
von Dumbledoria
Hogsmeade: Teil 1
Hermine lachte lauthals auf, als Ron und Neville, Fred und George nachahmten und die Sätze des jeweils anderen beendeten und Witze rissen. Nicht alles war schlecht gewesen. Pansy verhielt sich ruhig, ignorierte sie – nun, eigentlich fast alle – sprach lediglich leise mit Ron. Sie blickte weiter umher, als ob sie darüber besorgt wäre, jemand könnte sehen, dass sie mit den falschen Menschen verkehrte. Alle hatten sich dafür entschieden, zuerst bei Zonko’s vorbeizuschauen, wo die Jungs ein paar Dinge gekauft hatten, bevor sie sich auf den Weg in den Pub machten.
„Das ist - ”, sagte Ron.
“ – großartig”, beendete Neville. „Möchtest du - “
„ – mit uns mitkommen?“
Ihre Fragen galten zwei Hufflepuff Viertklässlern, wenn sie sich richtig erinnerte. Sie war unsicher bezüglich ihrer Namen, aber sie lächelte ihnen willkommen zu. Der Pub war überfüllt und es gab keine freien Tische. „Wie könnten Platz machen“, fügte sie hinzu.
Das Mädchen sah zu dem Jungen und lächelte. „In Ordnung. Ich bin Laura Madley, das ist Kevin Whitby, meine Verabredung“, sagte sie stolz und nahm neben Neville platz.
„Hi“, sagte der Junge.
Auf der Stelle wurde das Gespräch fortgesetzt, das Lachen bei Ron und Neville ging weiter und still beobachtete Hermine alle. Es schien, als starrte Harry die Tür an; seine unbekannte Verabredung war noch nicht gekommen. Lavender klebte an Neville, sichtlich verliebt in ihn. Dies ließ sie lächeln, Neville verdiente es. Lange genug war er ein schüchterner, rundgesichtiger kleiner Junge gewesen, den sie als ersten im Hogwarts Express getroffen hatte. Ginny fing ein Gespräch mit den beiden Neuankömmlingen an, sie schien sie zu kennen. Parvati versuchte mit Seamus zu flirten, doch er gab vor, an Rons und Nevilles Geschichte interessiert zu sein.
„Endlich“, sagte Harry, stand auf und ging zur Tür. Eine große Blondine traf er dort und Hermine erkannte sie sofort. Seine Freundin war Gabrielle Delacour. Sie fragte sich, wie lange Harry mit ihr geredet hatte, und wie sie die Zeit gehabt hatten, sich so anzufreunden.
„Dieser Wichser! Er sagte mir nicht, dass er sie sah, wie konnte er bei ihr landen?“, sagte Ron ungläubig und beäugte Ginny. „Wusstest du, ob Bill und Fleur dabei waren?“
Ginny zuckte mit den Achseln. „Davon wusste ich nichts.“ Für einen Moment schien sie unkonzentriert, aber dann keuchte sie, wodurch sie alle Blicke auf sich zog. Andere kamen mit Gabrielle. Tonks und Lupin winkten ihnen zu und kamen näher.
Dies verhieß nichts Gutes, das wusste Hermine. Ginny würde sicher aufgebracht sein. Zu sehen, wie der Mann, den man liebte, etwas mit einer anderen hatte, musste schrecklich sein. ´Für mich wäre es nicht anders. Wie würde ich mich fühlen, wenn Snape eine andere Geliebte hätte? Wäre ich eifersüchtig?´ Sie wusste, sie wäre es. Warte Mal! Liebe? Da ist das Wort schon wieder! Die Gedanken verdrängend, konzentrierte sie sich auf Ginny. Hermine fragte sich, wie kein anderer den Schmerz in ihren Augen sehen konnte.
„Hallo zusammen“, grüßte Lupin.
„Leute“, sagte Tonks.
Sogar Hermine verspürte den Drang, zusammen mit Ginny die Augen zu verdrehen. Kannte Tonks keine andere Begrüßung? Sie war so berechenbar. “Hi”, erwiderte sie, mit den anderen.
„Hoffe habt nichts dagegen. Bill bat uns, Gabrielle vorbei zu bringen.“ Er zauberte, verlängerte so den Tisch und beschwor zwei zusätzliche Stühle herbei. Unglücklicherweise saß er neben Ginny. Das heiterte das Mädchen beträchtlich auf. „Hallo Ginny“, sagte er leise. „Hast du Spaß?“
„Ja“, sagte sie und strahlte ihn an. „Jetzt da du gekommen bist.“
„Leute, das ist Gabrielle, meine – ähm – Verabredung“, sagte Harry nervös.
Bevor irgendjemand etwas sagen konnte, kam Draco Malfoy vorbei. Seine üblichen Kumpane begleiteten ihn. „Etwas zu jung für dich, oder Potter?“
„Verschwinde Malfoy.“
Draco sah auf seine Freunde und sagte: „Da hab ich wohl einen empfindlichen Punkt getroffen, was?“ Die beiden grunzten zustimmend. „Das letzte Mal als ich sie sah, sah sie wie acht aus. Sieht jetzt nicht viel älter aus.“
„Isch war fast zwölf, als isch das letzte Mal hier war“, sagte Gabrielle empört. „Wer ist das?“ Sie sah zu Harry und dann zu Malfoy. „Ich ´offe, du denkst nischt, du könntest misch beleidigen - “
„Verschwinde von hier Malfoy“, schrie Ron, unterbrach sie so und griff nach Harry.
Jedem einzelnen grinste er höhnisch zu und als er Pansy sah, sprach er: „Kann immer noch nicht verstehen, wie du deine Zeit lieber mit dieser Brut verbringst. Dein Vater wird davon erfahren.“ Seine Augen wanderten zu Tonks und Lupin und prompt begann er wie ein Wolf zu jaulen und erntete Gelächter von seinen Freunden. „Würde nicht zu nah dran sitzen, Weaselette.“
In Hermines Augen schien Ginny hin und her gerissen zu sein. Lief etwas anderes zwischen ihr und Malfoy? Warum greift er sie nicht an? Er sah eifersüchtig aus. Hermine versuchte die Spannung zu vermindern und sagte: „Setz dich zu uns Gabrielle, komm schon Harry. Lass dich nicht ärgern.“ Sie nickte zu Ron. „Zieh ihn runter.“
Pansy warf ihr einen finsteren Blick zu. „Er muss keine Befehle von dir annehmen.“
Erbittert seufzte Hermine auf. „Schau Pansy - “
„Sprich mich mit Parkinson an, Granger“, spie das Mädchen.
„Schau mal“, begann Ron.
„Was?“, fragte sie flink, riskierte, das er Hermines Seite ergriff.
„Mach dir keine Sorgen Ron“, sagte Hermine und stand auf. „Es tut mir leid, ich habe es wirklich versucht. Wenn ich eine Minute länger hier bleibe…“ Sie ließ zu, dass ihre Stimme mit drohend leiser wurde.
„Komm schon Mine, geh nicht“, sagte Harry. „Ich will, dass du hier bleibst.“
„Ooohhooo“, sagte Draco. „Sieht so aus, als würde Potters kleine Gruppe auseinander brechen. Ich schätze, das ist nicht schlecht.“
„Verschwinde Malfoy“, sagte Ginny und wich zurück. „Ich komme mit dir Hermine.“
Lupin sagte: „Ich dachte, wie könnten uns unterhalten Ginevra.“ Seine Hand zog an ihrem Arm. Sie sah zwischen Lupin und Malfoy hin und her und schien sich setzen zu wollen, als Tonks sprach.
„Ja, setzt dich. Geh jetzt nicht.“
Dadurch entschied sich Ginny. Verzweifelt schüttelte Hermine ihren Kopf. Wenn die tollpatschige Hexe still geblieben wäre, wäre Ginny geblieben und die Dinge hätten sich eingerenkt. Vielleicht das ganze Missverständnis, das Ginny mit Tonks hatte, und Harry hätte den Rest glätten können.
„Nein danke“, sagte Ginny eisig. „Komm Hermine.“
„Ich bleibe hier, ist das in Ordnung?“, fragte Seamus schnell.
Hermine nickte und zu ihrer Überraschung, erhoben sich die beiden Hufflepuffs. „Wir werden…ähm…auch gehen“, sagte Laura.
Draco und seine zwei Schläger waren verschwunden, bevor sie das Gebäude überhaupt verließen. Sie fragte sich, ob er nicht bekommen hatte, was er wollte – Ginny abseits von Lupin. Hermine schwor sich, so schnell wir möglich herauszufinden, was er vorhatte. Draußen auf der Straße, sah sie kein Hinweis auf ihm. Wo ist er so schnell hin gehastet? Ihre Nackenhaare standen ihr zu Berge. Es fühlte sich so an, als würden sie beobachtet werden. Wer? Sie wusste, Severus war im Schloss geblieben. Er konnte es nicht sein.
„Wo würdest du gerne hin gehen?“, fragte Kevin und nahm Lauras Hand in seine.
„Lass uns kurz hier rein gehen. Ich muss eine Eule mieten“, sagte Ginny schnell. „Es wird nicht lange dauern.“
„Ich werde hier draußen warten“, sagte Hermine impulsiv.
„Wir werden mit ihr reingehen. Es gibt einige duftenden Schriftrollen, die wir kaufen können!“, sagte Laura und drängte ihre Verabredung nach vorne.
Hermine nickte einfach und sah sich um. Es war immer noch so, als würde sie jemand beobachten. Rückwärts ging sie in Richtung Wand, sah in alle Richtungen, ohne die Befürchtung zu haben, von hinten geschnappt zu werden. Während ihr Rücken gegen die Wand drückte, bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. Gerade, als sie sich umdrehte, realisierte sie, das sie in eine Person gelaufen war und eine Hand sich um ihren Mund legte. Ohne von jemandem bemerkt zu werden, wurde sie in eine kleine dunkle Gasse zwischen den Gebäuden gezogen und grob gegen eine Mauer gedrängt. Sie griff nach ihrem Zauberstab, doch ihr Kidnapper zog ihre Arme über ihren Kopf, drückte sie fest gegen die Wand.
Sie erkannte, wer es war. „Severus“, atmete sie erleichtert auf. „Was machst du hier?“
Grob und Besitz ergreifend drückte er seine Lippen auf ihre. Ohne auf Akzeptanz zu warten, teilte seine Zunge ihre Lippen, entzückte ihren Mund und bewirkte, dass ihre Zunge seinen Angriff nachahmte. Sie konnte fühlen, wie er seine Erregung an ihr rieb, während er ihren Körper mit seinem gegen die Mauer drückte. Die Sinne begannen zu schwinden. Tag wurde zu Nacht, oben könnte nach allem was sie wusste auch unten sein. Sein Kuss war kraftvoll und hypnotisierend. Als er den Kuss schließlich mit einem schwachen Streifen seiner Lippen auf ihren beendete, winselte sie und wollte von ihm wieder geküsst werden.
„Wo ist dein Date?“, knurrte er.
„Wer?”, fragte sie verwirrt.
Severus verengte seine Augen. „Spiel keine Spielchen mit mir. Wo ist Finnegan?”
Hermine kam wieder zu Verstand und spottete. „Es war kein richtiges Date! Das sagte ich dir bereits.“ Seine Hand wanderte nach unten, um unter ihrem Rock zu gleiten. „Severus!“, zischte sie. „Jemand wird uns sehen.“
„Nein, ich habe die notwendigen Zauber gesprochen“, sagte er, dunkle Augen durchdrangen ihre, wagten, sie herauszufordern.
Sie beugte sich vor, um einen Kuss auf seine Lippen zu platzieren und zog ihn näher heran. Als sie das tat, erstarrte sie. „Stopp!”
„Was?“, fragte er ungläubig. Die Hand am Saum ihres Schlüpfers stoppte, aber er hielt sie fest.
„Du warst wie ein Arsch zu mir“, sagte sie und hob herausfordernd ihr Kinn. „Du kannst nicht denken, dass du jetzt einfach ohne ein weiteres Wort zu mir kommen könntest. Ich versuchte, mit dir zu - “ Seine Lippen brachten sie zum Schweigen, verursachte so, das ihre Gegenwehr nachließ. Als sie fühlte, wie seine Finger in ihren Schlüpfer glitten, kam sie zur Vernunft und entzog sich ihm. „Bitte hör auf.“ Severus nahm seine Hand von ihr und ging hastig nach hinten. Es war offensichtlich, dass er zornig war. Den Verlust bedauerte sie sofort. As er sich umdrehte um zu gehen, griff sie nach seinem Arm. „Warte.“
„Ich werde nicht herumgescheucht, wie ein linkischer Schuljunge“, sagte er in einem leisen Ton. „Erwachsene Hermine, lassen eine nebensächliche Diskussion nicht zwischen Lust kommen.“ Erneut ergriff er Besitz von ihr, drückte sie wieder an die Wand. „Tatsächlich“, sagte er seidig, „ist Sex eine Sache, um Dinge zu verarbeiten, ohne die unnötigen Worte und Entschuldigungen.“
„Willst du mir sagen…das willst du? Jetzt? Ich dachte - “
Einen Finger legte er ihr auf die Lippen. „Ich meine kein tatsächliches Eindringen.“
Hermines Wangen erröteten. ´Was machte es schon? Er spricht wieder mit mir. Er ist nicht länger wütend. Ich will ihn.´ „Kann ich später zu dir kommen?“, fragte sie plötzlich und überraschte sich selbst. Das süffisante Lächeln reichte ihr als Antwort. Sie umarmte ihn fest und blinzelte ihre Tränen der Enttäuschung weg. Sie vermisste ihn. Sie würde zu ihm gehen, und die Dinge auf seine Weise verarbeiten und dann, wenn das getan war, würden sie ein Gespräch führen. Er schien durch das Nachglühen von seinem letzten Höhepunkt recht gesprächig zu sein. Es wäre nach dem nächsten nicht anders. Sie war sicher, die Dinge richtig zu machen.
„Ich werde auf deinen Besuch warten“, sagte er und nickte leicht. Mit wehendem Umhang verschwand er durch das andere Ende des Durchgangs.
Schnell ging Hermine wieder zu ihren Freunden. Fast sofort kam das Trio heraus. Kevin und Laura unterhielten sich über die verschiedenen Düfte, die sie gekauft hatten, während sie liefen. Ginny zuckte mit den schultern und unterdrückte ein Kichern, als Hermine sie fragend ansah.
„Ich möchte die Heulende Hütte sehen“, sagte Kevin plötzlich.
“Wirklich? Ich dachte du wolltest nicht…“, sagte Laura, wobei ihre Stimme versagte. “Ich will die Heulende Hütte sehen.”
„Warum warten wir nicht auf die anderen“, sagte Hermine. Sie wusste, sie sollten nicht allein umherirren. Für Zustimmung schaute sie zu Ginny.
Ginny sah in die Ferne. „Ich will die Heulende Hütte sehen.“
„Was?“, fragte Hermine irritiert. Fast augenblicklich schoss das angenehmste Gefühl durch Hermines Körper. Sie fühlte sich so relaxt. Es war so, als wären keine Sorgen in der Welt vorhanden – Zauberer oder Muggel. ´Geh zur Heulenden Hütte. Mal schauen, ob du mutig genug bist, um den Ghulen dort zu trotzen. ´ Sie lächelte. „Lasst uns zur Heulenden Hütte gehen.“ Die vier bahnten sich ihren Weg in Richtung des trostlosen Teils von Hogsmeade.
Etwas schien so falsch zu sein, doch es fühlte sich zu gut an, um dagegen anzukämpfen. ´Warte! Es gibt keine Ghule in der Heulenden Hütte! Vor langer Zeit war es Lupin, der diese Geräusche gemacht hatte!´ Sie schüttelte ihren Kopf. ´Glaub nicht, ich würde gehen, danke.´ „Lasst und Harry holen“, sagte sie plötzlich. Ihre Freunde ignorierten sie. Sie versuchte sich umzudrehen, doch ihre Füße liefen weiter geradeaus. „NEIN! Augenblicklich wurde es offensichtlich, was sich abspielte. Irgendjemand hatte den Imperius Fluch über die vier ausgesprochen. Das war gar nicht gut. Fast alles von ihrer körperlichen und mentalen Kraft nutzend, kämpfte sie, zurückzukehren. Gerade, als sie in der Lage war, einige Schritte zu tun, kam das angenehme Gefühl mit voller Kraft wieder. ´Folge deinen Freunden. Geh sicher, das alles in Ordnung ist.´
Ja. Sie musste sicher sein, das alles in Ordnung war. Ihre Freunde gingen auf Schwierigkeiten zu. Warum würden dort Schwierigkeiten sein? Innerlich wurde so konfus und beendete einfach, Dinge in Frage zu stellen. Endlich tauchte die Heulende Hütte auf. Sie stoppten in der Nähe eines Zaunes, inmitten einiger Bäume.
„Finite Incatatem“, sagte eine kalte Stimme hinter ihnen.
Das angenehme Gefühl endete abrupt. Langsam drehte sich Hermine um, und stand vier Todessern gegenüber. „Was wollt ihr?“, fragte sie schnell und stellte sich vor die anderen.
„Geh beiseite“, sagte einer. „Du wirst dich heute hier nicht einmischen.“
Sie sah Einem, der am nahesten Stand, in die Augen. Kaltes Grau schien sich in sie zu fressen. ´Oh Gott nein! Es ist Draco!´ Sie nahm die Größe und Arroganz des Mannes war. ´Verfluchte Hölle! Nicht Draco, es ist Lucius Malfoy!´
„Warum hast du sie her kommen lassen?“, fragte er einen seiner Gefährten und zeigte auf Hermine.
„Sie hätte jemanden alarmiert“, antwortete der Mann. „Sie kam wieder zur Besinnung und versuchte zurückzugehen.“
Hermine versuchte seine Stimme zuzuordnen, doch sie war sich nicht sicher, wem sie gehören könnte. Da war es, dass sie merkte, wie jemand anderes auf sie zukam. Sie hatte ihn vorher schon mal gesehen. „Bane?“, fragte sie vorsichtig. Er misstraute Menschen - sogar was er als menschliche Fohlen betrachtete. Sie wusste es besser, als um Hilfe zu bitten, doch sie hoffte, er würde etwas sagen. Bestimmt würde er keinem erwachsenen Menschen erlauben, ihren jungen zu schaden.
Der schwarze Zentaur kam näher und durchbohrte sie mit einem angewiderten Blick. „Ich bin bekannt. Entweder kommt sie mit uns oder wird beseitigt.“
Ein Todesser hob seinen Zauberstab, doch Lucius stoppte ihn. „Severus wird dich töten. Das ist seine Mätresse.“
„Sie ist ein Schlammblut! Es ist die Freundin dieses Potter Jungen“, sagte der Mann ungläubig. „Severus würde sie niemals wählen.“
„Erinnerst du dich, was er Higgs angetan hat? Sie wird nicht angefasst“, sagte Lucius, grinste wild in ihre Richtung. „Noch nicht.“
Hermine schluckte und wich zurück. Was meinte Malfoy damit? Hatte Severus gelogen? War er derjenige, der Higgs tötete? Sie wusste nicht, was sie machen sollte. Bane verschwörte sich mit Todessern. Etwas war schrecklich falsch. ´Warum blieb ich nicht bei Severus? Folgt er mir?´ Hoffnung keimte auf. Es wäre nicht alles verloren, wenn er ihnen folgen würde. Sie würden sicher sein, er wird für mich kommen.
„Was wollt ihr?“, fragte sie mutig, und grübelte, ob sie sich ihren Zauberstab schnappen könnte. Sie wusste, sie war zahlenmäßig unterlegen, aber ihre Abneigung, sie zu verhexen, würde ihnen vielleicht helfen. Sie wusste, Ginny würde mit ihr kämpfen, aber was war mit den zwei jüngeren Schülern? Würden sie zu ängstlich sein, um für sich zu sorgen oder zu kämpfen? Gesunder Menschenverstand forderte sie auf, nicht nach ihren Zauberstab zu greifen.
Der Todesser zu ihrer Linken blieb ruhig, ging nach vorne, packte ihren Arm und schüttelte sie. „Wo ist dein Zauberstab?“, fragte er. Hermine blieb ruhig. Eine seiner fleischigen Hände begann ihren Körper, auf der Suche nach ihren Zauberstab, abzutasten. Sie wand sich, um sich von seinem Griff zu befreien, aber er ließ sie nicht los. Sie hörte Bane sprechen.
„Es ist sie. Die Eine mit dem flammendem Haar.“
Lucius nickte. „Ergreift sie.“
„Was?“, fragte Ginny erschrocken. „Mich? Was wollt ihr von mir?”
Hermine versuchte an sie heran zu kommen, in dem sie sich umdrehte, doch sie wurde gegen den massigen Körper ihres Angreifers gezogen, dessen Hände immer noch nach ihrem Zauberstab suchten. „Lasst sie in Ruhe!“
Ginny, Laura und Kevin zogen ihre Zauberstäbe, falls sie sich verteidigen mussten. In diesem Augenblick geschahen viele Dinge. Lucius gluckste, ihr Angreifer fand ihren Zauberstab und schmiss ihn weg, doch er hielt sie weiterhin nah an seinem Körper, als ob sie ein Schutzschild sei. Bane zog einen Pfeil aus seinem Köcher heraus und spannte ihn drohend auf seinen Bogen. Flüche wurden umhergeschleudert. Hermione bemerkte, das ihr Zauberstab in der Nähe war, also begann sie mit all ihrer Macht gegen ihren Kidnapper anzukämpfen – sie tritt, schlug und versuchte sogar ihn zu beißen.
„Beruhige dich“, brüllte er, schlug fest zu und schleuderte sie grob auf den Boden. Obwohl ihr Gesicht brannte, wo er sie geschlagen hatte, merkte sie, dass ihr Zauberstab in Reichweite war. Ein lauter Schrei von hinten lenkte ihren Blick von ihrem Zauberstab ab.
Kevin wurde von etwas mächtigem getroffen. In der Nähe seiner Schulter war Blut und er schlotterte zurück gegen einen Zaunpfosten. Seine Freundin Laura schrie wie am Spieß und alles andere war vergessen. Ginny brummte einem der Todesesser einen Fluch auf, nur um im nächsten Moment von ihren Füßen gerissen zu werden.
„Bringt die Brut zum Schweigen“, verlangte Lucius und ging auf Ginny zu.
Ein grüner Lichtstrahl traf Laura in den Rücken, und ließ sich zu einem Haufen über ihren Freund fallen. „Nein!“, schrie Hermine. Sofort griff sie nach ihrem Zauberstab, nur um einen schweren Fuß auf ihrer Hand stampfen zu spüren.
„Das glaube ich nicht Mädchen“, sagte er drohend. „Was ist mit ihr?“ Sein Blick war auf Lucius gerichtet. Er schien unentschlossen, als sein Blick ihren Angreifer traf. Als er seinen Mund öffnete um etwas zu sagen, schien er aufzuschrecken. Sofort stand er auf und rannte zu Bane. Einen Augenblick später waren sie mit einem lauten Knall verschwunden!
Die übrig gebliebenen drei Todesser sahen sich an. Der eine, der verletzt zu sein schien, wurde von einem anderen weggebracht. Der Todesser bei Hermine sah zu ihr hinab und erhob seinen Fuß von ihr. „Scheint dein Glückstag zu sein“, sagte er.
„Aber nicht deiner“, sagte eine Stimme von hinten.
„Snape“, keuchte er überrascht. „Was machst du…“ Seine Worte verloren sich, da er den Zauberstab beäugte, mit dem ruhig auf sein Gesicht gezeigt wurde.
Severus Augen wanderten zu Hermine. Sie schien in Ordnung zu sein. Es waren rote Spuren auf ihrer Hand, ein Schmutzfleck auf ihrem Gesicht, ein heller Klecks auf ihrem Gesicht und ihrer Kleidung war dreckig. Jedoch schien nichts wirklich falsch zu sein. „Geht es dir gut?“ Sie nickte, setzte sich zitternd auf und packte sein Hosenbein. Seinen Blick wandte er wieder zu dem Mann vor sich. Kein anderer würde so langsam sein zu verschwinden oder zu zaubern. Seine dreckigen Hände waren auf Hermine gewesen. Er hatte angefasst, was ihm gehörte. „Ich werde dich töten“, sagte Severus bedrohlich. Er sprach eine Reihe von Zauber über ihn. Der Mann würde weder in der Lage sein durch Apparieren zu verschwinden, noch könnte er sich bewegen. Severus steckte den gefallenen Zauberstab des Bastards ein, verwandelte einen Zweig in einen Portschlüssel und legte es in die steife Hand des Mannes. Er schickte ihn in einen speziellen Raum im Schloss, unten in den Kerkern, in der Näher seiner eigenen Gemächer. Er würde herausfinden was er konnte, bevor er ihn erledigte.
Nachdem der Mann veschwunden war, kniete er sich hin und versuchte Hermines Griff zu lockern. „Sev…er…us“, sagte sie zwischen zwei Seufzern. „Sie sind tot.“
Er zog sie an sich, platzierte ihren Kopf an seiner Brust, wiegte sie vor und zurück, flüsterte beruhigende und zärtliche Worte und strich ihr immer wieder über die Haare. Ich werde ihn töten. Er hat meine Hermine verletzt. Was wäre geschehen, wenn er ihr nicht gefolgt wäre? Er hätte sie verlieren können, oder sie hätte schlimm verletzt werden können. Warum hatten sie die Warnung von Lord Voldemort, sie während des Krieges in Ruhe zu lassen, nicht beachtet? Wer hatte sie geschickt?
Er war gerade dabei gewesen einen Laden im Dorf zu betreten, als er die vier gesehen hatte, wie sie davon gingen. Severus hatte ihnen einen Vorsprung gewährt, doch er hatte sich zurückgezogen, als er bemerkte, dass Draco ihnen ebenfalls gefolgt war. Das war nicht sehr verdächtig, da der Junge ja ein Auge auf Ginevra Weasley haben sollte, doch er schien nervös.
Seine Freunde hatte er zurückgelassen. Auf halbem Weg schien Draco ein Gedanke gekommen zu sein, denn er stoppte und fuhr sich mit seinen Fingern durch die Haare, während er nachdachte. Das hatte Severus argwöhnisch werden lassen.
Es war mehr als offensichtlich, dass der Junge einen inneren Kampf mit sich selbst focht, was er jetzt tun sollte. Die frĂĽhere Vorahnung, die er hatte und kam mit voller Kraft wieder zurĂĽck. Irgendetwas stimmte nicht. Draco hatte den direkten Augenkontakt gemieden. Er schickte dem Jungen einen Schockzauber an den Hals, um sicher zu gehen, dass er blieb wo er war und Severus rannte los, um seine Hexe zu finden.
Er konnte die Geräusche eines Disapparierenden hören, sowie die eines weiteren. Der Anblick der drei Schüler verschaffte ihm eine Pause, doch er wusste nicht, wie er ihnen helfen konnte, ohne zu erst gesehen zu werden. Hermine war sein Hauptanliegen, als er sie und Goyle erreichte. Ihr Schluchzen nahm ab und eine unheimliche Stille machte sich breit. Er sah sie an. „Alles ok?“ Seine Daumen strichen über ihre Tränenspuren im Gesicht.
“Ja.”
“Bleib hier”, sagte er fest und wollte gehen.
“Ich wusste, d-du würdest wegen mir kommen.”
Eine Weile sah er sie an und Emotionen überschwemmten seine Brust. „Für dich werde ich immer kommen“, sagte er ehrlich. Keiner wird sich zwischen uns stellen. Du bist meine Belohnung, meine Gefährtin. So sanft wie möglich küsste er ihre Lippen. Noch nie hatte er sie so verstört gesehen und es zerriss ihm das Herz.
Widerstrebend wandte er sich den anderen zu. Ein Schnippen seines Zauberstabes sagte ihm, dass Weasley nur ohnmächtig war. Sie würde wieder in Ordnung kommen, wenn sie zurück in Hogwarts war. Madley war tot. Es gab nichts, was ihr noch hätte helfen können. Der Todesfluch hatte ihr das Leben genommen. Whitby war ebenfalls tot. Ein tiefes Loch in seiner Schulter war die Ursache seines Todes, der fast sofort eingetreten war.
So jung und hatten nie eine Chance. Severus könnte spüren, wie die Wut plötzlich und schnell in ihm hoch stieg. Über diese Attacken hatte er nicht Bescheid gewusst. Warum war Goyle hier? Wer war bei ihm gewesen? Warum waren sie gekommen? Seine Antworten würde er früh genug bekommen. Zuerst musste er sich um andere Dinge kümmern. Mit dem Zauberstab deutete er in die Luft und ließ eine Reihe von Funken sprühen. Rote, grüne, lilafarbene und schwarze.
Er wagte es nicht, sich Hermine zu nähern, solange sie noch auf die anderen warteten. Das würde sie nur in eine unangenehme Position bringen. Einige Minuten später apparierten Lupin und Tonks zu ihnen. Zu seiner Überraschung, schrie Lupin auf, als er Weasley verwundet da liegen sah und zog sie an sich, während Tonks Planen heraufbeschwor und damit die beiden anderen bedeckte. Nach ihnen kam auch McGonagall. Der normale, strenge Gesichtsausdruck von Minerva verschwand sofort, als sie die Schüler sah und Hermine mit einem Wimmern an sich zog.
“Severus?”, fragte sie. “Was ist passiert?”
Severus wahrte seinen Abstand zu Hermine, aber er sah sie weiterhin an, während er ihr die Geschichte erzählte. „Ich habe sie umher streunen sehen, und wollte sehen, was sie denn treiben, da es ihnen nicht erlaubt ist, die Grenzen des Dorfes zu überschreiten. Als ich hier war, muss ich die Angreifer aufgeschreckt haben, denn sie sind disappariert. Einen von ihnen habe ich erkannt, als er disapparieren wollte. Es waren Todesser. Ich weiß nicht warum. Ich muss die engsten Ordensmitglieder unverzüglich informieren.”
Seine Augen trafen auf die von Hermine. Er hatte keine Zeit ihr zu erklären, warum er die Geschichte so erzählte, doch er hoffte ihr damit ein Zeichen schicken zu können, ihm nicht zu widersprechen. Sie löste ihren unsicheren Blick von ihm, krallte sich an ihrer Hauslehrerin fest und weinte erneut. Es wäre nicht hilfreich, wenn die Leute wüssten, dass er einen geschnappt hatte. In keinster Weise. Wenn der Mann tot war, würde es Fragen und Untersuchungen geben.
“Die anderen sind mit den übrig geblieben Studenten im Dorf”, sagte Tonks. „Als wir den Hilferuf gesehen haben, versprachen wir wieder zurück zu kommen. Sie nickte in Richtung Hermine. „Ich denke, sie wird einen Beruhigungstrank brauchen.“
“Sie hat gesehen, wie zwei Menschen ermordet wurden, eine verletzt wurde und dabei ebenfalls verletzt wurde”, sagte Severus scharf.
“Jemand sollte Poppy alarmieren”, sagte Minerva und versuchte gelassen zu klingen.
Severus sah, wie Tonks die Stirn in Falten legte. Er folgte ihren Blick und sah, dass Lupin Weasley im Arm hielt und einige heulende Laute von sich gab. Gütiger Lord. Hatte der Mann keinen Stolz? Man konnte sich leicht fragen, ob die Gefühle des Mädchens nicht doch auf irgendeine Weise erwidert wurden. Hatte er ihr einen falschen Eindruck vermittelt? Für jeden Außenstehenden, selbst für seine eigene Freundin, sah es wohl so aus, als würde er das Mädchen lieben. Selbst als Severus hinsah, flüstere der Mann ihren Namen unermüdlich vor sich hin.
Lupin sah auf und bemerkte, wie ihn alle anstarrten. “Sie wacht nicht auf.” Tonks ging einen Schritt nach vorne, doch mit seiner Hand gebot er ihr Einhalt. „Bleib wo du bist. Sie wird wütend sein, wenn sie dich, nachdem sie aufgewacht ist, so nah bei uns stehen sieht.“
„Na gut. Ich werde nach Hogwarts gehen, um Hilfe zu holen“, sagte sie.
Severus sagte: “Bring Pomona, Albus und Poppy her.” Mit einem einfachen Nicken disapperierte Tonks. Zu seinem Missfallen, erreichten andere das Geschehen. „Potter, Weasley, Parkinson!”, bellte er und setzte sich in Bewegung. „Was machen Sie hier?“ Er starrte das Delacour-Mädchen an und konnte nicht sagen, wo sie her kam, doch er schnauzte sie wie alle anderen an.
Potter sprach und trat einen Schritt zurück. „Wir haben die Funken gesehen. Lupin und Tonks haben sich sofort auf den Weg gemacht. Irgendetwas muss pass--Hermine! Ginny!“ Der Junge lief zu den anderen.
Die Augen von Weasley weiteten sich und er entzog sich aus dem Griff von Parkinson. „Gin? Mine?“
“Severus”, sagte Minerva. “Molly Weasley ist mit Hestia Jones sind am Bahnhof. Würdest du sie her bringen?“
“Natürlich”, sagte er brüsk und fühlte sich ausgeschlossen. Er wollte Hermine nicht verlassen, doch er hatte keine Wahl. Ihre bescheuerten Freunde waren auch hier, doch er musste sich dagegen nützlich machen. Minerva gab Hermine frei und das Trio -- Potter, Weasley und Hermine -- rückten automatisch näher, um näher beieinander zu sein. Das letzte, was er bemerkte, als er disapparierte, war, wie Parkinson die Augenbrauen zusammen zog. Offensichtlich schlossen die Freunde sie aus.
Nach einem schnellen Marsch zum Bahnhof, fand er die Hexen. „Molly, du solltest mit mir kommen.“
“Was ist los? Minerva sagte, wir sollten hier bleiben.” Ihre Augen verdüsterten sich. „Meine Kinder?“
“Ginerva”, sagte er. Die Hexe disapparierte und er sah Jones an. „Ich denke, ich kann Sie hier alleine lassen?“
“Ich bin ok.”, sagte sie ehrlich. „Alles ok mit ihrer Tochter?“
“So sieht es aus.” Er sah sich um. “Zwei junge Schüler sind ermordet worden und eine andere wurde attackiert.”
Die Hexe keuchte. “Oh nein. Todesser?”
Severus nickte. “Warum war keiner dort? Eilte jemand dort hin?“, fragte er abwesend. „Hätte ich gewusst, dass es nicht genug Freiwillige gibt, hätte ich mich gemeldet. Uns wurde gesagt, dass die Ordensmitglieder und die Auroren vom Ministerium es für sicher genug halten, einen Besuch abzustatten.“
“Soweit ich weiß, sollte Dung die Gegend um die Hütte bewachen. Haben Sie ihn nicht gesehen?“
“Habe ich nicht. Ich muss zurück.” Er nickte und verschwand. Tonks kehrte, zusammen mit den anderen, zurück. Dumbledore hatte Zeit gehabt mit Molly ein leises Gespräch zu führen, während Poppy nach ihrer Tochter sah. Hermine wurde von ihren zwei Freunden gestützt, diese Bastarde. Eine Welle der Eifersucht schwappte in ihm hoch, als er sah, wie nahe sie sich standen. Würde er diese Art einer Beziehung mit ihr teilen? Lupin kniete neben dem Mädchen, sah Poppy bei ihren Bemühungen zu und Tonks und Minerva versuchten eine weinende Pomona Sprout zu beruhigen.
„So jung. Nur Kinder“, sagte sie zwischen zwei Seufzern.
“Albus, lass mich zu meiner Tochter”, kreischte Molly.
“Beruhige dich Molly. Poppy muss erst fertig werden”, sagte Dumbledore ruhig.
Severus entschied, Delacour und Parkinson wegzuschicken. „Sie beide werden zurück ins Dorf gehen.“
“Ich war bei ihnen”, sagte die Blonde und nickte zu der Gruppe hinüber.
Severus nickte. “Gehen Sie rüber und setzten Sie sich an die Seite.” Er warf Parkinson einen Blick zu. „Ich weiss, Sie haben Ihre Apparierlizenz. Ich möchte, dass Sie sofort nach Hogwarts apparieren. Sie wissen, wo der Apparierpunkt ist. Ich möchte jeden im Gemeinschaftsraum antreffen, wenn wir zurück im Schloss sind.“
“Ja, Sir”, sagte sie und starrte noch einmal mehr Weasley an.
“Los jetzt”, sagte Severus. Als sie disapparierte, sah er, wie sich Draco und Crabbe der Gruppe näherten. „Was machen Sie hier?“
Draco sah hinüber zu der Gruppe. “Wo ist sie?”, fragte er leise.
“Ich habe ihn gefunden. Jemand hat ihn geschockt”, sagte Crabbe.
“Nein!”, schrie Draco plötzlich laut auf und rannte los.
“Reißen Sie sich zusammen”, sagte Severus und hielt den Jungen am Arm fest.
“Jemand hat mich von hinten mit dem Schockzauber belegt und als Crabbe und Goyle kamen, um zu sehen, wo ich bleibe, haben sich mich auf den Ländereien gefunden.“ Er nickte zu Crabbe.
“Sir, ein Todesser apparierte in der Nähe und hat Goyle mitgenommen.”
“Sind Sie sicher?” Severus sah beide Jungen an. Verfluchte Hölle. Was jetzt?
“Ja”, antworteten beide einstimmig.
Severus drehte sich herum und gab dem Direktor ein Zeichen. Dieser verließ schließlich Molly und sprach kurz mit Poppy. „Sie muss auf die Krankenstation, aber sie wird wieder“, sagte die Medihexe.
“Direktor, ein weiterer Schüler wird vermisst”, zischte Severus, was ihm die Aufmerksamkeit von jedermann einbrachte.
“Gregory Goyle wurde von einem Todesser geschnappt. Crabbe und er waren bei dem jungen Malfoy, der geschockt wurde. Als er wieder aufwachte, bemerkte er, dass Goyle verschwunden war.
“Wir konnten nichts tun”, sagte Malfoy ärgerlich und trat gegen einen Baumstamm. Seine kalten Augen streifen Lupin und er schnaubte hasserfüllt auf.
Crabbe nickte energisch. “Es ging alles so schnell.”
Dumbledore nickte. “Wir werden herausfinden, was mit Ihrem Freund passiert ist. Jetzt geht zurück zum Schloss. Wir werden alle Schüler zurückschicken.” Er packte Crabbe an der Schulter. Der Junge sah wirklich besorgt aus. „Versuchen Sie sich an alles zu erinnern, was passiert ist. Ich werde Sie in mein Büro rufen, damit Sie ihre Aussagen machen können.“
Mit einem letzten Blick auf Ginerva, führte Draco Crabbe weg. Severus flüsterte. „Ich finde das nicht gut Direktor.“
“Ebenso wenig wie ich. Ich denke, es gibt noch etliches, was Sie mir sagen müssen?“
“Tatsächlich.”
“Sehr gut. Dann lassen Sie uns das klären.”
“Potter”, sagte Severus. “Sie werden ihre Freundin und Weasley zurück ins Schloss begleiten. Sie kann im Gemeinschaftsraum bleiben, sobald jemand sie zurück nach Hause bringen kann.“
“Was ist mit Hermine?”, platzte Weasley heraus. „Kann sie mit uns kommen?“
Severus kochte innerlich. Er wollte nicht, dass sie mit ihm ging, sie so nahe bei ihm war und er Hand an sie legen konnte. „Wir könnten -“
“Natürlich”, sagte Minerva und gesellte sich zu ihnen. Sie strich beruhigend über Hermines zerzaustes Haar. „Sie ist erschöpft und kann nicht länger hier bleiben. Madame Pomfrey hat ihr einen Beruhigungstrank gegeben und sie braucht Ihre Unterstützung.“
Es war die Wahrheit. Sie lehnte sich an die beiden Jungs, doch am meisten an Weasley. Er sollte das lieber nicht als Entschuldigung benutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. „Sehr gut. Dann auf ins Schloss.“
Potter sprach: “Wir müssen zu den anderen - Neville und zu unseren Freunden.”
Severus biss sich auf die Zunge, als die Hauslehrerin von Gryffindor sagte: „Natürlich, aber bitte beeilen Sie sich ins Schloss zu kommen. Ich werde sofort zu Ihnen kommen, sobald ich kann.“ Er sah seine Hexe an, die von ihren Freunden weg geführt wurde. Sie waren immer noch in Sichtweite, als ein lautes Krachen zu hören war. Keinen Moment später sah man das Dunkle Mal über Hogsmead, und seine grünen Funken glitzerten gespenstisch.
“Was zur Hölle?”, bellte Severus und drehte sich zu den anderen um.
“Poppy und ich werden nach Laura und Kevin sehen”, sagte Sprout traurig.
“Ich werde Ginevra bringen”, antwortete Lupin.
“Das wirst du zur Hölle nicht tun”, sagte Molly. „Ich werde sie bringen. Der Rest von Ihnen sollte losgehen und nachsehen, was passiert ist.“ Severus lächelte, als er sah, was Lupin für ein Gesicht zog.
Der Direkter sagte: „Severus, sehen Sie nach den Schülern, bringen Sie sie nach Hogsmead.“
Severus nickte. “Minerva, Tonks, Remus - wollt ihr mit mir apparieren?”
Sie nickten einstimmig und mit einer Knall-Serie, waren sie disappariert. Severus drehte sich zu Pomona, Poppy und Molly um. „Ich möchte, dass die Damen vor mir apparieren, damit ich sicher gehen kann, dass alles ok ist, bevor ich verschwinde.“
Nach nur einigen Momenten, nahmen sie jeweils einen SchĂĽler und verschwanden. Zufrieden, dass niemand zurĂĽckgeblieben war, machte er sich auf dem Weg zu seiner Hexe und ihren Freunden, die nahe zusammen standen.
“Das ist schrecklich. Bitte halte mich”, sagte Delacour zu Potter, was er auch tat. Der Junge tat wie geheißen, ließ Weasley alleine mit Hermine.
Severus wollte den Bastard verhexen. Dieser hielt sie mehr als Besitz ergreifend und strich ihr zärtlich über die Haare und murmelte leise Worte. All die Dinge, die er hätte tun sollen. „Los jetzt“, sagte er beißend. “Ich werde sie ins Dorf bringen.” Er zog seinen Zauberstab. Es juckte ihn den Bastard zu verhexen, der seine Hexe hielt und schritt voran. Viele Gedanken stürmten auf ihn ein. Warum hatte ihm niemand über diese Attacken informiert? Steckte der Dunkle Lord dahinter? Seine Gedanken verdüsterten sich, als er sich vorstellte, wie er Goyle würgte.
Er würde den Bastard zum Reden bringen, bevor er das Vergnügen hatte ihn zu töten. Niemand würde seine Hexe verletzen. Er hoffte, Hermine würde seiner Geschichte nicht widersprechen. Sie stand unter Schock. Den Tod hatte er schon bei mehreren Gelegenheiten kennen gelernt und es faszinierte ihn immer wieder, wie verschieden er damit umging, im Vergleich zu den anderen. Schon lange zuvor hatte er damit gelernt zu umgehen. Was war der Grund, warum sie heute hatten sterben müssen?
All seine Fragen mussten warten, bevor sie beantwortet wurden, was ihm ein Blick auf die schreiende Menge und die Patronie sagten, als sie sich dem Dorfplatz näherten. Es würde ein langer Tag werden, denn das Dunkle Mal schwebte über der örtlichen Apotheke.
TBC
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