
von Dumbledoria
Offenbarungen
Severus öffnete die Tür und ließ seinen Freund eintreten.
„Lucius?”, fragte er unbehaglich und verschloss schnell die Tür. „Was ist los? Wo zum Teufel bist du gewesen?”
Lucius´ Haare waren nicht so ordentlich wie sonst. Einige Strähnen hatten sich gelöst und es schien, als hätten einige Blätter ein neues zuhause darin gefunden.
„Ich brauche einen Ort, an dem ich bleiben kann Severus. Die Dinge sind noch schlimmer geworden.“
Alarmierend meldete sich Severus´ Verstand zu Wort. Etwas stimmte nicht.
„Lucius, hast du in den letzten paar Stunden etwas eingenommen?”
“Nein“, sagte Lucius und klang irritiert. „Wirst du mir keinen Platz anbieten, wo ich bleiben kann? Mich vom Dunklen Lord schützen? Vor Dumbledore?“
“Setz dich“, wies Severus an. Als sein Freund das tat, ging Severus herum, um jeden ein Glas, gefüllt mit hellem Schnaps, den er in der Vitrine verstaut hatte, zu holen. „Trink.“
“Sehr gerne“, sagte Lucius.
Severus grinste, als der Mann etwas von dem Schnaps hinunter kippte. „Sag mir Freund, woher wusstest du, dass ich hier bin?“
Lucius wurde etwas blasser im Gesicht und genehmigte sich einen großen Schluck aus seinem Glas. „Ich habe spioniert“, sagte er schließlich. „Der Dunkle Lord sagte, dass du zwischen hier und Hogwarts für einige Zeit pendeln würden. Ich vermutete einfach, dass du hier sein würdest.“
Tap. Tap. Tap.
Severus kontrollierte das Fenster und sah, wie eine Eule mit den Flügeln schwang und um Einlass bat. Schnell öffnete er das Fenster und nahm die Schriftrolle von ihrem Fuß. „Danke“, murmelte er. Er entrollte es und las schnell den Inhalt. Es sagte ihm nicht, was er nicht bereits schon wusste. Achselzuckend steckte er die Rolle in seine Tasche und scheuchte die Eule nach draußen. Als er das Fenster wieder geschlossen hatte, drehte er sich zu seinem Freund um.
„Von wem war der Brief?“, fragte Lucius verdächtig.
„Meine Mätresse. Sie kann meine Rückkehr kaum erwarten“, sagte Severus dunkel.
„Oh“, sagte der Mann, akzeptierte aber seine Geschichte.
„Also Lucius, sag mir, warum bist du ausgerechnet hierher gekommen? Mich um Hilfe zu bitten? Was macht dich so sicher, das ich dich nicht zu unserem Lord oder Dumbledore bringen werde?“
Der Mann erbleichte. „Severus, wir sind schon lange Freunde. Du würdest mich nie an einen von ihnen verraten.”
In der nächsten Sekunde zog Severus seinen Zauberstab aus seiner Robe. “Incarcerous! Silencio!”, sagte er laut. “Du verräterisches Stück Dreck!”, sagte Severus kalt. “Glaube niemals, du könntest zu mir kommen und mich darum bitten, den Dunklen Lord zu verraten. Meine Loyalität ist bei ihm und nicht bei dir. Ja, wir sind gute Freunde, doch das werde ich nicht über meine Verpflichtung stellen.“
Er ließ Lucius da und ging in sein Schlafzimmer. Schnell zog er sich an und weckte mit heftigem Rütteln Hermine. „Ich werde eine Stunde oder so weg sein. Bitte verlass das Zimmer nicht. Ich werde es von außen schützen. Die Lampe auf dem Tisch ist ein Portschlüssel zum Direktor, wenn ich nicht zurückkommen oder etwas anderes passieren sollte.“
„Severus? Was ist los?“
“Ich kann es nicht erklären. Tu das, was ich dir in dieser Angelegenheit gesagt habe.“ Er küsste ihre Augenbraue. „Ich werde innerhalb von der nächsten Stunde zurückkehren. Niemand hat jemals meine Schutzzauber, abgesehen von Dumbledore, gebrochen“, sagte er um sie zu beruhigen. Er zog sich seine Todessermaske und seine Kapuze über und hörte sie keuchen. „Ich muss gehen.“
Er ließ sie zurück und sicherte den Raum. Er ging zur Küche und holte Lucius. Nachdem er sein Haus gesichert hatte, und disapparierte mit seiner Last zum gegenwärtigen Aufenthaltsort des Lords. Severus fand seinen Lord in einem Stuhl sitzend vor, so als ob er auf ihn gewartet hätte. Andere Mitglieder waren anwesend und erwarteten irgendetwas.
„Mein Lord“, sagte Severus und kniete nieder.
„Steh auf Severusss“, zischte der Dunkle Lord. „Was hast du da?“
„Lucius Malfoy“, sagte Severus. „Heute Nacht kam er in mein Haus und ersuchte Schutz. Ich glaubte, dass es meine Pflicht war, ihn zu Euch zu bringen, da ich weiß, dass Ihr mit ihm über seine Aktivitäten sprechen wollt.“
„Jaaa“, kam als Antwort. Plötzlich ertönte ein lautes Kichern aus seinem schiefen Mund. „Es war gut, das du ihn zu mir gebracht hast.“ Er drehte seinen Kopf. „Bella!“
“Hier”, sagte sie und trat unsicher nach vorne.
„Zweifle nie wieder an meinem Urteilvermögen. Verstanden?“
„Ja, mein Lord. Es tut mir leid Master. Bitte verzeiht mir“, sagte sie und fiel auf die Knie. „Aber…könnte es nicht sein, dass Snape schon weiß, wo er ist? Ich meinte, er könnte - “
„Genug“, sagte der Dunkle Lord und seine hohe Stimme wurde noch höher.
Severus täuschte seine Verwirrung vor. „Mein Lord, darf ich offen sprechen?“
„Ja.“
„Ich fürchte, ich verstehe das nicht.“ Er drehte sich um, um Bella anzusehen. „Was ist es, dessen du mich beschuldigst?“
„Bella“, begann sein Master, „fand, du würdest mir Informationen vorenthalten und mit ihrem Schwager Lucius zusammenarbeiten. Sie meint, du würdest uns in wenigen Tagen an Dumbledore verraten.“ Wütend zog Severus seinen Zauberstab und zeigte auf Bella. „Warte“, sagte der Dunkle Lord und hob eine fahle Hand. „Ich werde sie bestrafen.“
„Das”, er trat Lucius, „ist nicht wirklich Lucius oder?”
„Nein, ich fürchte, das ist Rabastan. Es scheint, dass Bella, ihr Mann und sein Bruder glaubten, sie müssten sich mit etwas Vielsafttrank amüsieren.“ Die Augen des Dunklen Lord glühten unheimlich. „Es scheint, dass wir bei deinem letzten Besuch belauscht worden sind. Rabastan fand heraus, das du ein paar Tage nach Hause gehen würdest. Diese beiden“, er nickte in Richtung Bellatrix und ihrem Ehemann, „sind nur hier her gekommen um mich wissen zu lassen, das sie einen Weg gefunden haben, um mir deine Untreue zu beweisen. Ich bin über ihren Irrtum froh und Severusss…suche keine Vergeltung. Ich werde mich um sie kümmern.“
Seinen Kopf neigend sagte Severus: “Danke Master.”
„Du darfst gehen.“
Severus nickte und bemerkte, wie sich Rabastan in seine wahre Gestalt zurück verwandelte. Er lächelte dreckig über den überraschten Gesichtsausdruck des Mannes und ging. Zuhause angekommen schloss er die Tür auf. Er drehte sich um und sah in die Dunkelheit als er leise sagte: „Komm.“
Der echte Lucius Malfoy kam trat aus den Schatten hervor. „Ich habe nicht viel Zeit“, sagte er und folgte Severus hinein.
„Die brauchen wir nicht.“
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Draco lächelte auf das schlafende Mädchen neben sich herab. Was hatte sie an sich? Warum hatte er das getan? Sein Vater war sicherlich wütend auf ihn und seine Mutter wahrscheinlich enttäuscht von ihm, und der Dunkle Lord hatte vorrausichtlich Order erteilt, ihn zu töten. Warum hatte er nicht einfach zu Dumbledore gehen können? „Ach ja, richtig“, dachte er verdrießlich. „Snape ist in Dumbledores Kreis. Er würde nach meiner Bitte um Schutz erfahren und mich zurück zum Dunklen Lord schleppen, wo ich getötet werde. Und Ginny auch. Dies kann ich nicht erlauben.“
Was Dumbledore nicht wusste war, dass Snape wirklich der Mann des Dunklen Lords war. Wenn er Snape vertrieb, würde nicht nur er umkommen. Seine Mutter würde ebenfalls getötet. Es war wahrscheinlich, dass es Snape schon herausgefunden und über seinen Vater den Dunklen Lord informiert hatte, so dass sein Vater die Vollmacht hatte. Wie auch immer, es gab keinen Grund, um den Dunklen Lord genügend zu verärgern, um seine Mutter zu verletzen.
Seine Lippen kräuselten sich hasserfüllt, als er wieder auf Ginevras schlafende Gestalt blickte. Dies war alles ihre Schuld. Wenn sie ihm nicht Leid getan hätte, hätte er weggesehen, während sein Vater sie verschleppt und seine Theorie – welche auch immer es war – getestet hätte! Aus irgendeinem Grund war dieses Mädchen der Schlüssel zu allem. Der Dunkle Lord wollte sie, was ihn wirklich neugierig gemacht hatte. Was hatte sie, das ein so machtvoller es haben wollte? Er bezweifelte, das es etwas sexuelles war, doch er wollte es nichtsdestotrotz wissen und eifrig seine Aufgabe, ihr zu folgen, angenommen. Das war sein Fehler. Sie weinte sich wegen dem verlausten Idioten Lupin bei ihm aus, und er hatte Mitgefühl mit ihr.
Pansy und er hatten immer gewusst, das sie letztendlich zusammen sein würden, doch dann, nach Jahren der Planung, löste sein Vater die Verlobung. Dies war ein Schock für ihn gewesen. Zeitweise hatte er es gehasst, dass seine Familie die Entscheidungen für ihn traf, doch manchmal war es in Ordnung. Er würde nicht wählen müssen und er hatte sich mit dem Gedanken angefunden, sie in seinem Leben zu haben. Dies war der erste Streit gewesen, den er mit seinem Vater gehabt hatte. Der zweite war wegen Ginevra. Es schien, als endlich Hexen in seine Leben kamen, sein Vater sehr rechthaberisch wurde. Er hatte seinem Vater gesagt, dass es erwartet wurde, dass er auf sie aufpasste und Interesse an ihr hatte, aber er hatte nicht die Reaktion des Mannes erwartet.
Da gab es viel mehr, was er ihm nicht erzählt hatte, und er war verärgert, weil sein Vater ihm nicht traute. Draco rutschte auf dem behelfsmäßigen Bett etwas nach unten und schlang beschützend einen Arm um Ginny. Er hatte seinen Weg gewählt und er würde an seiner Entscheidung festhalten. Er würde sich für sie sorgen. Der Dunkle Lord, Lupin und sein Vater sollten sie und ihn vergessen. Er würde einen Weg finden, um die Dinge gerade zu biegen. Es war hart für sie gewesen, keine Magie anwenden zu können, doch soweit war alles in Ordnung. Vor kurzem war er versucht sie zu küssen, doch er tat es nicht. Es war nicht so, als hätte er Angst; er war sich nur über einige Dinge im Unklaren.
Hatte sie Lupin wirklich überwunden? Wenn ja, warum sprach sie so oft über ihn? Draco fand heraus, das Lupin Ginevra einmal geküsst hatte. Dies hatte sie vorher niemandem erzählt. Eines Abends war es spät geworden und Lupin war in der Bibliothek, in dem Haus, in dem sie sich aufhielten, gewesen. Er hatte sich ziemlich wohl gefühlt und sie sprachen über den Tod, da ihr Freund getötet worden war. Es endete damit, dass sie sich geküsst hatten, bevor der ältere Mann in Ohnmacht gefallen war.
Er war gegangen, bevor sie ihn den nächsten Morgen sah, und danach sah sie ihn nicht für eine Woche. Als er zurückgekommen war, hatte er Tonks mitgebracht und erzählte jedem, sie würden sich privat treffen. Nachdem was Ginny ihm erzählt hatte, war sie am Boden zerstört. Sie sagte, sie fühlte sich, als ob sie zwei Geliebte verloren hätte und nicht nur einen. Draco erfuhr auch, das Lupin nie erkannt hatte, das sie sich geküsst hatten, so dass er wahrscheinlich keine Ahnung hatte, warum er berauscht war und all das.
Er nahm an, dass das ein Schlag für sein Ego wäre, wenn das jemand mit ihm täte. Er hatte sie in eine Höhle, ziemlich in der Nähe von Hogwarts versteckt. Mitten in der Nacht war er hinaus geschlichen, um Nachschub zu besorgen. Für eine Weile würden sie es gemütlich haben und es war unwahrscheinlich, dass jemand sie finden würde. Sie brauchten einfach Zeit zum Nachdenken. Wenn keiner mehr nach ihnen Ausschau halten sollte, werden sie aus dem Land fliehen. Innerlich wünschte er sich, er wäre zu Dumbledore oder einem, der machtvoll genug war, um sie zu beschützen, doch mit Snape in Hogwarts wären sie nicht sicher.
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Severus bedeutete Lucius sich zu ihm zu setzen. „Ich weiß deine Notiz zu schätzen, in der du mit mitteiltest, dass es Rabastan war und nicht du. Ich hatte bereits vermutet, dass etwas nicht stimmen würde, und als er eifrig den weißen Rum trank, wusste ich, dies warst nicht du. Trotzdem frage ich mich, woher du wusstest, was er tun würde? Woher wusstest du, das er hier sein würde?“
„Ich habe immer noch jemanden im Kreis, der mir hilft. Ich werde nicht sagen wer“, sagte Lucius schnell und hob eine Hand. „Er hat sich mit Rabastan angefreundet und warnte mich wegen seines Planes. Severus, ich brauche deine Hilfe.“
„Du kannst nicht hier bleiben“, sagte er und dachte an Hermine.
„Ich habe bereits einen Platz an dem ich bleiben kann“, sagte Lucius und wurde langsam ärgerlich. „Ich brauche etwas Liebstöckel und ich brauche es schnell.“
„Lucius, was hast du über den Tod der Schüler zu sagen? Goyles Sohn? Goyle?“
“Mit dem Tod von Goyles Sohn hatte ich nichts zu tun. Das lag in den Händen eines anderen. Die anderen beiden Kinder waren zur falschen Zeit am falschen Ort, doch ich war es nicht. Ich hatte nur ein Ziel und das mein Freund war, an Ginevra Weasley heranzukommen.“
„Warum?“, fragte Severus mit verengten Augen.
„Bane und ich haben ein Übereinkommen erlangt. Es ist wütend, weil die Zentauren sich wieder mit Dumbledore angefreundet haben. Er ist der Meinung, der Wald sollte nur ihnen gehören. Wir handelten einen Deal aus“, sagte Lucius.
„Ich habe Liebstöckel, doch du musst mir mehr geben als nur das“, sagte Severus fest.
„Er sagte mir, in etwas sechs Monaten wird eine seltsame Konstellation am Himmel erscheinen, was bedeutet, das eine Ära enden und eine neue beginnen soll.“ Lucius sah sich um, als erwarte er, dass ihr Lord erscheine. „Er hatte mich belauscht, als ich mich mit Crabbe, Goyle und…“ Er versteifte sich und wedelte mit der Hand. „Er belauschte mich bei dem Gespräch mit den anderen und er entschied, ein Handel mit mir abzuschließen. Er hörte, wie wir uns fragten, ob wir eine verlorene Sache unterstützen würden.“
„Lucius! Unser Lord - “
„Unser Lord könnte diesen Krieg verlieren!“, sagte der Mann ängstlich. „Du hast ihm fast genauso viel von deinem Leben gegeben wie ich. Hast du nicht genug?“
Severus schluckte. „Ich gebe zu, ab und an ist das Leben schwer.“
“Ich bin der unfruchtbaren Forderungen, des Bedarfs an Galeonen, keinen Erklärungen, bezüglich warum wir Dinge machen, müde“, sagte er verärgert. „Bane kennt einen Weg, um zu sehen, was in der Nacht der Konstellation geschehen könnte. Das einzige, was er im Moment weiß, ist eine alte Redensart, die besagt, das ein siebtes Kind, eine Tochter, einer alten Familienlinie, auf der Siegerseite sein und helfen wird, einen Neuanfang zu starten.“
„Ginevra Weasley.“
„Ja“, sagte Lucius. „Stell dir meine Überraschung vor, als Draco mich informierte, dass er Befehle vom Dunklen Lord hatte, sie beschäftigt zu halten, und dass er sie schließlich würde sehen wollen. Es war als ob ein Geist durch meinen Körper schweben würde. Aus irgendeinem Grund hat sie etwas damit zu tun.“ Er öffnete den obersten Knopf seiner Robe. „Severus, stell dir vor, fähig zu sein, eine von beiden Seiten mit diesem Geschenk zu beglücken. Wenn uns Immunität gewährt würde, könnten wir zu Dumbledores Seite hinübergehen, und nie fürchten, dass das Ministerium unsere Häuser überfällt oder nimmt, was unsers ist. Wenn wir uns noch einmal mit unserem Herrn versammeln und er unseren Grund verstünde, könnten wir sicherstellen, dass sie zu ihm geht.“
Severus nickte. Lucius Denkensweise machte Sinn. „Warum der Liebstöckel?“
„Das sagte ich dir. Bane weiß bestimmte Zutaten zu mischen. Wenn ihr diese zusammen verbrennt, kann er genauer sehen, was passieren wird. Ich wollte sehen, was vorherbestimmt ist, bevor ich meine Entscheidung treffe. Wenn dieser verdammte Potter-Bursche wirklich unseren Lord besiegen kann, wer kann dann sagen, das in einigen Jahren nicht jemand anderes kommt, und es tut?“
„Also hast du unsere Interessen am Herzen“, sagte Severus trocken.
„Nur einige von uns, um ehrlich zu sein“, erwiderte Lucius. „Ich habe nicht viel Vertrauen in einige der Rekruten, die wir haben. Ich will nur, dass die Dinge so werden, wie sie waren. Die ersten Jahre nach Potters Triumph waren zuerst etwas schwer, doch ich wurde respektiert und konnte in die Öffentlichkeit treten, ohne die Angst haben zu müssen, inhaftiert zu werden. Ich bin dieses Gerenne leid.”
“Und du vertraust mir?”
“Ich gebe zu, es ist hart für mich, hierher zu kommen Severus. Ich weiß, es scheint, als sei unser Lord vernarrt in dich, doch wir sind schon so lange Freunde. Ich dachte, einen Versuch wäre es wert, und wenn du Dumbledore und dir gegenüber aufrichtig loyal wärst, war ich der Meinung, du solltest vor Rabastan gewarnt werden. Und da du mich nicht an den Dunklen Lord verraten hattest, dachte ich, wir könnten reden.“
„Komm“, sagte Severus. Lucius und er gingen in seinen privaten Raum nach oben und er durchstöberte einige Sachen. Schließlich händigte er Lucius einen Beutel aus. „Liebstöckel. Nutz es weise.”
“Du weißt nicht, wie dankbar ich bin”, affektierte Lucius.
„Mein Preis sind Informationen. Auch ich will wissen, was du siehst. Du kannst mit eine Eule hierher oder nach Hogwarts schicken.“
„Severus, warum bist du hier? Meine Quelle schien dies nicht zu wissen.“
„Das ist meine Sache Lucius. Es reicht, wenn ich sage, ich musste mich etwas von Hogwarts distanzieren. Dumbledore war einverstanden und meinte, ich sei beunruhigt, wegen den toten Schülern und ich längst überfälligen Urlaub benötigte.“ Er schnaubte. „Unglücklicherweise muss ich weiterhin meine verdammten Klassen unterrichten, doch immerhin bin ich für einige Nächte in der Woche nicht unter seinen Fittichen.“
„Dieses Haus hast du nie gemocht“, sagte Lucius und sah sich widerwillig um. „Warum gehst du nicht zu Narzissa nach Malfoy Manor?“
„Nein mein Freund, ich denke, dies würde das Ministerium falsch deuten. Und ich glaube, wir würden nur einen Skandal heraufbeschwören.“
„Richtig.“ Lucius schüttelte den Beutel. „Nochmals danke. Ich muss gehen.”
“Gut. Ich werde stillschweigen bewahren, vorerst”, warnte Severus. „Pass auf dich auf.“
„Das werde ich.“
Eine ganze Weile saß Severus alleine und wusste nicht, was er mit den Informationen anstellen sollte. Sechs Monate waren keine lange Zeit, um sich vorzubereiten. Auch wenn er wusste, dass der Dunkle Lord zum Ende des Schuljahres in Hogwarts etwas plante, hatte er nicht wirklich daran geglaubt, dies würde die Dinge beenden. Es schien, als sei der Dunkel Lord immer frustriert, er jedoch schwieg immer. Wäre endlich alles vorbei? Würde das Leben schließlich weiter gehen? Egal in welche Richtung? Er glaubte, was Lucius ihm erzählte. Die Wahrheit konnte er in seinen Augen sehen und in seiner Stimme hören. Er war hin und her gerissen, da er die Informationen mit beiden, dem Dunklen Lord und Dumbledore, teilen wollte. Er entschied, am nächsten Tag darüber nachzudenken. Dieser war anstrengend genug.
In dem Moment, als er die Tür aufschloss, eintrat und die Tür hinter sich schloss, traf ihn etwas auf der Brust. Er sah zu seinen Füßen. Ein Kissen!
“Hermine? Was zur Hölle soll das bedeuten?” Er griff nach dem Kissen um es aufzuheben und als er wieder zu ihr sah, wurde er von einem weiteren Kissen getroffen. Dieses Mal im Gesicht.
„Du hättest mir wenigstens sagen können, was los war! Es hat länger als eine Stunde gedauert! Ich habe mir Sorgen gemacht.“
Beide Kissen warf er wieder aufs Bett. „Beruhige dich“, sagte er und begann sich zu entkleiden. „Ich habe getan, was ich tun musste. Du könntest mir wenigstens gestatten, ins Bett zu gehen, bevor du mit deinem Geschnatter und Fragen beginnst.“
„Oh!“, rief sie wütend. „Das war’s? Keine Entschuldigung?” Sie schnappte sich ein Kissen, legte es hinter sich auf das Bett und drehte sich eingeschnappt um. Die Bettdecke war nach unten gerutscht, enthüllte so ihre prallen Schenkel und wohlgeformten Hintern. Er sehnte sich danach, sie zu streicheln, aber er wusste, dass er diese Begierde bezwingen musste. Egal was sie glaubte, emotional war sie für die letzte Stufe ihrer Beziehung nicht bereit.
Nur mit seiner Unterhose bekleidet legte er sich neben sich, darauf bedacht, sie nicht zu berühren. Er entschied, sie solle weiter wütend sein. Sie musste verstehen, dass es Zeiten geben wird, in denen er plötzlich gehen müsste und nicht in der Lage wäre, ihr eine Erklärung zu geben. Der Schlaf übermannte ihn schnell.
Der nächste Morgen war wie der zuvor, Hermine machte Frühstück. Sie war nicht so herzlich, wie sonst, aber er konnte sehen, dass sie versuchte, ihren Ärger verrauchen zu lassen. Nachdem er gegessen hatte, ging er in sein Wohnzimmer und fragte sich, was er machen sollte. Er nahm an, er könnte lesen und so entschied er sich für ein Buch aus dem Bücherregal, machte es sich auf der Couch bequem und verlor sich im Lesen. Irgendwann kam Hermine zu ihm und setzte sich auf die gegenüberliegende Seite.
Schließlich kam ihre Stimme wieder. „Wegen letzter Nacht, es tut mir leid Severus. Ich war verängstigt, das etwas nicht stimmen könnte. Ich denke, ich habe meine Frustration an dir ausgelassen.“
„Fair genug“, sagte er ohne dabei von seinem Buch aufzusehen.
„Könntest du mich wenigstens ansehen? Ich hasse dieses stille Verhalten und das du mich ignorierst!“
Severus legte ein Lesezeichen in das Buch, legte es auf den Tisch vor sich und drehte sich um, um sie anzusehen. „Hermine, ich war nicht stiller, als du. Ich habe einfach nur ein Buch gelesen.“
“Du weißt, was ich meine. Ich saß hier und du hättest mit mir sprechen können.“
Seufzend sagte er: „Wenn ich nichts zu sagen habe, dann heißt es nicht, ich wäre sauer auf dich.“ Er rückte etwas näher, bis sich ihre Oberschenkel berührten. Das Bild ihrer nackten Schenkel drang sofort in seine Gedanken, bevor er sprach. „Du hast mich letzte Nacht enttäuscht.“
Sie senkte ihren Kopf. „Ich konnte nicht anders, es tut mir leid. Ich werde es versuchen.”
„Manchmal werde ich augenblicklich gehen müssen. Ich tue das nicht, um dich absichtlich auszuschließen; es ist einfach, weil ich es muss. Wenn du meine Anweisungen befolgst, weiß ich, das du sicher sein wirst und dies ermöglicht es mir, meine Arbeit zu tun, ohne mir Sorgen um dich machen zu müssen. Verstehst du das?“
„Ja“, sagte sie und legte ihren Kopf auf seine Schulter. „Ich habe ich vermisst.“ Damit setzte sie sich rittlings auf seinen Schoß, wie sie es schon einmal in einen Traum getan hatte. „Severus, ich denke, ich möchte mit dir schlafen.“
´Sie denkt das nur, sie weiß es nicht. ´ Tief einatmend sagte er leise: „Du denkst das wir das tun müssen, nur um den Frieden zwischen uns wieder herzustellen. Dafür gibt es keinen Grund.” Er versuchte zu lächeln. „Ich möchte dich küssen.”
Ihre Lippen trafen für einen keuschen Kuss auf seine. Sie lehnte sich zurück und sah ihn an. „Ich will es.“
Severus konnte das Zittern ihrer Schenkel und Hände fühlen, doch ihre Lippen waren selbstsicher, als sie wieder auf seine trafen. Er hob seine Hände, um ihre Hüfte zu greifen. Er knabberte an ihrer Lippe und sie wiederum tat das gleiche. Als sich ihr Kuss intensivierte, schlängelte er eine Hand herum, um eine ihrer Brüste zu liebkosen, was sie dazu brachte, in seinen Mund stöhnen und sich an ihm zu reiben. Die Hitze ihres Zentrums konnte er spüren, und er musste es mit seinen Fingern berühren, ohne Einschränkungen. Die Hand an ihrer Brust wanderte zu dem Bund ihrer Shorts. Ohne Zauberei glitt diese hinein und begann sie durch ihren Schlüpfer hindurch zu stimulieren.
„Ohhh“, keuchte sie, „ja.“
Ihr Kopf fiel nach hinten und gab ihm ihren Hals frei. Sein Mund fand eifrig sein neues Territorium und begann es zu erforschen. Seine Hexe begann zu keuchen und bewegte sich zu den festen, kreisenden Bewegungen seiner Finger. „Hermine“, sagte er plötzlich, „ich will dich schmecken.“
„Wa…? In Ordnung. Alles”, murmelte sie.
Mühelos legte er sie auf den Rücken und streifte ihre Shorts und Unterhose ab. Sein Mund senkte sich für einen kurzen, leidenschaftlichen Kuss auf ihren, bevor er sich seinen Weg zu ihrem Zentrum bahnte.
„Was tust du?“, fragte sich mit heiserer Stimme.
„Das“, sagte er, platzierte kleine Küsse entlang ihres zurecht gestutzten Schamhaares, welches ihren Eingang bedeckte. Seine Finger benutzend, um sie weiter zu öffnen, schnellte seine Zunge hinaus, um sie zu kosten. Nun war er an der Reihe zu stöhnen. Alles an ihr rief nach ihm, sie gehörte zu ihm. Seine Erregung erreichte ein gefährliches Level und er war sich nicht sicher, ob er dem Drang, sie zu haben, widerstehen konnte.
„Oh scheiße“, sagte sie atemlos. „Ich dachte nicht…“
Zusammen begannen Zunge und Finger sie zu berühren und zu erforschen, bis sie sich wie wild krümmte. Eine ihrer Hände griff in sein Haar, drängte den Kopf weiter nach unten, während die andere das Material der alten Couch zerkratzte. Seine Finger fuhren fort, sie zu dehnen und vorzubereiten, bis er es nicht mehr aushalten konnte. Während seine Zunge immer noch an ihr leckte, öffnete seine Hand schnell seine Hose, um seinen harten Schwanz zu befreien. Er bewegte sich leicht, und begann sich selbst hart zu streicheln, mit der Absicht, nach oben zu gleiten und in sie einzudringen.
Sie begann zu keuchen: „Ah, ah Severus!“ In diesem Moment hatte er niemals irgendetwas Willkommeneres gehört, nichts, das ihn stolzer machte. Er brachte sie fast in einen stammelnden Zustand und nur er konnte sie zum Orgasmus bringen. Genau dann bemerkte er, dass sie fast da war. Nun streichelte er sich hart und schnell, seine Zunge ahmte die Bewegungen nach. In einem Augenblick des Triumphs hörte und fühlte er, wie sie ihr Ziel erreichte.
Der zutiefst verlockende Klang, als Hermine ihren Orgasmus hatte, brachte ihn dazu, seinen Samen über seine eigene Hand und auf ihren Oberschenkel zu vergießen. Hatte er nur davon phantasiert, ihre Oberschenkel die Nacht davor zu streicheln? Minuten vorher? Er würde sie sich nie wieder ansehen können, ohne sich daran zu erinnern, wie sie diesen Moment aussahen. Sie war gebrandmarkt. Seins. Ihre Hand, die in seinem Haar verheddert war, fiel schlaff neben ihm hin. Seinen Kopf legte er auf ihren Bauch, während beide versuchten, wieder zu Atem zu kommen. Es war knapp, fast hätte er sie genommen, und seine Kontrolle verloren. Auch wenn er im Moment gesättigt war, wusste er, nicht mehr lange, und nur ihre Tiefen könnten ihn vollends befriedigen.
So unbequem seine Position auch war, schlief er fast ein. Das Heben und Senken ihres Körpers und der Klang ihrer regelmäßigen Atmung lullten in einen entspannten Zustand. Als er spürte, wie ihre Hand wieder über sein Haar streichelte, wagte er es ihr ins Gesicht zu sehen.
Hermine lächelte ihren Geliebten an. „Ich kann gar nicht beschreiben, was ich in diesem Moment fühle.“
„Shh“, wisperte er. „Das brauchst du nicht.“
Sie begrüßte es, als er sich über sie beugte und sie küsste. Sie konnte sich selbst auf seinen Lippen und seiner Zunge schmecken und auch wenn es ein anderer Geschmack war, sie mochte es und fühlte sich wegen der Situation wohler. Sie hatte es wirklich nicht erwartet, dort von ihm geküsst zu werden. Es war ein Wunder, das sie das miteinander geteilt hatten. Ron hatte sie nicht einmal annähernd dazu gebracht, das, was sie im Moment fühlte, zu fühlen, physisch oder mental. Sie wollte, dass von Severus Snape sie besaß, wollte zu ihm gehören, wollte das Gefühl erwidern.
„Soll ich das auch bei dir tun? Ich möchte es“, bot sie an. Sie sah das leichte erröten seiner Wangen bevor er antwortete: „Es scheint, als hätte ich mich bereits darum gekümmert.“
Erst da bemerkte Hermine, das auch er das genossen hatte, was sie getan hatte – ganz und gar. „Sieht ganz danach aus“, sagte sie leise kichernd und fühlte sich klebrig. „Ich denke, ich werde baden gehen. Ähm…da wir das Mittagessen verpasst haben, würdest du gerne etwas früher zu Abend essen?“
„Das wäre in Ordnung. Es scheint, als hätte ich den Appetit angeregt“, sagte er fast verlegen.
Sie sah weg, als er seinen „Freund“ wieder in seiner Hose verstaute. Schnell hob sie ihren Schlüpfer und die Shorts auf. Es gab einen kurzen, schwierigen Moment, bevor sie die Vorsicht über Bord warf und sich hinüberlehnte, um ihn schnell auf den Mund zu küssen. „Es dauert nicht lange. Danach kannst du in die Wanne springen.“
„In Ordnung. Wir müssen einige Dinge weiter erörtern.” Plötzlich stand er auf. „Nicht deswegen”, er zeigte in Richtung Couch, „aber darüber, was wir mit dir machen, während ich unterrichte.“
„Sicher.“ Sie nahm seine Hand und drückte sie leicht. Sie sah, wie sich sein Ausdruck verändert hatte, aber sie konnte es nicht deuten, was sie etwas nervös machte. „Danke“, sagte sie, bevor sie ihre Sachen nah und ihm Badezimmer verschwand. Sobald die Tür hinter ihr zu war, ließ sie fast ein aufgeregtes Kreischen heraus. Aus irgendeinem Grund meinte sie, dass sie gerade etwas viel Vertrauteres, als nur Sex, geteilt hatten und sie liebte es. Liebte ihn. „Ich liebe ihn wirklich“, dachte sie plötzlich. Sie hatte auch Ron geliebt, aber es war sicher nicht wie das. Die Empfindung, die sie fühlte, überwältigte sie und drohte, sie dazu zu bringen zu weinen. Lächelnd drehte sie die Wasserhähne auf, da sie schnell zu ihm zurück wollte. Als sie begann, sich das Haar zu shampoonieren, dachte sie wieder an den Ausdruck in seinem Gesicht. Bereut er das, was sie getan haben?
TBC
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