Seit dem ersten Samstag, wo wir hier sind. Es war in der Nacht, in der sie und ich Patrouille am Nordturm hatten. Ich war ein wenig fertig wegen Hagrid und da versuchte sie es. Nach einer Weile gab ich nach, nachdem ich mich erinnerte, was meine Mutter gesagt hatte.“
„Ron, seit Professor Snape mit deiner Mutter gesprochen hat, hatten wir Zeit für uns und du hast es nicht mal versucht. Wie gerne hätte ich trotzdem ein paar Küsse bekommen. „Warum hast du angefangen fremdzugehen?“, fragte sie bitter.
„Naja, ich respektiere dich als das, was meine Mum ein gutes Mädchen nennt und sie sagte, du wärst jemand, den man heiraten würde und wenn ich wüsste, dass du die Eine bist, würde es keine Rolle spielen, wie lange wir brauchen, um miteinander zu schlafen.” Ron küsste ihre Schulter. „Mine, ich will nur dich. Ich weiß das, du bist die Eine.”
„Ich bin die Eine, aber du wolltest es mit Pansy ausprobieren.” Ron rollte sich wieder auf seinen Rücken. „Es war ein Fehler, ein mehrmaliger Fehler. Mein Vater erzählte mir, er wäre auch mit anderen zusammen gewesen, bevor er und Mum es getan haben. Ich wollte nie, dass du es erfährst. Ich wollte…Ich weiß nicht.“
„Das ist jetzt einfach zuviel”, sagte Hermine ehrlich. „Ich möchte runter gehen, Pansy die Augen auskratzen und dir sagen, dass ich dich nie wieder sehen will und ich möchte Professor Snape dafür danken, weil er das erste Mal in sieben Jahren nett zu mir war.“
„Krass, oder? Als er mich gefunden hat….er….. als ich…“, Ron wurde rot. „Das letzte Mal hat er mir Punkte abgezogen und erteilte mir eine Lektion über Selbstbeherrschung und mehr Respekt. Ich hätte ihm zuhören sollen, aber die Versuchung war da. Ich konnte nicht klar denken. Jetzt, habe ich wahrscheinlich meine Stellung als Vertrauensschüler verloren und meine Mutter wird mich umbringen.“ Er wandte sein Gesicht zu ihr. „Habe ich dich verloren?“
„Ich weiß es nicht.“
„Was können wir tun?”
„Was fühlst du für mich? Sei bitte ehrlich Ron.”
„Ich liebe dich”, sagte er sofort.
„Du bist verliebt in mich? Hast du Kribbeln im Bauch, wenn ich in deiner Nähe bin? Kannst du auf mich warten, bis ich soweit bin? Kannst du dir vorstellen, nur mit mir alleine, für den Rest unseres Lebens zusammen zu sein?“, fragte sie.
„Ja, das denke ich, es ist anders als üblich, aber Mum sagt, darum würden die Leuten zusammenwachsen, Dinge ändern sich, aber sie werden besser.“ Er nahm ihre Hand in seine. „Was ist mit dir?“
„Ehrlich? Du regst mich auf. Ich liebe dich und ich kann mir vorstellen, für immer mit dir zusammen zu sein, aber jetzt, nach dem, hat sich etwas geändert. Auch schon zuvor war irgendetwas nicht in Ordnung. Ich war besorgt, wenn ich wusste, ich würde mit dir alleine sein, weil du mich ständig bedrängt hast. Ich wollte diese Dinge tun, aber zur gleichen Zeit wollte ich es nicht.“
„Es tut mir leid, Mine.“
„Mir auch”, sagte sie wehmütig. “Ich denke, wir sollten das Ganze jetzt beenden. Vielleicht solltest du anderen Deckel ausprobieren, Ron, bevor du dich entscheidest mein Mann zu werden.”
„Mine, nein, ich will dich nicht verlieren. Bitte”, bettelte er. „Ich kann das kontrollieren, wirklich. Ich werde ein besserer Kerl werden.”

„Du wirst mich nicht verlieren”, sagte sie sanft und drückte seine Hand. „Meine Mum sagte mir, dass wenn du jemanden liebst, der nicht bereit ist geliebt zu werden, nun, musst du ihn loslassen.“
„Das habe ich schon mal gehört. Wenn wir sein sollen, werde ich zurückkommen”, murrte er. „Mine, ich könnte nicht einfach nur dabeistehen, wenn du mit jemand anders zusammen bist.”
„Keine Sorge. Ich habe kein Interesse an jemand anderem. Ich weiß was du fühlen würdest. Ich werde es hassen, sie zu sehen.”
„Ich werde nicht mit ihr zusammen sein. Es war nie mehr als der Versuch, zu vögeln. Wir waren nur zwei Menschen, die sich trösten wollten. Ihre Mutter wurde getötet und Hagrid auch, das war es, was uns zusammen brachte. Ich denke, die Slytherins sind nicht sonderlich solidarisch“, sagte er bitter. „Muss hart sein ein Slytherin zu sein. Manche hätten sicher gerne Freunde, um die sie sich kümmern könnten, aber sie können nicht wegen dem verdammten Voldemort.“

Hermine nickte zustimmend und dachte an Professor Snape. Auch er schien eine Freundschaft zu wollen und zu brauchen. Selbst wenn ich niemanden davon erzählen kann, werde ich für ihn da sein. Ich werde damit anfangen, in dem ich ihn heute besuche. „Lass uns einen Deal machen. Egal was du tust, du behältst es für dich, das gleiche gilt für mich. Auf diese Weise können wir den Tee kosten, ohne einen kompletten Topf zu kochen. Niemand von uns wird auf diesem Weg verletzt werden. Wenn einer von uns wieder bereit ist zurück zu kommen, dann denke ich, sollte er das sagen. Wenn einer von uns entscheidet, es wäre besser nicht wieder zusammen gekommen, sollte er das ebenfalls sagen.“
„Können wir nicht einfach zusammenbleiben?
„Werden wir, wenn wir füreinander bestimmt sind. Wir werden es einfach beenden, versuchen so weiter zu machen, als ob sich nichts geändert hätte, und den anderen zeigen, dass wir keine Versager sind.”
“Mine, denkst du wirklich, das wird passieren? Denkst du wir sind Versager? Dass du versagt hast?”
„Ja”, wisperte sie.
„Du hast nicht versagt”, sagte er elendig. „Das habe ich und ich habe Angst dich zu verlieren.”
„Wir werden immer Freunde bleiben, wie zuvor. Diese Dinge werden sich nicht ändern. Wir werden bloß nicht mehr rumknutschen”, sagte sie mit einem bitteren lachen. „Ich denke, mein Wunsch wird jetzt erfüllt, hm?“
Er murmelte unverbindlich und stand auf. „Harry wird sich sicher fragen, wo ich bleibe, also werde ich mal gehen. Ich werde ihn wissen lassen, was wir entschieden haben. Du weißt, ich liebe dich.“
„Ich liebe dich”, antwortete sie und umarmte ihn heftig. Plötzlich küsste er sie und ihre Tränen vermischten sich, da sich ihre Gesichter aneinander pressten. „Das tut weh.“
„Ja”, sagte er, die Stimme emotionsgeladen. „Es fühlt sich an, als wäre noch jemand gestorben.”
„Ja, tut es”, stimmte sie zu. „Wennn wir das nicht tun, werden wir uns immer fragen, was wäre wenn.”
„Sicher. Ich überlasse es dir, die Dinge zum Besten zu wenden. Irgendetwas sagt mir, dass wir nie wieder zusammen kommen werden. Ist das deine Art leicht über mich hinwegzukommen?“, fragte er sarkastisch.
'War es das? Nein, ich möchte nur, dass wir uns beide sicher sind'. „Das ist nicht leicht“, erwiderte sie ehrlich.
„Gut, ich werde jetzt gehen”, antwortete er und sah nicht zurück, als er ihren Raum verließ. Am Ende des Gespräches war er bitter geworden, das war ihr aufgefallen. Würde sich etwas ändern? Unangenehm werden? Was würden Harry und die Weasleys sagen? Was würde Professor Snape sagen? „Zur Hölle”, murmelte sie. 'Seit wann war er so wichtig für sie?', schüttelte sie den Kopf. War er nicht, noch nicht. Sie sah ihn unter verschieden Lichtern. In diesem Moment kratzte etwas am Fenster, und zog ihre Aufmerksamt auf sich. Schnell lief sie dorthin, öffnete es und trat beiseite, als eine große Schuleule rein flog. Über ihrem Bett ließ sie etwas fallen und bevor Hermine sich bedanken konnte, flatterte sie wieder davon. Hermine ging zum Bett und fand ein einzelnes Pergament und eine Rose. Verzückt schnappte sie nach Luft. Das symbolisierte Entzücken. “Wer könnte das geschickt haben?”
Hermine nahm das Pergament, brach das Siegel und begann zu lesen. Sie war sich unsicher, wem die Handschrift gehörte. Möglicherweise war die Feder verzaubert gewesen, um das Gekritzel zu verschleiern.

Hermine,

ich weiß, dies wäre für manche möglicherweise unpassend, aber ich denke, du hast zu deinem Geburtstag etwas anderes verdient. Etwas an dir verzaubert mich. Ich frage mich selbst, was an dir so bezaubernd ist und dich für mich so verlockend macht. Dein unverfälschtes Lächeln, deine großen Augen, die mir ständig durch den Kopf gehen.

Bald erwarte ich die Dunkelheit und wie deine Lieblichkeit wird sie mich heute Nacht besuchen. Um ehrlich zu sein frage ich mich, ob ich Besuche von einer Succubus bekomme. Vielleicht wird dieser Traum eines Tages wahr werden, doch das ist sehr unwahrscheinlich. Du hast einen Freund und er wird dich nie gehen lassen. Zu wissen, dass das Jahr begann, erfüllt mich mit Freude, da es uns wieder zusammenbringt und ich meine Zauberin von der Ferne in all ihre Exquisität huldigen kann. Ich hoffe, deine Geburtsagswünsche erfüllen sich nicht so unschön wie es meine meistens tun.

Für immer,

jemand, den du verzaubert hast.


Ihr Herz klopfte. Wer war verantwortlich dafür? Diese Worte berührten sie tiefer, als alles andere. „Unpassend?“ Warum war es unpassend, wenn ein Er ihr etwas von Gefühlen schrieb? Oder eine Sie, wenn es eine Hexe war? „Professor Snape?“, keuchte sie. „Nein, er weiß, dass Ron und ich nicht mehr zusammen sind. Naja, genau genommen, ahnt er es bis jetzt nur. Es muss jemand sein, den ich in den Sommerferien nicht gesehen habe und den Professor habe ich oft zu Gesicht bekommen. Noch einmal las sie den Brief. „Harry ist es definitiv nicht. Wer dann? Es klingt so gewählt.” Erneut keuchte sie. „Malfoy? Nein, dass kann nicht sein.”
Sie war total konfus. Im Kopf listete sie alle potentiellen Schüler von Gryffindor auf: Neville, Seamus und Colin. Aber Neville würde sich nie so artikulieren. Seamus sah aus, als wäre er der Typ, der sie zur Seite nehmen und ihr sagen würde, was er zu sagen hatte, und nicht wie jemand der das Mädchen eines Freundes begehrte. Colin würde Angst haben, wenn Ron es herausfinden würde.
Jetzt listete sie mögliche Ravenclawschüler auf: Terry, Michael und Anthony. Terry hatte eine Beziehung mit Lisa Turpin und Anthony schien Kerle zu favorisieren und Michael sprang von einem Mädchen zum anderen. Es wäre untypisch, wenn er sich die Zeit nehmen würde, um ihr so einen Brief zu schreiben.

Als sie an die Hufflepuffs dachte, seufzte sie. Ernie verabredete sich mit Hannah. Justin wusste, dass sie nie etwas für ihn in dieser Richtung empfinden würde. Also blieb nur eine Menge jüngerer Schüler übrig und die Slytheringang, bestehend aus Zabini, Nott, Goyle, Crabbe und Malfoy. Niemand von ihnen würde ihr so einen Brief schreiben.
Hermine lachte über sich selbst. Vielleicht löste sich das Rätsel bald von ganz alleine. Es würde schnell genug die Runde machen, dass Ron und sie sich getrennt hätten. Vielleicht würden sie dadurch ermutigt, um sich ihr zu nähern. Zwar war sie nicht für eine Beziehung bereit, aber zu wissen, jemand an dieser Schule fand sie bezaubernd besänftigte sie. Sie hob das lavendelrosa Pergament an und inhalierte seinen Duft. Es war nichts spektakuläres, ein normaler Rosenduft und trotzdem wunderschön. Jemand hatte es verzaubert, so dass der Geruch nie verflog. Es muss lange her gewesen sein, als sie so etwas zum letzten Mal gesehen hatte. Ihre Mutter war schon immer fasziniert von Dingen gewesen, die eine tiefere Bedeutung hatten, sei es Blumen, Farben und solche Sachen. Einmal hatte sie Hermine erzählt, dass die Rose ein erstes Zeichen für Verliebtheit war, wenn man sie geschickt bekommen hatte.

Der Gedanke, Ron verloren und in ihrer Beziehung gescheitert zu sein, erschien ihr plötzlich nicht mehr so entsetzlich. Es gab Hoffnung für sie. Es gab jemanden, der sie wollte, das war gut zu wissen. Jemand schätzte sie genug um ihr einen anonymen Brief zu ihrem Geburtstag zu schicken. Ganz ohne Druck, einfach nur eine Geste des guten Glaubens. Sie erinnerte sich an Rons exakte Worte, als sie ihm gesagt hatte, wie falsch sich das anfühlte, als sie „ES“ fast getan hätten. „Nun, dann lass mich dir eines sagen Mine, wenn sich das falsch anfühlt, denke ich, ist es besser, wenn wir die Sache beenden, ich will dich so sehr, dass es weh tut, dich die ganze Zeit um mich haben.“
Würde es weiter schmerzen, auch wenn sie getrennt waren, sich aber dennoch weiterhin sahen? Was sollte sie tun? Was würde Harry sagen? „Harry”, sagte sie. Er war glücklich gewesen, als sie die Beziehung offiziell bekannt gegeben hatten. Auf welche Seite würde er sich stellen, wenn es darauf ankam? „Zum Glück habe ich meine eigenen Räume, in denen ich mich verstecken kann.“ Sie dachte an ihr drittes Jahr zurück, als beide sich für eine Weile gegen sie gewandt hatten. Sie hatte niemanden und das war hart für sie. Bis zu Halloween in ihrem ersten Jahr, hatte sie niemanden. Beide hatten sie aufgenommen und wenn sie keinen Platz gefunden hatte, an den sie gehen konnte, war Hagrid für sie da gewesen. Jetzt war sie alleine. Nein. Nicht alleine. Von den ganzen Leuten würde Professor Snape für sie da sein. Auch er brauchte ihre Freundschaft, so wie sie die seine. Wahrscheinlich war er ebenfalls einsam, denn Voldemort hatte sicherlich überall Spione. „Malfoy“, sagte sie angewidert. Vielleicht würde er später einer von ihnen werden.

Schnell zog sie sich an und machte sie auf den Weg in den Gemeinschaftsraum. Die erste Person, der sie begegnete war Neville. „Hi Mine“, sagte er schüchtern. „Harry hat uns erzählt, also Ginny und mir, dass Ron und du euch getrennt habt. Tut mir leid das zu hören.“
„Danke Neville. Es war richtig so. Es war aus beiderseitigem Einverständnis”, sagte sie und versuchte positiv zu klingen.
„War es? Ich denke Ginny hat es nicht sehr gut aufgenommen. Harry hat nach ihr gesehen und versucht sie zu beruhigen. Wo Ron ist, weiß ich nicht.“ Neville grinste. „Ich bin hier, falls du irgendetwas brauchst, ich habe Parvati versprochen ihr meine Palme und Teeblätter zu überlassen, für ihre Wahrsagungen.“
„Ok, bis dann, wir sehen uns.”
„Bis dann”, sagte er und verschwand schnell.

Niemand sonst schien nach ihr sehen zu wollen und sie verschwand wieder in ihre Räume. Warum war Ginny wütend? Was ging sie das an? Was hatte Ron ihnen genau erzählt? Neville schien überrascht davon gewesen zu sein, dass es auf gegenseitigem Einverständnis beruhte. Früher oder später würde sie es herausfinden. Das Frühstück auslassend entschied sie sich einen Spaziergang zu unternehmen. Irgendwas stimmte nicht. Mit einem Gefühl der Vorahnung trat sie auf den Korridor hinaus. Sie war keine zehn Meter gegangen, als sie auf Harry traf. Für einen kurzen Moment starrten sie sich an, bevor er seine Arme einladend öffnete.
„Oh Harry”, winselte sie, rannte zu ihm und er zog sie nah zu sich heran. „Es ist alles durcheinander, Harry. Ich habe ein richtiges Durcheinander angerichtet.“
„Du hast das einzig richtige getan Mine. Komm und erzähl mir alles”, sagte er und zog sie in einen kleinen, leeren Raum.
Als Hermine begann ihm alles zu erzählen, ausgenommen ihr Gespräch mit Professor Snape, welches sie geführt hatten, nachdem sie Ron und Pansy auf frischer Tat ertappt hatten, verspürte sie so etwas wie Erleichterung. Harry war nicht sauer und schien es akzeptiert zu haben, denn er sah erfreut aus. „Oh nein, es war Harry, der mir den Brief mit der Rose geschickt hat!“
Als würde es ihre Gedanken bestätigen, sagte er: „Alles Gute zum Geburtstag Hermine”. Das Lächeln gefror auf ihrem Gesicht, aber sie wehrte sich nicht gegen seine starke Umarmung. „Tut mir leid, weil du bis jetzt so einen schlechten Tag hattest. Ich habe mich nur gerade daran erinnert und ich habe dein Geschenk in meinem Koffer. Wir holen es später.“
Unsicher sah sie ihn an und löste sich von ihm. Vielleicht war es gar nicht gewesen, der ihr den Brief geschickt hatte. „Ok“, sagte sie. „Neville meinte, Ginny wäre wütend. Ist das wahr?”
„Sie ist der Meinung, Ron hätte dich besser behandeln müssen und sie würde Männer hassen, die ihre Frauen verlassen. Ich denke, sie hat vor zu Pansy zu gehen.“
„Ginny ist also nicht sauer auf mich?“, fragte sie hoffnungsvoll.
„Nein.”
Hermine begann zu weinen. „Ich dachte, ich wäre alleine. Ich dachte, er würde vielleicht jedem erzählen, ich hätte etwas falsch gemacht und ihr würdet euch alle gegen mich wenden.”
„Niemals. Sicher gibt es Momente, in denen ich Zeit für mich brauche, aber ich wäre nie sauer auf dich, nur weil du etwas getan hast, was dein Leben verbessert. Denk dran, ich kann nicht ständig zwischen euch stehen, wenn ihr streitet und ich möchte mich nicht für eine Seite entscheiden. Vor langer Zeit habe ich gelernt, dass du die einzige bist, die mir bei steht, egal was passiert. Ich möchte dasselbe für dich tun.“
„Danke Harry“, seufzte sie erleichtert.
„Jederzeit.“

~~~~~~~~~~~~~~~

Severus sah wieder auf seinen Plan. Sie würde um Mitternacht die letzte Patrouille gehen und er würde auf sie treffen, soviel war sicher. Es war immer einfach herauszufinden wo sie war und sie dahin zu locken wo er sie, falls nötig, brauchte. Er hatte sich die Freiheit herausgenommen ein spezielles Pergament zu kreieren. Ein wenig dunkle Magie, ein Haar von ihr, welches er auf dem Kopfkissen gefunden hatte, als sie die Nacht zusammen verbracht hatten, und ein Haar von ihm, was zusammen an ein einzelnes Pergament gebunden waren, dass wie eine telepathische Verbindung zwischen seinem und ihrem Unterbewusstsein funktionierte. Alles was er benötigte, war ein heimtückischer kleiner Zaubertrank, der als Tintenersatz zu verwenden war. Er schrieb eine Nachricht auf das Pergament und schickte damit eine subtile Meldung an sie. Sie war sich seiner nie bewusst, aber sie reagierte auf seine Beeinflussung immer gleich.

Als er Weasley und Parkinson durch den Korridor hatte schleichen sehen, auf dem Weg es sich behaglich zu machen, wusste er, dass die Beiden einen Schritt weiter gehen würden, als es bisher der Fall war. Er würde das selbstverständlich verhindern, aber zuerst wollte er etwas anderes tun. Er war es gewesen, der seine vorgesehene Liebhaberin in die Kerker gelockt hatte. Er brauchte sie als Zeugin, damit sie aus erster Hand davon erfuhr, damit sie, von sich aus, mit dem Jungen Schluss machte, ohne dass er seine Überzeugungskunst einsetzten musste. Es war einfach gewesen. Als erstes schrieb er „ Gehe auf Patrouille“ auf das Pergament. Als nächstes schrieb er den Weg auf, damit sie in die richtige Richtung ging. Er warf einen Blick auf das Pergament, was neben ihm lag. Es ermöglichte ihm, sie zu sich locken, wenn ihm danach verlangte und es verriet ihm ihren genauen Aufenthaltsort, egal wo sie sich in der Welt der Zauberer aufhielt. Er legte seine Hand auf das Pergament und sagte sanft: „Locus Hermine.”
Fast sofort erschien die Schrift. Siebter Stock im Gryffindor Turm, zusammen mit Harry Potter. Er grinste, vorher war sie mit Weasley in ihrem Zimmer gewesen. Er fragte sich, was bei dem Gespräch wohl raus gekommen war. Hatte sein Plan funktioniert? War die Sache nun beendet? War das der Grund, warum Potter bei ihr war? Versuchte er mit ihr über eine Versöhnung zu sprechen? Er legte das Papier nieder und dachte an die Rose und an den Brief, den er ihr geschickt hatte. Er hatte sich sehr viel Mühe gegeben, die richtige Rose auszusuchen. Falls sie nicht wusste, was die Farbe bedeutete, würde sie es herausfinden, denn sie war ein neugieriger Mensch, dass wusste er. Sie war seine Hexe und langsam aber sicher plante er, sie auf seine Seite zu locken.
Um ihr Herz zu berühren, hatte er über die richtige Wortwahl nachdenken müssen. Eines Tages, wenn sie herausfand, dass er der Schreiber war, würde sie glauben, er würde schon eine lange Zeit von ihr schwärmen. Zur selben Zeit, wenn sie erkannte, dass er den Brief geschrieben hatte, würde sie ihm auch zugeneigt zu sein. Sie würde keinen Anstoß an dem Altersunterschied sehen, ihr männlicher Professor war in sie verliebt. Er hatte ihr absichtlich etwas geschrieben, um sie langsam zu verwirren und sie würde sich fragen, wer der Schreiber war. Das einzige was ihn störte, als den Brief noch einmal durchgelesen hatte, war die Tatsache, dass das meiste, was er geschrieben hatte, der Wahrheit entsprach. Es war nicht immer nur etwas sexuell. Manchmal reichte es wenn sie mit ihm lachte oder mit ihm über irgendetwas Interessantes sprach, was natürlich die sexuellen Fantasien beflügelte. Er lachte über sich selbst und legte das Pergament zur Seite.
Severus schwor sich selbst das Pergament nicht dazu zu benutzen, seine Gefühle oder Meinungen auf sie zu projizieren. So wollte er sie nicht. Falls - nein, wenn - sie zu ihm kam, würde es ihre eigene Entscheidung sein. Jedoch würde er das Pergament zu seinem Vorteil nutzen, wenn es nötig war. Eines Tages würde er ihr das zweite Pergament geben, welches er erschaffen hatte.
Aber das würde erst geschehen, wenn er sich sicher war, dass sie sein war. Ein zusätzlicher Zauber würde es ihnen ermöglichen, völlig bewusst darüber miteinander zu kommunizieren. Würde das nicht alles zu einem Fairplay wenden? Aus seiner Schublade zog er die die Spezialtinte hervor, tauchte die Feder ein, beugte sich über dem Pergament und kritzelte eine kurze Nachricht. „Geh gegen Mitternacht in die Nähe des Astronomieturmes. Vielleicht werden es sich dort einige Schüler gemütlich machen.“ Selbstgefällig ließ er sich zurücksinken und sah wie die Tinte in das Pergament sickerte. „Sie wird dort sein“, sagte er laut.

~~~~~~~~~~~~~~

Hermine hatte einen produktiven Tag, Harry hatte ihr versichert, dass niemand ihr Vorhaltungen machen würde, weil sie sich von Ron getrennt hatte. Sie versuchte Ginny zu finden, um mit ihr zu sprechen, doch sie schien am diesem Tag vom Erdboden verschluckt worden zu sein. All ihre Aufgaben waren erledigt und sie hatte etliche Geschenke zu ihrem Geburtstag bekommen. Das Gefühl der Einsamkeit bemächtigte sich ihrer nur, wenn sie zu lange alleine war. Es war so ein Moment, als sie an Ron dachte und sich fragte, ob sie das richtige getan hatte. Die Rose und der Brief, den sie von ihrem mysteriösen Bewunderer erhalten hatte, half ihr, ihre Gedanken von Ron und dem „was wäre wenn“ abzulenken. „Und was noch sein könnte“, wisperte sie und machte sich fertig, um ihre Runden zu gehen. Es war Samstagnacht und es würden sicher Schüler zum Astronomieturm schleichen, um ein Stelldichein zu haben. Sie würde dem nachgehen.
Sie ging durch die Korridore und trat unter die Überdachung. Die Schönheit des Nachthimmels verschlug ihr den Atem. Nur der Halbmond war zu sehen, der meist von stürmisch aussehenden Wolken verdeckt wurde. Wolkenlose Teile des Himmels konnte man oft sehen und für sie sah es so aus, als würden die Sterne immer heller funkeln. „Lumos“, murmelte sie. Niemand war zu dieser Zeit auf den Beinen. Es knackste hinter ihr und schnell drehte sie sich um. Jemand kam durch die Tür. „Wer ist da?“, fragte sie und hielt ihren Zauberstab in diese Richtung.
Eine dunkle Gestalt trat aus dem Schatten und nahm die Gestalt von Professor Snape an. „Guten Abend Hermine“, sagte er freundlich. „Senken Sie freundlicherweise Ihren Zauberstab.“
„Entschuldigen Sie, Sir”, sagte sie. „Nox.“ Verdammt! Warum hatte sie das Licht komplett gelöscht? Es dauerte einen Moment, bis sich ihre Augen wieder an die Dunkelheit gewöhnt hatten und sie realisierte, wie er näher kam und sich neben sie stellte.
„Wie fühlen Sie sich heute, nach unserem nächtlichen Erlebnis in der letzten Nacht?”, fragte er.
Schnell fühlte sie sich wohl und hatte keine Ahnung, warum das so war. Dieser Mann war bis zum vergangenen Sommer immer wie ein Arsch zu ihr und ihrer Freunde gewesen. Warum jetzt? Was war der Auslöser, warum er mit ihr befreundet sein wollte? Doch spielt das wirklich eine Rolle Hermine? Du hast Ron verloren. Du brauchst jemanden, mit dem du reden kannst und Hagrid gibt es auch nicht mehr. „Wir haben es beendet. Wir haben entschieden, dass wir uns ein wenig Zeit nehmen wollen, bevor wir für was Ernsthaftes zusammenkommen, besonders, da keiner von uns jemals jemanden anderen wirklich gedatet hatte.“ Ihre Stimme kratzte ein bisschen.
„Wie fühlen Sie sich dabei Hermine? Werden Sie damit klar kommen?”
Seine leise, samtene Stimme schien durch ihre Venen zu gleiten und beruhigte ihre Gefühle. „Ich denke, ich brauche nur etwas Zeit.”
„Die werden Sie auch haben”, flüsterte er und verringerte die Distanz zwischen ihnen. „Nehmen Sie das. Sie frieren.” Und bot ihr seinen Umhang an. „Die Brise heute Nacht ist ein wenig kühl.”
Hermione war von dieser Berührung vollkommen überrascht. Er war so sensibel und schien sich um sie zu kümmern, obwohl er gesagt hatte, er täte es nicht. Dieser anständige und sarkastische Mann hatte wahrlich eine sanfte Seite und zeigte sie von allen Leuten…ihr! Was kostete dieser Krieg diesem Mann? „Möchten Sie morgen etwas Gesellschaft haben, Sir?“ Sie konnte fühlen, wie sie rot wurde. „Was ich sagen will… wenn Sie nicht zu beschäftigt sind, würde ich für ein Gespräch zu Ihnen kommen wollen.“
„Wir reden doch jetzt, Miss - Hermine. Entschuldigen Sie. Eine Angewohnheit, die Ihnen Respekt erweist”, sagte er.
„Danke”, sagte sie sanft. „Es ist in Ordnung, wenn Sie nicht möchten, dass ich komme. Ich verstehe, Sir“, sagte sie mit Herzklopfen.
„Ich nehme an, ich würde niemanden abweisen, der bereit ist Tee mit mir zu trinken und das Bedürfnis hat, über Dinge zu sprechen. Würde Ihnen das besser gefallen dann mit mir zu sprechen als hier?“, fragte er, doch bevor sie antworten konnte sagte er: „Alleine im Dunklen.“

„Ja, ich meine nein.” Sie legte eine Pause ein, um zu Atem zu kommen. „Ich fühle mich hier wohl mit Ihnen Sir. Wirklich. Es ist nur so spät und ich möchte Sie nicht aufhalten.“
„Gegen drei?”, fragte er höflich.
„Das klingt gut.”
„Wo werden Sie behaupten zu sein, wenn jemand fragen sollte?”
„Lesen in der Bibliothek?”, schlug sie vor.
„Exzellent”, sagte er. „Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.”
„Ihnen auch”, erwiderte sie, sah seiner Silhouette hinterher, die in der Dunkelheit verschwand. Das Geräusch der schließenden Tür signalisierte sein Verschwinden. Sie lächelte. Was geschah da zwischen ihnen? Sie hatte nicht wegen der Kälte gezittert.

Ein Windstoß kam auf. Sie hatte immer noch seinen Umhang. Nun, den konnte sie ihm morgen zurückgeben, oder nicht? Nein, vielleicht brauchte er ihn. Schnell folgte sie ihm in die Kerker. „Professor?“, rief sie so leise, wie sie konnte. Keine Antwort. Als sie in der Nähe seines Klassenzimmers und seines Büros kam, konnte sie einen Fetzen einer schwarzen Robe vor sich, im Kerzenschein sehen. „Sir?“, fragte sie leise.
„Ja?”, kam die Antwort einen Moment später.
„Ihr Umhang”, sagte sie und näherte sich ihm. „Tut mir leid, ich habe vergessen ihn zurückzugeben.”
„Das hätte bis morgen warten können”, sagte er schmeichelnd.
„Entschuldigung Sir.” Sie zog sich den Umhang aus und gab ihn zurück. „Gute Nacht.“
Hermine drehte sich um, um zu gehen. „Wenn Sie schon hier sind, möchten Sie für einen Moment hereinkommen? Ich habe etwas gefunden, was Sie möglicherweise interessieren könnte.“
„Ok”, stimmte sie zu und folgte ihm hinein. Sie setzte sich auf denselben Stuhl, auf dem sich schon letzte Nacht gesessen hatte, bevor er sich mit Tee um seinen Schreibtisch ging und Feuer machte. Er drückte ihr eine Tasse in die Hand, setzte sich ihr gegenüber und hielt ein kleines Buch in den Händen.
„Heute war ich in Hogsmeade und habe einen Blick in den Bücherladen geworfen. Dort gibt es eine Muggel-Abteilung und etwas an Ihrem Passwort faszinierte mich, und als ich das sah, musste ich es haben. Ich habe es ganz gelesen und würde es Ihnen gerne schenken.“
„Professor! Eine Sammlung von Aufsätzen über Lord Byrons Gedichte! Dieses Buch ist sehr alt”, sagte sie und sah es mit liebevollen Augen an. „Wahnsinn!“
„Ich denke, wir können das ein Geburtstagsgeschenk nennen. Wir haben nur noch ein paar Minuten übrig, bis es nicht mehr Ihr Geburtstag ist.“ Schnell drückte sie das Buch an sich, schob ihren unberührten Tee zur Seite und lächelte ihn mit schimmernden Augen an. „Hätte ich gewusst, dass Sie das traurig -“
„Nein, ich bin glücklich. Ich habe schon immer die Literatur der Romantik geliebt. Und er, “ sie nickte zu ihrem Buch, „war schon immer mein Favorit. Ich liebe diese Charaktere und die Thematik.“
„Seine Charaktere?“
„Also ehrlich Professor. Ich dachte, Sie hätten das gelesen.”
“Habe ich.”
“Nun, also irgendjemand hat einen Kommentar über Byrons Helden geschrieben?”
Er lächelte leicht. „Das habe ich gesehen. Warum mögen Sie diese Art von Charakter?”
Sie lachte leicht und ihr Haar wippte, als sie mit den Schultern zuckte. „Er ist nicht der normale Typ des Helden, den die meisten Geschichten versuchen zu porträtieren. Gewöhnlich genießt er die Einsamkeit und versucht selbst in der Gruppe alleine zu sein. Er ist arrogant, stolz, intelligent und einwenig empfindlich bei einigen Dingen. Es gibt meist etwas Dunkles in seiner Vergangenheit, die ihn davon abhalten, sich selbst zu verzeihen. Meistens hat es auch etwas mit Sexualdelikten zu tun und meistens ist er ein Rebell und tut war für ihn richtig ist, auch manchmal Leuten hilft, die ihm über dem Weg laufen.“ Sie lachte. „Entschuldigung, ich neige dazu auszuschweifen, wenn ich an ihn denke. Die meisten Menschen finden diesen Helden abstoßend, aber wenn man an den Standard denkt, ist es faszinierend. Als ich sein erstes Gedicht gelesen habe, war ich wie angezogen und es hieß „Solitude“ und als ich das erste Mal von Zeitumkehrern gehört hatte, wollte ich zurückreisen und ihn vor dem Tod bewahren.“ Sie wurde rot. „Sie halten mich jetzt sicherlich für dumm.“
„Wenn es dieser Typ Mann ist, von dem sie sich angezogen fühlen, was, wenn ich fragen darf, wollten Sie von Weasley?”
„Oh”, sagte sie und dachte nach. „Ich denke, hmm.., ich denke, er war der Einzige der mich wollte. Wir sortieren uns doch alle untereinander aus.“
„Haben Sie bemerkt, dass dieser Byronische Held, den Sie beschreiben, ein wenig nach mir klingt? Genau genommen ein wenig abstoßend.“.
„Oh - Sie haben Recht. Professor, das tut mir leid. Habe ich Sie beleidigt?”, fragte sie reuevoll. „Ich wollte damit nicht sagen, Sie wären abstoßend… faszinierend, ja, aber niemals abstoßend. Ich...oh, mein.“ Was war mit ihrer Zunge geschehen? Es verriet sie mit wirren Worten. Warum kam er näher? „Oh mein Gott, er wird mich berühren. Seine Hand nähert sich meiner Wange. Er wird mich küssen.“
Severus strich zärtlich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht und seine Hand legte sich auf ihre Wange. „Ich bin weit davon entfernt beleidigt zu sein, Hermine.“ Er war erfreut, als sie ihre Augen verdunkelten und sie sich näher an ihn lehnte, wie um sich auf einen Kuss vorzubereiten. Mit einem Lächeln kam er näher und seine Lippen streiften kurz ihre. In dem Moment, als ihre Augenlieder flatterten, zog er sich zurück. „Miss Granger! Ich entschuldige mich. Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist” Er stand auf und stellte sich hinter seinen Stuhl, so als würde er damit etwas zwischen sie schieben. „Ich habe mich selbst vergessen.“
Er konnte sehen wie sich Überraschung und Enttäuschung auf ihrem Gesicht breit machten. „Sir, es ist alles ok. Wir sind scheinbar nur zwei Menschen, die auf der demselben Wellenlänge sind. Wenn, dann müsste ich mich bei Ihnen entschuldigen…Ich hatte nicht vor, das zu tun. Ich werde jetzt gehen.“
„Warten Sie Miss Grang - Hermine, bitte. Ich habe Sie verängstigt”, begann er, „Ich verspreche Ihnen, das wird nie wieder passieren. Wie ich bereits sagte, Ich weiß nicht, was eben erst geschah. Ich dachte Sie meinten, ich wäre faszinierend. Es hatte sich angefühlt, als hätte mich endlich jemand verstanden und würde mich in einem anderem Licht sehen, einem ansprechenden.“
„Vielleicht habe ich das ohne es zu wissen”, flüsterte sie. „Ich sollte wirklich gehen.“ Sie schnappte sich das Buch und lief zur Tür.
„Werden Sie Morgennachmittag zum Tee kommen?”
„Bin ich immer noch willkommen?”, fragte sie ungläubig aber höflich.
„Sie sind hier willkommen”, sagte er. „Angenehme Träume.”

Er lachte als sie flüchtete und die Tür hinter ihr zufiel. „Nun, das funktioniert besser als erwartet. Sie ist so naiv.“ Er erinnerte sich an das, was sie über den byronschen Helden gesagt hatte und lachte in sich hinein. Fast alles, was sie gesagt hatte, hatte ihn in einer Form oder einer anderen berührt. Er nahm das Pergament auf seinem Schreibtisch, legte seine Hand darauf und sagte: „Locus Hermine.“

Gerade dabei Treppen zu steigen, Richtung Gryffindorturm, alleine.
.
Wieder lachte Severus. Er sollte den Dunklen Lord darüber informieren. Für morgen war ein nächstes Treffen geplant. Der nächste Schritt seines Planes sah so aus, dass er während ihres nachmittäglichen Tees in Aktion treten würde. Ununterbrochen betrachtete er das Pergament, bis sie sicher in ihrer Unterkunft angekommen war und stellte sich dann unter eine kalte Dusche.

~~~~~~~~~~~~~~

Hermine legte sich ins Bett, hielt immer noch ihr Buch und atmete schwer. „Ich habe versucht einen Lehrer zu küssen. Nein! Er hat versucht mich zu küssen!“ Sie schüttelte den Kopf. „Das kann nicht wahr sein. Fast hätte er es getan und hat es doch gelassen. Mein Gott!“ Sie konnte es nicht glauben, Professor Severus Snape fühlte sich von ihr angezogen und hatte sie fast geküsst.
Da waren kein Druck, keine groben und grapschenden Hände, kein Gebettel, Wünsche zu erfüllen und keine Enttäuschung weil sie es nicht konnte. Sicher, er schien entsetzt gewesen zu sein, wie weit die Dinge gegangen waren, aber er hatte ihr keinen Vorwurf gemacht.
„Ich muss aufpassen, was ich sage oder ob ich merke, dass ich mich nach seinem Kuss sehne.“ Da war etwas Wahres dran. Sie war enttäuscht, weil seine Lippen sich nicht auf ihre gepresst hatten. Der Ausdruck in seinen dunklen Augen war anbetungswürdig und wie ein Versprechen. Seine Berührung in ihrem Gesicht war so sanft, dass sie sich fragte, ob sie real gewesen war. „Ich will, dass er mich küsst“, keuchte sie schockiert. Ron und sie waren gerade mal einen Tag getrennt und sie versuchte schon mit jemanden anderen herumzuknutschen. Einen sehr viel älteren und autoritären Jemand „Ich will es und will es nicht“, entschied sie, froh darüber, dass es nicht geschehen war. Die Dinge entglitten ihr und sie hatte das Gefühl Ron zu betrügen.
„Zur Hölle mit Ron! Ihn betrogen? Wie? Er war derjenige, der mit jemand anderen herumgemacht und versucht hatte, diese verdammte Pansy Parkinson zu vögeln!“

Eng an sich gepresst hielt sie ihr Buch, als sie sich erlaubte in den Schlaf zu driften. Ihr letzter Gedanke galt Lord Byron und seinem byronschem Helden. Der gesichtslose Held nahm nun die Gestalt ihres Zaubertrankmeisters an.

TBC


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