
von Dumbledoria
Häuslichkeit
Severus fühlte sich mit dem, was mit Hermine passiert war, nicht wohl. Ja, er hatte es gewollt, gebraucht, doch etwas daran machte ihm Sorgen. Für ihn schien es so, als hätten sie gerade etwas Intimeres geteilt, als er es jemals zuvor mit irgendjemand anderen geteilt hatte. Es war nicht die Tatsache, dass er die Kontrolle wie irgendein übermäßig hormonaler Schüler verloren hatte. Es war viel mehr als das. Auch wenn er nicht in sie eingedrungen war, fühlte es sich so an, als hätte er ihr mehr von sich gegeben, als er beabsichtigt hatte.
Das mochte er nicht. Seine Loyalität, seine Begierde und seinen Schutz würde sie immer haben, aber geben wollte er ihr nicht noch mehr als das. Nicht jetzt. Auf einmal ängstigten ihn viele Dinge. Was, wenn ihm etwas zustoßen würde? Wer würde sie beschützen? Wer würde sie haben? Seine Augen verengten sich. Was wenn Potter seinen Meister besiegte und Dumbledore sich in seine Beziehung mit Hermine einmischte? Zwar hatte sie bereits gesagt, sie wolle bei ihm bleiben, wenn sie die Schule beendet hätte, doch was wenn etwas geschah, dass das änderte? Was ist, wenn sein Meister mit ihm unzufrieden wurde und sie als Strafe verletzte? Severus´ Laune verdunkelte sich nur noch mehr. Was ist, wenn jemand, der ihn nicht mochte, sie absichtlich aussuchte? Er würde es hassen zu sehen, was Rabastan und Bellatrix ihr antun würden. Natürlich würde er jeden vernichten, der es versuchen würde, sich zwischen sie zu stellen. Das, was Lucius' Zentaur sehen würde, beunruhigte ihm am meisten.
´Ich kann nicht beschreiben, was ich in diesem Moment fühle.´
In seinem Kopf wiederholte Severus ihre Worte. Er hatte gespürt, wovon sie gesprochen hatte, doch er sagte ihr ruhig zu bleiben. Wenn sie die Worte gesagt hätte, hätte er sie vielleicht wiederholt. Doch meinte er es auch so? Liebe war etwas, das einen Mann veränderte. Er konnte es sich nicht leisten, sich zu verändern. Er musste seinen Verstand behalten. Dafür gäbe es später Zeit. Liebe war gefährlich. Sowohl Dumbledore als auch der Dunkle Lord würden eine Hand über ihn halten. Der dunkle Herr würde seine Begierde respektieren und wünschen, zu sehen, dass seine Ziele weiterverfolgt werden, aber er wollte ihn nicht wissen lassen, dass er mehr als Besitzgier und den Drang nach Gesellschaft fühlte. Dumbledore würde wahrscheinlich Hermine vor ihm baumeln lassen, um sich zu vergewissern, dass die Dinge seinen Weg gingen. „Dies tut er praktisch ja schon“, meckerte Severus laut. Ihre Beziehung an dieser Stelle zu vollenden, wäre katastrophal. Er wäre nicht in der Lage, seine Gefühle zu verdecken oder zu leugnen.
Nach ihrem schnellen Intermezzo war er kurz sprachlos gewesen. Etwas, was er ihr hätte sagen können, könnte später gegen ihn verwendet werden. Nie würde sie wissen, wie dankbar er war, als sie sich nach vorne lehnte, um ihn zu küssen, und vorgab, dass nichts verkehrt war, nachdem sie ihre Kleidung hastig zurechtgerückt hatten. Eigentlich war er etwas Nervös und Verlegen gewesen. Es kam schließlich nicht jeden Tag vor, das er so etwas wie das machte. Er erleichterte sich vor ihr – auch wenn sie es wahrscheinlich nicht wirklich bemerkt hatte. Das war einfach privat und doch hatte er sich keine Sorgen gemacht. Kontrolle. Er hatte wirklich vorgehabt, sie hier, direkt auf der Couch, zu nehmen. `Ich verlor die Kontrolle und sorgte mich nicht darüber. Es sollte wohl so sein. ´ Er verhärtete seine Gesichtzüge, als er hörte, als sich die Tür öffnete und ihm signalisierte, das sie ihr Bad beendet hatte. Das kleine Lächeln, das den Weg zu seinen Lippen gefunden hatte, verschwand. Sie müssten über einige Dinge sprechen.
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Verärgert schüttelte Remus seinen Kopf. „Willst du nicht aufhören?“
„Ich möchte wissen, warum dies so wichtig für dich ist. Ich weiß, du fühlst dich schuldig, weil sie in dich gerne hat und uns an diesem Tag in der Bar zusammen zu sehen, machte sie traurig. Ich verstehe nur nicht, warum du nicht benimmst, wie du dich benimmst! Es es so, als seiest du in sie verliebt“, sagte Tonks hitzig,
„Sie ist ein Kind.“
„Aber nicht so, das du sie nicht attraktiv findest. Der Altersunterschied spielt keine große Rolle!“ Sie ließ sich auf die Couch plumpsen. „Ich werde dich etwas fragen und ich möchte nicht, dass du es falsch verstehst. Ist zwischen euch beiden etwas passiert, das sie dich deswegen so sehr mag?“
Mit seinen Fingern fuhr er sich durch die Haare. „Nymphadora, ich hätte mir nie erlaubt, etwas mit ihr anzufangen. Ich gebe zu, ich fühlte mich geschmeichelt, doch dir gehört mein Herz.“
Besänftigt sagte Tonks: „Ich hoffe, ihr geht es gut."
„Ich auch“, bestätigte er. „Ich fühle mich dafür nur verantwortlich. Hätte ich sie zum Bleiben überreden können, wäre sie nicht mit diesem verdammten Malfoy Jungen davon gelaufen, diese Kinder wären immer noch am Leben und wir würden diese Unterhaltung nicht haben.“
„Hier“, sagte sie und klopfte auf den Boden vor sich. „Setz dich, ich denke du brauchst eine Massage.“
Remus war kein Narr. Es musste es erlauben, um das Thema wechseln zu können. Es gab so viel, was er ihr nicht gesagt hatte. Er hatte nie jemandem von dieser verhängnisvollen Nacht erzählt, die er mit der jungen Hexe im Grimmauldplatz verbracht, und er sie geküsst hatte. Er war der einzige, der sie wie eine erwachsene behandelte, nachdem ihr Freund getötet worden war. Es gab viel Verweichlichung, und darüber hatte sie sich geärgert. Kurz um, sie fühlte sich zu ihm hingezogen, wegen der Art, wie er sie behandelte. Sie hatte ihm Dinge anvertraut – von intimen Dingen mit ihrem Liebhaber, über ihre Träume bis hin von ihren Gefühlen. Er war erstaunt herauszufinden, dass sie mehr gemeinsam hatten, als er geglaubt hätte.
Zu der Zeit hatte er sich mit Nymphadora getroffen, aber offiziell waren sie noch kein Paar. Sie hatte versucht, ihn dazu zu bringen, sie als eine potentielle Gefährtin zu betrachten, aber er hatte das Gefühl, dass, wenn er es sich erlaubt, sie zu lieben, würde er sie nur belasten und ihr Benachteiligung einhandeln. In aller Aufrichtigkeit, er hatte unpassende Gefühle für Arthurs und Mollys Tochter versucht zu bekämpfen. Dies war schwer gewesen, da er nicht aufhören konnte, mit Ginny zu sprechen. Er hatte sie nicht enttäuschen oder sie dazu bringen wollen, zu denken, dass er sie sitzengelassen hätte. Deswegen unterhielte sie sich weiter, bis zu dem Kuss. Sobald er sie geküsst hatte, hatte er sie fest gehalten und vorgegeben, eingeschlafen zu sein. Als sie das Zimmer verlassen hatte, war er so schnell wie möglich geflohen.
Er hatte nicht gewusst, was er tun sollte. Über das, was geschehen war, war er erschrocken und entsetzt. wenn es herauskam, würde er das Vertrauen von jedem verlieren, um den er sich sorgte. Die einzige Hoffnung war, das Ginny es niemandem erzählte. Er wusste, dass sie ihm verfallen war und war wirklich geschmeichelt, aber er hatte den Fehler gemacht, es nie ihr nie abzuraten. Es war da, als er sich dafür entschieden hatte, seine Beziehung mit Nymphadora zu vertiefen. Er hatte gedacht, das Mädchen würde ihn vergessen, begreifend, dass er eine Geliebte hatte, und denkt, dass er sich an den Kuss nicht erinnerte. Das, eine Geliebte zu haben, war eine Entscheidung, die er nicht bereute.
Er und Nymphadora kamen gut miteinander aus, und er war in der Lage, die Gefühle für die junge Hexe zu stoppen. Erst als er herausgefunden hatte, dass sie eine harte Zeit deswegen gehabt hatte, fühlte er sich schrecklich, wie er die Dinge angegangen war. Anstatt wie ein Mann mit ihr zu sprechen, war er davon gelaufen, unfähig sich seinen Taten zu stellen. Sie würde nicht in solch einer misslichen Lage sein, wenn er dem entgegengetreten wäre, was er getan hatte. Sie hätte verstanden, dass sie nie zusammen sein würden und hätte nach vorne geschaut.
Als er an diesen Tag darum gebeten hatte, mit ihr im Lokal zu sprechen, hatte er beabsichtigt, ihr vom Streich, den die Zwillinge Tonks gespielt hatten, zu erzählen, ihr zu sagen, dass seine Liebhaberin nicht versucht hatte, ihn mit Harry zu betrügen und sie dazu zu bringen, zu verstehen, das er wirklich glücklich war. An diesem Tag war er ein Angsthase gewesen. Er wollte weder über den Kuss noch über die Vergangenheit sprechen. Er hatte sie einfach nur davon abbringen wollen, ihn zu wollen. In dem Moment, als er diesen Brief, mit den schrecklichen Dingen über Tonks, in die Hände bekommen hatte, wusste er, er würde mit ihr über alles reden müssen. Als er an diesem Tag, nach Snapes Aufruf, zur Heulenden Hütte gegangen war, begann, Schuld an der Situation, an seiner Seele zu zerren. Er musste sie finden, ihr alles erklären. Er musste sein Gewissen beruhigen. Wenn es wieder Vollmond war, würde er den Wolfsbanntrank einnehmen und Dumbledore um Erlaubnis bitten, um zu versuchen, sie und den jungen Malfoy auf dem Hogwartsgelände zu suchen. Ihren Geruch würde er überall erkennen. ´Und wenn Malfoy sie in irgendeiner Weise ausgenutzt hatte, wird mich nichte davon abbringen, Rache zu üben. ´
„Wie ist das Liebling?“, fragte Tonks und unterbrach seine Gedankengänge.
„Sehr gut“, sagte er und lächelte.
“Ich liebe dich“, flüstere sie und näherte sich seinem Gesicht.
„Ich liebe dich“, antwortete er ehrlich und küsste sie.
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Hermine deckte den Tisch, während Severus noch in der Küche war. „Ich habe gesehen, dass du eine Flasche Wein im Kühlschrank hast”, kommentierte sie.
„Ja, habe ich”, sagte und stoppte um sie anzusehen. „ Ist das deine Art, darum zu bitten, etwas zu haben?
„Muss ich wirklich fragen?“, platzte sie heraus und war auf einmal verärgert. „Letztes Mal, als ich nachgeprüft hatte, war ich eine ´Frau´, die volljährig ist.“
Severus schritt auf sie zu, packte sie am Arm und setzte sie hin. „Ich könnte es auch jetzt tun“, sagte er nebenbei und setzte sich neben sie. „Du musst aufhören, mehr in meine Aussagen hineinzuinterpretieren. Ich meinte nur, ob du wissen wolltest, ob wir es zum Abendessen trinken werden, nicht das du um Erlaubnis gefragt hattest. Verärgert schüttelte er seinen Kopf. „Ich finde deine Ausbrüche ätzend.“
Sie konnte nicht fassen, das er sie so behandelte, doch sie wusste es besser, als ihr Glück überzustrapazieren. „Im Moment fühle ich mich nur etwas unwohl. Wir hatten vorher den erstaunlichsten Sex, und alles war großartig. Als ich aus dem Badezimmer kam, hast du angefangen mich zu ignorieren! Und ich hasse es, ignoriert zu werden. Wenn jemand von jemand anderem…enttäuscht ist, sollte man es sagen, um es aus der Welt zu schaffen.“
Hermine schaute weg. Sie wollte nicht, dass er wusste, was sie dachte. Ihr kam es so vor, als hätte auch er ihr Intermezzo genossen, doch als sie mit ihrem Bad fertig war, schien er so anders zu sein, still. Es war nur natürlich zu befürchten, dass er sie für zu unerfahren hielt.
Seufzende sagte er: “Hermine, wir hatten keinen Sex.”
„Nun, es hätte jedoch sein können. Ich verstehe nur nicht, warum du dich so benimmst. Alles war doch in Ordnung. Was habe ich falsch gemacht? Ist es wegen letzter Nacht? Mein Ausbruch?“
„Es ist alles in Ordnung. Ich bereitete nur gerade unser Essen vor und manchmal bevorzuge ich es, in aller Stille zu arbeiten, wenn es dir nichts ausmacht.“ Er starrte sie an. „Wir hatten keinen Sex. Sex ist so viel anders. Etwas, das ich dir zeigen werde, wenn du bereit bist.”
„Das bin ich“, sagte sie und starrte zurück. „Wie kannst du annehmen, ich sei es nicht?“
„Emotional”, erwiderte er sanft. “Der nächste Schritt würde alles verändern, und ich gebe zu, noch nicht bereit zu sein.”
„Oh”, sagte sie und sah weg. Welcher Mann würde solch ein Angebot ablehnen? Sie waren alleine und sie war unter seiner Aufsicht. Was könnte er mehr wollen? Sie wollte ihn, und zwar ungemein. Er hatte sie Dinge fühlen lassen, die sie vorher nie gefühlt hatte, und sie war bestrebt, zu wissen, was sonst noch da war, bestrebt, das Gefühl der Vollständigkeit zu kennen, dass er ihr geben konnte.
Einen Finger legte er unter ihr Kinn und hob ihren Kopf an, damit sie sich in die Augen sehen konnten. Einige Minuten harrten sie so aus und sich fühlte sich unter solch einer durchdringenden Prüfung unsicher. „Severus?“
Er lehnte sich nach vorne und küsste sie zaghaft. „Denke niemals, ich würde dich nicht wollen”, sagte er leise und legte ihre Hand auf seine Leiste.
Überrascht keuchte sie auf. Er war erregt und alles, was sie getan hatte war, neben ihm zu sitzen. Vielleicht waren ihre Unsicherheiten kindisch. Es musste mehr dahinter stecken, warum er sie abwies, und sie würde heraus finden, was es war.
“Ich will dich immer“, fuhr er fort. „Wenn ich dich nehme, und das werde ich Hermine, dann unter meinen Bedingungen.“
„Und w-was für welche wären das?”, fragte sie und schluckte schwer.
„Erstens möchte ich sicher sein, das du emotional für solch eine Art Beziehung bist, vor allem wenn es mit mir ist.“ Er grinste. „Nicht jeder wird uns akzeptieren.”
„Aber wir müssen es niemandem erzählen, bis - ”
„Sobald ich dich habe, werde ich dich nicht mehr gehen lassen. Auch deshalb, weil wenn Dumbledore hierher käme und anordnete, dass ich die erlaube, nach Hogwarts zu gehen, würde ich rebellieren und er würde wissen, dass ich nicht ohne dich sein könnte.“
„Ich bin volljährig. Er kann mir nicht sagen, was ich tun soll.”
„Gesprochen wie eine trotzige Frau, die nicht klar denkt. Wir können es uns nicht leisten, Schwierigkeiten wie diese, auf einmal zu verursachen. Glaubst du nicht, Potter wäre verwirrt? Manchmal musst du das, was du willst, vorübergehend zur Seite schieben.“ `Nur vorübergehend.´ Er zog sie auf seinen Schoß. „Ich möchte nicht mit dir schlafen, während du immer noch meine Schülerin bist, wegen des Versprechens, was ich dem Direktor gegeben habe. Ich nehme an, ich sollte Ehre haben. Auch wenn du im Moment nicht meine Schülerin bist, gibt es eine Chance, dass sich die Dinge verändern, und du es wieder sein könntest. Wärst du bereit, unsere Beziehung ruhen zu lassen, bis du mit der Schule fertig bist?“
„Nein“, hauchte sie und schmiegte sich an ihn. „Ich würde Zaubertränke fallen lassen und einen unabhängigen Schein suchen. Irgendetwas.“
„Wirklich?”, fragte er und hob eine Augenbraue.
„Ja, ich habe gelesen, dass Schüler eine Klasse irgendwann in dem letzten Jahr fallen lassen und eine unabhängige Klasse suchen kann, um den Schein dafür zu erhalten. Ich könnte für meine ZAGs immer noch in Zaubertränke bleiben. Du würdest das nicht unterrichten.“
„Verlockend”, sagte er und begann an ihrem Hals zu knabbern.
„D-Das ist es“, sagte sie abgelenkt. „Ich möchte mich dir hingeben. Alles von mir. Ich will, dass du mich besitzt und alles tust, was du möchtest. Es ist einfach nur richtig.“ Sie merkte nicht, das sie diese Worte laut ausgesprochen hatte, bis er laut aufgeknurrt und ihren Hals eifrig zu bearbeiten angefangen hatte. Das Abendessen war völlig vergessen, als er aufstand, sie mit sich nahm und schnell in ihr Schlafzimmer ging.
Hermines Augen weiteten sich. Sie musste etwas gesagt haben, das einen Nerv bei ihm getroffen hatte. Es schien, als würde er die Vorsicht fallen lassen und sie haben würde. Plötzlich war sie nervös. Würde sie wissen, was zu tun war? Was wäre, wenn er sie für seine Standards nicht ausreichend fand? „Severus, werden wir…?“
„Ja”, zischte er zwischen leidenschaftlichen Bissen in ihre Schulter.
„Das fühlt sich gut an”, hauchte sie.
Er hielt an und stellte sie direkt vor dem Bett auf die Füße. Schnell zog er ihr Shirt aus und sofort umschloss sein Mund einen ihrer Nippel. Er saugte und biss daran, und seine Zunge schnellte darüber.
„Oh Gott, ja”, sagte sie. „Dumbledore und die anderen sind egal. Ich brauche nur dich.“
Sanft drückte er sie auf das Bett, während ihre Beine über der Kante baumelten. Sein Mund stoppte die Liebkosung, sobald sie auf ihrem Rücken lag. „Verflucht.“ Er entzog sich ihr, setzte sich neben sie und ließ sie teilweise nackt. „Wir müssen warten. Verstehst du das nicht? Sobald ich dich nehme, kann man Dinge nicht mehr abstreiten. Es kann gegen mich verwendet werden. Dies habe ich bis heute nicht bemerkt.“
Es dämmerte Hermine, das er auf seine Gefühle für sie Bezug nahm. Wenn er Lieben mit ihr machte, könnte er seine Liebe zu ihr nicht leugnen. Das musste es sein. Wenn er sie liebte, würde er nicht in der Lage sein, das zu verstecken und würde von einem seiner ´Meister´ gegen ihn verwendet werden. Sie wusste, was getan werden musste.
„Lass uns unsere Grenzen festlegen. Was würde zu weit gehen?“, fragte sie und drehte sich auf die Seite, um ihn ansehen zu können.
Nun sah auch er sie an, streckte einen Arm aus, um ihr Haar zu streicheln und es ihr aus dem Gesicht zu streichen. „Ich weiß eine Menge Dinge, die wir tun könnten und die in Ordnung wären, doch auch diese könnten uns auf den falschen Weg bringen.“
„Küssen ist erlaubt?“
„Ja.”
„Vorhin…die Couch…das auch?”
Er schüttelte seinen Kopf. „Fas habe ich die Kontrolle verloren. Darum habe ich mich in solche einer Weise entblößt. Ich hatte vor, die Dinge voran zu treiben.”
Davon hatte sie nicht viel mitbekommen. Das Gefühl seiner Hände und seines Mundes hatten sie abgelenkt. „Auch ich hätte das gerne bei dir gemacht“, sagte sie sanft. Sie beschloss, vernünftig mit der Situation umzugehen und sagte: „Schau, ich weiß, du sorgst dich um mich und ich verstehe, wenn du warten möchtest, bis sich die Dinge gefestigt haben. Ich bin bereit, wenn du es bist.“ Sie lächelte. „Ich wollte dich das nur wissen lassen.“
Severus nickte. “Einverstanden.”
„Ich möchte küssen, von dir gehalten werden. Wenn wir etwas weiter gehen sollten, werde ich dich nicht zurückweisen und bereit sein.“ Sie küsste die hand, die ihr Gesicht streichelte. „Ich werde versuchen, nicht so impulsiv zu reagieren und Dinge nicht einfach so sagen – wie mit dem Wein vorhin und die Kissen letzte Nacht.“
„Großartig“, sagte er. „Du musst versuchen, mich nicht in Versuchung zu führen Hermine. Auch ich bin nur ein Mann.“
Hermine kicherte. „Und jetzt lass uns essen gehen und reden.“
„Gut”, sagte er, stand auf und streckte ihr eine Hand entgegen. Als er sie hochgezogen hatte sagte er frech: „Ich denke, du möchtest dich anziehen.“ Gerade ausgesprochen, streckte er seien Hand aus, und umfasste ihre rechte Brust, knetet ihn, ließ seinen Daumen über ihren harten Nippel schnellen und brachte sie so zum Erschaudern. Als er merkte, was er da tat, ließ er sie los und trat zurück. „Verzeih mir, aber es scheint, als würde es härter werden, als ich gedacht hatte.“
Achselzuckend zog sie ihr Shirt an. „Komm schon.“ Sie hielt ich ihre Hand hin und zog ihn in Richtung Küche.
Während des Essens erklärte er ihr seinen Wunsch, den Kamin in ihrem Haus mit seinem in Hogwarts zu verbinden. „Es wäre einfacher für mich. Du könntest in meine Gemächer kommen, wann du möchtest oder ich könnte während des Tages zu dir kommen und sehen wie es dir geht.“
„Das klingt toll, doch warum siehst du nicht begeistert davon aus?“
„Dumbledore hätte dann Zugang zu uns“, sagte er sanft. „Ich will nicht, das er mitten in der Nacht auftaucht und uns sieht wir zusammen in einem Bett schlafen, allein.“ Er nickte sich selbst zu. „Ich werde den Flohzugang einfach schützen.“
„Allein? Denkt er, jemand anderes sei auch hier?” Sie bemerkte, wie er schuldbewusst drein sah. „Severus? Denkt er das?“
„Ich sagte ihm, wir würden getrennte Zimmer haben und das ich mir einen weiblichen Hauselfen ausleihen würde.“ Er zuckte mit den Schultern. „Ich will nicht, dass du in einem andren Zimmer bist und ich möchte nicht, dass ein Hauself hier herumrennt.”
„Würde er herausfinden, dass du keinen mitgebracht hattest?“
Seufzend nickte Severus. „Vermutlich.“
Hermine gönnte sich einen großen Schluck des Weines während sie darüber nachdachte, was der Direktor verlangt hatte. Ein Hauself hätte sie nicht davon abhalten können, irgendetwas Unangebrachtes zu tun. ´Doch sie hätte alle Fragen beantwortet, die Dumbledore stellen würde.´ Sie vermutete, das Wissen allein machte den Unterschied aus. Er wäre in der Lage, Severus wegen ihrer Arrangements konfrontieren zu können. Jedoch Severus´ nächsten Worte und seine kalten Gesichtzüge ließen sie unwillkürlich erzittern.
“Es wäre klug von ihm, mich nicht zu drängen, ansonsten wäre ich gezwungen, mich zu rächen.“
Sie war sicher, dass er dies nicht laut sagen wollte, doch dabei sah er sie direkt an.
“Verstehst du was ich meine?“
“Ja”, sagte sie nickend.
”Ach wirklich?”, fragte er dunkel und rückte näher. „Was, wenn ich irgendwie sehen könnte, das Potter den Krieg verliert, wenn er dem Dunklen Lord gegenüber steht? Was, wenn ich beschließen würde, meine Verluste zu minimieren und die Todesser voll unterstützen würde? Wärst du dann immer noch so willig? Würdest du mich immer noch wollen?“
“Aber…aber das würdest du nicht. Dumbledore vertraut dir, Du hast uns die ganze Zeit geholfen. Das würdest du nicht.“
”Es wäre besser von ihm, mich nicht zu drängen”, sagte er, während seine Augen unverschämt glitzerten.
So schnell wie er gekommen war, so schnell endete auch dieser Moment. Ihr Geliebter grinste und schüttelte den Kopf, als ob er mit ihr gespielt hätte. Er aß weiter, als ob nichts passiert wäre. Hermine war nicht sicher, ob er nur jetzt nicht die Wahrheit sagte. Sie erzitterte erneut. Wäre sie so willig? Würde sie ihn immer noch wollen? Harrys Gesicht erschien vor ihrem inneren Auge und sie hatte keine Wahl, als die ganze Situation aus ihrem Kopf zu verdrängen. Si würde nicht dazu gebracht werden, wählen zu müssen. Severus machte nur Scherze. Das musste er.
”Es ist mir egal, ob ich mit dir nach Hogwarts gehe oder hier bleibe. Eigentlich könnte ich etwas hier im Haus machen, wenn ich hier bleiben würde. Hättest du was dagegen, wenn ich etwas streichen oder etwas Magie benutzen würde, um einige Sachen etwas zu verändern?”, fragte sie hoffnungsvoll. Sie hatte Angst, er könnte dies in den falschen Hals bekommen.
Er sah sich die Wände und die Decke an. „Es müsste wirklich etwas gemacht werden, doch ich könnte es dir nicht erlauben, das zu tun. Ich nehme an, ich sollte dies machen.“
”Severus, ich möchte das machen. Du sagtest, wir würden zusammen wohnen, wenn das Schuljahr vorbei wäre und wenn dies mein zuhause sein wird, dann würde ich hier gerne etwas machen.“ Sie lächelte. „Es wäre nichts, was ich nicht schon in meinem eigenen Haus gemacht hätte. Nun das Streichen vielleicht doch.” Erneut nippte sie an ihrem Wein und dachte für einen Augenblick nach. „Könntest du ein Buch nach Hause bringen, das einer Hexe Tipps über Dinge gibt, die sie tun könnte, um ihr Zuhause magisch zu verbessern?“
”Sicherlich könnte ich das.“ er schien unsicher. “Warum möchtest du das machen?”
Hermine hielt sich davon ab ihm eine beleidigende Antwort zu geben. „Ich würde gerne in einem gemütlichen Haus leben. Ein Haus, das den Eindruck vermittelt, dass man sich darum kümmert, ein Haus das zeigt, dass die Bewohner glücklich und stolz darauf sind. Außerdem hätte ich etwas zu tun, während du unterrichtest. Die wenigen Hausaufgaben, die ich bekommen habe, werden mich nicht wirklich lange beschäftigen.“
“Nun gut“, sagte er mit einem Anzeichen eines Lächelns auf seinen Lippen. Er nickte zu der Tür, die zu dem mysteriösen, versiegelten Rum führten. „Jeder Raum außer diesem. Verstanden?“
”Versprochen. Deinen privaten Raum werde ich nicht umdekorieren”, sagte sie frech. „Würdest du mir erzählen, wo du letzte Nacht hingegangen bist?“
“Nein.”
“In Ordnung“, sagte sie und fühlte sich etwas ausgestoßen. Vermutlich wollte sie einfach zu viel auf einmal. “Würdest du heute Abend etwas von Lord Byron lesen wollen?”
Er nickte. “Sicher.”“Was ist?“, fragte sie als sie seinen mürrisches Gesicht sah.
”Ich habe einige Bedenken den Direktor morgen zu treffen. Ich kann alles vor ihm geheim halten, aber ich bin sicher, du könntest das nicht. Und wenn er bemerkt, das ich ihn angelogen habe, wird es mir sicher meine Arbeit erschweren.“
”Dann bring einen Hauselfen nach Hause. Mir ist das egal. Wir werden so weiter machen, wie du es gesagt hast und lassen das Sexuelle vorerst ruhen.“
”Doch der Elf könnte berichten, dass wir ein Bett teilen. Ich gebe zu, ich habe mich daran gewöhnt, dich nachts bei mir zu haben.“
Hermine lächelte. „Ich auch.“
”Du hast mir nie geantwortet. Welche Karriere strebst du an, nachdem du die Schule beendet hast?““Harry, Ron und ich haben darüber gesprochen Auroren zu werden, doch ich weiß nicht, ob ich das mögen würde. Ich könnte mich beim Ministerium um einen Job bewerben. Ich werde sicher alle meine UTZ’s haben, wenn ich die Prüfung abgelegt habe. Zumindest hoffe ich das. Ich muss mich aber nicht sofort entscheiden. Professor McGonagall sagt, dass Leute nur wegen ihren Noten genommen werden. Ich dachte, irgendjemand würde mir schon ein Angebot machen.“ Sie lächelte. „Ich nehme an, ich habe nie weiter gedacht, weil ich sehen wollte, was die Jungs mache möchten.“
“Interessant. Dürfte ich dir einen Vorschlag machen?“
”Natürlich“, sagte Hermine und war glücklich, das sie über ´ihre´ Zukunft sprachen. Über andere Sachen würde sie später nachdenken. Es gab keinen Grund, warum die Nacht ruiniert werden sollte, wegen etwas, was er wahrscheinlich nur zum Spaß gesagt hatte.
Sie unterhielten sich bis spät in die Nacht und gingen dann gemeinsam ins Bett, küssten sich und hielten einander einfach fest. Auf keinem lag ein Druck mehr zu tun. Die ersten Wochen vergingen wie im Flug. Dumbledore fragte ihn nach nichts anderem, als nach Hermines befinden. Severus richtete eine Flohverbindung ein, die nur ihn oder sie erkannte. Es schien, als würde er einen Reiz auf Madam Edgecombe im Ministerium ausüben, denn sie schloss seine Kamine zusammen ohne dass es irgendwo notiert wurde. Eine Routine kehrte in Beider Leben. Morgens machte er das Frühstück für beide, mittags flohte sie in seine Gemächer, um gemeinsam Mittag zu essen, und er verzichtete auf das Abendessen in der Schule, um zu Hause mit ihr essen zu können. Sie hatte immer etwas gekocht. Nach dem verbrachten sie die Abende zusammen um zu lesen oder zu arbeiten. Es war ein schönes Arrangement, da sie den Rest der Zeit für sich hatte.
Er hatte einige Bücher nach Hause gebracht, damit sie nachlesen konnte, wie sie das Haus verschönern konnte. In der Woche machte sie ernst und das Haus sah tatsächlich bereits anders aus. Die Wände und Decke waren gestrichen, Die Fliesen und der Holzboden waren repariert und gesäubert worden und alle Möbel wurden aufpoliert. Das war die größte und schwerste Arbeit, doch das Ergebnis war es wert. Mit jeder Veränderung konnte sie sehen, wie sich Severus mehr und mehr mit dem Gedanken anfreundete, sein Haus zu renovieren.
Als das Wochenende kam, entschied er sich dafür, einen aktiven Part in der Renovierung einzunehmen. Jede Toilette funktionierte wieder und er brachte einige Muggel Vorrichtungen an, die er ihr ermöglichten, die Wäsche zu waschen und zu trocknen. Sie hasste es diese nach Hogwarts zu schicken und mochte es nicht, sie per Magie zu säubern. Alles schien perfekt zu sein. Nur zweimal musste er nachts verschwinden, doch er kehrte schnell genug zurück, und sagte, Dumbledore hätte einen Hinweis auf Dracos Versteck. Beide Male ging er umsonst.
Am Ende der zweiten Woche kam er mit schlechter Laune nach Hause. „Was ist los?“, fragte sie, auch wenn sie nicht sicher war, ob sie es wissen wollte. „Haben es dir die Schüler schwer gemacht?”
”Dumbledore“, sagte er wütend, “was darüber bescheid!” Er zeigte mit dem Finger auf sie und sich. “Er ist nicht froh darüber, doc her weiß, dass ich nicht abweichen werde. Er möchte, dass wir ins Schloss zurückkehren. Es gibt ungenutzte Räume, die für uns zur Verfügung stehen. Dort hält ich auch Potter auf.“
”Oh nein, aber ich mag es hier wirklich. Ich will nicht nach Hogwarts gehen. Dies hier ist wie mein zuhause. Ich möchte nicht gehen“, sagte sie verärgert.
“Tut es das?“
“Ja.“
Das kleine Lächeln verschwand so schnell wie es gekommen war. „Hermine, entweder das, oder Potter hier her. Das heißt, der Direktor wäre in seiner Freizeit hier. Ich will nicht, das sich der Jungen hier wie mein Aufpasser verhält und ich brauch sicher nicht Dumbledore, der mich hier überwacht. Verflucht“, grummelte er.
“Nein, ich bin auch nicht dafür, das Harry hier her kommt.“ Sie lächelte. „Schau, wir können zurückgehen und ich bin mir sicher, wir können nachts immer noch zusammen schlafen. Wenn dies Dumbledores Vertrauen in dich und mich festigt, dann machen wir das.“ Sie schmiegte sich in seine offenen Arme. „Ich könnte nicht schlafen, ohne von dir gehalten zu werden.“
Severus seufzte. „Ich denke, er möchte, dass du dir mit Potter ein Quartier teilst. Jeder von euch würde ein eigenes Schlafzimmer haben, jedoch einen gemeinsamen Aufenthaltsraum.“ Er knurrte den folgenden Satz regelrecht hinaus. „Er wagte es zu sagen, er könnte einen Zauber auf dein Zimmer legen, um sicher zu gehen, dass kein Mann eintreten könnte, damit ich mich besser fühle, während du dir ein Quartier mit dem verfluchten Wunderjungen teilst. Er macht das, um mich von dir fern zu halten!“ Er entzog sich ihr. „Ich muss alleine sein.“
Verblüfft sah sie ihm zu, wie er zum Bücherregal hinter der Couch ging. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes öffnete es sich und sie beobachtete ihn, wie er die Treppen hinauf ging, bevor sich der Durchgang wieder schloss. War der Raum die ganze Zeit dort gewesen? Was war da drin? Warum hielt er es geheim? Geschockt setzte sie sich auf die Couch. Es gab so viel von diesem Mann was sie nicht wusste. Die unangenehme Unterhaltung, die sie vor Wochen während des Abendessens geführt hatten, kam ihr wieder in den Sinn. Würde er sich wirklich gegen Dumbledore agieren, wenn er zu weit gedrängt werden würde? Sie dachte daran, wie er sich nachts aus dem Bett geschlichen hatte, um in der Küche auf eine Eule zu warten. Dies hatte er ein paar Mal gemacht, aber sie wollte nicht, dass er weiß, dass sie ihn beobachtet hatte. Auch hörte sie, wie er Lucius Namen murmelte. Sie war sich nicht sicher, ob der Brief über ihn oder von ihm war. Nachdem er sie gelesen hatte, vernichtete er sie und es gab keinen Weg herauszufinden, wie seine Antworten darauf waren. Sie konnte nichts sagen, sonst würde er denken, sie hätte ihn ausspioniert. Jetzt wünschte sie sich ihn damit konfrontiert zu haben. Schnell ging sie ihn ihr Schlafzimmer. Sie musste über einige Dinge nachdenken.
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Verzweifelt warf Ginny ihre Hände in die Höhe. „Draco, wie lange müssen wir noch hier bleiben? Ich werde noch verrückt! Alles was wir in den letzten Tagen gegessen haben, war eine Unmenge an Süßigkeiten.“”Nun, ich bin auch nicht daran gewöhnt, so zu leben. Falls du dich daran erinnern kannst, mache ich das für dich. Du solltest mir etwas Dankbarer sein!“, erwiderte er hitzig.
“Ich denke wir sollten zu Dumbledore gehen. Entweder das oder wir gehen von hier weg. Das sagtest du auch. Als du die letzten beiden Male in der Stadt warst wurdest du fast erwischt. Snape wird nicht aufgeben, und der Direktor auch nicht. Sie wollen uns beschützen“, flehte Ginny.
“Sprich nicht über Dinge, von denen du keine Ahnung hast! Snape…“ Draco sah weg und seine Stimme versagte. “Ich meine wir sollten versuchen aus Schottland zu verschwinden. Wir kommen zurück wenn der verdammte Krieg vorbei ist.”
“Wir haben kein Geld!”
”Ich habe ein Konto und ich könnte Geld davon abheben. Mein Vater weiß nicht einmal das ich es habe.“ Er nickte. „So werden wir es machen.“
“Ich bin mir sicher, sie nur darauf warten, dass du dort auftauchst. Mein Bruder arbeitet dort!“
“Ach? Woher sollten sie wissen, dass ich es bin, der das Geld abhebt? Es ist nicht unter meinen echten Namen. Ich habe mit einem Kobold gewettet und gewonnen. Er musste mir ein Verlies und einem anderen Namen geben. Er wird es keinem erzählen. Wie würde es bei seinem Vorgesetzten aussehen?“ Er grinste. “Wir können es machen, nur wir beide.”
Ginny lächelte und küsste ihn auf die Wange. „Ich bin es nur leid hier zu sein. Ich will ein schönes heißes Bad.”
“Du kannst das Wasser verwenden, was sich angesammelt hat“, sagte er frech und zog sie zu sich, so dass ihr Kopf auf seiner Brust und unter seinem Kinn ruhte. „Ich weiß, es ist kalt, aber ich kann keine Magie benutzen, um es für dich zu wärmen. Für den Moment muss es reichen. Ich werde es wiedergutmachen, ich verspreche es. Wir können zu Ollivander gehen, unter vier Augen mit ihm sprechen und uns einen neuen Zauberstab besorgen. Er schuldet meinem Vater noch einen Gefallen. Ich kann ihn vorschieben.“
”Das wäre schön.” Sie küsste seine Brust und spürte wie er sich verkrampfte. Sie sah hoch, direkt in seine normalerweise kalten Augen und sah etwas Warmes darin. Unsicherheit. Verlangen. “Ich würde dich gerne küssen.”
”Ach wirklich?”
Sie antwortete nicht. Sie hob ihren Kopf etwas weiter an und platzierte einen keuschen Kuss auf seine Lippen. Als sie sich zurückziehen wollte, hielten seine Arme sie fest und seine Lippen eroberten jetzt ihre. Dieses Mal öffneten sich deren Lippen. Als der Kuss endete zog sie sich zurück. „Ich werde mich waschen gehen.“ Sie konnte fühlen, wie sie errötete als sie floh. Sie hatte gerade Draco Malfoy geküsst! Seit fast drei Wochen waren sie zusammen und auch wenn sie einander fest hielten, geküsst hatten sie sich noch nicht. Es war nicht der gleiche, heiße Kuss den sie mit Remus hatte, es war mehr als das. Etwas Versprechendes. Wenn sie es nicht besser wissen würde, würde sie glaube, das er sie mochte. Sie genug mochte, um zu warten, bis sie wieder einen klaren Verstand hatte, bevor er versuchen würde sie zu drängen etwas zu tun, das sie bedauern würde.
Remus. So viel hatte sie über ihn nicht nachgedacht. Sie vermutete, es hätte mit ihm eh nicht funktioniert. Ihre Eltern hätten die Verbindung zu ihm nicht gebilligt und er schien glücklich mit Tonks zu sein. Tonks. Ihre Laune verschlechterte sich. Sie hasste es, weil er bei einer Frau gelandet war, die versucht hatte einen anderen zu küssen. Er hatte etwas besseres verdient. Ginny grinste. Es war das erste Mal, dass sie die Sache auf diese Weise betrachtete. Wenn sie an Tonks dachte, dachte sie normalerweise immer an die Gründe, warum sie besser für ihn wäre als die andere Hexe. Dieses Mal wünschte sie sich nur, er würde jemanden haben, die ihn wirklich liebt. Sie wollte ihn einfach nur glücklich sehen und nicht anders. Dracos erhitzter Blick nach dem Kuss kam ihr in den Sinn. Vielleicht passierte alles so, weil es vorbestimmt war so zu sein.
Konnte es sein, das sie und Draco füreinander bestimmt waren? Früher dachte sie nur daran, mit Harry Potter verheiratet zu sein. Als sie andere Dates hatte, realisierte sie, dass Harry ihre Gefühle nicht erwidern würde. Während sie mit Dean zusammen war, machte er sie glücklich und er war ihr erster Freund gewesen. Als er gestorben war fühlte sie sich verloren. Remus war für sie da gewesen, doch jetzt gestand sie sich ihre wahren Gefühle erst ein. Sie wollte jemanden an ihrer Seite haben und griff nach dem ersten, der da war. Es hätte jeder sein können und sie hätte das gleiche gefühlt. Achselzuckend entledigte sie sich ihrer Kleidung, schnappte sich die Seife und glitt in den Tümpel mit dem kalten Wasser, um sich schnell waschen zu können. Das erste Mal seit Monaten sahen die Dinge besser für sie aus. Zwar vermisste sie ihre Freunde und ihre Familie, doch aus irgendeinem Grund fühlte sie, mit Draco zusammen zu sein, war genau das, was sie mit ihrem Leben machen wollte.
TBC
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