
von Dumbledoria
@all
Da bin ich wieder...*g* Die Verspätung tut mir leid, aber ich kam überhaupt nicht dazu, weiter an diesem Kapitel zu arbeiten. Aber ich werde versuchen, euch nicht zu lange auf das nächste warten zu lassen!
Ich danke euch für eure Kommis und vielleicht gefällt euch ja die Szene zwischen Severus und Hermine am Ende des Kapitels ja besser, als die vorherige. *g*
Und nun viel SpaĂź beim Lesen!!
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Ferien: Teil 3
Verdutzt schaute Narzissa von ihrer Schwester auf die hängenden Schultern ihres Schwagers. „Was meinst du? Tot?“ Nein, sie missverstand etwas. Warum sagte Bella so etwas?
„Er wurde getötet, weil er dem Dunklen Lord nicht völlig gehorchte, Zissy. Er ist tot.“ Bellatrix nickte in Richtung ihres Ehemannes. „Rabastan wurde auch getötet, vom Dunklen Lord persönlich.“
„Aber…nein…Lucius versteckt sich einfach an einem sicheren Ort. Severus hätte es mir gesagt, wenn Lucius getötet worden wäre“, sagte Narzissa und hoffte, sie hatte damit Recht.
Bellatrix stand mit böse funkelnden Augen auf. „Es war Snape der ihn tötete. Yaxley und Crabbe haben wir ebenfalls verloren. Wir haben einen Zentauren gefangen genommen, doch er spricht nur mit dem Dunklen Lord.“
„Was kümmert mich ein Zentaur?“, fragte Narzissa wütend und stand auf, um ihrer Schwester gegenüber zu stehen. „Mein Ehemann ist dem Dunklen Lord immer gefolgt. Nie hätte er sich gegen ihn gestellt! Nicht bis…“ Bis was? Bis er sich sicher wäre, dass er damit durchkommen würde?
Bellatrix spottete. „Unser Lord denkt das, Zissy. Es ist geschehen und es war sein Wille. Ich dachte, du wüsstest das. Sei froh, dass dir der Tod erspart geblieben ist.“ Sie drehte sich zu ihrem Ehemann. „Rodolphus, sag es ihr.“
Er sah auf und seine Augen blickten Narzissa ruhig an. „Der Dunkle Lord sagte mir, Snape tötete ihn, nachdem er ihn hereingelegt hatte, um ihm Informationen zu entlocken. Mein Bruder und Yaxley standen sich sehr nahe. Es schien, dass Yaxley mit Lucius und den anderen an etwas arbeitete, das nach Verrat roch. Mein Bruder wurde getötet, weil er gegen Snape war und weil er dem Dunklen Lord nicht berichtete, was er wusste.“
„Also…Severus…” Narzissa setzte sich wieder hin. Nein. Er hätte das nicht getan.
„Er ist der Grund, dass sie tot sind“, sagte Rodolphus dunkel. „Bastard. Dafür wird er bezahlen.“
„Er wird nicht angerührt”, sagte Bellatrix fest. „Er wird favorisiert und hat nur das getan, was unser Lord wollte. Du hättest das gleiche getan. Jeder seiner treuen Anhänger hätte es getan.” Sie hockte sich hin und tätschelte Narzissas Hände. „Pass auf dich auf, meine Schwester. Es tut mir leid, aber wir können nicht lange bleiben. Das Ministerium könnte bemerken, das wir hier sind. Ich werde wieder kommen…bald.“
Einen Moment später verschwanden beide und ließen Narzissa alleine. Zusammenbrechend, begann ihr Körper zu zittern, als sie laut aufschluchzte. Lucius war tot. Ihr Ehemann. Tot. Severus hatte ihm das angetan! Er war immer für Severus da gewesen, behandelte ihn wie ein Familienmitglied. Hatte Severus ihm keine Chance geben können? War ein Auftrag von einem verstörten Führer wichtiger als das Leben seines Freundes? Draco verehrte Severus! Sah zu ihm auf! Sie hatte fast mit Severus geschlafen. Er hatte sie abgewiesen, bevor sie hätten weiter gehen können, so wie Narzissa es gerne gehabt hätte, in dem er sagte, der Respekt Lucius gegenüber hielte ihn davon ab, sie zu nehmen. Sie hatte sogar versucht, ihn bei seinem letzten Besuch dazu zu bringen, bei ihr zu bleiben. Bei dem Besuch hatte er ihr versichert, dass er ihrem Sohn helfen könnte und versuchen würde, ihrem Mann zu helfen.
Er hatte alle verraten, hatte sie verraten. Es gab nichts das sie tun könnte, um ihm weh zu tun. Severus Snape interessierte sich nicht für viel, selbst für sich und sein Leben nicht. Doch irgendwie würde sie ihn für seinen Verrat bezahlen lassen. Lucius wäre gerächt. Sie wischte sich die Tränen vom Gesicht. „Bitte, lass es Draco gut gehen. Severus darf ihn nicht finden. Er wird ihn töten, wenn es ihm befohlen wurde”, flehte sie.
Wie konnte Bellatrix die Dinge so leicht nehmen? Sie und Lucius sind immer miteinander ausgekommen und haben sich nur selten über einige Sachen in die Haare bekommen. Kopfschüttelnd stellte sie fest, dass ihre Schwester immer auf der Seite des Dunklen Lords sein würde, ganz gleich was geschah. Rodolphus wüsste sicher etwas, das getan werden konnte, um ihre getöteten Lieben zu rächen. Er schien nicht so hinnehmend wie Bella zu sein und er schwor, Severus würde bezahlen. „Ich bin am helfen interessiert“, sagte sie, richtete sich auf und hob elegant ihr Kinn.
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Hermine dachte an die Unterhaltung, die sie mit Severus gehabt hatte und grinste. Der Mann dachte an alles. Sie war besorgt darüber gewesen, da sie keinen Verhütungstrank hatte, doch er hatte ihr gesagt, sie solle sich darüber keine Sorgen machen. Es schien, als hätte er ihr eine Dosis, die sechs Monate hielt, untergejubelt, als sie sich sein Heim geteilt hatten. Sie hatte nie irgendetwas Merkwürdiges an ihrem Getränk bemerkt. Ihr Gespräch kam ihr wieder in den Sinn.
„Ich hielt es für richtig, dir den Trank zu geben ohne dich dabei wütend zu machen. Falls du es nicht mehr wissen solltest, du warst nervös gewesen. Ich wollte nicht, dass du dich unwohl fühlst.”
„Aber du hast mir einen Trank ohne mein Wissen gegeben! So was kannst du nicht einfach machen! Über so etwas musst du mit mir sprechen“, sagte Hermine hitzig. „Mal ehrlich, wie würdest du dich fühlen, wenn ich dir einen Trank untergejubelt hätte?“
„Ich hätte bemerkt, dass in meinem Drink etwas war, das nicht dort sein sollte“, erwiderte er eingebildet. „Es ist nicht meine Schuld, dass du mittelmäßig in Zaubertränke bist.“
„Mittelmäßig in Zaubertränke? Lass dir gesagt…” Ihre Stimme verlor sich und Gelächter ersetzte ihre Worte.
Er hob eine Augenbraue. „Was ist so lustig?“
„Wenn ich mittelmäßig in Zaubertränke bin, nun, dann würde ich sagen, dass du teilweise daran schuld bist, da du mein Zaubertrankprofessor warst.“
Mit zusammen gekniffen Augen sagte er dunkel: „Ich werde dich für diese Frechheit bestrafen müssen, meine Liebe.“
„Was kannst du schon machen? Lässt du mich ohne mein Wissen einen Trank trinken, der den Anderen aufhebt, nur um zu beweisen, dass du das kannst?“, fragte sie gedehnt.
„Nein, es sei denn, du möchtest schwanger werden.“ Er grinste. „Willst du?“
„Nein, natürlich nicht“, erklärte sie. „Also ehrlich! Gegen dich kann man auch nicht gewinnen, oder?“
„Solange ich es nicht erlaube, nein“, erwiderte er arrogant.
„Du bist warst letzter Zeit recht glücklich. Ich dachte, du würdest eine schwere Zeit hier haben“, sagte Ginny, setzte sich neben Hermine und unterbrach so ihre Gedankengänge.
„Es sind doch noch schöne Ferien geworden“, antwortete sie und hoffte, Ginny würde das Thema wechseln.
„Seit der Weihnachtsfeier habe ich dich beobachtet. Ich dachte, George könnte dir vielleicht Gesellschaft leisten und dich aufheitern.“ Sie rutschte näher. „Als du letztens raus gerannt bist, bin ich euch beiden gefolgt. Ich habe bemerkt, dass es falsch war, dich und George verkuppeln zu wollen, vor allem, da ihr ein Auge auf jemand anderen geworfen habt.“
Hermine hob ihren Kopf. „Ja, George hatte das erwähnt.“
„Was du auch tust.”
Ginnys wissendes Grinsen nahm sie wahr und fragte: „Was?“
„Professor Snape“, sagte sie. „Ich habe es vorher nicht gemerkt, aber als er herkam, bemerkte ich deine Veränderung. Ich sah sogar, wie er dich ein paar Mal angesehen hat.“ Traurig lächelte sie. „Remus sah mich immer so an. Es ist ein Blick der sagt „Du gehörst mir, aber es darf kein anderer wissen“ und deine Blicke für ihn sagen das gleiche.“
„Wir sind nur Freunde. Seit er auf mich aufpasst - ”
„Stopp”, unterbrach Ginny sie. „Dein Geheimnis ist bei mir sicher. Als ich Draco sagte, was ich weiß, erzählte er mir alles. Ich weiß, dass ihr beide ein…Paar seid.“
„Wie kann er es wagen über meine Beziehung mit Severus zu tratschen?“, sagte Hermine hitzig. „Es ist nicht seien Aufgabe es zu erzählen!“
Ginny grinste und zuckte mit den Schultern. „Ja und, Hermine? Ich bin’s doch nur. Ich bin froh, es zu wissen. Jetzt verstehe ich, warum es dir einfacher fiel über Ron hinwegzukommen. Ich missgönne es dir nicht.“ Sie seufzte und schaute sich um. „Du weißt, das Remus neulich kam, um mich zu sehen?“ Hermine nickte. „Nun, er war hier, um mit mir über seine Gefühle zu reden.“
„Oh?”, fragte Hermine neugierig.
„Er war sehr durcheinander und sagte, er liebe Tonks und mich. Ich sagte ihm, ich wäre jetzt mit Draco zusammen und dass ich es nicht gut finde, dass er vorbei gekommen ist, um mich zu verwirren.“
„Wow“, sagte Hermine beeindruckt. „W-Was hat er gesagt?“
„Er respektiert meine Entscheidung und wird mich nicht länger belästigen“, antwortete sie und Hermine konnte die Traurigkeit in ihren Augen sehen.
„Was ist?”
„Nun, ich denke, ich werde mich immer fragen, was hätte sein können.“ Sie nahm Hermines Hand. „Dein Altersunterschied zu Snape ist fast der gleiche. Lass das nie ein Faktor in eurer Beziehung werden, Hermine. Wenn du ihn liebst, lass deine inneren Ängste nicht die Oberhand gewinnen. Wenn Remus die Courage gehabt hätte mit mir über seine Gefühle zu sprechen, wie unklar sie ihm auch waren, und wenn er die Courage gehabt hätte, mit mir zu meinen Eltern zu gehen, wäre alles vielleicht anders gekommen.“
„Was ist mit Draco?”
„Ich denke, ich liebe ihn.” Sie lachte. „Ich weiß, dass ich es tue. Ich fühle mich wohl bei ihm und ich weiß, wo ich bei ihm stehe. Er behandelt mich nicht so, wie es Remus tat und es läuft besser, als es mit Dean lief. Und das heißt schon etwas! Ich denke jeden Tag an ein Dutzend neue Gründe, warum ich ihn gerne in meinem Leben habe und ihn immer bei mir haben will.“
„Gin, ich freue mich wirklich für dich. Vor kurzem dachte ich noch, dass du vielleicht eine Therapie bräuchtest. Du schienst nicht gerade stabil zu sein.“ Hermine umarmte ihre Freundin. „Ich liebe Snape auch“, flüsterte sie plötzlich. „Kannst du das glauben?“
„Es ist komisch, so über euch beide zu denken, aber du kannst dir nicht wirklich aussuchen, wer für dich bestimmt ist”, sagte Ginny und tätschelte Hermine den Rücken. „Wie behandelt er dich?“
„Nun, er denkt gerne, dass er das sagen hat und um ehrlich zu sein, hat er es normalerweise auch. Jedoch“, sagte Hermine und lächelte verschmitzt, „ich glaube nicht, dass es ist so oft ist, wie er es glaubt. Ich habe gelernt zu bekommen, was ich will.“
„Ich kann mir gerade wirklich nicht vorstellen, dass er so sympathisch ist. Draco schwört, dass der Professor ein großartiger Mentor ist, aber…ich nehme an, weil ich ihn noch nicht außerhalb Hogwarts oder vom Hauptquartier erlebt habe.“ Ginny senkte ihre Stimme. „Aber bitte lass ihn nie zwischen dir und Harry kommen.“
„Niemals“, sagte Hermine fest. „Das haben wir schon besprochen. Er weiß, wie ich darüber denke.“ Sie lächelte. „Es ist alles großartig, wirklich! Ich lerne gerade, mich durchzusetzen. Es ist verdammt schwer es zu tun. Er unterbricht mich oder lenkt mich anderweitig ab. Als er sagte, er würde nicht her kommen, war ich enttäuscht und ich verhielt mich nicht so, wie ich es hätte tun können. Ich benahm mich etwas albern, aber ich hielt an meiner Entscheidung, ohne ihn her zu kommen wenn ich musste, fest.“ Sie kicherte. „Und er kam, oder?“
Ginny nickte. „Und keine Minute zu spät! Ich freue mich für dich. Merk dir bloß mein Rat.“
„Keine Bange. Das werde ich.” Hermine grinste. Ginnys Rat war gut, doch wenn jemand wusste, wie man mit Severus als Liebhaber umzugehen hat, dann war sie es. Außerdem war es ja nicht so, als wäre ihre Freundin mal mit Remus ausgegangen. Sicher, er war ein älterer Mann wie Severus, aber es gab wirklich keinen Vergleich. Flüchtig fragte sich Hermine, ob Ginny und Remus vielleicht jemals etwas Sexuelles getan haben. Nein. Ginny hätte etwas gesagt.
Sie beobachtete, wie Ginny zur Tür ging, Draco abfing und ihn schnell küsste, solange niemand anderes da war. Haben sie miteinander gevögelt? Sie schienen sich näher zu stehen. Hermines Wangen röteten sich und sie sah weg. Seit wann interessiert mich das Sexleben von anderen? Seit sie und Severus das erste Mal Liebe gemacht hatten, fragte sie sich, was die anderen taten. Vorher hatte sie nie richtig darüber nachgedacht, aber jetzt…
„Miss Granger”, sagte Severus und glitt ins Zimmer. „Ich glaube, Sie sitzen auf meinem Stuhl.“
„Sorry, Professor”, sagte sie und setzte sich schnell auf den anderen Stuhl.
Er sagte nichts, setzte sich und rief ein Buch herbei. Sie tat so, als wĂĽrde sie das Buch in ihrem SchoĂź lesen, und beobachtete ihn genau. Er war tief in Gedanken, sein Zeigefinger strich ĂĽber seine Lippen und seine Augenbrauen waren gefurcht. Sie wollte zu ihm gehen und sich rittlings auf ihn setzen. Sie wollte ihn kĂĽssen, ihn dazu bringen, in ihr Ohr zu atmen.
„Ha!“, schrie er plötzlich. Erschrocken quiekte Hermine auf und ließ ihr Buch fallen.
„Was ist?“, fragte Arthur Weasley.
Scheiße! Wann ist er ins Zimmer gekommen?, fragte sich Hermine. Sie hoffte, er hätte nicht gesehen, wie sie den Professor beobachtet hatte.
„Es ist genau hier”, sagte Severus und zeigte auf eine Passage.
Mister Weasley blinzelte und rückte seine Hornbrille zurecht, um einen besseren Blick zu haben. „Scheint so. Lassen Sie es uns Albus zeigen.“ Severus sah sie über seiner Schulter an, als sie gingen.
Sie wünschte sich, sie könne ihm nachgehen und ihn fest umarmen. Sie hasste es, sich nicht wirklich mit ihm unterhalten zu können. „Verdammt“, sagte sie ärgerlich. Morgen würde er gehen und sie hatte gehofft, später einen Spaziergang im Schnee mit ihm unternehmen zu können. Es sollte nicht sein. Er würde sich den ganzen Tag mit Dumbledore und Mister Weasley verkriechen. Sie hatten kaum Zeit für Gespräche gehabt.
Jede Nacht, wenn sie zu ihm gegangen war, sprang er sie regelrecht an. Es kümmerte sie nicht. Sie wollte sich ihm hingeben, wollte ihn verwöhnen und auch selbst verwöhnt werden. Danach würden sie sich leise unterhalten, manchmal auch ein zweites Mal mit einander schlafen und manchmal nicht. Heute Nacht plante sie mit ihm zu sprechen. Sie wollte wissen, was er für Pläne mit ihr hatte, aber sie fürchtete sich davor, ihn zu sehr zu drängen.
Seine Liebe würde er gestehen, wenn er bereit dafür war, auch wenn es schön wäre, es zu hören. Sie wollte einfach wissen, ob irgendetwas sich geändert hatte, seit sie getrennt worden waren. Wollte er immer noch sein Haus mit ihr teilen, wenn dieses Jahr vorbei war? Würde er ihre Eltern besuchen gehen? Würde es ihn wirklich nicht stören, wenn sie einen Job im Ministerium annahm, so wie sie es plante? Würde er ihr erlauben, ihr eigener Herr zu sein, ohne zu versuchen, sie zu kontrollieren?
Sie wĂĽrde es frĂĽh genug herausfinden. Sie legte das Buch auf den Tisch neben dem Stuhl, stand auf und ging hinaus in den Flur, wo sie in Arthur Weasley lief.
„Entschuldige, Hermine“, sagte er und griff nach ihren Armen. „Geht es dir gut?“
„Ja, sorry, Mr. Weasley. Ich wollte gerade rauf gehen und ein Bad nehmen.”
Für einen Moment sah er sie seltsam an und lächelte. „Na geh schon. Wir sehen uns beim Abendessen. Molly macht Fleischbällchen.”
„Danke“, sagte sie und fühlte sich unwohl. Warum hat er sie so angesehen? War er enttäuscht, dass aus ihr und George nichts wurde? Bestimmt war er nicht besorgt wegen der Situation mit Ron? Sie hatten bereits alles geklärt. Die Gefühle beiseite schiebend, stieg sie die Treppen hinauf.
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„Remus, wie soll ich wissen was mit dir los ist, wenn du nicht mit mir sprichst?”, fragte Tonks und beäugte ihn ruhig. „Du bist mit einer Jammermiene herumgelaufen und ich bin’s leid. Was habe ich falsch gemacht? Was habe - ”
„DU HAST MICH ANGELOGEN!“, schrie er plötzlich.
„Was? Das habe ich nicht!”
„Du wusstest, wo Ginevra und Draco waren! Du warst bevor und nachdem sie nach Hogsmeade gegangen waren in der Höhle!” Er stand auf und warf seine Serviette auf seinen Teller.
Tonks erbleichte sichtlich. „Remus…“ Was konnte sie sagen? Es war die Wahrheit.
„Hast du an ihre Mutter gedacht, als du dich dazu entschieden hast, still schweigen darüber zu bewahren? Güter Lord, Nymphadora, was würde Dumbledore sagen?“
„Ich dachte, wenn…“ Sag es.
„Ja?”
„Wenn sie eine Weile bei ihm bleiben würde…nun, dass sie dadurch über dich hinweg kommen könnte.“
Dieses Mal wurde Remus blass und musste sich setzen. „Ihre Eltern verdienten es zu wissen. Es war dein Job – ein Befehl von Dumbledore – sie zu finden. Du hast es nicht gemeldet. Was, wenn Lucius Malfoy sie gefunden hätte? Deine Überlegungen hätten nichts mit mir zu tun haben dürfen!“
„Verdammt! Ich dachte, dass wenn sie jemand anderen in ihrem Leben hätte, du aufhören würdest, so übermäßig besorgt um sie zu sein! Ich hatte genug davon. Perfekte Ginevra. Süße Ginevra. Naive Ginevra.” Sie schaute weg, senkte ihre Stimme und imitierte somit seine Stimme: „Wenn du nicht da gewesen wärst, wäre das nicht passiert.“
„So etwas habe ich nie gesagt”, sagte er und streckte seinen Arm aus um ihre Hand ergreifen zu können.
Doch sie entzog sich ihm. „Doch, hast du und ich nahm es ihr übel. Remus, ich muss wissen was du für sie empfindest. Ist es mehr als ich denke?“
Er schluckte schwer und dachte nochmals über alles nach. „Vor ein paar Tagen habe ich sie gesehen.“
„Ich weiß.”
„Du weißt aber nicht warum.”
„Sag’s mir.”
„Nun, ich wollte sicher gehen, ob sie mit dem jungen Malfoy glücklich war, ich wollte es von ihr selbst hören.“ Er seufzte. „Sie ist sehr glücklich und ich werde das respektieren.“
„Mein Gott Remus, du hörst dich an, als ob du versucht hättest, mit ihr auszugehen, wenn sie nein gesagt hätte.” Tonks entsetzter Gesichtsausdruck verwandelte sich in einen wütenden. „Das ist es, oder? Du hättest mich verlassen. Einfach so.“
„Nein“, sagte er schnell. „Ich sagte ihr, ich würde dich lieben.“
„Und nun? Ich verstehe es nicht. Du musst es mir erklären.”
Remus vergrub sein Gesicht in seinen Händen. „Ich sagte ihr, ich würde auch sie lieben, aber ich sagte ihr auch, ich würde ihre Entscheidung akzeptieren.“
Tonks stand auf und schmiss so den Stuhl um, auf dem sie saß. „Das war’s. Es ist vorbei. Ich kann das nicht mehr, Remus. Ich werde nicht die zweite Wahl sein…nicht nach einem verdammten Kind kommen.”
„Sie ist kein Kind, und du bist keine zweite Wahl. Ich liebe dich. Es ist einfach nur kompliziert. Ich sorge mich um sie und ich weiß nun, dass es ihr gut geht. Jetzt, da ich es weiß, kann unser Leben weiter gehen”, flehte er und lief los, um sie zurück zu halten.
„Lass mich los.”
„Dora, nein“, sagte er mit offensichtlicher Panik in seiner Stimme. Er entfernte seine Hände von ihr, als ob er sich verbrannt hätte. „Bitte…“
„Es tut mir leid, Remus. Ich werde nicht herumsitzen und darauf warten, dass die nächste Person deine Aufmerksamkeit erregt.“ Sie wischte eine einzelne Träne weg. Dafür würde es später noch genug Zeit geben. „Das ist mir nicht mehr gut genug.“
Sie ging zu ihrem Schlafzimmer und zeigte mit ihrem Zauberstab auf ihre Sachen, um diese zu packen. Remus stand in der Tür und beobachtete sie mit einem leeren Gesichtsausdruck. Sie war enttäuscht, dass er beschlossen hatte, sie gehen zu lassen. Er sagte weder ein Wort noch versuchte er sie zum Bleiben zu überreden. Vielleicht sehnte er sich danach, dass das Mädchen ihren neuen Freund eines Tages verlassen würde. Ich mag vielleicht unehrlich gewesen sein, aber er ist die einzige Person, die ich liebe. Ich hab genug. Nachdem fast alle ihre Sachen gepackt waren, ging sie ins Badezimmer, um dort ihre Sachen zusammen zu suchen. Als sie ihre Zahnbürste sah, hielt sie inne, schloss die Tür und rutschte zu Boden. Eine Erkenntnis traf sie. Sie war dabei, ihn zu verlassen. Sie würde nachts alleine schlafen. In einem kalten Bett. Keine Arme, die sie fest hielten. Sie waren dabei, sich nach einem Streit zu trennen.
„Ich liebe dich, Remus”, sagte sie leise weinend und wusste, dass er an die Tür herangetreten war. Sie konnte ihn immer spüren, wenn er in der Nähe war.
Auf der anderen Seite saß Remus mit dem Rücken zur Tür und sagte: „Und ich liebe dich.“ Sie zu verlieren wäre der größte Fehler seines Lebens. Ja, er sorgte sich und liebte Ginevra, doch der Gedanke, sie zu verlieren, war nichts im Vergleich Tonks zu verlieren. „Tonks, ich kann nicht ohne dich. Dich deine Sachen packen zu sehen…“ Seine Stimme war brüchig. „Es ist mehr, als was ich für sie empfinde. Während ich enttäuscht war, dass sie über mich hinweggekommen war, war ich auch erleichtert. Du bist diejenige, die ich will. Wenn du mich verlassen würdest, wäre ich ein Nichts.“
Die Tür öffnete sich hinter ihm. Er drehte sich um, um ihr in die Augen sehen zu können. Genau wie er, saß auch sie auf dem Boden. „Wie kann ich dir glauben? Was, wenn sie Draco nächste Woche verlässt?”
Er rutschte näher und zog sie in seine Arme. „Nun, es ist mir egal, ob sie mit mir sprechen möchte, weil ich nächste Woche Urlaub mit meiner Ehefrau machen werde.“
„Ehefrau? Was?”
„Ich gestehe. Ich werde dich heiraten, wenn du dann bei mir bleibst”, sagte er fest.
Sie schüttelte ihren Kopf. „Ich habe das nicht getan, damit du das hier tust. Wenn du vorher nicht bereit warst, dann bist du es jetzt sicherlich auch nicht.”
„Nein, alles ist mir vollkommen bewusst und klar. Schuldgefühle…eine Menge davon. Ich weiß, dass, wenn ich mich nicht von ihr abgewandt hätte, sie nie mit diesem Jungen losgegangen und sich Gefahr gebracht hätte. Ich fürchte, dass ich Beschützerinstinkt mit Liebe verwechselt habe.“ Mit seinen Händen umschloss er ihr Gesicht. „Ich gestehe, ich sie anziehend finde – auf gewisse Weise - aber ich schwöre, sie bringt mein Blut nicht zum Kochen, so wie du es tust. Du bist alles was ich brauche. Können wir nicht weiter machen?“
„Ich werde dich nicht verlassen, aber ich werde dich auch nicht heiraten.“ Zögernd küsste sie ihn. „Ich möchte. Wirklich. Deine Frau zu werden ist mein Wunsch, aber nicht so, Remus. Nicht auf diese Weise. Wir brauchen Zeit.“
Emotionale Laute entwichen seinen Lippen, als er eindringlich ihre Lippen küsste und versuchte, ihr das Ausmaß seiner Gefühle zu zeigen. Er legte sich auf den Boden, zog sie auf sich und zerrte dabei an ihrer Bluse. „Dora“, murmelte er, als ihr Mund seinen Nacken fand. Mit seinen Fingern strich er durch ihre kurzen, braunen Haare und liebte sie noch mehr, wenn sie ihre eigene Gestalt annahm. „Genauso wie ich dich mag.“
Sie hielt inne. „Wirklich? Ich dachte, du magst es, wenn ich mich verändere.”
Er schüttelte seinen Kopf. „Das ist es, was ich sehen möchte. Nur dich.“
„Möchtest du wirklich ein Leben mit mir führen?“, fragte sie leise.
„Das will ich.“
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Als Hermine in Severus Zimmer eintrat, runzelte sie die Stirn. Er stand in der Nähe des Fensters und sah hinaus in die Nacht. „Was ist los?“, fragte sie ihn, während sie Harrys Umhang abstreifte. Sie legte es über den Stuhl, ging zu ihm hinüber, umschlang ihn von hinten und legte ihre Wange an seinen Rücken.
„Ich denke nach”, sagte er fast unhörbar.
„Über etwas bestimmtes?”, fragte sie ihn, da sie die Traurigkeit in seiner Stimme nicht mochte.
Er drehte sich um, um sie anzusehen. „Nichts, worüber ich sprechen möchte.“
Sie nickte. Wenn er so war, hatte es normalerweise etwas mit seiner Vergangenheit zu tun. Etwas was er, warum auch immer, nicht mit ihr teilen wollte. Sie drängte ihn nie, wenn er sich auf diese Weise zurückzog. Sie war der Meinung, dass jeder das Recht hatte, bestimmte Dinge für sich zu behalten. „Nun, wenn du je darüber sprechen möchtest, bin ich für dich da.“
Severus sah auf sie hinab und nickte leicht. „Warm angezogen, was?”, fragte er Augenbrauen hebend.
Sie grinste. „Meine Eltern schickten mir das.” Ihre Mutter hatte ihr viele Weihnachtsgeschenke geschickt. Dies war das erste Mal, das sie das hellblaue Nachthemd angezogen hatte. Es war lang, dick und äußerst sanft, wenn man es anfasste.
„Es ist akzeptabel”, sagte er und ließ seine Hände ihre Arme rauf und runter gleiten. Er lehnte sich nach vorne und flüsterte: „Komm ins Bett mit mir.“ Der Tonfall seiner Stimme ließ Hermine aufhorchen, ließ sie ihn verwöhnen wollen. Er klang so, als ob er sie brauchen würde, nicht nur ihren Körper – sondern auch ihre Seele.
Hermine ergriff seine Hand und führte ihn zum Bett. Dort zog sie ihr Nachthemd über den Kopf, so dass sie nur noch mit Schlüpfer und Socken vor ihm stand. Er hingegen trug nur den Morgenmantel, den sie ihm gekauft hatte. Als sie es ihm auszog, stand er in Boxershorts vor ihr. Sie trat näher an ihn heran, presste ihren Körper an seinen und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihn federleicht seinen Kiefer entlang zu küssen, bis sie schlussendlich ihre Lippen auf seine presste. Danach übersäte sie seinen Hals und seine Brust mit Küssen. Ihre Hände waren auf seinem Rücken und bahnten sich ihren Weg weiter nach unten, während sie sein Fleisch streichelte und erkundete. Sie küsste eine Brustwarze und war zufrieden, als es unter ihren Lippen anschwoll und ihren Liebhaber veranlasste, anerkennend zu grunzen. Mit ihrer Zunge schnellte sie über den anderen, entlockte ihm so dieselbe Reaktion und glitt über seinen Bauch weiter nach unten.
Vor ihm kniend, legte sie ihre Hände auf seine Taille, zog seine Unterhose langsam herunter und befreite so seine Erregung. Erfreut schaute sie auf um zu sehen, ob er sie beobachtete, aber seine Augen waren geschlossen und sein Kopf in den Nacken gelegt. Zufrieden, dass sie ihn ohne jeden Druck oder Publikum erkunden konnte, drückte sie ihre Lippen auf die Spitze seines Penis. Sie nahm ihn nicht in den Mund; stattdessen leckte sie mit ihrer Zunge. Weiter erkunden wollend, bewegte sie ihre Zunge zur Basis seines Schafts hinunter und leckte über seinen Hoden. Sie konnte spüren, wie seine Beine etwas zitterten und fragte sich, ob er es einfach leid war, auf der gleichen Stelle zu stehen oder ob es der Effekt war, den sie auf ihn hatte.
Als sie aufblickte, sah sie schwarze Augen, die sie beobachteten. Hermine war nicht dumm. Die Botschaft in seinen Augen konnte sie erkennen. Er wollte in ihr sein. Sie wollte es auch, aber heute Nacht wĂĽrde es nach ihren Bedingungen laufen.
Sie stand auf, drückte ihn aufs Bett und zog langsam ihren Schlüpfer aus. Severus rutschte nach hinten, um seinen Kopf auf die Kissen zu legen und Hermine kroch zu ihm und setzte sich rittlings auf ihn. Als seine Hände ihren Hintern ergriffen, bewegte sie sich nicht. Sie senkte einfach ihren Mund, um ihn inbrünstig zu küssen. Sie konnte fühlt, wie er sich ungeduldig unter ihr bewegte und entschied, dass es Zeit war.
Eine ihrer Hände bewegte sich zwischen ihre Körper, um ihn zu positionieren, während die andere auf seiner Brust lag, um das Gleichgewicht halten zu können. Versuchsweise begann sie ihn in sich aufzunehmen. Diese Position hatten sie nie zuvor versucht, aber sie wusste, er würde ihr helfen, wenn es nötig sein sollte. Sie fühlte sich wohl genug, um es wenigstens zu versuchen. Als sie ihn beinahe vollständig in sich hatte, hielt sie inne und genoss es, von ihm ausgefüllt zu werden. Sie bewegte ihre Hüften und fühlte, wie er tiefer als je zuvor in ihr war. Er sog scharf die Luft ein, während sie heftig ausatmete.
Nun stütze sie sich mit beiden Händen auf seiner Brust an. Ich hoffe, ich tue ihm nicht weh, dachte sie, da sie das Gefühl hatte, ihr Gewicht würde ihn zerquetschen. Durch seinen Ausdruck wusste sie, dass er sich für nichts anderes interessierte, außer mit ihr verbunden zu sein. Sie beobachtete, wie sich sein Gesichtsausdruck veränderte, als sie sich erhob, ihn dabei fast hinaus gleiten ließ, und dann wieder senkte. Der anerkennende Blick kombiniert mit dem festen Griff auf ihren Hintern und dem leisen Knurren, drängte sie dazu, weiterzumachen. Sie schloss ihre Augen und bewegte sich auf und ab. Jede unsichere Bewegung führte zu einer sicheren.
Nach kurzer Zeit merkte sie, dass er von unten in sie stieß, und sie sich seinen Bewegungen anpasste, so dass sie ihr Becken an seinem reiben konnte, um so ihre Klitoris zu stimulieren. Das Gefühl nicht verlieren wollend, beschleunigte sie ihr Tempo, wandte mehr Druck an und jagte ihrem Orgasmus hinterher. Sie hörte ihn vor sich hin murmeln, aber sie konnte nicht aufhören oder sich davon ablenken lassen zu versuchen, seine Worte zu entziffern. „Oh…mein…Gott“, wiederholte sie immer und immer wieder. „Severus, ich bin dabei….“ Den Satz konnte sie nicht zu Ende sprechen. Alles, was sie noch tun konnte war, zu keuchen und zu wimmern.
Einige Momente später bemerkte sie, dass sie auf ihm zusammengesackt war und heftig atmete. Sie konnte ihn immer noch in sich fühlen, obwohl er nicht so hart wie vorher war. Hatte sie ihren Orgasmus zu früh gehabt? Hatte er einen? War er der Meinung, sie hätte alles richtig gemacht? Sie sah auf und bemerkte, dass er selbstgefällig lächelte.
„Bist du…?”
„Kurz vor dir”, sagte er.
„Oh, das habe ich nicht mitbekommen”, sagte sie. „Tut mir leid.“
„Ich habe es genossen, dich auf solch eine Weise auf mir zu sehen.” Er küsste sie auf die Schläfe und strich eine Locke ihres Haars zurück.
Bemerkend, dass die Melancholie verschwunden war, entschied sie, dass es Zeit war, mit ihm über ihre Zukunft zu reden. „Severus, können wir kurz sprechen?“
„Tun wir das nicht bereits?”, fragte er trocken.
„Du weißt, was ich meine”, sagte sie und legte sich neben ihn.
„Einen Moment”, sagte er und griff nach seinem Zauberstab, der auf dem Nachttisch lag. Er schwenkte ihn über ihre Körper und ließ mit Hilfe der Zauberei die Beweise ihrer Verbindung verschwinden. Er legte seinen Zauberstab zurück auf den Nachttisch und zog die Decke über sie. „Was ist?“
„Wenn das alles vorbei ist, beabsichtigst du immer noch mit mir in deinem Haus zu leben?“
Seine Mundwinkel wanderten nach oben. „Unser Haus, Hermine. Ich dachte, darüber hätten wir bereits gesprochen. Ich will dich bei mir haben.“
„Nun, wir waren eine Weile nicht alleine und es hat einige Meinungsverschiedenheiten gegeben. Ich wollte nur eine Bestätigung, dass unsere Pläne bestehen bleiben“, sagte sie erleichtert.
„Wenn sich etwas geändert hätte, wäre ich in diesem Augenblick nicht bei dir. Ich bin da, wo ich im Moment sein möchte“, sagte er. „Und gibt es etwas anderes, das du wissen möchtest?“
„Naja, ich überlege immer noch, ob ich einen Job als Unsagbare annehmen soll.“
Severus nickte. „Ich werde dich bei allem unterstützen. Das sagte ich dir bereits.“
„Ich liebe dich.” Sie sah, wie sich seine Miene sofort verdüsterte. „Du musst es nicht sagen.“
„Warum insistierst du, es mir zu sagen?”, fragte er mit erhobener Augenbraue.
„Weil ich so empfinde.”
„Hast du auch Weasley gesagt, dass du ihn liebst?“
„Ich…“ Sie war geschockt. Warum wollte er das wissen? „Nun, natürlich. Wir haben uns getroffen, aber es war nicht, wie das zwischen uns.“
„Einige Menschen achten nicht auf ihre Worte”, sagte er und streichelte sanft ihre Brust. „ Ich werde diese Worte nicht sagen Hermine außer, ich meine sie wirklich.”
Sie kaute auf ihrer Lippe und nickte, während Enttäuschung sich in ihr breit machte. „Wirst du es jemals?“
Verzweifelt aufseufzend, sagte er abfällig: „Ich bin kein Hellseher.”
Hermine drehte sich von ihm weg, wünschte sich, sie hätte nie etwas gesagt. Konnte sie so für den Rest ihres Lebens leben? Wie konnte er es wagen ihre Worte abzutun und sie gegen sie verwenden? Verdammt noch mal, sie wusste was sie für ihn empfand. Es war viel mehr, als das, was sie für Ronald gefühlt hatte.
„Dreh dich nicht weg”, sagte er sanft, rutschte hinter sie, legte seinen Arm über ihren Arm und seinen Kopf auf ihren, so dass seine Lippen an ihrem Ohr waren. „Ich sagte das nicht, um dich zu verletzen.“
„Das hat es aber”, sagte sie bitter. „Ich gebe dir alles und nie ist es genug. Ich weiß nicht, ob ich so leben kann. Nicht für den Rest meines Lebens. Du kannst nicht einfach nur nehmen. Du musst auch geben können.”
Eine lange Zeit war er schweigsam, bevor er wieder etwas sagte. „Keine andere Frau kann sagen, dass ich jemals so zu ihr gewesen bin. Du gibst mir etwas, auf das ich mich freuen kann, Hermine. Können meine Taten nicht für mich sprechen? Können sie dir nicht zeigen, was ich fühle und in welchem Ausmaß?“
„Severus, ich habe nicht um eine verdammte Proklamation deiner unvergänglichen Liebe gebeten. So habe ich im Moment gefühlt und ich wollte es dich wissen lassen.“ Seine Hand zog sie zu ihrer Brust und verschränkte ihre Finger mit seinen. „Wen kümmert’s, ob ich es schon jemandem gesagt habe? Ich liebte ihn, aber es ist ziemlich wenig in Vergleich zu dem hier. Ich bin in dich verliebt. Siehst du, da gibt es einen Unterschied. Jene Wörter habe ich nie zu ihm gesagt. Ich möchte eine Zukunft mit dir haben. Ich möchte…oh.” Er begann sanft an ihrem Ohrläppchen zu lecken. „Stopp.“
„Warum?”
„Ich möchte es. Ich bin noch nicht fertig.“ Plötzlich drehte sie sich um und erschrak ihn leicht. „Jedes Mal, wenn ich versuche etwas zu besprechen, das mir wichtig ist, lenkst du mich ab oder du unterbrichst mich. Ich mag es nicht, mich abgewiesen zu fühlen. Du hast sogar Entscheidungen über die Geburtenkontrolle für mich getroffen!“
Seine Augen verengten sich. „Das ist nicht meine Absicht.”
„Siehst du? Du bist dabei, wütend zu werden und ich werde den Rest des Abends damit verbringen, es wieder gut zu machen. Ich möchte offen mit dir sprechen können und deine volle Aufmerksamkeit haben, wenn wir etwas besprechen.“ Sie wartete auf eine Reaktion, doch sein Ausdruck war unergründlich.
„In Ordnung. Frag mich was du möchtest und ich werde dir ehrlich antworten.”
Statt nach ihrer Beziehung oder seinen Gefühlen für sie zu fragen, fragte sie: „An was hast du gedacht, als ich heute Abend her gekommen bin?“
Er sah weg. „Ich habe an meine Mutter gedacht.”
„Oh Severus, ich hatte nicht vor, neugierig zu erscheinen. Du musst nichts weiter sagen”, erwiderte sie und fühlte sich schuldig. Er war in Bezug auf seine Kindheit und seine Eltern ziemlich empfindlich.
„Es ist in Ordnung”, sagte er gereizt. „Ich fragte mich einfach, ob sie dich gemocht hätte. Ich bin sicher, sie hätte.“ Er zuckte mit seinen Schultern. „Ich dachte, dass wir ihr Schlafzimmer zu Hause vielleicht öffnen, ihre Sachen aussortieren und das Zimmer zu unserem machen sollten. Es ist ziemlich groß und dort wir würden uns wohler fühlen.“
Hermines Herz drohte zu platzen. Er hatte an sie und seine Mutter gedacht. „Das wäre schön“, sagte sie und schlang ihren Arm um seine Hüfte. „Du schienst so traurig.“
„Nun ja, ich versuche nicht an sie zu denken – jemals - aber wenn ich es tue, überwältigt es mich immer wieder. Deswegen werde ich morgenfrüh abreisen und den Jahreswechsel nicht mit dir feiern.“
„Verstehe ich nicht.”
„Morgen ist ihr Todestag. Das Leben verließ sie, als ein altes Jahr starb. Das neue hatte sie nie mitbekommen“, sagte er ehrlich. „Traditionell verbringe ich den Abend allein mit einer oder zwei Flaschen Whisky.“ Er legte seinen Finger auf ihre Lippen, um sie am Reden zu hindern. „Vertrau mir, Hermine. Ich wäre keine gute Gesellschaft. Ich denke, dass du zumindest zufrieden sein solltest, dass ich diese letzte Woche mit dir verbracht habe.“
Sie nickte. „Das bin ich.“ Sie küsste ihn, hoffend, ihm ihre Gefühle für ihn zeigen zu können und war erfreut, als er dasselbe zu tun schien. Aus irgendeinem Grund fühlte es sich so an, als hätten sie eine größere Hürde überwunden. Er respektierte sie genug, um ihr zuzuhören und er verstand jetzt, dass sie ihm nicht erlauben würde, sie noch länger zu manipulieren. Ihre Beziehung konnte nur stärker werden.
„Da ist noch etwas”, sagte er mit angespannter Stimme. „Arthur Weasley hörte, wie Dumbledore und ich über unsere Beziehung sprachen. Er sagte, er würde es Molly nicht sagen, aber ich habe das Gefühl, als würde er es nicht billigen.“
„Ich stieß heute im Flur auf ihn. Ich fühlte mich…seltsam.”
„Hat er dich traurig gemacht? Hat er etwas gesagt?“
„Nein, er sah mich sonderbar an, bevor er seinen Gesichtsausdruck wieder unter Kontrolle hatte. Ich fühlte mich unwohl. Also…weiß er es?“
„Ja, ich fragte Albus, ob du mit mir zurückkommen und in meinen Gemächern bleiben könntest. Wir wurden durch Weasleys aufkeuchen unterbrochen.“ Er saugte an dem Finger, den sie an seinem Mund gelegt hatte.
„Das fühlt sich gut an”, sagte sie und genoss das kribbelnde Gefühl, dass seine Lippen und Zunge in ihrem Bauch auslösten.
„Ich will dich noch einmal haben”, sagte er seidig, während seine Hand ihr Zentrum besitz ergreifend streichelte.
„Kein Grund, warum wir nicht etwas früher feiern sollte, oder?“, fragte sie ihn neckisch und alle Gedanken an Mr. Weasley waren sofort verschwunden.
„Allerdings.“
TBC
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