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Fanfiction

VerfĂŒhrung einer Zauberin - Ein Plan nimmt Formen an

von Dumbledoria

6. Der Plan nimmt Formen an


Severus erstickte ein GĂ€hnen. Diese verdammte Lehrerkonferenz war die lĂ€ngste, die seit dem letzten Jahr stattgefunden hatte. Er vermutete, dass dies nötig war. Der Direktor musste schließlich alle auf einem Pergament verewigen.
Seit das neue Schuljahr begonnen hatte, hatte es nur eine Reihe von schnellen, flĂŒchtigen Treffen gegeben. ‚Warum sieht mit der Direktor mich so sonderbar an?’ Um sicher zu gehen, dass er keine Reste des Abendessens auf seiner Robe hatte, sah er an sich hinab. Nachdem er die nicht vorhanden KrĂŒmel weggewischt hatte, vernahm er Hermines Name und sein Kopf zuckte ruckartig nach oben.

“Miss Granger und Mr. Macmillan sollten bei den neuen Patrouillen auf dem GelĂ€nde mit einbezogen werden. Wir mĂŒssen Ausschau halten und sicher gehen, dass nichts vermisst wird und alles sicher bleibt. Außerdem denke ich, dass auch die VertrauensschĂŒler des siebten Jahrganges miteinbezogen werden sollten und da wir gerade von ihnen sprechen“, sagte Dumbledore und sah wieder zu Severus, „wir werden Miss Parkinson und Mr. Weasley ersetzen mĂŒssen.“
Severus nickte zustimmend und hörte die abfĂ€lligen Bemerkungen der anderen. Rolanda Hooch war am lautesten zu vernehmen. „Stellt euch das vor! Die sind auf dem Korridor richtig zur Sache gegangen. Haben wohl noch nicht von einem Stille- und Desillusionszauber gehört, vermute ich mal. Zu meiner Zeit haben wir uns bessere PlĂ€tze ausgesucht, wenn wir geil waren.“
Er wusste, was als nĂ€chstes geschehen wĂŒrde. Er konnte Minervas Wut förmlich spĂŒren. „Sie denken, das ist lustig, oder?“, fragte sie streng. „ Warum geben wir keinen Unterricht fĂŒr unzĂŒchtiges Verhalten? Sie können ihnen beibringen, wie man die Regeln bricht, ohne erwischt zu werden!“
“Oho! Da hat sich wohl gemacht in die Hosen gemacht”, stichelte Hooch weiter. “ Sind Sie etwa wĂŒtend, weil einer Ihrer rotbackigen Gryffindors dabei erwischt wurde, als er gegen die Regeln verstoßen hat? FĂŒhlt sich nicht gut an, dass Weasley sich mit einer Slytherin einlassen wĂŒrde, oder?“ „Warum, Sie-“
“Das reicht!”, sagte Severus und drĂŒckte Minervas erhobenen Arm, der nach dem Zauberstab greifen wollte, wieder zurĂŒck und drehte sich zu Rolanda um. „Nun, auch wenn ich Ihre scheinbare Sympathie fĂŒr Slytherin schĂ€tze, hier ist nicht der Platz um ĂŒber RivalitĂ€ten zu diskutieren. Heben Sie sich das fĂŒr den Personalausflug nach Hogsmeade auf.“
Rolanda lachte hart. “Sie sind wohl beschĂ€mt, weil jemand von Ihnen geschnappt wurde, wie? Versuchen Sie gelassen zu erscheinen? Gute Show.”
“Wenn alle fertig sind, hĂ€tte ich mehr zu sagen”, kommentierte Dumbledore mit einem Lachen in den Augen, obwohl seine Stimme streng war. „Ich erwarte, dass Sie alle, zwei neue VertrauensschĂŒler wĂ€hlen. Einen mĂ€nnlichen und einen weiblichen. Ihre Stimme ist bis Freitag abzugeben. Filius und Severus werden wieder die Aufgabe haben, neue WachplĂ€ne zu erstellen, da sie dies bereits mehr als löblich getan haben. Wir werden wieder mehr Patrouillen durchfĂŒhren, wenn die Posten vergeben sind.“ Er streckte sich leicht. „Nun, wenn keiner mehr etwas zu sagen hat?“, er sah herum. „Sehr gut. Severus, auf ein Wort.“
‘Verdammt! Nie hat man einen Moment Ruhe’ “Ja Direktor?”, fragte er respektvoll.
„Hier entlang“, antwortete er ausweichend.
Severus folgte Dumbledore in sein BĂŒro und setzte sich, ohne vorher dazu aufgefordert zu werden, sicherlich wĂŒrde dies hier lĂ€nger dauern. „Haben Sie Neuigkeiten?“, fragte der Ă€ltere Mann.
“Nur das, was vor einigen Minuten passiert ist”, gab er zur Antwort. „Draco kam vor unserer Konferenz zu mir. Seine Vater hat ihm wohl aufgetragen sich in den verbotenen Wald zu schleichen, um sĂŒĂŸe Malven zu stehlen, die sich dort befinden.“
„SĂŒĂŸe Malve?“
“Ja”, Severus nickte. “Ich finde das auch seltsam. So weit ich weiß, haben sich die Zentauren nicht mit dem Dunklen Lord verbĂŒndet. Nur sie verwenden das.”
“Ich werde mit Firenze sprechen und herausfinden, ob es noch anders gebraucht werden kann, außer dem starrenden Blick, der wie Feuer und Rauch in ihrem Inneren ist. Er hat Ihnen nie etwas bei den Treffen erzĂ€hlt?“
“Nein, natĂŒrlich nicht”, antwortete Severus schnell. “Ich war nie lĂ€nger als nötig bei den Treffen, zum GlĂŒck. Lucius kann sich momentan, da er jetzt als Todesser gebrandmarkt ist, nicht mehr so oft in der Öffentlichkeit zeigen und ich spreche mittlerweile nicht mehr als nötig mit ihm.“
Die Art, wie der Direktor ihn anstarrte, ließ ein unangenehmes GefĂŒhl in ihm aufsteigen. “Was hatte Draco sonst noch zu sagen?”
“Nichts, was Sie interessieren dĂŒrfte, aber er erzĂ€hlte, Ginevra Weasley hĂ€tte ihn schon zweimal wegen seiner Cousine, Nymphadora Tonks, angsprochen.”
“MerkwĂŒrdig.”
“Allerdings. Zwei mal hat er ihr gesagt, sie solle verschwinden, aber er gibt zu fasziniert zu sein.“
“Welche Art Fragen waren es? Mit Tonks im Orden, hĂ€tte Ginny sie, oder ihre Familie, einfach fragen können. Warum Draco?“ Dumbledore begann auf und ab zu schreiten.
“Wie es scheint, vermutet sie, Tonks wĂŒrde mit den Malfoys zusammen arbeiten, um den Dunklen Lord zu unterstĂŒtzen. Soll ich ihm sagen, er solle an der Sache dranbleiben?“, fragte Severus verschlagen.
“Ja. Sagen Sie ihm, er soll herausfinden, was mit ihr los ist. Ich möchte ihre BeweggrĂŒnde wissen, warum sie diese Fragen stellt.”
“Da ist noch eine Sache. Ich war mir nicht sicher, ob ich es erwĂ€hnen soll, aber jetzt scheint es vernĂŒnftig“, sagte Severus und bemerkte, dass der andere Mann auf mehr wartete. „Wegen Parkinson und Weasley. Draco sagte, Pansys Vater stehe wohl plötzlich hinter ihr und ihrem Interesse an diesem Jungen. Womöglich möchte er fĂŒr das MĂ€dchen einen respektablen Partner finden. Ich frage mich, was er fĂŒr PlĂ€ne hat.“
Dumbledore schien von dieser Aussage nicht sonderlich ĂŒberrascht. “Hat Tom Ihnen davon nichts erzĂ€hlt?”
“Nein, hat er nicht”, versicherte Severus. “Ich vermute, Parkinson hat irgendwelche Hintergedanken und ich werde herausfinden was fĂŒr welche das sind.”
“Sehr gut. Halten Sie mich auf dem Laufenden.”
“Das ist alles, was ich zu berichten habe Direktor und wenn Sie mich entschuldigen wĂŒrden, ich wĂŒrde mich gerne in meine RĂ€ume zurĂŒckziehen. Ich muss eine Karte fĂŒr Draco erstellen, die es ihm ermöglicht, im Verbotenen Wald die sĂŒĂŸen Malven so schnell wie möglich zu finden.“ Er stand auf, um den Raum zu verlassen, doch Dumbledore bedeutete ihm, sich wieder zu setzen.
“Was sind Ihre BeweggrĂŒnde Severus? Gibt es irgendetwas, was Sie mir sagen wollen?”
‘Verdammt! Er weiß es. Irgendetwas weiß er.’ “Ich habe keine Hintergedanken Direktor. Ich tue nur das, was getan werden muss, um meine zwei Meister zufrieden zu stellen“, spuckte er Ă€tzend aus. „Deuten Sie irgendetwas an?“
“Nicht andeuten Severus.” Der Direktor ging um seinen Schreibtisch herum und setzte sich neben ihm. „Gestern, nachdem ich mit den aufsĂ€ssigen VertrauensschĂŒlern gesprochen habe, entschied ich mich dafĂŒr, ihnen zu folgen, um zu hören, wie sie ĂŒber diese Situation denken. Und was habe ich gesehen? Miss Granger stieß zu ihnen, sagte etwas und rannte mit TrĂ€nen in den Augen davon.“ Sofort sah er Severus ins Gesicht. „NatĂŒrlich bin ihr gefolgt um sicher zu gehen, dass sie in Ordnung war. Sie schien ziemlich verstört.“
“Und so sind Sie ihr durch das Innere des Schlosses gefolgt, runter zu mir”, sagte Severus mit ausgesucht höflicher Stimme. „Was versuchen Sie zu sagen Direktor?“
“Ich sage, dass ich es interessant finde, dass Sie anscheinend gewusst haben wo sie war und verfolgt wurde. Des Weiteren finde ich es interessant, dass Sie und Miss Granger anscheinend ziemlich vertraut miteinander sind.“ In Dumbledores Augen glĂŒhte es gefĂ€hrlich und er sah leicht enttĂ€uscht aus.
“Sir, Sie wissen, ich habe mich, fĂŒr jedes Fehlverhalten, was dort passiert ist, entschuldigt. Ich wusste nur, dass sie dort war und verfolgt wurde, denn ich habe diese Korridore verzaubert, damit sie nicht benutzt werden, da der Zutritt dort verboten ist.“
“Oh ja. Ich weiß, dass Sie sich entschuldigt haben, ich kann es bezeugen.“
„Ich habe Sie nicht gesehen.“
“Severus, Sie wissen so gut wie jeder andere, dass ich nicht jedes Mal sichtbar bin, wenn ich durch das Schloss gehe. Außerdem wissen Sie, dass ich fĂ€hig bin, selbst durch Desillusionszauber zu sehen und jeden einfachen Stillezauber brechen kann. Sie haben einiges zu erklĂ€ren und Sie tĂ€ten gut daran es jetzt zu tun“, sagte der Direktor, streckte sich, um aus einer Silberschale die auf seinem Schreibtisch stand, ein Bonbon zu nehmen.
“NatĂŒrlich konnte ich Ihnen nicht in Ihr geschlossenes BĂŒro folgen, also wartete ich. In der Tat wurde ich sogar mĂŒde, als ich an der TĂŒr auf Miss Granger gewartet habe. Also habe ich entschieden Ihr GesprĂ€ch doch zu belauschen, sonst hĂ€tte ich wahrscheinlich Stunden gewartet. Sie haben interessante Schutzzauber gewĂ€hlt und ich hab lange gebraucht, um diesen speziellen Stillezauber zu brechen.“
Mit einem arroganten Grinsen im Gesicht schnappte sich Snape ein Bonbon aus der SchĂŒssel auf dem Tisch und steckte es sich in den Mund. „Ja, ich bin selbst stolz auf mich, wegen dieses brillanten Schutzzaubers. Was wollen Sie wissen?“, fragte er schließlich.

“Was ist passiert? Warum? Was Sind Ihre Absichten?” Die Fragen schossen nur aus ihm heraus, so, als ob er sie vorher geĂŒbt hĂ€tte.
“Also gut Direktor, ich werde Ihnen alles erzĂ€hlen”, sagte Severus und versuchte reuevoll und zerknirscht zu klingen. „Der Dunkle Lord ist der Ansicht, wenn Granger mit mir befreundet wĂ€re, wĂŒrde das Potter wĂŒtend machen. Mein Befehl lautet ihr nĂ€her zu kommen. Infolgedessen haben treffen wir uns an den Mittwochabenden im Labor und zusĂ€tzlich haben wir weitere Treffen fĂŒr die Samstagabende vereinbart. Wenn Draco Verstand untersucht/durchforstet wird, wird er bestĂ€tigen/sagen können, er hĂ€tte uns zusammen gesehen. Jeder andere, vermutliche Spion wĂŒrde das ebenfalls bestĂ€tigen.“
“Warum haben Sie mir das nicht gesagt?”, fragte Dumbledore und zog ĂŒberrascht eine Augenbraue nach oben.

“Weil ich wusste, dass Sie dies nie billigen wĂŒrden”, sagte er bitter. „Ich habe mit ihr darĂŒber gesprochen und habe das meiste erklĂ€rt. Wir werden beobachtet und das weiß sie und hat zugestimmt zu helfen.“
“Sie ist kein Ordensmitglied. Sie ist eine SchĂŒlerin hier. Das hĂ€tte mit mir besprochen werden mĂŒssen”, sagte der alte Zauberer bestimmt.
“Hermine ist volljĂ€hrig. GemĂ€ĂŸ Ihrer Altersbegrenzung hĂ€tte sie schon seit dem letzten Jahr ein Ordensmitglied werden können. Es war ihre Entscheidung“, sagte Severus erregt.
“Severus, davon bin ich nicht begeistert. Sie Sir, sind ihr Professor. Was wĂŒrden Sie sagen, wenn man Minerva dabei gesehen hĂ€tte, wie sie mit dem jungen Malfoy kĂŒssend im Korridor steht?“
„Das ist etwas anderes und das wissen Sie. Ich weiß nicht, was -“
“Ja, ich habe Ihre Entschuldigungen schon gestern gehört und ich muss sagen, ich fand es bemerkenswert von Ihnen, weil Sie begriffen hatten, dass Sie die Situation ausnutzten. Dumbledore griff nach weiteren Bonbons. “Allerdings schien es so, als hĂ€tte sie nichts dagegen gehabt. Ich glaube, dieses „Projekt“ könnte zu noch mehr, als unangemessenem Verhalten fĂŒhren. Ich gebe Ihnen nicht die Schuld oder behaupte, Sie hĂ€tten das geplant Severus. Ich möchte nur sagen - “
Severus stand verĂ€rgert auf. “Was glauben Sie was ich tun sollte Albus? Möchten Sie, dass ich dem Dunklen Lord erzĂ€hle, ich hĂ€tte bei meinem Auftrag versagt, weil ich Ihnen erzĂ€hlen musste, dass ich vorhabe, mich Miss Granger unangemessen zu nĂ€hern? Ich bin sicher, darĂŒber wĂ€re er nicht erfreut.“
Ein resignierender Seufzer war fĂŒrs erste die einzige Antwort. “Beabsichtigen Sie, sich ihr unpassend zu nĂ€hern?“
“Ich weiß es nicht”, sagte er ehrlich. “Die Schulstatuten sagen, dass wenn ein Mitglied des Lehrkörpers in nĂ€herer Beziehung zu einem SchĂŒler steht, dieser SchĂŒler nicht von demselbigen Lehrer unterrichtet werden darf, und der SchĂŒler nach dem Gesetz der Zauberer volljĂ€hrig sein muss.“ Erneut setzte er sich hin. „Also wenn sich etwas an unserer „unschuldigen“ Freundschaft Ă€ndern sollte, wĂŒrde ich darum bitten, dass sie aus meinem Unterricht genommen wird.“
“So, Sie haben also schon nachgeschlagen. Severus, es scheint, als haben Sie sich bereits Gedanken, die in diese Richtung gehen, gemacht“, sagte Dumbledore skeptisch. „Was genau ist an diesem Abend passiert, als Sie beide alleine waren?“
“Nichts, verdammt”, brauste Severus empört auf. “Ich habe sie niemals anders berĂŒhrt, als Sie es gestern gesehen haben! Die Art, wie sie gestern auf mich reagiert hatte, hat mich ĂŒberhaupt erst dazu veranlasst, in den Statuten von Hogwarts nachzuschauen. Das Sie anders denken, nehme ich Ihnen ĂŒbel. Ich mag ein Professor sein, ein Spion und ein Ordensmitglied, aber es wĂ€re ein gutes Zeichen von Ihnen, sich daran zu erinnern, dass ich noch ein Mann bin. Wer wĂŒrde nach diesem ungeplantem „Austausch nicht neugierig sein?“ Dies war zumindest wahr. Er hatte nicht geplant sie zu treffen oder zu kĂŒssen. Jedenfalls nicht an diesem Tag. Die Entschlossenheit seines Mentors bröckelte, was Severus innerlich grinsend zur Kenntnis nahm.
“Nun denn Severus. Ich werde das nicht unterbinden, aber bitte, sie ist erst 18. Sie muss lernen und hat Pflichten zu erfĂŒllen. Versuchen Sie bitte professionell zu bleiben.“ Er nahm sich die Brille ab, putze die GlĂ€ser und setzte sie wieder auf. „Wenn sich etwas entwickelt, wĂŒnsche ich unverzĂŒglich informiert zu werden, sodass ich Miss Granger aus Ihrem Unterricht nehmen kann.“
„Gewiss”, stimmte er schnell zu.
“Ich bin nicht erfreut und auch sehr enttĂ€uscht darĂŒber. Ich hĂ€tte sofort informiert werden mĂŒssen. Ich werde mich nicht einmischen Severus, aber ich werde beobachten. Falls ich irgendein Anzeichen von Kummer an ihr erkenne, oder sie blaumacht und ihre Pflichten als Schulsprecherin vernachlĂ€ssigt, werde ich das wieder beenden.” Er nickte Richtung TĂŒr. „Gehen Sie.“

Ohne einen Blick zurĂŒck zu werfen, ging Severus aus dem BĂŒro und zurĂŒck in seine RĂ€ume. Er wagte es nicht selbstgefĂ€llig drein zu blicken, da er nicht sicher war, ob sich der Direktor dafĂŒr entschieden hatte, ihm zu folgen. Wieder in seinen RĂ€umen setzte er sich hin und dachte ĂŒber das nach, was passiert war. Der Alte Mann wollte also nicht, dass sein Zaubertranklehrer und seine SchĂŒlersprecherin netter zueinander waren, hm? Mochte er es nicht von seinem treuesten Spion belogen zu werden? Mochte er es nicht, wenn man ohne seine Genehmigung Entscheidungen trifft?
„Eine Menge vernĂŒnftiger Sorgen Direktor“, sagte Severus mit einem zynischen LĂ€cheln.
Plötzlich kam ihm ein Gedanke. ‘Der alte Narr sollte mich besser nicht verĂ€rgern oder ich nehme die Dinge selbst in die Hand. Vielleicht sollte ich sehen, wie ich diesen verdammten Krieg, je frĂŒher desto besser, beenden kann. Es wĂŒrde ein Leichtes sein Potter zu schnappen und ihn zum Dunklen Lord zu bringen, damit die zwei Arschlöcher es unter sich ausmachen könnten. Möge der beste Zauberer gewinnen.’ Er lachte in sich hinein. „Wenn der Dunkle Lord gewinnt, werde ich zumindest meine MĂ€tresse haben.“ Ja, es wĂŒrde fĂŒr den guten alten Albus besser sein, vorsichtig zu handeln. Severus wusste, er könnte den Orden stĂ€rken, oder zu Fall bringen.

Er zog seine Schreibtischschublade auf und holte das Pergament hervor. „Locus Hermine“, sagte er. Die Antwort erschien in Sekunden.

Mit Neville Longbottom im Zimmer der Schulsprecherin.

“Longbottom”, sagte er angeekelt. Der verflixte Kerl sollte besser nicht versuchen, etwas mit ihr anzufangen.” Er zuckte mit den Achseln. „Morgen Abend werde ich es herausfinden.” Obwohl er es nicht mochte vom Direktor beim Unehrlichsein erwischt zu werden fĂŒhlte er sich wie von einer Last befreit. Zumindest brauchte er sich um diese “Sache” und wie er es verheimlichen konnte, keine Sorgen mehr machen. Von Anfang an war das seine Hauptsorge gewesen.

Er holte seine Spezialtinte hervor, tunkte seine Feder hinein und kritzelte zwei SĂ€tze auf das Pergament, um Hermine eine subtile Botschaft zu schicken. ‚Es ist ein wenig spĂ€t, Zeit um Schlafen zu gehen.’
Ja, sie wĂŒrde Longbottom frĂŒh genug zum Gehen auffordern. Severus hatte sie nur wĂ€hrend der Mahlzeiten gesehen, obwohl er versucht hatte ihr auf den Korridoren zu begegnen. Sie hielt sich gut. Ihre Augen hatten sich nur einige Male zu ihm verirrt. Er fragte sich, ob er nicht zu oft zu ihr hingesehen hĂ€tte und schnaubte. „Es ist schon ok so. Ich musste sicher gehen, dass sie nicht hersieht und Dumbledore hat unseren kleinen Austausch gesehen, was seinen Verdacht erhĂ€rtet hat.“ Der Direktor wusste nun Bescheid, aber er wollte vermeiden, dass noch jemand anders davon erfuhr. Jemand wie Hooch. Sie wĂŒrde ihn nicht lebend davon kommen lassen. Nein. Keiner wĂŒrde es erfahren, so lange er nicht bereit war, es sie wissen zu lassen. Niemand!

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Hermine war erleichtert gewesen, als Neville erklĂ€rte, warum er mit ihr hatte sprechen wollen. Obwohl Ron sie misstrauisch beĂ€ugte, hatte er nicht gegen ihr privates GesprĂ€ch protestiert. Wie es schien wollte Neville etwas von Lavender, die ihm aber keine Aufmerksamkeit schenkte. Er nahm an, sie wĂ€re verrĂŒckt nach Harry, weil sie immer nur um diese Zeit sprechen wollte, wenn die beiden sich gerade unterhielten. Wenn er in der NĂ€he von Harry war, kam Lavender zu einem Plausch dazu und starrte nur Harry an.

“So ist es immer. Sie benutzt mich, um ihm nĂ€her an ihn ran zu kommen. Prinzipiell habe ich nichts dagegen, aber es tut trotzdem weh. Was denkst du?“, fragte er, in seinem runden Gesicht flackerte ein wenig Hoffung, dass sie eine Antwort hĂ€tte, auf.
“Vielleicht solltest du sie nach einem Date fĂŒr das erste Hogsmeade Wochenende fragen”, sagte sie leise. „Auf diese Weise kannst du mehr ĂŒber BeweggrĂŒnde erfahren. Wenn sie wirklich erfreut ist, bildest du es dir vielleicht nur ein. Möglichweise fĂŒhlt sie sich selbstbewusster, wenn sie mit dir spricht, wenn andere dabei sind und ist vielleicht traurig, dass du sonst nicht mit ihr sprechen wĂŒrdest.“
„Aber das will ich doch“, protestierte er.
“Aber wie soll sie das wissen, wenn du es ihr nicht sagst?” Hermine lĂ€chelte ihren Freund herzlich an. “Ich bin sicher, sie fĂŒhlt sich geehrt, weil jemand wie du Interesse an ihr hat. Mach ihr ein paar Komplimente ĂŒber ihr tolles Aussehen, mach NĂ€gel mit Köpfen, wĂ€hrend sie sich mit ihren Freunden unterhĂ€lt.“
“Ja”, sagte er sarkastisch. “Und wenn sie zu verlegen ist, um mit gerade mir zu sprechen? Das könnte ihr Image ruinieren.”
“Nev, wir sind alle befreundet. Sie wird nur mit Parvati und den anderen zusammen sein. Da ist doch kein Problem, wir sind praktisch wie eine Familie“, sagte sie beruhigend. „Du musst dem nur einen Schubs geben.“
“Du hast Recht. Ich habe sie nie wirklich dicke mit Harry gesehen und ich weiß, dass ihm jemand anderes gefĂ€llt. Ich möchte bloß nicht zurĂŒckgewiesen werden“, sagte er. „Aber das gehört zum Leben, denke ich.“
“Harry hat Interesse an jemandem? Wen?”, fragte sie neugierig.
“Ich habe gehört, wie er mit Ron darĂŒber gesprochen hat. Er weiß nicht, dass ich es mitbekommen habe und von Lavender war wohl nicht die Rede, denke ich. Diejenige ist keine SchĂŒlerin hier“, ergĂ€nzte Neville. „Aber einen Namen kann ich dir nicht nennen.“
Hermine dachte sofort an Ginnys Andeutungen ĂŒber Tonks. “Wenn er soweit ist, wird er es uns erzĂ€hlen. Ich frage mich, warum er mir nie davon erzĂ€hlt hat?”, grĂŒbelte sie. Mit einem Seufzen streckte sie sich. „Ich bin ein wenig geschafft und morgen habe ich einen langen Tag vor mir. Ich denke, ich werde jetzt schlafen gehen. Wirst du versuchen mit ihr zu reden?”
“Du bist sicher, nicht gehört zu haben, dass sie jemand anderen toll findet?”, fragte er unsicher. „Ich will mich nicht zum Deppen machen.“
“Ich schwöre”, sagte sie und hob ihren Zauberstab.
Er nickte. “Danke Mine. Gute Nacht.”

Sie sah ihm nach, wie er zur TĂŒr ging, schĂŒtzte diese und ging in ihr Badezimmer. Schnell zog sie sich aus, drehte die WasserhĂ€hne auf und stieg in die Dusche. „Ah“, seufzte sie und lehnte sich gegen das kalte Porzellan. Sie schĂ€umte einen Waschlappen auf und seifte sich ein.
Als sie mit dem Schwamm ĂŒber ihre BrĂŒste fuhr, fragte sie sich, wie es sich wohl anfĂŒhlen wĂŒrde, wenn sie jemand liebkoste, der wusste, was er tat. Ein kurzer Blick auf starke, lange Finger, die mit erfahrenen Bewegungen Zaubertrankzutaten wĂŒrfelten, schoss ihr durch den Kopf, den sie, um den Gedanken zu vertreiben schĂŒttelte, und ihren Körper weiter erforschte.
Mit dem Zeigefinger und geschlossenen Augen umkreiste sie den Nippel ihrer linken Brust. Nachdem sie sich eine Minute selbst gestreichelt hatte, sagte sie laut: „Was soll so toll daran sein?“ Wieder schĂŒttelte sie sich, um die Neugierde loszuwerden und duschte zu ende. Es dauerte nicht lange, bis ihre Finger den Weg zu dem Punkt zwischen ihren Schenkeln fanden.
Entschlossen fĂŒhrte sie sich einen Finger ein und bewegte ihn. Sie lachte, als sie dachte, dass es sich sicher besser anfĂŒhlte, als Ron es getan hatte. ÂŽKein Fingernagel der sich in mich eingrĂ€bt. ÂŽ Als ihr Finger heraus glitt strich sie zufĂ€llig ĂŒber die hervorstehende Spitze zwischen der Haut ihrer Schamlippen und zuckte zusammen.
“Zur Hölle”, sagte sie unglĂ€ubig. Mit voller Absicht rieb sich noch einmal und die fremdartigsten GefĂŒhle stĂŒrzen auf sie ein. Die sanften, kreisförmigen Liebkosungen wurden fester und sie konnte fĂŒhlen, wie sich etwas in ihr bildete. Sie kĂ€mpfte mit sich, ob sie dieses GefĂŒhl noch lĂ€nger ertragen könnte, oder aufhören sollte, doch es dauerte nur einige Minuten, bis Hermine weitermachte.
Schließlich explodierte sie mit einem intensiven, zittrigen GefĂŒhl. “Meine GĂŒte”, keuchte sie, als sie ihre Sinne wiedergewann. ‘Ich habe gerade einen Orgasmus gehabt. Heilige Scheiße’ Schnell trat Hermine aus der Dusche, trocknete sich ab und glitt ins Bett, begleitet von Schuldbewusstsein und Selbstzufriedenheit. „HĂ€tte ich gewusst, dass ich es selbst tun konnte, hĂ€tte ich es schon frĂŒher getan. Großartig“, murmelte sie, bevor sie in den Schlaf abdriftete.

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“Dann hat jemand Unrecht!”, diskutierte Hermine. “In ®Quidditch im Wandel der Zeit® steht, dass Gunhilda Keen ein Quidditsch Spiel wegen Drachen Pocken aussetzen musste!“
“Sei es wie es ist, in unseren GeschichtsbĂŒchern steht, Chauncey Oldrigde war das TatsĂ€schlich hatte er seinen eigenen Zauberer-Spielkarte, was vieles erklĂ€rt”, sagte Severus selbstzufrieden.
“Aber Sie stimmen zu, dass Keen ein Quidditch Spiel aussetzen musste?”
“NatĂŒrlich. Dieses Ereignis in der Geschichte des Quidditchs war wĂŒrdig genug, um notiert zu werden. Aber das ist fĂŒr mich von keinem Interesse. Ich glaube jedoch, dass Sie angemessene Anerkennung fĂŒr Ihren Projektaufsatz bekommen wollen”, sagte er, wĂ€hrend er ihre Notizen las, „dann sollten Sie Ihre Informationen strenger ĂŒberprĂŒfen.“
“Entschuldigen Sie Professor, aber ich denke, Sie sollten sich dies hier ansehen“, sagte sie rechthaberisch und drĂŒckte ihm ein Buch in die Hand. Um ihm den Abschnitt zu zeigen, rĂŒckte sie nĂ€her an ihn heran.
“Ich kenne das bereits”, sagte er abfĂ€llig. “Keen hat dieses verdammte Quidditch Spiel aussetzen mĂŒssen. Auf was wollen Sie hinaus?
“Das Datum.”
“Um 1100 herum, kein genaues Datum bekannt. Und?”
Hermine hob verzweifelt ihre HĂ€nde. “Es widerspricht sich! Oldbrige wurde in 1342 geboren, also ist er nicht die erste Person, die infiziert wurde.”
“UnertrĂ€gliche kleine Alleswisserin”, schalt Severus. “Ich werde dem Autor dieses Buches schreiben. Lassen Sie mal sehen. Er muss einen Fehler gemacht haben. Keen war nicht - “
“Er hat die Information aus einem persönlichen Brief, der von KeenÂŽs Cousin, Goodwin war. Ehrlich! Haben Sie das nicht gelesen?“, fragte sie sauer.
FĂŒr einen Moment grinste Severus. “FĂŒnf Punkte fĂŒr Gryffindor fĂŒr das Aufdecken dieser Diskrepanz.“ Hermine strahlte. „Drei Punkte Abzug fĂŒr Gryffindor fĂŒr diesen abfĂ€lligen Tonfall.”

Sie öffnete den Mund, bereit mit ihm darĂŒber zu diskutieren, entschied sich aber anders. Er war immer unfair gewesen. Gerade wenn sie dachte, sie hĂ€tte Punkte ergattert, nahm er ihr die meisten wieder weg. Um das Buch wieder an sich zu nehmen, machte Hermine eine Bewegung, doch genau in dem falschen Moment wollte er mit seiner Hand etwas vom Schreibtisch aufheben. Die Hand erreichte nie den Tisch. Stattdessen streifte er geschickt ihre Brust, beide keuchten und traten einen Schritt zurĂŒck.
“Hermine, Ich
.” Er schritt von ihr weg. “Ich entschuldige mich. Ich hatte nicht beabsichtigt, Sie
zu berĂŒhren.”
“Ich habe mich zur falschen Zeit bewegt. Es war ein Unfall und es ist nichts passiert”, sagte sie leise und total beschĂ€mt. FĂŒr einen schrecklichen Moment dachte sie, sie hĂ€tte ihn jetzt vor den Kopf gestoßen, bevor er sich umdrehte und sie etwas in seinen Augen flackern sah. Mochte er etwa das, was er gefĂŒhlt hatte? Als er sie an der Brust berĂŒhrt hatte, hatte sie ein Kribbeln im Magen verspĂŒrt. Immer noch sah er sie nicht an. „Severus?“
“Ja”, sagte er und gab ihr das Buch zurĂŒck. Seine Augen wichen ihren aus und er setzte sich wieder hinter seinem Schreibtisch. „Es ist spĂ€t.“
Sie klaubte ihre Sachen zusammen und warf ihm so diskret wie möglich einen Blick zu. Er war beschĂ€mt ĂŒber das, was Geschehen war, das konnte sie sehen, genauso wie er anscheinend enttĂ€uscht aussah. War es so, weil nicht mehr passieren konnte? Fehlte ihm etwas an ihr? Da kam ihr plötzlich ein Gedanke und sie ging zu seinem Tisch.
“Ich hatte das nicht vorgehabt. Ich schwöre. Ich wollte nur mein Buch und mich nicht an Ihren Hals werfen.” Sie glaubte nicht, dass es ihr Fehler war, aber sie musste etwas sagen, um ihn zum Sprechen zu bringen. Er musste ihr sagen, dass es nicht ihre Schuld war, und schnell wĂŒrde er wieder normal mit ihr kommunizieren. Es war so einfach.
“Hermine, alles was ich getan habe, lĂ€sst uns Unbehaglich fĂŒhlen. Erst mache ich Ihnen Montagnacht Avancen und jetzt habe ich Sie unangemessen gestreichelt.“
Sie warf ihre Tasche ĂŒber die Schulter. “Ich denke Ihre Hand hat nur zufĂ€llig meine B-Brust berĂŒhrt und sie nicht gestreichelt Severus. Wenn ich mich dabei unwohl gefĂŒhlt hatte, wĂŒrden Sie es wissen.“
„WĂŒrde ich?“
“Ja”, sagte sie zerknirscht. “Ich wĂŒrde Ihnen sagen, wenn ich was nicht möchte, so wie ich Ron gesagt habe, was ich nicht mag, bevor er es getan hat.”
“Ich bin kein Weasley”, sagt er wenig empört. “Des Weiteren bin ich nicht Ihr Liebhaber. Ich bin Ihr Lehrer hier in Hogwarts und ich versuche mit Ihnen befreundet zu sein. Vergleichen Sie mich niemals wieder mit diesem Jungen.“

Hermine biss sich auf die Lippen und nahm all ihren Mut zusammen, um die Frage zu stellen. „Sorry Sir. Wenn ich keine SchĂŒlerin wĂ€re, wĂŒrden Sie mich wollen?“
“Sie wollen?” Er zog seine Augenbraue nach oben. “ErklĂ€ren Sie das.”
Sofort fĂŒhlte sich sofort lĂ€cherlich. Sie musste da etwas falsch verstanden haben. Ihre Stimme krĂ€chzte, als sie sagte: “Wenn ich fĂŒr Sie kein MĂ€dchen mehr wĂ€re, wĂŒrden Sie
.mit mir zusammen sein wollen?” Eine Minute lang betrachtete sie ihn, als er sie abschĂ€tzend musterte und ĂŒber seine Antwort nachdachte.
Gerade als die Hoffnung aufgab, noch eine Antwort von ihm zu bekommen, sagte er weich: “Ich meinen Augen bist du kein MĂ€dchen mehr. Ja, ich will dich, aber unglĂŒcklicherweise bist du eine SchĂŒlerin. Ich denke, es ist das Beste, wenn du jetzt gehst.“

Hermine blinzelte mehrere Male. ‘Er hĂ€lt mich fĂŒr eine Frau. Er will mich jetzt, aber ich bin eine verdammte SchĂŒlerin.’ Sie sah an sich hinab und stellte sich vor, wie es sich anfĂŒhlen mochte, wenn seine HĂ€nde sie liebkosen wĂŒrden, er das mit ihr machen wĂŒrde, was sie letzte Nacht selbst mit sich getan hatte. Was fĂŒhlte sie wirklich dabei?
WĂŒrde Professor Snape, von all den Menschen in Hogwarts, ihre Zukunft sein? Konnte sie sich vorstellen, wie sie mit ihm Bett lag? Ihn kĂŒsste? Ihn liebte? Ein Schauer ĂŒberlief ihre WirbelsĂ€ule und sie hob den Blick, begegnete seinen Augen. „Ja, ich werde gehen“, stimmte sie schließlich zu. „Ein Teil von mir wĂŒnscht sich, dass ich nicht Ihre SchĂŒlerin bin.“ Nach diesem EingestĂ€ndnis beeilte sie sich, aus dem BĂŒro zu kommen.

Severus gratulierte sich selbst. Er hatte alles richtig gemacht. Er hatte das Rascheln ihrer Robe gehört und war sicher gegangen, dass seine Hand genau da landete, wo sie gelandet war. Er hatte sich fĂŒr einige Momente von ihr abwenden mĂŒssen, um seine GesichtszĂŒge zu zĂŒgeln, und damit sich seine Erektion sich wieder legte.
Und, die Tatsache, dass sie glaubte, er habe es nicht absichtlich getan? Das war mehr als befriedigend. Er sah auf seine Hand und lĂ€chelte. Sie wĂŒrde darĂŒber nachdenken, genauso wie sie ĂŒber seine Worte grĂŒbeln wĂŒrde, so wie ihre Worte in seinem Kopf widerhallten. ‚ Ein Teil von mir wĂŒnscht sich, dass ich nicht Ihre SchĂŒlerin bin’
Einfach gesagt, bedeutet das, dass ein Teil von ihr, ihn auch wollte. Ja, die Dinge entwickelten sich erfreulich. Er war gespannt, was am Samstagabend zwischen ihnen passieren wĂŒrde. Der Quaffel war nun bei ihr und sie musste ihn wieder ins Spiel bringen, alles was sie zu tun hatte war, ihn aufzuheben und zu werfen.

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Die nĂ€chsten Tage vergingen schnell fĂŒr Hermine und es war gerade die Zeit, um runter in die Große Halle fĂŒr das Abendessen zu gehen. Danach wĂŒrde sie Zeit mit ihrem Professor verbringen. Im Unterricht behandelte er sie so, als ob nichts geschehen wĂ€re, was ihr nur recht war. Es half ihr, ihre NervositĂ€t zu lindern, wenn sie daran dachte, bald wieder mit ihm alleine zu sein. Er war so ganz anders als Ron.

Ron wollte sie, aber wie es schien, dachte er nur an sich selbst. Wenn Ron an diesem Tag mit ihr in dem Korridor gewesen wĂ€re, anstelle von Professor Snape, hĂ€tte er sie heftig gekĂŒsst, sie betatscht, sie begrapscht und versucht sie zu nehmen. Die ZurĂŒckhaltung ihres neu gefundenen Freundes war mehr als erfreulich fĂŒr sie. Es war fast so, das Severus immer wollte, dass sie den ersten Schritt machte. Er hatte sich zurĂŒckgezogen, obwohl er gesagt hatte, er sehe sie als Frau und wollte sie auf die erwachsene Art und Weise haben.
Sie dachte an ihre letzten AktivitÀten mit ihm. WÀhrend des Sommers war er erfreut gewesen, als sie sich am Grimmauldplatz getroffen hatten. Sie hatten eine Nacht zusammen verbracht und er hatte ihr keine Avancen gemacht.
Er hatte versucht sie zu trösten und ihr Rat zu geben, wegen der Sache mit Ron. Er hatte ihr das GefĂŒhl vermittelt jemand gleichwertiges zu sein. Er hatte es in einer Nacht darauf angelegt sie zu kĂŒssen, hatte sich sofort entschuldigt und gesagt, er wĂŒrde es nie wieder tun. Nur, er hatte es wieder getan, aber er hatte sich wegen ihrem Wohlbefinden zurĂŒckgehalten. Der arme Mann rang mit sich das richtige zu tun, was sein Begehren zu ihr als Frau betraf. ‚Ein Mann will mich. Das ist kein unerfahrener Junge. Dies ist ein Mann, der zweifelsfrei seine Erfahrungen gesammelt hatte. Er will mir zeigen wie es ist, sich als Frau zu fĂŒhlen.’
Hermines Magen kribbelte leicht, als sie sich vorstellte, mit Snape zu knutschen. Seine schmalen Lippen waren ĂŒberraschenderweise mehr als zum KĂŒssen geeignet. Die Art, wie er zuerst an ihrer Unterlippe, dann an ihrer Oberlippe gesaugt hatte, bevor er sie ganz kĂŒsste, als sie es am wenigsten erwartete hatte.
Am Tag zuvor, im Zauberkunstunterricht, war sie gerade dabei mit ihrem Zauberstab Bewegungen zu ĂŒben, als sie an den Kuss denken musste. Dieser Gedanke war schuld daran, dass sie eine falsche Bewegung machte und Funken gegen Bulstrode sprĂŒhte. Seine langen, eleganten Finger waren auch ansprechend. FĂŒr einen Moment schloss sie ihre Augen und schwelgte in den Erinnerungen.
ZufĂ€llig hatte er ihre Brust berĂŒhrt und ihr somit einen Stromstoß durch den Körper gejagt. Dabei war eine leichte und doch feste BerĂŒhrung gewesen. Kein so grobes Gegrapschte wie bei Ron. Dieser tiefe Bariton seiner Stimme, die ihr sanft ins Ohr sprach, war ebenfalls mehr als angenehm.
Schamlos dachte sie an seine HĂ€nde auf ihrer Brust und ihren weiblichen Körperteilen, so wie es ihre einige NĂ€chte zuvor getan haben. Wollte sie das mit ihm tun? ‚Ja, ich möchte wirklich mit ihm zusammen sein. Ich will, dass er mein Erster wird.’ Sobald sie nicht lĂ€nger seine SchĂŒlerin war, wĂŒrde sie ihm sagen, was sie fĂŒr ihn fĂŒhlte. Vielleicht könnten sie die Zeit bis dahin nutzen, um sich besser kennen zu lernen.

Neugierig sah Hermine in den Spiegel. Was hatte sie an sich, das er sie anziehend fand? Sie vermutete, es war das gemeinsame VergnĂŒgen, die Gedichte zusammen zu lesen. Er war alleine und hatte nicht viele Menschen, mit denen er reden konnte. Severus hatte sich die MĂŒhe gemacht ein Muggelgedicht ihres Lieblingsdichters zu lernen.
Das bewies, dass er auf der freundschaftlichen Ebene begonnen hatte und er versucht hatte ihr zu imponieren. War er schon lĂ€nger in sie vernarrt und sie hatte es nur nicht bemerkt, weil sie nur Augen fĂŒr Ron hatte? ‚Nein, ich hĂ€tte es gewusst.’ Sie schĂŒttelte die Gedanken ab und wagte sich in den Gemeinschaftsraum. Sie ging zu ihrer TĂŒr und spĂ€hte hinaus. Neville war dort. “Gute Arbeit”, flĂŒsterte sie stolz, als sie ihn mit Lavender und Parvati reden sah und es schien, dass Lavender mit ihm flirtete, was sie lĂ€cheln ließ.
Sie konnte Ron nicht sehen und so verließ sie ihr Zimmer, winkte einigen Leuten zu und trat hinaus auf den Korridor. Sie sah Ginny am anderen Ende des Korridors um die Ecke gehen. Dies war ein Gang, der selten benutzt wurde. Neugierig ging Hermine in die Richtung, die ihre Freundin eingeschlagen hatte.
Jedoch, als sie um die Ecke bog, war Ginny nicht in Sicht. Sie entscheid dem Gang weiter zu folgen und lief schneller, weil sie wusste, dass am Ende einige Stufen waren. Als sie sich dem Ende nĂ€herte, hörte sie Ginny kichern, der Korridor jedoch war leer. Alle TĂŒre schienen mit dem normalen Hogwartszaubern verschlossen zu sein.
Wenn jemand dort drin war, haben sie sicherlich versucht mehr Schutzzauber einzurichten. Ohne einen Laut von sich zu geben ging sie weiter, unsicher warum sie ĂŒberhaupt so leise war. Wie es schien trieb Ginny irgendwas und sie musste genau herausfinden, was das war. Nachdem die Mahlzeit in der Großen Halle zur HĂ€lfte vorbei gewesen war, kam Ginny dazu und sah ein wenig verĂ€rgert aus.

“Was ist los?”, fragte Hermine schnell und versuchte so leise zu sein, dass nur sie beide hören konnten, was zwischen ihnen besprochen wurde.
“Nichts”, schnappte Ginny. “Ich erzĂ€hls dir spĂ€ter.” Ihre Augen weiteten sich und sie nickte in Rons Richtung, damit Hermine merkte, dass ihnen jemand zu hörte.

Ihr Blick fiel auf den Platz, wo Ron saß. Zu ihrer Überraschung lagen seine Augen nicht auf sie beide sondern hinter ihnen. Hermine drehte sich leicht um zu sehen, wohin er starrte. Seine Augen klebten an Pansy fest, diese lachte mit Bulstrode ĂŒber irgendetwas und machten Platz fĂŒr Draco, der gerade die Halle betrat.
‘SelbstgefĂ€llige Schlampe’, dachte Hermine dunkel. Ihr verging der Appetit und sie stand schnell auf. Rons Augen fielen nun auf sie und sie konnte das schlechte Gewissen darin erkennen, aber sie traute ihrer Stimme nicht und ging aus der Halle, durch die EingangstĂŒr, um frische Luft zu schnappen. In dem Moment, als sie in das Mondlicht trat, lief ihr eine TrĂ€ne ĂŒber die Wange.

Was zur Hölle war nur los mit ihr? Sie fantasierte und hatte entschieden eines Tages mit ihrem Zaubertrankmeister zu schlafen und jetzt machte ihr Rons Verhalten zu Pansy zu schaffen. Anstatt weiter Richtung See zu laufen ging sie zu Hagrids HĂŒtte, in der Hoffnung mit ihm reden zu können.
Im Fenster brannte Licht, wie ein Signal, was sie nach Hause rief und sie hörte Fangs Bellen. Auf halbem Weg hielt sie plötzlich inne. ‚Hagrid ist tot. Er wurde ermordet’ Trauer fĂŒr ihren verlorenen Freund ĂŒberwĂ€ltigte sie und zwang sie in die Knie, wĂ€hrend TrĂ€nen ihren Körper schĂŒttelten. „Armer Hagrid“, murmelte sie. „Armer Grawp.“

Starke Arme umschlossen sie. “Ich bin sicher, sie sind an einem besseren Ort als hier. Einen weniger diskriminierenden“, schnurrte eine dunkle Stimme.
Es war Severus, natĂŒrlich. Er war ihr auf die LĂ€nderein gefolgt. Sie lehnte sich an und schlang ihre Arme um ihn. Zu ihrer Verwunderung schaukelte er sich mit ihr hin und her und wisperte: “Sshh.”
Als sie fĂ€hig war ohne ĂŒberschwappende Emotionen zu sprechen, sagte sie: “Ich vermisse ihn, den großen Riese. Er war ein guter Freund, ein seltsamer Professor, aber ein guter Mann. Hat immer versucht etwas Gutes in jedem zu sehen.“
“Das war er.” Eine Hand strich ihr trockend ĂŒber die Wange. “Warum wolltest du ihn sehen?”
“Ich war wĂŒtend. Harry ist nicht in der Halle. Ron, ich kann nicht mit darĂŒber reden, weil es um ihn geht. Ginny, ich weiß nicht, ob sie mein Geheimnis bewahren kann“, ergĂ€nzte sie. „Es war Gewohnheit, dass ich hier her gegangen bin. Ich hatte erwartet, dass er mich rein lĂ€sst, mir grĂ€sslichen Tee mach und mir irgendetwas Schreckliches zu essen gibt, wĂ€hrend er meinen dummen, pubertĂ€ren Problemen zu hört.“
“Komm”, sagte er und zog sie hoch. “Lass uns in meine RĂ€ume gehen. Jemand könnte uns hier sehen.”
Sie nickte und folgte ihm ins Schloss. Durch einen der SeiteneingĂ€nge traten sie ein und liefen die Treppe zu den Kerkern hinab. Auf ihrem ganzen Weg trafen sie auf niemanden. Severus BĂŒro hatte sich verwandelt, um beide fĂŒr die Abende zu beherbergen. Ihr Schreibtisch stand neben seinem. Vorher war er in der Ecke gestanden.

Er zuckte mit den Schultern. „Ich dachte, du wĂŒrdest vielleicht gerne nĂ€her sitzen, um dann und wann zu reden.“
Sie nickte, ließ sich in ihren Sessel fallen und legte den Kopf in die HĂ€nde. „Ich habe keine BĂŒcher dabei“, klagte sie. „Was fĂŒr ein Idiot!“ Als er sie plötzlich erneut hochzog, schnappte sie nach Luft.
“Ich denke, fĂŒr heute Abend können wir uns in meine Wohnung zurĂŒckziehen”, sagte er und sah ihr in die Augen, um ihre Reaktion abzuschĂ€tzen. Nachdem er keine EinwĂ€nde erkennen konnte, zog er seinen Zauberstab und belegte die TĂŒr mit einem Schutzzauber. Dann ging er zusammen mit ihr zu einer anderen TĂŒr, die ins seine PrivatrĂ€ume fĂŒhrten und verließen schnell das BĂŒro. Er begleitete sie zu dem großen Sofa vor dem Kamin, in dem ein Feuer brannte, sagte ihr, sie solle sich hinlegen und die Schuhe ausziehen.

Als das erledigt war, goss er ein Glas Wasser ein und reichte es ihr. Hermine trank schnell einen Schluck, und war gerĂŒhrt, weil er so nett war. „Danke.“
“Ich habe jetzt frei, wenn du mit mir reden möchtest”, bot er an und knöpfte sich langsam die Lehrerrobe auf.
Ihre Augen wanderten von seinem Gesicht zu seinen HĂ€nden, wie sie ihn mĂŒhelos von seiner Kleidung befreiten. „Ich
uh
nun, Ron und ich haben in letzter Zeit nicht miteinander gesprochen. Das ist nicht gerade toll. Ich dachte, es ginge mir wieder gut.“ Es war leicht nicht an Ron zu denken, wenn sie ihn mied und stattdessen an Severus dachte. “Aber als ich gesehen habe wie er Pansy so verlangend angesehen hat
.das hat mich verletzt. Schließlich ist es nicht lange her, dass er mich so angesehen hat.“ Plötzlich setzte sie sich auf und rutschte nĂ€her zu ihm. „Was, wenn mich niemand mehr so ansehen wird? Was ist, wenn ich die einzige Chance, mehr zu erleben, verpasst habe?“
“Irgendjemand wird es Hermine”, antwortete er, sah an ihr vorbei und klang wehmĂŒtig.
“Oh richtig”, sagte sie sarkastisch. “Ich stelle es mir vor
” Die Worte gingen ihr verloren, als Severus seinen Blick wieder zu ihr wandern ließ. Da war es. Dieses Verlangen. Dieser Blick. ‘Irgendjemand wird es Hermine’, hörte sie seine Stimme wie ein Echo. Langsam lehnte sich sie vor und presste ihre Lippen, zu einem keuschen Kuss, auf seine.

Schnell zog er sich zurĂŒck und wollte aufstehen. Sie legte ihre Hand auf seinen Arm. “Hermine”, bat er, “wir können das nicht tun.”
Sie legte ihm einen Finger auf die Lippen. “Ich will nur einen Kuss. Nur heute Nacht. Danach werde ich wieder eine 
SchĂŒlerin sein. Bitte.” Seine Augenbraue hob sich und sie sah ihm zu, wie er nachdachte. Sie wusste, er trug einen inneren Kampf aus.
Hermine schluckte und leckte sich nervös ĂŒber die Lippen. Abgesehen davon, das sie befreundet waren, er war immer noch ihr Professor. Was sie getan hatte, könnte ein Fehler gewesen sein! Seine Augen trafen auf ihre und in dem Moment erkannte sie in ihnen Resignation. Er wĂŒrde es tun, er wĂŒrde sich wirklich kĂŒssen.

Sehr langsam senkte er seinen Kopf, suchte ihre Lippen. So, wie sie sich vorhin gekĂŒsst hatten, saugte er einen Moment an ihrer Oberlippe und dann an der Unterlippe, bevor er leicht an ihr zupfte. Dann leckte er ihr leicht ĂŒber ihre Unterlippe. Ungeduldig öffnete Hermine ihren Mund, streckte ihre Zunge hinaus, um seine zu treffen. Sie versuchte seine Zungenbewegungen zu beschleunigen, wollte ihn in ihren Mund locken, doch sobald er sich langsam in ihrem Mund vertiefte, genoss sie es, seinen Geschmack, das GefĂŒhl von seiner Hand an ihrer Wange. Sie stöhnte ein wenig und fĂŒhlte, wie sich tiefer auf das Sofa hineinfallen ließ.
Ihre HĂ€nde vergruben sich in seinem Haar. Sie wagte nicht die Augen öffnen, aus Angst nur zu trĂ€umen. Ein leichtes Beben durchlief sie als er seine Lippen von ihren löste und KĂŒsse ĂŒber die unbedeckte Haut in ihrem Nacken verteilte und an ihrem OhrlĂ€ppchen ankam. GĂ€nsehaut ĂŒberzog ihren Nacken und ihre Arme. Ihr Griff in seinem Haar wurde fester als sie wimmerte: „Severus.“

Es war ein Fehler. So, als ob er sich verbrannt hĂ€tte, zog er sich von ihr zurĂŒck. Ihre Augen weiteten sich, als sie sah, wie er sich wieder sammelte. „Hermine
“, sagte er. “Kannst du nicht verstehen, dass wir nicht weiter gehen können? Du bist immer noch meine SchĂŒlerin.“
“Aber eines Tages bin ich es nicht mehr”, flĂŒsterte sie.
“Und dann Hermine? Möchtest du die ersten Monate deiner Freiheit mit mir verschwenden?”, fragte er sarkastisch.
Sie setze sich auf. “Ich sehe das nicht als Verschwendung. Ich habe daran gedacht
.”Sie sah weg.
“An was hast du gedacht?”, fragte mit verfĂŒhrerischem Schnurren.
„Du. Ich. Wie wir Dinge tun.“
Er knurrte und zog sie an sich. Seine Stimme war zu einem FlĂŒstern gesenkt. „Sag mir so etwas nicht Hermine. Ich kann mich nicht immer beherrschen. Deine Worte und das was du tust”, er sah auf ihre Hand, die auf seiner Brust lag, hinab, “können leicht meine Entschlossenheit brechen.“
“Das will ich nicht. Es Ă€ngstigt mich, aber zur gleichen Zeit erregt es mich. Macht das irgendeinen Sinn?“, fragte sie und klang verwirrt.

Erneut eroberte Severus ihre Lippen, bemĂŒhte sich, die richtige Menge Druck und Geschwindigkeit auszuĂŒben. Es wĂ€re falsch seine Hexe jetzt zu erschrecken, nachdem sie so einen großen Schritt weiter waren. Insgeheim war er stolz, weil er sie soweit hatte manipulieren können. Sie war diejenige gewesen, die ihn gekĂŒsst hatte. Sie war ganz erpicht darauf gewesen, ihren Kuss schnell zu vertiefen, doch er hatte sie gezĂŒgelt. Er wollte sicher gehen, dass er ihr etwas gab, an das sie sich erinnern könnte, wenn sie in ihre RĂ€ume zurĂŒckkehrte.


‚Du. Ich. Wie wir Dinge tun.’

Ihre Worte waren so ehrlich, so unschuldig gewesen und aufgrund dessen konnte er sich viele Dinge vorstellen, die ihn fast dazu veranlassten, sie zurĂŒck aufs Sofa zu drĂŒcken und sie zu nehmen. Aber er konnte es nicht tun. Er musste sich Zeit fĂŒr sie nehmen.
Wenn er sie unter Druck setzte, sie zu schnell verfĂŒhrte, wĂŒrde sie es ĂŒber kurz oder lang bereuen. Er musste sie fĂŒr sich vorbereiten, sie in Brand setzen, bis sie von ihm verschlungen werden wollte, bevor er sie nehmen wĂŒrde. Außerdem brauchte er etwas Zeit, um einen Grund zu finden, sie aus seiner Klasse zu nehmen. Sie konnte nicht lĂ€nger seine SchĂŒlerin sein. Dumbledore hatte ihn erst darauf gebracht. ‚Danke Albus’, dachte er abfĂ€llig.
Er wandte seine Aufmerksam wieder der Hexe unter ihm zu, zog sich zurĂŒck, unterbrach den Kuss, um stattdessen sanfte KĂŒsse auf ihre Mundwinkel und Wangen zu hauchen. Ihr hungriger kleiner Mund öffnete sich und wollte mehr, aber er ignorierte es, zeichnete mit seinem Daumen ihre Unterlippe nach.
Ihre Augen öffneten sich und sie lĂ€chelte ihn glĂŒckselig an. Seine Welt geriet ins Wanken und in diesem Moment wusste er, dass er sie niemals gehen lassen wĂŒrde, egal was passieren wĂŒrde. Selbst wenn er den Dunklen Lord oder Potter selbst töten mĂŒsste, er wĂŒrde sie besitzen
fĂŒr immer. Einer seiner Mundwinkel hob sich leicht und schenkte ihr ein LĂ€cheln.

“Mach keinen Fehler Hermine Granger. Es gibt noch jemand anderen der sich nach dir sehnt und sich sein Eigen nennen will.”
FĂŒr einen langen Moment umarmte sie ihn fest, bevor sie ihre Stimme wieder gefunden hatte. Ihr Mund war an seinem Hemd vergraben, aber er konnte ihre erstickten Worte hören. „Ich habe niemals zuvor so etwas gefĂŒhlt.“
“Du bist noch nie von einem Mann gekĂŒsst worden”, sagte er.
“Der Tag am Grimmauldplatz”, begann sie mit zittriger Stimme, “hast du da schlecht von mir gedacht? Oder hast du da angefangen, mich anders zu sehen?”
“Ich versichere dir Hermine, in diesem speziellen Moment, habe ich bereits gewusst, dass du etwas Besonderes bist. Ich hasste es, weil du deine Zeit mit Weasley verschwendet hast, aber es war nicht meine Aufgabe etwas zu sagen.“ Er seufzte, als er sie noch fester an sich zog. „Und es ist immer noch nicht meine Aufgabe. Diese Nacht dĂŒrfen wir nicht wiederholen. Wenn andere SchĂŒler das erfahren, wĂ€re das das Ende unserer „Freundschaft“.“
Sie nickte, hielt ihn aber weiterhin eng umschlungen. “Ich brauchte das wirklich
und dich.”
Er versuchte die Stimmung zu heben. “Aber du hast es nicht gewagt Hagrid zu kĂŒssen, oder?”
Hermine began zu kichern. “Nein, natĂŒrlich nicht.” Sie seufzte. “Ich frage mich, wie Madame Maxime mit seinem Verlust umgeht. Sie haben sich geliebt.“
“Ich könnte mir vorstellen, dass sie ihn vermisst und sich wĂŒnscht, dass alles könnte ungeschehen gemacht werden, oder so was in der Art. Manchmal sollten es die Menschen einfach gut sein lassen“, vermutete er. ‚Ich bin froh, dass ich dich bemerkt habe, sonst wĂ€rst du mir durch die Lappen gegangen.’ „Ich denke, du solltest zurĂŒck in deine RĂ€ume gehen Hermine. Ich möchte jetzt nicht die Kontrolle verlieren.“
„Das wĂŒrde nicht geschehen”, sagte sie naiv.
“Du hast zuviel Vertrauen in mich.” Sie zuckte mit den Schultern und lachte, sagte jedoch nichts.
„Komm jetzt.“ Er stand auf und zog sie hoch.
„Sevuers?“
“Ja?”
“Ist das so falsch?”, fragte sie und umarmete in fest.
“Auf diesem Level ganz sicher, und aus anderen Perspektiven betrachtet, wĂ€re es falsch.” Er strich ihr sanft das Haar zurĂŒck. „Wir dĂŒrfen nur Freunde sein Hermine. Interpretiere in meine Einsamkeit nicht mehr als das hinein. Wir haben uns jetzt als Freunde gekĂŒsst, um den Dunklen Lord zu zeigen, dass ich seinen Befehl befolge.“
“Aber wĂŒrden diese realen Erinnerungen denn nicht ein wenig helfen? Du musst dir keine ausdenken, wenn du diese hast”, sagte sie hoffnungsvoll.
“Es wird andere Erinnerungen geben, die er vielleicht sehen will, und ich werde diese speziellen fĂ€lschen. Wenn wir es tun“, sagte er fest und drĂŒckte sie, um seine Worte zu unterstreichen, „wĂŒrde uns das an einen Punkt bringen, den wir noch nicht bereit sind zu entdecken, wir vielleicht auch nicht dazu bereit sein werden. Verstehst du das?“
“Ich glaube”, sagte sie enttĂ€uscht. “Du widersprichst dir selbst. Du sagst, du willst mich. Du sagst, du hast mich immer begehrt. Jetzt sagst du mir, du wirst vielleicht nie dazu bereit sein. Ich meine - “
Mit seinen Lippen unterbrach er sie, brachte sie zum Verstummen. Seine untere HĂ€lfte rieb er an ihrem Bauch. “FĂŒhlst du das?”, fragte er und hob seine Augenbraue. “Ich will dich. Ich habe Angst, dass du vielleicht niemals fĂŒr mich bereit sein wirst, und ich wage nicht auf mehr zu hoffen. Du hast dein ganzes Leben noch vor dir und ich will dir nicht im Wege stehen oder dich in irgendeiner Weise beeinflussen.“
“Ich
ich kann es fĂŒhlen”, sagte sie mit weit geöffneten Augen. Sie murmelte: „Du wirst herausfinden, dass ich sehr gut alleine entscheiden kann, danke.“
Er lachte leicht. “Es ist Zeit zu gehen Hermine. Du hast keine BĂŒcher dabei und es wĂŒrde Fragen aufwerfen, wenn du zu lange weg bist.” Severus ging wieder zurĂŒck in sein BĂŒro und öffnete die TĂŒr zum Korridor. Er nickte. „Guten Abend Miss Granger“, sagte er betont herzlich.
“Gute Nacht Professor”, antwortete sie und machte sich auf dem Weg zum Gryffindor Turm. Gerade als sie dabei war die Treppenstufen zu erklimmen, hörte sie jemanden hinter sich. Sie drehte sich um und sah Ginny, die sie wĂŒtend anstarrte.

“Du hast mich belogen!”, sagte die Rothaarige hitzig. “Er war es. Er hat dir die Blumen und den Brief geschickt! Das verstĂ¶ĂŸt gegen alles! Das werde ich verraten.“
“Wovon redest du?”, fragte Hermine innerlich zitternd und Ă€ngstlich. Wusste Ginny, dass etwas mit Snape lief? Dachte sie wirklich, er wĂ€re der Absender?
“Ich bin dir gefolgt, als du vorhin die Große Halle verlassen hast. Ich dachte du könntest einen Freund gebrauchen. So wie es aussieht hast du schon jemanden! Snape!“
“Sprich leiser Ginny. Es ist nicht so wie du denkst”, warnte Hermine.
“Ich rede so laut wie ich will, verdammt”, sagte sie und ihr Gesicht wurde so rot wie ihre Haare. „Das hat alles angefangen, als ihr euch getrennt habt, oder? Du hast so getan, als wĂ€rst du verletzt, nachdem deine Beziehung zerbrochen ist, aber du bist nicht besser als Ron! Du bist wie Tonks!“
„Was?“
„Du bist wie - “
“ Obliviate!”, sagte Draco Malfoy hinter ihr.
Hermine zog ihren Zauberstab. “Bleib zurĂŒck Malfoy!”

AmĂŒsiert schĂŒttelte er seinen Kopf, steckte seinen Zauberstab weg und lĂ€chelte, als sie versuchte weiterhin den Zauberstab zu halten und gleichzeitig Ginny zu stĂŒtzen. Ginnys leere Augen starrten sie an und sie schwankte leicht. „Es war zu deinem Besten Granger. Ich kann doch nicht zu lassen, dass sie ĂŒber deine Freundschaft mit Snape plappert, oder?! Er hat seinen guten Ruf zu verlieren und noch viel mehr.”
“Du hast das GedĂ€chtnis einer SchĂŒlerin manipuliert! Das ist ein guter Grund fĂŒr einen Rauswurf.”
„Ebenso wie der, seinen Professor zu vögeln.“
“Das tun wir nicht”, sagte sie verzweifelt.
Ginny sprach: “Mine?”
Bevor Hermine etwas sagen konnte, trat Draco einen Schritt nach vorne. „Alles ok Ginny? Du bist einige Stufen hinuntergefallen. Granger hat sich um deine Schrammen gekĂŒmmert, aber du siehst leicht desorientiert aus.“
“Draco? Nein, mir tut nichts weh. Es war nur einen Moment alles verschwommen”, sagte sie und sah sich um.
“Was ist das letzte, an das du dich erinnern kannst?”, fragte er freundlich.

Hermine glaubte ihren Ohren nicht trauen zu können. Sie sprachen sich mit Vornamen an? Was zur Hölle war hier los? Malfoys Hand lag auf Ginnys Schulter und er sah ihr in die Augen. SchĂŒchtern lĂ€chelte sie ihn an.
“Ich war in der Große Halle beim Essen. Hermine war sauer auf Ron und ich bin ihr gefolgt. Davor haben wir beide miteinander gesprochen, auf dem Korridor in der NĂ€he der Bibliothek. Es ist alles so verschwommen“, sagte sie.
“Gott sei Dank kam Granger vorbei, als sie ihre Runden gedreht hat. Ich wĂŒrde sagen, du hast eine gute Stunde verloren. Entschuldige Granger. Ich bringe sie zu Madame Pomfrey.“ Er winkte ihr zu und grinste arrogant.

“Was hast du vor Malfoy?”, fragte sie und gab sich nicht mal die MĂŒhe, ihr Misstrauen zu verstecken.
“Ich befolge nur Befehle”, antwortete er und zog eine Augenbraue hoch.
“Was wĂ€ren das fĂŒr Befehle?”, fragte sie schnell.
“Ach du weißt schon, diejenigen, die sagen, dass wir alle versuchen sollten miteinander auszukommen, vor allem, seit wir die gleichen Interessen haben. Das reicht Granger“, ergĂ€nzte er warnend, als sie den erneut den Mund öffnete. „Ich bringe Ginny jetzt in den KrankenflĂŒgel.“
Ginny lĂ€chelte. “Wir sehen uns spĂ€ter Hermine und danke! Es freut mich, dass es dir besser geht.”

Hermine nickte lediglich, unsicher was sie tun sollte. Sie wusste, sie sollte ihnen folgen, doch zu welchem Zweck? Es war offensichtlich, dass Draco von seinem Vater oder vielleicht von Voldemort etwas ĂŒber Severus und dem Plan einer Freundschaft zwischen sie beide, erfahren hatte. Die Drohung, hinausgeworfen zu werden, war allgegenwĂ€rtig, aber wĂŒrde er tatsĂ€chlich etwas verraten? Sie bezweifelte es, wollte aber auf Nummer sicher gehen. Er hatte sie beschĂŒtzt, irgendwie. Nein, er hatte seinen Hauslehrer und einen Todesser beschĂŒtzt. Sie war durcheinander. DarĂŒber musste sie mit Severus sprechen, wenn sie das nĂ€chste mal wieder alleine waren.

TBC


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Das, was Harry so liebenswert macht, sind, glaube ich, seine charakterlichen StÀrken, die wir selbst gerne hÀtten, und es sind auch seine SchwÀchen, die wir nur allzu gut verstehen.
Rufus Beck