Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ăśber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Verführung einer Zauberin - Die Zeit läuft weiter

von Dumbledoria

@all
Da bin ich wieder. *freu* Wünsche euch allen noch mal ein frohes und erfolgreiches neues Jahr!! Ich hoffe, ihr seid auch weiterhin neugierig, wie die Geschichte hier enden wird. Allzu lange wird es ja nicht mehr dauern! Wobei ich sagen muss, dass das nächste Update erst in ca. 2 Wochen kommen wird. Aber dann werde ich die Geschichte schnell zu ende bringen…versprochen.

@Mine/Hermy
Willkommen in meiner kleinen, bescheidenen Runde. *g* Es freut mich, dass dir die Geschichte bisher gefallen hat.

@africangirl
Ja, Pansy und Harry werden Freunde, so scheint es. Was mit Harry und Dumbledore weiter geschehen wird, kommt u.a. in diesem Kapitel.

@Aurian
Pansys Wandlung ist schon ehrlich…Ob etwas aus Harry und Pansy wird, da musst du noch ein paar Kapitel lang warten. Ich verrat nix. *g*

@Hedwich
Was das Korrekturlesen angeht, da hab ich dir glaub ich schon drauf geantwortet. *nachdenk* Jedenfalls freut es mich, dass dir die Geschichte trotz allem gefällt.

@sue
Naja…was mit Pansy und Harry wird, kann ich nicht verraten. *fg* Und Hermine und Severus…nun, es wird Auf’s und Ab’s geben.

@Joschi1991
Ja, Severus hat sich nun entschieden, aber bleibt er auch bei dieser Entscheidung? Aber bald kommt ja die Auflösung.

@eule20
Ja, Pansy hat sich verändert. Anscheinend ist es doch von Vorteil gewesen, sie bei den Weasleys zu lassen.
Und Severus und Hermine…nun, da denken beide, sie handeln richtig. Es bleibt einfach abzuwarten, was sich noch so abspielen wird.


So, genug der Worte…weiter geht’s…

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Die Zeit läuft weiter



„Ich kann nicht glauben, dass er tot ist“, sagte Harry leise, da er Dumbledore nicht wieder wecken wollte. Der Mann war wirklich schwer verletzt worden und schien viel Ruhe zu brauchen, um sich völlig zu erholen – wenn er es überhaupt schaffen sollte. Wenn er aufwachte, konnte er nur so lange sprechen, bis er wieder erschöpft war. Dies beunruhigte Harry.
Pansy nickte, legte das Buch beiseite und rutschte etwas nach hinten, um sich neben Harry zu setzen. „Ich denke die ganze Zeit an ihn“, erwiderte sie. „Es ist erst einen Monat her und ich warte immer noch darauf, dass er nachts zu mir ins Bett gekrochen kommt, in der Hoffnung, seine Mutter nicht zu aufzuwecken.“ Sie lächelte und schloss ihre Augen. „Ich denke, ich sollte dir danken, da du mich hier so lange bleiben lässt.“
Er kuschelte sich weiter unter die Bettdecke, um es sich gemütlicher zu machen, und war wirklich froh, dass sie ihr Buch beiseite gelegt hatte. Er genoss ihre Gesellschaft, aber er wollte wirklich nicht noch mehr über ein Mädchen lesen, die in der Zeit zurückreiste, um ihren Zaubertrankprofessor zu vögeln. Es erinnerte ihn an eine merkwürdige Hermine und Snape Romanze. Sie hatte begonnen, es ihm einen Tag zuvor vorzulesen. Als sie herein gekommen war, hatte er das Wort „Eitelkeit“ auf dem Cover gelesen und fast gestöhnt. Pansy schien die warzige Hexe, die die Geschichte schrieb, zu lieben und sie hatte vor, ihm einige ihrer anderen Bücher vorzulesen.
Einen Moment war er in Gedanken. „Das stört mich nicht. Ich denke, ich würde verrückt werden, wenn du mir keine Gesellschaft leisten würdest.“ Nach einigen Minuten der Stille sagte er: „Hast du ihn geliebt?“
„Er bedeutete mir viel und ich hatte mich dazu entschieden, ein Leben mit ihm aufzubauen und mich währenddessen hoffentlich in ihn zu verlieben.“ Sie legte sich auf die Seite, um ihn ansehen zu können und stütze ihren Kopf auf ihrer Hand ab. „Ich denke, ihm ging es genauso. Also ja, wir liebten einander.“
„Als du und er zusammen gekommen wart, hab ich dir nicht wirklich vertraut“, gestand Harry. „Ich denke, ich wollte immer, dass er mit Hermine zusammen ist. Ich befürchtete, du würdest ihn benutzen oder anderen Müll.“
Pansy sagte: „Es ist in Ordnung und verständlich. Harry…nicht so wichtig.“
„Was?“
„Nein, ist schon in Ordnung.“
„Nein, wirklich“, stocherte er. „Erzähl mir…alles.“
„Hast du Gabrielle sehr geliebt? Hoffst du immer noch, dass sie zurückkommt?“, platzte es aus ihr heraus.
Sein Gesicht wurde traurig. Seit seiner Misere hatte er nicht viel Zeit verbracht an Gabby zu denken. Schuldgefühle durchströmten ihn und er fühlte sich, als ob er gleich weinen würde. „Hab ich“, erwiderte er. „Tue es immer noch und ja, ich hoffe, sie wird gefunden.“ Er schloss seine Augen, da er nicht wollte, dass sie seinen Schmerz sah. „Ich denke nicht, dass sie…sie gefunden wird.“
„Es tut mir leid, Harry“, sagte Pansy und legte einen Arm über seine Brust und legte ihren Kopf auf seiner Schulter, um ihn zu umarmen. „Ich hätte nichts sagen sollen.“
„Nein, ich sollte über sie sprechen. Ich sollte mich an sie erinnern; das ist nur richtig”, sagte er versichernd und legte unbeholfen eine Hand auf ihre Schulter.
„Was ist mit Hermine? Hatten ihr beiden je Gefühle füreinander?“
Er zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht, ob man das so bezeichnen kann. Wir stehen uns einfach sehr nah. Es wäre schwer sie nicht in meinem Leben zu haben…so wie es jetzt bei Ron ist. In letzter Zeit fühlt es sich manchmal so an, als ob ihr etwas zugestoßen wäre. Ich würde ausrasten, besonders wie es um alles Momentan steht.” Er wartete auf ihren Kommentar. Als sie jedoch ruhig blieb, fragte er: „Warum fragst du?“
„Ich wollte einfach nur wissen, ob du dich mit ihr verabreden würdest…jetzt, da Ron und Gabrielle nicht mehr da sind“, antwortete sie ehrlich.
„Nein, ich glaube, sie ist glücklich mit Snape“, sagte er mit bitterer Stimme.
„Warum sagst du das so? Er hält sie am leben“, verteidigte sie.
„Jaah, inmitten von Voldemort und seinen ganzen Todessern. Ich bin sicher, mit dieser Situation ist sie wirklich glücklich“, sagte er. „Sie sollte hier bei uns sein.“
„Du magst es wirklich nicht, dass sie mit Snape zusammen ist, oder?“, fragte sie.
Er seufzte. „Ich denke, er ist in Ordnung. Ich meine, er rettete mich und brachte mich hier her, richtig?” Achselzuckend fügte er hinzu: „Ich hasse es bloß, dass sie…so leben muss. Es muss sie verrückt machen.“
„Wahrscheinlich“, flüsterte sie.
Harry fragte sich, warum sie seine Beziehung zu Hermine so beunruhigte. Befürchtete sie, dass er gegen Snape konkurrieren würde? Sie war Snape gegenüber eindeutig loyal. Jedes Mal wenn er kam, um alles zu kontrollieren, was nicht oft war, würde sie seine Anweisungen befolgen, als ob sie Gesetz wären. Mochte sie Snape? Er grinste und wusste, dass das unwahrscheinlich war. Es waren vermutlich irgendwelche alten Haus Loyalitäten.
Die Stille dehnte sich aus und er hörte ein leichtes schnarchen. Sie ist auf ihm eingeschlafen. Was würde Mrs. Weasley denken? Wir sind beide angezogen, also dürfte sie nichts sagen, dachte er. Die tröstliche Nähe genießend, drehte er sich leicht und zog sie ganz zu sich und schlief kurze Zeit später ein.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

„Gibt es immer noch nichts neues?“, fragte Hermine sofort.
„Könntest du mir etwas Zeit geben, es mir bequem zu machen, bevor du damit beginnst mich auszufragen?“, fragte er verärgert. „Nein, es gibt nichts Neues.“
Er war ihre Theorien und Grübeleien, wo Potter sein könnte, leid. Fakt war, wenn sein Name noch mal über ihre Lippen kommt, würde er sie verhexen. Den letzten Monat über sprachen sie größtenteils über den Jungen, den Orden, oder was Dumbledore geplant haben mag. Er war es leid. Ein Teil von ihm wollte ihr sagen, dass der Junge am leben war und im Hauptquartier weilte, jedoch war der Dunkle Lord ein zu guter Legilimentiker, so dass er es schnell in ihrem Kopf finden würde. Hermine schien Okklumentik nicht zu liegen, also hatte er es aufgegeben, es ihr beibringen zu wollen. Sie würde den Dunklen Lord nur alarmieren, da sie etwas zu verstecken versuchte, was ihn veranlassen würde, genauer hinzuschauen.
Sie hatten entschieden, dass es am besten wäre, ihren Unterricht zu beenden. Das lag am meisten daran, dass sie unfähig war, ihre Gedanken, wenn nötig, zu verschließen. Er konnte leicht eindringen und alles sehen. Was ihn störte war, dass es viele verschiedene Erinnerungen gab, auf die sie näher einzugehen schien und er kam nur in einer Handvoll davon vor. Potter war in den meisten, und selbst Weasley schien ihr nicht aus dem Kopf zu gehen. Am Ende war er es, der mit dem Unterricht nicht weitermachen konnte, ohne wütend zu werden und zu verlangen, dass sie jede einzelne Szene erklärte die er sah, vor allem, wenn er ihre Zuneigung für die beiden spüren konnte. Er war eine viel zu misstrauische Person, um im Stande zu sein, solche Gefühle, die sie für beiden Jungs hatte, zu ertragen.
Er hatte ihr gestanden, dass er sie liebte. War das nicht genug, um Anspruch auf ihre Loyalität zu erheben oder sie glücklich zu machen? Er nahm an, dass er leicht irrational und wegen einigem etwas unsicher war, aber wie konnte er es nicht sein? Die verdammten Potters schienen ihn immer zu übertreffen. James Potter tat es oft, auch wenn er viel Hilfe von seinen Freunden hatte und sein Sohn missachtete ihn immer und immer wieder unverfroren, nur um dann von Dumbledore verhätschelt zu werden. Er fragte sich insgeheim, ob sie und Potter zusammen gekommen wären, wenn er Hermine nicht verführt hätte?
All diese Wochen in dem gleichen Wohnbereich eingeschlossen, hatte sie dem Jungen noch näher gebracht. Noch in Hogwarts hatte einen Zauber auf Potters Raum legen müssen, um sicher zu sein, dass sie draußen blieb, und kurz bevor alle Stricke gerissen waren, hatte er sie in seine Arme genommen, Trost gesucht und gegeben. Er hasste es, auch wenn er wusste, dass nichts dahinter steckte.
„Hörst du mir nicht zu? Ich sagte, ich möchte aus diesen Räumen raus kommen“, sagte Hermine und unterbrach seine Gedankengänge.
„Du bist hier keine Gefangene“, wies er hin. „Du kannst jederzeit spazieren gehen.“
„Und dem Dunklen Lord oder Nagini über den Weg laufen? Nein, danke“, sagte sie mit einem dramatischen Seufzen.
Severus zog seine Roben, die er gerade erst abgelegt hatte, wieder an. „Nun gut. Ich wüsste nicht, warum wir draußen nicht spazieren gehen sollten.“

Sobald sie durch die verlassenen und unheimlich ruhigen Korridore gegangen waren, standen sie in einem ĂĽberwucherten Hof, mit zerfallenen Zinnenteilen und exzessiven Pflanzenwachstum.
Hermine setzte sich auf eine zerbrochene Steinbank. „Das Wetter ist wunderbar. Nur in der Sonne zu sein fühlt sich so gut an.“
Severus setzte sich neben sie und lächelte, als er sie dabei beobachtete, wie sie alles hier draußen genoss. Außerhalb des Schlosses und seiner Dunkelheit, hatte sie wieder dieses Funkeln in ihren Augen und das Lächeln, das er genoss, war auf ihrem Gesicht. Es war, als ob die frische Luft und kalte Brise ihr ein Gefühl der Freiheit gaben. Fühlte sie sich wirklich wie eine Gefangene? Bestimmt nicht. Sie war bei ihm und er sorgte sich um sie, gab ihr Schutz, Liebe, Leben und Lust. Schuldgefühle krochen in ihm hoch. Er wusste, sie war nicht vollkommen glücklich, aber sie könnte noch etwas aushalten….bis Potter bereit war, dem Dunklen Lord gegenüber zu stehen, oder?
„Ich würde wetten, dass dieser Ort einmal schön gewesen war“, kommentierte sie.
Er nickte. „Es ist schade, dass es so vernachlässigt wurde. Wie dem auch sei, das ist ein hervorragendes Versteck für uns.”
„Ich werde dich etwas fragen, Severus“, sagte sie fest, ohne ihn anzusehen. „Ich hätte gerne eine ehrliche Antwort – ganz egal bei was. Einverstanden?“
„In Ordnung“, log er. Es gab einige Sachen, die er ihr nicht erzählen konnte, auch wenn sie nicht glauben würde, dass es aus den besten Gründen war.
„Hast du Harry wirklich nicht gefunden?“
„Nein“, sagte er schnell.
„Ist er tot, Severus? Du hast ihn gefunden und der Dunkle Lord hat ihn getötet! Ist es das, was du vor mir verheimlichst?“
„Hermine, ich bin - “
„Du muss mich nicht anlügen! Du verheimlichst mir etwas, und das schon seit einer Weile. Ich kann es fühlen.“ Sie wandte ihre wütenden Augen zu ihm. „Denkst ich bin so dumm, um es nicht zu bemerken?“
„Natürlich nicht“, erwiderte er sich zu ihr drehend. „Wenn Potter tot wäre, hätte ich es dir gesagt:“
„Nein“, sagte sie und schüttelte ihren Kopf. „Das hättest du nicht. Du würdest mir nicht wehtun wollen, doch ich muss zugeben, dass das schlimmer ist. Die Hoffnung und die Enttäuschung…jeder Hinweis endet in einer Sackgasse. Das halte ich nicht aus.“
„Ich habe dir Ausgaben des Tagespropheten mitgebracht. Du hast es selbst gelesen, dass er noch nicht gefunden wurde”, wies er hin.
„Du hättest die Worte modifizieren können.”
Severus stand schnell auf und ging fassungslos von ihr weg. Wie konnte sie ihm einen solchen Verrat vorwerfen? Er würde nie…Seine Gedanken schweiften ab, als er realisierte, das er sie anlog, und auch wenn sie sein echtes Geheimnis nicht erraten hatte, hatte sie bemerkt, das etwas nicht stimmte. Es ist zu ihrem besten, argumentierte er innerlich. Es wäre ihr Tod – und meiner – sollte mein Meister herausfinden, dass ich Potter gerettet habe und versuche, ihn für ihr nächstes Aufeinandertreffen vorzubereiten. Sie darf es nicht wissen.
„Severus, ich wollte dich nicht beschuldigen“, sagte sie und legte eine Hand auf seinen Arm. „Ich sollte es besser wissen als anzunehmen, dass du die Worte ändern würdest, aber gerade weil die Zeitung nichts weiß…Verstehst du was ich versuche zu sagen? Ich werde jeden Tag einfach etwas wahnsinniger.” Sie zog ihn am Ärmel. „Sieh mich an.“ Er tat es. „Ich weiß, du verheimlichst mir etwas.“
„Das tue ich“, gestand er.
„Was ist es?“, flehte sie.
Er schüttelte seinen Kopf. „Ich kann es nicht sagen, Hermine. Wisse nur, dass ich nicht vorhabe, dich mit meiner Verschwiegenheit zu verletzen. Es ist für alle Beteiligten einfach besser, wenn ich in diesem Fall schweige.“ Er seufzte, als sie wütend weg sah. „Kannst du das nicht verstehen?“
„Du sagst, du liebst mich.“
„Das tue ich.“
„Du benutzt meinen Körper wann immer du willst.“
„Benutze deinen Körper?“, fragte er, entzog sich ihrer Hand und verengte seine Augen. „Was soll das heißen?“
„Jedes Mal wenn du nach Befriedigung suchst, gebe ich sie dir. Ich versage dir nie irgendetwas. Alles worum ich bitte - “
„Ich suche NICHT nur nach Befriedigung. Auch ich gebe sie. Zwei Menschen in einer Beziehung wie unserer tun das für und mit einander.“ Er trat zurück. „Vergib mir, meine Liebe. Ich wusste nicht, dass du es als solch eine belastende Pflicht ansiehst. Ich werde dich nicht wieder berühren. Würde das dir besser passen?“
„Vielleicht würde es das!“, schrie sie plötzlich. „Vielleicht solltest du mich nicht wieder berühren, bis du mir gegenüber völlig aufrichtig sein kannst! Ich sagte dir, dass ich in jeglicher Hinsicht gleichberechtigt sein möchte, alles teilen möchte – jede Information! Ich bin kein Kind.“ Mit dem letzten Satz stampfte sie mit dem Fuß auf.
„Du benimmst dich wie eine”, spie er. „An einigen Tagen bist du einfach…perfekt, und an anderen bist du so!“ Mit seinen Händen zeigte er auf sie. „Ich kehre in unsere Räume zurück. Es würde dir gut tun, mitzukommen. Es werden andere für eine Versammlung heute Abend her kommen. Ich möchte nicht, dass du dich unwohl fühlst.“ Er grinste. „Obwohl, es könnte sein, dass du denkst, dass ich einen Hintergedanken habe. Sei versichert, du bist von diesem Moment an sicher in unserem Bett.”
Sie sagte nichts, als sie wütend an ihm vorbeistürmte. Er folgte ihr und dachte an viele schneidende Bemerkungen, die er ihr sagen wollte, aber er würde es nicht tun. Nicht jetzt. Sie könnten gehört werden und er wollte nicht, dass sein Lord wahrnahm, dass es Schwierigkeiten zwischen ihnen gab. Er konnte ihre Gefühle in dieser Sache nachvollziehen, aber sie würde es verstehen. Es gab einfach einige Dinge, über die sie nichts wissen musste. Dass sie es wagte, sich wie ein Trottel zu benehmen, ärgerte ihn. Jeden Tag riskierte er sein Leben…für sie. Wann immer er konnte, schlich er sich weg, um Potter und Dumbledore zu helfen…für sie. Er hatte sich auf das Niveau eines geplagten Ehemannes gesenkt und gesagt, dass er sie liebte…um sie glücklich zu machen. Er hatte ihr erlaubt, eine Seite an ihm zu sehen, die nie jemand zuvor gesehen hatte, gab ihr somit die Möglichkeit, es gegen ihn zu verwenden, nur um sie dazu zu bringen, sich besser über ihre Position in seinem Leben zu fühlen. Und für was? Ein Teil von ihm war froh, dass sie verletzt war und war der Meinung, dass sie es verdient hätte, da sie sich so benommen hatte.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ginny nahm das Glas, welches Draco ihr gab und trank einen Schluck. „Sehr gut.“
„Das dachte ich mir“, erwiderte er mit einem selbstgefälligen Lächeln. „Ich denke, die Zwillinge sind für etwas zu gebrauchen.“
„Wo ist Pansy?“, fragte sie plötzlich. „Sie war den ganzen Tag nicht hier unten. Ich frage mich, ob sie wieder hinausgegangen ist.“
Draco erwiderte: „So ist sie seit Rons…seit jenem Tag.“
Molly Weasley ließ ihr Glas fallen und verschüttete dessen Inhalt über den Tisch. „Entschuldigt. Ich wollte nicht…“
„Ich entschuldige mich“, sagte Draco und zog rasch seinen Zauberstab, um die Sauerei wegzumachen. „Ich hätte nichts sagen sollen.“
Ernst sagte Arthur: „Es ist ok, Draco. Ich denke, es wird Zeit, dass wir das Geschehene akzeptieren. Die Zeit vergeht schnell. Wie lange ist es nun schon her? Sechs oder sieben Wochen? Und wir können seinen Namen nicht einmal ohne Trauer sagen“ Er seufzte. „Bill braucht unsere Unterstützung, um Fleur durch diese harte Zeit zu führen. Sie hat Glück am leben zu sein, und muss mit dem Verschwinden ihrer jüngeren Schwester umgehen. Wir wissen alle, wie nah sie sich standen.“
Molly starrte ihren Ehemann an. „Jetzt ist nicht die Zeit.“
„Wann wird sie sein?“, fragte der sonst einlenkende Mann. „Wir müssen weiterleben, Molly, während wir uns erinnern. Wir lassen alle unsere anderen Kinder mitleiden.”
„Ja, aber es…“ Ihre Stimme erstarb, als ihr Tränen in die Augen stiegen.
Ginny hatte genug und schmiss ihre Serviette auf den Tisch. „Mum, wir vermissen ihn alle, aber wir können nichts mehr ändern. An einigen Tagen, wenn mich die Erkenntnis aufs Neue trifft, weine ich von neuem und fühle mich, als ob die ganze Hoffnung weg wäre, und weil Harry und Hermine auch weg sind.“ Sie sah zu Draco, der seinen Kopf schüttelte und sie anflehte, nichts zu sagen. Sie nickte nicht. „Aber dann realisiere ich, dass ich viele Gründe zum Leben habe, Mum. So viel, worum ich kämpfen kann.“
Molly schniefte und sah zu ihr hinauf. „Ja, Liebes, ich verstehe.“
„Nein“, hauchte Ginny. „Das tust du nicht. Ich werde für den Grund, an den mein Bruder glaubte und dafür starb, kämpfen. Ich werde für den Grund, dass Harrys Leben zur Hölle werden ließ, kämpfen. Ich werde für meine Familie und die Liebe, die ich mit Draco gefunden habe, kämpfen.“ Sie lächelte Draco an und sah ihn weiter an, als sie hinzufügte: „Und ich werde für mein Baby kämpfen – das Baby, das Draco und ich erschaffen haben.“
Eine andere Tasse fiel auf den Tisch und verschüttete seinen Inhalt. Doch dieses Mal ließ Arthur Weasley es fallen. „Ginevra, willst du damit sagen…?“
„Ja“, sagte sie und sah ihn an. „Ich bin schwanger.“
Das Gesicht ihres Vaters wurde rot, als er Draco ansah. „Wir haben dich hier aufgenommen, dir vertraut, und so dankst du es uns?“
„Ich liebe sie“, sagte Draco unnachgiebig. „Glaubt mir. Wir planten das nicht, aber ich werde sie heiraten und alles geben, was sie will und werde für meine Familie sorgen.“
„Du bist nur ein Junge! Sie ist nicht einmal - “
Das Kratzen von Mollys Stuhl unterbrach Arthur. Niemand hatte durch den plötzlichen Wortwechsel auf ihre Reaktion geachtet
„Mum?“, fragte Ginny aufstehend. Als die Frau sie ansah, als würde sie sie das erste Mal sehen, sagte sie: „Ich wollte dich nicht enttäuschen. Es war nur das eine Mal. Das schwöre ich.“
„Du wächst schon in der Mitte”, erwiderte Molly und ging schnell zu ihr. „Wie fortgeschritten bist du schon?”
„Ich würde sagen, ich bin im dritten Monat, vielleicht auch ein bisschen mehr“, antwortete Ginny nervös. „Es war wirklich nur das eine Mal. Draco meinte, wir sollten warten. Gib mir die Schuld, wenn du musst.“ Sie sah ihren Vater an. „Ich liebe ihn, Daddy.“
Draco stand auf. „Meine Gefühle sind aufrichtig.”
„Warum hast du nicht eher etwas gesagt?“, fragte Molly und zog ihre Tochter in eine feste Umarmung. „Du musst einen Heiler sehen und sicher stellen, dass alles in Ordnung ist.“
„Ich hatte Angst, dass du wütend wirst oder es dich noch trauriger machen würdest. Ich fand es kurz vor der Schlacht in Hogwarts heraus.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Ich habe viel darüber gelesen und ich habe extra viel aufgepasst.“

„Ich werde sie mit Ihrer Erlaubnis heiraten“, warf Draco ein.
„Sie muss noch nicht verheiratet sein”, sagte Arthur. „Es besteht keine Eile. Es ist geschehen.”
„Ich möchte, dass mein Kind meinen Namen trägt, Sir, wenn auch Ihnen das etwas bedeutet“, erwiderte Draco und klang plötzlich reifer und genauso charismatisch wie einst sein Vater. „Und auch der Nachname seiner Mutter soll meiner sein.“
„Ginevra hat noch nicht einmal ihre Schule beendet“, sagte ihr Vater, obwohl sein Lächeln wieder zurückkehrte. „ Ich nehme an, dass deine Absichten ehrwert sind, aber wir werden nichts überstürzen. Es ist noch Zeit,…bis der Kleine auf die Welt kommt.“
Plötzlich schnatterte Molly drauf los und schien sogar glücklich. Plötzlich war Molly voller Geschwätz und schien sogar glücklich. Sie plante Termine und redete davon, etwas Kleidung, für den Neuankömmling, zu stricken. Es schien, dass mit der anstehenden Ankunft des neuen Familienmitgliedes es für sie alles etwas besser aussah.
Ginny, Draco und Arthur teilten alle erleichterte Blicke untereinander aus, als die Frau wieder die alte war. „Und Draco, du hättest ihr sagen sollen, es uns früher zu erzählen“, sagte sie.
Er räusperte sich und schaute verlegen. „Sie wollte es, aber ich habe es ihr ausgeredet. Ich denke, ich hatte etwas Angst davor, was ihr dazu sagen würdet.“
„Jetzt bist auch du ein Teil der Familie, Draco“, sagte sie glücklich und zog ihn in eine herzliche Umarmung. „Oh, es gibt so viel zu tun. Wartet nur, bis die anderen davon hören. Fleur liebt es zu stricken. Sie und ich könnten etwas gemeinsam machen.“ Ihr Gesicht erblasste für einen Moment. „Wenn du ein Mädchen bekommen solltest, könntest du unsere Gabrielle ehren, und wenn es ein Junge wird, hätte Ron sicher nichts dagegen gehabt, wenn ihr ihn nach ihm benennt.“
Ginny kicherte. „Vielleicht.” Sie lächelte glücklich. Es tat gut, ihre Mutter lächeln zu sehen und es schien, als hätte Lupin Recht. Neues Leben in einer Zeit voller Tod war ein Wunder und gab jedem wieder etwas Hoffnung. Sie bemerkte Dracos nachdenkliches Gesicht. „Ach komm schon“, flüsterte sie, als ihre Mutter weg ging, „wir müssen das Baby nicht wirklich nach einem von ihnen benennen.“
„Das ist es nicht“, erwiderte er leise und umarmte sie. „Ich wünschte nur, ich könnte es meiner Mutter sagen. Ich denke, sie wäre glücklich darüber.“
„Sprich mit dem Professor wenn er wieder kommt“, sagte sie. „Vielleicht kann er helfen.“
Draco nickte und verzog das Gesicht. „Bei all den verdammten Glück! Die Zwillinge sind hier. Ich nehme an, dass sie versuchen werden mich zu verdreschen, weil ich ihre Schwester genommen habe.“
„Nicht wenn ich ihnen mit einem oder zwei Flederwichtflüchen drohe!“
Er lachte. „Deswegen sollte ich mich immer noch an dir rächen.“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

„Ich muss gestehen, Potter“, begann Severus, „dass Sie gute Arbeit leisten, ihren Kopf frei und andere draußen zu halten. Ich bin erstaunt, das Sie in so kurzer Zeit so viel gelernt haben.“
„Vielleicht, weil ich Sie jetzt mit anderen Augen sehen und nicht mehr von meiner Abneigung Ihnen gegenüber geblendet bin“, erwiderte er.
„Was es auch sein mag, Sie machen sich gut. Ihre Reflexe sind zurück und die neuen Zaubersprüche, die wir geübt hatten, scheinen Ihnen leicht zu fallen.“
Dumbledore fragte: „Denken Sie, er ist bereit für Tom?“
Severus schüttelte seinen Kopf. „Nein, Direktor.“
„Ihre Begründung?“
„Was meinen Sie, ich bin nicht bereit?“, unterbrach Harry ungehalten. „Ich bin vollkommen geheilt und habe geübt, so wie Sie es mir sagten!“
„Sie wollen immer noch losgehen, ohne richtig vorbereitet zu werden, und während wir sprechen rutschen Sie wieder in Ihr emotionaleres Wesen.“ Verärgert schüttelte Severus seinen Kopf. „Nachdem ich Sie gelobt habe, sollte ich Sie tadeln. Wenn Sie ihm gegenüber stehen, dürfen Sie Ihre Emotionen nicht überhand nehmen lassen, denn das benebelt Ihr Urteilsvermögen.“
„Harry, hör auf Severus“, sagte Dumbledore, stand auf und ging zu ihnen hinüber. „Ich werde an den Tagen, an der er nicht kommen kann, mit dir arbeiten, damit du mehr Übung bekommst.“
„Aber Sie brauchen Ihre Ruhe“, erwiderte Harry schnell.
„Ich werde mich ausruhen, wenn ich kann. Ich bin nicht so schwach, dass ich meinen Teil nicht leisten kann“, antwortete mit einem Ton der deutlich machte, dass es keinen Raum für Diskussionen gab. Er sah zu seinem Vertrauten. „Fawkes hält mich für gesund, genau wie Severus vorhin hingewiesen hat.“
„Nein, ich sagte, - “
„Es ist in Ordnung, Severus.“
Fragend trafen Potters Augen auf Severus’, der kurz nickte. Dem Direktor war noch nicht ganz gesund und Übungen würden ihn nur noch weiter schwächen. Er hoffte, der Junge würde seine Botschaft begreifen.
„Sir, eigentlich ist es egal, mit wem ich übe und ich denke, dass Sie es einrichten könnten, dass ich mit anderen trainiere. Vielleicht Pansy oder Arthur? Und wenn Sie es für richtig halten, könnten wir auch Ginny und Draco wissen lassen, dass ich hier bin. Ich würde sie wirklich gerne sehen.“
„Wir werden darüber reden“, sagte Dumbledore. „Ich muss auf die Toilette. Ich werde gleich zurück sein.“
Als er den Raum verlassen hatte, sagte Potter: „Er wird nie wieder völlig gesund sein, oder?“
Traurig schüttelte Severus seinen Kopf. „Das glaube ich nicht. Sein Alter und die Magie die er abbekam…Jetzt hier zu sein ist ein Wunder. Er braucht Ruhe. Lassen Sie ihn sich nicht überarbeiten. Es gibt keinen Grund, warum Parkinson oder Malfoy Ihnen nicht helfen sollten. Ich denke, auch denen könnte dies gut tun. Ich habe das Gefühl, als ob auch Draco sich eingesperrt fühlt.“
„In Ordnung.“ Einen Moment später fügte er hinzu. „Wie geht es Hermine, Sir?“
„Ihr geht es gut“, antwortete Severus abrupt. Dem Jungen würde er nicht mehr sagen. Seine Probleme mit Hermine waren seine Angelegenheit, und nicht die des Jungen – zumindest sollte es so sein.
„Ich wünschte, ich könnte sie sehen“, erwiderte er nachdenklich.
„Ja, ich glaube, sie wünscht sich das selbe“, sagte er trocken und ging zur Tür. „Ich muss gehen. Guten Tag.“
Schnell verließ er den Raum. Im Flur traf er Draco und wusste, dass der Junge ein Wort mit ihm wechseln wollte. „was ist?“
„Ich würde gerne meine Eltern sehen“, sagte er.
„Jetzt?“
„Nun, ich wollte sie schon lange sehen. Es gibt etwas, was ich ihnen sagen möchte, und es in einem Brief zu tun, erscheint mir nicht richtig“, sagte er unerbittlich. Als er die erhobene Augenbraue seinen ehemaligen Zaubertrankprofessors sah, fügte er hinzu: „Ginny ist schwanger. Ihren Eltern sagten wir es vor einige Tagen und ich würde es meinen gerne erzählen.“
„Verstehe“, antwortete Severus kopfschüttelnd. Der Junge war noch nicht einmal ein Mann, und er muss sich schon um eine Familie sorgen. Wie dem auch sein, es war nicht sein Problem. „Nun gut, ich denke, wir können an den Auroren vorbei kommen. Es scheint, je mehr Zeit vergeht, desto nachlässiger werden sie. Ich wette, ein simpler Nicht-Beachtungszauber dürfte reichen.“ Er schüttelte seinen Kopf. „Vielleicht auch nicht.“
„Zu schade, dass wir Potter Tarnumhang nicht haben“, murmelte Draco.
Severus grinste. „Zufällig haben wir ihn.“
„Aber wie? Er hatte ihn im Kampf und bis jetzt ist er nicht gefunden worden. Haben Sie es auf dem Boden gesehen?“, fragte Draco mit gefurchter Stirn.
„Potter lebt“, sagte Severus leise. „Wir müssen es geheim halten. Wenn es durchsickert, ist mein Leben und das aller anderen verwirkt.“ Er hob eine Augenbraue und sagte: „Auch das Leben Ihrer Eltern wäre vorbei.“
Geschockt nickte Draco. „Ich werde stillschweigen bewahren.“
„Gut. Ich denke er würde wollen, dass Sie ihm helfen Okklumentik und neue Zaubersprüche, die ich ihn lehrte, zu üben.“
„Er hat trainiert, oder?“
„Ja, und ich weiß, in Okklumentik und Verfluchungen sind Sie gut.“
„Ich werde ihm helfen, Sir. Sie haben mein Wort“, sagte Draco und reichte ihm eine Hand.
Sich merkwürdig fühlend, die Hand eines Jungen zu schütteln, nahm Severus sie und ließ sie schnell los. „Ich werde gleich zurückkommen. Lassen Sie Molly und die anderen wissen, dass wir so schnell wir möglich zurückkommen werden.“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hermine fand ihren Weg in den alten Hof und schaute hinauf in den klaren Nachthimmel. Es war wunderschöne und ließ sie auf verschiedene Weise ungebunden fühlen. Seit Severus ihr den Hof vor zwei Wochen gezeigt hatte, war sie jeden Tag hinausgegangen. Sein Wort haltend, hatte er sie nicht berührt oder versucht, mit ihr intim zu werden.
Dies ärgerte Hermine. Sie war wütend und frustriert gewesen, als sie jene Dinge gesagt hatte, aber sie hatte nicht gewollt, dass sie keine Intimitäten mehr austauschten. Zwischen ihnen war alles angespannt, und sie versuchte, nicht zu viel nach seiner Suche nach Harry zu fragen. Mit jedem weiteren Tag schien es unwahrscheinlich, dass Harry jemals gefunden würde oder dass er sogar am leben war. In ihrem Herzen wusste sie, dass wenn er lebendig wäre, er einen Weg gefunden hätte es jemanden wissen zu lassen. Es wäre in jeder Zeitung. Vielleicht hatte sie Severus zu sehr unter Druck gesetzt. Was auch immer dem Fall war, es musste sich etwas ändern. Sie war traurig und hatte geweint. Es schien, dass alles, was sie vorhatte zu sagen, falsch herauskam, und sie nicht aufhören konnte, sich zu bemitleiden. Wären ihre Bücher nicht, wäre sie wirklich in eine ernste Depression gefallen.
„Es ist schön draußen, oder?“, sagte eine Stimme von hinten.
Sie drehte ihren Kopf um zu sehen, wer bei ihr war. Es war ein junger Mann, der seine Maske in der Hand hielt, obwohl seine Todesesserroben und seine Kapuze noch an hatte. Sie fragte sich, ob sie gehen oder bleiben sollte, wo sie war. „Es ist ziemlich hübsch“, kommentierte sie und versuchte zu klingen, als ob seine Anwesenheit sie nicht entnerven würde. Er kam ihr bekannt vor.
„Erinnerst du dich an mich?“, fragte er näher kommend. „Wir waren zusammen in Hogwarts. Ich war zwei Stufen über dir.“
„Adrian Pucey“, sagte sie und erinnerte sich, wie er ihr half Bücher aufzuheben, die sie in der Bibliothek hatte fallen lassen. „Aber was machst du hier?“ Er war einer der wenigen Slytherins, die nicht wie Malfoy gehandelt hatten.
„Wir hatten ein kurzes Treffen und ich wollte hier draußen schnell eine rauchen“, erwiderte er und setzte sich auf eine Bank in der Nähe. „Snape war heute Abend nicht hier.“
Hermine antwortete nicht. Sie wusste, Severus würde es nicht billigen, wenn sie Informationen über seinen Verbleib preisgab, und sie wollte nicht zugeben, dass sie keine Ahnung hatte, wo er war. Er sollte schon vor Stunden zurück sein. „Du warst ein guter Jäger“, sagte sie plötzlich und tat so, als hätte sie seine Leistungen in Quidditch bemerkt. „Hast du das nie weiter verfolgt?”
„Nein, ich spielte nur, weil mein Vater es so wollte“, gestand er. „Nach der Schule heiratete ich und begann im Familienunternehmen zu arbeiten…und schloss mich dem Dunklen Lord an.“
„Geheiratet?“, fragte Hermine ungläubig. „So schnell nach der Schule?“
„Oh ja, nun, unsere Eltern haben uns schon früh einander versprochen, aber es passte mir gut. Ich liebe sie. Unsere Tochter ist auch schon auf dem Weg“, sagte er stolz. Er zog eine Brieftasche aus seiner Robe und zeigte ihr ein Bild. „Das ist meine Frau Elizabeth. Vielleicht kennst du ihre Schwester, Daphne Greengrass?“
„Ich kenne sie“, erwiderte sie an ein zurückhaltendes Mädchen denkend. „Sie war eine Freundin von Pansy Parkinson. Deine Frau ist hübsch.“
„Danke“, erwiderte er.
„Warum tratest du den Todessern bei? Es scheint, als hättest du alles was man sich nur wünschen kann im Leben. Was könnte der Dunkle Lord dir noch anbieten?“, fragte sie leise.
Er schien erschrocken. „Findest du das nicht gut?”
Auf ihre Wortwahl achtend, antwortete sie: „Es ist nicht etwas, was ich getan hätte. Ich frage mich einfach nur, wieso sich andere Menschen ihm anschließen. Familiendruck? Zwang?“
Er lachte. „Nein, nichts dergleichen. Nun, der Vater meiner Frau ist ein Todesser und er erzählte mir von der noblen Arbeit des Dunklen Lords.“
„Die Welt von Schlammblütern und Muggeln befreien“, sagte Hermine und fühlte, wie ihr Temperament anstieg.
„Nein, natürlich nicht. Wir haben nur vor die Muggel zu verletzen, wenn sie unsere Welt gefährden“, sagte er zuversichtlich. „Ich bin ein Halbblut Zauberer.“ Er lächelte und erklärte: „Meine Mutter ist eine Halbblüterin; ihre Mutter war eine Muggel-Geborene.“
„Oh, es tut mir leid. Es ist…Manchmal fühle ich mich angegriffen. Malfoy und die anderen pflegten mich zu verspotten, und es scheint, als wäre das der Clou, besonders nach der ganzen Basiliskengeschichte in der Schule.“
„Tötete Harry Potter dieses Basilisken wirklich mit einem Schwert?“, fragte er bewundernd. „Jemand meinte, ein Bild in Dumbledores Büro hätte es ihm gesagt. Ich habe mich immer gewundert.“
Stolz nickte Hermine. „Hat er…zum Glück.“
Sein Lächeln verschwand. „Dein Verlust tut mir leid. Ich weiß, du vermisst ihn.”
„Das tue ich“, erwiderte sie leise. Plötzlich fragte sie: „Glaubst du er ist tot?“
„Ich weiß es. Mein Schwiegervater sah, wie der Dunkle Lord ihn in Hogwarts tötete”, antwortete er entschuldigend.
Hermine erwähnte nichts darüber, dass der Dunkle Lord Harry nicht wirklich mit seinem letzten Fluch getroffen hatte. „Ich nehme an, dass ich einfach hoffte, dass er immer am leben ist.“
„Verständlich, vor allem, da sein Körper einfach verschwand, nachdem er so getroffen wurde.“ Er zuckte mit den Schultern. „Die Macht des Dunklen Lord ist ziemlich enorm.“
Sie konnte nicht glauben, dass dieser nette Junge, der gerade eine Familie gründete, ein Todesser war. „Warst du an diesem Tag da?“, fragte sie.
„Ja, aber ich war nicht in der Nähe der Front. Unser Lord lässt nur die Besten dort hin. Ich bin ziemlich neu und habe Probleme damit, aufeinander folgende Flüche abzufeuern. Ich bin geschickte darin, Zaubersprüche abzublocken, um mich und andere zu schützen, also war das meine Aufgabe.“

„Viel Glück mit allem“, sagte sie, da sie aufstehen und gehen wollte.
„Granger, wie bist du Snape eigentlich so nahe gekommen? Er schien immer so unnahbar, so kalt. Du schienst immer ein nettes Mädchen zu sein.“ Sein Gesicht erblasste. „Ich sage nicht, dass du zu nett für ihn bist. Ich meine nur, ihr schient nicht wie ein geeignetes Paar.“
„Ich hatte Probleme mit meinem Freund. Severus erwischte ihn in einer kompromittierenden Situation mit einer anderen, und als ich sie zusammen sah, hatte er aus irgendwelchen Gründen Mitleid mit mir. Wir unterhielten uns lange und fanden heraus, das wir mehr gemeinsam hatten, als wir gedacht hätten.“ Sie lächelte. „Er ist nicht die ganze Zeit so kalt.“
„Ich wollte dich nicht beleidigen“, erwiderte er. „Wirklich. Ich entschuldige mich.“
„Nein, ist schon in Ordnung. Glaub mir. Er war eine lange Zeit mein Professor. Ich weiß, wie er sein kann“, gestand sie. Sie zitterte aufgrund der kalten Windböen, die jetzt durch die Ruinen bliesen, und sagte: „Ich sollte hinein gehen. Es war nett mit dir zu sprechen. Viel Glück mit deinem Baby. Möge sie gesund sein.“
„Danke“, sagte er, stand auf und nickte zum Abschied.
Schnell ging Hermine zurück in ihr Zimmer, sorgenschwerer als jemals zu vor. Das Leben wäre so viel leichter, wenn Voldemort wie das Monster auftreten würde, für das sie ihn schon immer gehalten hatte, und wenn seine verdammten Anhänger wie die rasenden Irren handeln würden, auf die sie schon einmal getroffen war und wenn sie aufhören würde jemanden zu treffen, der grundsätzlich gut war – und nur irregeführt wurde.
Sie wollte, dass zwischen ihr und Severus alles besser wurde und hoffte, dass nicht zu viel Schaden angerichtet worden war. „Natürlich nicht“, sagte sie laut. Er sah sie immer noch mit derselben Sehnsucht wie immer an und obwohl er ihr in letzter Zeit keine Zuneigung offen gezeigt hatte, fühlte sie nachts, wie er sie hielt und küsste, während er annahm, sie würde es nicht bemerken. Es gab immer noch Hoffnung.
Das Schlimmste war, ihre Hoffnung schwand und es schien, dass dies ihr Schicksal wäre. Harry war tot. Es war die einzige Erklärung für seine fortwährende Abwesenheit. Sie fragte sich immer noch, ob Severus wusste was mit ihm war, und es ihr einfach nicht sagen wollte, fürchtend, dass sie es nicht akzeptieren und zu verschwinden versuchen würde, wie sie es einmal gedroht hatte.
Hermine schwor sich still zu bleiben, ihren Stolz runter zu schlucken und ihn wissen zu lassen, das sie ihn immer noch liebte und wollte, auch wenn sie ihm so verletzende Dinge gesagt hatte. Sie wusste, er hatte ihren Körper nie für seine eigene Lust benutzt. Wenn sie Liebe machten, legte er all seine Gefühle hinein und es fühlte sich nie wie ein einfacher Fick an. Es war immer so viel mehr – sogar ihre hektischen, schnellen Vereinigungen.
„Jemand muss den ersten Schritt machen“, sagte sie und ging ins Badezimmer.

TBC


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Robert Pattinson ist die Rolle Cedrics praktisch auf den Leib geschrieben; er ist ein typischer Engländer mit dem attraktiven, gut geschnittenen Gesicht eines Privatschulzöglings.
Mike Newell