
von Dumbledoria
@all
Tut mir leid für das späte Update. Aber ich war nicht schuld. Mein Laptop war der Meinung kaputt zu gehen und ich habe zwei Tage gebraucht, um ihn wieder zum laufen zu bringen. Leider mit dem Ergebnis, dass alle meine Dateien, Ordner, Fotos usw. die ich auf dem Rechner hatte, weg waren.
Das Schlimmste an der Sache ist, dass ich von allem, was mir wichtig war, eine Sicherungskopie in regelmäßigen Abständen gemacht hatte...nur von meinen ganzen FF's nicht. (Wobei nur diese nicht abgeschlossen ist:) Heißt im Klartext...alle von mir bereits vorgearbeiteten Kapitel (bis Kapitel 36) sind weg. Also habe ich die letzten Tage damit verbracht, dieses Kapitel hier zu übersetzen. (Etwaige Fehler einfach nicht beachten *g*)
So...dann möchte ich euch noch für eure Reviews danken, die ihr mir da gelassen habt. Hab mich wie immer darüber gefreut.
Und da es schon spät ist, spare ich mir weitere Worte und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
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Schwere Zeit: Teil 2
Hermine wachte einige Zeit später alleine auf und fragte sich, wann Severus zurück kommen würde. „Hallo?“, rief sie in den verdunkelten Raum hinein. Nur noch eine Kerze brannte, und da sie wirklich auf die Toilette gehen musste, nahm sie die Kerze vom Nachttisch und ging ins Badezimmer. Ein leichter, zarter Schmerz pochte zwischen ihren Beinen von ihrer letzten Vereinigung mit Severus.
Für einen Moment hatte sie gedacht, er würde sich ihr entziehen, doch er hatte angefangen unbarmherzig in sie zu hämmern, was sie vor Schmerz, aber größtenteils vor Lust aufschreien ließ.
Sie hatte still sein und ihn nicht wissen lassen wollen, wie gut er sie fühlen ließ, aber sie konnte nicht anders. Sie hasste sich selbst dafür ihn zu wollen, mehr zu wollen und dafür, ihn immer noch zu lieben. Ja, sie liebte ihn, selbst nach dem er Neville geschockt und somit Harrys letzte Chance auf den Sieg genommen hatte. Oh, Harry, wo bist du? Geht es dir gut? Spürst du, dass ich mit dem Feind geflohen bin? Sie erinnerte sich an Severus' Worte, warum der Direktor Harry verschwinden ließ.
War es wahr? Hatten er und Dumbledore die ganze Zeit einen Plan gehabt? Depression breitete sich bereits in ihr aus und drohte sie zu ersticken. Ron hatte sie immer noch geliebt und bis zum Ende an sie gedacht. Bilder seines lachendes Gesichtes und seiner blauen Augen schossen ihr durch den Kopf. Doch dieses Mal kamen keine Tränen und sie fragte sich, ob das gut war oder nicht. Wenn sie alles in sich hinein fressen würde, würde sie nicht klar denken und Pläne schmieden können.
Was fühlte sie über Rons Geständnis? Sie fühlte sich etwas Schuldig, da sie ihm keine weitere Chance gegeben hatte. Auch wenn er in einer neuen Beziehung gewesen war, war sie immer noch in seinem Herzen gewesen. Sie fühlte sich geehrt und war froh, dass sie bei ihm war, als er starb. Sie fühlte sich auch ein wenig schmuck, obwohl sie wusste, dass es falsch war. Es machte sie traurig zu wissen, das sie nie wieder sein Lachen hören würde oder sich mit ihm zanken könnte. Wie ging seine Mutter damit um?
Würde sie etwas anders machen? Nein. Sie konnte sich nicht vorstellen mit jemand anderen außer Severus zusammen zu sein. Severus, wo bist du? Was machst du? Sie fühlte sich schlecht wegen der Art, wie sie ihn behandelt hatte, aber sie konnte nicht anders. Sie hatte ihn verletzen wollen. Er handelte, als ob nichts Schlechtes geschehen war, als ob das Leben großartig war und nur besser werden würde. Ihre Worte und Taten hatten ihn verletzt, aber wenn er weiterhin glaubte, das alles in Ordnung wäre, würde er nicht versuchen, etwas zu verändern. Harry konnte immer noch am leben sein. Es gab keine Garantie, dass er an den Wunden, die Voldemort ihm zugefügt hatte, gestorben war. Dumbledore hatte auch sehr viele Flüche abbekommen. Sein Überleben war ein wenig unwahrscheinlich, obwohl sie nicht sicher war.
Severus tötete niemanden, Hermine. Er versuchte den Menschen zu helfen. Er liebt dich. Er will, dass du seine Frau wirst...nicht seine Hure...nicht seine Konkubine. Hermine benutzte die Flamme ihrer Kerze, um die Lampen im Badezimmer anzuzünden. Nachdem sie fertig war ging sie ins Zimmer, um auch die anderen anzuzünden. Sie wünschte, sie hätte ihren Zauberstab. Dies würde alles einfacher machen. Bellatrix hatte ihn als letztes, daran konnte sie sich erinnern. Seufzend zog sie ihre Kleidung an. Sie würde verdammt sein, wenn sie eingeschlossen in einem Zimmer bleiben würde.
Als sie zur Tür ging, war sie überrascht, diese unverschlossen vorzufinden. Leicht zitternd lief sie den Flur hinunter. Es war ziemlich kalt. Sie näherte sie dem Raum, in dem Voldemort vorhin gewesen war und schlug schnell eine andere Richtung ein. Auf ihrem Weg traf sie auf einen jungen Mann mit hellbraunen Haaren. Er lächelte freundlich und neigte grüßend seinen Kopf. „Guten Abend, Granger“, sagte er fröhlich.
„H-Hallo“, erwiderte sie unsicher und lief schnell weiter. Da er hier war, musste er ein Todesser sein. Warum würde ein so freundlich scheinender Mensch Voldemort folgen? War er nur wegen Voldemort Befehl nett zu ihr gewesen? Ja, dass musste es sein.
Sie näherte sich dem Ende des Korridors, und konnte sich zwischen zwei Wegen entscheiden. Der eine war dunkel und führte nach links, wo es am Ende ein schwaches Licht gab. Der andere führte nach rechts und war gut beleuchtet, und doch konnte sie...Schreie hören. Es klang, als ob jemand schreckliche Schmerzen erlitt.
Sie wählte den linken Gang und lief schnell auf das schwache Licht zu. Hermine keuchte, als sie sah, dass das Zimmer mehr einem Garten, der einen Hof umgab, ähnelte. Pflanzen und Blumen wuchsen üppig. Es gab sogar einen Brunnen mit einigen Bänken in der Mitte. Wie eine Motte, die vom Licht angezogen wurde, ging Hermione weiter und setzte sich. Wie konnte so etwas schönes nur an so einem schrecklichen Ort sein?
Jemand räusperte sich hinter ihr, was sie erstarren und sich umdrehen ließ, wobei ihr Lächeln aus ihrem Gesicht schwand. Er war Voldemort höchstpersönlich. „Ich sehe, du hast meinen Lieblingsraum gefunden“, sagte er und setzte sich einfach neben sie.
„Es ist...hübsch“, stotterte sie, versuchend, nicht über sein Erscheinungsbild nachzudenken. Wenn er wüsste, dass sie ihn abscheulich fand, würde er wahrscheinlich böse sein.
„Nicht jeder würdigt die Schönheit hier“, sagte er abwesend, während er sich umsah. „Du und ich sollten uns unterhalten.“
„In...in Ordnung“, erwiderte sie mit zittriger Stimme.
„Du hast nichts vor mir zu befürchten, Mädchen. Ich gab mein Wort, dass du hier sicher bist und ich beabsichtige, mich daran zu halten.“ Sein herzliches Lächeln verschwand und seine Augen wurden kalt. „Ich weiß, du bist wütend darüber, was heute geschehen ist. Mit der Zeit wirst du das Geschenk, welches dir gegeben wurde, schätzen.“ Er starrte sie an, während er auf eine Antwort wartete. „Bist du nicht der Meinung, dass dir ein Geschenk gemacht wurde?“
„N-Nein, bin ich nicht“, stammelte sie leicht. „Ich fühle mich...gefangen und verraten.“
„Es ist das Geschenk des Lebens. Gibt es nichts wichtigeres?“ Er gab ihr keine Zeit zum antworten. „Bevor Severusss heute gegangen ist, habe ich heraus gefunden, dass du es ihm in eurem Schlafzimmer schwer gemacht hast.“ Er hob eine Hand, um sie zum Schweigen zu bringen. „Er sagte es mir nicht, aber ich sah es in seinem Kopf. Er ist eine wichtige Person für mich geworden. Das wird nicht zerstört werden. Durch niemanden.“
Hermine schluckte. Gerade hatte er gesagt, er würde sie beschützen, und jetzt klang er, als würde er sie töten, wenn sie Severus schlecht behandelte. „Es fühlt sich so an, als hätte er Harry sterben lassen“, sagte sie leise. „Ich weiß, er stand Ihnen nahe, aber ich hatte immer gehofft...“
„Das er wirklich Dumbledores Mann war?“ Sie nickte. „Severusss ist viel zu sehr wie ich, meine Liebe.“ Sein herzliches Lächeln kehrte zurück. „Unsere Vergangenheit ähnelt sich sehr. Er wird dir davon erzählen, wenn er bereit dazu ist. Ich sehe mich selbst eines Tages auf Dumbledores Stuhl sitzen – einem sehr baldigem Tag. Severusss wird an meiner Seite sein. Wir werden, die es würdig sind, jede Art der verfügbaren Magie unterrichten. Das schließt wahre dunkle Magie ein.“
„Würdig?“, platzte es aus ihr heraus.
Er grinste unheimlich. „Ich weiß, du bist der Meinung, dass Muggel-Geborene die gleichen Rechte haben sollten. Da stimmte ich dir zu...bis zu einem bestimmten Punkt.“ Er streckte sich. „Sind sie wirklich Muggel-Geborene? Ich bin der Meinung, dass in ihrer Familienhistorie Magie gewesen war. Ob Hexe, Zauberer oder Squib, es gab jemanden in der Vergangenheit, der Magie besaß.“ Er drehte sich um und zischte Nagini etwas zu. Sie schlitterte davon und verschwand in einer großen Pflanze. „Ich will die Magie aller Schüler teste, bevor ich ihnen erlaube, nach Hogwarts zu kommen. Nur die Starken sollen im Stande sein, sich mir anzuschließen. Andere können zu einer der anderen Zaubererschulen auf dem Festland gehen.“
„Aber das ist unfair. Was für Tests?“, fragte sie, wurde merkwürdigerweise Neugierig und fühlte sich seltsam fasziniert.
„Nur ein Test ihrer Fähigkeiten“, sagte er und starrte sie durch seine roten Schlitze hindurch an. „Alle Muggel-Geborene würden weg von ihren Muggel-Eltern aufgezogen werden. Ich kenne einige gute Menschen, die ein solches Waisenhaus führen könnten, damit es wie ein Haus und nicht wie ein Gefängnis erscheinen würde. Es könnte dort etwas grundlegenden Unterricht geben, und ich könnte gelegentlich hin gehen, um ihren Fortschritt einzuschätzen. Das würde mir ermöglichen, ihre Fähigkeiten und ihre Würdigkeit zu beobachten, um Hogwarts zu besuchen. Alle magischen Kinder müssen unsere Kenntnisse früh erlernen und nicht wie jetzt, elf Jahre vergeuden.“
„Einige von uns lieben ihre Eltern und wollen bei ihnen leben!“
„Und einige von uns haben Eltern, die sich nicht um uns kümmern oder akzeptieren wollen, was wir sind. Warum? Weil sie uns nicht verstehen können“, sagte er leise. „Frag Severusss nach seinem Vater. Ich werde dich nicht mit der Lebensgeschichte meines schmutzigen Vaters langweilen. Hast du eine Vorstellung, wie fortgeschritten du in diesem Moment sein könntest, wenn du diesen empfehlenswerten Unterricht in jungen Jahren erhalten hättest?“
Hermine blieb ruhig, da sie sich an das erinnerte, was Harry ihr über Voldemorts Vergangenheit erzählt hatte. Er war in einem Waisenhaus aufgewachsen und war über Jahre hinweg verwirrt, da er wusste, dass er anders war. „Was würden Sie mit jenen tun, die Sie als Unwürdig erachten?“
„Einige werden nicht stark genug sein, sich den Reihen meiner Todesesser anzuschließen, aber sie könnten auf andere Weise nützlich sein – Kräuterkunde, Zaubertränke, Magische Kreaturen oder sogar Jobs im Ministerium. Denjenigen würde erlaubt werden zu bleiben. Den anderen nicht.“
„Sie würden Kinder töten?“
„Ich würde sie frei lassen. Wenn eine Familie sie nehmen möchte, könnten sie es. Es würde ihnen einfach nicht erlaubt sein, meine Schule zu besuchen.“ Er stand auf und setzte sich an den Rand der Fontäne. „Stell dir das Prestige vor, das man haben würde. Wissend, dass Lord Voldemort sie akzeptierte und seinen oder ihren Lehrplan beaufsichtigte, würde eine Lebensaufgabe für einige werden.“
„Warm glauben Sie, es wäre so wichtig, ihnen alles beizubringen?“, fragte Hermine neugierig. „Ich meine, jetzt lernen wir schon genug. Könnten Sie nicht einfach eine Art Universität für diejenigen eröffnen, die mehr lernen möchten?“
„Ich will Hogwarts“, sagte er. „Ich will Zugriff auf alle magischen Kinder haben.“ Für einen Moment hielt er inne. „Ehrlich? Ich denke, eines Tages werden die Muggel uns entdecken und wir werden uns verteidigen müssen. Zahlenmäßig sind wir wirklich unterlegen. Ich werde alle lehren zu kämpfen, um zu gewinnen. Ich werde alle lehren, Erben zu zeugen, um uns zahlenmäßig zu stärken. Wir brauchen keine Schwachen, um uns zu führen. Fudge zum Beispiel, war nie wirklich in der Lage, unsere Welt zu regieren.“
Hermine öffnete ihren Mund, um etwas zu sagen, und sah dabei weg. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“
„Du bist beeindruckt, und ein Teil von dir weiß, dass ich Recht habe, auch wenn du es hasst, es zu gestehen, weil du mich verabscheust.“
„Verabscheuen ist ein starkes Wort“, erwiderte sie leise. „Ich hasse es, dass Sie ein Baby und dessen Familie umbringen würden, nur um zu zeigen, dass Sie stärker sind.“ Sie schniefte und kämpfte gegen die Tränen an, weil sie an ihre gefallenen Freunde dachte. „Warum konnten Sie nicht...etwas anderes versuchen?“
Mit harscher Stimme sagte er: „Ich versuchte einen Job in Hogwarts als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste bei Dumbledore zu bekommen. Er hatte es nicht erlaubt. Ich wollte im Schloss sein. Es war der erste Ort, an dem ich mich zu Hause fühlte. Mein Vorfahre half die Schule zu gründen, ich fühlte mich zu ihr hingezogen. Ich will ihre Geheimnisse kennen.“ Er blickte sie finster an. „Ich gab Potter die Chance sich mir anzuschließen, als er meinen Versuch, den Stein zu bekommen, vereitelte. Er lehnte es ab.“
„Natürlich würde er es nicht! Sie töteten seine Eltern!“, sagte sie und sackte in sich zusammen, als er plötzlich vor ihr stand.
„Ich weiß nicht viel über Liebe und Familie, aber ich kenne Respekt und Macht. Ich weiß auch, dass wenn man z.B. geliebte Personen eines schwachen Menschen bedroht, es sehr nützlich sein kann.“ Er lächelte schmutzig. „Wenn du willst, dass deine Familie unversehrt bleibt, solltest du sicher stellen, deinen Geliebten so zu behandeln, wie er es verdient.“ Er lehnte sich nach vorne, um sie genau zu betrachten. „Auch wirst du mir gegenüber Respekt zeigen, wenn du mit mir sprichst.“ Er wedelte mit seiner Hand und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. „Geh.“
Sie beeilte sich um zu gehen, aber bevor sie zur Tür kam, hörte sie ihn nach ihr rufen. „Ja...Sir?“, fragte sie, drehte sich um, halb fürchtend, er würde ihr einen Fluch auf den Hals hetzen.
„Es kann eine Stelle für dich in meinem Hogwarts geben, wo du mehr, als nur Severusss' Konkubine, bist“, sagte er berechnend. „Ich weiß von deiner Vorliebe für Bücher. Ich bin sicher, eine Bibliothek könnte dich gebrauchen. Es gibt noch sehr viele Bücher, die ich der Sammlung hinzufügen möchte. Dadurch könntest auch du mehr lernen. Beachte das.“
Damit drehte er ihr den Rücken zu und ging auf den Bereich zu, in dem Nagini vorher verschwunden war. Hermine ging schnell durch dunklen Korridor und als sie an der Ecke ankam, bemerkte sie, dass das Schreien aufgehört hatte. Hastig ging sie den anderen Korridor entlang, den sie zuerst genommen hatte. Auf ihrem Weg traf sie auf einen anderen Mann. Er hatte einen einfachen Muggelanzug an und trug seinen Schnurrbart, der dick und buschig war. Er wusste sofort, wer sie war.
„Hallo, Miss Granger“, sagte er und berührte leicht seinen Hut.
„Hi“, erwiderte sie, ohne anzuhalten.
Sobald sie im Raum, den sie sich mit Severus teilte, angekommen war, warf sie sich aufs Bett und zog die Bettdecke über sich. Sie hatte gerade eine Seite an Voldemort gesehen, von der sie geglaubt hatte, er würde sie nicht besitzen. Einiges was er sagte machte Sinn, sie könnte nie wirklich mit ihm und seinen Plänen leben, oder? Er war sehr vorsichtig bei seiner Wortwahl und anders als sie sich vorgestellt hatte. Was könnte sie wirklich noch unter seiner Aufsicht lernen? Waren die dunklen Künste wirklich so schlecht, wenn sie zur Selbsterhaltung verwendet werden würden?
Hier hatte sie bisher zwei Männer gesehen und sie wusste, sie waren Todesser. Jedoch schienen sie normale, nette, anständige Männer zu sein. Wahrscheinlich hatten sie einen Job und eine Familie. Törichterweise hatte sie sich immer vorgestellt, dass die Todesesser um einen Kreis herum, mit Voldemort in der Mitte, knieten. In ihrer Version sie stellte sich vor, dass sie alle die ganze Zeit ihre lächerlichen Roben an hätten, während sie Wörter des Hasses spien und vom Drang redeten, unschuldige Leute zu ermorden. Nach dem Gespräch mit dem Dunklen Lord war sie noch verwirrter. Er war ziemlich militant in dem, was er wollte. Wenn Dumbledore ihm den verdammten Job gegeben hätte, wäre dann alles anders gekommen? Hätte er auf diese Weise seine Anhänger ausgesucht? Wäre er immer noch so grausam? Nur an den kalten Blick seiner Augen zu denken ließ sie erschaudern. Sie bezweifelte, dass er sich wegen irgendetwas, was er in seinem Leben getan hatte, schuldig fühlte.
Verdammt, er hatte das Leben ihrer Eltern bedroht und schien zu denken, er wäre berechtigt das zu tun. Sie würde ein langes Gespräch mit Severus haben müssen. Sie wollte nicht, dass ihr Geliebter unglücklich war. Nicht wirklich. Und nicht nur wegen der Drohung des Dunklen Lords. Wie konnte sie jemanden weiterhin hassen, der sein Leben riskiert hatte, um sicher zu stellen, dass sie ihres noch hatte? Seiner Meinung nach handelte er in ihrem Sinne. Während sie das schätzte, billigte sie seine Methoden nicht.
Selbst wenn es einige bereits geschmiedete Pläne mit Dumbledore gab, wie konnte jemand nur da stehen und erlauben, dass die Dinge einfach geschahen? Sie wäre bei dem Versuch, Harry zu helfen, gestorben. Es gibt immer noch eine Chance, dass Harry sich erholt. Ich muss nur Severus davon überzeugen, ihm zu helfen...und mir erlauben zu helfen. Sie würde einen Weg finden, zu ihm durchzudringen. Er half Professor McGonagall! Er versuchte den anderen zu helfen! Das beweist, dass er nicht ganz so böse ist. Sie schloss ihre Augen und verlor sich in ihren Gedanken. Nach einer unbestimmten Zeit hörte sie, wie sich die Tür öffnete. Sie setzte sich auf und sah, dass Severus zurück gekehrt war.
Er sah nicht einmal zum Bett, als er auf einen Stuhl zuging, um ein paar Sachen, die er trug, abzulegen. Er zog seinen Umhang ab, streifte seine Schuhe ab und erst dann sah er in ihre Richtung.
Sie bemerkte seinen freudlosen Ausdruck. „Hi“, sagte sie und und wollte ihn plötzlich trösten, die Dinge wieder gerade biegen.
Severus nickte, zog seine Roben, sein Hemd und seine Hose aus, ging zum Bett und legte sich neben sie. Sie bemerkte, dass er darauf achtete, sie nicht zu berühren. Ganz egal wie enttäuscht sie von ihm war, sie brauchte ihn. Es beunruhigte sie, dass er nicht versuchte, mit ihr zu reden, oder sie dazu brachte, ihm Nahe zu sein. Normalerweise konnte er nicht anders, als sie auf irgendeine Weise zu berühren.
„Halt mich“, flüsterte sie, doch er bewegte sich nicht. „Bitte.“ Er rutschte zu ihr, zog sie zu sich und hielt sie still. „Was werden wir machen?“, fragte sie.
„Ich weiß es nicht“, antwortete er sanft.
„Morgen früh, sollten wir uns über einiges unterhalten.“
„Es gibt nicht mehr viel zu sagen, Hermine. Ich sagte dir, was ich von dir erwartete.“
Sie seufzte. „Ich werde dir einiges versprechen, aber ich möchte, dass du das gleiche tust.“
„Was?“, fragte er neugierig.
„Wenn es eine Chance gibt, dass Harry noch am leben ist, wirst du ihm helfen?
„Ich weiß es nicht.“
„Du sagtest einmal, du würdest sicher stellen, dass ich glücklich bin“, erwiderte sie ruhig. „Ein normales Leben zu führen würde es tun. Ich weiß nicht, ob ich so glücklich sein kann, Severus.“
Er bewegte sich etwas, um ihr in die Augen sehen zu können. „Es ist erst der erste Abend. So schnell kannst du dir kein richtiges Urteil bilden.“
Es schien, als würde ihre Unterhaltung nicht wirklich laufen, also entschied sie sich für eine neue Taktik. „Heute Abend sprach ich mit dem Dunklen Lord. Ich war in seinem Garten. Er erzählte mir von seinen Plänen für Hogwarts und er bedrohte das Leben meiner Eltern, wenn ich nicht sicher stellen würde, dass du glücklich bist.“
„Also“, sagte er und schob sie von sich, „versuchst du jetzt nur mit mir zu reden, weil du dich dazu verpflichtest fühlst.“
„Nein, ich hatte so oder so vor gehabt mit dir zu sprechen“, erwiderte sie und zog ihn grob wieder zu sich zurück. „Ich liebe dich, Severus. Ich will in einer Welt leben, in der ich deine Frau bin und nicht nur deine Konkubine. Eines Tages will ich deine Kinder haben. Ich will in unserem zu Hause, ohne mit der Angst, dass unsere Familie jeden Moment gefoltert, getötet oder verhaftet werden könnte, leben. Die Pläne, die wir bereits geschmiedet haben, würden mich glücklich machen.“ Sie küsste ihn auf sein Kinn. „Ich würde alles tun, um das zu ermöglichen.“
„Und alles sagen“, sagte er sarkastisch. „Ich bin kein Narr. Sobald du kannst, wirst du fliehen.“
„Würdest du mich dann gefangen halten, wenn du das von mir glaubst?“, fragte sie ungläubig.
„Ich...“ Er sah weg.
„Sag es“, verlangte sie.
Erneut bohrten sich seine dunklen Augen in ihre. „Ich kann nicht ohne dich sein, Hermine. Das musst du wissen. Dein Platz ist an meiner Seite, ganz gleich wo ich stehe.“
Enttäuschung überkam sie. Vielleicht war es keine gute Zeit mit ihm zu sprechen. Sie würde es den nächsten Morgen nochmals versuchen. „Gute Nacht.“
„Schlaf gut.“
Trotz seiner Wut auf sie kehrte etwas Hoffnung zurück, als er sie fest drückte und begann, ihr Haar und ihren Rücken sanft zu streicheln. Solch Zärtlichkeit bewies, dass er sich sorgte. Er würde es verstehen, früher oder später. Nach dem einige Minuten vergangen waren, konnte sie die Stille nicht mehr ertragen. Sie wollte etwas mehr spüren. Es beunruhigte sie, dass er nicht versuchte, sie zu haben.
„Ich kann nicht schlafen“, wagte sie sich vor.
„Du hast es nicht lange genug versucht“, erwiderte er agitiert.
„Ich brauche dich“, flüsterte sie und beschloss, aufrichtig zu sein. Sie legte eine Hand auf seine Brust und küsste ihn auf sein nacktes Fleisch.
Er hielt inne, als ob er versuchen würde, seine Vorgehensweise festzulegen. Als er sprach enthielt seine Stimme einen bitteren Unterton. „Deine Pflicht ist heute Abend nicht erforderlich.“ Er entzog sich ihr und drehte sich weg. „Ich hatte vorhin genug.“
Geschockt drehte sich Hermine in die andere Richtung. Er hatte sie offen zurückgewiesen, kehrte ihr seinen Rücken zu. Ihre Worte hatten ihn mehr verletzt, als sie sich hätte vorstellen können. Er wollte sie sogar nicht mehr haben, da er offensichtlich fürchtete, dass sie ihn zurückweisen oder nicht bereitwillig auf seine Berührungen reagieren würde. Jetzt wusste sie, wie er sich vorhin gefühlt haben musste und ihre eigenen Worte zurück geschleudert zu bekommen, war ziemlich unangenehm.
Sie spürte, wie er sich hinter ihr bewegte, und wie sich plötzlich sein Arm um ihre Taille legte. Der tiefe, seidige Tenor in seiner Stimme ließ sie erschaudern, als er an ihrem Ohr sagte: „Ich nehme an, dich zu halten, wäre nicht verkehrt.“
„Heute Morgen...meinte ich nicht das, was ich sagte“, flüsterte sie schuldig.
„Doch, ich glaube, das tatest du.“
„Ich wollte dir weh tun...dich bestrafen, aber ich wäre nie glücklich, wenn ich als eine verdammte Konkubine leben würde. Ich möchte, dass du das weißt.“, sagte sie.
Sich umdrehend, um ihn ansehen zu können, sagte sie: „Ich werde nie wirklich eine Welt akzeptieren, in der Voldemort regiert – ganz gleich wie sehr er versucht, es schön klingen zu lassen. Es sollte Harrys Zeit sein. Er ist dazu bestimmt, zu gewinnen. Dessen bin ich mir sicher. Er wich ihm all diese Jahre nicht aus, um zu scheitern.“
„Hermine…”
„Bitte, Severus, ich bitte dich nicht um viel. Ich möchte nur das du mir versprichst, wenn es eine Chance gibt, dass Harry das überlebt, das du ihm helfen wirst.“ Sie biss sich auf die Lippe, während sie auf seine Antwort wartete. Als nichts kam, fügte sie hinzu: „Wenn du es zumindest versuchen würdest, schwöre ich dir, dass ich dich nie verlassen werde und ich tun werde, was auch immer du möchtest.
„Und wenn ich es nicht versuche?“, fragte er eine Augenbraue hebend. „Welche Drohung wirst du dann aussprechen?“
Sie seufzte. „Keine, Severus. Ich werde...ich werde dich so oder so nicht verlassen, aber ich wäre enttäuscht.“
„Also“, klagte er sie an, „würdest du als Gegenleistung wie eine Gefangene mit mir leben, nur damit ich Potter helfe!“ Seine Lippen verzogen sich. „Ich bin es Leid seinen Namen aus deinem Mund zu hören.“
„Du Idiot! Ich will mit dir leben! Welchen Teil davon verstehst du nicht? Wie kann ich eine Gefangene sein, wenn du das bist, was ich möchte?“ Sie runzelte die Stirn und schüttelte ihren Kopf. „Severus, wie kann ich einen Mann ganz lieben, der alles preisgab, woran ich glaubte? Wenn du mich liebst, dann solltest du ein vollkommenes und glückliches Leben mit mir wollen. Sei der Mann, in den ich mich verliebte.“
Seine Lippen presste er auf ihre, teilte diese und begann so den ersten von vielen intensiven Küssen. Sie rutschte näher zu ihm und legte ein Bein über seine Taille. Sie war hin und her gerissen, da sie gleichzeitig ihr Gespräch beenden und Liebe mit ihm machen wollte, so dass sie frustrierend aufjammerte und sich ihm entzog. Severus setzte sich auf und lehnte sich gegen das Kopfende, wobei er seine Arme einladend öffnete.
„Jedes Mal wenn ich versuche mit dir zu sprechen, geschieht das“, sagte sie und setzte sich rittlings auf ihn. Sie starrte in seine Augen, da er die Aufrichtigkeit ihrer Worte sehen sollte.
„Ich kann versprechen, dass ich immer das tun werde, was ich für dich für richtig halte, Hermine“, sagte er leise. „Ist das genug?“
Sie wusste, dass das alles wäre, dass er ihr geben würde. Fürs erste. Jeden weiteren Tag könnte sie von neuem mit ihm sprechen. Sie fühlte sich zuversichtlich, dass, wenn sie in der Lage wäre, ihm zu zeigen, dass sie wirklich ein Leben mit ihm wollte und ihn nicht verlassen würde, das er Harry dann helfen würde, wenn er die Chance dazu hätte. „Fürs erste. Jetzt würde ich gerne Liebe mit dir machen.“
Severus strich mit seinen Händen über ihre Arme. Es schien, als würde er sich entscheiden, ob er ihr entgegenkommen wollte oder nicht. Eine Hand legte er auf ihren Hinterkopf und zog sie zu sich. Der Kuss war langsam, und sie spürte, dass er versuchte, etwas dadurch zu sagen - etwas, das er nicht aussprechen konnte.
Er liebt mich. Ein Gefühl der Macht rauschte durch ihre Venen. Wenn sie sein Herz besaß, konnte sie ihn beeinflussen. Diese Gedanken erzeugten bei Hermine kein Schuldgefühl. War das nicht dieselbe, was er bei ihr tat? Wenn ihr Körper das war, auf was er hörte, gäbe es keinen Grund, warum sie es nicht auch ausüben sollte. Als er den Kuss beendete, ihre Wangen mit seinen Händen umfasste und kleine Kreise mit seinen Daumen zeichnete, fragte sie: „Interessiert?“
„Das bin ich“, stimmte er grinsend zu. „So lange wie du nicht versuchst, nur unter mir zu liegen und dir auf die Zunge beißt, um dich davon abzuhalten, mir zu zeigen, wie gut ich dich fühlen lasse.“
„Niemals wieder“, erwiderte sie, strich mit ihren Händen über seine Brust und streifte ihm schlussendlich seine Unterhose ab. Seine Hände fanden den Saum ihres Shirts, das sie trug, und zogen es ihr über den Kopf.
Als beide von ihrer Kleidung befreit waren, führte Hermine seine Erektion an ihren Eingang und glitt gemächlich auf ihn herunter. Seine Hände legte er auf ihren Rücken, um sie nahe bei sich zu halten, während sein Mund sich langsam um ihre Brust schloss. Ihre Verbindung verlängern und die ganze Liebe, die sie fühlte, zeigen wollend, hielt sie ihre Stöße gleichmäßig und langsam und benutzte ihre Hände, um sich am Kopfteil festzuhalten, bis er schließlich begann, hastiger zu zu stoßen, während er ihre Klitoris stimulierte. Er war es, der den Höhepunkt zuerst erreichte, aber der Biss in ihren Hals, und das Murmeln zusammenhangloser Worte an ihrer Haut, schickten auch sie über die Klippe.
Lange blieb sie einfach auf seinem Schoß, mit ihrem Kopf auf seiner Schulter, sitzen. „Ich liebe das...dich“, flüsterte sie.
„So wie ich“, kam die seidige Antwort.
TBC
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