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Fanfiction

Verführung einer Zauberin - Die Wahrheit

von Dumbledoria

Sodele...etwas früher als üblich kommt das neue Kapitel. Lieben Dank für die Reviews...auch wenn die Ausbeute daran nicht so hoch war. *g*

Wenn ihr Fehler in diesem Kapitel sehen solltet...dann beachtet sie einfach nicht...*g*

So, und nun viel Spaß!!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Die Wahrheit


Als Lupin dazu in der Lage war, verließ er am nächsten Tag das Schloss. Er ging zum Haus, das er sich mit Tonks teilte und setzte sich in das Wohnzimmer, um auf ihre Rückkehr zu warten. Die Stunden vergingen nur langsam, während er geschockt still saß. So viele Dinge waren am Tag zuvor und an diesem Morgen aufgetreten, das er nicht richtig denken konnte.

Zuallererst war in seinem Kopf, dass seine Geliebte ihn angelogen hatte. Dies hätte er nie von ihr gedacht, wenn es ihm jemand erzählt hätte. Ihren Duft bemerkte er in der Nähe und in der Höhle, die Draco und Ginevra bewohnt hatten. Mindestens zweimal war sie dort gewesen - einmal vor einer Weile und einmal erst kürzlich. Ihr Geruch war da, auch wenn die Höhle von anderen bewohnt worden war. Niemandem hatte sie davon erzählt. Was versuchte sie zu verstecken? Noch schlimmer, wenn sie dorthin gegangen war, bevor die beiden in die verlassene kleine Wohnung in Hogsmeade einzogen sind, dann wusste sie, wo sie waren. Wusste, wo Ginevra zu finden war.
Ja, Nymphadora musste einiges erklären. Die Wochen, die sowohl er als auch die Weasleys sich gesorgt haben, hätten ihnen erspart bleiben können, wenn sie es gesagt hätte. ´Warum verheimlichte sie es mir?´ Er war nicht sicher, ob ihre Beziehung solchem Verrat standhalten konnte.

Er liebte sie von ganzem Herzen. Das war die Wahrheit. Er hatte sich dazu entschlossen, über seine Faszination für Ginevra hinwegzukommen und ein Leben mit ihr auf zu bauen. Als er bemerkte, dass die Zeit in der Schule nichts an den Gefühlen der jungen Hexe für ihn geändert hatte und sie schlecht darüber hin weg kam, kamen unzählige Gefühle in ihm zu Tage – die Schuld, die Faszination und die Reue. Ihre Eltern würden es nie billigen. Es gab einen großen Altersunterschied, er war ein verfluchter Werwolf. Wie konnte er gut für sie sein? Es hatte ihn genug Kraft gekostet, Nymphadoras flehen, das sie und er ein gemeinsames Leben, ohne schlechte Behandlung oder Belastungen, wegen dessen was er war, zu akzeptieren. Er wäre nie dazu in der Lage gewesen zuzugeben, dass er genauso viel wert war, wie die so junge und leicht zu beeindruckende Ginevra.
Nicht dass sie wertvoller als Nymphadora wäre, aber seine Geliebte kam viel herum und hatte einiges von der Welt gesehen. Sie war eine Aurorin, natürlich konnte sie auf sich selbst aufpassen. Nein, er wäre niemals gut genug für Ginevra gewesen, besonders in den Augen ihrer Familie. Egal wie sehr die Weasleys ihn auch liebten, sie hätten nie erlaubt, dass sich etwas entwickelte, selbst wenn er darauf gewartet hätte seine Gefühle zu offenbaren, bis Ginevra volljährig war.

Die andere Sache, die ihn beschäftige war natürlich Dumbledore. Er wurde benutzt. Warum wurde er nicht darüber informiert, das Snape und er einen Plan ausgearbeitet hatten, um Lucius Malfoy und die Ausreißer zu täuschen? Es war ja nicht so, als könne er nicht so tun, als ob er wütend auf Snape wäre. Dumbledore behauptete, er konnte es nicht riskieren, dass etwas ihn an diesem Abend beeinflusst hätte und das er eine natürliche Reaktion gebraucht hatte, doch das war keine gute Ausrede gewesen. Wenn etwas schief gegangen wäre, hätte er jemanden ernsthaft verletzen können. Severus wäre beinahe von seinen Krallen zerkratzt worden, soweit er sich erinnern konnte. Wenn Malfoy diesen Fluch in diesem Moment nicht ausgesprochen hätte, hätte er das Gesicht des Mannes durchgeschnitten.
„Snape”, flüsterte er bitter und rief sich die vor kurzem geführte Unterhaltung ins Gedächnis.

Kurz nach Sonnenaufgang war er gekommen um ihn zu sehen und kurz nachdem Dumbledore sich verabschiedet hatte. Der Mann sah müde und matt aus, so als ob er die ganze Nacht aufgeblieben wäre, aber er hatte behauptet, mit Lupin reden zu wollen, um sicher zu sein, dass er verstanden hatte, dass alles seinen Lauf genommen hatte und es keinen Grund für böse Gefühle gab. Das allein war schon sehr merkwürdig für Severus. Nach einer Transformation immer schwach und mit vermischten Sinnen, hatte er sich nicht danach gefühlt, zu streiten. Er hatte schon wegen Dumbledores Eingeständnis und geringfügigem Verrat– danach fühlte es sich jedenfalls an – getaumelt und es interessierte ihn nicht, was Severus zu sagen hatte. Er wollte einfach noch nach Hause gehen und darüber nachdenken, was seine Hexe getan hatte, wo Ginevra gerade war und sich darüber Gedanken machen, ob sie sich vielleicht in den jungen Malfoy verliebt hatte.

Etwas an Severus ließ ihn inne halten. Er hatte etwas bemerkt, was ihn entsetzte. Das folgende Gespräch hatte ihn völlig platt gemacht. Es begann als…

Mit schockierter Stimme sagte Lupin: „Du warst mit Hermine zusammen!“
„Was willst du Lupin?“, fragte Snape und schloss die Tür, da er im Begriff war zu gehen und drehte sich um, um ihn ansehen zu können.
„Ich kann sie auf deiner Kleidung riechen. Du hattest einige Gläser Whisky, doch Hermines Duft liegt auf dir wie eine dunstige Wolke.“

Schnaubend näherte sich Snape. „Ich befürchte, ich habe keine Ahnung, worüber du sprichst. Im Gegensatz zu dir, hatte ich zwei andere Missionen, nachdem wir ins Schloss zurückkehrten.“
„Und eine beinhaltete Hermine zu verführen?” Lupin konnte es nicht glauben.
Mit verengten und Argwohn gefüllten Augen grinste Snape: „Ich erinnere mich daran, eine exzellente Unterhaltung mit Miss Granger geführt zu haben, also ist es verständlich, das du das bemerkst. Ich hatte noch keine Zeit zu schlafen, da ich erst vor einer Stunde ins Schloss zurückgekehrt bin. Ich wollte bis zum Sonnenaufgang warten, um mit dir zu sprechen. Daher habe ich auch noch die gleiche Kleidung an.“
„Es ist Erregung Severus”, sagte Lupin ärgerlich. „Du warst durch eine Schülerin erregt! Ein junges Mädchen!“

„Wer sagt, dass ich nicht ein wenig ´Unterhaltung´ hatte, bevor ich zurück ins Schloss gekommen bin? Deine Beschuldigungen beweisen nichts Lupin. Ich würde es begrüßen, wenn du bei deinen eigenen Phantasien, die sich um eine jüngere Schülerin handeln, bleiben würdest. Einer, die gerade erst zu uns zurückgekehrt ist.“
Er wollte sich auf den Mann stürzen, hatte jedoch nicht die Kraft dazu und erwiderte: „Du wirst sie da raus halten, Snape.“
„Und du hältst Hermine hier raus”, sagte Snape und fletschte die Zähne.
„Es ist nicht nur deine Erregung die ich an dir rieche. Es ist auch ihre. Da ist kein anderer Geruch auf dir außer dem Gestank von du-weißt-schon-wem!” Lupin seufzte und schüttelte seinen Kopf. „Darüber sollte ich mit Dumbledore sprechen.“

Plötzlich zog Snape seinen Zauberstab aus seiner Tasche. „Du wirst weder mir noch Hermine Probleme bereiten. Hast du verstanden? Das werde ich nicht erlauben Lupin.“ Mit seinem Zauberstab tippte er gegen dessen Nacken. „Denkst du, ich würde eine Beziehung mit einer ehemaligen Schülerin eingehen, wenn der Direktor es nicht billigen würde? Wenn ich keine guten Gründe hätte? Misch dich nicht in meine Sachen ein und ich mische mich nicht in deine ein.“
Seinen Zauberstab steckte er wieder weg und trat zurück. Remus konnte es nicht glauben. Severus und Hermine. Ein Paar. Anscheinend – ganz bestimmt – wollte Hermine Snape. „Aber der Altersunterschied. Interessiert er dich nicht?“

„Natürlich nicht.“ Der Zaubertrankmeister hob eine Augenbraue, senkte verschwörerisch seine Stimme und sagte: „Das macht alles spannender, findest du nicht?“
„Aber sie ist nur ein Jahr oder so älter als Ginevra.“
„Allerdings“, sagte Snape sanft. „Ich glaube, du dürftest deine Chance verpasst haben, da Jung-Malfoy angefangen hat sie zu mögen und ich glaube, die Gefühle werden erwidert.“

„Wenn er sie angefasst hat - ”
„Hat er nicht. Noch nicht.” Seine Robe richtend, sah er für einen Moment nach unten. „Ich glaube, ich sollte mich duschen und umziehen.“ Seine glitzernden Augen trafen für eine lange Zeit auf Remus´. „Ich würde nicht wollen, dass irgendjemand anderes aufspür,… wo meine Loyalität wirklich liegen, oder?“
„Und wo sollte das sein, Snape? Bei dir selbst?”

Er nickte. „Und natürlich auch bei Hermine.“ Er grinste und verbeugte sich formell aufgrund von Lupins offenem Mund. „Ich vertraue darauf, dass du es niemandem erzählst. Ich würde es hassen, einige Dinge durchsickern zu lassen.“
„Du weißt gar nichts.“
„Ich weiß über ein wenig Knutscherei in unserem Hauptquartier zwischen dir und Miss Weasley bescheid. Ich frage mich, was Molly dazu sagen würde?“
„Woher weiß du das?”

„Das, mein lieber Lupin, ist meine Sache. Hab einen angenehmen Tag.“ Ohne ihm zu erlauben etwas zu sagen, verließ Snape schnell den Raum. ´


In Remus’ Gedanken machte sich Verwirrung breit. Dumbledore billigte Severus’ und Hermines Beziehung. Nun, Snape sagte, sie war seine Ex-Schülerin, also wusste er, dass es keine Konsequenzen seitens der Schulbehörde geben würde. Sie war keine Schülerin seiner Klassen. Vielleicht gewann das, das Einverständnis des Direktors. Er fragte sich, wer noch davon wusste? Würden diejenigen, die es nicht wussten, es billigen, wenn es herauskommt? Was meinte er damit, er hätte seine Gründe mit ihr zusammen zu sein? Er wusste, sie war nicht schwanger oder war es nicht gewesen, als er sie das letzte Mal gesehen hatte. Etwas ging vor sich. Er wagte es nicht sich einzumischen, aus Angst, der Mann könnte den Weasleys von dem einem Mal erzählen, an dem er seine Schutzmauern dem Mädchen gegenüber gesenkt hatte.

Er nahm an, dass das, was zwischen ihnen war, ihre Sache war, aber er hasste es zu sehen, wie ein Mädchen wie Hermione mit jemandem wie Snape zusammen war. Dumbledore vertraute Snape und das reichte ihm aus, auch wenn es durch seine Taten, Worte und Angewohnheiten manchmal schien, als sei Severus auf der anderen Seite. Als er kurz gedacht hatte, dass er sie alle die Vornacht an Lucius Malfoy verraten hatte, schien es zu passen, schien, als ob er es schon längst gewusst hätte.

Seinen Kopf schüttelnd, sah er hinüber zum Kaminsims und erblickte das Bild, das während einer Ministeriumsfeier von ihm und Tonks gemacht wurde. Sie tanzten und küssten sich und zeigten den anderen unterbewusst wie glücklich sie waren. „Ich liebe dich“, sagte er zu der Frau im Bild. Dann dachte er an den Rotschopf, die ihn verzaubert und seine Seele berührt hatte und ihn anzog, wie keine andere. Hatte Snape Recht? Sorgte sich Draco Malfoy wirklich um sie? Soweit er es sagen konnte, hatte es keine sexuelle Erlösung jeglicher Art in der Höhle gegeben. Wenn der Junge sich wirklich um sie sorgte, und sie nicht auszunutzen und sie sogar vor Snape beschützen wollte – hier gluckste Remus – dann sollte er sich vielleicht würdevoll zurückziehen.

Wenn er jetzt mit Ginevra über seine Gefühle sprechen würde, wobei er die meisten selbst nicht verstand, würde es sie nur durcheinander bringen. Warum sie nicht glücklich sein lassen, wenn sie die Chance dazu hatte? Auch wenn der Name Malfoy nicht mehr so angesehen war wie einst, könnte der Junge das ändern. Er könnte sein Geld und seinen Namen nutzen, um ihr das Leben zu geben, was sie verdiente. Lupin wusste, das er ihr diese Dinge nie geben könnte. Er würde Nymphadora und allen anderen wehtun, wenn er mit dem Mädchen über seine Gefühle sprechen würde. Ein Teil von ihm wollte vor Entrüstung aufschreien. Wenn Severus eine Beziehung mit jemandem in Hermines Alter eingehen konnte, wieso dann nicht er? Warum sollte er nicht auch etwas Glück haben dürfen? Alle seine wahren Freunde sind vor ihm gestorben und er hatte nur hilflos zusehen können. Sollte er nicht in der Lage sein, einmal das zu haben, was er will?

Erneut wanderten seine Augen zum Kaminsims. Die beiden im Bild tanzten zu einem langsamen Lied, wobei sie eng einander geschmiegt waren. Sein Kopf war auf Nymphadoras Schulter und sie sah ihn mit solcher Anbetung an, dass er tatsächlich einen tiefen Atemzug brauchte, um sich zu beruhigen. „Ich kann ihr nicht weh tun“, sagte er laut. Verwirrter als jemals zuvor vergrub er sein Gesicht in seinen Händen. Er liebte sie, konnte sich ein Leben mit ihr vorstellen, doch ein Teil von ihm wollte mit dem Mädchen sprechen.

Er stand auf und machte sich, mit einer gefällten Entscheidung, auf den Weg in sein Bett. Er würde abwarten um zu sehen, ob Ginevra mit den Dingen, so wie sie waren, glücklich wäre. Er würde abwarten, ob die Zeit mit Malfoy ihre Gefühle für ihn verändert hatten. Wenn sie wirklich glücklich wäre, würde er nachgeben und nie von seinen Gefühlen sprechen. Es würde Zeit brauchen, aber er würde seine Emotionen zurechtrücken. In der Tat fragte ein verdächtiger Teil von ihm, ob er vielleicht nur sein Beschützerinstinkt mit etwas anderem verwechselte. Da er sich unsicher war, würde er sich einfach ruhig verhalten.

Jedoch würde er ein Wort mit Nymphadora über ihren Teil in der Sache haben. Er musste wissen, was sie gewusst und warum sie es ihm nicht gesagt hatte. Es war ja nicht nur, das sie nur ´ihm´ nichts von deren Aufenthaltsort gesagt hätte. Sie hatte es auch nicht Ginevras Familie oder Freunden gesagt. Molly und Arthur traf Ginevras Verschwinden besonders hart. Es war nur richtig, das er herausfand, was genau Nymphadora wusste. Er würde auf den richtigen Zeitpunkt warten, ihr Verhalten beobachten und wenn die Zeit reif wäre, würde er sie über ihre Höhlenbesuche befragen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

„Nun, es wird langsam Zeit, das du aufwachst”, sagte Harry. „Schau, wegen letzter Nacht – “ „Ich hätte mir deine Worte nicht zu Herzen nehmen sollen“, erwiderte Hermine und legte seine Karte und seinen Umhang in seine Hände.
„Was hast du damit in deinem Zimmer gemacht?“
„Oh, ich weiß nicht. Ich denke, ich wollte sicher gehen, dass du nicht umherziehst“, log sie. „Ich werde mal Mittagessen bestellen. Ich bin am verhungern.“
„Du hast das Frühstück und das Mittagessen verpasst, seitdem du dich hingelegt hast“, sagte Harry. „Hör mir zu Hermine, es war nicht meine Absicht, dir letzte Nacht wehzutun, doch was ich über Snape gesagt habe, macht Sinn. Wenn ich die Chance dazu gehabt hätte, hätte ich mit Dumbledore darüber gesprochen. Doch bis jetzt war er noch nicht hier.“
Hermine sah ihn an. „Wir haben alles falsch verstanden.“
Kopfschüttelnd sagte er: „Bitte leugne nicht, was wir gehört haben. Du bist es, um die ich mich sorge.“
„Entweder verstanden wir die Dinge falsch, oder Draco und Ginny. Wie es auch sein sollte, Severus ist Dumbledore gegenüber loyal…und mir”, sagte sie sanft.
Harry schnaubte. “Ja?“ Er entfaltete seine Karte, flüsterte den Zauberspruch, der es ihm ermöglichte es zu lesen und graste die Seiten ab. „Wo ist er dann? Warum ist er nicht in seinen Räumen?“ Er schob die Karte zu ihr.
„Das ist deswegen“, begann sie und blätterte um, „weil er hier bei Dumbledore ist.“
„Was?“, fragte Harry ungläubig. Zweimal schaute er darauf bevor er nachfragte: „Woher wusstest du, dass das von letzter Nacht ein Missverständnis war? Du warst bei ihm um ihn zu sehen, oder?“
Schuldbewusst errötete Hermine. „Ja, wenn du es wissen musst. Ich war bei ihm, um ihn zu sehen. Ich musste einfach wissen und als ich aufgestanden bin und sah, wie er McGonagalls Büro verlassen hatte…Nun, da wusste ich, dass alles in Ordnung war und ging zu ihm.”
„Ich glaube wirklich, das du einen Fehler machst Hermine. Was hältst du davon, wenn wir erst einmal mit Dumbledore sprechen?“
„Nein. Severus Wort ist mir gut genug.”
„Ja? Was passierte dann wirklich?”
„Nun, das weiß ich nicht genau, doch er wird mir heute, wenn er Zeit hat, alles darüber erzählen. Er musste letzte Nacht noch wohin, also konnte ich nicht lange mit…ähm…ihm sprechen.“ Sie hatten wirklich nicht viel miteinander gesprochen, also war es wahr – irgendwie.
„Unheil angerichtet“, sagte Harry wütend. „Du wirst ´meine´ Sachen nicht benutzen, um ihn sehen zu können! Du hättest fragen können. Den ganzen Morgen habe ich mir um dich Sorgen gemacht und zwar umsonst. Du musst wohl immer die Antworten haben.“
„Du bist nur eifersüchtig“, spie Hermine.
„Eifersüchtig?”, fragte Harry ungläubig bevor er zu lachen anfing. „Ich schere mich keinen Deut um Snape! Von mir aus kann er verrotten!“
„Nein, ich meinte, du bist eifersüchtig darauf, dass ich meinen Geliebten sehen kann und du deine nicht“, warf sie ihm vor. „Eifersüchtig, das Gabrielle bei Ron und Pansy ist und du hier mit mir bist.“ Sie ging weg und setzte sich hin. „Es ist nicht fair, dass du einige Dinge, die mir wichtig sind, ruinieren würdest, nur weil es nicht nach deiner Nase geht!”
„Geliebter ist er jetzt, hm?“
„Oh, halt die Klappe Harry. Du weißt, was ich meine. Du willst einfach nicht, das jemand in der Lage ist mit den Dingen durchzukommen, mit denen du normalerweise durchkommst!“
„Was soll das denn heißen?”, fragte er hitzig.
„Nun, du weißt, wie du dich immer aus der Schlinge ziehst. Du willst nicht, dass jemand anderes es tut…außer du bist gerade dabei.“ Hermine wusste, sie klang lächerlich, aber sie konnte einfach nicht damit aufhören. Sie wollte ihren Frust an Harry auslassen, da er derjenige war, der sie aufregte.

„Verschwinde Hermine“, sagte Harry und stürmte in sein Zimmer.
„Guter Gott”, murmelte Hermine. Sie fühlte sich wie eine Närrin. Harry war schon seit Jahren ihr Freund gewesen und nun hatte sie ihn dazu gebracht zu verschwinden, weil sie seine Meinung ausgesprochen hatte. Wenn ihre Rollen vertauscht wären, hätte sie das gleiche getan – ihre Meinung zu der Situation äußern. Das hatte sie schon immer so gemacht. Frustriert seufzte sie auf und hatte den Appetit verloren. Sie war die ganze Nacht wach gewesen und sorgte sich um Severus und sah alle paar Minuten auf die Karte, um zu sehen, ob er zurückgekehrt war. Als er es endlich tat, war er für geraume Zeit in sein Büro gegangen und danach, um Lupin zu treffen. Erst danach kehrte er in seine Gemächer zurück und ließ sich nieder und dann war auch sie eingeschlafen.

Kein Wunder, das sie den Tag verschlafen hatte. Nicht nur, das sie sich sorgte, ob er zu ihr zurückkommen würde. Sie hatte sich gewünscht, sie hätten einige Minuten mehr und die Möglichkeit gehabt, Liebe zu machen. Was, wenn etwas passiert wäre und er nie wieder zurückgekehrt wäre? Sie hätte nie gewusst wie es wäre, Liebe mit ihm zu machen. Dies wollte sie mehr als alles andere erleben. Ihr Verstand raste. Sie war von Neugier, hin zu, nicht für ihn bereit zu sein, bis zu dem Gefühl, ihn zu brauchen gekommen. Hermine war immer noch verlegen über das, was die letzte Nacht zwischen ihnen passiert war. Was, wenn er darüber nachgedacht hatte und sie für zu naiv hielt? Sie fühlte sich lächerlich, weil sie angenommen hatte, sie würde ihn in ihrem Inneren verbrennen. Kichernd rief sie nach einem Hauself und bestellte etwas Tee und Gebäck. Es gab keinen Grund jetzt richtig zu essen, da es eh bald Abendessen geben würde. Nein, sie brauchte Zeit um sich zu überlegen, wie sie ihm beim nächsten Treffen gegenüber treten sollte. Wenn er kam um sie zu sehen, wie sollte sie sich verhalten? Sie konnte entweder so tun, als sei nichts passiert, jeder Konversation darüber ausweichen, oder sie konnte ihm einfach sagen, dass sie sich wünschte, dass es weiter vorangeschritten wäre und Pläne für mehr machen.

Sie aß zügig und setzte sich wieder vors Feuer um hineinzustarren. Was dachte er über sie? Die Bewunderung, als er ihren nackten Körper angestarrt hatte, hatte sie in seinen Augen gesehen. Sie lächelte und spürte, wie die Schamesröte ihr ins Gesicht stieg, auch wenn sie alleine war.

„Ich frage mich”, begann eine seidige Stimme, die ihr einen Schauer über den Rücken jagte und bewirkte, dass sie ein Kribbeln spürte, „was dich zur gleichen Zeit so lächeln und erröten lässt.“
Sich schnell aufsetzend, blickte Hermine hoch und sah, wie er vor ihr stand. Wie machte er das nur? Sie hatte nicht gehört, wie er eingetreten war. „Hi“, sagte sie verlegen. Es fühlte sich so an, als wäre sie bei etwas unanständigem erwischt worden. Sie senkte die Augen und kaute auf ihrer Lippe.
Seine Hände ergriffen ihre Arme und zogen sie hoch, so dass sie vor ihm zum Stehen kam. Danach wanderten sie zu ihrer Hüfte und sie wagte es immer noch nicht, aufzusehen. Schüchtern und verlegen zu sein, war eine Option, an die sie gedacht hatte. ´Verdammt! Ich werde alles ruinieren! Sieh in an. Sieh ihn an. Komm schon Hermine, du kannst das.´
„Sieh mich an Hermine.“
Mit immer noch geröteten Wangen trafen ihre Augen auf seine. Seine Augen waren dunkel und funkelten und waren erfüllt mit einem räuberischen Schimmer, der ihr Herz schneller schlagen ließ. Schon vorher hatte er sie mit Begierde angesehen, doch es war nicht wie das, was sie in diesem Moment in seinen Augen sah. Wie von selbst legten sich ihre Hände auf seine Schultern. Langsam senkte sich sein Kopf, wobei seine Augen sich dabei fast in ihre bohrten. Er sagte: „Bist du wegen letzter Nacht verärgert?“ Seine Stimme war bloß ein Flüstern, doch es vibrierte nichtsdestotrotz durch ihren Körper.

Sie schluckte und kratzte ihre Courage zusammen. „Nur das du gehen musstest, bevor…“ Sie konnte es nicht sagen, doch in diesem Moment verengten sich leicht seine Augen, als ob er sie abschätzen würde. Dann presste er seinen Mund zu einem sengenden Kuss auf ihren. Er reizte sie zutiefst, nahm ihr die Luft zum atmen. Der Kuss machte sie wuschig und als er sie zu sich zog und er sein Kinn auf ihren Kopf legte, sagte sie: „Ich will immer noch mit dir zusammen sein. Ich bereue nichts, was ich getan habe.“
„Keine Reue Hermine. Unsere Zeit wird kommen.” Er entzog sich ihr um ihr in die Augen sehen zu können. „Das nächste Mal, wenn ich dich nur für mich allein habe, werde ich dich nehmen.“
„Wohin?”, fragte sie neugierig. Er warf seinen Kopf in den Nacken und lachte, anders, als sie ihn jemals zuvor gehört hatte. Es war wunderschön. Sie hatte sich nicht vorstellen können, dass er so herzhaft, so tief lachen könnte. Es war…beängstigend. Erst dann bemerkte sie ihre Torheit. „Scheiße“, murmelte sie beschämt und versuchte sich vollständig von ihm zu entfernen.

Severus zog sie erneut zu sich, drehte sich mit ihr um und setzte sich mit Hermine auf seinem Schoß hin. Mit einer seidigen, verführerischen Stimme sagte er: „Ich werde dich in mein Bett bringen, werde dir Vergnügen bereiten, ungleich dessen, was ich schon getan habe und dich zu einem Ort mitnehmen, an dem wir noch nie gemeinsam gewesen sind.“ Er küsste sie auf die Wange und flüsterte ihr wieder ins Ohr. „So nah dran gewesen zu sein, dich zu haben…du bist alles, an was ich denken kann. Das Wissen, nur einige Zentimeter davon entfernt gewesen zu sein, ganz in dir vergraben zu sein, bringt mein Blut in Wallung.“ Er blies ihr sanft ins Ohr und sagte dann: „Ich kann immer noch deine feuchte Hitze spüren, wie sie nach mir ruft und mich anfleht, mich langsam darin zu versenken.“
Unwillkürlich schmiegte sich Hermine näher an ihn, schloss ihre Augen und stellte sich die Dinge vor, von denen er sprach. Sie konnte sein hartes Glied an ihrem Hintern spüren und wusste, dass er sie sogar jetzt wollte. Auch sie realisierte, dass sie ihn genauso wollte. Sie spürte, wie ihre Erregung wuchs und ihr Körper sich durch seine Nähe weiter erhitzte. Es war, als ob seine Gegenwart sie konsumierte oder drohte, sie in Brand zu setzen
„Würdest du das mögen?”, fragte er leise.
„Ja”, zischte sie als Antwort, rieb unverfroren ihren Hintern an seiner Leistengegend und legte ihre Lippen auf seinen Nacken, um ihn zu küssen. „Ich wünschte, ich hätte die Zeit, die wir in deinem Haus hatten, nicht verschwendet.“
Er schloss seine Augen, legte seinen Kopf zurück und korrigierte: „Unser Haus und die Zeit war nicht verschwendet. Du warst nicht bereit. Jetzt, da du es bist, wird es für uns nur besser sein.“
„H-Harry will mich seinen Umhang nicht wieder benutzen lassen. Er war wütend, weil ich ihn ohne Erlaubnis nahm“, sagte sie. „Wie soll ich zu dir kommen? Hier können wir nicht zusammen sein. Jedenfalls nicht so.“
Sein Kopf schnellte hoch und seine Augen verengten sich. „Ich würde Potter nichts schulden wollen, egal was. Du bleibst in diesen Räumen. Kein umherwandern im Schloss. Habe ich mich klar ausgedrückt?“
„Ja, aber - “
„Nein Hermine. Ich meine es ernst.” Mit seinen Lippen streifte er ihre. „Wir werden einen Weg finden, wenn die Zeit für uns reif ist und ich verspreche dir, dass du es nie bereuen wirst.“
Leicht errötete sie. „Ich bereue letzte Nacht nicht, oder die Sachen, die wir zusammen getan haben.“
„Da bin ich froh“, sagte er. „Warum warst du so beschämt?”
„Nun, ich nahm an du würdest mich für zu unschuldig halten und dann als sie sagte…na du weißt schon.“
Er grinste leicht und strich ihr das Haar aus dem Gesicht. „Ich glaube, ich habe deine Unschuld bereits genommen.“
„Du weißt, was ich meine.“
„Das tue ich”, sagte er nickend. „Es ist ein neuer Schritt in unserer Beziehung. Schon bald fühlst du dich mit mir und den Dingen, die wir tun werden, wohl.“ Er senkte seine Stimme. „Und versteh es richtig Hermine, es gibt viele Dinge, die wir zusammen tun werden. Es gibt so viel, was ich dir zeigen und mit dir erleben werde.”

Sie wusste, wenn sie weiter über dieses Thema sprechen würden, würde Harry zurückkommen und sie beim Küssen erwischen, also änderte sie das Thema. „Severus, sagst du mir, wo du letzte Nacht gewesen bist?“
„Sicher”, sagte er und küsste sie ein letztes Mal bevor er sich neben sie setzte. Ein leises Klicken von Harrys Tür signalisierte ihnen, das sie nicht mehr alleine waren. „Sie sind hier?“, fragte Harry und setzte sich an den Tisch.
„Ich bin sicher, Sie können sehen, dass ich immer noch hier bin, Potter”, sagte Severus abfällig. „Wir hatten ein privates Gespräch, falls sie es nicht bemerkt haben sollten.“
„Dies sind auch meine Räume, Snape. Ich habe das Recht, diese zu nutzen wann ich möchte.“ Er schlug ein Buch auf und begann zu lesen. Nach einigen Augenblicken sah er auf. „Falls es so privat ist, sprecht ein Stillezauber um euch. Ich versuche nicht zu gucken.“
„Es ist wegen letzter Nacht“, erwiderte Hermine und hoffte, Severus würde Harry mithören lassen.
Harry zuckte mit den Schultern. „Und?“
„Und? Du solltest dir anhören, was er zu sagen hat. ´Du´ warst so schnell davon überzeugt, als Draco ihn einen Verräter genannt hatte. Warum hörst du dir nicht seine Seite an?“, antwortete Hermine hitzig.
„Ich kann mich nicht erinnern, ihn zur Unterhaltung eingeladen zu haben“, unterbrach Severus.
„Was ist denn, Snape? Wollen Sie Ihre Version nicht erzählen während ich zuhöre, falls Dumbledore mir etwas anderes sagt? Würde es Sie in Hermines Augen kleiner aussehen lassen?“
Knurrend sagte Severus: „Setzen Sie sich her und hören Sie zu wenn Sie wollen. Jedoch möchte ich nicht durch Ihre Fragen gestört werden. Habe ich mich klar ausgedrückt?”
Harry nickte. Schnell setzte er sich auf den Stuhl ihnen gegenüber und hörte Snapes Geschichte zu. Es stimmte mit dem bisschen überein, dass sie von Malfoy gehört hatten und er musste zugeben, dass alles gut gelaufen ist. Sie haben das vermisste Paar gefunden, Todesser gefangen genommen und Lucius Malfoy dazu gebracht ihnen zu helfen.
„Sind Draco und Ginny im Hauptquartier oder immer noch hier?”
„Sie wurden in den Grimmauldplatz gebracht“, antwortete Snape sauer. „Für wie lange, weiß ich nicht. Ich vermute, hier oder dort wäre der beste Ort für sie.“
„Geht es Lupin gut?”
„Habe ich nicht gesagt keine Fragen, Potter?“
„In Ordnung“, sagte Harry.
„Nicht das es sie etwas angehen würde, aber ich nehmen an, er wird weiter leben, um sich wieder in einen Werwolf verwandeln zu können.“ Snape stand auf. „Ich muss mich heute Abend in der Großen Halle blicken lassen, da ich die ersten beiden Mahlzeiten versäumt habe. Die Schüler könnten sich fragen, warum ich alle drei versäume.“ Das war an Hermine gerichtet.
Harry sprang auf und ging in sein Zimmer, behauptete dabei, er müsste auf die Toilette, um ihnen etwas Privatsphäre zu geben. So sehr er es auch hasste es zugeben zu müssen, doch Snape und Hermine schienen gut miteinander auszukommen. Er schüttelte seinen Kopf. Wenngleich sie immer noch so jung war. Woher wusste sie, dass sie für den Rest ihres Lebens mit seinesgleichen zusammen sein wollte? Er sah in den Spiegel an seinem Kleiderschrank. „Woher weiß ich, dass ich mit Gabrielle zusammen sein möchte?“, fragte er sich selbst leise. Er merkte, er wusste es nicht so genau, doch er wollte es versuchen. So ähnlich dachte Hermine sicherlich auch über Snape. Wenn sie sich schließlich trennen sollten, wäre er für sie da und würde ihr beistehen. Er und Ron wären da. Immer. Obwohl, wenn sie zusammen bleiben sollten…neee…das würden sie sicherlich nicht. Er zuckte mit den Schultern. Mit der Zeit würde es sich zeigen.

Nachdem seiner Meinung nach genug Zeit vergangen war, wagte er sich aus seinem Zimmer, um Hermione dabei zu erwischen, wie sie in ihres gehen wollte. „Mine?“, rief er um sie zu stoppen. Sie drehte sich um und sah ihn unsicher an. „Schau, wegen vorhin, es tut mir leid. Wenn du meinen Tarnumhang benutzen möchtest, lass es mich einfach wissen.“ Als sie lächelte, fügte er noch hinzu. „Die Karte auch.“ Sie überraschte ihn, als sie zu ihm ging und ihre Arme für eine feste Umarmung um ihn schlang. „Danke, Harry. Du wirst nie wissen, wie viel es mir bedeutet hat als du zu uns kamst, um mit uns zu sprechen, auch wenn du sauer warst und ihm nicht vertraust.“ Sie küsste seine Wange und ging in ihr Zimmer. Er war stolz darauf, sie glücklich gemacht zu haben und so streckte er seine Brust heraus, ging zum Tisch, um das neueste Buch über Quidditch zu lesen, welches Professor Dumbledore ihm mitgebracht hatte. Er nahm an, er würde bald mit ihm sprechen, also konnte er sich das Warten auch angenehm machen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Hermine konnte es nicht glauben, wie schnell der Tag vergangen war. Weihnachten stand schon vor der Tür. Die Schüler würden das Schloss am nächsten Tag verlassen. Sie hoffte, sie und Severus würden in den Ferien etwas Zeit für sich haben. Seinen Unterricht nicht zu besuchen, würde ihnen ermöglichen, mehr Zeit miteinander zu verbringen. Doch mit Harry um sie herum war es nicht wirklich sehr privat. Sie hatten gefragt, ob sie ihre Freunde besuchen könnten, doch der Schulleiter war immer noch unsicher.
Auch wenn sie Severus gesagt hatte, das Harry nichts dagegen hätte wenn sie seinen Umhang benutzte, hatte er ihr nicht erlauben zu ihm zu kommen. Jedoch kam er jeden Abend nach dem Abendessen zu ihr, um mit ihr zu lesen. Manchmal unterhielt sich Harry mit ihnen und manchmal kam selbst Dumbledore für einen kurzen Augenblick vorbei. Je öfter der Direktor sie zusammen sah, desto mehr, so schien es, akzeptierte er ihre Beziehung. Es gab jedoch immer noch Dinge, die Severus ihr verheimlichte. Sie sah es in seinen Augen oder hörte es, wenn er sich beinahe verplapperte. Die geflüsterten Gespräche zwischen dem Schulleiter und ihrem Zauberer blieben von ihr nicht unbemerkt.
„Du hast einen Brief”, sagte Harry und riss sie aus ihren Gedanken. „Zwei.“ Beide warf er ihr zu.
„Danke”, sagte sie und öffnete den ersten. „Der ist von Mum. Oh verdammt. Sie ist wirklich enttäuscht, das ich über die Ferien nicht kommen kann.”
„Was hast du ihr gesagt?”
„Ich sagte ihr, ich hätte eine Menge wegen den U.T.Z Prüfungen zu erledigen hätte. Irgendwie stimmt es ja auch. Ich plane, meine Notizen zu machen und sie dann zu überarbeiten.“

Ungläubig sah Harry sie an. „Nun, ich werde gar nichts machen. Noch nicht. Es ist immer noch genügend Zeit dafür. Es ist ja nicht so, als hätten wir wirklich Unterricht oder Hausaufgaben. Hätte mir jemand gesagt, das mein siebtes Jahr so einfach wäre, hätte ich ihm das nie geglaubt.“
„Ich weiß. Ich hasste es, meinen Schulsprecherstatus abzugeben, aber ich denke dies”, sie gestikulierte herum, „ist wichtiger als irgendein Schultitel, was keinen Unterschied in der echten Welt macht.“
„Danke, Hermine. Ich weiß, wie viel dir das bedeutete”, sagte Harry. „Was ist das für ein anderer Brief?“
„Oh gütiger Gott! Er ist von Fleur. Eigentlich ist der für uns beide. Wir wurden herzlich zu einer Weihnachtsparty im Hauptquartier eingeladen.“
„Nun, warum hat sie den geschickt? Werden wir nicht so oder so dort sein?“
„Du weißt, wie sie ist. Wahrscheinlich wollte sie alles etwas…lustiger machen, nehme ich an. Das oder sie versuchte, die Führung zu übernehmen“, sagte Hermine und kicherte leise.
„Ja, wirklich lustig. Mit ihr und Bill, die auf Gabrielle aufpassen, werde ich keinen Moment mit ihr alleine haben“, murrte Harry. „Das letzte Mal als ich sie sah…nun, du weißt wie das war. Sie war fast den ganzen Tag krank im Bett.“
„´Hat´ Dumbledore gesagt, wir könnten gehen? Ich dachte, er wäre noch unentschlossen.“
Harry schlug sich auf die Stirn. „Ich vergaß dir das zu sagen. Letzte Nacht, nachdem du zu Bett gegangen warst, kam er her und sagte, wir könnten die ganzen Ferien dort verbringen. Er wird mit uns kommen, da er in meiner Nähe sein müsse, aber er kann nicht die ganze Zeit dort sein. Also…nun, er hat auch Snape eingeladen, aber er meinte, er habe ihm noch nicht geantwortet.“
„Wirklich?”, fragte Hermine und lehnte sich nach vorne. „Oh, ich hoffe, Severus nimmt es an. Ich könnte es wirklich vertragen, von hier raus zu kommen und auch wenn wir nicht wirklich zusammen sein können, wären wir zusammen. Verstehst du was ich meine?“
„Uh-uh”, sagte Harry leise lachend. „Rede mit ihm. Wer weiß? Vielleicht könnt ihr beide etwas ungestört sein.“
„Das bezweifle ich. Jeder wird sich mit jemandem ein Zimmer teilen.”
Harry grinste. „Vielleicht könntest du darum bitten, dir eins mit Gabrielle zu teilen. Nachts könnte ich meinen Tarnumhang benutzen und in euer Zimmer schleichen. Du kannst ihn dann benutzen, um zu Snape zu gehen, nachdem ich gekommen bin. Ein paar Stunden später könnten wir wieder tauschen, hm?“
Verschmitzt lächelte Hermine. „Harry, du hast Ideen! Ich werde auf jedenfall mit Severus sprechen. Wann gehen wir?“
„Klasse! Morgen, nachdem die anderen Schüler gegangen sind, denke ich. Das hat er nicht genau gesagt.”
„Prima“, antwortete sie und ging in ihr Zimmer um zu packen. Oh, sie würde ihn schon überzeugen sie zu begleiten. Sie würde ihn wissen lassen, dass sie etwas Zeit gemeinsam verbringen würden. Alleine.

TBC


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