
von Dumbledoria
Kapitel 7: Ein wenig PrivatsphÀre
âGinny, was lĂ€uft da mit Draco? Das ist das zweite Mal, dass ich euch beide miteinander habe sprechen sehr, und zwar privat!â rief Hermine aus. âIch vertraue ihm nicht.â
âOh Hermine. Manchmal bist du so dramatsich. Wir haben nur mit einer geredet. Er ist nicht das Arschloch, fĂŒr den ich ihn gehalten habe, wenigstens nicht zu mirâ, sagte Ginny. FĂŒr einen Moment sah sie Hermine, so als wĂŒrde sie ihr mit etwas diskutieren oder mitteilen wollen. âSchauâ, sagte sie und nahm ihre Hand. âIch weiĂ, du traust ihm nicht, aber es scheint, als sei er um dich besorgt. Er sagt, du seiest irgendwie anders, seit du mit Ron Schluss gemacht hast. TatsĂ€chlich dachte ich, dass er Interesse an dir hĂ€tte.â
âAls ob das geschehen wĂŒrdeâ, sagte Hermine spitz und sah finster drein. âIch werde fĂŒr nie mehr als ein Schlammblut fĂŒr ihn sein.â Sie wĂŒnschte, sie könnte Ginny erzĂ€hlen, dass sie ihm nicht traute, weil er sie mit dem Obliviate verhext hatte, aber sie wusste, sie hĂ€tte dann zu erklĂ€ren warum. Sie konnte nicht riskierten, dass jemand herausfand, dass sie in Snape vernarrt war. âSelbst wenn ich Draco nicht leiden kann, darf ich es nicht riskieren, das seine groĂe Klappe aufmacht!â âIch weiĂ nicht, ob Ron und Harry das verstehen wĂŒrden.â
âDavon brauchen sie nichts zu wissen. Er spricht nur ĂŒber einige Dinge mit mir und gibt mir in manchen Sachen einen Ratschlagâ, sagte sie geheimnisvoll.
âWegen Lupin?â
Ginnys Augen sahen beiseite und sie murmelte: âEr lĂ€sst mit sich reden. Ich halte Tonks nicht fĂŒr die Unschuld in Person, wie du es tust. Er wird schon frĂŒh genug herausfinden, dass sie versucht hat mit Harry zu knutschen.â
âHilft dir Malfoy dabei? Du darfst ihm nicht zuviel ĂŒber den Grimmauld Platz oder ĂŒber irgendein Ordensmitglied erzĂ€hlen!â, ermahnte Hermine Ă€rgerlich. âWie kannst du es wagen uns alle zu gefĂ€hrden?â
Ihre Freundin schĂŒttelte nur erbittert den Kopf. âIch dachte du wĂ€rst bereit, ihm eine Chance zu geben. Er braucht einen Freund, genauso wie ich einen brauche. Glaubst du nicht, er ist es leid stĂ€ndig der Laufbursche fĂŒr seinen Vater zu sein?â Schnell floh sie aus dem Gemeinschaftsraum und lieĂ Hermine alleine am Tisch zurĂŒck.
Wollte Malfoy sich Ă€ndern? Wollte er wirklich jemandem Hilfe? Hermines Augen zogen sich zu Schlitzen zusammen. âDas wĂ€re sehr untypisch.â Er verhielt sich zu verdĂ€chtig. Irgendetwas plante er und sie konnte darauf wetten, dass es nichts Gutes war. âGinny gefĂ€hrdet den Orden. Ich muss mit Severus reden. Vielleicht weiĂ er, was zu tun ist.â
Seit dem vergangen Samstagabend, am sie sich gekĂŒsste hatten, hatten sie nicht mehr privat miteinander gesprochen. Den ganzen Mittwochabend war Professor Dumbledore bei ihnen gewesen. Er und Professor Snape hatten die ganze Zeit miteinander geflĂŒstert, wĂ€hrend sie gearbeitet hatte. Sie hatten die Beiden lediglich fĂŒr zwei Fragen ĂŒber wichtige Dinge gestört, aber als sie fertig war, hatte sie keine Wahl und musste gehen. Sie wollte nicht, dass der Schulleiter irgendetwas anderes vermutete. WĂ€hrend der ganzen Woche hatte Severus keinen Versuch unternommen, sie nach dem Unterricht aufzuhalten. Als sie einmal versucht hatte, sich zu ihm zu schleichen, war sie gleich mit Pansy Parkinson zusammen gestoĂen.
Die Hexe hatte doch tatsĂ€chlich den Nerv besessen, sie anzusprechen! Schnell hatte sie sich umgedreht und ihr gesagt, sie solle sich verpissen, bevor sie ihr Beine machen wĂŒrde. Eine Woche war vergangen, seit sie ihn gekĂŒsst hatte, mit ihm auf privater Ebene gesprochen hatte und von ihm festgehalten wurde. Was, wenn sich alles geĂ€ndert hatte? Was, wenn sich seine GefĂŒhle geĂ€ndert hatten und er deswegen keinen Kontakt zu ihr suchte und Dumbledore gebeten hatte, Mittwochabend herunter zu kommen? Hatte sie ihn verschreckt? Unwahrscheinlich, wer könnte einen Severus Snape verschrecken?
Er stand dem Dunklen Lord und Albus Dumbledore oft genug gegenĂŒber. Eine junge Hexe von 18 Jahren war nichts, mit dem er nicht umgehen könnte. Um die Stunden verstreichen zu lassen, entschied sie ein Bad zu nehmen und ein Buch zu lesen. Dann wĂŒrde sie sich auf den Weg machen, um ihn zu sehen, ob er entschieden hatte, ihre GesprĂ€che zu beenden. Falls dies zutreffen sollte, war niemand anders schuld, als sie selbst. Sie hatte versucht die Dinge voranzutreiben. Sie war die jenige gewesen, die ihn gekĂŒsst und gefragt hatte, ob er sie fĂŒr diesen Abend nur als Frau und nicht als SchĂŒlerin sehen könnte.
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âHereinâ, forderte er dunkel auf. Er wusste, es war Hermine, die gekommen war, um ihn zu sehen. Severus war nicht sauer auf sie, aber wurde immer wĂŒtender wegen Dumbledores Einmischung. Der Mann war am Mittwoch unangemeldet aufgetaucht um Sachen zu diskutieren, die hĂ€tten warten können. Beim Abendessen erwĂ€hnte er, dass er auf einen Drink bei ihm vorbeikommen könnte. âEr versucht nur, mich bei Hermines Ăberwachung zu störenâ Er konnte dem Mann keinen Vorwurf machen, aber er konnte es ihm ĂŒbel nehmen.
âWillstâŠwillst du immer noch, dass ich vorbeikomme?â
Er sah, wie sie zu ihrem Schreibtisch sah, der strategisch neben seinem stand. âJaâ, sagte er und nickte in Richtung Tisch. Danach zog er seinen Zauberstab und traf fĂŒgte er weitere Sicherheitsvorkehrungen fĂŒr die TĂŒr, falls der Direktor sich entscheiden sollte, auf einen Sprung vorbei zu kommen. FĂŒr diesen Abend hatte er nicht viel geplant, was seine VerfĂŒhrung betraf. Seit vergangenem Samstag hatte er viel nachgedacht und wusste, es wĂ€re leicht genug, sie ĂŒberreden zu können. Jedoch wusste er auch, dass sie mental noch nicht so weit war, nicht wirklich. Er wollte, dass sie ihm verfiel; nie wollen wĂŒrde, dass er sie verlieĂ und an alles glaubte, egal was er sagte, oder tat. âIch sehe, du hast etwas Lesestoff mitgebracht.â
âIch habe meine Aufzeichnungen beendet und dachte mir, ein wenig zu lesen könnte nicht schaden. Es ist âDon Juanâ von Lord Byron.â
âEtwas interessantes?â
âAbsolutâ, sagte sie und errötete leicht. âDer Charakter wird als unschuldiger Mann portrĂ€tiert, den die Frauen versuchen zu verfĂŒhren. Es ist nicht beendet worden, aber es ist eine Satire, so wie er das Leben gesehen hat. Möchtest du rein lesen?â, fragte sie.
âDie Frauen versuchen ihn zu verfĂŒhren?â, fragte er verschlagen.
âJa.â
Seine Stimme senkte er verfĂŒhrerisch. âDu wĂŒrdest das aber nicht lesen, damit dir Ideen kommen, wie man es anstellt, oder?â
âOhâ, quiekte sie. âNein, es ist nurâŠ.Ich habe nicht gemerkt, dass es diesen Anschein erwecken wĂŒrde!â Ihre Wangen waren mittlerweile flammend rot. âEs ist schon lange her, seit ich es gelesen habe.â
âDu siehst aber nicht so aus, als wĂ€re es lange her.â
âNein, ich bin am Ende des vierten Kapitels. Wenn du willstâ, sie sah schĂŒchtern beiseite, âkann ich dir zusammenfassen was passiert ist, bevor wir zusammen den nĂ€chsten Part lesen.â
âNa gut. Die meisten meiner AufsĂ€tze habe ich korrigiert.â Konzentriert lauschte er dem, da Hermine schnell zusammenfasste, was mit Don Juan passierte, bis zu dem Punkt, als seine Geliebte sich selbst in den Tod beförderte, weil sie sich weigerte zu essen und ihr ungeborenes Kind mit sich in die Gruft nahm. Der Mann war im Begriff, in die Sklaverei zu fallen. âWie idiotisch das zu tunâ, kommentierte er.
âIch weiĂ. Ich denke, sie sah keinen anderen Weg und sie konnte sich nicht vorstellen, ohne ihn zu seinâ, antwortete Hermine, und blĂ€tterte einige Seiten weiter. âDieses hier ist nicht so lang.â
âEs gibt immer einen Weg mit dem zusammen zu sein, den man will.â Nachdem ihr seinen Stuhl neben ihren gestellt hatte, tat er so, als wĂ€re es ihm nicht möglich bequem zu sitzen. Sie lehnte sich vor, versuchte so das Buch mit ihm zu teilen, doch er seufzte. âVielleichtâ, begann er leise, âwillst du bei mir sitzen?â
âOkâ, stimmte sie zu und Unsicherheit flackerte in ihren Augen. Als sie auf ihren Beinen stand, wartete sie bis er irgendetwas tat.
Er wusste, sie war unsicher, wo sie sich hinsetzen wĂŒrden. Er rutschte ein wenig nach unten und schlug sich einladend auf die Knie. Hermines Augen weiteten sich wie Gallonen und er musste sich ein Lachen verkneifen. âIch beiĂe nicht Hermineâ, sagte er weich und klopfte sich erneut auf die Knie. Einen Moment biss sie sich auf die Lippen und setzte sich auf seinen SchoĂ, als er noch ergĂ€nzend hinzufĂŒgte: âNicht heute.â Sein Arm umschlang ihre Taille und zog sie an sich heran, sodass sein Gesicht nahe an ihrem Ohr war. âDu kannst deine FĂŒĂe auf meinen Schreibtisch legen, dann hast du es bequemer.â
Zu seiner Freude, kickte sie sich die Schuhe von den FĂŒĂen und stĂŒtze ihre dĂŒnn besockten FĂŒĂe gegen seinen Tisch ab. âDanke.â Nachdem sie sich gerĂ€uspert hatte, fragte sie: âSollen wir leise lesen?â
âIch sehe keinen Grund, warum wir uns nicht abwechseln sollten.â Leicht beugte er sich vor und sprach ihr direkt in das Ohr. âEinverstanden?â
âJa.â
âFang anâ, wisperte er. Schnell begann sie zu lesen. Er konnte das leichte Beben von NervositĂ€t ihn ihrer Stimme hören und es rollte durch ihren ganzen Körper. Sie hatte Angst, was nicht gut war. Er wĂŒrde sie nicht unangemessen anfassen oder kĂŒssen, da war er sich sicher. Er musste ihr Vertrauen gewinnen. Als er dran war zu lesen, nahm er das Buch in die Hand und ergriff seine Chance. Er bemerkte, wie er die NĂ€he zu ihr und die Tatsache, dass sie zusammen Literatur lasen, genoss.
âWas denkst du?â, fragte sie vorsichtig, als sie fertig waren.
âIch kann sicherlich die Reaktion von Sultana verstehen, als er sie abgewiesen hatte. Sie hasst es zurĂŒckgestoĂen zu werden und so wollte sie Rache nehmen, ihm Schmerz zu fĂŒgen oder ihn töten. Sie hat ihre Drohungen nicht wahr gemacht und er ist froh darĂŒber. Ich habe die nicht gerade erfreuliche Erfahrung gemacht, dass viele Leute ihre Rache ohne nachzudenken verfolgen, nur um spĂ€ter herauszufinden, dass ihre Art der Gerechtigkeit falsch warâ, sagte er ehrlich.
âHastâŠhast du das jemals getan?â
âIch habe meine Lektion gelernt und jetzt denke ich nach, bevor ich etwas tueâ, sagte er sanft. âIch fĂŒrchte, dass ich immer noch nicht gerne zurĂŒckgewiesen oder ausmanövriert werde. Alte Gewohnheiten sind schwer abzulegen, denke ich.â
Sie nicke. âIch denke, ich sollte gehen.â
âOkâ, stimmte er, ohne sich zu bewegen, zu.
Seit sie auf seinem SchoĂ saĂ, blickte sie ihm das erste Mal in die Augen. âEs war schön mit dir zu lesen.â
âMorgen Nachmittag habe ich freiâ, bot er an.
Ein erfreutes LĂ€cheln war seine Belohung. âIch komme dann gegen drei?â
âZweiâ, sagte er. âVergiss das Buch nicht.â
âWerde ich nichtâ, sagte sie und schlĂŒpfte von ihm herunter. Zu seiner Ăberraschung nahm sie seine Hand in ihre und drĂŒckte sie. âJetzt habe ich fast vergessen, dir etwas Wichtiges zu erzĂ€hlen. Ich weiĂ nicht, wo ich mit meinen Gedanken war.â
Er hatte eine gute Vorstellung davon, wo sie mit ihren Gedanken gewesen war, aber er sagte nichts. âWas denn?â
âDraco. Ich möchte wetten, er ist der Spion. Letzten Samstag, als ich hier war, ist er mir gefolgt. Ginny kam von irgendwo her und hat mich beschuldigt mit dir eine Beziehung zu haben. Sie hat uns auf den LĂ€nderein gesehen, weiĂt du. Nun, Draco hat ihr den Obliviate verpasst und erklĂ€rt, er wĂŒrde nur seinen Job erledigen.â
Die kleine Ratte hatte dies nicht erwĂ€hnt. Das war sicherlich nicht das, was er sich vorgestellt hatte, woran sie gedacht hatte. âIch werde mich darum kĂŒmmernâ, sagte er brĂŒsk und hoffte, sie wĂŒrde nicht weiter nachforschen. âFalls so etwas Ăhnliches noch mal passieren sollte, lass es mich wissen. Wenn etwas verdĂ€chtiges passiert, lass es mich ebenfalls wissen.â
âEr denkt du und ichâŠ.nun, er weiĂ, dass ich hier runter komme. Ich wĂŒrde sagen, er ist es und ich mag es nicht, wie er in letzter Zeit stĂ€ndig mit Ginny zusammenhĂ€ngt. Ich kann ihr aber nicht sagen, was er gemacht hat, er hat mich mehr oder weniger zum Schweigen verdammt.â
âHermine, ich verspreche dir, ich werde herausfinden, was er plant und ich werde ihm einen Vortrag halten, weil er Miss Weasley verhext hat.â
âOkâ, sagte sie, legte ihm die Hand auf die Brust und drĂŒckte ihn in den Stuhl hinein. âBleib sitzen, ich finde selbst hinaus.â
âGute Nachtâ, sagte er, schnippte mit seinem Zauberstab und nahm seine Schutzzauber von der TĂŒr. In dem Moment, als sie die TĂŒr öffnete, keuchte sie.
âSie haben mich erschreckt!â, sagte sie laut.
Severus blickte auf, und sah Dumbledore der in der NĂ€he seiner TĂŒr, mit einer Flasche Whiskey in der Hand, stand. âIch entschuldige mich mein liebes MĂ€dchen. Ich war gerade dabei zu klopfen, als Sie die TĂŒr geöffnet haben. Was haben Sie denn da?â
âEine von Lord Byrons Geschichten. Ich habe es zum Lesen mitgebracht. Gute Nacht Sirâ, sagte sie und verschwand schnell.
Unzufrieden schĂŒttelte Severus seinen Kopf und sagte: âSie können hereinkommen. Es besteht nicht lĂ€nger ein Grund vor meiner TĂŒr Wache zu stehen. Sie ist jetzt gegangen.â Kurz grinste er spöttisch. âSagen Sie mir Direktor, wie lange stehen Sie schon da drauĂen?â
âAh, wie nett von Ihnen, ihren Schreibtisch neben Ihrem zu stellen. Wie idyllischâ, sagte der Mann und ging absichtlich der Frage aus dem Weg.
âIn der Tatâ, sagte Severus trocken, und der Tisch bewegte sich mit Hilfe der Magie wieder dahin, wohin er gehörte und rief einen bequemen Stuhl fĂŒr seinen ungebetenen Gast herbei. âWas fĂŒhrt Sie zu mir?â
âHarry.â
âOh natĂŒrlich. Harry ScheiĂkerl Potter. In was fĂŒr einem Drama mischt er jetzt mit?â, fragte er gereizt. Ohne auf eine Einladung zu warten, rief er Trinkkelche herbei und goss ein paar Tropfen ein. âHier.â
âDanke.â Dumbledore nahm einen Schluck. âWie es aussieht, hat Harry seinen Tarnumhang benutzt und sich zu Hagrids alter HĂŒtte zu schleichen. Er wollte nach Fang sehen und ĂŒberprĂŒfen, ob die neue Professorin darin lebt. Mister Weasley war auch dabei.â
Das Herz von Severus rutschte eine Etage tiefer. Hatten sie gesehen, wie Hermine sein BĂŒro betreten hatte. âUnd?â
âAuf dem Weg haben sie etwas Interessantes gesehen.â
âUnd?â, forderte er weiter auf und hoffte, der Direktor wĂŒrde zum Punkt kommen.
âEs scheint, dass Draco seine Aufgabe Ernst nimmt. Er wurde instruiert freundlich zu Miss Weasley zu sein und herauszufinden, warum sie so an Tonks LoyalitĂ€t interessiert ist. Harry sagt, sie waren auf der RĂŒckseite des Schlosses gewesen und hĂ€tten sich sehr nahe gestanden. Er musste Mister Weasley verzaubern um ihn von ihnen fernzuhalten.â Der Direktor schĂŒttelte mit dem Kopf. âIch möchte wissen, was zwischen den Beiden vorgeht und ich erwarte von Ihnen, das herauszufinden. Ich habe beide Jungs zum Schweigen ĂŒber diese Sache verdonnert. Ich habe ihnen genau erklĂ€rt, warum Draco freundlich zu ihr ist und ich musste Weasley einweihen, dass Ihr junger Slytherin nun fĂŒr uns arbeitet.â
âGĂŒtiger Lord! Weasley wird es jedem erzĂ€hlen. Dracos Leben ist so gut wie vorbeiâ, sagte Severus wĂŒtend und stand auf.
âEr wird mit keinem darĂŒber sprechen Severus. Ich habe ihm den Zauberereid abgenommen. Sie werden schweigen und Dracos wahre LoyalitĂ€t nicht verratenâ, sagte Dumbledore. âIch frage mich, ob der Junge nicht wirklich ernsthaft an ihr interessiert ist. Seit einer Woche sehe ich die Beiden bei mehreren Gelegenheiten. Er muss etwas wissen. Finden Sie ihn, reden Sie mit ihm und dann geben Sie mir Bescheid.â
âDas werde ich.â Er wagte es nicht zu erwĂ€hnen, dass Draco den GedĂ€chtniszauber an einen anderen SchĂŒler angewandt hatte. Das wĂŒrde dem Direktor nicht gefallen.
âSehr gut. Danke fĂŒr den Drink.â
Severus grinste. âIch glaube, Sie haben ihn mitgebracht. Sind Sie sicher, dass Sie nicht versuchen mich bei meinen Abenden mit Hermine auszuspionieren?â
Dumbledore summte eine ungewöhnliche Melodie und lieĂ seinen Zaubertrankmeister mit einem Ausdruck von Abscheu auf dem Gesicht stehen. âGott verdammt.â Schnell ging er zu dem Gemeinschaftsraum der Slytherins, um Draco zu finden. Nachdem sie in seinem privaten BĂŒro waren, sprach er erneut. âIch muss alles wissen, was Sie mit Ginny Weasley treiben, und ich muss es jetzt wissen. Dumbledore weiĂ Bescheid. Wie es aussieht, hat das Dreamteam, Potter und Weasley euch Beide in einer sehr innigen Situation beobachtet.â
âIch dachte, ich hĂ€tte jemanden knurren und KampfgerĂ€usche gehört, aber ich habe niemanden gesehen! Verdammter Tarnumhang!â, sagte Draco deutlich verĂ€rgert. âMan kann nicht mal privat mit jemanden reden, ohne dass es gleich einer mitbekommt, oder?â
âGenugâ, sagte Severus und lehnte sich vor. âAus welchen GrĂŒnden fragte sie all diese Sachen?â
Draco lachte. âSie denkt, meine liebe Cousine, Nymphadora Tonks, hĂ€tte letzten Sommer versucht mit Potter zu knutschen. Anscheinend hat die kleine Weasley was fĂŒr den verdammten Werwolf ĂŒbrig! Sie sagte, dass Potter ihre einen Schubs verpasst hat, damit sie aufhört, aber er hatte nie die Eier es Lupin zu erzĂ€hlen. Scheinbar, laut Ginny, bringt das Tonks mit den Todessern in Verbindung. Sie möchte mehr DreckwĂ€sche ĂŒber sie ausgraben und Lupin ĂŒber all ihre AktivitĂ€ten informieren.â
âLĂ€cherlich!â
âJedoch gibt es nichts, was ich ihr erzĂ€hlen könnte. Die Frau hat nie Verbindung zu uns gehabt, noch gesuchtâ, sagte Draco angeekelt. âIch kann mich nur an manches erinnern, was meine Mutter mal ĂŒber sie gesagt hat. Sie sagte, sie muss wohl in ihren jungen Tagen eine richtige Schlampe gewesen sein und ihre Tochter tritt in ihre FuĂstapfen, was ihr so zu Ohren gekommen ist.â
âDavon habe ich nie etwas mitbekommenâ, sagte Snape und strich sich ĂŒber das Kinn. âWas fĂŒr einen Plan hat Miss Weasley?â
âSie will einen anonymen Brief an Lupin schreiben und ihm damit mitteilen, was passiert ist. Sie denkt, er wĂŒrde mit Tonks sie zur Rede stellen, die Wahrheit wĂŒrde ans Licht kommen, wenn Harry es zugeben wĂŒrde, und er wĂŒrde die Sache beenden. Sie ist verliebt in ihn.â
âUnd was ist mit Ihnen? Sind Sie verliebt in sie?â
âNeinâ, sagte Draco schnell und sein blasses Gesicht wurde vor Schuldbewusstsein rot. âEs ist nett mit ihr zu reden, aber ich wĂŒrde niemals so tief sinken und mit ihr ein Date haben. Vater hat mir gewisse Dinge beigebracht, wissen Sie.â
Severus lĂ€chelte. âIch verstehe, warum der Dunkle Lord Ihnen vertraut. Sehr gut. Ich werde dies Dumbledore mitteilen. Ich kann nicht glauben, dass dieses MĂ€dchen auf diese Weise an Lupin interessiert ist.â
âEr war wohl nett zu ihr, als ihr Schlammblutfreund gestorben ist. Sie war frustriert, weil er nie einen Schritt nach vorne unternommen hat und sie war auĂer sich, als raus gekommen ist, dass er und Tonks sich privat treffen.â Draco zuckte mit den Achseln. âMeinen Sie ich sollte sie von ihm ablenken?â
Severus konnte den hoffnungsvollen Schimmer in den Augen des Jungen sehen, und er wusste, er war ganz scharf darauf, sie zu daten. Er fĂŒhlte sich absolut von ihr angezogen, wĂŒrde es aber niemals zugeben. Seine Eltern und Gleichgesinnte waren immer voreingenommen gewesen, wenn jemand anders als sie war. âIch werde sehen, was Dumbledore dazu zu sagen hat. Ich bin sicher, er wird Potter befragen wollen. Der Junge hat das, soweit ich weiĂ, nie erwĂ€hnt.â
âDanke Sir.â
âNoch etwas Jungeâ, sagte er und sah ihn finster an. âIch weiĂ es zu schĂ€tzen, dass Sie Acht auf Hermine haben, aber Sie sollten etwas diskreter sein. Sie hat Sie mehr als einmal gesehen und hat sich beschwert, weil Miss Weasleys Erinnerungen verĂ€ndert haben.â
âJa, das habe ichâ, sagte er prompt. âGinny wurde laut und hat Granger beschuldigt Sex mit ihnen zu haben und noch andere Dinge. Ich dachte, es wĂ€re das Beste, es selbst in die Hand zu nehmen und wie Sie sehen, hat es letztendlich funktioniert.â
Severus nickte. âIch kann Sie verstehen. Versuchen Sie Hermine nicht allzu sehr auf sich aufmerksam zu machen. Ich denke Sie mag es nicht, wenn Sie intim mit ihrer kleinen Freundin sind.â
Draco lĂ€chelte. âVerstanden.â
âDann gute Nacht Draco. Soll ich Ihrem Vater etwas ĂŒberbringen, wenn ich ihn sehe?â, fragte Severus höflich.
âSagen Sie ihm, dass endlich gelernt habe, das zu tun, was er mir beigebracht hatâ, sagte Draco mit dunklen Augen und hob herausfordernd das Kinn. âGute Nacht Sir.â
Ein wenig erleichtert machte er sich auf den Weg in Dumbledores BĂŒro, in der Hoffnung er wĂŒrde nichts mehr mit Potter und Weasley zu tun haben. So lange sie nicht ĂŒber Draco AktivitĂ€ten tratschten, wĂŒrde er sich nicht um das kĂŒmmern, was sie ausheckten. Die TĂŒr öffnete sich, als er die Stufen fast erklommen hatte. Der alte Mann musste ihn erwartet haben.
âDirektorâ, sagte er höflich und verneigte sich mit dem Kopf.
âNehmen Sie Platzâ, wurde ihm angewiesen. âHaben Sie mit ihm gesprochen?â
âDas habe ichâ, sagte Severus. Er erzĂ€hlte Dumbledore alles was er von Draco erfahren hatte und wartete geduldig, bis der Mann ĂŒber all die Informationen nachgedacht hatte, bevor er schlieĂlich sprach.
âNun, das wirft ein neues Licht auf die Geschichte. Danke Severus. Ich werde mit Harry sprechen. Ich möchte seine Sicht der Dinge ĂŒber diese VerfĂŒhrung hören.â
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Um Punkt zwei Uhr machte sich Hermine am nĂ€chsten Tag auf den Weg in sein BĂŒro. Sofort öffnete er fĂŒr sie TĂŒr und ging zu seinem Schreibtisch. Sie war ĂŒberrascht ihn wieder leger gekleidet zu sehen. Es war immer noch seltsam ihn so zu sehen. Ihre Augen wanderten durch den Raum und sie sah den kleinen Schreibtisch, der wieder in der Ecke stand. Sie fragte sich kurz, ob er wollte, dass sie ihre normalen PlĂ€tze einnahmen, aber sie sah, wie er wieder hinter seinem Tisch Platz nahm. âIch soll wohl wieder bei ihm auf dem SchoĂ sitzenâ
Es war nicht so, als hĂ€tte sie etwas dagegen gehabt. Jedoch hatte sie letzte Nacht kaum geschlafen, als sie sich an seine Stimme an ihrem Ohr erinnerte und an das GefĂŒhl, wie sein Arm sie umschlungen hielt, seinen Atem spĂŒrte und mit all dem Prickeln wĂ€hrend der ganzen Stunden kĂ€mpfen musste. Nervös wartete sie auf weitere Anweisungen.
âKommâ, sagte er und winkte sich mit unergrĂŒndlichem Gesichtsausdruck heran.
Wie blind ging sie zu ihm und setzte sich, wie letzte Nacht, auf seinen SchoĂ. Ohne auf weitere Instruktionen zu warten, öffnete sie das Buch und begann zu lesen. Zu ihrem Entsetzten, brach ihre Stimme ein paar Mal und sie konnte fĂŒhlen, wie ihr Körper zitterte.
âIst dir kalt?â, fragte er mit leiser Stimme.
Sie konnte den Hauch seines Atems auf ihrer Haut spĂŒren. Neinâ, sagte sie. âEs ist angenehm.â
âDas ist es sicherâ, sagte er und schlang seinen Arm um sie.
Instinktiv rutschte Hermine nĂ€her an ihn heran. Seine andere Hand legte er in ihren SchoĂ, umschloss ihren Schenkel und hielt sie fest, so, dass sie nicht runterrutschen konnte. âOh Gottâ Zwar hatte sie nichts dagegen, doch ihr Herz schlug rasend schnell. âEr-wo war ich? Oh ja richtig. Hier waren wirâ, sagte sie nervös. Schnell las sie die Passage zu Ende und sah ihn nicht an, als sie ihm das Buch reichte.
Severus Stimme brachte sie zum Schweben. Sie liebte es ihm zu zuhören, aber keine Worte hatten so gut geklungen, wie wenn er ĂŒber Don Juan und seine Probleme las. Ihr kam ein Gedanke. Was, wenn sie versuchen wĂŒrde ihn zu verfĂŒhren? Letzte Woche hatte sie Erfolg gehabt, als sie ihn dazu brachte, sie zu kĂŒssen, aber er machte keine Anstalten, das noch einmal zu wiederholen. Wenn sie mitten in der Nacht, kaum bekleidet, zu ihm kommen wĂŒrde, wĂŒrde er sie fortschicken, oder sie bitte, zu bleiben?â
âHermine?â
âBitte?â, fragte sie und war beschĂ€mt, weil sie bei TagtrĂ€umen erwischt worden war.
âDu bist dranâ, sagte er und gab ihr das Buch. âAn was denkst du?â
âOhâ, sagte sie und dachte schnell nach. âIch habe mir vorstellt, wie er sich als Frau angezogen hat. Anscheinend konnte er schnell als Mann erkannt werden.â
âVielleicht hat er Magie benutzt um sein Aussehen zu verĂ€ndernâ, mutmaĂte Severus.
âNein, das sind Muggel. Du erinnerst dich?â
âEs schwer sich eine Welt ohne Magie vorzustellenâ, sagte er schlicht.
Sie lachte und begann ihren Absatz zu lesen. WĂ€hrend sie las, war seine Hand zurĂŒck auf ihren Schenkel gewandert und drĂŒckte fest zu. Die Hand um ihrer Taille war zu ihrem RĂŒcken gewandert und streichelte ihn. Hermine las bis Ende der Passage, saĂ einfach da und hielt das Buch in der Hand. So langsam wie die Hand auf ihren RĂŒcken gewandert war, so langsam legte sie sich auf ihren Kopf und drĂŒckte ihn an seine Schulter. âBleibâ, murmelte er.
Ihr Buch fiel zu Boden, doch keiner der Beiden beachtete es, sie legte ihm die Hand auf die Brust und ihre andere legte sie auf seinen RĂŒcken, umschlang ihn leicht und fĂŒhlte sich so sicher wie noch nie ihn ihrem ganzen Leben. Sein Geruch strömte in ihre Nase und sie hatte Schwierigkeiten seinen Herzschlag von ihrem zu unterscheiden.
Es schien, als konnte sie seinen Herzschlag gegen ihre Brust fĂŒhlen, aber sie wusste, es konnte nur ihre eigener sein, der in ihrem Körper vibrierte. Je mehr sie versuchte sich bequemer hinzusetzen, desto mehr bemerkte sie etwas, was gegen ihren Hintern stieĂ. Sie versteifte sich, als sie registrierte das esâŠ..seine Erektion war, die sie fĂŒhlen konnte.
âMeine GĂŒte! Er ist so ein LĂŒstling wie Ron, presst mich nur aus diesem Grund an sich. Nein, das ist nicht fair. Ich habe mich an ihn geklammert. Hoffentlich denkt er nicht, ich hĂ€tte das absichtlich getan.â FĂŒr einen Moment dachte sie, sie hĂ€tte etwas gegen ihren Hintern pochen gespĂŒrt. Sie zog sich zurĂŒck und sah ihn an.
âSeverus - â
âErinnerst du dichâ, unterbrach er, âdass ich gesagt habe, ich wĂŒrde dich nie nicht wieder kĂŒssen.â
âJaâ, antwortete sie atemlos und sah wie seine Augen von ihren zu ihren Lippen wanderten. Wollte er sie kĂŒssen? Was fĂŒhlte sie dabei? âEr soll mich kĂŒssen.â
âWie es aussiehtâ, er beugte seinen Kopf, âhabe ich gelogen.â Seine Lippen berĂŒhrten ihre zu einem keuschen Kuss. Als er sich zurĂŒckzog sagte er: âIch entschuldige mich, aber du bist mir zu nahe. Vielleicht war es nicht meine beste Entscheidung so mit dir zu sitzen.â
Sie nahm ihre Hand von seiner Brust und hob sein Gesicht wieder zu ihrem an. âIch denke, es war groĂartig.â Diese Mal teilten sich ihre Lippen und sie erkundeten den Mund des anderen vollstĂ€ndig. Hermine genoss das GefĂŒhl von seiner Zunge, die an ihre stupste und ihr ĂŒber die Lippen leckte. Plötzlich spĂŒrte sie in ihrem Magen ein Ziehen ein Prickeln durchschoss ihren Körper. Sie konnte Hitze in ihremâŠintimen Bereich fĂŒhlen und widerstand dem Drang sich zu winden. Ihr entflĂŒchtete ein Wimmern, er antwortete mit einem Knurren und zog sie fest an sich heran.
Seine Lippen verlieĂen ihre und zogen eine wilde Spur zu ihrem Hals, markierten sie. Sie konnte fĂŒhlen, wie sich seine Nase gegen die kleine Mulde an ihrem Ohr drĂŒckte und dachte âGott, selbst seine Nase ist erotisch.â Eine seiner HĂ€nde umschloss eine Brust, liebkoste sie leicht und sie stöhnte laut, als er mit seinem Daumen ĂŒber den mit Stoff bedeckten Nippel fuhr. âWarum habe ich nur so eine dicke Bluse an?â
Wieder hatte sie alles kaputt gemacht, da sie laut geworden war. Geschockt, weil die Dinge so weit gegangen waren, zog er sich zurĂŒck. âHermineâŠâ Es schien, als er hĂ€tte er die Sprache verloren, wusste zwar, was er sagen wollte, aber nicht wie. Langsam glitt sie von ihm herunter und hoffte, sie wĂŒrde sich an seine feste Erektion erinnern, wenn sie es tat.
âIch muss ein wenig in die Bibliothek gehen. Danke, weil du Zeit mit mir verbringst. Etwas zu lesen, war noch nie soâŠaufregend gewesenâ, sagte sie und hoffte, sie hatte sich erwachsen angehört. Sie bĂŒckte sich, um das Buch von Boden aufzuheben. âWann war es runter gefallen?â
âMittwochâ, sagte er mit einem kleinen LĂ€cheln.
âMorgenâ, sagte sie frech, wusste, dass er gemeint hatte, sie wĂŒrden am Mittwoch wieder Zeit haben, um alleine zu sein. Solange sich Dumbledore nicht wieder blicken lieĂ.
So schnell sie konnte verlieĂ sie sein BĂŒro und als sie vom gerade Geschehenen Abstand gewonnen hatte, kicherte sie glĂŒcklich, als sie alleine an einem Tisch in der Ecke der Bibliothek saĂ. âGĂŒtiger Lord! Professor Snape ist soâŠwowâ, sagte sie. Sie fĂŒhlte sich aufgeregt, unanstĂ€ndig und nicht zu letzt glĂŒcklich. Das erste Mal in ihrem Leben hatte sich etwas Feuchtes in ihrem Slip gebildet. Ron hatte das nie fĂ€hig vollbracht. Sie entschied, ihre Nachforschungen, die sie geplant hatte, gut sein zu sein lassen und beeilte sich, in ihre RĂ€umen zu kommen, denn sie brauchte ein Bad. Nachdem sie gebadet hatte, ging sie in den Gryffindor-Gemeinschaftsraum und fand Harry alleine am Feuer sitzend vor.
âWas ist los?â, fragte sie weich.
Er sah sich unbehaglich um. âKönnen wir reden?â
âJaâ, sagte sie und setze sich neben ihn. Er zog eine leicht verĂ€rgerte Grimasse. âOh. Du meinst in meinem Zimmer? Privat?â
âExakt.â
âDann komm.â Harry sah sehr Ernst aus und sie fĂŒhlte sich unbehaglich. Hatte er gesehen, wie sie zu Snape ins BĂŒro gegangen war? Sie schĂŒttelte die Gedanken beiseite. Das konnte nicht sein. Sie war paranoid. âWas ist los?â, fragte sie schnell.
âIch darf, auĂer mit Ron, mit niemanden darĂŒber sprechen, aber ich finde es nicht richtig, wenn du nicht Bescheid weiĂt. Kannst du dich erinnern, bevor Hagrid diesen Sommer starb, dass Snape mit Dumbledore gesprochen hat? Wie sie mich auf ein Wort dazu gebeten haben?â Sie nickte. âGutâ, fuhr er fort. âSie erzĂ€hlten mir, Draco Malfoy wĂ€re zu Snape gegangen und hĂ€tte ihn gebeten, ihm zu helfen sich zu dĂŒrfen. Er wollte seinen Vater nicht entehren, in dem er sich Dumbledore anschloss, aber ebenso wenig wollte er ein Todesser sein.â
Hermine biss sich auf die Lippen. âSo! Dumbledore hat ihn also angestiftet mich und Severus auszuspionieren. Ich muss Severus erzĂ€hlen, was Harry mir gesagt hat. Verdammt! Wer ist dann Voldemorts Spion, wenn es nicht Draco ist?â âUnd?â
âUnd er macht es wie Snape, tut so als wĂŒrde er fĂŒr Voldemort spionieren, arbeitet aber in Wirklichkeit fĂŒr uns. Ich durfte es niemanden sagen, denn sie wollten sicher gehen, dass niemand seine AktivitĂ€ten verraten kann. Sie glauben, dass es die Leute bemerken.â Er zuckte mit den Schultern. âIch stimmte zu, aber Ron und ich haben ihn gestern Abend mit Ginny gesehen. Wir waren beide sauer und ich musste Ron verhexen, damit ich ihn von ihm fernhalten konnte. Der einzige Grund, warum ich das getan habe war, weil ich weiĂ, das er auf unserer Seite steht und.â
âIch habe die beiden reden sehenâ, ergĂ€nzte sie. âIch habe Ginny damit konfrontiert, aber sie sagte, sie hĂ€tten nur freundschaftlich miteinander gesprochen.â
âDu hĂ€ttest etwas sagen mĂŒssenâ, schalte er.
âOh? Ich wĂŒrde mal sagen, du hĂ€ttest etwas erzĂ€hlen sollen!â, erwiderte sie hitzig.
âDu hast Rechtâ, sagte er. âRon beharrte darauf, dass wir wegen dieser Sache zu Dumbledore gehen sollten und der hat Snape angewiesen dem nachzugehen. Kannst du dir das vorstellen, Ginny denkt, Tonks hĂ€tte etwas fĂŒr mich ĂŒbrig?â Seine Stimme hatte plötzlich einen empörten Ton und sein Gesicht sah vor Ărger zerknirscht aus.
âJaâ, sagte Hermine und sah beiseite.
âMine! Du wusstest es?â
âHarry, hör auf zu brĂŒllen. Sie hat erwĂ€hnte, dass sie gesehen hat, wie Tonks versucht hat dich zu kĂŒssen und du sie weggestoĂen hast. Ich habe ihr gesagt, sie solle mit dir darĂŒber reden.â Hermine sah ihn wieder an. âSie hat es mir im Vertrauen erzĂ€hlt und das konnte ich nicht verraten.â Und sie wollte ihm nicht sagen, was Ginny sonst noch so gesagt hatte, sie hoffte nur, er wĂŒrde keine weiteren Fragen stellen. âEs tut mir leid.â
âSchon okâ, sagte er. âIch muss nur einen Weg finden mit ihr darĂŒber zu reden, ohne das sie denkt, Malfoy hĂ€tte es mir erzĂ€hlt oder irgendjemand anders. Dumbledore befĂŒrwortet eine Freundschaft zwischen ihnen. Entweder das oder ich warte, bis Dumbledore mich in sein BĂŒro ruft um mit ihr zu reden. Sie will Lupin eine anonyme Eule schicken, soviel haben sie herausgefunden. Dumbledore hĂ€lt es fĂŒr eine gute Idee, wenn Lupin ihr genau erklĂ€rt, was er fĂŒr sie empfindet.
âWeiĂ Lupin Bescheid?â, fragte sie skeptisch.
Harry grinste. âVon dem Tag, als Tonks versucht hat mich zu kĂŒssen? Die Zwillinge waren auch am Grimmauld Platz. Die Dussel haben ihr einen Knutschlust gegeben. Eine Erfindung, an der sie arbeiten. Es bewirkt, dass du die erste Person, die du siehst, kĂŒssen willst. Ich wollte es Lupin erzĂ€hlen, aber ich konnte es nicht.â Er lachte. âIch war ĂŒberrascht, als er in mein Zimmer kam und mir sagte, er wĂŒsste Bescheid. Er sagte, sie habe die Zwillinge daraufhin verhext und wĂ€re beschĂ€mt davon gelaufen. Ich denke, Ginny hat das nie mitbekommen.â
Hermine schĂŒttelte den Kopf. âIch denke nicht. Aber ich bin Dumbledores Meinung. Lupin sollte es ihr sagen. Sie macht sich nur Sorgen um ihn, weil er fĂŒr sie da war, als Dean getötet worden ist. Es ist eines der Dinge, wo sie immer rĂŒckfĂ€llig wird.â
âEgal was, wenn ich damit herausplatze, wird es Malfoy kompromittieren, was mir egal ist. Ich mag ihn nicht und ich trau dem kleinen Arschloch nicht.â
âIch traue ihm auch nicht.â
âDa wir gerade von Vertrauen sprechenâ, sagte Harry und sah sie seltsam an, âgibt es etwas, was du mir erzĂ€hlen möchtest?â
âHĂ€h?â
âIch habe heute die Karte kontrolliert um zu sehen wo Ginny ist, da gucke ich zum Kerker und wen sehe ich da in Snapes BĂŒro sitzen?â
âMich.â
âRichtig. Was geht hier vor?â
Sie konnte fĂŒhlen, wir ihr Gesicht rot wurde. âIch kann es dir wirklich nicht sagen.â
âDas dachte ich mir. Dumbledore hat dich da in was hineingezogen. Er hat vorhin angedeutet, es wĂ€re richtig, dir die Information ĂŒber Malfoy anzuvertrauen, was mich zu der Frage bringt, ob du ĂŒber etwas Bescheid weiĂt, was ich nicht weiĂâ, sagte Harry. âAn was arbeitest du mit Snape?â Sein saurer Gesichtsausdruck brachte sie zum Lachen.
âIch kann es dir wirklich nicht sagen. Ich habe geschworen Stillschweigen zu bewahren, aber es ist fĂŒr einen guten Zweck.â Sie hoffte, dies wĂŒrde seine Neugier befriedigen. Wenn er wĂŒsste, dass sie tatsĂ€chlich Zeit mit Snape verbringen wollte, wĂŒrde er es nicht gut aufnehmen. Er wĂŒrde es auch nicht gutheiĂen, wenn er wĂŒsste, dass Voldemort dachte, sie und Snape wĂŒrden vögeln. Wie auch immer, sie hatte nie an diese verdammte Karte gedacht! Aber sie wĂŒrde das zu ihrem Vorteil nutzen. Immer, wenn sie zu Severus musste, konnte Harry ihr helfen.
âHarry, ich arbeite mit Snape an einem Zaubertrank, wie du weiĂtâŠhopplaâ, sagte sie, bedeckte ihren Mund um zu verhindern, dass ihr etwas rausschlĂŒpfte. Zum Teil entsprach das der Wahrheit. An den Mittwochabenden arbeitete sie an einen Trank fĂŒr eine Salbe. Sie musste es einfach so klingen lassen, als wĂ€re es etwas wichtiges, etwas fĂŒr den Orden. âZiemlich SlytherinmĂ€Ăig. Er wird beeindruckt sein.â
Harry schluckte den Köder. âGut. Ich dachte mir schon, es sei etwas Wichtiges. Mach dir keine Sorgen. Ich werde es Ron nicht erzĂ€hlen. Das ist das letzte, was du brauchst.â
âWie geht es Ron? Haben er und PansyâŠ.?â
âSie reden nur, aber ja, sie nĂ€hern sich an und treffen sich heimlich.â Er schĂŒttelte unglĂ€ubig den Kopf. âIch kapier das nicht. Warum Pansy? Warum sie? Wer vertraut schon einem Slytherin?â
âNun, ich vertraue Snape. Anscheinend ist Malfoy vertrauenswĂŒrdig, auch wenn ich es nicht empfehlen wĂŒrde. Vielleicht ist es bei ihr genausoâ, platze sie heraus. Warum verteidigte sie Pansy, nachdem sie versucht hatte mit Ron zu schlafen? Es war die Bemerkung ĂŒber die Slytherins gewesen. Nicht alle von ihnen waren schlecht. Warum hatte sie das immer angenommen? Sie vermutete, weil Hagrid ihr mehr als einmal gesagt hatte, die meisten Zauberer die auf die dunkle Seite gewechselt waren, seien in Slytherin gewesen.
âDas wĂ€re zu stumpfâ, sagte Harry unbehaglich. âIch denke, es liegt in ihrem Interesse am Vögeln. Ich bin wirklich der Meinung, Ron denkt mit seinem falschen â du weiĂt schon.â Er deutete zu seinem Schritt hinab.
Zustimmend nickte Hermine. âIch nehme an, heutzutage ist es unangebracht auf den einen zu warten, den man liebt.â Sie kannte einen Mann, der sie respektierte und sie so sehr wollte, dass er auf sie warten wĂŒrde, bis sie nicht lĂ€nger seine SchĂŒlerin war.
âSorry Hermine, ich wollte dich nicht aufregen. Ich meinte nur - â
âNeinâ, sagte sie und unterbrach seine Entschuldigung. âMach dir keinen Sorgen Harry. Es ist nicht deine Schuld und um ehrlich zu sein, Ron und ich sind besser nur befreundet. Sicher ist es momentan etwas enttĂ€uschend, aber das geht vorbei.â
âLass uns in die GroĂe Halle gehenâ, sagte Harry. âIch brauche was zu essen und Ron wird sich da mit uns treffen.â
âOkâ, sagte sie und zog ihn mit sich hoch. Zusammen, mit Neville und Lavender, machten sie sich auf den Weg zum Abendessen. Ein paar Minuten, nachdem sie mit dem Essen begonnen hatten, sahen sie Pansy, die zum Tisch der Slytherins ging. Kurz danach erschien Ron.
âRutscht malâ, sagte er zu Harry, der Platz machte, der aber mit seinem vollen Mund nichts sagte. âIch bin am verhungern.â Um das Eis zwischen ihnen zu brechen, reichte Hermine ihm die SchĂŒssel mit Kartoffelbrei, die neben ihr stand. âErâŠ..Danke Hermine.â
âBitte sehrâ, sagte sie und versuchte zu lĂ€cheln. Es war möglich diese Situation durchzustehen, und das wollte sie ihm zeigen. Er hatte sich Pansy ausgesucht, so wie sie Snape. Es war keine richtige Beziehung, aber es lenkte sie von ihrem Versagen bei ihrem Versuch mit Ron ab. Ihre Augen wanderten den Tisch zu Ginny hinab; sie war mit Colin in einer heiĂen Debatte ĂŒber Quidditch vertieft. Hermine ĂŒberlegte, wie leicht es fĂŒr Ginny gewesen sein musste, etwas fĂŒr Lupin zu empfinden, obwohl sie Dean geliebt hatte. Lupin war Ă€lter, war selbstsicher, kannte die richtigen Worte und war auf seine Art attraktiv. Dasselbe galt fĂŒr Snape.
Mit diesem Gedanken drifteten ihre Augen zu seinem Platz und in diesem Moment drehte er seinen Kopf und ihre Blicke verhakten kurz. Ein Prickeln machte sich in ihrem Bauch breit und sie erinnerte sich an seine HĂ€nde und seinen Mund auf ihren, als sich seine Erektion an ihren Po gedrĂŒckt hatte. Bevor sie rot wurde, sah sie weg und aĂ so schnell sie konnte. Auf dem Weg zurĂŒck zum Gemeinschaftsraum, zog Ron sie beiseite.
âMine, ich wollte dir nur sagen, wie froh ich bin, dass du wegen Pansy nicht mehr sauer auf mich bist. Ginny hat mir gesagt, was fĂŒr ein unsensibler Bastard ich war.â
âHör auf Ronâ, sagte Hermine. âIch denke wir mĂŒssen lernen, die Dinge zwischen uns zu akzeptieren. NatĂŒrlich Ă€rgert es mich, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Reicht das?â
âSicherâ, sagte er. âDann komm. Ich werde mit Harry ein oder zwei Runden spielen. Lust zuzusehen?â
âNicht heute. Ich bin ein wenig mĂŒde. Ich denke, ich werde etwas lesen und dann schlafen.â Sie lĂ€chelte dankbar. âDanke.â
âJederzeit.â
Sie schlĂŒpfte davon und ging durch ihren Privateingang in ihr Zimmer, denn sie wollte nicht durch den Gemeinschaftsraum gehen. Da sie schon gebadet hatte, zog sie einfach ihre Schlafsachen an, und schnappte sich ein Buch, doch sie konnte sich nicht konzentrieren und löschte das Licht. Der Schlaf wollte sich nicht einstellen. Die KĂŒsse, die sie mit Severus getauscht hatte, beschĂ€ftigten sie. Plötzlich kam ihre eine Idee. Sie konnte sich selbst berĂŒhren, wie sie es schon mal getan hatte, wĂ€hrend sie an ihn dachte.
âIch habe meinen Lehrer gekĂŒsst!â Ihre Finger umfuhren sanft ihre Lippen. âMit seinen KĂŒssen hat er mich gebrandmarkt.â Ihre Hand wanderte zu ihrem SchlĂŒsselbein, wo das Zeichen der Leidenschaft in ihrer Haut eingebrannt war. Sie hatte es schon gesehen, als sie sich nach dem Bad angezogen hatte und sie wĂŒrde es nicht wegzaubern, da es unter ihrem Kragen nicht zu sehen war. Sie fragte sich, ob er bemerkt hatte, dass sie sich umgezogen hatte, und ob er wissen wĂŒrde warum?
âWieder hatte seine Hand meine Brust berĂŒhrt. Sein Daumen hatte meinen Nippel liebkost.â Sie wölbte beide HĂ€nde ĂŒber ihre BrĂŒste, erlaubte es sich mit den Daumen um ihre Nippel zu fahren, sie hart werden zu lassen. Es hatte nicht dieselbe Wirkung, wenn er es tat, aber sie hatte das BedĂŒrfnis tiefer zu gehen.
Sie erinnerte sich, wie sie es das letzte Mal getan hatte und begann sich selbst zu streicheln, wĂ€hrend sie an Severus Snape dachte. An seine harte Erektion, die sich an ihren Po gepresst hatte und in ihr das Verlangen nach mehr geweckt hatte. Sie wollte ÂŽihnÂŽ mit ihrer Hand berĂŒhren. WĂŒrde er es mögen, wenn sie ihn so berĂŒhren wĂŒrde? Sie drehte sich um, damit sie ihre Schreie in einem Kissen ersticken konnte, als der Orgasmus ĂŒber sie hinwegrollte.
TBC
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