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Fanfiction

VerfĂĽhrung einer Zauberin - Auftakt zum Krieg

von Dumbledoria

@all
Sooo...und nun ein weiteres Kapitel. Lieben Dank fĂĽr die Reviews. *knuddel euch*
Das letzte Drittel dieser FF beginnt mit diesem Kapitel. Also wird noch das ein oder andere interessante geschehen.

Genug von mir. Viel SpaĂź beim Lesen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Auftakt zum Krieg

Madam Pomfrey lächelte herzlich. „Ihr Arm ist vollkommen geheilt!“
Hermine nickte. „Das habe ich gemerkt, als ich aufgewacht bin.“ Ihre Worte waren sarkastischer als sie es eigentlich beabsichtigt hatte.
„Nun”, sagte die ältere Dame mit gereizter Stimme, eindeutig beleidigt, „Sie hätten dort gar nicht hin gehen sollen! Wie haben uns um Sie und Potter sorgen gemacht.“
Seufzend drehte Hermine sich weg. Sie brauchte keine Standpauke oder irgendjemanden, der ihr sagte, dass das, was sie tat, töricht war. Das wusste sie bereits. Harry handelte immer ohne vorher nachzudenken und normalerweise ging sie auch mit ihm mit. Sie hatte ihre Gründe dafür. Wenn er alleine gegangen wäre, hätten sie ihm etwas angetan oder schlimmer: ihn zu Voldemort gebracht. Es war Richtig ihm nicht zu erlauben alleine zu gehen, auch wenn es mich fast mein Leben kostete. Die Zaubererwelt hätte einen viel schlimmeren Verlust erlitten, wenn er getötet worden wäre.
Sie hatte Madam Pomfrey vergessen und überhörte fast, als sie sagte, dass gehen könnte, sobald Dumbledore sie abholen und irgendwo hinbringen würde. „Wird er bald kommen?“, fragte sie hoffnungsvoll. Sie war noch nicht bereit mit Severus zu sprechen und hoffte entlassen zu werden, bevor er sie besuchen konnte. Es gab vieles über das sie nachdenken musste und sie wollte vorbereitet sein. Sie würden miteinander sprechen – und zwar sehr lange.
„Er wird in Kürze zurück sein”, sagte Madam Pomfrey. „Er ist vor einer Weile mit Professor Snape weg gegangen. Sie hatten etwas Wichtiges zu besprechen.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Nicht das ich gelauscht hätte.“

Bevor Hermine antworten konnte kündigte das Rascheln von Stoff jemanden an. Es war der Schulleiter. „Schön Sie wach zu sehen.“
„Schön wach zu sein”, erwiderte sie ruhig.
„Ich nehme an Sie sind bereit in Ihr Versteck zurück zu kehren?“, fragte er sanft.
„Bitte.“
Mit seinem Kopf deutete er auf den Tisch neben sie. „Ziehen sie Harrys Umhang über und ich werde Sie führen.“
So schnell sie konnte streifte sie sich den Umhang um und schlĂĽpfte barfĂĽĂźig in ihre Hausschuhe. Still ging sie hinter ihm her uns stellte sicher, denen auszuweichen, die ihnen entgegen kamen. In Rekordzeit saĂź sie wieder auf dem Sofa im Gemeinschaftsraum, das sie sich mit Harry teilte.
Nachdem der Direktor Dobby gerufen und ihr etwas zum Essen und Trinken bestellt hatte, fragte er sie: „Gibt es irgendetwas was Sie mir sagen oder mich fragen möchten?“
Sie schüttelte ihren Kopf. „Alles, was ich zu sagen hatte, habe ich gestern gesagt.“
„Hermine, wenn Sie sich an etwas erinnern, was Sie gestern vergessen haben könnten, bitte fühlen Sie sich frei es mir zu sagen.“ Er setzte sich ihr gegenüber. „Vielleicht geschah noch etwas anderes, nachdem Severus dort ankam und an das Sie sich erst heute hatten erinnern können.“
Ihre Nackenhaare stellten sich auf. Er versuchte, Information über Severus zu bekommen oder zu sehen, ob ihm die Wahrheit über das, was geschah, gesagt worden war. Warum? Warum jemanden in Frage stellen, dem er angeblich vertraute? Bedeutete das…? „Es war, wie er es sagte, Sir. Bitte lassen Sie mich nicht noch mal darüber sprechen. Die ganze Situation…” Ihre Stimme erstarb als Tränen in ihre Augen traten. „Ich dachte, so etwas würde nie geschehen. Ich hätte sterben können. Und wenn er nicht gekommen wäre, wäre ich es auch.“
Dumbledore nickte und als er seinen Mund öffnete um etwas zu sagen, kehrte Dobby mit einem Tablett zurück. Obwohl Hermine keinen Hunger hatte, tat sie so, als ob sie es hätte. Der Direktor saß einfach in seinem Stuhl und summte vor sich hin, während sie an einer Scheibe Toast knabberte. Vorsichtig beobachtete sie ihn. Was wollte er wirklich? Sie würde Severus nicht verraten. Severus hatte ihn in Bezug auf das, was geschehen war, gelogen. Er sagte nicht viel darüber, wie er Lestrange getötet hatte, und er ließ Narzissa so da stehen, als ob sie kaum irgendetwas damit zu tun gehabt hätte. Das war beunruhigend. Es war, als ob er seine Freunde decken würde.
„Haben Sie genug gegessen, meine Liebe?”, fragte er freundlich.
Hermine nickte. „Ich denke schon.“ Das Tablett stellte sie beiseite. „Über was möchten Sie wirklich sprechen, Sir?“

Alle Vorwände fallen lassend, sah er sie für einen Moment streng an. „Ich kann es nicht beweisen aber ich denke, dass das mit Ihnen und Professor Snape aus den Fugen geraten ist.“
„Was?“, fragte sie ungläubig. „Severus rettete mein Leben! Ich wäre getötet worden, wenn er nicht gekommen wäre!“ Dies laut zu sagen, schien sie dazu zu bringen, sich besser über das zu fühlen, was sie miterlebt hatte. Diese Gedanken schob sie schnell beiseite. „Natürlich sprechen Sie nicht über gestern, oder?“
Er schüttelte seinen Kopf. „Das tue ich nicht.“ Er beugte sich nach vorne und sagte: „Hermine, wenn Sie irgendwann möchten, dass sich etwas ändert, müssen Sie es mich nur wissen lassen.“
Sie öffnete und schloss ihren Mund wieder. Es hat sich schon einiges geändert, aber sie fand es nicht richtig, über etwas Privates mit Dumbledore zu sprechen. Sie hatte nicht vor irgendetwas zu sagen, um dem zu widersprechen, was Severus gesagt hatte. Jedenfalls nicht ohne vorher mit ihm gesprochen zu haben. „Sir, er ist nicht mehr mein Lehrer. Sie sagten ihm - “
„Ich weiß, was ich ihm sagte”, unterbrach er sie und lehnte sich in seinen Stuhl zurück. „Ich frage mich, ob ich Sie zum Grimmauldplatz schicken soll.“
„Ich möchte hier bleiben“, sagte sie sofort. „Wann kommt Harry zurück?“
„Harry wird in Kürze kommen, aber ich fürchte, ich vertraue keinem von euch beiden, dass ihr hier wie angewiesen in diesem Zimmer bleibt. Ich werde euch einsperren müssen“, sagte er streng.
„Uns einsperren?”, fragte sie vorwurfsvoll. „Das ist unfair! Wir sind doch schon eingesperrt!”
„Und schauen Sie was geschah, als sie das erste Mal das Schulgelände verließen“, erwiderte er freundlich. „Ich will nicht, dass Sie denken, ich wäre der Einzige der denkt, dass dies eine gute Idee sei. Severus ist der gleichen Meinung.“
„Oh ja, das glaube ich“, sagte sie bitter.
Dumbledores Augenbrauen hoben sich. „Ich habe so das Gefühl, als ob Sie doch über irgendetwas sprechen möchten. Ich bin bereit zuzuhören, egal was es sein könnte.“
„Sie sind daran interessiert herauszufinden, ob Severus Ihnen die Wahrheit gesagt hat! Das denke ich. Er hat Ihnen gesagt, was vorgefallen war, und ich werde nicht hier sitzen und alles wieder durch machen. Ich möchte es vergessen!“, sagte sie fast schreiend.
Der Direktor stand auf und schüttelte traurig seinen Kopf. „Um ehrlich zu sein dachte ich, dass Sie mit jemanden außer Severus oder Harry über das Trauma, welches Ihnen widerfahren ist, sprechen möchten.“ Er glättete seine Roben. „Ich vertraue Severus genug, um nicht daran zu zweifeln, was er mir sagt, und ich wollte einfach sicher sein, dass Sie mit Ihrer Beziehung zu ihm umgehen können.“
Sie hatte Angst, ihn beleidigt zu haben und sagte: „Sir, es tut mir leid. Ich habe…” Sie wusste nicht was sie sagen sollte, um ihre harschen Worte zu rechtfertigen.
„Traumatische Erlebnisse erlebt“, sagte er wieder lächelnd. „Ich werde immer bereit sein, Ihnen zuzuhören.“
„Danke.”

Hermine beobachtete, wie er davon schritt und seine purpurnen Roben lautlos hinter ihm her wehten. War es wahr? Hatte er so viel Vertrauen in Severus? SchuldgefĂĽhle ĂĽberkamen sie. Hatte sie den Glauben in ihren Liebhaber verloren? Sie hatte voreilige SchlĂĽsse gezogen, weil sie so gefĂĽhlt hatte. Dumbledore hatte nur helfen wollen. Sie konnte nicht darĂĽber hinwegsehen, was Severus getan hatte. Nun, das war nicht ganz wahr. Sie billigte die Art, wie er es getan hatte, nicht.
Seit sie an diesem Morgen ihre Augen geöffnet hatte, hatte sie alles immer und immer in ihrem Kopf abgespielt. Sie konnte Severus’ Augen und Ausdruck immer noch sehen. Zwar hatte sie ihn schon teilweise gemein erlebt, doch noch nie hatte sie ihn mit solchen einem Blick gesehen oder ihn so sprechen hören. Sie hörte immer noch das Knacken von Rodolphus’ Nacken, die Art, wie er mit ihr sprach als sie fürchtete, das er dasselbe mit Narzissa tun würde und hörte immer noch das Gespräch, das er mit der Frau geführt hatte. Er war eine andere Person gewesen. Sie hatte Trost gebraucht und, obwohl er ihr gezeigt hatte, dass er sich um sie sorgte, hatte er gemischte Signale gesandt. Er hatte sie als Mädchen und Konkubine bezeichnet. Sahen er und die anderen Todesesser sie wirklich so? Es brachte sie dazu, sich weniger ehrbar zu fühlen.
Sie war nicht so naiv um nicht zu wissen, was die Todesser taten, aber sie nahm an, dass sie immer gedacht hatte, dass er eine Ausnahme war. Sie hatte sich nie vorgestellt, dass er tatsächlich an...widerlichen Aktivitäten teilnahm. Das einzige was sie zugeben konnte war, dass sie sich zutiefst dumm fühlte. Wieso hatte sie nie an das denken können? Konnte sie einen Mörder lieben? Er hatte einen Mann mit seinen bloßen Händen umgebracht. Es gab überhaupt kein Kampf und er hatten Vergnügen daran, was er getan hatte, gehabt. Es war eine Sache jemanden während eines Kampfes um Leben und Tod zu töten, aber mit ihm zu spielen und ihn so brutal zu töten war eine andere.
„Hör auf!“, sagte sie laut, stand auf und ging in ihr Zimmer. „Der Bastard hätte mich getötet, wenn Severus nicht gekommen wäre.” Sie erschauderte etwas, als sie sich an den Gestank seines Atem erinnerte, die Weise wie er gelacht während sie geschrieen hatte und das Gefühl seiner Klinge auf ihrer Haut. Er verdiente das, dachte sie bitter und vergrub aufkeimende Gefühle. Die Art, wie sie sich tief drin fühlte, enttäuschte sie etwas. Das war das Schlimmste von allem, abgesehen davon, beinahe das Meisterwerk eines psychotischen Mannes zu werden. Sie war keine gewalttätige Person. Wenn sie etwas zu sagen gehabt hätte, hätte sie darum gebeten, dass er für ein unangenehmes Leben nach Azkaban geschickt wird, aber wäre er wieder heraus gekommen und hätte sie wieder gejagt, so wie Severus gesagt hatte?
Es war möglich. Außerdem, wer würde es wissen wenn nicht Severus? Diese Leute waren seine Freunde. Als sie gefragt hatte, ob er wirklich nicht auf Harrys Seite war, waren seinen Augen - für einen Moment - zusammengekniffen und voller Bosheit, und seine Stimme war voller Feindseligkeit gewesen. Wenn sie weiter gedrängt hätte, hätte er sie körperlich dazu gezwungen, ruhig zu sein?
Nein, er sorgt sich um mich und liebt mich wahrscheinlich. Er sagte, dass er mich nie verletzen würde. Er sagte, er würde dafür sorgen, dass sie nicht verletzt wurde, nachdem er Rodolphus getötet hatte. Ich habe nichts zu befürchten und ich bin dumm, seine Loyalität in Frage zu stellen…wieder mal. Alles wird klarer sein, sobald der Schock nachlässt.

Hermione hörte draußen ein Geräusch, öffnete die Tür und sah, wie Harry sich plötzlich gegen die Mauer lehnte. „Oh, Harry“, weinte sie und verließ ihr Zimmer um ihn zu halten. Seine Arme schlangen sich um sie, als ob sie ein Rettungsanker wäre. Sein Schmerz vermischte sich mit ihrem und sie ließ alle Emotionen, die sie fühlte, heraus und schluchzte laut.
„Es war mein Fehler”, sagte er heiser. „Ich hätte dich nicht mitnehmen sollen. Ich hätte warten müssen.“
„Das war meine Entscheidung und außerdem fand Severus mich.“
„Ja, das habe ich.” Die seidige Stimme ihres Liebhabers erschreckte sie.
Mit großen Augen drehte sie sich um und sah ihn an. „Severus, ich wusste nicht, das du da bist.“
„Das sehe ich”, sagte er mit erhobener Augenbraue.
„Dumbledore schickte ihn um mich zu holen“, sagte Harry.
„Ja, er hielt es für angebracht mir die unangenehme Aufgabe, ihm etwas Verstand einzureden, zuzuweisen“, sagte Severus und nickte zu Harry. „Es muss sich nur noch herausstellen, ob es funktioniert hat oder nicht.“ Er wich zurück, ein merkwürdiger Ausdruck auf seinem Gesicht. „Nun da er in guten Händen ist, sollte ich euch beide alleine lassen. Ich bin froh dich wohlauf zu sehen.“
„Warte”, rief Hermine, entzog sich aus Harrys Umarmung und folgte Severus. „Das war’s? Du wirst einfach gehen?“
„Ich habe etwas zu tun.” Für einen Moment starrte er Harry an. „Ich bin sicher, dass er dich trösten kann.“
„Wage es nicht so zu sein!”, schrie sie und kümmerte sich nicht darum, ob Harry Raum war. „Du musst mit mir über gestern sprechen! Wage es nicht zu versuchen dich davor zu drücken!“
„Da gibt es nichts zu besprechen, Hermine“, sagte er. „Wenn du mich nun entschuldigst, ich muss wirklich gehen.“
„Wenn du gehst…“ Sie ließ die Drohung unvollendet.
Sofort wirbelte er herum und ging zu ihr zurück. „Wenn ich gehe? Weiter, beende es.“
„Werde ich dir nicht vergeben”, sagte sie resolut. „Im Moment brauche ich dich wirklich.“
Leicht knurrend, sagte er: „Glaubst du, ich will dich im Moment nicht haben?“
„Ich spreche nicht von Sex“, sagte sie und trat zurück. „Du musst mir helfen das zu verarbeiten. Ich weiß, du tatest…das nur, weil du so gefühlt hast, aber mir muss versichert werden, dass es nur einmalig war.“
Er beäugte sie seltsam. „Wovon sprichst du?“
„Die Art wie du ihn umbrachtest.” Sie sah hinunter auf seine Hände, die gerade zu Fäusten geballt waren und zog sie zu sich hoch. „Ich bin durcheinander. Ich meine…ich weiß, du musstest das tun, aber du warst so brutal. Mir muss nur sicher sein, dass du nie wieder so sein wirst.“
Seine Hände öffneten sich und umfassten ihre. „Es wird später Zeit für Worte geben, aber wenn ich den Dunklen Lord noch länger warten lasse“, er sah Potter vorsichtig an, „wird er nicht zufrieden mit mir sein.“
Sie nickte. „In Ordnung, aber ich möchte mit dir sprechen. Ernsthaft. Bitte komm später zurück.”
„Das werde ich”, sagte er knapp und ließ ihre Hände los. Er drehte sich auf dem Absatz um und verließ sie.

Hermine bemerkte nicht, wie sie zu Boden sank, bis Harry sie ergriff. „Geht es dir gut? Was zum Teufel hatte das zu bedeuten? Was geschah gestern wirklich?“
„Nichts, Harry.“
„Nichts? Es klang aber anders!”
Sie konnte die Trauer in seinen Augen sehen und in seiner Stimme hören. „Das mit Gabrielle tut mir leid“, flüsterte sie.
„Vielleicht ist sie noch am leben. Vielleicht hat er ihr nicht wehgetan“, sagte er hoffnungsvoll.
Traurig schüttelte Hermine ihren Kopf. „Nein, Harry, wenn er sie geschnappt hat, dann hat er ihr schreckliche Dinge angetan.“
„Sag das nicht“, schrie er wütend, wobei er sie leicht schüttelte. „Nicht!“
„Er war verrückt! Er lachte, während ich schrie”, gestand sie und stieß ihn weg. „Noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich so viel Angst.“
Grob zog Harry sie zu sich und sagte: „Er wird dir nie wieder weh tun. Ich werde nicht zulassen, dass dir irgendjemand weh tut.”
Er kann mir nicht wehtun, weil Severus fĂĽr mich da war. Severus wird immer fĂĽr mich kommen. Sie entspannte sich in seinen Armen und suchte den Trost, den sie zuvor von ihrem Liebhaber gesucht hatte.
„Verlass mich nicht, Hermine”, sagte Harry plötzlich. „Du bist die einzige, die versteht. Und immer hat. Wenn Ron ein Arsch war, warst du da für mich.“
„Ich werde immer für dich da sein, Harry.”
„Als ich das Schlimmste annahm, was dir hätte passieren können, wollte ich aufgeben. Gabrielle zu verlieren war hart genug, aber dich auch noch zu verlieren wäre niederschmetternd gewesen. Ich wüsste nicht, was ich tun sollte.“
„Shhh. Lass mich dich einfach halten.“ Sie fragte sich, ob Severus etwas dagegen hätte und merkte, dass es sie sich nicht wirklich interessierte. Nicht im Moment. Harry brauchte sie.

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„Bist du sicher?“, zischte der Dunkle Lord.
„Das bin ich.” Severus hatte seinem Lord erlaubt, zu sehen, was mit Rodolphus geschehen war bis zu dem Punkt, als er Narzissa an die Kehlte griff. „Wenn Bella davon gewusst hätte, wäre sie dort gewesen. Ich denke nicht, dass sie Euch verraten würde. Nicht einmal für ihre Schwester oder ihren Ehemann. Das waren Narzissas letzte Worte, bevor sie den letzten Atemzug aushauchte.“
Voldemort nickte und seine rubinroten Augen glänzten. „Ich werde es herausfinden.“
Severus trat zurück und wartete, da der Mann wegging, um mit Bellatrix zu sprechen. Er hoffte, falls einer von ihnen Narzissas Ableben miterleben wollte, dass die falsche Erinnerung, die er über Narzissas Tod geschaffen hatte genug wäre, um sie hereinzulegen.
„Bastard!”, kreischte Bellatrix. „Meine Schwester! Wie konntest du es wagen sie anzufassen?“
Bevor sie ihn erreichen konnte zog er seinen Zauberstab. „Was hättest du getan? Hättest du zugesehen, wie sie unseren Lord verrät? Das verletzte, was dir gehört? Es ist das, was du zu tun versuchtest.“ Glücklicherweise hatte er, als er Legilimentik an Narzissa anwandte, den Erinnerungsfetzen in ihrem Gedächnis gesehen, um zu sehen, ob sie eine größere Rolle bei Hermines Entführung spielte.
„Das genügt, Severus.”
Langsam steckte Severus seinen Zauberstab weg und beobachtete, wie der Dunkle Lord Bellatrix Kinn grob ergriff und in ihre Augen starrte. Einige Augenblicke später zog er seinen Zauberstab und zischte einige Worte. Nach einer Weile begann Bellatrix leise zu weinen.
„Gedächniszauber”, sagte er triumphierend. „Glücklicherweise war sie schwach, als sie es aussprach, und ich fand es sehr leicht zu durchbrechen.“ Der Master schien ziemlich zufrieden.
Bellatrix hingegen wirkte bestürzt, so wie er sie noch nie gesehen hatte. „Ich hätte es nicht erlaubt. Sie sprach den Obliviate über mich. Meine eigene Schwester.“
„Na, na, Bella”, sagte der Dunkle Lord leidenschaftslos. „Dir wird es gut gehen. Ehemänner sind leicht zu bekommen. Du wirst rechtzeitig über ihren Verrat hinweg kommen. Du hast dich als ein höchst loyaler Diener erwiesen. Ich schätze dich.“
Bellatrix nickte benommen und sah Severus scharf an. „Wo ist ihr Körper?“
„Ich habe sie verbrannt und ihre Asche zu Lucius' gebracht“, sagt er. „Obwohl sie unsere Reihen letztlich verrieten, schätzte ich immer noch die Freundschaft, die sie mir erwiesen hatten, während lebten.“ Er seufzte. „Dein Ehemann liegt in einem Wald nicht weit von Malfoy Manor. Ich verschwendete keine Zeit an ihm, da ich ihm nichts schuldete. Doch ich kann dich dort hin bringen.“
„Ja”, antwortete sie sofort. „Ich möchte, dass er anständig begraben wird.“
„Nicht jetzt”, unterbrach ihr Lord. „Wir müssen Potter töten. Das hat lange genug gedauert.“ Er zog Severus zu sich und legte seine Hand auf sein dunkles Mal und rief alle Anhänger zu sich. „Heute werden wir Hogwarts angreifen. Ich weiß, der Junge ist dort.“
Severus brachte ein verkrampftes Lächeln und ein Nicken zustande, als er sich entfernte um seinen Platz einzunehmen, aber innerlich war er entsetzt. Er hoffte, er hätte genug Zeit um Dumbledore zu warnen. Das ließ ihn inne halten. Wollte er ihn warnen? Warum nicht alles jetzt enden lassen? Das wird die Potter Göre von meiner Hexe fern halten. Ich sah, wie sich einander hielten und Trost bei dem anderen suchten. Nein, das konnte er nicht tun. Albus verdiente eine faire Warnung. Wenn der Direktor oder Potter dazu bestimmt sein sollten zu sterben, dann sollte es so sein. Hermine wäre sicher.
Sich an Hermine erinnernd, sprach Severus erneut: „Darf ich sprechen, mein Lord?“
„Du darfst.”
„Meine Hexe ist im Schloss. Ich möchte eine Chance haben, sie zu entfernen.“
„Gesuch abgelehnt”, antwortete der Dunkle Lord sofort. „Wir werden alle zusammen gehen. Dumbledore und Potter werden fallen. Ich werde alle anweisen, deine Konkubine nicht zu verletzen.“
„Sehr wohl”, sagte Severus und die Hoffnung den Schulleiter zu warnen schwand. Er schulte seine Gesichtszüge, täuschte Gleichgültigkeit vor und wartete gehorsam, da sein Lord begann, jene zu grüßen, die zu ihnen apparierten.
Severus kam ein Gedanke. Wenn Hermione ihre Karte zufällig ansehen sollte, könnte er möglicherweise dadurch eine Empfindung an sie übermitteln. Vielleicht könnte sie für ihn den Direktor warnen. Es war eine riskante Angelegenheit, aber er würde versuchen, die Nachricht an sie zu übermitteln. Wenn er nur sein Pergament hätte, könnte er sie leicht dazu bringen, sein Instruktion zu erledigen. Seine neue Hoffnung verblasste als er merkte, dass er sie eingesperrt hatte.
Sie waren in ihren Zimmern gefangen. Gefangen aber sicher. Man wird sie nicht gleich finden und bis dahin werden Auroren und andere Ordensmitglieder da sein. Sie wird sicher sein. In der Hoffnung, dass der Direktor dort wäre, würde er trotzdem versuchen, sie unterschwellig zu erreichen. Er konnte die Chance nicht aufkommen lassen, dass Bella sie 'zufällig' als Vergeltung verhexen könnte.

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Aus irgendeinem Grund wurde Hermione dazu gezwungen, von Harrys Seite zu weichen und Severus' Pergament zu überprüfen. Sie fühlte sich etwas schuldig, weil sie ihn so grob behandelte - besonders, weil er zu einem Treffen des Dunklen Lords gehen musste. Er brauchte seinen Verstand wirklich bei sich. Wenn sie irgendetwas ruiniert hätte, würde sie sich das nie verzeihen. Sie holte das Blatt Pergament hervor, hielt ihre Hand darüber und sagte: „Locus Severus.“

Gegenwärtig an der Kincardineshire Ostküste im Dunnottar Schloss mit Lord Voldemort und fühlt sich ziemlich verzweifelt.

„Nun, das ist nicht gut”, flüsterte sie. In den darauf folgenden Minuten sprach sie den Zauberspruch immer wieder, um die einzelnen Veränderungen in der Formulierung zu sehen.

Gegenwärtig an der Kincardineshire Ostküste im Dunnottar Schloss mit Lord Voldemort und ist verwirrt.

„Oh nein, Severus”, murmelte sie, legte ihre Hand auf den Mund stellte sich das schlimmste Szenario vor. „Ist Voldemort wütend wegen Lestranges Tod? Wegen Narzissa?”

Gegenwärtig an der Kincardineshire Ostküste im Dunnottar Schloss mit Lord Voldemort und ist verzweifelt.

Sie hob ihre Hand, um die Wörter zu entfernen, aber sie bemerkte, dass dem Satz noch etwas hinzugefügt wurde.

Wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, den Direktor vor einem Angriff auf Hogwarts zu warten.

Hermine stand auf. „Oh mein Gott!“ Es war kein Wunder, dass er verzweifelt und entsetzt war. Aus irgendeinem Grund musste Voldemort entschieden haben alles voran zu treiben. Das musste sie dem Direktor sagen. Das Pergament in der Schublade ihres Nachttisches zurückwerfend, lief sie hinaus und rüttelte Harry wach.

„Harry! Wach auf! Harry!”
„Was’n los?”, fragte er halbwach.
Grob packte sie ihn am Shirt und zog ihn hoch. „Voldemort kommt! Wir müssen den Schulleiter warnen!”
Er sprang auf und weg von ihr, wobei er seinen Zauberstab zog. „Was?“
„Ich habe eine Nachricht von Severus bekommen. Wir müssen den Direktor vor Voldemort warnen! Sie werden die Schule angreifen!“
„Scheiße!“
„Ich weiß!“
„Na komm schon“, schrie er und zerrte sie zur Tür. Jedoch dauerte es einen Moment bis ihnen einfiel, dass sie eingesperrt waren. „Scheiße!“
„Oh…denk nach…denk nach“, echote Hermine. „Flohnetzwerk? Haben wir irgendwo Pulver für Notfälle?“
„Nein, haben wir nicht!“, antwortete Harry. „Bist du sicher, Hermine? Hat er dir eine Eule geschickt?“
„Eine Eule! Wo ist Hedwig?”
„Draußen! Ich werde das Fenster öffnen.”
„In Ordnung. Ich suche nach Flohpulver. Vielleicht dachten sie daran, etwas für Notfall hier zu lassen.“
Beide schritten in der Hoffnung einen Weg zu finden zur Tat, um den Direktor kontaktieren zu können. Hermine fand kein Pulver beim Kamin und Harry konnte weder Hedwig noch eine andere Eule sehen.
Aus einer Laune heraus bat Hermione das Bild eines schlafenden Mannes an der Wand darum, aufzuwachen. Er öffnete seine Augen nicht bis Harry damit drohte, die Leinwand durchzuschneiden. Als sie seine Aufmerksamkeit hatte, sagte sie: „Sir, könnten Sie dem Direktor eine Nachricht von uns überbringen? Es ist wichtig!“
Er gähnte und streckte sich dramatisch. „Nein, tut mir leid.“ Er schloss wieder seine Augen und gab vor zu schnarchen.
„Was meinen Sie, Sie wollen nicht?”, fragte Harry hitzig. „Es ist Ihre Pflicht dem gegenwärtigen Schulleiter zu helfen!“
Das Gesicht des Mannes verzerrte sich höhnisch. „Ich muss nichts machen, was Sie mir sagen. Ich beantworte nur Fragen, die der Direktor stellt. Wenn ich nicht aus meinem Gemälde möchte, dann tue ich es auch nicht. Es ist ja nicht so, als sei ich ein Gemälde in seinem Büro.“
Harry hob seinen Zauberstab um ihn zu sprengen, doch Hermine stoppte ihn. „Schauen Sie, wir brauchen wirklich Ihre Hilfe.“
Plötzlich wackelte er mit seinen Augenbrauen. „Mhhmm…Sie schon wieder.“
Hermine versteifte sich. „Entschuldigung?“
Er zwinkerte ihr zu und grinste sie anzüglich an. „Seien Sie froh, dass ich nicht über die extremen Freiheiten tratschte, die Sie in diesem Gemeinschaftsraum gegeben haben. Es zwang mich jedoch dazu, das Portrait einer alten Liebhaberin aufzusuchen.“
„Sie abscheulicher Wichser!“, rief Hermine entrüstet und war vom Portrait vollkommen in Verlegenheit gebracht worden, weil er das vor Harry offenbart hatte.
Harrys Gesicht errötete, doch er fragte nur: „Sie meinen Bilder vögeln? Darüber möchte ich nichts wissen.“
„Oh, ich versichere Ihnen - “
„Es interessiert uns nicht“, schrie Hermine verärgert und ein Funken schoss aus ihrem Zauberstab auf das Bild, was ihn veranlasste zu flüchten.
„Toll! Und was nun?”
„Jetzt warten wir.“
„Auf?”
„Dumbledore wird kommen um dich zu sehen”, sagte sie, strich sich ihre Haare aus dem Gesicht und befestigte sie mit einem Gummiband, das auf dem Tisch lag.
„Es fühlt sich so an, als ob wir nicht nachdenken wollen!“, sagte Harry und setzte sich hin.
„Ich weiß. Vielleicht sollte ich versuchen den Zauberspruch zu brechen, der uns hier eingesperrt halt.”
In diesem Moment erschien Dobby mit einem groĂźen Tablett voller Essen. Harry und Hermine sahen einander an und fingen an zu lachen.
„Jetzt ist es offiziell. Wir sind verrückt geworden.“ Harry grinste. „Ich fühle mich gerade etwas dumm. Du?”
„Ich auch”, erwiderte Hermine. „Dobby, wir haben eine wichtige Aufgabe für dich. Wir brauchen Professor Dumbledore! Es ist ein Notfall!“
„Dobby ist glücklich, den Direktor holen zu dürfen. Ja, das ist er.“
„Schnell”, drängte Harry. Der Elf nickte und verschwand. „Ich glaube nicht, dass wir daran gedacht hätten.“
„Ich komme gleich wieder”, sagte Hermine und rannte in ihr Zimmer. Schnelle benutzte sie die Toilette und holte das Pergament aus der Schublade. „Locus Severus.“ Sie keuchte auf.

Gegenwärtig an der Kincardineshire Ostküste im Dunnottar Schloss mit Lord Voldemort und zahlreichen Todesessern, fühlt sich entschlossen und hofft, dass seine Hexe die Nachricht erhalten hat.

„Oh nein. Sie kommen zusammen! Viele von ihnen! Bald werden sie hier sein.”
Sie hörte, wie Harrys aufgeregte Stimme sie rief, und so ging sie schnell zu ihm, wobei sie bemerkte, dass er nicht alleine war. „Direktor! Wir haben Neuigkeiten. Severus schickte mir eine Nachricht, damit ich Ihnen sage, dass der Dunkle Lord und zahlreiche Todesser Hogwarts angreifen wollen!”
„Harry erzählte es mir bereits. Es darf keine Zeit verschwendet werden. Kommt mit mir“, sagte er schnell. „Zieh deinen Umhang an“, fügte er an Harry gewandt zu.
„Was ist mit Hermine?”, fragte Harry verwirrt.
„Sie wird nicht das Ziel sein. Nicht, wenn Severus mit ihnen kommt. Tu was ich sage, Harry. Und zwar jetzt.“
Hermine hatte Angst. Was, wenn etwas schief ging? Wie konnten sie sich in so kurzer Zeit auf einen Angriff vorbereiten? Sie spürte eine unsichtbare Hand auf ihrer Schulter und lächelte Harry an. „Es wird alles gut.“ Warum befragte der Direktor sie nicht, wie sie kontaktiert worden war? Wie konnte er nur so sicher sein, das sie es nicht auch auf sie abgesehen haben? Wurde sie nicht erst einen Tag zuvor angegriffen? Es schien…unlogisch sich nicht einmal ein wenig Gedanken zu machen. Wusste er etwas, was sie nicht wussten? „Ich werde dich beschützen“, sagte er.
Sie schüttelte ihren Kopf. „Du bleib am leben, Harry. Kümmere dich um dich selbst. Versprich es mir.“
„Nein”, erwiderte er trotzig.
„Das ist deine Chance ihn zu besiegen, alles zu beenden. Wenn du diese Möglichkeit hast, ergreif sie, Harry. Wir zählen auf dich. Die Zukunft der Zaubererwelt ist nichts ohne dich. Ich werde nicht in der Lage sein klar denken zu können, wenn ich weiß, dass du dich um mich sorgst.“
„In Ordnung”, stimmte er widerwillig zu.
Sie blieben ruhig während Dumbledore das Personal anwies, Portschlüssel zu benutzen, um die Schüler, wie vorher bereits abgesprochen, an verschiedenen Orten in Sicherheit zu bringen. Danach schickte er Fawkes mit einer Nachricht zu Mrs. Weasley. Und endlich sprach er zu ihnen. „Es wird sicher eine Weile dauern, aber die Schüler werden sicher sein. Die Hauselfen werden helfen die Gemeinschaftsräume zu schützen, bis alle weg sind. Danach werden sie uns helfen können.“
„Sir”, fragte Harry, der neben ihm stand, „können wir gewinnen? Kann ich gewinnen?“
„Wir werden”, sagte Dumbledore zuversichtlich. „Ich gebe zu, ich erwartete nicht, dass er so bald und ohne richtige Vorwarnung kommen würde, aber wenn wir durchhalten, bis der Orden und die Auroren kommen, schaffen wir es. Vielleicht ist heute der Tag, an dem Tom Riddle ein für alle mal seinen Tod findet.“
„Das hoffe ich”, sagte Hermine.

An dieser Stelle begann Dumbledore, nur mit Harry zusprechen und ihm Ratschläge zu geben. Sie hörte zu, doch von dem Ton in der Stimme des Schulleiters wusste sie, er war besorgt.
„Erinnere dich, Harry”, sagte er, „an all die Dinge, die er dir angetan hat. Der Tod deiner Eltern war seine Schuld. Er befahl Cedrics Tod. Er benutzte Sirius bei dem Versuch, dich ins Ministerium zu bekommen, was ihm letztlich seinen Tod brachte. Er ordnete Hagrids und Grawps Tod an. Jetzt haben dir seine Anhänger Gabrielle genommen. Nutze die negativen Emotionen, wenn du ihm gegenübertrittst, Harry. Lass sie dich leiten und dir die Kraft geben, ihn zu schlagen.“
Sie wusste, Harry musste die Gefühle wirklich spüren, um in der Lage zu sein, einen Fluch zu sprechen, der Voldemorts Leben beendete. Es war der Lauf der Dinge und die Prophezeiung würde keinen anderen Weg erlauben. Hermine entschied zu versuchen, die Wut und Angst, die Rodolphus in ihr verursacht hatte, zu bündeln, falls sie einen Unverzeihlichen Fluch anwenden musste. Ihre Augenbrauen furchten sich, als sie dachte: Macht das uns das besser als Severus? Vielleicht benutzt er den Todesfluch oder andere Sachen wirklich nur, wenn er es muss. Er sagte mir, er hätte das Gefühl gehabt, Rodolphus töten zu müssen, um sicher zu gehen, dass er uns eines Tages nicht doch noch jagen könnte.

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„Ungehorsamkeit werde ich nicht tolerieren”, sagte der Dunkle Lord und sah Bellatrix dabei an. „Wir müssen jetzt zuschlagen, wenn sie es nicht herausfinden können. Der alte Narr wird nicht wissen wie ihm geschieht. Es sind nur einige Auroren dort, von denen die meisten in der Nähe des Bahnhofs postiert wurden.“ Er zuckte mit den Schultern. „Sie werden leicht genug zu zerstören sein und wenn welche an den Toren postiert sein sollten, entfernen wir sie einfach. Severusss wird das Tor entriegeln, wenn es verschlossen sein sollte.“
Severus hörte aufmerksam zu, als ihr Lord den Plan erneut wiederholte. Das Ende war nahe. Auf die eine oder andere Weise würde sein doppeltes Spiel zu einem Ende kommen. Und eigentlich war er erleichtert. Endlich konnte er ein normales Leben führen. Schreie holten ihn aus seiner Träumerei heraus. Der Dunkle Lord wandte den Cruciatus Fluch an irgendeinen neuen Rekruten an.
„Zweifle nie wieder an meinem Urteilsvermögen”, sagte er wütend, nachdem er den Mann erlöste. „Denkt dran, was ich über Severusss’ Konkubine sagte. Sie wird sicher bei Potter sein. Er gehört mir und ich will, dass keiner von beiden angefasst wird. Macht mit Dumbledore was ihr wollt.“
Er beugte sich und streichelte Nagini liebevoll, während er ihr etwas ins Ohr zischte. Benommen beobachtete er, wie Voldemort seine Kapuze heraufzog und nach vorne ging, um seinen Arm zu ergreifen. „Wir werden siegen, Severusss.“
„Mein Lord, es hat zu lange gedauert.”
„Ich vernehme, dass du erleichtert und hoffnungsvoll bist, das es schnell vorüber sein wird.”
Severus nickte und gestand: „Ja, ich bin es leid, Dumbledores Handlanger zu sein.“
„Das alles endet heute.” Mit einer anmaßenden Arroganz, die nur der Dunkle Lord besitzen konnte, drehte er sich um, um die anderen anzusehen. „Ich will den Sieg, egal auf welche Weise ihr ihn mir erlangt. Gebt ihn mir, und ihr werdet in Lord Voldemorts Gunst stehen. Solltet ihr scheitern…Nun, ich werde euch nicht daran erinnern, was dann kommen wird. Kommt.“
Seinem Lord auf das vernachlässigte Gelände des verfallenen Schlosses folgend, spürte Severus, wie sein Magen nervös blubberte. Wer würde gewinnen? Wer würde sterben? Wäre seine Hexe sicher? Er blickte nach rechts und sah, wie Bellatrix einen glasigen Blick hatte. In diesem Moment starrte sie ihn an und nickte. Vielleicht musste er sich keine Sorgen um Hermine machen. Bella schien die Schicksale von ihren Lieben leicht genug zu akzeptieren und blind den Befehlen des Dunklen Lords zu folgen, ohne sie zu anzuzweifeln.
Severus erbleichte. Wenn der Dunkle Lord heute den Krieg gewinnen sollte, müsste er sicherstellen, dass niemand jemals Lucius und die anderen finden konnte. Bei ihrem letzten Zusammentreffen hatte er Lucius eine Warnung gegeben, und der Mann war damit einverstanden gewesen, da es nichts war, was er nicht auch tun würde. Er würde später daran verweilen. Sein Hauptanliegen war, am leben zu bleiben, um sich um seine Hexe kümmern zu können.


TBC

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Ohoh...das hört sich gar nicht gut an....


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Es hat mich beruhigt, zu sehen, dass eigentlich niemand die Szenen beim ersten Take schafft.
Evanna Lynch