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Fanfiction

VerfĂĽhrung einer Zauberin - Die Suche nach Hinweisen

von Dumbledoria

Die Suche nach Hinweisen

„Was?“, fragte Severus ungläubig. Was zur Hölle dachte der Junge? “Nun, wo sind sie jetzt? Sicher haben sie das Gelände nicht verlassen, nach allem was passiert ist.“
„Ich fürchte schon Severus. Sie sind nicht da“, sagte Dumbledore. Seine Augen wanderten zu Hermine und er beäugte sie einen Moment. „Wissen Sie etwas Miss Granger?“
„Nein, Sir“, sagte sie. „Nicht darüber.“
“Warum erzählen sie uns nicht alles, was passierte?”, fragte Dumbledore freundlich.
Hermine nickte und erzählte alles, nachdem die anderen aus dem Postamt gekommen waren. Sie wusste, dass sie unter dem Imperius Fluch gestanden hatten. Was fast alle schockiert hatte, war die Tatsache, dass ein Zentaur mit verwickelt war. Sie erzählte ihnen, dass auch Lucius da war und er schien die drei anderen Todesser zu führen und dann waren alle gegangen, als ihr Professor gekommen war. Severus war froh, weil sie vor den anderen die Wahrheit nicht erzählt hatte. Unter keinen Umständen durften sie die volle Wahrheit erfahren. Nicht jetzt. Sie endete mit den Worten: „Es war klar, dass Lucius und Bane Interesse an Ginny hatten. Sie schienen sie nicht verletzen zu wollen.“
„Was plante er mit meinem kleinen Mädchen?“, fragte Molly weinend. „Ich dachte, alles würde wieder in Ordnung kommen. Er wartete nur darauf, sie zu kidnappen!“
„Beruhigen Sie sich meine Liebe“, sagte Albus. „Wir wissen nicht - “
„Aber tun wir es nicht?“, unterbrach Lupin. „Der Junge hatte offensichtlich etwas vor. Warum verließ er das Lokal kurz vor den anderen? Ich habe keinen Zweifel daran haben, das er etwas mit dem ganzen zu tun hätte.“
Tonks nickte. „Nach allem was wir wissen, könnte es sein.“
“Lächerlich”, zischte Severus. “Du hast Nerven, Lupin! Und du Tonks, bist nicht besser! Der Junge ist nicht so dumm. Außerdem…“ Seine Stimme verlor sich, als Dumbledore seine Hand hob.
„Severus, führen Sie ein Gespräch mit unserem Mister Crabbe. Er und Draco stehen sich ziemlich nahe. Es ist wahrscheinlich, dass er etwas weiß. Finden Sie etwas heraus“, sagte der Direktor und seine Augen trafen ruhig auf seine.
„Das werde ich“, stimmte Severus zu. „Sah oder hörte Goyles Familie nichts?“
„Nein, sie sind abgereist.“
„Nun gut Sir, ich werde wieder kommen.“ Er sah zu Hermine. „Bleib hier.“ Sie nickte und seine Augen schweiften wieder zu Dumbledores. Er wartete darauf, etwas von ihm zu hören, doch er blieb ruhig. Den anderen nickte er kurz zu und rauschte mit wehendem Umhang davon.
Wenn Draco etwas plante, dann zweifelte er ernsthaft daran, dass er Crabbe irgendetwas wissen lassen würde. Das wäre die erste Person, die Dumbledore oder der Dunkle Lord befragen würden. Jedoch könnte es einen subtilen Anhaltspunkt geben, den nur jemand mit Severus' Sachkenntnis finden konnte. Ein subtiler Hinweis oder Anhaltspunkt, bezüglich dessen, an was er dachte. Dieser verdammte Idiot! Er sollte es besser wissen, als das zu tun. Warum sollte das Mädchen willentlich mit ihm gehen? War sie nicht mehr verliebt in Lupin? Waren die Dinge, unbemerkt von den anderen, fortgeschritten? Das war unwahrscheinlich. Entweder hatte er das Mädchen gezwungen mit ihm zu gehen oder sie glaubte, er wolle ihr irgendwie helfen. Die Frage war ziemlich simpel. Wo lagen Dracos Loyalitäten?
Seinem Vater gegenüber loyal zu sein wäre katastrophal, da man nicht wusste, was Lucius vorhatte. Warum diese zwei bedeutungslosen Hufflepuffs töten? Wer half Lucius? Goyle, der gefangen und getötet worden war, war einer. Wer noch? Crabbe war sicherlich ein Teil des Plans, doch dadurch fühlte sich Severus nicht besser. Lucius war kein Idiot. Ohne weitere Unterstützung würde er sich dem Dunklen Lord nicht widersetzen. Crabbe und Goyle waren Lucius gegenüber immer schon loyal gewesen, aber sie waren nicht die mutigsten oder klügsten Gefährten. Es musste noch einen geben. Denk Severus. Liebstöckel. Süße Malve. Ginevra Weasley. Zentauren. Er schüttelte seinen Kopf. “Verdammt”, meckerte er laut.
Ohne Verzögerung ging er in den Gemeinschaftsraum und fand Crabbe in der Ecke sitzend, allein. „Auf ein Wort, wenn ich bitten darf?“, fragte Severus, doch sein Tonfall ließ keinen Platz für einen Widerspruch. Der pummelige Junge nickte. Severus setzte sich ihm gegenüber und fragte: „Wo ist Draco?“
“Ich weiß es nicht.”
“Was wissen Sie?” Er stellte Augenkontakt zu ihm her und beschwor innerlich den Zauber, der es ihm ermöglichte, in den Kopf des Jungen einzudringen. Gerade als der Junge murmelte, dass er dachte, Draco würde einen Spaziergang machen, überkam ihn ein mentales Bild. In diesem Ausschnitt sah er, wie Crabbe an Dracos Robe zog, um ihn zum Stehen zu bekommen. Draco stieß ihn weg und ging, ohne sich nochmals umzudrehen, weg. Severus konnte die Trauer des Jungen spüren und wusste, Crabbe wollte nicht noch einen Freund verlieren. Bevor er den Kontakt zu den Gedanken des Jungen abbrechen konnte, sah er einen weiteren Ausschnitt. Crabbe und Goyle halfen Draco auf, anscheinend nachdem er geschockt wurde. Ein Todesser erschien vor ihnen, schnappte sich Goyle und disapparierte im nächsten Augenblick wieder. Also haben die Jungs doch nicht gelogen.
Severus unterbrach den Augenkontakt, lehnte sich zurück und dachte über den Ausschnitt nach. Es war nicht Lucius. Der Todesser war kein Freund von Lucius. Nein, es war jemand anderer. Aber wer? Darüber musste er ein anderes Mal nachdenken. Erneut konzentrierte er sich auf Crabbe. „Ich bin sehr enttäuscht Junge, da Sie es ablehnen, die Wahrheit zu sagen. Sagen Sie es mir jetzt, und ich werde weder dem Direktor noch einem anderen erzählen, das Sie sich geweigert hatten, mir in dieser Sachen zu helfen.“
Das erweckte die Aufmerksamkeit des Jungen. „Sir, ich schwöre, ich sagte ihm, nicht zu gehen. Er sagte, er würde irgendwo hingehen, wo es keine Magie gäbe und ihn keiner finden würde und er sagte…er sagte, er würde sie mitnehmen.“ Der Junge nickte energisch. „Das schwöre ich.“
Sich nach vorne lehnend, fragte Severus: „Hat Sie ihr Vater in letzter Zeit gebeten, sich mit einem Zauber an ihn zu binden?“
„J-Ja“, sagte er um nichts weiter zu verraten. „Woher wissen Sie das?“
Snape hob eine Augenbraue. „Es gibt viele Dinge, die ich weiß. Unter keinen Umständen werden Sie die Schule verlassen. Habe ich mich klar ausgedrückt?“ Der Junge nickte. „Falls Ihr Vater kommen sollte, um Sie zu besuchen, und Sie darum bitten sollte zu gehen, will ich, das Sie direkt zu mir kommen. Wenn ich nicht da sein sollte, werden Sie nach dem Schulleiter suchen.“
„Ja.“
„Sie vergessen sich. Sie werden mich immer angemessen ansprechen.“
“Ja, Sir. Ich werde zu Ihnen kommen.”
„Gut. Versuchen Sie sich auszuruhen.“ In einer entsetzlichen Art der Zuneigung legte Severus eine Hand auf die Schulter des Jungen. „Die Dinge werden sich schon klären.“ Er fühlte sich unwohl durch die Geste und so machte er sich schnell auf den Weg zurück zum Büro des Direktors.
Er stoppte nicht ehe er vor Dumbledores Schreibtisch stand. „Was haben Sie herausgefunden?“
Er war sich der Anwesenheit der anderen bewusst und sagte: „Er versuchte Draco aufzuhalten. Alles, was unser junger Malfoy gesagt hatte war, er plane, an einen Ort zugehen, der keine Magie hatte, da er dort sicher sein würde und das er Miss Weasley mitnehmen würde.“
Molly sagte: „Aber warum? Warum würde er sie mitnehmen wollen? Sie sind keine Freunde!”
“Ich denke, er wollte sie vor etwas beschützen”, sagte Severus defensiv.
„Schwachsinn wenn du mich fragst!“, grölte Lupin. „Er versucht klar sie zu seinem Vater oder zu jemand anderen zu bringen.“
„Da wäre ich mir nicht so sicher!“
Arthur sagte: „Schau Lupin, wir schätzen deine Sorgen, doch du solltest solche Dinge nicht vor Molly sagen.“
„Entschuldige“, sagte der Mann abrupt. „Du weißt, warum ich bestürzt bin.“
„Nicht alle wissen es“, sagte Severus sarkastisch. „Warum klärst du uns nicht auf? Oder ist es..ach, du bevorzugst, dass wir unsere eigenen Schlüsse ziehen? Hhmm?“
Tonks stand vor Lupin, als ob sie fürchtete, er würde ihn versuchen anzugreifen. „Snape, wir haben im Moment keine Zeit dafür. Es ist nichts schlimmes, vertrau mir, ich weiß es.“
Severus grinste lediglich und ignorierte sie. Er drehte sich um, um mit Dumbledore zu sprechen, als Hermine ihm zuvorkam. „Nur damit ihr es wisst, Ginny und Draco sind Freunde. So hat sie es mir gesagt.“
Erstarrt sah er sie an. Warum sollte sie solch eine Information vor allen ausplaudern? Keiner sollte wissen, das Draco fĂĽr Dumbledore arbeitete. Er hoffte, seine geweiteten Augen wĂĽrden das ĂĽbermitteln.
“Meinen Sie, sie unterhielten sich in den Gängen?”, fragte Dumbledore, und hoffte anscheinend, sie zu einem sicheren Gespräch zu führen.
„Ja, genau“, sagte Hermine und ihre Wangen erröteten, als sie zu Molly sah. „Sie schwärmt für Lupin und aus irgendeinem Grund fühlte sie sich genötigt, dies Draco zu erzählen. Sie dachte Tonks wäre eine unehrliche Freundin und ich denke, Draco versuchte zu…helfen.“
„Sie glaubt das immer noch? Ich hatte gehofft, sie würde erkennen, wie sehr ich mich um ihn sorge und das sie etwas missverstanden hatte“, sagte Tonks ungläubig und sah zu ihrem Geliebten. „Ich sagte dir, früher zu kommen Remus. Es wäre nie soweit gekommen.“ Sie sah zu Molly. “Wusstest du, dass sie ihm einen Brief geschrieben hatte, bevor das alles geschah? Natürlich war er anonym, aber es war gespickt mit Gemeinheiten mir gegenüber. Das ging zu weit!“ Sie wollte an Lupin vorbei gehen, stolperte jedoch über seine Füße und fiel auf den Boden. „Sorry“, sagte sie bevor sie aufstand und ging.
Molly schnaubte. „Ich dachte nur, sie sollte es nicht wissen, bis er kam. Ich dachte, es wäre einfacher für sie gewesen, es von ihm zu hören. Von Angesicht zu Angesicht.“
“Keiner gibt dir die Schuld”, beruhigte Arthur sie.
Severus machte einen missbilligenden Ton und drehte sich zum Direktor. „Soll ich nach Malfoy Manor gehen?“
„Ja, geradewegs.“
“Gut”, sagte er und seine Augen wanderten zu Hermine. „Direktor, worüber wir uns vorhin unterhalten hatten…“
„Miss Granger wird im Hauptquartier für heute Nacht mit den Weasleys und Harry sicher genug sein Severus. Wenn Minerva damit fertig ist, ihre Schüller zu verhören, das Ginevra hätte sagen können, schicken wir sie weg.“
Ohne jemanden anzuschauen, verschwand er aus dem Büro des Direktors und ging sofort zum Apparierpunkt hinter den Schlossmauern. Einen Augenblick später stand er auf dem Anwesen der Malfoys und bahnte sich seinen Weg zur Tür des Haupthauses. Wie gewöhnlich öffnete ein Elf die Tür und geleitete ihn hinein. Nur einige Augenblicke wartete er, bis Narzissa zu ihm kam. Sie trug lediglich ihren seidenen Morgenmantel und ihre Haare waren offen und zersaust. Anscheinend hatte sie noch geschlafen.
„Severus“, sagte sie und umarmte ihn. „Stimmt etwas nicht?“
Das Zittern in ihrer Stimme konnte er hören. „Noch nicht“, gab er zu. „Wie auch immer, Draco wird vermisst. Wir glauben, er verließ das Schulgelände aus freien Stücken.“
“Oh nein”, stöhnte sie. “Nicht mein Junge. Was geht vor sich? Ich habe das von Gregory gehört. Hat das etwas damit zu tun?“
„Narzissa, ich werde dich jetzt etwas fragen, und zwar nur dies eine Mal. Ich muss die absolute Wahrheit wissen:“ Seine Augen bohrten sich in ihre. „Was hat Lucius vor? Plant er etwas?“
“Ich habe ihn seit zwei Wochen nicht gesehen und da war es nur ein kurzer Besuch“, sagte sie bitter. „Auroren sind überall. Ich werde verfolgt musst du wissen.“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Wenn Lucius etwas macht, dann weiß ich es nicht Severus. Wirklich. Vielleicht hat der Dunkle Lord…“ Ihre Stimme verlor sich. „Oh mein Gott. Ist unser Lord verärgert? Und deswegen das mit Draco? Werden wir bestraft, wegen etwas, das Lucius getan hat?”
„Ich fürchte, Draco ist aus freien Stücken gegangen. Unser Lord wird nicht begeistert sein. Wie du weißt, hatte er dieses Jahr seine eigene Tagesordnung. Sein Abgang wird nicht gut aussehen.“
Narzissas Augen füllten sich mit Tränen. „Manchmal wünschte ich - “
„Achte auf deine Worte Narzissa“, warnte Severus und sah sich im Raum um. „Wann hast du das letzte Mal von Draco gehört?“
„Nun, eine Eule kam vorhin. Möchtest du es lesen?“, fragte sie. Er nickte und sie verließ das Zimmer, um das Pergament zu holen. Als sie zurück war, schnappte es sich Severus schnell und öffnete es.

Mum,

ich wollte dich nur wissen lassen, dass ich an dich denke und dich vermisse. Danke für die Süßigkeiten, die du mir geschickt hast. Vince und Greg halfen mir, sie aufzuessen. Ich denke, sie mögen sie mehr, als ich es tue. Dieses Jahr wird eins der verworrensten sein, die ich erdulden musste. Es gibt so viel zu tun, so viel Druck. Manchmal sind die Dinge, die wir tun müssen, die Dinge, die wir nicht können. Ich hoffe, du wirst immer stolz auf mich sein, ganz gleich was passiert, Mum.

Ich liebe Dich,

Draco

Severus schüttelte seinen Kopf. Es war ein einfacher Brief. Einfach für jemanden, der nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Mit diesem Brief sagte Draco seiner Mutter Lebewohl, ob sie es bemerkte oder nicht. Offensichtlich hatte er den Brief abgeschickt, bevor er sich auf die Suche nach dem Weasley-Mädchen gemacht hatte. Manchmal sind die Dinge, die wir tun müssen, die Dinge, die wir nicht können. Er hatte seine Meinung geändert. Was auch immer sein Vater von ihm verlangt hatte, er entschied sich dagegen. Severus legte seinen Finger auf seine Lippen und strich sich darüber, während er nachdachte und auf die Worte in dem Brief starrte. Wenn das der Fall war, konnte er den Dunklen Lord bitten und ihm sagen, er wollte das Mädchen in Sicherheit bringen, bis der Lord bereit für sie war und das er keine Zeit hatte, jemanden davon zu erzählen. Ihr Meister wäre wahrscheinlich nicht erfreut, aber es wäre besser, als zuzugeben, dass man sich offensichtlich geweigert hat, die Pflichten zu erfüllen. Beides verhieß nichts Gutes für Lucius.
„Danke Narzissa“, sagte er und übergab ihr den Brief. „Dein Sohn sorgt sich sehr um dich.“ Er wollte gerade gehen, doch eine zarte Hand auf seinem Arm stoppte ihn. Seine Augen wanderten zu der Hand und dann wieder nach oben.
„Möchtest du nicht etwas bleiben?“, fragte Narzissa hoffnungsvoll. „Normalerweise kommt Bella vorbei. Ich bin etwas einsam und du warst immer für uns da…für mich. Möchtest du nicht…über Nacht bleiben?“
Er entfernte ihre Hand. „Narzissa, du weißt, ich kann und ich will nicht bleiben. Lucius war viel zu lange ein guter Freund für mich.“
Sie nickte. „Verzeih mir. Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist.”
Severus grinste. „Lucius ist ein glücklicher Mann.“ Glücklich, dass nur eine Hexe fragen und fähig sein konnte, um mich eine ganze Nacht bei ihr bleiben zu lassen.
„Pass auf dich auf“, sagte sie und errötete. „Bitte lass mich wissen, wenn du etwas von meinem Jungen hörst.“
„Das werde ich.“ Er fühlte sich, als hätte er versagt und so Severus machte sich auf den Rückweg nach Hogwarts, um den Direktor wissen zu lassen, was er in Malfoy Manor in Erfahrung bringen konnte. Als er alles erzählt hatte, entschieden sie, Ollivander um einen Gefallen zu bitten. Wenn einer ihrer Zauberstäbe benutzt wurde, würden sie sofort alarmiert werden und den Ort wissen. Es war die einzige Art, sie zur gegenwärtigen Zeit verfolgen zu können. Sie könnten ohne Magie leben, doch es wäre schwer. Einer von ihnen würde irgendwann einen Fehler machen. Bill Weasley hielt Ausschau, ob einer von ihnen Geld von Gringotts abheben würde. Dumbledore übernahm die Aufgabe, mit Firenze und den anderen Zentauren im Wald zu sprechen. Sie kamen zu dem Schluss, das Bane alleine agierte und sie schworen, ihn seit zwei Wochen nicht mehr gesehen zu haben. Die anderen hatten Frieden mit Dumbledore geschlossen, als er vor ein paar Jahren in den Wald ging, um Umbridge heraus zu holen. Anscheinend konnte er seit je her nicht mehr mit Bane.

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Ron nickte eifrig mit dem Kopf. „Ich hab’s doch die ganze Zeit gesagt, es war von Anfang an so geplant. Draco hat lediglich für seinen Vater die Drecksarbeit erledigt.“
“Das denke ich nicht”, sagte Hermine und sah dabei mehr Harry, als Ron an.
“Ich weiß nicht, was ich davon halten soll”, antwortete Harry.
“Du denkst, du kannst mich ignorieren, was?”, fragte Ron frech. „Fein, mal sehen ob es funktioniert. Du bist nicht der Einzige der bis Weihnachten an jedem Samstag nachsitzen muss.“
„Momentan sind wir nicht in der Schule, also warum sollte es mich kümmern?“
“Ja, soviel zum Thema Quidditch Pokal für dieses Jahr”, sagte Ron verärgert.
“Es gibt wichtigere Dinge als den leidigen Hauspokal Ron und ich denke, Draco versucht Ginny zu helfen. Denk doch darüber nach. Ginny ist nicht auf den Kopf gefallen und sie weiß auf sich aufzupassen, wenn es sein muss.“
„Das sagst du so leicht. Sie ist ja nicht deine Schwester!“, sagte er. „Warum hat dir McGonagall keine Standpauke gehalten, weil ich in deinem Zimmer war?“
“Weil Snape mir Strafarbeiten erteilt hat”, platzte sie schnell heraus.
“Ist das wahr? Was hat der Drecksack gemacht? Punkte abgezogen?” Ron trat gegen den Tisch vor seinem Stuhl. “Das ist das zweite Mal, dass er kommt, wenn wir alleine sind, verflucht noch mal! Ich wette, das gibt ihm einen Kick!“
“Halt die Klappe”, schnauzte Hermine. „Du hattest nicht das Recht in meinem Zimmer zu sein. Du hast gewusst, dass ich schlafe und ich denke…“ Ihre Stimme brach.
“Ohja, richtig. Du dachtest, es wäre dein mysteriöser Lover gewesen, oder?” Er sah zu Harry. “Hörst du as? Jemand kommt zu ihr, wenn sie schläft und legt sich zu ihr ins Bett.” Wieder trat er gegen den Tisch. „Wahrscheinlich lässt sie ihn all das machen, was ich nicht durfte.“
„Ron, das reicht“, sagte Harry.
Ron hingegen war noch lange nicht fertig. „Dieser verdammte Snape! Hast du diesen Glanz in seinen Augen gesehen? Wahrscheinlich fand er es noch lustig, dass zwei von Hufflepuff getötet wurden und es ist ihm erst vergangen, als einer seiner Schüler dran glauben musste.“ Wieder trat er gegen den Tisch. „Vor zwei Tagen haben wir noch miteinander gesprochen und jetzt sind sie tot! Ich wette, Snape findet das urkomisch, weniger Schüler, die nachts durch die Gänge streifen.“
„Ron“, wiederholte Harry, doch es war zu spät.
Hermine zog ihren Zauberstab und Harry erreichte sie genau in dem Moment, als sie ihren Zauber abschoss. Der Tisch, den Ron als Prellbock benutzt hatte, lag in zwei Teilen auf den Boden.
“Zur Hölle”, rief Ron aus. „Hast du versucht, das mit mir zu machen?“
“GENUG!”, rief Harry aus. Er zog Hermine aus dem Raum, ging mit ihr den Flur entlang und die Treppen hinab, um in ihr Zimmer zu gelangen. „Setz dich“, befahl er und deutete aufs Bett. Sie tat wie ihr geheißen und auch er setzte sich auf das unbenutzte Bett. „Willst du darüber sprechen, was dich wirklich so auf die Palme bringt?“, fragte er einfühlend.
“Ich mache mir nur Sorgen um sie. Ich habe heute zwei Schüler sterben sehen Harry.“ Sie schniefte und versuchte nicht zu weinen. „Ich mochte Goyle nicht besonders, aber ich kann es nicht ertragen, dass er ebenfalls gestorben ist. Lucius hat irgendetwas vor und dafür braucht er Ginny. Ich verstehe nicht, warum Bane auch dort war, was hat er damit zu tun?“
„Ich wünschte, ich würde es wissen Hermine. Kann ich dich etwas fragen?“
„Na klar.“
“Haben sie nicht versucht dich zu töten?”
Sie bemerkte, dass etwas in Harrys Augen glitzerte, als er ihr die Frage stellte und sie wusste, wie viel Sorgen er sich machte. „Nein“, flüsterte sie. „Sie befahlen mir beiseite zu gehen und den Mund zu halten“. Ein Zittern durchlief sie. „Ich wusste nicht, dass Lucius - dieses Arschloch - vorhatte die beiden zu töten. Einer von den anderen hat Kevin verflucht. Dann…“ Sie schniefte. “Dann hat Laura angefangen zu schreien. Er sagte, jemand solle dafür sorgen, dass sie die Klappe hält und genau das hat einer getan. Ginny hat er versucht zu verschleppen, ohne sie anzugreifen, also denke ich, egal für was er sie braucht, er braucht sie lebend.“
Harry nickte. “Ich bin froh, weil du nicht verletzt wurdest.”
“Ich war verletzt, total durcheinander und nicht bewaffnet, mehr nicht”, ergänzte sie voller Schuldgefühle. „Wenn Se- Professor Snape nicht gekommen wäre, wäre es vielleicht noch schlechter für uns ausgegangen. Seine Präsenz hat allen Angst eingejagt.“
“Snape weiß mehr, als er zugibt”, sagte Harry plötzlich. „Davon kann ich dir ein Lied singen und ich frage mich, was es ist.“
Hermine gaffte ihn für einen kurzen Moment an. „Ich glaube, er war genauso betroffen, wie wir alle. Du hättest sehen sollen, als er sie da liegen sah, er hat es gehasst.“
“Ich werde ins Bett gehen. Wir werden morgen weiter werden, wir brauchen etwas Schlaf und es ist spät.”

“Ok”, sagte sie, unsicher ob sie überhaupt in der Lage sein würde, schlafen zu können. Als ihr Kopf jedoch das Kopfkissen berührte, schlief sie sofort ein; anscheinend war sie müder gewesen, als sie gedacht hatte. Später erwachte sie und bemerkte einen Arm, der um ihre Taille geschlungen war und einen warmen Körper, der sich gegen ihren Rücken presste. Schnell sprang sie auf und schrie: „Verschwinde aus meinem Zimmer!“ Wie dreist konnte Ron sein, der wieder hier war, während sie geschlafen hatte.
“Hermine, ich bin’s”, sagte Severus und zog sie wieder an sich.
Es war zu dunkel um sein Gesicht zu sehen, doch sie erkannte seine Stimme. Sie erlaubte ihm, sie wieder in seine Arme zu ziehen, wo sie anfing zu weinen. „Ich dachte…“
“Ich weiß”, sagte er, als sie den Satz nicht vollendete. „Shh.“
Die Sicherheit, die sie in seiner Umarmung empfand, ermöglichte es ihr, ihren Tränen freien Lauf zu lassen. Es kümmerte sie nicht, was er von ihr hielt und es tat so gut, festgehalten zu werden. Soviel war passiert. Warum? Würden sich die Dinge jemals ändern? Wann könnten sie endlich ein normales Leben führen? Wann würde es für alle je vorbei sein?
Severus wiegte seine schluchzende Hexe vor und zurück, gab ihr die Zeit, um sich auszuweinen. Sie hatte heute soviel Erfahrung sammeln müssen. „Alles wird gut werden“, flüsterte er. Ihr Schluchzen und Zittern hielt an und er fragte sich, was er tun konnte, er hasste es, Frauen weinen zu sehen, besonders wenn sie ihn damit ein Schuldgefühl einflößen wollten. Es hatte nichts mit Hermine zu tun, aber sie Schluchzen zu hören, machte ihm bewusst, dass sie nicht wie er war. Er konnte Zeuge eines Mordes sein und nicht eine Träne weinen, was ihm zeigte, dass sie nicht so stark war wie er, doch sie würde es lernen, es würde nicht immer so wie jetzt sein.
Diese Gedanken rührten ihn auf und er begann ernsthaft darüber nachzudenken, wie sich ihre Beziehung entwickeln würde. Ein Teil von ihm fühlte wie ein perverser alter Mann, der ein junges Mädchen ausnutze. Zur Hölle, zu hören und zu fühlen, wie bestürzt sie war, bewirkte, dass er sie als Mädchen sah und nicht als Frau.
Sie ist sicherlich nicht die junge Frau, von der er angezogen wurde. Was zur Hölle tue ich hier? Wurde ich vielleicht vergiftet? Nein. Auf keinen Fall. Angesichts ihrer Zeit, die sie miteinander verbracht hatte, wusste er die Wahrheit. Er wollte sie. Es war nicht nur rein sexuell, obwohl es einen großen Part einnahm. Irgendetwas an ihr berührte ihn. Sie war vielleicht in manchen Dingen des Lebens nicht sehr erfahren, aber etliche ihrer Eigenschaften, nannte er auch sein eigen. Mit ihr in seinem Leben, ungeachtet dessen, welche Seite gewinnen würde, würde er niemals einsam sein, und das war, was zählte.
Er bemerkte, dass ihr Schniefen aufgehört hatte und küsste sie auf den Kopf. „Wieder alles in Ordnung?“
Ja, jetzt.”
Er nickte, obwohl sie es nicht sehen konnte. Es gab so viele Dinge, die er sagen wollte. So viele gemischte Gefühle, die ihn durchströmten. Wie konnte er etwas sagen, oder sie sortieren? „Eines Tages werden wir keine Angst haben müssen, in die Stadt zu gehen und zu sehen, wie andere getötet werden.“
„Severus, ich muss einiges wissen. Wirst du mir ehrlich antworten?“
„Ich werde es versuchen.“
Sie schnaubte, aber stellte ihre Frage. „Hast du mich bei irgendetwas angelogen?“
“Ja.”
Er konnte hören, wie sie nach Luft schnappte. „Wusstest du, was an diesem Tag geschehen würde?“
“Nein.”
“Hast du Higgs getötet?”
“Nein.”
“Indirekt?”
“Ja.”
Wieder schnappte sie nach Luft. „Wolltest du ihn tot sehen?“
Severus legte eine Pause ein. „So, wie er von dir gesprochen hatte, wollte ich ihm sein Lebenslicht aushauchen.“
“Liebst du mich?”
Jetzt war es an der Zeit, dass er nach Luft schnappte. Was zur Hölle spielte sie für ein Spiel? „Hermine“, begann er unsicher, da er nicht wusste, was er sagen sollte.
“Du braucht nicht zu antworten. Es tut mir leid. Ich weiß, es ist zu früh.“ Sie schniefte. „Es war nur, weil ich mich sicher gefühlt habe, in dem Moment als du da warst. Ein warmes Gefühl kam über mich und ich dachte, es wäre Liebe. Ich wollte nur wissen, ob du auch so fühlst.“
“Um ehrlich zu sein, empfinde ich so einiges für dich. Ich bin nicht sicher, was genau es ist, aber ich weiß, dass es mit jedem Tag, der vergeht, wächst.“ Es fühlte sich seltsam für ihn an, festzustellen, dass er tatsächlich die Wahrheit gesprochen hatte. „Küss mich“, sagte er, als sie erneut ihre Befragung aufnehmen wollte. Es war dunkel und ihre Nasen stießen aneinander, bevor er mit seinen Lippen über ihre streichen konnte und ihm das Verlangen überkam sie erneut in seine Arme zu ziehen. Alle Gedanken, sie könnte zu jung sein, waren wie weggewischt. Sie war eine Frau. Ihre Hände erkundeten seinen Rücken und fuhren durch seine Haare, als sie ihren Körper an seinen presste. Er konnte ihre Brüste, die gegen seine Brust drückten, fühlen, ebenso das Schlagen ihres Herzens und das nervöse Zittern, das ihren Körper durchlief.
Als er den Kuss unterbrach, platzierte sie einen letzten keuschen Kuss auf seine Lippen und fragte: „Wo liegt deine wahre Loyalität?“
Abrupt entzog er sich ihr. „Wie kannst du mich das fragen?“
“Kannst du nicht antworten?”
“Ich werde diese Frage nicht beantworten. Geh schlafen“, sagte er sichtlich verärgert. Das Schweigen zwischen ihnen bereitete sich aus und er könnte ihr tiefes ein - und ausatmen hören. Sie war wieder eingeschlafen. „Einige Fragen werden wohl nie beantwortet werden“, dachte er grübelnd. Noch einmal küsste er sie. Er hatte nur nach ihr sehen wollen, aber er konnte nicht neben ihr liegen, oder sie gar in den Armen halten. Vielleicht hätte er die Dinge vorangetrieben, wenn sie nicht angefangen hätte, ihre störenden Fragen zu stellen. Ihre Worte hatten sein Herz berührt.

´Ein warmes Gefühl überkam mich und ich dachte, das könnte Liebe sein.´

Sicherlich konnte es nicht das sein, was er fühlte, doch es gab ihm ein gutes Gefühl, geliebt zu werden. Tatsächlich warf es auf so manches ein anderes Licht. Er konnte und durfte nicht versagen, denn versagen bedeutete, dass er sie verlieren würde. Er brauchte Zeit um nachzudenken und genau das wollte er tun. Er wollte, dass sie ihm zur Seite stand, egal was passierte und genau darauf arbeitete er ihn. Eine verliebte Frau war leichter zu manipulieren.
Hermine erwachte, die Sonne schien und das Bett war leer. Hatte sie nur geträumt, dass er nach ihr gesehen hatte? Nein. Er war hier gewesen. Ein langes dunkles Haar auf dem Kopfkissen bezeugte, dass sie nicht geträumt hatte. Ihre Unterhaltung kam ihr wieder in den Sinn. Sie fühlte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg, als sie sich erinnerte, wie sie ihm fast gesagt hätte, wie sehr sie ihn liebte. Sie vermutete es nicht nur, nein, es war so. Die Emotionen hatten sie einfach überwältigt. Verdammt, sie hatte eineinhalb Stunden an seiner Schulter gelehnt geweint.
Das Gefühl des Verlustes, weil er in diesem Moment nicht bei ihr war, verletzte sie. Sie wollte in seinen Armen aufwachen. Den Kuss, den sie gestern getauscht hatten, hatte ihr soviel gezeigt. Egal was er sagte, er fühlte genauso für sie, wie sie für ihn. Die Art wie er sie geküsst hatte, diese sanfte Zärtlichkeit sagten alles. Das einzige, was ihn wirklich verärgert hatte, war, als sie ihn nach seiner wahren Loyalität gefragt hatte. Dumbledore und der Orden? Voldemort und seinen Todessern? Nur sich selbst gegenüber? So konnte das nicht weiter gehen, sie musste die Wahrheit wissen. Sie wappnete sich, um ihn wieder danach zu fragen, sobald er zurückkam. Sicherlich würde er irgendwann an diesem Tag noch auftauchen.
Der Tag verlief ereignislos. Bill und Fleur hatten beschlossen am Grimmauldplatz zu übernachten, um Molly moralische Unterstützung zu bieten. Bill und Arthur waren auf der Arbeit, während die Frauen unter sich waren. Harry freute sich, Gabrielle zu sehen, die mit ihnen gekommen war, denn dies bedeutete, dass er einen Tag mit seiner Liebsten verbringen konnte. Die Beiden verschwanden, bevor das Feuer im Kamin im Wohnzimmer erlosch, um mehr Zeit für sich alleine zu haben. Hermine war ein wenig eifersüchtig. Sie wollte ebenfalls mit Severus Zeit verbringen. Ron war sehr nachdenklich. Er stand in seiner Ecke und schütze vor, etwas zu lesen. Hermine sah, dass er in Wahrheit Harry und sie beobachte und starrte zurück in seine Richtung. Dumbledore erschien erst nach Sonnenuntergang und Hermine fühlte ein klein wenig Genugtung, weil er jetzt nicht mehr Gabrielle zusammen sein konnte, weil sie zurück zu den Weasleys musste. Hermine wollte, dass er hier übernachtete, weil sie froh war, nicht die Einzigste zu sein, die alleine war.
Für ihr egoistisches Denken wurde sie bestraft, als Dumbledore anmerkte, dass er Pansy Parkinson ebenfalls hier verstecken wollte. Sie hatte bereits ihre Koffer gepackt und wurde von Ron eifrig begrüßt und selbst Molly hieß sie willkommen. Dumbledore erklärte, dass ihr Vater ihm eine Eule geschickt hatte und ihn gebeten hatte, sich um seine Tochter zu kümmern. Hermine konnte die Sorge auf ihrem Gesicht sehen und es tat ihr leid, weil sie schlecht von ihrer Familie gedacht hatte. In Zeiten wie diesen, was es das letzte, was man gebrauchen konnte, noch mehr Gewalt. Als sie ihr gesagt hatte, sie hoffte, dass ihr Vater geschnappt werden würde, hatte Pansy ihre Worte schweigend und lächelnd hingenommen. Ron schien sehr erfreut sie hier zu sehen. Nach einem herzlichen Abschied, verschwanden Harry und Dumbledore. Sie fragte sie, wie lange es dauern würde, bis sie ihren Freund wieder sehen würde.
Die wichtigste Frage, die sie seit dem Abendessen plackte war, wo sich ihr Mann herumtrieb. Sie hatte gehört, wie Dumbledore den Weasleys erzählte, dass er Snape direkt nach dem Unterricht zu einigen Plätzen geschickt hatte und bis jetzt war er noch nicht zurück. Tat er etwas gefährliches, fragte sie sich. Sie fiel in einen unruhigen Schlaf, sorgte sich um ihn und wachte erneut, mitten in der Nacht, auf. Ein Arm war fest um ihre Taille geschlungen und ein warmer Körper presste sich an ihren Rücken.
„Severus?“, fragte sie verschlafen.
„Ich bin hier“, sagte er.
“Ich habe mir Sorgen gemacht”, sagte sie und drehte sich um, um ihren Kopf an seiner Brust zu vergraben. „Ich wusste nicht, ob es dir gut geht.“
Er seufzte. “Ich bin etwas müde, aber sonst geht es mir gut. Ich hätte etliches zu erledigen und Professor McGonagall brauchte meine Hilfe.”
“Wo warst du?”
„Das kann ich dir nicht sagen.”
“Die ganzen Fragen, die ich dir letzte Nacht gestellt habe - ”
“Ich kann es dir immer noch nicht sagen.”
“Wird es immer Dinge geben, die du mir nicht sagen kannst?”
“Ja.”
“Severus, bevor ich dem vollkommen zustimmen kann, muss ich wissen, ob du mich aus allem herauslassen wirst. Ich bin fähig, die Wahrheit zu ertragen“, ereiferte sie sich.
“Wann, Hermine, habe ich dich nach deiner Hand gefragt? Hhmm?“ fragte er. „Was, keine Antwort?“
Hermine fühlte sich sofort wie eine Idiotin. Er hatte nie gesagt, dass er etwas Ernsthaftes mit ihr anfangen wollte, nur, dass er gerne mit ihr schlafen wollte. Aber das war nicht fair. Er hatte auf viele Dinge angespielt, und eine echte Beziehung war einer davon gewesen. Wütend, weil sie so leichte Beute für ihn war, rief sie aus: „Fein. Vergiss es. Ich bin bloß ein dummes Mädchen, der man nicht vertrauen kann, und die es nicht wert ist, geliebt zu werden!”
Er zog sich komplett von ihr zurück. „Ich denke, das hätte ich mich früher oder später auch gefragt.“
Sie sah zu, wie er das Licht anmachte und sich die Robe und den Mantel anzog. „Warte. Geh nicht nicht. Es ist nur - ”
“Das spielt keine Rolle.”
“Severus bitte. Ich muss nun mal einiges wissen, ich brauche das Gefühl miteinbezogen zu werden.”
“Das bist du. Weißt du, wie müde ich heute bin? Doch ich bin zu dir gekommen, um dich zu sehen, um sicher zu gehen, dass es dir gut geht und wie dankst du es mir? Du benimmst dich wie eine keifende Ehefrau.“
“Jetzt bist du kindisch!”
“Es gibt nur ein Kind in diesem Raum.”
Verletzt drehte sich Hermine weg und schloss ihre Augen, in denen sich bereits die Tränen sammelten. Das würde nie funktionieren. Sie könnte fühlen, wie seine Augen über ihren Körper wanderten und sie hoffte, es würde ihm Leid tun, was nie passieren sollte. Sie hörte das Türschloss zu schnappen und als sie die Augen öffnete, war das Licht erloschen und sie war alleine.

Den nächsten Tag verbrachte sie meist im Wohnzimmer und die Rollen waren nun vertauscht. Gabrielle hatte Rons Platz in der Ecke eingenommen, während Ron und Pansy darüber sprachen, dass Harry und Gabrielle ein Paar waren. Hermine und Gabrielle verließen den Raum und nutzen die Zeit um miteinander zu reden und sich besser kennen zu lernen. Anscheinend war Gabrielle etwas eifersüchtig, weil sie soviel Zeit mit Harry verbringen konnte, was Hermine sich wieder etwas besser fühlen ließ. Schon den ganzen Tag hatte sie sich schrecklich gefühlt, weil Severus und sie sich gestritten hatten. Sie hätte einfach die Klappe halten sollten. Sie fragte sich, ob er sie immer noch mit zu sich nach Hause nehmen würde, so wie er es gesagt hatte. Dumbledore hatte gesagt, dass er das Goldene Trio trennen wollte und sie konnte sich nicht vorstellen, woanders zu sein, außer am Grimmauldplatz.
Vielleicht würde er wieder in der Nacht, während sie schlief, zu ihr kommen, so wie die Nächte davor auch. In dieser Nacht wälzte sie sich hin und her und wachte immer wieder in der Hoffnung auf, dass er bei ihr war. Er kam nicht. Auch in der folgenden Nacht tauchte er nicht auf. Das einzige Wort, welches beschreiben konnte, wie es ihr ging, war: verloren. Sie hatte das Gefühl etwas sehr wichtiges verloren zu haben und wehrte sich gegen den Gedanken, dass es vielleicht für immer so sein sollte. Als er in der dritten Nacht wieder nicht auftauchte, verwandelte sich ihre Traurigkeit in Wut.
Was hatte sie getan oder gesagt, was so falsch war? Er war nicht der einzige, der sauer oder anklagend sein konnte, oder? Er hatte den Nerv gehabt, sie ein Kind zu nennen! Eigentlich sollte sie froh sein, ihn los zu sein. Sie hörte Molly reden und kam nach, um zu sehen, wer gerade angekommen war, als sie seine Stimme hörte. Er war es und die Worte, die sie sprachen, drangen nicht in ihr Bewusstsein ein. Sie schnappte nur einig wenig auf - konnte nicht gefunden werden, sind auf der Suche, sichere Unterkunft. Enttäuscht ging sie wieder in ihr Zimmer. Draußen herrschte Stille und wie es schien, wollte er nicht nach ihr sehen. Gerade als sie sich auf dem Bett ausstreckte, klopfte es an der Tür.

Ihr entglitten die Gesichtszüge, als Mrs. Weasley eintrat. „Hi.“
“Hermime meine Liebe, Professor Snape wartet unten. Du sollst einige Sachen packen.“ Die Frau lächelte sanft. „So gern ich dich hier habe, der Direktor denkt, dass du an einem geheimen Ort sicherer bist, weg von Ron und Harry.“ Als Hermine sich nicht bewegte, sagte sie: „Na komm. Er ist ein viel beschäftigter Mann und hat nicht den ganzen Tag Zeit.“
Allzu viel warf sie nicht in ihren Koffer und so war das Packen schnell erledigt. Als sie das Ende der Treppen erreicht, warteten dort beide auf sie. Er sah sie kaum an, war kalt und unantastbar. „Sind Sie fertig Miss Granger?“, fragte er ätzend.
“Ja”, antwortet sie scharf und fragte sich gleichzeitig, wo er sie hinbringen würde. Wenn er immer noch wütend auf sie war, wollte er sicher nicht für sie verantwortlich sein.
“Mrs. Weasley, richten Sie den anderen meine Grüße aus”, sagte er. In diesem Moment sah er sie an und hielt ihrem Blick stand. „Kommen Sie.“
Widerstrebend folgte ihm Hermine nach draußen und erlaubte ihm, ihren Arm zu umfassen. Überrascht, weil er sie näher zu sich heran zog, fragte sie: „Wo gehen wir hin, Sir?“
Er sah ihr in die Augen und grinste, als er sagte: “Zu mir nach Hause.“ Einen Moment später waren sie verschwunden.

TBC


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
Ralph Fiennes ĂĽber Daniel Radcliffe