
von Lord Marijo
Die Wüste löste sich auf, ein großes schwarzes Loch tauchte unter Joel, Kathleen, Sirius und Marko auf und verschlang die Gruppe. Die rote Farbe löste sich in der Kette der Elemente auf, nun war nur noch eine Einzige Farbe übrig: Braun
Es waren 4 Tage vergangen, seitdem Eli Chris zuhause besucht hatte. Als Eli im Wohnzimmer auf und ab ging, dachte er über das Angebot von Chris nach. Könnte er eine Schule leiten? Ohne Chris Hilfe? Er konnte es sich nicht vorstellen. Aber Chris war sein bester Freund, er vertraute ihm die Leitung an. Er hatte noch bis Ende des Jahres Zeit, um über dieses Angebot nachzudenken, doch sollte er sich nicht entscheiden können, so müsste Chris die Schule weiterleiten und ein schwacher Zauberer würde Minister werden.
Vor vielen Jahren war Muggel City eine wunderschöne Stadt, aber alles geriet außer Kontrolle: Eine Seuche zerstörte die Seelen der Muggel, Hexen und Zauberer, sie zerstörten ihre Wohnungen, töteten gesunde Menschen, alles hatten sie verwüstet.
Marko, Joel, Kathleen und Sirius landeten mitten auf einer Straße, Muggelautos brannten, die Fensterscheiben von Wohnungen und Geschäften waren zerstört…
Marko öffnete langsam seine Augen, er hatte keine Ahnung wo er war, da er in einer Halskette gefangen war.
„Was ist passiert?“ fragte er, als er zu den anderen sah, die sich gerade aufsetzten und sich verwirrt umsahen.
Joel hielt die letzten 2 Heiltränke in seiner Hand. Als er Markos vertraute Stimme hörte, drehte er sich sofort zu ihm um und atmete erleichtert auf.
„Marko, ist alles in Ordnung? Benjamin Ild wurde besiegt…“ sagte Joel, er sah ab und an zu den Hochhäusern.
Marko nickte leicht, er sah sich erneut um, diese Stadt kam ihm bekannt vor.
„Wer hat ihn besiegt?“
„Ich musste gegen Ild kämpfen…Sein eigener Zauber hatte ihn getötet“ erzählte Joel, in den nächsten Minuten erklärte er auch Marko was geschehen war.
Marko hörte ihm interessiert zu. Währenddessen sah sich Sirius ein wenig um, allerdings konnte er hier keine Person sehen. Waren alle verschwunden? War es eine Geisterstadt?
„Jetzt fehlt uns nur noch einer“ sagte Sirius, die anderen standen auf und gingen die Straße entlang.
Immer wieder entdeckten sie Blut, es war aber noch frisch. Als sie um die Ecke bogen, lagen blutverschmierte Kleidungsstücke am Boden, alle sahen geschockt rein, außer Sirius. Es sah so aus, als würde Sirius so etwas jeden Tag sehen…
Nein, es war keine Geisterstadt, dachte Marko.
„Das ist Stonetown. Vor 30 Jahren brach eine Seuche aus, alles geriet außer Kontrolle. Man weiß bis heute nicht ob jemand überlebt hat“ erklärte Marko und deutete auf die Kleidungsstücke, auf das Blut und auf zerstörte Autos.
Ja, Joel und Kathleen konnten sich bildlich vorstellen, was hier vor 30 Jahren passierte.
„Ein Mann wollte sich an alle rächen, er war der Meinung, dass alle etwas Böses in sich hatten. Seine Frau wurde umgebracht, er schwor Rache und verseuchte diese Stadt. Die Seuche hatte fast alle Einwohner zu Monstern gemacht, sie töteten sogar ihre eigenen Familien. Einige mächtige Zauberer schafften es die Seuche nur in der Stadt zu halten. Sollten diese Zauberer eines Tages sterben, so wird sich die Seuche auch in der Zauberwelt verbreiten“ erzählte Marko.
„Diese Zauberer sind immer noch in der Stadt?“ fragte Joel und wirkte ein wenig unglaubwürdig.
Marko und die anderen setzten sich auf den Gehsteig, hinter ihnen war eine Bäckerei mit frischem Brot.
„Angeblich leben sie noch“ meinte Marko, doch er selbst glaubte das nicht mehr, aber dann würde doch die Seuche bereits in der Zauberwelt sein, oder nicht?
Marko wusste keine Antwort, so wenig wie die anderen. Man konnte nur den leisen Wind hören, der ein pfeifen in den Ohren der Kinder war.
Marko stand auf, drehte sich um und betrat die Bäckerei, Joel wollte ihn aufhalten, doch dann ließ er ihn gehen. Schließlich war Marko ein guter Zauberer gewesen, er gehörte zur Familie Randel.
Gleich neben der Bäckerei, in der dunklen Gasse bewegte sich ein seltsames Lebewesen. Es hatte schwarze Augen, sah wie ein Mensch aus und ging langsam auf die Bäckerei zu. Kathleen ging in die kleine Seitengasse, wo sich dieses Lebewesen aufhielt, sie hob beide Augenbrauen.
„Hallo, kann ich Ihnen helfen?“ fragte sie vorsichtig.
Sirius und Joel betraten nun ebenfalls die Bäckerei, stellten sich zu Marko hin und sahen sich um. Überall frisches Brot…
Die seltsame Gestalt hob den Kopf, sah Kathleen mit einem wĂĽtenden Blick an.
„Hexe…Hexe! HEXE!“
Kathleen zitterte leicht und stolperte ein paar Schritte rückwärts.
Die seltsame Gestalt, mit den schwarzen Augen hatte kaum noch Kraft um zu stehen.
„Hexe…töten, Hexe töten…“ flüsterte die Gestalt und wiederholte sich ständig.
Als Marko, Joel und Sirius den lauten Schrei hörten, liefen sie sofort hinaus, bogen um die Ecke und stellten sich schützend vor Kathleen hin. Marko machte große Augen, als er die Gestalt sah, die gerade zu Boden fiel. Ein verseuchter Zauberer, dachte Marko, und schluckte hart.
Plötzlich tauchte hinter der verseuchten Gestalt der Mann in Schwarz auf. Er lachte und richtete seinen Zauberstab auf Kathleen.
„Willkommen in meiner Stadt!“ sagte er mit lauter Stimme, hinter ihm tauchten über 30 verseuchte Hexen und Zauberer auf, die stehen konnten und einen Zauberstab in der Hand hielten.
Nun zielte der Mann in Schwarz auf Sirius Füßen, ein violetter Strahl fesselte seine Füße und brachte ihn zu Fall. Er kicherte, die verseuchten Hexen und Zauberer bewegten sich langsam fort. Marko zog seinen Zauberstab aus dem Umhang, Joel seinen Dolch…Sie warteten auf den richtigen Moment, aber Kathleen stand wie versteinert da, sie konnte sich nicht mehr bewegen.
Der violette Strahl an den Füßen brannte, Sirius stieß einen leisen Schrei aus. Lange Zeit war Sirius nicht mehr am Boden gewesen, wurde er immer schwächer, oder wurden die Gegner immer stärker?
Der Mann in Schwarz zog sein silbernes Schwert hervor, schwang es ein paar mal hin und her und rannte auf Sirius zu. Doch dieser zog seinen Zauberstab und richtete diesen auf ihn. Der Mann in Schwarz richtete ebenfalls seinen Zauberstab auf Sirius und lachte wie ein VerrĂĽckter.
„AVADA KEDAVRA!“
Der Fluch traf den Mann in Schwarz, er wurde nach hinten geschleudert.
Sirius setzte eine verwirrte Miene auf, er hatte nicht verstanden, wieso der Todesfluch des schwarzen Mannes nicht wirkte. Brachte er sich selbst um? Kathleen, Marko und Joel kämpften gegen die Verseuchten, Kathleen lähmte eine Hexe, Joel schleuderte einen jungen Zauberer gegen die Wand und Marko ließ einen explodieren. Sirius befreite sich vom violetten Strahl, seine Füße brannten immer noch. Der Mann in Schwarz stand wieder auf, er legte seinen schwarzen Umhang ab und sah grinsend zu Sirius.
„Guten Tag, Mister Riddle“ sagte Simon Terra.
Die Gruppe drehte sich zu Terra um, sie sahen geschockt drein, verstanden natürlich nicht, wieso er der Mann in Schwarz war. Gehörte er zu den Bösen? Nein, dachte Joel, das konnte nicht sein!
Die Verseuchten zogen sich zurück, Simon Terra stand nun alleine da, verschränkte seine Arme vor der Brust und grinste immer noch. Natürlich kannten die Kinder Simon Terra, sie wussten, dass er der neue Professor in Astrologie war. Er war einst ein Muggellehrer von Chris Randel an einer Muggeluniversität.
„Ich bin der Herrscher der Erde, und das seit meinem 17.Lebensjahr.“
„Sie wollen uns doch nicht töten?“ fragte Joel, schluckte hart und wartete auf Terras Antwort.
Simon Terra lächelte leicht.
„Ihr lässt mir keine andere Wahl. Ich wollte nicht, dass es soweit kommt, aber jetzt muss ich euch aus dem Weg räumen. Chris Randel hätte euch nie hier her schicken sollen. Er kannte die Gefahr in dieser Welt. Er wäre aber stolz auf euch, wenn ich ihm erzähle, dass ihr 3 Zauberer besiegen konntet“ erklärte Simon Terra mit lockerer Stimmung.
Sirius war bereit um zu kämpfen, er hob seinen Zauberstab, ebenso wie Simon Terra.
„Expelliarmus!“ rief der Lehrer in Astrologie.
„Protego!“
Sirius wehrte den Zauber mit Leichtigkeit ab, ging aber sofort in Angriffsstellung, er war bereit fĂĽr ein Duell auf Leben und Tod.
„Rictusempra!“
Der Fluch sauste auf Terra zu, er grinste weiterhin, stand locker da und wehrte ebenfalls mit Leichtigkeit den Angriff ab.
Mark legte seinen Zauberstab auf den Boden und ging langsam auf Simon Terra zu.
„Simon, mein Vater hat Ihnen vertraut. Er wusste, dass Sie ein guter Mensch sind. Am Ende wird jeder sterben, wenn das Böse gewinnt“ sagte Marko.
Kathleen schlug ihre Hände vor dem Mund, Tränen flossen ihre Wangen hinunter…
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