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Fanfiction

VerfĂĽhrung einer Zauberin - Wir tun das, was wir tun mĂĽssen

von Dumbledoria

@all
Da bin ich wieder und im Gepäck habe ich ein neues Kapitel! Da bei mir privat wieder alles so ist, wie es sein sollte, kann ich mich nun wieder richtig auf diese FF konzentrieren.
Ich danke allen, die mir ein Kommi da gelassen haben. *drĂĽck auch*
Und mehr sage ich jetzt auch nicht....viel SpaĂź beim Lesen!

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Wir tun das, was wir tun mĂĽssen


Ron konnte nicht glauben, was er gerade gehört hatte. Er schlich sich zurück in die Schatten des Flurs. Seine Mutter weinte laut und wurde von seinem älteren Bruder Bill gehalten, während Remus sein Gesicht in seinen Händen vergrub. Voldemort war dabei nach Hogwarts zu gehen um Harry zu töten. Dumbledore wollte, dass Bill, Remus und andere im Hauptquartier anwesende Ordensmitglieder sofort ins Schloss kam.
„Ich lasse Harry ihn nicht allein bekämpfen”, sagte Ron entschlossen. Sein Herz sank. Wo Harry war, da war auch sicher Hermine. „Nein“, flüsterte er. „Ich werde für euch beide dort sein.”
Resolut ging er in das Zimmer, welches er benutzt hatte, und zog sich um. Er verstaute seinen Zauberstab und erschrak etwas, als er sich im Spiegel sah. Sein Spiegelbild zeigte wie blass und ängstlich er wirklich aussah. Er setzte sich auf die Bettkante und hielt seine zitternden Hände vor seine Augen. „Beruhige dich, Mann“, sagte er. Du kannst den nicht zeigen, das du Angst hast!“
Er sah auf die zerwühlten Bettlaken auf dem Bett und dachte an die gestrige Nacht. Pansy war so gut zu ihm und sie hatten eine angenehme Beziehung. Er mochte sie wirklich sehr. Sie schien ihn wirklich zu lieben und zu wollen. Hermine Ron hätte sie geheiratet, wenn sie bei ihm geblieben wäre. Wen auch immer sie jetzt trifft, ist ein glücklicher Kerl. Ich hoffe, er behandelt sie gut, besser als ich. Leicht runzelte er seine Stirn. Sie hat wahrscheinlich gar keinen Freund und behauptet nur einen zu haben, damit ich nicht verletzt bin. Hermine denkt immer zuerst an die Gefühle anderer.
Plötzlich stand Ron auf. „Es ist Zeit“, sagte er fest. Es gab eine Schlacht zu der er gehen musste. Der Orden würde siegen. Sie mussten oder alles wäre verloren. Pansy wäre nicht sicher, wenn sie es nicht tun. Hermine wäre nicht sicher, wenn es nicht tun. Seine Familie wäre zerstört.
Wissend, dass er etwas tun würde, um seine Lieben zu schützen, verließ er das Zimmer und ging über den Flur zu dem Zimmer, welches Draco benutzte. Er klopfte an und die Tür wurde augenblicklich geöffnet.
„Oh, Weasel, ich dachte Ginny wäre gekommen”, sagte Draco und hielt sich an der Tür fest. „Was ist los?“
Ron ging an ihm vorbei und setzte sich auf einen kleinen Stuhl in der Nähe des Bettes. „Wir müssen reden, Draco.“
Dracos entrüsteter Ausdruck verwandelte sich durch den Ton des Jungen und die Verwendung seines Namens, in einen überraschten. „Stimmt was nicht?“
„Jaah, Fawkes kam mit einer Nachricht für mich, Mum und die anderen. Sie wollen nicht, das wir davon wissen, aber ich habe es trotzdem gehört.“
„Und?”, fragte Draco ungeduldig.
„Voldemort ist dabei Hogwarts anzugreifen. Sie bringen die Schüler per Portschlüssel an sichere Orte und brauchen jeden zusätzlichen Zauberstab, der da sein kann“, sagte Ron zittrig.
Unbehagen überkam Draco. „Du, ähm, willst, dass ich mit dir mit gehe?” Er hatte keine Angst vor einem Kampf, aber erkannte diese Todesser persönlich. Wie würde es sich anfühlen, einen Freund oder einen Freund seiner Eltern zu töten? Er verdankte seine Sicherheit und das Leben seiner Eltern Dumbledore und Snape. Das letzte, was er tun konnte war, ein Mann zu sein und für sie zu kämpfen. Seine größte Angst war, nicht zu überleben. Was würde Ginevra ohne ihn tun? Er hatte so viele Pläne für sie. Er hatte sich nie vorgestellt, in irgendwelchen Schlachten zu kämpfen. Er hatte immer angenommen, dass andere das für ihn tun würden.
„Nein“, sagte Ron schnell. „Ich möchte, dass du hier bleibst. Sorge dafür, dass meine Familie sicher ist. Ginny wird mitkommen wollen, um dabei zu sein. Ich will sie nicht in der Nähe haben. Und“, er sah nach unten, „ich möchte nicht, dass Pansy alleine ist. Ich bezweifle, dass sie sich dem Kampf würde anschließen wollen, aber ich bitte dich darum, dich um sie zu kümmern.“
Draco konnte es nicht glauben. Ronald Weasley bat ihn darum, sich um seine Familie zu kümmern. Er vertraut mir genug, um seine Familie in meiner Obhut zu lassen. Er glaubt an meine Fähigkeit sicher zu stellen, dass es ihnen gut geht. Viele Emotionen erfüllten Draco. Er war erleichtert, dass er nicht darum gebeten wurde, ihn zu begleiten, aber konnte er Weasley alleine gehen lassen? Wenn ich hier bleibe, muss ich mich nicht darum sorgen, getötet zu werden oder mit jenen konfrontiert zu werden, denen gegenüber ich einmal loyal war. Wenn etwas schief gehen sollte, kann ich Ginevra immer noch mitnehmen und nicht zurückblicken. Dankbarkeit darüber, dass ihm vertraut wurde, war etwas, das er fühlte, aber er war unsicher bezüglich dessen, warum das ihn betreffen sollte. Das seltsamste Gefühl, das ihn erfüllte war Ehre, als er merkte, wie viel Mut es Weasley gekostet haben musste, um ihn als erstes um Hilfe bitten. Sie brauchen meine Hilfe. Ich wette, Potter nie gedacht, dass der Tag kommen würde, wenn ich wirklich helfen würde.
„Das werde ich“, sagte Draco. „Irgendetwas, das ich Ginevra sagen soll?“ Ron sah ihn ausdruckslos an. „Ich dachte, du würdest dich davon schleichen, damit sie dir nicht folgen kann”
Nickend sagte Ron: „Richtig. Das wäre besser.“
„Wem soll ich was sagen?”, fragte Draco.
„Sag Ginny, es ist zu ihrem besten hier bei Mum zu bleiben. Wenn einigen von uns etwas passieren sollte, wird Mum sie brauchen. Sag ihr, ich liebe sie und werde bald zurückkommen.“ Er stand auf. „Oh, und sag ihr, ich werde Hermine dazu bringen, ihr zu schreiben, wenn wir nicht gleich zurückkommen sollten.“
Draco erhob sich und nickte. „Weasley – Ron – ich wollte dir nur sagen, das ich deine Courage bewundere.“ Er reichte dem Bruder seiner Freundin die Hand. „Pass auf dich auf, Kumpel.”
„Das werde ich”, sagte Ron und legte seine verschwitzte Hand in Dracos. „Sag Mum und Dad, das ich das tun musste. Sie werden es verstehen.“ Er drehte sich um und ging zur Tür. „Lass Pansy wissen, ich wünschte, ich hätte ihr sagen können, dass die letzte Nacht die beste war, die ich je hatte.“
Grinsend sagte Draco: „Ich möchte keine Details wissen, Weasel.“ Er schmunzelte. „Ich werde ihnen helfen so gut ich kann. Das verspreche ich.”
„Danke”, erwiderte der Rothaarige und verließ schnell den Raum.
Für einen Augenblick wollte Draco ihn rufen, ihn darum bitten zu bleiben und nicht sein Leben in der Schlacht zu riskieren. Ginevra wäre enttäuscht, das ihr Bruder ging, aber es war etwas, das er verstehen konnte. Weasley war tief mit seinen beiden Freunden verbunden. Draco würde, wenn Ginevra seine Hilfe brauchen würde, zu ihr gehen ganz gleich was wäre. Es war nichts anderes, als Weasley zu tun ihm begriff war. Ginny würde es verstehen.

Er hörte Geschrei von unten und rannte hinunter in die Küche. Mrs. Weasley hielt Ginevra während Pansy neben ihnen stand, sichtlich verblüfft über das, was gerade geschah. Ron, Bill und Lupin standen in der Nähe der Tür. Als Ron Draco sah flehte er: „Rede mit ihr.“
Draco stellte sich neben sie und sagte: „Ginny, er muss gehen.“
„Ich weiß!”, schrie sie. „Und ich will mit gehen! Sie brauchen unsere Hilfe! Wir können nicht einfach hier herumsitzen.“
„Du wirst hier gebraucht werden”, sagte Draco. „Ich bleibe bei dir. Wir müssen hier bleiben und jedem helfen, der versorgt werden muss oder eine Unterkunft braucht. Wir wissen nicht, was passieren wird.“
„Dumbledore sagte, dass ihr hier bleiben sollt, Gin, selbst Mum“, sagte Bill. „Wir haben keine Zeit darüber zu streiten.“
„Wir werden nicht streiten! Lasst mich einfach mitkommen”, schnappte sie.
Draco legte seine Arme um sie und entfernte sie aus der Umarmung ihrer Mutter. Er flüsterte: „Ginny, bleib bei deiner Mutter. Sie sollte in so einer Zeit, wenn der größte Teil ihrer Familie in einer Schlacht kämpft, nicht alleine sein. Lass sie eins ihrer Kinder bei sich haben. Sie braucht dich.“ Intensiv starrte er ihr in die Augen. „Ich brauche dich.“
Sie öffnete und schloss ihren Mund. Erst da bemerkte Draco ihr Zittern und die Furcht in ihren Augen. „Ich will sie nicht verlieren“, flüsterte sie.
Er zog sie an sich und hielt sie fest. „Es wird alles wieder gut. Du wirst sehen.“
Pansy räusperte sich und sprach zum ersten Mal. „Ginny, du hast mehr Gründe hier zu bleiben, als alle anderen.”
Dracos Augen verengten sich. Was sollte das bedeuten? Er beobachtete sie argwöhnisch, als sie zu Ron ging und ihn umarmte. Er drehte sich weg, erlaubte ihn etwas Privatsphäre, und seine Augen trafen auf die des Weasley Oberhauptes. „Ich werde mit ihr sprechen“, sagte er leise und führte seine weinende Freundin weg von den anderen in ein anderes Zimmer.
„Es ist alles gut”, flüsterte er und streichelte ihren Rücken. Als sie sich beruhigte, fragte er: „Was meinte Pansy?“
Sie schniefte und wischte ihre Augen ab. „Ich habe es gerade erst herausgefunden.“
„Was herausgefunden?“, fragte er.
„Ich bin schwanger.“
„Was?“
„Ja.“
„Wie?”
Ginny schüttelte gereizt ihren Kopf. „Was meinst du mit wie?“
„Nun…es war nur das eine Mal, dass wir es getan haben und das war vor Wochen.“ Er schloss nickend seine Augen und zog sie wieder zu sich. „Das reicht schon, oder?“
„Ja, entschuldige.“
„Nein, es ist in Ordnung. Es ist nicht nur dein Fehler. Auch ich habe an keine Verhütung gedacht. Wir sind beide schuldig.“ Er küsste sie zärtlich, wobei mehr Emotionen ihn erfüllten. „Ich liebe dich. Uns wird es gut gehen.”
Sie strahlte ihn an. „Ich war mir nicht sicher, aber jetzt bin ich es.“ Sie berührte mit ihrem Daumen seine Lippen. „Ich liebe dich.” Sie küssten sich schnell und trennten sich, als sie ein Räuspern hörten. Es war Lupin.
„Glückwunsch”, sagte er und reichte Draco eine Hand. „Ich hoffe, du wirst dich richtig um sie kümmern.”
„Darauf können Sie wetten. Ich habe vor, das zu tun”, konterte Draco arrogant und ergriff mit festem Griff die Hand des Mannes. „Ich nehme an, Sie haben davon gehört. Gelauscht?“
„Nein, Draco”, sagte Ginny sanft. „Er war es, der es mir gesagt hat. Er spürte es. Er sagte es mir gestern und kam heute mit einem Test zurück, den ich brauchte, um sicher zu sein. Pansy war bei mir, da ich nicht alleine sein wollte.“
„Ich möchte ihren Eltern von den Neuigkeiten erzählen, wenn es Sie nicht stört“, sagte Draco verärgert. Der verdammte Werwolf wusste über mein eigenes Kind vor mir bescheid.
Lupin lächelte. „Ich würde es nicht wagen, Ihnen dieses Vergnügen vorzuenthalten. Ich wollte euch einfach alles Gute wünschen.“ Er hielt inne, als ob er nachdenken würde. „Das es ein neues Leben in einer Zeit des Krieges geben kann, gibt mir Hoffnung für die Zukunft. Bis bald.“
„Danke”, grummelte Draco und verstärkte seinen besitz ergreifenden Griff um Ginny.
„Remus, danke”, sagte sie süßlich. „Für alles. Bitte pass auf dich auf.“
„Das werde ich”, sagte er, bevor er ging ohne sich noch einmal zu ihnen umzudrehen.
Ginny wischte sich einige frische Tränen aus dem Gesicht und sah Draco an. „Bist du deswegen unglücklich? Ich dachte nie, ich würde Kinder haben bevor ich eine Karriere hätte und verheiratet wäre.“
„Ich bin überrascht, aber nicht verärgert“, sagte er ruhig.
Sie schluckte. „Ich habe Angst, es meinen Eltern zu sagen. Ich werde erst in fünf Monaten volljährig. Sie werden so enttäuscht sein.“
„Dann sagen wir es ihnen einfach nicht sofort”, erwiderte Draco. „Wir wissen nicht, was überhaupt geschehen wird, und wir müssen sie damit nicht auch noch beunruhigen:“
„In Ordnung”, flüsterte sie zustimmend.
„Ginny, das bedeutet, du musst mich heiraten. Irgendwann bald“, sagte er leise. „Das habe ich ohnehin geplant.“ Er starrte sie intensiv an. „Das weißt du, oder?“
Sie biss sich auf ihre Lippe, entschied sich, nichts zu sagen, und umarmte ihn. Darauf hofft du, dachte sie glĂĽcklich. Auch ich habe das geplant.

An der Tür drehte Pansy sich um und ließ die beiden in Frieden. Sie freute sich, dass Draco jemanden gefunden hatte, und genauso glücklich war sie, selbst jemanden gefunden zu haben. Während sie in Ron verknallt war und die Sicherheit genoss, die ihre Beziehung lieferte, hatte sie sich gefragt, ob sie sich jemals in ihn verlieben würde. Sie hatte gewusst, dass dieser Tag kommen würde. Es war abzusehen - der bedeutende Kampf zwischen Gut und Böse. Sie hoffte, Harry würde den Dunklen Lord umbringen – allein um ihres Vaters Willen.
Ihr Vater war der Grund gewesen, warum sie sich am Anfang Ron ausgesucht hatte. Er wollte, dass sie sich Potter und seinen Freunden annäherte, um sicher zu bleiben. Potter bedachte sie nie mit einem zweiten Blick, aber sie hatte eine Chance bei Ron gesehen und hatte sie ergriffen. Die Monate, die sie mit seiner Familie verbracht hatte, hatten sich als angenehmer erwiesen, als sie anfangs geglaubt hatte. Sie mochte die Weasleys. Auch wenn sie keine teueren Besitztümer hatten, hatten sie etwas Wertvolleres. Teil ihrer Familie zu sein und akzeptiert zu werden, bedeutete Pansy viel. Angst um Rons Leben zu haben, quälte sie ungemein.
„Es gibt nichts zu tun, außer zu beten“, sagte sie leise. Wenn Ron zurückkam, würde sie alles in die Beziehung investieren, was sie konnte. Sie würde ihn wissen lassen, wie sehr sie sich um ihn sorgte und schätzte. Sie würde sich in ihn verlieben.
„Ich stimme zu. Wir sollten beten”, sagte Molly Weasley und zog Pansy in eine Umarmung. „Ihnen wird es gut gehen“, flüsterte sie beruhigend. „Du wirst sehen. Dumbledore und die anderen…Es wird alles gut werden.” In Wahrheit hatte Molly das schreckliche Gefühl, dass jemand aus ihrer Familie nicht nach Hause zurückkehren würde…nie mehr. Sie wollte Ron dazu zwingen zuhause zu bleiben, aber sie wusste, er würde sich davon schleichen. Sie war stolz auf ihn wegen seiner Würde und das Einstehen für das, woran er glaubte.
Sie seufzte, als sie an Bill dachte. Es gab immer noch keine Verbesserung bei Fleur, und es gab keinen Hinweis auf Gabrielle. Molly wusste, Bill fühlte sich schuldig für das, was den beiden zugestoßen war. Sie hoffte nur, dass er jene Gefühle seine Gedanken während des Kampfes nicht trüben lassen würde. Sie würde ihren anderen Kindern eine Eule schicken, doch innerlich hoffte sie, dass sie sie dadurch nicht ermutigen würde an der Schlacht teilzunehmen. Vielleicht könnte sie noch etwas warten, bevor sie jedem eulte.

~~~~~~~~~~~~~~~~~

Tonks sah sich nervös um. Dumbledore hatte eine Nachricht mit seinem Patronus gesandt und ihr gesagt, dass Todesesser auf dem Weg sein könnten. Sie sollten es ihn sofort wissen lassen. „Hestia, komm schon. Lass uns zu den Toren zurückkehren.”
„Wir können beim ersten Zeichen einfach apparieren“, antwortete die Frau, bückte sich und hob einen Stein auf. „Schau dir das an. Es ist gelb und sieht aus wie ein Viereck.“
„Bist du nicht…nervös?”
„Nee, ich habe letzte Woche drei falsche Alarme gehabt. Die wollen uns nur zappeln lassen. Sie würden es nicht wagen nach Hogwarts zu kommen.” Hestia verstaute den Stein in ihrer Tasche. „Der Sohn meiner Schwester sammelt Steine. Den hier werde ich zu ihm bringen.“
„Komm, lass uns etwas laufen. Dadurch würde ich mich besser fühlen.“
Tonks war erleichtert, als Hestia zustimmte. Still begannen sie zu laufen. Jede in ihren eigenen Gedanken verloren. Wo war Remus? WĂĽrde Dumbledore ihn rufen um nach Hogwarts zu kommen? War das wirklich nur ein falscher Alarm?
„Was beschäftigt dich wirklich? Es ist doch sicher nicht nur wegen dem möglichen Angriff oder dem bevorstehenden Sturm, hm?“, fragte Hestia. „Du schienst schon davor durcheinander.“
„Remus hat mich wieder gefragt, ob ich ihn heiraten möchte“, gestand Tonks. „Ich habe abgelehnt.“
„Warum? Du bist verrückt nach diesem Mann. Ich sage, du solltest es tun. Das Leben ist zu kurz, selbst für uns, um alles bis ins kleinste zu analysieren“, sagte Hestia weise. „Ich habe bis vor ein paar Jahren viel in meinem Leben bedauert. Ich habe endlich damit abgeschlossen, aber wenn ich die Chance hätte, etwas anders zu machen, würde ich es tun.“
„Ich liebe ihn. Ich denke, ich zögere es nur hin, um sicher zu stellen, dass ich es bin, die er will.“
Hestia hielt inne und sah sie verwirrt an. „Hat er sich mit jemand anderem getroffen? Davon höre ich das erste Mal.“
Tonks nickte. „Nein, nicht wirklich. Es gab jemanden, von dem er viel gehalten hat, und ich nehme an, ich war eifersüchtig. Ich sagte ihm, er solle zu ihr gehen, da ich ihn verlassen würde. Da machte er mir zum ersten Mal einen Antrag.“
„Verstehe”, sagte Hestia. „Er wollte dir beweisen, dass du diejenige bist, die er will. Verständlich.” Sie lächelte gütig. „Sieh in dein Herz, Nymphadora. Glaubst du wirklich, er will eine andere Frau?“
„Nein“, antwortete sie ehrlich. „Vielleicht versuche ich ihn einfach zu bestrafen.“ Sie seufzte. „Vielleicht sollte ich erwachsen werden, hm? Ich denke, ich werde heute Abend mit ihm sprechen.“ Sie sah sich um. „Diese Situation macht es nur noch schlimmer, weißt du. Jetzt frage ich mich, ob ich jemals die Chance haben werde um ihm zu sagen, dass ich seine Frau werden möchte.“
„Das wirst du. Merk die meine Worte, Liebes. Ich wette - ” Zahlreiche Apparationsplopps ertönten um sie herum. „Apparier zu den Toren!“, schrie Hestia.
Entsetzt sah sich Tonks um. Todesser und selbst Lord Voldemort waren da! Sie apparierte in die Nähe der Tore, doch bevor sie diese erreichen konnte, hörten sie einige Plopps hinter sich und spürte etwas heißes, das sich in ihren Rücken brannte. Sie sank zu Boden und bewegte sich nicht mehr.
„Sie ist erledigt“, sagte eine Männerstimme.
„Lass sie erstmal in Ruhe. Lass uns diese Seite überprüfen. Ich denke ich sah, wie drei Kerle hinter dieser Mauer ins Gebüsch wichen.“
„Dann los.”
Sie hätte schwören können, dass der Boden bebete, da so viele Füße in die andere Richtung losstampften. Als sie es für sicher hielt, sah sie langsam hinauf und während sie es tat, krümmte sie sich etwas wegen den Schmerzen. „Hestia?“, flüsterte sie, doch es kam keine Antwort. Die Frau hatte sicherlich keine Chance dazu gehabt, zu apparieren. Sie begann, in Richtung der Tore zu kriechen und benutzte die Mauer, um sich hoch zu ziehen. Sie wusste nicht, mit was sie getroffen wurde, aber sie wusste, dass sie blutete und medizinische Versorgung brauchte. Doch zuerst musste sie Alarm schlagen. Irgendwie hatte sie ihren Zauberstab verloren, als sie gefallen war, aber sie konnte nicht danach suchen, da ein Paar der Todesesser, die sie verhext hatten, jetzt auf sie zu gerannt kamen. Sie fummelte am Tor herum und sagte rasch das Passwort, um sich selbst herein zu lassen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~

Harry schluckte schwer. Erst einige Minuten waren vergangen, das Dumbledore jedem Befehle gegeben hatte. Die Mehrheit der Schüler und einige Lehrer waren bereits gegangen, während andere noch umher liefen und versuchten, den Rest zusammen zu bringen. Hermine hatte er noch nie so blass gesehen und ihre braunen Augen nahmen nervös das Chaos, das um sie herum war, auf.
Dumbledore hatte Vertrauen in ihn, aber im Moment fĂĽhlte er sich nicht sehr tapfer. Eigentlich wollte ein Teil von ihm sich Hermine schnappen, zum Hauptquartier apparieren, um die anderen zu holen und in ein anderes verdammtes Land fliehen, wo Voldemort sie nicht als eine Bedrohung ansehen wĂĽrde. Ein anderer Teil von ihm, der mutige Teil, wĂĽrde nie erlauben, dass das geschieht.
„Harry?“, fragte Hermine und sah etwas an ihm vorbei.
„Ich bin hier”, antwortete er. „Ich beobachtete, wie Firenze sich auf den Weg in den Wald machte, um Dumbledores Nachricht zu überbringen.“
Ihre Augen huschten zu der Stelle, wo er stand. „Ich sehe, wie Tonks zum Schloss rennt. Sie versiegelte gerade das Tor. Sie müssen auf dem Weg zum Schloss sein. War nicht jemand bei ihr?” Sie keuchte auf. „Rauch steigt von da auf, wo der Bahnhof ist! Oh nein.”
Harry sah hin. Es erhoben sich Schwaden vom dicken, schwarzen Rauch in die Luft. Sekunden später erschien das Dunkle Mal Voldemorts in der Luft und glitzerte unheimlich im dunklen Himmel. „Scheiße“, sagte er, während sein Magen nervös blubberte. „Was zum…? Schau! Tonks ist gefallen!”
„Geh zurück, Mädchen”, ertönte Moodys unwirsche Stimme von hinten, als er Hermine beiseite schob. „Hör auf dich mit offenem Mund umzusehen. Mach dich für das bereit, was kommt!“
Er ging vorbei und begann, sich mit dem Direktor zu unterhalten. „Hermine, komm unter den Umhang“, sagte Harry plötzlich. „Es ist nicht richtig, dich so ungeschützt zu lassen.“ Er konnte sehen, dass sie ihm zustimmte, doch sie schüttelte ihren Kopf.
„Nein, ich könnte dich zum stolpern bringen. Wir müssen in der Lage sein, uns bewegen zu können. Bleib einfach darunter versteckt, bis du an den Bastard heran kommst! Ich werde…ich weiß auch nicht.” Nach Severus Ausschau halten? Jeden Arschloch schocken, die mir nahe kommt? Sie zog ihren Zauberstab und hielt in mit zitternder Hand. „Ich habe Angst.“
„Ich auch“, gestand Harry und zog ebenfalls seinen Zauberstab. Er wusste, dass er früher oder später den Umhang abwerfen würde, um in der Lage sein zu können, frei zu kämpfen, aber er nahm an, dass versteckte Flüche auf ahnungslose Todesesser ein Bonus wären. Wenn sie hinter Hermine her wären, dann wären sie dran. Er wappnete sich. „Ich bin bereit, dass dies endlich vorbei ist.“
„McGonagall hilft Tonks hoch. Die anderen sammeln sich um sie. Harry, ist das Blut? Wer würde sie verletzen? Niemand ist an den Toren und sie ist nicht - “

BANG!

Harry zog Hermine zu sich, interessierte sich dabei nicht, wer es bemerkte. Sie sahen, wie mehr schwarzer Rauch aufstieg. Dieses Mal jedoch war es auf der anderen Seite der Tore. „Ich denke, sie sind hier, Hermine”, sagte Harry und klang dabei ruhig. Einen Moment später öffneten sich die Tore und ein Todesser lief hindurch. Er musste das Passwort kennen. „Snape lässt sie herein! Was soll der scheiß?”
Hermines Augen weiteten sich, als immer mehr Todesser durch die Tore stampften. „Wie kannst du so sicher sein? Für mich sehen sie alle gleich aus!“
„Vielleicht - ”
„Tut er das, was er tun soll!”, unterbrach sie hitzig. „Beschuldige ihn nicht voreilig wegen etwas, Harry! Oh mein Gott! Es ist V-Voldemort! Er ist hier!” Plötzlich huschte etwas an ihr vorbei und sie sah Moody, wie er auf etwas zeigte und Dumbledore etwas zubrüllte. „HARRY!“, schrie sie und rannte los.
„Geh zurück, Hermine”, hörte sie ihn von weit weg zurückbrüllen. Sie rannte mit gezogenem Zauberstab in diese Richtung. Sie konnte sehen, wie auch Dumbledore sich auf Harrys zu bewegte.
Alles passierte so schnell. Es kamen so viele Todesser herein. Die von Dumbledore ersuchte Hilfe war noch nicht eingetroffen. Selbst mit den Hauselfen, die bereit waren mit ihnen zu kämpfen, waren sie zahlenmäßig weit unterlegen.

BANG!

Ein mächtiger Zauber schlug in der Nähe des Haupteingangs vom Schloss ein und bewirkte, dass einige Steine hinunter fielen. Hermine rannte in Harrys unsichtbaren Körper. „Bist du es?“
„Ja.“
Dumbledore stieß zu ihnen. „Geht hinein. Ihr beide! Du sollst dich solange verstecken, bis du zu ihm kommen kannst, Harry. Ich möchte nicht, dass er dich sieht.“
„Dumbledore!“, rief eine Stimme. Sie drehten sich um, um die Todesser und ihren Führer anzusehen. „Deine Zeit ist gekommen!“
Hermine war sich nicht sicher, wer das gesagt hatte, doch ihr Herz hämmerte wie wild. Ein Todesser stand vor den anderen und flüsterte Voldemort etwas ins Ohr. Severus, dachte sie und hoffte das Beste. Wann würde er etwas tun um zu helfen? Würde er den Dunklen Lord dazu bringen zu denken, dass alles in Ordnung war? Sie sah zu Dumbledore, der die Gruppe vor sich anlächelte, bevor er antwortete.
„Da wäre ich mir nicht so sicher“, sagte Dumbledore ruhig, mit festem Griff um seinen Zauberstab.
In dem Moment, als er die Wörter sprach, begannen die Todesesser vorwärts zu marschieren. Hermine geriet in Panik und sah sich um. Die meisten schienen für das kommende bereit zu sein. In ihren Gesichtern konnte man abschreckende Blicke erkennen, als ob sie ihre Opponenten herausfordern wollten. Andere jedoch schienen ängstlich und nervös.
„Oh mein Gott”, flüsterte Hermine.
„Ich werde ihn töten“, sagte Harry.
Dumbledore drehte sich um. „Denk dran, was ich dir gesagt habe, Harry. Denk an alles, was er und seine Anhänger dir angetan haben.“
„Ich werde ihn töten!“, schrie Harry.
„Sie kommen!“, schrie jemand.
Plötzlich rannten Menschen nach vorne und feuerten Zaubersprüche ab. Überall waren Rufe zu hören. Den Hauselfen wurde aufgetragen, das Schloss zu schützen, aber Hermione sah, wie einige von ihnen mit ihren Händen Lichtstrahlen auf Todesesser schossen, bevor sie das Schloss erreichen konnten. Dunkle Umhänge umgaben sie schnell.
„Stupor!”, schrie Hermine und richtete ihren Zauberstab auf einen Feind. Es schien, als würden alle auf sie zu kommen. „Denken Sie, sie können Harry sehen?“, fragte sie Dumbledore.
„Ich denke, sie sehen mich”, sagte er leise, schnipste anmutig mit seinem Zauberstab und lief vorwärts.
Hermine richtete ihren Zauberstab auf zahlreiche Ziele und schrie: „Incarcerus! Expelliarmus! Stupor! Stupor! Incarcerus!”
Ein Todesser erreichte sie und zog sie an den Haaren. „Snapes Konkubine“, sagte er, stieß sie zu Boden und versuchte weiter zu kommen.
Sie antwortete mit einem eleganten Schockzauber. „Jaah, ich bin Snapes Konkubine, doch ich lasse dich meine Freunde nicht verletzen!“ Sie zeigte mit ihrem Zauberstab auf einen anderen Todesser, doch jemand anderer schockte ihn. Sie drehte sich um und sah, dass Harry seinen Umhang abgestreift hatte und seinen Zauberstab schwang, um sie und Dumbledore zu schützen.
Es gab ihr den Mut aufzustehen und dasselbe zu tun. Immer mehr Todesser versuchten zum Direktor zu kommen und keiner zollte ihr oder Harry Aufmerksamkeit. Hermine hatte das schreckliche Gefühl, als sei dies so geplant gewesen. Der Dunkle Lord wollte wahrscheinlich, dass seine Diener Dumbledore zuerst beseitigen, denkend, dass es leichter wäre Harry ohne Dumbledores Schutz zu töten.
Plötzlich wurde Hermione entwaffnet und verlor ihren Zauberstab und ihren Halt. Sie flog einige Meter durch die Luft und landete auf ihren Hintern. Es war eine Frau. Lestrange. „Es interessiert mich einen Dreck, wessen Konkubine du bist. Du wirst meine Gefährten nicht verfluchen”, sagte Bellatrix. „Ein kleiner Schockzauber sollte dich ruhig stellen, bis Snape dich einsammeln kann!”
„Nein!”, schrie Hermine und rollte zur Seite, um dem Lichtstrahl zu entgehen. Sie sah, dass Harry zu beschäftigt damit war, Dumbledore zu helfen um sie unterstützen zu können, und so versuchte sie auf die Füße zu kommen. Die Frau schubste sie wieder hinunter und hob ihren Zauberstab. „Ich sagte, du sollst dich benehmen, Mädchen. Wenn du so weiter machst, wirst du getötet.“ Ihre Augen glitzerten dunkel. „Nicht das es mich stören würde, aber ich möchte nicht, dass einer von uns wegen deiner Dummheit leiden muss.“
Bellatrix wurde von einem Fluch getroffen und fiel nach hinten. Hermine blickte hoch und sah, wie Ron auf sie zu gerannt kam. „Ron! Was machst du hier?“, rief sie und stand auf. „Ich dachte, du wärst im Hauptquartier!”
Er umarmte sie fest. „Ich konnte nicht zulassen, dass du und Harry den ganzen Spaß ohne mich habt!“ Er ließ sie los. „Komm schon. Lass uns ihm helfen!“
„Ich habe meinen Zauberstab nicht. Bellatrix nahm ihn.“ Sie drehte sich, um zum Körper der Frau zu gehen, um ihren Zauberstab zu holen, aber sie lag nicht mehr auf dem Boden. „Scheiße! Ron, Bellatrix ist weg!“

Im nächsten Augenblick sah sie die wütende Frau und war entsetzt zu sehen, dass ihre Kapuze runtergerutscht war. Ihr dunkles Haar wehte wild in der Brise, als sie einen Fluch abfeuerte, den Hermine nie zuvor gehört hatte. Einen Moment später traf ein heller Lichtstrahl Ron mitten in der Brust. Ohne auf ihre eigene Sicherheit zu achten, drehte sie sich um und rannte zu ihm. Es war Blut auf seiner Brust und es sah so aus, als wäre er von einer Muggelkanone getroffen worden.
„Nein!” Sie zog ihn in ihre Arme und versuchte mit Hilfe seines Shirts die Blutung zu stoppen. „Es wird alles gut, Ron. Ich bringe dich zu Madam Pomfrey. Alles wird gut.”
„Hermine…“ Seine Stimme war leise. Eine seiner Hände legte er auf ihre Wange und wischte mit seinem Daumen ein paar Tränen weg. „Ich hätte dich geheiratet.“
„Erzähl es mir später, Ron!”, sagte sie weinend. „Lebe. Halte durch.“ Sie versuchte, sich seinen Zauberstab mit der Absicht zu schnappen, ihn zum Krankenflügel zu bringen.
„Ich habe dich immer geliebt”, sagte er. „Immer…selbst jetzt.,.”
„Hör auf so zu klingen, als ob du sterben würdest, Ron. Ich kann das in Ordnung bringen. Ich kann dich in den Krankenflügel bringen. Ich muss nur an deinen Zauberstab kommen“, sagte sie besorgt, glaubte den Worten selbst nicht, als sie sie sagte. Sein Blut war überall und er sah schlecht aus.
„Pansy…sag ihr, es tut mir leid“, flüsterte er schwach. „Liebe…dich.“ Seine Augen weiteten sich etwas. „Mum…?“

Er war gegangen. Tot.

Hermine schluchzte laut auf und hielt ihn in ihren Armen. „Es tut mir leid, Ron! Es tut mir leid…Geh nicht. Ich schwöre, ich kann dich retten.“ Die Kraft in ihrem Armen verlierend, begann er zurück auf den Boden zu rutschen. „Harry…“, rief sie kaum hörbar. „Er ist tot. Harry…Harry…”
Sie sah sich um. Es gab so viel Lärm und Chaos. Alles war so wirr. Sie konnte nicht viel von ihrer Stelle auf dem Boden sehen, aber sie wollte Ron nicht verlassen. Benommenheit setzte ein. Ron war tot. Er war in ihren Armen gestorben, während er ihr seine Liebe gestand. Nein, das ist ein Traum. Es ist nicht real. Ihre Augen trafen auf die dunklen Augen von Bellatrix Lestrange, die selbstgefällig lächelte und den Nerv hatte, zu lachen.
„Stirb du Schlampe!”, schrie Neville, bevor er einen Todesfluch auf sie feuerte. Hermine beobachtete, wie das Lachen der Frau auf ihren Lippen erstarb und sie zurückgeworfen wurde, als der grüne Lichtstrahl sie traf.
„Er ist tot”, sagte Hermine, als er sich neben sie hockte. „Sie war es.“ Sie nickte in Richtung Bellatrix’ Körper.
„Ich sah es”, sagte er. „Wir kamen zurück. Wir konnten nicht zulassen, dass sie uns wegbringen.“
Hermine blickte umher und sah viele ältere Schüler, die anscheinend zurückgekehrt waren um zu helfen. „Harry! Er braucht uns.“
Sie versteifte sich, als sie eine kalte, hohe Stimme hörte, die sagte: „Jetzt gehörst du mir, Junge!“ Der Dunkle Lord war endlich zu ihnen gekommen und stand nun einige Meter von ihnen entfernt.
Sie sah, wie Harry herum schnellte, um Voldemort anzusehen. „Vielleicht gehörst du mir”, schrie er wild. „Dieses Mal habe ich keine Angst!“
Ein schallendes Gelächter kam über Lippen des Dunklen Lord. „Gut.“ Er richtete seinen Zauberstab auf Harry und sie begannen mühelos, sich zu duellieren.
Wenn sie mehr Zeit zum nachdenken gehabt hätte, wäre sie stolz auf Harry gewesen, wie gut er sich hielt, doch plötzlich sprang Neville mit gezogenem Zauberstab auf seine Füße und zeigte auf Voldemort. Er hatte keine Zeit, irgendetwas zu sagen, da ihn ein sich nähernder Todesesser mit einem Fluch traf. Dieser schien über den Boden zu gleiten, als er lief. Neville fiel unsanft zurück und war eindeutig geschockt. Der Todesser hielt an und seine schwarzen Augen starrten einen langen Moment auf Hermine hinab.
„Er ist tot”, sagte sie und nickte zu Ron, wissend, dass es Severus war, der sie ansah. Er nickte und reichte ihr eine Hand. „Ich kann ihn nicht einfach verlassen.“
„Im Moment doch, du musst.“ Ungeduldig schüttelte er seine Hand und wollte, dass sie sie nahm.
Sie schaute von Rons leblosen blauen Augen und geöffneten Mund in die dunklen Augen ihres Liebhabers. Sie konnte Harry nicht helfen, wenn sie auf dem Boden saß und Ron hielt. Sanft legte sie seinen Kopf auf den Boden und nahm Severus’ Hand.
Es gab triumphierende Rufe hinter ihm und beide drehten sich, um nachzusehen. Dumbledore war schon mit einem Fluch von einem der vielen Todesser getroffen worden, die ihn umgaben. Ein anderer traf ihn in den Rücken, doch er kämpfte weiter. Voldemorts Lachen erregte ihre Aufmerksamkeit. Auch Harry wurde getroffen. Er lag auf dem Boden und versuchte wieder aufzustehen. „Nein!“, schrie sie und versuchte zu ihm zu rennen, doch Severus drückte sie fest an sich.
„Du wirst sofort aufhören“, sagte in einer leisen, bedrohlichen Stimme. „Sich einzumischen, heißt zu sterben.“
Sie konnte es nicht glauben. „Severus, hilf Harry“, flehte sie. „Hilf dem Direktor.“
„Ich werde nicht eingreifen.“
„Was?”, fragte sie ungläubig. „Sie brauchen dich! Kümmert es dich nicht?“
„Es scheint, als sei der Kampf vorbei. Es tut mir leid“, sagte er mit leicht angeschlagener Stimme. „Es ist nicht in unserem besten Interesse, jetzt irgendetwas zu tun.“ Er richtete seinen Zauberstab auf sie und flüsterte etwas. Sie fühlte sich, als ob etwas Heißes durch ihre Haut sickerte. Für einen Moment rauschte eine neblige Vision durch ihren Verstand, bevor es wegging und aus ihrer Reichweite verschwand.
„Was war das?“, fragte sie und fühlte sich etwas benebelt.
„Shhh, Liebes. Uns wird es gut gehen. Das ist alles, was zählt”, sagte er und hielt sie an sich gedrückt, während er auf den Dunklen Lord und Harry zuging. Sie sah, dass Harry erneut gefallen war, doch dieses Mal versuchte er nicht aufzustehen.
In Zeitlupe sah Hermine, wie Fawkes über Dumbledore erschien, der mit mehr Flüchen getroffen wurde. Die Gegenwart seines Vertrauten bemerkend, zeigte der verhutzelte Zauberer mit seinem Zauberstab auf Harry und sprach leise einen Zauberspruch. Bevor Voldemorts Todesfluch Harrys gekrümmten Körper erreichen konnte, disapparierte ihr Freund mit einem lauten Knall. Und der Fluch des Dunklen Lord traf stattdessen den Fußboden. Im gleichen Augenblick begannen große Gesteinsbrocken in der Nähe des Eingangs hinunter zu fallen, so als ob sie von einem weiteren starken Zauberspruch getroffen wurden. Mit einem letzten Blick in ihre Richtung hielt Dumbledore Fawkes' Federn fest, und sie verschwanden in einer Explosion von Flammen.

„Wir sind siegreich”, rief Voldemort. „Potter wurde besiegt! Ich habe ihn getötet und der alte Mann verschwand um alleine zu sterben!“ Jubel brach aus, aber nicht für lang, da die extra Auroren ankamen und zu helfen begannen. „Wir ziehen uns zunächst zurück, aber das siegreich! Wir können das Schloss an jedem Tag einnehmen, nun, da Dumbledore gegangen ist!“
Hermine wollte lachen und sagen, dass er Harry verfehlt hatte, doch der Griff ihres Liebhabers festigte sich noch mehr und hielt sie so ruhig. Erlaubend, dass Severus sie weiter zog, liefen sie alle auf die Tore zu. Auf beiden Seiten waren viele gefallen. Einige riefen nach Hilfe. Alles war noch verschwommener, besonders dadurch, weil er ihren Verstand verhaspelt hatte. Alles war so schnell geschehen. Ron in ihren Armen sterben zu sehen, Dumbledore zu sehen, wie er beinahe zu Tode gehext wurde und zu sehen, wie ein schwer verletzter Harry verschwand.
Sobald sie vor den Toren angekommen waren, ordnete Voldemort an, dass alle in ihre Häuser gehen sollte, bis er sie später zur Feier rufen würde. Er sah zu Severus. „Gut gemacht, Severusss. Ich habe klein Longbottom hinter mir nicht bemerkt, bis es fast zu spät war. Ihr beide werdet mit mir kommen.” Seine schlitzigen roten Augen sahen sie kurz an, bevor er abweisend zu Severus zurückblickte. „Ich will dich an meiner Seite, damit wir die nächste Stufe dieses Kriegs vorbereiten. Ihre Helden sind besiegt. Es wird nicht lange dauern, bis sie alle fallen.”
Hermine hörte kaum ihre Unterhaltung. Ron war tot. Harry war…weg. Dumbledore lag im sterben. Hogwarts war gefallen. Viele waren gefallen. Sie lachte, als sie die Hufen der Zentauren hörte, die aus dem Wald kamen, um zu helfen. Wie die Auroren waren sie zu wenige und zu spät.
Severus ignorierte ihren Ausbruch und nickte. „Ja, mein Herr.“ Hermione festhaltend, disapparierte er sie von Hogwarts weg. Das Letzte, das sie sah, war der zerfallende Eingang und die Rauchfahnen, die den Himmel füllten.


TBC


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